Vorarlberg – VOL.AT

    Nächste Woche kommt der Schnee

    Nächste Woche kommt der Schnee


    Ein kräftiges Hoch platziert sich nächste Woche bei den Britischen Inseln, ihm gegenüber stehen Tiefs über Osteuropa. Mit einer stürmischen Nordwestströmung erreichen dann Fronten mit teils kräftigem Regen die Alpen. Selbst Schnee könnte dann...

    Ein kräftiges Hoch platziert sich nächste Woche bei den Britischen Inseln, ihm gegenüber stehen Tiefs über Osteuropa. Mit einer stürmischen Nordwestströmung erreichen dann Fronten mit teils kräftigem Regen die Alpen. Selbst Schnee könnte dann schon im Hügelland ein Thema werden.In den kommenden Tagen geht es noch mit dem ruhigen Herbstwetter weiter. Abgesehen von Frühnebelfeldern scheint oft die Sonne, die Temperaturen bleiben auf einem überdurchschnittlichen Niveau. Etwas Regen ist im Osten Österreichs aus heutiger Sicht am Dienstag der kommenden Woche in Sicht. Danach scheint sich die Großwetterlage grundlegend umzustellen.

    Das überaus sonnige Herbstwetter der vergangenen zwei Wochen hat zur Folge, dass in manchen Regionen des Landes bereits zur Monatsmitte das Soll an Sonnenstunden für den gesamten Oktober erreicht wurde. Auch Linz, St. Pölten und Bregenz stehen kurz davor, das Soll an Sonnenstunden zu erreichen, heute wird dies der Fall sein. In den kommenden, überwiegend sonnigen Tagen werden noch zahlreiche Orte im ganzen Land hinzukommen, sodass der Monat landesweit wohl mit einem dicken Plus in der Sonnenscheinbilanz schließen wird.

    Kaum Regen

    Abseits des Berglands hält zudem die Trockenheit unvermindert an. In Wien und Eisenstadt sind im Oktober bislang erst 3 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, und das bereits in den ersten beiden Tagen des Monats. St. Pölten hält sogar erst bei einem mageren Liter pro Quadratmeter. Die Folgen der anhaltenden Trockenheit sind neben einer für den Herbst ungewöhnlich hohen Waldbrandgefahr auch ein lokal extrem niedriger Grundwasserpegel.

    (APA)

    In Dornbirn gibt's das miserabelste Schulessen Österreichs

    In Dornbirn gibt's das miserabelste Schulessen Österreichs


    Die Qualität des Schul- und Kindergartenessens in Österreich ist laut einer Untersuchung von Greenpeace regional extrem verschieden. Dornbirn schnitt miserabelst ab. Die Ländle-Grünen fordern nun Konsequenzen. Die Qualität des Schul- und...

    Die Qualität des Schul- und Kindergartenessens in Österreich ist laut einer Untersuchung von Greenpeace regional extrem verschieden. Dornbirn schnitt miserabelst ab. Die Ländle-Grünen fordern nun Konsequenzen.

    Die Qualität des Schul- und Kindergartenessens in Österreich ist laut einer Untersuchung von Greenpeace regional extrem verschieden.”Manche Kinder bekommen regelmäßig regionales Bio-Essen mit viel gesundem Obst und Gemüse, anderen wird täglich industrielle Massenware unbekannter Herkunft vorgesetzt”, sagte Sprecher Sebastian Theissing-Matei.

    Bei der Untersuchung wurde in 25 Städten und Ortschaften abgefragt, wie hoch der Anteil an biologischen Lebensmitteln ist, wie viel regionale Kost auf den Tellern landet und wie es um die Auswahl an fleischlosen Mahlzeiten steht. “Es hängt ganz entscheidend vom Wohnort ab, wie gut die eigenen Kinder in Schule und Kindergarten verpflegt werden. Die Unterschiede sind derzeit massiv”, meinte Theissing-Matei.

    Dornbirn schneidet miserabel ab

    Die einzige Gemeinde, die im Greenpeace-Check in allen drei Kategorien – bio, regional und fleischlos – gut abschnitt, war Klosterneuburg in Niederösterreich. Schlusslichter über alle drei Bereiche waren Wels, Kapfenberg und Dornbirn. Unter den Landeshauptstädten landet Innsbruck auf dem letzten Platz.

    Besonders bei Bio-Kost müssen viele Gemeinden nachbessern, so Greenpeace. Nur fünf der 25 Gemeinden erreichen hier eine gute Bewertung, nämlich Saalfelden, Wolfsberg, Villach, Klosterneuburg und – als einzige Landeshauptstadt – Wien. In der Bundeshauptstadt sind in Schulen 40 Prozent des Essens biologisch, in Kindergärten sogar 50 Prozent.

    Grünen-Zadra: “Kinder haben Anspruch auf hochwertiges Essen”

    “Kinder, die in Schulen und Kindergärten ihr Mittagesessen einnehmen, haben Anspruch auf gutes und qualitativ hochwertiges Essen. Das heißt: Bio ohne Ackergifte, möglichst aus der Region”, nimmt der grüne Bildungs- und Landwirtschaftssprecher Daniel Zadra zum heute veröffentlichten Greenpeace-Ranking Stellung, nach dem Vorarlberg hinsichtlich der Essensqualität für Schul- und Kindergartenkinder schlecht abschneidet. “Insbesondere in Dornbirn gibt es kaum biologische Kost und zu wenig Gemüse”, führt Zadra aus.

    VOL.AT/Lerch

    Zadra sieht Gantner am Zug

    Umso wichtiger sei für Zadra die vom Naturschutzrat geforderte unabhängige Stelle, die Landwirtschaft, Gastronomie und Tourismus koordiniert. Landesrat Gantner sei aufgerufen, diese rasch umzusetzen und mit den Gemeinden abzustimmen. “Wenn unsere LandwirtInnen besser mit Schulen und Kindergärten vernetzt werden, bedeutet das nicht nur besseres Essen für unsere Kinder, es ist auch eine Chance für unsere LandwirtInnen”, so Zadra.

    “Vorarlbergs Landwirtschaft muss neu gedacht werden”

    Die Kriterien “mehr bio, mehr regional und weniger, dafür dann besseres Fleisch” seien auch in der Vorarlberger Landwirtschaftsstrategie abgebildet. Dafür müsse Vorarlbergs Landwirtschaft neu gedacht werden. “Wir Grüne wollen, dass unsere LandwirtInnen die besten Produkte produzieren können. Das Land und die Gemeinden haben sie dabei zu unterstützen”, schließt Zadra.

    (APA/Red.)

    Vorarlberg: Rheinmündung nimmt neue Form an

    Vorarlberg: Rheinmündung nimmt neue Form an


    Die Mündung des Rheins in den Bodensee nimmt neue Gestalt an. Seit dem Hochsommer ist etwa 300 Meter nach dem Ende der Vorstreckungsdämme eine Sandinsel sichtbar geworden. Handlungsbedarf im Sinne der Hochwassersicherheit bestehe aber nicht,...

    Die Mündung des Rheins in den Bodensee nimmt neue Gestalt an. Seit dem Hochsommer ist etwa 300 Meter nach dem Ende der Vorstreckungsdämme eine Sandinsel sichtbar geworden.

    Handlungsbedarf im Sinne der Hochwassersicherheit bestehe aber nicht, versicherte am Mittwoch Österreichs Rheinbauleiter Matthias Speckle. Die Insel sei ein Indiz für eine beginnende dynamische Bildung eines Mündungsdeltas.

    Der Rhein transportiert jährlich zwischen zwei und drei Millionen Kubikmeter an Feststoffen in den Bodensee. Die daraus resultierende Verlandung hat unter anderem dazu geführt, dass die Mündung des Rheins in den vergangenen Jahrzehnten durch eine Kanalisierung des Flusses innerhalb von Dämmen kilometerweit in den Bodensee hinausgeschoben wurde.

    Nicht ungewöhnlich

    Die Insel sei auch deshalb entstanden, weil es heuer kein Hochwasser gegeben habe, sagte Speckle. “Es handelt sich um natürliche Ablagerungen an einer Flussmündung in einen See, wie sie vielerorts in den Alpen im Zuge eines fortschreitenden Verlandungsprozesses vorkommen”, betonte der Rheinbauleiter. Sichtbar geworden sei die Insel aufgrund des ungewöhnlich niedrigen Seewasserstands. Der Bodenseepegel liegt in Bregenz aktuell bei 287 Zentimeter und damit um knapp 60 Zentimeter unter dem langjährigen Durchschnitt.

    Langjährige Studie

    In Sachen Hochwassersicherheit wies Speckle darauf hin, dass auf der rechten Seite der Insel eine Tiefenrinne bestehe, die den erforderlichen Abfluss mehr als sicherstelle. Die Insel sei aber auch Beweis dafür, dass sich am Ende der Vorstreckungsdämme ein Mündungsdelta bilde. Auf Auftrag der Internationalen Rheinregulierung laufe mittlerweile bereits eine Studie über die mögliche künftige Entwicklung der Mündung des Rheins in den Bodensee, so Speckle. Die Veränderung des Rhein-Deltas wird bereits seit 1911 periodisch vermessen, für den Feststoffeintrag gibt es am Rhein zwei Messstellen, deren Daten die Grundlage für Computermodelle bilden.

    (APA)

    Vorarlberg: Symposium über naturbewusstes Bauen in Feldkirch

    Vorarlberg: Symposium über naturbewusstes Bauen in Feldkirch


    Urbanes Wachstum, Nachverdichtungen und der gleichzeitige Wunsch nach einer klugen und energie-effizienten Ortsentwicklung bedürfen mehr denn je den Blick auf Artenvielfalt, Klimawandelanpassung und Lebensqualitäten. Am 24. und 25. Oktober 2018 findet...

    Urbanes Wachstum, Nachverdichtungen und der gleichzeitige Wunsch nach einer klugen und energie-effizienten Ortsentwicklung bedürfen mehr denn je den Blick auf Artenvielfalt, Klimawandelanpassung und Lebensqualitäten. Am 24. und 25. Oktober 2018 findet dazu im Montforthaus Feldkirch das international besetzte Symposium „natur vielfalt bauen“ statt.

    Gemeinsam mit den Organisatoren gab Landesrat Johannes Rauch heute in der Volksschule Lauterach Dorf einen Überblick über das erste internationale Symposium dieser Art in Westösterreich.

    Das Symposium geht Bedürfnissen und Strategien nach, stellt zukunftsweisende und innovative Projekte vor und ermöglicht einen transdisziplinären Wissens- und Erfahrungsaustausch für Expertinnen und Experten sowie Anwenderinnen und Anwender aus den Bereichen Architektur, Landschaftsarchitektur, Städtebau, Raumplanung, Bauwirtschaft, Ökologie und Gesundheitswesen, informierte Landesrat Johannes Rauch.

    Entsprechende Bepflanzung

    Innerstädtische Gärten, Straßenräume, Gebäude und Plätze können bei entsprechender Bepflanzung nicht nur Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten sein, so der Landesrat: „Sie sind auch wichtige Komponenten bei der Pufferung von Hitzeeffekten und Niederschlagsspitzen, filtern Feinstaub und speichern CO2.“

    Weiters fördern sie Begegnungen, soziale Identität und Gesundheit. „Sind wir in der Lage, Pflanzen und Bäume in den Stadt- und Dorfraum zu integrieren, natürliche Beschattung und Kühlung im Sommer zu generieren und Artenvielfalt zu erhalten, sichern wir auch für weitere Generationen die hohe Lebensqualität in unseren Siedlungsräumen“, so Rauch.

    Zweitägiges Symposium

    Im Auftrag der Abteilungen Umwelt- und Naturschutz und Raumplanung der Vorarlberger Landesregierung hat ein dreiköpfiges Expertinnen-Team aus dem Interreg Modul »naturvielfalt bauen! – Wissenspool für die Bodenseeregion« das internationale Symposium »natur vielfalt bauen« entwickelt, informierte Marina Hämmerle vom Organisationsteam. Es dient nach dem Aufbau eines Netzwerkes und Bündelung der ersten erarbeiteten Erkenntnisse der weiteren, interaktiven Vertiefung und zugleich der Verbreitung und Bewusstseinsbildung dieses brisanten, jedoch nach wie vor marginalisierten Baukultur-Themas.

    Die Auswahl der Referierenden erfolgte themenspezifisch, denn das Integrieren von vielfältigen Naturräumen in den Siedlungsraum birgt eine Reihe an Handlungsfeldern. So beleuchten vom Sprachwissenschaftler über die Stadtsoziologin, vom Künstler und der Forscherin über den Architekten und die Landschaftsarchitektin, Raumplanerin, vom Begrünungsexerten, der Pflanzenexpertin bis zur Anthropologin die unterschiedlichen Aspekte von planbarer Biodiversität. Angereist nach Feldkirch kommen sie aus Amsterdam, Berlin, Linz, Überlingen, Vaduz, Washington DC, Wien, Zürich.

    Hochkarätige Referenten

    An zwei Vormittagen bündeln die hochkarätigen Referierenden in kurzen, pointierten Statements ihre jeweils dem eigenen Hintergrund entspringenden Sichtweisen, nachmittags bringen sich die Teilnehmer in den Werkstätten selbst ein, um gemeinsam mit den ExpertIinnen Strategien und Handlungsfelder auszuloten. Die anschließend an das Symposium geplante Kommunikation der Ergebnisse richtet sich, gepaart mit dem Aufruf »Beginnen wir dort, wo wir Einfluss nehmen können«, neben den handelnden Institutionen auch an eine breitere Öffentlichkeit.

    Der Vorarlberger Umweltverband unterstützt mit dem Servicepaket „Nachhaltig: Bauen in der Gemeinde“ bereits jene Gemeinden, die ihre Gebäude nachhaltig errichten oder sanieren möchten. Seit 2016 gibt es nun auch das neue Zusatzmodul „Naturnaher Bau“, welches das Potential der Natur aufgreift. Umsetzungen wie zum Beispiel Dachbegrünungen oder ökologische Außengestaltungen erhalten in Folge auch Förderpunkte im Rahmen des Vorarlberger Kommunalgebäudeausweis (KGA), informierte der Obmann des Umweltverbands, Bürgermeister Rainer Siegele. Grundlage für die inhaltliche Erarbeitung des Moduls war die Volksschule Lauterach Dorf. Das Interesse der Gemeinden an diesem Modul ist recht hoch, ca. 75 Prozent der Projekte werden inzwischen hierzu beraten.

    Volksschule Lauterach Dorf

    Beim Um- bzw. Neubau der Volksschule Lauterach Dorf war eine der Rahmenbedingungen der Erhalt des alten Baumbestands. Das Konzept beinhaltet auch Dachbegrünungen, begehbare Freiluftklassen unter Baumkronen und naturnahe Spielräume, informierten die Lauteracher Vizebürgermeisterin Doris Rohner und Karin Flatz, Direktorin VS Lauterach Dorf. Durch die Erhaltung des alten Baumbestandes wurde eine natürliche, beschützende und nicht zuletzt auch lebendige Umgebung geschaffen. Die vielen positiven Funktionen des gewachsenen Baumbestandes, wie die Verbesserung des Kleinklimas, die Sauerstoffproduktion, die Feinstaubfilterung und natürlich die Beschattung sind im täglichen Schulleben spürbar. Ein Freizeitpädagoge ermöglicht den Kindern die Natur in ihrer Artenvielfalt und Schönheit zu erleben und kennen zu lernen.

    (VLK)

    Acht Monate unbedingte Haft für Bludenzer Brandstifter

    Acht Monate unbedingte Haft für Bludenzer Brandstifter


    30-Jähriger sorgte mit seiner Wutaktion in Tiefgarage für einen Schaden von rund 670.000 Euro. Von Christiane Eckert/VOL.AT Im Mai 2017 brannte in der Bludenzer Wohnsiedlung „Tränkeweg“ die Tiefgarage. Vier Autos standen im Vollbrand, etliche...

    30-Jähriger sorgte mit seiner Wutaktion in Tiefgarage für einen Schaden von rund 670.000 Euro.

    Von Christiane Eckert/VOL.AT

    Im Mai 2017 brannte in der Bludenzer Wohnsiedlung „Tränkeweg“ die Tiefgarage. Vier Autos standen im Vollbrand, etliche weitere wurden schwer beschädigt. Die Garage ist sanierungsbedürftig, zehn Menschen erlitten eine Rauchgasvergiftung. Rund 150 Helfer waren im Einsatz.

    Verantwortlich für das 670.000 Euro-Chaos: Ein damals 30-Jähriger Süchtiger, der an jenem Abend reichlich Alkohol und Tabletten konsumierte und danach das Auto seiner Mutter anzünden wollte. Mit ihr hatte er kurz zuvor gestritten. Das Aceton im Kühlschrank schien ihm ein geeignetes Mittel, ihren Wagen zu demolieren und sich so an ihr zu rächen.

    Genug erkannt

    Das Verfahren kreiste lange um die Frage, ob der junge Mann in jener Nacht zurechnungsfähig war und überhaupt wusste, was er tat. Und ob er in Kauf nahm, dass dabei ein großer Schaden entsteht. „Ja“ sagt das Gericht, nachdem Gerichtspsychiater Reinhard Haller ausführte, dass die Zurechnungsfähigkeit zwar eingeschränkt, aber nicht ausgeschlossen war.

    Der Mann war bereits schon einmal wegen einer Rauschtat verurteilt worden. Nun muss er wegen der Brandstiftung und noch zwei kleinerer, unbedeutenderen Delikten für acht Monate in Haft. Dazu wurden 16 Monate auf Bewährung ausgesprochen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

     

    Mobiles Schlachten soll erlaubt werden

    Mobiles Schlachten soll erlaubt werden


    Erlass zur Weideschlachtung könnte noch in diesem Jahr verabschiedet werden. Kürzlich diskutierten Ländervertreter in einer Telefonkonferenz über das Thema mobiles Schlachten, wie Agrarlandesrat Christian Gantner (ÖVP) auf VN-Anfrage schildert (den...

    Erlass zur Weideschlachtung könnte noch in diesem Jahr verabschiedet werden.

    Kürzlich diskutierten Ländervertreter in einer Telefonkonferenz über das Thema mobiles Schlachten, wie Agrarlandesrat Christian Gantner (ÖVP) auf VN-Anfrage schildert (den ganzen Artikel hier nachlesen). Demnach soll noch in diesem Jahr ein Erlass des Ministeriums für einheitliche Regeln in Österreich sorgen.

    Das Ergebnis des Telefonats liegt im Gesundheitsministerium und wird am 11. November auf der Veterinärdirektorenkonferenz in Wien diskutiert. „Das Ministerium hat uns versprochen, im Anschluss einen bundesweiten Erlass zu verabschieden“, fährt Gantner fort.

    NEOS sehen Versäumnisse

    “Bereits im Juni 2016 haben wir aus Gründen des Tierwohls, aber auch im Interesse der Landwirte sowie der Konsumenten einen Antrag zur Ermöglichung der Weideschlachtung im Landtag eingebracht. Denn die möglichst schonende, stressfreie und tiergerechte Schlachtung am Ort der Tierhaltung ist für die Tiere ideal.” Deshalb begrüßen es die NEOS, dass zumindest das Mobile Schlachten durch einen bundesweiten Erlass des Ministeriums noch heuer in Vorarlberg ermöglicht werden könnte. “Es darf in Vorarlberg nicht verboten sein, was in Oberösterreich schon möglich ist. Dass es diesen Zustand bisher gab, ist der Untätigkeit von Landesrat Gantner geschuldet“, kritisiert Matt das zaghafte Vorgehen des Landesrates.

    Laut LAbg. Daniel Matt fordern die Vorarlberger NEOS schon lange, dass diese Art der tiergerechten Tötung zum Zweck der Fleischgewinnung, welche unter anderem bereits in der Schweiz und Deutschland praktiziert werde, rechtlich möglich wird. “Wir sind froh, dass es dank unserer Initiative zu einer Ausschussvorlage gekommen ist, und warten schon lange auf die Umsetzung des damals Geforderten”, sagt NEOS-Landwirtschafts- und Tierschutzsprecher Daniel Matt.

    “Gerade auch im Zusammenhang mit den umstrittenen Tiertransporten könnten die Mobile Schlachtung sowie die Weideschlachtung unseres Erachtens eine wirkliche Verbesserung zum Wohle der Tiere bringen. Deshalb werden wir uns weiterhin mit großem Engagement in diese Richtung einsetzen.”

    FP-Schelte: "Das ist eines Sicherheitslandesrats unwürdig"

    FP-Schelte: "Das ist eines Sicherheitslandesrats unwürdig"


    Die Ländle-FPÖ übt heftige Kritik an Landesrat Christian Gantner: Dieser habe die geänderte Sicherheitslage im Land zu spät erkannt. Des weiteren erwarte man sich von Gantner “volle Unterstützung” für FP-Innenminister Kickl. “Es hat...

    Die Ländle-FPÖ übt heftige Kritik an Landesrat Christian Gantner: Dieser habe die geänderte Sicherheitslage im Land zu spät erkannt. Des weiteren erwarte man sich von Gantner “volle Unterstützung” für FP-Innenminister Kickl.

    “Es hat ziemlich lange gedauert, bis auch der für Sicherheitsfragen zuständige ÖVP-Landesrat Gantner die negative Entwicklung im Land erkannt hat. Als wir ein Unterstützungspaket der Landesregierung für die Vorarlberger Polizei zur konsequenten Verbrechensbekämpfung gefordert haben, wurde dies von der ÖVP lediglich belächelt. Nun plötzlich – so wie Gantner – den vermeintlich ‚starken Mann‘ zu spielen, richtet sich daher von selbst”, reagiert FPÖ-Klubobmann Daniel Allgäuer auf die aktuellen Reaktionen des ÖVP-Landesrates zur jüngsten Messerattacke eines afghanischen Asylwerbers (Artikel hier nachlesen).

    FP-Allgäuer: “Das ist doppelbödig”

    “Anstatt sich medial in Szene zu setzen, sollte sich der Sicherheitslandesrat unmissverständlich zur klaren Asylpolitik der Bundesregierung bekennen und nicht eine Initiative unterstützen, die versucht das Asylrecht auszuhebeln. Auf der einen Seite wird der Bevölkerung ein Interesse an einer konsequenten Sicherheitspolitik vorgegaukelt und auf der anderen Seite werden mehr und mehr grüne Positionen übernommen und der Rechtsstaat ignoriert. Das ist doppelbödig und eines Sicherheitslandesrates unwürdig”, so Allgäuer.

    “Erwarte mir volle Unterstützung für Bundesminister”

    “Glücklicherweise sorgt Innenminister Kickl mit einer konsequenten Asylpolitik und einer personellen Stärkung der Polizeikräfte für eine Stärkung der Sicherheitspolitik. Hier erwarte ich mir die volle Unterstützung von Landesrat Gantner für den Bundesminister und letztendlich auch für die Sicherheitsinitiativen der Freiheitlichen im Land”, betont der FPÖ-Klubchef abschließend.

    Vorarlberg: "Mehr Verantwortung für die Länder"

    Vorarlberg: "Mehr Verantwortung für die Länder"


    Landeshauptmann Markus Wallner sieht mit dem heute im Ministerrat beschlossenen Kompetenzbereinigungspaket einen “bedeutenden Etappenschritt” umgesetzt. “Mehr Kompetenzen und mehr Verantwortung für die Länder”: So beschreibt Landeshauptmann...

    Landeshauptmann Markus Wallner sieht mit dem heute im Ministerrat beschlossenen Kompetenzbereinigungspaket einen “bedeutenden Etappenschritt” umgesetzt.

    “Mehr Kompetenzen und mehr Verantwortung für die Länder”: So beschreibt Landeshauptmann Markus Wallner die Auswirkungen, welche das heute vom Ministerrat beschlossene Kompetenzbereinigungspaket in der Praxis haben wird.

    Das von einer Länder-Bund-Arbeitsgruppe ausverhandelte Erstpaket bringt eine klare Zuordnung für mehrere Politikbereiche, in denen der Bund bisher “Grundsatzgesetze” erlassen hat, die danach mit “Ausführungsgesetzen” von den Ländern konkretisiert wurden. “Vorarlberg steht hinter dem Entwurf: Weg mit Doppelgleisigkeiten, hin zu klaren Kompetenzen”, kommentiert Wallner die in Angriff genommene Beseitigung des Kompetenz-Wirrwarrs.

    (red)

    Vorarlberg: Jede Menge Luxus im stillen Bergdorf

    Vorarlberg: Jede Menge Luxus im stillen Bergdorf


    Klösterle – In Klösterle wird mit Apartment-Hotel touristisch aufgerüstet. (VN/Tony Walser) Auch in der 660-Seelen-Gemeinde Klösterle wird touristisch aufgerüstet. Seit geraumer Zeit laufen dort Arbeiten für den Bau eines Apartment-Hotels im...

    Klösterle – In Klösterle wird mit Apartment-Hotel touristisch aufgerüstet.

    (VN/Tony Walser)

    Auch in der 660-Seelen-Gemeinde Klösterle wird touristisch aufgerüstet. Seit geraumer Zeit laufen dort Arbeiten für den Bau eines Apartment-Hotels im Vier-Sterne-Segment. Betreiber des Großprojekts ist die Jäger Immobilien GmbH mit Sitz in Schruns. Insgesamt werden dort 48 Wohneinheiten samt Infrastruktur mit Rezeption, Lobby sowie Businesscenter und ein großzügiger Spa-Bereich entstehen. Wobei zwei der Einheiten für das Personal vorgesehen sind. Die großzügig gestalteten Apartments des Resorts weisen zwei bis vier Schlafzimmer auf, verfügen über Luxus und sollen über die Tourismusschiene von Jäger ab Ende 2019 an Urlauber vermietet werden. In drei der insgesamt vier Gebäude werden ständig wechselnde Gäste untergebracht. Im vierten Trakt sind zehn gewidmete Ferienwohnungen untergebracht. Darüber hinaus ist auch der Bau einer Tiefgarage in diesem Projekt enthalten.

    „Respektable Mieteinkünfte“

    Für sie mussten Käufer je nach Größe des Feriendomizils zwischen rund 300.000 und 950.000 Euro auf den Tisch blättern. Eine gewidmete Wohnung erwerben konnte jeder EU-Bürger. Den Wohnungsbesitzern steht es frei, ob sie gegen eine Jahrespauschale die Infrastruktur des Apartment-Resorts uneingeschränkt mitnutzen oder nicht. Auch die Frage, ob sie ihren Wohnraum leer stehen lassen oder nicht, bleibt ihnen überlassen. Auf Wunsch können die Eigentümer ihren erworbenen Wohnraum am Fuße des Arlbergs über Jäger zu frei bestimmbaren Zeiten an interessierte Urlauber vermieten. „Sie brauchen sich um nichts zu kümmern, freuen sich jedoch über respektable Mieteinkünfte“, heißt es im Folder zum Projekt „Arlberg-
    Resort“, mit dem Jäger die Werbetrommel für das Projekt rührt.

    Rieseninteresse an Domizilen

    Um den Verkauf der Ferienwohnungen musste sich der Betreiber offenbar wenig Sorgen machen. Das Interesse am Kauf eines Feriendomizils sei sehr groß gewesen, bestätigt Guntram Jäger (63), Chef der Jäger Bau GmbH, auf Anfrage der VN. Jäger, der dieser Tage gemeinsam mit Florian Morscher (57), dem Bürgermeister der Klostertaler Gemeinde, zur Grundsteinlegung geladen hatte, geht davon aus, dass bereits in absehbarer Zeit mit der Vermarktung der Apartments gestartet werden kann.

    >>Den ganzen Artikel lesen Sie in den “Vorarlberger Nachrichten“

    NEOS Vorarlberg startet Vorwahl

    NEOS Vorarlberg startet Vorwahl


    In einem dreistufigen Vorwahlprozess wird derzeit der NEOS-Wahlvorschlag für die Landtagswahlen 2019 ermittelt. Als Spitzenkandidatin bewirbt sich erneut die Landessprecherin Sabine Scheffknecht. „Ich freue mich, dass wir mit einem so starken Team an...

    In einem dreistufigen Vorwahlprozess wird derzeit der NEOS-Wahlvorschlag für die Landtagswahlen 2019 ermittelt. Als Spitzenkandidatin bewirbt sich erneut die Landessprecherin Sabine Scheffknecht.

    „Ich freue mich, dass wir mit einem so starken Team an den Start gehen. Wir haben ein sehr breit aufgestelltes Kandidatenfeld, welches das gemeinsame Ziel der Erneuerung verbindet. Wir wollen aus Vorarlberg das „Chancenland Nummer 1“ machen,“ erklärt Scheffknecht im Anschluss an die Mitgliederversammlung der NEOS am Dienstag.

    Insgesamt 24 Kandidatinnen und Kandidaten finden sich auf dem Online-Portal vorwahl.neos.eu wieder. Diese werben nun in einem dreistufigen Vorwahlprozess um eine Positionierung auf den vorderen Listenplätzen für die Landtagswahlen 2019. Darüber hinaus gibt es aber nach wie vor die Möglichkeit und auch bereits zahlreiche Kandidatinnen und Kandidaten für weitere Listenplätze.

    Engagement

    Nach der gestrigen Mitgliederversammlung zeigt sich NEOS-Landtagsabgeordnete Sabine Scheffknecht besonders vom großen Engagement aller Teilnehmer überwältigt. „Neben Kandidatinnen und Kandidaten, die NEOS von der ersten Stunde an begleiten, finden sich auch viele neue Gesichter, die den Sprung in die Politik wagen. Genau das zeichnet uns als BürgerInnenbewegung aus. Eir setzen auf Expertise und sind zugleich offen für neue und innovative Ideen,“ erklärt Scheffknecht.

    „Wir treten gemeinsam an, um Vorarlberg zum Chancenland Nr. 1 zu machen. Zu einem Land mit der allerbesten Bildung und den besten Berufsaussichten. Einem Land mit leistbarem Wohnraum und ohne Verkehrschaos. Einem Land mit wirtschaftlichem Fortschritt, im Einklang mit der Natur. Einem Land, in dem Vielfalt und das Streben nach vorne etwas Positives sind, und in dem wir und die nächsten Generationen auch in Zukunft noch gut und gerne leben können.“

    (red)

    Direktoren von HAK und HTL unterstützen Andreas Kappaurer

    Direktoren von HAK und HTL unterstützen Andreas Kappaurer


    Direktoren der berufsbildenden Schulen schrieben Brief an Bildungsdirektorin. (VN/Klaus Hämmerle) Am kommenden Freitag könnte bereits die Entscheidung fallen. An diesem Tag tritt jene Kommission zusammen, welche die beiden Bewerber für den Posten des...

    Direktoren der berufsbildenden Schulen schrieben Brief an Bildungsdirektorin.

    (VN/Klaus Hämmerle)

    Am kommenden Freitag könnte bereits die Entscheidung fallen. An diesem Tag tritt jene Kommission zusammen, welche die beiden Bewerber für den Posten des pädagogischen Leiters der Bildungsdirektion Vorarlberg unter die Lupe nimmt. Die Bewerber sind der Götzner AHS-Professor und ÖAAB-Lehrersprecher Wolfgang Türtscher (62) sowie der aktuelle Landesschulinspektor der humanberuflichen Schulen und frühere Direktor der Wirtschaftsschulen Bezau, Andreas Kappaurer (57).

    Die vierköpfige Kommission ist fast ausschließlich mit Vertretern des Bundes besetzt. Ihr gehören ein Vertreter des Bildungsministeriums aus dem Bereich Lehrerdienstrecht, ein Vertreter der Gewerkschaft öffentlicher Dienst, ein Personalvertreter aus dem Bereich allgemeine Verwaltung sowie die bereits bestellte Vorarlberger Bildungsdirektorin Evelyn Marte-Stefani (57) an.

    Nichts gegen Türtscher

    Wie die VN berichteten, gab und gibt es im Vorfeld der Postenbesetzung einige Aufregung. So erreichte ein Brief, unterschrieben von 61 Pflichtschuldirektoren, Landeshauptmann Markus Wallner persönlich. Darin fordern die Direktoren den Landeshauptmann dezidiert auf, er möge sich aktiv gegen die Bestellung von Mag. Wolfgang Türtscher (62), einer der beiden Bewerber für die Stelle, einsetzen. Die Schulleiter führten dabei eine Reihe von Gründen an, unter anderem Türtschers kritische Haltung zur Mittelschule oder seine Nicht-Akzeptanz des Forschungsprojekts „Schule der Zehn- bis 14-Jährigen“.

    Während Türtscher bei einigen AHS-Direktoren hohe Anerkennung genießt, tut das sein Konkurrent Andreas Kappaurer bei den Direktoren der fünf Vorarlberger Handelsakademien und den drei Höheren technischen Schulen. Manfred Hämmerle (60), Direktor an der HAK Bregenz: „Wir halten Andreas Kappaurer für den besseren Kandidaten, weil er sowohl als Schulaufsichtsorgan als auch als Schuldirektor über Erfahrung verfügt. Wir wollen diese Präferenz aber keineswegs als Statement gegen Wolfgang Türtscher verstanden wissen.“

    Wallner wartet ab

    Eine Lanze für Türtscher bricht Rainer Gögele (62), Sprecher von Pro Gymnasium und Kollege des Kandidaten für den bedeutenden Posten. „Ich würde mir wünschen, dass die Bewerber ausschließlich nach ihren Qualifikationen beurteilt werden und nicht nach ihren Haltungen und Einstellungen. Es geht hier schließlich um die Eignung für diese Funktion und um nichts anderes. Wolfgang Türtscher verfügt über diese Eignung.“

    Auf VN-Anfrage nicht Stellung beziehen wollte Wolfgang Türtscher. „Ich warte das Bestellungsverfahren ab und möchte mich vorher zum Thema nicht öffentlich äußern.“ Weiterhin nicht äußern wollen sich auch Landeshauptmann Markus Wallner (51) und Schullandesrätin Barbara Schöbi-Fink (57). „Den Mitgliedern der Kommission sind alle Informationen und Bedenken bekannt. Wir warten das Verfahren ab. Es ist dies eine Sache des Bundes“, bemüht Wallner seine Standardformeln. Bemerkenswert: Während es in Vorarlberg nur zwei Bewerbungen gibt, interessierten sich in anderen Bundesländern viel mehr Kandidaten für diesen attraktiven Job. In Tirol waren es gleich elf, in Salzburg fünf.

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    Vorarlberg: Tierärzte wollten keine Kälbertransporte mehr abfertigen

    Vorarlberg: Tierärzte wollten keine Kälbertransporte mehr abfertigen


    Im November drohten die Vorarlberger Amtstierärzte keine Kälbertransporte ins Ausland mehr abfertigen zu wollen. Die Drohung wurde jedoch nie umgesetzt, die Jungtiere werden weiter nach Bozen transportiert.Rund um den Skandal um die Kälbertransporte...

    Im November drohten die Vorarlberger Amtstierärzte keine Kälbertransporte ins Ausland mehr abfertigen zu wollen. Die Drohung wurde jedoch nie umgesetzt, die Jungtiere werden weiter nach Bozen transportiert.Rund um den Skandal um die Kälbertransporte im November des vergangenen Jahres entstand ein Dokument, unterschrieben von sieben Amtstierärzten: Man werde künftig keine Kälbertransporte nach Bozen abfertigen. Grund sei der Verdacht des direkten Weitertransports der Jungtiere. “Es ist weder der Transport der Tiere auf der Langstrecke [ab Bozen, Anmerkung der Redaktion] tiergerecht durchführbar (…) noch ist eine tiergerechte Mast in den Destinationen gesichert”, begründen die Amtstierärzte diese Entscheidung in dem Schreiben, datiert auf den 23. November 2017.

    Ankündigung wurde nicht umgesetzt

    Auch eine Abfertigung von Zuchtvieh in Drittländer werde künftig nicht durchgeführt, alle Verladungen von Vieh müssten früh genug für ausführliche Prüfungen angemeldet werden und Verladungen nur an den zugelassenen Sammelstellen durchgeführt werden. Nur, diese Ankündigung wurde niemals umgesetzt.

    Tierärzte wollten sich absichern

    Auf Rückfrage erklärt Norbert Greber, Leiter der Abteilung für Veterinärangelegenheiten und einer der Unterzeichner, dass dieses Dokument nie umgesetzt wurde. Entstanden sei es als Absicherung der betroffenen Amtstierärzte, da sie befürchteten für den Weitertransport der Tiere aus Bozen oder anderen Zielgebieten haftbar gemacht zu werden.

    Ministerium stellte Verordnung in Aussicht

    Eine entsprechende Erklärung des zuständigen Ministeriums, dass die Tierärzte nur für den angemeldeten, aber nicht für darauf folgende Transporte verantwortlich sind, habe das Schreiben hinfällig gemacht. Den Tierärzten wurde zur Klärung auch eine entsprechende Verordnung aus Wien versprochen – welche jedoch bis heute ausständig sei.

    Steinacher sieht sich bestätigt

    Die Erklärung der Amtstierärzte wurde demnach nie umgesetzt, jedoch vor Kurzem Dieter Steinacher zugespielt. Dieser sieht sich durch das Dokument in seiner Kritik an den Kälbertransporten bestätigt. Der Tierschützer fordert weiterhin die Einstellung aller Tiertransporte aus Vorarlberg hinaus, bessere Kennzeichnung der Herkunft von Fleisch, Aufzucht der Kälber bei den Müttern und eine Neuaufstellung der Förderungen und der Landwirtschaft.

    NEOS: “Diese Tiertransporte müssen endlich ein Ende haben”

    “Das aufgetauchte Schreiben der Amtstierärzte unterstreicht unsere Befürchtungen. Trotz klarer Faktenlage wurde von Seiten des Landes das Leid der Tiere weiter in Kauf genommen. Die Frage ist, weshalb Kälberverladungen nach Bozen oder anderen Destinationen in Italien oder Spanien kein Ende gesetzt wurden. Laut vorliegender Stellungnahme ist ein Transport der Tiere auf der Langstrecke weder tiergerecht durchführbar, noch ist eine tiergerechte Mast in den Destinationen gesichert. Diese Tiertransporte müssen ein Ende haben“, sieht NEOS-Landtagsabgeordneter Daniel Matt ein Versagen bei den Behörden.

    NEOS

    Matt fordert volle Transparenz: “Laut einer Beantwortung meiner Anfrage am 16.07.2018 wurden im ersten Halbjahr 2018 1.776 Kälber nach Bozen transportiert. Wir müssen uns schon fragen, wieso diese Tiertransporte trotz vorliegendem Schreiben nicht verhindert wurden? Was ist falsch gelaufen? Welcher Landesrat wusste von dieser Stellungnahme der Amtstierärzte? Wenn sie es gewusst haben sollten, warum wurde nicht reagiert?”

    Vorarlberg: Sulner Gräber sind archäologische Sensation

    Vorarlberg: Sulner Gräber sind archäologische Sensation


    Bei den Bauarbeiten für den neuen Kindercampus in Sulz sind im Sommer rund 200 historische Gräber entdeckt worden. Nun wurden die ersten Knochen eingehender untersucht.Die mit den Ausgrabungen in Sulz beauftragten Archäologen habe eines der eher...

    Bei den Bauarbeiten für den neuen Kindercampus in Sulz sind im Sommer rund 200 historische Gräber entdeckt worden. Nun wurden die ersten Knochen eingehender untersucht.Die mit den Ausgrabungen in Sulz beauftragten Archäologen habe eines der eher jüngeren Gräber mit der Radiokarbonmethode untersucht. Dabei kann anhand der Halbwertszeit der in archäologischen Funden enthaltenen radiaoativen Isotope, betimmt werden, wie alt ein Fundstück ist.

    Wie Ausgrabungsleiterin Irene Knoche gegenüber dem “ORF Vorarlberg” nun berichtet, waren sie und ihr Team von den ersten Ergebnissen überrascht. Denn die Funde können demnsch auf die Zeit zwischen 1040 und 1200 datiert werden und sind damit älter als zunächst vermutet.

    Die restlichen Gräber könnten laut Knoche durchaus noch älter sein. Gemeinde und Denkmalamt hätten den Wunsch geäußert, noch weitere Gräber zu untersuchen. Nun würden Anthropologen die Überreste nach Sterbealter und möglichen Erkrankungen untersuchen.

    Mit den Ergebnisen rechnet Knoche im Frühjahr 2019. Am Grabungsort selbst sind die Arbeiten derweil beendet. Dort steht bereits der Rohbau des neuen Kindercampus.

    (red)

    In Vorarlberg werden die Zivildiener knapp

    In Vorarlberg werden die Zivildiener knapp


    Um den steigen Bedarf an heißbegehrten Zivilkräften bei sinkendem Angebot auch in Zukunft zu decken, verpasst Staatssekretärin Karoline Edtstadler (ÖVP) dem Zivildienst eine kleine Reform. Im Jahr 2017 konnten in Österreich 14.907 Männer den 1.700...

    Um den steigen Bedarf an heißbegehrten Zivilkräften bei sinkendem Angebot auch in Zukunft zu decken, verpasst Staatssekretärin Karoline Edtstadler (ÖVP) dem Zivildienst eine kleine Reform.

    Im Jahr 2017 konnten in Österreich 14.907 Männer den 1.700 Zivildienstorganisationen zugewiesen werden. Die Bedarfsdeckung lag bei rund 93 Prozent. In Vorarlberg konnten 2017 mit 956 Zivildienern 93,4 Prozent der 1024 Zivildienststellen besetzt werden. Vor zehn Jahren waren es 97 Prozent oder 677 Zivildiener für 699 Stellen. Doch die kommenden Jahre könnten manche Träger-Einrichtungen in Personalnöte bringen, Zivildiener betreffend.

    Durch die geburtenschwachen Jahrgänge werde nämlich ein Rückgang bei den Zivildiensterklärungen festgestellt, betonte Edtstadler. Mit der vorliegenden Novelle wolle man daher einerseits den Zivildienst für junge Männer weiter modernisieren. Andererseits müsse genau darauf achten, dass Zivildiener zielgerichtet dort eingesetzt werden, wo sie auch wirklich gebraucht würden, erläutert die für den Zivildienst zuständige Staatssekretärin.

    Höhere Anforderungen

    An Trägerorganisationen werden demnach höhere Anforderungen gestellt. Wer drei Jahre keine Zivildiener anfordert, fällt automatisch aus der von den Landeshauptleuten erstellten Liste der Organisationen heraus. Damit sollen “Karteileichen” vermieden werden. Zuletzt beantragten rund zehn Prozent der Träger keine Zivis.

    Die Liste der anerkannten Organisationen war in den vergangenen Jahren deutlich angewachsen, was die Zuweisung nicht unbedingt erleichtert. Zwischen 2015 bis 2017 wurden circa 400 Einrichtungen neu anerkannt, auf der anderen Seite fielen 130 aus dem System heraus.

    Neue Vorgaben gibt es auch für Betreiber: die Vorgesetzten in den Einrichtungen müssen ein E-Learning-Tool über den Wehrersatzdienst mit abschließender Prüfung absolvieren. Damit das angelernte Wissen nicht in Vergessenheit gerät, ist alle drei Jahre erneut der Lehrgang zu besuchen. Wer scheitert, darf nicht mehr als Vorgesetzter agieren.

    Staatskunde für Zivildiener

    Zu lernen hat man auch etwas für die Zivildiener vorgesehen. Zivis werden verpflichtet, ein E-Learning-Modul betreffend Staatsbürgerschaftskunde (“Staat und Recht”) zu absolvieren, in dem den jungen Männern ein Basiswissen über die Geschichte Österreichs sowie Grundlagen über die Grundprinzipien der Verfassung, der Rechtsordnung und des EU-Rechts vermittelt bzw. näher gebracht werden.

    Wird der abschließende Test positiv absolviert, soll das in die sogenannte Kompetenzbilanz aufgenommen werden, die jedem Zivi am Ende seines Diensts ausgefolgt wird. Freilich: Wer das Modul, das in der Dienstzeit absolviert werden kann, schwänzt, hat keine Rechtsfolgen zu befürchten.

    Nach 21 Krankheitstagen ist Schluß

    Unangenehmer könnte es hingegen werden, wenn Zivildiener einen ausufernden Krankenstand aufweisen. Die bisherige Regelung, dass eine vorzeitige Entlassung aus gesundheitlichen Gründen nur bei einer durchgehenden Dienstunfähigkeit von 18 Tagen möglich ist, hat laut Erläuterungen zum Gesetzesentwurf in der Praxis häufig Kettenkrankenstände zur Folge. Ist der Zivildienstleistende demnach innerhalb dieses 18-Tage-Zeitraums nur einen Tag in der Einrichtung, beginnt die 18-Tage-Frist von neuem zu laufen. Damit wird es künftig vorbei sein.

    Der neue Modus sieht vor, dass jeder Zivildienstleistende in Summe für 21 Kalendertage erkranken kann und – unabhängig davon, ob er dazwischen wieder tageweise in der Einrichtung anwesend ist – bei Erreichen dieser Dauer ex lege als vorzeitig aus dem Zivildienst entlassen gilt. Als Ausnahme determiniert ist, wenn der Krankenstand durch eine Tätigkeit im Rahmen des Zivildiensts ausgelöst wurde.

    (APA/red)

    Einweisung: Wehrlose Frau missbraucht

    Einweisung: Wehrlose Frau missbraucht


    Psychisch kranker 57-Jähriger soll in Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher untergebracht werden. von Seff Dünser/Neue Der 57-jährige Mann aus dem Bezirk Bregenz hat nach Ansicht der Richter im Mai eine wehrlose Frau sexuell missbraucht. Deswegen...

    Psychisch kranker 57-Jähriger soll in Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher untergebracht werden.

    von Seff Dünser/Neue

    Der 57-jährige Mann aus dem Bezirk Bregenz hat nach Ansicht der Richter im Mai eine wehrlose Frau sexuell missbraucht. Deswegen wurde der unbescholtene Betroffene beim Schöffenprozess am Landesgericht Feldkirch in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. Das teilte gestern auf Anfrage Gerichtssprecher Norbert Stütler mit. Das Urteil des Schöffensenats unter dem Vorsitz von Richterin Claudia Hagen ist nicht rechtskräftig. Denn der von Hans-Christian Obernberger Vertretene nahm drei Tage Bedenkzeit in Anspruch.

    Der Betroffene war nach Überzeugung der Richter zur Tatzeit wegen seiner psychischen Krankheit nicht zurechnungsfähig und damit nicht schuldfähig. Deshalb konnte er für das mit ein bis zehn Jahren Gefängnis bedrohte Verbrechen des sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen Person nicht bestraft werden.

    Krank und gefährlich

    Die Strafrichter folgten den Ausführungen des psychiatrischen Sachverständigen Reinhard Haller. Für den gerichtlich bestellten Gutachter lagen aus medizinischer Sicht die Voraussetzungen für eine Einweisung vor. Denn der Betroffene ist aus seiner Sicht psychisch krank und gefährlich. Haller habe dem Valduna-Patienten als Geisteskrankheit eine alkoholbedingte Demenz in schwerer Ausprägung bescheinigt, berichtete Gerichtssprecher Stütler.

    Nach den gerichtlichen Feststellungen hat der 57-Jährige eine stark gehbehinderte Frau, die nicht weglaufen konnte, in einem Gebäude sexuell missbraucht. Demnach hat er sie am 18. Mai im Intimbereich intensiv berührt.

    Die Öffentlichkeit wurde schon vor dem Anklagevortrag bis zur Urteilsverkündung von der Hauptverhandlung ausgeschlossen. Verteidiger Obernberger hatte die Richter darum ersucht. Denn wenn öffentlich bekannt werde, was passiert sei, werde man seinen Mandanten in keinem Pflegeheim unterbringen, sagte der Rechtsanwalt.

    Vorarlberg: Kochlehrling kämpft um sein Bleiberecht

    Vorarlberg: Kochlehrling kämpft um sein Bleiberecht


    Dornbirn – Im Mai möchte Hasan Mahmudul aus Bangladesch seine Lehre abschließen. Wie es dann weitergeht, weiß er nicht. Von Michael Prock (VN) Der 24-Jährige aus Dhaka ist Kochlehrling in Dornbirn. Sein Asylantrag wurde abgelehnt. Hasan Mahmudul...

    Dornbirn – Im Mai möchte Hasan Mahmudul aus Bangladesch seine Lehre abschließen. Wie es dann weitergeht, weiß er nicht.

    Von Michael Prock (VN)

    Der 24-Jährige aus Dhaka ist Kochlehrling in Dornbirn. Sein Asylantrag wurde abgelehnt. Hasan Mahmudul ging 2013 für die Oppositionspartei BNP auf die Straße. Viele Menschen auf der Liste seien verschwunden oder ermordet worden, weshalb für ihn feststand: Er muss weg. Sein Vater verkaufte ein Grundstück, um Schlepper zu bezahlen.

    Österreich statt Deutschland

    Zunächst sei er nach Indien gereist und von dort mit dem Flugzeug nach Istanbul. „Anschließend wurde ich betäubt und in einen Lkw gesteckt. Aufgewacht bin ich in einem Zimmer wahrscheinlich in Ungarn“, fährt Hasan Mahmudul fort. In Traiskirchen hätten die Schlepper zu ihm gesagt, dass er am Ziel – in Deutschland – angekommen sei. Am 1. Jänner 2014 bat er Österreich um Asyl.

    In Vorarlberg absolvieren derzeit 60 Asylwerber eine Lehre, sie sind vorerst die letzten. Die Bundesregierung hat im September einen Erlass gestrichen, wonach Asylwerber eine Ausbildung absolvieren dürfen.  Hasan Mahmudul ist einer jener 60 Lehrlinge, im Mai steht seine Lehrabschlussprüfung an. Was geschieht danach? „Ich weiß es nicht“, sagt er.

    Eigeninitiative

    2014 in Österreich angekommen, wollte Hasan rasch weiterlernen. 2016 bewarb er sich im Hotel Krone in Dornbirn. Mit dem Nachtzug reiste er zum Probearbeiten an, suchte sich ein WG-Zimmer und bekam ein Ausbildungsangebot. Die Krone bildet drei Asylwerber und einen Asylberechtigten aus.

    Mit seinen Geschwistern und seinen Eltern ist Hasan Mahmudul in Kontakt. Er würde auch zurückkehren, wenn sich die Lage beruhigt. Vor sechs Tagen verurteilte ein Gericht in Bangladesch 19 Menschen zu Tode. Unter ihnen viele Mitglieder der BNP. Das Bundesamt für Asyl hat Hasan nicht geglaubt. Er hat Einspruch eingelegt.

    >>Den ganzen Artikel lesen Sie in den “Vorarlberger Nachrichten

    VN-Podcast: Todesanzeige für die VGKK

    VN-Podcast: Todesanzeige für die VGKK


    Der Podcast der Vorarlberger Nachrichten mit Chefredakteur Gerold Riedmann, heute mit der Geschichte hinter der Todesanzeige zur Gebietskrankenkasse – und Background zu AK-Direktor Rainer Keckeis, der nun doch nicht Bürgermeister von Feldkirch...

    Der Podcast der Vorarlberger Nachrichten mit Chefredakteur Gerold Riedmann, heute mit der Geschichte hinter der Todesanzeige zur Gebietskrankenkasse – und Background zu AK-Direktor Rainer Keckeis, der nun doch nicht Bürgermeister von Feldkirch wird.

    (Red.)

    Vorarlberg: Anzahl der brutalen Messerattacken nimmt zu

    Vorarlberg: Anzahl der brutalen Messerattacken nimmt zu


    Die Messerattacke am vergangenen Wochenende durch einen 18-jährigen Afghanen in einem Zug in Feldkirch schockte das Ländle. W&W nahm das Thema „Messer­angriffe“ unter die Lupe.Harald Küng / WANN & WO Die Attacke in der Nacht auf Samstag ist nur...

    Die Messerattacke am vergangenen Wochenende durch einen 18-jährigen Afghanen in einem Zug in Feldkirch schockte das Ländle. W&W nahm das Thema „Messer­angriffe“ unter die Lupe.Harald Küng / WANN & WO

    Die Attacke in der Nacht auf Samstag ist nur der jüngste Vermerk auf einer langen Liste: 59 blutige Angriffe mit Hieb- und Stichwaffen wurden im vergangenen Jahr angezeigt, Attacken mit derartigen Waffen häufen sich. Zum Vergleich: 2012 wurden noch 22 Fälle zur Anzeige gebracht. Zugestochen wird sowohl von In- als auch von Ausländern. Bei dem Tatverdächtigen vom vergangenen Wochenende handelt es sich um einen jungen Asylwerber aus Afghanistan. „Ausländische Messerstecher und Gewalttäter, die Schutz und Asyl bei uns suchen, müssen rasch aus der Asylwarteschleife herausgenommen und das Asylverfahren schnellstmöglich entschieden werden“, stellt Sicherheitslandesrat Christian Gantner klar. Wer hier leben möchte, habe sich auch an die hiesige Rechtsordnung zu halten. „Gewalt wird in keiner Form geduldet. Wer das nicht einsehen will, hat hier keinen Platz“, so Gantner, der sich zuversichtlich zeigt, dass das zuständige Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl in der Causa eine sehr schnelle Entscheidung treffen werde.

    Waffenverbot für Asylwerber

    Schon jetzt finden durch die Polizei regelmäßig Waffenkontrollen in Asylunterkünften statt. „Es muss aber klar sein, dass es trotz allfälliger Verschärfungen von Kontrollvorschriften keine hundertprozentige Sicherheit gibt“, betont Gantner. Das im Entwurf zur Novelle des Waffengesetzes vorgesehene generelle Waffenverbot für Drittstaatsangehörige hält der Sicherheitslandesrat im Interesse der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und des Opferschutzes „für zweckmäßig“. Kritiker der Gesetzesänderung sehen darin allerdings eine Ungleichbehandlung von In- und Ausländern und fordern ein Verbot von Hieb- und Stichwaffen für jedermann.

    Waffenverbotszonen

    Der Nationalrat hat zudem unlängst eine Novelle des Sicherheitspolizeigesetzes beschlossen, die es künftig ermöglicht, Plätze, an denen es immer wieder zu Probleme kommt, zu Waffenverbotszonen zu erklären. Derartige Zonen kommen im Ländle bereits anlässlich von Wahlen zum Einsatz, „für eine weitergehende Reglementierung in Vorarl­berg sehe ich nach Kontaktnahme mit der Landespolizeidirektion Vorarlberg derzeit aber keinen Bedarf“, teilt Sicherheitslandesrat Gantner abschließend mit.

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    Zahlen und Fakten

    7057
    Tatverdächtige wurden im Ländle bis Ende Juni 2018 von der Polizei ausgeforscht, darunter 2992 fremde Tatverdächtige.

    42,4 %
    aller Tatverdächtigen in Vorarlberg kommen aus dem Ausland. Die Top-3-Herkunftsländer sind Deutschland (725), Türkei (453) und Rumänien (231).

    5,4 %
    davon sind Asylwerber, gemessen an allen Tatverdächtigen.

    59
    Gewaltdelikte mit Hieb- und Stichwaffen wurden 2017 im Ländle registriert. Zum Messergriffen In- und Ausländer gleichermaßen.

    1000
    Messerattacken gab es im Jahr 2017 österreichweit. Seit 2009 hat sich die Anzahl der Attacken somit mehr als vervierfacht. Laut dem BKA handelt es sich bei den blutigen Auseinandersetzungen meist um „interkulturelle Konflikte“.

    Rund 60
    Personen wurden 2017 aus Vorarlberg in ihre Herkunftsländer abgeschoben – darunter kriminelle Ausländer ebenso wie Familien

    “Über den Tatverdächtigen wurde die U-Haft verhängt”

    Dr. Heinz Rusch, Staatsanwaltschaft Feldkirch: „Der verdächtige 18-jährige Asylwerber aus Afghanistan wurde bereits am Wochenende nach der Tat in die Justizanstalt Feldkirch eingeliefert. Über den Tatverdächtigen wurde zudem gestern die Untersuchungshaft verhängt. Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, bitte ich um Verständnis, dass ich inhaltlich keine weiteren Auskünfte geben kann.“

    Strafvorschrift fehlte: Keine Glücksspielstrafe

    Strafvorschrift fehlte: Keine Glücksspielstrafe


    Im Strafbescheid wurde nicht angeführt, nach welcher Gesetzesstelle bestraft wurde. Höchstrichter hoben deshalb Geldstrafe auf. von Seff Dünser/Neue Eine Verwaltungsstrafe von 27.000 Euro wurde zunächst über den Beschuldigten nach dem...

    Im Strafbescheid wurde nicht angeführt, nach welcher Gesetzesstelle bestraft wurde. Höchstrichter hoben deshalb Geldstrafe auf.

    von Seff Dünser/Neue

    Eine Verwaltungsstrafe von 27.000 Euro wurde zunächst über den Beschuldigten nach dem Glücksspielgesetz verhängt. Denn er soll mit neun Glücksspielgeräten im Unterland verbotene Ausspielungen angeboten haben. Für jedes dieser Geräte wurde die Strafe mit 3000 Euro festgesetzt.

    Am Verwaltungsgerichtshof (VwGH) wurde der Vorarlberger Strafbescheid nun aber aufgehoben, wegen inhaltlicher Rechtswidrigkeit. Nach Ansicht der Wiener Höchstrichter ist dem zuständigen BH-Sachbearbeiter und in zweiter Instanz dem mit der Verfahren befassten Richter am Vorarlberger Landesverwaltungsgericht in Bregenz ein Fehler unterlaufen. Demnach fehlte im Spruch des Strafbescheides jene Bestimmung im Glücksspielgesetz, nach welcher die Bestrafung erfolgt ist.

    Angeführt wurde nach den höchstgerichtlichen Feststellungen nur, welche Gesetzesvorschrift verletzt wurde, nämlich Paragraf 52, Absatz 1, Ziffer 1 des Glücksspielgesetzes. Demnach begeht eine Verwaltungsübertretung, wer zur Teilnahme vom Inland aus verbotene Ausspielungen anbietet.

    Fehlende Sanktionsnorm

    Nicht angeführt wurde aber die sogenannte Strafsanktionsnorm. Gemeint ist damit der Strafrahmen für die Verwaltungsübertretung. Auf Paragraf 52, Absatz 2 des Glücksspielgesetzes hätte verwiesen werden müssen. Dort ist geregelt, dass die Strafdrohung für jedes Glücksspielgerät 3000 bis 30.000 Euro beträgt. Verhängt wurde also in Vorarlberg mit 3000 Euro pro Gerät die Mindeststrafe.

    Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes hat der Beschuldigte ein Recht darauf, dass im Spruch eines Straferkenntnisses ausschließlich die richtige verletzte Verwaltungsvorschrift aufscheint, hielten die Höchstrichter fest. Gleiches gelte für die Anführung der Strafnorm. Darunter sei jene Verwaltungsvorschrift zu verstehen, die bei der Festlegung des Strafmittels und des Strafausmaßes heranzuziehen sei.

    Im BH-Bescheid wurde die Strafnorm nicht angegeben. Am Landesverwaltungsgericht, wo die BH-Entscheidung bestätigt wurde, hätte das Versäumnis nachgeholt werden können. Dem war aber nicht so.

    Revision stattgegeben

    Deshalb sei die Entscheidung des Landesverwaltungsgerichts inhaltlich rechtswidrig und aufzuheben, argumentierten die VwGH-Richter. Damit wurde der außerordentlichen Revision des Eigentümers der Glücksspielgeräte gegen die Entscheidung des Landesverwaltungsgerichts stattgegeben. Der Bund wurde dazu verpflichtet, ihm 1346,40 Euro an Verfahrenskos­ten zu ersetzen.

    Vorarlberg: Alko-Lenker fährt Baum um

    Vorarlberg: Alko-Lenker fährt Baum um


    In der Nacht auf Mittwoch fuhr ein 28-Jähriger mit seinem Fahrzeug einen Baum in Ludesch um. Der Mann war gegen 0.30 Uhr auf dem Brauentinweg unterwegs als er vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit an einer Straßenverengung links auf einen Baum...

    In der Nacht auf Mittwoch fuhr ein 28-Jähriger mit seinem Fahrzeug einen Baum in Ludesch um.

    Der Mann war gegen 0.30 Uhr auf dem Brauentinweg unterwegs als er vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit an einer Straßenverengung links auf einen Baum fuhr. Durch den Aufprall wurde der etwa 25 Zentimeter dicke Baum abgerissen. Der Wagen wurde unter dem Baum begraben.

    Beim Entreffen der Feuerwehr Ludesch und der Stützpunktfeuerwehr Bludenz hatte sich der Lenker bereits selbst aus dem Fahrzeug befreit – er wurde der Rettung übergeben. Ein im LKH Feldkirch durchgeführter Alkoholtest verlief mit 1,24 Promille positiv.

    Die Feuerwehr entfernte den Baum mit der Motorsäge und musste Öl binden – die Straße war während der Arbeiten komplett gesperrt. Der Tacho ist beim Aufprall bei 60 km/h stehen geblieben, auf der Straße sind 40 km/h erlaubt. Dem Mann wurde der Führerschein abgenommen, am Fahrzeug entstand vermutlich Totalschaden. (red)

    Trotz Abwesenheit zu Haft verurteilt

    Trotz Abwesenheit zu Haft verurteilt


    Widerstand im Gefängnis hat strafrechtliche Konsequenzen. von Christiane Eckert/VOL.AT 2016 legte sich ein Mann im Feldkircher Gefängnis während seiner Haft mit der Justizwache an. Er kündigte Selbstmord an, die Beamten wollten ihn sicherheitshalber...

    Widerstand im Gefängnis hat strafrechtliche Konsequenzen.

    von Christiane Eckert/VOL.AT

    2016 legte sich ein Mann im Feldkircher Gefängnis während seiner Haft mit der Justizwache an. Er kündigte Selbstmord an, die Beamten wollten ihn sicherheitshalber in den besonders gesicherten Haftraum verlegen. Auf dem Weg dorthin führte sich der Mann ungebührlich auf. Eine Anklage wegen versuchten Widerstandes gegen die Staatsgewalt war die Folge. Es erging auch ein Schuldspruch, doch der OGH meinte, man müsse die Umstände nochmals genauer feststellen. Das hat man jetzt, mit demselben Ergebnis. Es war ein versuchter Widerstand, auch jetzt erging ein Schuldspruch.

    Kumpel verletzt

    Zusätzlich zu der Sache mit dem Gefängnis steht eine schwere Körperverletzung eines Kumpels im Raum. Der Angeklagte war mit dem späteren Opfer zunächst im Reichenfeld in Feldkirch, dabei wurde reichlich Alkohol konsumiert. Es gab keinen Streit, der eine schubste den anderen aus heiterem Himmel. Die Folge: ein gebrochener Arm. Gesamtstrafe für den Abwesenden: 15 Monate Haft. Davon wird er demnächst verständigt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

    Pilzsaison in Vorarlberg: Speisepilze und gefährliche Doppelgänger

    Pilzsaison in Vorarlberg: Speisepilze und gefährliche Doppelgänger


    Der trockene Sommer beschert den Pilzesammlern reiche Ernte in den Vorarlberger Wäldern. Doch Vorsicht, mit reinem Wissen aus Büchern sollte man sich nicht auf die Suche machen, zu groß ist die Verwechslungsgefahr.Der warme Sommer und die...

    Der trockene Sommer beschert den Pilzesammlern reiche Ernte in den Vorarlberger Wäldern. Doch Vorsicht, mit reinem Wissen aus Büchern sollte man sich nicht auf die Suche machen, zu groß ist die Verwechslungsgefahr.Der warme Sommer und die darauffolgenden Regentage sorgen dafür, dass es in den Wäldern nur so vor Pilzen strotzt. Knapp 3000 Pilzarten gibt es allein in Vorarlberg, davon sind nur um die 50 genießbar – und haben oft sehr ähnliche, aber giftige Doppelgänger. Wer sich nun also von der Menge an Pilzen in die Wälder locken lässt, sollte aufpassen für welche Pilze er sich entscheidet.

    Speisepilze und gefährliche Doppelgänger

    Hier sei es nicht ausreichend, sich ein Fachbuch zu kaufen und sich an den Bildern zu orientieren, warnt Klaus Zimmermann von der inatura. Zu groß sei die Verwechslungsgefahr, das Augenmerk sollte vielmehr auf dem Erläuterungstext liegen. Nur wenn diese vollkommen übereinstimmen, könne man sich bei der Bestimmung des Pilzes sicher sein. Es gibt auch spezielle Ausbildungskurse im Ländle. Unbekannte oder nicht zum Verzehr geeignete Pilze dürfen grundsätzlich nicht geerntet oder zerstört werden.

    Über 400 Pilzvergiftungen in der Schweiz

    Tückisch ist hier beispielsweise der Haarschleiering. Während manche Arten der Haarschleiering genießbar sind, sind andere hochtoxisch, es droht ein Nierenversagen. In der Schweiz spürt man bereits Auswirkungen des pilzereichen Herbstes: Die Zahl der Pilzvergiftungen sei doppelt so hoch wie in anderen Jahren, berichtet fm1today. Allein im Kanton St. Gallen seien es 29 Fälle diesen Herbst.

    Meiste Fälle sind Lebensmittelvergiftungen

    In Vorarlberg könne man laut der Landeskrankenhäuser noch keinen vergleichbaren Anstieg feststellen. Pro Jahr verzeichne man ein bis drei schwere Vergiftungserscheinungen, die an den Krankenhäusern behandelt werden müssen. Die häufigste Art der Vergiftung durch Pilze seien jedoch auch hier Lebensmittelvergiftungen – denn die proteinreichen Pilze reagieren sehr sensibel auf Wärme.

    Pilze verderben oft beim Transport

    So könne bereits der Transport der Pilze in einem aufgeheizten Fahrzeug oder in einem geschlossenen Behältnis anstatt eines offenen Korbes die Pilze verderben lassen. Hinzu müsse man auch alle Speisepilze mindestens eine Viertelstunde bei 80 Grad Celsius oder mehr zubereiten, um Vergiftungserscheinungen zu vermeiden.

    Auffahrunfall auf A14 bei Klaus

    Auffahrunfall auf A14 bei Klaus


    Am Dienstagabend kam es zu einem Auffahrunfall auf der A14 bei Klaus im Nahbereich der Baustelle. Es kam aufgrund der Verkehrsbehinderung zu einem Rückstau.Gegen 19:30 Uhr kam es auf der Rheintalautobahn kurz vor der Ausfahrt Klaus in Fahrtrichtung...

    Am Dienstagabend kam es zu einem Auffahrunfall auf der A14 bei Klaus im Nahbereich der Baustelle. Es kam aufgrund der Verkehrsbehinderung zu einem Rückstau.Gegen 19:30 Uhr kam es auf der Rheintalautobahn kurz vor der Ausfahrt Klaus in Fahrtrichtung Bregenz zu einem Auffahrunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen. Bei dem Unfall wurde nach ersten Informationen eine Person verletzt, es kam aufgrund des Unfalles zu einem erheblichen Rückstau. Die Unfallstelle ist inzwischen geräumt.

    Vorarlberg: Angelobung neuer Bundeslehrerinnen und –lehrer durch LR Schöbi-Fink

    Vorarlberg: Angelobung neuer Bundeslehrerinnen und –lehrer durch LR Schöbi-Fink


    Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink würdigte bei der heutigen (Dienstag) Angelobung von 54 Neulehrerinnen und –lehrern die große Bedeutung des Lehrerberufs für die Gesellschaft: „Ich freue mich sehr über die vielen kompetenten Neuzugänge...

    Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink würdigte bei der heutigen (Dienstag) Angelobung von 54 Neulehrerinnen und –lehrern die große Bedeutung des Lehrerberufs für die Gesellschaft: „Ich freue mich sehr über die vielen kompetenten Neuzugänge an den Bundesschulen, die in den nächsten Jahren die bildungspolitischen Entwicklungen in unseren Land aktiv mitgestalten werden.“ Insgesamt haben 91 Neulehrerinnen und –lehrer ihrer berufliche Karriere an den Vorarlberger Bundesschulen gestartet. „Gerade in der heutigen Zeit bedeutet Lehrerin oder Lehrer sein eine große Herausforderung und verlangt neben dem Fachwissen, den pädagogischen und didaktischen Fähigkeiten, vor allem auch ein hohes Maß an Sozialkompetenz. Es braucht Leidenschaft für diesen Beruf und Empathie für Kinder bzw. Jugendliche“, betonte die Landesrätin. Schöbi-Fink bedankte sich bei den neuen Lehrkräften dafür, dass sie sich für diesen Beruf entschieden haben und wünschte ihnen „viel Erfolg, Begeisterungsfähigkeit und Motivation“.

    (VLK)

    Vorarlberg: Mann stürzt von Leiter - Zwei Finger teilweise abgetrennt

    Vorarlberg: Mann stürzt von Leiter - Zwei Finger teilweise abgetrennt


    Ein 30-jähriger Arbeiter einer Reinigungsfirma hat sich am Dienstag in Koblach bei einem Sturz von der Leiter zwei Finger teilamputiert. Er reinigte am Vormittag Balkone in einem Mehrparteienhaus, als er vermutlich aus einer Höhe von etwa drei Metern...

    Ein 30-jähriger Arbeiter einer Reinigungsfirma hat sich am Dienstag in Koblach bei einem Sturz von der Leiter zwei Finger teilamputiert. Er reinigte am Vormittag Balkone in einem Mehrparteienhaus, als er vermutlich aus einer Höhe von etwa drei Metern fiel und mit dem Mittel- und Ringfinger der linken Hand an einem ausziehbaren Holm der Leiter hängen blieb, teilte die Polizei mit.

    Der Mann wurde wenig später von einer Frau gefunden, die die Rettung alarmierte. Der 30-Jährige konnte noch nicht zum Unfallhergang befragt werden.

    (Red.)