Wien Aktuell – VIENNA.AT

    Wiener ÖVP wird am Montag über Stadtrat-Nachfolge Blümels beraten

    Wiener ÖVP wird am Montag über Stadtrat-Nachfolge Blümels beraten


    Ab 16.00 Uhr tagen dazu hinter verschlossenen Türen das Präsidium und der Vorstand der Landespartei. Landesparteichef der Wiener ÖVP bleibt Blümel auch als Mitglied der Bundesregierung. Er hat bereits angekündigt, die Landespartei auch in die...

    Ab 16.00 Uhr tagen dazu hinter verschlossenen Türen das Präsidium und der Vorstand der Landespartei.

    Landesparteichef der Wiener ÖVP bleibt Blümel auch als Mitglied der Bundesregierung. Er hat bereits angekündigt, die Landespartei auch in die nächste Gemeinderatswahl, die 2020 planmäßig stattfinden soll, zu führen.

    (APA/Red)

    15-Jähriger mit 15 Baggies Marihuana am Wiener Praterstern

    15-Jähriger mit 15 Baggies Marihuana am Wiener Praterstern


    Gegen 21 Uhr wurden zwei Männer beim Suchtmittelhandel beobachtet. Die Wiener Polizisten fanden insgesamt neun Baggies mit Cannabis. Ein 21-Jähriger wurde daraufhin festgenommen und ein 31-Jähriger angezeigt. Gegen 23 Uhr wurden bei einer...

    Gegen 21 Uhr wurden zwei Männer beim Suchtmittelhandel beobachtet. Die Wiener Polizisten fanden insgesamt neun Baggies mit Cannabis. Ein 21-Jähriger wurde daraufhin festgenommen und ein 31-Jähriger angezeigt. Gegen 23 Uhr wurden bei einer Personenkontrolle im Bereich des Pratersterns 15 Baggies Marihuana bei einem 15-Jährigen gefunden. Er wurde ebenfalls festgenommen.

    (Red.)

    Auto mit Wiener Bim-Linie 38 kollidiert: Betrunkene Mutter und 9-jährige Tochter verletzt

    Auto mit Wiener Bim-Linie 38 kollidiert: Betrunkene Mutter und 9-jährige Tochter verletzt


    Die laut Polizei alkoholisierte Frau wollte mit ihrem Pkw auf der Grinzinger Allee abbiegen und dürfte dabei die Straßenbahn nicht gesehen haben. Trotz Notbremsung kam es zur Kollision. Mutter und Tochter konnten das Fahrzeug leicht verletzt selbst...

    Die laut Polizei alkoholisierte Frau wollte mit ihrem Pkw auf der Grinzinger Allee abbiegen und dürfte dabei die Straßenbahn nicht gesehen haben. Trotz Notbremsung kam es zur Kollision. Mutter und Tochter konnten das Fahrzeug leicht verletzt selbst verlassen und wurden bis zum Eintreffen der Rettung von der Berufsfeuerwehr Wien Feuerwehr betreut. In der Straßenbahn wurden keine Fahrgäste verletzt. Die Lenkerin hatte über ein Promille Alkohol im Blut.

    (APA/Red)

    Festnahme in Wien-Penzing nach zahlreichen Delikten

    Festnahme in Wien-Penzing nach zahlreichen Delikten


    Der polnische Staatsbürger wurde laut einer Polizei-Aussendung wegen Geldfälschung, Dokumentenfälschung, der Verbreitung von Suchtmitteln und der Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung gesucht. Er wurde in der Hütteldorfer Straße festgenommen....

    Der polnische Staatsbürger wurde laut einer Polizei-Aussendung wegen Geldfälschung, Dokumentenfälschung, der Verbreitung von Suchtmitteln und der Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung gesucht. Er wurde in der Hütteldorfer Straße festgenommen. Nähere Details sind nicht bekannt.

    (APA/Red)

    Koalition LIVE: ÖVP und FPÖ stellen Minister und Koalitionspakt vor

    Koalition LIVE: ÖVP und FPÖ stellen Minister und Koalitionspakt vor


    ÖVP-Chef Sebastian Kurz und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache haben Samstagfrüh Bundespräsident Alexander Van der Bellen über den Abschluss der Koalitionsverhandlungen informiert. Das Gespräch der Dreien hinter der Tapetentüre in der Hofburg...

    ÖVP-Chef Sebastian Kurz und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache haben Samstagfrüh Bundespräsident Alexander Van der Bellen über den Abschluss der Koalitionsverhandlungen informiert. Das Gespräch der Dreien hinter der Tapetentüre in der Hofburg dauerte eine gute Dreiviertelstunde. Danach sagte Van der Bellen, er werde nun Kontakt zu den geplanten Ministerinnen und Ministern aufnehmen.

    Schwarz-Blaue Koalition steht: Der weitere Fahrplan

    Ihm sei von Kurz und Strache die geplante Ministerliste sowie das Ergebnis der Verhandlungen mitgeteilt worden. Van der Bellen bestätigte auch ein nächtliches Telefonat zwischen ihm und dem künftigen Regierungschef Kurz.

    Während sich die Obmänner von ÖVP und FPÖ in die Parteigremien zurückziehen, werde er über das Wochenende Kontakt zu den Persönlichkeiten aufnehmen, die für ein Ministeramt oder als Staatssekretär vorgeschlagen wurden, “um das eine oder andere Thema zu besprechen”. Insbesondere zu jenen, die er noch nicht so gut kenne, sagte Van der Bellen. “Dann steht einer Angelobung der Regierung zu Beginn der kommenden Woche nichts im Wege.”

    Koalitionspakt und -abkommen: Präsentation LIVE ab 15.50 Uhr

    LIVE: Alle Infos zur Koalition zwischen ÖVP und FPÖ

    VIENNA.at informiert Sie heute über das Geschehen. Am Nachmittag sollen dann das Regierungsteam und der Koalitionspakt in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit präsentiert werden. Wir berichten im LIVE-Stream und LIVE-Blog von den Geschehnissen rund um die neue Koaliton.

    >> Alle Informationen zu den Koalitionsverhandlungen

    (APA/Red)

    Jesus Statue aus Kirche in Wien-Ottakring gestohlen

    Jesus Statue aus Kirche in Wien-Ottakring gestohlen


    Gegen 10.15 Uhr beobachtete die Zeugin am 13. November, wie eine Frau aus der Kirche kam und in beiden Hände eine in einer Jacke eingewickelte hölzerne Jesus Statue hielt. Als sie die Beschuldigte anhalten wollte, wurde die Zeugin gestoßen und die...

    Gegen 10.15 Uhr beobachtete die Zeugin am 13. November, wie eine Frau aus der Kirche kam und in beiden Hände eine in einer Jacke eingewickelte hölzerne Jesus Statue hielt. Als sie die Beschuldigte anhalten wollte, wurde die Zeugin gestoßen und die Frau flüchtete.

    Erst am 2. Dezember erkannte die Zeugin die Beschuldigte an der selben Örtlichkeit wieder und verständigte die Polizei. Die 40-Jährige wurde festgenommen. Sie zeigte sich nicht geständig. Am 11. Dezember wurde die Statue in Wien-Mariahilf sichergestellt. Ein Betreuer einer Obdachlosenschlafstelle hatte sie der Verdächtigen abgenommen und der Kirche übergeben.

    LPD Wien ©

    (Red.)

    Wien: 23-Jähriger verspielt ausgeborgtes Geld und gibt an mit Messer ausgeraubt worden zu sein

    Wien: 23-Jähriger verspielt ausgeborgtes Geld und gibt an mit Messer ausgeraubt worden zu sein


    Der junge Mann machte im Zuge der Einvernahme unglaubwürdige Angaben. Der chinesische Staatsbürger zeigte sich schlussendlich geständig und gab zu, 3.000 Euro Bargeld ausgeborgt und das Geld im Casino verspielt zu...

    Der junge Mann machte im Zuge der Einvernahme unglaubwürdige Angaben. Der chinesische Staatsbürger zeigte sich schlussendlich geständig und gab zu, 3.000 Euro Bargeld ausgeborgt und das Geld im Casino verspielt zu haben.

    (Red.)

     

    39-Jährige randaliert in Wiener Geschäft und verletzt Polizistin

    39-Jährige randaliert in Wiener Geschäft und verletzt Polizistin


    Gegen 11 Uhr wurde die Wiener Polizei von der Geschäftsbesitzerin informiert, dass eine 39-Jährige in ihrem Geschäftslokal in der Gottschalkgasse randalierte. Die Kongolesin ließ sich auch von den einschreitenden Beamten nicht beruhigen und...

    Gegen 11 Uhr wurde die Wiener Polizei von der Geschäftsbesitzerin informiert, dass eine 39-Jährige in ihrem Geschäftslokal in der Gottschalkgasse randalierte. Die Kongolesin ließ sich auch von den einschreitenden Beamten nicht beruhigen und leistete bei der Festnahme Widerstand, wobei eine Polizistin leicht verletzt wurde. Der Grund für den Wutanfall ist laut Polizeisprecherin Irina Steirer nicht bekannt.

    (Red.)

     

    Jerusalem-Demo in Wien: Erneute Kundgebung vor US-Botschaft am Samstag geplant

    Jerusalem-Demo in Wien: Erneute Kundgebung vor US-Botschaft am Samstag geplant


    Wie die Polizei am Freitag mitteilte, wird am Samstag zwischen 14.00 Uhr und 16.00 Uhr, vor der US-Botschaft in Wien eine Kundgebung (“Protest gegen die völkerwidrige US-Politik bezüglich Jerusalems”) stattfinden. Antisemetismus bei Jerusalem-Demo...

    Wie die Polizei am Freitag mitteilte, wird am Samstag zwischen 14.00 Uhr und 16.00 Uhr, vor der US-Botschaft in Wien eine Kundgebung (“Protest gegen die völkerwidrige US-Politik bezüglich Jerusalems”) stattfinden.

    Antisemetismus bei Jerusalem-Demo in Wien

    Von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr wird im Bereich Boltzmanngasse/Ecke Strudlhofgasse ein Schutzbereich errichtet. Schon in der vergangenen Woche wurde demonstriert, etwa 700 Personen waren bei der Jerusalem-Demo in Wien anwesend. Mitunter sollen antismitische Sprüche gefallen sein,wie der Standard berichtet, sollen auch Davidstern-Fahnen mit einem Hakenkreuz in die Höhe gehalten worden sein.

    Jüdische Hochschülerschaft kritisiert Jerusalem-Demo in Wien

    Bereits letzte Woche gab es eine solche Demo, dabei wurde zur Zerstörung Israels und zu einer neuen Intifada aufgerufen und insbesondere auch “schlachtet die Juden” skandiert. Hier geht es um Volksverhetzung und potentielle Wiederbetätigung. Das ist untragbar, rechtliche Schritte werden derzeit geprüft”, so Benjamin Hess, Co-Präsident der Jüdischen österreichischen Hochschülerschaft in einer Aussendung am Freitag.

    Vor allem das vollkommene Schweigen großer Teile von Politik und Zuvilgesellschaft seien erschreckend. “Wir fordern klare Bekenntnisse und ein entschiedenes Vorgehen gegen derartige Orgien des Judenhasses! Konkret sollten sowohl Parteien als auch Vertreter_innen der Zivilgesellschaft jegliche Zusammenarbeit, nicht nur mit den Veranstalter_innen, sondern auch mit allen sie unterstützenden Organisationen und Einzelpersonen sofort einstellen!”, so Guttmann weiter.

    (Red.)
    Sebastian Kurz (ÖVP): Der neue Bundeskanzler im Portrait

    Sebastian Kurz (ÖVP): Der neue Bundeskanzler im Portrait


    Auch wenn man die Organisationskraft der ÖVP nicht unterschätzen sollte, war der Erfolgslauf des vergangenen Halbjahres im Wesentlichen Kurz persönlich zu verdanken. Ebenso kühl wie er die Machtübernahme in der Volkspartei vorbereitet hatte,...

    Auch wenn man die Organisationskraft der ÖVP nicht unterschätzen sollte, war der Erfolgslauf des vergangenen Halbjahres im Wesentlichen Kurz persönlich zu verdanken. Ebenso kühl wie er die Machtübernahme in der Volkspartei vorbereitet hatte, orchestrierte er einen fehlerarmen Wahlkampf, der seine Konkurrenz am Wahltag alt aussehen ließ. Auch der Weg zu einer Neuauflage von Schwarz-Blau verlief schnörkellos.

    Sebastian Kurz der “klassische Durchschnittsösterreicher”

    Dass Kurz ein wohl nicht nur für österreichische Verhältnisse außergewöhnliches Polit-Talent ist, muss angesichts seines Karrierewegs nicht groß diskutiert werden. Was ihn so erfolgreich macht, ist hingegen nicht ganz so leicht zu erklären. Kurz kommt aus keinem politischen Umfeld, hat den Weg durch die als intrigant verschriene Volkspartei ohne alte Seilschaften angetreten, er ist ein guter, aber kein überragender Redner. Große politische Visionen sind von ihm nicht überliefert. Er ist kein Schöngeist wie der letzte schwarze Kanzler Wolfgang Schüssel, sein Auftritt ist nicht glamourös, über sein Privatleben weiß man kaum mehr, als dass er gerne Sport betreibt. Man könnte auch sagen, Kurz stellt auf den ersten Blick den klassischen Durchschnittsösterreicher dar.

    Was den 31-jährigen noch unvollenden Jus-Studenten aber fast schon zu einem Unikum in der österreichischen Politik macht, ist seine gnadenlose Zielstrebigkeit. Kurz traut sich alles zu und tut das Nötige, das Gewünschte auch zu erreichen. Fehler macht er selten. Seine Wünsche bringt er durch, ohne jemandem zu fest auf die Füße zu steigen. Auch seine Partei hat in den vergangenen Monaten lernen müssen, dass der junge Mann mit den guten Manieren es durchaus ernst meint, wenn er ausnehmend höflich, aber nicht weniger bestimmt seinen Machtanspruch klarstellt.

    Neuausrichtung der ÖVP

    Kurz hat die Volkspartei neu aufgestellt. Auch wenn er trotz aller Machtfülle am Papier auf Länder und Bünde Rücksicht nehmen muss, hat der künftige Kanzler nach innen Pflöcke eingeschlagen. Alleine dass das Kernteam bei den Verhandlungen mit der FPÖ durch die Bank aus seinem Umfeld stammte, war eine klare Botschaft nach innen. Kurz will sich anders als viele Vorgänger nicht von der eigenen Partei treiben lassen.

    Dass er in der Volkspartei überhaupt jemals nach oben schwimmen konnte, ist letztlich seiner Konsequenz geschuldet. Gerne erzählt Kurz, der als Einzelkind einer Mittelstandsfamilie entstammt und seit sehr jungen Jahren mit einer Ministeriumsangestellten liiert ist, wie er schon als Schüler bei der Jungen ÖVP in seinem Heimatbezirk Meidling andocken wollte, man dort aber mit ihm nichts anzufangen wusste. Kurz versuchte es in einem anderen Bezirk und kletterte dann Schritt für Schritt in der Hierarchie nach oben.

    Sein erster wichtiger Förderer war der damalige Wiener ÖVP-Obmann und heutige EU-Kommissar Johannes Hahn, der das Talent von Kurz erkannte und ihn so gut reihte, dass er es in den Wiener Landtag schaffte. Dort fiel Kurz weniger auf als in seiner Rolle als Chef der Jungen Wiener ÖVP, wo er eine “Geilomobil”-Kampagne anführte, die sich mittlerweile in die Kategorie Jugendsünde einreihen lässt.

    Der erste Karriereturbo für Sebastian Kurz in der ÖVP

    Den wirklich großen Karriereturbo verdankt Kurz Michael Spindelegger, dem eher glücklosen ÖVP-Obmann, der immerhin bei der Personalauswahl durchaus Geschick bewies. Kurz mit 24 zum Integrationsstaatssekretär zu machen, verlangte Mut. Den brauchte auch Kurz selbst. Doch er machte die Not der geringen Erwartung zu seiner Tugend. Der neue Staatssekretär umgab sich nicht nur mit Prominenz sondern auch mit fähigem Personal, versachlichte die Debatte und kletterte in den Politiker-Rankings rasch nach oben.

    Als ihm dann 2013 auch noch das Außenministerium überantwortet wurde, war Skepsis zwar noch vorhanden, aber schon geringer. Kurz enttäuschte jene, die hofften, er würde nun stolpern. Rasch war er am internationalen Parkett etabliert, was sich am besten daran ablesen ließ, dass die Iran-Atom-Gespräche ebenso wie eine prominent besetzte Syrien-Friedensrunde in Wien von statten gingen. Zuletzt konnte er auch noch eine erfolgreiche OSZE-Präsidentschaft für sich verbuchen. Sein strategisches Meisterstück schaffte er freilich in der Flüchtlingspolitik. Entgegen dem im Sommer 2015 herrschenden Mainstream schloss er sich nicht der “Refugee Welcome”-Stimmung an, sondern verstand sich vom ersten Augenblick an als Warner. Dies zahlte sich spätestens aus, als die Stimmung zu Ungunsten der Flüchtlinge kippte.

    Der Wahlkampf

    Vor allem dieses Thema und seine Ablehnung eines türkischen EU-Beitritts trugen Kurz durch den Wahlkampf. Seit er zur Nummer eins gewählt wurde, sind die Töne schon wieder deutlich dezenter – und auch wenn er mit der FPÖ regiert, ist nicht zu erwarten, dass Kurz Österreich in der Migrationspolitik so weit nach rechts driften lässt wie die östlichen Nachbarstaaten. Freilich: offene Grenzen wird es mit seiner Regierung kaum geben und auch sonst dürften sich einige Gewohnheiten ändern. Die Sozialpartnerschaft dürfte härtere Zeiten erleben und Kurz schuldet es schon seinem von ihm gebastelten Ruf, etwas stärker an den Rädern des Staatsgefüges zu drehen, als man das hierzulande bisher gewohnt war.

    Kurz als neuer Bundeskanzler Österreichs

    Ob Kurz den Erwartungen seiner Wähler gerecht wird, ist nicht seriös vorauszusagen. Die Chancen stehen nicht so schlecht. Die Wirtschaft zieht an und im Gegensatz zum Anfang der 2000er-Jahre ist auch nicht damit zu rechnen, dass sich der Koalitionspartner FPÖ wieder selbst zerlegt. Sich allzu sehr auf den scheinbar trostlosen Zustand der Sozialdemokraten verlassen, sollte sich Kurz aber nicht. Dies war dereinst schon dem schwarz-blauen Tabubrecher Wolfgang Schüssel auf den Kopf gefallen.

    (APA/Red)

    Heinz Christian Strache (FPÖ): Der neue Vizekanzler im Portrait

    Heinz Christian Strache (FPÖ): Der neue Vizekanzler im Portrait


    Ein wenig paradox ist, dass Strache wohl vor allem deshalb der Einzug ins Vizekanzleramt gelingt, weil er bei der Nationalratswahl nicht jenen Sieg eingefahren hatte, der ihm vor ein, zwei Jahren noch sicher schien. Denn einen FPÖ-Chef zum Kanzler...

    Ein wenig paradox ist, dass Strache wohl vor allem deshalb der Einzug ins Vizekanzleramt gelingt, weil er bei der Nationalratswahl nicht jenen Sieg eingefahren hatte, der ihm vor ein, zwei Jahren noch sicher schien. Denn einen FPÖ-Chef zum Kanzler hätten wohl weder ÖVP noch SPÖ gekrönt.

    FPÖ bei Nationaratswahl 2017 Platz 3

    Am Papier mag der dritte Platz für die Freiheitlichen beim Urnengang am 15. Oktober ein wenig enttäuschend ausgesehen haben. Doch war das Ergebnis gut genug, um mit Selbstbewusstsein in Koalitionsverhandlungen einzutreten, umso mehr, als sich mit der SPÖ für die Blauen eine neue Alternative aufgetan hatte. Strache und sein Umfeld nutzten das geschickt, um sowohl inhaltlich als auch vor allem personell einiges mehr herauszuholen, als ihnen so mancher zugetraut hatte.

    Freilich muss die Partei und damit ihr Chef auch einiges an Kreide speisen. Bekenntnisse zur EU gehörten bisher nicht unbedingt zu Straches Kanon, der ganz im Gegenteil seine Freiheitlichen in die europakritische Fraktion “Europa der Nationen und der Freiheit” unter anderem mit der französischen Rechtsextremen Marine Le Pen geführt hatte. Auch den Widerstand gegen das Handelsabkommen CETA musste Strache einbremsen, um die Stornierung des allgemeinen Rauchverbots in der Gastronomie zu erreichen. Das Ende der Kammer-Pflichtmitgliedschaft haben die Freiheitlichen ebenfalls nicht durchgebracht.

    Die Wende der Themen

    Letztlich war der Wunsch Straches, nach zwölf kraftraubenden Oppositionsjahren auch einmal ans Gestalten zu gehen, wohl größer, als bei der Umsetzung eigener Forderungen allzu pingelig zu sein. Immer nur in der eigenen Partei anschaffen zu können, dürfte dem 48-Jährigen ein wenig langweilig geworden sein. Dass der für ausländerfeindliche Politik bekannte Strache für Regierungsfähigkeit nicht nur Inhalte opfern muss, war dem früher manchmal jähzornigen End-Vierziger in den vergangenen Jahren klar geworden.

    Sein Auftreten in den letzten Wahlkämpfen war deutlich gemäßigter als in jungen Jahren. Rhetorisch hat der FPÖ-Chef erstaunlich zugelegt. Strache brillierte in den Duellen mit ÖVP-Obmann Sebastian Kurz und Noch-Kanzler Christian Kern zwar nicht, er fiel jedoch auch nicht ab. Selbst langjährigen FPÖ-Kritikern wie Bundespräsident Alexander Van der Bellen lieferte Strache keine Ausrede, ihn als Vizekanzler zu verhindern.

    Heinz Christian Strache: Aufstieg unter Haider

    Dabei ist die Vergangenheit des FPÖ-Chefs nicht unproblematisch. In jungen Jahren dockte Strache, der von seiner Mutter alleine groß gezogen wurde und ein Internat besuchte, am ganz rechten Rand der Republik an. Im Haus von NDP-Gründer Norbert Burger ging Strache, der mit dessen Tochter liiert war, ein und aus. Fotos von Waldspielen belegten, dass der heutige FPÖ-Chef früher zumindest wehrsportübungsähnlichen Beschäftigungen nachging. Auch den eigenen Reihen war der vormals jüngste Bezirksrat Wiens (im Bezirk Landstraße) nicht ganz geheuer, schon gar nicht Jörg Haider.

    Der langjährige Obmann der Freiheitlichen hatte Straches Aufstieg mit Argusaugen verfolgt. Auch wenn Strache beim von Haider orchestrierten legendären Delegiertentreffen von Knittelfeld, das Schwarz-Blau I zu einem zwischenzeitlichen Ende brachte, dabei war, trennten sich die Wege der beiden Alphatiere alsbald. Als Haider 2005 das BZÖ gründete und den Großteil der Parteiprominenz mitnahm, stand Strache früher und in anderen Umständen als gewollt im Rampenlicht. Gerade erst zum Wiener FPÖ-Chef gekürt, war der junge Mann der letzte Strohhalm, an den sich das verbliebene Häufchen klammerte.

    Strache legte mit der FPÖ zu

    Während viele den Freiheitlichen den Untergang voraussagten, schaffte es Burschenschafter Strache mit einer kleinen Gruppe Vertrauter die FPÖ zu stabilisieren, während das BZÖ unaufhaltsam seinem Ende entgegenschritt. Nahezu bei allen Wahlen auf Bundes- und Landesebene konnte die FPÖ seit Beginn von Straches Obmannschaft zulegen, auch wenn es immer wieder für ihn lästige Konkurrenz aus dem eigenen Lager gab. Am Höchsten ging es in Wien, wo Russland-Freund Strache vor zwei Jahren zwar das Duell mit Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) klar verlor, aber doch beachtliche 30,8 Prozent einstreifte.

    Der FPÖ-Chef schonte sich bei seinem mühseligen Karriere-Weg nicht. Auch wenn sein musikalische Talent nicht ausgeprägt ist, war er sich nicht für diverse Wahlkampf-Raps zu gut, Disco-Touren gehörten über viele Jahre zu Straches Standard-Repertoire. Diese Zeiten sind inzwischen vorbei. Speziell seit er mit Moderatorin Philippa verheiratet ist, gibt der Vater von zwei Kindern aus einer früheren Ehe lieber den Romantiker und lebt ein mehr oder weniger gemütliches Vorstadt-Leben ohne allzu viel Blitzlicht-Gewitter.

    Überhaupt ist Strache entgegen seinem lange gepflegten Image kein “wilder Hund”. In der eigenen Partei gilt er sogar als harmoniesüchtig. Dies hielt ihn und seine Getreuen wie Generalsekretär Herbert Kickl oder Norbert Hofer freilich nicht ab, in den vergangenen Jahren parteiinterne Kritiker wie Ewald Stadler oder Karl Schnell rasch abzumontieren, wenn sie lästig zu werden drohten.

    Derzeit führt der talentierte Ex-Kicker Strache ein geeintes Team an, nicht die schlechteste Voraussetzung für eine Regierungstätigkeit, die ob des Rollenwechsels bei Wahlen auch den ein oder anderen Rückschlag bringen könnte. Sollte es in der Regierung gut laufen, ist nicht auszuschließen, dass Strache gestützt auf die ÖVP 2020 noch einmal einen Versuch starten könnte, den Posten des Wiener Bürgermeisters zu erklimmen.

    (APA/Red)

    ÖVP und FPÖ sind sich einig: Regierungsabkommen steht

    ÖVP und FPÖ sind sich einig: Regierungsabkommen steht


    ÖVP und FPÖ haben Freitagabend ihre Koalitionsverhandlungen abgeschlossen und sich auf ein gemeinsames Regierungsabkommen für die nächsten fünf Jahre geeinigt. Dies wurde der APA aus Verhandlungskreisen bestätigt. Der künftige Bundeskanzler...


    ÖVP und FPÖ haben Freitagabend ihre Koalitionsverhandlungen abgeschlossen und sich auf ein gemeinsames Regierungsabkommen für die nächsten fünf Jahre geeinigt. Dies wurde der APA aus Verhandlungskreisen bestätigt. Der künftige Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und sein Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) werden gegen 21.00 Uhr mit ersten Statements an die Öffentlichkeit treten.

    Neue Regierung steht: Schwarz-Blau einigt sich

    Wien. Die neue schwarz-türkis-blaue Bundesregierung soll am kommenden Montag von Bundespräsident Alexander Van der Bellen angelobt werden. Für ÖVP und FPÖ ist es bereits die dritte gemeinsame Koalition. Von 2000 bis 2002 regierte Schwarz-Blau I, nach Neuwahlen folgte bis 2006 Schwarz-Blau II, wobei sich die Freiheitlichen 2005 während der laufenden Regierungsperiode in BZÖ und FPÖ zersplittert hatten. Das orange BZÖ blieb danach in der ÖVP-geführten Regierung, die Freiheitlichen um Strache gingen in Opposition.

    Nun folgt Schwarz-Blau III beziehungsweise Türkis-Blau, weil die Bundes-ÖVP im jüngsten Wahlkampf ihre Parteifarbe von Schwarz auf Türkis gewechselt hat. Die ÖVP übernimmt damit nach knapp elf Jahren das Amt des Bundeskanzlers wieder von der SPÖ. Seit durchgehend 31 Jahren ist die ÖVP bereits an der Macht, die längste Zeit davon allerdings als Juniorpartner in der Großen Koalition. Bei der Nationalratswahl 2017 wurde sie zum zweiten Mal seit 1966 stimmenstärkste Kraft und Erster. Kurz wird nach Wolfgang Schüssel (2000 bis 2006) der zweite ÖVP-Kanzler seit 1970. Insgesamt bringt es die ÖVP auf mehr als 55 Jahre Regierungsverantwortung und nunmehr sechs Bundeskanzler in der Zweiten Republik.

    Für die Freiheitlichen handelt es sich um ihren vierten Eintritt in eine Regierung. Vor Schwarz-Blau Anfang der 2000er-Jahren befand sich die FPÖ von 1983 bis 1986 in einer Koalition mit der SPÖ. Jede FPÖ-Regierungsbeteiligung endete übrigens vor Ablauf der Regierungsperiode, keine schaffte mehr als drei Jahre.

    “Gemeinsam Veränderung sicherstellen”

    Bei der Wahl am 15. Oktober hätten die Wähler eine “Richtungsentscheidung” für Veränderung im Land getroffen, “diese Veränderung wollen wir gemeinsam sicherstellen”, sagte ÖVP-Chef Sebastian Kurz.

    Wien. Details gaben die Parteichefs noch nicht bekannt – weder personell noch inhaltlich. Zunächst will man Samstagfrüh Bundespräsident Alexander Van der Bellen informieren und anschließend mit dem Pakt in die Parteigremien gehen. Danach soll die Öffentlichkeit konkreter informiert werden.

    Man habe “sehr intensive Verhandlungen” geführt, betonte Kurz, wenn man auch unterschiedliche Positionen gehabt habe, seien die Gespräche “stets auf Augenhöhe” und von Respekt geprägt verlaufen. Er glaube, es sei gelungen, einen “neuen Stil” zu etablieren.

    Die neue Koalition stehe “für eine Politik, die im System spart und nicht bei den Menschen”, versprach Kurz. Man wolle die Steuerzahler entlasten, den Standort stärken, für mehr Sicherheit sorgen und illegale Migration bekämpfen. Man habe alle Bereiche intensiv verhandelt, betonte auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache.

    Kurz und Strache bedankten sich in dem knapp sechsminütigen gemeinsamen Statement gegenseitig, aber auch bei allen Verhandlern und den beigezogenen Experten. Auch Strache hob die gegenseitige Wertschätzung bei den Verhandlungen hervor. Zum Abschluss des Auftritts, bei dem keine Fragen zugelassen waren, lieferten die beiden Parteichefs noch einen Handshake für die Fotografen und TV-Kameras.

    Dritte schwarz-blaue Regierung in Österreich

    Nun folgt Schwarz-Blau III beziehungsweise Türkis-Blau, weil die Bundes-ÖVP im jüngsten Wahlkampf ihre Parteifarbe von Schwarz auf Türkis gewechselt hat. Die ÖVP übernimmt damit nach knapp elf Jahren das Amt des Bundeskanzlers wieder von der SPÖ. Seit durchgehend 31 Jahren ist die ÖVP bereits an der Macht, die längste Zeit davon allerdings als Juniorpartner in der Großen Koalition. Bei der Nationalratswahl 2017 wurde sie zum zweiten Mal seit 1966 stimmenstärkste Kraft und Erster. Kurz wird nach Wolfgang Schüssel (2000 bis 2006) der zweite ÖVP-Kanzler seit 1970. Insgesamt bringt es die ÖVP auf mehr als 55 Jahre Regierungsverantwortung und nunmehr sechs Bundeskanzler in der Zweiten Republik.

    Für die Freiheitlichen handelt es sich um ihren vierten Eintritt in eine Regierung. Vor Schwarz-Blau Anfang der 2000er-Jahren befand sich die FPÖ von 1983 bis 1986 in einer Koalition mit der SPÖ. Jede FPÖ-Regierungsbeteiligung endete übrigens vor Ablauf der Regierungsperiode, keine schaffte mehr als drei Jahre.

    (APA/Red)

    Männer fielen bei Schlägerei auf Gleise der U6: 20-Jähriger außer Lebensgefahr

    Männer fielen bei Schlägerei auf Gleise der U6: 20-Jähriger außer Lebensgefahr


    Der 20-Jährige fiel bei der Rauferei in der Wiener U-Bahnstation mit zwei weiteren Männern auf die Gleise und wurde von einem einfahrenden Zug erfasst. Der junge Mann blieb schwer verletzt unter der Bahn liegen. Videoauswertung und Befragung am...

    Der 20-Jährige fiel bei der Rauferei in der Wiener U-Bahnstation mit zwei weiteren Männern auf die Gleise und wurde von einem einfahrenden Zug erfasst. Der junge Mann blieb schwer verletzt unter der Bahn liegen.

    Videoauswertung und Befragung am Samstag

    WDie beiden anderen wurden ebenfalls verletzt, jedoch nicht lebensgefährlich. Sie sollen am Samstag zu den Hintergründen der Schlägerei einvernommen werden, sagte Polizeisprecherin Irina Steirer. Auch das Videomaterial aus der Überwachungskamera in der U6-Station Thaliastraße in Neubau wird nun ausgewertet.

    Männer fielen nach Schlägerei auf U-Bahngleise

    Die drei Somalier gerieten am Mittwoch gegen 23.30 Uhr am Bahnsteig der U6-Station in Streit. Es folgte eine heftige Prügelei, die drei Männer fielen im Zuge des Gerangels auf die Gleise. In diesem Moment fuhr ein Zug in Fahrtrichtung Siebenhirten in die Station ein. “Die Fahrerin hat beim Einfahren das Gerangel am Bahnsteig gesehen und sofort eine Notbremsung eingeleitet. Doch die Männer sind unmittelbar vor dem Zug reingefallen, ein Zusammenstoß konnte nicht mehr verhindert werden”, sagte Michael Unger, Sprecher der Wiener Linien.

    20-Jähriger außer Lebensgefahr

    Der 20-Jährige wurde direkt erfasst, er geriet unter den Zug. Wartende Fahrgäste leisteten sofort Erste Hilfe, zogen den Mann heraus und hoben ihn zur weiteren Versorgung auf den Bahnsteig. Als die Einsatzkräfte eintrafen, war er bewusstlos. Die Wiener Berufsrettung brachte ihn mit einem Schädel-Hirn-Trauma ins Krankenhaus.

    Seine beiden Kontrahenten wurden ebenfalls von der Garnitur erfasst und verletzt. Ein 20-Jähriger zog sich Quetschungen im Beinbereich, ein 21-Jähriger Prellungen und eine leichte Kopfverletzung zu. Ein 14-jähriges Mädchen, das den Vorfall mitansehen musste, erlitt eine Panikattacke.

    (APA/Red)

    Niki-Pleite: 1.000 Niki-Mitarbeiter erhielten weit über 1.000 Jobangebote

    Niki-Pleite: 1.000 Niki-Mitarbeiter erhielten weit über 1.000 Jobangebote


    Während es aber sonst schwer ist, vergleichbare Jobs zu finden, werden die Niki-Mitarbeiter von ehemaligen Konkurrenten und anderen Firmen umworben. Alleine in Wien sind 1.500 offene Stellen im Angebot, international noch mehr. Eurowings und AUA suchen...

    Während es aber sonst schwer ist, vergleichbare Jobs zu finden, werden die Niki-Mitarbeiter von ehemaligen Konkurrenten und anderen Firmen umworben. Alleine in Wien sind 1.500 offene Stellen im Angebot, international noch mehr.

    Eurowings und AUA suchen qualifizierte Piloten und Flugbegleiter

    Eurowings, die Billigschiene der Lufthansa-Gruppe, suche mit Stationierung in Wien etwa 100 Piloten und 400 Crew-Mitglieder, sagte Eurowings Geschäftsführer Michael Knitter am Freitag in einer Telefonkonferenz. Dort gelten die Bedingungen von Eurowings Europe, die zwar unter den deutschen Tarifen liegen, aber “aus unserer Kenntnis sind alle Bedingungen deutlich über Niki-Niveau”, wie Knitter sagte. Die Niki-Mitarbeiter hätten damit die Chance, sich “ein Stück weit finanziell zu verbessern”.

    Niki-Mitarbeiter sind sehr gefragt

    Am Dienstag und Mittwoch kommender Woche will Eurowings in Wien Niki-Mitarbeiter einladen, sodass “die am Ende des Tages direkt eine fertige Zusage haben”. Damit hätten die Niki-Mitarbeiter schon vor Weihnachten wieder eine Stelle. Vorbewerbungen dafür laufen über die Homepage von Eurowings.

    Eurowings hat derzeit sechs Flugzeuge in Wien stationiert, drei sollen dazukommen. Abgesehen von der Crew für diese Maschinen müssten derzeit viele Piloten aus Düsseldorf nach Wien pendeln, auch für diese wird in Wien Ersatz gesucht. Inklusive Stellen in Palma und Deutschland habe Eurowings sogar 2.000 Jobs zu vergeben.

    AUA sucht mehrere hundert Mitarbeiter

    Auch die AUA sucht derzeit in Wien mehrere hundert Mitarbeiter – vor allem bis zu 200 fertig ausgebildete Piloten und rund 300 Flugbegleiter. Auch 50 bis 100 Techniker werden gesucht, in der Verwaltung sind rund 20 Stellen frei.

    Zuletzt hat Air Lingus bekanntgegeben, Niki-Piloten ein Angebot machen zu wollen. Dazu gibt es schon morgen, Samstagnachmittag, in Wien Bewerbungsgespräche.

    Niki-Personal auch anderswo begehrt

    Aber auch außerhalb der Luftfahrtbranche sind die Qualifikationen von Niki-Personal offenbar begehrt. Sowohl die ÖBB als auch ihr privater Konkurrent Westbahn werben um sie. Bei den ÖBB sind es 200 Stellen als “ZugbegleiterInnen, VerschieberInnen, BuslenkerInnen, FahrdienstleiterIn, TriebfahrzeugführerIn, WagenmeisterInnen”. Die Westbahn sucht “Stewards und Stewardessen”, also ebenfalls Zugbegleiter.

    Niki-Pleite: Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma

    Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.

    Das wertvollste an Niki sind die Start- und Landerechte. Diese erlöschen zwar, wenn eine Airline nicht mehr fliegt, davor läuft aber ein Prüfverfahren des Verkehrsministeriums. Eine Frist dafür gibt es nicht, Niki-Vertreter gehen davon aus, dass sie zumindest sieben Tage, eventuell auch bis zum Jahresende, noch Zeit bekommen, Niki wieder in die Luft zu bekommen. Dazu müsste aber in wenigen Tagen ein Käufer gefunden werden. Airline-Gründer Niki Lauda hat öffentlich sein Interesse bekundet, auch die Konkurrenten Thomas Cook und Ryanair wollen zumindest Teile von Niki übernehmen. Vorteil für alle: Dank Insolvenz können sie Niki ohne Schulden übernehmen.

    Gerine Hoffnung auf Weiterbetrieb von Niki

    Die Hoffnung auf einen Weiterbetrieb von Niki ist dennoch gering. Deutlich konkreter sind Jobangebote der Konkurrenz an Niki-Mitarbeiter. Schon kommende Woche und damit noch vor Weihnachten wolle man Niki-Piloten und Flugbegleitern konkrete Jobzusagen machen, versprach Eurowings Geschäftsführer Michael Knitter. Das Auswahlverfahren soll am Dienstag und Mittwoch über die Bühne gehen. 100 Piloten und 400 Crew-Mitglieder am Standort Wien, noch mehr in Deutschland und Palma, würden gesucht. Die Konditionen seien besser als jene von Niki.

    Konkurrenziert wird Eurowings von der Schwestergesellschaft AUA, die beide zum Lufthansa-Konzern gehören. Die AUA sucht 200 Piloten und 300 Flugbegleiter sowie Techniker und anderes Personal. Auch sie will rasch und unbürokratisch Posten vergeben. Die ÖBB und die Westbahn wiederum wollen Niki-Mitarbeiter auf die Schiene bringen. Damit gibt es zumindest für schnell entschlossene und flexible Niki-Mitarbeiter eine Perspektive.

    Was Niki-Passagiere tun können

    Für Passagiere von Niki gibt es ebenfalls Hoffnung, finanziell mit einem blauen Auge davonzukommen. Denn über Reisebüros gekaufte Tickets sind versichert, die Einnahmen aus direkt gekauften Tickets wiederum sind auf ein Treuhandkonto gelegt worden und können aus diesem rückerstattet werden, wenn sie seit der Insolvenz der Air Berlin im August gekauft wurden.

    Mühsam ist die Situation hingegen für Niki-Passagiere, die derzeit im Ausland gestrandet sind. Mehrere Airlines wollen beim Rücktransport von bis zu 40.000 Niki-Kunden aus dem Ausland helfen und bieten Sondertarife an. “Die Aktion ist angelaufen”, sagte ein Sprecher des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft. “Wir empfehlen, sich direkt an die Airlines zu wenden und zu erfragen, wie die Sonderkonditionen sind.” An der Aktion beteiligen sich die Linien Condor, Eurowings, Germania, Lufthansa, Austrian Airlines, Swiss und Tuifly.

    (apa/red)

    “Aus Profitgier”: Mitangeklagter belastet Grasser im Buwog-Prozess

    “Aus Profitgier”: Mitangeklagter belastet Grasser im Buwog-Prozess


    Die Buwog-Privatisierung sei “alles andere als supersauber” abgelaufen, so Hocheggers Pflichtverteidiger Leonhard Kregcjk ein geflügeltes Wort des früheren FPÖ-ÖVP-Finanzministers Karl-Heinz Grasser. Die Buwog-Provision von 9,6 Mio. Euro hätten...

    Die Buwog-Privatisierung sei “alles andere als supersauber” abgelaufen, so Hocheggers Pflichtverteidiger Leonhard Kregcjk ein geflügeltes Wort des früheren FPÖ-ÖVP-Finanzministers Karl-Heinz Grasser. Die Buwog-Provision von 9,6 Mio. Euro hätten sich Grasser, Meischberger und Plech aufgeteilt. Jeder der drei habe 2,4 Mio. Euro überwiesen bekommen, er selber habe zwei Millionen eingesteckt. Seine Motivation: Profitgier.

    Damit erschüttert Hochegger die Argumentation der Verteidiger von Grasser, Meischberger und Plech, die stets betont hatten, mit Grasser und Plech habe das Geschäft überhaupt nichts zu tun gehabt, und Meischberger habe die Millionenprovision aufgrund eigener Leistungen erhalten. Die Anklage der Korruptionsstaatsanwaltschaft hingegen bekommt deutlichen Rückenwind: Denn Hochegger sagt genau das aus, was auch die Anklage behauptet: Grasser, Meischberger und Plech kassierten je 2,4 Millionen Euro aus der Privatisierung der Bundeswohnungen.

    Grasser in Erklärungsnot

    Hochegger, der ehemalige Vertraute und Geschäftspartner von Grasser, hat sich also nun endgültig von dem ehemaligen Vorzeige-Minister abgewandt – und bringt diesen in Erklärungsnot. Denn entscheidend im Prozess ist die Verbindung des Geldes zu Grasser – wie auch dessen Verteidiger sagen: Solange Grasser nichts damit zu tun hat, möge es eine umstrittene Provision sein, aber jedenfalls keine Korruption.

    Nach der Verhandlung gab Hochegger den Medien keinen “on the record”-Kommentar, daher scharten sich alle Journalisten um die Verteidiger der drei Hauptangeklagten. Ruhig, in einem roten Pullover gekleidet, stand Hochegger daneben und beobachtete das Geschehen ungerührt – während Grasser, Plech und Meischberger diesmal besonders schnell aus dem Verhandlungssaal verschwunden waren.

    Hochegger kann auf mildernde Umstände hoffen

    Man darf gespannt sein, ob und wenn ja wie die Anwälte von Grasser, Meischberger und Plech nun ihre Verteidigungsstrategie ändern. Die drei Hauptangeklagten haben sich bisher im Prozess jedenfalls gut vertragen – die Idylle dürfte nun Hochegger als “Party-Crasher” gestört haben. Der 68-Jährige saß schon einmal im Gefängnis wegen einer Telekom-Causa. Mit einem Teilgeständnis kann er nun auf mildernde Umstände hoffen.

    Für Grasser, Meischberger und Plech scheint heute eine Verurteilung näher gerückt sein als ein Freispruch. Politisch ist das Teilgeständnis Hocheggers, über zehn Jahre nach dem Ende der schwarz-blauen bzw. schwarz-orangenen Regierungszeit, und kurz vor Beginn einer zweiten ÖVP-FPÖ-Regierung, auch ein riesiger Knalleffekt. Karl-Heinz Grasser war Finanzminister vom 4. Februar 2000 bis 11. Jänner 2007 in zwei Bundesregierungen unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP). In der ersten Periode war Grasser FPÖ-Politiker, dann saß er auf einem ÖVP-Ticket in der Regierung. Der Finanzminister als “Korruptionist” mit Millionenkonto in Liechtenstein? Zu schlimm – um sich auch hier auf ein mittlerweile geflügeltes Wort des früheren Medien-Lieblings zu beziehen.

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    Sechs Demonstrationen gegen Koalition legen Montagfrüh die Innenstadt lahm

    Sechs Demonstrationen gegen Koalition legen Montagfrüh die Innenstadt lahm


    Sechs Demonstrationen gegen eine schwarz-blaue Regierung sind für Montag, dem voraussichtlichen Tag der Angelobung, angemeldet. Organisatoren sind etwa die ÖH, die Offensive gegen Rechts, die Plattform für eine menschliche Asylpolitik und die...

    Sechs Demonstrationen gegen eine schwarz-blaue Regierung sind für Montag, dem voraussichtlichen Tag der Angelobung, angemeldet. Organisatoren sind etwa die ÖH, die Offensive gegen Rechts, die Plattform für eine menschliche Asylpolitik und die Plattform Radikale Linke sowie Asyl in Not. Von mehreren Orten Wiens wollen sich die Demonstranten in Richtung Heldenplatz begeben, Details gab die Polizei auf APA-Anfrage noch nicht bekannt.

    Demos gegen FPÖ-ÖVP-Regierungsangelobung treffen sich am Heldenplatz

    Auf Facebook und Twitter veröffentlichten linke Organisationen bereits Details zu den Demonstrationen am “Tag X”, die allerdings von der Exekutive noch nicht bestätigt werden konnten. So tauchte etwa ein Plan auf, wonach eine “Große Sperrzone rund um den Ballhausplatz” geplant sei. Möglich ist natürlich auch, dass es rund um die zu erwartende Bekanntgabe der Regierungs-Einigung zu spontanen Protesten kommen könnte. Auch dazu wusste die Polizei noch nichts.

    Kern zeigt Verständnis für Demonstrationen

    Der scheidende Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) äußerte am Rande des EU-Gipfels Verständnis für die Demonstrationen. Kern betonte zwar, dass er sich nicht in Brüssel über Österreich äußern wolle, zu den von Jugendorganisationen angekündigten Aktionen zur Angelobung meinte er aber: “Man kann die verstehen.”

    Verkehrschaos im Frühverkehr wegen Demos befürchtet

    Der ÖAMTC rechnet jedenfalls am Montag ab 8.00 Uhr mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen in Wien. So wird der Ring zwischen Urania und Universität gesperrt. Zeitgleich wird auch die übliche Ausweichstrecke über die Zweierlinie – Verbindung Landesgericht-Schwarzenbergplatz – nicht befahrbar sein, hieß es in einer Aussendung. Zusätzlich werden Gablenzgasse, Burggasse, Landstraßer Hauptstraße und Rechte Wienzeile gesperrt. Der ÖAMTC befürchtet einen “völligen Verkehrszusammenbruch im Montagfrühverkehr”. Auch Straßenbahnen und Busse der Wiener Linien werden betroffen sein. Ratschlag des Clubs: Wer kann, sollte vor 8 Uhr oder später mit den U-Bahnen unterwegs sein.

    Die Dauer der Protestaktionen ist laut ÖAMTC nicht bekannt, auf Facebook ist eine der Demonstrationen jedoch für 8:00 bis 15:00 Uhr offiziell angesetzt.

    ÖAMTC kritisiert Demonstrationen

    Kritisch sieht der Club die gleichzeitige Sperre von Ring und Zweierlinie: “Auch wenn das Recht auf Versammlung ein Grundrecht ist, darf dadurch nicht das ebenfalls bestehende Grundrecht auf Eigentum und Erwerbsfreiheit außer Acht gelassen werden. Für Geschäftsleute und Arbeitnehmer kommt es durch die angekündigten Demonstrationen mitunter zu massiven Eingriffen in deren verfassungsgesetzlich geschützte Rechte. Es ist problematisch, wenn der Ring und dessen Ausweichstrecke, die Zweierlinie, gleichzeitig an einem Wochentag für den Verkehr gesperrt werden”, so ÖAMTC-Jurist Nikolaus Authried.

    Mehr zur Demo gegen die FPÖ-ÖVP-Regierungsangelobung

    Nationalbibliothek feiert 650. Geburtstag: App, Ausstellung, Symposium und Smileys

    Nationalbibliothek feiert 650. Geburtstag: App, Ausstellung, Symposium und Smileys


    Eine große Jubiläumsausstellung, wechselnde “Objekte des Monats”, ein Festakt und natürlich ein “Open House” gehören zu den Feierlichkeiten rund um das Jubiläum der ÖNB in Wien. “Unsere Geschichte lebt” in der Österreichischen...

    Eine große Jubiläumsausstellung, wechselnde “Objekte des Monats”, ein Festakt und natürlich ein “Open House” gehören zu den Feierlichkeiten rund um das Jubiläum der ÖNB in Wien.

    “Unsere Geschichte lebt” in der Österreichischen Nationalbibliothek

    Generaldirektorin Johanna Rachinger gab am heutigen Freitagvormittag einen Einblick in die zahlreichen Aktivitäten, die unter dem Motto “Unsere Geschichte lebt” über die Bühne gehen. “Unsere Bestände werden gelesen.” Und um sich auch 2018 nach außen hin als “lebendiges Haus” zu zeigen, hat man sich dazu entschieden, die Optik der Werbemittel selbstironisch mit “Emojis” aufzupeppen. Und so prangt auf der Statue von Kaiser Karl VI., der den Bau der Hofbibliothek in Auftrag gab, statt eines Kopfes auf dem Folder ein Smiley mit Sonnenbrille. Die große Jubiläumsschau “Schatzkammer des Wissens” startet zwar erst am 26. Jänner im Prunksaal, die neue ÖNB-App kann jedoch bereits ab heute heruntergeladen werden. Sie bietet u.a. einen Überblick über die zahlreichen Veranstaltungen, einen Audio-Guide und ermöglicht bis zum 28. Februar einen ermäßigten Eintritt in die Ausstellungen der Nationalbibliothek.

    170 Objekte von Prachthandschriften bis Grafiken

    In der Ausstellung wird nicht nur ein Blick auf die Geschichte des Hauses geworfen, sondern auch ein Streifzug durch die Mediengeschichte unternommen, die vor über 3000 Jahren in Ägypten begann und mit einem Blick in die digitale Zukunft endet. Zu sehen sind über 170 Objekte von Prachthandschriften über Musiknoten und Landkarten bis hin zu Fotos und Grafiken. Geöffnet hat die Schau bis zum 13. Jänner 2019. Begleitend gastieren selten ausgestellte, kostbare Objekte in der Ausstellung. Jeden Monat wird ein anderes Stück präsentiert, darunter etwa die Gutenberg-Bibel oder Ingeborg Bachmanns handschriftlich korrigiertes Typoskript ihres Gedichts “Böhmen liegt am Meer”. Als weiteres Highlight versprach Rachinger Mozarts “Requiem”. “Sie werden hier Objekte sehen, die Sie vielleicht nur einmal im Leben zu Gesicht bekommen”, so die Generaldirektorin.

    Herzstück ist der sogenannte “Gründungscodex”, an dem die ÖNB ihr Gründungsjahr festmacht: Die in Gold geschriebene Handschrift, die alle vier Evangelien des Neuen Testaments versammelt, wurde im Jahr 1368 vollendet und vermutlich von Herzog Albrecht III. in Auftrag gegeben. Sie steht repräsentativ für die Anfänge der Habsburgischen Büchersammlungen. In digitalisierter Form ist das Werk seit kurzem im Onlinekatalog (QuickSearch) abrufbar.

    Ein Festakt mit Van der Bellen für die ÖNB

    Der Festakt geht am 22. Februar in Anwesenheit von Bundespräsident Alexander Van der Bellen über die Bühne und wartet mit einem Festvortrag der Literatur- und Kulturwissenschafterin Aleida Assmann auf. Am 6. Mai folgt das “Open House”, bei dem alle Besucher bei freiem Eintritt auch hinter die Kulissen blicken und zahlreichen Veranstaltungen beiwohnen können. Von 7. bis 17. Juni folgt in Kooperation mit dem Filmarchiv Austria die Reihe “Die Bibliothek als Film”, im Rahmen derer im Metro Kinokulturhaus Filme wie “Fahrenheit 451”, “Der Name der Rose” oder die Doku “Die Weisheit baut sich ein Haus” auf dem Programm stehen.

    “Bibliothek neu denken. Von der historischen Bibliothek zur Bibliothek der Zukunft” nennt sich schließlich das große Symposium im Herbst, bei dem am 24. und 25. September nationale und internationale Experten über gegenwärtige und künftige Aufgaben von Bibliotheken diskutieren. Weiters findet die Eröffnung des Festivals “Österreich liest” nächstes Jahr in der Nationalbibliothek statt, von 16. bis 21. Oktober stehen zahlreiche Veranstaltungen an. Zum Abschluss des Jubiläumsjahres erklingt am 22. November Anton Bruckners “Messe in f-Moll” in der Augustinerkirche.

    Geplante Ausstellungen der Nationalbibliothek

    Zu den weiteren geplanten Ausstellungen zählen “Mozarts Weg in die Unsterblichkeit. Das Genie und die Nachwelt” im Mozarthaus Vienna (ab 16. Februar) und die Sonderausstellung “Berg, Wittgenstein, Zuckerkandl. Zentralfiguren der Wiener Moderne” im Literaturmuseum (ab 22. März). Neu ist auch ein Multi-Touch-Screen im Prunksaal, auf dem Besucher eine Gigapixel-Aufnahme des Kuppelfreskos im Detail erkunden und zahlreiche Zusatzinformationen zu den Motiven abrufen können. Weiters wird 2018 das Projekt “Austrian Books Online” abgeschlossen, in dem seit 2011 in Kooperation mit Google rund 600.000 Werke digitalisiert wurden. Mit einem Crowdsourcing-Projekt zur Sammlung historischer topografischer Luftbilder steht jedoch bereits das nächste digitale Projekt in seinen Startlöchern. Auf einem eigens konzipierten Web-Portal können Interessierte die Bilder beschreiben und auf einer Landkarte verorten. “Die Erschließung mit Hilfe der Crowd stellt eine neue Partnerschaft zwischen der Bibliothek und ihren Usern dar.”

    “Wir gehen mit Freude und viel Elan ins Jubiläumsjahr”, sagte Rachinger, die sich auch über die Zahlen des noch laufenden Jahres freute: 2017 rechnet man in den musealen Bereichen mit einem Besucherplus von und 25 Prozent gegenüber dem Jahr 2016. Insgesamt werde man in den musealen Bereichen und den Lesesälen heuer auf 670.000 Besucher kommen.

    (apa/red)

    Niki: Start- und Landerechte bleiben während Prüfverfahren aufrecht

    Niki: Start- und Landerechte bleiben während Prüfverfahren aufrecht


    Die Prüfung müsse entsprechend gründlich erfolgen. Das Prüfverfahren sei nach EU-Recht vorgesehen. Insolvente Airline Niki behält vorerst Betriebsgenehmigung Zuletzt hatte Niki-Betriebsrat Stefan Tankovits gesagt, es müssen binnen sieben Tagen ein...

    Die Prüfung müsse entsprechend gründlich erfolgen. Das Prüfverfahren sei nach EU-Recht vorgesehen.

    Insolvente Airline Niki behält vorerst Betriebsgenehmigung

    Zuletzt hatte Niki-Betriebsrat Stefan Tankovits gesagt, es müssen binnen sieben Tagen ein Käufer für Niki gefunden werden, da sonst die Start- und Landerechte (Slots) verloren gingen. Der Air-Berlin-Generalbevollmächtigte Frank Kebekus wiederum hatte in Medien davon gesprochen, dass die Start- und Landerechte bis zum Jahresende nicht entzogen würden. Im Falle einer Einigung bis Jahresende rechne Kebekus damit, dass die Behörden dann “auch zwei, drei weitere Wochen Zeit” einräumen, um einen Verkauf auch rechtlich zu vollziehen.

    (APA/Red)

    ÖAMTC schlägt Nachmittagsparkpickerl in Wien-Döbling vor

    ÖAMTC schlägt Nachmittagsparkpickerl in Wien-Döbling vor


    “Einmal mehr zeigen sich die Nachteile des Wiener Modells. Nach der Einführung in Währing hat sich das Problem vor allem nach Döbling verschoben”, so ÖAMTC-Juris Nikolaus Authried. Auch in Wien-Simmering zeigen sich ähnliche Folgen durch das...

    “Einmal mehr zeigen sich die Nachteile des Wiener Modells. Nach der Einführung in Währing hat sich das Problem vor allem nach Döbling verschoben”, so ÖAMTC-Juris Nikolaus Authried. Auch in Wien-Simmering zeigen sich ähnliche Folgen durch das Parkpickerl in Favoriten. “Genau deshalb hat der ÖAMTC wiederholt ein ganzheitliches Konzept für die Stadt statt lokaler Lösungen gefordert. Leider blockiert Wien hier komplett, obwohl es immer wieder Initiativen für eine neue, abgestufte und wienweite Lösung gibt”, schreibt der ÖAMTC in seiner Aussendung am Freitag.

    ÖAMTC: Wunsch nach Parkraum-Lösung in Wien-Döbling nachvollziehbar

    Die Optionen, die nun noch zur Verfügung stehen, sind überschaubar: Anrainerparkplätze ohne Kurzparkzone wären möglich, werden aber seitens des Magistrats nicht bewilligt, weil es nicht gewollt ist. “Hier macht man es den Bezirken bewusst schwer”, kritisiert Authried.

    Möglich ist auch eine maßgeschneiderte Lösung der Bezirksvertretung durch einen eingeschränkten Geltungsraum der Kurzparkzone: “Das entspricht im Ansatz dem abgestuften Modell, das der ÖAMTC seit Jahren fordert. Aufgrund der starren Haltung der Stadt ist allerdings fraglich, ob die Behörde dem zustimmt, wünschenswert wäre es jedenfalls. Der kolportierte Geltungszeitraum von 14 bis 19 Uhr sollte ausreichen, um den Bewohnern Parkplätze zu sichern und gleichzeitig Besucher so wenig wie möglich einzuschränken”, so der ÖAMTC-Jurist abschließend.

    >> Wien-Döbling könnte doch Parkpickerl bekommen 

    (Red.)

    MKÖ: Wirbel um NS-Propaganda in der Opernpassage in Wien

    MKÖ: Wirbel um NS-Propaganda in der Opernpassage in Wien


    “Die kompromisslose Ablehnung des Nationalsozialismus ist ein grundlegendes Merkmal der wiedererstandenen Republik. Ausnahmslos jede Staatstätigkeit hat sich daran zu orientieren.“ Diese Feststellung des Verfassungsgerichtshofes stellt eine klare...

    “Die kompromisslose Ablehnung des Nationalsozialismus ist ein grundlegendes Merkmal der wiedererstandenen Republik. Ausnahmslos jede Staatstätigkeit hat sich daran zu orientieren.“ Diese Feststellung des Verfassungsgerichtshofes stellt eine klare Vorgabe für alle österreichischen Behörden dar.

    “Leider halten sich die Behörden oft nicht daran”, sagt Willi Mernyi, der Vorsitzende des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ). Er nennt ein haarsträubendes Beispiel – mitten in Wien, in einem Geschäft in der Opernpassage, werde seit Jahren “völlig ungeniert” nationalsozialistisches Propagandamaterial zur Schau gestellt und zum Verkauf angeboten.

    Mauthausen Komitee kritisiert Hitler-Postkarten und Co.

    Das Mauthausen Komitee hat schon 2013 diesbezüglich Meldungen aus der Bevölkerung erhalten und Anzeige erstattet, unter anderem wegen Postkarten mit dem Bild Adolf Hitlers und braunen Parolen wie „13. März 1938. Ein Volk, ein Reich, ein Führer“ und „Volk steht zu Volk. Wir alle gehören dem Führer“. Doch Polizei und Verfassungsschutz unternahmen nichts.

    So wurde die NS-Propaganda an einer der belebtesten Stellen Wiens, an der auch Zehntausende ausländische Besucherinnen und Besucher vorbeikommen, fortgesetzt. „Nach erneuten Meldungen haben wir eine neue Anzeige an den Wiener Polizeipräsidenten Gerhard Pürstl persönlich übermittelt“, so Mernyi.

    NS-Propaganda in der Opernpassage am Karlsplatz

    “Ein aktuelles Foto aus dem besagten Geschäft zeigt wieder eine Postkarte mit dem Bild Hitlers und der Parole ‘Wir danken unserm Führer’. Wir erwarten, dass der Polizeipräsident die NS-Propaganda sofort beenden und ein Strafverfahren einleiten lässt. Da der Geschäftsinhaber seit Jahren einschlägiges Material zur Schau stellt und verkauft, wäre zu prüfen, ob er nicht Gesinnungstäter ist und gegen das Verbotsgesetz verstoßen hat. Zumindest hat er aber vielfach gegen das Verwaltungsstrafrecht verstoßen. Ist das in den Augen der Polizei ein Kavaliersdelikt?”

    Zweisamkeit an Weihnachten: Singles wünschen sich Partner für die Feiertage

    Zweisamkeit an Weihnachten: Singles wünschen sich Partner für die Feiertage


    Mehr als die Hälfte (55 Prozent) aller Singles in Österreich feiert Weihnachten mit ihrer Familie. Jede(r) Vierte wünscht sich einen Partner, mit dem er die Feiertage verbringen kann. Das geht aus einer repräsentativen, am Freitag veröffentlichten...

    Mehr als die Hälfte (55 Prozent) aller Singles in Österreich feiert Weihnachten mit ihrer Familie. Jede(r) Vierte wünscht sich einen Partner, mit dem er die Feiertage verbringen kann. Das geht aus einer repräsentativen, am Freitag veröffentlichten Umfrage von marketagent.com hervor.

    Jeder zehnte Single in Österreich an Weihnachten alleine

    Von den rund 1,8 Millionen Singles hierzulande bleibt rund jeder Zehnte am 24. Dezember alleine oder verzichtet komplett auf das Fest. Alternativ zum Familienprogramm verbringen sieben Prozent der Singles diesen Abend bei Freunden und etwa fünf Prozent der Befragten sind zu Weihnachten beruflich eingespannt, geht aus der Befragung im Auftrag von ElitePartner hervor.

    Sonne, Strand und Meer oder sonstige Urlaubsdestinationen sind bei den wenigsten gefragt: Lediglich vier Prozent der Singles gaben an, die Feiertage für eine Reise zu nutzen. 32 Prozent fühlen sich während der Weihnachtsfeiertage nicht anders als an den restlichen Tagen des Jahres.

    >> Alleine zu Weihnachten? Wir haben Feiertags-Tipps für Singles

    (APA/Red)

    Wenn du so heißt, bekommst du 2018 wahrscheinlich dein erstes Kind

    Wenn du so heißt, bekommst du 2018 wahrscheinlich dein erstes Kind


    Das durchschnittliche Gebäralter der Mutter bei ihrem ersten Kind steigt jährlich. Mittlerweile liegt das Durchschnittsalter der Mutter beim ersten Baby bei 29 Jahren (Statistik Austria, Daten von 2016). Das bedeutet, dass viele Frauen, die 1989...

    Das durchschnittliche Gebäralter der Mutter bei ihrem ersten Kind steigt jährlich. Mittlerweile liegt das Durchschnittsalter der Mutter beim ersten Baby bei 29 Jahren (Statistik Austria, Daten von 2016). Das bedeutet, dass viele Frauen, die 1989 geboren wurden, 2018 ihr erstes Kind erwarten.

    Die beliebtesten Babynamen im Jahr 1989

    Laut Statistik Austria waren folgende Mädchennamen im Jahr 1989 am beliebtesten:

    Mädchen Katharina Christina Stefanie Julia Sandra Sabrina Lisa Melanie Daniela Nicole

     

    Eine vergleichbare Studie zum Alter der Männer beim ersten Baby gibt es leider nicht. Geht man hier aber auch von 29 Jahren aus, werden Männer mit diesen Namen 2018 am wahrscheinlichsten zum ersten Mal Vater:

    Buben Christoph Michael Stefan Markus Patrick Thomas Daniel Andreas Manuel Martin


    Phonetisch gleichlautende Vornamen wurden von der Statistik Austria zusammengefasst.

    (Red.)

    Tempo 30 und Co.: Sicherheitspaket für Währing wurde auf den Weg gebracht

    Tempo 30 und Co.: Sicherheitspaket für Währing wurde auf den Weg gebracht


    Aufgrund von Rot-Grünen Initiativen gewinnen die Währingerinnen und Währinger ein weiteres Stück an Lebensqualität dazu. Denn es war der vielfach aus der Bevölkerung geäußerte Wunsch nach mehr Sicherheit im Straßenverkehr und mehr Freiräumen...

    Aufgrund von Rot-Grünen Initiativen gewinnen die Währingerinnen und Währinger ein weiteres Stück an Lebensqualität dazu. Denn es war der vielfach aus der Bevölkerung geäußerte Wunsch nach mehr Sicherheit im Straßenverkehr und mehr Freiräumen für Kinder, ältere Menschen und alle anderen, die sich in und durch Währing bewegen, der letztlich dazu führte, zwei für den Bezirk sehr bedeutsame Verkehrsprojekte ins Leben zu rufen.

    Bürgerwunsch: Mehr Sicherheit und Freiraum vor der Bunten Schule

    Eltern, SchülerInnen und auch die Schulleitung wünschen sich seit langem mehr Sicherheit und mehr Freiraum vor der Bunten Schule in der Schulgasse 57. Auch im Kinderparlament Währing ist das seit Jahren ein immer wiederkehrendes Thema. Eine Analyse der MA46 hat nun ergeben, dass eine autofreie und damit sichere Verbindung zum gegenüberliegenden Schubertpark machbar ist, ohne, dass es durch die Verkehrsberuhigung in diesem Bereich der Schulgasse zu wesentlichen Mehrbelastungen für umliegende Straßen kommen würde. Die Parkplätze können großteils erhalten werden. Die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum kann spürbar erhöht werden. “Für uns steht im Vordergrund, was wir für die Kinder und für deren Sicherheit tun können! Wir unterstützen daher die Gestaltung eines attraktiven und sicheren Schulvorplatzes mit mehr Spiel- und Sitzmöglichkeiten für die jüngere und ältere Bezirksbevölkerung!”, so der Währinger SP-Klubvorsitzende Stephan Kögl.

    Tempo 30 im Gebiet zwischen Gürtel und Gersthofer Straße

    Ein zweiter Meilenstein des Währinger Sicherheitspaketes ist die Einführung von Tempo 30 im Gebiet zwischen dem Gürtel und der Gersthofer Straße. Auch damit trägt die Währinger SPÖ einem vielfach geäußerten Wunsch nach mehr Sicherheit im Straßenverkehr Rechnung. Die Unfallstatistik weist aus, dass es auf den wenigen Straßen, auf denen bisher schneller als 30 km/h gefahren werden darf, leider nach wie vor zu Unfällen mit Personenschaden kommt. Das kann und darf die Politik nicht ignorieren.

    Auf der Gentzgasse, der Gymnasiumstraße, aber auch auf anderen Straßen wird oft zu schnell gefahren. Im Schulwegplan der Stadt Wien sind daher viele Örtlichkeiten entlang von Straßen auf denen keine 30er-Beschränkung gilt mit “Gefahr” gekennzeichnet. Was eine Gefahr für Kinder darstellt, ist ebenso für die älteren BezirksbewohnerInnen relevant.

    SPÖ lanciert Sicherheitspaket für Währing

    Dazu der Währinger SeniorInnenbeauftragte, Bezirksrat Dr. Andreas Höferl: “Die Zahl teilweise schwer Verletzter im Straßenverkehr hat im Bezirk im letzten Jahr deutlich auf 139 zugenommen, 49 davon waren Fußgänger. Zu hohes Tempo von Autos war die häufigste Ursache. Weniger Tempo auf den Straßen bedeutet mehr Sicherheit. Nichts zu tun hieße, schwere Verletzungen und vielleicht sogar Verkehrstote in Kauf zu nehmen.” Positive Auswirkungen hat die Einführung von Tempo 30 auch auf den ruhenden Verkehr, können doch an vielen Stellen und im Bereich von Kreuzungen sogar Parkplätze erhalten werden, da deutlich weniger Umbauten, wie beispielsweise Gehsteigvorziehungen für erweiterte Sicherheitsräume, anfallen.

    Wiener Donaukanal: “Johann-Strauss”-Schiff wurde abgeschleppt

    Wiener Donaukanal: “Johann-Strauss”-Schiff wurde abgeschleppt


    Nach Abschluss aller rechtlicher Verfahren und intensiver Vorbereitungsarbeiten wurde die desolate Johann-Strauss heute Morgen von einer Spezialfirma vom rechten Ufer des Donaukanals abgeschleppt und ist am Weg in den Wiener Hafen. “Schandfleck ist nun...

    Nach Abschluss aller rechtlicher Verfahren und intensiver Vorbereitungsarbeiten wurde die desolate Johann-Strauss heute Morgen von einer Spezialfirma vom rechten Ufer des Donaukanals abgeschleppt und ist am Weg in den Wiener Hafen.

    “Schandfleck ist nun endgültig Geschichte”

    Die Stadt Wien hat alle Verfahren gegen den ehemaligen Besitzer gewonnen: “Dieser Schandfleck, der jahrelang Ärgernis am Donaukanal war, ist nun endgültig Geschichte. Der Weg war ein mühsamer, aber die Gerichte haben uns Recht gegeben und so konnten wir den Erholungsort Donaukanal endlich von diesem Wrack befreien”, so die zuständige Stadträtin Ulli Sima.

    Die Abschleppung erfolgt auf Kosten des ehemaligen Besitzers Norbert Weber, Ex-Pächter der Copa Cagrana, der sich mittlerweile Norbert Waldenburg nennt.

    Entrümpeltes Schiff soll versteigert werden

    Bevor das Schiff abgeschleppt werden konnte, wurde es entrümpelt und baulich gesichert, erklärte Martin Jank, Geschäftsführer der Gewässer Management GmbH. Am Freitagvormittag wurde schließlich zunächst die Anlegebrücke mit einem Kran entfernt und der am Kai befestigte Schorbaum – eine Halterung, die das Schiff zum Ufer auf Distanz hält – abmontiert.

    Danach trat der Dampfer – gezogen von einem Schleppschiff – seine rund zwei Stunden lange Fahrt in den Hafen Freudenau an. Dort wird es vorerst sicher verheftet. Im nächsten Jahr soll die “Johann Strauss” versteigert werden.

    Ordnungsgemäße Benutzung war unmöglich geworden

    Das Magistratische Bezirksamt für den 10. Bezirk hat aufgrund mehrerer Gutachten nautischer Sachverständiger vor wenigen Wochen einen Bescheid erlassen, dass der Ex-Besitzer die schwimmende Anlage von ihrem derzeitigen Liegeplatz zu entfernen hat. Waldenburg ist dieser Aufforderung nicht nachgekommen, die Stadt Wien hat das Wrack daher auf Kosten Waldenburgs entfernt.

    Dieser hat jahrelang keine notwendige Sanierungen und Wartungen durchgeführt, daher ist das Schiff derart desolat, dass eine ordnungsgemäße Benutzung unmöglich war und darüber hinaus Gefahr für Mensch, Umwelt und Eigentum anderer darstellte. Das im Wiener Hafen verheftete Schiff soll im nächsten Jahr versteigert werden.

    Weiße Weihnachten in Wien 2017: Schnee zum Fest wegen Kaltfront möglich

    Weiße Weihnachten in Wien 2017: Schnee zum Fest wegen Kaltfront möglich


    Josef Lukas, seines Zeichens Meteorologe der UBIMET, wird dieser Tage nicht selten darauf angesprochen, wie es mit Weißen Weihnachten in Wien 2017 aussieht. Schnee zum Fest wäre eben so idyllisch, stimmungsvoll, macht das Weihnachtsfest erst...

    Josef Lukas, seines Zeichens Meteorologe der UBIMET, wird dieser Tage nicht selten darauf angesprochen, wie es mit Weißen Weihnachten in Wien 2017 aussieht. Schnee zum Fest wäre eben so idyllisch, stimmungsvoll, macht das Weihnachtsfest erst weihnachtlich …

    Wind könnte Weiße Weihnachten in Wien verderben

    “DoIn Wien ist die Situation eher unsicher, was Schnee zu Weihnachten betrifft,” macht Lukas gleich klar. “Nach derzeitigem Stand würde ich eine Prognose von nicht mehr als 20 Prozent Wahrscheinlichkeit auf Weiße Weihnachten in Wien abgeben.” Das Problem seien nicht die Temperaturen, sondern der Wind, der hier zum Spielverderber werden könne.

    Denn eigentlich wäre der Wettertrend bis Weihnachten aktuellen Prognosen zufolge so ungünstig nicht – es wird in den nächsten Tagen in Wien winterlich, ein Kälteeinbruch steht uns ins Haus. In der kommenden vierten Adventwoche soll etwa am Dienstag oder Mittwoch durchaus Schneefall bis ins Flachland zu erwarten sein. Doch darauf würden laut dem UBIMET-Experten eher mildere Tage folgen. “Und ob dann noch neuer Schnee nachkommt? Das ist möglich, aber fraglich.”

    Kaltfront lässt auf Schnee am 24. Dezember 2017 hoffen

    Konkret stehen uns die nächsten Tage dem Meteorologen zufolge Temperaturen im geringen einstelligen Plusbereich bevor. Der Samstag solle in Wien an die 5 Grad bringen, der Sonntag eher 3 Grad – “und am Nachmittag vielleicht ein paar Schneeflocken”. Auch der Montag setze sich in ähnlicher Tonart fort – mit Temperaturen von 2 bis 3 Grad und der Aussicht auf etwas Schneefall.

    Dienstag und Mittwoch ginge es ähnlich weiter, kaum über 0 Grad seien in Wien zu erwarten. Dazu seien bescheidene Mengen an Schnee möglich – eher so, dass die Stadt nur etwas “angezuckert” werde, wie Lukas angibt. Danach ginge der Trend – negativ, was Weiße Weihnachten in Wien betrifft – zwischendurch eher wieder bergauf, mit Plusgraden um die 6 Grad. Eine dann am Samstag, dem 23. Dezember, voraussichtlich eintreffende Kaltfront sorge zunächst für 4 bis 5 Grad, am Sonntag werde es dann wieder frostig.

    UBIMET-Prognose: “20 Prozent Wahrscheinlichkeit auf Weiße Weihnachten”

    Durch das Auf und Ab in der vierten Adventwoche bleibt es hier also wohl spannend bis zuletzt – wird sich die winterliche Kälte durchsetzen, oder bleibt es zu warm für Schnee am 24. Dezember 2017 in Wien? Nach derzeitigem Stand zieht laut UBIMET-Prognose für das ganze Land jedenfalls am 23. Dezember 2017 eine massive Kaltfront mit Schnee- und Regenschauern über Österreich, wobei die Schneefallgrenze rasch bis in tiefe Lagen sinken soll. Stark schneien wird es in Wien wohl ziemlich sicher nicht, doch ein paar Flocken zum Fest wären doch besser als nichts.

    “Also meine Prognose für Weiße Weihnachten in Wien lautet: 20 Prozent Wahrscheinlichkeit – und ganz viel Hoffnung” lacht der UBIMET-Experte.