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    Küchenchef Thomas Bühner

    Küchenchef Thomas Bühner "La Vie": Er musste eines der besten Restaurants der Welt schließen – was der Geiz der Deutschen damit zu tun hat


    Herr Bühner, Sie waren zwölf Jahre Geschäftsführer und Küchenchef im "La Vie". Sie haben drei Sterne erkocht, 19 Punkte im Restaurantführer Gault Millau. So haben Sie dem Restaurant zu Ruhm verholfen und die Stadt Osnabrück bereichert. Jetzt...

    Herr Bühner, Sie waren zwölf Jahre Geschäftsführer und Küchenchef im "La Vie". Sie haben drei Sterne erkocht, 19 Punkte im Restaurantführer Gault Millau. So haben Sie dem Restaurant zu Ruhm verholfen und die Stadt Osnabrück bereichert. Jetzt verkündete der Investor die sofortige Schließung. Mit Ihnen verlieren 28 Mitarbeiter ihre Arbeit. Wie geht es Ihnen?

    Ich kann im Augenblick nicht gut sagen. Es gibt im Moment schöne Tage - aufs Wetter bezogen - mit schlechten Inhalten. Meine Hauptaufgabe besteht aber darin, alles für meine Mitarbeiter zu tun.

    Wie geht's Ihrem Team?

    Das war natürlich zunächst in Schockstarre. Sie alle hatten einen Tunnelblick. Aber langsam löst es sich. Ich habe alles dafür getan, dass ich ihre dringendsten Fragen beantworte.

    Was sind jetzt die größten Fragezeichen?

    Das größte habe ich bereits gelöst. Ein koreanischer Mitarbeiter, der um seine Arbeitsgenehmigung fürchtet, die ans "La Vie" gebunden ist. Wenn wir weitere Nöte abfedern können, will ich nicht von einem Happy End sprechen, aber zumindest konnten wir das Drama abwenden.

    Sie haben bereits vor einem Monat vom Investor erfahren, dass Ihr Drei-Sterne-Restaurant dichtmachen muss. Was war Ihr erster Gedanke?

    Ich war geschockt ...

    ... und mussten einen Monat schweigen. Wir tritt man mit diesem Wissen seinem Team gegenüber auf?

    Ich habe es in mich hinein gefressen. Wortwörtlich. Ich habe fünf Kilo zugenommen. Es war hart und es gab Tage, an denen ich raus musste. Ich wusste ja, was das für mein Team bedeuten würde. Ich konnte meinen Mitarbeiter nicht mehr ins Gesicht gucken. Neue Preispolitik in der Gastro 11.54

    Der offizielle Grund der Schließung lautet "organisatorische Neuausrichtung"; die Georgsmarienhütte Holding GmbH, zu der auch die La Vie GmbH gehört, will ihren Fokus künftig auf die Stahlherstellung und  -verarbeitung richten und sich nicht mehr in der Gastronomie engagieren. Wie üblich ist es in der Spitzengastronomie Investoren im Restaurantgeschäft zu haben?

    In New York, London und in anderen Metropolen dieser Welt ist es total üblich - und auch in allen anderen Kulturstätten wie Theater, Museen, und eben auch in der Gastronomie. Nur die Diskussion ist schizophren. Einerseits sind den Gästen die Preise zu hoch, andererseits verteufeln sie die Sponsoren. Die wären aber noch höher, wenn es keine Investoren gäbe.

    Hätte es nicht die Möglichkeit gegeben, einen neuen Investor für das "La Vie" zu finden?

    Das war einer meiner Vorschläge. Es rechtzeitig öffentlich zu machen.

    Aber das wollte der Investor wohl nicht.

    Der hat es zumindest so entschieden.

    Noch vor einigen Jahren haben Sie abends unter der Woche sieben Gänge zu 98 Euro angeboten. Zuletzt waren es sechs Gänge für 148 Euro. Für ein Drei-Sterne-Restaurant ein Schnäppchen. War das "La Vie" finanziell erfolgreich?

    Es war erfolgreich. Das war unser Ziel: ein Drei-Sterne-Restaurant zu haben. Und jedes Jahr wurden wir mit einem anderen Award ausgezeichnet. Darin waren wir gut.

    In den letzten Tagen sind die Emotionen hochgekocht. Frank Rosin postete ein Bild mit den Worten "Kochen kann er ja. Jetzt muss er nur noch lernen Geld zu verdienen". Erwarten Sie von Ihren Kollegen mehr Unterstützung in solchen Zeiten?

    Er hat sich entschuldigt. Haken dahinter. Unterstützung habe ich große bekommen – von meinen Kollegen. Die Frage ist eher, ob Frank Rosin ein Kollege ist. Für mich ist er ein Fernsehkoch, der nicht nachgedacht hat. Wir kennen uns auch nicht wirklich.

    Die Deutschen lieben ihre Geiz-ist-geil-Mentalität. Wie schwer hat es die Spitzengastronomie in Deutschland?

    Absolut schwer. Die meisten Deutschen interessieren sich einfach nicht dafür. Es ist nicht immer unbedingt einkommensabhängig, sondern interessensabhängig. Es fehlt die Wertschätzung für gute Lebensmittel. Zudem fehlt der Respekt dafür, was in Spitzenküchen geleistet wird. Natürlich kann man für wenige Euro eine Mahlzeit zubereiten. Aber vor allem wenn Zutaten wie Fleisch und andere tierische Produkte zum Einsatz kommen, sollte man den günstigen Preis nicht als Maß nehmen.

    Man sagt, der Deutsche fährt mit seinem Porsche 911 zum Dönerstand und der Franzose mit seinem klapprigen Citroen ins Sternerestaurant. Was machen die Franzosen anders?

    Alles. In Frankreich ist gutes Essen Kulturgut. Präsident Macron hat französische Sterneköche eingeladen und mit ihnen ausgelassen gefeiert. Das würde in Deutschland nie passieren. Würde Merkel etwas anderes essen als Bratkartoffeln, wäre sie nicht mehr wählbar.

    Also hat die Spitzengastronomie ein Imageproblem.

    Wir kämpfen seit Jahren dafür, dass Spitzenküche in Deutschland beispielsweise bei der "Deutschen Zentrale für Tourismus" eine Plattform bekommt. Die Antwort ist immer, dass dies nicht gehen würde, weil nicht alle Sterneköche deutsch kochen würden. Die deutsche Spitzenküche ist halt durch Vielfalt geprägt. Warum ist es nicht möglich, das zu promoten? Guide Michelin 2018

    René Redzepi machte es mit der Nordic Cuisine in Dänemark, Massimo Bottura mit der italienischen Küche. Sie erfanden ihre Landesküche neu. Muss sich auch die deutsche Küche neu erfinden?

    Sowohl Redzepi als auch Bottura haben eine Plattform bekommen. Sie wurden beide wie Künstler ihres Landes gefeiert und von der Politik unterstützt. Die deutschen Spitzenköche haben es da um einiges schwerer. Es gibt kaum Unterstützung. Es wird erwartet, dass der Sternekoch vor Ort ist und kocht. Fürs Marketing bleibt da leider viel zu wenig Zeit.

    Sie haben Ihren Arbeitsplatz verloren. Wie geht es jetzt bei Ihnen beruflich weiter?

    Ich muss das "La Vie" noch abwickeln und sehe zu, dass es für die Mitarbeiter befriedigende Lösungen gibt. Am besten auf gleichen Niveau. Gutscheine müssen zurückbezahlt, Rechnungen beglichen werden. Und dann hoffe ich, dass ein paar tolle Angebote kommen, die mir neue Türen öffnen. Irrtümer in der Küche 

    Höhlendrama von Thailand: Gerettete Jungen gehen ins Kloster – Ärger um künftige Nutzung von Gelände

    Höhlendrama von Thailand: Gerettete Jungen gehen ins Kloster – Ärger um künftige Nutzung von Gelände


    Nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus gehen diese Woche fast alle der aus einer Höhle in Thailand geretteten Jungen in buddhistische Kloster: Elf Spieler und der 25 Jahre alte Trainer kündigten an, sich an diesem Mittwoch den Kopf rasieren zu...

    Nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus gehen diese Woche fast alle der aus einer Höhle in Thailand geretteten Jungen in buddhistische Kloster: Elf Spieler und der 25 Jahre alte Trainer kündigten an, sich an diesem Mittwoch den Kopf rasieren zu lassen und sich für mehrere Tage ins Kloster zu verabschieden. Im Buddhismus wird dies gemacht, um sich nach negativen Erfahrungen zu "reinigen". Nur ein Junge, der christlichen Glaubens ist, ist nicht dabei. Die Kinder sind zwischen elf und 17 Jahre alt. Nach der Entlassung aus der Klinik gehen sie - im Unterschied zu ersten Plänen - bislang noch nicht wieder zur Schule.

    Unterdessen gibt es nach dem glücklichen Ausgang des Höhlendramas Ärger wegen der künftigen Nutzung des Geländes. Die Regierung plant, die Gegend rund um die Höhle im Norden des Landes in einen Nationalpark umzuwandeln. Bei Anwohnern sorgt das für Unmut. Manche fürchten, dass Felder und Häuser enteignet werden, wie die Tageszeitung "Bangkok Post" schreibt. Umstritten sind auch Überlegungen, in der Höhle eine Art Museum einzurichten. 

    Thailand: Jungen nach 17 Tagen aus Höhle gerettet

    Thailand Jungen sprechen ueber Rettung_16.25Während des Dramas hatten viele Nachbarn unentgeltlich geholfen. Zahlreiche Felder wurden überschwemmt, weil aus der überfluteten Höhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non enorme Mengen Wasser gepumpt werden mussten. Nach 17 Tagen konnten alle zwölf Spieler einer Fußball-Jugendmannschaft und ihr Trainer gerettet werden. Am vergangenen Mittwoch waren das Team und ihr Coach aus dem Krankenhaus entlassen worden, in dem sie sich nach ihrer Rettung eine Woche lang erholt hatten. Danach hatten sie bei einer von den Behörden organisierten Pressekonferenz das Drama erstmals aus ihrer Sicht erzählt.

    Thailand: Erster Live-Auftritt aller geretteten Fußballer

    Video:

    Video: "Trump-Hühnchen" taucht vor Alcatraz auf


    Ein Banner forderte den US-Präsidenten zur Offenlegung seiner Steuererklärungen auf - ein eigentlich gebräuchlicher Vorgang, vor dem sich Trump bisher allerdings...

    Ein Banner forderte den US-Präsidenten zur Offenlegung seiner Steuererklärungen auf - ein eigentlich gebräuchlicher Vorgang, vor dem sich Trump bisher allerdings drückt

    S-Bahnhof in Berlin-Treptow: Zwei Obdachlose mit Flüssigkeit übergossen und angezündet

    S-Bahnhof in Berlin-Treptow: Zwei Obdachlose mit Flüssigkeit übergossen und angezündet


    Gegen 23 Uhr am Sonntagabend bemerkten Passanten am S-Bahnhof Schöneweide in Berlin-Treptow die brennenden Männer und löschten die Feuer. Hierfür organisierten sie einen Feuerlöscher aus einem angrenzenden Imbiss, wie zuerst die...

    Gegen 23 Uhr am Sonntagabend bemerkten Passanten am S-Bahnhof Schöneweide in Berlin-Treptow die brennenden Männer und löschten die Feuer. Hierfür organisierten sie einen Feuerlöscher aus einem angrenzenden Imbiss, wie zuerst die "BZ" berichtete.Fotoprojekt mit Obdachlosen_11.40

    Obdachlose derzeit im Krankenhaus

    Auch auf die Habseligkeiten der 47 und 62 Jahre alten Männer griffen die Flammen über. Beide erlitten schwere Brandverletzungen, die derzeit im Krankenhaus behandelt werden.

    Der oder die bisher unbekannten Täter sollen nach jetzigem Stand der Ermittlungen zu Fuß vom Tatort geflüchtet sein. Auch zu einem möglichen Motiv der Tat gibt es bisher keine weiteren Erkenntnisse. Die Berliner Mordkommission ermittelt nun wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes.25-Von wegen Villa: Diese Promis waren obdachlos-5757823825001

    Kanada: Schießerei in der Innenstadt von Toronto – eine junge Frau stirbt

    Kanada: Schießerei in der Innenstadt von Toronto – eine junge Frau stirbt


    14 Menschen wurden am Sonntag durch Schüsse in der Innenstadt von Toronto verletzt. Eine Frau erlag ihren schweren Verletzungen, ein junges Mädchen befindet sich in einem kritischen...

    14 Menschen wurden am Sonntag durch Schüsse in der Innenstadt von Toronto verletzt. Eine Frau erlag ihren schweren Verletzungen, ein junges Mädchen befindet sich in einem kritischen Zustand. 

    News des Tages: Tesla bittet Zulieferer um Hilfe und fordert Preisnachlässe

    News des Tages: Tesla bittet Zulieferer um Hilfe und fordert Preisnachlässe


    Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:Schießerei in Toronto: Polizei spricht von zwei Toten und 13 Verletzten (6.59 Uhr)Zwei Obdachlose an Berliner S-Bahnhof angezündet (6.44 Uhr)Schäuble warnt CSU vor bundesweiter Ausdehnung (4.05 UhrKubas...

    Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

    Schießerei in Toronto: Polizei spricht von zwei Toten und 13 Verletzten (6.59 Uhr)Zwei Obdachlose an Berliner S-Bahnhof angezündet (6.44 Uhr)Schäuble warnt CSU vor bundesweiter Ausdehnung (4.05 UhrKubas Parlament segnet neue Verfassung ab (0.15 Uhr)

    Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

    +++ 11.03 Uhr: Tesla fordert Zulieferer zu Preisnachlässen auf +++

    Der US-Elektroautobauer Tesla fordert laut einem Bericht des "Wall Street Journal" Geld von Zulieferern zurück. Tesla habe vergangene Woche an einige seine Zulieferer eine entsprechende Aufforderung geschickt, berichtete die Zeitung am Montag unter Berufung auf das Schreiben. Darin werde die Rückzahlung als "Investition" in das Unternehmen bezeichnet, die ein langfristiges Wachstum beider Geschäftspartner ermögliche.06-Elon Musk zuversichtlich für Produktionsanlauf beim "Model 3"-5794190003001

    Tesla wollte den Bericht nicht kommentieren. Das Unternehmen teilte aber mit, es habe Zulieferer zu Preisnachlässen aufgefordert, teils für bereits 2016 begonnene Projekte. Dies sei "Standard" in Verhandlungen mit Zulieferern zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.

    Das "Wall Street Journal" zitierte den Zulieferer-Experten Dennis Virag, wonach es durchaus üblich ist, von Zulieferern während eines laufenden Vertrags Preisnachlässe zu fordern, völlig unüblich jedoch, Erstattungen nach Abschluss einer Leistung zu verlangen. "Das ist einfach aberwitzig und zeigt, dass Tesla verzweifelt ist", sagte Virag. Das Unternehmen sorge sich um seine Profitabilität - die seiner Zulieferer sei ihm egal.

    +++ 09.23 Uhr: Bierpreis deutlich gestiegen +++

    Verbraucher müssen in diesem Sommer für Bier deutlich tiefer in die Tasche greifen. Im Juni lagen die Preise für den Gerstensaft um 4,1 Prozent über dem Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Mehrere große Brauereien hatten im Winter und Frühjahr die Preise angehoben und das mit Kostensteigerungen begründet. Zudem geht der Trend zu Spezialbieren, für die Bürger mehr zahlen als für übliche Sorten.

    Noch stärker zogen die Preise für Apfelsaft an. Verbraucher mussten dafür 11,6 Prozent mehr bezahlen als im Juni 2017, wie die Statistiker mitteilten. Grund sei eine schlechte Apfelernte wegen Kälteeinbrüchen gewesen. Limonaden kosteten ferner 5,7 Prozent mehr.

    +++ 08.30 Uhr: Streiks drücken Gewinn von Ryanair +++

    Bei der Billigfluggesellschaft Ryanair haben Streiks bereits im ersten Geschäftsquartal 2018/19 auf die Bilanz gedrückt. Hinzu kamen höhere Kosten für Piloten, Crew und Treibstoff sowie niedrigere Ticketpreise. Der Gewinn fiel von April bis Juni um ein Fünftel auf 319 Millionen Euro, wie Europas größter Billigflieger in Dublin mitteilte. Analysten hatten dies in etwa erwartet. Kunden seien mit dem Kauf von Tickets wegen der jüngsten Streiks zurückhaltender, hieß es.19-Ryanair-Streik führt nächste Woche zu 600 Flugausfällen-5811041952001

    +++ 08:21 Uhr: Zehntausende Israelis bei Demos gegen Diskriminierung Homosexueller +++

    Zehntausende Israelis haben in Tel Aviv gegen die Diskriminierung Homosexueller demonstriert. Die Nachrichtenseite ynet berichtete, rund 80.000 Menschen hätten sich am Vorabend auf dem zentralen Rabin-Platz versammelt. Nach Angaben der LGBT-Gemeinde sei es der größte Protest in der Geschichte der Bewegung in Israel gewesen, berichtete der israelische Rundfunk. LGBT steht für Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle. Eine junge Frau sei bei dem Protest festgenommen worden, weil sie einen Polizisten angegriffen habe.

    +++ 07.32 Uhr: Schießerei in Toronto: Kleines Mädchen noch in Lebensgefahr +++

    Bei  einer Schießerei im kanadischen Toronto sind nach Polizeiangaben zwei Menschen getötet und 13 verletzt worden. Eines der beiden Opfer sei der Schütze, das andere eine junge Frau, erklärte Torontos Polizeichef Mark Saunders bei einer Pressekonferenz am Sonntagabend (Ortszeit). Ein junges Mädchen befindet sich demnach noch in Lebensgefahr. Für Aussagen zum Motiv der Tat sei es noch zu früh, erklärte Sanders.

    Der Mann eröffnete nach Polizeiangaben am Sonntagabend im sogenannten griechischen Viertel der Stadt das Feuer. Der Sender Global News berichtete unter Berufung auf Polizeikreise, der Verdächtige habe offenbar auf Polizisten geschossen, bevor er sich selbst getötet habe. Augenzeugen berichteten, rund 20 Schüsse gehört zu haben sowie das wiederholte Laden einer Waffe.

    Schusswaffengewalt ist in Kanada traditionell ein nicht so großes Problem wie beim Nachbarn USA. In Kanadas größter Stadt Toronto kam es in diesem Jahr allerdings bereits zu mehr als 200 Schießereien, etwa zwei Dutzend davon endeten tödlich.

    +++ 6.59 Uhr: Schießerei in Toronto: Laut Polizei zwei Tote und 13 Verletzte +++

    Bei der Schießerei in Toronto sind offenbar mindestens zwei Menschen getötet worden, darunter offenbar auch der mutmaßliche Schütze. 13 Menschen seien verletzt worden, heißt es von Seiten der Polizei. Eines der beiden Opfer sei der Schütze, das andere eine junge Frau, erklärte Torontos Polizeichef Mark Saunders bei einer Pressekonferenz am Sonntagabend (Ortszeit). Es sei noch zu früh, um etwas über das Motiv des Schützen sagen zu können. Der Sender Global News berichtete unter Berufung auf Polizeikreise, der Verdächtige habe offenbar auf Polizisten geschossen, bevor er sich selbst getötet habe. Augenzeugen berichteten, rund 20 Schüsse gehört zu haben sowie das wiederholte Laden einer Waffe.

    +++ 06:44 Uhr: Zwei Obdachlose an Berliner S-Bahnhof angezündet +++

    Ein Unbekannter hat in Berlin zwei Obdachlose und ihren Besitz mit einer Flüssigkeit übergossen und angezündet. Die 47 und 62 Jahre alten Männer erlitten bei der Attacke in der Nacht zum Montag am S-Bahnhof Schöneweide schwere Brandverletzungen, wie die Polizei mitteilte. Sie wurden in ein Krankenhaus gebracht.

    Wie "Bild" und "BZ" online berichteten, kamen Passanten mit einem Feuerlöscher aus dem benachbarten Imbiss zu Hilfe und löschten. Dazu konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Das Motiv der Tat war zunächst unklar. Die Mordkommission ermittelt wegen des Verdachts auf ein Tötungsdelikt.

    +++ 06.07 Uhr: Mindestens neun Verletzte bei Schüssen in Toronto - Schütze tot +++

    In der kanadischen Großstadt Toronto sind am späten Sonntagabend (Ortszeit) mindestens neun Menschen durch Schüsse verletzt worden. Der Schütze sei tot, teilte die Polizei der Millionenmetropole auf Twitter mit. Der Sender CBC News berichtete unter Berufung auf Polizeiangaben, es habe mehrere Todesopfer gegeben. Die Schüsse fielen demnach auf einer belebten Straße im Stadtteil Greektown.

    Unter den Verwundeten seien mehrere Schwerverletzte, berichteten unter anderem die "Toronto Sun" und der lokale Radiosender 680 News unter Berufung auf Rettungskräfte. Auch ein Kind sei verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der Tatort erstreckt sich den Berichten zufolge über mehrere Häuserblocks.

    +++ 05.46 Uhr: Erneut Hunderte Flüchtlinge im westlichen Mittelmeer gerettet +++

    Die spanische Seenotrettung hat im westlichen Mittelmeer erneut 400 Flüchtlinge gerettet. Damit sei die Zahl der seit Freitag in Sicherheit gebrachten Migranten auf mehr als 1100 gestiegen, berichtete das spanische Fernsehen unter Berufung auf Behördenangaben. Die Flüchtlinge seien auf mehr als 50 Booten im Alborán-Meer und in der Straße von Gibraltar unterwegs gewesen. Sie stammen den Angaben zufolge aus Maghreb-Staaten und afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Die Retter brachten die Menschen in verschiedene Häfen im südspanischen Andalusien.

    +++ 04.35 Uhr: Marburger Bund pocht auf Datenschutz bei elektronischer Patientenakte +++

    Angesichts von Plänen für eine elektronische Patientenakte auch auf Handys und Tablets pochen Ärzte auf Einhaltung des Datenschutzes. Eine Weitergabe von Patientendaten an Krankenkassen, Arbeitgeber und andere Dritte müsse ausgeschlossen sein, forderte der Ärzteverband Marburger Bund in einem Positionspapier.

    Nach dem Willen von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sollen Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen spätestens ab 2021 auch per Handy und Tablet ihre Patientendaten einsehen können. Entsprechende Vorgaben wolle er den Kassen noch diesen Monat machen, hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet. "Versicherte sollen auch auf Tablets und Smartphones auf ihre elektronische Patientenakte zugreifen können", so Spahn.

    +++ 04.32 Uhr:Elf Taxifahrer bei Überfall in Südafrika erschossen +++

    In Südafrika haben Unbekannte das Feuer auf einen Bus mit Taxifahrern an Bord eröffnet und elf von ihnen erschossen. Vier weitere seien bei dem Überfall in der Provinz KwaZulu Natal schwer verletzt worden, teilte die Polizei mit.

    Demnach kamen die Taxifahrer von Minibussen von der Beerdigung eines Kollegen und waren auf dem Rückweg nach Johannesburg, als sie attackiert wurden. Insgesamt seien 17 Menschen an Bord gewesen. Die vier Verletzten schwebten in Lebensgefahr, hieß es. Zwei Männer überlebten unverletzt.

    Private Minibusse sind ein wichtiges Verkehrsmittel für Millionen Südafrikaner. Wichtige Routen sind jedoch heftig umkämpft, Gewalt zwischen rivalisierenden Taxiunternehmen ist keine Seltenheit.

    +++ 04.05 Uhr: Schäuble warnt CSU vor bundesweiter Ausdehnung  +++

    Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat die CSU vor einer bundesweiten Ausdehnung gewarnt. "Das Besondere an der CSU ist neben ihrer politischen Schlagkraft ja auch ihre besondere bayerische Identität", sagte der CDU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". Die CSU laufe in einem solchen Fall Gefahr, diese bayerische Identität "ein Stück weit verlieren", fügte Schäuble hinzu. Im Streit um die Flüchtlingspolitik war ein Bruch des Bündnisses zwischen CDU und CSU nicht mehr ausgeschlossen worden. Zwar ist der akute Streit seit Ende Juni beigelegt. Er könnte jedoch schnell wieder hochkochen.

    +++ 04.04 Uhr: Mehr Nachweise multiresistenter Erreger - Therapieoptionen schwinden +++

    Bei einer wachsenden Zahl von Krankenhauspatienten in Deutschland werden Keime mit Resistenzen gegen wichtige Reserve-Antibiotika nachgewiesen. Das geht aus Daten des Nationalen Referenzzentrums für gramnegative Krankenhauserreger (NRZ) der Ruhr-Universität Bochum hervor, die das Robert Koch-Institut in Berlin kürzlich veröffentlicht hat. In fast jeder dritten Probe aus dem Vorjahr - in 2533 Fällen (2016: 2262) - fanden sich demnach Enzyme, die von Bakterien produziert werden und Resistenzen unter anderem gegen Reserve-Antibiotika aus der Gruppe der Carbapeneme verursachen.

    Bei betroffenen Patienten fallen damit die meisten sehr gut wirksamen Antibiotika aus. Ärzte müssten auf die "Reserve der Reserve" zurückgreifen, sagte der Biologe Niels Pfennigwerth vom NRZ auf Anfrage. Diese Medikamente hätten oft Nachteile, etwa bezüglich der Nebenwirkungen.

    Der NRZ-Bericht basiert auf gut 8000 Proben (2016: rund 7400), die 355 Labors in Deutschland 2017 an das NRZ schickten. Solche Abklärungen gibt es in der Regel dann, wenn bei einem Patienten mehrere Antibiotika nicht wirken. Repräsentative Daten zu dem Thema gibt es Pfennigwerth zufolge bislang in Deutschland nicht.

    +++ 03.19 Uhr: Rüstungsgeschäfte mit Türkei und Saudi-Arabien fast ganz gestoppt +++

    Die neue Bundesregierung hat die Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien und in die Türkei in den ersten Monaten ihrer Amtszeit fast ganz gestoppt. Aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion geht hervor, dass für beide Länder zwischen dem 14. März - dem Tag der Vereidigung des neuen Kabinetts - und dem 30. Juni nur noch in wenigen Einzelfällen Ausfuhrgenehmigungen erteilt wurden.

    Für den Nato-Partner Türkei waren es fünf Genehmigungen mit einem Wert von zusammen 418.279 Euro. Zum Vergleich: In dem deutlich kürzen Zeitraum zwischen dem 1. Januar und 13. März 2018 waren noch 34 Exportgenehmigungen für die Türkei im Wert von 9,7 Millionen Euro erteilt worden. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 138 im Wert von 34,2 Millionen Euro gewesen. 2016 hatten die Exportgenehmigungen sogar noch 83,9 Millionen Euro umfasst.

    Von den Exportanträgen für Saudi-Arabien bewilligte die neue Regierung nur noch einen über 28.563 Euro. In den ersten zehn Wochen des Jahres waren es noch vier Rüstungsgeschäfte über 161,8 Millionen Euro gewesen.

    +++ 00.15 Uhr: Kubas Parlament segnet neue Verfassung einstimmig ab +++

    Das kubanische Parlament hat am Sonntag die neue Verfassung abgesegnet, die den sozialistischen Inselstaat weiter für die Marktwirtschaft öffnen und die Rechte seiner Bürger stärken soll. Die Abgeordneten stimmten in Havanna einstimmig für die 224 Artikel der neuen Verfassung. Staatschef Miguel Díaz-Canel sprach zum Abschluss der Parlamentssitzung von einer Reform, die "die Einheit der Kubaner um die Revolution stärken" werde.

    Vom 13. August, dem Geburtstag des verstorbenen Revolutionsführers Fidel Castro, bis zum 15. November soll der Verfassungstext nun vom Volk diskutiert und ihm anschließend in einem Referendum zur Abstimmung vorgelegt werden. Díaz-Canel rief die Bürger zu einer "aktiven und bewussten" Beteiligung an der Debatte auf. Jeder Kubaner dürfe dabei "frei seine Meinungen äußern und dazu beitragen, einen Verfassungstext zu erhalten, der das Heute und die Zukunft des Vaterlandes widerspiegelt".

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    Nachrichten aus Deutschland: Gondel löst sich von Karussell – vier Kinder verletzt

    Nachrichten aus Deutschland: Gondel löst sich von Karussell – vier Kinder verletzt


    Remseck: Gondel stürzt auf Straßenfest ab – vier Kinder verletztAuf einem Straßenfest im baden-württembergischen Remseck kam es am Samstag zu einem tragischen Unfall, bei dem insgesamt vier Kinder verletzt wurden. Eines davon schwer. Aus bislang...

    Remseck: Gondel stürzt auf Straßenfest ab – vier Kinder verletzt

    Auf einem Straßenfest im baden-württembergischen Remseck kam es am Samstag zu einem tragischen Unfall, bei dem insgesamt vier Kinder verletzt wurden. Eines davon schwer. Aus bislang ungeklärten Gründen löste sich während der Fahrt eine Gondel eines Fahrgeschäfts aus der Verankerung und prallte gegen eine weitere Gondel. Ein Kind musste aufgrund der Schwere der Verletzung in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht werden. Der weitere Betrieb des Fahrgeschäfts wurde von der Polizei untersagt und der Unfallort abgesperrt.

    Wallersdorf: Frau bricht bei Ex-Mann ein und legt Feuer

    Eine Frau soll in das Haus ihres Ex-Mannes in Wallersdorf (Niederbayern) eingebrochen sein, dort Feuer gelegt und eine Explosion verursacht haben. Die 43-Jährige erlitt dabei am Sonntagabend schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte. 

    Zeugen meldeten per Notruf, dass eine Frau mit einem axtähnlichen Gegenstand versuche, durch das Fenster in das Einfamilienhaus einzusteigen. Kurz danach war eine Explosion zu hören und es brannte im Haus. Die gerufenen Polizisten fanden die stark blutende Frau in der Einfahrt des Grundstücks. Der Ex-Mann und sein Sohn waren nicht daheim. 

    Nach ersten Erkenntnissen wurde das Haus völlig zerstört, der Schaden wurde auf 250.000 Euro geschätzt. Das Motiv der Frau war zunächst unklar, es könnten aber psychische Probleme eine Rolle gespielt haben, hieß es bei der Polizei. Zeugen wurden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Landshut zu melden.

    Bochum: Häftling tot in Zelle aufgefunden

    In der Bochumer Justizvollzugsanstalt ist am Sonntagmorgen ein Häftling tot aufgefunden worden. Ersten Erkenntnissen zufolge sei der 62-Jährige ohne Fremdverschulden gestorben. Mitarbeiter hatten beim morgendlichen "Aufschluss" den Mann leblos in seinem Bett vorgefunden. Die Staatsanwaltschaft hat für Montag eine Obduktion angeordnet.

    Lesen Sie hier die Nachrichten aus Deutschland aus der Woche vom 16. bis 22. Juli:

    DE-Ticker KW 29

    P. Köster: Kabinenpredigt: Warum Özils Rücktritt für DFB-Präsident Grindel wirklich gefährlich ist

    P. Köster: Kabinenpredigt: Warum Özils Rücktritt für DFB-Präsident Grindel wirklich gefährlich ist


    Lange hatte Mesut Özil geschwiegen. Seit er Mitte Mai gemeinsam mit Ilkay Gündogan auf Fotos mit dem türkischen Präsidenten Erdogan erschienen war, hatte er nur ein paar dürre und nichtssagende Social-Media-Posts veröffentlicht, ansonsten aber...

    Lange hatte Mesut Özil geschwiegen. Seit er Mitte Mai gemeinsam mit Ilkay Gündogan auf Fotos mit dem türkischen Präsidenten Erdogan erschienen war, hatte er nur ein paar dürre und nichtssagende Social-Media-Posts veröffentlicht, ansonsten aber stumm zugeschaut, wie er und Gündogan bei Freundschaftsspielen ausgepfiffen wurden, sich vor allem um seine Person eine bemerkenswert einfältige Diskussion entsponn, wie sich Werbepartner distanzierten und wie er nach der desaströsen WM von Verbandsfunktionären zum Hauptschuldigen für das Vorrundenaus gemacht wurde.

    Nun hat Özil sein Schweigen gebrochen. Und das, was er in drei langen Posts auf Facebook zu sagen hatte, ist der bittere Schlussakt einer zerrütteten Beziehung. Die Erklärung ist geeignet, die Nationalmannschaft in ihren Grundfesten zu erschüttern und Funktionäre aus dem Amt zu fegen. Denn es ist die schonungslose Abrechnung eines Spielers, der noch bis vor kurzer Zeit bei jeder sich bietenden Gelegenheit als Integrationsmaskottchen des DFB herumgereicht worden ist und der in den letzten Wochen systematisch ausgegrenzt wurde.Özil Köster

    Erdogan-Bilder waren PR für einen Autokraten

    Wer will, kann sich in den Text verbeißen. Darin etwa, dass Mesut Özil selbst in all den Wochen nahezu fehlerlos agiert haben will. Kein Wort verliert er darüber, dass er seine Beweggründe für die Bilder mit Erdogan auch früher ausführlicher hätte darlegen können. Und die Rechtfertigung für den Fototermin kommt argumentativ dünn daher. Schon richtig, dass Özil Fußballer und kein Politiker ist, wie er betont, aber ihm musste klar sein, dass diese Bilder politisch genutzt werden, als willkommene PR für den Autokraten im Wahlkampf. 

    Kein Wunder also, dass die "Bild"-Zeitung in Özils Erklärung schnell eine "teils wirre Jammer-Abrechnung“ entdeckte. Getroffene Hunde bellen, denn die "Bild" durfte sich nämlich durchaus mitgemeint fühlen in Özils Medienschelte. Das Boulevardblatt hatte früh den unbarmherzigen Ton der Debatte bestimmt. "Özils und Gündogans schäbige Propaganda" hieß es dort am Tag danach, in der Fußball-Öffentlichkeit herrsche überall "Wut. Entsetzen. Fassungslosigkeit".

    Grindel muss viele Brandherde löschen

    Aber die Kritik an einigen Medien, an rassistischen Äußerungen von Politikern und auch an den hysterischen Absetzbewegungen von Sponsoren wie Mercedes-Benz sind letztlich nur Nebenschauplätze in Özils Abrechnung. Nicht einmal mit den rassistischen Anfeindungen mancher Anhänger will er sich allzu lange aufhalten. Seine Wut trifft stattdessen und nicht zu Unrecht den obersten DFB-Repräsentanten, Präsident Reinhard Grindel. Den charakterisiert er als eitlen und rücksichtlosen Funktionär, der nicht nur aktiv eine frühe Beilegung der Debatte verhindert, sondern auch hinterher versucht habe, Özil aus der Nationalelf zu drängen.

    Uli Hoeneß drischt verbal auf Mesut Özil einNun kann es sich Grindel einfach machen und die Vorwürfe empört zurückweisen. Oder er wird, und das ist angesichts des bisherigen Agieren des Funktionärs die wahrscheinlichere Variante, versuchen, die Affäre einfach auszusitzen. Doch das wird nicht funktionieren. Denn Özils Attacke ist nur eine von vielen Brandherden, die Grindel derzeit zu löschen hat. Das ist die Aufarbeitung des WM-Desasters, die der DFB nur schleppend betreibt und von rätselhaften Ergebenheitsadressen an den Bundestrainer begleitet wird. 

    Dilettantische Diplomatie in Russland durch Grindel

    Und da ist die Bewerbung um die Euro 2024, die die deutsche Delegation unter Führung von Grindel in Russland durch unsensibles Auftreten und dilettantische Diplomatie unnötig in Straucheln gebracht hat. Man muss sich das harsche Urteil des früheren DFB-Pressesprechers Harald Stenger ("Grindel war und ist der schlechteste DFB-Präsident, den ich je erlebt habe“) nicht zu eigen machen, um dennoch festzustellen, dass es eine grundlegende Erneuerung braucht und die ganz oben anfangen muss.

    Viel wichtiger jedoch ist etwas anderes, was weit über Frankfurter Personalien hinausreicht. Nämlich die Diskussion darüber, wie offen der Fußball und seine Institutionen wirklich für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund ist. Wie mit Mesut Özil umgegangen worden ist, ist ein fatales Signal für hunderttausende Einwandererkinder, die hierzulande Fußball spielen. Die allermeisten haben in ihrem Alltag auf vielfältige Art Ausgrenzung erlebt. Was bedeutet es für sie, wenn mit Mesut Özil ein begnadeter Fußballer und ein globaler Star ausgerechnet in der Nationalmannschaft die gleichen Erfahrungen macht?

    Darüber gilt es zu reden. Mit oder ohne DFB-Präsident.

    Özil äußert sich zum Treffen mit Erdogan - so reagieren die Twitter-User

    NEON-Umfrage: Wofür gebt ihr euer Geld aus?

    NEON-Umfrage: Wofür gebt ihr euer Geld aus?


    Egal ob Essen, Auto oder Alkohol am Wochenende - das alles will erst mal finanziert werden. Wie wollten von euch wissen, wofür ihr monatlich das meiste Geld...

    Egal ob Essen, Auto oder Alkohol am Wochenende - das alles will erst mal finanziert werden. Wie wollten von euch wissen, wofür ihr monatlich das meiste Geld ausgebt.

    Sexuelle Legende: Mythos G-Punkt: Vom Suchen und Finden der Ekstase

    Sexuelle Legende: Mythos G-Punkt: Vom Suchen und Finden der Ekstase


    Der G-Punkt und seine Geschichte – um sie zu verstehen, müssen wir knapp 100 Jahre in der Zeit zurückreisen: In den 1920er Jahren leitete Dr. Ernst Gräfenberg, Sohn eines jüdischen Eisenwarenhändlers, eine erfolgreiche Gynäkologie-Praxis in...

    Der G-Punkt und seine Geschichte – um sie zu verstehen, müssen wir knapp 100 Jahre in der Zeit zurückreisen: In den 1920er Jahren leitete Dr. Ernst Gräfenberg, Sohn eines jüdischen Eisenwarenhändlers, eine erfolgreiche Gynäkologie-Praxis in Berlin und schrieb Forschungsberichte zum weiblichen Geschlechtsorgan und dem Orgasmus – Themen, die zu jener Zeit nur zögerlich an die Öffentlichkeit gelangten. Einen Namen machte er sich schon vor der "Entdeckung" des G-Punktes, indem er in den frühen 20er Jahren Ringe aus gedrehtem Silberdraht in die Vagina einsetze, um Schwangerschaften zu vermeiden. Heute heißt diese Methode Verhütungsspirale und ist gängige Praxis.

    Gräfenberg stieg in seinem Feld rasch auf und leitete wenige Jahre später die gynäkologische Abteilung eines Berliner Krankenhauses, bis ihm das Amt 1933 aufgrund seines jüdischen Glaubens von den Nationalsozialisten entzogen wurde. 1937 folgte ein dreijähriger Aufenthalt im Zuchthaus, die dazugehörige Geldstrafe brachte ihn um sein gesamtes Vermögen. Mithilfe der US-amerikanischen Gründerin der weltweiten Geburtenkontrollbewegung, Margaret Sanger, gelang ihm die Einreise in die USA, wo er bis ins hohe Alter eine gynäkologische Privatpraxis in New York leitete. 

    Die 80er im Zeichen des G-Punkts

    Wife Sharing 21.15In seinem amerikanischen Exil beschrieb Gräfenberg zum erstem Mal eine an der Vaginalwand gelegene erogene Zone, die sich viele Jahre später als "G-Punkt" in die populärwissenschaftliche Aufmerksamkeit drängen sollte. "Einige Untersucher der weiblichen Sexualität glauben, dass die meisten Frauen keine Erfahrung mit dem vaginalen Orgasmus haben, weil es keine Nerven in der Vaginalwand gibt", heißt es in seiner viel zitierten Arbeit im International Journal of Sexology von 1950. "Dieser Artikel hat, hoffe ich, zeigen können, dass die vordere Vaginalwand unterhalb der Urethra der Sitz einer ausgeprägten erogenen Zone ist und dass diese bei der Behandlung weiblicher sexueller Mangelzustände eine größere Bedeutung erhalten sollte."

    In der Zeit seiner Entstehung fand Gräfenbergs Theorie nur wenig Beachtung und wurde schließlich von den führenden Sexualwissenschaftlern Masters und Johnson (die großartige US-Serie "Masters of Sex" erzählt ihre Geschichte) als "irrtümliches, wenn auch weit verbreitetes Konzept" abgetan. Seine Renaissance feierte der G-Punkt in den 80ern, als die US-amerikanischen Sexualforscher John D. Perry und Beverly Whipple Forschungen zur weiblichen Ejakulation anstellten und dem ihr zu Grunde liegenden Areal im Gedenken an Gräfenberg den Namen "G-Spot" gaben. Perry und Whipple glaubten, den Auslöser, das "Triggerareal", für den vaginalen Orgasmus identifiziert zu haben – die Zeitungen stürzten sich mit Hingabe auf den wiederentdeckten Fund. 

    Auf der Suche nach Ekstase

    Was genau ist eigentlich Blümchensex - und warum hat er so einen schlechten Ruf? 14.45Seitdem hält sich ein hartnäckiger, zu keinem Ende kommender Diskurs über die Existenz und Nicht-Existenz des G-Punkts. Noch 2001 forschte ein Psychologe der New Yorker Pace University an dem Phänomen und kam zu dem Ergebnis, das die Beweislage zu schwach sei, um sein Vorhandensein wissenschaftlich zu belegen. Gräfenberg selbst kann seine Theorie nicht mehr bekräftigen, er ist wenige Jahre nach ihrer Entstehung im Alter von 78 Jahren gestorben. 

    Fraglich ist aber nicht nur der Beweis, sondern auch seine Notwendigkeit. Frauen sprechen seit Jahrzehnten von ekstatischen Erfahrungen mit der erogenen Zone, Tantra-Masseure wie Andrea Silwanus aus Saarbrücken geben Kurse, um sie zu finden und ihr Potenzial zu nutzen. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk macht sie Paaren und Singles Mut, sich auf die Suche zu begeben – von Zweifeln an der Existenz des G-Punkts keine Spur. "Wenn man weiß, wonach man sucht, lässt er sich ganz leicht finden", sagt Silwanus. 

    Wo liegt der G-Punkt?

    Keine Lust auf Sex 19.30Im vordersten Drittel des inneren Bereichs der Vagina, bauchseitig, etwa fünf Zentimeter vom Scheideneingang entfernt – da soll der Quell des Glücks liegen. Wenn die Frau schon erregt ist, ist diese Stelle oft härter und schon etwas hervorgehoben. Bei den meisten Frauen ist der G-Punkt auch rauer als die übrige Scheidenwand, Silwanus vergleicht die Oberfläche haptisch mit einer Walnuss. Gräfenberg selbst hat im Übrigen nie den Ausdruck "G-Spot", also "G-Punkt" bemüht. In Anbetracht der Tatsache, dass es sich um eine Fläche von mehreren Zentimetern Durchmesser handeln soll, scheint dieser Begriff auch nicht ganz passend. Also sprechen wir fortan lieber vom G-Areal. 

    Falls seine klingende Aura jetzt Schaden nehmen sollte, wollen wir diesen Effekt doch gleich noch mit ein bisschen Anatomie verstärken: Das G-Areal ist ein schwammartiges Drüsengewebe, das von feinen Kanälen durchzogen ist, darunter auch die Harnröhre. Das Geschlechtsorgan eines Embryos entwickelt sich erst ab der zehnten Woche in eine geschlechtsspezifische Richtung, das heißt wir bestehen aus den gleichen Anlagen. So bildet sich aus der gleichen kleinen Wölbung ab der zehnten Woche ein Penis oder eine Klitoris und im Inneren entsteht im männlichen Fall eine Prostata oder – wie seine Verteidiger sagen – das weibliche Pendant G-Areal. 

    "Das Potenzial muss herausgearbeitet werden"

    Ein Betroffener über Bindungsangst 13.22Es kommt nicht von ungefähr, dass Perry und Whipple die G-Punkt-Theorie wiederbelebten, als sie zur weiblichen Ejakulation forschten. Schon Gräfenberg bezeichnete die "Prostata feminina" als Drüsengewebe, das bei entsprechender sexueller Stimulation einen mehrschübigen, pulsierenden Ausstoß absondere – das weibliche Ejakulat. 

    Wie auch die Klitoris sei das G-Areal in seiner Wahrnehmung für Frauen unterschiedlich intensiv, deshalb schwinge beim ersten Ertasten manchmal Enttäuschung mit, so Silwanus. Genauso verhielte es sich bei Männern, die einen "Katapult-Knopf ins Universum" erwarteten, hätten sie ihn erstmal bei ihrer Partnerin gefunden. Im Gegensatz zum klitoralen Orgasmus, der von Frauen als spitz, intensiv und zielorientiert beschrieben wird, soll die Stimulation des G-Areals ein warmes, weiches Gefühl auslösen, das sich im gesamten Beckenbereich ausbreitet. Die Tantra-Masseurin rät dazu, sich bei der Erkundung des G-Areals Zeit zu lassen. Oft sei die Erregung anfangs gering, würde sich dann aber steigern. „Das Potenzial des G-Punkts muss herausgearbeitet werden“, sagt sie.

    Wie das gelingt, muss am Ende wohl noch jeder selbst herausfinden. Aber das Ergebnis könnte sich lohnen.Mysterium weibliche Ejakulation

    Kanada: Zwei Tote und 13 Verletzte bei Schießerei in Toronto

    Kanada: Zwei Tote und 13 Verletzte bei Schießerei in Toronto


    Ein Mann hat in der kanadischen Großstadt Toronto um sich geschossen, dabei wurde mindestens eine Frau getötet. Mehrere Menschen wurden verletzt. Auch der mutmaßliche Schütze sei tot, teilte die Polizei in der Nacht zum Montag mit. Weitere 13...

    Ein Mann hat in der kanadischen Großstadt Toronto um sich geschossen, dabei wurde mindestens eine Frau getötet. Mehrere Menschen wurden verletzt. Auch der mutmaßliche Schütze sei tot, teilte die Polizei in der Nacht zum Montag mit. Weitere 13 Menschen seien bei der Tat am späten Sonntagabend verletzt worden, ein junges Mädchen befinde sich in kritischem Zustand. Zunächst war von mindestens neun Verletzten die Rede gewesen.

    Die Schüsse fielen Medienberichten zufolge auf einer belebten Straße im Stadtteil Greektown. Der Tatort erstreckt sich den Berichten zufolge über mehrere Häuserblocks. Die genauen Hintergründe waren zunächst unklar.

    Der Schütze soll auch auf Polizisten gefeuert haben

    Der Sender Global News berichtete unter Berufung auf Polizeikreise, der Verdächtige habe offenbar auf Polizisten geschossen, bevor er sich selbst getötet habe. Augenzeugen berichteten, rund 20 Schüsse gehört zu haben sowie das wiederholte Laden einer Waffe.

    Schusswaffengewalt ist in Kanada traditionell ein nicht so großes Problem wie beim Nachbarn USA. In Kanadas größter Stadt Toronto kam es in diesem Jahr allerdings bereits zu mehr als 200 Schießereien, etwa zwei Dutzend davon endeten tödlich.

    Tweet in Großbuchstaben: Trump kontert Drohungen aus dem Iran

    Tweet in Großbuchstaben: Trump kontert Drohungen aus dem Iran


    US-Präsident Donald Trump und sein iranischer Amtskollege Hassan Ruhani haben sich mit harschen Worten gegenseitig vor neuen Drohungen gewarnt.«Bedrohen Sie niemals wieder die USA, oder Sie werden Konsequenzen von der Art zu spüren bekommen, wie sie...

    US-Präsident Donald Trump und sein iranischer Amtskollege Hassan Ruhani haben sich mit harschen Worten gegenseitig vor neuen Drohungen gewarnt.

    «Bedrohen Sie niemals wieder die USA, oder Sie werden Konsequenzen von der Art zu spüren bekommen, wie sie wenige zuvor in der Geschichte erleiden mussten», schrieb Trump in der Nacht zum Montag auf Twitter. Er reagierte damit auf Ruhani, der am Sonntagmorgen Trump mit Blick auf Wirtschaftssanktionen gewarnt hatte, mit dem Feuer zu spielen. Zudem drohte Ruhani mit einer Schließung der Ölexport-Routen am Persischen Golf, was die gesamte Ausfuhr aus der Region blockieren könnte.

    Hintergrund des Schlagabtausches ist der im Mai von Trump angekündigte Ausstieg der USA aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran. Mit dem Rückzug der USA drohen der Islamischen Republik nun wieder Sanktionen für den Finanz- und Energiesektor, die Washington bis November voll in Kraft setzen will. Ruhani unterstellte Trump am Sonntag, mit seinen Strafmaßnahmen eine Politik der Vernichtung des Irans zu beabsichtigen. «Die Amerikaner sollten aber wissen, dass Frieden mit dem Iran die Mutter allen Friedens ist (...), genauso wie ein Krieg die Mutter aller Kriege wäre», sagte Ruhani.

    «Wir sind nicht länger ein Land, das Ihre wahnsinnigen Worte von Gewalt und Tod hinnehmen wird. Seien Sie vorsichtig!», konterte Trump in seinem Tweet, der mit folgenden Worten beginnt: «An Irans Präsidenten Ruhani». Den weiteren Text verfasste der US-Präsident komplett in Großbuchstaben.

    US-Außenminister Mike Pompeo warb am Sonntag in einer Rede in Los Angeles um Unterstützung für den im Mai eingeleiteten Kurswechsel der USA und forderte globalen wirtschaftlichen Druck auf den Iran. Ein Ziel sei es, die Ölexporte des Irans bis zum 4. November weitestmöglich auf Null zu drücken, sagte Pompeo in der Ronald-Reagan-Stiftung.

    Zugleich hob der Außenminister die seit Dezember andauernden regierungskritischen Proteste in der Islamischen Republik hervor. Sie seien die «längsten und energischsten» seit 1979, als nach dem Sturz des Schahs die Islamische Republik gegründet wurde. Auf die Straße gingen all jene Gruppen, die vom «revolutionären Regime» schlecht behandelt würden, sagte Pompeo. Die Iraner wollten mit Würde, Verantwortung und Respekt regiert werden. Zugleich kritisierte Pompeo die Politik des Irans in der Region als destabilisierend.

    Das 2015 erzielte Atomabkommen soll den Iran am Bau von Atombomben hindern. Teheran hatte sich im Gegenzug für wirtschaftliche Lockerungen und mehr Investitionen ausländischer Unternehmen dazu bereit erklärt, sein Atomprogramm aufzugeben und sich Kontrollen zu unterwerfen. Die Europäer bemühen sich, die Vereinbarung trotz des Drucks der USA am Leben zu halten.

    Noch 27 Feuer: Zahl der Waldbrände in Schweden zurückgegangen

    Noch 27 Feuer: Zahl der Waldbrände in Schweden zurückgegangen


    Die Zahl der Waldbrände in Schweden ist deutlich zurückgegangen - die vier größten wenige Hundert Kilometer nördlich von Stockholm wüten allerdings weiter. Am Montagmorgen meldete die Notrufzentrale noch 27 Feuer im ganzen Land.In der vergangenen...

    Die Zahl der Waldbrände in Schweden ist deutlich zurückgegangen - die vier größten wenige Hundert Kilometer nördlich von Stockholm wüten allerdings weiter. Am Montagmorgen meldete die Notrufzentrale noch 27 Feuer im ganzen Land.

    In der vergangenen Woche waren es teils mehr als 70. Erfahrungsgemäß brechen tagsüber allerdings neue Brände aus, wenn die Temperaturen wieder steigen und Wind aufkommt.

    Löschen konnte die Feuerwehr vor allem kleine Brände. Die vier großen Brände sind außer Kontrolle, die Rettungskräfte arbeiten nur noch daran, dass sie sich nicht weiter ausbreiten. Dafür schlagen sie beispielsweise Schneisen oder brennen Felder kontrolliert ab, so dass das Feuer dort keine Nahrung mehr findet.

    Am Vormittag sollten in Dalarna in Mittelschweden auch 50 bis 60 deutsche Feuerwehrleute eintreffen. Sie kämen mit elf Löschfahrzeugen, sagte ein Feuerwehr-Sprecher dem schwedischen Rundfunk. Im Einsatz sind auch fünf deutsche Helikopter samt Besatzung.

    Die Löscharbeiten sind nicht ungefährlich. Am Sonntagabend mussten vier Feuerwehrleute per Helikopter gerettet werden, weil sie von einem plötzlich wachsenden Feuer eingeschlossen wurden.

    Einschaltquoten: ARD und ZDF gleichauf - Formel-1 stark

    Einschaltquoten: ARD und ZDF gleichauf - Formel-1 stark


    Zwei Filme, zwei beinah gleiche Quoten am Sonntagabend: Die Wiederholung des 1000. «Tatort»-Krimis mit Maria Furtwängler und Axel Milberg mit dem Titel «Taxi nach Leipzig» aus dem Jahr 2016 sahen ab 20.15 Uhr 3,59 Millionen Zuschauer - der...

    Zwei Filme, zwei beinah gleiche Quoten am Sonntagabend: Die Wiederholung des 1000. «Tatort»-Krimis mit Maria Furtwängler und Axel Milberg mit dem Titel «Taxi nach Leipzig» aus dem Jahr 2016 sahen ab 20.15 Uhr 3,59 Millionen Zuschauer - der Marktanteil betrug 12,9 Prozent. Die «Tagesschau» um 20 Uhr hatten zuvor allein im Ersten 5,09 Millionen Menschen (20,3 Prozent) verfolgt.

    Zeitgleich zum «Tatort» schalteten im ZDF 3,58 Millionen Zuschauer (12,8 Prozent) die Tragikomödie «Kubanisch für Fortgeschrittene» mit Gaby Dohm und Peter Sattmann ein. Vorher waren 2,81 Millionen Zuschauer (12,0 Prozent) bei der «Terra X»-Reportage «Brahmaputra - Wasser vom Himalaya» dabei, danach um 21.45 Uhr 3,66 Millionen (13,4 Prozent) beim «heute-journal».

    Der RTL-Actionfilm «Die Bestimmung - Allegiant» mit Shailene Woodley und Theo James kam um 20.15 Uhr auf 1,93 Millionen Zuschauer (7,1 Prozent), der ZDFneo-Krimi «Marie Brand und das mörderische Vergessen» mit Mariele Millowitsch auf 1,92 Millionen (6,9 Prozent) und das Sat.1-Drama «Im Herzen der See» mit Benjamin Walker auf 1,73 Millionen (6,5 Prozent).

    Kabel eins verbuchte mit der gut 30 Jahren alten Komödie «Otto - Der neue Film» 1,19 Millionen Zuschauer (4,3 Prozent), ProSieben mit der Komödie «Mike and Dave Need Wedding Dates» 1,18 Millionen (4,3 Prozent), Vox mit der Show «Promi Shopping Queen» 1,01 Millionen (4,1 Prozent) und RTL II mit dem Drama «Deep Impact» 0,93 Millionen (3,5 Prozent).

    Gut lief es für RTL am Nachmittag: Das Formel-1-Rennen «Großer Preis von Deutschland» in Hockenheim, das mit dem Sieg des Briten Lewis Hamilton endete, brachte es am Nachmittag ab 15.10 Uhr auf 6,12 Millionen Zuschauer (38,2 Prozent).

    Mesut Özil: Sein Twitter-Rundumschlag sorgt für Wirbel

    Mesut Özil: Sein Twitter-Rundumschlag sorgt für Wirbel


    Er hat lange geschwiegen. Nun hat Fußballer Mesut Özil (29) mit drei langen Statements in den sozialen Medien Stellung bezogen - zu seinem umstrittenen Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (64), am Umgang des Deutschen...

    Er hat lange geschwiegen. Nun hat Fußballer Mesut Özil (29) mit drei langen Statements in den sozialen Medien Stellung bezogen - zu seinem umstrittenen Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (64), am Umgang des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit ihm und der Kritik an seiner Person zum WM-Aus. Er hielt nicht hinter den Berg und attackierte vor allem DFB-Präsident Reinhard Grindel (56) scharf.

    Zudem verkündete der Spieler des FC Arsenal seinen Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft. Özil befeuert mit seinen Aussagen die Rassismus-Debatte in Deutschland und auch im Speziellen in Bezug auf den DFB. "Rassismus sollte niemals akzeptiert werden", so Özils letzter Satz. Seine Erklärungen schlagen hohe Wellen im Netz.

    Gemischte Reaktionen

    Zahlreiche Politiker und Promis haben auf Mesut Özils Rundumschlag reagiert. Die Meinungen sind gespalten. Dem 29-Jährigen schallt Lob, Kritik, Mitgefühl und Spott entgegen. Moderatorin Sophia Thomalla (28) fand deutliche Worte auf ihrem Twitter-Account: "Die Rassimus-Karte zu ziehen, wenn man Fotos mit einem Diktator macht, dessen Werte weder für die Deutschen noch für das Heimatland der Eltern steht, der ist entweder am schlechtesten beraten oder einfach nur stockenblöde. #Özil"

    Comedian Oliver Pocher (40) erklärte via Twitter: "Was wäre an diesem Statement VOR der WM so verkehrt gewesen!? Und da sein Heimatland ja England ist, auch auf Englisch..." In einem zweiten Tweet umrandete er ein Symbol auf Özils Erklärung und fügte hinzu: "Mir gefällt auch das offizielle Wappen des Staatshauses Özil SEHR GUT!"

    Pro und Kontra

    Grünen-Politiker Cem Özdemir (52) kritisierte Özils Erklärung auf seinem Twitter-Account - forderte jedoch auch eine Reaktion des DFBs: "Özils Foto bleibt falsch & seine Erklärung überzeugt nicht. Mindestens so desaströs ist das agieren der DFB-Spitze. #Grindel zerhackt unsere Integrationsgeschichte. Wollen die, dass bald junge Deutsch-Türken für Erdogan spielen? DFB braucht Neubeginn #özil". Das Statement von Özdemir repostete zum Beispiel Schauspieler Christian Ulmen (42) auf seinem Twitter-Account.

    Serap Güler (38), Mitglied des CDU Bundesvorstandes, ergriff Partei für Özil. "Nein, da spricht keine 'beleidigte Leberwurst', da spricht jmd, der wochenlang getrieben wurde. Jetzt schlägt er zurück. Vieles von dem, was er schreibt macht nachdenklich und traurig, weil vieles leider einfach wahr ist", schrieb sie auf Twitter. "Er hat heute 'geliefert'. Jetzt müssen sich diejenigen Gedanken, die ihn für sein Schweigen "kritisiert" haben. Sie kommen ziemlich schlecht weg. In ihrem Sinne hätte er lieber geschwiegen. Denn jetzt müssen sie sich erklären. #Özil", fügte sie in einem zweiten Tweet hinzu.

    Danke für die Zeit im DFB-Dress

    Auf ein politisches Statement verzichtete hingegen der ehemalige Formel-1-Fahrer Nico Rosberg (33). Er twitterte ein Foto von Özil mit dem WM-Pokal aus dem Jahr 2014 und schrieb dazu: "Danke Mesut #weltmeister2014".

    Ähnlich äußerte sich Nationalspieler Jerome Boateng (29) auf seinem Instagram-Account. Ein gemeinsames Foto mit Özil kommentierte er mit den Worten: "Es war mir eine Freude, Abi".

    Wigald Boning ist wieder Papa geworden


    Komiker Wigald Boning ist wieder Papa geworden. «Darf ich vorstellen: Theodor ist da! 3380 g, 52 cm», schrieb der 51-Jährige bei Facebook zu einem Foto, das ihn mit dem Knirps und seiner Frau zeigt, der Opernsängerin Teresa Tièschky. «Alle sind...

    Komiker Wigald Boning ist wieder Papa geworden. «Darf ich vorstellen: Theodor ist da! 3380 g, 52 cm», schrieb der 51-Jährige bei Facebook zu einem Foto, das ihn mit dem Knirps und seiner Frau zeigt, der Opernsängerin Teresa Tièschky. «Alle sind wohlauf und bester Laune», sagte der Komiker, momentan regiere «der Dauerknutschundknuddelmodus». Von seinen Followern verabschiedete sich Boning mit den Worten: «Herzliche Grüße aus dem Babynest!» Aus erster Ehe hat der 51-Jährige bereits erwachsene Zwillingssöhne.

    Wird das Bier knapp?: Brauereien in Sorge: Warum Sie schnell Ihre leeren Bierkästen zurückbringen sollten

    Wird das Bier knapp?: Brauereien in Sorge: Warum Sie schnell Ihre leeren Bierkästen zurückbringen sollten


    Leere Bierkästen werden im heißen Sommer zur Mangelware: Wegen der anhaltenden Hitze läuft die Produktion in den Brauereien derzeit auf Hochtouren. Doch mittlerweile sind auf den Höfen vieler Brauereien die Leergut-Vorräte bedenklich geschrumpft....

    Leere Bierkästen werden im heißen Sommer zur Mangelware: Wegen der anhaltenden Hitze läuft die Produktion in den Brauereien derzeit auf Hochtouren. Doch mittlerweile sind auf den Höfen vieler Brauereien die Leergut-Vorräte bedenklich geschrumpft. Die ungewöhnlich lange Hitzeperiode hätte die Berechnungen der Brauereien über den Haufen geworfen, berichtete etwa Niklas Other, Herausgeber des Branchenmagazins "Inside".

    "Es ist eine branchenweite Dramatik in dem Thema", sagte Other. Einige Brauer könnten bestimmte Sorten bereits nicht mehr abfüllen. Am härtesten treffe es die Getränkehändler, die sich über mangelnde Investitionen der Brauereien bei der Anschaffung von Getränkekästen beklagten.

    Bier-Engpass in England 14.38Auch der Deutsche Brauer-Bund berichtete von einer in diesem Jahr "besonders ausgeprägten" Leergutknappheit. Gerade in den Sommermonaten könne es immer wieder zu Leergut-Engpässen kommen, sagte Sprecher Marc-Oliver Huhnholz. Die Branche appelliert deshalb an ihre Kunden, Leergut möglichst "zeitnah" in den Handel zurückzubringen.

    Achtung, Leergutknappheit

    Mit einem auf "Facebook" veröffentlichtem Hilferuf hatte zuvor die Bochumer Brauerei Fiege für eine möglichst schnelle Rückgabe von leeren Bierkästen geworben. Die "WAZ" hatte darüber berichtet. "Obwohl wir regelmäßig neues Leergut nachkaufen, werden in unserer Abfüllung gerade die Flaschen knapp", hieß es dort. Sorgen bereiten der Branche derzeit leere Kästen, die während der Urlaubszeit ungenutzt in den Kellern stehen. "Erst Pfand, dann (P)ferien", hieß es in dem Aufruf der Brauerei. 

    Bei den Fiege-Konkurrenten Veltins und König-Pilsener berichteten Sprecher, es seien bereits zusätzliche Bierkästen bei den Herstellern geordert worden, während eine Warsteiner-Sprecherin keine Engpässe bestätigen konnte. Erschwert wird das Problem auch von individualisierten Getränkeflaschen der Brauereien, die einen Austausch unter den Brauereien unmöglich machen.

    Veltins-Sprecher Ulrich Biene verwies auf historische Höchstmarken, die der Absatz der Brauerei in den Monaten Mai und Juni erreicht habe. "Wir haben viele Tausend Kästen nachbestellt", sagte Biene. Bei der Belieferung von Händlern könne es jedoch zu Wartezeiten kommen.

    Bundesweit sind nach einer Hochrechnung der Brauerei insgesamt rund 500 Millionen Mehrweggetränkekästen im Einsatz, davon rund 180 Millionen von den Brauereien. Auch einzelne Mineralbrunnen hatten zuvor über Leergutengpässe geklagt. So kühlen Sie ein Bier in zwei... 10 h 

    Ankara lobt Özils Rücktritt als

    Ankara lobt Özils Rücktritt als "Tor gegen das Virus des Faschismus"


    Die türkische Regierung hat mit großer Zustimmung auf den Rücktritt Mesut Özils aus der deutschen Fußballnationalmannschaft reagiert. Özil habe mit seinem Ausstieg ein "wunderschönes Tor gegen das Virus des Faschismus" geschossen, lobte...

    Die türkische Regierung hat mit großer Zustimmung auf den Rücktritt Mesut Özils aus der deutschen Fußballnationalmannschaft reagiert. Özil habe mit seinem Ausstieg ein "wunderschönes Tor gegen das Virus des Faschismus" geschossen, lobte Justizminister Abdulhamit Gül den Mittelfeldspieler des FC Arsenal am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Özil hatte sich am Sonntag zu seinem umstrittenen Treffen mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan im Mai geäußert und anschließend erklärt, er trete aus der deutschen Nationalmannschaft aus.

    Özil prangerte in seiner Erklärung einen weit verbreiteten Rassismus gegen ihn als Deutschtürken an und erhob insbesondere schwere Vorwürfe gegen DFB-Chef Reinhard Grindel. "Schweren Herzens und nach langer Überlegung werde ich wegen der jüngsten Ereignisse nicht mehr auf internationaler Ebene für Deutschland spielen, da ich dieses Gefühl des Rassismus und der Respektlosigkeit habe", schrieb der Fußballspieler.

    Der türkische Sportminister Mehmet Kasapoglu twitterte ein Foto des lächelnden Özil mit Erdogan und schrieb dazu: "Wir unterstützen aufrichtig die ehrenhafte Haltung, die unser Bruder Özil gezeigt hat."

    In Deutschland löste Özils Erklärung eine Diskussion über Rassismus aus. "Es ist ein Alarmzeichen, wenn sich ein großer, deutscher Fußballer wie Mesut Özil in seinem Land wegen Rassismus nicht mehr gewollt und vom DFB nicht repräsentiert fühlt", schrieb Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) am Sonntagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter.

    Kritik kam aus der Union: "Die Einladung eines Autokraten auszuschlagen wäre nicht respektlos gewesen. Es hätte Haltung gezeigt", sagte NRW-Integrationsstaatssekretärin Serap Güler (CDU) mit Blick auf das Treffen mit Erdogan.

    Sorry Alberto!: Gisele Bündchens vertauschter Geburtstagskuchen

    Sorry Alberto!: Gisele Bündchens vertauschter Geburtstagskuchen


    Model Gisele Bündchen ist zum 38. Geburtstag Opfer einer Kuchen-Verwechselung geworden. «Sorry Alberto! Ich denke, wir haben deinen Kuchen», schrieb sie am Freitag nach übereinstimmenden Berichten brasilianischer Medien in ihren Instagram...

    Model Gisele Bündchen ist zum 38. Geburtstag Opfer einer Kuchen-Verwechselung geworden. «Sorry Alberto! Ich denke, wir haben deinen Kuchen», schrieb sie am Freitag nach übereinstimmenden Berichten brasilianischer Medien in ihren Instagram Stories.

    Dazu postete sie ein Foto einer Schokoladentorte, auf der in dunkler Schrift «Happy Birthday Alberto» prangte. «Sie haben unseren Kuchen vertauscht», berichtete sich das Model, das dazu ein Lach-Emoticon setzte. «Die Frage ist, wo ist unserer?»

    Der Schock über den vertauschten Kuchen wird Bündchen aber sicherlich schnell verdaut haben. Vielleicht in dem Moment, in dem sie gesehen hat, was ihr Ehemann, der American-Football-Spieler Tom Brady, auf Instagram postete: Er veröffentlichte ein Foto der beiden, das sie verliebt turtelnd am Strand zeigt. Dazu schrieb er: «Herzlichen Glückwunsch! Was für ein tolles Jahr! Wir lieben dich so sehr!»

    Die beiden sind seit 2009 verheiratet und haben zwei gemeinsame Kinder. Auf Instagram bedankte sich die 38-Jährige am Tag darauf für alle guten Wünsche mit einem Foto, das sie tanzend am Strand zeigt.