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    Woods trainiert mit Golf-Wunderkind


    Superstar Tiger Woods ist unter die Talentförderer gegangen.Der 14-malige Major-Sieger lud Nachwuchshoffnung Pratima Sherpa zu einer privaten Trainingseinheit ein. Die 18-jährige Nepalesin träumt von einer Karriere als Profi-Golferin."Pratima ist...

    Superstar Tiger Woods ist unter die Talentförderer gegangen.

    Der 14-malige Major-Sieger lud Nachwuchshoffnung Pratima Sherpa zu einer privaten Trainingseinheit ein. Die 18-jährige Nepalesin träumt von einer Karriere als Profi-Golferin.

    "Pratima ist einfach unglaublich", schrieb der 14-malige Major-Sieger nach der 30-minütigen Einheit in Jupiter/Florida bei Twitter: "Wir können alle von ihrer Hartnäckigkeit, ihrer Arbeitseinstellung und ihrer Zielstrebigkeit lernen."

    Magazin-Bericht machte Woods aufmerksam

    Pratima Sherpa, die gemeinsam mit ihren Eltern in einem Geräteschuppen in der Nähe des dritten Lochs auf dem Gelände des "Royal Nepal Golf Club" in der Hauptstadt Kathmandu lebt, kämpft darum, die erste professionelle Spielerin ihres Landes zu werden.

    Woods wurde bereits vor über einem Jahr durch einen Bericht des Magazins "Golf Digest" auf das Mädchen aufmerksam und ließ ihr über den Klub aufmunternde Worte zukommen.

    "Der Brief von Tiger inspiriert mich dazu, gut zu spielen", sagte Sherpa bei ESPN.

    Der Sender präsentierte am vergangenen Wochenende einen Dokumentarfilm mit dem Titel "A Mountain to Climb" über das Mädchen.

    Der Teenager war zur Premiere des Films in die USA gereist. Im vergangenen Jahr verpasste Pratima Sherpa bei der nationalen Qualifikation zur Frauen-Profitour LPGA das Ticket um vier Plätze und bestreitet daher weiter Turniere als Amateurin.

    Klopp fürchtet kein Roma-Wunder: "Wir sind nicht Barcelona"


    Jürgen Klopp huldigt nach dem Galaauftritt gegen Rom seinen Knipser Mohamed Salah. Einen Gegentreffer schiebt er auf den deutschen Schiedsrichter Felix...

    Der FC Liverpool hat nach einem 5:2-Sieg gegen den AS Rom eine gute Ausgangsposition um das Finale der Champions League zu erreichen.

    Stürmer Mohamed Salah war mit zwei Toren und zwei Vorlagen der überragende Mann des Spiels. Doch ein später Doppelschlag der Gäste trübt die Freude der Reds. Das zweite Gegentor fiel nach einem strittigen, aber vertretbaren Elfmeter nach einem Handspiel von James Milner. (SERVICE: TICKER zum Nachlesen)

    SPORT1 fasst die Stimmen von Sky und aus der Mixed Zone zusammen. (DATEN: Alle Ergebnisse im Überblick)

    Jürgen Klopp (Trainer FC Liverpool): "Na klar trüben die Gegentore die Laune, wenn man so ein Spiel macht und noch mehr Chancen hat als die fünf Tore und den Gegner wirklich beherrscht. Wir haben ehrlich gesagt mit einem anderen System gerechnet, aber offenbar war der Respekt dann zu groß, als dass sie das System vom Spiel gegen Barca gegen uns spielen. Aber das konnten wir relativ schnell justieren. Aber es war ein geiles Spiel. Die Bälle in die letzte Linie waren nicht zu verteidigen. Die waren im richtigen Moment und nicht im Abseits, sehr gut eingelaufen. Es hat alles gepasst. Aber du kannst mehr Tore schießen. Und dann haben die eine Chance. Und Dejan Lovren, was macht der für ein Spiel, ist bei einem Ball zu früh in der Luft. Und Trent, der auch ein Riesen-Spiel gemacht hat, ist in dem Moment nicht zur Absicherung da."

    ...über das Handspiel vor dem Elfmeter: "Dann haben sie ein bisschen mehr Druck gemacht und wir uns schwer getan. Das ist ein völlig normaler Reflex in dem Moment. Und dann gibt Felix Brych einen Elfmeter, der natürlich keiner war. Das werden ihm inzwischen wahrscheinlich auch ein paar Leute gesagt haben. Das hilft uns jetzt auch nicht wahnsinnig weiter."

    ...über das Rückspiel: "Rom muss gegen uns gewinnen. Und wir sind nicht Barcelona. Wir haben nicht die Champions League schon 13 Mal oder so gewonnen. Wir empfinden das als Challenge. Wir werden da hingehen und probieren, die Räume, die sie uns dann anbieten müssen, weil sie dann ein bisschen offensiver spielen, zu nutzen und auch in Rom zu gewinnen. Auch wenn da bisher noch keiner getroffen hat. Macht ja nichts. Damit muss ja einer anfangen.

    ...über das 5:2 im Hinspiel: Also: Es ist schwerer geworden durch die zwei Gegentore, aber hätte mir vorher jemand gesagt, dass wir mit drei Toren Unterschied gewinnen, hätte ich das auch genommen. 5:2 ist ein fantastisches Ergebnis nach einem überragenden Spiel. In einem Halbfinal-Hinspiel wird so ein Fußball gespielt, da wird nicht taktiert, nicht aufs Ergebnis geguckt, die Null zu halten oder so ein Zeug. Das ist Fußball, wie er sein soll. Deswegen bin ich super stolz auf die Jungs, sie haben ein geiles Spiel gemacht. Hinten raus haben wir dann, weil wir eben Liverpool sind und der Weg immer ein bisschen schwer, uns noch zwei Brocken in den Weg gelegt. Aber ich habe ein gutes Gefühl, dass die Jungs da auch drüber gehen können.

    ...über die Verletzung von Oxlade-Chamberlain: "Die eigentliche Katastrophe ist, dass wir Ox verlieren. Es sieht gar nicht gut aus. Wenn die Ärzte sich schon relativ sicher sind, dass es eine ernste Geschichte ist, ohne einen Scan, dann weiß man relativ zügig: Das wird in der Saison nichts mehr."

    ...über Mo Salah: "Da muss sich keiner Gedanken machen, dass ich da irgendwas mit zu tun habe. Wie er den ersten in den Winkel schießt, das hat er nicht bei mir gelernt. Die Laufwege von allen Jungs sind genial. Wie Bobby Firmino das zweite Tor vorbereitet, wie er da zwischen den Ketten steht, sich aufdreht und dann losmarschiert. Und Mo kreuzt den Weg und bekommt den Ball genau im richtigen Moment gespielt. Das ist überragender Fußball."

    Loris Karius (FC Liverpool): "Es ist ein fader Beigeschmack, weil wir so überlegen waren und am Ende noch zwei Gegentore kassieren. Rom ist nicht ohne Grund im Halbfinale, die können Fußball spielen. Wir standen am Ende tief und konnten uns nicht mehr richtig befreien. Es ist trotzdem ein gutes Ergebnis, das man nicht schlechtreden darf."

    ...über das Rückspiel: "Es ist noch nicht durch. Rom wird nochmal alles probieren. Gegen Barca konnten sie drehen. Wir müssen die Sache konzentriert angehen."

    ...über die Stimmung: "Es ist ein super Gefühl für uns und pusht uns voran. Das ist Wahnsinn hier."

    Jordan Henderson (FC Liverpool): "Wir haben ihnen zwei Tore geschenkt, das darf man in der Champions League nicht machen. Wir haben gesehen, was sie mit Barcelona gemacht haben. Es wird richtig schwer, aber wir müssen selbstbewusst sein."

    Eusebio Di Francesco (Trainer AS Rom): "Wir sind gut gestartet, dann haben wir den Kopf verloren. Die frischen Spieler haben uns geholfen wieder in die Spur zu finden. Ich bin glücklich, dass wir eine Antwort gefunden haben. Im Rückspiel müssen wir an uns glauben und die selbe Einstellung zeigen, wie am Ende dieser Partie."

    ...über das Rückspiel: "Es wird kein Spiel wie gegen Barcelona - es wird sehr hart. Aber wir werden bis zum Ende alles geben, was wir haben. Wir müssen den Willen haben es umzudrehen."

    Fazio (AS Rom): "Wir haben zweimal getroffen und hatten viele Chancen in der ersten Hälfte. Wir müssen an uns glauben und müssen Krieger sein"

    Daniele de Rossi (AS Rom): "Wir dürfen an uns glauben und müssen für unsere Fans alles geben."

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    Worauf es für Bayerns Defensive gegen Ronaldo und Co. ankommt


    Real Madrids Trainer glaubt nicht, dass sein Ex-Spieler James Rodriguez ihm etwas beweisen will und holt gegen die Medien aus. Toni Kroos erklärt das Erfolgsgeheimnis von Bayern-Trainer Jupp...

    Auch Jupp Heynckes kennt die alte Fußballer-Weisheit: Offensive gewinnt Spiele, Defensive gewinnt Titel.

    Daher sagte der Trainer des FC Bayern auch vor dem Halbfinal-Kracher am Mittwoch (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) gegen Real Madrid: "Die Champions League holt die Mannschaft, die am homogensten ist."

    Gleich nach seiner Rückkehr im letzten Oktober hatte sich der Routinier daran gemacht, die verunsicherte und formschwache Abwehr zu stabilisieren. Das gelang in der Bundesliga bei gerade mal 22 Gegentoren überzeugend, auch im DFB-Pokal zogen die Münchner ins Finale ein und stehen in der Königsklasse unter den letzten vier Teams.

    Bayern gegen offensivstarke Teams anfällig

    Allerdings ist der Rekordmeister vor allem gegen etwas offensivstärkere Gegner anfällig. Gegen Leverkusen waren es im Pokal-Halbfinale zwei Gegentreffer, in den acht Champions-League-Partien unter Heynckes stand nur dreimal die Null. Dass in David Alaba nun auch noch eine Stammkraft in der Defensive ausfällt, ist daher auf den ersten Blick ein kleiner Schock.

    Gerade bei schnellen Gegenstößen kamen die Bayern selbst gegen Bundesliga-Kellerkinder wie Köln oder Hannover immer wieder ins Schwimmen, konnten sich zudem wie in Leverkusen oft beim stark reagierenden Sven Ulreich bedanken.

    Hoeneß hofft auf Spiel ohne Gegentor

    Auch mit Blick auf die sechs Real-Tore in den letzten zwei Heimspielen in der Allianz Arena (1:2/2017 und 0:4/2014) und die geballte Offensiv-Power der Königlichen mit Torjäger Cristiano Ronaldo klingt der Wunsch von Uli Hoeneß deshalb eher unrealistisch.

    "Wir müssen versuchen, am Mittwoch ein gutes Ergebnis zu erzielen, möglichst ohne Gegentor", hatte der Präsident gesagt.

    So wie in der Triple-Saison 2012/13, als der FCB im Viertelfinale gegen Juventus und im Halbfinale gegen den FC Barcelona in allen vier Spielen ohne Gegentor blieb (bei 11:0 Treffern) und Manuel Neuer im Endspiel gegen Dortmund nur durch einen Elfmeter von Ilkay Gündogan bezwungen werden konnte.

    In dieser Spielzeit fehlt Neuer seit September, doch Ersatzmann Ulreich hat sich mit herausragenden Leistungen zur absoluten Stütze der Mannschaft entwickelt.

    Boateng wieder in Topform

    Und auch die Spieler vor ihm zeigten sich zuletzt deutlich verbessert - vor allem das Innenverteidiger-Duo Mats Hummels und Jerome Boateng, das nach vielen körperlichen Problemen wieder auf dem Weg zu alter Stärke ist.

    So lieferte Boateng im Pokal in Leverkusen einen glänzenden Auftritt ab und wirkt rechtzeitig zum Endspurt spritzig und schnell wie seit Monaten nicht. "Ich bin wieder in Topform - so wie 2013. Der Trainer hat mir seit Herbst viel geholfen", sagte der 29-Jährige auf der Pressekonferenz am Dienstag.

    "Im Oktober war Jerome nicht fit und verletzungsanfällig. Darum haben wir an seiner Physis gearbeitet und viel mit ihm gesprochen", berichtete Heynckes: "Jetzt hat er fast wieder die Topform, die er 2013 hatte. Jerome ist unheimlich leistungsstark und ein Leader der Mannschaft. Er geht vorneweg. Mit solchen Spielern kann man die Champions League gewinnen."

    Nagelprobe für Kimmich - Rafinha für Alaba

    Ein weiterer wichtiger Baustein für den Erfolg war die Verschiebung von Javi Martinez ins defensive Mittelfeld, wo der Spanier unfassbar viele Lücken stopft und damit mindestens genauso wichtig ist wie beim Triumph vor fünf Jahren auf derselben Position.

    Eine echte Nagelprobe wird das Kräftemessen mit Real für die Außenverteidiger: Joshua Kimmich (23) hat unbestritten Riesenpotenzial, doch abgesehen von PSG bekommt er es nun erstmals in dieser Saison mit einer gegnerischen Weltklasse-Offensive zu tun - und Gegenüber Alaba auf der linken Seite fällt für das Duell mit Real wegen anhaltender Oberschenkelprobleme aus.

    Was angesichts der aktuellen Topform seines brasilianischen Ersatzmannes Rafinha vermutlich jedoch keine Schwächung ist. "Rafinha hat mein vollstes Vertrauen", betonte Heynckes.

    Babbel glaubt an FC Bayern

    Ohnehin sind sich zumindest die deutschen Experten einig, dass die Hintermannschaft der Bayern den Königlichen gewachsen ist.

    "Die Defensive ist definitiv stabil genug. Mit dieser Viererkette plus Javi Martinez davor gibt es nichts Besseres", sagte der frühere FCB-Verteidiger und Nationalspieler Markus Babbel dem kicker.

    Ein Fragezeichen setzte er jedoch hinter die Abwehrbemühungen der Offensivspieler um James Rodriguez, Thiago oder Franck Ribery: "Die große Frage ist: Inwieweit helfen die anderen mit nach hinten? Es geht um die Balance. Die Viererkette allein kann die Real-Offensive nicht aufhalten. Wenn drei, vier Mann im vollen Tempo anstürmen, bekommen selbst Boateng und Hummels Probleme."

    Vor allem, wenn einer davon Cristiano Ronaldo heißt.

    Bayern-Wechsel? Das sagt Bale


    Bayern-Trainer Jupp Heynckes geht „sehr optimistisch“ ins CL-Halbfinale gegen Real Madrid. In der Pressekonferenz verrät der Erfolgs-Trainer worauf es in einer funktionierenden Mannschaft...

    Im Januar kamen in englischen Medien erstmals Gerüchte auf, dass der FC Bayern an Real Madrids Gareth Bale interessiert sein könnte.

    Dieser zeigt sich wenige Stunden vor dem Halbfinal-Duell in der Champions League nicht abgeneigt.

    "Im Fußball kannst du niemals nie sagen. Im Moment spiele ich Fußball in Madrid und genieße es. Der FC Bayern hat eine fantastische Mannschaft und war auch in der Vergangenheit schon immer einer der erfolgreichsten Vereine Europas", sagte der Waliser der Sport Bild.

    "Mit diesem Klub in Verbindung gebracht zu werden ist für jeden eine Ehre. Stand jetzt bin ich aber Spieler von Real Madrid."

    Der 28-Jährige hat in dieser Saison seinen Stammplatz verloren, beim FCB könnte er theoretisch auf dem Flügel die Ära Franck Ribery und Arjen Robben beenden.

    Dank einer Ausstiegsklausel kann er für 500 Millionen Euro gehen - eine unrealistische Summe für den Deutschen Meister. Trotzdem glaubt Bale, dass eines Tages ein Klub solche Summen für Transfers ausgeben würde.

    "Das halte ich für durchaus möglich, ja. Wer hätte denn vor zehn Jahren wirklich geglaubt, dass ein Spieler mal 222 Millionen Euro kosten würde? Auch das hätte jeder gesagt: Keine Chance! Ich bin sicher, dass die Preise in Zukunft noch weiter steigen werden. (...) Darum glaube ich schon, dass irgendwann auch Beträge in dieser Größenordnung bezahlt werden."

    Alles zum Kracher: Bayern wohl ohne Alaba


    Real Madrids Trainer glaubt nicht, dass sein Ex-Spieler James Rodriguez ihm etwas beweisen will und holt gegen die Medien aus. Toni Kroos erklärt das Erfolgsgeheimnis von Bayern-Trainer Jupp...

    Das Halbfinale der Champions League steht an - und wieder einmal kreuzen der FC Bayern und Real Madrid die Klingen. Am Mittwoch steht das erste Knallerduell (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) in der Allianz Arena auf dem Programm.

    Auf dem Platz kommt es dabei zum Showdown zwischen den Top-Torjägern Cristiano Ronaldo und Robert Lewandowski. Doch Trainer Jupp Heynckes ist nicht bange vor dem portugiesischen Superstar in Reihen der Madrilenen: "Cristiano Ronaldo hat eine großartige Karriere vorzuweisen. In der Spielanalyse ist er natürlich ein Thema. Doch den Titel gewinnt die homogenste Mannschaft. Und nicht zu vergessen, wir haben Robert Lewandowski, der 39 Tore erzielt hat. Da muss ich fragen: Wie kann man Robert ausschalten?"(Das Halbfinale der Champions League im Überblick)

    Schlägt Ronaldo gegen Bayern wieder zu?

    Dennoch ist "CR7" das Schreckgespenst der Bayern. Der portugiesische Weltstar hat in den letzten drei Duellen mit dem FCB sagenhafte sieben Tore erzielt. Auch im Viertelfinal-Rückspiel in der vergangen Saison sorgte Ronaldo mit zwei Treffern in der Verlängerung für den Münchner K.o.

    Sorgenfalten auf der Stirn des 72-Jährigen gibt es aber auch bei seinem eigenen Team. "Bei Alaba und Tolisso entscheidet es sich morgen früh, ob sie im Kader stehen", erklärte Heynckes am Dienstag auf der Pressekonferenz über die möglichen Ausfälle auf Münchner Seite.

    Bayern offenbar ohne Alaba

    Gerade bei Alaba scheint die Zeit aber offenbar nicht zu reichen.

    Nach übereinstimmenden Medienberichten fehlte der Österreicher am Mittwochmorgen beim obligatorischen Anschwitzen und steht Heynckes deshalb wohl nicht zur Verfügung.

    Kroos schwärmt von Heynckes

    Derweil hat Real-Star Toni Kroos nur lobende Worte für seinen Ex-Verein übrig: "Sie haben den Titel sehr früh gewonnen, aber haben trotzdem nicht nachgelassen. Sie sind sehr hungrig. Ihre Form ist besser als im letzten Jahr. Sie sind topfit und spielen unter Heynckes wieder besser als Team."

    Real-Trainer Zinedine Zidane äußerte sich sehr positiv über sein Gegenüber auf der Bayern-Bank: "Er ist ein Trainer, vor dem ich großen Respekt habe. Er hat Großes geleistet. Ich habe nur gute Worte für ihn."

    Auch Ex-Profi Xabi Alonso blickt mit großer Vorfreude auf die Duelle seiner Ex-Vereine FC Bayern München und Real Madrid im Halbfinale der Champions League "Bayern und Madrid sind mit die größten Vereine in Europa. Beide wollen ins Finale, aber erst mal ist das Halbfinale eine super Chance, die zwei Spiele zu genießen", sagte der Spanier vor dem Hinspiel am Mittwochabend in München. 

    Schiedsrichter Kuipers leitet Bayern vs. Real

    Der Niederländer Björn Kuipers wird das Duell in der Allianz Arena leiten. Zuletzt pfiff der 45-Jährige im April 2016 das Viertelfinal-Rückspiel der Münchner bei Benfica Lissabon, in dem sich der deutsche Rekordmeister durch ein 2:2 nach einem 1:0 im Hinspiel fürs Halbfinale qualifizierte.

    Voraussichtliche Aufstellungen bei FC Bayern München - Real Madrid

    FC Bayern: Ulreich - Kimmich, Boateng, Hummels, Alaba - Javi Martinez - Müller, James - Robben, Ribery - Lewandowski

    Real Madrid: Navas - Carvajal, Varane, Ramos, Marcelo - Casemiro - Modric, Kroos - Isco - Benzema, Cristiano Ronaldo

    So können Sie das Halbfinale Bayern München - Real Madrid am Mittwoch live verfolgen:

    Live im TV: Sky und ZDF

    Live-Stream: SkyGo und zdf.de

    Live-Ticker:SPORT1.de

    NFL-Draft: Das ist Deutschlands Football-Zukunft


    Equanimeous St. Brown ganz stark: Der deutsche Wide Receiver der Notre Dame Fighting Irish glänzt gegen die Stanford Cardinal mit einem...

    Der NFL-Draft 2018 verspricht spektakulär zu werden.

    Es werden so viele Quarterbacks, wie seit Jahren nicht unter den Top 15 gehandelt, entsprechend groß ist der Hype. Aber auch Football-Deutschland blickt gespannt auf die große Show im Stadion der Dallas Cowboys.

    Denn Supertalent Equanimeous St. Brown - der älteste des hochveranlagten Brüder-Trios - ist dabei und wird der erste deutsche Receiver der NFL-Geschichte, der tatsächlich in der Saison zum Einsatz kommt.

    In der ersten Runde in der Nacht auf Freitag wird er zwar nicht ausgewählt werden, aber seine starke Vorstellung beim Combine - einer Art Probetraining der besten College-Spieler für die NFL-Teams - dürfte den Sohn einer Deutschen und eines ehemaligen Mister Universums in den Bereich der dritten bis vierten Draftrunde gebracht haben.

    Mit SPORT1 sprach St. Brown direkt vor dem Draft über den wichtigsten Tag seiner Karriere, woran er mit Papa John arbeitet, seinen Wunsch-Quarterback und verrät, welche Teams besonders heiß auf ihn sind.

    SPORT1: Equanimeous, der Draft ist für die meisten Football-Talente der wichtigste Moment ihrer Karriere. Wie sieht Ihre Gefühlslage aktuell aus?

    Equanimeous St. Brown: Im Moment bin ich noch ganz entspannt und freue mich darauf. Wie es dann am Donnerstag aussehen wird, weiß ich nicht. Da wird sicher ein bisschen Aufregung dazukommen. Aber ich gehe das positiv an.

    SPORT1: Nach einer statistisch nicht ganz so guten Saison - vor allem wegen schwächerer Quarterback-Leistungen - haben Sie sich beim Combine wieder in den Fokus der NFL-Scouts gearbeitet. Papa John achtet ja ganz genau auf das Gewicht und die Kraftwerte…

    St. Brown (lacht): Ja, er war natürlich besonders happy, dass ich sechs Kilo mehr drauf hatte. Als ich mich für den Draft entschieden hatte, habe ich sofort mit Krafttraining, Speedtraining und Receiver-spezifischen Übungen angefangen. Mit dem Combine war ich dann auch sehr glücklich.

    SPORT1: Wichtig beim Combine sind ja auch die Gespräche mit den Teams. Mit welchen Teams haben Sie intensiver gesprochen bzw. gab es danach mit Teams Kontakt?

    St. Brown: Vor Ort in Indianapolis hatte ich Einzelgespräche mit den Bills, Cardinals, Colts, 49ers, Texans und Saints. Danach habe ich mich beim Pro Day am College noch mit den Cowboys und nochmal mit den Saints getroffen. Zuletzt war ich auch noch zwei Tage bei den Bears in Chicago. Bei diesen Gesprächen testen sie vor allem deinen Football-IQ. Du musst Spielzüge aufzeichnen und erklären oder auch in Videos die Abläufe erklären. Außerdem fragen sie dich auch ein paar persönliche Dinge, zum Beispiel zur Familie.

    SPORT1: Realistisch betrachtet werden Sie im Bereich der dritten oder vierten Runde gehandelt. Ist es Ihnen wichtig, möglichst früh wegzugehen oder lieber guter Fit im System des Teams?

    St. Brown: Möglichst früh und zu einem Top-Team wäre natürlich am besten (lacht). Du weißt im Draft vorher nie, was bei den Teams Priorität hat und was sie in dem Moment dringend brauchen oder wollen. Gerade so in meinem Bereich ist es ganz schwer, etwas vorherzusagen. Letztendlich freue ich mich, wann mein Name genannt wird und werde dem Team sehr dankbar für die Chance sein.

    SPORT1: Natürlich kann man es sich nicht aussuchen, aber haben Sie einen Wunsch-Quarterback?

    St. Brown: Was die Teams angeht, bin ich komplett offen. Mein Wunsch wäre ein richtig guter Pocket Passer als Quarterback, wie Tom Brady. Das wäre cool.

    SPORT1: Wo werden Sie den Draft verfolgen?

    St. Brown: Die ganze Familie wird den Draft hier in Los Angeles vor dem Fernseher verfolgen. Ich glaube, vor allem meine Mutter ist aufgeregter als ich (lacht).

    SPORT1: Woran haben Sie in den Wochen seit dem Draft besonders gearbeitet?

    St. Brown: Ich habe mit meinem Vater täglich Krafttraining gemacht, aber natürlich auch Lauftraining. Der Fokus liegt aber schon auf Kraft.

    SPORT1: Sie sprechen es an, von Ihrer Kombination Größe/Schnelligkeit sind Scouts und Coaches beeindruckt. Ist Ihre größte Herausforderung in der NFL das Blocken für das Laufspiel und noch mehr Muskeln draufzupacken?

    St. Brown: Ja, in der NFL sind alle stärker als am College, aber das Spiel läuft auch noch schneller. Darauf musst du dich einstellen.

    SPORT1: In Deutschland wird der Hype jetzt richtig groß, weil Sie als Offensivspieler natürlich auch mehr im Fokus stehen als Verteidiger oder Offensive-Line-Spieler wie die bisherigen Deutschen in der NFL. Wie bekommen Sie das mit? Ist das auch bei US-Journalisten ein Thema?

    St. Brown: Durch meine Mutter bekomme ich die Berichte in Deutschland mit. Das freut mich natürlich. Die US-Journalisten wollen eigentlich immer nur wissen, wie viele Sprachen ich spreche. Davon sind sie immer total fasziniert (lacht).