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    Forschern ist es gelungen, eine 1.500 Jahre alte Superwaffe nachzubauen

    Forschern ist es gelungen, eine 1.500 Jahre alte Superwaffe nachzubauen


    678 nach Christus schien der Fall des Oströmischen Reiches besiegelt. Nur rund 50 Jahre nach der Gründung des Islams belagerten arabische Heere die Hauptstadt Konstantinopel, das heutige Istanbul. Doch sie wurden in letzter Minute zurückgeschlagen —...

    678 nach Christus schien der Fall des Oströmischen Reiches besiegelt. Nur rund 50 Jahre nach der Gründung des Islams belagerten arabische Heere die Hauptstadt Konstantinopel, das heutige Istanbul.

    Doch sie wurden in letzter Minute zurückgeschlagen — dank einer neuartigen Waffe, dem „Griechischen Feuer“. Einem Historiker ist es jetzt gelungen, die antike Superwaffe nachzubauen.

    Im 7. Jahrhundert war Konstantinopel die letzte Hochburg des ehrwürdigen Römischen Reiches. Alles hatten die anstürmenden Araber schon erobert, angefangen bei der Arabischen Halbinsel, über den heutigen Iran und Irak, das komplette Kleinasien und Nordafrika. Sogar viele Inseln der Ägäis und Zypern standen unter Kontrolle des Kalifen Muawiya. Nur eben Konstantinopel wollte nicht fallen, das Tor nach Europa blieb verschlossen.

    Nachdem Muawiya 674 einen vergeblichen Versuch zu Land unternommen hatte, kehrte er vier Jahre später mit seiner Flotte zurück und versuchte, die Stadt am Marmarameer von der See aus zu erobern. Doch die Römer beschossen sie buchstäblich mit Feuer und ein Großteil von Muawiyas Flotte ging in Flammen auf. Der Kalif musste erneut den Rückzug antreten.

    Explosives Gemisch aus dem Libanon

    Das Griechische Feuer ist seitdem in die Geschichtsbücher eingegangen. Doch dort steht nicht, wie es sich genau zusammensetzte — ein antikes Militärgeheimnis, dass die Chronisten nicht mit der Nachwelt teilen wollten. Der Historiker Stephan Bull baute die Superwaffe jetzt für die ZDF-Reihe „Die Geschichte der Gewalt“ nach.

    Vereinzelt finden sich ein paar Hinweise auf die zerstörerische Waffe. Der antike Geschichtsschreiber Theophanes nennt den vor den Arabern geflohenen Erfinder Kallinikos aus dem heutigen Libanon als seinen Urheber. Seine Bestandteile: Salpeter, Schwefel, Brandkalk und Erdöl, das die Griechen damals aus oberirdischen Quellen schöpfen konnten. Zusammen ergibt es eine klebrige Substanz, die an gegnerischen Schiffen haftet und sogar im Wasser weiterbrennt. Genug Sand zum Löschen hatte kein Schiff in der damaligen Zeit an Bord — wozu auch?

    Einfache Handpumpen sollen die brennende Flüssigkeit auf die arabischen Schiffe geschleudert haben. Vor der Öffnung der Pumpe stand eine Schale mit brennendem Petroleum, die das austretende Gemisch entzündete. Und das dürfte explosiv gewesen sein: Salpeter und Schwefel sind wichtige Bestandteile von Schwarzpulver.

    Superwaffe sichert Byzanz seine Macht

    Und tatsächlich gelang es Bull, mit einem einfachen Nachbau eine mehrere Meter entfernte Holzwand anzuzünden, die schnell lichterloh in Flammen stand. Der Anblick ihrer brennenden Schiffe dürfte für die Araber zudem eine starke psychologische Komponente gehabt haben. Sie standen einer völlig unbekannten Waffe gegenüber, die sogar das Wasser scheinbar brennen ließ.

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    Für die Oströmer hatte die Schlacht am Marmarameer für Jahrhunderte Bedeutung. Muawiya schloss einen Friedensvertrag, gab eroberte Gebiete zurück und zahlte sogar Tribut. Slawische Landvölker vom Balkan hörten davon und trauten sich nicht mehr, die Oströmer anzugreifen. Das Byzantinische Reich blühte im Frieden auf — bis es 1453 dann doch an die Araber fiel.

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    Wie der Discounter Aldi in der E-Auto-Branche mitmischen will

    Wie der Discounter Aldi in der E-Auto-Branche mitmischen will


    E-Autos werden immer wieder hoch gelobt. Auch Aldi Süd will sich öffentlich in der E-Auto-Branche präsentieren. Dafür baut Aldi Süd bei seinen Filialen Stellplätze um und nimmt auch anderweitig Geld in die Hand. Ladestationen für E-Autos an Aldi...

    E-Autos werden immer wieder hoch gelobt. Auch Aldi Süd will sich öffentlich in der E-Auto-Branche präsentieren. Dafür baut Aldi Süd bei seinen Filialen Stellplätze um und nimmt auch anderweitig Geld in die Hand.

    Ladestationen für E-Autos an Aldi Süd Filialen

    Jetzt hat Aldi Süd dem Bundesverband eMobilität (BEM) einen Scheck über 10.000 Euro überreicht. „Wir wollen die neue Mobilität in Deutschland weiter voranbringen“, sagte Kurt Siegel, Präsident des BEM. Der Bundesverband will dafür sorgen, dass es in Deutschland durch Erneuerbare Energien mehr Elektromobilität gibt.

    Auch Aldi Süd hat daran ein Interesse. Kunden des Discounters können bei mehr als 50 Filialen an Ladestationen kostenfrei die Batterien ihrer E-Autos aufladen. Dafür hat Aldi Süd extra dafür nötige Ladestationen installiert. Die E-Autos können dann während der Öffnungszeiten von den Filialen geladen werden. Der Discounter will dieses Angebot in Zukunft noch weiter ausbauen.

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    Aldi Süd produziert auf rund 1.300 von 1.890 Filialdächern mit Fotovoltaikanlagen Strom, um möglichst viel seines Eigenbedarfs damit zu decken. „Wir bei Aldi Süd befassen uns intensiv mit der Nutzung moderner Technologien, um umweltfreundlich und nachhaltig Energie zu gewinnen und möchten auch zukünftig im Bereich Nachhaltigkeit Maßstäbe setzen“, sagte Karl-Heinz Kehl, Geschäftsführer der Aldi Süd Regionalgesellschaft Mörfelden.

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    Amazons enormes Wachstum wird für Deutschlands Händler immer gefährlicher

    Amazons enormes Wachstum wird für Deutschlands Händler immer gefährlicher


    46 Prozent des deutschen Online-Handels läuft mittlerweile über Amazon. Und diese Zahl sorgt zunehmend für Schweißperlen auf den Stirnen deutscher Unternehmer. Zwar beinhaltet sie auch die Verkäufe von Drittanbietern über Amazons Plattform, aber...

    46 Prozent des deutschen Online-Handels läuft mittlerweile über Amazon. Und diese Zahl sorgt zunehmend für Schweißperlen auf den Stirnen deutscher Unternehmer. Zwar beinhaltet sie auch die Verkäufe von Drittanbietern über Amazons Plattform, aber da möchte trotzdem nicht jeder mitmachen.

    Sorge bereitet dem Handelsverband Deutschland (HDE) vor allem, dass der stationäre Handel kaum noch wächst. Um 1,2 Prozent sollen die Umsätze dieses Jahr gerade einmal steigen, also wahrscheinlich weniger als die Inflationsrate. Der Online-Handel werde hingegen ein Plus von zehn Prozent machen, so der HDE. Das meiste davon geht auf Amazons Konto. Stammkunden der US-Webseite bestellen rund 41 Mal pro Jahr dort. Wer das kostenpflichtige Amazon Prime besitzt, sogar 61 Mal.

    Handelsverband fordert Hilfe von der Politik im Kampf gegen Amazon 

    So fordert der HDE die Politik zum Handeln auf, „und zwar schnell, sonst gibt es keine Chance mehr“, sagte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth diese Woche in Düsseldorf bei der Vorstellung einer neuen Studie zu dem Thema.

    Allein: Was die Politik denn genau machen soll, wissen Genth und seine Kollegen nicht so recht. Denn Amazon verstößt kaum gegen geltendes Recht, das Wachstum stammt größtenteils daher, dass der Konzern vieles richtig macht.

    Einzig bei der Umsatzsteuer könnte die Politik nachhelfen. Gerade viele Händler aus Fernost, die ihre Waren über Amazon verkaufen, führen keine Umsatzsteuer an den deutschen Fiskus ab. Das wäre aber eigentlich Pflicht, wenn sie hier Waren verkaufen und führt zu einem unfairen Wettbewerbsvorteil gegenüber deutschen Händlern. Amazon duldet die Praxis, obwohl die Waren über Lager des Konzerns verkauft werden. Doch selbst wenn der US-Riese hier nachbessern müsste — und das wäre angebracht — ist fraglich, ob sich damit die Entwicklung anhalten ließe.

    Kunden suchen direkt bei Amazon, statt über Google

    Neben dem Riesen fällt es deutschen Händlern vor allem schwer, überhaupt sichtbar zu werden. Würde jeder Kunde nach dem Produkt googeln, das er braucht, wären die Chancen besser. Dann könnten auch andere Händler als Amazon in der Trefferliste stehen. Doch immer mehr suchen nicht mehr im Web, sondern gleich bei Amazon. „Für andere Anbieter wird der Weg zum Kunden so regelrecht abgeschnitten“, sagt Eva Stübner vom Handelsforschungsinstitut IFH gegenüber Business Insider. Sie hat die Entwicklung in einer neuen Studie namens „Die Amazonisierung des Konsums“ aufgeschrieben.

    Das Interessante dabei: Nicht alle jammern über Amazon. Große deutsche Verkaufshäuser, also etwa Media Markt, Saturn oder Otto, sehen ihre Chancen im Online-Handel trotz Amazon als ganz gut an. Negativer sehen es kleinere Unternehmen, besonders diejenigen mit weniger als fünf Mitarbeitern. Ihnen fehlen im Schatten Amazons die Ressourcen, um dauerhaft für Neukunden sichtbar zu werden und so zu wachsen. Das Bittere daran: Diese Unternehmen belegen rund die Hälfte der Ladenlokale in den deutschen Innenstädten.

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    Hornbach setzt auf einen Trend, der vielen Kunden enorm wichtig ist

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    Hornbach bietet ab sofort Pflanzen und Tierfutter in Bio-Qualität an. Dazu hat sich der Baumarkt einer entsprechenden EU-Zertifizierung unterworfen. Die Gütesiegel auf den Produkten sollen jetzt sicherstellen, dass die gesamte Lieferkette...

    Hornbach bietet ab sofort Pflanzen und Tierfutter in Bio-Qualität an. Dazu hat sich der Baumarkt einer entsprechenden EU-Zertifizierung unterworfen. Die Gütesiegel auf den Produkten sollen jetzt sicherstellen, dass die gesamte Lieferkette europäischen Bio-Standards genügt.

    Dazu muss man verstehen, wie diese Standards aussehen: Pflanzen bekommen den Bio-Stempel etwa, wenn bei ihrem Anbau keine chemischen Pflanzenschutzmittel, synthetischen Dünger und Unkrautvernichtungsmittel eingesetzt wurden. Stattdessen nutzen Bauern Nutztiere (also zum Beispiel Insekten), organische Dünger und mechanische Unkrautbekämpfungsmittel. Zudem muss für die Zertifizierung sichergestellt sein, dass die Pflanzen auch beim Transport nicht mit verbotenen Substanzen in Kontakt kommen.

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    Damit kommt Hornbach einem Trend nach, der sich in den vergangenen Jahren in Deutschland verstärkt hat. Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln etwa hat sich laut einer Studie von „Appinio Research“ in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt. Trendsetter sind vor allem junge Menschen: 55 Prozent der befragten 18- bis 34-Jährigen gaben an, zumindest manchmal Bio-Produkte zu kaufen, rund ein Viertel sogar häufig oder immer.

    Hornbach wirbt mit regionalen Produkten

    Größter Kritikpunkt an Bio-Produkten bleibt der Preis. Zudem vertrauen fast 40 Prozent der Befragten den aufgedruckten Gütesiegeln nicht. Diesen beiden Problemen muss jetzt auch Hornbach begegnen. Zwar trägt jedes Produkt eine Öko-Kontrollstellennummer, über die sich nachvollziehen lässt, wo das Produkt getestet wurde. Allerdings werden diese Tests nur einmal pro Jahr wiederholt — und das Öko-Kontrollsiegel gehört nicht einmal zu den zehn bekanntesten bei deutschen Konsumenten.

    Die Nummer hat aber den Vorteil, dass Kunden nachprüfen können, ob die Pflanzen, die sie im Baumarkt kaufen, auch tatsächlich wie beworben aus der Region stammen. Hornbach wirbt gerade damit. Rund 40 Prozent der Deutschen gaben zudem in einer Umfrage vergangenes Jahr an, dass ihnen Regionalität bei Bio-Produkten wichtig sei.

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    Warum eine Gehaltserhöhung für euch zur bösen Überraschung werden kann

    Warum eine Gehaltserhöhung für euch zur bösen Überraschung werden kann


    Endlich hat man sich durchgerungen, seinen Chef auf eine Gehaltserhöhung anzusprechen, man sitzt sich im Büro gegenüber und verhandelt, wieviel Geld mehr am Monatsende herausspringen soll. Freut man sich nach der Verhandlung über das Plus, folgt...

    Endlich hat man sich durchgerungen, seinen Chef auf eine Gehaltserhöhung anzusprechen, man sitzt sich im Büro gegenüber und verhandelt, wieviel Geld mehr am Monatsende herausspringen soll. Freut man sich nach der Verhandlung über das Plus, folgt häufig später die Ernüchterung.

    Auf dem Gehaltszettel zeigt sich schnell, dass nur wenig von dem zusätzlichen Geld auch auf dem Konto ankommt. Das Problem ist die Kalte Progression — also die Verbindung von Steuer- und Sozialversicherungslast. Sie greift bei jedem Euro, der zusätzlich auf das bisherige Gehalt obendrauf kommt. 

    Dieser Effekt entsteht, weil die Inflation in Deutschland nicht an das Steuersystem gekoppelt ist. Zur Erklärung: Würden Arbeitgeber die Gehälter ihrer Angestellten jedes Jahr an die Inflationsrate anpassen, würde die Kaufkraft der Mitarbeiter gleichbleiben. Sie könnten sich also nicht mehr kaufen, als vorher auch. Und: Mit jedem Euro, den man zusätzlich verdient, steigt auch die Steuerbelastung. „Somit würde es Arbeitnehmern zwar nicht besser gehen, weil lediglich die steigenden Preise durch eine Lohn-Anpassung um die Inflationsrate ausgeglichen würden“, erklärt Tobias Hentze, Experte für Finanz- und Steuerpolitik am IW Köln. „Allerdings erhält der Staat überproportional mehr Steuern, wenn Gehälter steigen.

    Gehalts-Erhöhungen von Kalter Progression betroffen

    Somit erhalten Arbeitnehmer also keinen Eins-zu-eins-Ausgleich, wenn ihr Gehalt um die Inflationsrate steigt, weil sie mehr Steuern zahlen müssen, als vorher. Eine Lösung wäre, den Einkommenssteuer-Tarif an die Inflation zu koppeln. „Somit würde sich der Grundfreibetrag jedes Jahr um die Inflationsrate erhöhen. Zudem würden sich die Grenzen für eine höhere Steuerbelastung um die Inflationsrate verschieben.“ 

    Dafür muss man wissen: Jeder Arbeitnehmer muss die ersten 9.000 Euro, die er im Jahr verdient, nicht versteuern. Das ist der Grundfreibetrag. „Mit jedem Euro, der auf diesen Betrag oben draufkommt, steigt aber die steuerliche Belastung: Es beginnt mit 14 Prozent und steigt dann bis zu 42 Prozent, wobei die Kurve der Steuersteigerung sehr steil verläuft. Schnell bleibt also von jedem zusätzlichem Euro nur noch knapp die Hälfte übrig“, so Hentze.

    Das Problem ließe sich beheben, wenn die Inflation eben an das Steuersystem gekoppelt wäre. So würde der Grundfreibetrag um die Inflationsrate angepasst und die steuerliche Belastung erst aber einer höheren Summe beginnen. „Stattdessen wird in Deutschland seit 2014 alle zwei Jahren analysiert, wie sich die Inflation entwickelt hat und dann werden die Grenzen entsprechend angepasst“, erklärt der Experte.

    Beispiele: So läuft die Besteuerung von eurem Gehalt

    Der Grund dafür ist vermutlich, dass die Regierung dann aktiv von einer Entlastung der Bürger sprechen kann — was bei einer jährlich automatisierten Anpassung nicht gehen würde. Eine perfekte Möglichkeit, um sich als Politiker in ein gutes Licht zu rücken. Außerdem profitiert der Staat überproportional von steigenden Löhnen. Steigende Löhne bedeuten automatisch mehr Einnahmen für den Staat. Deutlich wird das in einem Beispiel.

    Ein Single, der brutto 50.000 Euro pro Jahr verdient, ist bereits bei einem Steuersatz von rund 40 Prozent angelangt. Erhält er nun eine Gehaltserhöhung von 1.000 Euro brutto, wird jeder zusätzliche Euro ebenfalls mit etwa 40 Prozent versteuert. Obendrauf zahlt der Arbeitnehmer noch Sozialversicherungsbeiträge, sowie Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer, wodurch unter dem Strich nur rund ein Drittel der Erhöhung auch netto beim Arbeitnehmer ankommt. Dabei steigt mit jedem Euro ab der Grenze bei 9.000 Euro der Steuersatz. 

    ZEW: Leistung lohnt sich nicht immer

    Bei Paaren mit Kindern liegt der Fall etwas anders. „Dort gibt es für beide Erwachsene zusammen einen Freibetrag von 18.000 Euro plus den Kinderfreibetrag. Mit zwei Kindern landen Familien damit bei 32.000 Euro, die nicht versteuert werden müssen“, erklärt Hentze. Erst ab jedem zusätzlichem Euro, der auf diese Grenze draufkommt greift bei Familien der Steuersatz von 14 Prozent, der im Anschluss mit jedem Euro steigt.“

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    Im Vergleich zum Single-Beispiel, ist ein Unterschied erkennbar: Verdient eine Familie zusammen 50.000 Euro, würde der Steuersatz nicht wie bei einem Single bei etwa 40 Prozent liegen, sondern rund bei der Hälfte, so Experte Hentze. Trotzdem macht sich auch hier jeder Euro einer Gehaltserhöhung im Steuersatz bemerkbar.

    Jüngst hat das ZEW eine Studie zur Kalten Progression veröffentlicht, die zu einem ernüchternden Urteil kommt: „Leistung lohnt sich nicht immer.“ Vor allem bei niedrigen bis durchschnittlichen Gehältern bleibe demnach nur wenig von jedem zusätzlichen Euro übrig.

    Steigender Lohn sorgt für höhere Steuerlast

    Die Experten kritisieren auch, dass bei einem jährlichen Bruttoverdienst von 40.000 Euro für eine vierköpfige Familie, von jedem zusätzlich verdienten Euro nur 56 Cent netto übrig blieben. Dagegen könne ein vergleichbarer Haushaltstyp mit einem mehr als doppelt so hohen Einkommen von 90.000 Euro insgesamt 66 Cent jedes zusätzlichen Euros behalten. 

    Doch während im Wahlkampf im Vorfeld der Bundestagswahl noch von einer Milliardenentlastung für Steuerzahler gesprochen wurde, findet sich dazu im Koalitionsvertrag nichts mehr — bis auf den Ausgleich der kalten Progression. Somit bleibt das bestehende System erstmal erhalten und Arbeitnehmer sollten sich entsprechend auf ihre Gehaltsgespräche vorbereiten.

    Was ihr bei der Gehaltsverhandlung beachten solltet

    „Als Arbeitnehmer muss man sich in Gehaltsverhandlungen bewusst sein, dass die verhandelten Brutto-Erhöhungen nicht eins zu eins auf dem Konto ankommen und dass jeder Euro, der auf das Gehalt obendrauf kommt, die eigene Steuerlast erhöht. Aber natürlich gilt: Schlägt man mehr brutto heraus, bleibt auch mehr netto übrig.“

    Wer nicht zwingend mehr Geld möchte, könnte sein Gehalt auch mit einer Reduktion der Arbeitszeit erhöhen — wenn euer Chef dabei mitspielt. Bleibt der Lohn gleich, aber man muss dafür weniger arbeiten, steigt schließlich auch das Gehalt in Bezug auf die Stunden, die man dafür arbeiten muss. Der Vorteil: Der Netto-Verdienst bleibt gleich — wie lange man arbeitet, ist für die Kalte Progression nicht entscheidend. 

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    Warum Erdogans „Panik-Wahl“ am 24. Juni für die Welt ernsthaft gefährlich werden könnte

    Warum Erdogans „Panik-Wahl“ am 24. Juni für die Welt ernsthaft gefährlich werden könnte


    Recep Tayyip Erdoğan hat wieder alle überrascht. Noch vor wenigen Tagen wollte er von Neuwahlen offiziell nichts wissen. Jetzt gibt es sie doch, und plötzlich kann es dem türkischen Präsidenten nicht schnell genug gehen. Ursprünglich stand der 26....

    Recep Tayyip Erdoğan hat wieder alle überrascht. Noch vor wenigen Tagen wollte er von Neuwahlen offiziell nichts wissen. Jetzt gibt es sie doch, und plötzlich kann es dem türkischen Präsidenten nicht schnell genug gehen. Ursprünglich stand der 26. August als Wahltermin zur Debatte. Geworden ist es der 24. Juni. Werden im angloamerikanischen Raum kurzfristig Wahlen angesetzt, spricht man von „snap elections“ oder Blitzwahlen. Türkeiforscher Hakki Taş nennt das frühzeitige Votum in seiner Heimat anders: „Panik-Wahlen“.

    Erdoğans Türkei ist ein Land im Umbruch. Nach dem gescheiterten Putschversuch im Juli 2016 verhängte die Regierung den Ausnahmezustand. Seitdem wurden nach Angaben der Europäischen Kommission mehr als 150.000 Menschen verhaftet und mehr als 100.000 Beamte entlassen. Auch sonst zog Ankara die Zügel an. Erdoğan-Kritiker sind in der Medienlandschaft längst in der Minderheit. Der Staatsapparat ist fest in der Hand der Präsidentenpartei. Sollte Erdoğan die kommende Wahl gewinnen, würde er so viel Macht auf sich vereinen wie noch nie.

    Erdoğan überrumpelt Konkurrenten

    Auch außenpolitisch tritt Erdoğan seit einiger Zeit forscher auf. Im Januar marschierten türkische Truppen in Nordsyrien ein, um die syrisch-kurdische Miliz YPG zu vertreiben. Auch die Spannungen mit Griechenland haben stark zugenommen. Sollte Erdoğan wieder Präsident werden, könnte sich die Lage noch weiter verschärfen. Vor allem, wenn Erdoğan zu Hause unter Druck kommt.

    Erdoğan hat seine Konkurrenten mit den vorgezogenen Wahlen überrumpelt. Die größte Oppositionspartei CHP steht noch ohne Kandidaten da. Der Chef der Kurdenpartei HDP sitzt im Gefängnis. Die rechtsnationale Partei Iyi könnte es noch nicht einmal auf die Wahlzettel schaffen. Die Wahlkommission wird darüber entscheiden, ob die gerade erst gegründete Partei die notwendigen Voraussetzungen erfüllt. Dabei hat Iyi mit Meral Akşener noch die aussichtsreichste Erdoğan-Herausforderin in ihren Reihen.

    Erdoğans Partei AKP dagegen ist vor Kurzem ein Wahlbündnis mit der rechtsextremen Partei MHP eingegangen. Zusammen hoffen sie, die Mehrheit im Parlament zu erreichen und Erdoğan wieder zum Präsidenten zu machen. Sie sind die großen Favoriten.

    „Erdoğan ist noch immer der beliebteste Politiker in der Türkei“, sagt Politikwissenschaftler Taş, der am Giga-Institut für Nahost-Studien in Hamburg arbeitet. „Aber die Zeit arbeitet gegen ihn.“ Noch brummt die türkische Wirtschaft, noch stimmen die Zahlen. Doch die Sorgen werden größer. Der Verfall der Lira hat bedrohliche Ausmaße erreicht. Um die Inflation einzudämmen, müsste die türkische Notenbank die Zinsen erhöhen, raten Ökonomen. Das könnte allerdings die Wirtschaft abwürgen. Erdoğan ahnt: Dem Land stehen bald schwierige Zeiten bevor. Je schneller die Wahlen kommen, desto besser.

    Erdoğan hat große Träume

    Erdoğan hat die Schuldigen für die drohende Krise schnell gefunden: die Feinde der Türkei. „Es werden Spiele mit unserer Wirtschaft gespielt“, sagte er vor einer Woche. „Ich rufe denjenigen zu, die unsere Wirtschaft angreifen: Sie werden keinen Erfolg haben. So wie sie zuvor versagt haben, werden sie wieder versagen.“

    Trotzdem muss Erdoğan handeln. Er ist der Politiker, unter dem die Türkei in den 2000er-Jahren eine wirtschaftlichen Aufschwung erlebte. Würde das Land am Bosporus unter seiner Führung in eine tiefe Krise rutschen, würde das seinem Image nachhaltig schaden. Es könnte der Anfang vom Ende der Ära Erdoğan bedeuten.

    Erdoğan weiß, dass auch in seiner Partei nicht alle hinter ihm stehen. „Die Unzufriedenheit in der AKP ist nicht unerheblich“, sagt Islamwissenschaftler und Türkei-Experte Udo Steinbach Business Insider. „Erdoğan hat sich viele Feinde gemacht.“ Ein möglicher Nachfolger könnte zudem schon bereit stehen: Ex-Präsident und AKP-Gründungsmitglied Abdullah Gül. Gül hielt sich bislang zurück, wird sich wahrscheinlich auch nicht um die Präsidentschaft bewerben, gilt aber als Hoffnungsträger weit über das konservative Lager hinaus. Vor ihm fürchtet sich Erdoğan wohl am meisten. 

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    „Autoritäre Herrscher neigen dazu, außenpolitische Abenteuer zu wagen, um von internen Problemen abzulenken“, sagt Taş. Genau das könnte eine neue Präsidentschaft Erdoğans besonders gefährlich machen. Konflikte gibt es genug. Die Offensive der türkischen Armee im nordsyrischen Afrin hat Erdoğans Popularität zu Hause sicher nicht geschadet. Zudem geraten die Türkei und Griechenland immer öfter im Ägäischen Meer aneinander.

    Gern beklagt sich Erdoğan, dass die Türkei nach dem Ersten Weltkrieg zu viele Gebiete abgeben hätte müssen. Der Präsident träumt von einer Renaissance des einst so mächtigen Osmanischen Reiches, das weit mehr Gebiete umschloss als die heutige Türkei. Dass Erdoğan deswegen einen Krieg riskieren würde, glaubt Taş aber nicht: „Das ist nur Rhetorik“, sagt er. „Erdoğan ist ein pragmatischer Politiker.“

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    Finnland beendet völlig überraschend sein Grundeinkommen-Experiment

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    Im Januar 2017 hat Finnland als erstes europäisches Land versuchsweise das bedingungslose Grundeinkommen eingeführt. In Form eines Pilotprojektes testet die Regierung durch die monatliche Auszahlung von 560 Euro an 2.000 ausgewählte arbeitslose...

    Im Januar 2017 hat Finnland als erstes europäisches Land versuchsweise das bedingungslose Grundeinkommen eingeführt. In Form eines Pilotprojektes testet die Regierung durch die monatliche Auszahlung von 560 Euro an 2.000 ausgewählte arbeitslose Menschen die Auswirkungen des bedingungslosen Grundeinkommens. International sorgte das Experiment für große Aufmerksamkeit und Begeisterung.

    Jetzt wird das Projekt überraschend eingestellt. „Die Regierung nimmt Veränderungen vor, die das Projekt von einem Grundeinkommen wegführen“, sagte die Forscherin Miska Simanainen der schwedischen Tageszeitung „Svenska Dagbladet“.

    „Wir hätten mehr Zeit und Geld bekommen müssen“

    Der ursprüngliche Plan war, das Experiment Anfang 2018 auf arbeitende und arbeitslose Probanden auszuweiten. Das geschah allerdings nicht — arbeitende Probanden wurden nicht zu dem Experiment hinzugefügt. Jetzt können die Forscher nicht untersuchen, ob ein Grundeinkommen den Menschen ermöglicht, neue Karriereschritte zu machen oder berufliche Fortbildungen anzugehen.

    Die Forscher hinter dem Projekt sind enttäuscht: „Zwei Jahre sind zu kurz, um aus einem so umfangreichen Experiment umfassende Schlussfolgerungen ziehen zu können“, sagte Olli Kangas dem Fernsehsender YLE. „Wir hätten mehr Zeit und Geld bekommen müssen, um verlässliche Ergebnisse zu erzielen.“

    Wie das Experiment inhaltlich verlaufen ist, wurde noch nicht offiziell bekannt gegeben: Bis 2019 werden keine offiziellen Ergebnisse des finnischen Grundeinkommens-Experiments veröffentlicht.

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    Ein Unternehmer lehnt Bewerber ab, die zu viel Gehalt wollen — das sagen HR-Experten dazu

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    Seien wir einmal ehrlich: Natürlich möchten wir alle einen Job haben, der uns Spaß macht, uns Sinn gibt und in dem wir uns selbst verwirklichen können. Aber wir müssen auch die Miete bezahlen, wollen in den Urlaub fahren und uns nicht unter Wert...

    Seien wir einmal ehrlich: Natürlich möchten wir alle einen Job haben, der uns Spaß macht, uns Sinn gibt und in dem wir uns selbst verwirklichen können. Aber wir müssen auch die Miete bezahlen, wollen in den Urlaub fahren und uns nicht unter Wert verkaufen. Das dürfen wir auch nicht bei einer Bewerbung vergessen. 

    Ein Unternehmer, der seit elf Jahren seine eigene PR-Agentur leitet, hat kürzlich einen Brief an das Wirtschaftsmagazin „Forbes“ geschrieben, in dem er angibt, niemals Bewerber einzustellen, die im ersten Vorstellungsgespräch zu viel Gehalt fordern.

    Bewerbung: Was darf man fragen und was sollte man lieber weglassen?

    Folgende Situation hätte sich ereignet: Unternehmer Vincent sucht neue und talentierte Bewerber für sein Unternehmen. Am Ende des Vorstellungsgespräch fragt Bewerber Charles nach dem Gehalt für die ausgeschriebene Stelle. Das passt Vincent gar nicht und anstatt ein ungefähres Gehalt zu nennen, fordert er von Charles eine Wunschangabe.

    Charles sieht seinen Marktwert in vergleichbaren Positionen bei 70.000 bis 75.000 Dollar. Die kann oder will Vincent nicht zahlen. Charles lehnt daraufhin die Stelle ab. 

    „Das ist ein geldgetriebener Kandidat. Wenn er mein Jobangebot nicht als langfristige Chance sieht, dann interessiert er mich nicht“, schrieb der Unternehmer. 

    HR-Expertin rät: Lasst euch bei der Bewerbung nicht abspeisen

    Ganz anders sieht das die HR-Expertin Liz Ryan. Sie würde jedem Bewerber raten, sich bei der Bewerbung niemals unter Marktwert zu verkaufen und selbstverständlich nach dem Gehalt zu fragen, kein Arbeitgeber sollte einem das übel nehmen. Im Gegenteil, der Arbeitgeber sollte im besten Falle selbst das Gehalt angeben, sodass der Kandidat nicht danach fragen muss.

    „Warum sollte Charles oder irgendein anderer Kandidat ein niedrigeres Gehalt annehmen, wenn sein Marktwert offenbar höher ist?“, schreibt sie. Das sei ein Geben und Nehmen.

    Markus Kumpf, Head of Talent Acquisition bei Siemens, hat mit Business Insider über das oft heikle Thema Gehalt gesprochen. Auch er hat eine radikale Meinung:

    „Detailfragen nach dem Gehalt oder Gehaltskomponenten lassen den Bewerber in einem negativen Licht erscheinen, vor allem im ersten Interview. Denn wenn sie gestellt werden, bevor überhaupt geklärt ist, worum es in dem Job genau geht und wie das Team aussieht, verraten sie mir, dass der falsche Motivator hinter der Bewerbung steht.“

    Warum Bewerbung weiterführen, wenn das Gehalt nicht passt?

    Jedoch: Im Falle von Unternehmer Vincent und Bewerber Charles waren die Jobposition und die zu erfüllenden Aufgaben klar dargelegt. Sicher erscheint es nicht ratsam, mit der Gehaltsfrage in ein Gespräch zu starten, aber warum sollte man überhaupt ein zweites Gespräch führen, wenn die Rahmenbedingungen, dazu zählt auch das Gehalt, nicht für beide Parteien passen?

    Es gäbe generell kein Patentrezept für ein Bewerbungsgespräch, sagt Rumpf:

    „Es gibt keine Betriebsanleitung für Vorstellungsgespräche, also Regeln, wie man sein sollte. Aber solange man ganz normale, menschliche Umgangsformen pflegt, gibt es eigentlich kaum etwas, mit dem man sich wirklich ins Aus schießt. Es geht schließlich um ein gegenseitiges Kennenlernen. Darum ist es nicht das Ziel, sich an irgendeinem Ideal zu orientieren.“

    Lest auch: „Fallt nicht auf diesen Trick von Personalern herein, wenn ihr nach dem Gehalt fragt

    Sicher ist, dass jedes Unternehmen anders tickt, wenn es um die Bewerbung geht. Wenn ihr jedoch klare Vorstellungen von Aufgaben und Gehalt habt, solltet ihr diese auch ohne Probleme im Gespräch vertreten können. Wie Kumpf sagt, es ist ein gegenseitiges Kennenlernen und manchmal kommt man eben nicht auf einen gemeinsamen Nenner.

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    Labour-Abgeordneter Bradshaw: „May muss die offensichtliche Wahrheit endlich ansprechen“

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    Im Ringen um den britischen Austritt aus der EU hat Premierministerin Theresa May eine Niederlage im Oberhaus des Parlamentes erlitten. Das House of Lords wandte sich am Mittwoch gegen Mays Plan, die Zollunion mit der Europäischen Union zu verlassen....

    Im Ringen um den britischen Austritt aus der EU hat Premierministerin Theresa May eine Niederlage im Oberhaus des Parlamentes erlitten. Das House of Lords wandte sich am Mittwoch gegen Mays Plan, die Zollunion mit der Europäischen Union zu verlassen. Konkret ging es um einen Zusatz zum Brexit-Gesetz, der mit 348 zu 225 Stimmen angenommen wurde.

    Darin werden die Minister verpflichtet, über ihre Anstrengungen zum Verbleib in der Zollunion zu berichten. Allerdings ist nicht explizit vorgeschrieben, dass die Regierung einen Verbleib aushandeln soll. Der Gesetzentwurf geht nun zurück ins Unterhaus. Dort könnte May erneut für eine Annahme werben. Beide Kammern müssen sich letztlich auf einen Wortlaut einigen, damit das Gesetz in Kraft treten kann. 

    Der britische Labour-Abgeordnete Ben Bradshaw sieht den Verbleib in der Zollunion als unausweichlich. „Im Parlament herrscht ein wachsender  und parteiübergreifender Konsens darüber, dass es im besten Interessen des Vereinigten Königreichs ist, in einer Zollunion mit dem Rest der EU zu bleiben“, sagte Bradshaw zu Business Insider. Dies sei auch die einzige Möglichkeit, eine „harte Grenze“ in Irland zu vermeiden. „Irgendwann wird May den Befürwortern eines harten Brexits in ihrer eigenen Partei gegenübertreten müssen und diese offensichtliche Wahrheit ansprechen“, sagte der Abgeordnete. „Je schneller sie das tut, desto besser für das Land.“

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    Die Handelspolitik ist einer der wichtigsten Streitpunkte in der Brexit-Debatte. Während die oppositionelle Labour-Partei eine neue Zollunion mit der EU fordert, lehnt Handelsminister Liam Fox dies ab, weil das Königreich dann keine Handelsabkommen mit anderen Staaten schließen könnte. Ein Verbleib in der Zollunion könnte im Streit über Nordirland eine Lösung bringen, weil damit Grenzkontrollen zwischen der britischen Provinz und dem EU-Mitglied Irland vermieden werden könnten.

    Tony Blair: „Vor allem Deutschland hat viel zu verlieren“

    Der britische Ex-Premierminister Tony Blair sieht Deutschland in der Pflicht, den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU zu verhindern. „Deutschland sollte alles tun, um das Vereinigte Königreich in der EU zu halten“, sagte Blair im Interview mit Business Insider Deutschland. „Das Wichtigste ist, die Tür offen zu halten, falls das britische Volk beschließen sollte, seine Entscheidung durch eine Abstimmung über das Ergebnis der Verhandlungen rückgängig zu machen.“

    Blair nennt den Brexit einen „Fehler von historischem Ausmaß“. Dabei gebe es Verlierer auf beiden Seiten. „Auch Europa — vor allem Deutschland — hat viel zu verlieren: Es liegt in unser aller Interesse, den barrierefreien Handel über den Kontinent hinweg zu erhalten und liberale Demokratien in Zeiten, in denen autoritäre Strukturen wiederaufleben, zusammenzuhalten.“

    Milliardär George Soros will den Brexit ebenfalls verhindern

    Seit dem Brexit hat sich in der EU viel verändert: Deutschland und Frankreich haben jeweils ein neues Kabinett gewählt. „Ich hoffe sehr, dass die neuen Regierungen in Deutschland und Frankreich eine führende Rolle bei den ehrgeizigen EU-Reformen übernehmen werden“, sagte Blair. „Deutschland kann dazu beitragen, eine britische Rückbesinnung auf die EU zu fördern, indem es zeigt, dass sich die EU selbst verändern kann.“

    Tony Blair ist mit seiner Forderung nicht allein. Auch Investor und Milliardär George Soros setzt sich in einem Gastbeitrag bei Business Insider Deutschland für den Verbleib des Vereinigten Königreichs in der EU ein. „Die Wähler müssen ihre Abgeordneten drängen, um ihnen den Mut zu geben, gegen die Parteiführung zu rebellieren, und die Wähler müssen motiviert werden, nicht nur zu wählen, sondern eine aktive Rolle in der Politik zu übernehmen“, schreibt Soros.

    reuters/jsh

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    Fitnessstudio und Meditationsraum: Wir waren in der Microsoft-Zentrale in München, wo Arbeitsplatz und Privatleben verschwimmen

    Fitnessstudio und Meditationsraum: Wir waren in der Microsoft-Zentrale in München, wo Arbeitsplatz und Privatleben verschwimmen


    Der größte Schatz der wertvollsten Unternehmen der Welt — Apple, Alphabet und Microsoft— sind nicht etwa Rohstoffe, sondern Innovationen. Davon ist auch die Arbeitsweise der Silicon-Valley-Firmen geprägt, denn innovative Ideen entstehen selten in...

    Der größte Schatz der wertvollsten Unternehmen der Welt — Apple, Alphabet und Microsoft— sind nicht etwa Rohstoffe, sondern Innovationen. Davon ist auch die Arbeitsweise der Silicon-Valley-Firmen geprägt, denn innovative Ideen entstehen selten in Stillarbeit. 

    Microsoft sieht das Büro beispielsweise mehr als „offene Plattform und als interdisziplinäres Labor der besten Ideen“. Feste Arbeitsplätze sucht man im deutschen Headquarter in München vergebens, stattdessen gibt es für jeden Arbeitsmodus einen anderen Raum. Wer hochkonzentriert arbeiten will, setzt sich etwa in den „Think Space“ und für Teamwork gibt es den „Converse Space“. Microsoft nennt das Konzept „Smart Workspace“: Nicht der Mitarbeiter richtet sich am Schreibtisch ein, sondern das Büro richtet sich nach den Bedürfnissen der Menschen.

    Microsoft schafft den festen Arbeitsplatz ab

    Nicht nur die Räume sind flexibel, sondern auch der Arbeitstag. Bei Microsoft spricht man von Work-Life-Flow statt Work-Life-Balance. Das bedeutet, dass die Mitarbeiter ihren Alltag frei gestalten können. Niemand ist an einen festen Arbeitsplatz gebunden, Zeiterfassung gibt es nicht. Wer möchte, kann auch von zu Hause aus arbeiten und dabei auf die Kinder aufpassen oder sich um seine Eltern kümmern. Das ist praktisch — bedeutet aber auch, dass die Grenzen zwischen Privatem und Beruflichem verschwimmen.

    Doch wie verändert diese Philosophie die Bürokultur? Business Insider hat die Deutschlandzentrale in München Schwabing besucht. 

    Sieh dir in der Galerie an, wie Microsoft das New-Work-Raumkonzept dort verwirklicht hat.

    Die besten Ideen entstehen selten am Schreibtisch. Und genau deswegen schaffen viele Unternehmen Tischkicker, Playstations und gemütliche Sitzecken für ihre Mitarbeiter an. Innovationsstarke Unternehmen wie Google, Microsoft und Co. setzen schon länger auf kreative Arbeitsumgebungen. In der Reihe „Die coolsten Büros Deutschlands“ stellen wir Arbeitsplätze vor, die neue Standards in Design und Lebensqualität setzen.

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    Wenn man die Zentrale betritt, steht man direkt im Atrium.

    Im Innenhof hängen die „Digital Chandeliers”. Sie zeigen aktuelle Infos rund um das Unternehmen an — wie ein digitales, schwarzes Brett.

    Im Atrium können die Mitarbeiter auch neue Produkte ausprobieren, zum Beispiel diese Spielekonsole.

    Den Rest der Story gibt es auf Business Insider Deutschland
    Lidl verkauft demnächst ungewöhnliche Bierkästen

    Lidl verkauft demnächst ungewöhnliche Bierkästen


    Der Discounter Lidl hat einige Änderungen in seinem Biersortiment geplant. So soll es Bier aus Pappkästen und Craft-Biere geben. Dabei verfolgt Lidl eine ganz bestimmte Strategie.  Lidl verkauft Bier in Pappkästen und Craftbiere Ab Anfang Mai wird...

    Der Discounter Lidl hat einige Änderungen in seinem Biersortiment geplant. So soll es Bier aus Pappkästen und Craft-Biere geben. Dabei verfolgt Lidl eine ganz bestimmte Strategie. 

    Lidl verkauft Bier in Pappkästen und Craftbiere

    Ab Anfang Mai wird für einen begrenzten Zeitraum Bier der Lidl-Eigenmarke in Pappkästen verkauft. Das bestätigte ein Sprecher von Lidl gegenüber Business Insider. In einem Karton seien dann jeweils 20 Bierflaschen. Außerdem habe Lidl neue Bierorten ins Sortiment aufgenommen. Darunter sind auch drei Craftbiere. „Die Kundenzufriedenheit steht für uns an erster Stelle, daher orientieren wir uns bei der Sortimentsgestaltung an den Wünschen unserer Kunden und greifen dabei auch immer wieder aktuelle Trends sowie den Wunsch nach regionalen und saisonalen Produkten auf“, so Lidl. 

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    Der Kasten kann sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringen. Generell sind Pappkästen leichter und man kann sie gut entsorgen. Zudem kostet er kein Pfand. Gleichzeitig werden die Kästen also auch nicht zurückgegeben und dementsprechend nur einmal verwendet.

    Bei den Craftbieren bietet Lidl die Sorten „Indian Pale Ale“, „Imperial Stout“ und „Red Ale“ an. Intern heißt es, dass der Discounter so vor allem viele jüngere und anspruchsvollere Kunden erreichen möchte. Das berichtete „Tag24“. Lidl sagte gegenüber Business Insider. man wolle Kunden „attraktive und qualitativ hochwertige Produkte“ anbieten.

    km

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    Der Baumarkt Obi hat es mit diesem Werbespot auf den ersten Platz bei Youtube geschafft — und andere Marken verdrängt

    Der Baumarkt Obi hat es mit diesem Werbespot auf den ersten Platz bei Youtube geschafft — und andere Marken verdrängt


    In einem Werbespot hat der Baumarkt Obi seinen Konkurrenten Hornbach parodiert. Das kommt im Internet gut an. Obi belegte im März mit seinem Spot Platz eins der Youtube-Werbecharts. Damit hat der Baumarkt andere Marken verdrängt.  Baumarkt Obi macht...

    In einem Werbespot hat der Baumarkt Obi seinen Konkurrenten Hornbach parodiert. Das kommt im Internet gut an. Obi belegte im März mit seinem Spot Platz eins der Youtube-Werbecharts. Damit hat der Baumarkt andere Marken verdrängt. 

    Baumarkt Obi macht sich über Hornbach lustig und hat Erfolg

    Mit „Mach es zu deinem Projekt! Aber mach's halt irgendwann auch mal fertig!“ spielt Obi in dem Werbespot auf die Werbefilme seines Konkurrenz-Baumarktes Hornbach an. Zu dramatischer Musik wühlt sich ein Mann schwitzend im Dreck. Die Stimme seiner Frau holt ihn in die Realität zurück und teilt ihm mit, dass er auch mal fertig werden soll. Seine kleine Tochter kann über das Verhalten nur den Kopf schütteln.

    Baumarkt Obi auf Platz eins der Youtube-Werbecharts

    Mit rund zwei Millionen Views in weniger als einem Monat ist der Baumarkt-Spot von Obi im März das erfolgreichste Werbevideo auf Youtube geworden, wie „Horizont“ berichtet. In diesen Charts seien nur Werbespots berücksichtigt worden, die einen Mindestanteil von unbezahlten Views hatten. Der Platz konnte also nicht erkauft werden, indem für Views Geld gezahlt wird.

    Lest auch: Baumärkte wie Obi, Bauhaus und Hornbach haben nur eine Chance, Amazon zu überleben

    Auf den Baumarkt Obi folgt ein Werbefilm von Disney, Fanta belegt Platz drei. Danach kommen Youtube-Werbefilme von Ebay und Dr. Best im März-Ranking.

    km

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    Nestlé ist wegen der Kitkat-Form im Visier von EU-Gutachtern

    Nestlé ist wegen der Kitkat-Form im Visier von EU-Gutachtern


    Das EU-Amt für geistiges Eigentum muss nach Ansicht eines wichtigen EU-Gutachters erneut prüfen, ob die Form des Kitkat-Riegels weiter als eigene Marke geschützt bleiben darf. Der Hersteller Nestlé habe keine hinreichenden Beweise für die...

    Das EU-Amt für geistiges Eigentum muss nach Ansicht eines wichtigen EU-Gutachters erneut prüfen, ob die Form des Kitkat-Riegels weiter als eigene Marke geschützt bleiben darf. Der Hersteller Nestlé habe keine hinreichenden Beweise für die Unterscheidungskraft der Marke vorgebracht, sagte der Generalanwalt am Europäischen Gerichtshof (EuGH), Melchior Wathelet, am Donnerstag in Luxemburg.

    Das Amt (EUIPO) hatte das Produkt Kitkat 4 Finger auf Antrag von Nestlé 2006 als Unionsmarke eingetragen, ihm also EU-weit Unterscheidungskraft zugesprochen. Mitte Dezember 2016 stellte das EU-Gericht nach einer Klage des Konkurrenten Mondelez diese Entscheidung infrage: Es fehle der Beweis, dass die dreidimensionale Form der Schokolade von Verbrauchern in allen relevanten EU-Ländern als eigene Marke erkannt werde. Dies sei nur in einigen — etwa in Deutschland und Frankreich — der Fall.

    Nestlé konnte die Unterscheidbarkeit der Marke nicht nachweisen

    Nestlé, das EUIPO und Mondelez fochten das Urteil an. Nestlé und das Amt beschwerten sich darüber, dass der Markennachweis in jedem einzelnen EU-Staat erbracht werden müsse. Mondelez hingegen kritisierte die Entscheidung des Gerichts, weil Nestlé die Unterscheidbarkeit der Marke in einigen Ländern nicht nachweisen konnte.

    Wathelet schlug nun dem EuGH vor, die Einsprüche zurückzuweisen. Nestlé habe zwar für die meisten EU-Staaten Beweise für die Unterscheidungskraft vorgelegt. Diese reichten aber nicht aus, um auf andere EU-Länder schließen zu können, betonte er.

    Auch die vom Schokoladen-Konkurrenten Mondelez vorgelegten Argumente lehnte der Gutachter ab: Nur eine unterlegene Partei könne Widerspruch einlegen — das treffe nach der Entscheidung des EU-Gerichts gegen die Unionsmarke Kitkat aber nicht bei Mondelez zu. Die Einschätzung des Gutachters ist für die EuGH-Richter nicht bindend, in den meisten Fällen folgen sie ihr aber.

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    Es gibt drei Arten von Burnout — zwei davon bleiben oft unerkannt

    Es gibt drei Arten von Burnout — zwei davon bleiben oft unerkannt


    Eure Arbeit macht euch keinen Spaß mehr, euch graut davor, morgens das Büro zu betreten? Ihr habt nur noch negative Gedanken, wenn ihr an euren Job denkt und vernachlässigt eure Aufgaben, weil euch alles zu viel wird oder ihr im Gegenteil unterfordert...

    Eure Arbeit macht euch keinen Spaß mehr, euch graut davor, morgens das Büro zu betreten? Ihr habt nur noch negative Gedanken, wenn ihr an euren Job denkt und vernachlässigt eure Aufgaben, weil euch alles zu viel wird oder ihr im Gegenteil unterfordert seid? Dann habt ihr vielleicht ein Burnout.

    Doch Burnout ist nicht gleich Burnout. Forscher aus Spanien und Brasilien haben drei verschiedene Kategorien des Burnouts aufgedeckt. Für die im „POLS One Journal“ veröffentlichte Studie wurden 429 Angestellte untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass es verschiedene Gründe für ein Burnout gibt und sich auch die Auswirkungen unterscheiden.

    Das Verzweiflungs-Burnout

    Diese Art des Burnouts dürfte den meisten von euch ein Begriff sein. Das Arbeitspensum ist schlichtweg zu hoch, das Privatleben kommt zu kurz und die Folge ist, dass sich der Betroffene in einer Negativspirale befindet und ausbrennt. Negative Gedanken und ein ständiges Beschweren sind an der Tagesordnung. Die Studien ordnen 15 Prozent der Teilnehmer in diese Kategorie ein.

    Das Unterforderungs-Burnout

    Fast gegensätzlich können wir dieses Burnout betrachten. Die Arbeit ist nicht zu viel, sondern sie unterfordert die Person. Dies kann oft auf überqualifizierte Arbeitskräfte zutreffen. Wenn ihr also das Gefühl habt, eure Aufgaben erfüllen euch nicht, machen keinen Spaß und ihr merkt, wie ihr euch immer mehr gedanklich davon distanziert, dann gehört ihr vielleicht in diese Kategorie. Nein Prozent der Studienteilnehmer ordneten die Forscher hier ein.

    Das Erschöpfungs-Burnout

    Dieses Burnout ähnelt der verzweifelten Variante. Die betroffene Person kommt mit dem täglichen Stress nicht klar und fühlt sich überfordert. Anstatt sich ständig darüber zu beschweren, vernachlässigt der erschöpfte Arbeitnehmer seine Aufgaben und resigniert. In dieser Kategorie befanden sich die meisten Teilnehmer der Studie, ganze 21 Prozent.

    Vor allem zwei Arten von Burnout bleiben oft unerkannt

    Die Ergebnisse der Studien sind nicht nur für Arbeitnehmer interessant, sondern vor allem auch für Arbeitgeber. Das Erschöpfungs-Burnout legt nahe, dass sich die Mitarbeiter nicht immer lautstark über das hohe Arbeitspensum beschweren müssen, sie können auch einfach still und leise ihre Aufgaben vernachlässigen und sich der Situation ergeben.

    Wie wichtig Mitarbeitermotivation ist, zeigt das Burnout, das durch Unterforderung entsteht. Sind die Mitarbeiter überqualifiziert oder haben keine Chance, sich zu verbessern, mit den Aufgaben zu wachsen oder aufzusteigen? Auch sie distanzieren sich von ihrem Job. In beiden Fällen resignieren die Mitarbeiter oft still und heimlich — und keiner, nicht einmal sie selbst, bemerken, dass sie längst im Burnout stecken. 

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    Die weit verbreitete Variante, bei der die Personen sich schlichtweg vom Arbeitspensum erdrückt fühlen und eine negative Aura im Büro haben, erkennen die meisten. Aber auch das ist kein Zustand, den sowohl Arbeitgeber als auch Kollegen und die betroffene Person selbst hinnehmen sollten.

    Fast die Hälfte der Teilnehmer war burnout-gefährdet

    Wenn ihr euch in einer dieser Burnout-Kategorien wiederfindet, solltet ihr schnellstmöglich das Gespräch mit eurem Chef suchen und aktiv an einer Verbesserung eurer Situation arbeiten. Dass ihr damit keinesfalls alleine dasteht, zeigt die Studie, in der fast bei der Hälfte der Teilnehmer ein Burnout diagnostiziert worden ist.

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    In Syrien soll es eine geheime russische Armee geben, die selbst den Kreml beunruhigt

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    Bereits im Februar gerieten russische Söldnertruppen in Syrien erstmals in die Schlagzeilen. Damals wurden rund 200 Söldner, von denen die meisten russische Staatsbürger gewesen sein sollen, nach einem missglückten Angriff auf eine amerikanische...

    Bereits im Februar gerieten russische Söldnertruppen in Syrien erstmals in die Schlagzeilen. Damals wurden rund 200 Söldner, von denen die meisten russische Staatsbürger gewesen sein sollen, nach einem missglückten Angriff auf eine amerikanische Militärbasis getötet.

    Damals sollen zwei Bataillone der sogenannten „Wagner-Truppe“ getroffen worden sein. Diese war zuletzt durch den Tod des russischen Investigativ-Journalisten Maxim Borodin in die Schlagzeilen geraten. Er hatte zuvor über den Tod mehrerer mutmaßlich russischer Söldner in Syrien geschrieben. 

    Russische Söldner sollen Ölfelder für syrische Firmen sichern

    Auch vor Borodin wurde bereits über die Rolle russischer Söldner berichtet, die für private syrische Firmen kämpfen, um möglicherweise Ölfelder für den Präsidenten Baschar al-Assad zu sichern. 2014 etwa wurden zwei Männer in Russland zu drei Jahren Haft verurteilt, weil sie über 200 ehemalige Militärs für eine Söldnertruppe namens „Slawisches Korps“ rekrutiert hatten.

    Diese wurden nach Angaben der russischen Internetseite „Fotanka.ru“ nach der Verhaftung ihres Chefs das Kernstück der neuen „Wagner-Truppe“ unter Leitung des ehemaligen Mitglieds Dmitrij „Wagner“ Utkin. Wie „The Conversation“ berichtet, soll die Wagner-Truppe unter anderem auch Söldner in die Ost-Ukraine geschickt haben, um an der Seite von pro-russischen Separatisten zu kämpfen. Dies führte unter anderem dazu, dass sie auf einer schwarzen Liste des US-Finanzministeriums auftauchte.

    2000 bis 3000 Söldner sollen seit Ende 2015 in Syrien aktiv sein

    Laut „Fotanka“ sind die Wagner-Söldner seit Ende 2015 in Syrien aktiv. Unklarheit herrscht jedoch über die genaue Zahl russischer Söldner in dem Land. Der unabhängige russische Militärexperte Pawel Felgengauer schätzte sie im vergangenen Jahr jedoch auf 2000 bis 3000. Das Portal „republic.ru“ beziffert die Truppengröße auf mindestens 3602 Mann. 

    Das sogenannte „Conflict Intelligence Team“, eine auf das russische Militär spezialisierte Bloggergruppe, nannte die Wagner-Truppe „Russlands Schattenarmee in Syrien“. Ihr zufolge soll die Truppe eine wichtige Rolle bei der Rückeroberung der syrischen Oasenstadt Palmyra gespielt haben.

    Wagner selbst wurde bislang nicht rechtlich belangt

    Wagner selbst wurde trotz eines entsprechenden Gesetzes im Gegensatz zu seinen Vorgängern nicht rechtlich belangt — stattdessen wurde er im Dezember 2016 in Moskau als Veteran ausgezeichnet. Medienberichten zufolge soll seine Truppe vom Oligarchen und Putin-Verbündeten Jewgenij Prigoschin finanziert werden. Auch er steht wegen der mutmaßlichen Einflussnahme auf die US-Wahlen 2016 auf der schwarzen Liste des US-Finanzministeriums.

    Laut eines ehemaligen Wagner-Söldners soll Prigoschin die Firma „Jewro Polis“ gegründet haben, die im Auftrag der syrischen Regierung Öl- und Gaseinrichtungen sichert und dafür mit 25 Prozent an der künftigen Produktion beteiligt ist. Das Unternehmen zahle jedem Wagner-Söldner zwischen 3500 und 5000 Dollar pro Monat. 

    Das Magazin „Sowerschenno Sekretno“ gibt an, dass die Mitglieder der Wagner-Truppe zu 40 Prozent aus ehemaligen Gefängnis-Insassen bestünden. Es sei wegen „schlechter Qualität“ der Rekruten zum Bruch mit Moskau gekommen, der Kreml habe nur begrenze Kontrolle über die russischen Söldner.

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    Anzeichen deuten darauf hin, dass Deutschlands Wirtschaft ein Einbruch droht

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    Deutschlands Wirtschaft könnte in den nächsten Monaten einen Rückgang erleben. Laut eines Konjunkturindikators des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, hat sich die...

    Deutschlands Wirtschaft könnte in den nächsten Monaten einen Rückgang erleben. Laut eines Konjunkturindikators des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, hat sich die Wahrscheinlichkeit, dass Deutschland in den nächsten drei Monaten eine Rezession erlebt, „signifikant erhöht“.

    Für den Zeitraum von April bis Juni 2018 ermittelten die Ökonomen eine Rezessionswahrscheinlichkeit von 32,4 Prozent. Heißt: Die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Wirtschaft in den nächsten drei Monaten an Schwung verliert, liegt bei knapp einem Drittel. Im März waren es noch 6,8 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession liege nach Messung des IMK derzeit so hoch wie seit März 2016 nicht mehr.

    Unklar, ob „Abwärtsspirale“ für deutsche Wirtschaft bereits eingesetzt hat

    Als Grund für die gestiegene Rezessionswahrscheinlichkeit nennt das IMK den merklichen Rückgang der Industrieproduktion, weitere Verschlechterung der Stimmungsindikatoren sowie der Handelsstreit zwischen den USA und China.

    In den vergangenen Monaten waren die Finanzmärkte von Turbulenzen bestimmt, starke Kursschwankungen verunsicherten Anleger. Hinzu kommt die mögliche Eskalation im Handelsstreit zwischen China und den USA: Das China-Institut Merics in Berlin warnt, die Spannungen der beiden größten Volkswirtschaften könnten sich auch auf chinesische Investitionen in Deutschland auswirken. Im vergangenen Jahr investierten chinesische Investoren mehr denn je in deutsche Unternehmen.

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    Dass die Rezessionswahrscheinlichkeit nicht noch höher liegt, schreibt der IMK dem „weiterhin ausgesprochen günstigen Finanzierungsumfeld für Unternehmen“ zu. Als Indikatoren dafür zählen etwa das Zinsumfeld, die generelle Wirtschaft, der Immobilienmarkt sowie die Kreditvergabe durch Banken. Das IMK hält aber auch fest, dass noch unklar sei, ob eine „Abwärtsspirale bereits begonnen hat“, schließlich könne „ein Monatswert auch von einmaligen Ereignissen verzerrt werden“.

    mgs

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    E-Mail an Mitarbeiter zeigt: Elon Musk hat eine brutale Methode, um Meetings kurz zu halten (TSLA)

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    Die Nachrichtenseite „Jalopnik“ hat eine E-Mail von Elon Musk an seine Tesla-Mitarbeiter in die Finger bekommen. Darin steht nicht nur, wie er die Produktion des Elektro-Autos Model 3 mit Hilfe von flexibel einsetzbaren Mitarbeitern beschleunigen...

    Die Nachrichtenseite „Jalopnik“ hat eine E-Mail von Elon Musk an seine Tesla-Mitarbeiter in die Finger bekommen. Darin steht nicht nur, wie er die Produktion des Elektro-Autos Model 3 mit Hilfe von flexibel einsetzbaren Mitarbeitern beschleunigen möchte, sondern auch eine eindringliche Botschaft an seine Mitarbeiter: Sie sollen produktiver werden. 

    Zu diesem Zweck hat Elon Musk ihnen ein paar persönliche Produktivitäts-Tipps verraten.

    „Verlasst ein Meeting und beendet einen Anruf, sobald ihr bemerkt, dass ihr nichts dazu beitragen könnt. Es ist nicht unhöflich, zu gehen, es ist unhöflich, jemanden aufzuhalten und seine Zeit zu verschwenden“, schreibt Musk. 

    Musk sendet E-Mail an Mitarbeiter

    „Im Allgemeinen solltet ihr immer euren gesunden Menschenverstand nutzen. Wenn es in einer bestimmten Situation lächerlich ist, die Regeln des Unternehmens zu befolgen [...], dann sollte man die Regeln ändern.“

    Es scheint das zentrale Anliegen in Elon Musks E-Mail zu sein, dass seine Mitarbeiter ihren gesunden Menschenverstand benutzen sollten und sich nicht davor fürchten sollten, die gewöhnliche Befehlskette von Tesla zu umgehen, wenn das erforderlich ist, um seinen Job zu erledigen.

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    Elon Musk dürfte sich mit diesem Thema auskennen: Er ist der Geschäftsführer von Tesla und SpaceX, während er parallel die Boring Company leitet, sein Tunnelbau-Startup. Erst kürzlich wurde darüber berichtet, dass Musk auf einer ungemütlichen Couch in seinem Büro bei Tesla schläft, um seine Ausfallzeiten zu reduzieren.

    Hier könnt ihr die ganze E-Mail lesen.

    Tesla hat nicht unmittelbar auf die Anfrage von Business Insider geantwortet. 

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    Ingenieur, der das iPhone mitentwickelt hat, fordert eine grundlegende Änderung bei Smartphones

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    Es war das erklärte Ziel von Steve Jobs, ein Handy zu schaffen, das mit wenigen Knöpfen zu bedienen ist und auf intuitive Art und Weise möglichst viele Funktionen bietet. Das gelang mit dem iPhone, das eine neue Ära im Bereich mobile Kommunikation...

    Es war das erklärte Ziel von Steve Jobs, ein Handy zu schaffen, das mit wenigen Knöpfen zu bedienen ist und auf intuitive Art und Weise möglichst viele Funktionen bietet.

    Das gelang mit dem iPhone, das eine neue Ära im Bereich mobile Kommunikation einläutete.

    Mittlerweile hat Apple mehr als eine Milliarde iPhones verkauft und konnte mit neuen Features wie der Gesichtserkennung die Technologie auf ein neues Level heben. Jeder dritte Mensch verwendet mittlerweile ein Smartphone. Doch wenn es nach vielen Experten geht, hat Steve Jobs auch eine Art unkontrollierbares Monster erschaffen. 

    Das iPhone hat ein Problem geschaffen, das bislang kaum Beachtung findet

    Was passiert eigentlich, wenn man Smartphones zu oft verwendet und die Benutzung zur Sucht wird? Bisher gibt es nur wenige Studien, die sich mit diesem doch so dringenden Thema befassen. Experten machen vor allem Apps wie Instagram oder Facebook für verantwortlich, die einen Belohnungseffekt auf Nutzer haben, der ähnlich süchtig machen kann wie Essen, Shopping oder Sex.

    Tony Fadell half dabei, den iPod zu erfinden und gehörte zum engen Kreis der iPhone-Entwickler. Nach seiner Zeit bei Apple gründete Fadell seine eigene Firma Nest, die später vom Google-Mutterkonzern Alphabet gekauft wurde. Mittlerweile ist er nicht mehr bei Google tätig. 

    Fadell kritisiert nun auf der Webseite „Wired“, dass Apple sich im Bezug auf das iPhone wenig um das Problem Sucht kümmert.

    Fadell glaubt, dass es sich nicht um ein Facebook-Problem handelt. Er sieht auch keine spezifische Zielgruppe, die für dieses Problem besonders anfällig wäre. Das Leben aller Menschen habe sich durch die Nutzung von Smartphones radikal verändert.

    Wir tragen kleine Computer mit uns herum, sind immer erreichbar und werden durch zahlreiche Möglichkeiten, sich mit dem Smartphone zu unterhalten, ständig abgelenkt. Das führe dazu, dass wir iPhones öfter verwenden, als wir selbst wahrscheinlich denken würden.

    Kein Konsens darüber, wie viel iPhone-Nutzung gesund ist

    Fadell zieht den Bereich Ernährung als Beispiel heran und erklärt, dass wir von Wissenschaftlern und Ernährungsberatern genaue Angaben darüber erhalten, wie viel Protein und andere Inhaltsstoffe im täglichen Leben benötigt werden und ab welcher Menge die Zufuhr als nicht mehr gesund eingestuft wird. Bei der Smartphone-Nutzung sei dies nicht der Fall.

    In Sachen digitale „Zufuhr“ sind Menschen vollkommen ratlos, was die richtige Dosis bei der Nutzung von iPhones ist. Was gilt noch als gesund, ab welcher Stundenzahl oder bei welchen Anwendungen sollte man nicht übertreiben, um auch einmal zur Ruhe kommen zu können?

    Fadell sieht App-Entwickler und Smartphone-Hersteller in der Pflicht, eine Regulierung für dieses Problem zu finden, bevor die Regierung sich entscheidet, regulierende Maßnahmen zu ergreifen.

    iPhone-Nutzer könnten zu besserem Smartphone-Verhalten erzogen werden

    Apple könnte laut Fadell in der Lage sein, das Problem von Grund auf zu beheben. Dies könnte mit dem iPhone so funktionieren, dass Apple dem Nutzer genau erklärt, wie er das Smartphone nutzt und vor allem wie viel Zeit für welche Anwendungen aufgebraucht wird. Das Unternehmen hat den Zugriff auf wichtige Daten und kann viele Informationen aus der Nutzung ziehen, um so iPhone-Nutzer genauer beraten zu können.

    Fadell schlägt vor, dass diese Informationen wie Kreditkartenabrechnungen an die Nutzer geschickt werden sollten, um Bewusstsein für die Verwendung zu schaffen. So könne das „digitale Gewicht“, wie er es nennt, besser sichtbar gemacht und das Verhalten entsprechend geändert werden.

    Apple könnte mit dem iPhone Vorreiter werden

    Wer die Daten wie eine Art Gesundheitsapp benutzen würde, könnte genau sehen, in welchen Bereichen es noch Verbesserungspotenzial gibt. So könnte das eigene Verhalten gezielt verändert werden. Zusammen mit einer persönlichen Zielsetzung würden Verwendungsweisen wie ein „Nur lesen“-Modus oder ein „Nur zuhören“-Modus Sinn ergeben. Nutzer könnten so zum Beispiel ein Hörbuch genießen, ohne sich mit Push-Nachrichten herumärgern zu müssen.

    Apple arbeitet daran, solche Einstellungen geräteübergreifend zu ermöglichen. Schon bald könnten Nutzer ihr Verhalten anpassen, um das iPhone bewusster zu erleben. Das wiederum würde dazu führen, so ist sich Fadell sicher, dass die Zufriedenheit der Nutzer gesteigert wird.

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    Sollte Apple diesen Schritt strikt durchziehen, ist es wahrscheinlich, dass andere Smartphone-Hersteller ebenfalls nachziehen werden. Auf diese Weise könnte das Thema iPhone-Sucht schon bald mehr im Bewusstsein der Nutzer ankommen. 

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    Amazon hat ein Patent für die Zuordnung von Nutzerdaten von Bitcoin- oder Transaktionen anderer Kryptowährungen bewilligt bekommen. Das US-amerikanische Patent- und Markenamt bewilligte das Patent für den Daten-Marktplatz, das die Amazon-Tochter Amazon Technologies bereits 2014 eingereicht hatte, am Dienstag, wie der US-amerikanische TV-Sender CNBC berichtet.

    Amazon Technologies will die Daten von Bitcoin- oder Nutzern anderer Kryptowährungen sammeln und sie etwa an Strafverfolgungsbehörden oder die Polizei verkaufen. Der Preis für die Nutzung des Daten-Marktplatzes würde je nach benötigter Datenmenge variieren.

    Daten von Bitcoin-Nutzern könnten weitergegeben werden

    An die Daten würde Amazon über Kunden gelangen, die mit Kryptowährungen bezahlen und dafür ihre Adresse hinterlegen. Bereits im Herbst vergangenen Jahres wurde spekuliert, Amazon wolle Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren. Die Daten der Nutzer könnten dann weiter kombiniert werden, etwa mit den Informationen des Internetproviders des Kunden. Strafverfolgungsbehörden könnten so an die physischen, als auch IP-Adressen von Nutzern von Kryptowährungen gelangen.

    Normalerweise sind die Identitäten von Nutzern von Kryptowährungen weitestgehend anonym. Transaktionen sind lediglich als verschlüsselte Zahlen- und Buchstandcodes hinterlegt. Amazons Vorhaben könnte diese Anonymität aufheben.

    Zum einen könnte es die Akzeptanz und die Verbreitung von Kryptowährungen wie Bitcoin deutlich steigern, indem das Bezahlen mit den rein digitalen Währungen auf Amazon und dessen Händler ausgerollt wird. Zum anderen sehen sich Nutzer, die Kryptowährungen aufgrund ihrer Anonymität verwenden, bedroht. Letztlich bleibt aber offen, ob Amazon sein Patent weiterverfolgen wird.

    mgs

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    Zlatan Ibrahimović beweist bei einem TV-Auftritt seinen unbändigen Größenwahn

    Zlatan Ibrahimović beweist bei einem TV-Auftritt seinen unbändigen Größenwahn


    Zlatan Ibrahimović fühlt sich in seiner neuen Heimat Hollywood unter so vielen Stars offenbar sehr wohl. Der Fußballstar, der für seine überhebliche Art bekannt ist, verkündete seinen Transfer zu dem Verein Los Angeles Galaxy mit einer Titelseite...

    Zlatan Ibrahimović fühlt sich in seiner neuen Heimat Hollywood unter so vielen Stars offenbar sehr wohl.

    Der Fußballstar, der für seine überhebliche Art bekannt ist, verkündete seinen Transfer zu dem Verein Los Angeles Galaxy mit einer Titelseite in einer Zeitung. Die Überschrift: „Gern geschehen, Los Angeles“.

    Beim ersten Spiel mit seinem neuen Team wurde sein Ego einmal mehr gestärkt, als er zwei Tore schoss und damit einen großen Anteil daran leistete, das Derby gegen LAFC von einem 3:0-Rückstand auf einen 4:3-Sieg zu drehen. 

    Durch sein überragendes Debüt bei LA Galaxy machte er in den USA auf sich aufmerksam. 

    Bei einem Auftritt in der Show von US-Comedian Jimmy Kimmel bewies er nun einmal mehr, dass niemand so ein überbordendes Selbstbewusstsein an den Tag legen und dabei auch so charmant sein kann — sehr zur Unterhaltung von Gastgeber und Zuschauern. 

    Zlatan Ibrahimovic' Größenwahn in der Late-Night

    Jimmy Kimmel fragte Ibrahomvić dabei auch, ob er denn nun für Schweden bei der kommenden Weltmeisterschaft spielen würde oder nicht. 

    Ibrahimović antwortete zunächst vage: „Ja, ich werde zur Weltmeisterschaft fahren.“ Kimmel hakte nach: „Aber wirst du denn auch Stollen an den Schuhen tragen?“

    „Ich habe nur gesagt, dass ich zur Weltmeisterschaft fahre“, antwortete Ibrahimović. „Wenn ich mehr sage, werden die Leute mich erhängen, also passe ich auf, was ich sage.“

    „Das werden sie?“, scherzte Kimmel. „Das klingt wie eine extreme Reaktion, nur weil du bei einem Fußballturnier mitspielen willst.“

    Ganz in Zlatan-Marnier beendete er die Konversation mit dem Satz: „Ich meine, eine Weltmeisterschaft ohne mich wäre keine Weltmeisterschaft.“

    Hier könnt ihr euch Ibrahimovic' Auftritt in der Show ansehen: 

    Ibrahimović gab 2016 seinen Rückzug aus der schwedischen Nationalmanschaft bekannt, aber deutet immer wieder an, sich ein Comeback vorstellen zu können, nachdem sich die Schweden zum ersten Mal in zwölf Jahren für die WM qualifizieren konnten. 

    Wir wissen derzeit nicht, ob er tatsächlich zur WM mitfährt — das schwedische Nationalteam hat sich dazu noch nicht geäußert. Dass Ibrahimović ein ausgezeichneter Spieler ist, stellt er aber immer wieder unter Beweis.

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