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    Ernährungsministerin Klöckner will zusammen mit Discountern gegen Wegwerfmentalität kämpfen

    Ernährungsministerin Klöckner will zusammen mit Discountern gegen Wegwerfmentalität kämpfen


    Milch ist oft noch trinkbar, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Und auch Joghurt oder Käse sind dann häufig noch völlig in Ordnung. Dennoch werden sie von Verbrauchern oft in denn Müll geschmissen. Das wollen mehrere große deutsche...

    Milch ist oft noch trinkbar, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Und auch Joghurt oder Käse sind dann häufig noch völlig in Ordnung. Dennoch werden sie von Verbrauchern oft in denn Müll geschmissen. Das wollen mehrere große deutsche Discounter nicht länger tatenlos mitansehen. 

    Auf einer ganzen Reihe von Milchprodukten der Penny-Eigenmarken von der Frischmilch über den Speisequark bis zum Naturjoghurt soll künftig ein Aufdruck die Kunden ermuntern, sich nicht blind auf das Mindesthaltbarkeitsdatum zu verlassen. Stattdessen sollen sie selber probieren, ob das Produkt noch gut ist. „Kostbares Retten. Riechen. Probieren. Genießen. Auch häufig nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums“, ist auf den neuen Packungen in unmittelbarer Nähe der Haltbarkeitsangabe zu lesen.

    Auch Aldi Süd versieht seit Ende vergangenen Jahres bundesweit Milch und verschiedene Käseprodukte mit dem Aufdruck „Riech mich! Probier mich! Ich bin häufig länger gut“. Tests in rund 400 Filialen hätten zuvor ergeben, dass die „Kunden den Hinweis wahrnehmen und vor allem auch ihr Verhalten entsprechend anpassen“, berichtete Aldi-Managerin Julia Adou. Das Schwesterunternehmen Aldi Nord prüft derzeit eine ähnliche Initiative, wie es auf Anfrage mitteilte.

    Menge der Lebensmittelabfälle soll sich halbieren

    Die Initiativen des Handels passen gut in die Strategie von Bundesernährungs-
    ministerin Klöckner. Bis 2030 will sie die Menge der Lebensmittelabfälle im Einzelhandel und bei privaten Haushalten halbieren. Ein wichtiger Punkt ist dabei der Umgang mit dem auf vielen Produkten aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdatum. „Denn das Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet eben nicht, dass ein Produkt einen Tag später nicht mehr genießbar ist — es ist kein Verfallsdatum“, betonte Klöckner anlässlich der Präsentation der Penny-Kampagne. Die Verbraucher sollten deshalb wieder mehr auf ihre Sinne vertrauen, hinschauen, tasten, riechen oder probieren.

    Natürlich ist das Mindesthaltbarkeitsdatum im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung nicht das einzige Problem. Obst, Gemüse oder Brot und Kuchen aus der Bäckerei, die häufig in der Tonne landen, haben überhaupt gar keins. Insgesamt hängen denn auch nur sechs bis sieben Prozent der vermeidbaren Abfälle mit einem überschrittenen Datum zusammen, wie eine Studie des Marktforschungsinstituts GfK für das Ernährungsministerium ergab.

    Bei bestimmten beliebten Produkten sieht das aber anders aus. Fast ein Drittel der ausdrücklich wegen abgelaufenen Datums entsorgten Lebensmittel sind Milchprodukte. Die seien meist recht kurz haltbar, nicht so teuer und damit anfällig fürs Wegwerfen ohne Gewissensbisse, wie es in der Studie heißt. Im Jahr kämen so 42.000 Tonnen Abfall nur aus Molkereiprodukten zusammen — also mehr als ein Kilo pro Haushalt.

    Verbraucher sind oft unsicher, ob Produkte noch genießbar sind

    Ebenfalls oft wegen „abgelaufenen“ Datums weggeworfen werden demnach Fertigprodukte und Tiefkühlkost. Und auch Ketchups und Dips, die etwa zum Start der Grillsaison gekauft und dann aber vergessen werden. Generell spielt der Wegwerfgrund des Mindesthaltbarkeitsdatums laut Studie bei Single-Haushalten eine größere Rolle, bei mehr Personen dagegen nur eine unterdurchschnittliche.

    Können die von den Discountern geplanten Aufdrucke etwas daran ändern? Der Marketingexperte Martin Fassnacht von der Wirtschaftshochschule WHU in Düsseldorf ist davon überzeugt. „Dass viele Verbraucher Waren nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums wegwerfen, ist auch ein Zeichen der Unsicherheit. Sie trauen sich einfach nicht mehr zu, den Zustand des Produkts zu beurteilen und verlassen sich lieber auf die Vorgaben des Herstellers“, meint er. Die Aufdrucke könnten mit der Zeit dazu führen, dass Verbraucher umdenken und erst einmal den Zustand des Produkts prüfen, bevor sie es entsorgen.

    Und für die Aldi, Penny und Co habe die Initiative noch einen weiteren Vorteil, ist der Branchenkenner überzeugt. „Solche Aktionen sind wichtig für das Image des Handels. Es kommt gut an bei den Verbrauchern, aber auch bei der Politik.“ Signifikante Umsatzeinbußen habe der Handel dadurch nicht zu befürchten.

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    Porsche-Nachfahre Piëch plant ein eigenes Sport-E-Auto

    Porsche-Nachfahre Piëch plant ein eigenes Sport-E-Auto


    Wenn es eine Familie gibt, der Benzin im Blut liegt, dann ist es gewiss die Porsche-Piëch-Familie. Während der Piëch-Zweig, allen voran Ferdinand Piëch und sein Sohn Anton, hauptsächlich bei VW in den Chefetagen zugange waren, kümmert sich die...

    Wenn es eine Familie gibt, der Benzin im Blut liegt, dann ist es gewiss die Porsche-Piëch-Familie. Während der Piëch-Zweig, allen voran Ferdinand Piëch und sein Sohn Anton, hauptsächlich bei VW in den Chefetagen zugange waren, kümmert sich die Porsche-Familie schon immer um das gleichnamige Unternehmen, so gesehen der Sportwagen-Abteilung von VW. Auf den Autos beider Unternehmen stand jedoch immer nur der Name Porsche oder VW — das soll sich schon bald ändern.

    Der Sohn nimmt die Sache in die Hand

    Nachdem Anton Piëch seine unternehmerischen Tätigkeiten in China nach rund zehn Jahren den Rücken gekehrt hat, ist er im Jahr 2015 umso ambitionierter zurück nach Europa gekommen. 2017 hat er gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Rea Stark Rajcic das Unternehmen Piëch Automotive AG gegründet, das in Zürich ansässig ist. Und nicht etwa sein Vater Ferdinand, der schon so lange in der Automobilbranche tätig ist, sondern er selbst bringt nun das erste Automodell heraus, das den eigenen Namen trägt — der Piëch Mark Zero.

    Bei dem Fahrzeug soll es sich um einen E-Sportwagen handeln, der Berichten zufolge über etwa 500 Kilometer Reichweite schafft. In einem Gespräch mit der Zeitschrift „Edison“ sagte Anton Piëch, dass beim ersten nach ihm benannten Fahrzeug, „ein ähnliches Fahrverhalten wie beim klassischen Porsche 911“, zu erwarten sei.

    Genauere Informationen über den Mark Zero sind noch nicht bekannt, denn das luxuriöse E-Auto wird erst auf dem Genfer Automobilsalon im März enthüllt. Bis dahin lässt das junge Unternehmen einen Countdown auf seiner Webseite laufen und zeigt im Hintergrund einige Impressionen des schnittigen Wagens. Was eindeutig zu sehen ist, ist der Markenname, der in diesem Zusammenhang eine ganz besondere Bedeutung hat — die Motorhaube wird nicht etwa von einer VW- oder Porsche-Aufschrift geziert, sondern dieses mal vom Namen Piëch.

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    Volkswagen wächst — und ist besorgt

    Volkswagen wächst — und ist besorgt


    Der Autobauer Volkswagen geht angesichts zahlreicher Herausforderungen mit einer gewissen Vorsicht ins neue Jahr. Zwar scheinen die größten Brocken zur Beseitigung der Dieselaffäre im Konzern verarbeitet — doch plötzlich hat sich die...

    Der Autobauer Volkswagen geht angesichts zahlreicher Herausforderungen mit einer gewissen Vorsicht ins neue Jahr. Zwar scheinen die größten Brocken zur Beseitigung der Dieselaffäre im Konzern verarbeitet — doch plötzlich hat sich die Autokonjunktur deutlich eingetrübt. Hinzu kamen beim Autobauer aus Wolfsburg im vergangenen Jahr der teure Schlamassel um die Einführung des neuen Abgasprüfstandards WLTP. VW-Chef Herbert Diess blickt auch wegen drohender US-Zölle eher verhalten optimistisch voraus: „Der Gegenwind in wichtigen Märkten dürfte 2019 nochmals stärker werden.“

    Im vergangenen Jahr lagen dem Konzern die direkten Folgen der Dieselkrise noch einmal ebenso so stark im Magen wie zuvor. Die von den Staatsanwaltschaften Braunschweig und München verhängten Milliardengeldbußen summierten sich mit anderen Kosten auf insgesamt 3,2 Milliarden Euro. Für die Bewältigung der Dieselkrise verbuchte der Konzern seit Bekanntwerden im Herbst 2015 damit 29 Milliarden Euro an Kosten.

    Auch die verbindliche Einführung des neuen Abgastest- und Verbrauchsverfahrens WLTP, wonach VW und die Töchter Audi und Porsche viele Modellvarianten teils über Monate nicht liefern konnten, schlug nun im Tagesgeschäft durch. Der Konzern hatte früh gewarnt, dass Produktionsausfälle und Extrakosten dafür mit mehr als einer Milliarde Euro zu Buche schlagen würden.

    Das operative Ergebnis von Volkswagen stagniert

    Trotz gestiegener Auslieferungen und des um 6,3 Milliarden Euro auf 235,8 Milliarden Euro gewachsenen Umsatzes stagnierte das operative Ergebnis: Vor Sondereinflüssen lag das Betriebsergebnis bei 17,1 Milliarden Euro — ein Jahr zuvor waren es 17,0 Milliarden Euro. Mit 12,15 Milliarden Euro stieg der Nachsteuergewinn allerdings um immerhin sechs Prozent.

    Diess betonte: „Wir haben uns 2018 ordentlich geschlagen.“ Dies gelte gerade vor dem Hintergrund der WLTP-Umstellung, die zu erheblichen Verwerfungen in der Absatzentwicklung geführt habe. „Insgesamt werden aber erhebliche Anstrengungen notwendig sein, um auch im neuen Geschäftsjahr unsere ambitionierten Ziele zu erreichen“, sagte der Manager. Denn der Konzern peilt für 2019 trotz der Probleme auf den Automärkten erneut einen um bis zu fünf Prozent steigenden Umsatz an. Die Auslieferungen sollen weltweit leicht zulegen.

    Bei der Umsatzrendite des um Sondereinflüsse bereinigten operativen Ergebnisses — also dem Anteil des operativen Gewinns am Umsatz — rechnet Diess mit einem Wert zwischen 6,5 und 7,5 Prozent nach 7,3 Prozent im Vorjahr. Analyst Frank Schwope von der NordLB sprach von einer guten Ausgangslage, die Sondereffekte aus dem Dieselskandal dürften sich verringern.

    Flaute in China trifft auch VW

    Das zeigte sich auch am eigentlich guten Lauf im Tagesgeschäft: 2018 lieferte der Konzern trotz aller Schwierigkeiten mit 10,83 Millionen Fahrzeugen mehr Autos aus als jemals zuvor. Im Dezember gab es allerdings einen empfindlichen Rückgang um über acht Prozent. In der zweiten Jahreshälfte 2018 verzeichnete VW eine deutliche Eintrübung des wichtigen Marktes China — und startete wegen geringerer Verkäufe in China und Amerika auch schwächer ins laufende Jahr.

    Die Flaute in China war bei VW auch am Ergebnis abzulesen. Die chinesischen Gemeinschaftsunternehmen lieferten 2018 einen anteiligen operativen Gewinn von 4,6 Milliarden Euro statt wie vor einem Jahr 4,7 Milliarden Euro.

    Schwope sagte, er könne sich in China Verkaufserleichterungen von staatlicher Seite vorstellen — für den Fall, dass das erste Quartal schwach ausfalle. „Allerdings wird die Automobil-Welt in den nächsten Jahren weiterhin von viel Unruhe geprägt sein“, sagte er.

    Dazu kommen drohende US-Strafzölle auf europäische Autoimporte. Zuletzt waren Sonderzölle von 25 Prozent im Gespräch. Das könnte den VW-Konzern bis zu 2,5 Milliarden Euro kosten, hatte Diess der „Financial Times“ gesagt. Darüber hinaus kämpft der Konzern nach dem Abgasskandal an zahlreichen juristischen Fronten. Neben einer Vielzahl von Klagen von Diesel-Kunden gibt es auch milliardenschwere Klagen von Anlegern und Investoren. Außerdem wird strafrechtlich ermittelt.

    Lkw- und Bussparte Traton soll Mitte des Jahres an die Börse gehen

    Vor allem aber bekam Volkswagen im vergangenen Jahr herbe Probleme mit der neuen Abgasnorm WLTP, weil die vielen Getriebe- und Motorvarianten nach den neuen Vorgaben einzeln zertifiziert werden müssen. Und dieses Jahr droht im September eine weitere Stufe neuer Verbrauchsmessungen.

    Volkswagen hat aber auch ein paar Eisen im Feuer: Die Lkw- und Bussparte Traton soll Mitte des Jahres bereit sein für einen möglichen Börsengang. Das Geld könnte VW beispielsweise in die Softwareentwicklung stecken — oder in teure Technik für das autonome Fahren und die Elektromobilität.

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    Ab Jahresende soll in Zwickau das erste Modell der neuen vollelektrischen ID-Familie vom Band rollen, Analysten wie Arndt Ellinghorst vom Investmentberater Evercore räumen dem Konzern in dem Zukunftsfeld gute Chancen ein. Zudem gibt es bei der angedachten Partnerschaft mit Ford beim Bau von kleinen Nutzfahrzeugen noch Spielräume — die beiden Autoriesen prüfen weiter, ob sich nicht auch eine ausgeweitete Entwicklungsallianz lohnt.

    Trotz des von Diess angekündigten Gegenwinds: Die Dividende soll auf 4,80 (Vorjahr 3,90) Euro je Stammaktie und 4,86 (3,96) Euro je Vorzugsaktie steigen. Die Mitarbeiterzahl kletterte um 3,5 Prozent auf rund 664.500 Menschen.

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    Personal Trainer erklärt, warum ihr Cold-Brew gegenüber normalem Kaffee bevorzugen solltet

    Personal Trainer erklärt, warum ihr Cold-Brew gegenüber normalem Kaffee bevorzugen solltet


    Es sei euch vergeben, wenn ihr bisher immer gedacht habt, dass Iced Coffee und Cold Brew dasselbe wären — aber deswegen liegt ihr nicht weniger falsch.  Während nämlich Iced Coffee einfach eisgekühlter Kaffee ist, wird Cold Brew nach einem ganz...

    Es sei euch vergeben, wenn ihr bisher immer gedacht habt, dass Iced Coffee und Cold Brew dasselbe wären — aber deswegen liegt ihr nicht weniger falsch. 

    Während nämlich Iced Coffee einfach eisgekühlter Kaffee ist, wird Cold Brew nach einem ganz anderen Verfahren hergestellt — und zwar ohne ihn zu erhitzen. Für Cold Brew lasst ihr einfach gemahlene Kaffeebohnen in kaltem oder Wasser auf Zimmertemperatur zwischen zwölf und 24 Stunden ziehen. 

    Das macht den Kaffee nicht nur ein bisschen weniger bitter. Es hat auch gesundheitliche Vorteile, von denen nur die wenigsten wissen: Cold Brew enthält bei weitem nicht so viel Säure wie normaler Kaffee, was die Magen- und Darmwände nicht so sehr reizt. 

    Deswegen trinkt Max Lowery, Verfechter des Intermittierenden Fastens und Autor von „The 2 Meal Day“ nur Cold Brew. 

    „Ich bin von Haus aus nicht der größte Kaffeetrinker, weil ich sehr darauf achte, wie viel Koffein ich zu mir nehme — auch wenn ich mich Ende vergangenen Jahres daran gewöhnt habe, regelmäßig Kaffee zu trinken“, sagt er gegenüber INSIDER.

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    „Ich esse nie vor 13 oder 14 Uhr [Lowery mag die Variante des Intermittierenden Fastens, bei der man über Nacht und eine etwas längere Zeitperiode am Morgen nichts isst, am liebsten] und habe deshalb Kaffee auf nüchternen Magen getrunken. Nach zehn Tagen täglichen Kaffeekonsums hatte ich Symptome eines Reizdarmsyndroms. Das hatte ich noch nie.“ 

    Also hat sich Lowery informiert und herausgefunden, dass er nicht der einzige ist, dem es nach dem Kaffeetrinken so erging; besonders in den Fällen, bei denen die Leute auf nüchternen Magen getrunken haben. Einige hatten Durchfall, Bauchschmerzen oder sie fühlten sich aufgebläht. 

    „Ich habe noch etwas tiefer gegraben und herausgefunden, dass das ein gängiges Problem ist“, sagt Lowery. „Kaffee ist unglaublich sauer und kann Entzündungen der Darmschleimhaut verursachen. Das hat mich sehr überrascht. Stellt euch nur vor, wie viele Menschen damit zu kämpfen haben und nicht wissen, dass der Kaffee der wahre Grund dafür ist!“ 

    Lowery hat herausgefunden, dass der Prozess des kalten Aufbrühens die Säure im Kaffee um 70 Prozent verringern kann. 

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    „Kaffee bei kälteren Temperaturen zu brauen, hat gravierende Auswirkungen auf den Säuregehalt des fertigen Getränks. Das ist alles wissenschaftlich nachvollziehbar“, sagt der Geschäftsführer und Mitbegründer von RISE Brewing Co. Grant Gyesky gegenüber INSIDER.

    „Alle Kaffeebohnen enthalten Öle, und unter denen sind die Fettsäuren. Während des normalen 'heißen' Aufbrühprozesses wird das Wasser über die Bohnen bei etwa 100 Grad Celsius geschüttet. Bei 6 Grad werden diese Säuren jedoch schon von den Bohnen gelöst und in den Kaffee weitergegeben. Das gibt ihm seinen typischen Geschmack.

    Behält man jedoch kältere Temperaturen während der Zubereitung bei, werden diese Fette nie gelöst. Deswegen kann Cold Brew bis zu 70 Prozent weniger Säure enthalten als normaler heißer Kaffee und ist somit leichter verräglich für Menschen mit einem Reizdarmsyndrom. Ganz nebenbei verleiht ihm das auch einen viel weicheren und süßeren Geschmack.“ 

    Lowery mag Cold Brew aufgrund seines süßeren Geschmacks lieber als normalen Kaffee — und stellt jetzt seinen eigenen her, sodass er selbst bestimmen kann, wie stark er sein Getränk haben möchte, beziehungsweise wie lange er es ziehen lassen möchte.

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    Nicht zuletzt glaubt der Personal Trainer auch, dass das Trinken von Cold Brew beim Intermittierenden Fasten hilft — viele Menschen, die dieser Methode nachgehen, sagen, dass ihnen das Trinken von Tee und Kaffee über die Zeit des Fastens hinweghelfen würde. Milch hinzuzufügen, sei allerdings nicht ideal — und deswegen sei Cold Brew besser, weil es auch ohne Zusatz bekömmlich ist.

    „Das vielleicht Beste an Cold Brew ist, dass er so süß schmeckt, dass man nichts hinzufügen muss, um den bitteren Geschmack zu übertünchen“, sagt Lowery.

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    Volkswagen trotzt der Dieselkrise — Gewinn und Dividende steigen

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    Volkswagen hat den Gewinn trotz der Turbulenzen durch die schärferen Abgasmessregeln überraschend gesteigert und hebt die Dividende an.  Das operative Ergebnis kletterte leicht auf 13,9 Milliarden Euro von 13,8 Milliarden im vorangegangenen Jahr, wie...

    Volkswagen hat den Gewinn trotz der Turbulenzen durch die schärferen Abgasmessregeln überraschend gesteigert und hebt die Dividende an. 

    Das operative Ergebnis kletterte leicht auf 13,9 Milliarden Euro von 13,8 Milliarden im vorangegangenen Jahr, wie Volkswagen am Freitag im Anschluss an eine Aufsichtsratssitzung mitteilte. „Wir haben uns 2018 ordentlich geschlagen, gerade vor dem Hintergrund der WLTP-Umstellung, die zu erheblichen Verwerfungen in unserer Absatzentwicklung geführt hat“, sagte Konzernchef Herbert Diess. Der Gegenwind in wichtigen Märkten dürfte 2019 nochmals stärker werden.

    Die Rendite vor Sondereinflüssen lag bei 7,3 (Vorjahr: 7,4) Prozent nahe dem oberen Ende der von Volkswagen prognostizierten Spanne von 6,5 bis 7,5 Prozent. Der Konzernumsatz kletterte um 6,3 Milliarden auf knapp 236 Milliarden Euro. Weltweit lieferte Volkswagen 10,8 Millionen Fahrzeuge an Kunden aus, ein leichtes Plus zum Vorjahr.

    Die Stammaktionäre, darunter als größte die Familien Porsche und Piech, das Land Niedersachsen und das Emirat Katar, sollen eine Dividende von 4,80 Euro je Aktie erhalten. An die Vorzugsaktionäre sollen 4,86 Euro je Anteilschein fließen. Für 2017 waren es jeweils 90 Cent weniger.

    Für das laufende Jahr gibt sich der Vorstand vorsichtig optimistisch und stellt ein leichtes Absatzplus in Aussicht. Der Umsatz soll um bis zu fünf Prozent steigen, und bei der operativen Rendite peilt Volkswagen vor Sondereffekten wieder einen Wert zwischen 6,5 und 7,5 Prozent an. „Insgesamt werden aber erhebliche Anstrengungen notwendig sein, um auch im neuen Geschäftsjahr unsere ambitionierten Ziele zu erreichen“, sagte Diess.

    VW profitiert vom Sparkurs

    Mit dem Erreichen der Ziele im abgelaufenen Jahr erweist sich der weltgrößte Autobauer als stabiler als seine Konkurrenten Daimler und BMW, die ihre Ziele für das vergangene Jahr korrigieren mussten. Die Wolfsburger profitieren stärker von ihrer Baukastenstrategie, bei der immer mehr Fahrzeugmodelle gleiche Bauteile verwenden und die Kosten dadurch sinken. Zudem greift der vor zwei Jahren mit dem Betriebsrat vereinbarte Sparkurs. Im Zuge des „Zukunftspakts“ sollen bis 2020 netto 14.000 Stellen durch Vorruhestandsregelungen abgebaut werden. In einer weiteren Sparrunde fallen in Emden und Hannover durch den Umbau zu Elektrostandorten 7.000 Arbeitsplätze weg.

    Inzwischen ist sogar von einem weitergehenden Personalabbau die Rede, weil durch den Schwenk in die Elektromobilität auch in anderen Werken weniger Arbeit anfällt. Auch in der Verwaltung sind Tausende Jobs gefährdet. Die Pläne sollen so umfassend sein, dass dies mit einem sozialverträglichen Stellenabbau kaum mehr zu schaffen sei, heißt es aus Arbeitnehmerkreisen. Sollte dies der Fall sein, könnte ein neuer Konflikt mit dem einflussreichen Betriebsrat bevorstehen.

    Das Ende des Verbrenners vor Augen

    Vorstandschef Diess will Volkswagen in den nächsten Jahren zu einem Anbieter umweltverträglicher Mobilität und selbstfahrenden Autos umbauen und setzt alles auf die Karte Elektromobilität. Dafür investiert der Konzern binnen fünf Jahren 44 Milliarden Euro. Die Weichen werden in diesem Jahr mit dem Elektroauto ID gestellt, der Ende des Jahres in Zwickau vom Band rollen soll. Danach soll es Zug um Zug gehen. Bis 2025 will Volkswagen nach früheren Angaben bis zu drei Millionen Elektroautos im Jahr bauen und zahlreiche elektrische Modelle auf den Markt bringen.

    Grund für den radikalen Schwenk ist die von VW selbst verursachte Dieselkrise. Den letzten Anstoß aber gaben im November die strengeren CO2-Ziele der EU, die die gesamte Branche unter Zugzwang setzen. Die Wolfsburger gehen nun voran und bekennen sich öffentlich zum Pariser Klimaabkommen. Um die Erderwärmung zu bremsen, soll ab dem Jahr 2050 die gesamte Fahrzeugflotte CO2-neutral unterwegs sein. Das bedeutet, dass VW ab 2026 keine Verbrennungsmotoren mehr entwickeln will.

    Elektroautos sollen von Anfang an Gewinn abwerfen

    Auch die Konkurrenz schläft nicht: BMW und Daimler verbünden sich bereits bei Mobilitätsdiensten wie Carsharing, dem Vermitteln von Fahr-, Park- und Ladediensten sowie den dazu nötigen Bezahlsystemen. Ziel ist, einen weltweit führenden Anbieter zu schaffen, um Anbietern wie Uber Paroli zu bieten. Weitere Angebote bis hin zu autonomen Autos oder gar Lufttaxis könnten künftig dazukommen.

    Das Geld für den größten Umbau in der Konzerngeschichte will sich Volkswagen selbst erarbeiten — durch milliardenschwere Sparprogramme bei jeder einzelnen Marke. Die Kosten sollen auch dadurch gesenkt werden, dass Volkswagen die Produktion von Fahrzeugen mit gleicher Plattform in Werken zusammenlegt. Gleichzeitig wird die Aufarbeitung der selbstverschuldeten Diesel-Krise die Bilanz auch in diesem und im nächsten Jahr noch belasten. Dennoch hält der Konzern an seinem Ziel fest, die Etragskraft zu steigern. Die Elektroautos sollen von Anfang an Gewinn abwerfen.

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    Daimler und BMW vereinen Car2go und DriveNow zu Share Now

    Daimler und BMW vereinen Car2go und DriveNow zu Share Now


    Nutzer von Carsharing und Mitfahrdiensten bekommen künftig ein gemeinsames Angebot der sonst konkurrierenden Autobauer Daimler und BMW. Damit wollen die Unternehmen ihre weltweite Position auf dem umkämpften und wachsenden Markt ausbauen. Die Konzerne...

    Nutzer von Carsharing und Mitfahrdiensten bekommen künftig ein gemeinsames Angebot der sonst konkurrierenden Autobauer Daimler und BMW. Damit wollen die Unternehmen ihre weltweite Position auf dem umkämpften und wachsenden Markt ausbauen. Die Konzerne investieren mehr als eine Milliarde Euro, um ihre bestehenden Angebote zu erweitern und zu verzahnen, wie sie am Freitag in Berlin zum offiziellen Start des Zusammenschlusses mitteilten. Sie bringen demnach eine Kundenbasis von mehr als 60 Millionen aktiven Nutzern mit.

    Für die beiden bestehenden Carsharing-Flottennamen Car2go und DriveNow soll es eine Übergangszeit geben — bis zum neuen Namen Share Now, wie es weiter hieß. Durch den Zusammenschluss sollen in den kommenden Jahren weltweit bis zu 1.000 neue Jobs geschaffen werden, darunter auch in Deutschland.

    350.000 neue Nutzerkonten für Carsharing in 2018

    Das Ganze soll so aussehen: In einem Verbund sind fünf Gemeinschaftsfirmen zusammengefasst — der Hauptsitz wird in Berlin sein. Die Bereiche teilen sich auf in Carsharing (Share Now), Parken (Park Now), Ladestationen für Elektrofahrzeuge (Charge Now), Reiseplanung über eine Mobilitätsplattform (Reach Now) und Mitfahrdienste (Free Now). Die Transaktion wurde den Angaben zufolge am 31. Januar abgeschlossen.

    BMW-Chef Harald Krüger und Daimler-Chef Dieter Zetsche betonten am Freitag, dass sie in dem Marktbereich gemeinsam stärker sein können. Dem Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer zufolge entspricht der Schritt dem Zeitgeist der Digitalisierung. „Wenn man glaubt, man kann alles selbst machen, ist das im digitalen Zeitalter ein Irrweg“, sagte der Branchenfachmann der dpa.

    In Deutschland sieht sich die Carsharing-Branche im Aufwind. Immer mehr Menschen registrieren sich für die Dienste, 350.000 Nutzerkonten sind im Laufe des Jahres 2018 dazugekommen, wie der Bundesverband Carsharing diese Woche mitteilte. Insgesamt 2,46 Millionen Nutzerkonten gebe es mittlerweile.

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    Wegen Wetterphänomen: Flugzeug der Virgin Atlantic fliegt schneller als Schallgeschwindigkeit

    Wegen Wetterphänomen: Flugzeug der Virgin Atlantic fliegt schneller als Schallgeschwindigkeit


    Eine Boeing 787-9 der britischen Airline Virgin Atlantic hat eine Geschwindigkeit von 1.289 Kilometern pro Stunde „über Grund” erreicht — und damit effektiv Überschallgeschwindigkeit, berichtete die US-amerikanische Zeitung „Washington...

    Eine Boeing 787-9 der britischen Airline Virgin Atlantic hat eine Geschwindigkeit von 1.289 Kilometern pro Stunde „über Grund” erreicht — und damit effektiv Überschallgeschwindigkeit, berichtete die US-amerikanische Zeitung „Washington Post”.

    Die gewöhnliche Flugreisegeschwindigkeit einer Boeing 787-9 beträgt im Vergleich dazu durchschnittlich 903 Kilometer pro Stunde. Bei der genannten Reisegeschwindigkeit von 1.289 Kilometern pro Stunde handelt es sich allerdings um die Geschwindigkeit relativ zur Erdoberfläche (Groundspeed). Die Geschwindigkeit im Überschallbereich bezieht sich hingegen auf die relative Geschwindigkeit eines Flugzeugs zum umgebenden Luftstrom (Airspeed). 

    „An einem absolut ruhigen Tag entspricht die Geschwindigkeit relativ zur Luft der Geschwindigkeit relativ zum Boden”, erklärt die US-Raumfahrtbehörde Nasa. „Wenn aber der Wind in dieselbe Richtung weht, in die sich das Flugzeug bewegt, ist die Geschwindigkeit relativ zur Luft geringer als die Geschwindigkeit relativ zum Boden.”

    Jetstreams sorgen für Rückenwind

    Tatsächlich hat das Flugzeug der Virgin Atlantic auf seinem Weg von Los Angeles nach London also die Schallmauer nicht durchbrochen. Zum Glück, denn dafür wäre das betreffende Passagierflugzeug nicht ausgelegt. 

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    Für die trotz allem hohe Geschwindigkeit der Maschine sorgten kräftige Rückenwinde, sogenannte Jetstreams. Diese Windströme existieren hoch in der Atmosphäre und verlaufen von Westen nach Osten. Aus diesem Grund dauern Flüge von Europa nach Amerika häufig länger als umgekehrt.

    Die Passagiermaschine der Virgin Atlantic wurde von solch starkem Rückenwind mit rund 320 Kilometern pro Stunde „angeschoben”. Abzüglich dessen flog das Flugzeug mit rund 970 Kilometern pro Stunde dementsprechend immer noch sehr viel schneller als üblich und erreichte das Ziel 48 Minuten früher als geplant. 

    Der Flugzeugpilot Peter James schrieb auf Twitter, er habe es während seiner Karriere noch nie mit einem derart starken Rückenwind zu tun gehabt.

    Almost 800 mph now never ever seen this kind of tailwind in my life as a commercial pilot !! (200 mph tailwind ) pic.twitter.com/0XGTkEP9EB

    — Peter James (@jetpeter1) 19. Februar 2019

     

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    Wir haben gerade das erste Säugetier durch den Klimawandel ausgerottet — und es war verdammt niedlich

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    Forscher haben es schon lange vermutet, nun ist es traurige Gewissheit. Die Bramble-Cay-Mosaikschwanzratte gilt nun nach Bekanntgabe des australischen Umweltministeriums am Dienstag als ausgestorben und ist damit die erste Tierart, die offiziell dem...

    Forscher haben es schon lange vermutet, nun ist es traurige Gewissheit. Die Bramble-Cay-Mosaikschwanzratte gilt nun nach Bekanntgabe des australischen Umweltministeriums am Dienstag als ausgestorben und ist damit die erste Tierart, die offiziell dem Klimawandel zum Opfer gefallen ist.

    Bramble-Cay-Mosaikschwanzratte wurde zuletzt 2009 gesichtet

    Die australische Nagetierart, die auf einer nur etwa vier Hektar großen Sandinsel  zwischen Papua-Neuguinea und Queensland beheimatet war, wurde 2009 zum letzten Mal gesichtet. Immer wieder versuchten Forscher des Department of Environment and Heritage Protection, das Tier erneut ausfindig zu machen, stellten Fotofallen und suchten nach Hinweisen — vergeblich, wie sie in einem Bericht verkünden.

    Immer mehr Tiere leiden an den Folgen des Klimawandels und sterben, wenn es ihnen nicht gelingt, sich an die sich verändernden Umweltbedingungen anzupassen. Dazu zählen vor allem Fische und Krebsarten, die nicht mit den ansteigenden Wassertemperaturen oder mit anhaltender Dürre zurechtkommen, oder Echsenarten, die nur unter kühlen Bedingungen Eier produzieren können. Während es einigen Tieren gelingt, sich in andere Bereiche umzusiedeln, die ihren Lebensanforderungen entsprechen, war das der Bramble-Cay-Mosaikschwanzratte nicht möglich. Die Insel, auf der sie lebte, bot ihr mit einem Umfang von 34 Metern Länge und 150 Metern Breite nicht die Chance, zu fliehen.

    Ansteigender Meeresspiegel führte zum Aussterben

    Wie die Forscher vermuten, wurde die Insel durch den ansteigenden Meeresspiegel in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder überschwemmt, zusätzlich führten hohe Wellen zu einer Erosion auf der Insel. Eine Vielzahl der Tiere ertrank, anderen wiederum wurde der Lebensraum nach und nach genommen. Dass das Wasser überhaupt in diesem Maß ansteigen kann, führen die Wissenschaftler auf den Klimawandel zurück — an dem wir Menschen mitschuld sind. So traurig es klingt — die Bramble-Cay-Mosaikschwanzratte wird möglicherweise nicht das einzige Opfer sein, wenn nicht bald drastischere Maßnahmen ergriffen werden, um den Klimawandel zu stoppen.

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    Dieses Virtual-Reality-Headset hat eine Auflösung wie das menschliche Auge — aber es gibt einen Haken

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    Das finnische Start-Up Varjo hat sein erstes VR-Headset vorgestellt. Es heißt schlicht VR-1, verfügt über ein ultra-scharfes Fokusdisplay, das so gut auflösen soll wie das menschliche Auge, und Eyetrackingfunktion.  Die Besonderheit: anders als die...

    Das finnische Start-Up Varjo hat sein erstes VR-Headset vorgestellt. Es heißt schlicht VR-1, verfügt über ein ultra-scharfes Fokusdisplay, das so gut auflösen soll wie das menschliche Auge, und Eyetrackingfunktion. 

    Die Besonderheit: anders als die Head-mounted Displays, die bislang auf dem Markt erhältlich sind, verfügt das VR-1 über einen kleinen Bereich im Zentrum des Sichtfeldes, der wesentlich schärfer als der Rest des Displays ist.

    Das zentrale OLED-Display hat eine extrem hohe Auflösung von 1920 × 1080 Pixel bei gerade einmal 0,7 Zoll – das entspricht rund 3.000 ppi. Ein zweiter Bildschirm, der um das hochauflösende Display herum sitzt, hat eine ähnlich hohe Auflösung wie andere VR-Headsets. Eine weitere Besonderheit ist die Eyetracking-Technologie.

    Um das VR-1 betreiben zu können, benötigen Anwender einen kraftvollen Rechner. Varjo empfiehlt einen Intel Core i7-6700 oder einen AMD FX 9590 als Mindestanforderung für die Nutzung. Die Grafikkarte sollte mindestens eine Nvidia GTX 1080 oder eine Nvidia Quadro P6000 sein. 

    VR-1 nur für Geschäftskunden 

    Das VR-Headset mit ultra -scharfem Fokusdisplay soll insbesondere Aufgaben in industriellen Bereichen ermöglichen und erleichtern, wie beispielsweise Anwendungen im Produktdesign. 

    Auch die Autoindustrie könnte von der Entwicklung des finnischen Unternehmens profitieren. „Premium-Autos können nur mit Premium-Werkzeugen hergestellt werden. Um in der virtuellen Realität zu entwerfen, benötigen wir die hohe Auflösung des Varjo-Geräts. Mit einer solch hohen Auflösung ist ein nahtloser Übergang zwischen der realen Welt und der virtuellen Welt möglich”, sagte Jan Pflüger, Projektkoordinator für Augmented- und Virtual Reality bei Audi.

    Eine schlechte Nachricht für die Gamer und Technik-Freaks unter euch: Varjo verkauft die VR-1 nur an Geschäftskunden. Diese müssen dafür einen stolzen Betrag von rund 6.000 US-Dollar auf den Tisch legen und außerdem eine jährliche Servicegebühr von rund 1.000 US-Dollar zahlen.

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    Weichenstellung aus Karlsruhe: BGH kommt Dieselklägern zu Hilfe

    Weichenstellung aus Karlsruhe: BGH kommt Dieselklägern zu Hilfe


    Dieselkäufer warten dringend auf ein Grundsatz-Urteil zu ihren Ansprüchen im Abgasskandal. Jetzt hat VW schon wieder mit einem Vergleich eine wichtige BGH-Entscheidung verhindert. Die Richter finden trotzdem einen Weg, den Klägern den Rücken zu...

    Dieselkäufer warten dringend auf ein Grundsatz-Urteil zu ihren Ansprüchen im Abgasskandal. Jetzt hat VW schon wieder mit einem Vergleich eine wichtige BGH-Entscheidung verhindert. Die Richter finden trotzdem einen Weg, den Klägern den Rücken zu stärken.

    Der Bundesgerichtshof (BGH) springt klagenden Dieselkäufern zur Seite und meldet sich erstmals mit einer rechtlichen Einschätzung zu Wort. Demnach ist die illegale Abgastechnik in den Autos als Sachmangel einzustufen, wie das Gericht am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Es kündigte dazu „in Kürze“ die Veröffentlichung eines umfangreichen Hinweisbeschlusses vom 8. Januar an. Das Dokument sollte voraussichtlich allerdings erst Anfang kommender Woche online gestellt werden. (Az. VIII ZR 225/17)

    BGH-Hinweis ist noch kein Urteil

    Die obersten Zivilrichter stellen außerdem klar, dass Händler betroffenen Neuwagenkäufern die Lieferung eines anderen Autos ohne das Problem nicht einfach verwehren können, nur weil das Modell nicht mehr hergestellt wird. Der Austausch könne höchstens daran scheitern, dass im einzelnen Fall die Kosten unverhältnismäßig hoch seien.

    Der 19-seitige Hinweisbeschluss gibt die vorläufige Einschätzung des Senats wieder und ist noch kein Urteil. Dennoch gehe davon für die unteren Instanzen eine Signalwirkung aus, sagte BGH-Sprecherin Dietlind Weinland. „Es ist zu erwarten, dass sie sich an dieser vorläufigen Rechtsauffassung orientieren werden.“

    VW teilte mit, dies lasse noch keine Rückschlüsse auf die Erfolgsaussichten solcher Kundenklagen zu. Erst recht ließen sich daraus keine Folgerungen für die Erfolgsaussichten von Klagen gegen die Volkswagen AG ziehen, sagte ein Sprecher des Autokonzerns in Wolfsburg. Tatsächlich äußerten sich die Karlsruher Richter nur zu Ansprüchen, die Dieselkäufern gegen den Autohändler entstehen können.

    Verhandlung über erste Klage im Dieselskandal wurde abgesagt

    Dass der BGH von sich aus mit rechtlichen Hinweisen in die Initiative geht, hat Seltenheitswert. Anlass war die kurzfristige Absage einer Verhandlung am 27. Februar. An diesem Tag sollte eigentlich über die erste Klage im Zusammenhang mit dem Dieselskandal verhandelt werden, die es bis in die letzte Instanz geschafft hat. Dieser Termin ist laut BGH aufgehoben. Der klagende Käufer eines VW Tiguan habe seine Revision zurückgenommen, weil sich die Parteien verglichen hätten.

    Das bedeutet, dass der Kläger Geld bekommen hat. Verbraucheranwälte werfen den Autokonzernen schon länger vor, gezielt Vergleiche zu schließen, um ein höchstrichterliches Urteil zu vermeiden. Mit dem Rückzieher wird das vorinstanzliche Urteil des Bamberger Oberlandesgerichts rechtskräftig. Dort war der Käufer unterlegen.

    Der Mann wollte erreichen, dass sein Autohändler einen kurz vor Bekanntwerden des Abgasskandals 2015 neu gekauften VW Tiguan zurücknimmt und ihm dafür ein anderes Auto ohne das Problem gibt. Das wurde von den Gerichten mit der Begründung abgewiesen, dass der Fahrzeugtyp so nicht mehr hergestellt wird. Es sei deshalb gar nicht möglich, ein gleichartiges und gleichwertiges Auto zu liefern.

    Diese Einschätzung hält der BGH für fehlerhaft. Ein „mehr oder weniger großer Änderungsumfang“ dürfte „für die Interessenlage des Verkäufers in der Regel ohne Belang sein“, hieß es.

    Der ADAC begrüßt die Klarstellungen

    Dass ein Sachmangel vorliegen dürfte, begründen die Richter mit der Gefahr, dass die Behörden dem Käufer die Betriebszulassung entziehen. Damit fehle es „an der Eignung der Sache für die gewöhnliche Verwendung“ — nämlich die Nutzung des Autos im Straßenverkehr.

    Der ADAC begrüßte die Klarstellungen. „Damit ist in diesem Punkt endlich Rechtssicherheit geschaffen“, teilte der Autofahrerclub mit.

    Der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, sagte, nun sei klar, dass nach höchstrichterlicher Auffassung die Verwendung einer Abschalteinrichtung der Abgasreinigung nicht hinzunehmen sei. Die Äußerungen hätten auch Signalwirkung für die Musterfeststellungsklage von vzbv und ADAC gegen VW. Dabei soll es um Schadenersatzansprüche gehen. Inzwischen haben sich mehr als 400.000 Autobesitzer angeschlossen.

    Außerdem sind derzeit nach VW-Angaben bundesweit etwa 50.000 Kundenklagen anhängig, die die Volkswagen AG, eine Konzerngesellschaft oder einen Händler betreffen. 14.000 Urteile oder Beschlüsse seien ergangen, mehrheitlich im Sinne des Konzerns.

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    Die Erde wird immer grüner — doch das ist alles andere als eine gute Nachricht

    Die Erde wird immer grüner — doch das ist alles andere als eine gute Nachricht


    In den 80ern, als überall in Deutschland Menschen auf die Straße gingen, um gegen das Waldsterben zu protestieren, wäre das eine erfreuliche Meldung gewesen: Die Erde wird immer grüner. Doch grüner heißt nicht unbedingt besser, das wissen wir...

    In den 80ern, als überall in Deutschland Menschen auf die Straße gingen, um gegen das Waldsterben zu protestieren, wäre das eine erfreuliche Meldung gewesen: Die Erde wird immer grüner. Doch grüner heißt nicht unbedingt besser, das wissen wir heute. 

    Denn noch immer werden riesige Flächen etwa in Regenwäldern gerodet, um daraus Feld- und Ackerbetrieb zu machen oder neue Weidegebiete zu erschließen. Der Zuwachs an pflanzlicher Biomasse auf der Erde ist vor allem auf Agrar- und Forstwirtschaft zurückzuführen, wie eine im Wissenschaftsmagazin „Nature Sustainability“ veröffentlichte Studie eines internationalen Forschungsteams hervorhebt.

    Und China und Indien sind Spitzenreiter darin. Nach der Auswertung von Satellitenbildern aus den Jahren 2000 bis 2017 stellten die Wissenschaftler fest, dass die Grünflächen gerade in den intensiven Forst- und Anbaugebieten wie in China, Indien und auch Europa ins Auge fielen. In den zwei bevölkerungsreichsten Regionen der Erde China und Indien sei die Nahrungsmittelproduktion seit dem Jahr 2000 um 30 bis 40 Prozent gestiegen. Dünger und vermehrte Bewässerung seien der Grund dafür, meint Richard Fuchs des Karlsruher Instituts für Technologie, Ko-Autor der Studie, gegenüber der österreichsichen Tageszeitung „Der Standard“.

    „Bislang ging man davon aus, dass der erhöhte Gehalt des Treibhausgases Kohlendioxid in der Atmosphäre das Pflanzenwachstum anregt, allerdings wäre dann zu erwarten gewesen, dass dies rund um den Globus gleichmäßiger geschieht“, sagte Fuchs. 

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    China und Indien tragen mit ihrem Anbau zur Ernährung der Weltbevölkerung bei — doch setzen die Natur erheblichen Schäden aufgrund von Überdüngung aus. „Der Faktor Mensch ließ sich lange Jahre nicht erfassen, jetzt haben wir mehr Klarheit darüber, welchen bedeutenden Einfluss der Mensch durch seine starken Eingriffe in den Naturraum auf das Klima hat“, sagt Fuchs.

    Der Fokus der Forschungen liege nun darauf, Prozesse des Klimasystems besser nachvollziehen zu können.  

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    Die EU könnte mit einem Handelsdeal Trumps Autozölle verhindern  — doch sie ist sich nicht einig

    Die EU könnte mit einem Handelsdeal Trumps Autozölle verhindern — doch sie ist sich nicht einig


    Ein Handelsdeal könnte US-Präsident Donald Trump davon abhalten, Sonderzölle auf Autoimporte aus der EU zu verhängen. Doch die Vorbereitungen stocken. Und das ausgerechnet auf Seite der EU. Die EU-Staaten haben sich trotz der drohenden...

    Ein Handelsdeal könnte US-Präsident Donald Trump davon abhalten, Sonderzölle auf Autoimporte aus der EU zu verhängen. Doch die Vorbereitungen stocken. Und das ausgerechnet auf Seite der EU.

    Die EU-Staaten haben sich trotz der drohenden US-Sonderzölle auf europäische Autos nicht auf einen zügigen Start von Handelsgesprächen mit Washington verständigen können. Bei einem Treffen der zuständigen Minister in Bukarest scheiterten am Freitag Versuche, eine Einigung über das notwendige Mandat für EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström zu erzielen. Eine Entscheidung könnte nun erst beim EU-Gipfel am 22. und 23. März fallen — wenn nicht sogar erst noch später.

    Freihandelskritik bremst die Verhandlungen

    „Es gibt einige Mitgliedstaaten, die noch etwas Zeit für interne Konsultation brauchen“, räumte Malmström nach dem Treffen ein. Sie hoffe aber weiter auf eine zügige Annahme des Mandats, das Gespräche über den Abbau von Zöllen auf Industriegüter und andere Handelshemmnisse ermöglichen soll. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier forderte, die EU müsse geeint agieren und ihre Handlungsfähigkeit unter Beweis stellen. Die Diskussionen mit den USA seien in einer „kritischen und entscheidenden Phase“.

    Als Grund für die Verzögerungen innerhalb der EU gelten Bedenken in Ländern wie Frankreich und Belgien. Dort gibt es vergleichsweise laute freihandelskritische Stimmen in der Bevölkerung, die von den Regierungen gerade wegen der bevorstehenden Europawahl im Mai sehr ernst genommen werden.

    Trump droht mit Zöllen auf Autoimporte

    Problematisch könnten die Verzögerungen auf EU-Seite sein, weil US-Präsident Donald Trump fest entschlossen scheint, innerhalb der kommenden drei Monate Sonderzölle auf Autoimporte einzuführen, sollten die Handelsgespräche nicht bald beginnen. „Wenn wir keinen Deal machen, dann kommt es zu den Zöllen“, sagte er erst am vergangenen Mittwoch.

    Zuvor hatte ihm das US-Handelsministerium einen Bericht vorgelegt, nach dem Autoimporte aus Europa eine Gefahr für die Nationale Sicherheit der USA darstellen. Diese Einschätzung ermöglicht es Trump, in einer Frist von 90 Tagen Sonderzölle einzuführen.

    Der französische Europastaatssekretär Jean-Baptiste Lemoyne machte am Freitag deutlich, dass sein Land nun erst einmal die noch ausstehende Abstimmung im EU-Parlament und den EU-Gipfel am 21. und 22. März abwarten wolle. Zudem betonte er noch einmal, dass sich die EU vorgenommen habe, nicht unter Drohungen zu verhandeln.

    „Da steht für viele Länder viel auf dem Spiel“

    Altmaier bemühte sich, nicht den Eindruck deutsch-französischer Meinungsverschiedenheiten bei dem Thema aufkommen zu lassen. „Ich habe nicht die Absicht, hier etwas durchzudrücken“, sagte der CDU-Politiker. Er werde in Abstimmung mit seinem französischen Kollegen und vielen anderen handeln.

    Die schwedische Handelsministerin Ann Linde wies darauf hin, dass die US-Autozölle allein in Schweden 4.000 Arbeitsplätze bedrohen könnten. Ähnlich äußerte sich die österreichische Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. „Da steht für viele Länder viel auf dem Spiel“, sagte sie. Es könne nicht sein, dass Länder wie Frankreich beim Mandat bremsten, weil ihre eigene Autoindustrie nicht so betroffen sei.

    Zuvor hatte auch schon Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz zur Eile gemahnt. Auf die Frage, ob sich Trump noch von einem Handelskrieg abhalten lasse, sagte Kurz in der Interviewsendung „mensch, amerika!“ auf Phoenix (22. Februar 2019): „Ich bin mir nicht sicher, ob es uns wirklich gelingt oder ob Trump zu ungeduldig wird und zuvor schon unilaterale Maßnahmen setzt. Ich glaube, vom Tempo her geht es ihm zu wenig weiter.“

    Sollte Trump die Autozölle tatsächlich einführen, will die EU mit Vergeltungszöllen auf US-Produkte antworten. Sie könnten beispielsweise US-amerikanische Elektroautobauer wie Tesla, den Baumaschinenhersteller Caterpillar oder den Druckerspezialisten Xerox treffen. Zudem würde es keine Handelsgespräche geben.

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    Aufregung um Google-Produkt: Nutzer wussten nichts von dem eingebauten Mikro in Nest (GOOG, GOOGL)

    Aufregung um Google-Produkt: Nutzer wussten nichts von dem eingebauten Mikro in Nest (GOOG, GOOGL)


    Anfang Februar hat Google angekündigt, dass es für sein hauseigenes Sicherheits- und Alarmsystem Nest Secure ein Update geben soll. Die Nutzer könnten damit nun auch die Google-Assistent-Funktion nutzen, so der Tech-Konzern. Das Problem an der ganzen...

    Anfang Februar hat Google angekündigt, dass es für sein hauseigenes Sicherheits- und Alarmsystem Nest Secure ein Update geben soll. Die Nutzer könnten damit nun auch die Google-Assistent-Funktion nutzen, so der Tech-Konzern.

    Das Problem an der ganzen Sache: Die Nutzer des Sicherheitssystems wussten bis dahin nicht, dass ein Mikrofon in dem Gerät verbaut worden ist. Genau genommen wurde die Existenz eines Mikrofons nie in den technischen Daten des Nest Guards — der Hardware-Komponente, die den Alarm, den Bewegungssensor und die Tastatur des Alarmsystems beinhaltet — erwähnt.

    Google sieht den Fehler ein

    Am Dienstag gab ein Sprecher von Google gegenüber Business Insider zu, dass es sich dabei um einen „Fehler“ des Unternehmens handle.

    „Das eingebaute Mikrofon sollte niemals ein Geheimnis sein und hätte in den technischen Daten gelistet sein müssen“, so der Google-Sprecher. „Das war ein Fehler unsererseits.“

    Laut dem Unternehmen ist „das Mikrofon niemals eingeschaltet gewesen und lässt sich außerdem nur einsetzen, wenn ein Nutzer die Funktion bewusst aktiviert hat.“

    Außerdem sei das Mikrofon ursprünglich bereits im Nest-Guard-Gerät eingebaut worden für den Fall, dass neue Sicherheitsfunktionen nachträglich ergänzt werden würden, wie beispielsweise die Fähigkeit zu erkennen, sobald in der Wohnung Glas zerbricht.

    Wieso dieser Faux-Pas besonders problematisch für Google ist

    Dennoch, selbst wenn Google das Mikrofon für zukünftige Updates in sein Gerät eingebaut hat — wie es etwa nun im Hinblick auf die Google-Assistant-Funktion der Fall ist — kommt diese Neuigkeit ausgerechnet in einer Zeit ans Licht, in der Kunden zunehmend misstrauisch gegenüber großen Technologieunternehmen und deren Umgang mit Angelegenheiten rund um den Datenschutz sind.

    Für Google ist diese Aufdeckung besonders problematisch, da sie auch frühere Datenschutzkonflikte wieder ins Gespräch bringt. Darunter fällt beispielsweise auch der Vorfall im Jahr 2010, bei dem das Unternehmen bestätigte, dass seine Street-View-Fahrzeuge angeblich versehentlich persönliche Daten, inklusive E-Mails, sammelten, die über ungesicherte WiFi-Netzwerke der Verbraucher, übertragen wurden.

    If @Google's @Nest Secure devices really had secret microphones that they hid from consumers, those consumers should probably be forgiven if they don't trust the company's after-the-fact promises that it never spied on them. #DontBeEvil https://t.co/sZsFC31zdV via @csoonline

    — Tom Zeller Jr. (@tomzellerjr) February 20, 2019 Nest erst seit Anfang Februar in Google integriert

    Google hatte das Unternehmen Nest — das ursprünglich für sein intelligentes Thermostatgerät bekannt war — im Jahr 2014 für insgesamt 3,2 Milliarden US-Dollar gekauft.

    Im Jahr 2015 wurde es dann zu einem eigenständigen Unternehmen, als Google sich als Alphabet neu organisierte, wobei Nest im Februar 2018 unter der Leitung des Hardware-Managers Rick Osterloh schließlich wieder in Google integriert wurde.

    Heute bietet Nest eine Vielzahl an Produkten im Hinblick auf das Internet der Dinge an, einschließlich Rauchmeldern, Klingeln mit integrierter Videokamera sowie normaler Sicherheitskameras.

    Im Folgenden der ganze Kommentar von Google:

    „Das eingebaute Mikrofon sollte niemals ein Geheimnis sein und hätte in den technischen Daten gelistet sein müssen. Das war ein Fehler unsererseits. Das Mikrofon ist niemals eingeschaltet gewesen und lässt sich außerdem nur einsetzen, wenn ein Nutzer die Funktion bewusst aktiviert hat.

    Sicherheitssysteme beinhalten oftmals Mikrofone, um Funktionen zu erfüllen, die auf Geräuscherkennung basieren. Demnach haben wir das Mikrofon verbaut, so dass wir unseren Kunden in Zukunft möglicherweise zusätzliche Funktionen anbieten können, wie etwa die Möglichkeit, zu erkennen, wenn irgendwo Glas zerbrochen ist."

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    Archäologen haben ein Inka-Grab in Peru entdeckt mit einem grausamen Inhalt

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    In Peru sind Wissenschaftler auf einen spektakulären Fund gestoßen, der über viele Jahrhunderte unentdeckt blieb. Etwa 1.000 Kilometer nördlich der Hauptstadt Lima wurde ein Inka-Grab entdeckt, das vermutlich mehr als 500 Jahre alt ist, wie die...

    In Peru sind Wissenschaftler auf einen spektakulären Fund gestoßen, der über viele Jahrhunderte unentdeckt blieb. Etwa 1.000 Kilometer nördlich der Hauptstadt Lima wurde ein Inka-Grab entdeckt, das vermutlich mehr als 500 Jahre alt ist, wie die peruanische Nachrichtenzeitung „Andina“ berichtet. Darin: Die Überreste von fünf erwachsenen Menschen und vier Kindern, die den Forschern zufolge vermutlich aufgrund von Opferhandlungen starben, sowie eine Vielzahl von Muscheln der Lazarusklapper sowie Vasen. Das Beilegen von Muscheln beim Begräbnis war wichtigen Mitgliedern der Gesellschaft vorbehalten, wie die Forscher erklären.

    Die Körper der Kinder sollen unter dem Boden des Steingrabes von Osten nach Westen angeordnet sein — eine wichtige symbolische Achse zu dieser Zeit, denken die Forscher.

    Grabkammer ist von beachtlicher Größe

    Wie die Wissenschaftler berichten, ist das Grab, das sich in Mata Indio, genauer in Lambayeque befindet, mit einem Ausmaß von 60 Quadratmetern beeindruckend groß. „Das ist die erste Grabkammer dieser Art und Größenordnung, die in Lambayeque dokumentiert wurde“, so der Archäologe Anaximandro Nunez Mejia gegenüber dem Tourismusmagazin „Turismo al Peru“.

    Genaue Datierungen sind möglich

    Trotz des beachtlichen Alters ist das Grab den Forschern zufolge gut erhalten. „Wir sind glücklich darüber, die Struktur rekonstruieren zu können und einige Objekte wiederentdeckt zu haben, die uns dabei helfen werden, das Grab genau zu datieren“, so Luis Chero Zurita, Direktor des Huaca Rajada-Sipan Site Museums gegenüber „Andina“. Das ist nämlich alles andere als selbstverständlich — das Grab wurde im Laufe der Zeit wiederholt geplündert.

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    Vegane Pizza mit Spinat und Pilzen - lecker, gesund und komplett vegan

    Vegane Pizza mit Spinat und Pilzen - lecker, gesund und komplett vegan


    Viele verbinden vegane Ernährung vor allem mit Verzicht. Und wir wollen nicht lügen, wer vegan isst, der muss tatsächlich auf einige Dinge verzichten. Das heißt aber absolut nicht, dass man sich nicht wunderbar leckere vegane Alternativen schaffen...

    Viele verbinden vegane Ernährung vor allem mit Verzicht. Und wir wollen nicht lügen, wer vegan isst, der muss tatsächlich auf einige Dinge verzichten. Das heißt aber absolut nicht, dass man sich nicht wunderbar leckere vegane Alternativen schaffen kann, die mindestens genauso gut sind! 

    Vegan essen ist gar nicht so schwer. Viele Gerichte, die normalerweise nicht vegan sind, lassen sich recht einfach „veganisieren“. Zugegeben, das klappt nicht bei allen Gerichten. Das beste Beispiel dafür: Pizza. Vegane Pizza heißt nämlich Pizza ohne Käse. Und Pizza ohne Käse kann doch nicht wirklich wie eine echt gute Pizza schmecken, oder? 

    Wir wollen euch gerne vom Gegenteil überzeugen! Mit diesem Rezept für vegane Pizza kommen alle Pizzaholics garantiert auf ihre Kosten. Ein luftiger, knuspriger Pizzaboden, getoppt von einer unglaublich cremigen Spinatcreme mit Knoblauch und obendrauf noch perfekt angebratene Pilze — garantierte Pizzaliebe und vollkommen vegan!

    Natürlich könnt ihr den Belag nach euren Wünschen anpassen und nur mit dem Grundrezept starten. Falls ihr aber noch recht neu beim Experimentieren mit veganen Varianten beliebter Klassiker seid, dann ist dieses Rezept vielleicht ein gutes Startrezept. 

    Nichts wie ran an die perfekte, vegane Pizza! 

    Das Rezept ergibt eine große vegane Pizza.

    Das braucht ihr:

    250 Gramm Mehl 10 Gramm Hefe 1 Teelöffel Zucker 1 Teelöffel Salz 175 Milliliter kaltes Wasser 1 Esslöffel Olivenöl 200 Gramm Blattspinat (frisch oder aufgetaut) 4 Knoblauchzehen 150 Gramm veganer Frischkäse 150 Gramm Pilze, zum Beispiel Champignons, Kräuterseitlinge,... Salz, Pfeffer, Muskat, Öl zum Braten Eventuell veganen Reibekäse, etwa 50 Gramm

    So wird's gemacht:

    Die Hefe zusammen mit dem Zucker im Wasser auflösen. Mehl mit dem Salz mischen, dann das Hefewasser zugeben und in der Küchenmaschine mit dem Knethaken gut einkneten. Olivenöl zukneten und mindestens 15 Minuten durchkneten lassen. Wer von Hand knetet, trainiert die Kalorien der Pizza vermutlich direkt wieder runter. ;)  Den Teig in eine große Schüssel mit Deckel geben und etwa 10 Stunden im Kühlschrank gehen lassen. Ihr könnt den Teig entweder morgens zubereiten und abends weiterverarbeiten, oder abends vor dem Zubettgehen machen und dann am Folgetag mittags die Pizza herstellen. Ein paar Stunden mehr im Kühlschrank machen dem Teig nichts aus. Ein guter Hefeteig braucht Zeit! Am Pizzatag den Teig aus dem Kühlschrank holen (sollte kräftig aufgegangen sein) und zu einer Kugel formen. Diese auf eine bemehlte Arbeitsfläche setzen und noch ein bisschen im Warmen gehen lassen. In dieser Zeit den Spinat blanchieren oder auftauen und gut trocknen. Gefrorener Blattspinat lässt sich auch gut im heißen Topf ausdämpfen, sodass möglichst viel Feuchtigkeit entzogen wird. Den Knoblauch hacken und die Hälfte davon in etwas Olivenöl leicht bräunen lassen. Dann den veganen Frischkäse zugeben und alles gut vermischen. Anschließend den Spinat unterziehen.  Die Masse salzen, pfeffern und mit etwas Muskat abschmecken. Nun die Teigkugel zu einem Pizzaboden formen. Das geht am besten mit den Händen. Dafür die Kugel vorsichtig zwischen den Händen drehen und so auseinander ziehen. Dabei mit Daumen und Zeigefinger einen Rand aussparen. Den Boden auf die bemehlte Arbeitsfläche legen und die abgekühlte Spinatcreme darauf verteilen.  Wer mag, kann jetzt noch veganen Reibekäse darauf verteilen. Die Pizza schmeckt aber auch ohne den Käseersatz gut. Pizza im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad Celsius zwischen 15 und 20 Minuten backen. Am besten gelingt die Pizza auf einem Pizzastein. Solltet ihr einen haben, dann den Stein mindestens 40 Minuten auf höchster Temperatur zusammen mit dem Ofen vorheizen und die Temperatur herunterregeln, kurz bevor die Pizza in den Ofen kommt.  Während die Pizza bäckt, die Pilze in Scheiben schneiden und in etwas Öl kräftig bei hoher Temperatur anbraten. Wenn sie fertig sind, den restlichen Knoblauch kurz mit in die Pfanne geben. Die Pilze frisch auf die fertig gebackene Pizza geben und eure vegane Pizza genießen!

    Wir hoffen, euch schmeckt die vegane Pizza ebenso gut wie uns. Pizzaglück pur!

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    Forscher haben eine neue Theorie, wie vor Millionen Jahren ein Massensterben ausgelöst wurde — sie ist relevant für unsere Zukunft

    Forscher haben eine neue Theorie, wie vor Millionen Jahren ein Massensterben ausgelöst wurde — sie ist relevant für unsere Zukunft


    Neuigkeiten aus der Evolutionsforschung! Forscher der US-amerikanischen Universität Rochester haben nun eine Theorie entwickelt, die das Massensterben der Ediacara-Fauna erklären könnte — dabei soll vor rund 542 Millionen Jahren ein Großteil der...

    Neuigkeiten aus der Evolutionsforschung! Forscher der US-amerikanischen Universität Rochester haben nun eine Theorie entwickelt, die das Massensterben der Ediacara-Fauna erklären könnte — dabei soll vor rund 542 Millionen Jahren ein Großteil der damals noch primitiven Organismen auf der Erde ausgestorben sein.  

    Die Magentosphäre, das Magnetfeld, das unseren Planeten in einer Art Schutzhülle umgibt, habe dabei offenbar eine maßgebliche Rolle gespielt, wie eine Studie, die kürzlich im Magazin „Nature Geoscience“ veröffentlicht wurde, nahelegt.

    Vor 565 Millionen Jahren führte das schwache Magnetfeld der Erde zu einem Massensterben

    Der Geophysiker John Tarduno und sein Team von der Universität Rochester in New York haben für ihre Studie Proben von Silikatkristallen aus ehemaligem Magmagestein in der Stadt Sept-Îles im kanadischen Quebec genommen. Anhand einer Kristallstrukturanalyse konnten die Wissenschaftler die Stärke des irdischen Magnetfelds von vor 565 Millionen Jahren bestimmen.

    Offenbar war es genau zu diesem Zeitraum, dass das Magnetfeld die niedrigste jemals von Menschen verifizierte Intensität erreicht hatte. 20 Millionen Jahre später folgte ein Massensterben von primitiven, im Meer lebenden Organismen — das Sterben der Ediacara-Fauna. Bei einem gleichbleibend schwachen Magnetfeld wäre es nach Aussagen der Forscher so möglich gewesen, dass die Sonneneinstrahlung, derer unser Planet damals schutzlos ausgesetzt war, zu einer trockenen und desolaten Oberfläche auf der Erde geführt hätte — ähnlich wie auf dem Mars. 

    Dennoch kam es in den darauf folgenden Jahrmillionen zu einem beispiellosen Aufblühen der unterschiedlichsten Lebensformen: der kambrischen Explosion.

    Was war geschehen?

    Die Autoren der Studie beschreiben ein Ereignis im Erdkern, das das vollständige Artensterben verhindert habe. Demnach habe sich der flüssige Eisenkern der Erde damals kristallisiert — ein Prozess, den Geophysiker als „Nukleation“ bezeichnen. Einmal im festen Aggregatzustand wirkte der Eisenkern wie ein wirbelnder Dynamo und verstärkte so die elektromagenetische Schutzblase der Erde. 

    Infolgedessen sei das Leben auf der Erde dann aufgeblüht. Die kambrische Explosion fand statt. Schon 2016 schlug der Geologe Carlo Doglionie von der Sapienza-Universität in Rom vor, dass die Fülle an neuem Leben vor 542 Millionen Jahren auf die wachsende Stärke der Magnetosphäre zurückzuführen sei.

    Wissenschaftler üben Kritik an in der Studie verwendeten Methoden

    Nicht an der Studie beteiligte Forscher haben bereits ihre Zweifel bezüglich der Studienergebnisse kund getan, berichtet „Scientific American“. Elisa Piispa, Geophysikerin an der Yachay Tech Universität in Ecuador, gab zu bedenken, dass die von Tarduno eingesetzte Kristallstrukturanalyse noch nicht allgemein akzeptiert sei. „Einige der führenden Forscher in der paläomagnetischen Gemeinschaft stehen der Methode sehr skeptisch gegenüber“, sagte sie gegenüber der wissenschaftlichen Zeitschrift.

    Auch Courtney Sprain, Geowissenschaftlerin an der University of Liverpool, sagte, dass mehr Daten erforderlich seien um zweifelsfrei sagen zu können, was nun zum Massensterben der Ediacara-Fauna oder zur Entstehung der kambrischen Explosion geführt habe: „Ich denke es gibt Wege, um dies in Zukunft auf einer höheren Ebene zu verstehen“, sagte sie.  

    Letztendlich ist sie der Meinung, dass die Bestimmung der Ursache für das Aussterben der Ediacara-Fauna wesentlich ist, um die Evolution des Lebens zu verstehen. „Dies hat wichtige Konsequenzen für das, was heute auf der Erde vor sich geht, für die klimatischen Veränderungen, die wir gerade durchleben und um zu verstehen, inwieweit der Mensch und sein Handeln zu großartigen ökologischen Zusammenbrüchen beiträgt. Die Forschung wird uns helfen, unsere eigene Zukunft besser zu verstehen.“

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    Auf Richard Bransons neuer Luxus-Kreuzfahrt nur für Erwachsene wird es kein Buffet und kein Plastik geben

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    Sir Richard Branson und seine Virgin Group steigen jetzt auch in das Kreuzfahrtgeschäft ein. Der legendäre Unternehmer gab am vergangenen Donnerstag bekannt, dass Virgin Voyages offiziell eröffnet wurde und Tickets ab sofort für die Jungfernfahrt im...

    Sir Richard Branson und seine Virgin Group steigen jetzt auch in das Kreuzfahrtgeschäft ein.

    Der legendäre Unternehmer gab am vergangenen Donnerstag bekannt, dass Virgin Voyages offiziell eröffnet wurde und Tickets ab sofort für die Jungfernfahrt im April 2020 erhältlich sind.

    Virgin Voyages, ein Joint Venture mit Bain Capital, wird nicht nur Bransons erster Ausflug in das Kreuzfahrtgeschäft sein, sondern auch seine erste Erfahrung mit Kreuzfahrten im Allgemeinen. Aus diesem Grund geht man davon aus, dass Virgin den aktuellen Status quo der Branche infrage stellen wird.

    „Ich möchte nie in ein Unternehmen einsteigen, es sei denn, wir werden es radikal verändern und etwas schaffen, auf das jeder, der für Virgin arbeitet und jeder, der mit Virgin in Kontakt kommt, wirklich stolz sein wird“, erklärte Branson in einem Interview mit Business Insider.

    Bransons Hassliebe zur Kreuzfahrtindustrie

    „Ich war noch nie auf einem Kreuzfahrtschiff – ich hatte noch nie Lust auf eine Kreuzfahrt“, hat Branson am Donnerstag zu den Reportern gesagt. Trotzdem denke er, seit er 27 Jahre als ist, daran, eine Kreuzfahrtlinie ausschließlich für Erwachsene zu gründen.

    Branson erklärte weiter, dass die künftigen Kreuzfahrtschiffe von Virgin Voyages nicht weit von seiner ursprünglichen Vision entfernt sind. „Im Grunde genommen wollen wir Menschen, die anspruchsvoll und im Herzen jung sind, Menschen, die eine gute Zeit haben wollen“.

    Branson startete Virgin Voyages, das ursprünglich 2014 gegründet wurde, mithilfe von Bains Marktforschung, die eine „enorme“ Anzahl von Nicht-Kreuzfahrern fand, die bereit sind, Kreuzfahrten auszuprobieren, wenn die Marke Virgin dahinter steckt.

    Daher ist das Ziel von Virgin Voyages nicht, Kunden von Mainstream-Kreuzfahrtgesellschaften zu stehlen, sondern die Kundenbasis der Branche zu erweitern.

    Branson trat diesem Vorhaben nicht ohne ernsthafte Unterstützung bei.

    Der ehemalige Disney-Cruises-Präsident Tom McAlpin fungiert als Geschäftsführer des Unternehmens und Dee Cooper, die auch für die stilvollen lichtdurchfluteten Kabinen in den Flugzeugen von Virgin Atlantic zuständig ist, übernimmt die Verantwortung für Design und Kundenzufriedenheit.

    Für die Passagiere ist das Virgin Voyages Erlebnis so konzipiert, dass es sich, durch kostenloses WiFi für alle und ohne Buffets an Bord, stark von dem der traditionellen Kreuzfahrtgesellschaften unterscheidet.

    Anstelle von Buffets sind mehr als 20 einzelne Restaurants im Preis der Kreuzfahrt enthalten.

    Darüber hinaus werden den Fahrgästen, wie McAlpin gegenüber Business Insider erklärt hat, keine Trinkgelder in Rechnung gestellt. Stattdessen erhalte die Schiffsbesatzung ein gutes Gehalt und sei nicht auf Trinkgelder angewiesen.

    Fokus auf Umweltschutz

    Bransons legt seinen Fokus auf Umweltschutz und diesen Standards wird auch Virgin Voyages folgen. McAlpin hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass das Unternehmen keine Einweg-Kunststoffe auf den Schiffen zulässt. Das Unternehmen hofft, dass es damit die Anzahl der PET-Flaschen, Strohhalme, Rührstäbchen und einzelnen Verpackungen, die in den Ozeanen landen, begrenzen kann.

    „Das ist mutig, das ist teuer, denn Unternehmen verdienen viel Geld mit dem Verkauf von Wasserflaschen, aber wir denken, dass dies das Richtige ist“, verdeutlichte McAlpin gegenüber den Reportern.

    Stattdessen sagt die Kreuzfahrtgesellschaft, dass sie kostenlos gefiltertes und sprudelndes Wasser an Trinkstationen rund um das Schiff anbieten wird.

    Virgin arbeitet darüber hinaus an einer Sonnencreme, von der behauptet wird, dass sie die Korallenriffe nicht beschädigt.

    Für Branson ist es auch aus persönlichen Gründen wichtig, dass die Kreuzfahrtgesellschaft umweltfreundlich ist.

    Der langjährige Bewohner von Necker Island auf den British Virgin Islands weist darauf hin, dass das Fehlen von Vorschriften, die die Kreuzfahrtindustrie daran hindern, (menschliche) Abfälle in den Gewässern zu entsorgen, dazu geführt hat, dass Meeresbewohner wie Wale und Delfine das Gebiet verlassen haben.

    „Weil die Virgin Islands kein spezifisches Gesetz gegen das Abladen von Scheiße in ihren Gewässern haben“, sagt Branson, dass Kreuzfahrtschiffe, die „gerade weit genug draußen auf See gefahren sind, mit dem Abladen ihres ganzen Drecks beginnen, nur um 15.000 US-Dollar zu sparen, wenn sie zurück nach Miami kommen, um die Scheiße anderswo abzuladen.“.

    „Es sind solche Dinge“, fügte er hinzu, „selbst wenn wir legal dazu berechtigt wären, würdest du nie und nimmer ein Virgin-Schiff erwischen, das es tut.“

    Virgin Voyages plant Kreuzfahrten mit dem ersten Schiff, der Scarlet Lady, im Jahr 2020 ab Miami anzubieten. Laut Bain Capital wird Scarlet Lady das erste von drei Schiffen für Virgin Cruises sein. Jedes wird 110.000 Tonnen transportieren und für fast 2.800 Passagiere ausgelegt sein.

    Dieser Text wurde von Franziska Heck aus dem Englischen übersetzt

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    Japanische Wissenschaftler haben einen Asteroiden im Weltall beschossen — mit einer ganz normalen Kugel

    Japanische Wissenschaftler haben einen Asteroiden im Weltall beschossen — mit einer ganz normalen Kugel


    Ein Beitrag geteilt von All Around Science (@itsthemind) on Feb 21, 2019 um 3:15 PST Die Sonde der japanischen...

    Ein Beitrag geteilt von All Around Science (@itsthemind) on Feb 21, 2019 um 3:15 PST

    Die Sonde der japanischen Raumfahrtbehörde Jaxa „Hayabusa 2“ ist beinahe erfolgreich am Ende ihrer Mission angekommen: mehr über den Asteroiden Ryugu zu erfahren. Die Wissenschaftler versprechen sich davon, Schlüsse über die Zukunft unserer Erde ziehen zu können. Am Freitag gelang es dem Team, den ersten erfolgreichen „Touchdown“, wie sie es nennen, durchzuführen, bei dem die Sonde auf dem Asteroiden landetet und eine Kugel schoss, um Gesteinsproben zu entnehmen. 

    Seit dem 3. Dezember 2014 hält die Mission der Japan Aerospace Exploration Agency (Jaxa) schon an und geht nun in ihre Endphase. Die Sonde kreist schon seit Juni vergangenen Jahres um den 900 Meter breiten Kleinplaneten, der sich in der Distanz von 300 Millionen Kilometern zur Erde befindet. Um seiner Anziehungskraft standzuhalten, sendete die Sonde Ionenstrahler aus; während Ryugu alle siebeneinhalb Stunden unter ihr rotierte. Eigentlich sollte sie schon im Januar dieses Jahres auf Ryugu landen, doch es stellte sich heraus, dass die Beschaffenheit der Oberläche nicht dazu geeignet war. 

    Das Freilegen der Oberfläche — mithilfe einer simplen Kugel

    Denn sie war viel rauer, als die Forscher gedacht hatten und bestand nicht aus sogenannten „pulverförmigen Feinregolithen“. Deswegen mussten sie sich noch einmal in die Labore zurückziehen und anhand einer Replik des Asteroiden ausprobieren, welche Einschlagswirkung vonnöten wäre, um die Oberflächenstruktur zumindest geringfügig zu zerstören. Nur so könne man ihr tatsächlich relevante Informationen abgewinnen, die die Sonde zur Erde zurückbringt. Geologen machen es genauso; erst durch die Zerschlagung eines Steins erfahren sie mehr darüber, wie er gemacht worden sei, sagt Ralf Jaumann, Planetenforscher vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ). 

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    Eine einfache Kugel reicht dabei, um Materialproben freizusetzen. Eine Gefahr, dass die Sonde durch umherfliegende Splitter beschädigt würde, bestehe aber dabei nicht, heißt es in der „SZ“. Die Gravitationskraft auf Ryugu ist so gering — sie entspricht einem 60.000stel jener der Erde — dass die Sonde auf die andere Seite des Asteroiden fliegen und dann wieder zurückkehren könne, um Proben zu entnehmen.

    Es handele sich dabei jedoch nicht um eine anhaltende Dauer auf dem Planeten mit einer einmaligen Landung, sondern eher um mehrere „Touchdowns“. 

    Proben des Asteroiden zu entnehmen, ist deswegen so wichtig, weil man wissen müsse, wie man ihn bekämpft, sollte er der Erde einmal gefährlich werden. Dass er nämlich einmal auf die Erde zurasen könnte, sei gar nicht unwahrscheinlich, weil seine Umlaufbahn ziemlich nah an der der Erde liegt. Ihn in solch einem Fall zu beschießen, bringe dabei nicht viel, erklärt Jaumann gegenüber der „SZ“: Dadurch würden nur viele kleinere Teile des Kleinplaneten mit der gleichen Energie auf uns zufliegen.

    Außerdem sei der Kleinplanet in etwa so alt wie die Erde. Während sich der Blaue Planet seit seiner Entstehung verändert hat, ist der Asteroid seither weitgehend gleich geblieben. Ihn zu erforschen, könnte also Aufschluss über unseren Planeten geben. 

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    Von Rheinmetall bis Boeing: Die 100 größten Rüstungskonzerne der Welt

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    Ihr Geschäft sind Waffen. Nicht nur Pistolen und Gewehre, sondern auch Panzer, Düsenjets, Raketen. Und ihr Geschäft floriert, auch weil sich die Welt seit Jahren unsicherer fühlt und deshalb kräftig aufrüstet. Das Stockholmer...

    Ihr Geschäft sind Waffen. Nicht nur Pistolen und Gewehre, sondern auch Panzer, Düsenjets, Raketen. Und ihr Geschäft floriert, auch weil sich die Welt seit Jahren unsicherer fühlt und deshalb kräftig aufrüstet. Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri (Stockholm International Peace Research Institute) hat vor kurzem vorgelgt, welche Rüstungskonzerne im Jahr 2017 am meisten Geld verdienten. Was dabei auffällt: Ein Unternehmen ist dem Rest weit enteilt. Und nur zwei deutsche Unternehmen schaffen es in die Top 100. Zudem eine Einschränkung: Einige chinesische Rüstungskonzerne mögen zwar groß genug für die Liste sein. Weil Sipri aber keine genauen Daten ermitteln konnte, tauchen sie im Ranking nicht auf.

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    100. CAE (Kanada)

    Spezialgebiet: Flugsimulatoren

    Einnahmen aus Rüstungsgeschäften im Jahr 2017: 840 Millionen US-Dollar



    99. NEC Corp. (Japan)

    Spezialgebiet: Elektronik

    Einnahmen aus Rüstungsgeschäften im Jahr 2017: 850 Millionen US-Dollar



    98. Korea Aerospace Industries (Südkorea)

    Spezialgebiet: Flugzeug- und Raketentechnik

    Einnahmen aus Rüstungsgeschäften im Jahr 2017: 860 Millionen US-Dollar



    Den Rest der Story gibt es auf Business Insider Deutschland
    Aldi, Lidl und Co. unterstützen mit billigen Kaffeepreisen einen gefährlichen Trend, warnen Experten

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    Manch ein Kaffeetrinker hat sich in den vergangenen Monaten womöglich über die niedrigen Preise gefreut, denn der Rohkaffeepreis bewegt sich derzeit auf einem historisch niedrigen Niveau. Im Herbst des vergangenen Jahres kostete das amerikanische...

    Manch ein Kaffeetrinker hat sich in den vergangenen Monaten womöglich über die niedrigen Preise gefreut, denn der Rohkaffeepreis bewegt sich derzeit auf einem historisch niedrigen Niveau. Im Herbst des vergangenen Jahres kostete das amerikanische Pfund 92 US-Cent – so billig waren die begehrten Bohnen zuletzt vor zwölf Jahren.

    Dementsprechend günstig können Konsumenten ihren Kaffee auch bei Aldi, Lidl, Edeka und Co. kaufen. Im Gespräch mit der „Welt” fordert Dieter Overath, Geschäftsführender Vorstandsvorsitzender von Fairtrade Deutschland, die Händler jetzt dazu auf, die Verbraucher nicht weiter „mit nicht nachhaltigen Preisen in die Geschäfte zu locken“.

    Supermärkte und Discounter wie Aldi, Lidl und Co. nutzen besondere Schnäppchen gerne, um Kunden zum Einkauf in ihren Geschäfte zu bewegen — in der Hoffnung, dass diese nicht nur das günstige Produkt kaufen, sondern auch noch einige andere. Beliebter Niedrigpreis-Köder ist dabei häufig Kaffee. Rund zwei Drittel der im Laufe eines Geschäftsjahres gekauften Kaffeeprodukte seien Sonderangebote, berichtet die „Welt“.

    Kaffeebauern leiden unter extrem niedrigen Preisen

    Während Kunden in Deutschland ihren Kaffee zu Schnäppchenpreisen angeboten bekommen, steigen gleichzeitig die Herstellungskosten in den Anbauländern. In erster Linie leiden somit die Kaffeebauern, die bei den niedrigen Rohkaffeepreisen kaum noch existieren könnten. 

    „Langfristig wird sich die Frage stellen, wie viele junge Menschen in den Kaffeeanbauländern noch dazu bereit sein werden, für zwei Dollar Lohn am Tag für uns die Kaffeebohnen zu pflücken“, warnt Overath gegenüber der „Welt“. Ein weiteres Problem sei außerdem der Klimawandel und damit einhergehende schlechte Ernten und schwierige Arbeitsbedingungen. 

    Lest auch: Studie: Wie ihr euren Kaffee trinkt, verrät etwas über euren Charakter

    Während der Rohkaffeepreis für Bohnen aus konventionellem Anbau bei derzeit 98 US-Cent liegt, bekommen Kaffeebauern mit Fairtrade-Siegel immerhin 1,90 US-Dollar für ein amerikanisches Pfund inklusive Aufschläge und Prämien, schreibt die „Welt“. Das ist jedoch immer noch deutlich weniger als noch vor acht Jahren, als der Rohkaffeepreis bei mehr als drei Dollar lag.

    Analysten erwarten deutlichen Preisanstieg

    Grund für den niedrigen Rohkaffeepreis ist unter anderem die weltweit große Verfügbarkeit von Kaffee. Die internationale Kaffeeorganisation ICO prognostiziert einen Überschuss von 2,3 Millionen Sack Kaffee (zwischen rund 60 und 70 Kilo) bis Ende September.

    Im drastischen Unterschied dazu prognostizieren Analysten ein Defizit von rund einer Millionen Kaffee-Säcke für die Erntesaison 2019/2020, so das Ergebnis einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters. Die neun befragten Analysten und Marktteilnehmer rechnen in Folge dessen zudem mit einem Anstieg des Rohkaffeepreises von bis zu 25 Prozent bis zum Jahresende.

    Grund dafür könnten zu einen geringere Ernteerträge und zum anderen die Aufwertung des Real gegenüber dem Dollar aufgrund der politischen Entwicklungen in Brasilien sein, so die Analysten. Das südamerikanische Land ist der derzeit weltweit größte Lieferant für die beliebte Kaffee-Sorte Arabica. 

    ae

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