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    Per Twitter verkündet: Elon Musk plant offenbar nächsten Coup

    Per Twitter verkündet: Elon Musk plant offenbar nächsten Coup


    Tesla-Chef Elon Musk hat mit dem Hoffnungsträger Model 3 weiter alle Hände voll zu tun, macht aber schon wieder mit abenteuerlichen Ideen von sich reden. Der Tech-Milliardär tüftelt offenbar in größerem Stil daran, die Bordcomputer in Teslas...

    Tesla-Chef Elon Musk hat mit dem Hoffnungsträger Model 3 weiter alle Hände voll zu tun, macht aber schon wieder mit abenteuerlichen Ideen von sich reden. Der Tech-Milliardär tüftelt offenbar in größerem Stil daran, die Bordcomputer in Teslas Elektroautos zu Videospielkonsolen umzurüsten. Musk erkundigte sich am Montag (Ortszeit) bei Twitter nach den „am meisten Spaß machenden Spielen“, die auf den Touchscreens der Wagen laufen könnten.

    Mit einem Software-Update hatte Tesla jüngst bereits Atari-Klassiker in seinen Autos installiert, die in Parkposition mit dem Lenkrad als Joystick gespielt werden können. Das sei „nur der Start“, twitterte Musk nun. Dass das ungewöhnliche Projekt größere Dimensionen annehmen könnte, hatte sich bereits im August angedeutet, als Musk Spieleentwickler aufgerufen hatte, sich bei Tesla zu bewerben. Es gehe um Spiele, die Touchscreen, Handy und Auto zusammenführen.

    What are some of the most fun games we could have on a Tesla? Classic Atari is just the start.

    — Elon Musk (@elonmusk) 15. Oktober 2018

    Ohnehin scheint der 47-jährige Starunternehmer trotz seines Ärgers mit der Börsenaufsicht SEC, die ihn wegen Irreführung von Investoren im Zusammenhang mit seiner zwischenzeitlich erwogenen Privatisierung Teslas verklagt hatte, nicht zu bremsen. So soll bald auch ein hauseigener Tequila namens „Teslaquila“ an den Start gehen. Am 8. Oktober reichte das Unternehmen bei der zuständigen US-Behörde einen Antrag ein, sich die aus einem Aprilscherz Musks entstandene Marke schützen zu lassen.

    Manch Aktionär würde sich indes wünschen, dass sich Musk, der auch Chef des Weltraumunternehmens SpaceX und der Tunnelbohr-Firma Boring Company ist, mehr auf das Hauptgeschäft von Tesla konzentrieren würde. Zwar nimmt die lange Zeit stockende Produktion von Teslas erstem günstigeren E-Auto Model 3 endlich Fahrt auf, die Fertigung wie geplant weiter hochzufahren, dürfte aber noch auf absehbare Zeit eine große Herausforderung bleiben. Zudem hat Musk den Investoren Gewinne versprochen — bislang ist Tesla chronisch defizitär und einige Analysten sehen eher Kapitalbedarf.

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    FDP fordert härteres Durchgreifen der Regierung im Abgasskandal

    FDP fordert härteres Durchgreifen der Regierung im Abgasskandal


    Der FDP-Verkehrspolitiker Oliver Luksic fordert im Abgasskandal angesichts eines bevorstehenden Rückrufs bei Opel ein härteres Durchgreifen der Regierung. „Opel mit PSA ist nicht der einzige Autohersteller aus dem Ausland, der auffällig ist“,...

    Der FDP-Verkehrspolitiker Oliver Luksic fordert im Abgasskandal angesichts eines bevorstehenden Rückrufs bei Opel ein härteres Durchgreifen der Regierung. „Opel mit PSA ist nicht der einzige Autohersteller aus dem Ausland, der auffällig ist“, sagte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion in Berlin der Deutschen Presse-Agentur. „Es muss auch eine Lösung für andere ausländische Hersteller auf den Tisch, die rechtlichen Grauzonen haben wohl alle gedehnt und teilweise überstrapaziert.“

    Der Verkehrsexperte des Umweltverbandes Nabu, Dietmar Oeliger, sagte, der Rückruf bei Opel sei „längst überfällig“. Schließlich seien verschiedene Opel-Modelle schon frühzeitig bei Nachmessungen mit deutlich zu hohen Stickoxid-Emissionen aufgefallen. „Es bestätigt sich unsere Einschätzung von Anfang an, dass es kein VW-Skandal, sondern ein Diesel-Skandal ist.“

    Mit Opel steht der nächste deutsche Autobauer im konkreten Verdacht, die Abgase von Dieselfahrzeugen mit umstrittenen Software-Funktionen manipuliert zu haben. Am Montag durchsuchten Ermittler mehrere Stunden lang wegen möglichen Betrugs Geschäftsräume in Rüsselsheim und Kaiserslautern. Laut dem Bundesverkehrsministerium wird es zudem einen amtlich angeordneten Rückruf durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) für rund 100.000 Autos der Typen Insignia, Cascada und Zafira geben.

    Opel betonte, sollte solch eine Anordnung ergehen, werde man sich dagegen rechtlich zur Wehr setzen. „Opel-Fahrzeuge entsprechen den geltenden Vorschriften“, hieß es in einer Stellungnahme. Es gebe keine unzulässigen Abschalteinrichtungen. Auch habe der Hersteller das Anhörungsverfahren beim KBA nicht verschleppt. Es seien zudem wesentlich weniger Fahrzeuge betroffen als vom Ministerium genannt.

    Luksic sagte, die Bundesregierung müsse eine Lösung für alle Betroffenen auf den Weg bringen, um den Wertverlust für die rechtmäßig erworbenen Fahrzeuge zu stoppen. „Ein neuerlicher Update-Irrsinn zu Lasten der Opelbesitzer, der am Ende trotzdem Fahrverbote zur Folge hat, ist politisch unverkäuflich und so nicht mehr tragbar.“ Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) müsse garantieren, dass die Bürger nicht auf dem Schaden sitzen bleiben. „Was bisher mit den Prämien auf dem Tisch liegt, ist ein Schlag ins Gesicht der betroffenen Autofahrer.“

    Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer sagte: „Es ist höchste Zeit, dass mit Blick auf Opel endlich etwas passiert. Seit zwei Jahren gibt es klare Hinweise und offizielle Regierungsgutachten, die belegen, dass bei Opel die Abgasreinigungen manipuliert sind.“

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    Microsoft-Mitgründer Paul Allen an Krebs gestorben

    Microsoft-Mitgründer Paul Allen an Krebs gestorben


    Microsoft-Mitgründer Paul Allen ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Das teilte das Unternehmen Vulcan Inc., dessen Gründer und Vorsitzender der US-Unternehmer war, am Montag (Ortszeit) im Namen seiner Familie mit. Der Technologie-Pionier,...

    Microsoft-Mitgründer Paul Allen ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Das teilte das Unternehmen Vulcan Inc., dessen Gründer und Vorsitzender der US-Unternehmer war, am Montag (Ortszeit) im Namen seiner Familie mit. Der Technologie-Pionier, milliardenschwere Investor sowie Besitzer zweier US-Profisport-Teams und bekannte Philanthrop sei am Montagnachmittag nach Komplikationen im Zuge einer Lymphdrüsenkrebs-Erkrankung gestorben.

    Allen hatte den Software-Konzern 1975 zusammen mit seinem Kindheits- und Jugendfreund Bill Gates gegründet. Nur acht Jahre später verließ er Microsoft wieder, bereits damals hatten die Ärzte bei ihm Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert. Allen besiegte den Krebs mehrmals, zuletzt vor neun Jahren, blieb aber gesundheitlich angeschlagen. Laut US-Medien hatte Allen jüngst mitgeteilt, sich erneut wegen Lymphdrüsenkrebs behandeln zu lassen.

    Der Tod von einem seiner ältesten und liebsten Freunde breche ihm das Herz, hieß es in einem Statement von Microsoft-Mitgründer Bill Gates: Von der gemeinsamen Schulzeit über die Gründung von Microsoft bis hin zu gemeinsamen wohltätigen Projekten sei Paul Allen ein „wahrer Partner“ gewesen. Ohne ihn würden Personal-Computer heutzutage nicht existieren. „Er hätte viel mehr Zeit verdient“, so Gates weiter. „Wir werden ihn schrecklich vermissen.“

    Allen war maßgeblich daran beteiligt, dem Computerriesen IBM für den ersten Personal-Computer ein Betriebssystem zu beschaffen, das als MS-DOS die Basis für den Erfolg von Microsoft legte. Den Durchbruch hatte Microsoft 1980 geschafft, nachdem sich IBM dazu entschieden hatte, das Betriebssystem für den ersten PC nicht selbst zu entwickeln, sondern bei der Firma von Allen und Gates einzukaufen.

    „Mein Bruder war ein bemerkenswertes Individuum auf jeder Ebene“, teilte Allens Schwester Jody Allen mit. „Während die meisten Paul Allen als Technologen und Philanthropen kannten, war er für uns ein geliebter Bruder und Onkel, und ein besonderer Freund.“ Millionen von Menschen seien von Paul Allens Großzügigkeit berührt gewesen und von seiner Hartnäckigkeit, sich für eine bessere Welt einzusetzen, erklärte Vulcan-Vorstandschef Bill Hilf in der Mitteilung.

    Allen zählte lange Zeit zu den reichsten Menschen der Welt. Zuletzt schätzte „Forbes“ sein Vermögen auf gut 20 Milliarden Dollar. Der Microsoft-Mitgründer spendete große Summen für wohltätige Zwecke, zudem engagierte er sich mit hohen Immobilien-Investitionen bei der Stadtentwicklung der US-Westküstenmetropole Seattle und war Besitzer der American-Football-Mannschaft Seattle Seahawks sowie des Basketball-Teams Portland Trail Blazers.

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    Wie sich der Fall Khashoggi auf die Wirtschaft auswirkt

    Wie sich der Fall Khashoggi auf die Wirtschaft auswirkt


    Die Affäre um den kürzlich verschwundenen saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi verschärft nicht nur die politischen Spannungen zwischen Saudi Arabien und dem Westen. Er führt auch zu Turbulenzen auf den Finanzmärkten und verprellt...

    Die Affäre um den kürzlich verschwundenen saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi verschärft nicht nur die politischen Spannungen zwischen Saudi Arabien und dem Westen. Er führt auch zu Turbulenzen auf den Finanzmärkten und verprellt Unternehmen, die in der Region tätig sind. 

    US-Präsident Trump hatte am Sonntag mit Sanktionen gedroht, falls sich Vermutungen bewahrheiten sollten, dass die saudische Regierung den Regimekritiker ermordet hat. 

    Wie die „FAZ“ berichtet, nährte dies Befürchtungen an der Börse, die Spannungen zwischen beiden Ländern könnten sich verschärfen. In Folge könnten sich ausländische Investoren zurückziehen, was zu weniger Ölexporten aus dem Land führen würde. Prompt schnellte der Ölpreis in die Höhe. Der Preis der Nordseesorte Brent stieg am Montag um fast zwei Prozent auf 81,92 US-Dollar je Barrel.

    Kurse an der Börse in Riad brechen ein 

    An der Börse von Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad kam es unterdessen zu heftigen Turbulenzen. Der saudi-arabische Aktienindex Tasi brach am Sonntag um zeitweise sieben Prozent ein und schloss 3,5 Prozent tiefer als am Vortag. Am Montag schnellte er zeitweise auf bis zu vier Prozent Plus. Die saudiarabische Währung Saudi Riyal erreichte einen zweijährigen Tiefstand, die Anleihenkurse des Staates gaben nach. 

    Auch der Aktienkurs des japanischen Technologie-Investors Softbank wurde stark in Mitleidenschaft gezogen: Der Aktienkurs gab am Montag zeitweise um fast acht Prozent nach. Saudi-Arabien gehört zu den wichtigen Geldgebern des 200 Milliarden Dollar großen „Vision Funds“ von Softbank-Gründer Masayoshi Son.

    Investoren und Unternehmer stellen Verhandlungen ein

    Auch abseits der Finanzmärkte zeigt der wachsende Konflikt direkte wirtschaftliche Auswirkungen. Berichten des Radiosenders Deutschlandfunk zufolge hat Sir Richard Branson, Gründer des Medienkonzerns Virgin, seine Verhandlungen und Geschäfstbeziehungen mit dem Land vorerst eingestellt. Saudi-Arabien war im Gespräch, eine Milliarde Dollar in Bransons Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic zu investieren. Der britische Milliardär ist zudem an zwei Tourismus-Projekten des Landes beteiligt.  

    Darüber hinaus sagten führende internationale Wirtschaftsvertreter ihre Teilnahme an einer Investoren-Konferenz in Riad ab. Darunter Jamie Dimon, Chef der US-Großbank JPMorgan, Bob Bakish, Geschäftsführer des US-amerikanischen Medienkonzerns Viacom sowie AOL-Mitgründer Steve Case. 

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    Jamal Chaschoggi hatte die Politik seiner Heimat kritisiert und fürchtete nach eigenen Angaben Vergeltung. Das vergangene Jahr verbrachte er im Exil. Am vergangenen Dienstag betrat er das Konsulat in Istanbul, um Dokumente für seine Hochzeit abzuholen. Die türkische Polizei geht nach Angaben aus Ermittlerkreisen inzwischen davon aus, dass der prominente Journalist im Konsulat ermordet wurde. Ein saudiarabischer Vertreter wies dies als haltlos zurück.

    dpa/jk

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    Warum ihr euch bei Rewe, Edeka & dm wirklich Bargeld auszahlen lassen könnt

    Warum ihr euch bei Rewe, Edeka & dm wirklich Bargeld auszahlen lassen könnt


    Rewe hat es vorgemacht, Edeka, dm und Toom haben inzwischen nachgezogen: Ab einem bestimmten Betrag können sich Kunden auch an der Supermarktkasse Geld von ihrem Konto auszahlen lassen. In der Bargeld-Nation Deutschland ist das für viele eine...

    Rewe hat es vorgemacht, Edeka, dm und Toom haben inzwischen nachgezogen: Ab einem bestimmten Betrag können sich Kunden auch an der Supermarktkasse Geld von ihrem Konto auszahlen lassen. In der Bargeld-Nation Deutschland ist das für viele eine willkommene Dienstleistung. Und auch für die Händler hat das System Vorteile.

    Nicht nur, dass ein solcher Service im Laufe der Jahre eine wachsende Zahl an Kunden in die Geschäfte locken dürfte — immerhin sind immer seltener Bankautomaten in der Nähe, wenn man gerade mal einen benötigt. Die Bargeldauszahlung an der Kasse könnte die Verbraucher auch dazu bewegen, mehr Produkte in den jeweiligen Geschäften zu kaufen als ursprünglich geplant war.

    Die Bargeld-Angebote bei Rewe, Edeka und Tankstellen unterscheiden sich

    Denn: In vielen Geschäften muss der Kunde bei seinem Einkauf erst einmal einen bestimmten Mindestbetrag erreichen, um sich anschließend Geld an der Kasse auszahlen lassen zu können. 

    Der variiert bei den Anbietern mitunter stark: Während das Bargeld-Angebot bei Rewe und Penny nur ab einem Einkaufswert von mindestens 20 Euro gilt, gilt bei Edeka und der Drogeriekette dm ein Betrag von zehn Euro. Anders bei Netto: Dort liegt der Mindesteinkaufswert für eine Barauszahlung an der Kasse bei gerade einmal fünf Euro, Tankstellen verlangen gar keinen Mindestbetrag. „Es ist ein Instrument der Kundenbindung“, zitiert die „Welt“ Michelle Jahn, Juristin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Im Gegensatz zu Geldautomaten fremder Banken fällt bei der Abhebung an den Kassen nämlich keine zusätzliche Gebühr an.

    Geschäfte können durch die Auszahlung die Bargeldbestände verringern

    Und das, obwohl die Händler selbst für eine Abhebung zahlen. 0,2 Prozent der Auszahlungssumme gehen an die zuständige Bank. Doch das nimmt man in der Branche hin — auf die zusätzliche Dienstleistung für ihre Kunden wollen die meisten Händler nicht mehr verzichten. Zu hoch ist inzwischen die Konkurrenz bei anderen Super-, Drogerie- oder Baumärkten.

    Ein netter Nebeneffekt: Mit den Auszahlungen verringern sich die Bargeldbestände, die die Händler in der Filiale behalten müssen. Die Hoffnung dahinter: Die Verluste bei Diebstählen halten sich dadurch künftig in Grenzen. 

    Die zunehmend private Abwicklung solcher Abhebungen sei „eine Win-Win-Situation“, wie Anne van Dülmen vom Bundesverband deutscher Banken in Berlin der „Welt“ erklärt. Banken sparen dadurch, dass sie weniger kostenaufwendige Automaten aufstellen müssen — die sind bis zu 25.000 Euro schwer — und Händler locken neue Kunden an. 

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    Nur die letzteren scheinen noch nicht ganz überzeugt von der Methode zu sein. Lediglich vier Prozent von 1.006 Teilnehmern einer Online-Umfrage der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung gaben an, Geld an der Supermarktkasse abzuheben. Der Wirtschaftsexperte Ulrich Binnebößel vom Handelsverband Deutschland ist sich jedoch sicher: Das Angebot ist im Kommen und wird künftig stärker wahrgenommen werden. 

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    EU-Kommission will fast 200 Millionen Euro in Batterie-Forschung investieren

    EU-Kommission will fast 200 Millionen Euro in Batterie-Forschung investieren


    Die EU-Kommission will die Entwicklung leistungsfähiger Batteriezellen in den kommenden zwei Jahren mit fast 200 Millionen Euro fördern. Im Januar 2019 solle ein Aufruf zur Forschung an Projekten starten, die mit dem Batteriesektor in Verbindung...

    Die EU-Kommission will die Entwicklung leistungsfähiger Batteriezellen in den kommenden zwei Jahren mit fast 200 Millionen Euro fördern. Im Januar 2019 solle ein Aufruf zur Forschung an Projekten starten, die mit dem Batteriesektor in Verbindung stehen, sagte EU-Energiekommissar Maros Sefcovic am Montag in Brüssel. Dafür sollten 114 Millionen Euro aus dem EU-Forschungsprogramm „Horizon“ stammen. Im Folgejahr sollten weitere 70 Millionen Euro aus dem EU-Haushalt zur Verfügung gestellt werden.

    Wegen der wachsenden Zahl von Elektroautos in Europa steigt in den kommenden Jahren die Nachfrage nach Batterien sowie Batteriezellen. Derzeit kaufen viele Autobauer ihre Zellen jedoch in Asien und bauen diese dann selbst zu großen Akkus für ihre Elektroautos zusammen. Vor einem Jahr hatten mehreren EU-Staaten und Vertreter aus der Wirtschaft deshalb eine sogenannte Batterie-Allianz gegründet. Sefcovic traf sich am Montag mit den Wirtschaftsministern mehrerer Länder in Brüssel. Für Deutschland nahm Staatssekretärin Claudia Dörr-Voss an dem Treffen teil.

    Versuch gegen Asiens Vormachtsstellung anzugehen 

    Um im Wettbewerb mit Asien Boden gut zu machen, sollen Unternehmen auch staatlich gefördert werden können. Voraussetzung dafür sei, dass mindestens zwei EU-Staaten an einem Projekt beteiligt seien und es sich um bahnbrechende Technologien handele. Dann könnten in der Anfangsphase bis zur ersten Anstellung von Personal bis zu 100 Prozent der Kosten gedeckt werden. „Wir werden unsere Anstrengungen beschleunigen, weil der globale Wettbewerb hart ist“, sagte Sefcovic. Staatliche Beihilfen für einzelne Firmen sind in der EU eigentlich untersagt. Ausnahmen gibt es etwa, wenn diese mit europäischen Zielen bei der wirtschaftlichen Entwicklung begründet werden können.

    Erst kürzlich hatte der Weltklimarat der Vereinten Nationen in einem Sonderbericht rasches Handeln in allen Bereichen gefordert, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. „Es ist offensichtlich, dass wir in allen Wirtschaftsbereichen unser Möglichstes tun müssen“, sagte Sefcovic.

    dpa

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    Abnehmen: Wie ihr ohne Diät und tägliches Training ganz einfach euer Idealgewicht erreicht

    Abnehmen: Wie ihr ohne Diät und tägliches Training ganz einfach euer Idealgewicht erreicht


    Wenn es um die Figur geht, gibt es kiloweise Halbwahrheiten, die sich so hartnäckig halten wie bei vielen der Hüftspeck:   Über unser Gewicht bestimmt die Genetik. Darum können manche essen, was sie wollen, und nehmen nicht zu — andere müssen...

    Wenn es um die Figur geht, gibt es kiloweise Halbwahrheiten, die sich so hartnäckig halten wie bei vielen der Hüftspeck:  

    Über unser Gewicht bestimmt die Genetik. Darum können manche essen, was sie wollen, und nehmen nicht zu — andere müssen ein Schnitzel nur von Weitem ansehen, schon platzt die Hose. Und mit einer Schilddrüsenunterfunktion ist es sowieso unmöglich, abzunehmen.

    Dazu kommen immer neue Ernährungstrends wie Low Carb, Paleo, Superfoods oder die neue Küche der Levante. Wer blickt da noch durch?

    Und überhaupt: Hat nicht eine Studie gezeigt, dass leichtes Übergewicht das Leben verlängert? Dann wäre es ja quasi Selbstmord, seine Speckröllchen zu verlieren. 

    85 Kilo weg in 18 Monaten 

    Die Verhaltenstherapeutin Nadja Hermann sagt: „Alles Quatsch.“ In ihrem Buch „Fettlogik überwinden“ räumt sie mit diesen und vielen anderen Diätmythen auf. „Fettlogik“ nennt sie alle Ernährungsmythen und medizinische Halbwahrheiten, mit denen Menschen ihren Lebensstil und ihr (Über-) Gewicht rechtfertigen. Sie selbst hat dank ihrer Erkenntnisse in 1,5 Jahren 85 Kilo abgenommen.

    Für jeden, der — wie Hermann früher — seit Langem vergeblich versucht, sein Gewicht zu reduzieren, hat sie einen Rat: Entlarvt eure eigene Fettlogik. Mit anderen Worten: Werdet euch darüber klar, mit welchen Überzeugungen ihr euch einredet, eure Figur sei unveränderbar. Schreibt sie euch auf und entkräftet sie.  

    Die hartnäckigsten Irrtümer über Gewicht

    Denkt ihr zum Beispiel, dass geringes Übergewicht eure Lebenserwartung erhöht? Das Ergebnis dieser Studie könnte auch dadurch erklärt werden, dass sich unter den schlanken Probanden mehr Raucher befanden, als unter den leicht übergewichtigen.

    Oder glaubt ihr, dass eure Schilddrüsenunterfunktion für euren „Rettungsring“ verantwortlich ist? Eine Studie aus dem Jahr 1997 hat gezeigt, dass ein Mensch mit leichter Schilddrüsenunterfunktion gerade einmal 110 Kalorien täglich weniger verbrennt als jemand mit normaler Schilddrüsenfunktion. Das ist ungefähr so viel wie ein Kinderriegel.  

    Oder geht ihr davon aus, dass ihr einen schlechten Stoffwechsel habt und euer Körper deshalb Kalorien langsamer verbrennt, als es bei Schlanken der Fall ist? Hermann zufolge gibt es durchaus Unterschiede, sie sind aber nicht so extrem, wie ihr es euch vorstellt. Normalerweise verbrauchen Übergewichtige sogar mehr Kalorien als Normalgewichtige und nehmen deshalb anfangs schneller ab.  

    Habt ihr keine Lust auf Sport und denkt, dass ihr es darum sowieso nicht schaffen werdet, abzunehmen? Auch das ist falsch. 80 Prozent der Figur gehen auf die Ernährung zurück, nicht auf Sport. Zudem kann es bei stark Übergewichtigen ratsam sein, zuerst Gewicht abzunehmen und erst dann Sport zu machen. Denn Sport bei hohem Übergewicht birgt ein gesteigertes Verletzungs- und Herzanfallrisiko.

    So nehmt ihr wirklich ab

    Übrigens ist es auch ein Mythos, dass man sich nicht täglich wiegen dürfe. Gerade am Anfang ist es wichtig zu lernen, wie euer Körper reagiert. Gewichtsschwankungen sind völlig normal und wenn ihr das von Anfang an lernt, werdet ihr sie bald ganz entspannt sehen. Außerdem ist es unerlässlich, Kalorien zu zählen, wenn ihr abnehmen wollt: Dabei helfen Apps, in die ihr eure Mahlzeiten und Bewegung eintragt.  

    Hermann rät auch, immer ausreichend Eiweiß zu euch zu nehmen: 0,8 Gramm pro Kilo Körpergewicht. Und viel Wasser zu trinken Wasser. Das reduziert das Hungergefühl. 

    Auch der Jo-Jo-Effekt und der berüchtigte Hungerstoffwechsel, bei dem sich der Körper an die geringe Kalorienzufuhr gewöhnen soll, sind Hermann zufolge Gerüchte.

    Abnehmen fängt im Kopf an. Wenn ihr euch frei macht von Glaubenssätzen, die euch vorgaukeln, dass ihr nicht abnehmen könnt, wird es auf einmal ganz leicht. 

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    Totalüberwachung durch Google? China hat einen neuen düsteren Plan, um Muslime zu verfolgen

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    Google will auf den chinesischen Markt vordringen — dort warten mehr als eine Milliarde potentielle Nutzer. Doch wie viel ist das Unternehmen bereit, dafür zu tun? Die chinesische Regierung hat dem US-Konzern nun einen Katalog an Vorgaben vorgelegt,...

    Google will auf den chinesischen Markt vordringen — dort warten mehr als eine Milliarde potentielle Nutzer. Doch wie viel ist das Unternehmen bereit, dafür zu tun? Die chinesische Regierung hat dem US-Konzern nun einen Katalog an Vorgaben vorgelegt, die das Unternehmen für eine Expansion nach China einhalten soll.

    Daraus geht hervor, dass Google sich zum Komplizen der Regierung in den Bemühungen um die systematische Verfolgung religiöser Minderheiten machen könnte. Vergangenen Dienstag ist in China ein Gesetz in Kraft getreten, das die grundlose Inhaftierung muslimischer Minderheiten in der Region Xinjiang erlaubt. In sogenannten „Transformationslagern“ werden bereits mehr als eine Million Menschen festgehalten und „umerzogen“.

    Das Gesetz trifft vor allem das muslimische Turkvolk der Uiguren, von denen es etwa zehn Millionen in Xinjiang gibt, was rund der Hälfte der dortigen Einwohnerzahl entspricht. Ihnen wird terroristisches Gefährderpotenzial unterstellt: Anschläge, die sich in den vergangenen Jahren in Xingjiang ereignet haben, führt die Regierung auf muslimische Minderheiten zurück und schränkte aus diesem Grund ihre Religionsfreiheit nach und nach ein — oder anders ausgedrückt: alles, was in Kontrast zum kommunistischen Gedanken steht. Offiziell wird der Schritt als Terrorbekämpfung bezeichnet, obwohl China keine UN-Mitarbeiter in die betroffene Region lässt. 

    Google wieder wieder nach China

    Das neue Gesetz zeigt, dass die chinesische Regierung bei der Umsetzung der Überwachung auf die Mitarbeit großer Tech-Unternehmen setzt. Sollte Google seine Geheimpläne zu einer zensierten Suchmaschine umsetzen, könnte das Unternehmen Mittäter bei der Verfolgung und Unterdrückung werden. Anfang August wurde bekannt, dass sich Google-Chef Sundar Pichai mit chinesischen Regierungsbeamten getroffen hat, um über einen Wiedereinstieg der Suchmaschine in den chinesischen Markt zu verhandeln.

    Dazu gab es den Berichten zufolge jedoch mehrere Bedingungen: Suchbegriffe und Websites über Menschenrechte, Demokratie, Religion, Sex und friedlichen Protest sollen zensiert und verborgen werden; die Such-App verfügt demnach über eine „Schwarze Liste“ mit Operatoren. Damit würden auch Seiten wie das Online-Lexikon Wikipedia oder globale öffentlich-rechtliche Nachrichtensender wie die britische BBC blockiert werden. Aus den geleakten Dokumenten geht hervor, dass die Zensur in die Bildersuche, Rechtschreibprüfung und sogar in die vorgeschlagene Suche eingebettet ist.

    Eine Google-Sprecherin sagte damals auf Anfrage von Business Insider: „Wir bieten in China eine Reihe von mobilen Apps wie Google Translate und Files Go an, helfen chinesischen Entwicklern und haben erhebliche Investitionen in chinesische Unternehmen wie JD.com getätigt. Aber wir kommentieren keine Spekulationen über Zukunftspläne.“

    Google soll Daten mit der Regierung teilen

    Hinzu kommt nun: Nach Artikel 28 des neuen Gesetzes werden Telekommunicationsunternehmen angehalten, „Überwachungssysteme und technische Präventionsmaßnahmen für Audio, Nachrichten und Kommunukationsverläufe“ mit „extremistischen Inhalten“ einzurichten. Die Extremismus-Definition ist jedoch recht vage formuliert. 

    Wenn Google also über Inhalte verfügt, die dem chinesischen Staat nicht passen, ist das Unternehmen angewiesen, die „Übertragung der Daten zu stoppen, relevante Informationen zu löschen, Beweismittel zu sichern und den Fall direkt den Behörden zu melden“, heißt es. Zudem müssen Unternehmen die Daten der Nutzer mit der Regierung teilen — unter anderem die Adressen.  

    Dieser Artikel basiert auf einer Recherche von unserer US-Kollegin Alexandra Ma. Den vollständigen Artikel auf Englisch findet ihr hier.

    jsh

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    Stephen Hawking hat eine Warnung vor dem Ende der Menschheit hinterlassen, die erst jetzt öffentlich wurde

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    Gentechnik zählt zu den bedeutsamsten Forschungsgebieten in der Wissenschaft. In der Landwirtschaft wird Gentechnik verwendet, um den Ernte ertrag zu steigern, in der Medizin, um Erkrankungen zu bekämpfen. Doch so hilfreich Gentechnik auch sein kann...

    Gentechnik zählt zu den bedeutsamsten Forschungsgebieten in der Wissenschaft. In der Landwirtschaft wird Gentechnik verwendet, um den Ernte ertrag zu steigern, in der Medizin, um Erkrankungen zu bekämpfen. Doch so hilfreich Gentechnik auch sein kann — in den falschen Händen kann das Wissen zur tödlichen Gefahr werden. Davor warnte jedenfalls der verstorbene Astrophysiker Stephen Hawking, der offenbar auch über seinen Tod hinaus mit seinen wissenschaftlichen Beiträgen zu Gentechnik warnen wollte. Erst in dieser Woche erscheint sein letzter Essay-Band mit dem Titel „Brief Answers to the Big Questions“.

    „Wir betreten nun eine neue Phase der selbst-designten Evolution und werden daher bald in der Lage sein, unsere DNA zu verändern und zu verbessern“, schreibt Hawking in seiner Vorhersage. „Wir haben unsere DNA entschlüsselt, was bedeutet, dass wir 'das Buch des Lebens' gelesen haben und mit der Korrektur beginnen können.“ Hawking spricht dabei speziell auf Mechanismen wie der CRISPR-Methode (Clustered Regularly Interspaced Short Palindromic Repeats) an, die für die Erzeugung gentechnisch veränderter Organismen genutzt wird. Wie er in seinem Buch außerdem schreibt, soll Gentechnik für die „Reparatur von Gen-Defekten“ genutzt werden — allerdings nicht nur.

    Menschen werden nich widerstehen können, ihre Eigenschaften zu optimieren

    Auch menschliche Eigenschaften könnten so nämlich optimiert werden — und drastischen Folgen haben. „Ich bin mir sicher, dass Menschen in diesem Jahrhundert herausfinden werden, wie man sowohl Intelligenz als auch Instinkte wie Aggression gleichzeitig abwandelt“, so Hawking. „Vielleicht wird es Gesetze gegen Gentechnik an Menschen geben. Einige Menschen werden jedoch nicht in der Lage sein, der Versuchung zu widerstehen, menschliche Eigenschaften wie das Gedächtnis, die Resistenz für Erkrankungen oder die Lebensdauer zu verbessern.“

    Hawking schreibt von einer Bedrohung durch sogenannte 'Supermenschen', die mit anderen Menschen konkurrieren werden. „Sobald Supermenschen auftauchen, wird es signifikante politische Probleme mit den nicht-verbesserten Menschen geben, die nicht in der Lage sein werden, sich mit ihnen zu messen“. „Vermutlich werden sie aussterben oder unwichtig werden.“

    Künstliche Intelligenz beunruhigt schon heute zahlreiche Menschen

    Hawking zufolge  wird es noch eine Weile dauern, bis das der Fall sein wird — allein schon deshalb, weil eine sehr große und komplexe Gruppe von Genen betroffen ist. Grund zum Aufatmen gibt es aber nicht — Hawkings Befürchtungen sind jetzt schon näher, als viele annehmen dürften — auch Unternehmer wie Tesla-Chef Elon Musk zeigen sich skeptisch gegenüber hochintelligenten Spezies, auch wenn diese bisher nur in Form von Künstlicher Intelligenz in nicht-menschlichen Objekten zu finden sind.

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    H&M unter Druck: Mitarbeiter beschweren sich über schlechte Arbeitsbedingungen

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    Mitarbeiter und Gewerkschaft kritisieren H&M für seine Arbeitsbedingungen. Doch die schwedische Modekette ist kein Einzelfall.  Bald nachdem er sich in seiner Hannoveraner Filiale krank gemeldet hatte, erhielt H&M-Mitarbeiter Ismail T. die Kündigung....

    Mitarbeiter und Gewerkschaft kritisieren H&M für seine Arbeitsbedingungen. Doch die schwedische Modekette ist kein Einzelfall. 

    Bald nachdem er sich in seiner Hannoveraner Filiale krank gemeldet hatte, erhielt H&M-Mitarbeiter Ismail T. die Kündigung. Dabei sei ihm kurz zuvor noch die Übernahme nach seinem auf sechs Monate befristeten Arbeitsvertrag versprochen worden, schildert T. der „Hannoverschen Allgemeine“. Gemeinsam mit dem Betriebsrat wehrt er sich gegen die Entlassung. Für den wahren Grund hält er, dass ihm seine Geradlinigkeit und Offenheit zum Verhängnis geworden seien. Dinge, die H&M eigentlich zu seinen Werten zählt.

    Ismail T. berichtet von massivem Druck, der auf die Mitarbeiter ausgeübt werde. „Arbeite schneller, kassiere schneller, sei produktiver, das hört man ständig“, sagt der Ex-Mitarbeiter in dem Artikel über seinen früheren Arbeitgeber.

    Ähnlich äußern sich viele H&M-Mitarbeiter anonym auf Arbeitgeber-Bewertungsportalen. „Ständiger Arbeitsdruck. Man wird heimlich beobachtet von Kollegen. Mitarbeiter sollen sich gegenseitig kontrollieren“, schreibt ein Nutzer beim Jobportal „Kununu“. „Ständiger Druck von oberster Hierarchie nach ganz unten“, heißt es bei einem anderen.

    H&M sucht fast nur noch flexible Teilzeitkräfte

    Auch der Gesamtbetriebsrat von H&M sieht eklatante Probleme bei den Arbeitsbedingungen in den Filialen. „Viele sind unfreiwillig in Teilzeit“, sagt die Hamburgerin Anja Matte im Gespräch mit Business Insider. „Sie würden gerne mehr arbeiten.“ Daran habe das Unternehmen aber kein Interesse.

    Ein Blick in die aktuellen Stellenanzeigen bei H&M zeigt, dass, abgesehen von Führungskräften, kaum noch Vollzeit-Stellen angeboten werden. Stattdessen dominiert im Verkauf und Lager die Suche nach Teilzeitkräften „auf flexibler Stundenbasis als kurzfristige Beschäftigung“, wie es in den Ausschreibungen heißt. Oft sind diese befristet. Der Einsatz erfolge „überwiegend in Spätschicht und an den Wochenenden“. Hohe Flexibilität wird also gefordert, bei gleichzeitig unsicheren Verhältnissen.

    Intern werden diese Mitarbeiter „Stundenlöhner“ genannt. Für Studenten oder Schüler mögen diese Arbeitszeiten attraktiv sein, doch auch alleinerziehende Mütter würden dazu angehalten, „voll flexibel“ zu sein, erzählt der Gesamtbetriebsrat. Seit knapp einem Jahr blieben auch deswegen viele Stellen unbesetzt: „Früher hatten wir immer genug Bewerber.“ 

    „Die Angst um den Job spielt eine Riesenrolle bei den Mitarbeitern“

    Es käme immer wieder vor, dass Mitarbeiter spontan angerufen würden, ob sie noch am gleichen Tag arbeiten könnten. „Viele sagen zu, weil sie das Geld brauchen“, sagt Betriebsrätin Peggy Sperber aus Stuttgart. Außerdem müssten Mitarbeiter bei einer Absage fürchten, in Ungnade zu fallen oder bei den nächsten Fällen nicht mehr angerufen zu werden. Viele Angestellte hätten Existenzsorgen, heißt es. „Die Angst um den Job und vor einer Schließung der Filiale spielt eine Riesenrolle bei den Mitarbeitern“, erzählt der Regensburger Betriebsrat Michael Gebhardt.  

    Ein weiteres Problem sei der grundsätzliche Personalabbau im Unternehmen. Weil auf der Fläche immer weniger Mitarbeiter in den Filialen arbeiteten, entstünde für sie Mehrarbeit. Zum Stress, den dies bedeutet, kommt noch die schwere Arbeit hinzu: Das Schleppen von schweren Boxen und Kleidung ist ungesund, gerade auch für ältere Mitarbeiter.

    „Ich bin seit fast 30 Jahren bei H&M. Am Anfang gab es fast nur Vollzeitmitarbeiter oder festangestellte Teilzeitkräfte“, erzählt Betriebsrat Thomas Bernd aus Hannover. Seit zehn Jahren beobachtet er den Wandel in der Personalpolitik des Modeunternehmens hin zu flexiblen und befristeten Teilzeitkräften.

    Auch in der Öffentlichkeit steht H&M mittlerweile für seine Arbeitsbedingungen in der Kritik. Ein Artikel der „Zeit“ über die schlechten Arbeitsbedingungen bei H&M hatte im vergangenen Jahr für Wirbel gesorgt. Hinzu kommen Kampagnen, wie der „schwarze Freitag“ am 13. Oktober 2017, an dem Mitarbeiter vor den Filialen für bessere Arbeitsbedingungen demonstrierten.

    Auf Anfrage von Business Insider antwortete H&M zu den Vorwürfen des Gesamtbetriebsrats. Der Konzern verweist auf die hohe Zahl an Studenten, die der Konzern beschäftige. Diese dürfen nur weniger als 20 Stunden in der Woche arbeiten. Zur Frage nach der Personalplanung in den Filialen erklärt H&M: „Wir versuchen (...) stets, die Menge des eingesetzten Personals dem Arbeitsaufkommen anzupassen.“ Der Konzern bestätigt, dass bei ungewöhnlich vielen Krankheitsfällen oder ähnlichem das Personal zum Einspringen angerufen werden kann: „Die Entscheidung liegt allein beim Mitarbeiter.“ Abweichungen in der Arbeitszeit würden gemeinsam entschieden. 

    Dabei ist Deutschland einer der wichtigsten Märkte für H&M. Der schwedische Modekonzern hat hier knapp 18.000 Angestellte in mehr als 460 Filialen. Doch seit einigen Jahren häufen sich die schlechten Nachrichten über das Unternehmen: Seit 2015 sind die Aktienkurse massiv eingebrochen. Auch der Gewinn ist rückläufig. 2017 betrug er nach Steuern 1,63 Milliarden Euro. 2015 waren es noch 2,1 Milliarden Euro.

    Zuletzt berichteten die „Wirtschaftswoche“ und das ZDF-Magazin „Frontal21“, dass H&M mit einer großen Menge an Ladenhütern kämpft, eine „neue Erfahrung“ für den Moderiesen. Zudem würde der Konzern angeblich Kleidung vernichten. H&M bestreitet die Vorwürfe.

    Bei seiner Zielgruppe ist H&M aus der Mode

    Thomas Roeb, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, vermutet, dass die Personalentscheidungen des Unternehmens mit dessen wirtschaftlichen Schwierigkeiten zusammenhängen: „Wer gerade wirtschaftliche Probleme hat, wird es nicht ohne weiteres wagen, jemanden eine feste Stellung anzubieten“, sagt er zu Business Insider. Personalkosten sind für jedes Unternehmen ein hoher Kostenfaktor, aber insbesondere Handelsketten bevorzugen durch den unterschiedlich starken Kundenandrang flexible Arbeitskräfte. Für die meisten Kunden seien die Arbeitsbedingungen der Unternehmen für die Kaufentscheidung allerdings „völlig irrelevant“, sagt Roeb.

    Der Handelsexperte beobachtet auch bei seinen Studierenden ein abnehmendes Interesse für das schwedische Modeunternehmen: „Irgendwie scheint H&M seine Durchschlagskraft verloren zu haben. Es wird als nicht mehr so stylisch angesehen.“

    Roeb glaubt, dass sich H&M zu stark auf seine Basics verlassen und nicht berücksichtigt hat, dass gerade die modische Kleidung wichtig für die jungen Käufer sind. Früher war das die große Stärke des Konzerns. „30 Jahre hat es H&M immer wieder geschafft, die junge, nachrückende Zielgruppe zu erreichen“, sagt der Handelsexperte. 

    Die Konkurrenz setzt H&M stark unter Druck: Im oberen Preissegment werben die Marken des Inditex-Konzerns (unter anderem Zara, Bershka, Massimo Dutti, Pull and Bear) Kunden ab. Bei den niedrigeren Preisen setzt die Ultrabillig-Mode-Kette Primark den Schweden zu. 

    Hinzu kommt, dass der Handel in den Filialen Umsatz verliert. H&M hat das Online-Geschäft verschlafen und muss sich nun im Netz gegen starke Konkurrenz wie Zalando behaupten. Der Modekonzern will daher nun in den Onlinehandel investieren und Filialen schließen.

    H&M ist kein Einzelfall

    Die H&M-Führung plane derzeit viele technische Projekte, um die Stores und den Online-Shop enger zu verzahnen, berichten die Betriebsräte: „Doch dabei kommen sie an uns nicht vorbei.“

    H&M habe dem Gesamtbetriebsrat im vergangenen Winter einen Neustart angeboten. Die Mitarbeitervertreter knüpfen den Neustart jedoch an ihre Forderungen: „H&M ging es jahrelang gut, auch dank der Mitarbeiter. Daher finden wir, dass jetzt Geld in die Hand genommen werden muss.“ Sie fordern von der Unternehmensführung Beschäftigungssicherung, die Abschaffung sachgrundloser Befristungen und unfreiwilliger Teilzeit, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und gesundes Arbeiten. 

    Allerdings ist H&M kein Einzelfall, viele Wettbewerber verfahren ähnlich. „Die Arbeitsbedingungen sind in verschiedenen Abstufungen typisch für die Branche“, sagt Cosimo-Damiano Quinto, Unternehmensbetreuer im Textileinzelhandel bei der Gewerkschaft Verdi.

    Nachdem Verdi im März mit Primark einen Gesundheits-Tarifvertrag abgeschlossen hat, fordert sie diesen auch bei H&M. „Unternehmen wie Primark sind an Lösungen interessiert, ein Unternehmen wie Zara steht am Ende der Skala mit einem ausgeprägt betriebsrats- und gewerkschaftsfeindlichem Verhalten gegenüber den Beschäftigten“, meint Gewerkschaftsvertreter Quinto.

    Hinweis: Die Antwort von H&M auf unsere Anfrage wurde nachträglich in diesen Text eingefügt.

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    Diesel-Razzia bei Opel — Kraftfahrt-Bundesamt will Rückruf für 100.000 Fahrzeuge anordnen

    Diesel-Razzia bei Opel — Kraftfahrt-Bundesamt will Rückruf für 100.000 Fahrzeuge anordnen


    Das Landeskriminalamt Hessen führt gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Frankfurt und der Polizei in den Opel-Standorten Rüsselsheim und Kaiserslautern eine Razzia durch. Das berichtet die „Bild“. Demnach sollen Fahnder seit dem Morgen die...

    Das Landeskriminalamt Hessen führt gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Frankfurt und der Polizei in den Opel-Standorten Rüsselsheim und Kaiserslautern eine Razzia durch. Das berichtet die „Bild“. Demnach sollen Fahnder seit dem Morgen die Unternehmensräume durchsuchen. „Wir ermitteln wegen des Anfangsverdachts des Betruges wegen Inverkehrbringens von Dieselfahrzeugen mit manipulierter Abgas-Software“, zitiert das Blatt Oberstaatsanwältin Nadja Niesen.

    Zudem soll eine Strafanzeige des Kraftfahrtbundesamtes in Flensburg vorliegen. So soll auch Opel in den Diesel-Skandal verwickelt sein. Dabei seien 95.000 Fahrzeuge betroffen, nämlich die Modelle Insignia, Zafira und Cascada aus den Baujahren 2012, 2014 und 2017. Laut ersten Ermittlungen soll „Software unzulässig beeinflusst“ worden sein.

    Opel beharrt indes darauf, dass seine Fahrzeuge den geltenden Vorschriften entsprechen. Das Unternehmen bestätigte am Montag staatsanwaltschaftliche Untersuchungen an den Standorten Rüsselsheim und Kaiserslautern, wollte sich zu Details aber nicht äußern. Man kooperiere im vollen Umfang mit den Behörden.

    Kraftfahrt-Bundesamt will Rückruf für Opel-Diesel anordnen 

    Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) will für den Autobauer einen Rückruf von rund 100.000 Diesel-Fahrzeugen anordnen. Nach Auffinden einer Abschalteinrichtung der Abgasreinigung, die das KBA als unzulässig eingestuft habe, stehe der amtliche Rückruf „kurz bevor“, teilte das Bundesverkehrsministerium am Montag in Berlin mit.

    Das KBA habe Ende 2015 bei Opel Abschalteinrichtungen gefunden, bei denen das Ministerium von Anfang an Zweifel zur Zulässigkeit hatte, erklärte ein Sprecher des Ministeriums. Das KBA habe für die vier damals bekannten Abschalteinrichtungen Anfang 2016 eine freiwillige Servicemaßnahme angeordnet mit Software-Updates angeordnet.

    „Die Durchführung dieser Servicemaßnahme wurde von Opel lange verschleppt“, sagte der Sprecher. Deshalb seien bisher nur etwa 70 Prozent der geforderten Software-Updates bei den betroffenen Modellen Cascada, Insignia, Zafira durchgeführt worden.

    „Nach Auffinden einer fünften Abschalteinrichtung Anfang 2018, welche das KBA als unzulässig eingestuft hat, läuft eine amtliche Anhörung mit dem Ziel, die nun in den Medien zitierten Modelle Cascada, Insignia und Zafira mit einem verpflichtenden Rückruf zu versehen“, hieß es. Auch diese Anhörung werde durch Opel mit immer neuen technischen Argumenten zeitlich verschleppt. „Der amtliche Rückruf der betroffenen rund 100 000 Fahrzeuge steht nunmehr kurz bevor.“

    Das KBA habe die Staatsanwaltschaft Frankfurt im April 2018 über Anhaltspunkte des Vorliegens unzulässiger Abschalteinrichtungen bei Fahrzeugen von Opel informiert. Am Montag hatten Ermittler nun Geschäftsräume des im vergangenen Jahr vom französischen PSA-Konzern übernommenen Unternehmens in Rüsselsheim und Kaiserslautern durchsucht. Zuvor hatte es schon ähnliche Razzien unter anderem bei Marken des VW-Konzerns und bei BMW gegeben.

    jsh/dpa

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    Einfacher, klassischer Apple Pie

    Einfacher, klassischer Apple Pie


    Lust auf selbstgemachten, ofenwarmen Kuchen — aber nicht darauf, stundenlang in der Küche zu stehen? Torten, Cupcakes und Co. sind klasse, um sich kreativ auszutoben. Aber manchmal muss es eben einfach sein, manchmal ist ein Klassiker genau das...

    Lust auf selbstgemachten, ofenwarmen Kuchen — aber nicht darauf, stundenlang in der Küche zu stehen?

    Torten, Cupcakes und Co. sind klasse, um sich kreativ auszutoben. Aber manchmal muss es eben einfach sein, manchmal ist ein Klassiker genau das Richtige. Wie dieser schlichte und doch grandiose gedeckte Apfelkuchen; besonders hübsch in Szene gesetzt als herbstlicher Apple Pie.

    Ihr habt die Wahl: Besonders schnell gemacht ist der Apple Pie, wenn ihr den Teig für den Deckel einfach nur ausrollt und die Apfelfüllung damit bedeckt. Ihr könnt aber auch kreativer werden und den Kuchen hübsch verzieren — so oder so schmeckt er einfach herrlich!

    Das braucht ihr:

    200 Gramm kühle Butter 300 Gramm Weizenmehl 100 Gramm Vanillezucker (selbstgemacht, oder eine Mischung aus normalem Zucker und Vanillezucker aus der Tüte) 1 Ei 1 Prise Salz 3-4 Äpfel Spritzer Zitronensaft 1 Handvoll Walnüsse (optional) Zucker und Zimt für die Apfelfüllung Puderzucker

    So wird's gemacht:

    Butter in Würfel schneiden und zusammen mit Mehl, Zucker, Ei und einer Prise Salz zu einem Mürbeteig verarbeiten Teig in Folie einschlagen und im Kühlschrank ruhen lassen Äpfel in feine Spalten schneiden, mit einem Spritzer Zitronensaft vermischen und je nach Geschmack Zucker und Zimt zugeben Falls gewünscht, Walnüsse fein hacken und mit den Äpfeln vermischen Ofen auf 170 Grad Celsius Ober-/Unterhitze vorheizen Backpapier in den Boden einer Springform klemmen, den Rand leicht einfetten Teig aus dem Kühlschrank holen und in 1/3 und 2/3 aufteilen Das größere Teigstück für den Boden rund ausrollen und in die vorbereitete Springform legen, dabei auch ein Stück den Rand hochziehen und andrücken. Das ist wichtig, damit der Saft der Äpfel nicht ausläuft Apfelmischung auf dem Boden verteilen und mit einem Messer oder Teigrad den Rand knapp über der Füllung abschneiden Das übrige Teigstück (mit dem Verschnitt vom Rand) ebenfalls ausrollen und entweder die Äpfel damit komplett abdecken oder Streifen zuschneiden und auf den Kuchen legen Etwa 45 Minuten backen, auskühlen lassen und nach Geschmack mit Puderzucker bestreuen

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    Am Rand des Weltalls filmte die NASA ein Phänomen, das sonst nur Astronauten zu Gesicht bekommen

    Am Rand des Weltalls filmte die NASA ein Phänomen, das sonst nur Astronauten zu Gesicht bekommen


    Polarlichter wirken wie Magie. Die grünen Leuchtbänder schweben verschlungen in der Erdatmosphäre. Wer sie erblickt, wird innerlich ruhig. Astronauten sehen dieses Phänomen regelmäßig von der Raumstation ISS. Wir Erdenbürger müssen dafür...

    Polarlichter wirken wie Magie. Die grünen Leuchtbänder schweben verschlungen in der Erdatmosphäre. Wer sie erblickt, wird innerlich ruhig.

    Astronauten sehen dieses Phänomen regelmäßig von der Raumstation ISS. Wir Erdenbürger müssen dafür an einen der beiden Pole fahren.

    Oder das spektakuläre Video anklicken, das die NASA in Hochauflösung aufgenommen hat. In dem Video seht ihr die wunderschönen Polarlichter im Zeitraffer aus Sicht des Weltraums, unterlegt mit entspannender Musik.

    Polarlichter entstehen so: In der Erdatmosphäre befinden sich Sauerstoffatome und Stickstoffatome. Auf diese Atome treffen elektrische Teilchen, die von der Sonne ausgesandt wurden. Durch das Aufeinandertreffen entsteht das Licht. 

    Lest auch: „Am Montag entging die Erde nur knapp einem Unglück — und die NASA hat versagt“

    Polarlichter sieht man nur nachts. Das Winterhalbjahr ist deshalb besonders geeignet, um sie am Nordpol zu bestaunen. Zu dieser Zeit geht die Sonne dort monatelang nicht auf. Gegen Ende des Winters, im März und Februar, sollen Polarlichter allerdings vermehrt auftreten — deshalb eignen sich auch diese helleren Monate, um das Spektakel zu bestaunen. 

    Doch wer erst einmal keinen Trip Richtung Skandinavien plant, kann sich das NASA-Video in Endlosschleife ansehen. Einfach „Play“ drücken, staunen und durchatmen. 

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    Beim Kennenlernen bewerten euch Menschen anhand dieser zwei Fragen, sagt eine Harvard-Psychologin

    Beim Kennenlernen bewerten euch Menschen anhand dieser zwei Fragen, sagt eine Harvard-Psychologin


    Wenn wir neue Menschen kennenlernen, bilden wir uns innerhalb weniger Sekunden eine Meinung über sie. Und andersherum werden wir geanauso schnell eingeschätzt. Aber was genau entscheidet, ob uns eine Person mag oder nicht? Mit dieser Frage...

    Wenn wir neue Menschen kennenlernen, bilden wir uns innerhalb weniger Sekunden eine Meinung über sie. Und andersherum werden wir geanauso schnell eingeschätzt.

    Aber was genau entscheidet, ob uns eine Person mag oder nicht?

    Mit dieser Frage beschäftigt sich Amy Cuddy bereits seit Jahren. Zusammen mit ihren Kollegen, den Psychologen Susan Fiske und Peter Glick, erforscht die Professorin an der Harvard Business School seit mehr als 15 Jahren, wie der erste Eindruck entsteht, den wir von einer Person erhalten.

    Dabei hat sie ein interessantes Muster entdeckt, dass sie in ihrem neuen Buch Dein Körper spricht für dich: Von innen wirken, überzeugen, ausstrahlen“ auf den Punkt bringt:

    Sie hat entdeckt, dass unser Gegenüber bei einem ersten Treffen für sich blitzschnell die folgenden zwei Fragen beantwortet:

    Kann ich dieser Person vertrauen? Kann ich diese Person respektieren?

    Psychologen sprechen hier auch davon, dass ihr innerhalb von Sekunden in Hinblick auf eure Wärme (euer soziales Verhalten) und eure Kompetenz beurteilt werdet. Idealerweise kommt euer Gegenüber dann zu dem Schluss, dass ihr beides besitzt — und ihr kommt wunderbar miteinander aus.

    Harvard-Professorin Cuddy hat allerdings bemerkt, dass Menschen glauben, im Beruf spiele die Kompetenz die wichtigere Rolle. Schließlich wollen sie hier meistens beweisen, dass sie klug und talentiert genug sind, um mit dem Gegenüber zusammenzuarbeiten.

    Aber tatsächlich ist die Wärme entscheidend, wenn es darum geht, euch einzuschätzen. Cuddy erklärt das so: „Von einem evolutionären Standpunkt aus ist es für das Überleben essentiell zu wissen, ob eine Person euer Vertrauen verdient“. Denn als wir alle noch in Höhlen hausten, war es viel wichtiger herauszufinden, ob der andere Höhlenmensch euch umbringen und eure Besitztümer stehlen wird oder nicht. Die Kompetenz, ein gutes Feuer machen zu können, war da eher zweitrangig.

    Kompetenz wird zwar in unserer heutigen Gesellschaft sehr geschätzt, laut der Psychologin kommt sie aber erst ins Spiel, wenn es schon eine Vertrauensbasis gibt. Daher kann es nach hintenlosgehen, wenn man sich zu sehr auf seine Stärken konzentriert. 

    Die Expertin meint damit vor allem junge Berufsanfänger, die gerade ihren Abschluss an einer renommierten Business School in der Tasche haben und dann vor allem klug und professionell wirken wollen. Das kann dazu führen, dass sie nie um Hilfe bitten, Einladungen zu After-Work-Aktivitäten generell ablehnen und so auf kurz oder lang unnahbar erscheinen. Das böse Erwachen kommt dann, wenn sie nach einem Praktikum den ersehnten Job nicht bekommen, weil niemand sie richtig kennt oder ihnen vertraut.

    „Wenn ihr versucht, jemanden zu beeinflussen, der euch nicht vertraut, werdet ihr es nicht weit bringen. Wahrscheinlich erregt ihr damit sogar dessen Verdacht und werdet als manipulativ eingestuft“, sagt Cuddy. „Nur eine warme, vertrauenswürdige Person, die auch stark und kompetent ist, wird bewundert. Allerdings muss dafür zuerst die Vertrauensbasis geschaffen sein. Denn nur dann wird die Stärke zu etwas Positivem und nicht zu einer Bedrohung.“

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    5 Dinge, mit denen ihr niemals vor eurem Chef angeben solltet

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    Bei einem Bewerbungsgespräch und auch als fester Angestellter ist es wichtig, sich in einem guten Licht zu präsentieren. Aber Vorsicht: Es gibt ein paar Sätze, mit denen Menschen gerne im Gespräch mit dem Chef prahlen — diese Aussagen lassen sie...

    Bei einem Bewerbungsgespräch und auch als fester Angestellter ist es wichtig, sich in einem guten Licht zu präsentieren. Aber Vorsicht: Es gibt ein paar Sätze, mit denen Menschen gerne im Gespräch mit dem Chef prahlen — diese Aussagen lassen sie aber in Wirklichkeit ziemlich schlecht dastehen. 

    Wir haben uns fünf Aussagen angeschaut, die Amy Morin, Autorin des Buches „13 Things Mentally Strong People Don’t Do“, als No-Go für ein Gesprächsthema mit dem Boss eingeordnet hat. 

    1. „Ich bin wirklich gut im Multitasking“

    Wenn ihr damit angebt, mehrere Sachen auf einmal machen zu können, vermittelt ihr eurem Chef folgende Botschaft: „Ich bin ständig abgelenkt.“

    Multitasking sei etwas, das niemand beherrsche, so Morin. Sie untermauert ihre Aussage mit einer Studie der Stanford Universität. Diese besagt: „Menschen, die regelmäßig mit verschiedenen elektronischen Informationen bombardiert werden, sind weniger aufmerksam, haben ein schlechteres Gedächtnis und wechseln schlechter von einer Aufgabe zur anderen als all diejenigen, die lieber eine Aufgabe nach der anderen erledigen.“ Multitasking führt also sogar dazu, dass ihr weniger produktiv seid. 

    „Also solltet ihr überlegen, euer Eigenlob umzuformulieren, wenn ihr in Versuchung geratet, zu erzählen, dass ihr zwölf Aufgaben wie ein Profi auf einmal erledigt“, schließt Morin.

    2. „Ich bin ein Perfektionist“

    Diesen Satz solltet ihr nicht stolz herumposaunen. Perfektionisten seien nicht so hochangesehen wie angenommen, fasst Morin zusammen. „Ihre Intoleranz für Fehler und übermäßig hohe Standards führen dazu, dass untergeordnete Mitarbeiter ihre Fehler verstecken, anstatt Möglichkeiten zu suchen, sich davon zu erholen.“

    Eine Studie des Psychologen Robert W. Hill besagt, dass es zwei verschiedene Arten von Perfektionisten gibt: Diejenigen, die mit ihrem Perfektionismus zufrieden waren und danach streben, ihre Ziele gewissenhaft zu verfolgen und immer das Beste zu geben. Dann gibt es aber auch Perfektionisten, die die Bestätigung ihrer Mitmenschen brauchen und sich vor Fehlern fürchten. Weitere Studien haben gezeigt, dass Perfektionisten ein deutlich höheres Burnout-Risiko haben und anfälliger für gesundheitliche und psychische Probleme sind.

    Selbst wenn ihr zur ersten Kategorie gehört, solltet ihr das besser für euch behalten.

    3. „Ich bin noch nie an etwas gescheitert“

    „Es gibt einen großen Unterschied darin, zu versuchen, Erfolg zu haben oder zu versuchen, Fehlschläge zu vermeiden“, erklärt Morin. Sollte euer Ziel sein, keine Fehler zu machen, stünden die Chancen gut, dass ihr nicht euer Potential vollkommen ausschöpft. 

    Eine Studie hat untersucht, inwiefern die Angst vor dem Scheitern das Lernverhalten junger Leute beeinflusst. Tatsächlich sei es so, dass sich Menschen mit Versagensängsten Ziele setzen, die ihnen lediglich dabei helfen, gut auszusehen. Neue Aufgaben, bei denen die Möglichkeit besteht, zu versagen, werden gar nicht erst in Angriff genommen. So wollt ihr nicht auf euren Chef wirken, oder?  

    Seid ihr also wirklich noch nie gescheitert? Das ist gut — so lange es nicht so wirkt, als würdet ihr lediglich darauf achten, keine Fehler zu machen. An dieser Stelle gibt Morin folgenden Rat: „Anstatt eure Fehler zu leugnen solltet ihr sie zugeben und zeigen, was ihr daraus gelernt habt.“ 

    4. „Ich schlafe so gut wie nie“ 

    Schlafmangel ist nichts, womit man angeben sollte. Zwar prahlen manche erfolgreiche Unternehmer damit, dass wenig Schlaf produktiv mache — Amy Morin ist da aber ganz anderer Meinung und betrachtet das Ganze als „merkwürdiges Phänomen“.

    Dass Schlafmangel ernsthafte Folgen haben kann, beweisen zahlreiche Studien. Finnische Forscher haben beispielsweise herausgefunden, dass Schlafmangel sowohl dem Gehirn als auch den Organen schadet. Andere Studien belegen, dass zu wenig Schlaf eure kognitiven Fähigkeiten wie etwa Aufmerksamkeit, Erinnerung, Problemlösefähigkeit oder Kreativität beeinträchtigt. Dementsprechend ist das kein Aspekt, mit dem ihr bei eurem Chef angeben solltet. 

    5. „Ich arbeite vierundzwanzig Stunden am Tag“

    Auch hier belegen zahlreiche Studien, dass ein Workaholic-Lifestyle kein Anlass für Prahlereien ist. Wer zu viel arbeitet, leidet oft unter psychischen Problemen, wie eine Studie von Cecilie Schou Andreassen von der Universität Bergen zeigt.

    Im Rahmen ihrer Forschungen fand Sarah Asebedo, Doktorandin an der Kansas State University, außerdem folgendes heraus: „Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Workaholics — dadurch definiert, dass sie mehr als 50 Stunden die Woche arbeiten — eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, ein schlechtes physisches Wohlbefinden zu entwickeln.“

    Wie könnt ihr also eurem Chef zeigen, dass ihr engagiert seid, ohne euch gleich als Workaholic zu bezeichnen? Morin rät: „Konzentriert euch darauf, produktiv zu sein. Es ist egal, wie viele Stunden ihr arbeitet. Worauf es wirklich ankommt, ist, wie viel ihr während eurer Arbeitszeit schafft.“

     

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    Mercedes entwickelt sich heimlich, still und leise zu Teslas größtem Rivalen

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    Tesla hat einen kometenhaften Aufstieg hinter sich — und will zu einem der weltweit führenden Automarken im Bereich der Elektromobilität werden. Große Autohersteller aus vielen Ländern wollen ihre Elektrosparte ausbauen. Doch keiner dürfte das in...

    Tesla hat einen kometenhaften Aufstieg hinter sich — und will zu einem der weltweit führenden Automarken im Bereich der Elektromobilität werden.

    Große Autohersteller aus vielen Ländern wollen ihre Elektrosparte ausbauen. Doch keiner dürfte das in so großem Umfang durchführen wie Daimler.

    Der Stuttgarter Autobauer will seinen Fuhrpark bis 2020 komplett elektrifizieren. Um das zu ermöglichen, investiert Daimler mehrere Milliarden Euro.

    Tesla zu übertrumpfen dürfte nicht einfach werden. Das kalifornische Unternehmen kann sich einer hohen Markentreue seiner Kunden sicher sein, vergleichbar mit der von Apple-Nutzern. Diese kann durchaus mit der Bewunderung für Tesla-Chef Elon Musk erklärt werden, der sich für Nachhaltigkeit einsetzt. Das hat die Industrie beflügelt — von der Tatsache, Updates ohne Werkstatt aufspielen zu können, bis hin zur Tatsache, dass Tesla das traditionelle Autohaus-Modell herausfordert.

    Dennoch hat Tesla Schwächen, die vor allem mit der Produktion zusammenhängen. Der Konzern war bei der Produktion zuletzt nicht hinterhergekommen. Tesla hat gerade einmal 260 Model 3 wegen „Produktionsengpässen“ im dritten Quartal produzieren können. Die Gelegenheit ist für Daimler also günstig, Tesla zu attackieren. 

    Daimler muss sich neu aufstellen, um mit Tesla konkurrieren zu können

    Und Daimler hält sich mit dem Vorhaben, Tesla unter Druck zu setzen, auch nicht zurück. 

    Der Konzern kündigte im September dieses Jahres an, dass er eine Milliarde Dollar in die Fabrik im US-Bundesstaat Alabama investieren will, um einen elektrischen SUV zu bauen, der 2020 auf den Markt kommen soll. Viele Medien haben den Schritt von Daimler als Frontalangriff gegen Tesla gewertet, auch wenn Elon Musk das nicht so sieht.

    Daimler schoss auf Twitter gleich zurück, als es ankündigte, weitere zehn Milliarden Dollar in die Entwicklung einer neue Generation von Elektrofahrzeugen zu investieren:

    You're absolutely right @elonmusk. Here the missing zero: Investing >$10bn in nxt gen EVs & >$1bn in battery prod. 👉 https://t.co/Tk747isWAc

    — Daimler AG (@Daimler) September 25, 2017

    Tesla hatte bereits 2016 angekündigt, dass es eine ähnlich hohe Summe in die Entwicklung elektrischer Fahrzeuge investieren will. 

    Wahrscheinlich ist Daimlers Twitter-Konfrontation mit Tesla mehr als Anerkennung gedacht und ein Realisieren der Tatsache, dass ein funktionierender E-Auto-Markt auf überzeugte Verbraucher angewiesen ist. Klar dürfte auch sein: Wenn E-Autos tatsächlich die Zukunft sind, dann kann Daimler Teslas Marktmacht nicht ignorieren.

    Wie alle deutschen Autounternehmen ist auch Daimlers Identität mit dem Dieselmotor verknüpft. Ein Mercedes wird eher als das klassische schnelle Auto auf der Autobahn wahrgenommen, anstatt als High-Tech-Modell einer fahrerlosen Zukunft. Es wird für Mercedes nicht einfach werden, sich als Gegenspieler von Tesla neu zu positionieren.

    Daimler wird versuchen Tesla in China zu schlagen

    Der größte Wettkampf um den E-Auto-Markt wird in China stattfinden — nicht nur, weil es dort den größten Automarkt gibt, sondern weil noch immer Zeit ist, um einen großen Anteil des Marktes für sich zu gewinnen. Tesla arbeitet mit Hochgeschwindigkeit daran, den nötigen Grundstein für einen Vorstoß in China zu legen. Sie planen, eine Fabrik in Shanghai zu bauen, in der 2020 mit der Autoproduktion gestartet werden soll. 

    Tesla sicherte sich zudem die Unterstützung von Tencent, was der chinesischen Firma laut Musk die Möglichkeit gebe, ein passiver Berater zu sein.

    Daimler hat bereits ein Gemeinschaftsprojekt mit dem chinesischen Autohersteller BAIC geschlossen. Beide verkündeten im Juli, dass sie 750 Millionen Dollar in die chinesische Elektroauto-Produktion investieren würden. Somit kann Mercedes sich auf einen „bedeutenden Anteil“ des Marktes im Jahr 2025 freuen. Daimler-Strategiechef Wilko Stark sagte in einem Interview, dass China früher oder später der wichtigste Markt für die Marke sein werde. 

    „China ist unser größter Markt und so wird es auch in der Zukunft bleiben.“, so Stark. „Als Inhaber haben wir einen großen Vorteil, weil wir den chinesischen Markt gut kennen.“ 

    Daimler wird beabsichtigen, das „Tesla Ökosystem“ nachzuahmen

    Mercedes’ Batterie für Zuhause kann man jetzt in Kalifornien kaufen. Mercedes-Benz Daimler hat zudem damit begonnen, es mit Tesla aufzunehmen, indem sie Musks Vision eines auf Solarenergie basierten Ökosystems nachahmen.

    Musk sagte, dass das ideale Zuhause Solaranlagen auf dem Dach habe, einen Tesla in der Garage und eine Batterie für Zuhause, um alles miteinander zu verbinden. In 2015 führte Tesla die Energieabteilung ein, um ihre Heim-Batterie, Powerwall, zu verkaufen. Vergangenen November kaufte der Autohersteller SolarCity für sage und schreibe 2,1 Milliarden Dollar, um ihre verschiedenen Kompetenzen vertikal zu integrieren.

    Mercedes startete im März einen Versuch und brachte eine eigene Batterie in Kalifornien heraus. Die Batterie wird auch in Deutschland und Großbritannien verkauft. 

    Boris von Bormann, Mercedes' US-Speicher-Chef, sagte, dass die Partnerschaft mit dem US-Solarunternehmen Vivint dabei helfen soll, den Start von Daimlers Elektroautos 2019 in den USA zu unterstützen.

    „Wir wollen wirklich ein komplettes Ökosystem um das Auto bauen.“, sagte Bormann Business Insider. „Wir gucken uns an, wie wir die Infrastruktur vorbereiten können, sodass ein Übergang von einem Verbrennungsmotor zu einem Elektromotor so glatt wie möglich ablaufen kann.“ 

    Daimler investiert eine Milliarde Dollar in ihre Anlage in Alabama, um den Mercedes EQ zu bauen, einen elektrischen SUV, der 2020 auf den Markt kommen soll. Stark sagte, dass Daimler sich bewusst dazu entschlossen habe, einen SUV herauszubringen, da die Nachfrage nach großen Autos in den vergangenen Jahren groß war.

    Der EQ wird zur gleichen Zeit wie Teslas Model Y herauskommen — was bedeutet, dass Tesla zum ersten Mal auf einen direkten Konkurrenten trifft. Tesla bekam dieses Jahr schon Konkurrenz, als das Model 3 zeitgleich zum Chevy Bolt vorgestellt wurde.

    Die USA werde wichtig für die Zukunft batteriebetriebener Autos aus dem Hause Mercedes sein, sagte Wilko Andreas Stark. „Wir sind uns sicher, dass wir den Kunden überzeugen können, dass der EQ das beste Angebot auf dem Markt sein wird.“

    Es gibt keinen klaren Gewinner in der Elektroauto-Debatte — aber Tesla sollte sich auf einen Wettbewerb vorbereiten

    Daimlers Größe allein bedeutet jedoch nicht, dass der Konzern automatisch einen entscheidenden Vorteil hat. Viele Menschen kaufen einen Tesla, weil sie einen Tesla haben wollen, und nicht vorrangig weil sie ein E-Auto haben wollen. 

    Es ist aber auch klar, dass Tesla noch wenig Konkurrenz hat. 2020 wird sich zeigen, ob Tesla sich halten kann, wenn ein Gigant wie Daimler ein Stück vom Kuchen abhaben will.

    „Tesla war ein guter Spitzenkandidat, aber jetzt kommen die anderen“, so Stark. „Wir glauben, dass unsere Fahrzeuge auf Dauer attraktiver als die von Tesla sind.“

    Gary Silberg von KPMG sagt, dass Tesla einen Vorteil habe, wenn es um die Geschichte und den Markenaufbau gehe. Tesla musste nie für Marketing zahlen und schaffte es dennoch, 455.000 Reservierungen für das Model 3 zu verbuchen.

    Viele Kunden seien begeistert von der von Musk entwickelten Handelsstrategie und Unternehmensgeschichte, die Automobilstandards herausfordere, indem sie zum Beispiel einen Autopilot oder die extrem schnelle Ladestationen entwickelt habe. 

    Daimler muss Kunden davon überzeugen, dass der Stuttgarter Konzern mit einer Marke wie Tesla mithalten kann — und zwar ohne den klassischen Diesel-Motor. Der Ruf eines verlässlichen Herstellers sollte dabei allerdings nicht übersehen werden. Während Tesla weiterhin Probleme damit hat, die Produktion des Model 3 auszuführen, kann dies dazu führen, dass Kunden früher oder später auf den Mercedes SUV umsteigen.

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    „Ich glaube, niemand würde behaupten, dass Mercedes kein Weltklasse-Herstellungsvermögen hat, und Tesla lernt daraus.“, sagte Silberg. „Sie haben die Produktionskompetenz, sind schon länger in China und haben einen Partner — da kann man nur von einem Vorteil sprechen.“

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    Keine Frage, Online-Shopping hat unser Leben einfacher gemacht. Doch es gibt auch Experten, die die Datensammelwut der Handelsriesen im Netz kritisch sehen. Große Shops werten etwa nicht nur das Klickverhalten der Nutzer aus, sondern verfolgen auch,...

    Keine Frage, Online-Shopping hat unser Leben einfacher gemacht. Doch es gibt auch Experten, die die Datensammelwut der Handelsriesen im Netz kritisch sehen. Große Shops werten etwa nicht nur das Klickverhalten der Nutzer aus, sondern verfolgen auch, mit welcher Hardware ihre Kunden die Seiten ansteuern — um dann die Preise anzupassen. 

    Zu diesem Ergebnis kam im vergangenen Jahr unter anderem eine Recherche des SWR-Magazins „Marktcheck“. Demnach würden Apple-Nutzer teilweise höhere Preise zahlen, weil sie von den Konzernen als zahlungsstärker eingeschätzt werden. Amazon bestritt dies später, gestand dann aber trotzdem, dass die Preise tatsächlich den Kunden angepasst werden.

    Verbraucherzentrale kritisiert Dynamic Pricing scharf

    Laut Medienberichten müssen auch Nutzer, die via App einkaufen, mitunter tiefer in die Tasche greifen: Den mobilen Nutzern wird offenbar unterstellt, dass sie sich gar nicht erst die Mühe eines Preisvergleichs machen.

    Das Phänomen der individuellen Preisgestaltung bezeichnen Experten als „Dynamic Pricing“. Verbraucherschützer sind alarmiert. „Wenn ein digitaler Fußabdruck für meine Preisgestaltung verantwortlich ist, dann ist das in hohem Maße intransparent“, erklärt Kathrin Körber von der Verbraucherzentrale Niedersachsen im Gespräch mit dem Business Insider Deutschland.

    Wenn ein digitaler Fußabdruck für meine Preisgestaltung verantwortlich ist, dann ist das in hohem Maße intransparent.

    Zudem sei ein Preisvergleich nicht mehr möglich, da niemand wisse, ob ein Produkt gerade günstig oder teuer angeboten wird, erklärt Körber. 

    Bei den Verbraucherzentralen melden sich immer wieder Kunden, die über unterschiedliche Preise auf verschiedenen Endgeräten berichten — und sich getäuscht fühlen.

    Auch andere Faktoren, etwa die Tageszeit, können Auswirkung auf Produktpreise haben. Wer abends und am Wochenende online shoppt, zahlt teilweise mehr. Hintergrund: Nutzer nehmen sich dann mehr Zeit, um teurere Anschaffungen zu vergleichen. 

    So wehrt ihr euch gegen zu hohe Preise

    Die Verbraucher sind diesen Achterbahn-Preisen jedoch keineswegs hilflos ausgeliefert: „Es gibt Möglichkeiten, sich zumindest teilweise vor zu hohen Preisen zu schützen. Beispielsweise kann es helfen, Cookie-Dateien regelmäßig zu löschen, oder den Inkognito-Modus des Internetbrowsers zu verwenden, damit die Online-Shops nicht sofort alle Daten über mich erhalten“, rät Körbe.

    Mit Cookies speichern Internetseiten eure Besuche und wissen dadurch, welche Produkte ihr bei den letzten Seiten-Aufrufen gesucht oder angesehen habt. So kann der Shop einschätzen, wie dringend ihr ein Produkt braucht oder wie finanzstark ihr seid — etwa wenn ihr vermehrt teure Smart-TVs verglichen habt.

    Auf verschiedenen Internetseiten finden sich mittlerweile Tipps, um sich gegen „Big Data“-Sammlungen zu wehren. So könnte es allein schon helfen, beim Einkauf mit dem Smartphone nicht die App des entsprechenden Shops, sondern den Internet-Browser zu benutzen. 

    „Auch wenn die Onlineshops keine Namen, Adressen oder Telefonnummern erfahren, das digitale Profil der Kunden ist absolut gläsern und wird von den Internetseiten zu deren Vorteil genutzt“, sagt Körber.

    Die meisten Onlineshops halten sich bei dem Thema bedeckt. Sowohl der Online-Riese Amazon als auch der Bundesverband Onlinehandel ließen Anfragen unserer Redaktion bislang unbeantwortet.

    Auch Supermärkte setzen auf digitale Preisschilder

    Ein weiterer Weg, den Preis-Wahnsinn der Online-Händler zu umgehen, ist die Verwendung von Vergleichsportalen. Denn im Wettbewerb mit anderen Shops kann es passieren, dass ihr ein Produkt günstiger über den Link einer solchen Vergleichs-Seite erhaltet, als wenn ihr direkt beim Shop danach sucht.

    Auch in der Offline-Welt erhalten die sogenannten Achterbahn-Preise inzwischen Einzug. So stellen immer mehr Supermärkte auf digitale Preisschilder um, um die Preise bei Bedarf per Computer-Steuerung anpassen zu können. So kann es künftig vorkommen, dass die Milch im Kühlregal teurer ist als noch am Morgen. Verbraucherschützer halten dieses Vorgehen der Händler für intransparent. 

    „Es gibt ja schon heute immer mehr Angebote auch von stationären Supermärkten, wodurch mit Hilfe von Coupons ausgewählte Produkte für manche Verbraucher günstiger werden. So könnten Eltern von Kindern Süßigkeiten günstiger bekommen oder Menschen, die viele Sportprodukte kaufen, erhalten einen Rabatt beim Obst. Hier sind der Fantasie bereits heute keine Grenzen gesetzt“, bemängelt Körbe. 

    Intransparente Preisgestaltungen auch in Supermärkten

    Dass die Kunden solche Coupons oder Werbedeals gerne annehmen, hält Körber für unvermeidlich. Schließlich müsse jeder auf seinen Geldbeutel achten und will daher auf Angebote setzen. Doch die Informationen, die Unternehmen dadurch erhalten, führen aus Sicht von Kritikern zu weiteren personalisierten Werbungen und damit zu weiteren intransparenten Preisen.

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    In der Obst- und Gemüseabteilung bei Lidl, Netto und Co. solltet ihr besonders auf ein Detail achten

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    Die Herkunft von Obst und Gemüse ist für Kunden von Discountern wie Lidl oder auch Supermärkten eine wichtige Entscheidungshilfe: Kommen die Erdbeeren bereits aus Deutschland oder noch aus Südeuropa? Doch wie der SWR in seiner...

    Die Herkunft von Obst und Gemüse ist für Kunden von Discountern wie Lidl oder auch Supermärkten eine wichtige Entscheidungshilfe: Kommen die Erdbeeren bereits aus Deutschland oder noch aus Südeuropa? Doch wie der SWR in seiner Sendung „Marktcheck“ jetzt berichtet, gibt es gerade in Discountern oft Verwirrung was die Herkunft anbelangt.

    Dabei sei es klar geregelt: In der Obst- und Gemüseabteilung muss die Herkunft angegeben werden. Zu finden ist die Information entweder direkt auf der Ware oder auf Aufklebern oder Anhängern an der Ware. Zudem gibt es große Schilder des Marktes, die ebenfalls die Herkunft ausweisen. Doch, so der SWR, genau auf diesen Schildern seien häufig Fehler.

    Lidl: „Deutsche“ Heidelbeeren kamen aus Spanien

    So fanden die Reporter Heidelbeeren in einer Lidl-Filiale, die laut Schild aus Deutschland kommen — auf der Verpackung steht allerdings Spanien als Herkunftsland. In anderen Filialen von Lidl fanden sie ein ähnliches Bild vor: Zwiebeln, die vermeintlich aus Deutschland kommen, sind tatsächlich aus den Niederlanden. Angeblich deutscher Schnittlauch und deutsche Snack-Gurken kamen aus den Spanien.

    Und auch bei Netto wurden die Reporter fündig: Anstatt aus Deutschland kamen Zwiebeln aus Ägypten und Karotten aus Großbritannien. Ein Lebensmittelkontrolleur sagt in der SWR-Sendung: „Dann kommt neue Ware, die wird einfach ins Regal gestellt - ohne das zu überprüfen. Vielleicht hat man auch keine Lust, das Etikette in zwei Meter Höhe raus zu friemeln und ein Neues rein zu friemeln.“ Der Experte will damit aber die falschen Angaben nicht entschuldigen.

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    Gegenüber dem SWR verweisen die Firmenleitungen auf die Mitarbeiter vor Ort, die für die Auszeichnung der Ware die Verantwortung hätten. Während die Reporter also bei Lidl und Netto durchaus Fälle entdeckt haben, in denen die Bezeichnungen nicht passend waren, seien die Stichproben bei Aldi allesamt in Ordnung gewesen. So muss es eigentlich auch sein, denn laut der EU-Lebensmittelverordnung ist der Vorgang eine Irreführung der Verbraucher.  

    Discountern und Supermärkten drohen Ordnungsgelder

    „Der Verbraucher wendet sich in solchen Fällen an die Verbraucherzentrale. Wenn ein gerichtliches Verbot ausgesprochen wurde und der Unternehmer schuldhaft gegen das Verbot verstößt, drohen ihm Ordnungsgelder bis zu 250.000 Euro pro Verletzungsfall“, erklärt ein Rechtsanwalt in der Sendung „Marktcheck“.

    Wenn ihr also wirklich sicher gehen wollt, woher euer Obst ober Gemüse kommt, schaut bei Lidl, Netto und Co. lieber direkt auf die Ware und nicht auf die Schilder des Supermarkts.

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    Google hat ein altes Produkt wiederbelebt und diesmal scheint die Zeit dafür reif zu sein (A14Y6H)

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    Google hat ein 580 Milliarden US-Dollar-Unternehmen gegründet, indem es die Innovationsmaschine am Laufen hielt und der Konkurrenz immer einen Schritt voraus war. Vergangenen Mittwoch hat das Unternehmen geschickt und auf eindrucksvolle Weise...

    Google hat ein 580 Milliarden US-Dollar-Unternehmen gegründet, indem es die Innovationsmaschine am Laufen hielt und der Konkurrenz immer einen Schritt voraus war. Vergangenen Mittwoch hat das Unternehmen geschickt und auf eindrucksvolle Weise überzeugt: Es begeisterte die Öffentlichkeit mit einer acht Jahre alten Idee.

    Google enthüllte eine Reihe an neuen Features für sein beliebtes Google-Maps-Produkt. Ihr könnt in der App nun mit euren Freunden euren Aufenthaltsort teilen und das sogar in Echtzeit. Dank dieses Updates sehen Google-Maps-Nutzer nun, ob Freunde sich verspäten oder im Stau stecken. Die Idee ist nicht schlecht. Solltet ihr euch fragen, warum Google vorher noch nicht dran gedacht hat, dann ist die Antwort einfach: Das haben sie.

    2009, als Smartphones noch in den Kinderschuhen steckten, hat Google etwas veröffentlicht namens Latitude. Die Latitude App wurde auf dem Google Blog so angekündigt: „Sie erlaubt euch euren Standort mit euren Freunden zu teilen und deren genauen Standort zu sehen, wenn diese ihn mit euch teilen wollen.“ Mit anderen Worten: Es ist nahezu das selbe Feature, das Google jetzt als neues Ding vorstellt.

    Schauen wir uns die beiden mal nebeneinander an.

    So sah Google Latitude 2009 aus:

     

    Und hier ist ein Screenshot der Google Maps Location Funktion:

     

    Die Benutzeroberflächen sehen fast identisch aus, obwohl sich die Technologie in den vergangenen acht Jahren extrem weiterentwickelt hat. (Die ursprüngliche Version von Google Latitude war für Blackberry-Phones konzipiert.)

    Zu der Zeit, als Latitude veröffentlicht wurde, wurde Google mit zahlreichen Datenschutzfragen und Ängsten konfrontiert. Privacy International, eine europäische Gruppe für Datenschutzangelegenheiten, veröffentlichten einen Bericht, der die Risiken beleuchtete, die den Nutzern zu dieser Zeit noch nicht bewusst waren. Nämlich, dass der Standort immer nachverfolgt werden kann. Ein Google-Sprecher sagte der Zeitschrift Computerworld damals, dass die Firma das Nutzer-Feedback bezüglich der Privatsphäre sehr ernst nehme und deshalb Benachrichtigungsfunktionen integrieren werde, die die Nutzer von Latitude aufmerksam macht, wenn die App verwendet wird.

    Hallo, da bin ich wieder

    Acht Jahre später sind die Sorgen bezüglich der Privatsphäre nicht verschwunden, aber sie haben sich doch ins Positive gewendet. Der Aufschrei wegen dieser Funktion ist in den Hintergrund gerückt. Stattdessen ist die Berichterstattung meistens auf die positiven Effekte der Funktion eingegangen. Zum Beispiel ist es von Vorteil, wenn Eltern ihre Kinder per Smartphone orten können und sie sind weniger besorgt darüber wie diese Funktion missbraucht werden könnte.

    Die Welt hat sich seit 2009 verändert, seitdem Google den ersten Versuch in diese Richtung gewagt hat. Knapp zwei Milliarden Nutzer sind bei Facebook. Millionen von Menschen tragen Armbänder, um ihre physischen Aktivitäten tracken zu können. Der neuste Schrei sind Lautsprecher mit künstlicher Intelligenz, die die Nutzer freiwillig in ihre Wohnung stellen, um neue Updates bezüglich des Wetters und der neuesten Nachrichten zu erhalten.

    Es ist nicht das erste Mal, dass ein einst kontroverses Technikprodukt in neuer Verpackung ein paar Jahre später auf den Plan tritt und deutlich besser angenommen wird. Schaut euch nur einmal an, wie viel besser Snapchats Kamera-Sonnenbrille aufgenommen wurde, als noch die Google-Brille.

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    Die Google Maps Funktion zum Teilen des Standortes ist ein guter Anhaltspunkt dafür, wie schnell sich die Technik weiterentwickelt und wie wechselhaft die vermeintlich starren sozialen Normen wirklich sind.

    Noch viel wichtiger ist, dass es eine gute Zeit ist zu reflektieren, was wir aufgeben und was wir dadurch gewinnen, jedes Mal, wenn wir die neuesten technischen Entwicklungen mit ihren Spielzeugen und Diensten mit offenen Armen empfangen.

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    „Ich habe 1.000 Vorstellungsgespräche geführt und herausgefunden, dass es nur auf diese vier Fragen ankommt“

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    Gute Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource eines jeden Unternehmens. Darin sollten sich wohl die meisten Chefs einig sein. Und dennoch wird viel zu wenig Zeit (und oft auch Engagement) in die Suche neuer Mitarbeiter gesteckt. „Es ist schwer, den...

    Gute Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource eines jeden Unternehmens. Darin sollten sich wohl die meisten Chefs einig sein. Und dennoch wird viel zu wenig Zeit (und oft auch Engagement) in die Suche neuer Mitarbeiter gesteckt.

    „Es ist schwer, den ersten Mitarbeiter anzustellen. Es ist schwer, den 50. Mitarbeiter anzustellen. Und es ist schwer, den 500. Mitarbeiter einzustellen“, schreibt David Walker in einem Beitrag für das Wirtschaftsmagazin „Inc“.

    Walker ist der Chef von Triplemint, einer Immobilienfirma mit mehr als 100 Mitarbeitern. Nach eigenen Angaben hat er bereits mehr als 1.000 Bewerber bei einem Vorstellungsgespräch kennen gelernt und am Ende immer versucht, den besten zu finden. Und das heißt für ihn: Jemanden, der vor allem perfekt zu Firma passt. „Ich habe tolle Leute eingestellt, die super zur Firma passen — aber auch schlechte Entscheidungen getroffen“, gibt er heute zu.

    Dabei reichen seiner Meinung nach vier Fragen aus, um zu erfahren, ob der Bewerber ins Unternehmen passt — oder eben nicht.

    1. Wie hat dich das Arbeitsklima bei deinem vorangegangenen Arbeitgeber motiviert oder nicht motiviert?

    „Wenn man Bewerber über ihren früheren Arbeitgeber sprechen lässt, verraten sie dabei so viel über sich“, schreibt Walker. Sprechen sie auf Kommando schlecht über ihr vorangegangenes Arbeitsverhältnis? Oder können sie sogar dem schlimmsten Arbeitgeber etwas Gutes abgewinnen? „Vor allem aber verrät dir die Antwort, ob sie sich überhaupt mit dem Thema Arbeitsklima auseinander gesetzt haben.“



    2. Wie war der beste Chef, den du jemals hattest?

    Diese Frage stellt Walker meistens gleich nach der ersten Frage nach dem Arbeitsklima. „Wenn euch die Antwort auf die erste Frage nicht verraten hat, wie der Bewerber so tickt, dann mit Sicherheit diese.“

    Mag er ein Arbeitsklima, das offen ist, und bei dem der Austausch mit dem Chef sehr wichtig ist? Oder bevorzugt er direkte Anweisungen und einseitige Kommunikation?



    3. Wie hast du in der Vergangenheit einen Konflikt mit einem Kollegen gelöst?

    Bei dieser Frage will Walker stets, dass die Kandidaten ein konkretes Beispiel nennen, „weil sie ehrlicher sind, wenn sie über eine reale Situation sprechen.“ Außerdem sei diese Frage sehr offen, denn jeder versteht etwas anderes unter dem Wort Konflikt. „Egal wie toll dein Arbeitsklima ist, Konflikte wird es immer geben. Wie dein Team damit umgeht, ist die wahre Prüfung für deine Unternehmenskultur.“



    Den Rest der Story gibt es auf Business Insider Deutschland