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    Trump startet Handelsstreit: Strafzölle auf Solar und Waschmaschinen

    Trump startet Handelsstreit: Strafzölle auf Solar und Waschmaschinen


    US-Präsident Donald Trump hat seine „Amerika zuerst“-Agenda mit neuen Handelsschranken gegen angebliche Billigimporte aus dem Ausland unterstrichen. Die US-Regierung kündigte am Montag (Ortszeit) erhebliche Einfuhrzölle auf Waschmaschinen und...

    US-Präsident Donald Trump hat seine „Amerika zuerst“-Agenda mit neuen Handelsschranken gegen angebliche Billigimporte aus dem Ausland unterstrichen. Die US-Regierung kündigte am Montag (Ortszeit) erhebliche Einfuhrzölle auf Waschmaschinen und Solarmodule an. Die Maßnahme verdeutliche, dass die Regierung immer die Interessen amerikanischer Arbeiter verteidigen werde, teilte Trumps Handelsbeauftragter Robert Lighthizer mit.

    Mit der Entscheidung gehen die USA vor allem auf Konfrontationskurs mit China und Südkorea, von wo viele der mit Zöllen belegten Produkte stammen. Chinas Handelsministerium reagierte am Dienstag empört und äußerte seine „starke Unzufriedenheit“ über die protektionistischen Maßnahmen, die auch den Welthandel beeinträchtigten. „Zusammen mit anderen Mitgliedern der Welthandelsorganisation wird China seine legitimen Interessen entschieden verteidigen“, hieß es.

    Auch Südkorea will die Einfuhrzölle nicht hinnehmen. Handelsminister Kim Hyun Chong kündigte in Seoul an, die Regierung werde Beschwerde gegen die Entscheidung bei der WTO einlegen. Die Maßnahmen der USA seien „unfair“, sagte Kim. In Südkorea sind vor allem die Unternehmen Samsung Electronics und LG Electronics betroffen. 

    Trump glaubt, die USA würden beim internationalen Handel von ihren Geschäftspartnern benachteiligt

    Washingtons erste große handelspolitische Entscheidung des neuen Jahres verheißt auch nichts Gutes für deutsche Unternehmen. So hat die Trump-Regierung etwa auch die hiesige Stahlindustrie schon länger auf dem Kieker. Dumping-Vorwürfe erhob die US-Regierung im Vorjahr bereits gegen Salzgitter AG und Dillinger Hütte.

    Auf Waschmaschinen werden laut Lighthizer künftig Zölle zwischen 20 und 50 Prozent erhoben. In den kommenden Jahren sollen die Tarife schrittweise reduziert werden. Bei Solarmodulen sollen die Zölle bei 30 Prozent starten und innerhalb von vier Jahren auf 15 Prozent sinken. Die für gewerbliche Rechtskonflikte zuständige amerikanische Schiedsstelle US International Trade Commission hatte teilweise zu noch höheren Zöllen geraten. Zuvor hatten sich US-Konzerne über unfaire Schleuderpreise von Rivalen insbesondere aus Asien beschwert.

    Trump ist generell der Ansicht, die USA würden beim internationalen Handel von ihren Geschäftspartnern benachteiligt. Er macht billige Produktion im Ausland und Importe für den Verlust zahlreicher Arbeitsplätze in den USA verantwortlich. Seine Maßnahmen sind jedoch höchst umstritten. Die Einfuhrhürden wurden unter einem schon seit Jahren nicht mehr angewendeten US-Gesetz quasi im Alleingang verhängt. Sie könnten gegen die Regeln der Welthandelsorganisation WTO verstoßen. Experten warnen zudem vor Vergeltungsmaßnahmen und schweren Handelskonflikten.

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    Eine Supermarktkette setzt mit einer radikalen Änderung in ihrem Sortiment Aldi, Lidl & Co. unter Druck

    Eine Supermarktkette setzt mit einer radikalen Änderung in ihrem Sortiment Aldi, Lidl & Co. unter Druck


    Deutschland produziert beachtliche Mengen Plastikmüll. Laut der EU-Statistikbehörde Eurostat hat jeder Bundesbürger im vergangenen Jahr 37,4 Kilo Plastikmüll hinterlassen. Damit rangiert Deutschland in der unrühmlichen Rangliste hinter Irland und...

    Deutschland produziert beachtliche Mengen Plastikmüll. Laut der EU-Statistikbehörde Eurostat hat jeder Bundesbürger im vergangenen Jahr 37,4 Kilo Plastikmüll hinterlassen. Damit rangiert Deutschland in der unrühmlichen Rangliste hinter Irland und Estland gemessen am Pro-Kopf-Müll auf dem dritten Platz.

    Die Politik versucht gegenzusteuern: Ende des Jahres tritt das neue Müllgesetz in Kraft, das steigende Recyclingquoten verlangt. Das deutsche Entsorgungssystem, das der Hauptgeschäftsführer des Milchindustrieverbandes, Eckhard Hauser, in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) als das „teuerste der Welt“ bezeichnete, kostet den Bund damit noch mehr.

    Viel beachtlicher sind die Konsequenzen für die Umwelt. Bilder von Müllstrudeln im Meer führen regelmäßig vor Augen, wie groß das Problem mit dem Plastikmüll weltweit ist. Der Druck wächst damit nicht nur auf die Politik, sondern auch auf Unternehmen, die — häufig unnötigerweise — Unmengen an Plastikmüll produzieren.

    „Iceland“ will innerhalb von fünf Jahren plastikfrei werden

    Einige Retailer verzichten deshalb mittlerweile auf Plastiktüten oder bieten diese nur noch für ein Entgelt an. Vor allem in Supermärkten gibt es die Plastiktüten aber nach wie vor zuhauf und für nur wenige   Cent — umweltschonendere Alternativen aus Papier oder Baumwolle kommen Kunden deutlich teurer zu stehen. Deshalb bleibt die Plastiktüte bei vielen deutschen Supermärkten und Discountern erhalten. Und auch die Produkte, die in der Tüte landen, sind größtenteils in Plastik gehüllt.

    Lest auch: Warum Rewe, Aldi, Lidl und Co. der Abschied von Plastiktüten so schwerfällt

    Die britische Supermarktkette „Iceland“ will damit Schluss machen. Das Unternehmen, das auf der Insel über 900 Shops betreibt, gab vergangene Woche in einer Pressemitteilung bekannt, bis 2023 bei seinen Eigenprodukten komplett auf Plastik zu verzichten. Der Transformationsprozess für die Verpackungen sei im Gange.

    Damit reagierte die Kette nicht nur auf allgemeine Forderungen der Umwelt- und Verbraucherlobby, sondern auch auf eine Stimmung innerhalb der Gesellschaft: Eine Umfrage des Markforschungsunternehmens OnePoll zufolge würden es 80 Prozent der Briten begrüßen, wenn Supermärkte komplett auf Plastikverpackungen verzichten.

    Plastikfrei: „Iceland“ will Vorreiter-Rolle nutzen

    Was für „Iceland“ aber noch erfreulicher sein dürfte, ist ein weiteres Ergebnis der Umfrage: 91 Prozent der Befragten würden demnach Freunde und Bekannte aktiv dazu ermutigen, in einem Supermarkt einzukaufen, der keine Plastikverpackungen verwendet. Iceland folgt damit einem simplen Prinzip: Aufmerksamkeit durch nachhaltige Progression.

    „Iceland“-CEO Richard Walker möchte sich auch in dieser Vorreiter-Rolle wissen. „Die Verantwortung liegt bei den Einzelhändlern, da sie maßgeblich zur Verschmutzung durch und Verschwendung von Kunststoffverpackungen beitragen“, schreibt der CEO in einem offiziellen Statement. Und deutet mit dem Finger auf die Konkurrenz: „Andere Supermärkte und die Industrie als Ganzes sollten diesem Beispiel folgen und ähnliche Verpflichtungen im Jahr 2018 eingehen. Es ist Zeit für eine Zusammenarbeit.“

    Als Partner hat sich „Iceland“ deshalb die Umweltschutzorganisation Greenpeace mit ins Boot geholt. Der britische Greenpeace-Leiter John Sauven sagte, „Iceland“ böte eine „radikale Lösung“ an und andere Supermärkte seien ebenso am Zug, auf die „Herausforderungen eine Antwort zu geben“.

    Rewe, Aldi, Lidl und Co. ziehen noch nicht mit

    Große deutsche Einzelhändler wie Rewe, Edeka, Aldi, Lidl und Co. lassen einen ähnlich großen Vorstoß wie Iceland bislang vermissen. Als Pioniere beweisen sich in Deutschland hingegen kleinere Ketten und Bio-Supermärkte.

    Die sogenannte „Zero Waste Bewegung“, deren Anhänger vollkommen auf Verpackungsmüll verzichten möchte, wächst schnell, besonders im urbanen Raum. Mit Shops wie „Original Unverpackt“ oder „Unverpackt“ haben sie zudem ihr Pendant im Einzelhandel gefunden. Die Läden bieten alle Waren „offen“ an — Kunden können sich die Waren in der benötigten Menge selbst aus Spendern in Gläser oder andere Behältnisse abfüllen.

    Aber auch Plastik innerhalb von Produkten — etwa Cremes oder Waschmittel — steht seit Jahren in der Kritik von Umweltschützern. Unternehmen können deshalb ihre Produkte etwa von dem Startup „Flustix“ prüfen lassen. Ist kein Plastik enthalten, kann der Hersteller das „Flustix“-Siegel auf der Verpackung abbilden.

    Bisher findet der Paradigmenwechsel hin zum plastikfreien Konsum jedoch, wie die Beispiele zeigen, noch im Kleinen statt. Für einen großes Umdenken müsste wohl einer der großen Player den ersten Schritt wagen und so den öffentlichen Druck auf die Konkurrenz erhöhen. Das könnte dazu führen, dass nicht nur der Pro-Kopf-Müll sondern auch die Recycling-Kosten für Deutschland massiv sinken.

    mgs

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    Mit einer raffinierten Strategie könnte Amazon in die bisher unerreichte Luxusbranche vordringen

    Mit einer raffinierten Strategie könnte Amazon in die bisher unerreichte Luxusbranche vordringen


    Der Handelsriese Amazon gilt schon lange als echter „Big Player“ in der Wirtschaft. Lediglich im gehobenen Luxus-Preissegment hat das Unternehmen bisher noch seine Probleme. Dies könnte sich laut dem Magazin „Forbes“ durch eine neue...

    Der Handelsriese Amazon gilt schon lange als echter „Big Player“ in der Wirtschaft. Lediglich im gehobenen Luxus-Preissegment hat das Unternehmen bisher noch seine Probleme. Dies könnte sich laut dem Magazin „Forbes“ durch eine neue strategische Ausrichtung nun schnell ändern, ohne dass Amazon dabei auf Luxusmarken wie Armani oder Gucci angewiesen wäre.

    Natürlich gibt es immer Kunden, denen es auf den Namen und das exklusive Kauferlebnis in den Stores der entsprechenden Marken ankommt. Zumindest aber bei preisbewussten Käufern könnte Amazon mit dem „Indochino-Modell“ schnell auf Anklang stoßen.

    Erschwinglicher Luxus für Internet-Shopper

    Der potenzielle Kooperationspartner mit Produktion in Asien stellt maßgeschneiderte Anzüge her. Übernimmt Amazon den Verkauf der Bekleidungsstücke, würde der Marktplatz damit möglicherweise in echte Konkurrenz zu Luxus-Labels treten: Zumal die Preise deutlich unter denen von High-Class-Modellen lägen. Das Maßnehmen erfolgt über eine Online-Vermessungsmethode.

    Alternativ stehen den Kunden Partnerfilialen in Großstädten zur Verfügung. Das Konzept „erschwinglicher Luxus“ bietet neben den Anzügen für weniger als 400 Dollar – bei einer Luxusmarke würden Kunden zwischen 1.500 und 3.000 US-Dollar zahlen – zudem das Potenzial zur Ausweitung auf andere Textilsegmente. Auch Frauen möchte Amazon nach gleichem Konzept mit einer eigenen Linie bald für sich gewinnen.

    Preisdruck für Luxusmarken?

    Dabei spielt ein Faktor Amazon in die Karten: Im Gegensatz zu Luxuslabels ist es für das Unternehmen kein Problem, geringe Margen zu akzeptieren.

    Diese könnte Amazon ohnehin nach einiger Anlaufzeit mithilfe der größeren Absatzzahlen und schlankeren Vertriebsstrukturen kompensieren. Durch die Auswertung von Suchalgorithmen ließe sich das Merchandising gezielt auf Interessenten ausrichten, die auf der Seite bereits nach Luxusmarken gesucht haben. Hinzu kommen die guten Rückgabebedingungen von Amazon.

    Schafft Amazon mit der Idee von maßgeschneiderten und hochwertigen Bekleidungsartikeln zum günstigen Preis den Durchbruch, werden sich laut Forbes zweifelsohne neue Möglichkeiten eröffnen: So können sich nämlich deutlich mehr Konsumenten ein Luxusoutfit leisten.

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    Nordkorea baut seine Nuklearwaffen nicht, um die USA zu zerstören — der wahre Grund ist viel überraschender

    Nordkorea baut seine Nuklearwaffen nicht, um die USA zu zerstören — der wahre Grund ist viel überraschender


    Nordkoreas Diktator Kim Jong-un wurde schon vieles genannt — verrückt, wahnsinnig, plemplem und „Raketenmann“ — und das nur, weil er an Atomwaffen bastelt, die selbst US-amerikanisches Festland erreichen könnten. Für viele Korea-Experten...

    Nordkoreas Diktator Kim Jong-un wurde schon vieles genannt — verrückt, wahnsinnig, plemplem und „Raketenmann“ — und das nur, weil er an Atomwaffen bastelt, die selbst US-amerikanisches Festland erreichen könnten. Für viele Korea-Experten ist Kim Jong-un aber alles andere als verrückt. Sein Ziel sei es gerade nicht, Amerika oder irgendein anderes Land anzugreifen, sagen sie. Selbst wenn seine Kriegsrhetorik anderes vermuten lässt.

    „Er ist nicht wahnsinnig“ sagt etwa Jeffrey Lewis vom Middlebury-Institut für Internationale Studien in Monterey (Kalifornien). „Er hat seine Macht in seinem eigenen Land auf sehr effektive und brutale Weise konsolidiert. Er ist gewillt, auch schreckliche Dinge zu tun, um sich selbst zu schützen.“ Das zeige sich auch bei seiner Drohung, einen atomaren Erstschlag zu verüben. Die Entwicklung  von Atomwaffen mache diese Drohung erst glaubwürdig, sagt Lewis. „Wenn ich Kim Jong-un wäre, würde ich auch Nuklearwaffen haben wollen.“ Der Experte hält es aber für eher unwahrscheinlich, dass Kim Jong-un seine Waffen tatsächlich für einen Erstangriff benutzen würde. Wahrscheinlicher ist, dass Kim Jong-un folgende Gründe antreiben.

    Die USA haben schon öfter Diktatoren gestürzt

    Der US-Einmarsch in den Irak 2003 dürfte Diktatoren in der ganzen Welt in Panik versetzt haben. „Wie garantiert man den Nordkoreanern, dass sie nicht wie Saddam Hussein enden, wenn sie ein [Anti-Atomwaffen-]Abkommen unterzeichnen?“, fragt Lewis. „Saddam gab seine Massenvernichtungswaffen auf. Trotzdem wurde er von den USA beschuldigt, welche zu besitzen, trotzdem marschierten die USA in den Irak ein.“

    Schon Mitte der 2000er-Jahre verhandelten die USA über Nordkoreas Atomprogramm. Um das Regime in Pjöngjang zu beruhigen, verwies die damalige Bush-Regierung auf ein Abrüstungsabkommen mit Libyens Diktator Muammar al-Gaddafi. Die USA würden sich an die geschlossenen Vereinbarungen halten, wollten die Amerikaner Nordkorea verdeutlichen. „Das war damals die richtige Entscheidung“, sagt Lewis. „Doch dann schwenkten die USA um und stürzten die libysche Regierung.“

    Kim Jong-un will nicht enden wie Saddam Hussein

    Das nordkoreanische Regime dürfte das nicht vergessen haben. „Ich glaube, dass Kim Jong-un Angst hat, genauso zu enden wie Saddam Hussein oder Muammar al-Gaddafi“, sagt Lewis. „Er fürchtet, dass die USA mit ihm dasselbe tun werden. Deshalb hat er sich entschieden, dass Atomwaffen der beste Weg sind, um [ein solches Szenario] zu verhindern.“

    Es ist unwahrscheinlich, dass die nordkoreanischen Atomwaffen ähnlich verlässlich sind wie amerikanische Modelle. Manche Experten zweifeln sogar daran, dass Nordkoreas Raketen überhaupt einsatzfähig sind. Lewis aber sagt, dass das am Ende nicht wirklich wichtig sei.

    „Jedes militärische System hat Probleme in der Entwicklungsphase“, sagt er. „Vielleicht funktioniert nicht alles so, wie es soll.“ Nordkorea aber habe die nötige Expertise und habe bereits gezeigt, wozu es fähig sei. „Wenn sie morgen eine Rakete auf mein Haus feuern würden und man mich fragen würde: ,Wie stehen meine Chancen [nicht getroffen zu werden]', dann würde ich sagen: ,Überhaupt nicht gut.'“

    Riskantes Spiel für bessere Diplomatie?

    Einige Experten glauben, dass Kim Jong-un Atomwaffen haben will, um Südkorea zu einer Wiedervereinigung mit dem Norden zwingen will. Lewis zweifelt daran. „Ich bin mir sicher, dass [Kim Jong-un]  gerne Nord- und Südkorea beherrschen würde“, sagt er. „Ich denke aber nicht, dass das sein Verhalten erklärt.“ Nordkorea baue zudem nicht die Art von Atomwaffen, „die bei diesem Ziel helfen würden.“

    Möglich, wenn auch nicht wahrscheinlich, ist sogar, dass Nordkorea Atomwaffen anstrebt, um seine Beziehungen mit anderen Ländern, selbst mit den USA, verbessert. Lewis sieht viele Ähnlichkeiten zwischen dem nordkoreanischen Atomwaffenprogramm und Chinas Weg zur Atommacht. China baute in den 1960er-Jahren an einer Atombombe. Die USA verfolgten diese Entwicklung damals mit Entsetzen. Aber im Laufe der Zeit geschah etwas völlig Überraschendes. China habe sich sicherer gefühlt und sei sogar auf die Amerikaner zugegangen, erklärt Lewis.

    Der Experte sagt: „Wärst du ins Büro des [damaligen US-Präsidenten] Lyndon Johnson im Oktober 1964 gegangen und hättest gesagt, ,die Chinesen testen bald eine Atombombe', hätte er gesagt: ,Das ist grauenhaft.' Doch wenn du gesagt hättest ,Nein, nein, das ist großartig — das wird das chinesische Sicherheitsgefühl stärken und infolge dessen wird China seine Außenpolitik ändern und auf die Amerikaner zugehen und wir werden diplomatische Beziehungen mit China haben, hätte Johnson gefragt, 'Wirklich? Welcher Präsident wird nach China gehen und sich mit Mao Zedong treffen?' Und du hättest gesagt: ,Richard Nixon.' Dann hätte er dich aus deinem Büro geworfen und gesagt, du bist ein Idiot.“

    Nordkorea könnte noch abscheulicher werden

    Doch es kam genauso. Die neue Atommacht China öffnete sich den USA. Das chinesische Volk habe nicht nur Atomwaffen gewollt, sondern auch bessere Beziehungen zu den Vereinigten Staaten, sagte Lewis. Dasselbe Ziel könnte auch Nordkorea verfolgen, vermutet Lewis. Tatsächlich könnte es sein, dass sich nordkoreanische Nuklearwissenschaftler selbst mehr als Friedensstifter als als Hardliner sähen.

    Wie es mit Nordkorea weitergeht, hängt am Ende von Kim Jong-un ab. „Es ist möglich, dass die Nordkoreaner [als Atommacht] noch abscheulicher handeln und mehr südkoreanische Schiffe versenken, mehr südkoreanische Inseln beschießen und mehr Krisen vom Zaun brechen“, sagt Lewis.

    Doch statt immer das Schlechteste anzunehmen, sollten alle „neutraler“ darüber nachdenken, wie Nuklearwaffen das Land verändern könnten. „Ich will nicht optimistisch sein, weil es wirklich in beide Richtungen gehen könnte; Nordkorea könnte aggressiver oder weniger aggressiv werden. Aber wir sollten warten und sehen“, sagt Lewis. „Man sollte nichts ausschließen, was [zum Frieden führen könnte].“

    Die aktuelle US-Regierung sieht das offensichtlich anders. Präsident Donald Trump setzt darauf, sein Nuklearwaffenarsenal auszubauen. Gleichzeitig scheinen sich US-Soldaten insgeheim auf einen Konflikt auf der koreanischen Halbinsel vorzubereiten.

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    „Government Shutdown“: Senat beendet US-Haushaltsstreit

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    Nach langen Verhandlungen zwischen den beiden Parteien haben die Republikaner und die Demokraten eine Einigung erzielt und beenden damit den sogenannten „Shutdown“ der US-Regierung. „In einigen Stunden wird die Regierung wieder öffnen“, sagte...

    Nach langen Verhandlungen zwischen den beiden Parteien haben die Republikaner und die Demokraten eine Einigung erzielt und beenden damit den sogenannten „Shutdown“ der US-Regierung. „In einigen Stunden wird die Regierung wieder öffnen“, sagte der Oppostionsführer im Senat, Charles Schumer, am Montag.

    In der Nacht zum Samstag kam es zum Shutdown, weil eine Schuldenobergrenze erreicht wurde und der Senat sich bis dahin nicht auf einen Übergangshaushalt einigen konnte. Das hatte zur Folge, dass Hunderttausende Beamte in unbezahlten Zwangsurlaub geschickt werden müssen und staatliche Museen und andere Einrichtungen geschlossen werden oder nur eingeschränkt geöffnet bleiben. Auch Zivilverfahren oder Kreditanträge für Unternehmen bleiben liegen, was unter dem Strich bedeutet, dass die Wirtschaft insgesamt enorm unter dem Haushaltsstreit leidet.

    jsh

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    Bitcoin-Boom bringt deutschem Fiskus 726 Millionen Euro

    Bitcoin-Boom bringt deutschem Fiskus 726 Millionen Euro


    Viele Kryptowährungen mussten vergangene große Kursverluste verzeichnen. Ein wesentlicher Grund für den Kurseinbruch waren Befürchtungen, dass der noch weitgehend unkontrollierte Handel mit Kryptowährungen reguliert werden könnte. Ökonom Markus...

    Viele Kryptowährungen mussten vergangene große Kursverluste verzeichnen. Ein wesentlicher Grund für den Kurseinbruch waren Befürchtungen, dass der noch weitgehend unkontrollierte Handel mit Kryptowährungen reguliert werden könnte. Ökonom Markus Demary vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) sieht darin jedoch eine langfristige Chance für Bitcoin. Was es damit auf sich hat erklärt er im Interview mit Business Insider. Das alles im Überblick:

    22.01.2018

    18:3o Uhr // Chief Digital Officer von Volkswagen tritt Aufsichtsrat der IOTA-Stiftung bei

    Die IOTA-Stiftung gab am Montag bekannt, dass der Chief Digital Officer von Volkswagen, Johann Jungwirth, dem Aufsichtsrat der Stiftung beitritt. Die Nachricht folgt auf den kürzlichen Beitritt von Dr. Hongquan Jiang, Partner bei Robert Robert Bosch Venture Capital, zum IOTA Foundation Advisory Board.

    IOTA basiert auf der Tangle-Technologie, einer Weiterentwicklung der Blockchain-Technologie, und ist somit eine einzigartige Form der Kryptowährung. Statt wie in der Blockchain einen Block nach dem anderen chronologisch zu verbinden, spinnt das Tangle ein großes Netz. Im Gegensatz zu Bitcoin hat IOTA also eine unendliche Skalierbarkeit, langfristig könnte das ein großer Vorteil sein. Anfang Januar hat Business Insider mit dem Gründer der Kryptowährung, Dominik Schiener, gesprochen.

    17:59 // Bitcoin-Boom bringt deutschem Fiskus 726 Millionen Euro

    Der deutsche Staat wird am Bitcoin-Boom mitverdienen: Wie das Frankfurt School Blockchain Center in einer neuen Studie errechnet hat, könnte Deutschland 2017 zusätzliche Steuereinnahmen von 726 Millionen Euro erhalten. Kryptowährungen unterlägen nicht der bei Aktien und Anleihen üblichen Abgeltungsteuer, sondern müssten mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert werden, erklärten die Autoren der Studie, Klaus Himmer und Philipp Sandner.

    „Wer privat Bitcoin kauft und verkauft, für den wird die Steuer dann relevant, wenn er damit Gewinne erzielt“, sagt Thomas Schmid von der Hamburger Steuerberatungsgesellschaft Mazars im Gespräch mit Business Insider. Hier erfahrt ihr alles, was ihr über die Versteuerung von Bitcoin & Co. wissen müsst.

    15:37 Uhr // Betrüger wollen den Bitcoin-Kurs mit Fake-News manipulieren

    Immer wieder versuchen Betrüger den Bitcoin-Kurs mit kalkulierten Falschmeldungen manipulieren. Das gilt auch für andere Kryptowährungen, wie etwa Ether. Die Meldung, Ethereum-Erfinder Vitalik Buterin sei bei einem Autounfall ums Leben gekommen sorgte für einen Kursverfall, der sich erst wieder erholte, nachdem Buterin die Öffentlichkeit vom Gegenteil überzeugte.

    Auch die Falschmeldung, Amazon plane demnächst, Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren ließ den Kurs steigen. „Menschen, die sich für Kryptowährungen interessieren, müssen nüchtern denken“, zitiert „Buzzfeed“ den Blockchain-Experten Laz Alberto.

    15:18 Uhr // Schulabbrecher und Bitcoin-Millionär Erik Finman: „Wer in den nächsten zehn Jahren kein Millionär wird, ist selbst Schuld“

    Erik Finman erklärt im Interview mit Business Insider, warum ihr in den nächsten zehn Jahren noch immer Millionär mit Hilfe von Kryptowährungen werden könnt und wie ihr euch nach dem Bitcoin-Crash richtig verhalten solltet.

    15:00 Uhr // Ihr könnt auch halbe Bitcoins kaufen — doch das bringt zwei entscheidende Nachteile

    Wer jetzt noch einsteigen möchte, der könnte womöglich zögern, weil ihn der hohe Bitcoin-Kurs abschreckt. Dabei muss man gar nicht einen ganzen Coin erwerben, vielmehr ist es möglich, einen halben, einen Viertel oder sogar einen noch kleineren Bruchteil eines Bitcoin zu kaufen. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

    20.01.2018

    18:10 Uhr // Nobelpreisträger warnt eindringlich vor Bitcoin-Investment

    Der Nobelpreisträger Robert Shiller warnt eindringlich vor einem Bitcoin-Investment. Gegenüber dem US-Sender CNBC sagte er, die Krytpowährung werde vermutlich „total kollabieren“. Er vergleicht die Entwicklung, wie viele andere Experten auch, mit der Tulpenblase im 17. Jahrhundert. 

    19.01.2018

    17:15 Uhr // Eine Grafik zeigt, warum der Bitcoin-Boom nicht vorbei ist

    Die jüngsten Kursverluste von Bitcoin sorgten bei vielen Anlegern für Verzweiflung. Eine Grafik könnte jetzt jedoch Hoffnung geben. In den vergangenen Jahren fand immer im Januar eine Kurskorrektur statt, die zahlenmäßig dem Crash zu Beginn dieses Jahres sehr ähnelt. Was das bedeuten könnte, erfahrt ihr hier.

    11:48 Uhr // Suizid-Hotline wird in Kryptoforen nach Bitcoin-Crash geteilt

    Nachdem der Wert von Bitcoin innerhalb weniger Minuten Mitte dieser Woche auf unter 10.000 US-Dollar abgestürzt ist, wurde im größten Redditforum zu Kryptowährungen eine Hotline für Menschen mit Suizidgefahr geteilt. Darin wurde ebenfalls erklärt, dass Menschen, die neu in die Kryptowährung investieren am stärksten von dem jüngsten Preisverfall betroffen seien. Der Post wurde bereits mehr als 3.200 Mal kommentiert und ist damit diese Woche der meisteklickte Beitrag zum Thema Kryptowährungen auf Reddit.

    10:00 Uhr // Deutschland und Frankreich wollen Bitcoin regulieren

    Geplant seien gemeinsame Vorschläge zur Regulierung, sagte der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire am Donnerstag in Paris nach einem Treffen mit dem geschäftsführenden Bundesfinanzminister Peter Altmaier (CDU). „Das ist etwas ganz Neues“, sagte Altmaier mit Blick auf die Krypto-Währung. Alles wichtige dazu findet ihr hier.

    09:30 Uhr // Der Erfinder einer Scherz-Kryptowährung, die jetzt 2 Milliarden Dollar wert ist, ist über den Hype schockiert

    Der Erfolg des Dogecoin schockiert seinen Erfinder Jackson Palmer. „Als ich im Spaß Ende 2013 per Twitter verkündete, in Dogecoin investieren zu wollen, dachte ich nicht, dass diese eigentlich als Ironie gedachte Kryptowährung im Jahr 2018 noch immer exisiert“, sagte er. Hier geht's zum Artikel.

    18.01.2018

    17:50 Uhr // Wie Bitcoin-Investoren nach dem Crash ihr Geld anlegen

    Aufgrund aktueller Kursabstürze scheinen Investoren jetzt umzudenken und neue Möglichkeiten suchen, ihr Geld anzulegen. Eine große Rolle scheint dabei der Kauf von Edelmetallen zu spielen. Hier erfahrt ihr, wo das Geld nach dem Crash hinfließt.

    12:23 Uhr // Ripple-Investoren wie im Rausch — Experten sind geteilter Meinung

    Der Preis des Bitcoin-Rivalen schnellte um bis zu 60.000 Prozent in die Höhe. Mittlerweile ist Ripple die drittgrößte virtuelle Währung und an der Börse rund 50 Milliarden Dollar schwer. Alles, was ihr zu Ripple wissen müsst, findet ihr hier.

    09:48 Uhr // Bitcoin erholt sich nach Crash vom Mittwoch

    Die Kryptowährung Bitcoin erholte sich in Teilen, nachdem der Kurs am Mittwoch auf unter 10.000 US-Dollar abgestürzt ist. Am Donnerstagmorgen notierte Bitcoin bei etwa 11.560 Dollar.

    09:45 Uhr // Südkorea erwägt Schließung aller lokaler Kryptowährungs-Plattformen

    Dies sagte der Chef der Finanzdienstleistungskommission, Choi Jong Ku, am Donnerstag. Gesprüft werde aber auch, ob nur diejenigen Plätze geschlossen werden sollten, die gegen Gesetze verstoßen hätten. Er äußerte sich, nachdem die Kryptowährung Bitcoin massiv unter Druck geraten war. Vorausgegangen waren Berichte, wonach Südkorea den Handel mit Kryptowährungen verbieten könnte. Südkorea ist eine der Hochburgen der Spekulation mit Bitcoin & Co.

    17.01.2018

    17:10 Uhr //  Bitcoin: Kryptowährung stürzt unter 10.000 US-Dollar ab

    Der Bitcoin-Kurs stürzte auf wichtigen Handelsplattformen wie Bitfinex unter 10.000 US-Dollar ab. Diese Woche hat der Bitcoin mehr als ein Viertel seines Wertes verloren. Gegenüber dem Rekordhoch von Mitte Dezember bei knapp 20.000 Dollar hat sich der Wert sogar halbiert.

    Auch die Kurse vieler anderer Kryptowährungen stürzten ab, darunter die Bitcoin-Alternativen Ether und Ripple. Experten rätseln, ob sich die Digitalwährungen von ihrem Absturz noch einmal erholen oder ob die von vielen diagnostizierte Blase nun endgültig platzt.

    11:50 Uhr // Warum der Bitcoin-Absturz überraschend positive Auswirkungen haben kann

    Die Kursverluste bei vielen Kryptowährungen haben viele Anleger schockiert. Ökonom Markus Demary vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) sieht darin jedoch eine langfristige Chance für Bitcoin. Was es damit auf sich hat erklärt er im Interview mit Business Insider.

    11:45 Uhr // Hedgefonds-Legende Novogratz plant eigene Bitcoin-Bank

    „Ende 2018 könnte Bitcoin mühelos bei 40.000 US-Dollar stehen“. Mit dieser mehr als optimistischen Schätzung zur Kursentwicklung der weltgrößten Kryptowährung machte Michael Novogratz, ehemaliger Banker und Hedgefonds-Händler im Dezember vergangenen Jahres auf sich aufmerksam. Sein Hedgefonds Galaxy Investment Partners hält Positionen von mehreren hundert Millionen Dollar in digitalen Token wie Bitcoin, Ripple oder Ether. Nun hat Novogratz neue Pläne. Hier könnt ihr mehr über seine Pläne erfahren.

    09:40 Uhr // Studie: Bitcoin-Kurs unterliegt Manipulation von Tradern

    Eine Studie zeigt, dass „ein oder zwei“ Bitcoin-Trader den Kurs der Kryptowährung um mehr als 700 Prozent nach oben katapultiert haben. Laut ihren Untersuchungen seien zwei Bots namens Markus und Willy für den rasanten Anstieg der Transaktionen verantwortlich gewesen, obwohl ihnen die Bitcoins, mit denen sie gehandelt haben, nicht einmal gehört haben. Hier könnt ihr dazu mehr erfahren.

    09:33 Uhr // Bitcoin stabilisiert sich nach 25-prozentigem Einbruch

    Bitcoin konnte sich am Mittwoch nach ihrem heftigen Kursabsturz am Vortag stabilisiert. Am Morgen kostete ein Bitcoin auf der großen Handelsplattform Bitstamp etwa 11.300 US-Dollar. Am Dienstag war der Kurs um etwa 25 Prozent von rund 14.000 Dollar auf weniger als 11.000 Dollar eingebrochen. Auch viele andere Kryptowährungen verloren deutlich an Wert, darunter die zunehmend beliebten Bitcoin-Alternativen Ether und Ripple. dpa

    12.01.2018 15:42 Uhr // Wohl kein Bitcoin-Verbot in Südkorea — Peinliche Details aus Südkorea

    Der Grund für die heutige Erholung der Kryptowährungen ist der Rückzieher Südkoreas: Gestern wurde bekannt, dass das Land wohl den Handel verbieten möchte. Heute rudert aber das Finanzministerium zurück: Finanzminister Kim Dong-yeon widersprach den Aussagen von Justizminister Park Sang-ki. Ein Verbot sei — in naher Zukunft — nicht zu erwarten.

    Peinliches Detail daran: Laut CNN habe auch das Finanzminsterium vom dem Vorstoß erst aus den Medien erfahren. Dabei würden Vertreter beider Ministerien einer „Task Force“ angehören, die über das Vorgehen beim Handel von Kryptowährungen diskutiert.

    Die Erholung der digitalen Zahlungsmittel hält auch am Nachmittag an: Der Bitcoin steigt um rund fünf Prozent, Ether sogar um elf Prozent. Damit nimmt Ether Kurs auf ein neues Allzeithoch.

    09:20 Uhr // Bitcoin beendet vorerst Talfahrt

    Nachdem gestern das geplante Verbot des Bitcion-Handels den Markt für Kryptowährungen in Aufruhr versetzt hat, stabilisiert sich der Kurs am heutigen Morgen. Gegenüber dem US-Dollar legt der Bitcoin etwa 2,5 Prozent zu. Allerdings hat die Vorreiter-Kryptowährung auf Wochenbasis über 12 Prozent gegenüber der US-Währung verloren.

    11.01.2018 17:55 Uhr // Wenn ihr Bitcoins besitzt, könnte euch eine böse Überraschung vom Finanzamt drohen

    „Wer privat Bitcoin kauft und verkauft, für den wird die Steuer dann relevant, wenn er damit Gewinne erzielt“, sagt Thomas Schmid von der Hamburger Steuerberatungsgesellschaft Mazars im Gespräch mit Business Insider. Hier erfahrt ihr alles, was ihr über die Versteuerung von Bitcoin & Co. wissen müsst.

    17:50 Uhr // Trotz Untergangsstimmung: Warum Experten jetzt zum Kauf von Bitcoins raten

    Obwohl die Nachrichtenlage mit den Aussagen von Warren Buffett und der unsicheren Handelslage in Südkorea alles andere als gut ist, sagen Experten im Gespräch mit Business Insider, dass sich ein Investment durchaus lohnen könnte. Hier geht's zur Analyse.

    15:00 Uhr // Eine Entscheidung der chinesischen Regierung wird für Bitcoin zur Gefahr

    Pan Gongsheng, der stellvertretende Gouverneur der chinesischen Zentralbank, hat jüngst verkündet, dass sogenannte „Initial Coin Offerings“ (ICOs) demnächst verboten und lokale Kryptowährungsbörsen abgeschaltet werden sollen. Das geht aus einem jetzt im Internet geleakten Dokument hervor. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

    10:45 Uhr // Kodak erfindet eigene Kryptowährung — Aktienkurs hat sich mehr als verdoppelt

    Alles, was mit Digitalgeld zu tun hat, löst bei Anlegern einen Kaufreflex aus: Kaum hat Kodak eine eigene Kryptowährung für Fotografen angekündigt, hat sich der Aktienkurs mehr als verdoppelt. Hier geht's zum Artikel.

    10:36 Uhr // Chinas und Südkoreas Vorgehen gegen Bitcoin lässt Preise stürzen

    Strenge Regulierungsbemühungen in den Krypto-Hochburgen China und Südkorea haben Bitcoin am Donnerstag deutlich belastet. Auch andere Digitalwährungen wie Ether, Ripple und Litecoin gerieten nach den Berichten über ein Schürf-Verbot in China und ein mögliches Handelsverbot in Südkorea unter Druck. Hier geht's zum Artikel.

    10:30 Uhr // Warren Buffett: Kryptowährungen werden ein böses Ende nehmen

    Warren Buffett warnt vor Kryptowährungen. Er werde niemals Geld in Cyberdevisen stecken. „Ich kann fast mit Gewissheit sagen, dass es mit Kryptowährungen ein böses Ende nehmen wird“, sagte er am Mittwoch. Hier geht's zum Artikel.

    10:00 Uhr Uhr // IOTA-Gründer Dominik Schiener: „Wir sind seit Ethereum das innovativste Altcoin-Projekt“

    IOTA ist Deutschlands erfolgreichste Kryptowährung. Der 21-jährige Dominik Schiener hat sie mit zwei Mitstreitern entwickelt. Im Interview erklärt er, warum IOTA besser als Bitcoin ist. Hier geht's zum Artikel.

     

     

    Die aktuellen Kurse der wichtigsten Kryptowährungen im Überblick:

    *Disclaimer: Die Kursdaten stammen von Cryptonator. Alle Kursinformationen sind ohne Gewähr.

     

    Lest auch: Eine Kryptowährung, die als Scherz gedacht war, ist jetzt mehr als zwei Milliarden Dollar wert

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    Psychologen sagen: Glückliche Paare müssen in diesen drei Punkten kompatibel sein

    Psychologen sagen: Glückliche Paare müssen in diesen drei Punkten kompatibel sein


    Ehen werden heutzutage immer seltener geschlossen. Das ist sehr schade, denn die Wissenschaft rät genau zum Gegenteil: Sie ist der Meinung, eine lange Partnerschaft sei eines der besten Dinge, um ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen. Eine...

    Ehen werden heutzutage immer seltener geschlossen. Das ist sehr schade, denn die Wissenschaft rät genau zum Gegenteil: Sie ist der Meinung, eine lange Partnerschaft sei eines der besten Dinge, um ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen.

    Eine Studie untersuchte kürzlich, wie glücklich Ehepaare sind und fasste zusammen: „Verheiratete Menschen sind glücklicher und zufriedener mit ihrem Leben, als jene, die alleine bleiben. Vor allem zeigt sich das in schwierigen Zeiten, wie zum Beispiel der klassischen Midlife Crisis.“

    Aber woher wissen wir überhaupt, ob das mit der Ehe in unserer Beziehung eine gute Idee ist? 

    Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben wir Peter Pearson gefragt. Er ist Paartherapeut und Mitbegründer des Couples Institute in Menlo Park, Kalifornien. 

    Die Chemie müsse stimmen, lautete seine erste Antwort.

    „Die Chemie ist natürlich nicht alles“, sagt er, „doch eine fehlende Chemie ist in einer Beziehung nur schwer zu bewältigen. Wenn die Chemie für eine Person mehr stimmt als für die andere, dann ist auch dies eine sehr schwierige Situation. Leidenschaft zu schüren, wenn nie welche da war, ist schwer. Wenn ich wüsste, wie das funktioniert, dann wäre ich wohl reicher als Bill Gates.“

    Es ginge auch nicht nur um sexuelle Anziehung, meint Pearson. „Viel mehr ist es das Gefühl das auftritt, wenn der andere da ist.“

    Die drei Ich-Zustände

    Dieses „Gefühl“ kann sogar noch genauer beleuchtet werden. Der Psychologe Eric Berne aus Kanada entwickelte Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts die sogenannte Transaktionsanalyse, die unter anderem ein Modell für die Beziehung zweier Menschen beschreibt. 

    Angelehnt an die Theorie von Sigmund Freud, beschreibt die Transaktionsanalyse von Eric Berne drei „Ich-Zustände“.:

    Die Eltern: Was euch beigebracht wurde.

    Das Kind: Was ihr fühlt.

    Der Erwachsene: Was ihr gelernt habt. 

    Wenn zwei Menschen nun kompatibel sind, dann passen sie auf allen drei Ebenen zueinander. Pearson hat uns für jede Ebene Fragen bereitgestellt, mit denen wir herausfinden können, ob die Ebenen der Partner kompatibel sind:

    Die Eltern: Habt ihr ähnliche Wertvorstellungen und einen ähnlichen Glauben?

    Das Kind: Habt ihr Spaß zusammen? Könnt ihr spontan sein? Findet ihr euren Partner attraktiv? Reist ihr gerne gemeinsam?

    Der Erwachsene: Haltet ihr euch gegenseitig für intelligent? Könnt ihr gemeinsam Probleme lösen? 

    In einer idealen Beziehung weisen die Partner auf allen drei Ebenen Ähnlichkeiten auf, sagt Pearson.

    Doch neben diesem theoretischen Modell ist Pearson der Meinung, dass das Gefühl viel wichtiger für das Gelingen einer Beziehung sei, als das Ausloten etlicher Faktoren. 

    Er empfiehlt einen kleinen Test: Wenn ihr zusammen lebt und euer Partner für ein paar Tage unterwegs ist, und ihr seht plötzlich seinen Lieblingsschal, seine Schuhe oder etwas anderes, das ihm wichtig ist, in der Wohnung herumliegen. Wie fühlt ihr euch? Seid ihr genervt, weil ihr es aufheben und wegräumen müsst, oder erinnern euch diese Dinge an schöne Momente? 

    Die Antwort auf diese Frage kann euch auch viel über die Kompatibilität eurer drei Ich-Ebenen verraten. 

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    Internetnutzer rätseln, wie viele Dreiecke auf diesem Bild zu sehen sind

    Internetnutzer rätseln, wie viele Dreiecke auf diesem Bild zu sehen sind


    Knifflige Rätsel werden von Internetnutzern immer wieder gerne über soziale Medien und Foren geteilt. Ein solches Rätsel, das derzeit die Runde macht, kommt aus dem Frage-Antwort-Forum Quora.  Die Frage scheint relativ einfach: Wie viele Dreiecke...

    Knifflige Rätsel werden von Internetnutzern immer wieder gerne über soziale Medien und Foren geteilt. Ein solches Rätsel, das derzeit die Runde macht, kommt aus dem Frage-Antwort-Forum Quora

    Die Frage scheint relativ einfach:

    Wie viele Dreiecke sind auf diesem Bild zu sehen?

    Habt ihr es herausgefunden?

    Wie der Mathematikexperte Martin Silvertrant erklärt, gibt es auf diese Frage gleich mehrere richtige Antworten. 

    Eigentlich gibt es in der Abbildung, also dem großen Dreieck, insgesamt 24 Dreiecke. Das ist vermutlich die Antwort, die der Fragesteller hören wollte. Dann könnte man jedoch auch noch das Dreieck aus dem „A“ der Unterschrift „Asky“ dazuzählen. Damit wären es 25 Dreiecke. Auch diese Antwort wurde von einigen anderen Quora-Nutzern genannt.

    Dann gibt es aber auch noch zwei etwas abstraktere Antworten auf die Frage.

    „Kurt Van den Broeck machte mich darauf aufmerksam, dass das Wort ,Triangles‘ ebenfalls im Bild ist“, erklärt Silvertrant. „Wenn ich also pedantisch genug bin, den Buchstaben ,A‘ zu zählen, dann sollte ich vielleicht auch die Wörter zählen, die sich auf Dreiecke beziehen.“

    Das Wort „Triangles“ bedeutet „Dreiecke“ und da nicht genau gesagt wurde, ob nur Bilder von Dreiecken oder auch Worte gemeint sind, könnte man es ebenfalls dazuzählen. Das Wort steht im Plural, also müsste man mindestens zwei Dreiecke hinzurechnen, es könnten jedoch auch unendlich mehr Dreiecke gemeint sein. Deshalb ist eine weitere richtige Antwort 27 bis ∞ Dreiecke.

    Und eine letzte richtige Antwort ist 0 Dreiecke. „Ein Dreieck ist mehr eine mathematische Idee als etwas Reales. Physische Dreiecke sind per Definition nicht geometrisch perfekt, sondern Annäherungen an Dreiecke“, erklärt er. „Also wie viele Dreiecke gibt es in dem Bild? Echte Dreiecke, 0. Aber wenn es um Annäherungen an Dreiecke geht, dann alles zwischen 27 (24 + 1 + 2) und ∞.“

    Die ganze Antwort von Silvertrant könnt ihr hier lesen: Read Martin Silvertant's answer to How many triangles are in this picture? on Quora

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    Studie: Euer Körper sieht Essen von McDonald's, Burger King & Co. als Krankheitserreger

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    Der Erfolg von Fastfood ist überall auf der Welt zu beobachten. Vor allem aus den USA schwappen regelmäßig neue Fastfood-Trends nach Deutschland. Die Burger-Giganten McDonald's und Burger King sind hierzulande ohnehin schon seit Jahrzehnten auf dem...

    Der Erfolg von Fastfood ist überall auf der Welt zu beobachten. Vor allem aus den USA schwappen regelmäßig neue Fastfood-Trends nach Deutschland. Die Burger-Giganten McDonald's und Burger King sind hierzulande ohnehin schon seit Jahrzehnten auf dem Markt. Auch wenn sich die Burger und Beilagen in ihren Zusammensetzungen unterscheiden, so haben sie doch eines gemeinsam: die hohe Kalorienzahl.

    Es ist keine neue Erkenntnis, dass Fastfood der Gesundheit schaden kann und die Zahl der übergewichtigen Menschen steigt. Doch nun haben Forscher der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn eine Studie veröffentlicht, die das Essverhalten einiger Kunden vielleicht verändert wird.

    „Aggressive Körperabwehr“ durch Fast Food

    Die Bonner Wissenschaftler fanden heraus, dass Fastfood eine ähnliche Wirkung wie eine bakterielle Infektion auf den Körper hat. Somit verbirgt sich hinter Burgern und Pommes ein noch größeres Gesundheitsrisiko als bisher angenommen. Selbst wenn die Ernährung umgestellt wird und sich mehr Salat auf dem Speiseplan befinde, reagiere der Körper noch lange danach auf die ungesunde Ernährungsweise. „Ein dauerhafter Verzehr von ungesundem Essen führt zu einer aggressiven Körperabwehr“, heißt es in der Studie. Dies kann schlimmstenfalls Diabetes und Arteriosklerose fördern und verursachen.

    Die Wissenschaftler fütterten in ihrer Studie Mäuse mit viel Fett und Zucker. Dabei stellten sie fest, dass die Tiere anschließend ein Verhalten wie nach einer starken bakteriellen Infektion zeigten. Zudem konnte ein Rückgang von Immunzellen im Blut der Mäuse nachgewiesen werden.

    Das Immunsystem merkt sich ungesunde Ernährung

    „Vor Kurzem konnte bewiesen werden, dass das Immunsystem eine Gedächtnisfunktion hat“, sagte Eicke Latz, Leiter des Instituts für angeborene Immunität. Nach einer Infektion verbleibt die Körperabwehr in einer Art Alarmmodus, damit er schneller auf einen erneuten Ausbruch reagieren kann. Ebenso funktioniert es offenbar auch bei einer ungesunden Ernährung. Auch diese merkt sich das Immunsystem. Denn weiterhin konnten die Wissenschaftler aus Bonn einen Sensor für Fastfood in den Abwehrzellen des Körpers entdecken.

    Somit hat eine dauerhaft ungesunde Ernährung weitreichende Konsequenzen für den Körper. Die neuen Erkenntnisse aus Bonn zeigen, dass nur eine lange und dauerhafte Ernährungsumstellung sowie eine gesunde Lebensweise die negativen Effekte lindern können.

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    Barkeeper verraten, wie ihr schneller bedient werdet — und wann man euch definitiv ignoriert

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    Wenn die Bar überfüllt ist, ihr bestellen wollt und der Barkeeper mit allem und jedem beschäftigt ist außer mit euch — was macht ihr dann?  Wedelt ihr mit der Kreditkarte? Schnippst ihr mit den Fingern? Oder lehnt ihr euch über die Bar und...

    Wenn die Bar überfüllt ist, ihr bestellen wollt und der Barkeeper mit allem und jedem beschäftigt ist außer mit euch — was macht ihr dann? 

    Wedelt ihr mit der Kreditkarte? Schnippst ihr mit den Fingern? Oder lehnt ihr euch über die Bar und schenkt euch einfach selbst etwas ein?

    Um herauszufinden, wie ihr die Aufmerksamkeit des Barkeepers bekommen könnt, ohne einen schlechten Eindruck zu machen, sind wir direkt zur Quelle gegangen und haben mehr als 30 Barkeeper aus der ganzen Welt gefragt, was sie denken.

    Hier sind einige der schlimmsten Dinge, die Leute tun, um Barkeeper auf sich aufmerksam zu machen — und einige Alternativen, die ihr stattdessen wählen solltet.

    Mit den Fingern schnippen

    „Sagt Entschuldigung, hebt höflich eure Hand, ohne damit in der Luft zu wedeln. Wartet einfach, bis ihr dran seid. Wir sehen euch, versprochen. Schnippst niemals mit euren Fingern.“



    Den Barkeeper anbrüllen, wenn er euch zu langsam ist

    „Ihr seid nicht der einzige Kunde, also kommen wir zu euch, wenn es an der Zeit ist, insbesondere wenn es sehr voll ist.“ 

    „Schreit uns nicht an, wenn ihr mehr als eine Minute warten müsst, um bedient zu werden. Wenn ihr so ausseht, als würdet ihr gleich euren gesamten Frust an uns auslassen, werden wir euch so lange ignorieren, bis wir ruhig genug sind, um mit euch besonnen umzugehen.“



    Mit dem Finger winken

    „Das Winken mit dem Finger muss aus dem siebten Kreis der Hölle stammen.“ 



    Den Rest der Story gibt es auf Business Insider Deutschland
    Das verseuchte Tschernobyl-Gelände erfüllt jetzt einen unerwarteten Zweck

    Das verseuchte Tschernobyl-Gelände erfüllt jetzt einen unerwarteten Zweck


    1986 passierte das bis dahin Unvorstellbare: In der ukrainischen Stadt Tschernobyl kam es zu einer Kernschmelze in einem Atomkraftwerk. Das Gelände ist noch für viele Jahrzehnte verseucht und unbewohnbar. Doch laut Nachrichtenagentur AFP hat das...

    1986 passierte das bis dahin Unvorstellbare: In der ukrainischen Stadt Tschernobyl kam es zu einer Kernschmelze in einem Atomkraftwerk. Das Gelände ist noch für viele Jahrzehnte verseucht und unbewohnbar.

    Doch laut Nachrichtenagentur AFP hat das Unternehmen Solar Chernobyl das Potential des Gebiets erkannt und eine riesige Solaranlage darauf erbaut. Das Atomkraftwerk selbst ist von einem Sarkophag aus Stahl umgeben. Die Schutzhülle soll verhindern, dass radioaktive Strahlung austritt. 

    Solar-Anlage in Tschernobyl unterliegt strengen Auflagen

    Auch wenn die ukrainische Regierung einen Bereich von knapp 25 Quadratkilometern für das Errichten von Solaranlagen genehmigt hat, so sind damit dennoch Auflagen verbunden. Die Solarpaneele dürfen entgegen der normalen Bauweise nicht direkt im Boden verankert werden. Derzeit sind bereits 3.800 Paneele installiert und einsatzbereit.

    Das Feld befindet sich nur wenige hundert Meter vom Zentrum des Unfalls entfernt. „Der erzeugte Strom der Solaranlage kann den Bedarf einer mittelgroßen Stadt decken“, sagt der Chef von Solar Chernobyl, Yevgen Varyagin. Auch wenn in dem Gebiet auf lange Zeit niemand mehr leben kann, so zeigt das Projekt doch, dass es nicht nutzlos ist und für andere Zwecke verwendet werden kann.

    Wiedergutmachung für die Tschernobyl-Katastrophe?

    Die Solaranlage in Tschernobyl wird an eine bereits existente Anlage in Weißrussland angeschlossen. Dies hat den Vorteil, dass dort bereits die notwendige Struktur vorhanden ist. Es wirkt wie der Versuch einer Wiedergutmachung, nun durch die Solaranlage etwas für die Umwelt tun zu wollen.

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    In der Nähe von Nordkoreas Atom-Testgelände taucht eine mysteriöse Geisterkrankheit auf

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    Nukleare Katastrophen wie der Super-GAU von Tschernobyl oder die Kastrophe von Fukushima lassen uns zumindest erahnen, welche Folgen Radioaktivität für Mensch und Natur haben können. Kontaminierte Seen und Flüsse und damit erhöhtes Fischsterben...

    Nukleare Katastrophen wie der Super-GAU von Tschernobyl oder die Kastrophe von Fukushima lassen uns zumindest erahnen, welche Folgen Radioaktivität für Mensch und Natur haben können.

    Kontaminierte Seen und Flüsse und damit erhöhtes Fischsterben sowie Krankheiten wie Missbildungen bei Neugeborenen oder Krebserkrankungen lassen Menschen noch nach Jahren an die Unfälle zurückdenken. Dass diese alarmierenden Auswirkungen jedoch nicht nur im Zusammenhang mit Kernkraftwerken stehen müssen, zeigt nun ein Bericht von NBC News auf.

    Menschen sprechen von „Geisterkrankheit“

    Unter der Herrschaft von Kim Jong-un und seinem Vater und Vorgänger Kim Jong Il wurden zahlreiche Atombombentests durchgeführt — das blieb nicht ohne Folgen. Menschen aus Umgebung des Testgeländes sollen unter gesundheitlichen Einschränkungen leiden, viele sterben verfrüht. Bewohner der Grenzgebiete gehen so weit, sogar von einer „Geisterkrankheit“ zu sprechen. Miss- und Fehlbildungen sollen bei Babys auftreten. 

    Diese Menschen bekommen in Nordkorea allerdings nicht einmal das Recht, zu leben. Lee Jeong Hwa, ein ehemaliger Bewohner des Grenzgebietes sagte NBC News über das Baby ihrer damaligen Nachbarn: „Wir konnten das Geschlecht des Kindes nicht ausmachen, da es keine Genitalien hatte. In Nordkorea werden deformierte Babys normalerweise getötet. Also taten die Eltern das.“

    Belege dafür, dass die dortige radioaktive Strahlung sich tatsächlich auf Gewebe und Organe der Menschen auswirkt und dass Missbildungen nicht rein genetisch bedingt sind, gibt es allerdings nicht. 30 Menschen, die in den Grenzgebieten lebten oder leben und gesundheitliche Auffälligkeiten aufweisen, wurden durch das südkoreanische Ministerium für Vereinigung untersucht — ein Zusammenhang mit der Radioaktivität wurde nicht gefunden.

    Nicht nachweisbar, welche Krankheiten auf Radioaktivität zurückzuführen sind

    Wie Suh Kune-yull, ein Professor für Nuklearingenieurswesen, zu NBC News sagte, soll der nicht nachweisbare Zusammenhang allerdings nur am Mangel an Daten liegen. Dass Radioaktivität sich negativ auf die Gesundheit auswirkt, bestätigt die Weltgesundheitsbehörde, allerdings ist kaum nachweisbar, welche gesundheitlichen Schäden tatsächlich auf diese zurückzuführen sind. 

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    Eine spektakuläre Entdeckung könnte uns den Mond mit anderen Augen sehen lassen

    Eine spektakuläre Entdeckung könnte uns den Mond mit anderen Augen sehen lassen


    Die Oberfläche des Mondes ist seit Jahrzehnten Gegenstand der Forschung. Nun gelang einem Team von Wissenschaftlern eine durchaus beeindruckende neue Entdeckung. Bei ihren Analysen stießen die Forscher des SETI-Instituts auf eine Vielzahl kleiner...

    Die Oberfläche des Mondes ist seit Jahrzehnten Gegenstand der Forschung. Nun gelang einem Team von Wissenschaftlern eine durchaus beeindruckende neue Entdeckung.

    Bei ihren Analysen stießen die Forscher des SETI-Instituts auf eine Vielzahl kleiner Gruben am Nordpol des Mondes – bei diesen Stellen könnte es sich möglicherweise um Eingänge zu einem unterirdischen Netz von Lavaröhren handeln. Dr. Pascal Lee, mitwirkender Planetenexperte und Wissenschaftler, sagt dazu: „Die Bilder mit der höchsten Auflösung, die für den Philolaus-Krater verfügbar sind, erlauben es nicht, die Gruben mit 100-prozentiger Sicherheit als Lichter der Lavahöhle zu identifizieren, aber Größe, Form, Lichtverhältnisse und geologische Gegebenheiten deuten darauf hin.“

    Pole des Mondes gewinnen immer mehr an Bedeutung

    Obwohl bereits mehr als 200 Gruben entdeckt worden sind, gilt der neue Fund tatsächlich als erster möglicher Eingang zu den Polargebieten des Mondes. Gerade in der jüngsten Zeit sind die Mondpole noch einmal verstärkt in den Fokus der Forschung gerückt.

    Bisher hatten die Wissenschaftler keinen Zugang zum dortigen Untergrund. Genau deshalb bringt die neue Entdeckung einen so hohen Mehrwert für das Team. Der Philolaus-Krater bietet zudem attraktive Möglichkeiten in Bezug auf weitere Studien. Entstanden ist er nämlich auf jeden Fall innerhalb der vergangenen 1,1 Milliarden Jahre der Mondgeschichte.

    Mond als Vorbereitung für Mars-Expedition

    Der Standort des Kraters ist ebenfalls günstig. Mit dem Fund fängt für den Forscher und sein Team die Arbeit erst richtig an. Als nächster Schritt steht eine weitere Untersuchung an. Hier soll überprüft werden, ob die Gruben tatsächlich Eingänge zu einem unterirdischen Netz sind.

    Gleichzeit möchten die Forscher wissen, ob die Lavaröhren möglicherweise Eis enthalten. Einen weiteren Vorteil haben die neuen Ergebnisse: „Die Erforschung von Lavaröhren auf dem Mond wird uns auch auf die Erforschung von Lavaröhren auf dem Mars vorbereiten“, sagt Lee. In den tieferen Schichten des roten Planeten sei die Wahrscheinlichkeit, auf Leben zu treffen, am größten.

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    „Kompletter Neuanfang“: Wie der neue Uber-Chef Deutschland als Markt wiederentdecken will

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    Der neue Uber-Chef Dara Khosrowshahi hat für die Zukunft ein verantwortungsvolles Wachstum des umstrittenen Fahrdienst-Vermittlers versprochen. Die Erfolge von Uber hätten in der Vergangenheit schlechtes Verhalten des Unternehmens akzeptieren lassen....

    Der neue Uber-Chef Dara Khosrowshahi hat für die Zukunft ein verantwortungsvolles Wachstum des umstrittenen Fahrdienst-Vermittlers versprochen. Die Erfolge von Uber hätten in der Vergangenheit schlechtes Verhalten des Unternehmens akzeptieren lassen. „Das ist nicht, wie wir als Unternehmen bei Uber weitermachen werden“, sagte Khosrowshahi am Montag auf der Innovationskonferenz DLD in München. Es war Khosrowshahis erster öffentlicher Auftritt in Europa, seit er im vergangenen September an die Uber-Spitze kam.

    Khosrowshahis Vorgänger — Uber-Mitgründer Travis Kalanick — fuhr eine aggressive globale Expansion oft unter Missachtung geltender Regeln und hatte sich mit Taxiunternehmen und Behörden angelegt. Kalanick hatte bei seinem DLD-Auftritt vor drei Jahren versucht, mit einem Partnerschaftsangebot eine Brücke zu großen europäischen Städten zu schlagen. Sein Appell traf jedoch auf taube Ohren. Die erste Bewährungsprobe für Khosrowshahi war im September die Entscheidung Londons, Uber von den Straßen der britischen Hauptstadt zu verbannen. Er konnte trotz einer Reise nach London die Behörden nicht überzeugen, Uber die Lizenz zurückzugeben.

    Uber sieht Deutschland als vielversprechenden Markt

    Auf der DLD wurde Khosrowshahi von einem Pfeif- und Hupkonzert Münchner Taxifahrer empfangen. Er versprach einen „kompletten Neuanfang“ in Deutschland in Zusammenarbeit mit Behörden und Taxibranche. Uber habe den Markteintritt in Deutschland falsch angepackt. Es sei aber ein vielversprechender Markt.

    Uber habe die für Start-ups typische Aggressivität zu weit getrieben, sagte Khosrowshahi. „Wir machen das Richtige und Schluss“, gehöre zu den neuen Werten bei Uber. „Es ist ein Kulturwandel — aber ich denke, dass die Krise 2017 so groß war, dass ich niemanden überzeugen musste, dass ein Wandel notwendig ist.“ Sein erster Gedanke beim Jobangebot von Uber sei gewesen: „Nein, danke.“ Dann habe er sich aber mit der Herausforderung anfreunden können.

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    Das extravagante Luxusleben einer 28-jährigen Milliarden-Erbin

    Das extravagante Luxusleben einer 28-jährigen Milliarden-Erbin


    Chryseis Tan ist Tochter eines reichen Malaysiers. Allerdings ist sie auch selbst Geschäftsführerin und Investorin.DAS KÖNNTE EUCH AUCH INTERESSIEREN:  Wie die „Rich Kids of Switzerland“ von Instagram ihr Vermögen ausgeben  Die größten...

    Chryseis Tan ist Tochter eines reichen Malaysiers. Allerdings ist sie auch selbst Geschäftsführerin und Investorin.

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    Privatjets und Luxus-Essen

    Chryseis Tans Instagram-Bio ist simpel: „Ich will die Welt bereisen.“

    Natürlich teilen viele Menschen ihre Sehnsucht, neue Orte zu sehen. Aber diese Menschen sind nicht Tochter eines malaysischen Milliardärs. 

    Tan, eine 28-jährige Investorin und selbstständige Firmenchefin, reist in Privatjets und genießt 18-Gang-Mahlzeiten in trendigen Restaurants. 

     



    Chryseis Tan ist mehr als nur eine Erbin.

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    http://instagram.com/p/BUQnMBpjPvn/embed/
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    Ihr Vater, Vincent Tan, ist zwar auf Platz 20 der reichsten Menschen in Malaysia...

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    http://instagram.com/p/BCGFVLdSLwT/embed/
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    Den Rest der Story gibt es auf Business Insider Deutschland
    Immer mehr Airlines schaffen das nervigste Problem bei ihren Sitzen ab

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    Wer regelmäßig mit dem Flugzeug unterwegs ist, kennt das Problem mit den Sitzen nur allzu gut: Der Vordermann möchte es sich bequem machen und klappt die Rückenlehne nach hinten. Doch dass sich diese dann auf den Beinen des Hintermanns befindet und...

    Wer regelmäßig mit dem Flugzeug unterwegs ist, kennt das Problem mit den Sitzen nur allzu gut: Der Vordermann möchte es sich bequem machen und klappt die Rückenlehne nach hinten. Doch dass sich diese dann auf den Beinen des Hintermanns befindet und diesem den Freiraum nimmt und mitunter Platzangst beschert, scheint vielen Passagieren oft egal zu sein.

    Zumindest kommt es vielen Betroffenen so vor. An Bord wird um jeden Zentimeter Platz gekämpft. Das wird immer schwerer, wenn die Airlines zunehmens darauf setzen, möglichst viele Menschen auf möglichst wenig Platz unterzukriegen.   

    British Airways auf dem Vormarsch

    British Airways will zumindest etwas daran ändern. Damit möglichst alle Fluggäste die gleichen Annehmlichkeiten während des Flugs haben, geht die Linie nun dazu über, die Sitze in ihren Flugzeugen umzubauen. Wie das Portal „Mashable.com“ berichtet, sind diese dann gar nicht mehr oder kaum verschiebbar.

    Damit schließt sich British Airways anderen Fluglinien wie Ryanair an, die bereits auf das Thema Sitzfreiheit reagiert haben. 

    Kritiker unterstellen reine Profitabsichten

    Nach der Ankündigung der Fluglinie wurden jedoch auch Stimmen laut, die unterstellen, British Airways wolle nur weiter die Kosten reduzieren.

    Es gehe der Airline nur darum, leichtere Sitze einbauen zu können, welche sich positiv auf den Treibstoffverbrauch auswirken. Das Problem von Passagieren im Platzkampf sei jedenfalls nicht der eigentliche Grund. 

    Streitereien über den Wolken

    Diejenigen, die es sich gerne gemütlich machen, argumentieren damit, dass sie dafür schließlich auch gezahlt hätten. Dass der Hintermann genauso für sein Ticket zahlen musste, wird gern vergessen. Auch wenn es unglaublich klingt, aber die Übergriffe während des Fluges wegen genau diesem Problem nehmen stetig zu.

    So kam es schon mehrfach zu Situationen, in denen ein Flug unterbrochen werden musste, da sich Fluggäste in eine anhaltende Prügelei verstrickt hatten.

    Dass auch die Sicherheit über den Wolken ein Grund für die Ankündigung von British Airways ist, kann daher auch von Kritikern und Verschwörungstheoretikern nicht abgestritten werden.

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    Mit diesem cleveren Plan spart ein junges Paar 90.000 Euro im Jahr

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    Studien zufolge legen über die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen jeden Monat fünf Prozent ihres Einkommens auf die Seite, um eine Absicherung fürs Alter zu haben. Oder um für größere Anschaffungen zu sparen. Über diesen Betrag können Alicia und...

    Studien zufolge legen über die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen jeden Monat fünf Prozent ihres Einkommens auf die Seite, um eine Absicherung fürs Alter zu haben. Oder um für größere Anschaffungen zu sparen.

    Über diesen Betrag können Alicia und Nelson White, beide 27, aber nur müde lächeln. Das junge Ehepaar aus Texas hat es sich als Ziel gesetzt, innerhalb der nächsten acht Jahre eine stolze Summe von einer Million Dollar ( 895.576 Euro) anzusparen — und das allein durch ehrliche Arbeit. Dem Wirtschaftsmagazin Forbes erzählten sie von ihrem Plan. 

     

     

     

     

     

     

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    Kluger Sparplan

    Studien zufolge legen über die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen jeden Monat fünf Prozent ihres Einkommens auf die Seite, um eine Absicherung fürs Alter zu haben. Oder um für größere Anschaffungen zu sparen.

    Über diesen Betrag können Alicia und Nelson White, beide 27, aber nur müde lächeln. Das junge Ehepaar aus Texas hat es sich als Ziel gesetzt, innerhalb der nächsten acht Jahre eine stolze Summe von einer Million Dollar ( 895.576 Euro) anzusparen — und das allein durch ehrliche Arbeit. Dem Wirtschaftsmagazin Forbes erzählten sie von ihrem Plan. 

     

     



    25 Jahre Kredit abzahlen? Nein, danke.

    Mit 15 Jahren hat sich das Paar in der Highschool kennengelernt. Ihren extremen Sparplan fassten die beiden, nachem Alicia das College beendet hatte. Alicia schaffte ihren Abschluss in nur dreieinhalb Jahren und war im Jahr 2009 fertig.

    Im gleichen Jahr trat Nelson der Marine bei, ein Jahr später heirateten die beiden. Nelson wird seinen Bachelorabschluss vermutlich im Herbst diesen Jahres machen.

    Als Alicia nach dem Ende ihres Studium einen Schuldenberg angehäuft hatte, beschloss sie: Es muss etwas passieren. 25 Jahre würde es normalerweise dauern, bis sie den Kredit abbezahlt hätte.



    Information ist alles

    Genau das wollte sie aber nicht. „Ich will mir den Stress nicht so viele Jahre meines Lebens antun“ sagte Alicia zu „Forbes“. Genau deshalb fasste sie einen Entschluss: Innerhalb von 8 Jahren nicht nur alle Schulden getilgt haben, sondern auch so viel Geld angespart zu haben, um beruflich kürzertreten zu können.

    Um das zu schaffen, las sie zahlreiche Finanzblogs und informierte sich auf verschiedenen Internetseiten.



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    Ich habe die Erfolgsmethode von Steve Jobs ausprobiert — und war nicht darauf vorbereitet, wie sie mich verändern würde

    Ich habe die Erfolgsmethode von Steve Jobs ausprobiert — und war nicht darauf vorbereitet, wie sie mich verändern würde


    Man braucht 66 Tage, um sein Leben zu verändern. So lange dauert es Studien zufolge, bis sich Menschen ein neues Verhalten antrainieren. Bis es mehr ist als einer dieser Neujahrsvorsätze, die nach wenigen Wochen nur noch beschämtes Grinsen...

    Man braucht 66 Tage, um sein Leben zu verändern. So lange dauert es Studien zufolge, bis sich Menschen ein neues Verhalten antrainieren. Bis es mehr ist als einer dieser Neujahrsvorsätze, die nach wenigen Wochen nur noch beschämtes Grinsen auslösen.

    Vor 66 Tagen habe ich angefangen, die Technik zu praktizieren, mit der Steve Jobs seine Inspiration fand. Hat sich mein Leben verändert? Oh, ja. Ich war nicht darauf vorbereitet, wie tiefgreifend und allumfassend meine Transformation sein würde. Das Wort Transformation ist an dieser Stelle keine Übertreibung, versprochen.

    Ihr wollt jetzt sicher wissen, was diese Veränderung in mir ausgelöst hat. Bevor ich es verrate, bitte ich euch, eure Vorurteile nur einen Moment beiseite zu schieben. Das könnte schwierig werden, dessen bin ich mir bewusst. Denn die Technik, mit der Steve Jobs zu Klarheit und Inspiration fand, war Meditation.

    Jaja, ich weiß: Das klingt nach Esoterik, nach Räucherstäbchen und tibetischen Mönchen. Auch ich konnte mit dem Begriff nie etwas anfangen. Ich bin ein skeptischer und logischer Mensch. Die Idee eines höheren Wesens, das alles im Universum erschaffen hat, finde ich albern. Ich glaube an die Wissenschaft, an Naturgesetze und empirische Beweise.

    Meditation verband ich mit Menschen, die sich in Klangschalen stellen und durch Edelsteine gefiltertes Wasser schlürfen. Doch Meditation hat mit Esoterik nicht zwingend etwas zu tun, wie ich herausfinden sollte. Sie beruht in vielerlei Hinsicht auf Vernunft und Wissenschaft, genauer gesagt auf den Wissenschaften vom Menschen: Psychologie, Biologie, Anatomie.

    Ich kann mir mein Leben ohne Meditation nicht mehr vorstellen

    Meditation ist ein wichtiges Werkzeug für Menschen, die etwas im Leben erreichen wollen. Mehr noch: Sie macht es ihnen erst möglich, den enormen Belastungen einer steilen Karriere standzuhalten und den unbändigen Willen zu entfalten, die Welt zu verändern.

    Steve Jobs meditierte schon mit 19. Viele extrem erfolgreiche Menschen entdecken diese Methode früher oder später: Musik-Legende Paul McCartney, Basketball-Star Kobe Bryant, Linkedin-Chef Jeff Weiner, Medienmacherin Arianna Huffington und auch die vielleicht zukünftige US-Präsidentin Oprah Winfrey meditieren. Ich kann mir mein Leben ohne Meditation nicht mehr vorstellen.

    Es begann nicht mit einem Plan. Es war Zufall. Erst später sollte ich merken, dass mehrere Dinge in meinem Leben auf diesen Moment zusteuerten. Zur richtigen Zeit fiel alles an seinen Platz. Es machte Klick. Oder, wie Steve Jobs sagen würde: „Man kann die Punkte nicht im Voraus verbinden. Man kann sie nur verbinden, indem man zurückschaut.“

    Ich durchlebte eine schwierige Zeit. Ein mir sehr nahestehendes Familienmitglied war erkrankt und ich wusste nicht, wie ich mit meiner Angst umgehen sollte. Jeden Tag fühlte es sich an, als ob eine Faust mein Herz umklammert und fest zudrückt. Was wenn es schlimmer wird? Was wenn ich Abschied nehmen muss? Solche Gedanken quälten mich seit Monaten. Ich wusste, ich musste mich von dieser Angst befreien oder zumindest lernen, mich ihr nicht auszuliefern.

    Durch Zufall stieß ich auf eine App, deren Namen vielversprechend klang: „Calm“, Ruhe. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Es gibt aber noch viele weitere Apps, die ihr ausprobieren könnt: 1.7Mind, Buddhify, Headspace, Zazen Meditation Timer. Das Magazin t3n hat die geläufigsten Meditationsapps getestet.

    Die Übungen sind unfassbar einfach und gleichzeitig sind sie das Schwerste, was ihr je tun werdet. Ihr müsst nämlich nichts tun, nicht einmal Nachdenken. Sinn der Meditation ist es, das Gedankenkarussell zu stoppen und den Moment bewusst zu erleben.

    Ich merkte erst, wie unablässig meine Gedanken kreisen, als ich versuchte, nicht zu denken. Es war unmöglich. Sie drängten sich mit aller Wucht in meinen Kopf. Oh, und dieses Atmen! Wenn ich mich auf meine Atmung konzentrierte, wurde sie plötzlich schwer wie Blei. Ich hatte das Gefühl, zu hyperventilieren. Sich auf das Atmen zu fokussieren, ohne es zu beeinflussen, ist schwierig.

    Doch schon in diesen ersten Sitzungen bekam ich einen Ausblick auf das, was die Meditation bietet: Für einen kurzen Zeitraum fühlte ich mich von meiner Umgebung losgelöst. Plötzlich war es, als würde die Stimme auf einer anderen Ebene mit mir sprechen. Direkt mit mir, ohne die Mauern meiner Gedanken, Vorurteile und Gefühle. Und was sie sagte, trug eine mächtige Wahrheit in sich.

    Erste Erkenntnis: Ich bin nicht meine Gedanken

    Das Wertvollste, das mir das Meditieren gab, waren nicht Ruhe und Entspannung. Es waren Erkenntnisse. Sie schenkten mir Freiheit. Ich konzentriere mich hier auf die vier wichtigsten Erkenntnisse, die ich auch in genau dieser zeitlichen Abfolge gewann. 

    Meinen ersten Durchbruch hatte ich schon nach wenigen Tagen. Die Stimme bat mich, an eine Situation zu denken, in der ich mich unsicher gefühlt habe. Ich sollte sie mir bildlich vorstellen. Was habe ich über mich selbst gedacht? Welche meiner Schwächen hat sich in dieser Situation gezeigt? Wie haben mich die anderen Menschen wahrgenommen?

    Ich durchlebte die Situation noch einmal, spürte die Nervosität und wieder diese Hand, die nach meinem Brustkorb griff. Dann sagte die Stimme: „Und jetzt stellt dir für einen Augenblick vor, dass alle deine Gedanken in dieser Situation nicht wahr wären. Stell dir vor, dass sie einfach nur das sind, was sie sind: Gedanken. Fühlt sich das nicht befreiend an?“

    Ja, es fühlte sich befreiend an. Nahezu euphorisch. Da begriff ich: Das, was die Stimme da sagte, war gar keine hypothetische Vorstellung, sondern Fakt. Gedanken sind keine unumstößlichen Wahrheiten. Sie sind der willkürliche und höchst subjektive Versuch des menschlichen Gehirns, die Wirklichkeit zu deuten.

    Wie oft hatte ich mir Schreckensszenarien ausgemalt, die dann nie eingetreten sind? Ich war mir so sicher, dass ich das Mathe-Abitur vermasseln würde, dass ich wochenlang an kaum etwas anderes dachte. Ich habe es nicht vermasselt und hätte meine eigenen Gedanken als Fiktion entlarven können. Habe ich aber nicht.

    Wie oft habe ich darüber gegrübelt, was jemand anderes über mich denkt? Ohne je wissen zu können, was in seinem Kopf passiert, weil ich ihn schließlich nicht aufklappen und hineinschauen kann?

    Ich merkte, dass ausgerechnet ich — die alte Skeptikerin — meine Gedanken nie hinterfragt habe. „Ich kann das nicht.“ „Ich bin nun mal so“. „Dafür habe ich kein Talent.“ Bullshit! Ich erkannte, dass ich entscheide, ob diese Gedanken wahr sind oder nicht. Die Macht liegt jetzt bei mir. Und das fühlt sich gut an.

    Zweite Erkenntnis: Ich lebe nach den Glaubenssätzen anderer Menschen

    Ein wichtiges Element der Meditation ist es, zu erforschen, wie man zu dem Menschen wurde, der man heute ist. Wenn ihr das tut, werdet ihr herausfinden, dass euch eure Umgebung geprägt hat. Eure Familie, eure Freunde, eure Kultur: Wir sind die Summe all dieser Einflüsse. Ist das etwas Schlechtes? Naja, dazu solltet ihr bedenken, dass ihr früher auch einmal ganz anders wart.

    Die Bestseller-Autorin Jen Sincero, die als Erfolgscoach arbeitet, hat das in ihrem Buch „You are a Badass“ zusammengefasst:

    „Als du auf die Welt gekommen bist, warst du im wahrsten Sinne ein Bündel der Freude. Ein Wesen mit weit geöffneten Augen, das unfähig war, etwas anderes zu tun, als im Moment zu leben. Du hattest keine Ahnung, dass du einen Körper hast und erst recht nicht, dass du dich für ihn schämen könntest. Als du dich umgesehen hast, war alles um dich herum einfach genau so, wie es war.“

    Sincero beschreibt auch, was danach mit uns passiert:

    „Während du deine neue Welt entdeckt hast, bekamst du Botschaften von den Menschen um dich herum. Darüber, wie die Dinge ihrer Meinung nach sind. Von dem Moment an, in dem du sie aufnehmen konntest, erfüllten sie dich mit so vielen Ansichten und Glaubenssätzen, dass es für ein ganzes Leben reicht. Viele davon haben nichts damit zu tun, wer du wirklich bist. Sie haben auch nicht unbedingt etwas mit der Wahrheit zu tun.“

    Das war für mich eine sehr wichtige Einsicht: Nicht nur ich selbst habe mir Dinge eingeredet, auch die Menschen in meiner Umgebung haben mir solange ihre Ansichten aufgedrückt, bis ich sie für Fakten hielt. Das taten sie natürlich nicht in böser Absicht. Meistens wollen sie nur helfen. Welchen Schaden sie anrichten, ist ihnen dagegen nicht bewusst.

    Ich kann euch eine Übung empfehlen, die ebenfalls aus dem Buch von Jen Sincero stammt und die mir die Augen geöffnet hat. Denkt an einen Bereich in eurem Leben, mit dem ihr nicht glücklich seid. Es kann euer Beruf sein, es kann eure finanzielle Situation sein, eure Beziehung oder eure Freundschaften.

    Schreibt die ersten fünf Dinge auf, die euch zu diesem Bereich einfallen. Könnt ihr daraus Glaubenssätze ableiten, die diesem Gebiet, zum Beispiel Liebe (“Ich kann niemandem vertrauen“) oder Arbeit (“Ich muss etwas Vernünftiges machen, auch wenn es langweilig ist“), zu Grunde liegen? Passt auf, jetzt wird es richtig interessant: Welche Glaubenssätze habe eure Eltern zu diesem Thema?

    Als ich diese Übung machte, war ich fasziniert und schockiert zugleich: Ich habe viele Ansichten von meinen Eltern übernommen, obwohl mir das nie bewusst war. Ich habe sogar jene Ansichten übernommen, die ich schon als Kind an meinen Eltern kritisiert habe.

    Wenn einem diese Ansichten erst einmal bewusst sind, ist es plötzlich möglich, sie abzustreifen. Ich erkannte: Ich bin nicht das, was andere in mir sehen. Ich bin nicht einmal das, was ich selbst in mir sehe. Ich bin das, was ich sein will. Und ich kann mich jeden Tag neu dazu entscheiden.

    Dritte Erkenntnis: Es ist sinnlos, sich gegen die Realität zu wehren

    Es war Dezember 2017 und ich fing an, zu erkennen, wie sehr mich das Meditieren verändert hatte. Es war nicht nur so, dass ich tiefer und ruhiger atmete. Ich hatte auch sehr viel über mich selbst gelernt, mich von falschen Ansichten und Illusionen befreit. 

    Aber es gab noch immer ein Problem, das mich quälte: Die Angst um mein Familienmitglied, die mich überhaupt zur Meditation geführt hatte. Schön und gut, dass ich jetzt mit mir selbst befreundet war. Aber wie sollte ich den Gedanken an den Verlust eines geliebten Anderen ertragen? Da hilft Selbsterkenntnis wenig. 

    Zu dieser Zeit stieß ich auf ein Buch der Mentaltrainerin Byron Katie. Ihr Grundgedanke ist einfach: Die meisten Menschen wehren sich gegen die Realität. Und in vielen Fällen ist das zwecklos, vor allem, wenn sich die Realität nicht ändern lässt. Diese Menschen quälen sich grundlos. 

    Wenn die Angst kommt, hilft mir die Meditation, ruhiger zu werden und den Gedankenstrudel zumindest für eine kurze Zeit zu unterbrechen. Ich habe angefangen, zu akzeptieren, dass die Sorge an der Situation nichts ändert. Ich kann mich nicht besser um jemanden kümmern, weil ich Angst habe. 

    Es hilft auch, mir immer wieder klar zu machen, dass ich nicht Angst vor dem schlimmen Ereignis an sich habe. Ich habe Angst vor der Vorstellung, die ich von diesem Ereignis habe. Ich kann noch gar nicht wissen, was genau passieren wird und wie es sich anfühlen wird. 

    „Die Realität ist immer freundlicher als unsere Gedanken“, schreibt Byron Katie. Ich glaube, das stimmt. Laut Forschungen des Stanford-Professors Fred Luskin haben Menschen bis zu 60.000 Gedanken am Tag — und nur drei Prozent sind positiv. Würdet ihr sagen, dass nur drei Prozent eures Lebens positiv sind? Ich sicher nicht und trotzdem haben negative Gedanken in meinem Kopf immer dominiert. Das Gute ist: Sie sind nicht mehr als das: Gedanken. Die Realität ist eine völlig andere Angelegenheit.

    Vierte Erkenntnis: Ich habe immer nur in der Vergangenheit oder Zukunft gelebt. Dabei ist die einzige Realität der Moment

    Kommen wir nun zum harten Zeug. Wenn ihr bis hierhin durchgehalten habt, bitte ich euch, offen zu sein für die folgenden Ideen. Es sind nämlich genau die Konzepte, die ich immer mit Buddhismus, tibetischen Mönchen und Höhlen-Einsiedlern verbunden habe: Im Moment leben, nicht an gestern und morgen denken. Glücklich und dankbar für das sein, was ist. Mir war das immer zu spirituell und abgehoben.

    Ich habe mich schon vor meinem inneren Auge mit einem Tamburin ums Lagerfeuer tanzen sehen. Uagh. Die gute Nachricht ist, dass ich das nicht tun musste, um zu verstehen, wie wichtig die Gegenwart ist. Ihr müsst nicht an ein höheres Wesen glauben. Ihr müsst nicht eure Verbindung zur Realität aufgeben. Ihr müsst einfach logisch denken.

    Je tiefgehender ich mich mit den Prinzipien der Meditation beschäftigt habe, desto mehr habe ich verstanden, dass ich eigentlich nie in der Gegenwart gelebt habe. Entweder habe ich über Fehler aus der Vergangenheit gegrübelt, verlorenen Freundschaften und verpassten Gelegenheiten nachgetrauert. Oder ich habe mir Sorgen um etwas gemacht, das unter Umständen in der Zukunft passieren kann.

    Harvard-Forscher fanden 2010 heraus, dass Menschen die Hälfte der Zeit mit den Gedanken woanders sind. Wenn sie gedanklich abschweifen, sind sie unglücklicher, als wenn sie sich auf das Jetzt konzentrieren. „Die Fähigkeit, an etwas zu denken, das nicht im Moment passiert, ist eine kognitive Errungenschaft, für die man einen emotionalen Preis zahlen muss“, schreiben die Wissenschaftler. „Wie oft wir die Gegenwart gedanklich verlassen und an was wir dabei denken, hat größeren Einfluss auf unsere Zufriedenheit als die Aktivität, mit der wir gerade beschäftigt sind.“ 

    Der Ort im Gehirn, in dem diese ruhelosen Gedanken entstehen, nennt sich „Default Mode Network“, also in etwa Ruhezustandsnetzwerk. Eine Studie der Yale University ergab, dass Meditation die Aktivität in diesem Hirnbereich reduziert.

    Forscher der John Hopkins University konnten gar nachweisen, dass sie bei Depressionen und Angststörungen genauso wirksam ist wie Anti-Depressiva. „Viele Menschen denken, dass Meditieren bedeutet, sich hinzusetzen und nichts zu tun“, sagt der Studienleiter. „Aber das stimmt nicht. Meditation ist aktives Training des Gehirns, mit dem man das Bewusstsein stärkt.“

    Natürlich bedeutet das Leben im Moment nicht, dass ihr eure Erinnerungen verdrängen sollt und keine Pläne für die Zukunft machen dürft. Eure Vergangenheit hat euch wertvolle Erfahrungen geschenkt. Und damit ihr lebensfähig bleibt, müsst ihr auch an die Zukunft denken. Allerdings nur dann, wenn ihr euch aktiv dazu entscheidet.

    Es hat mein Leben erfüllter und glücklicher gemacht, dass ich der Gegenwart meine Aufmerksamkeit schenke. Es macht mich zufrieden, dankbar für die guten Dinge in meinem Leben zu sein und nicht nur an meine Ziele und Sehnsüchte für die Zukunft zu denken. Ich bin ruhiger und gelassener, seit ich mir jeden Tag Zeit nehme, mich auf den Augenblick zu konzentrieren und Probleme Probleme sein zu lassen, zumindest für eine Weile.

    Wenn sich nach einem anstrengenden Arbeitstag das Geschirr in der Küche stapelt, verbringe ich nicht mehr den ganzen Abend damit, mich darüber zu ärgern. Ich räume es sofort weg, weil ich weiß, dass die unliebsame Aufgabe viel weniger schlimm ist als der Gedanke daran.

    Vor kurzem rutschte ich mit dem Eiskratzer an meiner Windschutzscheibe ab und verpasste dem Glas eine Schramme. Früher hätte ich Stunden lang darüber nachgedacht, wie unfair das Leben ist. Dass mir das nicht hätte passieren dürfen. Dass kein Kratzer an meinem fast neuen Auto sein sollte. Jetzt erkenne ich, wie unsinnig so ein Gedanke ist. Schließlich ist da ein Kratzer und mein Ärger lässt ihn nicht verschwinden.

    Das Wichtigste zum Schluss: Wir leben in einem guten Universum

    Den bisher wohl intensivsten Moment habe ich erlebt, als ich vor einigen Wochen vor dem Kamin saß. Ich beobachtete die Flammen, die flackerten und zuckten und Wärme ausstrahlten. Plötzlich überkam mich ein Glücksgefühl, das ich kaum beschreiben kann. Ich versuche es trotzdem: Ich erkannte, dass ich alles hatte, was ich immer wollte.

    Mein Leben lang hatte ich diese Sehnsucht in mir gespürt. Eine Sehnsucht nach mehr. Nach einem höheren Sinn, nach einem Abenteuer — etwas, das den profanen Alltag in der deutschen Provinz übersteigt. Sollte ich auswandern? Würde ich dieses Gefühl in einem Strandhaus in Miami finden? In Form von Ruhm und Ehre oder Reichtum? Ich fand nie eine Antwort. Ich wusste nur: Irgendwo da draußen ist mehr.

    In diesem Moment vor dem Kamin erkannte ich, dass diese Sehnsucht gar keine Sehnsucht nach etwas Zukünftigem war. Sondern die Freude über die endlosen Möglichkeiten, die die Welt schon jetzt bereit hält: Ozeane, Regenwälder, Wüsten, Technologie, Essen, Wohlstand, Wärme, Kälte, Sonne, Filme, Musik, Wolkenkratzer, Holzhütten, Liebe, Inspiration ... Das alles existiert schon jetzt und wartet auf mich.

    Das klingt jetzt vielleicht kitschig oder schlimmer noch: esoterisch. Aber es trifft genau das, was schon einer der brillantesten Menschen unserer Zeit gesagt hat, Albert Einstein: „Die wichtigste Entscheidung, die wir treffen, ist, ob wir glauben, in einem freundlichen oder in einem feindlichen Universum zu leben.“

    Meditation bedeutet, sich für das freundliche Universum zu entscheiden. Warum? Weil all das überbordende Leben auf diesem Planeten, der Artenreichtum, die Wunder dieser Natur, das Wunder unserer Existenz dafür sprechen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass in der endlosen Leere des Universums eine Kugel mit Atmosphäre und Wasser entsteht? Und dass sich auf dieser Kugel Leben bildet, das sich immer weiter entwickelt, bis der Mensch entsteht, der wiederum eine Zivilisation samt hochentwickelter Technologie aufbaut? Die Wahrscheinlichkeit ist verschwindend gering und doch ist all das passiert.

    Dieser Gedanke hat mir am meisten dabei geholfen, meine Angst zu überwinden. Und das führt mich am Schluss zurück zu Steve Jobs. In seiner Stanford-Rede sagte er etwas, das die Essenz der Meditation zusammenfasst. Denn sie beschäftigt sich mit der größten Angst von allen: Der Angst vor dem Tod.

    „Niemand will sterben. Nicht einmal Menschen, die in den Himmel wollen, sind bereit, dafür zu sterben. Und doch ist der Tod das Ziel, auf das wir alle zusteuern. Niemand ist ihm jemals entkommen. Und so sollte es auch sein, denn der Tod ist sehr wahrscheinlich die beste Erfindung des Lebens.

    Er ist der Erneuerer des Lebens. Er räumt mit dem Alten auf, damit Platz für das Neue ist. Jetzt gerade seid ihr das Neue, aber eines nicht allzu fernen Tages werdet ihr das Alte sein. Eure Zeit ist begrenzt, also verschwendet sie nicht damit, das Leben von jemand anderem zu leben.“

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    Bereits seit mehreren Jahren wächst die Zahl der Lebensmitteldiscounter in Deutschland stetig. Doch nun ist laut „Lebensmittelzeitung“ ein weiterer Trend zu beobachten: Nonfood-Discounter, die sich das Konzept von Aldi und anderen zunutze...

    Bereits seit mehreren Jahren wächst die Zahl der Lebensmitteldiscounter in Deutschland stetig. Doch nun ist laut „Lebensmittelzeitung“ ein weiterer Trend zu beobachten: Nonfood-Discounter, die sich das Konzept von Aldi und anderen zunutze machen.

    Dazu gehören beispielsweise Ketten wie Tedi oder Euroshop. Das Motto: möglichst viel Angebot und möglichst günstig. Haushaltsgeräte, Büroartikel, Deko oder Spielwaren werden zu Tiefstpreisen angeboten. Das Konzept funktioniert. Die Deutschen scheinen die Läden zu lieben. 

    Billig als Konkurrenz zum Online-Handel 

    Die Ankündigungen der großen Player des Nonfood-Discounter-Bereichs haben zum Jahresanfang laut „Lebensmittelzeitung“ alle die gleiche Aussage: In nur wenigen Jahren möglichst viele neue Läden in Deutschland und Europa zu eröffnen und somit dem Käufer eine Alternative zum Onlinehandel zu bieten.

    Noch profitieren Online-Shops von ihren günstigen Preisen, da sie zum Beispiel keine fortlaufenden Kosten wie Ladenmieten tragen müssen. 

    Kik, TK Maxx und andere erobern die Städte

    Als Lebensmitteldiscounter hat Lidl bereits erkannt, dass es keine Lösung ist, den Onlinehandel völlig außen vor zu lassen. So werden viele Angebote aus dem Nonfood-Bereich bereits im Onlineshop angeboten, während im Laden vor Ort die Lebensmittel im Fokus stehen.

    Damit dürfte der Discounter seiner Konkurrenz  einen Schritt voraus sein. Anbieter wie TK Maxx und Kik haben sich dagegen darauf spezialisiert, Waren aus der letzten Saison oder aus Insolvenzen aufzukaufen, um diese dann günstig im Laden anbieten zu können.

    Auch ausländische Ketten sind an Deutschland interessiert

    Vor allem Nonfood-Discounter wie Kik und Tedi setzen sich eine schnelle Expansion in Europa als Ziel und warten bisher bereits mit einer Filialstärke von über 5000 Läden auf. Doch dass die Sparmentalität der Deutschen seit Jahren zunimmt, ist auch im Ausland nicht unbemerkt geblieben. So siedeln sich immer mehr Anbieter aus anderen Ländern in deutschen Städten an.

    Diese sind ebenfalls im Bereich des Nonfood-Discounts unterwegs und wittern ihre große Chance. Experten sehen allerdings den derzeitigen Boom nicht als langfristig an. Dieser bleibe wohl nur für wenige Nonfood-Bereiche erhalten, glaubt etwa Thomas Roeb, Professor für Handelslehre an der Hochschule Bonn-Rhein Sieg. Langfristig werde die Ausbreitung und der Erfolg der Discounter stagnieren.  

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    Unter jungen, superreichen Erben gibt es einen besorgniserregenden Trend

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    Superreiche verfügen laut Definition über ein Nettovermögen von mindestens 500 Millionen US-Dollar. Und dieses Geld hinterlassen sie in den meisten Fällen ihren Kindern. Dass die Nachkommen ein gigantisches Vermögen besitzen, ohne dafür eine...

    Superreiche verfügen laut Definition über ein Nettovermögen von mindestens 500 Millionen US-Dollar. Und dieses Geld hinterlassen sie in den meisten Fällen ihren Kindern. Dass die Nachkommen ein gigantisches Vermögen besitzen, ohne dafür eine Leistung erbracht zu haben, mag vielen unfair erscheinen.

    Geradezu grotesk ist dagegen ein anderer Trend unter superreichen Erben: Ihre Einstellung zu Geld. „Die große Mehrheit der wohlhabenden Erben hat kaum Interesse daran, auch nur die Grundlagen des Geldmanagements und der Vermögensplanung zu lernen", sagt die Vermögensberaterin Ellie Peters gegenüber dem Wirtschaftsportal „Forbes“.

    Superreich und naiv: Viele Erben werden Opfer von Betrügern

    Zugegebenermaßen brauchen sich viele reiche Erben mit diesen Themen auch gar nicht beschäftigen. Um Abhilfe zu schaffen, engagieren sie externe Experten, die sich dann mit der komplexen Verwaltung der Finanzen beschäftigen.

    Aus diesem Grund müssen die Erben laut Peters zumindest lernen, diese Experten richtig einzuschätzen. Die größte Gefahr liege darin, einem Betrüger zum Opfer zu verfallen. Wo viel Geld fließt, sind nicht selten vermeintliche „Berater“ mit im Spiel, die dann ihrer verantwortungsvollen Aufgabe nicht gerecht werden.

    Angelo Robles, Gründer und CEO der Familiy Office Association, sagte im Gespräch mit „Forbes“ dazu: „Sobald die Erben eines Tages Dutzende, wenn nicht Hunderte Millionen Dollars besitzen werden, lässt sich eindeutig belegen, dass ein beträchtlicher Prozentsatz Fehler in der Verwaltung des Geldes machen wird.“

    Superreiche Erben sind egoistischer

    Auch in Deutschland haben superreiche Erben ein anderes Verhältnis zu Geld als Unternehmer und Selfmade-Millionäre. Innerhalb der nächsten zehn Jahre werden hierzulande 2,6 Billionen Euro vererbt werden. Jeder dritte Reiche in Deutschland hat sein Geld nicht selbst verdient. Und die meisten davon denken nicht daran, es zu teilen.

    Wie eine Umfrage des Bundesverband deutscher Stiftungen zeigt, spenden vor allem Unternehmer ihr Vermögen für gemeinnützige Zwecke. Reiche Erben sind sehr selten unter den Wohltätern. Als Grund vermutet der Verband, dass Erben das Geld als selbstverständlich sehen, während Unternehmer dankbar für ihren gesellschaftlichen Auftsieg sind.

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