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    Steckt hinter dem Vorfall ein System der Beamten? US-Polizist soll illegale Einwanderin vergewaltigt haben

    Steckt hinter dem Vorfall ein System der Beamten? US-Polizist soll illegale Einwanderin vergewaltigt haben


    US-Polizist Ryan Macklin (29) vom Bundesstaat Maryland ist unter dem Verdacht festgenommen worden, bei einer Verkehrskontrolle eine illegale Einwanderin vergewaltigt zu haben. Die lokale Polizei zeigt sich schockiert. Deckt der Vorfall nun gar eine...

    US-Polizist Ryan Macklin (29) vom Bundesstaat Maryland ist unter dem Verdacht festgenommen worden, bei einer Verkehrskontrolle eine illegale Einwanderin vergewaltigt zu haben. Die lokale Polizei zeigt sich schockiert. Deckt der Vorfall nun gar eine gängige Praxis lokaler Beamter auf?

    Es sind heftige Vorwürfe, mit denen sich das Polizei Departement vom US-Bundesstaat Maryland konfrontiert sieht. Einer ihrer Polizisten, Ryan Macklin (29), soll vergangene Woche eine illegale Einwanderin vergewaltigt haben.

    Macklin, der seit über sechs Jahren in Maryland als Polizist arbeitet, soll sein Opfer bei einer morgendlichen Verkehrskontrolle im Ort Langley Park nördlich von Washington angehalten und in ein Gespräch verwickelt haben. Unaufgefordert habe er sich anschliessend zu ihr ins Auto gesetzt und die Frau zum Sex gezwungen, berichtet «Fox News». Weil es noch dunkel war und die Polizeikontrolle auf einem Parkplatz stattfand, konnte niemand der Frau zur Hilfe eilen. 

    Frau wurde unter Druck gesetzt

    In US-Medien wird der Polizist verdächtigt, sein Opfer gezielt ausgewählt und unter Druck gesetzt zu haben. Denn in dieser Gegend von Maryland sollen besonders viele Einwanderer leben – mit unterschiedlichen Papieren. Nach ersten Erkenntnissen soll Macklin die Frau unter Druck gesetzt haben, sie als illegale Einwanderin zu melden, wenn sie nicht mit ihm verkehre.

    Der lokale Polizeichef Hank Stawinski reagierte entsetzt über die Medienberichte und sprach von «extrem besorgniserregenden Vorwürfen» gegen den Mann. «Polizeibeamte schwören in ihrem Diensteid, andere zu schützen - und nicht, ihre Autorität auszunutzen, um andere zu Opfern zu machen.»

    Vergewaltigungen im grossen Stil?

    Eine lokale Menschenrechtsorganisation äusserte gar den Verdacht, dass dies nicht der erste Fall sei. Erpressungen durch Polizisten könnten in der Gegend «gängige Praxis» sein – ein Tauschgeschäft: Sex gegen Meldepflicht. Die Organisation hat öffentlich allfällige weitere Opfer gebeten, sich bei ihnen zu melden.  

    Macklin, dessen Frau mit dem ersten Kind des Paares schwanger ist, muss sich nun vor dem Richter wegen Vergewaltigung und Körperverletzung verantworten. (nim)

    Kabarett: Patti Basler erhält Salzburger Stier 2019

    Kabarett: Patti Basler erhält Salzburger Stier 2019


    Bern – Die Aargauer Kabarettistin, Autorin und Slam-Poetin Patti Basler hat den Salzburger Stier 2019 erhalten. Das gaben die Organisationen des angesehenen Kleinkunstpreises in der Nacht auf Donnerstag auf ihrer Webseite bekannt. Die 42-jährige...

    Bern – Die Aargauer Kabarettistin, Autorin und Slam-Poetin Patti Basler hat den Salzburger Stier 2019 erhalten. Das gaben die Organisationen des angesehenen Kleinkunstpreises in der Nacht auf Donnerstag auf ihrer Webseite bekannt.

    Die 42-jährige Basler, die ursprünglich Lehrerin war, hatte diesen Sommer mehrere Ausgaben der SRF-Politrunde «Arena» in Form von «Instant-Protokollen» humoristisch zusammengefasst.

    Aus Österreich wird die Kabarettistin Lisa Eckhart ausgezeichnet, deutscher Preisträger ist das Musik-Duo Simon und Jan. Der in unregelmässigen Abständen vergebene «Ehrenstier» für ein Lebenswerk wird diesmal an den 76-jährigen deutschen Kabarettisten Gerhard Polt verliehen.

    Der «Salzburger Stier» wird seit 1982 jedes Jahr an Kabarettistinnen und Kabarettisten aus der Schweiz, Deutschland und Österreich verliehen. Die Gewinner erhalten je 6000 Euro. Zehn Radiostationen arbeiten dabei eng zusammen.

    Die Verleihung findet im Rahmen des Kabarettforums «Salzburger Stier 2019» am 10. und 11. Mai im Kurhaus Meran statt. Die Preisträger werden dabei Auszüge aus ihren aktuellen Programmen vorstellen.

    USA - China: USA sehen keine Währungsmanipulationen mehr

    USA - China: USA sehen keine Währungsmanipulationen mehr


    Washington – Entgegen früherer Vorwürfe von US-Präsident Donald Trump sieht das US-Finanzministerium keine Beweise dafür, dass China den Wert seiner Währung künstlich drückt. Kein grosses Partnerland habe in diesem Jahr seine Währung...

    Washington – Entgegen früherer Vorwürfe von US-Präsident Donald Trump sieht das US-Finanzministerium keine Beweise dafür, dass China den Wert seiner Währung künstlich drückt. Kein grosses Partnerland habe in diesem Jahr seine Währung manipuliert.

    So heisst es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht von US-Finanzminister Steven Mnuchin. Die Eingriffe der chinesischen Zentralbank seien «begrenzt».

    Die USA beklagen in dem Bericht aber einen «Mangel an Transparenz» in der chinesischen Währungspolitik und stellen das Land unter Beobachtung. Unter Beobachtung gestellt werden auch Deutschland, Indien, Japan, Südkorea und die Schweiz.

    Trump hatte China in der Vergangenheit wiederholt vorgeworfen, den Wert des Yuan zu drücken, um damit seine Exporte zu steigern. Das enorme Handelsdefizit der USA gegenüber China ist dem Präsidenten ein Dorn im Auge. Er erhob deswegen hohe Strafzölle gegen chinesische Produkte.

    US-Finanzminister Mnuchin erklärte nun in seinem Bericht, die Schwäche des Yuan sei eine «grosse Herausforderung, um einen faireren und ausgeglicheneren Handel zu erreichen». Seit Mitte Juni sei der Wert des Yuan gegenüber dem Dollar um sieben Prozent gesunken. Chinas Währungspraktiken würden weiter überwacht.

    Da tanzt der Bär! Schweizer Hockey ist in Berner Hand

    Da tanzt der Bär! Schweizer Hockey ist in Berner Hand


    Einfach bärig! Biel, der SCB und Langnau duellieren sich um die Spitze. Das weckt Erinnerungen an vergangene Zeiten. Der Blick auf die Tabelle mache schon Spass, sagte SCB-Boss Marc Lüthi unlängst. «Auch wenn nicht wir ­zuoberst stehen.» Drei...

    Einfach bärig! Biel, der SCB und Langnau duellieren sich um die Spitze. Das weckt Erinnerungen an vergangene Zeiten.

    Der Blick auf die Tabelle mache schon Spass, sagte SCB-Boss Marc Lüthi unlängst. «Auch wenn nicht wir ­zuoberst stehen.» Drei Berner Klubs an der Spitze? Das gabs zuletzt vor 39 Jahren!

    Damals dominierten Bern, Langnau und Biel die Liga, machten zwischen 1975 und 1979 stets die ersten drei Plätze unter sich aus (siehe Box unten). Zweimal wurde der SCB Meister. Emmentaler und Seeländer holten sich je einen Titel.

    Die Teams bestanden aus Einheimischen. Viele wissen heute nur noch vom Hörensagen, wie sich Horisberger, Berger, Tschiemer und Meyer aus Langnau, Burri, Kölliker, Stampfli und Zenhäusern aus Biel und Dells­perger, Holzer, Zahnd und Dolder aus Bern bekämpften. «Im Vergleich zu damals sind die Derbys heute ein Kindergeburtstag», sagt Langnaus Meisterstürmer Simon Schenk, der als Lehrer auch schon mit blauem Auge oder ausgeschlagenen Zähnen vor die Klasse treten musste.

    Vor allem zwischen Langnau und Bern ging es hoch her. Noch heute erzählt SCL-Legende Michael Horisberger stolz, wie man einst dem Berner Materialwart Hansueli Fuhrimann aufs Dach gab, weil der provokativ seine Tasche neben die Langnauer Spielerbank stellte. «Er hatte danach natürlich eine Hirnerschütterung. Es folgten Anwaltskosten», so Horisberger.

    SCB-Dellsperger verlor 16 Zähne

    Die Ärzte liessen schon vor den Spielen ihre Nähkisten bereitstellen. Der Berner Roland Dellsperger, der 2013 im Alter von 65 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts starb, verlor in den Duellen mit Langnau 16 Zähne und zertrümmerte aus Wut in der Ilfishalle ein Lavabo.

    Ihren bis heute einzigen Titel sicherten sich die Emmentaler 1976 dank eines 6:3 im letzten Spiel gegen Biel. Zwei Jahre später hätte Langnau nachdoppeln können. «Der Pokal stand schon auf der Tribüne», erinnert sich Schenk. «Doch dann verloren wir zu Hause gegen Bern, und somit war Biel Meister. Der Vertreter der Liga musste also nach Biel fahren und den Pokal aushändigen.»

    Das Problem? «Weil es schneite, dauerte die Fahrt eineinhalb Stunden. Präsident Willy Gassmann forderte die Fans auf zu warten», erinnert sich die Bieler Goalie-Legende Olivier Anken.

    Langnau-Coach half beim Heuen aus

    Die Welt war in den 1970er-Jahren eine andere. Zur Konkurrenz zu wechseln, war verpönt. Ein Spieler brauchte selbst nach Ablauf seines Vertrags die Freigabe des alten Klubs. Die Vereine mussten mit rund einer Million Franken Budget auskommen, die Spieler noch einer geregelten Arbeit nachgehen. Langnaus Meistertrainer Jean Cusson half den Bauern sogar beim Heuen aus.

    Mit der Professionalisierung, die immer mehr Kapital erforderte, endete die Berner Dominanz. Der SCB und Biel stiegen in die NLB, Langnau bis in die 1. Liga ab. Nun ist das Trio zurück an der Spitze. Dank geschicktem Management und neuen Infrastrukturen. Dass es erneut zu einer Berner Kantonalmeisterschaft kommt, wie es damals hiess, ist dennoch unwahrscheinlich.

    «Langnau kann rein wirtschaftlich nicht da oben mitspielen. Wenn die Ausländerzahl auf sechs erhöht würde, wogegen ich mich vehement wehre, ohnehin nicht», sagt Schenk, der wieder im Klub mitwirkt. «Die Tabelle ist eine Momentaufnahme. Sie ist wie eine Rosine, die wir gerne nehmen.»

    **************

    Meister im Handball, Fussball, Unihockey

    Meister, Schweizer Meister! Gleich in drei Sportarten stellt ein Berner Klub den amtierenden Titelträger. YB schrieb vor einem halben Jahr ein Fussball-Märchen, die Young Boys stoppten mit ihrem Titel die Basler Dominanz nach acht Jahren.

     

    Die Handballer von Wacker Thun holten sich 2018 ihren zweiten Triumph nach 2013. Und Floorball Köniz sorgte dafür, dass erstmals seit 30 (!) Jahren – und dem UHT Zäziwil 1988 – wieder ein Berner Unihockey-Klub den Meistertitel gewinnt.

    Auch die Königsklasse scheint in der Bundeshauptstadt heimisch. Ebenfalls in drei Sportarten können Berner Sportfans Spiele in der Champions League geniessen: im Fussball dank YB, im Hockey dank dem SCB und im Handball dank den Thunern, deren neue Halle in Gümligen nur fünf Kilometer Luftlinie vom Stade de Suisse sowie der PostFinance-Arena trennt.

    Stark und schnell sind Berner auch. Mit Matthias Glarner (32) ist ein Berner der amtierende Schwingerkönig. Und ein «Berner Meitschi» ist die schnellste Schweizerin: Mujinga Kambundji (26), EM-Bronzegewinnerin über 100 m von 2016, hält den Landesrekord über 100 und 60 Meter. (ndn)

    Die Tabelle SpieleTorverhältnisPunkte1. Biel1140:21242. Bern1029:14203. ZSC Lions919:16184. SCL Tigers1028:17185. Zug1030:25186. Fribourg1125:25187. Servette1121:26178. Ambri1028:28169. Lugano926:251210. Lausanne1122:301011. Davos1019:37912. Lakers109:323

    Stars zieht es nach New York: Neue Liebesnester für 50 Millionen

    Stars zieht es nach New York: Neue Liebesnester für 50 Millionen


    Tennisplatz, Indoor-Swimmingpool und ein Audiosystem, das mit dem iPad gesteuert werden kann: Für diese Luxus-Extras greifen Stars tief in die Tasche. Sie gehört nicht nur zu den schönsten Frauen Hollywoods, Scarlett Johansson (33, «Lost in...

    Tennisplatz, Indoor-Swimmingpool und ein Audiosystem, das mit dem iPad gesteuert werden kann: Für diese Luxus-Extras greifen Stars tief in die Tasche.

    Sie gehört nicht nur zu den schönsten Frauen Hollywoods, Scarlett Johansson (33, «Lost in Translation») ist gemäss dem Wirtschaftsmagazin «Forbes» mit bisher umgerechnet 40 Millionen Schweizer Franken jetzt schon die bestbezahlte Schauspielerin des Jahres 2018. Allein für ihre Rolle der Superheldin «Schwarze Witwe» erhält sie eine Gage von 15 Millionen. Nun hat sie für ihre Verhältnisse ein Schnäppchen gemacht: In New York kaufte sich Johansson für vier Millionen ein neues Haus. Mit Swimmingpool, Tennisplatz, vier Schlafzimmern und vier Badezimmern. Ein schönes Heim für sich, ihre vierjährige Tochter Rose, die aus der Ehe mit dem Journalisten Romain Dauriac (36) stammt, und ihren neuen Freund, Komiker Colin Jost (36). Da können sie es sich auf 370 Quadratmetern Wohnfläche gut gehen lassen.

    Bradley Cooper setzt auf gemütlichen Landhaus-Chic

    Tiefer in die Tasche greift «Hangover»-Star und Neuregisseur Bradley Cooper (43). Er hat sich in New York für ein Anwesen aus dem frühen 20. Jahrhundert entschieden, für das er 16 Millionen Franken bezahlte. Er setzt für sich, Lebenspartnerin und Topmodel Irina Shayk (32) sowie das gemeinsame, eineinhalb Jahre alte Töchterchen Lea (1) auf gemütlichen Landhaus-Chic. Die Familie wohnt auf 400 Quadratmetern, hat sechs Schlafzimmer, fünf Badezimmer und ein Audiosystem in allen Zimmern, das ebenso per iPad bedient werden kann wie das Licht. Für sein neues Liebesnest in New York zieht Cooper aus dem kalifornischen Santa Monica weg. Und ist dann in der Nähe seiner guten Freundin Lady Gaga (32), mit der er für den Film «A Star Is Born» gute Aussichten auf einen Oscar hat.

    Eine Villa kauft Lady Gaga aus Freude über die guten Kritiken

    Aus Freude über die guten Kritiken für ihr Schauspieldebüt kaufte sich Gaga eine Luxusvilla für 30 Millionen Franken. Sie kann sich da mit ihrem Verlobten und Manager Christin Carino (49) auf einer Wohnfläche von 1100 Quadatmetern tummeln. Und Sonnenterrasse und Indoor-Swimmingpool genauso geniessen wie ein Privatkino, eine Küche aus grauem Marmor und eine Garage im Haus, die sie durch Scheiben bestaunen kann, wann immer sie will.

    Regime-Kritiker wohl lebendig zersägt: Darum wollten die Saudis Khashoggi loswerden

    Regime-Kritiker wohl lebendig zersägt: Darum wollten die Saudis Khashoggi loswerden


    ISTANBUL - Der saudische Journalist Jamal Khashoggi hoffte vergebens auf Reformen in seinem Land. Vermutlich musste er wegen seiner offenen Kritik einen qualvollen Tod sterben. Der Fall des saudi-arabischen Regimekritikers Jamal...

    ISTANBUL - Der saudische Journalist Jamal Khashoggi hoffte vergebens auf Reformen in seinem Land. Vermutlich musste er wegen seiner offenen Kritik einen qualvollen Tod sterben.

    Der Fall des saudi-arabischen Regimekritikers Jamal Khashoggi (60) entwickelt sich zum wahren Thriller. Nach seinem Verschwinden am 2. Oktober sind nun offenbar Tonaufnahmen aufgetaucht, welche die Folterung und Ermordung im Saudi-Konsulat in Istanbul dokumentieren. Der Mitschnitt belegt sieben Minuten des blanken Horrors.

    Henker mit Säge und Kopfhörer

    In den Aufnahmen, die Khashoggi via Apple Watch auf das Mobiltelefon seiner türkischen Verlobten Hatice Cengiz übertragen konnte, seien markerschütternde Schreie zu hören. Man könne erkennen, dass er in ein Zimmer gezerrt werde und eine Spritze verpasst bekomme. Dann werde es kurz still, berichtet das Nachrichtenportal «Middle East Eye».

    Danach habe der saudische Gerichtsmediziner Salah Muhammed Al-Tubaigy begonnen, den noch lebenden Körper zu zersägen. Er habe einen Kopfhörer aufgesetzt und seinen Kollegen gesagt: «Wenn ich diesen Job mache, höre ich Musik. Ihr solltet das auch tun.»

    Früher Sympathisant von Bin Laden

    Die Henker stammen offenbar aus dem Umfeld des saudi-arabischen Prinzen Mohammed bin Salman (33). Das wollen türkische Ermittler mit einem Gesichtserkennungsprogramm herausgefunden haben. Khashoggi stand beim saudischen Königshof seit Jahren auf der schwarzen Liste, weil er sich kritisch gegen die Monarchen äusserte.

    Der Journalist hegte früher grosse Sympathien mit Dschihadisten. Er schwärmte sogar für Osama bin Laden (1957–2011), den er interviewen konnte, als der noch Freiheitskämpfer war. Der Wandel Bin Ladens zum Terroristen bewirkte aber auch bei Khashoggi ein Umdenken.

    Schreibverbot für Khashoggi

    Als Chefredaktor der renommierten saudischen Zeitung «Al-Watan» (deutsch: «Die Heimat») musste er den Sessel räumen, nachdem das Medium den Salafismus und die strenge Auslegung des Islams kritisiert hatte. Als der Arabische Frühling ausbrach, hoffte Khashoggi vergebens auf Reformen in seinem Land. Sein TV-Sender, den er 2015 mit dem Interview eines schiitischen Oppositionspolitikers eröffnete, wurde wieder geschlossen.

    Khashoggi hatte gegen die Politik des Kronprinzen immer mehr opponiert, sei es bei der Isolierung Katars, dem Krieg in Jemen oder der Annäherung an Israel auf Kosten der Palästinenser. Mohammed bin Salman stiess diese Kritik sauer auf: Khashoggi wurde zur Persona non grata, erhielt Schreibverbot, viele Freunde wurden verhaftet.

    «Der Prinz hat keine Toleranz»

    2015 setzte sich Khashoggi in die USA ab, wo er seine Kritik fortsetzen konnte. Knapp drei Monate vor seinem Verschwinden gab er der «Süddeutschen Zeitung» ein Interview, in dem er offen über den Kronprinzen sagte: «Politische Reformen existieren nicht, sie sind nicht auf seiner Agenda, dafür hat er keine Toleranz und er denkt nicht, dass wir, das saudi-arabische Volk, sie verdienen oder weit genug dafür sind. Er will uns schlicht und einfach führen.»

    Kritik flammt auf

    Trotz seines Exils ist es den saudischen Behörden offenbar gelungen, Khashoggi in der Türkei in die Falle zu locken, als er sich Papiere für seine Hochzeit beschaffen wollte. Doch mit dem mutmasslichen Mord ist seine Stimme nicht verstummt. Im Gegenteil: Sollte sich der schreckliche Mordverdacht gegen das Königshaus erhärten, werden Khashoggis kritische Äusserungen posthum erst recht auf Aufmerksamkeit stossen. 

    Ex-FCL-Coach Babbel redet Klartext: «Bolt? Kann ich nicht ernst nehmen»

    Ex-FCL-Coach Babbel redet Klartext: «Bolt? Kann ich nicht ernst nehmen»


    Ex-FCL-Coach Markus Babbel amtet seit diesem Frühling in Sydney. Im BLICK spricht er über Känguru-Fleisch, Usain Bolt und den FC Luzern. Das Telefon klingelt lange. Dann ertönt ein freundliches bayerisches «Servus» in der Leitung. «Alles klar?»,...

    Ex-FCL-Coach Markus Babbel amtet seit diesem Frühling in Sydney. Im BLICK spricht er über Känguru-Fleisch, Usain Bolt und den FC Luzern.

    Das Telefon klingelt lange. Dann ertönt ein freundliches bayerisches «Servus» in der Leitung. «Alles klar?», fragt Markus Babbel. Seit Mai ist der Ex-FCL-Coach Trainer bei Western Sydney. Zusammen mit seiner Familie wohnt er in der grössten Stadt Australiens. Der Zeitunterschied zur Schweiz beträgt neun Stunden. «Bald ist hier Bettzeit», sagt Babbel hellwach.

    BLICK: Markus Babbel, verstehen Sie noch Schweizerdeutsch?
    Markus Babbel: Natürlich. Da habe ich mit der englischen Sprache mehr Schwierigkeiten.

    Wirklich?
    Meine Englisch-Kenntnisse sind auf den Fussball beschränkt. Auf dem Platz verstehe ich fast alles. Um aber über Politik zu diskutieren, wäre mein Wortschatz nicht gross genug. Verhungern tue ich hier jedoch definitiv nicht.

    Essen Sie Känguru-Fleisch?
    Nein. Das hab ich noch nie probiert. Aber kürzlich durfte ich Kängurus in freier Natur sehen. Das war ein herrlicher Anblick.

    Wo leben Sie in Sydney?
    Wir haben hier ein sehr schönes Zuhause gefunden. Mit herrlichem Blick auf die Harbour Bridge. Das ist ein Genuss. In zwei Minuten bin ich bei der Opera (dem Wahrzeichen Sydneys, d. Red.). Die Stadt ist aber wirklich riesig. Wir haben hier das grosse Glück gefunden.

    War der Umzug ein schwieriger Schritt für Ihre Familie?
    Ich hab das mit meiner Frau angeschaut. Wir sagten: Wenn wir’s jetzt nicht machen, dann machen wir’s nie. Meine Tochter ist jetzt drei Jahre alt. Würde sie bereits zur Schule gehen, dann wäre es schwieriger gewesen. So passts ideal.

     

    Zum Sportlichen: Wie ist das Fussball-Niveau in Australien?
    Schwierig zu beantworten. Meine Frau sagte nach einem Spiel im Cup, dass das Niveau besser sei als in der Schweiz. Grundsätzlich ist es aber ähnlich. Meine Aufgabe ist auch hier, junge Spieler zu schleifen und ihnen den Sprung von der Jugend in die erste Mannschaft zu ermöglichen. Eine tolle Herausforderung.

    Und die Infrastruktur?
    Die ist noch nicht sehr gut. Wir haben wenig Trainingsplätze. Aber das ändert sich nächstes Jahr. Dann gibts ein neues Trainingsgelände.

    Was sagen Sie zu Usain Bolt? Der Sprint-Olympia-Sieger versucht sich ja als Fussballer in Australien.
    Als PR-Aktion ist es sensationell. Die A-League erhält durch ihn viel Aufmerksamkeit. Aber, ehrlich gesagt, kann ich das nicht ernst nehmen.

    Warum nicht?
    Ich hab ihn spielen sehen. Bei aller Liebe, das reicht in 100 Jahren nicht. Als Spieler würde ich mir verarscht vorkommen. (Bolt lehnte am Mittwoch ein Angebot des maltesischen Klubs La Valletta ab, d. Red.)

     

    Zurück zu Ihnen. Verfolgen Sie den Schweizer Fussball noch?
    Absolut. Regelmässig.

    Überrascht Sie der Höhenflug von Gerry Seoane bei YB?
    Nein, gar nicht. Für ihn wars ein Super-Sprung von Luzern zu YB. Er ist ein sehr guter Trainer, Basel wird es extrem schwer haben. Nur leider hat die Super League ein Qualitätsproblem.

    Inwiefern?
    In letzter Zeit gabs in der Schweiz einen grossen Substanzverlust. Viele gute Spieler wechselten ins Ausland. Als ich in der Super League angefangen habe damals, war die Qualität höher. Aber es wird wieder besser werden. Es braucht jetzt halt wieder seine Zeit, junge Spieler nachzuziehen. Aktuell ist es eher mau.

    Und was sagen Sie zum FCL?
    Ich fiebere immer noch mit. Zu Beginn hatte René Weiler etwas Mühe. Mittlerweile schauts besser aus. Ganz ehrlich: Wenn ich sehe, mit welchen Spielern er arbeiten muss, da hätte ich wohl gegen den Abstieg gespielt. Aber wenns für Weiler gut läuft, dann reichts am Ende möglicherweise für einen Europa-Platz.

    Es wird Zeit, das Gespräch zu beenden. Babbel muss seine Tochter ins Bett bringen. Es scheint wirklich so, als habe der Münchner in Down Under sein grosses Glück gefunden.

    *******

    Markus Babbel

    Der 46-jährige Ex-Profi von Bayern und Liverpool trainierte Stuttgart, Hertha, Hoffenheim und von Oktober 2014 bis Anfang 2018 den FCL. Babbels Endplatzierungen in Luzern: 5./3./5. Seit Mai coacht er den A-League-Klub Sydney Wanderers. In Australien dabei: seine dritte Frau Tina, die er im Juni 2017 heiratete, und ihre gemeinsame Tochter (3).

    Brandstifter von Neuenhof AG in Haft: Feuerwehrkommandant gab den heissen Tipp

    Brandstifter von Neuenhof AG in Haft: Feuerwehrkommandant gab den heissen Tipp


    NEUENHOF AG - Feuerwehrmann Viktor T. (21) hat gestanden, in einem Mehrfamilienhaus in Neuenhof Feuer gelegt zu haben. Ob er noch mehr Brandstiftungen auf dem Kerbholz hat, ist noch unklar. Sicher ist: Er fiel in der Truppe auf –...

    NEUENHOF AG - Feuerwehrmann Viktor T. (21) hat gestanden, in einem Mehrfamilienhaus in Neuenhof Feuer gelegt zu haben. Ob er noch mehr Brandstiftungen auf dem Kerbholz hat, ist noch unklar. Sicher ist: Er fiel in der Truppe auf – und der Kommandant hat gehandelt.

    Es sind schwierige Tage für die Feuerwehr Neuenhof. Ihr Mitglied Viktor T.* (21) hat zugegeben, in einem Mehrfamilienhaus Feuer gelegt zu haben. Und: Der Maler steht im Verdacht, in diesem Jahr weitere Brandstiftungen im Dorf begangen zu haben.

    Doch die Truppe darf dennoch stolz auf sich sein. Denn: Laut BLICK-Recherchen fiel mehreren Feuerwehrleuten auf, dass bei Bränden ein Kollege oft zuerst am Brandplatz erschien – auch wenn er gar nicht aufgeboten war. Und einmal soll er gar selber Alarm geschlagen haben. Im Verdacht: Viktor T.

    Entscheidende Hinweise an die Polizei

    Gehandelt hat schliesslich der langjährige Feuerwehrkommandant Daniel Burger (46). Im weiteren Umfeld der Truppe ist es ein offenes Gerücht, dass er T. entlarvt und der Polizei die entscheidenden Hinweise geliefert hat.

    «Ich kann dazu wegen dem laufenden Verfahren nichts sagen», so Burger zu BLICK. Weil er als Hinweisgeber selber Teil des Verfahrens ist, darf er nicht reden – bis T. verurteilt ist.

     

    Viktor T. dürfte aus der Truppe ausgeschlossen werden

    Doch die zuständige Ressortleiterin muss nicht schweigen. «Sollte nachgewiesen werden, dass ein Feuerwehrmann Feuer gelegt hat, dann wird er sicher aus der Truppe ausgeschlossen», sagt Vizeammann Petra Kuster (48, SVP).

    Was, wenn T. freikommt, weil er vielleicht mehrere Brandstiftungen gesteht? «Das zu kommentieren, liegt nicht in meiner Kompetenz», sagt Kuster. Der Entscheid liege bei Staatsanwaltschaft und Gerichten. «Aus einer Emotion heraus will ich nichts sagen.»

    Zwangsmassnahmengericht wollte ihn rauslassen

    Noch ist Viktor T. nicht frei – obwohl das Zwangsmassnahmengericht den Antrag der Staatsanwaltschaft auf U-Haft abgewiesen hat. Denn: «Wir haben beim Obergericht Beschwerde eingereicht», so Fiona Strebel von der Staatsanwaltschaft. Heisst: Der Beschuldigte bleibt bis auf weiteres in Haft.

    * Name geändert
    Unzufriedenheit über CVP Kandidaten wächst: Geheimplan Pfister

    Unzufriedenheit über CVP Kandidaten wächst: Geheimplan Pfister


    Die CVP hat als einzige Bundesratspartei nur einen Sitz in der Regierung. Umso wichtiger ist, dass sie im Bundesrat eine gute Vertretung hat. Das ist nach der Absage gewichtiger Papabili nicht garantiert. Jetzt machen sich CVPler an den Plan Pfister....

    Die CVP hat als einzige Bundesratspartei nur einen Sitz in der Regierung. Umso wichtiger ist, dass sie im Bundesrat eine gute Vertretung hat. Das ist nach der Absage gewichtiger Papabili nicht garantiert. Jetzt machen sich CVPler an den Plan Pfister.

    CVP-Chef Gerhard Pfister (56) nahm sich als Erster aus dem Rennen um einen Bundesratssitz. Er stehe nicht zur Verfügung, sagte er schon Anfang Mai. Nun ist er Mitglied der Findungskommission für die Nachfolge von Doris Leuthard (55). Doch weil ein CVPler nach dem anderen abwinkt, wird das Undenkbare nun plötzlich denkbar.

    Nachdem sich gestern der Appenzeller Daniel Fässler (58) aus dem Rennen genommen hat, wollen CVPler wissen, dass heute auch Mitfavorit Erich Ettlin (56) abwinkt. Jetzt machen sich Parteimitglieder Sorgen um die Qualität der verbleibenden Kandidaten. Eine Kandidatur Pfisters wird deshalb wieder zur Option.

    Nur noch drei Papabili

    Unter den verbleibenden Kandidaten für den CVP-Bundesratssitz haben nur die Walliser Vizefraktionschefin Viola Amherd (56), die Baselbieter Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter (54) und der Solothurner Ständerat Pirmin Bischof (59) noch Chancen aufs Ticket.

    Schneider-Schneiter wird heute bekannt geben, ob sie ins Rennen steigen will. Amherd liegt wegen eines schmerzhaften Nierensteins im Spital und muss wohl unters Messer. Dem Vernehmen nach wird sie erst kommende Woche sagen, ob sie antritt oder nicht. Auch Bischof entscheidet sich frühestens am Montag.

    Hegglin hat seinen Einstand vermasselt

    Damit ist, Stand heute, einzig Ständerat Peter Hegglin (57, ZG) Bundesratskandidat der CVP. Er wurde gestern von der Zuger CVP offiziell nominiert. Weil Hegglin seine Kandidatur jedoch so offensiv lancierte, als sei er bereits gewählt, und weil er sogar schon Anspruch auf das Finanzdepartement erhob, fragen sich Parteikollegen, ob er das notwendige Format für das Amt mitbringt.

    Selbst CVP-Ständeratskollegen sollen sich von Hegglin abgewandt haben. Seine Kandidaturankündigung sei ein Paradebeispiel dafür, wie man es in der Schweiz nicht mache, heisst es. So werde man vielleicht Regierungsrat in Zug – aber Bundesrat?

    Auch Amherd hat zu kämpfen

    Noch vor zwei Wochen habe Hegglin bei einer Zweierkandidatur mit Viola Amherd als Favorit gegolten, meint ein Parteistratege. Seit der misslungenen Kandidaturankündigung seien die Rollen vertauscht. 

    Doch Amherd ist vielen innerhalb und ausserhalb der CVP zu links. Wenn nun die Vizechefin der Bundeshausfraktion zusammen mit Hegglin antrete, sei das keine Idealpaarung, meinen Parteimitglieder. Und: Weder hinter Hegglin noch hinter Amherd stehe man geschlossen.

    «Wir hätten ja einen Fähigen»

    Damit wird das Personalproblem der CVP offensichtlich: So viel Prestige wie FDP-Favoritin Karin Keller-Sutter (54) bringt keiner der Genannten mit. Ein Fraktionsmitglied ging gestern deshalb in die Offensive: «Reden wir Klartext, Stand jetzt haben wir nur einen angeschlagenen Kandidaten. Dabei hätten wir ja einen fähigen Mann – Gerhard Pfister.»

    Andere meinen, dass man zwar mit Bischof, Amherd, Schneider-Schneiter und allenfalls Hegglin leben könnte. Aber eigentlich brauche die CVP als einzige Bundesratspartei mit nur einem Sitz eine richtig gute Vertretung in der Regierung. Jemanden mit den Führungsqualitäten Leuthards.

    Auch ausserhalb der Partei wäre Pfister der Wunschkandidat

    Auch in den anderen bürgerlichen Parteien ist man von der sich abzeichnenden Auswahl nicht angetan: Die eher linke Viola Amherd ist ohnehin ein rotes Tuch, auch mit dem rechten Hegglin bekunden viele Mühe. Schneider-Schneiter wiederum ist ihnen zu leichtgewichtig, Bischof zu unberechenbar. Vor allem aber ist schon lange klar, dass sie gern Gerhard Pfister (56) als CVP-Vertreter im Bundesrat sähen.

    Daher wälzt man in der CVP nun den «Plan Pfister». Doch wie könnte man ihn doch noch aufs Ticket bringen? Oder ihn am Wahltag zum wilden, aber valablen Kandidaten machen?

    Gedankenspiele für den 5. Dezember

    Ein Weg wäre es, parteiübergreifend derart viele Pfister-Stimmen für die ersten Wahlgänge vom 5. Dezember zu besorgen, dass dieser im Rennen um den Leuthard-Sitz bleibt.

    Nur: Pfister müsste sicher sein, dass er am Schluss tatsächlich gewählt wird. Sonst würde er nach dem ersten oder zweiten Wahlgang vor der Bundesversammlung erklären, er stünde nicht zur Verfügung. Doch eine Garantie ist schwierig zu erhalten, wenn Amherd ins Rennen steigt. Denn FDP-Frauen signalisieren Unterstützung für sie.

    Andererseits: Sind SVP und die FDP-Männer geschlossen für Pfister, kommt er auf 112 Stimmen. Vom Bundesratsamt trennt ihn dann nur noch gut ein Viertel der Stimmen der 40-köpfigen CVP im Parlament.

    Pfister war gestern Abend für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

    Alte Diesel sollen verschrottet werden: VW-Konzern macht ernst

    Alte Diesel sollen verschrottet werden: VW-Konzern macht ernst


    Bei Volkswagen hat die Geschäftsleitung neue Massnahmen für die Diesel-Umrüstung beschlossen, um Fahrverbote für seine Kunden zu verhindern. Der VW-Konzern wolle alte Diesel nicht nur zurücknehmen, sondern verschrotten. Volkswagen macht ernst: Die...

    Bei Volkswagen hat die Geschäftsleitung neue Massnahmen für die Diesel-Umrüstung beschlossen, um Fahrverbote für seine Kunden zu verhindern. Der VW-Konzern wolle alte Diesel nicht nur zurücknehmen, sondern verschrotten.

    Volkswagen macht ernst: Die Geschäftsleitung hat neue Massnahmen für die Diesel-Umrüstung beschlossen. Um Fahrverbote für seine Kunden zu verhindern, will der VW-Konzern alle alten Diesel seiner Marken VW, Seat, Skoda und Audi in Deutschland mit den Normen 1 bis 4 nicht nur zurücknehmen, sondern verschrotten. Damit würden die Fahrzeuge wirklich aus dem Verkehr gezogen, berichtete die «BILD» am Mittwochabend vorab. Wer sich für einen Tausch entscheide, erhalte eine Prämie. Diese sei je nach Modell gestaffelt.

    Sie gehe von 1500 Euro bis hin zu 10'000 Euro. In den 14 Städten mit besonders belasteter Luft solle es neben der Prämie spezielle Zusatzangebote für Autos mit der Norm Euro 5 geben. Eines sei eine günstigere Finanzierung.

    VW stellt der Zeitung zufolge zudem eine Deutschland-Garantie aus, die ab Kaufdatum für drei Jahre gilt. Volkswagen wollte sich auf Anfrage der Zeitung nicht zu den Details des neuen Diesel-Programms äussern. (SDA)

    Mitarbeiter sollen E-Mail-System ausgenutzt haben: Ebay verklagt Amazon wegen Verkäufer-Abwerbung

    Mitarbeiter sollen E-Mail-System ausgenutzt haben: Ebay verklagt Amazon wegen Verkäufer-Abwerbung


    Das Online-Handelsportal Ebay hat Amazon verklagt, weil der grosse Konkurrent angeblich auf illegale Weise Top-Verkäufer abwerben wollte. Mitarbeiter von Amazon sollen über Jahre hinweg Ebays E-Mail-System ausgenutzt haben. Hat Amazon betrogen? Der...

    Das Online-Handelsportal Ebay hat Amazon verklagt, weil der grosse Konkurrent angeblich auf illegale Weise Top-Verkäufer abwerben wollte. Mitarbeiter von Amazon sollen über Jahre hinweg Ebays E-Mail-System ausgenutzt haben.

    Hat Amazon betrogen? Der Online-Handel-Riese soll über Jahre hinweg auf  illegale Weise Top-Verkäufer von Konkurrent Ebay abgeworben haben. Mitarbeiter von Amazon sollen von Ebays E-Mail-System profitiert haben. Damit hätten sie um besonders erfolgreiche Händler mit verdeckten Nachrichten auf die eigene Plattform locken wollen. Das geht aus der am Mittwoch (Ortszeit) bei einem Gericht im kalifornischen Santa Clara eingereichten Klageschrift hervor.

    Laut Ebay handelte es sich dabei um ein breit angelegtes «Komplott». Ab 2015 haben demnach Dutzende von Amazon-Vertretern Ebay-Konten eröffnet und versucht, über das E-Mail-System für Mitglieder des Internethandelsplatzes «viele Hunderte» von Verkäufern dazu zu bewegen, Produkte bei Amazon anzubieten. Der «Missbrauch» sei systematisch und koordiniert mit dem Ziel erfolgt, Ebay zu schaden. Amazon wollte sich auf Nachfrage nicht zu der Klage äussern. (SDA)

    Brexit: EU-Chefs wollen mit London weiterverhandeln

    Brexit: EU-Chefs wollen mit London weiterverhandeln


    Brüssel – Die 27 EU-Chefs haben sich für weitere Verhandlungen mit Grossbritannien über den Brexit ausgesprochen. Sie forderten ihren Chefunterhändler Michel Barnier auf, «die Anstrengungen, eine Vereinbarung zu erzielen», fortzusetzen, hiess es...

    Brüssel – Die 27 EU-Chefs haben sich für weitere Verhandlungen mit Grossbritannien über den Brexit ausgesprochen. Sie forderten ihren Chefunterhändler Michel Barnier auf, «die Anstrengungen, eine Vereinbarung zu erzielen», fortzusetzen, hiess es nach dem Treffen aus EU-Kreisen.

    Doch vorerst dürfte es keinen Sondergipfel im November zum Abschluss der Verhandlungen über einen Austrittsvertrag geben. Die EU-Staats- und Regierungschefs seien zu einem solchen Treffen bereit, falls Barnier über «entscheidende Fortschritte» in den Gesprächen mit London berichte, hiess es aus EU-Kreisen weiter.

    Sie sprachen ihrem Chefunterhändler demnach «das volle Vertrauen aus» und bekundeten ihre Absicht, in der Brexit-Frage gegenüber Grossbritannien «geeint zu bleiben».

    Grossbritannien tritt Ende März 2019 aus der EU aus. Die Brexit-Gespräche kommen seit Monaten wegen schwieriger Fragen bezüglich der künftigen Grenze zwischen Irland und der britischen Provinz Nordirland kaum voran. Am Sonntag waren sie deshalb insgesamt bis auf weiteres ausgesetzt worden. Kommt jedoch kein Vertrag zustande, droht ein chaotischer Bruch mit Verwerfungen für die Wirtschaft und Unsicherheit für Millionen Bürger.

    Premierministerin Theresa May hatte die anderen Staats- und Regierungschefs zu Beginn des EU-Gipfels am Mittwoch über ihre Sicht der Dinge informiert.

    Sie forderte die EU dazu auf, in einer gemeinsamen Anstrengung die Frage der künftigen Grenze zwischen Irland und Nordirland zu lösen. Beide Seiten hätten bereits gezeigt, dass sie «zusammen schwierige Vereinbarungen erzielen können», sagte May nach Angaben aus britischen Regierungskreisen. Sie zeigte sich demnach zuversichtlich, dass es in den Brexit-Verhandlungen «ein gutes Ergebnis» geben werde.

    Für die letzte Verhandlungsphase sei aber «Mut, Vertrauen und Führung auf beiden Seiten» notwendig, sagte die Britin den Angaben zufolge. Mit Blick auf die derzeitige Blockade der Brexit-Gespräche wegen der irischen Grenzfrage wolle die Premierministerin mit der EU «einen kreativen Weg aus diesem Dilemma» finden.

    May verliess nach ihrer Erklärung den Gipfel. Die anderen 27 Staats- und Regierungschefs berieten danach ohne sie darüber, wie es nun weitergehen soll.

    EU-Chefunterhändler Michel Barnier gab seinerseits einen Überblick über die bisherigen Gespräche. Dann informierte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Regierungschefs über die nötigen Vorbereitungen für den Fall eines Scheiterns der Verhandlungen - das «No Deal»-Szenario.

    EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani sagte nach der Rede Mays, es sei zwar guter Wille erkennbar gewesen. «Aber ich habe inhaltlich nichts substanziell Neues erkannt», berichtete er aus der Runde. Doch scheint ein neuer EU-Vorschlag einer längeren Übergangsphase nach dem Brexit etwas Bewegung zu bringen. Diplomaten berichteten, May sei zumindest bereit, dies in Erwägung zu ziehen.

    Mit Grossbritannien provisorisch vereinbart ist bisher eine Übergangsphase bis Ende 2020, in der sich praktisch nichts ändert. Diese könnte den Angaben zufolge ein Jahr länger ausfallen, also insgesamt knapp drei Jahre. Tajani signalisierte dafür Zustimmung des EU-Parlaments, das jedes Abkommen letztlich ratifizieren müsste.

    Dann hätten beide Seiten mehr Zeit, die anvisierte Handels- und Sicherheitspartnerschaft nach dem Brexit zu klären. Das könnte wiederum helfen, auch die Irland-Frage zu lösen. Denn May will sie im Rahmen eines langfristigen Handelspakts regeln.

    Österreichs Kanzler Sebastian Kurz sagte jedenfalls nach dem Gipfeltreffen, er sei «nach wie vor optimistisch, dass in den nächsten Wochen oder Monaten die Brexit-Frage geklärt werden kann».

    Syrien: Uno-Syriengesandter de Mistura tritt zurück

    Syrien: Uno-Syriengesandter de Mistura tritt zurück


    New York – Nach mehr als vier Jahren erfolgloser Vermittlungsbemühungen im Syrien-Krieg hat der Uno-Sondergesandte Staffan de Mistura den Rücktritt angekündigt. Er werde sein Amt «aus persönlichen Gründen» Ende November aufgeben, teilte er am...

    New York – Nach mehr als vier Jahren erfolgloser Vermittlungsbemühungen im Syrien-Krieg hat der Uno-Sondergesandte Staffan de Mistura den Rücktritt angekündigt. Er werde sein Amt «aus persönlichen Gründen» Ende November aufgeben, teilte er am Mittwoch im Uno-Sicherheitsrat mit.

    Er wolle seiner Familie «etwas Aufmerksamkeit» schenken, sagte de Mistura vor Journalisten in New York. «Es geht mir gut und ich bin nicht einmal müde, denn diese Art von Einsatz hat mir viel Adrenalin gegeben.» Spekulationen darüber, ob ihn gesundheitliche Gründe zu dem Rücktrittsentschluss trieben, räumte er aus.

    Der italienisch-schwedische Diplomat betonte, er werde seinen Verpflichtungen «bis zur letzten Stunde am letzten Tag meines Mandats» nachkommen. Der Rücktritt war seit einiger Zeit erwartet worden. Uno-Generalsekretär Antonio Guterres ist laut Diplomatenangaben bereits seit Monaten auf der Suche nach einem Nachfolger.

    De Mistura ist der dritte Syrien-Sondergesandte der Vereinten Nationen. Er trat sein Amt im Juli 2014 als Nachfolger des ehemaligen algerischen Aussenministers Lakhdar Brahimi an. Zuvor hatte Ex-Uno-Generalsekretär Kofi Annan den Posten inne.

    Unter der Aufsicht de Misturas starteten Anfang 2016 drei Runden indirekter Verhandlungen zwischen Regierung und Oppositionsgruppen in Genf. Weitere Gesprächsrunden folgten, sie verliefen jedoch alle im Sande. Stattdessen brachte Syriens Machthaber Baschar al-Assad die Rebellengebiete unterstützt von seinem russischen Verbündeten mit militärischer Gewalt wieder unter seine Kontrolle.

    Zeitgleich mit seinem Rücktritt kündigte de Mistura am Mittwoch an, er werde kommende Woche auf Einladung der syrischen Regierung ein weiteres Mal nach Damaskus reisen. Dort will er Gespräche zur Einberufung eines Verfassungsausschusses führen. De Mistura hofft nach eigenen Worten, den Ausschuss im November einberufen zu können. Das Gremium müsse «glaubwürdig» sein und zu gleichen Teilen mit Vertretern der syrischen Regierung, der Opposition und Vertretern der Zivilgesellschaft besetzt werden.

    Der Verfassungsausschuss war im Januar bei der Syrien-Konferenz im russischen Sotschi in Aussicht gestellt worden. Der geplante Ausschuss solle eine neue Verfassung für das Bürgerkriegsland entwerfen und die «Grundlagen für freie und faire Wahlen unter Aufsicht der Vereinten Nationen» schaffen, forderten die Aussenminister von Deutschland, Ägypten, Frankreich, Jordanien, Saudi-Arabien, Grossbritannien und der USA.

    In Syrien herrscht seit 2011 Bürgerkrieg. In dem Konflikt wurden mehr als 360'000 Menschen getötet. Millionen Syrer wurden in die Flucht getrieben.

    Nach Amstutz' Abwahl: Berner SVP will wieder ins Stöckli

    Nach Amstutz' Abwahl: Berner SVP will wieder ins Stöckli


    Die bernische SVP will nächstes Jahr den Sitz im Ständerat zurückerobern, den sie 2011 an die SP verloren hat. Das bekräftigte Co-Wahlleiter Hansruedi Wandfluh am Mittwochabend vor den Delegierten in Belp. Die bernische SVP will nächstes Jahr den...

    Die bernische SVP will nächstes Jahr den Sitz im Ständerat zurückerobern, den sie 2011 an die SP verloren hat. Das bekräftigte Co-Wahlleiter Hansruedi Wandfluh am Mittwochabend vor den Delegierten in Belp.

    Die bernische SVP will nächstes Jahr den Sitz im Ständerat zurückerobern, den sie 2011 an die SP verloren hat. Das bekräftigte Co-Wahlleiter Hansruedi Wandfluh am Mittwochabend vor den Delegierten in Belp.

    Wer für die SVP ins Rennen steigt, entscheidet sich an der Delegiertenversammlung vom 14. Januar. Die Partei will sich erst festlegen, wenn sie weiss, ob die bisherigen Ständeräte Werner Luginbühl (BDP) und Hans Stöckli (SP) erneut antreten.

    Stöckli hatte 2011 für die Abwahl von Adrian Amstutz (SVP) aus dem Ständerat gesorgt. Luginbühl gehört der kleinen Kammer schon seit 2007 an, die Wahl schaffte er seinerzeit als Mitglied der SVP.

    Bei den Nationalratswahlen will die SVP ihre neun Sitze halten, obwohl der Kanton Bern bekanntlich einen seiner 25 Sitze verliert. Acht von neun Bisherigen - alle ausser Adrian Amstutz - treten erneut an.

    Einstimmig nominiert wurden am Mittwoch auch drei Frauen und elf Männer, die neu ins Bundeshaus wollen. Fast alle gehören zurzeit dem Grossen Rat an. Zwei Personen sollen im Januar nachnominiert werden.

    Einstimmig fasste die SVP die Ja-Parole zur Steuergesetzrevision. Die Vorlage kommt am 25. November vors Volk. Die Senkung der Unternehmenssteuern stärke den Kanton Bern als Arbeitsplatzstandort, sagte Grossrätin Madeleine Amstutz. Tausende Jobs könnten gesichert werden, Unternehmen bekämen mehr Luft für Investitionen.

    Nein sagt die SVP zum Kredit für unbegleitete minderjährige Asylsuchende. Im Mai 2017 habe das Volk einen 105-Millionen-Kredit klar abgelehnt, hielt Grossrätin Andrea Gschwend-Pieren fest. Im zweiten Anlauf gehe es noch immer um 100 Millionen, das sei viel zu viel und stelle eine Missachtung des Volkswillens dar. Deshalb habe die SVP erneut das Referendum ergriffen. (SDA)

    Thomas Meyer rät: Ihre Sexualität geht alle anderen nichts an

    Thomas Meyer rät: Ihre Sexualität geht alle anderen nichts an


    «Ich (29) lebe seit zehn Jahren offen schwul. Doch meine Eltern, beide sehr religiös, können immer noch nicht damit umgehen. Meine Mutter will mich sogar zu einem sogenannten Schwulenheiler bringen», schreibt unser Leser. Der Zürcher Schriftsteller...

    «Ich (29) lebe seit zehn Jahren offen schwul. Doch meine Eltern, beide sehr religiös, können immer noch nicht damit umgehen. Meine Mutter will mich sogar zu einem sogenannten Schwulenheiler bringen», schreibt unser Leser. Der Zürcher Schriftsteller Thomas Meyer nimmt Stellung zu dieser Lebensfrage.

    Die Religion ist ein absoluter Irrweg. Nichts von dem, was sie propagiert, hält sie ein, oder besser: halten ihre Anhänger ein. Religion ist eine Lehre der Liebe und des Respekts, wird aber immer wieder gegenteilig ausgelegt. Der Grund dafür ist, dass sie sich mit ihren moralischen, edlen Positionen ideal für Rechthaberei, Hochmut und Starrsinn anbietet: Man sucht aus den Texten einfach heraus, was einem gefällt, oder verdreht es so lange, bis es ins eigene Weltbild passt. Auf diese himmlische Weise seiner selbst versichert, lässt es sich prima gegen alle vorgehen, die eine andere Meinung haben. Man kann sie sogar töten. Auch dafür findet sich irgendwo eine passende Textstelle. Die Bücher sind ja dick genug und die Aussagen obendrein angenehm abstrakt.

    Christen, die behaupten, Homosexualität sei falsch, sind keine Christen

    Ein religiöser Mensch sieht sich selbst als göttliches Geschöpf, und wenn er nicht auch alle anderen als solche betrachtet, kann er nicht länger behaupten, religiös zu sein. Dann ist er im Gegenteil ein Ausbund der Arroganz. Christen, die behaupten, Homosexualität sei falsch, sind per definitionem keine Christen, denn wenn Gott den Menschen geschaffen hat, dann hat er ihn auch schwul geschaffen. Und dunkelhäutig. Und nichtchristlich. Und behindert. Dann sind das alles seine Geschöpfe, und allen ist die gleiche Achtung entgegenzubringen. Das ist das eine, was Sie Ihren Eltern sagen können: dass sie leider keine Christen sind, wenn sie Sie nicht akzeptieren können.

    Sexualität ist ultimativ privat

    Und zweitens, dass die Sexualität eines Menschen alle anderen nichts angeht. Sie ist ultimativ privat – es wird nicht mehr darüber gesprochen, Punkt. Und drittens vielleicht, dass Sie den Schwulenheiler bereits kennen, und zwar aus dem Darkroom. Wenn das alles nichts hilft, müssen Sie den Kontakt abbrechen. Dann sollen die beiden halt verknöchern in ihrer Privatkirche.

     

    FCZ-Frauen verlieren Achtelfinal-Hinspiel: Goalie-Patzer leitet CL-Pleite gegen Bayern ein

    FCZ-Frauen verlieren Achtelfinal-Hinspiel: Goalie-Patzer leitet CL-Pleite gegen Bayern ein


    Obwohl die FCZ-Frauen einen starken Auftritt hinlegen, reichts am Ende nicht. Im Hinspiel der Champions-League-Achtelfinals gibts eine 0:2-Niederlage. Auch, weil Torhüterin Elvira Herzog beim ersten Gegentor nicht gut aussieht. Es läuft die 12. Minute...

    Obwohl die FCZ-Frauen einen starken Auftritt hinlegen, reichts am Ende nicht. Im Hinspiel der Champions-League-Achtelfinals gibts eine 0:2-Niederlage. Auch, weil Torhüterin Elvira Herzog beim ersten Gegentor nicht gut aussieht.

    Es läuft die 12. Minute im Stadion Letzigrund. Die junge FCZ-Torhüterin Elvira Herzog (18) lässt einen Schuss von Däbritz durch die Finger rutschen – der Ball fliegt ihr dann an den Kopf und landet im eigenen Tor. Ein unglücklicher Fehler, der die Bayern-Frauen ins Spiel bringt.

     

    Insgesamt aber zeigen die Zürcherinnen einen soliden Auftritt, wenn man bedenkt, dass die flinken Münchnerinnen alle Profis sind. Auch wenn die Deutschen das Spiel ganz klar bestimmen, gehen die Schweizerinnen im Letzigrund keineswegs unter.

    Gut 4300 Zuschauer verfolgen das Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals in Zürich. Am Ende steht auf dem Papier eine 0:2-Niederlage. Dass hier die Besseren gewonnen haben, steht ausser Frage. Ganz so unzufrieden dürften die FCZ-Frauen mit dieser Leistung aber nicht sein.

    Das Rückspiel findet am Mittwoch, 31. Oktober (19 Uhr) in München statt. (fmü)

    Quartett für den Ruder-Wahnsinn ist fix: Diese vier mutigen Frauen tanzen über den Atlantik

    Quartett für den Ruder-Wahnsinn ist fix: Diese vier mutigen Frauen tanzen über den Atlantik


    Vier Schweizerinnen planen das Abenteuer ihres Lebens: Die «Swiss Ocean Dancers» wollen über den Atlantik rudern. Vier Schweizer haben es letzten Winter getan: Sie sind bei der ver­rückten «Atlantic Challenge» in 30 Tagen über den Ozean...

    Vier Schweizerinnen planen das Abenteuer ihres Lebens: Die «Swiss Ocean Dancers» wollen über den Atlantik rudern.

    Vier Schweizer haben es letzten Winter getan: Sie sind bei der ver­rückten «Atlantic Challenge» in 30 Tagen über den Ozean ge­rudert, haben mit Willens- und Muskelkraft den starken3. Rang erreicht. Doch jetzt sind die Frauen an der Reihe. Das erste Schweizer Frauenquartett für das härteste Ruder­rennen der Welt ist komplett.

    Mit dabei ist Tatiana Baltens­perger, die Mutter von Atlantik­ruderer Luca. Die Initiantin des verrückten Atlantikprojekts hat hektische Wochen hinter sich, denn bei zwei geplanten Teammitgliedern haben sich die Wege bereits wieder getrennt.

    Nun sind nach diesem Rückschlag aber drei neue dabei. Tatiana, Astrid, Sandra undCarla sind die «Swiss Ocean Dancers» und planen, im Dezember 2019 in ihr Megaabenteuer zu starten. «Es ist ein Tanz über die Wellen, wobei das Meer immer führt», erklärt Baltens­perger den Teamnamen. Bis zum Start in 14 Monaten gibts für die Ozean-Tänzerinnen viel zu tun: intensives Ruder­training, Sponsoren suchen – und sich besser kennenlernen.

    Wer sind die vier Frauen, die wochenlang bei Wind und Wetter, Tag und Nacht in einem Ruderboot unterwegs sein werden?

    Tatiana Baltensperger (53)
    Die Mutter von vier Söhnen ist schulische Heilpädagogin aus Bülach ZH und wurde durch Sohn Luca vom Atlantikfieber gepackt. «Am liebsten würde ich selber mitrudern», sagte Baltensperger beim Start des Männerteams. Jetzt macht es die Kitesurferin tatsächlich.

    Astrid Schmid (46)
    Die Thunerin kennt das Meer vom Tauchen, liebt Fallschirmspringen und arbeitet nach Auslandeinsätzen für die Schweizer Armee nun als Pflege­expertin im Strafvollzug. Was sagt ihre Familie zum Ruderprojekt? «Mein Partner hat positiv reagiert. Nur meiner Mutter musste ich es schonend beibringen.»

    Sandra Hönig (42)
    Die Deutsche lebt seit 19 Jahren als Fallschirmexpertin in Mi­nusio TI und fuhr mit Carla, dem vierten Teammitglied, schon mit dem Velo durch Kambodscha und nahm in Nord­korea an einem Halbmarathon teil. «Meine Familie hat sich an meine eigenwilligen Projekte gewöhnt», sagt sie.

    Carla Lemm (33)
    Die Bündnerin arbeitet als Innendekorateurin in Grenchen SO, lebte zuvor lange im Tessin und ist eine ungebundene Weltenbummlerin. «Angst habe ich nicht, aber einen vernünftigen Respekt», sagt Carla, die wie ihre Teamkolleginnen vom Arbeitgeber bereits grünes Licht erhalten hat. Die fünfte im Bund der Ozean-Tänzerinnen ist «Heidi» – so wird das Ruderboot getauft, das in Holland für die Schweizerinnen konzipiert und für einen höheren fünfstelligen Betrag gebaut wird.

    Luftwaffen-Gesellschaft übt scharfe Kritik: Offiziere verurteilen «Schikane» gegen Tessiner Rekruten

    Luftwaffen-Gesellschaft übt scharfe Kritik: Offiziere verurteilen «Schikane» gegen Tessiner Rekruten


    EMMEN LU - Soldaten bewerfen einen Tessiner Kollegen mit Steinen und Nüssen. Dies auf Anordnung eines Vorgesetzten. Die Attacke wurde auf Video festgehalten. Die italienisch-sprachigen Luftwaffe-Offiziere verurteilen die Tat. Das...

    EMMEN LU - Soldaten bewerfen einen Tessiner Kollegen mit Steinen und Nüssen. Dies auf Anordnung eines Vorgesetzten. Die Attacke wurde auf Video festgehalten. Die italienisch-sprachigen Luftwaffe-Offiziere verurteilen die Tat.

    Das Amateurvideo schockierte viele: Ein Tessiner Rekrut (24) wurde in Emmen LU von einer Gruppe Soldaten mit Gegenständen beworfen. Die Anordnung, den Soldat zu bewerfen, soll von niemand anderem gekommen sein als vom Vorgesetzten selbst! (BLICK berichtete)

    Das Video, das vermutlich am 14. September aufgenommen wurde, beschäftigt seither die Militärjustiz in Thusis GR. Scharfe Kritik gibt es nun von Offiziersseite: Der italienisch-sprachige Ableger der Luftwaffen-Offiziersgesellschaft (Avia) verurteilt die «Schikanen» gegen den Tessiner Rekruten.

    «Schändliche Züchtigung»

    «Das ist nicht nur bedauerlich, sondern steht auch im krassen Widerspruch zum Geist, den Werten und Zielen unserer Milizarmee: Respekt, Kameradschaft, Disziplin und Engagement», heisst es in der Medienmitteilung. Was geschehen sei, könne man «überhaupt nicht tolerieren». Die Armee müsse alles daran setzen, dass sich sowas nicht wiederholt.

    Avia vertraut nun auf die Militärjustiz und fordert, dass die Täter der «schändlichen Züchtigung» die richtige Disziplinarmassnahmen kassieren. In den kommenden Wochen will die Militärjustiz eine Entscheidung bezüglich der Attacke treffen.

    Am Montag wurde der Tessiner Rekrut vom Untersuchungsrichter befragt. Sein Vater erhebt schwere Vorwürfe gegen das Militär: Sein Sohn soll während seiner Ausbildung von Vorgesetzten aus der Deutschschweiz sowie von anderen Soldaten malträtiert und gemobbt worden sein. (pma/nl)

    Sie verklagt die Bettenfirma: Britin (46) sitzt nach Sex-Unfall im Rollstuhl

    Sie verklagt die Bettenfirma: Britin (46) sitzt nach Sex-Unfall im Rollstuhl


    Claire Busby ist seit einem Sex-Unfall querschnittsgelähmt. Die Britin gibt dem Betten-Hersteller die Schuld und verklagt das Unternehmen auf 1,3 Millionen Franken. Es sollte ein genüssliches Schäferstündchen werden. Doch der Tag im August 2013...

    Claire Busby ist seit einem Sex-Unfall querschnittsgelähmt. Die Britin gibt dem Betten-Hersteller die Schuld und verklagt das Unternehmen auf 1,3 Millionen Franken.

    Es sollte ein genüssliches Schäferstündchen werden. Doch der Tag im August 2013 verändert das ganze Leben von Claire Busby auf eine tragische Weise. 

    Die damals 43-jährige Britin aus Maidenhead hatte Sex mit ihrem Partner und flog beim Stellungswechsel aus ihrem neuen King-Size-Bett. Sie schlug mit dem Kopf am Boden auf und ist seither querschnittsgelähmt. Nun verklagt die vierfache Mutter den Betten-Hersteller auf umgerechnet 1,3 Millionen Franken Schadenersatz, berichtet «Daily Mail».

    «Ich kniete nackt über ihm, meine rechte Hand berührte ihn. Als ich versuchte, mein rechtes Bein nach oben zu schwingen, verlor ich die Balance und krachte mit meinem Kopf nach hinten auf den Boden. Auf einmal spürte ich nichts mehr», sagte sie vor Gericht.

    Fehlende Füsse führten zum Unfall

    Ihren Angaben zufolge fehlten dem Bett hinten zwei Füsse, wodurch ein vier Zentimeter Höhenunterschied entstand. Das sei der Grund, warum sie «quasi nach hinten katapultiert» wurde.

    Der Betten-Hersteller Berkshire Bed Company Ltd. weist die Schuld von sich. «Alle Füsse wurden korrekt mitgeliefert und angebracht», sagt der Verteidiger der Firma, Neil Block.

    Der Anwalt der Klägerin, Winston Hunter, sagt dagegen, seine Mandantin habe zurzeit des Unfalls ihr Haus neu eingerichtet und fünf Betten bestellt.

    Nun muss das Gericht entscheiden, ob eine unvollständige Lieferung stattgefunden hat und dazu führte, dass Claire Busby nun im Rollstuhl sitzt. (man)

    «Best of Interior» mit Einrichtungsideen: Ausgezeichnete Wohninspirationen in Buchform

    «Best of Interior» mit Einrichtungsideen: Ausgezeichnete Wohninspirationen in Buchform


    Der Callwey Verlag hat im September den wichtigsten, den Wohndesign-Award für Innenarchitekten und Interior Designer, «Best of Interior», ausgelobt. Die schönsten Wohnkonzepte der eingereichten Projekte finden sich im Buch «Best of Interior»....

    Der Callwey Verlag hat im September den wichtigsten, den Wohndesign-Award für Innenarchitekten und Interior Designer, «Best of Interior», ausgelobt. Die schönsten Wohnkonzepte der eingereichten Projekte finden sich im Buch «Best of Interior».

    Zusammen mit den Partnern Schöner Wohnen, Bund Deutscher Innenarchitekten und Hofquartier wurden herausragende private Einrichtungskonzepte gesucht: harmonisch, wohnlich, zeitgemäss und persönlich.

    Aus den zahlreichen Einreichungen hat die Expertenjury, unter anderen vertreten durch Bettina Billerbeck, Chefredakteurin des Wohnmagazins «Schöner Wohnen», die 30 besten Beiträge ausgewählt und in München bei einer Gala gekürt. Diese schönsten Wohnkonzepte der deutschen Interior-Szene für 2018 dokumentiert jetzt auch das Buch «Best of Interior» von Tina Schneider-Rading und Vera Schmitz.

    Andrin Schweizer doppelt vertreten 

    Namhafte Interior-Designer und Innenarchitekten haben im Vorfeld ihre besten Projekte für den Wettbewerb eingereicht. Dabei sind auch gleich zwei Projekte, die vom Innenarchitekturbüro Andrin Schweizer aus Zürich geplant worden sind. Darunter ist eine exklusive Ferienwohnung im The Chedi in Andermatt sowie eine luxuriöse Ferienwohnung in Davos.

    Die von einer Fachjury ausgewählten Einsendungen werden in hochwertig fotografierten Bildstrecken jetzt im Buch präsentiert. «Best of Interior» versammelt so als Standardwerk und zugleich Jahrbuch zum Thema Wohnen die schönsten Wohn-Konzepte und Gestaltungsideen und bietet den Überblick über die Wohntrends des Jahres. Hier finden sich zur Inspiration exklusive Wohnprojekte und aktuelle Wohnstile.

    Die Gewinnerin und ausgezeichnete Projekte

    Der 1. Preis wurde an Ester Bruzkus Architekten, Berlin, für das Projekt «Dem Himmel ganz nah» verliehen. Die Auszeichnung ging an das Büro Korb, Hamburg, für die Gestaltung des «Palazzo für Fortgeschrittene».

    Anerkennungen gingen an: Savigny Interior, Freigericht/Hessen, für die Arbeit «Modernes Kleid für alte Meister» sowie an Purpur, Frankfurt/Main, für das Projekt «Catwalk für die Sinne» und Design in Architektur, Darmstadt, für den «Treffpunk für Ästheten».

    Gina-Lisa verteidigt «Adam sucht Eva»: «Das ist eine der besten Shows»

    Gina-Lisa verteidigt «Adam sucht Eva»: «Das ist eine der besten Shows»


    Wegen ihrem Nackt-Auftritt bei «Adam sucht Eva» musste Gina-Lisa Lohfink Kritik von ihrem ehemals besten Freund Florian Wess einstecken. Nun schlägt die Reality-TV-Teilnehmerin zurück. Gina-Lisa Lohfink (32) bekommt keine Rückendeckung mehr von...

    Wegen ihrem Nackt-Auftritt bei «Adam sucht Eva» musste Gina-Lisa Lohfink Kritik von ihrem ehemals besten Freund Florian Wess einstecken. Nun schlägt die Reality-TV-Teilnehmerin zurück.

    Gina-Lisa Lohfink (32) bekommt keine Rückendeckung mehr von ihrem ehemals besten Freund Florian Wess (38). Der bezeichnete ihre Entscheidung, in der Nackt-Show «Adam sucht Eva» ihr TV-Comeback zu geben, in einem offenen Brief jüngst als «absolut krank». 

    Für Gina-Lisa brachen die harschen Worte das Fass endgültig zum Überlaufen. Die Freundschaft ist zerbrochen, wie sie in einem Interview mit RTL zugibt. «Ich bin ein bisschen enttäuscht, dass Florian an die Öffentlichkeit gegangen ist. Er hat meine Nummer, er hätte mich anrufen können», beschwert sich die Ex-«GNTM»-Teilnehmerin. Und um zu beweisen, wie falsch sich Wess verhalte, ruft sie ihn direkt vor der Kamera an. Genutzt hat es nichts: Inmitten von Gina-Lisas Vorwürfen legt ihr Reality-Kollege einfach auf. 

    Ist das wirklich dein Ernst?

    «Gina, du bist so krass gefallen! Bitte lass dir helfen und steh endlich wieder auf!», hiess es zuvor in dem derben Schreiben von Wess. «Du zeigst dich nackt mit Piercings in der Brust, und wer weiss, ob man deinen Intimbereich auch noch in der Sendung zu sehen bekommt. Ist das wirklich dein Ernst? Damit legst du auch endgültig deine Vorbildfunktion – sollte davon noch was übrig gewesen sein – komplett ab.»

    Besonders viel aus Wess' Meinung macht sich Gina-Lisa aber sowieso nicht. Schliesslich sei «Adam sucht Eva» für sie «eine der besten Shows im deutschen Fernsehen». «Zeigt euch! Versteckt euch nicht! Egal ob gross, klein, dick, dünn: Das ist doch ganz egal», appelliert sie an alle Frauen «da draussen». (klm)

    Russland: Auf Serebrennikow wartet langer Strafprozess

    Russland: Auf Serebrennikow wartet langer Strafprozess


    Moskau – Starregisseur Kirill Serebrennikow harrte ein Jahr lang im Moskauer Hausarrest aus, wollte mit aller Kraft einen langwierigen Prozess wegen angeblicher Unterschlagung abwenden. Doch die erste Anhörung für den festgesetzten Künstler...

    Moskau – Starregisseur Kirill Serebrennikow harrte ein Jahr lang im Moskauer Hausarrest aus, wollte mit aller Kraft einen langwierigen Prozess wegen angeblicher Unterschlagung abwenden. Doch die erste Anhörung für den festgesetzten Künstler verläuft bitter.

    Serebrennikow muss sich auf einen langen Strafprozess wegen angeblicher Unterschlagung einstellen. Bereits am Donnerstag nächster Woche (25. Oktober) ist die erste öffentliche Anhörung angesetzt, teilte eine Gerichtssprecherin am Mittwoch in Moskau mit.

    Serebrennikow und sein Verteidiger hatten gehofft, dass ein langer Prozess vom Moskauer Stadtbezirksgericht in der ersten Anhörung wegen fehlender Beweise abgelehnt wird. Doch das Gericht machte da nicht mit. Dies war jedoch nur der erste Rückschlag für den international gefeierten Theatermacher, der seit mehr als einem Jahr wegen der umstrittenen Vorwürfe im Hausarrest sitzt.

    Hintergrund sind umstrittene Anschuldigungen des russischen Kulturministeriums. Demnach soll Serebrennikow gemeinsam mit drei Mitarbeitern seiner Produktionsfirma «Siebtes Studio» Subventionen in Höhe von 133 Millionen Rubel (ca. 1,75 Millionen Franken) unterschlagen haben. Er soll die Zuwendungen für Stücke bekommen haben, die nie stattgefunden hätten, heisst es.

    Die Anhörung am Mittwoch fand hinter verschlossenen Türen statt. Erklärungen an die Journalisten waren tabu. Die Restriktionen, die ihm das Gericht bereits im vergangenen Sommer auferlegt hatten, sind scharf: Er darf sich nur mit dem Verteidiger austauschen, Internetzugang ist ihm verwehrt. Selbst der Kontakt zu Kollegen ist verboten, Treffen mit der Familie sind stark begrenzt.

    Der Künstler, der das renommierte Gogol-Zentrum in Moskau leitet und dessen Stücke auch im Ausland aufgeführt werden, bestreitet die Vorwürfe. Für ihn ist der Fall klar: Die Politik versuche, den unbequemen Regisseur einzuschüchtern und mit ihm ein Exempel zu statuieren. Kritiker sprechen davon, dass so die ganze kritische Kulturszene in Russland mundtot gemacht werden soll.

    Nun soll Serebrennikow mindestens bis zum 3. April 2019 weiter im Hausarrest sitzen. Beobachter deuten die Entscheidung so, dass ein langer und mühsames Verfahren folgen soll.

    Serebrennikows Anwalt sagte, er werde rund 400 Zeugen vorladen, die die Unschuld seines Mandaten belegen sollten. «Wir wollen alle Teilnehmer der Theaterprojekte ins Gericht bitten. Sie sollen bezeugen, dass die Vorstellungen stattgefunden haben», sagte Charitonow der Agentur Tass zufolge. Der Jurist hatte zuvor betont, dass Beweise der Verteidigung immer wieder aus fadenscheinigen Gründen abgelehnt worden seien. Die Ermittler seien in ihrer Arbeit zudem nicht objektiv vorgegangen.

    Artan C. (36) wollte Crash-Boliden noch nach Hause schieben: Hobby-Rennfahrer zerlegt BMW in Illnau ZH

    Artan C. (36) wollte Crash-Boliden noch nach Hause schieben: Hobby-Rennfahrer zerlegt BMW in Illnau ZH


    In der Nacht auf Sonntag werden die Illnauer von einem laut heulenden Motor geweckt. Am Steuer: Hobby-Rennfahrer Artan C. (36). Seinen zum Rennboliden aufgemotzten BMW setzte er dabei in einen Pfosten – keine 500 Meter von seinem Haus entfernt....

    In der Nacht auf Sonntag werden die Illnauer von einem laut heulenden Motor geweckt. Am Steuer: Hobby-Rennfahrer Artan C. (36). Seinen zum Rennboliden aufgemotzten BMW setzte er dabei in einen Pfosten – keine 500 Meter von seinem Haus entfernt.

    Hobby-Rennfahrer Artan C.* (36) hat seinen BMW mit viel Liebe aufgemotzt und ausgestattet, Überrollkäfig inklusive. Sein Schätzchen auf vier Rädern jagt er denn auch über die Rennpisten im nahen Deutschland – und am letzten Wochenende offenbar auch durch Illnau ZH. In der Nacht auf Sonntag baut er morgens um vier Uhr einen Unfall auf der Usterstrasse, bei dem er sein Baby an einem steinernen Zaunpfosten zerlegt.

    Dennoch setzt er zurück, versucht sich ungeschoren vom Unfallort zu entfernen. Er will mit dem Unfallwagen die letzten paar Hundert Meter zu seinem Haus schaffen – doch der BMW hält nicht durch. Der Schaden ist zu gross. Auf halbem Weg bleibt Artan C. stecken. Doch nicht genug. «Der Fahrer stieg aus und versuchte, seinen Wagen noch zu schieben», sagt eine Nachbarin zu BLICK, die die Szene beobachtete.

    «Er gehört aus dem Verkehr gezogen»

    Den Unfall hatte Augenzeuge Börni Willi (41) sogar auf Video festgehalten und «Züriost» zugespielt. «Das Auto ist mehrmals hochtourig durchs Dorf gebrettert, deshalb nahm ich schon mal das Handy zur Hand. Zufällig kam es gleich zum Crash, als ich zu filmen begann.» Auch ein weiterer Anwohner berichtet gegenüber BLICK: «Der Fahrer fuhr sicher fünf- oder sechsmal die Hauptstrasse auf und ab und liess extra den Motor aufheulen und die Reifen quietschen. Es sind fast alle aufgewacht, die an der Strasse wohnen.» 

    Ob des Fahrstils kann Augenzeuge Börni Willi nur den Kopf schütteln. «Ich kann einfach nicht verstehen, warum man das nötig hat. Der Fahrer gefährdete unnötig Menschenleben. Mit so einem Auto kann man sich auf der Rennpiste austoben – aber doch nicht hier mitten in Illnau.» Er hofft, dass Artan C. jetzt der Führerausweis abgenommen wird. «So einer gehört aus dem Verkehr gezogen.»

    Polizei zog BMW ein

    Die Staatsanwaltschaft wollte auf Nachfrage nicht sagen, ob dem Crash ein illegales Rennen vorausgegangen war, wie Anwohner beobachtet haben wollen. Auch ob der Fahrer unter Drogen oder Alkohol stand, blieb unbeantwortet.

    Nur so viel: Das Fahrzeug wurde vorerst sichergestellt. Ob Artan C. seinen geliebten BMW je zurückerhält, wird wohl der Richter entscheiden müssen. Nachdem der 36-Jährige vorübergehend in Polizeigewahrsam war, wurde er wieder auf freien Fuss gesetzt. Auf den Unfall angesprochen sagt er zu BLICK: «Das geht euch nichts an.»

    * Name geändert

    Nach diversen Skandalen: Facebook-Aktionäre wollen Mark Zuckerberg stürzen

    Nach diversen Skandalen: Facebook-Aktionäre wollen Mark Zuckerberg stürzen


    Mark Zuckerberg soll als Facebook-CEO verschwinden. Das haben am Mittwoch mehrere staatliche Facebook-Anleger gefordert. Der Antrag wird voraussichtlich an der Generalversammlung im Mai 2019 zur Abstimmung kommen. Mark Zuckerberg soll weg! Dies forderten...

    Mark Zuckerberg soll als Facebook-CEO verschwinden. Das haben am Mittwoch mehrere staatliche Facebook-Anleger gefordert. Der Antrag wird voraussichtlich an der Generalversammlung im Mai 2019 zur Abstimmung kommen.

    Mark Zuckerberg soll weg! Dies forderten am Mittwoch gleich mehrere öffentliche Facebook-Anleger, darunter auch diverse Pensionskassen. Regierungsbeamte diverser US-Bundesstaaten reichten einen Antrag ein, dass Zuckerberg als CEO ersetzt wird, berichtet «Reuters».

    Ihre Begründung: Zuckerberg sei mitverantwortlich für die Reihe von Skandalen. «Facebook spielt eine sehr grosse Rolle in unserer Gesellschaft und Wirtschaft. Das Unternehmen hat eine soziale und finanzielle Verantwortung, transparent zu agieren – deshalb fordern wir Unabhängigkeit und Verantwortungsbewusstsein im Unternehmensvorstand», sagte Scott Stringer, Finanzprüfer der Stadt New York.

    Wenig Chancen für Antrag

    Diese Verantwortung habe Facebook ungenügend wahrgenommen, und dazu beigetragen, dass Facebook in eine «Reihe von schwersten Skandalen» verwickelt war, so Stringer weiter. Gemeint ist nebst den mehreren Datenschutz-Problemen auch der Missbrauch russischer Propagandisten während den US-Präsidentschaftswahlen.

    Mit dem Antrag dürften die Anleger wenig Chance haben: Zuckerberg selbst soll laut «Reuters» rund 60 Prozent der Stimmrecht innehaben. Der Antrag wird voraussichtlich an der Generalversammlung im Mai 2019 zur Abstimmung kommen. (pma)

    Nidwaldner dürfen mit Hans Wicki auf ihren ersten Bundesrat hoffen: «Es wäre eine Anerkennung für den Kanton»

    Nidwaldner dürfen mit Hans Wicki auf ihren ersten Bundesrat hoffen: «Es wäre eine Anerkennung für den Kanton»


    STANS - Hans Wicki darf bei den Nidwaldnern auf grosse Unterstützung für seine Bundesratskandidatur hoffen. Viele finden, es sei an der Zeit, dass der Urkanton auch einmal einen Sitz in der Landesregierung erhalte. Noch nie gab es...

    STANS - Hans Wicki darf bei den Nidwaldnern auf grosse Unterstützung für seine Bundesratskandidatur hoffen. Viele finden, es sei an der Zeit, dass der Urkanton auch einmal einen Sitz in der Landesregierung erhalte.

    Noch nie gab es einen Nidwaldner Bundesrat, noch nicht einmal einen Nidwaldner Kandidaten für die Landesregierung – bis heute. Und trotzdem gab es in Stans keinen Volksauflauf, nachdem der Nidwaldner FDP-Ständerat Hans Wicki (54) am Vormittag im Rathaus seine Kandidaturabsichten bekannt gegeben hatte.

    Für viele Nidwaldner ist es jedoch sehr wichtig, dass ihr Kanton beziehungsweise die «vernachlässigte Zentralschweiz» endlich (wieder) einen Sitz im Bundesrat erhält. Sie unterstützen Wickis Kandidatur.

    Für andere geht allerdings der Frauenanspruch vor, wie eine BLICK-Strassenumfrage ergab. Es sei nun einfach Zeit, wieder eine Frau zu wählen. 

    «Und sonst erhält er wenigstens ein Denkmal ...»

    Dass Hans Wicki aber als Winkelried für die Zentralschweiz neben der Topfavoritin, der St. Galler FDP-Ständerätin Karin Keller-Sutter (54), enden könnte, glaubt in Stans niemand. Trotz des Denkmals für Arnold Winkelried auf dem Dorfplatz und trotz humorvollen Seitenhieben wie etwa von SVP-Nationalrat Peter Keller (47), der Wicki bei seiner Kandidatur unterstützt: «Ich hoffe, dass er es überlebt. Und sonst erhält er wenigstens ein Denkmal, was auch nicht schlecht ist.»

    «Wir stehen in einer Sackgasse»: Rahmenabkommen vorläufig gescheitert

    «Wir stehen in einer Sackgasse»: Rahmenabkommen vorläufig gescheitert


    BERN - Die vorerst letzte Verhandlungsrunde ist erfolglos geblieben. Die Präsidenten von CVP und FDP glauben nicht mehr an eine Unterzeichnung des Rahmenvertrags in diesem Jahr. Seit vier Jahren streiten die Schweiz und die EU um ein...

    BERN - Die vorerst letzte Verhandlungsrunde ist erfolglos geblieben. Die Präsidenten von CVP und FDP glauben nicht mehr an eine Unterzeichnung des Rahmenvertrags in diesem Jahr.

    Seit vier Jahren streiten die Schweiz und die EU um ein Rahmenabkommen. Über einen Vertrag also, der übergreifende Fragen zu den Bilateralen regelt. Und es dürften weitere Jahre verstreichen. Ein Abschluss noch in diesem Jahr wird immer unwahrscheinlicher.

    Am Dienstagabend endete in Brüssel die vorerst letzte Verhandlungsrunde – ohne Ergebnis. Die EU-Kommission werde jetzt politisch beurteilen, wie es weitergehen soll, hiess es. Denn bei wichtigen politischen Punkten habe man sich nicht einigen können. Im Klartext: Die Verhandlungen werden vorerst unterbrochen, selbst ein Abbruch steht im Raum. Zu einem Treffen zwischen EU-Präsident Jean-Claude Juncker (63) und Bundespräsident Alain Berset (46) wird es am Freitag kaum kommen.

    FDP-Gössi: «Bis Ende Jahr reicht es kaum»

    Der Bundesrat hielt sich nach der gestrigen Sitzung bedeckt. Im Bundeshaus jedoch macht sich immer mehr Ernüchterung breit: «Jetzt wird offensichtlich, wohin die Verweigerungshaltung der Gewerkschaften führt: Wir stehen in einer Sackgasse», sagt FDP-Präsidentin Petra Gössi (42). Eine Lösung sei in weite Ferne gerückt. «Nur schon deshalb reicht es zeitlich bis Ende Jahr kaum», sagt sie.

    Ebenso pessimistisch ist Gerhard Pfister (56). «Ich sehe nicht, wie man dies bis Ende Jahr hinbringen soll», so der CVP-Präsident. Offenbar seien derzeit keine Verhandlungsfortschritte mehr möglich, und im nächsten Jahr werde es wegen den Wahlen in der EU und in der Schweiz sowie dem Brexit noch schwieriger.

    Frühestmögliche Unterzeichnung wäre also 2020. Welche Konsequenzen ein vorläufiger Verhandlungsabbruch hat, werden die kommenden Wochen zeigen. Die EU drohte schon offen damit, die Gleichwertigkeit der Schweizer Börsenregulierung nicht mehr anzuerkennen. Dies hätte negative Auswirkungen für unsere Börse und indirekt für hiesige Firmen.

    Kreisel in Widnau SG gesperrt: Traktor-Fahrer verliert seine Kartoffeln

    Kreisel in Widnau SG gesperrt: Traktor-Fahrer verliert seine Kartoffeln


    Am Mittwoch ist gegen 10.30 Uhr in einem Kreisel in Widnau SG ein mit Kartoffeln beladener Anhänger eines Traktors umgekippt. Die Autobahneinfahrt musste kurzzeitig gesperrt werden. Am Mittwoch ist gegen 10.30 Uhr in einem Kreisel in Widnau SG ein mit...

    Am Mittwoch ist gegen 10.30 Uhr in einem Kreisel in Widnau SG ein mit Kartoffeln beladener Anhänger eines Traktors umgekippt. Die Autobahneinfahrt musste kurzzeitig gesperrt werden.

    Am Mittwoch ist gegen 10.30 Uhr in einem Kreisel in Widnau SG ein mit Kartoffeln beladener Anhänger eines Traktors umgekippt. Die Autobahneinfahrt in Richtung Chur musste kurzzeitig gesperrt werden.

    Autobahn-Einfahrt gesperrt

    Laut Polizeiangaben fuhr der 49-jährige Traktorfahrer mit seinem Fahrzeug und einem Anhänger auf der Unterdorfstrasse in Richtung Au SG. Im Kreisel kippte der Anhänger, welcher mit mehreren Paletten Kartoffeln beladen war, auf die rechte Seite. Die gesamte Ladung breitete sich auf der Autobahneinfahrt der A13 aus.

    Für die Aufräumarbeiten musste die Einfahrt in Richtung Chur für rund eine halbe Stunde gesperrt werden. Es entstand Sachschaden in unbekannter Höhe. (pma)

    Roxette-Comeback ohne Fredriksson: «Die Tour war Maries Idee»

    Roxette-Comeback ohne Fredriksson: «Die Tour war Maries Idee»


    Jahrzehntelang standen Per Gessle und Marie Fredriksson als Roxette auf den grossen Bühnen. Nach den schweren Folgen ihres Hirntumors will die Sängerin nicht mehr auftreten. Warum Gessle trotzdem weiter macht, erzählt er im BLICK-Interview. Gegen die...

    Jahrzehntelang standen Per Gessle und Marie Fredriksson als Roxette auf den grossen Bühnen. Nach den schweren Folgen ihres Hirntumors will die Sängerin nicht mehr auftreten. Warum Gessle trotzdem weiter macht, erzählt er im BLICK-Interview.

    Gegen die hippen Gestalten, die sich in der Lobby des Berliner Luxus-Hotels Soho House rumtreiben, wirkt Per Gessle (59) geradezu unscheinbar. Vor dem Gespräch bietet der Millionär höflich ein Glas Wasser und einen Kaffee an. Einzig die Visagistin hinter ihm und das gigantische Hotelzimmer weisen darauf hin, dass es sich bei Gessle um einen der grössten Pop-Stars der 90er handelt.

    BLICK: Sie touren 2018 zwar unter dem Namen Roxette, doch erstmals ohne Ihre Partnerin Marie Fredriksson. Sind Sie aufgeregt? 
    Per Gessle: Sehr. Doch ich habe eine tolle Band hinter mir. 2016 hatten Marie und ich ein Meeting, und sie hat mir mitgeteilt, dass sie mit Roxette nicht mehr weitermachen möchte. Das traf mich sehr hart, weshalb ich mich sofort in die Arbeit stürzte. Ich habe ein Solo-Album in Nashville aufgenommen und die Band, mit der ich das Album eingespielt habe, kommt nun mit mir auf Roxette–Tournee.

    Wie werden Sie damit umgehen, dass Marie nicht dabei ist?
    Ich wollte, dass unsere Songs im Vordergrund stehen, nicht die Band Roxette, sondern die Musik. Die Lieder sollen die Stars des Abends werden. Deshalb war es mir wichtig, dass es nicht einfach eine Best-Of-Tournee wird, während der wir unseren Roxette-Katalog runterleiern. Klar wird es den ein oder anderen Hit geben, aber ich habe bewusst Songs gewählt, die wir nicht oft oder vielleicht noch gar nie gespielt hatten, und habe sie neu verpackt. 

    Wer wird Maries Gesangsparts übernehmen?
    Wir sind fünf Leute in der Band, die singen - zwei Frauen und drei Männer, inklusive mir natürlich. Wir haben sie zwar noch nicht aufgeteilt, aber es wird organisch entstehen. Manchmal singe ich, manchmal das Publikum, manchmal jemand aus meiner Band. Ich wollte Marie auf keinen Fall ersetzen. Diese Tour soll ein neues Kapitel für Roxette werden. Natürlich wäre es am einfachsten gewesen, die alten Leute zusammenzutrommeln und Marie durch eine neue Frontfrau zu ersetzen. Aber um das geht es mir nicht.

    Wie hat sie auf das geplante Comeback reagiert?
    Es war ihre Idee! Schon 2016 hat sie es mir vorgeschlagen. Doch ich war dazu einfach nicht bereit. Damals erschien mir die Idee unsinnig. Wenn einer Band ein solcher Schicksalsschlag wie Maries Krankheit geschieht, gibt es nur zwei Wege weiterzumachen. Entweder man spielt diese Hits nie wieder, da sie nicht mehr neben mir auf der Bühne stehen kann. Oder man macht weiter – und schliesslich habe ich mich doch für Letzteres entschieden. Denn das Leben geht weiter, man lernt damit umzugehen. Diese Lieder werden immer ein Teil meines Lebens sein, schliesslich habe ich sie geschrieben.

    Wie hat sich das Tourleben mit der Zeit verändert? 
    Man wird halt älter. Man kann nicht mehr ein Jahr lang jeden Abend auf der Bühne rumschreien, schon nur meine Stimme würde das nicht mehr mitmachen. Und man muss lernen, sich zu benehmen. Die ganze Nacht in Bars rumlümmeln und dann direkt zum Flughafen zu fahren – das geht nicht mehr. Andererseits ist es für mich heute erfüllender, auf Tour zu sein. In den 90ern wollten wir die grösste Band der Welt sein, wir haben ständig mit anderen Bands konkurriert. Heute spiele Konzerte weil ich meine Songs und meine Fans liebe. Um etwas anderes geht es mir nicht mehr. 

    Können Sie sich noch an Ihre erste Show in der Schweiz erinnern?
    Natürlich. Die Schweiz war eines der ersten Ländern, in denen wir in grossen Stadien spielen konnten. Wie heisst der Ort noch? Hallenstadion? Die Schweiz hat uns von Anfang an mit offenen Armen empfangen und dafür werden wir immer dankbar sein. Mit Zürich verbindet mich ausserdem eine sehr spezielle Erinnerung. Als ich nach einer Show in der Lobby meines Hotels sass, sagte mir jemand, dass Kurt Cobain gestorben sei. Eine traurige Erinnerung, aber das fällt mir immer sofort ein, wenn ich an Zürich denke.

    Sie haben Ihre Anfänge als Punk-Musiker gemacht. Fühlen sie sich mit der Szene immer noch verbunden?
    Die politische Seite an Punk-Musik hat mich zwar nie interessiert, Punk-Musik hatte aber trotzdem einen riesigen Einfluss auf mein Leben. Sie zeigte mir, dass es in Ordnung ist, in einer Band zu spielen, auch wenn man sein Instrument nicht perfekt beherrscht. Bevor die Punk-Welle kam, waren alle Meister ihres Faches. Die Musiker dieser Zeit waren technische Zauberer! Doch als die Buzzcocks und die Sex Pistols kamen, zeigten sie, dass jeder eine Band starten konnte und das liebte ich. Denn ich war ja selbst nicht besonders gut. Ich mag es noch immer, Dinge einfach auszuprobieren ohne lange zu überlegen. Manchmal macht man Fehler, doch wenn man daraus lernt, ist das egal. Ich denke wenn das Punkrock ist, habe ich im Herzen meine Haare immer noch blau gefärbt.

    Sie schreiben seit über vier Jahrzehnten Songs. Wird es mit der Zeit einfacher oder schwerer?
    Sie stellen mir sehr schwierige Fragen (lacht). Ich glaube beide Aussagen treffen zu. Es wird schwerer, da man sich schnell wiederholt. Wenn man viele Songs geschrieben hat, ist es schwer, sich neu zu erfinden, denn die Art Lieder zu schreiben, ist fest in deiner DNA verankert. Doch es ist auch einfacher geworden, denn durch die Erfahrung wird man entspannter. Als wir Ende der 80er berühmt wurden, lastete ein enormer Druck auf meinen Schultern, da ich der einzige Songwriter der Band war. Konnte ich keinen zweiten Hit liefern, würden wir schnell wieder in der Versenkung verschwinden. Heute bin ich da viel freier.

    Auf die schwierige Frage eine einfache: Wie entspannen Sie in Ihrer Freizeit?
    Ich liebe Formel-1-Rennen - und Rennsport allgemein. Ansonsten mag ich es eigentlich nicht, still zu sitzen. Ich habe mit meiner Frau ein Hotel eröffnet, damit verbringe ich viel Zeit. Doch meistens widme ich mich einfach der Musik. Ich höre Platten, schreibe Songs, tüftle im Studio herum.

    Und wieder eine Schwierigere: Nach all den Erfolgen, haben Sie noch einen Traum, den Sie sich erfüllen möchten?
    Ich will weiterhin Musik machen, bis ich sterbe. Ich liebe das, was ich tue und ich will niemals damit aufhören. Würde ich nicht geniessen, was ich tue, hätte ich schon längst aufgehört. Dann könnte ich mir den ganzen Tag alte Formel-1-Rennen auf Youtube anschauen. (lacht)

    Per Gessle's Roxette spielen am Freitag, 19.10. in der Halle 622 in Zürich Oerlikon.

    «Das soll uns eine Lehre sein»: So reagiert das Ländle nach der Blamage gegen Gibraltar-Amateure

    «Das soll uns eine Lehre sein»: So reagiert das Ländle nach der Blamage gegen Gibraltar-Amateure


    Ganz Gibraltar ist aus dem Häuschen! Der Fussball-Zwerg erlebt mit dem 2:1 über Liechtenstein einen Abend historischen Ausmasses. Für die Ländle-Kicker ist es hingegen eine der bittersten Pleiten in jüngster Vergangenheit – trotzdem zeigen sie...

    Ganz Gibraltar ist aus dem Häuschen! Der Fussball-Zwerg erlebt mit dem 2:1 über Liechtenstein einen Abend historischen Ausmasses. Für die Ländle-Kicker ist es hingegen eine der bittersten Pleiten in jüngster Vergangenheit – trotzdem zeigen sie sich als faire Verlierer.

    Nach dem Abpfiff in der 97. Minute brechen im Victoria Stadium von Gibraltar alle Dämme. Das Team vom britischen Überseegebiet gewinnt das Kräftemessen zweier Fussball-Leichtgewichte. Gibraltar schlägt Liechtenstein in der Nations League 2:1 – und versetzt seine Fans in totale Ekstase. Es wird gesungen und getanzt, die Spieler liegen sich in den Armen, Kinder rennen auf den Platz, wollen mit ihren Idolen mitfeiern.

     

    Es ist ein geschichtsträchtiger Moment für die kleine Nation, die vor nicht einmal fünf Jahren ihr erstes Länderspiel ausgetragen hat. Die Gibraltar-Amateure erleben dieser Tage einen noch nie zuvor gesehenen Höhenflug.

    Am Wochenende gibts den sensationellen 1:0-Erfolg in Armenien. Jetzt der Heimsieg gegen die Ländle-Kicker – zweimal drei Punkte in Folge, so was gabs im 35'000-Einwohner-Stadtstaat noch kein einziges Mal zu bejubeln.

    Und Liechtenstein? Für das nicht nicht viel grössere Fürstentum ist die Pleite in Gibraltar mit viel Ernüchterung und Frust verbunden. Gerade weil sich die mit einigen Profis gespickte Equipe von Rene Pauritsch für die Nations League viel ausgerechnet hat – und im September (in Runde zwei) mit dem 2:0 gegen eben diese Gibraltarer auch verheissungsvoll gestartet ist.

     

    Auch am Dienstagabend im Victoria Stadium sieht es zunächst nach einem guten Abend fürs Ländle aus. Stürmer Dennis Salanovic schiesst früh das 1:0. «Doch dieses Tor hat uns überhaupt nicht gut getan», sagt der Edeljoker des FC Thun (3 Treffer und 2 Assists in 197 Minuten!) im Nachhinein zu BLICK, «wir wurden passiv und haben den Gegner stark gemacht».

    Das Resultat: eine «extrem schmerzhafte Niederlage». Salanovic will nichts beschönigen: «Ich bin einfach nur enttäuscht. Weniger wegen des Resultats, sondern mehr wegen der Tatsache, dass wir unsere Leistung nicht abgerufen haben.» Auch die Liechtensteiner Tageszeitung «Vaterland» geht mit dem Auftritt der Landesauswahl hart ins Gericht, betitelt die Niederlage als «Blamage».

    Die Spieler laufen nach Spielschluss geknickt in Richtung Kabine, einige kämpfen mit Tränen, andere starren fassungslos in den Boden. Coach Pauritsch spricht gegenüber «Radio L» ernüchtert von einer «vertanen Chance».

     

    Salanovic kann derweil verstehen, dass in Gibraltar nach Abpfiff eine Riesen-Party begann. «Wir wissen ja selbst, wie schön es sich anfühlt, als kleine Nation einmal zu punkten. Dieses Spiel soll uns eine Lehre sein – Gibraltar hat uns gezeigt, was man mit der richtigen Mentalität und dem nötigen Willen erreichen kann. Grosses Kompliment dafür!»

    Gibraltar-Captain Roy Chipolina wird diese netten Worte gerne hören. Denn auch für ihn haben die aktuellen Erfolgserlebnisse mit der Einstellung zu tun: «Viele sprechen von Glück. Ich nenne es harte Arbeit, Glauben und Hingabe. Oh, und offensichtlich haben wir auch die nötigen Eier.»

     

    Stellen Sie ab 20 Uhr live Ihre Fragen! Darum treibt es der Bachelor so wild

    Stellen Sie ab 20 Uhr live Ihre Fragen! Darum treibt es der Bachelor so wild


    Am kommenden Montag startet die neue «Bachelor»-Staffel. Clive Bucher stellt sich schon heute Ihren Fragen. Bachelor Clive Bucher (26) sucht ab nächstem Montag die Liebe im TV. Woche für Woche buhlen ab dann 20 Kandidatinnen um das Herz des...

    Am kommenden Montag startet die neue «Bachelor»-Staffel. Clive Bucher stellt sich schon heute Ihren Fragen.

    Bachelor Clive Bucher (26) sucht ab nächstem Montag die Liebe im TV. Woche für Woche buhlen ab dann 20 Kandidatinnen um das Herz des Junggesellen. Dabei wird es heiss zu- und hergehen, wie ein erster Blick in den Trailer zeigt.

    Denn: Die Kandidatinnen – und auch Clive – legen in dieser Staffel sämtliche Hemmungen ab. So lässt Mia (22) schon bei der ersten Begegnung mit dem Bachelor die Hüllen fallen, packt vor Bucher kurzerhand ihre nur ganz dürftig abgeklebten Brüste aus.

    Aber auch der Bachelor selbst ist kein Kind von Traurigkeit. Er vergnügt sich im Pool gleich mit zwei Frauen im selben Moment. Trotzdem versichert er im Gespräch mit BLICK: Während der Staffel sei es nicht zu Sex gekommen. Denn: «Für das hatte ich keine Zeit.»

    Haben Sie Fragen an den Bachelor? Stellen Sie ihm diese in den Kommentaren! Heute Abend um 20 Uhr steht er im BLICK-Livetalk Rede und Antwort. (bnr)

     

    Flieger musste wieder umdrehen: Rauch-Alarm auf einem Flug der First Lady

    Flieger musste wieder umdrehen: Rauch-Alarm auf einem Flug der First Lady


    Ein Flugzeug mit der US-Präsidentengattin Melania Trump an Bord hat wegen eines technischen Defekts umdrehen müssen. Während des Fluges am Mittwoch von der Luftwaffenbasis Andrews bei Washington nach Philadelphia war Rauch in der Kabine aufgetreten....

    Ein Flugzeug mit der US-Präsidentengattin Melania Trump an Bord hat wegen eines technischen Defekts umdrehen müssen. Während des Fluges am Mittwoch von der Luftwaffenbasis Andrews bei Washington nach Philadelphia war Rauch in der Kabine aufgetreten.

    Ein Flugzeug mit der US-Präsidentengattin Melania Trump an Bord hat wegen eines technischen Defekts umdrehen müssen. Während des Fluges am Mittwoch von der Luftwaffenbasis Andrews bei Washington nach Philadelphia war Rauch in der Kabine aufgetreten.

    Dies berichteten mitreisende Reporter. Die Regierungsmaschine flog daraufhin zum Startflughafen zurück.

    Nasse Tücher für den Notfall

    Es habe sich um einen «kleineren» technischen Defekt gehandelt, teilte eine Sprecherin der First Lady mit. Alle Insassen des Flugzeugs seien wohlbehalten zurückgekehrt.

    Nach Angaben von US-Medien hatten Reporter den Rauch in der Kabine bemerkt. Sie wurden daraufhin angewiesen, sich notfalls nasse Handtücher aufs Gesicht zu halten. Der Rauch löste sich demnach jedoch bereits während des Fluges auf.

    Die Ehefrau von Präsident Donald Trump wollte im rund 225 Kilometer nordöstlich von Washington gelegenen Philadelphia ein Spital besuchen. (SDA)

    GaultMillau-Rezept: Beat Stofers Limonenrisotto mit Milken

    GaultMillau-Rezept: Beat Stofers Limonenrisotto mit Milken


    16-Punktechef Beat Stofer (Meggen) ist berühmt für seine Risotti. Diesmal mit sautierten, knusprigen Milken. Zutaten Für 4 Personen125 gRisottoreis2Schalotten, gehackt½Knoblauchzehe, gehackt½ lGeflügelfond1 dlweissen Kochwein30 gButter, in...

    16-Punktechef Beat Stofer (Meggen) ist berühmt für seine Risotti. Diesmal mit sautierten, knusprigen Milken.

    Zutaten Für 4 Personen125 gRisottoreis2Schalotten, gehackt½Knoblauchzehe, gehackt½ lGeflügelfond1 dlweissen Kochwein30 gButter, in Würfeln300 gMilken, blanchiert und gezupft4Knoblauchzehen, in der Schale in Milch blanchiert2 ELTomatenwürfel1 EL Petersilie gehackt2Limonen (Abrieb und Saft)½ dlLimonenölZubereitungSchalotten und Knoblauch in Fettstoff anziehen, den Reis beigeben und mitdünsten bis er glasig ist. Mit Weisswein ablöschen und einreduzieren lassen.Mit der Hälfte des Gemüsefonds auffüllen und mit Salz und Pfeffer würzen. Kochen bis die Flüssigkeit weg ist. Danach auf ein Blech geben.Die Milken am Vortag ca. 4 Stunden wässern. Dannn die Milken im Salzwasser kochen.Die Milken portionieren, würzen, in Mehl wenden und in Öl mit den Knoblauchzehen knusprig braten. Ganz zum Schluss die Kräuter & Tomatenwürfel beigeben.Das Risotto mit dem Rest des Gemüsefonds aufkochen und immer leicht darin rühren. Kochen bis das Risotto weich ist.Zum Schluss die Butter einrühren, mit Limonensaft, Limonenabrieb & Limonenöl abschmecken und anrichten.

     

    Weitere Rezepte finden Sie hier auf dem «GaultMillau-Channel».

     

    Produzent Entomos gehts madig: Schweizer Insekten sind zu teuer

    Produzent Entomos gehts madig: Schweizer Insekten sind zu teuer


    Nach Coop bietet nun auch die Migros Insektenprodukte an. Vom Trend profitieren vor allem Hersteller aus dem Ausland. Der Schweizer Pionier dagegen ist von der Nachfrage enttäuscht. Jetzt soll das Unternehmen sogar verkauft werden. Seit dieser Woche...

    Nach Coop bietet nun auch die Migros Insektenprodukte an. Vom Trend profitieren vor allem Hersteller aus dem Ausland. Der Schweizer Pionier dagegen ist von der Nachfrage enttäuscht. Jetzt soll das Unternehmen sogar verkauft werden.

    Seit dieser Woche gibts Würmer, Grillen und Heuschrecken auch bei der Migros. Ganz und getrocknet verkauft sie 15 Gramm Europäische Wanderheuschrecken für 6.90 Franken und das doppelte Quantum Mehlwürmer für 3.90 Franken. Beide Produkte und auch die Grillen kommen aus den Niederlanden.

    Coop bietet Insekten schon länger an. Es handle sich aber um ein Nischenprodukt, so der Detailhändler gegenüber SRF. Damit das nicht so bleibt, wirbt Coop fleissig für seine Produkte. «Eine neue Geschmackswelt» verspricht das Unternehmen in seinem aktuellen Magazin. Angepriesen werden Nuss-Snacks in den Geschmacksrichtungen Salz, Paprika und Curry. Zwischen den Nüssen und Mandeln tummeln sich Mehlwürmer.

    Wenig Nachfrage bei Luzerner Firma

    Coop verkauft seine Insektenprodukte in rund 60 Supermärkten und online. «Wenn die Nachfrage weiterhin so gross bleibt, prüfen wir, weitere Insektenprodukte in unser Sortiment aufzunehmen», sagt eine Sprecherin auf BLICK-Anfrage. Die Migros will erst mal abwarten, wie die Kunden reagieren.

    Die Migros-Snacks wie auch die Mehlwurm-Burger und Insektenriegel von Coop werden von der Firma Essento aus Zürich produziert. Die Zutaten bezieht das Start-up aus dem Ausland, zum Teil aber auch von der Firma Entomos aus Grossdietwil LU, wie der Verkaufschef gegenüber «Zentralplus» sagt.

    Beim Luzerner Unternehmen ist der Insektenhype aber bisher nicht angekommen. Wegen der geringen Nachfrage sei die Produktion bescheiden, erklärt Geschäftsführer Urs Fanger gegenüber der SRF-Nachrichtensendung «10 vor 10». Deshalb seien die Kosten hoch. Folge: Die Mutterfirma Andermatt-Gruppe will ihre Insektenzucht-Tochter verkaufen. Entomos züchtet und verkauft seit Sommer 2017 Lebensmittelinsekten. Damit war sie Pionierin in der Schweiz.

    Rund 20 Franken für 30 Gramm

    Der Grund, dass Schweizer Händler die Rohstoffe lieber im Ausland beziehen, liegt beim Preis. Ein Blick auf den Entomos-Verkaufskanal zeigt, dass inländische Insekten deutlich teurer sind. Für 30 Gramm Grillen verlangen die Produzenten 19.90 Franken. Zum Vergleich: Migros verkauft 20 Gramm für 4.90 Franken.

    Viel zu teuer seien die Schweizer Insekten, sagt ein Migros-Sprecher auf Anfrage. «Wir wollten die Produkte für rund fünf Franken anbieten.» Mit einem tiefen Preis würden die Kunden die Produkte eher mal zum Probieren kaufen. 

    In Aeugst am Albis ZH: Wolf läuft BLICK-Leser über den Weg

    In Aeugst am Albis ZH: Wolf läuft BLICK-Leser über den Weg


    Ein BLICK-Leser hatte am Dienstagnachmittag eine sonderbare Begegnung in Aeugst am Albis ZH. Plötzlich stand ein Wolf vier Meter von ihm entfernt. Der Kanton Zürich warnte am Montag vor einem herumstreifenden Wolf. Er hatte möglicherweise zwei Rehe...

    Ein BLICK-Leser hatte am Dienstagnachmittag eine sonderbare Begegnung in Aeugst am Albis ZH. Plötzlich stand ein Wolf vier Meter von ihm entfernt.

    Der Kanton Zürich warnte am Montag vor einem herumstreifenden Wolf. Er hatte möglicherweise zwei Rehe gerissen.

    BLICK-Leser Walter Spiess (60) ist möglicherweise dem gleichen Tier am Dienstag um 15 Uhr in Aeugst am Albis ZH begegnet.

    Der Hundetrainer fährt gerade mit einer seiner Hundeschülerinnen und ihrem Vierbeiner von Affoltern am Albis in Richtung Aeugst, als er bei einer 80er-Strecke das Tier entdeckt. «Zuerst dachte ich, es ist ein Schäferhund. Doch als wir näher rangefahren sind, sah ich, dass es ein Wolf ist», sagt er zu BLICK.

    «Der Wolf war friedlich und gesund»

    Er sagt der Lenkerin, sie solle anhalten und die Warnlichter einschalten. «Vier Meter vor uns lief der Wolf dann ganz gemütlich über die Strasse. Er sah so aus, als würde er sich zuerst noch überlegen, ob er auf die andere Seite soll», sagt Spiess. Das Tier habe einen gesunden und friedlichen Eindruck gemacht.

    Nach rund sieben Minuten konnte Spiess und seine Begleitung dann weiterfahren. «Das war schon sehr speziell, denn ich hatte den Wolf davor nur im Zoo gesehen», sagt der Hundetrainer. (man)

    Schauspiel: Schauspielerin Heidi Maria Glössner wird 75

    Schauspiel: Schauspielerin Heidi Maria Glössner wird 75


    BERN - BE - Die Schauspielerin Heidi Maria Glössner, schweizweit bekannt geworden als Lisi Bigler im Film «Die Herbstzeitlosen», feiert am Samstag ihren 75. Geburtstag. Drei Tage vor diesem Ereignis hat...

    BERN - BE - Die Schauspielerin Heidi Maria Glössner, schweizweit bekannt geworden als Lisi Bigler im Film «Die Herbstzeitlosen», feiert am Samstag ihren 75. Geburtstag. Drei Tage vor diesem Ereignis hat Glössner eine weitere Auszeichnung entgegennehmen können.

    Die Burgergemeinde Bern verlieh ihr am Mittwoch die sogenannte «Externe burgerliche Medaille». Diese Medaille geht an Persönlichkeiten, welche das Leben in Bern in besonderer Weise bereichert haben, wie die Burgergemeinde mitteilte.

    Mit ihrem langjährigen und leidenschaftlichen Engagement in Bern sei Glössner zur «Grande Dame des Berner Stadttheaters» geworden, schreiben die Berner Burger. Zudem habe sie mit ihren Auftritten in Kino- und Fernsehfilmen die Schweizer Filmszene massgeblich mitgeprägt und Bern «etwas cineastischen Glamour» verliehen.

    Ausser in «Die Herbstzeitlosen» wirkte Glössner etwa auch im Film «Usfahrt Oerlike» und in «Tatort»-Krimis mit.

    Glössner wurde in Deutschland geboren, lebt aber hauptsächlich in Bern. Festes Ensemblemitglied von Konzert Theater Bern (KTB), wie das Stadttheater Bern heute heisst, war sie von 1987 bis 2008. Im laufenden Jahr feiert Glössner nach Angaben von KTB auch das 50-jährige Bühnenjubiläum.

    2016 erhielt Glössner den Prix Walo als beste Schauspielerin und 2017 für ihr Lebenswerk den Armin-Ziegler-Preis zur Förderung der Theaterkultur. Im kommenden Winter wird die Schauspielerin in «Das Missverständnis» von Albert Camus auf der Bühne von Konzert Theater Bern zu sehen sein.

    Trotzdem dominiert der Schwarzmarkt noch: Heute legalisiert Kanada Cannabis

    Trotzdem dominiert der Schwarzmarkt noch: Heute legalisiert Kanada Cannabis


    St Johns/Toronto – Kanada hat am Mittwoch den Gebrauch von Cannabis vollständig freigegeben. In den Metropolen wie Toronto und Vancouver bleibt jedoch vielen Kanadiern der legale Rausch vorerst weiter versperrt. Denn bislang haben viele...

    St Johns/Toronto – Kanada hat am Mittwoch den Gebrauch von Cannabis vollständig freigegeben. In den Metropolen wie Toronto und Vancouver bleibt jedoch vielen Kanadiern der legale Rausch vorerst weiter versperrt.

    Denn bislang haben viele Provinzregierungen nur eine kleine Anzahl von Geschäften zugelassen, zudem gibt es nicht genügend Marihuana auf dem Markt, dass zu diesen Läden geliefert wird, so dass die meisten Joints zunächst noch aus Cannabis vom Schwarzmarkt bestehen werden.

    «Es wird eine Menge Feiern an diesem Tag geben, nahezu alle davon mit illegalem Cannabis in einigen von Kanadas grössten Städten», sagte der Cannabis-Experte Brad Poulos von der Ryerson Universität in Toronto. «Diejenigen, die Cannabis zur Entspannung nutzen, werden sich an ihre bisherigen Versorgungsquellen halten, bis das legale System aufholt.»

    Kiffen trotz Wind und Wetter

    Cannabis-Liebhaber starteten um Mitternacht in Neufundland und Labrador, den östlichsten Provinzen des Landes, mit den ersten legalen Verkäufen. Über 100 Menschen trotzten in der Provinzhauptstadt St. John's Kälte und Wind und standen Schlange vor einem Marihuana-Geschäft, das Canopy Growth, dem weltweit bekanntesten Cannabisproduzenten, gehört.

    «Ich bin heute Nacht herausgekommen, um die erste Person in Kanada zu sein, die das erste legale Gramm Cannabis gekauft hat und um endlich das Ende des Verbots in Kanada zu sehen», sagte Ian Power, der zu den ersten Käufern gehörte. Trotz des Mangels an Geschäften in Kanadas grössten Städten können Verbraucher legales Marihuana online kaufen, von Provinzregierungen oder von lizenzierten Einzelhändlern. Die Lieferung wird jedoch einige Tage dauern.

    Die Welt schaut genau hin

    Andere Länder auf der ganzen Welt, von denen viele nur den Gebrauch von medizinischem Cannabis erlauben, beobachten die Legalisierung in Kanada genau. Der Schritt ist auch ein politischer Erfolg von Kanadas Premierminister Justin Trudeau, der in seinem Wahlkampf 2015 angekündigt hatte, Cannabis legalisieren zu wollen.

    Damit wollte er nicht nur dem kriminellen Rauschgifthandel einen Riegel vorschieben, sondern auch die Produktion, den Vertrieb und den Konsum eines Produkts regulieren, das Millionen von Kanadiern illegal konsumiert hatten. Viele Provinzen und Unternehmen hatten jedoch Schwierigkeiten, sich auf diesen Meilenstein vorzubereiten. Der Start der vollständigen Legalisierung verschob sich auf Oktober von ursprünglich Juli, um den Aufbau von Vertriebs- und Verkaufsnetzen zu ermöglichen.

    Die Regierung und viele Provinzen waren zunächst vorsichtig und begrenzten Geschäfte und Produkte. So sind etwa essbare Cannabis-Produkte noch für ein Jahr verboten, auch gibt es eine strenge Kontrolle über das Angebot. In der Provinz Ontario, Sitz der Landeshauptstadt Ottawa und Kanadas grösster Stadt Toronto, wird es noch bis April 2019 keine entsprechenden Geschäfte geben, da eine neue Provinzregierung das Handelsmodell der Provinz änderte.

    60 Prozent der Nachfrage befriedigt

    In British Columbia, wo sowohl von der Provinz betriebene als auch private Verkaufsstellen geplant sind, gibt es nur ein von der Regierung betriebenes Geschäft - 350 Kilometer von der grössten Stadt Vancouver entfernt. Lizenzen für private Geschäfte werden erst nach der Legalisierung ausgestellt, wie der Minister für öffentliche Sicherheit der Provinz, Mike Farnworth, sagte. «Im Prinzip wird es hier am 18. Oktober im wesentlichen so aussehen wie schon am 16. Oktober.»

    Selbst in Provinzen mit mehr Geschäften sind leere Regale wahrscheinlich auf einen Mangel an Produkten zurückzuführen. Eine Studie der Universität Waterloo und des Think Tank C.D. Howe Institute kam zu dem Schluss, dass das legale Angebot in den ersten Monaten weniger als 60 Prozent der Nachfrage befriedigen wird, obwohl sich dies mit steigender Produktion ändern wird.

    «Die Schlüsselbotschaft ist nicht, wie es am ersten Tag läuft, sondern dass es überhaupt einen ersten Tag gibt», sagte Canopy-Growth-Chef Bruce Linton. (SDA)

    Verunglimpfungen von allen Seiten: Das Weisse Haus wird zum Tollhaus

    Verunglimpfungen von allen Seiten: Das Weisse Haus wird zum Tollhaus


    Sexistische Diffamierungen, «Sex-Videos» mit Melania: Das Weisse Haus hat definitiv seine Würde verloren. Donald Trump (72) ist bekannt dafür, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt: Political Correctness war noch nie seine Stärke. Nun hat der...

    Sexistische Diffamierungen, «Sex-Videos» mit Melania: Das Weisse Haus hat definitiv seine Würde verloren.

    Donald Trump (72) ist bekannt dafür, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt: Political Correctness war noch nie seine Stärke.

    Nun hat der US-Präsident wieder verbal zugeschlagen. Seine grosse Widersacherin, die 39-jährige Pornodarstellerin Stormy Daniels, bezeichnet er in einem Tweet als «Pferdegesicht», nachdem sie vor einem Bundesrichter eine Niederlage einstecken musste. Daniels hatte behauptet, dass sie bedroht worden sei, weil sie ihre angebliche Affäre mit Trump veröffentlichen wollte.

    Auch andere Frauen betitelt Trump gerne abschätzig. Die indianisch-stämmige Senatorin Elizabeth Warren (69) nennt er «Pocahontas».

    Rapper lässt Fake-Melania strippen

    Wer austeilt, muss auch einstecken können. So bedienen sich inzwischen Trumps Gegner ebenfalls einer Sprache aus der untersten Schublade. Daniels witzelte per Twitter über die «Shortcomings» des «tiny» Präsidenten, womit sie unmissverständlich auf die sexuellen Defizite des «Winzlings» hindeutete.

    Auch der amerikanische Rapper T.I. bläst zum Angriff. In einem Video lässt er im Oval Office des Weissen Hauses eine nackte Melania vor sich strippen. Natürlich handelt es sich bei der First Lady um ein Double. Die Frau tritt in den Raum, nur bekleidet mit der bekannten Jacke, welche die Aufschrift «I really don’t care do u?» («Das ist mir wirklich egal, und dir?») trägt.

    Fake-Melania tanzt und räkelt sich mit gespreizten Beinen auf dem Pult des Präsidenten. T.I. lehnt sich genüsslich im Stuhl des Präsidenten zurück und zündet sich eine Zigarre an.

    Was für eine Verarschung von Donald Trump!

    Empörung über Attacken

    Im Weissen Haus herrscht Empörung. «Wie kann das nur akzeptabel sein?», twitterte Melania Trumps Sprecherin Stephanie Grisham. Doch wundern muss sich nach den verbalen Attacken des Präsidenten niemand.

    Das Weisse Haus hat Flecken bekommen. Das Gebäude, in dem der mächtigste Mann der Welt regiert, hat definitiv seine Würde verloren. 

    Swiss Pass kann zu Hause bleiben: Jetzt kann die SBB-App auch das GA anzeigen

    Swiss Pass kann zu Hause bleiben: Jetzt kann die SBB-App auch das GA anzeigen


    Bisher mussten Zugfahrer mit einem General- oder Verbundabo bei Kontrollen immer ihr Kärtchen vorweisen. Jetzt gehts auch ohne. Die SBB-App bietet eine neue Funktion. Nun können auch GA-Besitzer ihren roten Swiss Pass zu Hause lassen. Denn ab dieser...

    Bisher mussten Zugfahrer mit einem General- oder Verbundabo bei Kontrollen immer ihr Kärtchen vorweisen. Jetzt gehts auch ohne. Die SBB-App bietet eine neue Funktion.

    Nun können auch GA-Besitzer ihren roten Swiss Pass zu Hause lassen. Denn ab dieser Woche bietet die SBB-App für Kunden mit einem General- oder Verbundabonnement eine Verknüpfung. Alles, was sie nun noch brauchen, ist ein Smartphone. Das teilten die SBB heute Mittwoch mit.

    Für Extras braucht es das Kärtchen

    Beim Gang durch den Zug scannt der Kondukteur den QR-Code, und damit ist die Kontrolle im Normalfall erledigt. Ausser in zwei Ausnahmefällen, wie die SBB schreiben: erstens bei Stichproben und zweitens, wenn sich der Kontrolleur nicht mit der Datenbank verbinden kann. Bei diesen Ausnahmen müssen die GA-Besitzer einen Ausweis vorlegen.

    Den physischen Swiss Pass sollten Kunden aber trotzdem nicht verlegen. Denn für Partnerdienste wie Mobility Carsharing, Skipässe oder auch den Veloverleih Publibike brauchts die Karte immer noch. (jfr)

    BLICK erklärt die Kult-Serie: Deshalb ist «Babylon Berlin» bahnbrechend

    BLICK erklärt die Kult-Serie: Deshalb ist «Babylon Berlin» bahnbrechend


    «Babylon Berlin» holt nicht nur die Deutschen vor den Fernseher, auch in der Schweiz gibt die aufwendige, teure und komplexe TV-Serie von Regisseur Tom Tykwer («Lola rennt»; «Cloud Atlas») zu reden. Halbzeit bei der Kultserie «Babylon Berlin»:...

    «Babylon Berlin» holt nicht nur die Deutschen vor den Fernseher, auch in der Schweiz gibt die aufwendige, teure und komplexe TV-Serie von Regisseur Tom Tykwer («Lola rennt»; «Cloud Atlas») zu reden.

    Halbzeit bei der Kultserie «Babylon Berlin»: Gestern ging es wieder los mit der teuersten deutschen Serie. Auf SRF sogar zwei Tage früher als bei der ARD und ORF. Allein die erste Staffel kostete 46 Mio. Franken. Bei SRF klatscht man in die Hände, denn manche deutsche Fans haben am Dienstag zu den Schweizern geschaltet. Die Serie mit dem drogensüchtigen Kommissar Volker Bruch (38) und Liv Lisa Fries (27) mit ihrem bemerkenswert kecken Lächeln zielte von Anfang an auf den Weltmarkt. «Was die Serie dafür attraktiv macht, ist, dass sie mit der Weimarer Republik ein Zeitalter im Fokus hat, das im Gegensatz zur omnipräsenten Nazizeit historisch unbelasteter ist», erklärt SRF-Fiktionschef Urs Fitze.

    «Sahneschnittchen aus europäischer Produktion»

    Dabei ist die Reihe anspruchsvoll und komplex – aber genau in diese Richtung geht die Entwicklung. «Babylon Berlin» ist die Ansage, dem Schweizer Publikum in Zukunft «nicht nur amerikanische Top-Serien, sondern immer öfter auch die Sahneschnittchen aus europäischer Serienproduktion zeigen zu wollen». Spannend: In Deutschland haben die Serie fast so viele Zuschauer in der ARD-Mediathek gesehen wie im linearen Fernsehen. SRF hat «Babylon Berlin» so programmiert, dass Serienfans sowohl live wie auch zeitversetzt im Fernsehen oder im Web jeweils mehrere Folgen aufs Mal anschauen können. Die Serie – eine dritte Staffel ist schon in Planung – war nur dank Kooperationspartnern machbar und lief zuerst beim Pay-TV-Kanal Sky.

    Finanzierungsmuster auch für die Schweiz?

    ARD und ZDF entwickeln offenbar bereits weitere grosse Serienprojekte mit ähnlicher Finanzierungsstruktur. Ein Schritt, den auch SRF gehen könnte? «Wir sind gerade im Serienbereich interessiert an neuen Partnerschaften. Ein Projekt muss natürlich erst einmal inhaltlich beide Seiten überzeugen. Dann muss aber vor allem das Auswertungskonzept für beide Partner stimmen», sagt Fitze. Ist das der langersehnte Weg aus dem US-Serienbrei?  

    Zuletzt in Lausanne gesichtet: Wer hat Romy (13) gesehen?

    Zuletzt in Lausanne gesichtet: Wer hat Romy (13) gesehen?


    Die Waadtländer Kantonspolizei bittet um Mithilfe: Die 13-jährige Romy wird seit Dienstag vermisst. Sie wurde zuletzt in der psychiatrischen Jugendabteilung des Universitätsspitals in Lausanne gesehen.  Die Waadtländer Kantonspolizei bittet um...

    Die Waadtländer Kantonspolizei bittet um Mithilfe: Die 13-jährige Romy wird seit Dienstag vermisst. Sie wurde zuletzt in der psychiatrischen Jugendabteilung des Universitätsspitals in Lausanne gesehen. 

    Die Waadtländer Kantonspolizei bittet um Mithilfe: Die 13-jährige Romy wird seit Dienstag, 13.15 Uhr, vermisst. Sie wurde zuletzt in der psychiatrischen Jugendabteilung des Universitätsspitals in Lausanne gesehen. 

    Romy wird wie gefolgt beschrieben: Sie ist 13 Jahre alt, rund 165 cm gross. Ihre Haare sind lockig-kurz. Sie trägt eine goldene Brille. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens war sie ganz in Schwarz gekleidet und trug ein schwarzes Sweatshirt mit Rosenmuster.

    Personen, die Informationen zu ihrem Verschwinden oder ihrem Aufenthalt haben, werden gebeten, sich bei der Gemeindepolizei Lausanne unter 021 315 15 15 oder bei einer anderen Polizeistelle zu melden. (pma)

    Die Namensvetter Sven Leuenberger: NHL-Star Nico Hischier rief den «Falschen» an

    Die Namensvetter Sven Leuenberger: NHL-Star Nico Hischier rief den «Falschen» an


    Der EVZ-Youngster Sven Leuenberger (19) bekommt Gratulationen und mitternächtliche Anrufe von ZSC-Sportchef Sven Leuenberger (49). Auch schon vom Schweizer NHL-Star Nico Hischier. Ob er sein Comeback gegeben habe? Diese Frage wurde ZSC-Sportchef Sven...

    Der EVZ-Youngster Sven Leuenberger (19) bekommt Gratulationen und mitternächtliche Anrufe von ZSC-Sportchef Sven Leuenberger (49). Auch schon vom Schweizer NHL-Star Nico Hischier.

    Ob er sein Comeback gegeben habe? Diese Frage wurde ZSC-Sportchef Sven Leuenberger im letzten Monat gestellt. Nicht ganz ernst gemeint, aber mit einem Screenshot von einem Matchtelegramm versehen, in dem Sven Leuenberger zwei Tore geschossen hat.

    Die Auflösung: Beim EV Zug spielt sich diese Saison ein Teenager namens Sven Leuenberger verstärkt ins Rampenlicht. Der 19-Jährige gehört eigentlich dem SL-Team der EVZ Academy an, hat es während der Verletzungsmisere im Fanionteam aber schon regelmässig in die NL-Aufstellung geschafft.

     

    Verwechslungen gab es bereits zuvor regelmässig. Meistens von Leuten, die in der überschaubaren Schweizer Hockey-Welt Berührungspunkte mit beiden Sven Leuenberger hatten. «Regelmässig rief Leo Schumacher mich an, obwohl er eigentlich den jungen Sven sprechen wollte», erzählt der ZSC-Sportchef und Ex-SCB-Verteidiger.

    Schumacher, aktuell Trainer der GCK Lions, war da noch Junioren-Trainer in Zug und Stürmer Sven Leuenberger sein Schützling. Umgekehrt bekam der Teenager schon Glückwünsche am 25. August, dem Geburtstag seines älteren Namensvetters. Sein eigener ist im Februar.

    Hischiers mysteriöser Anruf

    Eines Abends gegen Mitternacht, EVZ-Sven sass mit seinem Vater noch vor dem Fernseher, rief Nico Hischier (19) an und erzählte von einem Berner Junioren-Spiel, bis ihn der Zuger Junior darauf hinwies, dass er wohl den falschen Sven Leuenberger am Apparat habe.

    Der «richtige» Sven war vor drei Jahren kurzzeitig dessen Elite-Trainer beim SCB. Die beiden Jahrgänger Hischier und Leuenberger spielten gemeinsam in Junioren-Auswahlen.

    «Es war purer Zufall»

    Im Umfeld der Eltern des EVZ-Leuenbergers sei oft gewitzelt worden, dass man den jüngeren Sohn nach dem langjährigen SCB-Verteidiger getauft habe. «Dabei war es purer Zufall», betont Vater Heinz Leuenberger, «wir wollten einfach einen kurzen Vor- zum langen Nachnamen.»

    Der EVZ-Youngster erlebte in seiner Kindheit den SCB-Leuenberger noch als Spieler, «ich war sogar mal SCB-Fan», verrät Sven Leuenberger. Angesprochen werde er aber nur noch selten auf seinen bekannten Namen, «und wenn dann fragt man mich, ob ich mit ihm verwandt sei».

     

    Zu einer ähnlich erfolgreichen und langjährigen NL-Karriere wie sie sein Namensvetter hatte, würde der Zug-Spieler nicht Nein sagen. «Jetzt kommen wegweisende Jahre.»

    Schutzengel flog beim Höllensturz in Brissago TI mit: Grosi (80) rast aus Kurve 40 Meter tief

    Schutzengel flog beim Höllensturz in Brissago TI mit: Grosi (80) rast aus Kurve 40 Meter tief


    BRISSAGO TI - Eine deutsche Rentnerin kommt beim kuriosen Unfall heute Morgen in Brissago TI wie durch ein Wunder mit leichten Verletzungen davon. Es ist kurz vor 11 Uhr. Amanda B.* (80) steigt in ihren weissen Audi. Die deutsche...

    BRISSAGO TI - Eine deutsche Rentnerin kommt beim kuriosen Unfall heute Morgen in Brissago TI wie durch ein Wunder mit leichten Verletzungen davon.

    Es ist kurz vor 11 Uhr. Amanda B.* (80) steigt in ihren weissen Audi. Die deutsche Rentnerin will den Berg runterfahren nach Brissago TI. Den Weg kennt Amanda B. im Schlaf. Die Strecke fährt sie seit vielen Jahren täglich. Denn im Ortsteil Gadero auf 1000 Metern Höhe wohnt das Grosi schon seit vielen Jahren.

    Dennoch: Am Mittwochvormittag geht etwas schief. Auf der Höhe Via Naccio Nr. 13 kriegt die Seniorin die Kurve nicht. Statt dem Strassenverlauf zu folgen, rauscht der Audi geradeaus, über das Mäuerchen am Strassenrand hinweg – direkt ins Leere. Das Auto fliegt etwa 40 Meter in die Tiefe und bleibt schliesslich an einem Strauch am Hang hängen. 

    Unfallopfer ist nur leicht verletzt

    Wenig später treffen Polizei, Feuerwehr und Ambulanz ein. Sie klettern zur Unfallstelle hinunter. Amanda B. ist benommen. Als die Rettungskräfte eintreffen, ist das Unfallopfer bei Bewusstsein. Wie der Notarzt schnell feststellt, scheint Amanda B. trotz der Schwere des Unfalls nur leicht verletzt.

    Während die Rentnerin mit Blaulicht ins nächste Spital gebracht wird, ziehen Feuerwehrmänner das Unfallfahrzeug mit einer Seilwinde den Hang hoch. Bei diesem Höllensturz flogen wohl die Schutzengel mit! 

    * Name geändert

    Fux über Sex: «Brauche ich eine Therapie?»

    Fux über Sex: «Brauche ich eine Therapie?»


    Ich (76) mache es mir ein-, zweimal täglich zu Pornos und zwar ohne Schuldgefühle. Im Gegenteil. Ich geniesse es im wahrsten Sinne. Trotzdem glaube ich, dass hinter dieser ständigen Suche nach Befriedigung in meinem Alter etwas Krankhaftes stecken...

    Ich (76) mache es mir ein-, zweimal täglich zu Pornos und zwar ohne Schuldgefühle. Im Gegenteil. Ich geniesse es im wahrsten Sinne. Trotzdem glaube ich, dass hinter dieser ständigen Suche nach Befriedigung in meinem Alter etwas Krankhaftes stecken könnte. Brauche ich eine Therapie, um mein zwanghaftes Verhalten zu korrigieren? Josef

     

    Lieber Josef

    Das Bild, das du von deiner Sexualität zeichnest, umfasst zwei sehr gegensätzliche Seiten. Auf der einen Seite sprichst du von grossem Genuss, der frei ist von Schuldgefühlen, auf der anderen Seite gibt es diese starke Befürchtung, dass an deiner Sexualität etwas krank ist, das unbedingt korrigiert werden möchte.

    Dieses Hin- und Hergerissensein zwischen Lust und Schuldgefühlen kennen viele Menschen in der Sexualität. Meist führt es dazu, dass die Gewissensbisse den Genuss eben doch einschränken. Eine Beratung kann in solchen Situationen tatsächlich hilfreich sein. Es lohnt sich allerdings, wenn man zuerst die eigene Idee von so einer Massnahme hinterfragt.

    Dein Konzept einer Sexualtherapie scheint stark darauf aufzubauen, dass eine Krankheit oder mindestens etwas Problematisches aufgespürt wird, das dann systematisch auf die korrekte Bahn gebracht wird. Diese Einteilung in «Gesund und Gut» oder «Krank und Schlecht» ist aber sehr limitierend.

    Ich spreche bewusst lieber von Beratungen statt von Therapien, weil sie dem positiven Fokus näherkommen, der eine begleitete Entwicklung meiner Ansicht nach haben sollte. Schlussendlich sollte man sich aber nicht in einer Wortklauberei verlieren.

    Du könntest beispielsweise davon profitieren, mit einem Profi zu klären, dass Lust nicht ein Vorrecht der Jugend ist. Lohnenswert ist auch, wenn man eine Selbstbefriedigungsroutine aufbaut, die erfüllt ist und wirklich ohne Schuldgefühle auskommt.

    Haben Sie Fragen zu den Themen Sex, Liebe und Beziehung?

    Caroline Fux weiss Rat und gibt Tipps zu Unsicherheiten und Sorgen im Bereich von Lust und Liebe. Schreiben Sie Ihr Problem per E-Mail an [email protected] oder per Post: Caroline Fux, Ringier AG, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich.

    Populisten wollten noch mehr Schulden: EU-Kommission weist Italiens Budget zurück

    Populisten wollten noch mehr Schulden: EU-Kommission weist Italiens Budget zurück


    Die italienische Populisten-Regierung hat eine grosse Klatsche aus Brüssel kassiert: Die EU-Kommission will laut Informationen des «Spiegels» den Entwurf für das Staatsbudget 2019 zurückweisen. Die italienische Populisten-Regierung hat eine grosse...

    Die italienische Populisten-Regierung hat eine grosse Klatsche aus Brüssel kassiert: Die EU-Kommission will laut Informationen des «Spiegels» den Entwurf für das Staatsbudget 2019 zurückweisen.

    Die italienische Populisten-Regierung hat eine grosse Klatsche aus Brüssel kassiert: Die EU-Kommission will gemäss Informationen des «Spiegels» den Entwurf für das Staatsbudget 2019 zurückweisen. Grund ist der gemeinsame Plan der rechtsnationalen Lega und der links-populistischen Fünf-Sterne-Bewegung: Sie wollen Italien höhere Schulden aufbürden.

    Ihr Plan war, das Staatsdefizit im nächsten Jahr auf 2,4 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung ansteigen zu lassen. Finanziert werden sollten damit die Investitionen und Versprechungen, die im Wahlkampf an das Volk gemacht wurden. 

    Höhere Schulden: Das widerspricht dem, was die EU mit Italiens Vorgängerregierung abgemacht hat. Die Europäische Union handelte mit den Staaten Schuldenlimiten aus. Im Fall Italiens wurde die Verschuldung nach der Wirtschaftskrise auf 0,8 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung begrenzt. (pma)

    Nach EU-Strafe wegen Android: Google verlangt jetzt Lizenzgebühren

    Nach EU-Strafe wegen Android: Google verlangt jetzt Lizenzgebühren


    Mountain View – Die EU-Kommission hat im Sommer Googles bisheriges Geschäftsmodell beim Mobil-System Android durchkreuzt. Der Konzern reagiert jetzt und will künftig in Europa Lizenzgebühren von Geräteherstellern für seine Apps haben. Google...

    Mountain View – Die EU-Kommission hat im Sommer Googles bisheriges Geschäftsmodell beim Mobil-System Android durchkreuzt. Der Konzern reagiert jetzt und will künftig in Europa Lizenzgebühren von Geräteherstellern für seine Apps haben.

    Google ändert nach der EU-Rekordstrafe sein Geschäftsmodell beim dominierenden Smartphone-Betriebssystem Android und lässt Hersteller erstmals für die Apps des Internet-Konzerns in Europa bezahlen. Bisher konnten sie Anwendungen wie Googles Karten oder den Play Store kostenlos auf ihren Geräten vorinstallieren - waren dafür aber an Bedingungen gebunden, die aus Sicht der EU-Kommission den Wettbewerb verzerrten.

    Google machte keine Angaben zur Höhe der Lizenzgebühren. Insofern ist auch schwer einzuschätzen, ob das neue Bezahlmodell die Preise für Android-Smartphones steigen lassen wird - oder die Hersteller in dem extrem umkämpften Markt die höheren Kosten auffangen, statt sie an Verbraucher weiterzureichen. Es könnte auch sein, dass einige Smartphone-Hersteller auf die Vorinstallation bestimmter Google-Anwendungen verzichten.

    Das Android-Betriebssystem selbst sollen die Hersteller weiterhin kostenlos bekommen, betonte Google am Dienstag. Android-Geräte haben einen Marktanteil von mehr als 80 Prozent beim Smartphone-Absatz.

    Die EU-Kommission betonte, dass es nicht zu ihren Forderungen gehörte, Android-Apps kostenpflichtig zu machen. Es sei die Angelegenheit von Google, wie genau die von der Behörde beanstandeten Wettbewerbsverzerrungen ausgeräumt würden. Die Kommission werde aufmerksam verfolgen, wie Google die Vorgaben erfülle und ob die Massnahmen des Konzerns effizient seien.

    Rekordstrafe über 4,34 Mia.

    Der Internet-Konzern präsentierte auch andere Massnahmen, die den Brüsseler Vorwurf eines unfairen Wettbewerbs bei Android ausräumen sollen. Unter anderem werden Gerätehersteller künftig Google-Dienste wie digitale Karten auch ohne die App für die Google-Internetsuche oder den Webbrowser Chrome installieren können. Das war eine zentrale Forderung der EU-Wettbewerbshüter. Sie sahen in der Zwangsbündelung aller Google-Apps einen Versuch, die Dominanz des Konzerns bei der Internetsuche auf dem PC auch auf Smartphones zu übertragen.

    Google schafft nun auch die Voraussetzung dafür, dass die Hersteller von Smartphones und Tablets mit Google-Diensten parallel auch Geräte mit abgewandelten Android-Versionen auf den Markt bringen dürfen. Bisher mussten sie sich verpflichten, keine Android-Abwandlungen zu verkaufen, wenn sie Apps des Internet-Konzerns auf ihren Geräten haben wollen. Auch darin sah die Kommission unfairen Wettbewerb. So habe vor einigen Jahren Amazon sein abgewandeltes Android-System FireOS auch anderen Herstellern angeboten. Sie seien interessiert gewesen - hätten aber nicht zugegriffen, weil sie danach keine Geräte mit Google-Diensten mehr hätten anbieten können.

    EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hatte den Konzern im Juli mit einer Rekordstrafe von 4,34 Milliarden Euro belegt. Android-Chef Hiroshi Lockheimer betonte in einem Blogeintrag, dass Google nach wie vor anderer Meinung sei und die Strafmassnahmen der Kommission deswegen anfechte. Während der vergangene Woche eingereichte Widerspruch jahrelang durch die Gerichtsinstanzen gehen kann, muss Google die Forderungen der EU-Kommission nach einer Änderung des Geschäftsmodells in Europa schon jetzt umsetzen.

    Die Kommission hatte verfügt, dass Einschränkungen wie die Zwangs-Bündelung der Google-Apps binnen 90 Tagen abgeschafft werden müssen. Google hatte bereits im Sommer durchblicken lassen, dass aus Sicht des Konzerns das kostenlose Angebot seiner Apps nur zu den bisherigen Konditionen wirtschaftlich war. Google verdient sein Geld vor allem mit Werbeeinnahmen im Umfeld der Web-Suche. Daher wollte der Konzern seine Apps wie Maps oder GMail nur in einem Umfeld platzieren, in dem auch diese Werbefinanzierung gesichert ist. Zugleich behält der Konzern in seiner Download-Plattform - wie in solchen App Stores üblich - einen Anteil von den Erlösen der Entwickler ein. (SDA)

    Über eine Million Franken verprasst! Chefsekretärin ging mit Bank-Kreditkarte shoppen

    Über eine Million Franken verprasst! Chefsekretärin ging mit Bank-Kreditkarte shoppen


    D. R. gab über eine Million Schweizer Franken für teure Kleider, feines Essen und Luxusferien aus. Doch es war nicht ihr eigenes Geld: Die Bezüge tätigte sie mit der Kreditkarte des Unternehmens. Jetzt steht sie erneut vor Gericht. Protz-Lifestyle...

    D. R. gab über eine Million Schweizer Franken für teure Kleider, feines Essen und Luxusferien aus. Doch es war nicht ihr eigenes Geld: Die Bezüge tätigte sie mit der Kreditkarte des Unternehmens. Jetzt steht sie erneut vor Gericht.

    Protz-Lifestyle auf Kosten des Unternehmens: 433'000 Schweizer Franken für Klamotten und Schuhe, 11'000 Franken für ein Hotel in Ascona, 140'000 Franken für Schmuck von Juwelieren der Zürcher Bahnhofstrasse. Eine Direktionssekretärin einer Schweizer Grossbank soll sich mit der Geschäftskreditkarte über Jahre hinweg ein Luxusleben gegönnt haben, wie die «Aargauer Zeitung» berichtet.

    Zu Beginn ihres Betrugs buchte die Frau tiefe Beträge auf die Kreditkarte des Geschäfts: Im Jahr 2003 etwa einige hundert Franken. Doch sie wollte mehr: Allein im Rekordjahr 2009 soll die Assistentin 321'000 Franken veruntreut haben.

    Insgesamt 862 Bezüge

    Zum Luxus-Lifestyle der Sekretärin gehörten auch der Besuch von teuren Restaurants, kostspielige Coiffeurbesuche, Reisen nach Mallorca und Sylt, Spa-Besuche sowie der Kauf von Markenmöbeln. Angeblich alles auf Kosten des Geschäfts. Wie die «Aargauer Zeitung» weiter schreibt, tätigte die Frau insgesamt 862 Bezüge mit der Geschäfts-Kreditkarte – in der Summe mehr als eine Million Franken.

    Bei der Assistentin handelt es sich um D. R.*. Die 54-Jährige war einst die Assistentin eines UBS-Topmanagers. Im Oktober 2010 flog ihr Schwindel auf. 2015 wurde D. R. vom Bezirksgericht Zürich freigesprochen. Sie wurde der mehrfachen Veruntreuung für unschuldig befunden. Die Nutzungsregelung der Firmenkreditkarte sei unklar (BLICK berichtete). 

    Staatsanwaltschaft fordert 3 Jahre

    Die Sekretärin übergab die Monatsabrechnung inklusive Belege stets ihrem Vorgesetzten. Dieser winkte alles durch. Da er seiner Mitarbeiterin vertraute, habe er ihre Abrechnungen nur oberflächlich überprüft. 

    Ende Oktober muss D. R. erneut vor dem Bezirksgericht Zürich antraben. Nach dem Freispruch im Jahre 2015 zog die Staatsanwaltschaft den Fall ans Obergericht weiter. In der Anklage kam der Vorwurf des Betrugs hinzu. Die Staatsanwaltschaft fordert 3 Jahre Freiheitsstrafe – teilbedingt. Für sie gilt die Unschuldsvermutung. (nl) 

    * Name bekannt

    Amokläufer (†18) tötet 19 Personen auf der Krim: «Überall liegen die Leichen von Kindern»

    Amokläufer (†18) tötet 19 Personen auf der Krim: «Überall liegen die Leichen von Kindern»


    Auf der Halbinsel Krim ist es am Mittwoch zu einem Amoklauf gekommen. Bei einer Schiesserei sind mindestens 19 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Der Täter Wlad Rosljakow (†18) hat danach noch eine Bombe gezündet und sich am Ende selbst...

    Auf der Halbinsel Krim ist es am Mittwoch zu einem Amoklauf gekommen. Bei einer Schiesserei sind mindestens 19 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Der Täter Wlad Rosljakow (†18) hat danach noch eine Bombe gezündet und sich am Ende selbst erschossen.

    Der 18-jährige Wlad Rosljakow hat am Mittwoch in einer polytechnischen Berufsschule auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim mindestens 19 Menschen getötet und 50 verletzt. Viele der Opfer seien Jugendliche. 39 Menschen sind im Spital, 14 davon sind schwer verletzt. Russlands oberste Ermittlungsbehörde hatte zunächst ein Verfahren wegen Terroranschlag eingeleitet. Später war jedoch von Mord die Rede.

    Der Schüler hatte zunächst im zweiten Stock des Gebäudes in der Hafenstadt Kertsch wahllos auf seine Opfer geschossen. Erst als er keine Munition mehr hatte, ging in die Mensa und zündete eine Bombe. Schüler und Lehrer liefen in Panik aus dem Gebäude, als der Täter das Feuer eröffnete. «Alle sind gerannt. Ich habe gesehen, dass ein Mädchen am Boden lag. Einem anderen Kind musste beim Laufen geholfen werden, weil es sich allein nicht mehr bewegen konnte. Die Wand war voller Blut. Viele haben geweint», schilderte eine Schülerin die Vorgänge in der Schule.

    Erste Untersuchungen der Leichen hätten ergeben, dass die Opfer an Schussverletzungen gestorben seien, erklärte die russische Staatsanwaltschaft am Mittwoch.

    Angreifer hat sich erschossen

    Die Schuldirektorin Olga Grebennikowa sprach davon, wie der Amokläufer und weitere Männer wahllos auf Menschen geschossen hatten. «Überall liegen die Leichen der Kinder», sagte sie. Auch Angestellte seien unter den Opfern. Sie selbst hatte die Schule kurz vor dem Vorfall verlassen. Im Internet kursiert ein Video, wie die erschütterte Frau dem Bildungsministerium der Krim telefonisch Bericht erstattet über das, was sie erfahren hat.

    Wladimir Putin hat bereits sein Beileid geäussert. «Dies ist eindeutig ein Verbrechen», sagte der russische Präsident in Sotschi. Die Hintergründe der Tat würden genauestens untersucht.

    Rosljakow, der im vierten Lehrjahr war, hatte sich nach seiner Tat selbst erschossen. Seine Leiche wurde in der Bibliothek im zweiten Stock gefunden.

    Schütze hatte letzte Woche die Waffe gekauft

    Der Online-Kanal «Mash» hat sein Foto veröffentlicht. Laut seinen Mitschülern galt er als introvertiert und hatte wenig Freunde. Er habe letzte Woche die Waffe und 150 Patronen gekauft. An seinem Wohnort findet gerade eine Durchsuchung statt.

    Von drei Mädchen fehlt seit dem Amoklauf jede Spur. Ihre Freunde und Familien starten einen Aufruf in den sozialen Medien.

    Zunächst die Rede von einer Gasexplosion

    In ersten Berichten waren die örtlichen Behörden von einer Gasexplosion ausgegangen. Später sprach das Nationale Anti-Terror-Komitee Russlands (NAK) aber von der Explosion eines unbekannten Sprengsatzes. Der örtliche Gasversorger auf der Krim teilte mit, die Berufsschule habe keinen Gasanschluss.

    Kertsch liegt ganz im Osten der ukrainischen Halbinsel Krim, die Russland sich 2014 einverleibt hat. Von dort führen eine Fährverbindung und seit diesem Jahr auch eine Brücke auf das russische Festland.

    Beim letzten grossen Terroranschlag in Russland im April 2017 waren in der U-Bahn von St. Petersburg 14 Menschen getötet und mehr als 50 verletzt worden. (SDA/man)

    T.I. macht das Weisse Haus wütend: Rapper lässt Melania-Trump-Double strippen

    T.I. macht das Weisse Haus wütend: Rapper lässt Melania-Trump-Double strippen


    T.I. will Aufmerksamkeit für sein neues Album generieren. Doch mit seiner kontroversen Taktik zieht er den Zorn des Weissen Hauses auf sich. T.I. (bürgerlich: Clifford Harris Jr., 38) hat keinen Respekt vor Donald Trump (72) – und auch nicht vor...

    T.I. will Aufmerksamkeit für sein neues Album generieren. Doch mit seiner kontroversen Taktik zieht er den Zorn des Weissen Hauses auf sich.

    T.I. (bürgerlich: Clifford Harris Jr., 38) hat keinen Respekt vor Donald Trump (72) – und auch nicht vor dessen Ehefrau Melania (48)! Das macht der Rapper nun endgültig mit einem Skandal-Clip auf seinem Twitter-Profil klar. Das Werbevideo für sein neues Album «Dime Trap» beginnt wie ein Nachrichten-Bericht, der den US-Präsidenten beim Verlassen des Weissen Hauses zeigt. «Melania Trump ist an diesem Wochenende nicht mit dem Präsidenten nach Mar-a-Lago (Anm. d. Red.: Trumps Privat-Anwesen in Florida) gereist. Das verwundert viele Leute», verliest ein Nachrichtensprecher im Hintergrund. 

    Auftritt T.I.: Der Rap-Star beobachtet aus dem Oval Office, wie Trumps Helikopter abhebt. Während er es sich hinter dem Schreibtisch des Präsidenten bequem macht, betritt ein Melania-Trump-Double den Raum, nur mit dem «I don't really care, do u»-Mantel, mit dem sie für Diskussionen sorgte, bekleidet.

    Den lässt sie aber schnell fallen und präsentiert sich für den Musiker, wie Gott sie schuf! «Lieber 45, ich bin nicht Kanye», schreibt T.I. zu dem Clip. Damit teilt er auch noch gegen seinen Rapper-Kollegen Kanye West (41) aus, der sich vor kurzem mit dem 45. Präsidenten der USA getroffen hat

    «Es ist respektlos, Melania so darzustellen»

    Melania Trump findet das verständlicherweise nicht besonders lustig. Ihre Pressesprecherin Stephanie Grisham bezeichnete den Clip kurz nach Veröffentlichung auf Twitter als «ekelhaft» und forderte ein Boykott der Musik des Rappers. «Sie ist die First Lady und das ist das Weisse Haus, ob ihm das gefällt oder nicht», teilte sie später zu CNN aus. «Es ist respektlos, Melania so darzustellen, nur weil sie einen Bezug zur Politik hat. Diese vulgären Attacken fördern nur den Zwiespalt in unserem Land, das muss aufhören!»

    So oder so: Der Plan von T.I. geht auf. Der Werbeclip für sein neues Album wurde inzwischen 2,29 Millionen Mal angeschaut. (klm)

    FDP-Ständerat Wicki will in den Bundesrat: «Die Zentralschweiz ist eine wichtige Region in diesem Land»

    FDP-Ständerat Wicki will in den Bundesrat: «Die Zentralschweiz ist eine wichtige Region in diesem Land»


    FDP-Ständerat Hans Wicki kandidiert für den frei werdenden Bundesratssitz von Johann Schneider-Ammann. Bekommt Nidwalden jetzt seinen ersten Bundesrat? Karin Keller-Sutter (54) bekommt Konkurrenz: Der Nidwaldner Ständerat Hans Wicki (54) will...

    FDP-Ständerat Hans Wicki kandidiert für den frei werdenden Bundesratssitz von Johann Schneider-Ammann. Bekommt Nidwalden jetzt seinen ersten Bundesrat?

    Karin Keller-Sutter (54) bekommt Konkurrenz: Der Nidwaldner Ständerat Hans Wicki (54) will ebenfalls Bundesrat werden. Dies hat er soeben in Stans NW an einer eigens einberufenen Pressekonferenz bekannt gegeben. «Ja, ich stelle mich zur Verfügung - immer vorausgesetzt, dass mich die FDP Nidwalden am 23. Oktober an der Nominationsversammlung auch offiziell ins Rennen schicken wird.»

    Er habe sich viel Zeit für den Entscheid genommen und ihn nicht zwischen Tür und Angel gefällt.  Er sei aber nun überzeugt, dass er auf das «Jobprofil» eines Bundesrates bestens passe. Zudem könne es nicht sein, «dass die Urschweiz dermassen untervertreten ist im Bundesrat».

    Zur Frauenfrage sagt er, die Bundesversammlung habe eine breite Auswahl verdient. Zudem sei es noch völlig offen, wie die FDP das Ticket gestalte. «Ich bin aber überzeugt, dass sich mit Karin Keller-Sutter und mit mir zwei Kandidaten zur Verfügung stehen, die das notwendige Rüstzeug mitbringen.» Er habe auch keine Angst, als Alibi-Kandidat angesehen zu werden: «Am Anfang eines jeden Erfolgs steht das Risiko.»

    Mit der Kandidatur von Wicki könnte Nidwalden zum ersten Mal ein Mitglied in der Schweizer Landesregierung stellen. Wie Schaffhausen, Uri, Schwyz und Jura war auch Nidwalden noch nie im Bundesrat vertreten.

    Erfahrung als Regierungsrat

    «Hans Wer?» mag sich so mancher fragen. Tatsächlich ist Wicki national noch nicht besonders bekannt. Was auch daran liegt, dass er erst seit drei Jahren im Ständerat sitzt. Zuvor war der Betriebswirtschafter sechs Jahre lang Baudirektor in seinem Heimatkanton. Exekutiverfahrung – durchaus ein Kriterium für Bundesratskandidaten – bringt er also schon mal mit.

    In Bern hingegen ist Wicki nicht gross aufgefallen. Er sitzt in den ständerätlichen Bildungs-, Sicherheits- und Verkehrskommissionen. Schaut man sich seine drei bislang eingereichten Vorstösse an, liegt ihm vor allem das Thema Auto am Herzen.

    Einer fordert, dass der Lernfahrausweis erst an 18-Jährige abgegeben werden soll, ein anderer, dass neben Elektroautos auch Hybridfahrzeuge von der lastenabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) befreit werden sollen.

    Wicki selber sagt, er habe aufgrund seiner anfänglichen Doppelbelastung als Regierungsrat und Ständerat erst seit 2016 richtig durchstarten können. Er habe aber beispielsweise dem Nationalstrassen- und Agglomerationsprogramm sowie dem Gegenvorschlag zur Veloinitiative vor dem Volk massgeblich zum Durchbruch verholfen.

     

    Leicht linker als Keller-Sutter

    Im Vergleich zu Keller-Sutter politisiert Wicki leicht linker. So ist er eher für die erleichterte Einbürgerung der dritten Generation, die Keller-Sutter ablehnt. Auch ist er für einen allgemeinen Bürgerdienst statt der Wehrpflicht und findet es richtig, dass die Urteile des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte für die Schweiz verbindlich sind.

    Wicki ist verheiratet und Vater zweier Kinder: Tochter Julia (20) und Sohn Emanuel (19). Der Nidwaldner FDP-Parteipräsident Stefan Bossard (46) beschreibt ihn als «Schaffer und Denker», aber nicht als ruhiger, sondern als einer, der sich durchaus hörbar durchsetzen könne.

    Trauffer über die Frühgeburt seines Sohnes: «Erst durch Lars wurde ich erwachsen»

    Trauffer über die Frühgeburt seines Sohnes: «Erst durch Lars wurde ich erwachsen»


    BRIENZ BE - Diese Woche erscheint das Buch «Dä mit de Chüeh», welches das Phänomen des Alpentainers in allen Facetten beleuchtet. Im zweiten Teil der BLICK-Serie schildert Marc A. Trauffer, unter welch dramatischen Umständen...

    BRIENZ BE - Diese Woche erscheint das Buch «Dä mit de Chüeh», welches das Phänomen des Alpentainers in allen Facetten beleuchtet. Im zweiten Teil der BLICK-Serie schildert Marc A. Trauffer, unter welch dramatischen Umständen sein Sohn Lars zur Welt gekommen ist.

    Der Alpentainer steht für mitreissende Lebensfreude und unbändiges Bühnenspektakel. Doch geprägt und stark gemacht haben Marc A. Trauffer (39) auch die dunklen Momente in seinem Leben. Einer der erschütterndsten ist die schwierige Geburt seines Sohnes Lars. «Rückblickend glaube ich, dass ich in dieser Zeit erwachsen wurde», sagt Trauffer im Buch «Dä mit de Chüeh», das diese Woche im Tipptainer Verlag erscheint.

    Sohn Lars kommt elf Wochen zu früh zur Welt

    Er und Barbara, seine erste grosse Liebe, lernen sich bereits zu Schulzeiten Mitte der 1990er-Jahre kennen. Anfangs 2003 erwartet Barbara das erste Kind, das dann allerdings schon am 24. November 2002 zur Welt kommt – elf Wochen zu früh. «Nichts konnte meinen Sohn mehr davon abhalten, das Leben in Angriff zu nehmen. Sein Kopf klein wie ein Mandarinli. Sein Gewicht 1240 Gramm. Diese Bilder werde ich nie vergessen. Die Herztöne waren am Anfang das Schlimmste. Bei Sauerstoffmangel blieben diese jeweils länger aus, und wir hatten jedes einzelne Mal Panik. Wir durften nur desinfiziert und in Sicherheitskleidung in die Neonatologie. Da sitzt man dann. Neben einer Plastikkiste, in der das eigene Baby liegt – und wartet. Es ist unvorstellbar. Die Hölle.»

    «Willkommen zu Hause, kleiner Lars!»

    Zwei Monate lang fährt das Paar jeden Tag von Hofstetten bei Brienz BE nach Bern. «Langsam, Tag für Tag, kämpft Lars sich ein Stück mehr ins Leben. Muss eine Leistenbruch-Operation unter Vollnarkose über sich ergehen lassen – zu der Zeit hätte er eigentlich noch im Bauch seiner Mama sein sollen. Der Tag, an dem die jungen Eltern ihren inzwischen zwei Monate alten Lars nach Hause bringen dürfen, ist einer der grössten Tage in ihrem Leben. Endlich! Keine Schläuche mehr im kleinen Körper. Keine fremden Menschen mehr, die ihn betreuen. Endlich heisst es: Willkommen zu Hause, kleiner Lars!»

    Auch Tochter Lani ist eine Frühgeburt 

    Am 7. Juni 2003 heiraten Barbara und Marc A. Trauffer zwei Jahre nach der Ziviltrauung auch kirchlich. Und am 30. Juni 2004 kommt Tochter Lani zur Welt. «Frühgeburt, die zweite. Sie liess sich immerhin etwas mehr Zeit und wartete bis zum achten Monat. Medizinisch war diesmal alles unbedenklich. Doch auch diese Geburt nahm Trauffer enorm mit. «Es ist Horror, wenn du siehst, wie deine Frau leidet, aber einfach nichts machen kannst.»

    «So oft wie möglich für die Kinder da sein»

    Eine weitere Belastungsprobe: Lani ist – wie der Vater – ein Schreibaby. Und Trauffer intensiv mit seiner damaligen Band Airbäg unterwegs. «Ich weiss, dass ich Barbara viel zugemutet habe und bin mir nicht sicher, ob ich in diesen Jahren ein guter Vater war. Aber ich kann die Zeit nicht zurückdrehen und versuche dafür heute, so oft wie möglich für die Kinder da zu sein.» Er und Barbara trennen sich schliesslich und lassen sich 2006 scheiden. Kein Streit, keine neuen Partner. «Die Luft war raus, die Beziehung einfach fertig», sagt Trauffer. Eine traurige, gleichzeitig klare Erkenntnis.

    Lesen Sie morgen: Wie Trauffer die Schweizer Musikwelt erobert.

    DNA-Analyse lieferte falsche Resultate: Bär reisst Schafe auf Göscheneralp

    DNA-Analyse lieferte falsche Resultate: Bär reisst Schafe auf Göscheneralp


    BERN - Wenn der Bär oder der Wolf Schafe reisst und nicht alles frisst, schlägt sich meist noch der Fuchs am Kadaver den Bauch voll. DNA-Tests geben deshalb als Täter den Fuchs an – mit finanziellen Folgen für die Schafhalter....

    BERN - Wenn der Bär oder der Wolf Schafe reisst und nicht alles frisst, schlägt sich meist noch der Fuchs am Kadaver den Bauch voll. DNA-Tests geben deshalb als Täter den Fuchs an – mit finanziellen Folgen für die Schafhalter.

    In der Gotthard-Region geht der Bär um. Er läuft Jägern über den Weg, spaziert der Autobahn A2 entlang, tappt in Fotofallen. Und er reisst auch mal ein Schaf.

    Ein Bär schnappt sich am 11. August auf der Göscheneralp UR gleich fünf Schafe aus einer Herde. Zwei tötet er. Drei weitere verletzt er so schwer, dass die Schäfer sie anderntags notschlachten mussten.

    Es war der Fuchs – sagen die Tests

    Die Jagdverantwortlichen tippen wegen der Bissspuren jedoch auf einen Wolf. Ein weiteres Raubtier, das in Uri herumspaziert. Sie geben eine DNA-Analyse in Auftrag, die bei Wolfverdacht zur Identifikation und als Beweismittel verwendet wird. Das Resultat weist aber auf einen anderen Täter hin: den Fuchs!

    Für die Schafzüchter ist entscheidend, welches Raubtier ihre Tiere reisst. Ergibt die DNA-Analyse, dass es sich um einen Fuchs handelt, erhalten die Schafbesitzer keine Entschädigung für ihre Tiere. Im Gegensatz zu einem Riss von einem Wolf oder Bär. Dann gibt es zwischen 150 Franken für ein kleines Lamm und bis zu 1600 Franken für einen Zuchtwidder.

    Schafzüchter erbringen den Beweis selber

    Für die betroffenen Göschener Schafhalter Raphael und Hannes Bissig ist wegen der Anzahl Risse und Rissbilder klar: Hier war ein Riesenmaul am Werk, sicher kein Fuchs. Auch das Verhalten der überlebenden Schafe finden sie speziell: Sie sind ruhig, was ein untypisches Verhalten nach einem Wolfriss ist und eher auf einen Bär deutet. 

    Die Gebrüder Bissig beschliessen, die Herde ins Tal zu bringen und eine Fotofalle aufzustellen. Und siehe da: Der Bär, den Jäger Tage zuvor auf der anderen Autobahnseite in Richtung Andermatt/Gütsch sahen, nähert sich wieder und beschert den Schäfern die erhofften Beweise.

    Daraufhin treffen sich der Urner Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti (45) und Jagdverwalter Josef Walker mit den Schäfern und lassen sich die Fotos von den  Schafen und vom Bären zeigen. Das Ergebnis: Auch sie schliessen Meister Petz nicht mehr als Täter aus. Sie bleiben aber skeptisch, weil der Bär eher als Pflanzenfresser gilt und vielleicht erst von den Kadaver-Spuren angelockt wurde.

    Bärengeschichte wird zum Politikum

    Für den Urner CVP-Ständerat und Schafhalter Isidor Baumann (62) ist dieser Fall einer  zu viel. «Ein Drittel der DNA-Analysen weist auf den Fuchs hin, sagte mir der Urner Jagdverwalter Josef Walker», so Baumann. Viele Tests seien wegen des Aasfrasses durch den Fuchs falsch. 

    Als früherer Urner Volkswirtschaftsdirektor fragt sich Baumann daher: Lohnen sich die Ausgaben des Bundes für die DNA-Tests überhaupt, wenn sie für die Füchse sind? Zudem stört ihn, dass die hohe Fehlerquote der Tests das Vertrauen der Tierbesitzer in Bezug auf die Entschädigungen untergräbt.

    Zu hohe Fehlerquote führt zu Verunsicherung

    Als Bundespolitiker will Baumann in der Wintersession die Beratung des neuen Jagdgesetzes im Nationalrat kritisch beobachten, bevor er einen politischen Vorstoss startet. Er hofft, dass der Nationalrat dem wachsenden Problem wegen Schäden durch Raubtiere und der damit verbundenen Verunsicherung bei den Landwirten und den Touristen sensibler Rechnung trägt.

    Baumann wünscht, «dass es keine Einschränkungen zum Abschuss von schwer schadensstiftenden Grossraubtieren geben soll. Dass die Verwaltungen in solchen Fällen schneller handeln.» Ebenso möchte er, dass den Tierhaltern bei der Abwägung zwischen Grossraubtieren und Nutztieren mehr Respekt gezollt werde.

    «Es geht mir hier nicht um die Grundsatzfrage, ob solche Raubtiere im engen Urner Reusstal und auf unseren Schweizer Alpen am richtigen Ort sind. Aber beim Vorgehen nach Tierrissen sowie bei der Information der Gesellschaft braucht es Nachbesserungen.»

    Nach Schock-Video dementiert Arthur Z. (41) Quäl-Vorwürfe: «Bin überzeugt, dass die Bilder manipuliert wurden»

    Nach Schock-Video dementiert Arthur Z. (41) Quäl-Vorwürfe: «Bin überzeugt, dass die Bilder manipuliert wurden»


    LANGRICKENBACH TG - Die Vorwürfe sind happig: Schafzüchter Arthur Z. soll seine Tiere auf heftige Weise plagen. Das legt zumindest ein Schock-Video nahe, das Tierschützer gestern publik machten. Z. selbst dementiert die Vorwürfe....

    LANGRICKENBACH TG - Die Vorwürfe sind happig: Schafzüchter Arthur Z. soll seine Tiere auf heftige Weise plagen. Das legt zumindest ein Schock-Video nahe, das Tierschützer gestern publik machten. Z. selbst dementiert die Vorwürfe.

    Die Bilder sind nur schwer zu ertragen: Gestern veröffentlichte der Verein gegen Tierfabriken (VgT) ein Schock-Video. Darauf zu sehen: Arthur Z.* (41), passionierter Schafzüchter aus Langrickenbach TG.

    Die aus grösserer Distanz aufgenommenen Sequenzen zeigen, wie der Bauer auf seinem vermeintlichen Vorzeige-Betrieb mit einer Art Knüppel auf die Tiere einschlägt. Auch ist zu sehen, wie Z. einige seiner Schafe an den Hinterbeinen packt und diese danach rabiat durch seinen Stall schleudert.

    Coop und Bell sagen sich von Züchter los

    Das Material ist derart belastend, dass seine Kunden Coop und Bell umgehend ihre Zusammenarbeit mit dem Bauern beenden. «Das in dem Video gezeigte Verhalten ist für uns inakzeptabel», schreibt Bell-Sprecher Fabian Vetsch auf Anfrage von BLICK. Man werde die Angelegenheit auch selbst untersuchen, heisst es bei Coop.

    Und der Züchter? Der will von Tierquälereien auf seinem Betrieb nichts wissen. «Für mich sind diese Vorwürfe an den Haaren herbeigezogen. Trotzdem habe ich, auch wenn es komisch tönt, ein wenig damit gerechnet», sagt Arthur Z. zu BLICK. Der Bauer verweist auf einen ominösen Nachbarschaftsstreit. 

    «Bin überzeugt, dass die Bilder manipuliert wurden!»

    Dass er der Mann ist, der auf den Video-Aufnahmen zu sehen ist, bestreitet er nicht. Aber einen Missbrauch an seinen Schafen will Z., auch als ihm BLICK die Bilder vorführt, partout nicht erkennen. Seine Ausrede: «Dieser angebliche Knüppel war wohl eher ein Strick, mit dem ich gegen das Gatter schlug, um die Viecher zu bewegen.» Weiterer Entlastungsversuch: Auch habe er seine Schafe nie umhergeworfen, denn dafür sei er körperlich viel zu schwach.

    «Ich bin überzeugt, dass die Bilder manipuliert wurden», sagt der Familienvater. Denn wenn er die Tiere von einem ins andere Gehege transportiere, würden diese sich normalerweise von selbst bei ihm abstossen.

    BLICK beobachtet Behörden bei Augenschein

    Klar ist: Polizei, Staatsanwaltschaft und Veterinäramt nehmen das Schock-Video äusserst ernst und nahmen den Betrieb gestern Abend während einer Dreiviertelstunde gemeinsam unter die Lupe.

    Kantonstierarzt Paul Witzig (63), wegen des Falls Hefenhofen unter heftiger Kritik stehend, ist ebenfalls vor Ort. Sofortmassnahmen leitet der Veterinär aber keine ein, die Behörden ziehen nach dem Augenschein geschlossen wieder ab.

    Erleichterung ist bei Arthur Z. trotzdem keine zu sehen: «Ich bin vielleicht ab und zu ein wenig impulsiv, aber ich wollte immer nur das Beste für meine Viecher.» Jetzt zittert er um die Zukunft seines Betriebs.

    * Name bekannt

    Alpentainer öffnet für BLICK sein Fotoalbum: Schreihals und Schlitzohr – so war Trauffer als Kind

    Alpentainer öffnet für BLICK sein Fotoalbum: Schreihals und Schlitzohr – so war Trauffer als Kind


    BRIENZ BE - Diese Woche erscheint das Buch «Dä mit de Chüeh», welches das Phänomen des Alpentainers Trauffer in allen Facetten beleuchtet. Im ersten Teil der BLICK-Serie öffnet der Berner Publikumsliebling sein Fotoalbum und...

    BRIENZ BE - Diese Woche erscheint das Buch «Dä mit de Chüeh», welches das Phänomen des Alpentainers Trauffer in allen Facetten beleuchtet. Im ersten Teil der BLICK-Serie öffnet der Berner Publikumsliebling sein Fotoalbum und erzählt, wie er als Kind gewesen ist.

    So kennt die Schweiz den Alpentainer Marc A. Trauffer (39): In energiegeladener Pose auf der Bühne, von Fans bejubelt. Doch wie war der aktuell erfolgreichste Musiker der Schweiz als Kind? Und wie hat die einzigartige Karriere begonnen? Im Buch «Dä mit de Chüeh», das diese Woche im Tipptainer Verlag erscheint, werden alle Fragen um den Berner Publikumsliebling beantwortet, verfasst von Trauffers Partnerin Brigitte Schöb (39). «Ihr Kind hat die Nabelschnur zweimal um den Hals gewickelt, es wählt nicht den einfachsten Start ins Leben», sagen die Ärzte zu Ruth und Kurt Trauffer, als ihr Sohn am 4. Juni 1979, einem sonnigen Pfingstmontag, um 12.15 Uhr in Interlaken BE zur Welt kommt. Marc ist ein Schreibaby, mit Dreimonatskoliken und einem Lärmpegel, der die Nerven aller strapaziert. Beileibe nicht das einzige Mal. Als Zweijähriger klettert er auf einen Barhocker – beim nachfolgenden Sturz schlägt ihm die Rückenlehne vier Milchzähne raus.

    Trauffer sabotiert die Sekprüfung

    Auch das Schlitzohrige drückt früh durch. Als Dreijähriger schleicht er vormittags jeweils über die Strasse zum Grosi, um zu hören, was es zum Essen gibt. Je nach Angebot wechselt er zum Onkel ins Restaurant Alpenrose und bettelt um Pommes frites. Im Unterricht ist er eindeutig weniger fleissig – und die weiterführende Sekschule ist ihm schlicht zuwider. Die Aufnahmeprüfung sabotiert er, indem er statt Rechnungen zu lösen das Maskottchen der WM 1990 in Italien auf alle Blätter zeichnet. Die Eltern sind nicht eben «amused».

    Trauffer und das Konflager

    Nach verschiedenen Schandtaten untersagen sie ihrem Sohn auch die Teilnahme am Konflager. Doch Trauffer will um keinen Preis verzichten. So kommt es, dass eines Abends der Pfarrer erscheint und den Eltern zuredet. «Ihrem Sohn wäre die Teilnahme unglaublich wichtig. Er hat mir erzählt, wie sehr er sich für die Kirche und den Glauben interessiert. Sie können ihm diesen Zugang nicht verwehren, es könnte sein ganzes Leben beeinflussen», sagt der Würdenträger. Trauffers Eltern knicken ein. Im Buch erklärt Trauffer jetzt leicht beschämt: «Herr Pfarrer, ich entschuldige mich hochoffiziell und gestehe: Mein Interesse war leicht geheuchelt.»

    Trauffer und die Berufsschule

    Nach der Schule mogelt er sich durch die Maurerlehre. «Hätte mich mein Schulkollege Martin jeweils nicht für die Berufsschule abschreiben lassen, wäre es verdammt eng geworden mit dem Abschluss.» Erzählt der heutige Inhaber der Holzspielwarenfirma Trauffer in Hofstetten bei Brienz mit 70 Mitarbeitern. Handwerklich hat er die Lage aber schwer im Griff und schliesst die Lehre mit 5,2 ab. 

    Lesen Sie morgen: Der dramatische Kampf um das Leben von Trauffers Sohn Lars.

    Nach Tötungsdelikt in Frauenfeld TG: Tatverdächtiger (19) verhaftet

    Nach Tötungsdelikt in Frauenfeld TG: Tatverdächtiger (19) verhaftet


    In Frauenfeld TG wurde am Dienstag eine Frau tot in einer Wohnung an der Talackerstrasse entdeckt. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus. Nach einer Grossfahndung wird am Mittwoch ein 19-Jähriger beim Flughafen Zürich festgenommen. Bluttat in...

    In Frauenfeld TG wurde am Dienstag eine Frau tot in einer Wohnung an der Talackerstrasse entdeckt. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus. Nach einer Grossfahndung wird am Mittwoch ein 19-Jähriger beim Flughafen Zürich festgenommen.

    Bluttat in Frauenfeld TG! Am Dienstagabend hat sich an der Talackerstrasse ein Gewaltverbrechen ereignet: Eine Frau stiess in der Nachbarwohnung auf einen leblosen Körper. Von einem Mann fehlte seither jede Spur - die Polizei suchte mit einem Grossaufgebot in der ganzen Schweiz nach ihm. Es soll sich um Fatmir T.* (19) handeln. Wie BLICK weiss, absolviert er in der Region eine Lehre.

     

    Am Mittwochmorgen dann die Meldung: Ein 19-jähriger Tatverdächtiger ist gefasst. Die Polizei schnappt den italienischen Staatsangehörigen im Kanton Zürich. «Der Mann wurde in Kloten im Bereich des Flughafens festgenommen», bestätigt Matthias Graf, Sprecher der Thurgauer Polizei, auf Anfrage von BLICK. Ob der Verdächtige nach der Tat das Land verlassen wollte, werde derzeit noch abgeklärt.

    Ebenfalls seltsam: Bevor er geschnappt wurde, gab er sein Handy an einem Polizeiposten ab. Das berichtet «20 Minuten». Da wusste die Polizei noch nichts von einem Toten. Heisst: T. wurde nicht festgenommen. Das Handy wird nun forensisch ausgewertet.

    Männer-Geschrei im Treppenhaus

    Trudi Widmer (87) musste das ganze Drama um die Bluttat an der Talackerstrasse mitanhören. Auch einen Tag später ist sie noch ganz mitgenommen. «Immer wieder denke ich an das laute Geschrei im Treppenhaus. Ans Gepolter und die Panik in der Stimme der Familienangehörigen.

    Und dann der kleine Bub, wahrscheinlich der jüngste in der Familie, der völlig aufgelöst bei der Nachbarin gleich gegenüber meiner Wohnung in der Stube gehockt hatte», so Widmer. Er habe alles mitansehen müssen. «Der tut mir wirklich so leid». Mehr als nur ein Leben sei an diesem Abend zerstört worden. «Welcher Bub kann ein solches Erlebnis schon verkraften?»

    Im Treppenhaus habe sie am Dienstag Männer laut herumschreien hören – «in einer Sprache, die ich nicht verstand», so Widmer weiter. Bei der getöteten Frau soll es sich gemäss eines Verwandten um die Grossmutter von Fatmir T. gehandelt haben. Eine Bestätigung liegt jedoch noch nicht vor. Die Polizei wartet das rechtsmedizinische Gutachten ab, um das Opfer zweifelsfrei identifizieren zu können. 

    T. kreuzte mit Waffe am Arbeitsplatz auf

    Der dringend tatverdächtige Fatmir T. machte bereits vergangene Woche Probleme. Das bestätigt sein Lehrbetrieb in Aadorf. Dort hatte der angehende Elektro-Installateur eine Waffe mit an den Arbeitsplatz genommen, was im Betrieb für grosse Angst gesorgt hatte. Darum wurde die Kantonspolizei Thurgau aufgeboten, welche die Waffe sicherstellte. Das bestätigt Polizei-Sprecher Matthias Graf gegenüber BLICK.

    T. war also polizeibekannt. Wie konnte es dennoch zur schrecklichen Tat vom Dienstag kommen? Graf betont: «Beim Einsatz vergangene Woche gab es keinen Haftgrund, da der Verdächtige niemanden bedroht hatte». (cat/fr/mla)

    * Name geändert

    Nach Schock-Video aus dem Thurgau: Thurgauer Bauer schleudert Schafe quer durch den Stall

    Nach Schock-Video aus dem Thurgau: Thurgauer Bauer schleudert Schafe quer durch den Stall


    LANGRICKENBACH TG - In Herrenhof TG wird ein Schafhalter gefilmt, wie er Lämmer an den Hinterbeinen packt und quer durch den Stall schleudert. Jetzt hat der Verein gegen Tierfabriken Schweiz (VgT) Anzeige erstattet. Ein Schafmäster...

    LANGRICKENBACH TG - In Herrenhof TG wird ein Schafhalter gefilmt, wie er Lämmer an den Hinterbeinen packt und quer durch den Stall schleudert. Jetzt hat der Verein gegen Tierfabriken Schweiz (VgT) Anzeige erstattet.

    Ein Schafmäster in Herrenhof bei Langrickenbach TG wird gefilmt, wie er seine Lämmer rüde an den Hinterbeinen packt, durch den Stall schleudert und sogar mit einem Knüppel traktiert.

    Die Bilder sind schockierend. «Wer das liebenswerte und unschuldige Wesen von Schafen kennt und ein Tierfreund ist, dem werden beim Ansehen des Videos die Tränen kommen», schreibt der Verein gegen Tierfabriken Schweiz, VgT, in einem Facebook-Post.

    «Video in ungünstigem Moment aufgenommen»

    Die Thurgauer Staatsanwaltschaft und das Veterinäramt untersuchen nun den Fall gemeinsam. Dies, nachdem der VgT Anzeige gegen den Schaffhalter erstattet hat. Gegenüber «FM1 Today» rechtfertigte sich dieser damit, dass das Video in einem ungünstigen Moment aufgenommen worden sei. Er sei gerade dabei gewesen, die Schafe in einen Anhänger einzuladen. Wahrscheinlich stamme es von einem Nachbarn, der wütend auf ihn sei.

    Gibt es noch weiteres belastendes Material?

    Laut Tierschützer und VgT-Präsident Erwin Kessler sei das Video im August dieses Jahres entstanden. Gefilmt wurde mit einem Teleobjektiv «aus grösserer Distanz», so Kessler gegenüber BLICK. Wer das Video gemacht hat, will der Tierschützer nichts sagen. Aber: «Es gibt noch weitere Aufnahmen!»

    Der Bauer ist Produzent für Coop und Bell. Bei Coop zeigt man sich schockiert über das Video, wie Andrea Bergmann, Coop-Sprecherin, gegenüber BLICK schreibt. «Wir haben die Zusammenarbeit per sofort beendet und untersuchen die Angelegenheit», sagt sie. Und auch Bell will vorerst keine Zusammenarbeit mehr mit dem Bauern aus Langrickenbach TG. «Von unseren Lieferanten erwarten wir einen tadellosen Umgang mit ihren Tieren. Das in dem Video gezeigte Verhalten ist für uns inakzeptabel», schreibt Sprecher Fabian Vetsch. (mla/fr)

    56 Delikte in sieben Kantonen: Polizei schnappt serbischen Serien-Einbrecher

    56 Delikte in sieben Kantonen: Polizei schnappt serbischen Serien-Einbrecher


    GLARUS - Die Glarner Polizei hat einen besonders fleissigen Langfinger schnappen können. Der Mann hatte für seine Einbrüche eine richtige «Tour de Suisse» gemacht. Es ist eine ordentliche Statistik, die ein 39-jähriger Serbe...

    GLARUS - Die Glarner Polizei hat einen besonders fleissigen Langfinger schnappen können. Der Mann hatte für seine Einbrüche eine richtige «Tour de Suisse» gemacht.

    Es ist eine ordentliche Statistik, die ein 39-jähriger Serbe vorzuweisen hat: Mindestens 56 Einbruchdiebstähle in sieben Kantonen soll der Mann in der Schweiz begangen haben. Die meisten davon hat er gestanden. 

    Der nicht in der Schweiz wohnhafte Einbrecher war jahrelang in den Kantonen Glarus, St. Gallen, Baselland, Bern, Thurgau, Zürich und Schwyz unterwegs. Dabei machte er eine Beute von insgesamt über 300'000 Franken und verursachte einen Sachschaden von 80'000 Franken.

    Im Kanton Glarus wurde das seit letztem Juni laufende «umfangreiche Ermittlungsverfahren» gegen den Mann nun abgeschlossen, wie die Kantonspolizei am Dienstag mitteilte. Er war im Glarnerland von Juni 2013 bis Februar 2017 fünf Mal eingebrochen.

    Der Einbrecher hat den vorzeitigen Strafvollzug angetreten. Nach seiner 39-jährigen, ebenfalls serbischen Komplizin wird noch gefahndet. (cat/SDA)

    Schock in Schwyz: Blutende Hirschkuh sorgt an Chilbi für Aufruhr

    Schock in Schwyz: Blutende Hirschkuh sorgt an Chilbi für Aufruhr


    Eine BLICK-Leserin traute ihren Augen nicht, als sie an der Chilbi in Schwyz plötzlich eine Hirschkuh in der Menschenmenge sieht. Das Tier war verletzt und blutete stark. Der Wildhüter musste es später erlegen. Eine Hirschkuh rannte am...

    Eine BLICK-Leserin traute ihren Augen nicht, als sie an der Chilbi in Schwyz plötzlich eine Hirschkuh in der Menschenmenge sieht. Das Tier war verletzt und blutete stark. Der Wildhüter musste es später erlegen.

    Eine Hirschkuh rannte am Montagnachmittag um 13 Uhr blutend durch eine Menschenmenge in der Herrengasse in Schwyz – mitten in die Chilbi. BLICK-Leserin Céline Reichmuth (19) verkauft an ihrem Chilbi-Stand wie gewohnt Fleischwaren. Plötzlich hört sie, wie jemand aus der Menge «Hirsch» ruft. «Ich dachte zuerst, das ist ein Witz. Doch dann gingen die Menschen zur Seite und ich sah das blutende Tier», erzählt sie BLICK.

    Die Hirschkuh habe stark aus dem Mund und dem Hintern geblutet. «Sie war total ausser Atem und sah so aus, als würde sie vor etwas wegrennen», erzählt die 19-Jährige. Dann sei das Tier zu Boden gestürzt und die Chilbi-Besucher konnten es festhalten, bis der Wildhüter und die Polizei eintrafen. «Die Hirschkuh lag in einer Blutlache, das sah ganz schlimm aus», sagt sie.

    Der alarmierte Wildhüter habe das Tier dann unter Blickschutz erlegt und abtransportiert. Menschen wurden keine verletzt. «Die Hirschkuh ist aber mit einer Frau zusammengestossen, ihre Hände waren anschliessend voll mit dem Blut des Tiers. Sie kam zu mir an den Stand, um es abzuwaschen», sagt die Verkäuferin.

    «Das Tier hatte einen Haufen Parasiten»

    Woher das Tier seine Verletzung hatte, ist noch unklar. «Zuerst dachten wir, die Hirschkuh wurde vielleicht angeschossen, aber wir haben keine Schusswunde gesehen», sagt Reichmuth.

    Auch beim Amt für Natur, Jagd und Fischerei im Kanton Schwyz weiss man nicht, was mit dem Tier passiert ist. «Die Hirschkuh war alt und stark abgemagert. Ausserdem hatte sie viele Parasiten», sagt Annemarie Sandor, Amtsleiterin ad interim, zu BLICK. «Der Wildhüter musste das kranke Tier erlösen», sagt sie.

    Woher das Tier kam, ist ebenfalls unklar. «Es ist sehr ungewöhnlich, dass solche Tiere mitten in der Stadt rumrennen. In unmittelbarer Nähe befindet sich kein Wald», sagt Annemarie Sandor. 

    Am Mittwoch haben die Untersuchungen des Kadavers ergeben, dass die Hirschkuh einen grossen Tumor in der Gebärmutter sowie eine schwere Lungenentzündung hatte, wie «Bote der Urschweiz» schreibt.

    «Derartige Serie noch nie gesehen»: Töff-Raser filmt 180 Delikte – Richter ist baff

    «Derartige Serie noch nie gesehen»: Töff-Raser filmt 180 Delikte – Richter ist baff


    Vor dem Bezirksgericht Zürich stand ein Töff-Fahrer, der immer wieder halsbrecherisch über Schweizer Strassen raste. Seine Go-Pro-Kamera wurde ihm nun zum Verhängnis. Ein Töff-Fahrer geriet in eine mobile Verkehrskontrolle, die Polizei machte ein...

    Vor dem Bezirksgericht Zürich stand ein Töff-Fahrer, der immer wieder halsbrecherisch über Schweizer Strassen raste. Seine Go-Pro-Kamera wurde ihm nun zum Verhängnis.

    Ein Töff-Fahrer geriet in eine mobile Verkehrskontrolle, die Polizei machte ein Bild – und wurde stutzig, als sie eine Go-Pro-Kamera an seinem Helm entdeckten. Darauf fanden die Ermittler unzählige Beweise. Insgesamt 27 Filme wertete die Polizei aus. Darauf zu sehen: nicht weniger als 180 Verkehrsdelikte. Darunter sind 100 grobe und sechs qualifiziert grobe Verletzungen des Strassenverkehrsgesetzes.

    Nun stand er vor dem Bezirksgericht Zürich – und vor einem fassungslosen Gerichtsvorsitzenden. Es sei unglaublich, sagte dieser laut der «NZZ» an der Verhandlung. Eine derartige Serie von Verkehrsdelikten habe er noch nie gesehen, «und ich bin ein alter Hase». Er sei selbst Töff-Fahrer. «Aber bei Ihrem Fahrstil fragt man sich, ob Ihnen wirklich so wenig am Leben liegt.»

    Auf 190 km/h beschleunigt 

    Ein Beispiel einer Fahrt über den Zürcher Nordring: Der damals 24-Jährige beschleunigte auf 170 km/h, überholte fünf Fahrzeuge links von ihm. Danach wechselte er zurück in die Mitte, zwängte sich zwischen zwei Fahrzeugen hindurch – mit einem Abstand unter einem Meter, wie die Zeitung aus der Anklageschrift zitiert.

    Danach beschleunigte er auf 191,6 Kilometer pro Stunde, überholte ab der Einfahrt in den Gubristtunnel auf einer Strecke von 3,6 Kilometern «zahllose Fahrzeuge», die links und rechts von ihm fuhren. Solche Fahrten führte er immer wieder durch.

    Der Prozess fand im abgekürzten Verfahren statt, wie die «NZZ» berichtet. Gegen den Mann verhängte das Gericht eine bedingte Freiheitsstrafe von zwei Jahren, mit einer Probezeit von zwei Jahren. Sein Töff, eine Yamaha, wurde eingezogen und verkauft.

    Töff-Fahrer überführen sich selbst 

    Immer wieder sorgen Töff-Raser für Furore, weil sie ihre Höllenritte mit der Go-Pro filmen. So fahndete die Polizei vergangenes Jahr nach einem Fahrer, der mit 300 km/h (!) über eine Schweizer Landstrasse bretterte. Kürzlich konnte die Kantonspolizei Waadt einen 21-jährigen Schweizer überführen, der sich dabei gefilmt hatte, wie er mit über 200 km/h durch eine 80er-Zone fuhr. (neo)