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    City und United weiterhin ungeschlagen: Manchester-Teams dominieren im Gleichschritt

    City und United weiterhin ungeschlagen: Manchester-Teams dominieren im Gleichschritt


    Während Xherdan Shaqiri mit Stoke gegen Chelsea untergeht, drängt sich in der Premier League eine Frage auf: Wie sind Manchester United und Manchester City zu stoppen? Southampton – Manchester United 0:1Sechstes Premier-League-Spiel von Romelu Lukaku...

    Während Xherdan Shaqiri mit Stoke gegen Chelsea untergeht, drängt sich in der Premier League eine Frage auf: Wie sind Manchester United und Manchester City zu stoppen?

    Southampton – Manchester United 0:1
    Sechstes Premier-League-Spiel von Romelu Lukaku im ManUtd-Dress, sechster Treffer der belgischen Tor-Maschine. Er verwandelt in Southampton in der 20. Minute den Abpraller seines eigenen Kopfballs und avanciert einmal mehr zum Matchwinner. Die roten Teufel von José Mourinho bleiben ungeschlagen und sind mit 16 Punkten aus sechs Spielen nur deshalb Tabellenzweiter, weil der punktgleiche Stadtrivale ManCity ein noch besseres Toverhältnis hat.

    Manchester City – Crystal Palace 5:0
    Pep Guardiolas «Citizens» spielen sich von Rausch zu Rausch. Nach dem 5:0 gegen Liverpool und dem 6:0 bei Watford gibts wieder fünf Leckerbissen für die Fans. Die Hauptdarsteller der Show: Sané (44.), Sterling (51./59.), Agüero (79.) und Delph (89.). Bitter: Gegner Crystal Palace bleibt punkt- und torlos, auch im zweiten Spiel unter Ex-Nati-Trainer Roy Hodgson.

    Stoke City – Chelsea 0:4
    Ebenfalls aufs Dach gibts für Shaqiris Stoke City gegen Meister Chelsea. Der Spanier Alvaro Morata trifft gleich drei Mal (2./77./82.), Landsmann Pedro ein Mal (30.). «Shaq» spielt durch, kann wenig ausrichten und wird in der 49. Minute wegen Reklamierens verwarnt.

    West Ham – Tottenham 2:3
    In einem spektakulären Derby sichern sich die Spurs den dritten Saisonsieg. Und das, obwohl man in Londons Olympiastadion ab der 70. Minute mit einem Mann weniger agiert (Gelb-Rot für Aurier). Doch der Reihe nach: Kane (34./38.) und Eriksen (60.) sorgen für ein komfortables Polster, ehe Chicharito (65.) und Kouyaté (87.) die Sache noch einmal spannend machen.

    Burnley – Huddersfield Town 0:0
    Trostlose Nullnummer nördlich von Manchester, bei der Florent Hadergjonaj bei Huddersfield in der 89. Minute eingewechselt wird. Es ist das Premier-League-Debüt des Schweizers. (sih)

    Die weiteren Spiele der 6. Runde:
    Everton – Bournemouth 2:1
    Swansea City – Watford 1:2
    Leicester City – Liverpool (18.30 Uhr)
    Brighton & Hove – Newcastle United (So, 17.00 Uhr)
    Arsenal – West Brom (Mo, 21.00 Uhr)

    Spanien: Katalanische Polizei unter Madrids Kommando

    Spanien: Katalanische Polizei unter Madrids Kommando


    Madrid/Barcelona – Der Separatisten-Konflikt in Katalonien über die Loslösung der Region von Spanien hat sich weiter zugespitzt. Die Madrider Zentralregierung gab die Übernahme der Kontrolle über die katalanische Polizei bekannt. Der katalanische...

    Madrid/Barcelona – Der Separatisten-Konflikt in Katalonien über die Loslösung der Region von Spanien hat sich weiter zugespitzt. Die Madrider Zentralregierung gab die Übernahme der Kontrolle über die katalanische Polizei bekannt.

    Der katalanische Innenminister Joaquim Forn entgegnete am Samstag in Barcelona, die Regional-Polizei Mossos d'Esquadra werde die Entscheidung nicht akzeptieren.

    Mit zahlreichen Aktionen versuchen Madrid und die spanische Justiz die von der Regionalregierung in Barcelona für den 1. Oktober ausgerufene, vom Verfassungsgericht aber verbotene Abstimmung zu verhindern.

    Bei Dutzenden von Razzien nahm die Guardia Civil in den vergangenen Tagen 14 separatistische Politiker und Beamte fest. Ausserdem wurden knapp zehn Millionen Wahlzettel und rund 1,5 Millionen Wahlplakate beschlagnahmt. Zehntausende Katalanen gingen aus Protest gegen diese Aktionen auf die Strassen.

    Bei der Zusammenarbeit mit der Guardia Civil war der katalanischen Polizei «mangelndes Engagement» vorgeworfen worden. Die Mossos d'Esquadra sind nun nach Angaben des Madrider Innenministeriums ab sofort der paramilitärischen Polizeieinheit Guardia Civil unterstellt. Die Gründe für die Entscheidung wurden nicht bekannt.

    Die Mossos d'Esquadra reagierten unterdessen auf Twitter mit folgenden Zeilen: «Wir werden weiter wie bisher arbeiten. Wir werden unsere Befugnisse ausüben, um die Sicherheit und die öffentliche Ordnung zu gewährleisten und dem Bürger zu dienen.»

    Madrid kündigte derweil die Entsendung weiterer Einheiten der Nationalpolizei und der Guardia Civil nach Katalonien im Nordosten des Landes an.

    Ministerpräsident Mariano Rajoy wiederholte am Samstag auf einem Regionaltreffen seiner konservativen Volkspartei (PP) in Palma de Mallorca: «Das Referendum wird nicht stattfinden.»

    Vor dem Hotel, in dem das PP-Treffen stattfand, versammelten sich am Samstagnachmittag Hunderte von Menschen, um für das «Selbstbestimmungsrecht der Katalanen» zu demonstrieren. An der Kundgebung nahmen zahlreiche Politiker linker Parteien teil. Sie kritisierten die «zunehmend repressiven Massnahmen» der Zentralregierung gegen die katalanischen Separatisten.

    Ungeachtet aller Widerstände hält die Regionalregierung von Carles Puigdemont an der Abhaltung des Referendums fest. Die Wahllokale würden am 1. Oktober überall in Katalonien öffnen, versicherte deren Bildungsministerin Clara Ponsatí. «Die Urnen werden da sein. Die Menschen werden sie in der Nähe ihrer Wohnungen finden», sagte sie.

    Höllen-Mission bei den Roten Teufeln: Sforza soll Lautern retten!

    Höllen-Mission bei den Roten Teufeln: Sforza soll Lautern retten!


    Ein Meisterheld von 1998 soll Kaiserslautern vor dem Fall in die Dritt-Klassigkeit bewahren: Der Wohler Ciri Sforza (47) ist Nummer-1-Kandidat bei seinem deutschen Herzens-Klub. Nur 2 Punkte nach 7 Spielen, letzter Platz: Der 1. FC Kaiserslautern steckt...

    Ein Meisterheld von 1998 soll Kaiserslautern vor dem Fall in die Dritt-Klassigkeit bewahren: Der Wohler Ciri Sforza (47) ist Nummer-1-Kandidat bei seinem deutschen Herzens-Klub.

    Nur 2 Punkte nach 7 Spielen, letzter Platz: Der 1. FC Kaiserslautern steckt in der 2. Bundesliga tief im Schlamassel. Jetzt soll ein Schweizer die Höllen-Mission bei den Roten Teufeln übernehmen.

    Ciri Sforza, der 1998 den damaligen Aufsteiger (!) als Captain zum Meistertitel führte, geniesst Legenden-Status in der Pfalz. Wie die «Bild» heute berichtet, ist Sforza Nummer-1-Kandidat für den letzten Mittwoch entlassenen Trainer Norbert Meier.

    Sforza ist seit September 2015, als er beim FC Thun ausstieg, ohne Job.

    Auch der Däne Michael Schjönberg, auch er ein Meisterheld, ist im Gespräch. Schjönberg unterrichtet zurzeit in seiner Heimat schwer erziehbare Kinder.

    Am Montag stehen beim Auswärtsspiel gegen Union Berlin die beiden Nachwuchstrainer Manfred Paula und Alexander Bugera an der Linie.

    23 Tage nach Beinbruch: Valentino Rossi fährt in die 1. Startreihe!

    23 Tage nach Beinbruch: Valentino Rossi fährt in die 1. Startreihe!


    Teufelskerl Valentino Rossi! Die 38-jährige Töff-Ikone gibt am Freitag im freien Training nicht nur sein Blitz-Comeback. Rossi gibt auch am Samstag weiter Gas – nur 23 Tage nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch. Und wie: Der Italiener qualifiziert...

    Teufelskerl Valentino Rossi! Die 38-jährige Töff-Ikone gibt am Freitag im freien Training nicht nur sein Blitz-Comeback.

    Rossi gibt auch am Samstag weiter Gas – nur 23 Tage nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch. Und wie: Der Italiener qualifiziert sich beim Aragón-GP zunächst für das Q2, das Quali-Segment, in dem es um die Pole-Position geht. Dort steht Rossi zwischenzeitlich auf Rang 1.

    Am Ende ist es der 3. Platz. Rossi, nicht gerade als Spezialist für das Qualifying bekannt, fährt mit gebrochenem Bein in die 1. Startreihe.

    Wahnsinn! Er büsst nur 0,180 Sekunden auf Teamkollege Maverick Vinales ein, der am Sonntag auf der Pole startet. Und Rossi? Auf ihn wartet am Sonntag (Start 14.00 Uhr) im rund 45-minütigen Grand Prix der ultimative Härtetest für das schmerzende Bein.

     

    Selfie-Geri, Raser, Brandstifterin: Aargauer haben die Qual der Wahl

    Selfie-Geri, Raser, Brandstifterin: Aargauer haben die Qual der Wahl


    AARAU - So spezielle Wahlen wie am Sonntag hat es im Aargau wohl noch nie gegeben. Nebst Geri Müller (56), der mit der Nacktselfie-Affäre Schlagzeilen machte, stehen auch ein rasender Gemeinderat aus Wohlen und eine SVP-Frau aus...

    AARAU - So spezielle Wahlen wie am Sonntag hat es im Aargau wohl noch nie gegeben. Nebst Geri Müller (56), der mit der Nacktselfie-Affäre Schlagzeilen machte, stehen auch ein rasender Gemeinderat aus Wohlen und eine SVP-Frau aus Zofingen in U-Haft auf der Wahlliste.

    Grosse Spannung am Sonntag im Aargau: Gleich drei Personen, die einen Tolggen im Reinheft haben, stehen zur Wahl in ein politisches Amt. Und sie sind keine unbeschriebenen Blätter!

    Da wäre Geri Müller (56, Grüne), der in Baden wieder Stadtpräsident werden will – trotz Nacktselfie-Affäre. Er hatte 2014 vom Stadtratsbüro aus Fotos seines Geschlechtsteils an eine Frau geschickt. Müller erntete Kritik, blieb aber im Amt. Bei seiner Wahl könnte es laut Politikerkollegen knapp werden.

    Weiterhin beliebt im Volk

    Ein Kopf-an-Kopf-Rennen dürfte es auch in Wohlen geben. Dort will Vize-Ammann Paul Huwiler (56, CVP) Oberhaupt werden. Doch er wurde heuer mit 144 km/h erwischt – ausserorts. 15 Monate Knast bedingt und eine Busse von 5000 Franken drohen ihm. Nur: Wie Müller geniesst auch er laut einer Umfrage grosse Sympathien im Volk.

    Eher weniger Wahlchancen dürfte Marina M.* (30) in Zofingen haben. Die SVP-Frau will Einwohnerrätin werden, wurde aber kürzlich verhaftet. Sie soll daheim Feuer gelegt und den Tod ihrer Familie in Kauf genommen haben. Sie bestreitet dies.

    Müller und Huwiler standen zu ihren Verfehlungen. Sie dürften insgeheim wissen: Sonntagabend beginnt für sie ein neues Kapitel im Leben. So oder so.

    * Name der Redaktion bekannt

    Behrami spielt durch: Rom schlägt Udinese ohne Mühe

    Behrami spielt durch: Rom schlägt Udinese ohne Mühe


    Behrami kassiert mit Udinese bereits die 5. Saison-Niederlage. Heute Abend kommts zum Turiner-Derby und auch der momentane Leader Napoli spielt noch. Rom - Udinese 3:1Udinese kassiert auswärts in Rom die 5. Niederlage im 6. Ligaspiel. Daran kann auch...

    Behrami kassiert mit Udinese bereits die 5. Saison-Niederlage. Heute Abend kommts zum Turiner-Derby und auch der momentane Leader Napoli spielt noch.

    Rom - Udinese 3:1
    Udinese kassiert auswärts in Rom die 5. Niederlage im 6. Ligaspiel. Daran kann auch Neuzugang Valon Behrami nichts ändern. Unser Nati-Star spielt durch. Die Partie ist bereits in der ersten Halbzeit entschieden: Edin Dzeko eröffnet in der 12. Minute das Skore. Dann macht El Shaarawy (30./45.) den Deckel drauf. Den Ehrentreffer für Udinese erzielt Jens Stryger Larsen in der Nachspielzeit.

    Die weiteren Spiele

    Samstag:
    SPAL Ferrera - Napoli 18 Uhr
    Juventus - Torino 20.45 Uhr

    Sonntag: 
    Cagliari - Chievo 15 Uhr
    Crotone - Benevento
    Verona - Lazio
    Inter - Genua 
    Sassuolo - Bologna 18 Uhr 
    Florenz - Bergamo 20.45 Uhr

    Folgen für Olympia, die Liga und das TV: Das bedeutet der Eklat um Constantin

    Folgen für Olympia, die Liga und das TV: Das bedeutet der Eklat um Constantin


    Der Skandal um Christian Constantins tätlichen Angriff auf Rolf Fringer schockt die Schweiz. Was der Eklat für die Olympia-Kandidatur Sion 2026, die Liga und das TV bedeutet. Das bedeutet der CC-Eklat für Olympia BLICK: Herr Stahl, sind Sie froh, dass...

    Der Skandal um Christian Constantins tätlichen Angriff auf Rolf Fringer schockt die Schweiz. Was der Eklat für die Olympia-Kandidatur Sion 2026, die Liga und das TV bedeutet.

    Das bedeutet der CC-Eklat für Olympia

    BLICK: Herr Stahl, sind Sie froh, dass Christian Constantin aus dem Olympiakandidatur-Komitee für Sion 2026 zurückgetreten ist?
    Jürg Stahl: Dass Christian von sich aus entschieden hat, vorübergehend zurückzutreten, werte ich als gutes Signal. Dadurch können wir hoffentlich in Ruhe und seriös weiterarbeiten, denn Sion 2026 ist ein tolles Projekt.

    Wie wichtig war Constantin als einer von 4 Vize-Präsidenten?
    Vor allem zu Beginn war er sehr wichtig. Er ist ein Macher, Querdenker, Ideenlieferant. Mittlerweile wurde das Projekt aber auf sehr viele Schultern verteilt. Deshalb müssen wir ihn auch nicht unmittelbar ersetzen.

    Glauben Sie, dass der Vorfall negativ auf Sion 2026 wirkt?
    Nein, das glaube ich nicht.

    Sie kennen CC gut. Können Sie sich den Ausraster erklären?
    Es ist nicht nachvollziehbar, dass so etwas unter Erwachsenen mit Vorbildfunktion passiert. Aber Zidanes Kopfstoss verstand damals auch keiner. Leider kommt es doch vor.
     

    ...für die Liga


    Herr Schäfer, wie bewerten Sie den Zwischenfall im Cornaredo?
    Claudius Schäfer: Auf den TV-Bildern sieht man nicht die ganze Szene. Aber es gibt ein Statement von Christian Constantin, in dem er die Szene explizit schildert. Klar ist: Physische Gewalt können wir nicht tolerieren. Darum wird ein Verfahren eingeleitet.

    2004 schlug Constantin einen Linienrichter. Gilt er als Wiederholungstäter?
    Da sind wir schon im juristischen Bereich. 2004 war es ein Cupspiel gegen Kriens, das liegt im Verantwortung-Bereich des Schweizerischen Fussballverbandes.

    Wie schnell muss die Disziplinarkommission handeln?
    Grundsätzlich gibt es einen Monat Erledigungsfrist. Dieser Fall muss sicher schneller aufgearbeitet werden.

    Welche Sanktion droht?
    Es kann zu einem Boykott kommen – Constantin dürfte für eine gewisse Zeit seine Funktion nicht ausüben. Auch eine Busse ist möglich.
     

    ...für das TV


    Frau Lässer, wie und wo haben Sie die Attacke gegenüber Ihrem Experten Rolf Fringer erlebt?
    Claudia Lässer: Zu Hause vor dem Fernseher. So etwas habe ich in zwanzig Jahren Fernsehgeschäft noch nicht einmal ansatzweise erlebt. So etwas ist absolut inakzeptabel.

    Hatten Sie mit Fringer Kontakt?
    Ja, wir haben am Abend noch telefoniert. Er hat in seinem ersten Schock die Dimension des Vorfalls noch gar nicht richtig realisiert. Wir stehen zu hundert Prozent hinter ihm und unterstützen ihn.

    Sie sind Partner der Liga. Wie geht es weiter?
    Wir werden die Sache intern analysieren und das weitere Vorgehen absprechen. Es geht schon am Wochenende weiter, Sion hat ein Heimspiel.

    Und da machen Sie sich Sorgen?
    Man macht sich Gedanken, wie man seine Leute schützen kann.

    Was fordern Sie?
    Wir analysieren, schauen mit der Liga, was unternommen wird.

    Feiner Assist zum Sieg über Schalke: Zuber zaubert Hoffenheim an die Spitze!

    Feiner Assist zum Sieg über Schalke: Zuber zaubert Hoffenheim an die Spitze!


    Steven Zuber führt Hoffenheim mit einer starken Vorarbeit zum Vollerfolg über Schalke. Auch Mainz und Leipzig feiern Siege, vier Teams teilen sich die Punkte. Hoffenheim – Schalke 2:0Hoffenheim erklimmt den Leaderthron – und ein Schweizer ist...

    Steven Zuber führt Hoffenheim mit einer starken Vorarbeit zum Vollerfolg über Schalke. Auch Mainz und Leipzig feiern Siege, vier Teams teilen sich die Punkte.

    Hoffenheim – Schalke 2:0
    Hoffenheim erklimmt den Leaderthron – und ein Schweizer ist massgeblich daran beteiligt. Steven Zuber! Der Winterthurer erobert sich in der 13. Minute im Mittelfeld den Ball. Entschlossenen Schrittes stürmt er aufs Schalker Tor zu, wo er die Übersicht behält und Geiger mustergültig bedient. Der Youngster bucht die Führung mit einem präzisen Flachschuss. Schalke ackert und rackert, ab der 85. Minute auch mit Breel Embolo, doch die Kreichgauer bleiben hinten souverän – und setzen in der Nachspielzeit noch einen drauf. Das Duell der zwei jüngsten Trainer der Bundesliga – Nagelsmann 30 Jahre, Tedesco 32 – geht an Ersteren.

    Mainz – Hertha 1:0
    Negativrekord aufgestellt! Mainz und Hertha haben in der ersten Hälte nicht eine einzige Torchance – das gabs diese Saison in der Bundesliga noch nie! Immerhin wirds nach der Pause brisanter. In der 52. Minute wird Muto im Hertha-Strafraum gefällt. Schiri Stieler will nichts gesehen haben, konsultiert aber den Videobeweis. Und tatsächlich, der stimmt den Unparteiischen richtigerweise um. De Blasis verwertet eiskalt (54.). Beim Karnevalsverein wird Fabian Frei ausgewechselt (69.). Valentin Stocker kommt bei den Gästen in der 72. Minute zum Zug, Fabian Lustenberger spielt durch.

    RB Leipzig – Eintracht Frankfurt 2:1
    RB Leipzig bekundet gegen Frankfurt wenig Mühe. Der «Dosenklub» gibt von Beginn weg den Ton an. Der Ertrag für die Überlegenheit schaut allerdings erst nach gut 27 Minuten heraus. Augustin staubt einen Werner-Schuss ab. Nur Sekunden zuvor wird Nati-Crack Gelson Fernandes verletzungsbedingt ausgewechselt. In der zweiten Halbzeit scheint Tormaschine Werner (5. Treffer im 6. Spiel) den Sack zuzumachen (67.). Die Schlappekicker aber reüssieren in der 77. Minute und lassen RB noch mächtig zittern.

    Stuttgart – Augsburg 0:0
    Trostlose Nullnummer zwischen Stuttgart und Augsburg. Obwohl die Schwaben mehr vom Spiel haben, müssen sie den Süddeutschen einen Punkt zugestehen. Positiv aus Schweizer Sicht: Marwin Hitz hält seinen Kasten sauber und steht mit Augsburg auf dem starken 4. Tabellenplatz.

    Werder Bremen – Freiburg 0:0
    Keine Tore? Keine Überraschung! Immerhin messen sich mit Bremen und Freiburg zwei bisher noch sieglose Teams miteinander. Das heisst aber nicht, dass es keine Möglichkeiten auf Treffer gegeben hätte. Je 6 Torschüsse bleiben ungenutzt. Ulisses Garcia steht bei den Gastgebern 90 Minuten auf der Bank.

    Dortmund – Gladbach (ab 18.30 Uhr)

    Am Freitag

    Bayern – Wolfsburg 2:2
    Letztmals verloren die Bayern im März 2016 eine Bundesligapartie zu Hause. Trainer des damaligen Gegners Mainz 05: Martin Schmidt, seit zwei Spielen bei Wolfsburg im Amt. Und am Freitagabend schlägt der Schweizer dem Liga-Krösus erneut ein Schnippchen. Seine Wölfe kommen nach einem 0:2-Rückstand zurück und entführen – nicht unverdient – einen Punkt aus der Allianz Arena. Mann des Spiels ist Daniel Didavi (27), Torschütze zum 2:2-Ausgleichstreffer per Kopf in der 83. Minute. Trainer Schmidt wechselt den Deutschen gerade Mal zehn Minuten zuvor ein – der perfekte Schachzug.

    Am Sonntag

    Hannover – Köln (ab 15.30 Uhr)

    Bayer Leverkusen – Hamburg (ab 18 Uhr)

    Theater: Aktivisten besetzen Berliner Volksbühne

    Theater: Aktivisten besetzen Berliner Volksbühne


    Berlin – Seit Monaten gibt es Streit um die Berliner Volksbühne. Seit Freitag haben Aktivisten das Theater besetzt. Die neue Leitung verhandelt mit den ungebetenen Gästen. Wie es weitergeht, ist unklar. «Die Gespräche endeten vorläufig...

    Berlin – Seit Monaten gibt es Streit um die Berliner Volksbühne. Seit Freitag haben Aktivisten das Theater besetzt. Die neue Leitung verhandelt mit den ungebetenen Gästen. Wie es weitergeht, ist unklar.

    «Die Gespräche endeten vorläufig ergebnisoffen», erklärte die Volksbühne am Samstag auf ihrer Facebook-Seite. Bis tief in die Nacht habe es Gespräche zwischen den Aktivisten, der Kulturverwaltung und dem Volksbühnenteam gegeben, sagte der Sprecher des Theaters Johannes Ehmann der Nachrichtenagentur dpa. Auch Intendant Chris Dercon und Kultursenator Klaus Lederer (Linke) waren dabei.

    Die Kassen im Theater blieben vorerst geschlossen, erklärte das Volksbühnen-Team weiter. Den Mitarbeitern sei die Arbeit dort unter den aktuellen Umständen nicht zuzumuten. Intendant Dercon teilte ausserdem mit: «Sollte die Besetzung am Montag noch andauern, sind wir gezwungen, den Probenbetrieb an der Volksbühne einzustellen.»

    Am Samstag werde es weitere Gespräche geben, sagte der Sprecher der Berliner Kulturverwaltung, Daniel Bartsch, am Samstag der dpa. Eine Räumung sei nicht geplant. Die Aktivisten kündigten unterdessen eine «erste Vollversammlung» für Samstagnachmittag an - und riefen via Twitter zu Sachspenden wie Toilettenpapier oder Büromaterial auf.

    Das Künstlerkollektiv nennt sich «Staub zu Glitter» und hatte erklärt, in der Volksbühne solle ein neues «Anti-Gentrifizierungszentrum» entstehen. Drei Monate wollten sie zunächst bleiben und ein eigenes Programm auf die Beine stellen. Die Übernahme sei als «darstellende Theaterperformance» zu sehen.

    Zu ihren Unterstützern zählen die Aktivisten laut einer Liste unter anderem die Bands Beatsteaks und Tocotronic sowie den Autoren und Kabarettisten Marc-Uwe Kling («Die Känguru-Chroniken»).

    Die Aktivisten riefen ehemalige Mitglieder der Volksbühne zum Mitmachen auf. Eine Sprecherin erklärte in der rbb-Abendschau: «Wir kritisieren nicht Chris Dercon, sondern die Stadtentwicklung.» Jeder sei nun eingeladen, in die Volksbühne zu kommen und mitzumachen. Die Aktion sei seit langem geplant gewesen.

    Um das Theater tobt seit Monaten ein teils erbitterter Streit. Hintergrund ist der Kurs von Dercon, der als Nachfolger des langjährigen Chefs Frank Castorf im August das Haus übernahm. Kritiker befürchten, dass die Volksbühne zu einem kommerzialisierten Eventtheater umgestaltet werden könnte.

    In dem Haus am Rosa-Luxemburg-Platz sind erst ab November Aufführungen des Dercon-Teams geplant. Derzeit finden Vorstellungen nur am zweiten Spielort auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof statt. Das Theater erklärte Samstag, dass die geplanten Vorstellungen dort selbstverständlich stattfänden.

    Von den Aktivisten erwarte man, dass sie die Hausregeln beachteten, das Haus nicht beschädigten und den Mitarbeitern «friedlich» begegneten. «Und bitte lüftet mal.»

    Piero Esteriore kann zu seinem 40. nicht einmal anstossen: «Ich werde wie ein Mönch feiern»

    Piero Esteriore kann zu seinem 40. nicht einmal anstossen: «Ich werde wie ein Mönch feiern»


    Nicht viele haben mit 40 Jahren schon ein so bewegtes Leben hinter sich wie Piero Esteriore, der Sänger mit italienischem Temperament. Doch an seinem runden Geburtstag hält er sich mit Genussmitteln zurück, denn danach muss er zur...

    Nicht viele haben mit 40 Jahren schon ein so bewegtes Leben hinter sich wie Piero Esteriore, der Sänger mit italienischem Temperament. Doch an seinem runden Geburtstag hält er sich mit Genussmitteln zurück, denn danach muss er zur Krebsvorsorgeuntersuchung.

    Heute feiert Piero Esteriore seinen 40. Geburtstag. Vor 13 Jahren sorgte der Schweizer mit sizilianischen Wurzeln im Fernsehen SRF für grosse Emotionen. Mit Charme und feurigem Temperament eroberte er bei der ersten Staffel der Castingshow «Music Star» den dritten Platz. Noch im gleichen Jahr vertrat er die Schweiz beim Eurovision Song Contest in Istanbul. Leider – wie viele Künstler vor und auch nach ihm – mit null Punkten für die Schweiz.

    Jugendsünden abgehakt

    Vor seinem 40. Geburtstag schaut der Musiker und Sänger sentimental zurück. «Klar, ich habe Fehler gemacht», sagt Esteriore zu BLICK. Damit spielt er auf seinen legendären Crash am 4. Oktober 2007 ins Ringier-Pressehaus an, vor fast genau zehn Jahren.

    Er ist ausgerastet, wegen eines Artikels im BLICK. «Das Ganze kann ich natürlich nicht vergessen, aber ich habe es abgehakt. Heute nehme ich es mit Humor, es war eine Jugendsünde, die mich zum Schmunzeln bringt», sinniert er.

    Esteriore wird immer wieder auf den Vorfall angesprochen. «Es bleibt an mir haften wie ein Tattoo», sagt der Musiker. Rechtfertigen wolle er sich auch nach zehn Jahren nicht, aber erklären würde er es schon gerne.

    «Ich verlor damals meinen Grossvater, habe viel Geld investiert, war sieben Monate in den USA für die CD-Produktion. Dass ich ausgerastet bin, ist unverzeihlich – es war ein Eigengoal, das spüre ich seither immer wieder», bedauert Esteriore. Für Auftritte wird er deswegen kaum mehr gebucht, von Radiostationen wird er noch heute boykottiert.

    Das Ganze habe ihn, nebst dem faktischen Ausschluss aus der Branche, gut 120'000 Franken gekostet. Geblieben ist ihm wenigstens der Humor. «Die Tür im Pressehaus von  Ringier gehört sozusagen mir», sagt er lächelnd.

    Seine Kinder sind sein Lebenselixier

    Wenn Esteriore von seinem grössten Hit spricht, meint er damit nicht ein Lied, sondern seine Sophia (23), die er im Juli geheiratet hat. «Ich bin mega happy. Zusammen betreiben wir in Basel einen Coiffeursalon. Der Alltag und ein sicherer Job sind etwas vom Wichtigsten», betont der gelernte Coiffeur. Die Familie bedeute ihm alles, seine Kinder Alessia (14) und Leandro (6) seien sein Lebenselixier.

    Zu seinem 40. Geburtstag wünscht sich der sympathische Basler ganz einfach Gesundheit. Dass diese nicht selbstverständlich ist, musste er am eigenen Leib erfahren. Vom Hodenkrebs, der bei ihm und seinem Bruder Gabriele (22) vor zwei Jahren entdeckt wurde, haben sich beide erholt.

    Zwei Tage nach seinem Geburtstag steht bei Esteriore jedoch die Nachkontrolle im Spital an. «Ich werde meinen 40. Geburtstag wie ein Mönch feiern, darf nicht mal anstossen», sagt er halb im Spass, halb nachdenklich. «Und wenn ich noch etwas wünschen darf, wäre es Akzeptanz in der Branche, damit ich meine Musikerleidenschaft wieder leben darf», hofft er. 

    Ein Anfang könnte Esteriores Auftritt am 29. Oktober in Therwil BL sein, als Einheizer vor dem Konzert von Jazz- und Rock-Keyboarder Brian Auger (78) und Alex Ligertwood (70), dem ehemaligen Sänger von Carlos Santana. 

    Zug empfängt Davos: Das Duell der identischen Teams

    Zug empfängt Davos: Das Duell der identischen Teams


    Der EV Zug empfängt heute Abend um 19.45 Uhr den HC Davos. Verfolgen Sie die Partie live im Ticker auf BLICK. Wie im Gleichschritt marschieren Davos und der EVZ in der National League. Beide Teams haben zehn Punkte auf dem Konto, 15 Tore geschossen, 13...

    Der EV Zug empfängt heute Abend um 19.45 Uhr den HC Davos. Verfolgen Sie die Partie live im Ticker auf BLICK.

    Wie im Gleichschritt marschieren Davos und der EVZ in der National League. Beide Teams haben zehn Punkte auf dem Konto, 15 Tore geschossen, 13 Tore kassiert. Der einzige Unterschied: Davos hat das letzte Spiel (gegen Lausanne) verloren, während Zug (gegen Kloten) einen Sieg einfahren konnte.

    Heute wird sich eines der beiden Teams in der Tabelle etwas absetzten können. Wer das sein wird, erfahren Sie ab 19.45 Uhr im Ticker live auf BLICK. (ome)

    Rückschlag in Aragon-Quali: Lüthi startet drei Plätze hinter WM-Leader Morbidelli

    Rückschlag in Aragon-Quali: Lüthi startet drei Plätze hinter WM-Leader Morbidelli


    Am Sonntag dröhnen die Moto2-Motoren beim Grossen Preis von Aragon. Tom Lüthi muss seine Aufholjagd von Platz 7 starten. Mickrige neun Punkte liegt Tom Lüthi (214) im WM-Gesamtklassement hinter Leader Franco Morbidelli (223). Der WM-Kampf ist fünf...

    Am Sonntag dröhnen die Moto2-Motoren beim Grossen Preis von Aragon. Tom Lüthi muss seine Aufholjagd von Platz 7 starten.

    Mickrige neun Punkte liegt Tom Lüthi (214) im WM-Gesamtklassement hinter Leader Franco Morbidelli (223). Der WM-Kampf ist fünf Rennen vor Schluss in vollem Gange. Jeder Schnitzer kann entscheidend sein – und schon ist der WM-Titel futsch.

    Im spanischen Aragon hat der Italiener nach der Quali erstmal die besseren Karten. Morbidelli fährt die viertbeste Zeit, der Schweizer folgt auf Startposition 7.

    Viel Zeit verliert Lüthi auf seinen Kontrahenten allerdings nicht: 0,135 Sekunden trennen die beiden Titel-Rivalen. Das macht Hoffnung fürs Rennen (Sonntag, 12.20 Uhr).

    Tagesschnellster ist übrigens Miguel Oliveira auf seiner KTM. Dominique Aegerter folgt auf Position 11, Jesko Raffin startet an 30. Stelle. (fan)

    Frankreich: Proteste gegen Arbeitsmarktreform in Paris

    Frankreich: Proteste gegen Arbeitsmarktreform in Paris


    Paris – In Paris haben Tausende gegen die umstrittene Arbeitsmarktreform von Staatspräsident Emmanuel Macron protestiert. Der Nachrichtensender BFMTV berichtete am Samstag von mehreren zehntausend Teilnehmern, was auf Anfrage zunächst nicht von der...

    Paris – In Paris haben Tausende gegen die umstrittene Arbeitsmarktreform von Staatspräsident Emmanuel Macron protestiert. Der Nachrichtensender BFMTV berichtete am Samstag von mehreren zehntausend Teilnehmern, was auf Anfrage zunächst nicht von der Polizei bestätigt wurde.

    Der Linksaussenpolitiker Jean-Luc Mélenchon, der zu der Demonstration aufgerufen hatte, sprach von einem Erfolg. Die Menschen zogen vom Bastille-Platz durch den Osten der Hauptstadt.

    Am Donnerstag hatten bereits in ganz Frankreich mindestens 132'000 Menschen gegen die Lockerung des Arbeitsrechts protestiert. Für diesen Montag haben die Gewerkschaften CGT und Force Ouvrière (FO) Lastwagenfahrer zu Aktionen aufgerufen. Die Regierung signalisierte bereits, dass sie nicht nachgeben will.

    Die Reform umfasst drei Dutzend Einzelmassnahmen. So können Weltkonzerne Kündigungen aussprechen, wenn sie Schwierigkeiten in Frankreich - und nicht in der gesamten Gruppe - haben.

    Tennis-Gala in Prag: Federer und Nadal holen vier Punkte für Europa

    Tennis-Gala in Prag: Federer und Nadal holen vier Punkte für Europa


    Der Samstag beim Laver Cup verzückt die Fans. Turnier-Begründer Roger Federer baut die Führung seines Europa-Teams locker auf 5:1 aus. Mit etwas mehr Mühe sichert Rafael Nadal das 7:1. Als Roger zurück aufs Sofa zu seinen Kollegen kommt, hat er den...

    Der Samstag beim Laver Cup verzückt die Fans. Turnier-Begründer Roger Federer baut die Führung seines Europa-Teams locker auf 5:1 aus. Mit etwas mehr Mühe sichert Rafael Nadal das 7:1.

    Als Roger zurück aufs Sofa zu seinen Kollegen kommt, hat er den ersten Satz bereits verpasst. Im Federer-Tempo weist auch Nadal seinen Gegner der Gruppe Welt in seine Grenzen: 6:3. Zunächst. Denn anders als Querrey gibt sich Sock nicht so schnell geschlagen, findet zu seinem Spiel und gewinnt den zweiten Satz seinerseits mit 6:3. Es entscheidet nun der Match-Tiebreak – und der verläuft ähnlich ausgeglichen. Doch am Ende sehen wir Rafa strahlen – 10:8 hat er den siebten Punkt für sein Team Europa geholt!

    Fans warten auf Weltpremiere

    Inspiriert dürften Roger und Rafa nach ihrem Tageswerk für heute Abend sein. Denn sobald Tomas Berdych sein Einzel gegen Nick Kyrgios (ab 19 Uhr) gespielt hat, steht ihr nächster Einsatz an: das gemeinsame Doppel gegen Querrey/Sock. Eine Weltpremiere der beiden besten Spieler aller Zeiten, zu der die Weltnummer 2 lachend sagt: „Mein letztes Doppel liegt zwei Jahre zurück. Zum Glück hat Rafa gestern schon geübt.“ Der Mallorquiner verlor mit Berdych knapp im Champions-Tie-Break gegen Kyrgios/Sock.

    «Roger ist frisch und wollte möglichst früh spielen», sagte der Europa-Captain Björn Borg bei der Präsentation seiner Spieler-Aufstellung. Und so eröffnet Federer den zweiten Tag, an dem die Matches doppelt zählen und damit wertvoller sind als die gestrigen. Mit einer 3:1-Führung geht sein Team in den Tag. Und der Schweizer benötigt nur 69 Minuten, um sie gegen den derzeit bestklassierten Amerikaner Sam Querrey (ATP 16) auf 5:1 auszubauen.

    Die insgesamt acht Stunden, in denen Roger am Vortag auf dem Team-Sofa sass und seine Mannschafts-Kumpels leidenschaftlich anfeuerte, haben ihm scheinbar nicht zugesetzt. Im Gegenteil: Der 36-jährige Federer wirkt bei seiner Premiere auf dem schwarzen Court der bis auf den letzten der 17'000 Plätze gefüllten O2-Arena voller Tatendrang und Spiellust. Anders als sämtliche seiner Vorgänger hier musste er nicht über einen Tie-Break. Im ersten Satz nimmt er seinem Gegner den starken Aufschlag einmal ab, im zweiten sogar zweimal.

    Beim 6:4, 6:2 wirkt Roger wie beflügelt. Von «seinem» Anlass für Tennis-Legende Rod Laver, der ihm so sehr am Herzen liegt. Von Captain Borg auf der Bank, der ihm gar nicht viel sagen muss, aber bei jeder Gelegenheit abklatscht. „Ich hatte eine tolle Zeit vor meinen alten Helden“, sagt er.

    Und natürlich auch vor seinen Freunden im Team. Herrlich zu sehen, wie Rafael Nadal schmunzelnd einen Super-Stopp bestaunt, oder Alexander «Sascha» Zverev nach einem traumhaften Rückhand-Passierball die Fäuste in den Himmel streckt.

    Die Rücken-Probleme, die Federer seit seiner Final-Niederlage gegen den Deutschen in Montreal plagten und ihm auch die US Open erschwerten, scheinen von gestern. «Ich hatte keine Muskelbeschwerden», bestätigt er. Seine Gala ist angesichts der kurzen Trainingsphase – erst diese Woche griff Roger wieder zum Racket – schlicht erstaunlich.

    Einziger Wehmutstropfen: Gerne hätten ihn die Zuschauer hier wohl länger spielen sehen. Aber Rafael Nadal wird sie schnell darüber hinwegtrösten. In Kürze beginnt sein Match gegen den zweiten Amerikaner Jack Sock. Federer: «Jetzt geh ich so schnell wie möglich duschen, damit ich mich wieder als Cheerleader nützlich machen kann.»

    Allzu verausgaben sollte er sich nicht. Denn schon heute Abend – nach dem Einzel zwischen Tomas Berdych und Nick Kyrgios – steht sein nächster Einsatz an: das Doppel an der Seite von Nadal gegen Querrey/Sock.  Eine Weltpremiere der beiden besten Spieler aller Zeiten, zu der die Weltnummer 2 lachend sagt: «Mein letztes Doppel liegt zwei Jahre zurück. Zum Glück hat Rafa gestern schon geübt.» Der Mallorquiner verlor mit Berdych knapp im Champions-Tie-Break gegen Kyrgios/Sock.

    Nationalstrassen: Protestkundgebung gegen A5-Umfahrung in Biel

    Nationalstrassen: Protestkundgebung gegen A5-Umfahrung in Biel


    In Biel haben am Samstag mehr als 3000 Personen gegen die geplante Linienführung des Westastes der A5-Umfahrung von Biel protestiert. Sie wehren sich gegen den «Planungsirrsinn», dem 100 Häuser und 745 Bäume zum Opfer fallen sollen. Die...

    In Biel haben am Samstag mehr als 3000 Personen gegen die geplante Linienführung des Westastes der A5-Umfahrung von Biel protestiert. Sie wehren sich gegen den «Planungsirrsinn», dem 100 Häuser und 745 Bäume zum Opfer fallen sollen.

    Die Demonstration startete anfangs Nachmittag auf dem Robert-Walser-Platz und zog durch die Bieler Innenstadt zur Esplanade vor dem Kongresshaus, wo ein abschliessendes «Demo-Fest» angesagt war. Der bewilligte Protestmarsch verlief friedlich, aber lautstark.

    Zahlreiche Teilnehmende folgten dem Motto des Organisationskomitees «Biel wird laut» und setzten mitgebrachte Lärminstrumente wie Rasseln und Trillerpfeifen ein. Einige verkleideten sich als «Westast-Monster», andere trugen in schwarzer Trauerkleidung symbolisch die Bieler Innenstadt zu Grabe.

    Mit der A5-Umfahrung von Biel soll eine der letzten Lücken des Nationalstrassennetzes geschlossen werden. Der Ostast der Umfahrung ist bereits fertig erstellt und wird am 27. Oktober dem Verkehr übergeben.

    Gegen den sich erst in der Planung befindlichen Westast haben Umweltverbände und zahlreiche Anwohner Beschwerde beim Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie (UVEK() eingereicht. Die Gegner kritisieren das Grossprojekt als masslos und verkehrstechnisch verfehlt.

    Die Kosten des Autobahnteilstücks werden auf 2,2 Milliarden Franken veranschlagt. Dieses soll fast ausschliesslich unterirdisch verlaufen und Bieler und Nidauer Wohnquartiere vom Agglomerationsverkehr entlasten. Umstritten sind die beiden offen geplanten Anschlüsse im Bieler Zentrum und an der Seevorstadt.

    Die Gegner befürchten statt einer Verkehrsentlastung Mehrverkehr. Staus könnten so nicht verhindert werden. Die Bewegung «Westast so nicht» will in einigen Monaten ihren eigenen Vorschlag eines abgespeckten Projektes präsentieren.

    Österreich: ÖVP im Endspurt

    Österreich: ÖVP im Endspurt


    Wien – Mit einem klaren Bekenntnis zur Neugestaltung des Landes gehen Österreichs Konservative in die Schlussphase des Wahlkampfs. «Wir haben den Willen zur Veränderung», sagte ÖVP- Spitzenkandidat Sebastian Kurz am Samstag vor rund 10'000...

    Wien – Mit einem klaren Bekenntnis zur Neugestaltung des Landes gehen Österreichs Konservative in die Schlussphase des Wahlkampfs. «Wir haben den Willen zur Veränderung», sagte ÖVP- Spitzenkandidat Sebastian Kurz am Samstag vor rund 10'000 Anhängern in Wien.

    Zu den wichtigsten Punkten einer von ihm geführten Regierung werde eine Veränderung bei den Sozialleistungen für Zuwanderer gehören. «Wir müssen die Fehlentwicklungen stoppen, damit wir das Sozialsystem langfristig absichern können.» Migranten erhielten sehr bald teils erhebliche öffentliche Gelder, kritisierte Kurz.

    Darüber hinaus seien massive Steuersenkungen, eine Schuldenbremse in der Verfassung und die aus Deutschland bekannte Richtlinienkompetenz des Bundeskanzlers von Nöten. «Machen wir es wie die Deutschen», sagte Kurz angesichts bisher oft lähmender kabinettsinterner Machtkämpfe in Österreich.

    Der 31-Jährige betonte, dass er sich in seinem Veränderungswillen nicht ausbremsen lassen werde. «Wo ein Wille, da ein Weg.»

    Zugleich warnte er seine Anhänger davor, sich zu siegessicher zu geben. In Umfragen liegt die ÖVP drei Wochen vor der Wahl in Front. Die Konservativen befürchten allerdings, durch eine etwaige Koalition der Verlierer übertrumpft zu werden.

    «Natürlich wissen wir, dass Rot-Blau vorbereitet wird», sagte ÖVP-Generalsekretärin Elisabeth Köstinger zu einem etwaigen Bündnis von Sozialdemokraten und rechter FPÖ, die nach Umfragen je bei etwa 25 Prozent liegen.

    So wird Cassis die Schweizer Aussenpolitik verändern: Jetzt kommt der Rechtsrutsch im EDA

    So wird Cassis die Schweizer Aussenpolitik verändern: Jetzt kommt der Rechtsrutsch im EDA


    BERN - Ignazio Cassis wird am 1. November das Aussendepartement übernehmen. Aussenpolitisch wird die Schweiz künftig rechter ticken. Nur beim EU-Dossier ist das nicht sicher. Ignazio Cassis (56) ist ein angenehmer Mensch. Und doch...

    BERN - Ignazio Cassis wird am 1. November das Aussendepartement übernehmen. Aussenpolitisch wird die Schweiz künftig rechter ticken. Nur beim EU-Dossier ist das nicht sicher.

    Ignazio Cassis (56) ist ein angenehmer Mensch. Und doch gab er in seiner Wahlkampagne den knallharten Aussenpolitiker. Die Zuwanderung müsse stärker gedrosselt werden, sagte der neu gewählte Bundesrat vor einer Woche im BLICK-Live-Talk. «Wir können nicht ganz Afrika in Europa aufnehmen», diktierte er auch der NZZ ins Mikrofon.

    Das tönt ganz anders als bei seinem Vorgänger. Didier Burkhalters (57) Herz schlug in diesen Themen klar links: Nie verschloss er seine Augen vor der Not der Menschen. Auch wenn er die irreguläre Migration als Problem anerkannte, appellierte er immer wieder an das humanitäre Gewissen der Schweiz.

    Neuer Wind im EDA

    Mit Cassis im Aussendepartement EDA wird wohl ein neuer Wind einziehen. Das lässt sich aus seinem Abstimmungsverhalten im Nationalrat ablesen. Zwar lehnte er im Herbst 2014 eine Motion aus den Reihen der SVP ab, die forderte, dass nur noch jene Staaten Entwicklungshilfe bekommen, die sich in einem Abkommen verpflichten, ihre Migranten wieder zurückzunehmen.

    Gleichzeitig aber sprach er sich in diesem Sommer dafür aus, Entwicklungshilfe an eine allgemeine Kooperation im Migrationsbereich zu koppeln. Burkhalter hatte diese strikte Vorgabe abgelehnt.

    Zudem hat Cassis im Juni für eine Plafonierung der Gesamtausgaben für die Entwicklungshilfe gestimmt. Burkhalter hatte einen leichten Ausbau beantragt – und konnte sich dank den Mitte-links-Parteien und drei FDP-Abweichlern knapp durchsetzen.

    Das zeigt: Hält Cassis sein Versprechen und «bleibt, wer er ist», wird es in den zentralen Themen Entwicklungshilfe und Migration zu einem Rechtsrutsch im Bundesrat kommen. 

    Grosses «Reset»-Versprechen

    Auch beim umstrittensten aussenpolitischen Thema – der Weiterentwicklung der bilateralen Beziehungen zur EU – hat Cassis harte Kante gezeigt und damit die Stimmen der SVP gewonnen: Nur schon das Wort «Rahmenabkommen» sei derart vergiftet, dass man damit nichts mehr anfangen könne, sagte er vor seiner Wahl in die Landesregierung. 

    Doch Cassis will nicht nur das Etikett ändern. Auch Gefäss und Inhalt müssten angepasst werden: Der Bundesrat müsse den «Reset-Kopf» drücken und eine komplett neue Auslegeordnung machen, forderte er. Ein grosses Versprechen – an dem er gemessen werden wird.

    Das wird der SVP schmecken

    Wo genau der neue EDA-Chef den Ausweg aus der europapolitischen Sackgasse sieht, wird wohl noch einige Zeit unklar bleiben. Denn Cassis will sich 100 Tage nehmen, bevor er sich inhaltlich äussert.

    Dennoch findet sich auch in diesem Dossier ein Hinweis auf die zukünftige Marschrichtung – und die wird der SVP gar nicht schmecken: Erst in diesem Juni kam im Nationalrat nämlich eine parlamentarische Initiative der SVP zur Abstimmung, die ein Verbot des Rahmenabkommens forderte. Cassis stimmte Nein. 

    Guts Ex-Trainer über ihre Verletzungspause: «Lara kehrt noch stärker zurück!»

    Guts Ex-Trainer über ihre Verletzungspause: «Lara kehrt noch stärker zurück!»


    Nächsten Dienstag tritt Lara Gut erstmals seit ihrer OP vor die Medien. Ihr Ex-Trainer Hugues Ansermoz hat sie schon vorher getroffen. Als der Stern von Lara Gut (26) vor zehn Jahren aufging, war Hugues Ansermoz (53) als Frauenchef nah dabei. Heute ist...

    Nächsten Dienstag tritt Lara Gut erstmals seit ihrer OP vor die Medien. Ihr Ex-Trainer Hugues Ansermoz hat sie schon vorher getroffen.

    Als der Stern von Lara Gut (26) vor zehn Jahren aufging, war Hugues Ansermoz (53) als Frauenchef nah dabei. Heute ist Ansermoz Chef des Nationalen Leistungszentrums NLZ West in Brig VS, er kennt die Tessinerin bestens. Und er  sagt voraus: «Lara wird im Kopf noch stärker sein als früher!»

    «Wir werden bei Olympia eine gute Lara sehen.»

    Wie geht es ihr nach ihrem Kreuzbandriss im Februar? «Sie wirkte überhaupt nicht frustriert», sagt Ansermoz, der Gut diesen Sommer getroffen hat. «Im Gegenteil, Lara war sehr aufgestellt. Ich denke, sie hat die ungewollte Auszeit gut genutzt und viel Zeit für sich genommen. Sie hat nun viel mehr Spass, auf dem Schnee zu sein. Wahrscheinlich hat sie diese Erfahrung ein Stück weit lockerer gemacht.»

    Was das heisst? Ansermoz: «Nur Gutes.» Allerdings müsse Lara bereit sein, ruhiger zu werden. «Das ist nicht einfach, denn auf der Piste gibt sie immer Vollgas.» Angst, dass sie sich wieder verletzen könnte, hat der Walliser aber nicht. Sein Gegen­beispiel: «Nehmen wir Lindsey Vonn, die nach ihrem Comeback im vergangenen Winter oft gestürzt ist. Für mich steht Lara viel stabiler auf den Ski.»

    Tatsächlich will Gut auch neben dem Schnee nichts überstürzen. So hat sie schon früh angekündigt, den Saisonauftakt in Sölden am 28. Oktober sausen zu lassen.

    Und was ist mit Olympia? «Der Weg ist lang. Aber wir werden eine gute Lara sehen.»

    Keine superprovisorische Verfügung der Liga: Prügel-CC ist morgen gegen YB im Stadion!

    Keine superprovisorische Verfügung der Liga: Prügel-CC ist morgen gegen YB im Stadion!


    Dem ganzen Prügel-Eklat zum Trotz: Sion-Präsident Christian Constantin (60) wird seine Mannschaft am Sonntag wie gewohnt von der Tribüne aus unterstützen. Was macht Christian Constantin am Sonntag? Zeit, um in die Kirche zu gehen, hat er massig. Denn...

    Dem ganzen Prügel-Eklat zum Trotz: Sion-Präsident Christian Constantin (60) wird seine Mannschaft am Sonntag wie gewohnt von der Tribüne aus unterstützen.

    Was macht Christian Constantin am Sonntag? Zeit, um in die Kirche zu gehen, hat er massig. Denn sein Fixtermin ist erst um 16 Uhr. Das Spiel gegen YB. Und er wird im Stadion sein.

    «Das ist doch keine Frage», sagt er. «Ich werde wie mein Sohn Barthélémy natürlich im Tourbillon anwesend und bei der Mannschaft sein, wie immer», so CC. «Für eine gute Saison müssen wir YB unbedingt schlagen.»

    Die Liga hat auch nicht vor, zu verhindern, dass CC im Stadion ist. Das hat sie dem Anwalt des FC Sion kommuniziert. Das einzige, was sie vom FC Sion verlangt, ist eine Stellungnahme des Klubs zum Fall CC-Fringer. Deadline: Mittwoch. Wahrscheinlich ist, dass die Liga mit einer superprovisorischen Verfügung nicht weiter Öl ins Feuer giesst.

    Eine Antwort darauf, was das Volk von Ohrfeigen und Tritten in den Hintern als «etwas zu walliserische Attitüde» hält, wie es CC salopp formuliert hat, wird es ihm am Sonntag ganz bestimmt geben.

    Real zittert sich zum Mini-Sieg: Atlético macht sich auf die Barça-Jagd

    Real zittert sich zum Mini-Sieg: Atlético macht sich auf die Barça-Jagd


    Atlético Madrid wahrt seine weissen Westen. Auch nach Spiel sechs sind die «Rojiblancos» ungeschlagen – und auch Spiel zwei im neuen Stadion endet mit einem Heimsieg. Real Madrid gewinnt bei Alaves knapp. Primera Division, der Samstag:Atlético...

    Atlético Madrid wahrt seine weissen Westen. Auch nach Spiel sechs sind die «Rojiblancos» ungeschlagen – und auch Spiel zwei im neuen Stadion endet mit einem Heimsieg. Real Madrid gewinnt bei Alaves knapp.

    Primera Division, der Samstag:

    Atlético Madrid – Sevilla 2:0
    Wenn Atlético jetzt atmet, spürt das Barça im Nacken. Einen Punkt trennen die beiden Teams noch – zumindest bis heute Abend. Denn: Atlético bleibt auch im sechsten Ligaspiel ungeschlagen, gewinnt das zweite Heimspiel im neuen Tempel «Wanda Metropolitano» und zieht an Gegner Sevilla vorbei. Yannick Ferreira-Carrasco (46.) unmittelbar nach der Pause und Antoine Griezmann (70.) sorgen für die Musik.

    Alaves – Real Madrid 1:2
    Ja, es ist ein Sieg. Aber alles andere als souverän. Real Madrid zittert sich bei Deportivo Alaves zu einem 2:1. Im zweiten Liga-Einsatz nach der 5-Spiele-Sperre bleibt Cristiano Ronaldo blass. So muss es Dani Ceballos für den Meister richten. Der 21-Jährige schnürt einen Doppelpack (10./43.) – und das bei seinem Startelf-Debüt. Die Gastgeber stellen dazwischen auf 1:1 (40.). Der Treffer ist ein Beweis für die mangelhafte Real-Abwehr, denn es ist das allererste Alaves-Tor der Saison!

    18.30 Malaga – Athletic Bilbao
    20.45 Girona – Barcelona

    Der Sonntag

    12.00 Espanyol – Deportivo
    16.15 Getafe – Villarreal
    18.30 Las Palmas – Leganes
    18.30 Eibar – Celta Vigo
    20.45 Real Sociedad – Valencia

    Der Montag

    21.00 Betis Sevilla – Levante

    Und was hat Fringer zu befürchten? Das droht CC nun juristisch

    Und was hat Fringer zu befürchten? Das droht CC nun juristisch


    Beide Parteien wollen sich gegenseitig verklagen. BLICK erklärt die möglichen Folgen für Christian Constantin und Rolf Fringer. Christian Constantin: Ein paar Ohrfeigen und ein Tritt in den Hintern, wenn es nach CC geht. Schläge ins Gesicht und ein...

    Beide Parteien wollen sich gegenseitig verklagen. BLICK erklärt die möglichen Folgen für Christian Constantin und Rolf Fringer.

    Christian Constantin:

    Ein paar Ohrfeigen und ein Tritt in den Hintern, wenn es nach CC geht. Schläge ins Gesicht und ein Fusstritt in die Rippen laut Fringer.

    Da ist mindestens der Tatbestand der Tätlichkeit erfüllt, allenfalls der versuchten einfachen Körperverletzung. Für ersteres gibts eine Busse – max. 10 000 Franken.

    Für das zweite Gefängnis bis zu drei Jahren. Straferhöhend kommt allenfalls die Kriens-Vorstrafe von CC aus dem Jahr 2004 hinzu, wenn der Richter diese nicht als zu weit zurückliegend einstuft.

    Rolf Fringer:

    Christian Constantin will Rolf Fringer zivilrechtlich wegen Persönlichkeitsrechts-Verletzung belangen und strafrechtlich wegen Verleumdung und Ehrverletzung einklagen.

    Was das Strafrecht anbelangt, so droht Fringer theoretisch für ersteres maximal eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen, für das zweite Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren.

    Doch das ist graue Theorie. Auch wenn CC sagt, seine Anwälte hätten das geprüft – Fringers Aussagen reichen kaum für eine Verurteilung aus.

    Innerschweizer empfangen Lausanne: Verliert der FCL gegen das Schlusslicht?

    Innerschweizer empfangen Lausanne: Verliert der FCL gegen das Schlusslicht?


    Nach der 1:4-Niederlage bei Leader YB versucht sich der FC Luzern zu rehabilitieren. Lausanne ist ab 19 Uhr zu Gast in der Swissporarena. An das letzte Aufeinandertreffen mit Lausanne in der Super League wird sich der FC Luzern gewiss nicht gern...

    Nach der 1:4-Niederlage bei Leader YB versucht sich der FC Luzern zu rehabilitieren. Lausanne ist ab 19 Uhr zu Gast in der Swissporarena.

    An das letzte Aufeinandertreffen mit Lausanne in der Super League wird sich der FC Luzern gewiss nicht gern erinnern. 

    Damals, am 17. Mai, geraten die Innerschweizer vor heimischem Anhang fürchterlich unter die Räder. Die Waadtländer watschen den FCL gleich mit 3:0 ab. 

    Überhaupt: Luzern taucht zuhause gegen Lausanne immer wieder. Der letzte Liga-Heimsieg datiert vom 14. Juli 2013! 

    Heute ab 19 Uhr bietet sich der Equipe von Markus Babbel die Chance zur Revanche. Obs gelingt, erfahren Sie auf BLICK live im Ticker. 

    Neuseeland: Wahlsieg der Konservativen in Neuseeland

    Neuseeland: Wahlsieg der Konservativen in Neuseeland


    Wellington – In Neuseeland hat Premierminister Bill English mit seiner konservativen Partei die Parlamentswahl klar gewonnen. Trotzdem kann er sich nicht ganz sicher sein, im Amt zu bleiben. Viel hängt nun von den Populisten der «New Zealand First»...

    Wellington – In Neuseeland hat Premierminister Bill English mit seiner konservativen Partei die Parlamentswahl klar gewonnen. Trotzdem kann er sich nicht ganz sicher sein, im Amt zu bleiben. Viel hängt nun von den Populisten der «New Zealand First» ab.

    Englishs seit 2008 regierende National Party kam nach Auszählung fast aller Stimmen am Samstag auf 46,2 Prozent. Die Labour-Opposition unter Spitzenkandidatin Jacinda Ardern, die sich nach einer Aufholjagd Hoffnung auf einen Machtwechsel gemacht hatte, landete mit etwa 35,7 Prozent weit dahinter.

    Trotz des klaren Vorsprungs reicht es English aber nicht zu einer eigenen Mehrheit der Sitze im Parlament von Wellington. Die National Party ist damit auf die Unterstützung eines Koalitionspartners angewiesen.

    Als wahrscheinlichster Partner gilt die populistische Anti-Einwanderungs-Partei New Zealand First (NZF, Neuseeland Zuerst), die auf etwa 7,5 Prozent kam. Die Grünen erreichten 5,8 Prozent.

    English kündigte bereits an, das Gespräch mit der NZF zu suchen, um «gemeinsamen Boden» auszuloten. Neuseeland brauche nun eine «starke und stabile Regierung». Der 55-Jährige ist erst seit Dezember vergangenen Jahres Regierungschef. Zuvor war er Finanzminister.

    NZF-Chef Winston Peters lehnte es am Wahlabend allerdings ab, sich auf ein Bündnis festzulegen. Die NZF sass sowohl mit den Konservativen als auch mit Labour schon in der Regierung.

    Theoretisch möglich - wenn auch sehr unwahrscheinlich - wäre auch ein Bündnis von Labour, NZF und Grünen. Zudem kämen die Grünen auch als alleiniger Koalitionspartner der Konservativen in Frage. Sie hatten dies im Wahlkampf allerdings ausgeschlossen.

    Für die Labour-Vorsitzende Ardern bedeutet das Ergebnis einen Erfolg, auch wenn sie sich mehr erhofft hatte. Mit der 37-jährigen Spitzenkandidatin, die erst Anfang August ins Amt gekommen war, hatte Labour im Wahlkampf erheblich Boden gut gemacht.

    Zwischenzeitlich lag sie in den Umfragen sogar vorn. Die Hoffnung, die National Party auch am Wahltag zu überholen, erfüllte sich jedoch nicht.

    Im Parlament von Wellington mit seinen 120 Mandaten sind für die Mehrheit 61 Sitze erforderlich. Nach der fast abgeschlossenen Auszählung kommt die National Party auf 58 Sitze. Labour hat künftig 45 Mandate, die NZF neun und die Grünen haben sieben.

    Wegen des komplexen neuseeländischen Wahlsystems, bei dem manche Kandidaten nach Wahlkreisen, andere nach Listenplätzen gewählt werden, spielen die kleinen Parteien eine wichtige Rolle bei der Regierungsbildung.

    Stärke 6,1: Schon wieder ein Erdbeben in Mexiko-Stadt!

    Stärke 6,1: Schon wieder ein Erdbeben in Mexiko-Stadt!


    Die Erde bebt weiter in Mexiko. Die Hauptstadt ist schon wieder heftig erschüttert worden. Vier Tage nach dem zerstörerischen Erdbeben ist Mexiko am Samstag erneut von einem starken Beben erschüttert worden. Nach Angaben des nationalen seismologischen...

    Die Erde bebt weiter in Mexiko. Die Hauptstadt ist schon wieder heftig erschüttert worden.

    Vier Tage nach dem zerstörerischen Erdbeben ist Mexiko am Samstag erneut von einem starken Beben erschüttert worden. Nach Angaben des nationalen seismologischen Instituts hatte das Erdbeben die Stärke 6,1.

    Sein Zentrum befand sich demnach im Süden des Landes im Bundesstaat Oaxaca. Dort waren erst vor zwei Wochen bei einem starken Beben mindestens 90 Menschen ums Leben gekommen. Das Erdbeben der Stärke 8,2 Anfang des Monats war das stärkste in Mexiko seit 100 Jahren gewesen.

    Mehrere Häuser und eine Brücke stürzten im Süden Mexikos durch das erneute Erdbeben ein. Wie TV-Sender am Samstag berichteten, wurde wie schon beim Erdbeben vom 7. September besonders die Stadt Juchitán im Bundesstaat Oaxaca schwer getroffen, mindestens acht Gebäude seien hier eingestürzt.

    In Mexiko-Stadt soll es bei dem jüngsten Beben am Samstag nach ersten Erkenntnissen des Zivilschutzes keine grösseren Schäden gegeben haben. Die Region war am Dienstag schwer getroffen worden.

    Sucharbeiten gehen weiter

    Landesweit kamen mindestens 298 Menschen ums Leben, in der Hauptstadt gab es bisher 160 Todesopfer. Der Bürgermeister Miguel Angel Mancera sagte dem Fernsehsender Televisa, dass noch etwa 20 Menschen vermisst würden.

    Bergungskräfte suchten vier Tage nach dem Beben weiterhin nach Verschütteten, obwohl die Überlebenschancen inzwischen verschwindend gering sind. «Viel Zeit ist verstrichen, aber wir geben nicht auf», sagte der Zivilschutzchef Luis Felipe Puente am Samstagmorgen (Ortszeit) dem Fernsehsender Televisa. Unter den Todesopfern sind nach Behördenangaben mindestens acht Ausländer.

    Zivilschutzchef Puente wies erneut Gerüchte zurück, wonach die Räumung der eingestürzten Gebäude mit schwerem Gerät bald beginnen solle. «Familien berichten uns, dass Angehörige noch dort sind», sagte er. 115 Menschen konnten seit dem Beben am Dienstag lebend aus den Trümmern geborgen werden.

    Bereits um 13.14 Uhr Ortszeit (20.14 Uhr MESZ) am Freitag war die 72-Stunden-Frist abgelaufen, in denen Verschüttete laut Experten in der Regel noch Überlebenschancen haben.

    Viele Bewohner leben in Notunterkünften

    Allein in Mexiko-Stadt waren rund 40 Gebäude eingestürzt. Viele Bewohner leben zur Zeit in Notunterkünften, bei Familienmitgliedern, Freunden oder auf der Strasse. Der Hilfsorganisation Save the Children zufolge waren 100'000 Kinder in Mexiko-Stadt von dem Beben am Dienstag betroffen; hunderte hätten die Nächte in Parks und auf den Strassen verbracht.

    Vieles erinnert an die Erdbeben-Tragödie genau 32 Jahre zuvor, bei der 10'000 Menschen in Mexiko gestorben waren. Wenige Stunden vor dem Beben vom Dienstag hatte, wie jedes Jahr am 19. September, eine Übung für den Katastrophenfall stattgefunden.

    Mexiko liegt in einer der am stärksten von Erdbeben gefährdeten Regionen. Das hängt mit der Lage am Pazifischen Feuerring zusammen, eine hufeisenförmige Zone entlang der Küsten des Pazifischen Ozeans. Sie wird häufig von Erdbeben und Vulkanausbrüchen heimgesucht. Hier treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander.

    Es kommt zu tektonischen Verschiebungen und Verwerfungen, was immer wieder die Erde beben lässt. Zwar wurden in Mexiko viele Bauvorschriften verschärft und Katastrophenpläne verbessert, aber einen vollkommenen Schutz gegen die Kraft der Natur gibt es nicht. (SDA)

    Erdbeben: Erneut Erdbeben in Nordkorea

    Erdbeben: Erneut Erdbeben in Nordkorea


    Peking/Seoul – Ein Erdbeben in der Nähe des nordkoreanischen Atomtestgeländes hat am Samstag Befürchtungen ausgelöst, Nordkorea könne einen neuen Kernsprengsatz erprobt haben. Südkoreanische Experten erklärten jedoch, es handle sich wohl um ein...

    Peking/Seoul – Ein Erdbeben in der Nähe des nordkoreanischen Atomtestgeländes hat am Samstag Befürchtungen ausgelöst, Nordkorea könne einen neuen Kernsprengsatz erprobt haben. Südkoreanische Experten erklärten jedoch, es handle sich wohl um ein natürliches Beben und keinen Atomtest.

    «Eine Schallwelle, die gewöhnlich im Falle eines künstlichen Erdbebens entsteht, wurde nicht gemessen», zitierte die Nachrichtenagentur Yonhap am Samstag einen Mitarbeiter des südkoreanischen Wetteramtes. Das Geologische Institut der USA verortete das Beben in fünf Kilometern Tiefe.

    Auch Atomtestbeobachter vermuten eine natürliche Ursache. «Die beiden seismischen Aktivitäten waren wahrscheinlich nicht menschengemacht», teilte der Vorsitzende der in Wien ansässigen Organisation des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (CTBTO), Lassina Zerbo, am Samstag über Twitter mit. Die Untersuchungen seien aber noch nicht abgeschlossen.

    Die japanische Regierung verzichtete auf die Einberufung einer Krisensitzung. Während die Südkoreaner ein Beben der Stärke 3 in der Region Kilju gemessen haben, sprachen chinesische Behörden von einem «künstlichen Beben» der Stärke 3,4.

    Erdbeben waren jeweils bei unterirdischen nordkoreanischen Atomwaffentests gemessen worden. Das Zentrum des neuen Bebens sei ungefähr an der Stelle gewesen, wo nach dem jüngsten Atomtest am 3. September ein weiteres Beben gemessen worden war, berichtete die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua sowie die US-Erdbebenwarte.

    Damals hatten chinesische Seismologen die These geäussert, in dem von Atomtests zerrütteten Gestein sei es zu einem unterirdischen Einsturz gekommen.

    Bei dem jüngsten Atomtest war nach nordkoreanischen Angaben eine Wasserstoffbombe gezündet worden, die eine um ein Vielfaches höhere Sprengkraft hat als klassische Atombomben. Dieser sechste Atomversuch Nordkoreas seit 2006 hatte weltweit scharfe Kritik ausgelöst.

    Nordkorea hatte erst am Freitag mit dem Test einer Wasserstoffbombe gedroht. Damit reagierte es auf erneute Verbalattacken von US-Präsident Donald Trump in einer Rede vor der UNO-Vollversammlung.

    Bundestagswahl: Merkel ruft zu letzten Mobilisierung auf

    Bundestagswahl: Merkel ruft zu letzten Mobilisierung auf


    Berlin – Am letzten Tag vor der Bundestagswahl hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum Kampf um jede Stimme aufgerufen. «Ran an den Speck. Jede Stimme ist wichtig», sagte sie am Samstagmorgen bei einem Termin mit Wahlkampfhelfern ihrer Partei in...

    Berlin – Am letzten Tag vor der Bundestagswahl hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum Kampf um jede Stimme aufgerufen. «Ran an den Speck. Jede Stimme ist wichtig», sagte sie am Samstagmorgen bei einem Termin mit Wahlkampfhelfern ihrer Partei in Berlin.

    Es gebe noch viele unentschlossene Wähler, um die man kämpfen müsse, sagte Merkel. Diese sollten vor allem mit dem Bekenntnis der Union zu einer stärkeren Familienförderung, dem Verzicht auf Steuererhöhungen und der Entlastungen für kleine und mittlere Einkommen werben.

     

    Die Union sei zudem «Motor» für mehr innere Sicherheit in Deutschland. Ausdrücklich lobte die Kanzlerin die Rolle Europas und der EU als Stabilitätsfaktor in einer «unruhigen Welt». «Dafür zu arbeiten lohnt sich allemal», sagte sie.

    Mit Blick auf den Atomstreit mit Nordkorea warnte Merkel erneut vor einer militärischen Eskalation. «Wir setzen uns für eine friedliche, diplomatische Lösung ein. Jede Art von militärischer Lösung würde in ein grosses Unglück führen. Und Deutschland ist bereit, sich hier zu engagieren.»

    Merkel verteilte Kaffee und Tee an die Helfer. Danach besuchte sie ihren Wahlkreis Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Auf der Insel Rügen wollte sie am Nachmittag das Erntedankfest in Lauterbach besuchen.

    SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz warb zum Abschluss seines Wahlkampfs noch einmal für einen Regierungswechsel unter seiner Führung. «Wir kämpfen bis zur letzten Minute», sagte der 61-Jährige am Samstag bei einer Kundgebung in Aachen. «Ich glaube, ihr spürt das alle: Es geht um richtig viel.»

    Es gelte, eine «Regierung der sozialen Kälte» und einen Erfolg der AfD zu verhindern. «Es droht zum ersten Mal seit 1945, dass im Bundestag wieder die Totengräber der Demokratie das Wort ergreifen», warnte er.

    Im Endspurt des Wahlkampfs hat Schulz beim direkten Vergleich mit Kanzlerin Merkel aufgeholt. Das zeigt eine Umfrage des Instituts Emnid für die «Bild am Sonntag». Könnte der Bundeskanzler direkt ge wählt werden, würden sich aktuell nur noch 45 Prozent für Merkel entscheiden, Schulz käme auf 32 Prozent.

    In den letzten vier Wochen hat sich der Abstand zwischen beiden damit von 29 auf 13 Punkte verkürzt. Vor vier Wochen hatte Merkel noch mit 51 zu 22 Prozent geführt.

    «Wir sind alle heiss»: FCZ-Forte brennt auf Knüller gegen FCB

    «Wir sind alle heiss»: FCZ-Forte brennt auf Knüller gegen FCB


    Am Samstag kommt es zum Super-League-Knüller FC Basel gegen den FC Zürich (live im Ticker auf BLICK ab 19 Uhr). Uli Forte glaubt an den Sieg seiner Zürcher. Nach vier Unentschieden in Serie (1:1, 1:1, 1:1, 0:0) will der FCZ endlich wieder mal einen...

    Am Samstag kommt es zum Super-League-Knüller FC Basel gegen den FC Zürich (live im Ticker auf BLICK ab 19 Uhr). Uli Forte glaubt an den Sieg seiner Zürcher.

    Nach vier Unentschieden in Serie (1:1, 1:1, 1:1, 0:0) will der FCZ endlich wieder mal einen Dreier einfahren. Trainer Uli Forte: «Wir haben zuletzt zu viel Unentschieden gespielt. Mit ein wenig Glück hätten wir das eine oder andere Spiel auch gewinnen können.» Jetzt soll heute Serienmeister und Erzrivale Basel dran glauben. «Für dieses Spiel sind wir bereit, wir alle sind heiss!»

    Und was braucht es um ausgerechnet in Basel auf die Siegestrasse zurückzufinden. «Es braucht eine tolle Performance von allen und vor dem Tor brauchen wir den sogenannten Killerinstinkt. Ich hoffe, dass möglichst viele Fans mitkommen und uns lautstark unterstützen. Dann bin ich überzeugt, dass wir es packen können. Aber Favorit ist der FCB. Wir sind immer noch der Aufsteiger. Der Druck liegt beim FCB, er muss nach dem Spiel in St. Gallen eine Reaktion zu zeigen. »

    Forte konnte persönlich noch nie in Basel gewinnen, weder als FCZ-, noch als GC- und YB-Trainer. Forte cool: «Das ist mir bisher noch nie gelungen, stimmt. Dafür durfte ich den FCB schon anderswo schlagen. Zuhause oder auch im Cupfinal.»

    Mit welcher Formation er die drei Punkte will, verrät er nicht. Spielt Stürmerstar Raphael Dwamena erstmals seit seinem gescheiterten 13-Mio.-Transfer zu Brighton von Beginn weg.  Forte: «Das entscheiden wir am Samstagmorgen.»

    Den Klassiker FCB-FCZ erleben Sie heute Abend live im Ticker auf BLICK ab 19 Uhr!

    Russen-Doping – Kronzeuge klagt an: IOC und Wada wischen alles unter den Tisch

    Russen-Doping – Kronzeuge klagt an: IOC und Wada wischen alles unter den Tisch


    Der ehemalige Leiter des Moskauer Anti-Dopings-Zentrums klagt die IOC und die WADA an: «Sie dürfen Russlands Missetaten nicht unter den Teppich kehren.» Aus Angst um sein Leben war Grigori Rodschenkow nach dem russischen Doping-Skandal in die USA...

    Der ehemalige Leiter des Moskauer Anti-Dopings-Zentrums klagt die IOC und die WADA an: «Sie dürfen Russlands Missetaten nicht unter den Teppich kehren.»

    Aus Angst um sein Leben war Grigori Rodschenkow nach dem russischen Doping-Skandal in die USA geflüchtet. Der 58-Jährige war zuvor Leiter des Moskauer Anti-Doping-Zentrums, wo das Staats-Doping orchestriert wurde.

    Im Zuge der Aufarbeitung durch den kanadischen Experten Richard McLaren hat Rodschenkow als Kronzeuge ausgesagt.

    Jetzt zweifelt er in der «New York Times», ob seine Aussagen überhaupt Sinn machten. Die Welt-Antidoping-Agentur WADA versuche «einen Weg zu finden und vor den Ergebnissen davonzulaufen».

    Rodschenkow wirft Russlands Vize-Premier Witali Mutko – damals Sportminister, heute Boss des lokalen Organisations-Komitees der Fussball-WM 2018 – vor: «Er wusste alles vom russischen Doping-Programm und war entscheidend für dessen Erfolg.»

    Rodschenkow fordert vom IOC für die Winterspiele 2018 in Pyeongchang, dass russische Sportler nur unter neutraler Flagge starten können. «IOC und Wada dürfen Russlands Missetaten nicht unter den Teppich kehren.» (red)

    Tag der offenen Tür: Tag der offenen Tür bei SBB

    Tag der offenen Tür: Tag der offenen Tür bei SBB


    Die SBB haben am Wochenende in Lausanne und Genf dem Publikum mehrere Baustellen zugänglich gemacht. In Lausanne konnten Interessierte einen Tunnel für Kabel unter dem Bahnhof besichtigen. In Helm und fluoreszierenden Schutzwesten stiegen Besucher am...

    Die SBB haben am Wochenende in Lausanne und Genf dem Publikum mehrere Baustellen zugänglich gemacht. In Lausanne konnten Interessierte einen Tunnel für Kabel unter dem Bahnhof besichtigen.

    In Helm und fluoreszierenden Schutzwesten stiegen Besucher am Samstagmorgen 25 Meter in die Tiefe, um den Tunnel zu besichtigen. Wenn dieser fertig ist, «wird er eine Länge von 620 Metern haben, jetzt sind wir bei 560 Metern», sagte Emilie Rascol, Chefin des Projekts Kabelstollen, vor Ort. Es werde wohl noch etwa zwei Wochen dauern.

    Ein Tunnelbohrer, der von einem Kran in den Schachtfuss hinuntergebracht wurde, gräbt einen Stollen von 2,5 Metern Breite. Jeden Tag arbeiten an dem Standort 15 Personen. Dort werden vor allem Kupferkabel für ein neues Stellwerks verlegt. Diese Etappe ist nötig für eine künftige Erweiterung des Bahnhofs Lausanne.

    In Genf konnten Neugierige insbesondere die künftigen Bahnhöfe der Bahnstrecke CEVA besichtigen, die den Genfer Bahnhof Cornavin mit jenem im französischen Annemasse verbinden wird.

    Matt D’Agostini ist in Topform: Ambri will die peinliche Saison vergessen machen

    Matt D’Agostini ist in Topform: Ambri will die peinliche Saison vergessen machen


    Matt D’Agostini (30) hat nach fünf Spielen schon gleich viele Tore geschossen wie in seiner ganzen Quali der letzten missratenen Saison. Mit verheissungsvollen Statistiken von Servette zu Ambri gekommen, erfüllte Matt D’Agostini die Erwartungen...

    Matt D’Agostini (30) hat nach fünf Spielen schon gleich viele Tore geschossen wie in seiner ganzen Quali der letzten missratenen Saison.

    Mit verheissungsvollen Statistiken von Servette zu Ambri gekommen, erfüllte Matt D’Agostini die Erwartungen letzte Saison bei weitem nicht. Während den Krisenzeiten der Biancoblu wurde oft mit dem Finger auf den vermeintlichen Goalgetter gezeigt. Der Kanadier kommt kaum auf Touren und verpasst die halbe Saison wegen Adduktorenproblemen und einer Hirnerschütterung.

    Doch aktuell erinnert nichts mehr an den Matt D’Agostini der letzten Saison. Nach fünf Spielen hat der 30-Jährige bereits gleich viele Tore erzielt wie 2016/17 in 23 Partien. Mit fünf Treffern und vier Assists führt der Stürmer die Topskorerliste an. Auf diesen Fakt angesprochen, rollt D’Agostini mit den Augen: «Die Statistik von letzter Saison ist peinlich.»

    Umso glücklicher ist er über den gelungenen Start in diese Meisterschaft. «Darauf kann ich aufbauen und mich für die letztjährigen schlechten Leistungen revanchieren.» Er weiss um seine Wichtigkeit als Ausländer in Ambris Mannschaft. «Von uns wird Effizienz erwartet.»

    Dass er trotz der verpatzten Spielzeit einen neuen Vertrag in der Leventina bekommen hat, verdankt er Neo-Sportchef Paolo Duca (36). «Er hat mit mir gespielt und offensichtlich gesehen, was eigentlich in mir steckt.» Verständlich, schaut D’Agostini lieber vorwärts als zurück, denn es – oder er – kann nur besser werden.

    14'000 Menschen auf der Flucht: Vulkan auf Bali steht kurz vor dem Ausbruch

    14'000 Menschen auf der Flucht: Vulkan auf Bali steht kurz vor dem Ausbruch


    DENPASAR (INDONESIEN) - Aus Furcht vor einem gewaltigen Vulkanausbruch haben sich auf der indonesischen Insel Bali mehr als 14'000 Menschen in Sicherheit gebracht. Befürchtet wird, dass der 3030 Meter hohe Mount Agung nach...

    DENPASAR (INDONESIEN) - Aus Furcht vor einem gewaltigen Vulkanausbruch haben sich auf der indonesischen Insel Bali mehr als 14'000 Menschen in Sicherheit gebracht. Befürchtet wird, dass der 3030 Meter hohe Mount Agung nach tagelangem heftigen Brodeln im Inneren nun jederzeit ausbrechen kann.

    Es wäre das erste Mal seit mehr als einem halben Jahrhundert. Damals kamen mehr als tausend Menschen ums Leben. Rund um den Berg gilt seit Freitagabend Warnstufe vier, die höchste aller Warnstufen.

    Der Mount Agung (in der Landessprache: Gunung Agung) ist der höchste Berg auf Bali (3031 m). Rund um den Vulkan gilt nun im Umkreis von bis zu 12 Kilometern eine Sperrzone, deren Betreten verboten ist. Der Vulkanforscher Gede Suantika, der für Indonesiens Regierung arbeitet, sagte: «Die Lage ist beunruhigend. Es gibt die Sorge, dass es zu einer plötzlichen Eruption kommt.»

    In der Nähe des Vulkans leben insgesamt etwa 80'000 Menschen, viele unter ärmlichen Bedingungen. Mehr als 14'000 von ihnen mussten ihre Unterkünfte verlassen.

    Mit Lastwagen der Regierung wurden sie in Not-Quartiere gebracht, die in Schulen, Sporthallen und auch auf dem offenen Feld eingerichtet wurden. Dort wurden sie mit Lebensmitteln und Wasser versorgt. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde sind mehr als 10'000 Helfer im Einsatz.

    Der nahezu kegelförmige Vulkan liegt im Nordwesten der Insel; recht weit entfernt von den bekannten Ferienzentren um die Städte Kuta und Ubud. Trotzdem sind an dem Vulkan immer wieder auch ausländische Besuchergruppen unterwegs. Nach Bali kommen mehr als fünf Millionen Touristen pro Jahr.

    «Touristen können weiterhin kommen»

    Ein Sprecher der Einsatzkräfte betonte jedoch, dass für Touristen aktuell keinerlei Gefahr bestehe. «Die Leute können immer noch nach Bali kommen, um die Schönheit der Natur, die Kultur, die Küche und andere Dinge zu geniessen», sagte Sprecher Putu Juli Adnyana. «Unser Fokus liegt darauf, die Anwohner aus der Gegend zu bringen.» Der Flugverkehr lief am Samstag weiterhin normal.

    Zuletzt war der Mount Agung 1963 ausgebrochen  – 1100 Menschen starben. Der Inselstaat Indonesien mit seinen mehr als 250 Millionen Einwohnern liegt auf dem Pazifischen Feuerring. In dem Gebiet treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander, es kommt oft zu Erdbeben und vulkanischen Eruptionen. In Indonesien gibt es insgesamt etwa 130 aktive Vulkane. (SDA)

    Ferienbeginn verdutzt Experten: Gotthard-Stau im Süden statt Norden

    Ferienbeginn verdutzt Experten: Gotthard-Stau im Süden statt Norden


    AIROLO - Pünktlich zum Herbstferienbeginn in einzelnen Kantonen und Nachbarländern haben sich die Fahrzeuge am Samstag vor dem Gotthard gestaut. Verkehrsexperten waren aber erstaunt darüber, dass es vor allem im Tessin zu längeren...

    AIROLO - Pünktlich zum Herbstferienbeginn in einzelnen Kantonen und Nachbarländern haben sich die Fahrzeuge am Samstag vor dem Gotthard gestaut. Verkehrsexperten waren aber erstaunt darüber, dass es vor allem im Tessin zu längeren Wartezeiten kam.

    Ein Sprecher des Verkehrsinformationsdienstes viasuisse sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA, er habe selber nachfragen müssen, ob der Stau vor dem Südportal in Airolo TI tatsächlich so lange sei wie angegeben. Die Wartezeit dort betrug zwischenzeitlich rund zwei Stunden.

    «Eigentlich haben wir längere Staus vor dem Nordportal erwartet und sind jetzt selber überrascht, dass es vor allem in der Gegenrichtung harzt.» Über die Gründe konnte der viasuisse-Sprecher nur spekulieren. Möglicherweise sei die Sperrung des Grossen-St.-Bernhard-Tunnels zwischen Italien und dem Wallis mitverantwortlich.

    Zwischen Biasca TI und dem Rastplatz der Dosierstelle in Airolo standen die Fahrzeuge um die Mittagszeit auf einer Länge von zehn Kilometern. Reisenden in Richtung Basel und Zürich wurde empfohlen über die A13 durch den San-Bernardino-Tunnel auszuweichen.

    Auch vor dem Nordportal war Geduld gefragt. Zwischen Wassen und Göschenen im Kanton Uri war die Fahrzeugkolonne mit rund zwei Kilometern aber bedeutend weniger lang. Der Zeitverlust betrug dort bis zu dreissig Minuten.

    Myanmar: Andrang von Rohingya-Flüchtlingen stoppt

    Myanmar: Andrang von Rohingya-Flüchtlingen stoppt


    Cox's Bazar – Der Andrang von Rohingya-Flüchtlingen aus Myanmar in Bangladesch ist plötzlich zum Erliegen gekommen. «Unsere Grenzposten haben in den vergangenen Tagen keine ankommenden Rohingya gesehen», sagte Bangladeschs...

    Cox's Bazar – Der Andrang von Rohingya-Flüchtlingen aus Myanmar in Bangladesch ist plötzlich zum Erliegen gekommen. «Unsere Grenzposten haben in den vergangenen Tagen keine ankommenden Rohingya gesehen», sagte Bangladeschs Grenzschutz-Kommandant Ariful Islam am Samstag.

    Die Gründe für den abrupten Stopp seien nicht bekannt, sagte der Kommandant der Nachrichtenagentur AFP. Wegen des Konflikts im Westen Myanmars waren in vier Wochen knapp 430'000 Anhänger der muslimischen Rohingya-Minderheit nach Bangladesch geflüchtet.

    Auch die Vereinten Nationen stellten einen Rückgang der Flüchtlingszahlen fest. Die faktische Regierungschefin von Myanmar, Aung San Suu Kyi, hatte mitgeteilt, das Militär des Landes habe die Aktionen gegen Rohingya-Rebellen gestoppt. Die Flüchtlingslager in Bangladesch waren zuletzt massiv überfüllt.

    Bangladesch schickte am Samstag Soldaten in das Grenzgebiet zu Myanmar, die bei der Versorgung der aus dem Nachbarland geflohenen Rohingya helfen sollen. Die Soldaten sollen von Sonntag an im Grenzbezirk Cox's Bazar Hilfsgüter verteilen und Notunterkünfte bauen. Das teilte der Militärsprecher Oberstleutnant Rashidul Hasan in Dhaka mit.

    Nach UNO-Angaben hat etwa die Hälfte der Flüchtlinge noch keine feste Unterkunft und kaum Zugang zu Lebensmitteln und Medikamenten. Bangladesch hat Land zum Aufbau von 14'000 Behausungen für 85'000 Flüchtlingsfamilien bereitgestellt. Ausserdem werden Grenzwächter eingesetzt, um die Weiterreise der Flüchtlinge in andere Landesteile zu verhindern.

    Der Konflikt in Myanmar war Ende August eskaliert, als Rohingya-Rebellen Soldaten und Polizisten angriffen und dutzende Sicherheitskräfte töteten. Das Militär reagierte mit brutaler Gegengewalt.

    Hunderte Menschen wurden umgebracht, ihre Häuser niedergebrannt. Die UNO spricht von «ethnischen Säuberungen». Die Rohingya gehören zu den am stärksten verfolgten Minderheiten weltweit. Die Muslime sind seit Jahren Repressionen ausgesetzt.

    BLICK analysiert 20 Abstimmungen in 100 Jahren: Der grosse AHV-Report

    BLICK analysiert 20 Abstimmungen in 100 Jahren: Der grosse AHV-Report


    BERN - Schon über 20 Mal hat das Stimmvolk an der Urne über die Zukunft der Altersvorsorge entschieden. Ein tieferes Rentenalter hatte dabei keine Chance, ebenso wenig ein einseitiger Abbau. Das zeigt die BLICK-Rückschau im Vorfeld...

    BERN - Schon über 20 Mal hat das Stimmvolk an der Urne über die Zukunft der Altersvorsorge entschieden. Ein tieferes Rentenalter hatte dabei keine Chance, ebenso wenig ein einseitiger Abbau. Das zeigt die BLICK-Rückschau im Vorfeld zur Abstimmung über die Rentenreform.

    Sie ist das Herzstück des schweizerischen Sozialstaats: Die AHV. Die AHV (1. Säule) bildet zusammen mit der beruflichen Vorsorge (2. Säule) und der privaten Vorsorge (3. Säule) das Drei-Säulen-Prinzip, auf welchem die gesamte Altersvorsorge basiert.

    Die Altersvorsorge sorgt immer wieder für heftige politische Auseinandersetzungen. Über 20 Mal wurde das Stimmvolk in den letzten 100 Jahren an die Urne gerufen, um über das Schicksal der Altersvorsorge – im Zentrum stand dabei meist die AHV – zu entscheiden. 

    Auch diesen Sonntag heisst es für das Stimmvolk einmal mehr, die Weichenstellung für die Altersvorsorge zu bestimmen. Grund genug für einen Rückblick auf die bewegte Geschichte der Rentenentscheide an der Urne. 

    1925: AHV kommt in die Verfassung 

    > 1925: Die Idee einer nationalen Altersversicherung wird schon während Jahrzehnten diskutiert und gewinnt nach dem Landesstreik 1918 an Schub, als das Stimmvolk erstmals darüber befindet. Am 24. Mai 1925 wird die von einem freisinnigen Nationalrat lancierte Volksinitiative zur Schaffung der AHV zwar klar abgelehnt (58 Prozent Nein), doch schon am 6. Dezember 1925 sagt das Stimmvolk mit 65 Prozent Ja zu einem vom Parlament beschlossenen AHV-Artikel. Dieser sieht eine andere Finanzierung vor als die Volksinitiative. Die Grundlage für die Einführung der AHV ist damit gelegt. 

    > 1931: Auf den Tag genau sechs Jahre nach dem Ja zum AHV-Artikel scheitert das erste Umsetzungsgesetz mit 60 Prozent Nein. Vorgesehen waren relativ bescheidene Einheitsrenten von 200 Franken jährlich ab 65 – finanziert über Lohnbeiträge sowie Alkohol- und Tabaksteuern. Vor allem konservative Kreise machen gegen das Gesetz mobil, sie wollen keinen «Staatssozialismus». Doch auch die Kommunisten kämpfen gegen die aus ihrer Sicht ungenügende «Bettelsuppe». Gleichentags wird auch die Zigarettensteuer zugunsten der AHV bachab geschickt – allerdings nur knapp mit 50,1 Prozent Nein.

    > 1947: Das Ringen um die AHV geht auch in den nächsten Jahren weiter. Am 6. Juli 1947 ist es endlich geschafft, das Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenversicherung nimmt mit 80 Prozent Ja an der Urne die letzte Hürde.«Das ist mein schönster Tag im Bundesrat», jubelt der Solothurner FDP-Bundesrat Walther Stampfli, der als damaliger Volkswirtschaftsminister das Geschäft durchbringt. Bei der Einführung 1948 beträgt die Minimalrente gerade mal 40 Franken pro Monat.

    > 1952: Das AHV-Gesetz regelt auch die fiskalische Belastung des Tabaks zugunsten der AHV. Die Bestimmungen bezüglich Zöllen und Abgaben werden angepasst. Bei der Vorlage steht allerdings die Tabakkontingentierung und damit Tabakindustrie im Vordergrund – und nicht die AHV selbst. Die Anpassungen kommen mit 68 Prozent Ja klar durch.

    1972: Ja zum Drei-Säulen-Prinzip

    > 1972: Am 3. Dezember 1972 entscheidet das Stimmvolk gleich über zwei Vorlagen zur Altersvorsorge – dabei geht es um einen eigentlichen Richtungsentscheid. Die kommunistische Partei der Arbeit will mit einer Volksinitiative die AHV stark – zu einer «wirklichen Volkspension» – ausbauen. Die Renten sollen dafür mindestens 60 Prozent der fünf besten Einkommensjahre betragen – mit einer Spannbreite von damals 500 bis 1000 Franken monatlich für eine Einzelrente und 800 bis 1600 Franken für eine Ehepaar-Rente. Zum Vergleich: Die minimale AHV-Rente für Alleinstehende beträgt damals 2640 Franken, ein durchschnittliche Arbeiterlohn in etwa 23'000 Franken pro Jahr. Gleichzeitig sollen die Vermögen der beruflichen Vorsorge in die AHV überführt werden.

    Diese Initiative geht selbst der SP und den Gewerkschaften zu weit. Stattdessen setzen sie sich zusammen mit den bürgerlichen Parteien für einen Gegenvorschlag ein, der einen Ausbau von AHV wie auch der zweiten Säule vorsieht. Die berufliche Vorsorge wird dabei für obligatorisch erklärt und gleichzeitig die Idee des noch heute geltenden Drei-Säulen-Prinzips verankert. Die Initiative wird daraufhin mit 78,6 Prozent wuchtig abgelehnt, der Gegenvorschlag ebenso deutlich mit 74 Prozent Ja angenommen.

    1978: Nein zur Rentenaltersenkung

    > 1978: Achtmal wird die AHV reformiert, ohne dass es zu einer Volksabstimmung kommt. Erst gegen die 9. AHV-Revision wird erstmals das Referendum ergriffen – von rechten Kreisen, die sich an der geplanten fünfprozentigen Rentenerhöhung und den höheren Beiträgen für Selbstständigerwerbende stören. Die grossen bürgerlichen Parteien stehen offiziell aber hinter der Reform, auch wenn viele Kantonalsektionen die Nein-Parole beschliessen. Die Vorlage, mit welcher auch der Mischindex eingeführt wird, kommt am 26. Februar 1978 mit 66 Prozent Ja locker durch.

    Gleichentags erleidet die Initiative der Progressiven Organisationen der Schweiz (POCH) zur Senkung des Rentenalters von 65 auf 60 Jahre für Männer und von 62 auf 58 Jahre für Frauen deutlich Schiffbruch. Der Ja-Stimmenanteil beträgt nur gerade 21 Prozent. Einzig die äussere Linke setzt sich für das Anliegen ein. Selbst SP und Gewerkschaften sagen Nein.

    > 1988: Zehn Jahre nach dem massiven Nein gegen die Herabsetzung des Rentenalters starten die POCH einen neuen Anlauf. Mit einer leicht gemässigteren Forderung: Ihre Volksinitiative verlangt diesmal nur noch eine Senkung des AHV-Alters auf 62 Jahre für Männer und 60 Jahre für Frauen. Diesmal sind auch die linken Parteien und die Gewerkschaften mit im Boot. Das Ergebnis bleibt aber dasselbe: Am 12. Juni 1988 sagt das Stimmvolk mit 65 Prozent zwar etwas weniger deutlich, aber immer noch klar genug Nein. Die Initiative wird vor allem aus finanziellen Überlegungen abgelehnt.

    1993: Ja zum AHV-Prozent

    > 1993: Am 28. November 1993 heisst das Stimmvolk die Einführung der Mehrwertsteuer gut. In einer separaten Vorlage kommt auch ein zusätzliches Mehrwertsteuer-Prozent zugunsten der AHV auf den Tisch – und mit 63 Prozent Ja auch durch. Das AHV-Prozent wird damit noch nicht beschlossen, sondern das Parlament ermächtigt, dieses im Bedarfsfall zu erheben. Erst ab 1999 ist dies der Fall – und seither ein wichtiger Zustupf in die AHV-Kasse. So bringt das Zusatzprozent der AHV 2015 immerhin 2,3 Milliarden Franken ein.

    > 1995: Mit der 10. AHV-Revision wird das Frauenrentenalter schrittweise von 62 auf 64 Jahre erhöht und der Rentenvorbezug ermöglicht. Im Gegenzug werden das Rentensplitting sowie Erziehungs- und Betreuungsgutschriften eingeführt. Wegen der Erhöhung des Frauenrentenalters ergreifen die Gewerkschaften das Referendum. Um die aus ihrer Sicht positiven Errungenschaften nicht zu gefährden, lancieren sie eine Volksinitiative für die 10. AHV-Revision ohne Erhöhung des Frauenrentenalters. Speziell ist die Rolle der SP: Sie unterstützt die Revision, aber auch die Initiative. Am 20. Juni 1995 kommt die Revision mit 61 Prozent Ja durch.

    Keine Chance hat hingegen gleichentags eine Volksinitiative von SP und Gewerkschaften, die einen Ausbau von AHV und IV verlangt. Sie möchte insbesondere die AHV zulasten der zweiten Säule stärken und sie damit zu einer «Volksversicherung» mit existenzsichernden Renten machen. Mit 72 Prozent Nein wird die Initiative bachab geschickt.

    > 1998: Das Stimmvolk zeigt sich am 27. September 1998 konsequent. Drei Jahre nach seinem Ja zu 10. AHV-Revision lehnt es die Volksinitiative für die 10. AHV-Revision ohne Erhöhung des Frauenrentenalters mit 59 Prozent Nein ab.

    2000: Gegen Ruhestandsrente ab 62

    > 2000: Und schon wieder entscheidet das Stimmvolk im Doppelpack – und beide Male geht es um das Rentenalter. Sowohl die Volksinitiative des Kaufmännischen Verbands wie auch jene der Grünen haben eine ähnliche Zielsetzung: Eine Ruhestandsrente ab 62, sofern man die Erwerbstätigkeit aufgibt. Allerdings möchten die Grünen bei teilweiser Aufgabe der Erwerbstätigkeit auch Teilrenten ermöglichen. Ab wann die Altersrente für weiterhin Erwerbstätige bezahlt wird, wird dem Gesetzgeber überlassen. Die Klärung dieser Frage erübrigt sich aber: Am 26. November 2000 lehnt das Stimmvolk beide Initiativen mit 61 bzw. 54 Prozent Nein ab.

    > 2001: Die Grünen schlagen mit ihrer Volksinitiative eine neue Finanzierungsquelle für die AHV vor. «Energie statt Arbeit besteuern», lautet ihr Motto. Eine neue Energiestelle zugunsten der AHV-Kasse soll die Lohnprozente ganz oder zumindest teilweise ersetzen. Am 2. Dezember 2001 begräbt das Stimmvolk die Idee – mit 77 Prozent Nein.

    > 2002: Und schon wieder kommt ein neuer AHV-Finanzierungsvorschlag vors Volk. Diesmal sollen es die überschüssigen Goldreserven richten. Es geht um 1300 Tonnen Gold! Um zu verhindern, dass ein Teil davon in eine Stiftung zugunsten von Holocaust-Opfern fliesst, lanciert diesmal die SVP eine Volksinitiative, die sämtliche nicht benötigten Goldreserven und deren Erträge dem AHV-Fonds zufliessen lassen will. Das Parlament kontert mit einem Gegenvorschlag: Der Verkaufserlös kommt in einen Fonds, dessen Erträge während 30 Jahren zu je einem Drittel der AHV, den Kantonen und der Solidaritätsstiftung zufliessen. Am 22. September 2002 scheitern beide Vorlagen – die Volksinitiative mit 51 Prozent Nein, der Gegenvorschlag mit 50 Prozent Nein.

    2004: 11. AHV-Revision erleidet Schiffbruch 

    > 2004: Mit der 11. AHV-Revision versucht der Bundesrat ein ausgewogenes Paket vorzulegen. Der Erhöhung des Frauenrentenalters auf 65 Jahr steht die Einführung eines sozial abgefederten, flexiblen Rentenalters gegenüber. «Das Parlament hat daraus eine reine Abbauvorlage gemacht», sagt alt Bundesrätin Ruth Dreifuss jüngst im BLICK-Interview. So bleibt praktisch nur noch die Erhöhung des Frauenrentenalters übrig. Gewerkschaften, SP und Grüne ergreifen das Referendum – und am 16. Mai 2004 fällt die Vorlage beim Volk mit 68 Prozent Nein klar durch. Zum ersten Mal erleidet eine AHV-Revision vor dem Volk Schiffbruch. Bürgerliche und Wirtschaftsverbände holen sich eine blutige Nase.

    Doch auch die Linke muss gleichentags eine Niederlage einstecken. Denn das Stimmvolk lehnt gleichentags auch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer zugunsten der AHV um ein Prozent (bei Bedarf) und der IV um 0,8 Prozent (ab 2005) ab. Und zwar ebenfalls wuchtig mit 69 Prozent. Speziell ist die Rolle der FDP: Im Parlament unterstützt sie die Vorlage, beschliesst im Abstimmungskampf aber dann doch die Nein-Parole. 

    2006: Doch noch Gold für die AHV

    > 2006: Am 24. September 2006 entscheidet das Stimmvolk erneut über einen Finanzierungsvorschlag. Linke Kreise lancieren eine Volksinitiative, mit welcher die Nationalbankgewinne – abzüglich einer Überweisung von jährlich einer Milliarde Franken an die Kantone – in die AHV-Kasse fliessen. Die Initiative geniesst auch in der SVP Sympathien. So entscheidet sich das Parlament schliesslich für einen indirekten Gegenvorschlag: Wird die Initiative abgelehnt, erhält die AHV sieben Milliarden Franken aus dem Verkauf der überschüssigen Goldreserven. So kommt es denn auch: Das Volk lehnt die Initiative mit 58 Prozent Nein ab – und der AHV-Fonds profitiert trotzdem von einer Milliarden-Spritze.

    > 2008: Die Grünen unternehmen erneut einen Versuch, das Rentenalter mittels Flexibilisierung auf grundsätzlich 62 Jahre für Männer und Frauen zu senken. Es bleibt beim Versuch, denn das Stimmvolk hat wieder kein Gehör für das Anliegen. Am 30. November 2008 sagen 59 Prozent Nein.

    > 2010: Am 7. März 2010 kommt zum ersten Mal eine Revision des Gesetzes über die berufliche Vorsorge (BVG) vors Volk. Grund ist die geplante Senkung des Mindestumwandlungssatzes von 6,8 auf neu 6,4 Prozent, wogegen Gewerkschaften und Linke das Referendum ergriffen haben. Die bürgerlichen Parteien erleben ein Waterloo: Das Stimmvolk lehnt die Vorlage mit 73 Prozent Nein ab.

    > 2015: Eine nationale Erbschaftssteuer – zumindest zwei Drittel davon – soll die AHV-Finanzen aufbessern. Das verlangt eine von der EVP lancierte Volksinitiative, die auch von SP und Grünen unterstützt wird. Das Verdikt gegen diese Form von AHV-Zustupf ist aber deutlich – am 14. Juni 2015 sagt das Stimmvolk mit 71 Prozent Nein.

    > 2016: Am 25. September 2016 erteilt das Stimmvolk einem AHV-Ausbau eine deutliche Abfuhr. Mit 59 Prozent Nein lehnt es die von den Gewerkschaften lancierte AHV-Plus-Initiative ab, die eine Erhöhung der AHV-Renten um 10 Prozent fordert. Damit bleibt das Stimmvolk seiner bisher vorsichtigen Linie in Sachen AHV-Ausbau treu.

    2017: Der grosse Rentenkompromiss

    > 2017: Fast ein Jahr genau nach dem Nein zur AHV-Plus-Initiative entscheidet das Stimmvolk am 24. September 2017 über den Rentenkompromiss von SP-Bundesrat Alain Berset (45). Im Gesetz über die Reform der Altersvorsorge 2020 soll mit einem ausgewogenen Paket das Stimmvolk für ein Ja gewonnen werden.

    Kernpunkt: Die Erhöhung des Frauenrentenalters auf 65 Jahre und die Senkung des Mindestumwandlungssatzes in der zweiten Säule sollen durch einen moderaten AHV-Ausbau ausgeglichen werden. Einzelrenten von Neunrentnern steigen um 70 Franken pro Monat. Ehepaare erhalten dank eines höheren Plafonds künftig bis zu 226 Franken mehr monatlich. In einer zweiten Vorlage entscheidet das Stimmvolk über die Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,6 Prozent zugunsten der AHV.

    SP, CVP, Grüne, BDP, Grünliberale und Gewerkschaften kämpfen gemeinsam für den Rentenkompromiss. FDP, SVP und Deutschschweizer Wirtschaftsverbände ist der 70-Franken-AHV-Zustupf ein Dorn im Auge, weshalb sie die Reform vehement ablehnen. Das Referendum hingegen haben Linksaussenparteien aus der Romandie ergriffen. Scheitert die Reform, dürfte die Deutung des Resultats also schwierig werden.

    An US-Gericht abgeblitzt: Angehörige des Germanwings-Todesflugs klagen in Deutschland

    An US-Gericht abgeblitzt: Angehörige des Germanwings-Todesflugs klagen in Deutschland


    Die fast 200 Hinterbliebenen der Germanwings-Opfer sind am US-Gericht abgeblitzt. Jetzt ziehen sie die Klage vor das Landesgericht in Essen. Die Angehörigen der Opfer des Germanwings-Absturzes verlangen Schmerzensgeld für den Tod ihrer...

    Die fast 200 Hinterbliebenen der Germanwings-Opfer sind am US-Gericht abgeblitzt. Jetzt ziehen sie die Klage vor das Landesgericht in Essen.

    Die Angehörigen der Opfer des Germanwings-Absturzes verlangen Schmerzensgeld für den Tod ihrer Familienmitglieder. Copilot Andreas Lubitz hatte den Airbus den Ermittlern zufolge am 24. März 2015 absichtlich gegen einen Berg in den französischen Alpen gesteuert. 150 Menschen starben.

    Nachdem sie vor einem US-Gericht in Arizona abgeblitzt sind, klagen die Hinterbliebenen der Opfer des Germanwings-Absturzes nun in Deutschland. Fast 200 von ihnen ziehen vor das Landgericht Essen (Nordrhein-Westfalen).

    Klage gegen Flugschule in Arizona

    Er habe die Zivilklagen in der vergangenen Woche dort eingereicht, sagte Rechtsanwalt Elmar Giemulla am Samstag in Berlin. Eine bereits im Frühjahr eingereichte Musterklage von vier Angehörigen seien nun weitere 194 Hinterbliebene gefolgt.

    Ein Sprecher des Landgerichts Essen bestätigte dies. Die Klage von ursprünglich vier Klägern sei erheblich erweitert worden, sagte er. Sie richte sich gegen eine Flugschule in Arizona und werde der Schule nun zugestellt. Zuvor hatte der «Spiegel» darüber berichtet.

    Seine Ausbildung bei der im US-Bundesstaat Arizona gelegenen Flugschule hatte Lubitz wegen einer schweren Depression nur mit einer Sondergenehmigung beenden können. Die Kläger werfen der Flugschule nun Versäumnisse vor. Die notwendigen Konsequenzen seien nicht gezogen worden.

    Zahlungen an Hinterbliebene zu gering

    Die Klage war bereits 2016 in Arizona am Sitz der Flugschule eingereicht worden. Dort wurde sie zurückgewiesen mit dem Hinweis, sich an ein deutsches Gericht zu wenden. Wenn die deutsche Justiz ablehnt, wollten sich die US-Richter den Fall noch einmal anschauen. Die Flugschule Airline Training Center Arizona (ATCA) gehört zur Lufthansa-Gruppe.

    Die Lufthansa hat nach dem Unglück bereits Zahlungen geleistet. Diese sind nach Auffassung zahlreicher Hinterbliebener aber zu gering. Am Landgericht Düsseldorf sind ebenfalls Zivilklagen in Sachen Germanwings-Absturz anhängig. (SDA)

    Spielen vor Federer macht Thiem und Cilic nervös: Der Laver Cup ist alles andere als eine Show

    Spielen vor Federer macht Thiem und Cilic nervös: Der Laver Cup ist alles andere als eine Show


    «Eine Tennisparty» nennt Roger Federer seinen Laver Cup. Spieler und Captains sehen im Kampf der Kontinente durchaus mehr als nur Spass. Es ist ein seltsames Bild: Roger Federer sitzt im Kreise seines Teams auf der Bank. Neben ihm sein...

    «Eine Tennisparty» nennt Roger Federer seinen Laver Cup. Spieler und Captains sehen im Kampf der Kontinente durchaus mehr als nur Spass.

    Es ist ein seltsames Bild: Roger Federer sitzt im Kreise seines Teams auf der Bank. Neben ihm sein Final-Bezwinger in Montreal, Alexander Zverev. Zwei Sitze weiter Australian-Open-Finalgegner Rafael Nadal, Sieger im Zweikampf um die Weltnummer 1. Immer wieder springt der Schweizer vom Sofa auf, ballt die Faust und klatscht. Sein Applaus gilt erst Marin Cilic, seinem Final-Gegner von Wimbledon. Dann Dominic Thiem, der eine 2:1-Siegesbilanz gegen Roger führt. Und nach vierstündiger Daysession schliesslich in der Nightsession noch Zverev und dem Doppel-Duo Nadal/Berdych.

    Der Freitag ist ein langer Tag, auch wenn er für Roger spielfrei ist. Die Szenen erinnern an den Davis Cup, dem einzigen Wettkampf, wo jemand wie er hinter einem Tennisplatz sitzt und stundenlang mitfiebert. Nur treibt er da seine Landsmänner und Jugendfreunde an. Hier sind es seine erbittertsten Rivalen auf der Tour. Er gibt ihnen hinter Europa-Captain Björn Borg sogar Spiel-Tipps während dem Match.

    Hohe Gagen für die Spieler

    Alle haben sich plötzlich unheimlich lieb. Das ist nur einer der Gründe, warum der Laver Cup bei seiner Premiere in Prag um seine Glaubhaftigkeit kämpft. Kritische Stimmen unterstellen, dass die Top-Stars – immerhin sind es fünf aus den Top-10 und neun aus den Top-20 – , die ja nicht selten den überladenen Turnierkalender anprangern, nur wegen hoher Gagen anreisten. Obwohl diese nicht öffentlich sind, spricht die «New York Times» von 250'000 Dollar für jeden im Siegerteam und einer aufs jeweilige Ranking basierenden Antrittsgage für die Verlierer. 

    Andere behaupten, der Davis Cup verkomme durch den Laver Cup noch mehr zu einem verstaubten Anlass ohne Aushängeschilder. Turnier-Erfinder Federer argumentiert entschieden dagegen: «Der Laver Cup beansprucht drei Tage, der Davis Cup vier Wochen im Jahr!» Er selbst nutze ihn als guten Form-Aufbau für den Rest der Saison. Dazu sei das Zusammenspiel alter und gegenwärtiger Legenden sowie einiger Newcomer über drei Generationen hinweg inspirierend.

    Medienprofis Federer und Nadal

    Einige Shootingsstars konnten in der Tat schon vor Turnierstart viel lernen. Zverev, der im Umgang mit den Medien oft zu sensibel und wortkarg ist, und der etwas irre, temperamentvolle Nick Kyrgios staunten nicht schlecht, mit welcher Geduld und Diplomatie die Medien-Profis Federer und Nadal in den Teamkonferenzen Fragen beantworteten. Auch die unangenehmen.

    So wand sich der Mallorquiner geschickt und freundlich um ein politisches Statement zum Ausschluss Kataloniens von Spanien. Und auf die Frage, ob der Laver Cup nur ein Exhibition-Turnier sei, antwortete Nadal entschieden: «Dann würde ich niemals morgens um vier Uhr aufwachen und an mein Training denken. Für einen Showkampf trainiere ich gar nicht. Dies hier ist für mich kein Freundschaftsspiel, ich will fürs Land, für unseren Kontinent spielen.»  

    Auch der Australier Kyrgios meint es offenbar ernst: «Dies ist viel wichtiger und seriöser als beispielsweise der Hopman Cup.» Vorbild sei der Ryder Cup, sagt Weltgruppen-Captain John McEnroe, der als Davis-Cup-Urgestein bekannt für seine Vorliebe fürs Team-Tennis ist. «Es ist ein First-Class-Anlass! Mit Federer als Zugpferd hat der Laver Cup gute Chancen an den wichtigen, prestigeträchtigen Golf-Event heranzukommen.»

    Nicht nur Roger, auch die anderen Stars in der ausverkauften Prager O2-Arena tun wahrlich ihr Bestes für die Glaubwürdigkeit des neuen Events. Auf dem Court kämpfen sie echt und hart, zeigen hochklassiges Tennis. Cilic und Thiem sagen sogar, sie seien vor ihren Matches nervöser als auf der Tour, weil sie vor und für die besten Spieler der Welt spielen müssten. Natürlich, es ist nur schwer festzustellen, ob sie körperlich an ihre Grenzen gehen. Aber es gibt keine Showeinlagen, keine Geschenke, dafür viele emotionale Gesten der Freude und des Frusts.

    Der Ehrgeiz und der Nationalstolz beider Mannschaften, die aus Schutz vor «feindlicher Spionage» sogar in zwei verschiedenen Prager Hotels untergebracht sind, scheint echt. Die Begeisterung der rund 17'000 Fans in der Halle ist es sowieso. Nach dem ersten Tag steht es 3:1 für Europa. Und 1:0 für Federers Laver Cup. 

    Tragischer Freizeitspass: Quadfahrer (35) stirbt in Kiesgrube

    Tragischer Freizeitspass: Quadfahrer (35) stirbt in Kiesgrube


    CORPATAUX FR - Ein Quadfahrer ist am Freitagabend bei einem Selbstunfall im freiburgischen Corpataux ums Leben gekommen. Der 35-jährige Mann gehörte zu einer Gruppe von Fahrern, die in einer stillgelegten Kiesgrube unterwegs...

    CORPATAUX FR - Ein Quadfahrer ist am Freitagabend bei einem Selbstunfall im freiburgischen Corpataux ums Leben gekommen.

    Der 35-jährige Mann gehörte zu einer Gruppe von Fahrern, die in einer stillgelegten Kiesgrube unterwegs waren.

    Gemäss Angaben der Kantonspolizei Freiburg vom Samstag verliess der 35-Jährige die Gruppe, um einen anderen Weg zu nehmen. Nachdem er längere Zeit nicht zurückgekehrt war, nahm die Gruppe die Suche nach dem Mann auf.

    Wenig später wurde der Verunfallte, bewusstlos unter seinem Quad liegend, in einem kleinen Waldstück nahe der Kiesgrube entdeckt. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Eine Untersuchung ist im Gang. (SDA)

    Fast 300 Bergsteiger starben am Mount Everest: «Die Leichen sind für uns wie Wegweiser zum Gipfel»

    Fast 300 Bergsteiger starben am Mount Everest: «Die Leichen sind für uns wie Wegweiser zum Gipfel»


    Fast 300 Menschen fanden am Mount Everest, dem höchsten Berg der Welt, den Tod. So manche Leiche wurde nie geborgen. Das Vorhaben, alle Kletterer vom Everest zu bergen, hält Bergführer Kari Kobler für falsch. 8848 Meter ist er hoch. Der Mount Everest...

    Fast 300 Menschen fanden am Mount Everest, dem höchsten Berg der Welt, den Tod. So manche Leiche wurde nie geborgen. Das Vorhaben, alle Kletterer vom Everest zu bergen, hält Bergführer Kari Kobler für falsch.

    8848 Meter ist er hoch. Der Mount Everest ist für viele Bergsteiger das höchste aller Ziele. Der erfahrene Schweizer Bergführer Kari Kobler (62) hat schon 17 Expeditionen zum höchsten Berg der Welt geleitet. Selbst hat er den Gipfel des Everest bereits sechs Mal erklommen. Doch der Achttausender fordert jedes Jahr aufs Neue einen hohen Tribut. Am nepalesisch-tibetischen Berg fanden bisher 292 Menschen den Tod.

    Trotz all dieser Toten ist Kobler überzeugt: «Der Everest ist nicht gefährlicher als irgendein anderer Berg – solange man ihm den nötigen Respekt entgegenbringt.» Wer am Everest den Tod findet, sei oftmals nicht richtig ausgerüstet, vorbereitet oder bei der Wahl des Expeditionsunternehmens nicht sorgfältig genug vorgegangen. «Der Mensch ist für sich selbst die grösste Gefahr.»

    Bergung nach zwei Jahren

    «Das Risiko, am Berg zu sterben, ist real», so Kobler, Gründer der Expeditionsfirma Kobler & Partner. Auch er hat am Mount Everest schon einen Kollegen verloren: den Schweizer Bergsteiger Uwe Gianni Goltz (†44). Dieser war im Mai 2008 Teil einer von Kobler geleiteten Expedition. Goltz war ohne Sauerstoffflasche unterwegs und sei «auf dem letzten Zacken gelaufen».

    Kobler erinnert sich: «Nach dem Abstieg vom Gipfel brach Gianni nur wenige Meter vom auf 7900 Meter gelegenen Camp entfernt zusammen und starb.» Zwei Jahre zogen ins Land, bevor Goltz schliesslich geborgen wurde.

    «Eine Leichenbergung ist immer auch mit einer gewissen Gefahr verbunden», so Kobler. Er war selbst schon in die Bergung verunglückter Bergsteigerkollegen involviert und weiss daher auch um die Schwierigkeiten. Meist sind widrige Bedingungen oder die ungünstige Lage der Leiche die Ursache dafür, dass eine Bergung ausbleibt.

    Der Mann mit den grünen Schuhen

    Aber auch die finanziellen Umstände entscheiden darüber, ob der Verunglückte ins Tal gebracht wird. Wenn keine entsprechende Versicherung abgeschlossen wurde, bleibt Angehörigen oft nur die Möglichkeit, die Kosten für die Bergung selbst zu tragen – eine durchwegs kostspielige Angelegenheit. Für eine Bergung brauche es vor allem «Manpower», so der Bergführer. «Rund sechs bis acht Sherpas sind nötig, um eine Leichenbergung durchzuführen.»

     

    Manche der Verunglückten liegen schon seit Jahrzehnten im ewigen Eis. Andere hingegen säumen ganz offensichtlich die Route bis zum Gipfel des Mount Everest. Die wohl mit Abstand bekannteste Everest-Leiche ist «Green Boots», der Mann mit den grünen Schuhen. Die Identität des Toten ist bis heute nicht gänzlich geklärt.

    Everest-Leichen als Warnung

    Vermutlich handelt es sich bei Green Boots aber um Tsewang Paljor. Er war 1996 Teil des ersten indischen Expeditionsteams, das den Gipfel des Everest über den Nordsattel erreichte und beim Abstieg in einen Blizzard geriet. Auch Kobler hat auf seinen etlichen Expeditionen zum Everest schon Bekanntschaft mit Green Boots gemacht: «Die Leichen am Everest sind für uns wie Wegweiser zum Gipfel.» Man wisse dann genau, wann man wo abbiegen müsse.

    Da die Bergsteiger auf ihrem Weg zum Gipfel stets über den Mann mit den grünen Schuhen klettern mussten, hat Kobler selbst die Leiche vor rund zehn Jahren in eine nahegelegene Höhle geschoben. Unterdessen sei sie aber auch von dort wegbewegt und, wie Kobler vermutet, ins Tal gestossen worden.

    Es sei zwar nachvollziehbar, dass die Hinterbliebenen sich für eine Bergung aller Verunglückten einsetzen. Trotzdem steht Kobler dem Gedanken zwiespältig gegenüber: «Die Toten sind wie eine Warnung für all jene, die den Everest besteigen. Sie zeigen uns auf, wie nahe Leben und Tod dort beisammen liegen.»

    «Deine Lügen machen mich rasend»: CC schickte dieses Droh-SMS an Fringer

    «Deine Lügen machen mich rasend»: CC schickte dieses Droh-SMS an Fringer


    Es ging fast unter: Gestern an der Medienkonferenz zeigt Christian Constantin, wie er Rolf Fringer drohte. Am Donnerstag der Skandal: Christian Constantin geht auf Rolf Fringer los und ohrfeigt und tritt den TV-Experten und ehemaligen Nati-Trainer.Am...

    Es ging fast unter: Gestern an der Medienkonferenz zeigt Christian Constantin, wie er Rolf Fringer drohte.

    Am Donnerstag der Skandal: Christian Constantin geht auf Rolf Fringer los und ohrfeigt und tritt den TV-Experten und ehemaligen Nati-Trainer.

    Am Freitag die Show: CC lädt tags darauf zur Medienkonferenz, um seine Sicht der Dinge darzulegen. Ohne Reue, ohne Entschuldigung. Teil der bizarren Show ist ein Video, indem er seine Anschuldigungen an Fringer präsentiert.

    Darin enthalten ist ein Screenshot einer SMS-Nachricht, die der Sion-Boss vor dem Vorfall an Fringer sandte (ca. bei Minute 3:40).

    Die Nachricht im Wortlaut: «Mein Lieber. Jetzt reichts. Ich toleriere dich nicht mehr. Deine Unhöflichkeit und deine Lügen machen mich rasend. Noch eine Parole gegen mich und du wirst wirklich Schwierigkeiten haben. Und ich lache wirklich nicht. Ich hab nie ein Wort über dich gesagt.»

    Die Konsequenzen sind bekannt. Constantin greift Fringer tätlich an. Das SMS beweist, dass es keine Kurzschlusshandlung war. (leo)

    Jetzt plant Playmate Jenna Bentley Busenreduktion: «Meine Brust hat mich k.o. geschlagen»

    Jetzt plant Playmate Jenna Bentley Busenreduktion: «Meine Brust hat mich k.o. geschlagen»


    Die Redewendung Sport ist Mord erhält für Jenna Bentley eine neue Bedeutung. Nachdem sie beim Joggen von ihrer üppigen Oberweite getroffen worden ist, will sich das Playboy-Model die Oberweite nun verkleinern lassen. An einem wundervollen Morgen in...

    Die Redewendung Sport ist Mord erhält für Jenna Bentley eine neue Bedeutung. Nachdem sie beim Joggen von ihrer üppigen Oberweite getroffen worden ist, will sich das Playboy-Model die Oberweite nun verkleinern lassen.

    An einem wundervollen Morgen in Kalifornien joggte das 24-jährige Playmate Jenna Bentley den Strand entlang. «Ich war im vollen Sprint, sprang über die Wellen ...», begann das Model dem «Daily Star» zu erzählen.

    Was klingt wie das heisse Intro der Erfolgsserie «Baywatch», endete wenig glamourös. Bentley spürte plötzlich einen harten Schlag im Gesicht. «Es fühlte sich an wie ein Fausthieb. Ich verlor das Gleichgewicht und stürzte.» Während ihres Morgenlaufs löste sich die rechte Brust aus dem Sport-BH, knallte ihr direkt ins Gesicht und knockte sie für einen Moment fast aus.

    Als Bentley stürzte, war niemand in der Nähe, der dem Playmate hätte helfen können. Der Vorfall stimmte das Model so nachdenklich, dass sie nun mit dem Gedanken spielt, sich ihre Oberweite verkleinern zu lassen.

    Umfrage für Décolleté

    Die Sexbombe legt aber grossen Wert darauf, was ihre Anhänger über sie denken und will mit dieser Entscheidung fürs Leben niemanden enttäuschen. Deshalb wendet sie sich an ihre Gefolgschaft im Internet: «Ich möchte darüber abstimmen lassen und von meinen Fans wissen, was sie denken.» Gänzlich klein soll ihr Décolleté aber ohnehin nicht werden. Lediglich «handlicher» sollen die Brüste sein. (och)

    Wetterschmöcker Martin Horat (73) zweifelt am Klimawandel: «Glaubt mir, bald wird es wieder kälter»

    Wetterschmöcker Martin Horat (73) zweifelt am Klimawandel: «Glaubt mir, bald wird es wieder kälter»


    ROTHENTHURM SZ - Ameisen, Pilze und Bäume dienen Martin Horat (73) als Vorlagen für seine Wettervorhersage. Doch der Schwyzer ist auch ein wandelndes Lexikon. Er kennt die Wetterdaten bis zurück ins Mittelalter. Auch daraus zieht...

    ROTHENTHURM SZ - Ameisen, Pilze und Bäume dienen Martin Horat (73) als Vorlagen für seine Wettervorhersage. Doch der Schwyzer ist auch ein wandelndes Lexikon. Er kennt die Wetterdaten bis zurück ins Mittelalter. Auch daraus zieht er Schlüsse.

    Wetterschmöcker Martin Horat (73) sitzt am Stammtisch, zieht an seiner Pfeife und sagt: «Die globale Erwärmung hat ihren Höhepunkt erreicht. Glaubt mir, bald wird es kälter.» Er stellt jedoch klar: «Die Umweltverschmutzung ist ein Problem, doch sie ist nicht schuld am Klimawandel.»

    Mit seiner Prognose eckt der Schwyzer an. Gerade jetzt, wo die Natur verrückt spielt. In der Karibik wüten gigantische Hurrikans, Italien kämpft mit den Folgen des Hitzesommers und bei uns bröckeln die Berge. Der Muotathaler Wetterschmöcker betont: «Solche Naturkatastrophen gab es schon immer. Wir erinnern uns nur nicht daran!»

    Verweis auf das Mittelalter

    Horat kennt das Klima der letzten 500 Jahre. Die Männer seiner Familie gaben das Wissen von Generation zu Generation weiter: «Die Zeit zwischen 1530 und 1564 war heisser als heute. Im Sommer regnete es kaum. Die Brunnen blieben im Winter eisfrei.» Und: «Trotzdem wurde es wieder kälter.» Solche Geschichten kennt er zuhauf – besonders von seinem Grossonkel und Namensvetter Martin Horat (†87), der 1964 verstarb.

    Horat überlegt: «Der Winter 1805/1806 war extrem mild, die Walderdbeeren wuchsen im Dezember bis hinauf zur Baumgrenze. Am 2. September 1806 kam es dann in Goldau SZ zum massiven Bergsturz.» Er fügt an: «Um 1806 hatte man in der Innerschweiz fast dasselbe Wetter, das aktuell der Katastrophe in Bondo GR vorausgegangen ist!»

    So gut wie Meteo Schweiz

    Horat seufzt: «Die Studierten von heute sollten das Klima von gestern lernen. Dann könnten wir Geld sparen.» Er ist sich sicher: «Meine Prognosen sind so gut wie die von SRF-Mann Thomas Bucheli. Nur brauche ich keine teuren Satelliten!»

    Der Wetterschmöcker generiert seine Prognosen aus ein paar Insekten, Bäumen, Pilzen und viel Bauernschläue: «Wenn sich die Waldameisen in ihren Haufen zurückziehen, wird es kalt oder es kommt Regen.» Stimmen die Prognosen seiner Sechsbeiner, bringt Horat ihnen ein Rindsfilet zur Belohnung. Er schmunzelt: «Mehr Tricks verrate ich nicht. Berufsgeheimnis!»

    Behutsam begutachtet er auch den Waldboden: «Ein frischer Pilz und kein Schneckenfrass.» Heisst für ihn: «Die kommende Woche wird sonnig.» Seine Herbstprognose fällt dagegen durchmischt aus: «Im Oktober gibt es immer wieder warme Tage, aber auch viel Niederschlag.» 

    Nachfolger gesucht

    In der Natur ist Horat in seinem Element. Schnell wird klar: Er lebt fürs Wetter. Nur schade, dass er noch keinen Nachfolger gefunden hat. «Es eignet sich jeder intelligente Mann zum Wetterschmöcker», sagt er. «Einzig Frauen fehlt der Instinkt dazu.» Dafür hätten sie andere Talente, sagt er lachend und blickt kritisch gen Himmel. 

    Laver Cup in Prag: Monstertag für Rafa und Roger

    Laver Cup in Prag: Monstertag für Rafa und Roger


    Tennis-Schmaus am heutigen Laver-Cup-Samstag: Erst gibts Federer und Nadal im Einzel. Dann ihre Weltpremiere im gemeinsamen Doppel. Um 11 Uhr lüfteten die beiden Captains des Laver Cup das Geheimnis ihrer heutigen Aufstellung. Die Ausgangslage: Europa...

    Tennis-Schmaus am heutigen Laver-Cup-Samstag: Erst gibts Federer und Nadal im Einzel. Dann ihre Weltpremiere im gemeinsamen Doppel.

    Um 11 Uhr lüfteten die beiden Captains des Laver Cup das Geheimnis ihrer heutigen Aufstellung. Die Ausgangslage: Europa führt nach dem ersten Tag mit 3:1 Punkten. Für jeden heutigen Sieg gibt es zwei Punkte.

    John McEnroe (Team Welt) gab als erster seine Spieler bekannt. Björn Borg (Team Europa) durfte darauf mit seiner Auswahl reagieren (am Sonntag ist die Reihenfolge umgekehrt).

    Das führte zu einem bemerkenswerten Spielplan: Um 13 Uhr spielen der derzeit bestklassierte Amerikaner Sam Querrey (ATP 16) gegen Roger Federer, gefolgt von US-Spieler Jack Sock (ATP 21) gegen Rafael Nadal. Und damit nicht genug Verwöhnprogramm für die glücklichen Samstags-Ticketbesitzer in der Prager O2-Arena: Nach dem Einzel-Auftritt ihres tschechischen Heimstars Tomas Berdych gegen Australiens Hitzkopf Nick Kyrgios (19 Uhr) spielen Roger und Rafa auch noch zusammen Doppel! Abermals gegen die beiden Amis Querrey/Sock.

    Damit kommt es zu einer Weltpremiere, die sich die beiden besten Tennisspieler der Geschichte schon lange gewünscht hatten. Sie stehen allerdings mächtig unter Druck: einerseits durch die beiden Aufschlag-starken und Doppel-erprobten Gegner – andererseits durch die hohen Erwartung der begeisterten Fans. «Es wäre toll, mit Rafa zu spielen. Aber ich hoffe, wir lassen die Träume gänzlich platzen», hatte Federer zu einer allfälligen Paarung vorgängig gewarnt.

    Der Mallorquiner stand schon gestern Abend im Doppel auf dem schwarzen Court. Mit Tomas Berdych verlor er knapp im Champions-Tie-Break gegen Kyrgios/Sock.

    Märchen-Comeback in St. Petersburg: Bencic triumphiert beim ersten Turnier nach der Verletzung

    Märchen-Comeback in St. Petersburg: Bencic triumphiert beim ersten Turnier nach der Verletzung


    Belinda Bencic feiert in St. Petersburg den ersten Turniersieg seit über zwei Jahren. Ihre 17-jährige Widersacherin aus der Ukraine ist chancenlos. Erster Wettkampf nach über fünf Monaten. OP am Handgelenk. Nun gibts gleich den ersten Turniersieg!...

    Belinda Bencic feiert in St. Petersburg den ersten Turniersieg seit über zwei Jahren. Ihre 17-jährige Widersacherin aus der Ukraine ist chancenlos.

    Erster Wettkampf nach über fünf Monaten. OP am Handgelenk. Nun gibts gleich den ersten Turniersieg! Belinda Bencic (20, WTA 312) triumphiert beim ITF-Turner von St. Petersburg. Im Finale schlägt sie die erst 17-jährige Ukrainerin Dayana Yastremska (WTA 208) souverän in zwei Sätzen: 6:2, 6:3 nach knapp 105 Minuten.

    Das Comeback der Ostschweizerin verläuft wahrlich wie am Schnürchen. Nur einen einzigen Satz gibt Belinda über den gesamten Turnierverlauf ab. Im Halbfinal gegen Yastremskas Landsfrau Angelina Kalinina (WTA 178).

    Bencics Siegeszug in Russland hat auch äusserst positive Auswirkungen auf die Weltrangliste. Im WTA-Ranking wird die ehemalige Nummer 7 der Welt von 312 in die Region unter Rang 200 vorstossen. Dank ihres ersten Titels seit dem 16. August 2015 in Toronto. (leo)

    40 Jahre nach ihrer Entführung: Flugzeug «Landshut» zurück in Deutschland

    40 Jahre nach ihrer Entführung: Flugzeug «Landshut» zurück in Deutschland


    FRIEDRICHSHAFEN - Die vor vierzig Jahren von Terroristen entführte Lufthansa-Maschine «Landshut» ist grösstenteils wieder in Deutschland. Das in Einzelteile zerlegte Flugzeug wird im Dornier-Museum in Friedrichshafen renoviert und...

    FRIEDRICHSHAFEN - Die vor vierzig Jahren von Terroristen entführte Lufthansa-Maschine «Landshut» ist grösstenteils wieder in Deutschland. Das in Einzelteile zerlegte Flugzeug wird im Dornier-Museum in Friedrichshafen renoviert und danach ausgestellt.

    Die Lufthansa-Maschine «Landshut» war im Oktober 1977 von mit der Roten Armee Fraktion (RAF) verbündeten Terroristen entführt worden. In Mogadischu in Somalia befreite die Spezialeinheit GSG 9 die Geiseln am 18. Oktober 1977. Nach 40 Jahren ist die «Landshut» nun wieder zurück in Deutschland.

    Ein Frachtflugzeug vom Typ Antonow 124 mit vielen Einzelteilen der zerlegten Maschine an Bord landete am frühen Samstagmorgen in Friedrichshafen am Bodensee. Die restlichen Teile sollten am Mittag mit einer weiteren Transportmaschine aus Brasilien eintreffen.

    Die verrottete Maschine war zuletzt im brasilianischen Fortaleza auf einem Flugzeug-Friedhof abgestellt. Zahlreiche Besucher hatten sich schon in den frühen Morgenstunden auf dem Gelände des Dornier-Museums in Friedrichshafen versammelt, um die spektakuläre Landung mit eigenen Augen zu sehen. (SDA)

    Weil ihm langweilig war: Armee-Beamter schaute Tierpornos

    Weil ihm langweilig war: Armee-Beamter schaute Tierpornos


    Weil er während dem Dienst Pornobilder konsumierte, hat die Armee einen Beamten fristlos entlassen. Nun muss sie 80'000 Franken Entschädigung zahlen. Es war ihm halt langweilig. So rechtfertigte ein Beamter der Logistikbasis der Armee, dass er...

    Weil er während dem Dienst Pornobilder konsumierte, hat die Armee einen Beamten fristlos entlassen. Nun muss sie 80'000 Franken Entschädigung zahlen.

    Es war ihm halt langweilig. So rechtfertigte ein Beamter der Logistikbasis der Armee, dass er sich im Büro Pornobilder angeschaut hatte – darunter auch Sexszenen mit Tieren. 

    Der 60-Jährige Westschweizer arbeitete seit über 30 Jahren bei der Armee, zuletzt war er zuständig für die Logistik von versteckten Waffenplätzen in den Alpen. Weil die aber immer unwichtiger geworden seien, habe er die Arbeit eines Tages meistens schon morgens um zehn erledigt. So sei er auf dumme Ideen gekommen, sagte sein Anwalt Yves Grandjean gegenüber der «Schweiz am Wochenende».

    Sicherheitsrisiko Porno

    Die dumme Idee: Sich innert sechs Monaten 8000 Porno-Bilder vom Büro-PC aus anzusehen. Auf 110 davon waren Sexszenen mit Tieren zu sehen. Aufgeflogen ist die «Nebenbeschäftigung», weil die Cyber-Sicherheitsabteilung der Armee Alarm schlug. Die Pornos stellten nicht nur einen Reputationsschaden für die Armee dar, sondern auch ein Risiko für das IT-System, befanden die Spezialisten.

    Nachdem er aufgeflogen war, stellte die Armee den gelangweilten Mitarbeiter frei und zeigte ihn bei der Staatsanwaltschaft an. Diese verurteilte ihn zu einer bedingten Gefängnisstrafe von zwei Jahren wegen des Konsums verbotener Pornografie.

    Armee verschleppte Verfahren

    Vier Monate später flatterte ihm auch noch die Kündigung per sofort ins Haus. Dagegen wehrte sich der Mann vor dem Bundesverwaltungsgericht (ob auch aus Langeweile, ist nicht bekannt). Aber: Er erhielt Recht! Eine sofortige Entlassung sei nur möglich, wenn diese zackig abgewickelt wird, so die St. Galler Richter. Doch die Armee habe das Verfahren verschleppt. So habe es allein fünf Wochen gedauert, bis die Kündigung ins Französische übersetzt worden sei.

    Die Armee hätte dem Mann nach so langer Zeit ordentlich kündigen müssen – also mit Kündigungsfrist. Die Armee muss dem Mann nun eine Entschädigung von neun Monatslöhnen zahlen, so das Gericht. Das sind in diesem Fall über 80'000 Franken. Die Armee wird das Urteil nicht anfechten und zahlen.

    Problem im Rechtsdienst

    Es scheint, dass bei der Rechtsabteilung der Armee ein gröberes Problem besteht. Denn die Tierporno-Beamte ist nicht der einzige Fall, bei dem Fehler gemacht wurden. Am Freitag musste Verteidigungsminister Guy Parmelin (57) zugeben, dass auch Oberfeldarzt Andreas Stettbacher (55) im letzten Jahr zu Unrecht bei der Bundesanwaltschaft angezeigt und vom Dienst freigestellt worden war (BLICK berichtete). Stettbacher hatte bei einem Weihnachtsessen die Spesenregelung der Armee überaus grosszügig interpretiert und pro Person 500 Franken ausgegeben. 

    Wie aus der Mitteilung des Verteidigungsdepartements VBS hervorgeht, hätte das rechtliche Vorgehen und insbesondere die Freistellung kritischer hinterfragt werden müssen.

    Nun entmachtet Parmelin den Rechtsdienst der Armee: «Rechtsfragen an der Schnittstelle zur Personalpolitik sind auf Stufe Generalsekretariat VBS zu behandeln, damit im ganzen VBS bei heiklen Personalgeschäften eine einheitliche Handhabung des Personalrechts gewährleistet ist», so das Departement in der Mitteilung. (sf)

    Bei weniger als 10 Gramm: Auch Luzerner Polizei büsst Cannabis-Besitz nicht mehr

    Bei weniger als 10 Gramm: Auch Luzerner Polizei büsst Cannabis-Besitz nicht mehr


    Nach Zürich und Winterthur will nun auch die Luzerner Polizei den Besitz geringfügiger Mengen Cannabis nicht mehr büssen. Ein Fall aus Basel-Stadt hatte den Stein ins Rollen gebracht. Der Besitz von geringfügigen Cannabismengen wird im Kanton Luzern...

    Nach Zürich und Winterthur will nun auch die Luzerner Polizei den Besitz geringfügiger Mengen Cannabis nicht mehr büssen. Ein Fall aus Basel-Stadt hatte den Stein ins Rollen gebracht.

    Der Besitz von geringfügigen Cannabismengen wird im Kanton Luzern bei Erwachsenen von der Polizei nicht mehr gebüsst. Die Strafverfolgungsbehörden ziehen damit die Konsequenz aus einem Bundesgerichtsurteil zu einem Fall in Basel-Stadt.

    Die Luzerner Polizei habe von der Oberstaatsanwaltschaft die Weisung erhalten, keine Ordnungsbussen mehr auszustellen, wenn eine Person mit weniger als zehn Gramm Cannabis erwischt werde, erklärte Kurt Graf, Sprecher der Luzerner Polizei, gegenüber der «Luzerner Zeitung» vom Samstag.

    Weniger als zehn Gramm Cannabis

    Für Jugendliche unter 18 Jahren bleibt der Besitz gemäss der Zeitung aber verboten. Der Konsum von Cannabis wird sowohl bei Jugendlichen als auch Erwachsenen weiter bestraft. Am Donnerstag hatte bereits der Kanton Zürich bekanntgegeben, Erwachsene, die weniger als zehn Gramm Cannabis auf sich tragen, nicht mehr zu büssen. Bislang musste eine Busse von hundert Franken bezahlt werden.

    Grund für die Praxisänderung ist ein Urteil des Bundesgerichts. Es hält darin fest, dass «der blosse Besitz von geringfügigen Drogenmengen zu Konsumzwecken» straflos sei. Seit Oktober 2013 stuft das eidgenössische Betäubungsmittelgesetz zehn Gramm Cannabis als geringfügige Menge ein.

    Der Luzerner Polizeisprecher Graf führte gegenüber der «Luzerner Zeitung» weiter aus, dass noch Details für die Polizisten an der Front geklärt werden müssten. «Wir können ja nicht alle Polizisten mit einer kleinen Waage ausstatten» sagte er. (SDA)

    Hoffnung Überlebende zu finden schwindet: Fast 300 Tote nach Erdbeben in Mexiko

    Hoffnung Überlebende zu finden schwindet: Fast 300 Tote nach Erdbeben in Mexiko


    Mehr als drei Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Mexiko schwindet die Chance, noch Überlebende in den Trümmern eingestürzter Gebäude zu finden. Knapp vier Tage nach dem verheerenden Erdbeben ist die Zahl der Toten auf fast 300 gestiegen. Der...

    Mehr als drei Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Mexiko schwindet die Chance, noch Überlebende in den Trümmern eingestürzter Gebäude zu finden.

    Knapp vier Tage nach dem verheerenden Erdbeben ist die Zahl der Toten auf fast 300 gestiegen. Der mexikanische TV-Sender Televisa berichtete in der Nacht zum Samstag unter Berufung auf die Zivilschutzbehörde, 298 Menschen seien landesweit ums Leben gekommen, darunter alleine 160 in der Hauptstadt Mexiko-Stadt.

    Die Sucharbeiten nach Überlebenden unter den Trümmern gingen aber trotz der sinkenden Chancen weiter, sagte der nationale Koordinator des Zivilschutzes, Luis Felipe Puente, dem Sender. Seit dem Beben der Stärke 7,1 am Dienstag wurden nach Angaben der Stadtregierung rund 70 Menschen lebend geborgen.

    Rund 40 Personen immer noch vermisst

    «Wir werden weiter arbeiten und für die Familien (der Verschütteten) kämpfen», sagte Puente. Bei einigen Gebäuden sei es aber sehr kompliziert, dort einzudringen. «Man muss das Leben der Retter schützen.»

    Auch der Bürgermeister von Mexiko-Stadt, Miguel Ángel Mancera, hatte am Freitag bestätigt, dass die Suche weitergehe: «Wir setzen mit aller Energie und Intensität die Arbeiten bis zum letzten Moment fort, um noch jemanden zu finden.» 30 bis 40 Personen werden in der Stadt noch vermisst.

    Das Erdbeben hatte neben Mexiko-Stadt besonders die Bundesstaaten Morelos und Puebla getroffen, tausende Gebäude wurden beschädigt. Allein in Mexiko-Stadt stürzten nach jüngsten Erkenntnissen 181 Gebäude ein, wie die Zeitung «Reforma» am Freitagabend unter Berufung auf Informationen aus der Stadtregierung berichtete. Hunderte Menschen leben derzeit auf der Strasse oder in Notunterkünften.

    Verschärfte Bauvorschriften haben Schlimmeres verhindert

    Es ist nun ein Wettlauf gegen die Zeit - da Menschen normalerweise nicht viel länger als 72 Stunden in den Trümmern überleben können. Mexiko rückt in der Not eng zusammen, die Bürger geben ein eindrucksvolles Beispiel von gelebter Solidarität.

    Zehntausende packen mit an, helfen beim Abtragen von Schutt, spenden Kleidung, Essen, Medikamente und Trinkwasser. Zum Symbol wurde die erhobene Faust von Rettern in der Nähe von Hausruinen - ein Zeichen, absolut still zu sein, um mögliche Klopfzeichen zu hören.

    Das Beben hatte sich genau am Jahrestag des verheerenden Erdbebens vom 19. September 1985 ereignet. Damals starben nach Schätzungen bis zu 10'000 Menschen.

    Dass es dieses Mal nicht so schlimm kam, hängt auch mit deutlich verschärften Bauvorschriften gerade für Hochhäuser zusammen, die besser auf Schwankungen ausgerichtet werden müssen. Viele der nun eingestürzten Gebäude sollen vor 1985 gebaut worden sein. Ausserdem gibt es regelmässige Erdbebensimulationen und gute Katastrophenpläne. (SDA)

    Massenevakuierung in Puerto Rico: 70'000 Menschen müssen Häuser wegen drohendem Dammbruch räumen

    Massenevakuierung in Puerto Rico: 70'000 Menschen müssen Häuser wegen drohendem Dammbruch räumen


    SAN JUAN - Die Menschen auf der Karibikinsel Puerto Rico sorgen sich nach dem Durchzug von Hurrikan Maria wegen eines drohenden Dammbruchs infolge heftiger Regenfälle. Die Behörden haben rund 70'000 Menschen angewiesen, ihre...

    SAN JUAN - Die Menschen auf der Karibikinsel Puerto Rico sorgen sich nach dem Durchzug von Hurrikan Maria wegen eines drohenden Dammbruchs infolge heftiger Regenfälle. Die Behörden haben rund 70'000 Menschen angewiesen, ihre Häuser zu verlassen.

    320 Menschen seien bereits aus zwei gefährdeten Gemeinden am See Guajataca im Nordwesten Puerto Ricos in Sicherheit gebracht worden, zitierte die Zeitung «El Nuevo Día» am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) Juan Vargas vom Gesundheitsamt der Stadt Isabela. Die örtlichen Behörden beobachteten demnach weiterhin einen Riss in der Staumauer, der etwa 60 Zentimeter lang sei.

     

    Das gesamte Gebiet entlang des Flusses Guajataca müsse «sofort» evakuiert werden, erklärte der Wetterdienst im Kurzbotschaftendienst Twitter. Kurz darauf gab Gouverneur Ricardo Rossello die Evakuierungsorder für rund 70'000 Einwohner aus.

    Puerto Rico kämpft mit Regen und Schlammlawinen

    Puerto Rico ist bereits durch den Hurrikan Maria schwer verwüstet worden. Erschwert wird die Situation, weil Maria die Stromversorgung und das Kommunikationsnetz auf der Insel lahmgelegt hat. Mindestens 13 Menschen starben. Bis Samstag waren weitere sintflutartige Regenfällen vorhergesagt, die Behörden warnten vor Schlammlawinen.

    «Die Zerstörungen sind enorm, es gibt Hunderttausende Personen, zu denen wir noch nicht gelangen konnten», sagte die Bürgermeisterin der Hauptstadt San Juan, Carmen Yulín Cruz, dem US-Sender CNN. Fast alle 3,4 Millionen Einwohner der Insel seien weiter ohne Strom. Nur rund 25 Prozent haben derzeit Zugang zu Trinkwasser, hiess es.

    US-Präsident Donald Trump hatte den Katastrophenzustand für Puerto Rico ausgerufen. Damit bekommt das US-Aussengebiet, wo viele Menschen in Armut leben, finanzielle Hilfen zum Beispiel für Notunterkünfte und Reparaturen. Trump sagte, Puerto Rico sei «vollkommen ausradiert» worden. Das US-Militär teilte mit, es werde mit sechs Helikoptern und vier Transportflugzeugen Hilfsmassnahmen unterstützen.

    Mindestens 33 Tote wegen Hurrikan Maria

    Maria fegt seit Montag mit Windgeschwindigkeiten von zeitweise bis zu 260 Stundenkilometern über die Karibik hinweg. Mindestens 33 Menschen kamen ums Leben, darunter allein 15 auf der Insel Dominica, wo der Hurrikan zuerst auf Land traf.

    Der Hurrikan befand sich am frühen Samstagmorgen 545 Kilometer östlich von Nassau, der Hauptstadt der Bahamas und bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von 15 Kilometern pro Stunde in nord-nordwestlicher Richtung von der Inselgruppe weg, wie das US-Hurrikanzentrum mitteilte. Ausläufer könnten damit auch die Vereinigten Staaten treffen.

    Das US-Hurrikanzentrum erwartete aber, dass sich Maria in den kommenden 48 Stunden abschwächen werde. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 205 Kilometern pro Stunde ist Maria derzeit ein Hurrikan der Kategorie drei. Die höchste Stufe ist die Kategorie fünf. (SDA)

    Europa führt immer noch 3:1: Nadal/Berdych verlieren ihr Doppel am Laver Cup

    Europa führt immer noch 3:1: Nadal/Berdych verlieren ihr Doppel am Laver Cup


    Spannung und Spektakel: Der erste Tag des Laver Cup bietet sieben Tie-Breaks, zwei Match-Tie-Breaks und ein spannendes Doppel! Turnier-Vater Federer klatscht über acht Stunden auf der Bank. Zum Auftakt des Kontinental-Wettkampfs «Laver Cup» gibt es...

    Spannung und Spektakel: Der erste Tag des Laver Cup bietet sieben Tie-Breaks, zwei Match-Tie-Breaks und ein spannendes Doppel! Turnier-Vater Federer klatscht über acht Stunden auf der Bank.

    Zum Auftakt des Kontinental-Wettkampfs «Laver Cup» gibt es einen Punkt pro Sieg. Und den krallt sich Marin Cilic. Mit der Beratung seines Team-Captains Björn Borg und der tatkräftigen Unterstützung seiner Kollegen Federer, Berdych, Thiem, Zverev und Nadal schlägt er den 19-jährigen Amerikaner Frances Tiafoe und bringt sein «Team Europa» in Führung.

    Das Publikum in der ausverkauften Prager O2-Arena bekommt dabei gutes Tennis und einen spannenden Match zu sehen, der erst noch 7:6, 7:6 für den Wunsch-Sieger endet. Der Kroate Cilic geniesst hier im tschechischen Gastgeberland das Heimspiel. «Ich bin stolz, dass ich bei diesem neuen Anlass als Erster auftreten durfte», sagt der diesjährige Wimbledon-Finalist. Er habe gerne den Hinweisen seines schwedischen Captains Björn Borg zugehört, gleichzeitig aber versucht, sich nicht zu sehr vom Wege abbringen zu lassen.

    Thiem schlägt Aufschlag-Hüne Isner

    Der erste von insgesamt 24 Punkten ist somit an Europa vergeben. John McEnroe, der mit seinem «Team Welt» die auf dem Papier übermächtigen Gegner überraschen will, hofft nun auf viele Asse seines zweiten Asses im Ärmel: John Isner (USA). Der 2,08m-grosse Service-Riese nimmt sich vor, den Österreicher Dominic Thiem vom schwarzen Court zu schiessen und auszugleichen.

    Doch die Gegenwehr der 24-jährigen Weltnummer 7 ist trotz einem Aufschlaggewitter des Amerikaners gross. Auch Satz 3 (17:15 im Tie Break für Isner) und 4 (7:6 für Thiem) des Laver Cup sind hochklassig. Und dann gibt’s – zur Freude der Prager Tennis-Fans, zu denen auch Federer-Freundin und Modezarin Anna Wintour einmal mehr gehört – sogar noch einen Champions-Tie-Break auf 10 Punkte, der anstelle eines dritten Satzes entscheidet. Er geht an den Europa-Vertreter Thiem.

    Nach emotional anstrengenden vier Stunden auf dem Team-Sofa reisst es Federer, Nadal und Co. von ihren Sitzen. «Es war eine tolle Atmosphäre und der ungewohnte Modus äusserst interessant», sagt der Ösi, nachdem er von Legende Borg und den Weltnummern 1 und 2 zum Sieg getrieben wurde.

    Europa führt 2:0. Der 18-jährige Kanadier Denis Schapovalov weiss, was er in der Nightsession gegen den Deutschen Alexander Zverev zu tun hat.

    Zverev gewinnt für Europa

    Nur hat der zwei Jahr ältere Deutsche da was gegen. Auch er will seine Sache vor den Augen der Besten der Vergangenheit und Gegenwart gut machen.

    Er gewinnt den sechsten Tie Break des Tages. Und weil er vier Matchbälle zum 6:4 nicht verwerten kann, muss er erneut in die Kurzentscheidung.

    Nadal verliert im Doppel mit Berdych

    «Team World» (0:3) hat nun noch eine Chance, nicht mit einer Null ins Wochenende zu gehen. Und die nutzt das aus der australischen Wundertüte Nick Kyrgios und Ami Jack Sock bestehende Doppel zu später Abendstunde.

    Die beiden «Roten» (Team Europe trägt Blau) schlagen Weltnummer 1 Nadal und den tschechischen Heimstar Tomas Berdych 6:3, 6:7, 10:7.

    Miss Türkei muss Krönchen abgeben: Erdogan mit Mens-Tweet beleidigt

    Miss Türkei muss Krönchen abgeben: Erdogan mit Mens-Tweet beleidigt


    Itir Esen (18) verlor ihren Titel als schönste Türkin nur einen Tag nach ihrem Sieg am Donnerstagabend. Wegen einem Tweet über ihre Periode – und den türkischen Präsidenten. Die Siegerin der Miss-Türkei-Wahl ist ihre Krone wegen einer als...

    Itir Esen (18) verlor ihren Titel als schönste Türkin nur einen Tag nach ihrem Sieg am Donnerstagabend. Wegen einem Tweet über ihre Periode – und den türkischen Präsidenten.

    Die Siegerin der Miss-Türkei-Wahl ist ihre Krone wegen einer als anstössig gewerteten Twitter-Botschaft wieder los. Itir Esen verlor ihren Titel nur einen Tag nach dem Gewinn am Donnerstagabend. An ihre Stelle trat die Zweiplatzierte Asli Sümen, die nun auch zum Miss-World-Wettbewerb nach China reist.

    Der 18-jährigen Esen wurde ein Tweet zum gescheiterten Putsch gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan im Juli 2016 zum Verhängnis. In der rund um den ersten Jahrestag des Aufstandes gesendeten Botschaft hiess es: «Ich habe heute Morgen meine Periode, um den Märtyrertag 15. Juli zu feiern. Ich feiere den Tag, indem ich im Namen des Blutes unserer Märtyrer blute.»

    Organisatoren waren ahnungslos

    Bei dem gescheiterten Putsch wurden 249 Menschen - Putschisten nicht mitgerechnet - getötet. Damals hatte eine Gruppe Soldaten versucht, die Macht an sich zu reissen.

    Die Miss-Türkei-Organisation erklärte, sie könne eine solche Mitteilung «nicht hinnehmen». Ziel der Organisation sei es, das Ansehen der Türkei in der Welt zu fördern. Der Tweet sei den Veranstaltern erst nach dem Entscheid bekannt geworden. Das Urteil sei nach stundenlangen Beratungen über dessen Inhalt gefallen.

    Itir Esens Twitter-Account @karlieskookie ist mittlerweile gelöscht. (SDA/bö)

    Personal Trainer am Handgelenk: Diese Erwartungen erfüllen Fitness-Tracker

    Personal Trainer am Handgelenk: Diese Erwartungen erfüllen Fitness-Tracker


    Egal ob Smart Watch, Fitness-Armband oder Schrittzähler: das Geschäft mit den sogenannten Smart Coaches boomt. Millionen Menschen auf der ganzen Welt verlassen sich mittlerweile auf diese Geräte, um die persönliche Fitness zu verfolgen und im besten...

    Egal ob Smart Watch, Fitness-Armband oder Schrittzähler: das Geschäft mit den sogenannten Smart Coaches boomt. Millionen Menschen auf der ganzen Welt verlassen sich mittlerweile auf diese Geräte, um die persönliche Fitness zu verfolgen und im besten Fall auch zu verbessern. Wir verraten Ihnen, was diese Fitness-Tracker können müssen und wie wir sie am besten einsetzen.

    Was können Fitness-Tracker?

    Es gibt grosse Unterschiede in dem, was die verschiedenen Tracker aufzeichnen und weitergeben. Das hängt vom Modell, aber auch vom Preis ab. Ausgeklügelte Smart Coaches sind mittlerweile nicht nur mit unserem Körper verbunden und liefern uns allerlei Daten über unsere persönliche Fitness, sie können anhand unserer täglichen Menüeingaben ganze Ernährungspläne zusammenstellen.

    Klassische Fitness-Tracker liefern aber vor allem Daten und werten diese entsprechend aus. So haben wir einerseits unseren körperlichen Zustand im Blick und werden gleichzeitig motiviert uns täglich ein bisschen zu verbessern. Mittels eingebauten Sensoren werden beispielsweise die Herzfrequenz und der Puls, zurückgelegte Schritte, Distanzen und Höhenmeter oder das Schlafverhalten gemessen. Verbunden mit dem Smartphone werden diese Daten in eigens kreierten Apps festgehalten. Ob und wieviel der Fitness-Tracker misst und kann, das hängt vom Modell und in den meisten Fällen auch vom Preis ab, die Grundfunktionen bleiben aber meistens dieselben.

     

    Die Vorteile eines Fitness-Trackers

    Für Hobbysportler sind Fitness-Tracker der perfekte Einstieg. Wer seine persönliche Fitness verbessern möchte und dafür einen Motivator braucht, für den eigenen sich die smarten Personal Trainer. Meistens geht es dabei nicht darum, alle Werte penibel genau messen zu können, sondern Ziele zu erreichen und Fortschritte zu erkennen. Persönliche Ziele können leicht in den Alltag eingebaut werden. Nehmen Sie die Treppe statt den Lift oder steigen Sie eine Station früher aus und laufen Sie den Rest des Heimwegs.

    Viele Fitness-Tracker bieten auch die Möglichkeit sich in den sozialen Netzwerken oder privaten Gruppen mit Freunden und Familie zu vergleichen – das motiviert zusätzlich. Gewisse Fitness-Tracker haben sogar Funktionen wie Message Reminder oder Wecker und ersetzen so die einfachsten Funktionen einer Smart Watch.

    Wie genau messen Fitness-Tracker?

    Studien belegen immer wieder, dass Fitness-Tracker Probleme haben genau zu messen. Die Fitness-Armbänder können zwar die Herzfrequenz oder den Puls erfassen, die richtigen Schlüsse daraus ziehen ist aber nicht in jedem Fall möglich. Ein Smart Coach kann nicht unterscheiden, ob Ihr Puls aufgrund körperlicher Aktivität oder beispielsweise Nervosität vor einem Vorstellungsgespräch in die Höhe schnellt. In Verbindung zu entsprechender Bewegung kann er daraus bessere Schlüsse ziehen. Diese wiederum kann beispielsweise durch Schütteln des Handgelenks leicht manipuliert werden.

    Die eigene Leistung genau zu verfolgen ist mit Fitness-Trackern somit nur bedingt möglich. In den meisten Fällen auch gar nicht der Anspruch der Hersteller. Vielmehr steht die Motivation im Vordergrund und hier punkten die Personal Trainer fürs Handgelenk! Und weil sie am besten funktionieren, wenn wir aktiv sind, beim Joggen, Laufen oder Schwimmen beispielsweise, lassen sich zumindest die aktiven Phasen sehr gut nachverfolgen.

    Diese Erwartungen erfüllen Fitness-Tracker

    Smarte Armbänder sind optimal, um Tendenzen in der persönlichen Fitness zu verfolgen und sich entsprechend Motivation zu holen für mehr Aktivität. Sie richten sich an Hobbysportler und Einsteiger, nicht an Profis und jene Nutzer, die ihre Daten penibel genau dokumentieren müssen oder wollen. Gamification, also der spielerische Charakter, ist somit einer der prägendsten Punkte für Fitness-Tracker.

    EU, Afrika und Flüchtlinge: Diese Aufgaben warten auf Aussenminister Ignazio Cassis

    EU, Afrika und Flüchtlinge: Diese Aufgaben warten auf Aussenminister Ignazio Cassis


    BERN - Ignazio Cassis übernimmt das Aussendepartement. Auf ihn warten nicht nur militärische Ehren und glamouröse Empfänge. Sondern die Quadratur des Kreises und viel Gegenwind. Aussenminister sein – das tönt verlockend. Im...

    BERN - Ignazio Cassis übernimmt das Aussendepartement. Auf ihn warten nicht nur militärische Ehren und glamouröse Empfänge. Sondern die Quadratur des Kreises und viel Gegenwind.

    Aussenminister sein – das tönt verlockend. Im Bundesratsjet um die Welt düsen, hier ein paar Kindern den Kopf streicheln, da einem Staatsmann die Hand schütteln und dann ab zum Bankett.

    Doch so wird das Leben von Ignazio Cassis (56) ab dem 1. November nicht aussehen. Denn die Aussenpolitik wird in den kommenden Jahren vor allem auch im Inland spielen. Hier liegen die Mammutaufgaben, die der neue EDA-Chef anpacken muss.

    Knacknuss EU

    Da sind zum Ersten die Beziehungen zur EU. Das Rahmenabkommen, das dem scheidenden Didier Burkhalter (57) vorschwebte, wird sich so nicht umsetzen lassen – mittlerweile sind die «fremden Richter» ein Schimpfwort, das Politiker nur noch in den Mund nehmen, um sich so weit wie möglich davon zu distanzieren.

    Burkhalters Plan zur Weiterentwicklung des bilateralen Wegs wurde vom Bundesrat nicht mehr unterstützt – also muss ein neuer her. Cassis wird ganz von vorn beginnen müssen – er hat ja auch bereits davon gesprochen, den «Reset-Knopf» zu drücken. Doch seine Möglichkeiten dafür sind beschränkt.

    Fakt ist, dass Brüssel keine weiteren Abkommen abschliessen will, solange nicht geklärt ist, wie mit Weiterentwicklungen des Rechts und Streitigkeiten umgegangen wird. Anderseits drängt die Wirtschaft darauf, dass Schweizer Unternehmen möglichst barrierefreien Zugang zum EU-Markt brauchen. Eine neue Quadratur des Kreises. Da ist Kreativität gefragt.

    Zum Glück für Cassis hat er im EU-Dossier etwas Zeit. Führende Parteistrategen wollen die Europa-Frage unbedingt aus dem Wahlkampf 2019 heraushalten – denn ausser der SVP können alle damit nur verlieren. Burkhalters Nachfolger hat also zwei Jahre Zeit, um eine neue Idee zu entwickeln.

    Knacknuss Entwicklungshilfe

    So er denn wirklich Zeit dafür hat. Denn da ist noch ein anderes gewichtiges Thema, das viel Zeit und Nerven kosten wird: die Entwicklungshilfe. Zwar sprach das Parlament letztes Jahr elf Milliarden Franken für die internationale Zusammenarbeit in den Jahren 2017 bis 2020. Doch dieser Beschluss gilt jeweils nur bis zur nächsten Budgetdebatte.

    Auch Cassis selbst hat im letzten Juni für eine Plafondierung der Ausgaben für die Entwicklungshilfe gestimmt. Dank seiner eigenen Stimme fehlen ihm im künftigen Budget jährlich 100 Millionen.

    Kopplung an Migration

    Zudem fordert die Politik mehr und mehr, die Entwicklungshilfe an die Migrationspolitik zu koppeln. Heisst: Dorthin Geld zu schicken, von wo besonders viele Migranten in die Schweiz kommen. Durch Berufsbildungs- und andere Projekte soll es Menschen davon abhalten, sich auf den Weg Richtung Chiasso zu machen. Auch Cassis selbst ist dafür.

    Teile des Parlaments wollen, dass nur noch jene Länder Entwicklungshilfe erhalten, die auch ihre Wirtschaftsmigranten wieder zurücknehmen. Denn viele Stimmbürger stören sich daran, dass viele Flüchtlinge nicht in ihre Heimat zurückspediert werden können.

    Sei es, weil sich das Herkunftsland weigert, wie im Fall von Algerien. Sei es, weil über die Lage im Heimatstaat widersprüchliche Informationen kursieren wie im Fall von Eritrea: für die einen eine totalitäre Diktatur, in der Rückkehrern Folter und Versklavung droht, für den anderen einfach ein afrikanisches Land mit wirtschaftlichen Problemen.

    Mehr Abkommen

    Daher fordert das Parlament mehr Rückschaffungsabkommen. Den Boden dafür muss ebenfalls Cassis bereiten. Am besten mit Besuchen in diesen Ländern. Wenigstens kann er dann den Flug im Jet geniessen.

    6 Stichworte zum neuen «Federer-Turnier»: Das müssen Sie über den Laver Cup wissen

    6 Stichworte zum neuen «Federer-Turnier»: Das müssen Sie über den Laver Cup wissen


    ATP-Punkte liefert der «Laver Cup» nicht. Dafür Geld, Prestige und Tennis-Geschichte. Was Sie über den von Roger Federer ins Leben gerufenen Kontinental-Tenniskampf wissen sollten. Organisation Das neue Turnier wurde unter der Schirmherrschaft von...

    ATP-Punkte liefert der «Laver Cup» nicht. Dafür Geld, Prestige und Tennis-Geschichte. Was Sie über den von Roger Federer ins Leben gerufenen Kontinental-Tenniskampf wissen sollten.

    Organisation

    Das neue Turnier wurde unter der Schirmherrschaft von Roger Federers und Tony Godsicks Sportagentur Team 8, dem australischen und amerikanischen Tennisverband sowie dem früheren Davis-Cup-Spieler und gemäss «Forbes» 30-fachen Dollar-Milliardär Jorge Paulo Lemann ins Leben gerufen. Der zu Ehren der australischen Tennislegende Rod Laver (79) benannte «Laver Cup» findet vom 22. bis 24. September 2017 erstmals statt (TV24 überträgt live).

    Austragungsort

    Die Premiere steigt in der O2-Arena in Prag. 2018 sind die USA Gastgeber – womöglich New York. Der Austragungsort alterniert zwischen Europa und Städten in anderen Kontinenten. Ausser in Jahren Olympischer Spiele steigt der Laver Cup jährlich.


    Modus

    Der Kontinental-Wettkampf orientiert sich am Ryder Cup im Golf. Die sechs besten ver­fügbaren europäischen Spieler treten gegen die sechs besten aus dem Rest der Welt an. Über drei Tage verteilen sich je drei Einzel und ein Doppel auf eine «Day Session» und eine «Night Session».


    Regeln

    Kein Spieler tritt mehr als zweimal im Einzel an. Alle Spiele werden über zwei Gewinnsätze gespielt – den möglichen 3. Satz entscheidet ein Champions Tiebreak (auf 10 Punkte). Ein Sieg am Freitag zählt 1 Punkt, am Samstag 2 Punkte, am Sonntag 3. Das Team, das zuerst 13 von total 24 Punkten holt, gewinnt. Sollte der Wettkampf nach 12 Matches 12:12 stehen, entscheidet ein finaler Doppel-Satz.


    Spieler

    Björn Borg führt das «Team Europe» mit Rafael Nadal (Sp), Roger Federer (Sz), Alexander Zverev (De), Marin Cilic (Kro), Tomas Berdych (Tsch) und Dominic Thiem (Ö) an. Unter US-Legende John McEnroe spielen im «Team World» Sam Querrey (USA), Nick Kyrgios (Aus), Jack Sock (USA), John Isner (USA), Frances Tiafoe (USA) und Denis Shapovalov (Ka).


    Preise

    Es gibt weder Antrittsgage noch Weltranglistenpunkte, aber Preisgeld in unbekannter Höhe. Und einen Pokal. Der 11-fache Grand-Slam-Sieger Laver liess dafür eine seiner Trophäen schmelzen.

    Federer redet Klartext am Laver Cup: «Die Nummer 1 ist in weite Ferne gerückt»

    Federer redet Klartext am Laver Cup: «Die Nummer 1 ist in weite Ferne gerückt»


    PRAG - Roger Federer spricht in Prag mit ausgewählten Schweizer Medien über Nadal, seine frühen Helden und die Entstehung seines neuen «Babys». Wie ist es, beim Laver Cup mit Rafael Nadal ein Team zu bilden?Ich spüre, dass unser...

    PRAG - Roger Federer spricht in Prag mit ausgewählten Schweizer Medien über Nadal, seine frühen Helden und die Entstehung seines neuen «Babys».

    Wie ist es, beim Laver Cup mit Rafael Nadal ein Team zu bilden?
    Ich spüre, dass unser Verhältnis hier anders ist. Im Training hoffe ich fast, dass er mich schlägt, damit er top in Form ist. Oder ich überlasse ihm die besseren Trainingszeiten. Uns hier in Prag auf der gleichen Seite – womöglich sogar im Doppel – zu sehen, schlägt hoffentlich auch über die Tennis-Welt hinaus Wellen. Auf der Tour schaust du stets, dass es dir selbst am besten läuft. Aber wir verstehen uns auch da gut. Auf dem Court sind wir konzentriert, sobald wir das Terrain verlassen locker. Wir freuen uns, wenn der andere das Maximum erreicht. 

    Hätten Sie beide letztes Jahr gedacht, 2017 solche Erfolge zu feiern?
    Wir haben uns viel zugetraut, sollten wir gesund bleiben. Aber dass wir wieder um die Nummer 1 kämpfen werden, niemals. Und noch viel weniger, dass wir vier Grand-Slam-Titel untereinander aufteilen.

    Wie entstand Ihre Idee für den «Laver Cup»?
    Ich wollte den älteren Spielern eine vernünftige Rolle geben, träumte von einem Tennisfest für sie. Wenn sie überhaupt die Turniere besuchen, sitzen sie meist nur da, müssen Fragen zu Djokovic, Rafa und Roger beantworten. Dazu haben sie doch gar keine Lust. Das finde ich irgendwie unangenehm. Hier spielen wir nun für Rod Laver und geben zwei Legenden für drei Jahre einen Job. Die Captains John McEnroe und Björn Borg inspirieren unsere Generation und wir die Jungen, die den Laver Cup in Zukunft markieren.

    Sind Sie hier als Geschäftsmann oder als Spieler?
    Ich sehe mich weder als Geschäftsmann noch als Gastgeber. Vor allem bin ich Tennisspieler. Ich engagiere mich, weil mir der Event was bedeutet. Mit dem Format oder der Finanzierung habe ich nicht viel zu tun – das hat Tony Godsick und seinem Management-Team gemacht. Tony fragte mich im Vorfeld aber oft nach meiner Meinung. Ich weiss, was für die Spieler und die Fans am besten ist.

    Wie stehen Sie zu Bierbaron Jorge Lemann, der auch Geldgeber ist?
    Seine Frau ist bei meiner Foundation im Stiftungsrat, daher habe ich ihn in den letzten Jahren immer besser kennengelernt. Er ist sehr nett und durch seine Davis-Cup-Vergangenheit eng mit dem Tennis verbunden. Lemann im Hintergrund ist sehr hilfreich. Es ist nicht einfach, sowas auf die Beine zu stellen. Viele sind dagegen, sagen der Anlass sei gegen die Tour, es brauche ihn nicht.

    Was sagen die Spieler?
    Bis jetzt habe ich nur Gutes gehört. Beim Znacht sassen wir zusammen – ich alleine, andere brachten noch Begleitung mit – und besprachen die Taktik. Ich fand es schön, wie interessiert alle waren und mitreden wollten. Aber am Schluss trifft nur einer Entscheidungen, bei uns Björn Borg. Rafa und ich können mit der Hierarchie gut umgehen.  

    Sind Borg und McEnroe Ihre früheren Helden?
    Borg war für mich einer wie Michael Jordan. Ich sah ihn nie spielen, weiss aber, was er für unseren Sport bedeutet. Da er sich selten zeigt, umgibt ihn etwas Mysteriöses. Ich wusste immer viel über ihn wegen meinem früheren, schwedischen Coach Peter Lundgren. Björn steht in meiner Idol-Rangliste recht weit oben. McEnroe finde ich super, weil er nicht nur als Einzel- und Doppelspieler viel fürs Tennis gemacht hat. Seine Arbeit als Kommentator ist hoch einzuschätzen. Wenn einer wie John kommentiert, interessiert es die Leute noch viel mehr. 

    Haben Sie sich körperlich komplett erholt?
    Der Rücken war nach Montreal wirklich mühsam, danach jagte ein kleines Problem das nächste. Nach dem letzten Match in New York war ich echt froh, dass es vorerst vorbei war. Ich weiss ja, dass nach einer Woche Pause neunzig Prozent aller Beschwerden weg sind. Jetzt fühle ich mich wieder gut. Ich trainierte hier dreimal mit Tomas Berdych, auch der Belag liegt mir.

    Wie kommt es, dass dieser schwarz ist?
    Das war nicht meine Idee, sie kam von der Turnier-Organisation. Sie wollten etwas einzigartiges, ganz anderes machen. Und nach ein paar Testrunden auf dem schwarzen Belag – die ersten waren wohl nicht fernsehtauglich – hat es funktioniert. Er ist etwas seltsam für uns Spieler, aber ich habe mich bereits daran gewöhnt. Es sieht schön, minimalistisch, stylish aus. 

    Wie geht es nach dem Laver Cup für Sie weiter?
    Ich werde ihn hoffentlich positiv nützen können und dann endlich wieder mal mit Vollgas trainieren. Die nächsten Wochen werden also extrem wichtig für den Rest der Saison mit Shanghai, Basel, eventuell Paris und den ATP-Finals in London.

    Welche Rolle spielt dabei die Nummer 1?
    Mein Plan steht – unabhängig von der Weltnummer 1. Die ist für mich beinahe etwas zweitrangig geworden, mit Nadals Vorsprung ist sie wieder in weite Ferne gerückt. So werde ich mich jetzt wieder auf meinen Rhythmus konzentrieren und nur spielen, wenn ich parat bin.  

    Letzte Frage: Was sagen Sie zur FCB-Krise?
    Ich habe alles verfolgt, man kann sicher von einer Mini-Krise sprechen. Am Samstag gegen den FCZ wird es ziemlich wichtig. Aber es gehört dazu! Im Sport kannst du nicht zehn Jahre lang nur gewinnen und nie unten durch müssen. Spieler und Coaches dürfen jetzt nicht überreagieren. Sie müssen sich hinterfragen und richtige Entscheidungen treffen. Ich als Fan werde nun nicht auf ihnen rumhacken. Gerade in solchen Zeiten bin ich noch mehr Fan.

    BLICK analysiert das Handy von Ignazio Cassis: «Vielen Dank für diesen Tsunami»

    BLICK analysiert das Handy von Ignazio Cassis: «Vielen Dank für diesen Tsunami»


    Seit Mittwoch ist Ignazio Cassis Bundesrat. Ein Bild seines Handy-Bildschirms zeigt nicht nur viele Glückwünsche, sondern auch, weshalb der Mann prädestiniert dafür ist, in der Landesregierung zu sitzen. Ignazio Cassis ist seit Mittwoch Bundesrat....

    Seit Mittwoch ist Ignazio Cassis Bundesrat. Ein Bild seines Handy-Bildschirms zeigt nicht nur viele Glückwünsche, sondern auch, weshalb der Mann prädestiniert dafür ist, in der Landesregierung zu sitzen.

    Ignazio Cassis ist seit Mittwoch Bundesrat. Und damit der derzeit gefragteste Schweizer. Doch wie viel Aufmerksamkeit erhält ein solcher Mensch eigentlich? Via Twitter teilte der 56-Jährige seinen Hand-Screen und gibt damit eine Antwort: Sehr viel. 

    1012 Emails, 496 SMS, 379 LinkedIn-Nachrichten, 251 WhatsApp und 132 Facebook-Nachrichten hat Cassis seit seiner Wahl erhalten, sowie einen Anruf. Kein Wunder, dass er nicht sämtliche Glückwünsche und die sicherlich gut gemeinten Ratschläge beantworten kann. Entschuldigend richtet er aus: «Vielen Dank für diesen Tsunami».

    Der Handy-Screen von Cassis beweist aber nicht nur dessen derzeitige Popularität, sondern sagt daneben auch noch weitere Dinge über den Bundesrat aus. 

    Cassis ist ein Konservativer

    Ignazio Cassis gibt sich gerne als liberaler Freisinniger. Sein Handy-Bildschirm beweist jedoch, dass der Tessiner mindestens auf gewissen Gebieten konservativ denkt. Wer beispielsweise 500 SMS erhält, wird selber auch fleissig welche schreiben. Zukunft hat das aber kaum, die Technologie hat auf Smartphones gerade bei jüngeren Leuten höchstens noch nostalgischen Wert. 

    Auch bei seine App-Auswahl wird man das Gefühl nicht los, hier einen Bünzli-Schweizer vor sich zu haben. Bis auf wenige Ausnahmen hat Cassis Standard-Apps installiert. Immerhin: Auch der frühere Kantonsarzt hat erkannt, dass Apple Maps ziemlich unzuverlässig ist und deshalb Google Maps heruntergeladen. 

    In einem anderen Bereich ist Cassis dafür fortschrittlicher als die meisten Schweizer: Seine App «Apple Home» ist eine Fernsteuerung für das sogenannte Smart Home, in dem von der Türklingel über die Temperatur bis zum Lichtschalter fast alles im Haus gesteuert werden kann. Damit der Bundesrat sein Domizil stets so vorfindet, wie es ihm gefällt.

    Cassis ist kommunikativ und reisefreudig

    Ganz einem Tessiner Klischee folgend, scheint Ignazio Cassis ein sehr kommunikativer Mensch zu sein. Das beweisen zum einen die über 2000 Nachrichten, die der Bundesrat seit seiner Wahl erhalten hat. Zudem haben es diverse Kommunikations-Apps auf seinen Start-Bildschirm geschafft und dort legt man ja in der Regel ab, was man oft braucht. Auffällig dabei ist, dass Cassis offenbar nicht gerne telefoniert. Nur einen Anruf in Abwesenheit hat er erhalten, viele Teenager würden bei einer solchen Statistik vermutlich in eine Lebenskrise geraten. 

    Dass Cassis viel reist, ist bekannt. Unter der Woche ist der einstige Kantonsarzt in Bern zuhause, die Wochenende verbringt er mit seiner Frau im Tessin. Entsprechend haben es auch gleich zwei Reise-Apps auf sein Handy geschafft. Was allerdings merkwürdig ist: Uber ist sowohl in Bern wie auch im Tessin verboten. Entweder weiss Cassis etwas hinsichtlich einer allfälligen Uber-Deregulierung, oder er reist auch ansonsten sehr viel durch die Schweiz. Darauf würde auch die «SBB Business App» hindeuten, die auch die gesellige Seite des neuen Bundesrats beleuchtet. Mit dieser App kann Cassis nämlich für bis zu acht Mitreisende Tickets lösen. Wer den neuen Bundesrat einmal im Zug antrifft und sein Billet nicht gelöst hat, kann also sein Glück versuchen.

    Die Analyse seines Handy-Bildschirms zeigt: Cassis ist genau das, was ein Bundesrat sein muss: Kommunikativ, gesellig und neuen Technologien gegenüber nicht abgeneigt. Nun muss er nur noch beweisen, dass er auch ein Land regieren kann. 

    Nach der Bundesrats-Wahl werfen sie Levrat & Co. Heuchelei vor: SP-Frauen sauer

    Nach der Bundesrats-Wahl werfen sie Levrat & Co. Heuchelei vor: SP-Frauen sauer


    BERN - Lauthals fordert die SP mehr Frauen im Bundesrat. Trotzdem servierten die Genossen FDP-Kandidatin Isabelle Moret eiskalt ab. Die SP-Granden verrechneten sich dabei gleich doppelt. Nun ist Feuer im Dach. Politik besteht nicht...

    BERN - Lauthals fordert die SP mehr Frauen im Bundesrat. Trotzdem servierten die Genossen FDP-Kandidatin Isabelle Moret eiskalt ab. Die SP-Granden verrechneten sich dabei gleich doppelt. Nun ist Feuer im Dach.

    Politik besteht nicht selten aus purer Heuchelei. Ein Lehrstück lieferte am Tag der Bundesratswahl die SP: «Sehr bedauerlich ist, dass die Untervertretung der Frauen im Bundesrat fortdauert», klagte die selbsternannte Gleichstellungspartei in ihrem Communiqué. Und dies kaum eine Stunde, nachdem sie die einzige FDP-Kandidatin, Isabelle Moret (46, VD), eiskalt abserviert hatte.

    SP-Strategen verrechneten sich doppelt

    Nur gerade 28 Stimmen erhielt Moret im zweiten Wahlgang – die SP-Fraktion zählt 55 Stimmen. Unter dem Strich hielten also nur etwa zehn bis 15 Sozialdemokraten der Frau die Stange. Die grosse Mehrheit liess sie zugunsten des Genfers Pierre Maudet (39) fallen. Der Tessiner Ignazio Cassis (56) wurde trotzdem gewählt.

    Die SP-Strategen um Parteiboss Christian Levrat (47, FR) und Fraktionschef Roger Nordmann (44, VD) verrechneten sich dabei gleich doppelt. Erstens verfehlten sie ihr Hauptziel deutlich, die Cassis-Wahl zu verhindern. Zweitens hat die SP in Sachen Gleichstellungspolitik massiv an Glaubwürdigkeit verloren.

    Doch es ist nicht das erste SP-Trauerspiel in der Frauenfrage. 2010 versenkte sie FDP-Frau Karin Keller-Sutter (53, SG) und im Jahr 2000 SVP-Kandidatin Rita Fuhrer (64, ZH).

    Feuer im Dach

    Nach der gescheiterten Maudet-Strategie der SP-Granden ist nun Feuer im Dach. Besonders bei einigen SP-Frauen ist der Unmut gross. Zum Beispiel bei Nationalrätin Chantal Galladé (44, ZH). Nach der Bundesratswahl steuerte sie flugs ein Fitnessstudio an, um ihren Frust über das Frauendebakel wegzustrampeln.

    Ihr Ärger war gestern trotzdem noch nicht verflogen. «Ich verstehe nicht, dass wir nicht konsequent auf die Frau gesetzt haben», sagt Galladé zu BLICK. «Gerade als SP müssen wir in der Gleichstellungspolitik Rückgrat beweisen – auch wenn es eine andere Partei betrifft.»

    Auch SP-Ständerätin Anita Fetz (60, BS) zeigt sich enttäuscht. «Offenbar müssen die Frauen immer noch doppelt so hohen Anforderungen genügen, um eine Chance zu haben, selbst in der SP», sagt sie. «Die Emanzipation ist aber erst erreicht, wenn auch Frauen das Recht auf Durchschnittlichkeit haben. Mittelmässige Bundesräte haben wir nämlich schon viele erlebt.» 

    Für Nationalrätin Min Li Marti (43, ZH) ist klar: «Es war ein Fehler, dass die SP Moret nicht unterstützt hat.» Wenn man eine angemessene Vertretung der Frauen erreichen wolle, müsse man auch die Frauen anderer Parteien unterstützen. «Offenbar sind die Ansprüche an die Frauen auch in der SP höher als an die Männer. Leider findet sich selbst bei gewissen SP-Vertretern immer ein Grund, eine Frau nicht zu wählen.»

    «Es gibt 100 Ausreden»

    Hört man sich in der SP um, gibt es allerlei Erklärungen, weshalb man nicht konsequent auf Moret setzen mochte. So gab es SP-Politiker, die daran glaubten, mit Maudet Cassis verhindern zu können. Oder jene, die aus machtpolitischen Gründen auf Maudet als SP-näheren Politiker setzten.

    Dann gibt es jene Taktiker, welche potenziellen eigenen Kandidaten wie der Waadtländer Ständerätin Géraldine Savary (48, VD) den Weg in den Bundesrat nicht verbauen wollten und deshalb die Waadtländerin Moret abschossen. Oder dann jene, die dem Tessiner Anspruch und damit Cassis den Vorzug gaben.

    «Es gibt 100 Ausreden – und ich habe sie alle gehört», sagt Grünen-Nationalrätin Maya Graf (55, BL). Ihre Partei sprach sich als einzige offiziell für Moret aus. Von der SP ist sie enttäuscht. «Man kann nicht Gleichstellung und Frauenquoten fordern und am Tag X den Tatbeweis nicht erbringen.»

     

    Federer und Nadal sind jetzt Kumpel: «Hoffentlich können wir zusammen Doppel spielen!»

    Federer und Nadal sind jetzt Kumpel: «Hoffentlich können wir zusammen Doppel spielen!»


    Normalerweise sind sie erbitterte Rivalen. Doch beim Laver Cup könnten Roger Federer und Rafa Nadal diese Woche endlich einmal zusammenspielen. Mit «Tennis Unrivaled» wirbt der Laver Cup. Konkurrenzlos will man also sein – und tatsächlich: Roger...

    Normalerweise sind sie erbitterte Rivalen. Doch beim Laver Cup könnten Roger Federer und Rafa Nadal diese Woche endlich einmal zusammenspielen.

    Mit «Tennis Unrivaled» wirbt der Laver Cup. Konkurrenzlos will man also sein – und tatsächlich: Roger Federers Turnier ist im Format einzigartig. Die Stars sind für einmal keine Konkurrenten – zumindest innerhalb ihrer Kontinental-Gruppe. Roger Federer und Rafael Nadal spielen für Europa gegen den Rest der Welt. Sie taktieren miteinander, fiebern gegenseitig mit und unterstützen sich gegen die Gegner aus dem Rest der Welt.

    Roger und Rafa sind sich einig

    «Es wird mehr als nur Tennis», ist Federer begeistert, «für einmal sind wir Kameraden, können Freundschaften pflegen und uns besser kennen lernen ­– bevor wir uns wieder in alle Richtungen verstreuen.» Auch Nadal geniesst es: «Es ist schön, für einmal die grossen Spieler neben und nicht gegenüber von mir zu haben.»

    Selbst, wenn sie sich in einem Fünfsatz-Kampf alles abfordern, sind sich die beiden wohlgesonnen. Aber hier in Prag können sie ihre Freundschaft endlich richtig ausleben. Sie gehen aus essen oder Kaffee trinken.

    Wie zwei Schulbuben

    An offiziellen Terminen sitzen sie meist nebeneinander, flüstern und grinsen wie zwei Schulbuben, die etwas aushecken. Das tun sie auch – sie möchten nämlich gerne zusammen Doppel spielen. «Es wäre toll, wenn es so kommt. Mal sehen, ob der Captain das erlaubt», sagt Nadal und lacht in Richtung seines Team-Chefs Björn Borg.

    Federer schliesst sich seinem Kumpel an: «Björn, kein Druck! Aber ich würde es lieben, mit Rafa zu spielen!» Er könne dann dessen Vorhand aus nächster Nähe bewundern und seinen Teil dazu beisteuern, sagt Roger bescheiden. «Hoffentlich könnten wir dann auch die hohen Erwartungen erfüllen. Aber die Fans würden bei dieser Konstellation sicher absolut ausflippen!»

    Das erwarten die Parteien vom neuen Bundesrat: Alle ziehen an Cassis

    Das erwarten die Parteien vom neuen Bundesrat: Alle ziehen an Cassis


    BERN - Die SVP hofft, mit dem neuen Bundesrat Ignazio Cassis, ihre EU-kritische Haltung durchzusetzen. Die SP dagegen hofft auf mehr Arbeitnehmerschutz. Wessen Bundesrat ist er nun, der am Mittwoch gewählte Ignazio Cassis (FDP,...

    BERN - Die SVP hofft, mit dem neuen Bundesrat Ignazio Cassis, ihre EU-kritische Haltung durchzusetzen. Die SP dagegen hofft auf mehr Arbeitnehmerschutz.

    Wessen Bundesrat ist er nun, der am Mittwoch gewählte Ignazio Cassis (FDP, 56)? Gehört er der SVP, deren Stimmen seine Wahl erst möglich gemacht haben?

    Die SVP selbst meint das jedenfalls. «Mit Cassis sollten die Zeiten von Mitte-links-Mehrheiten im Bundesrat vorbei sein», sagte etwa der Luzerner Nationalrat Franz Grüter (54) gegenüber dem «St. Galler Tagblatt».

    Das gilt besonders für die Europa-Politik. Cassis habe der Partei im Hearing drei Versprechen gegeben, so SVP-Präsident Albert Rösti (50): dass er im EU-Dossier den Reset-Knopf drücke, dass es kein Rahmenabkommen und keine «fremden Richter» geben werde und dass er die Guillotineklausel aus den Bilateralen streichen werde.

    Diese Klausel besagt, dass bei Kündigung eines Abkommens auch alle anderen hinfällig werden. «An diesen Versprechen werden wir Cassis messen», so Rösti.

     

    Mehr Verständnis für Arbeitnehmer

    Für SP-Präsident Christian Levrat (47) sind das naive Vorstellungen. Das hindert den Genossen aber nicht daran, eigene Erwartungen an den neuen Magistraten zu formulieren. So hofft Levrat, dass Cassis mehr Verständnis für die Probleme der Arbeitnehmer in den Bundesrat einbringen werde. Sprich: dass er für einen Ausbau der flankierenden Massnahmen zu haben ist.

    «Cassis weiss, wie wichtig der Schutz der Löhne und Arbeitsbedingungen ist», glaubt auch SP-Nationalrat und Unia-Boss Corrado Pardini (52). Als Tessiner könne er in diesen Fragen daher von der FDP-Linie abweichen, so Pardini gegenüber dem «Tages-Anzeiger».

    Hoffnung auf den Brückenbauer

    CVP-Präsident Gerhard Pfister (54) findet die SP- und SVP-Wünsche irritierend: «Es ist unsinnig, Bundesräte mit parteipolitischen Forderungen zu überziehen», sagt er zu BLICK. Ich erwarte von Ignazio Cassis nicht, dass er CVP-Politik macht. Er soll die Beschlüsse des Bundesrats mittragen und umsetzen.»

    Pfister hofft allerdings, dass Cassis sich wie versprochen als Brückenbauer beweist: «Das heisst, dass er kein Block-Politiker ist, sondern offen für alle Partner.»

    Auch in der Europa-Politik hat der Zuger klare Vorstellungen von der Aufgabe des neuen Bundesrats: «Egal, ob man das Reset nennt oder wie auch immer: In der Europapolitik werden wir ihn daran messen, ob er den bilateralen Weg verteidigen kann.»

    Die Schwestern des neuen Bundesrats erinnern sich an Klein Cassis: «Ignazio war als Bub ein richtiger Bengel»

    Die Schwestern des neuen Bundesrats erinnern sich an Klein Cassis: «Ignazio war als Bub ein richtiger Bengel»


    Zu Hause in Sessa TI weint die Mutter von Ignazio Cassis Tausend Freudentränen über die Wahl ihres einzigen Buben in die Landesregierung. Nach Bern gereist sind die drei grossen Schwestern des Neo-Magistraten und verraten, wie ihr Bruder früher alle...

    Zu Hause in Sessa TI weint die Mutter von Ignazio Cassis Tausend Freudentränen über die Wahl ihres einzigen Buben in die Landesregierung. Nach Bern gereist sind die drei grossen Schwestern des Neo-Magistraten und verraten, wie ihr Bruder früher alle zum Verzweifeln brachte.

    Sessa TI, ein winziges Bergdorf wenige Kilometer von der italienischen Grenze entfernt, Ende der Sechzigerjahre. Einen kleinen Buben nennen hier alle Dorfbewohner nur «il bastian contrario» – das ist ein lieb gemeinter italienischer Begriff für Menschen, die chronisch widersprechen und alles hinterfragen.

    Gut 50 Jahre später, im Bundeshaus in Bern, wird just dieser Bub vor den Augen seiner drei älteren Schwestern Manuela, Christine und Mirna zum Landesvater gewählt. Im Gespräch mit Blick.ch erinnern sich die drei: «Unser Ignazio war schon im Kindergarten berühmt für seinen kritischen Geist. Er folgte nie auf Anhieb, wenn eine Autorität etwas befahl», sagen die drei Tessinerinnen einstimmig. Und sie verraten: «Ignazio war ein richtiger Bengel!»

    Bundesrat und Mamis Liebling

    Doch egal, was er ausfrass, für sein Mami Mariarosa (83) sei ihr jüngster und einziger Sohn immer «il cocco della mamma» – Mamis Liebling – gewesen. «Und er ist es bis heute geblieben», sagt Manuela. Und Mirna ergänzt: «Vermutlich ist er es seit heute sogar mehr denn je.»

    Mamma Cassis fiebert aus der Ferne mit ihrem Sohn mit, die betagte Mutter des neuen FDP-Bundesrats konnte nicht mit dem restlichen Cassis-Fanklub in die Deutschschweiz reisen. «Für Mamma wäre es emotional viel zu aufwühlend gewesen, hier zu sein», sagen die Schwestern.

    Die Schwestern ahnten, dass ihr Bruder dereinst Bundesrat wird

    In den ersten Minuten nach der Wahl hätten sie mit ihr telefoniert. «Mamma hat Tausend Tränen der Freude vergossen», verraten die Schwestern. «Sie ist so glücklich und unglaublich stolz auf ihren einstigen Bengel.» Es sei einzig schade, dass «papà nicht mehr miterleben darf, wie sein Sohn zum Bundesrat wurde».

    Die Familie hätte seit Jahren geahnt, dass sie dereinst einen «consiglio federale» unter sich haben würde. «Wir spürten, dass unser Bruder Bundesrat werden könnte. Spätestens als er Fraktionschef wurde, wussten wir es», sagt Christine Gerosa.

    Der einstige Kantonsarzt und politischer Spätzünder sei immer mehr zum Vollblutpolitiker avanciert: «Er hat seine ganze Leidenschaft und Kraft nach Bern getragen, es wurde täglich immer klarer: Ignazio träumt davon, als Bundesrat der Schweiz dienen zu dürfen. Denn für unseren Fratellino ist die Politik kein Beruf – sie ist seine grosse Liebe.»