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    Um 11.30 beginnt die Trauerfeier: Heute gedenkt Genua den Brücken-Toten

    Um 11.30 beginnt die Trauerfeier: Heute gedenkt Genua den Brücken-Toten


    GENUA - Mit einer Trauerfeier wird am heutigen Samstag um 11.30 Uhr in Genua der Opfer des Einsturzes der Autobahnbrücke gedacht. Mit einer Trauerfeier wird am heutigen Samstag um 11.30 Uhr in Genua der Opfer des Einsturzes der...

    GENUA - Mit einer Trauerfeier wird am heutigen Samstag um 11.30 Uhr in Genua der Opfer des Einsturzes der Autobahnbrücke gedacht.

    Mit einer Trauerfeier wird am heutigen Samstag um 11.30 Uhr in Genua der Opfer des Einsturzes der Autobahnbrücke gedacht. Teilnehmen sollen unter anderem der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte und Genuas Erzbischof, Kardinal Angelo Bagnasco.

    Aber auch in anderen Städten des Landes wird getrauert: An allen Flughäfen Italiens soll es um 11.30 Uhr eine Schweigeminute geben.

    In der Hauptstadt Rom gehen zwischen 22.00 und 23.00 Uhr am Kolosseum ebenso wie am Trevibrunnen und dem Rathaus auf dem Kapitol die Lichter aus, die diese historischen Bauwerke gewöhnlich nachts anleuchten.

    Flaggen auf Halbmast

    Die EU-Kommission lässt als Zeichen der Solidarität mit Italien am Samstag vor ihren Gebäuden halbmast flaggen. Auch im Fürstentum Monaco wird halbmast geflaggt. Dessen Herrscherfamilie Grimaldi hat ihre Wurzeln in Genua.

    In der italienischen Fussballliga werden zum Saisonauftakt die Spiele der beiden Erstligisten aus Sampdoria und CFC Genua verschoben. In den übrigen Liga-Begegnungen soll es eine Schweigeminute vor Spielbeginn geben, und die Spieler sollen Trauerflor tragen.

     

    Fünf Menschen noch unter den Trümmern

    Am Dienstag war während eines Unwetters ein etwa 180 Meter langer Abschnitt des wichtigen Polcevera-Viadukts in der italienischen Hafenstadt in die Tiefe gestürzt und hatte zahlreiche Fahrzeuge mitgerissen. Mindestens 38 Menschen kamen dabei ums Leben.

    In Krankenhäusern liegen noch zehn Verletzte, sechs von ihnen sind nach Angaben der Präfektur in kritischem Zustand. Fünf Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet, wie die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf den Zivilschutz berichtete.

    Schaulaufen der Politiker

    In die Trauer mischt sich aber auch Wut: Laut Presseberichten wollen die Angehörigen von 17 der 38 Opfer aus Verärgerung über die Regierung der Feier fern bleiben. Weitere 7 Personen hielten sich die Absage offen.

    «Es ist der Staat, der dies verursacht hat. Die sollen sich hier nicht sehen lassen. Das Schaulaufen der Politiker war eine Schande», zitierte die Turiner Zeitung «La Stampa» die Mutter eines Opfers. «Wir wollen hier keine Farce von einer Beerdigung, sondern eine Feier zuhause», sagte ein Vater.

    Riss ein Tragseil?

    Die Regierung in Rom hatte den Druck auf den Autobahnbetreiber verstärkt und mit Konsequenzen gedroht. Das Verkehrsministerium leitete eine Untersuchung der privaten Betreibergesellschaft Autostrade per l'Italia ein.

    Sie forderte sie am Donnerstagabend auf, binnen 15 Tagen nachzuweisen, dass sie all ihren Instandhaltungspflichten nachgekommen sei. Italiens Arbeitsminister und Vize-Premier Lugi di Maio drohte am Freitag der Autobahngesellschaft zum wiederholten Male mit Lizenzentzug.

    Am Freitag hatten Experten erste Vermutungen für die Ursache des Unglücks genannt. Möglicherweise sei der Einsturz durch den Riss eines Tragseils verursacht worden, hiess es. (SDA)

    Viertelfinal am Cincinnati-Masters: Federer schlägt Wawrinka im umkämpften Schweizer Duell

    Viertelfinal am Cincinnati-Masters: Federer schlägt Wawrinka im umkämpften Schweizer Duell


    Roger Federer setzt sich im Schweizer Viertelfinal-Knüller gegen Stan Wawrinka durch. Federer gewinnt über drei Sätze mit 6:7, 7:6 und 6:2. Über drei Sätze ging das umkämpfte Schweizer Viertelfinal-Duell beim Masters-1000-Turnier in Cincinnati...

    Roger Federer setzt sich im Schweizer Viertelfinal-Knüller gegen Stan Wawrinka durch. Federer gewinnt über drei Sätze mit 6:7, 7:6 und 6:2.

    Über drei Sätze ging das umkämpfte Schweizer Viertelfinal-Duell beim Masters-1000-Turnier in Cincinnati zwischen Stan Wawrinka (ATP 151) und Roger Federer (ATP 2). Federer entschied den Match am Schluss für sich. Mit 6:7, 7:6 und 6:2 setzte sich der Maestro gegen den Romand in drei Stunden und zwanzig Minuten durch.

    Im dritten Satz musste das Spiel kurz unterbrochen werden. Federer war mit 30:0 in Führung, als starker Regen einsetzte.

    Nur sechs Stunden Pause vor dem Match

    Knapp sechs Stunden konnten sich Stan Wawrinka und Roger Federer vor dem grossen Schweizer Duell erholen. Der aufgrund des Regens dicht gedrängte Spielplan erlaubt keine längere Verschnaufpause.

    Wawrinka gewann das letzte Mal gegen Federer vor drei Jahren

    Schon 23 Mal standen sich Roger Federer und Stan Wawrinka in der Vergangenheit gegenüber. Nur dreimal siegte Wawrinka - und zwar immer auf Sand (zweimal in Monte Carlo und am French Open 2015). Das Masters-1000-Turnier in Cincinnati hingegen wird auf einem Hartplatz ausgetragen. Die letzten vier Duelle gewann Federer, zuletzt im vergangenen Jahr am Australian Open und in Indian Wells.

    Auch in Cincinnati standen sich Federer und Wawrinka schon gegenüber: 2012 im Halbfinal. Auch diesen Match entschied Federer für sich.

    Federer gewann das Masters-Turnier insgesamt sieben Mal, unter anderem 2014 und 2015. Er ist somit der Rekordhalter. In den letzten zwei Jahren ging er in Ohio nicht an den Start. (sga)

    Nicaragua: Opposition in Nicaragua geht auf Ortega zu

    Nicaragua: Opposition in Nicaragua geht auf Ortega zu


    Managua – Vier Monate nach Beginn der gewalttätigen Proteste gegen die nicaraguanische Regierung hat sich die Opposition erneut gesprächsbereit gezeigt. Der Dialog solle unter Vermittlung der katholischen Kirche und internationaler Garantiemächte...

    Managua – Vier Monate nach Beginn der gewalttätigen Proteste gegen die nicaraguanische Regierung hat sich die Opposition erneut gesprächsbereit gezeigt. Der Dialog solle unter Vermittlung der katholischen Kirche und internationaler Garantiemächte wieder aufgenommen werden.

    Dies schrieb die Bürgerallianz für Gerechtigkeit und Frieden am Freitag in einem offenen Brief an Präsident Daniel Ortega. Das Oppositionsbündnis forderte ein Ende der Gewalt, eine Freilassung der politischen Gefangenen und vorgezogene Neuwahlen.

    Die Proteste hatten sich Mitte April an einer umstrittenen Sozialreform entzündet. Mittlerweile fordern die Regierungsgegner allerdings den Rücktritt von Präsident Ortega, ein Ende der Repression und eine freie Presse.

    Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen kamen bei den Zusammenstössen zwischen Sicherheitskräften, regierungsnahen Paramilitärs und Demonstranten bisher rund 450 Menschen ums Leben.

    Kampf um die Nummer 1 der Schwinger: Holt Giger Wicki auf der Schwägalp noch ein?

    Kampf um die Nummer 1 der Schwinger: Holt Giger Wicki auf der Schwägalp noch ein?


    Die Berner Christian Stucki und Matthias Aeschbacher haben nur noch theoretische Chancen – der Kampf um den Titel im «Gesamtklassement» der Schwinger tobt zwischen Joel Wicki und Samuel Giger. Auf der Schwägalp geht es am Sonntag um die letzten...

    Die Berner Christian Stucki und Matthias Aeschbacher haben nur noch theoretische Chancen – der Kampf um den Titel im «Gesamtklassement» der Schwinger tobt zwischen Joel Wicki und Samuel Giger.

    Auf der Schwägalp geht es am Sonntag um die letzten grossen Titel des Jahres. Um den Sieg am letzten Bergfest – und um den Triumph in der Jahreswertung der Schwinger.

    Dort wird es im Kopf-an-Kopf-Rennen noch einmal heiss: Samuel Giger (20) könnte Joel Wicki (21) die Führung auf den letzten Metern noch abjagen. «Die Jahreswertung bedeutet mir viel», sagt Wicki zu BLICK über die Rangliste des Fachblatts «Schlussgang». «Sie zeigt, dass man das ganze Jahr über konstant starke Leistungen gezeigt hat und gesund geblieben ist.»

    In der vergangenen Saison stand Routinier Christian Stucki (33) ganz vorne, nun wird mit dem Entlebucher Wicki oder dem Thurgauer Giger einer der jüngeren Generation zum stärksten Schwinger der Saison gekürt werden – wie es 2016 bereits Armon Orlik gelang.

    Giger braucht dafür allerdings einen Effort: Fünf Punkte beträgt sein Rückstand auf Wicki. Heisst: Geht man davon aus, dass Wicki am Sonntag in den Kränzen landet, müsste Giger auf der Schwägalp siegen und dazu mehr Eidgenossen bezwingen als der Innerschweizer Rivale. Ein schwieriges Unterfangen. (eg)

    Die Spitzenpaarungen auf der Schwägalp

    Samuel Giger – Joel Wicki
    Daniel Bösch – Christian Stucki
    Roger Rychen – Kilian Wenger
    Matthias Aeschbacher – Christian Schuler
    Stefan Burkhalter – Sven Schurtenberger 
    Martin Hersche – Damian Gehrig 
    Domenic Schneider – Patrick Schenk
    Raphael Zwyssig – Florian Gnägi
    Tobias Krähenbühl – Benji von Ah 
    Beni Notz – Andreas Ulrich
    Marcel Kuster – Marcel Mathis
    Samir Leuppi – Ruedi Roschi
    Martin Roth – Willy Graber

    Keine verdient mehr als Scarlett Johansson: Die 40-Millionen-Dollar-Frau

    Keine verdient mehr als Scarlett Johansson: Die 40-Millionen-Dollar-Frau


    Die amerikanisch-dänische Schauspielerin hat ihre Kolleginnen alle auf die hinteren Plätze verwiesen – «Marvel»-Filmen sei Dank. Die Liste zeigt aber auch: Männliche Schauspieler verdienen immer noch viel mehr. Die Superheldin wird zur...

    Die amerikanisch-dänische Schauspielerin hat ihre Kolleginnen alle auf die hinteren Plätze verwiesen – «Marvel»-Filmen sei Dank. Die Liste zeigt aber auch: Männliche Schauspieler verdienen immer noch viel mehr.

    Die Superheldin wird zur Superverdienerin: Scarlett Johansson (33) ist gemäss US-Magazin «Forbes» 2018 die bestbezahlte Schauspielerin der Welt. Ihr Jahreseinkommen von umgerechnet 40,5 Millionen Franken habe sie vor allem durch ihre Verpflichtung als «Black Widow» in den «Marvel»-Filmen («Avengers» u. a.) erreicht. 

    Angelina Jolie (43) landet in dem Einkommensrating mit 28 Millionen Franken auf dem zweiten, Jennifer Aniston (49) mit 19,5 Millionen Franken auf dem dritten. Letztere habe ihr Einkommen vor allem Werbeverträgen zu verdanken. Die Vorjahres-Topplatzierte Emma Stone (29, «La La Land») erscheint nicht auf der Liste, sie verdiente in diesem Jahr unter zehn Millionen Franken.

    Die Zahlen zeigen zudem das Ungleichgewicht der Lohnverteilung zwischen Mann und Frau: Insgesamt kommen die zehn bestverdienenden Schauspielerinnen auf ein Gesamteinkommen von 186 Millionen Franken im Jahr, die zehn bestverdienenden Männer verdienten mit 488,5 Millionen Franken fast dreimal mehr.

    Clever anlegen: Wo Sie jetzt noch Zins bekommen

    Clever anlegen: Wo Sie jetzt noch Zins bekommen


    Genossenschaften sind gefragt. Nicht nur wegen der niedrigen Mieten. Sie bieten auch bessere Renditen als Banken, wenn man ihnen Geld leiht. Doch auch bei den Genossenschaften gibts nicht mehr so viel Zinsen wie noch vor ein paar Jahren. Sparer lieben...

    Genossenschaften sind gefragt. Nicht nur wegen der niedrigen Mieten. Sie bieten auch bessere Renditen als Banken, wenn man ihnen Geld leiht. Doch auch bei den Genossenschaften gibts nicht mehr so viel Zinsen wie noch vor ein paar Jahren.

    Sparer lieben Genossenschaften. Denn diese sind nicht vom Zinsdifferenzgeschäft abhängig und können Darlehen höher verzinsen als Banken. In einem Umfeld, in dem Banken Sparkonten nur noch zwischen 0,05 und 0,1 Prozent verzinsen, sind Baugenossenschaften immer noch eine gute Anlagealternative. Zwar sinken seit einigen Jahren die Zinsen für Spareinlagen in deren Depositenkonten und Darlehenskassen. Jedoch auf hohem Niveau.

    Eine Stichprobe von BLICK unter verschiedenen Schweizer Baugenossenschaften zeigt: Manche Zinssätze haben sich in den letzten fünf Jahren zum Teil mehr als halbiert. So zum Beispiel für bestehende Konten von Nichtmitgliedern der Allgemeinen Baugenossenschaft Zürich (ABZ), der grössten Baugenossenschaft der Schweiz.

    Bei einer Mindestlaufzeit von sechs Monaten ohne Beitragslimite lagen die Zinsen im Jahr 2013 bei 1,0 und heute bei 0,25 Prozent. Für Mitglieder ist der Zinssatz von heute 0,875 Prozent immer noch vergleichsweise hoch. «Die Verzinsung der Depositenkasse richtet sich nach den Marktkonditionen für die Verzinsung von Guthaben und nach den Veränderungen des hypothekarischen Referenzzinssatzes», erklärt Martin Uebelhart, Leiter Finanzen und Dienste.

    Der Referenzzinssatz ist in den letzten fünf Jahren stark gesunken und verharrt derzeit auf einem Rekordtief von 1,5 Prozent.

    So viel wie zweimal Kalbsleberli mit Rösti

    Bei anderen Baugenossenschaften ist die Lage ähnlich: Die Gemeinnützige Baugenossenschaft Röntgenhof Zürich (GBRZ) senkte die Zinsen in den letzten fünf Jahren von 2,25 auf heute 1,5 Prozent.

    Keine Depositenkonten, sondern eine Darlehenskasse bietet die Genossenschaft für selbstverwaltetes Wohnen (Gesewo) in Winterthur. Bei einer festen Laufzeit von maximal zehn Jahren verzinste sie Darlehen 2013 im Jahr mit 2,1 und heute noch mit 1,125 Prozent. Ein Rechenbeispiel: Wer 2013 ein Darlehen von 1000 Franken für eine feste Laufzeit von zehn Jahren einbezahlt hat, erhält jährlich eine Verzinsung von 2,1 Prozent. Bis zum Jahr 2018 macht das ein Plus von 105 Franken – ungefähr so viel wie zwei Portionen Kalbslebergeschnetzeltes mit Zwiebeln und Rösti in der Zürcher Kronenhalle kosten. Wer heute das gleiche Darlehen mit gleicher Laufzeit einzahlt, erhält in fünf Jahren hingegen nur noch Zinseinnahmen von rund 56 Franken.

    Den Zinssatz auf Depositen- oder Darlehenskassen bestimmen die Genossenschaften selber. In der Regel orientieren sie sich an der allgemeinen Zinsentwicklung und der eigenen Finanzierungssituation. Was dazu führt, dass die Zinssätze dementsprechend variieren. Die Gesewo berechnet sie folgendermassen: Überprüft werden die Zinssätze, die auf Sparkonten von Banken gezahlt werden sowie die für Hypotheken. «Unsere Zinssätze liegen dazwischen und unsere Darlehensgeber erhalten einen höheren Zins als bei Sparheftguthaben bei der Bank», sagt Theres Breitenmoser, Leiterin Vermietung und Darlehen.

    Risikoreiche Geldanlage

    Ein weiterer Grund für die sinkenden Zinsen kann mit der Nachfrage zusammenhängen, sagt Urs Hauser, Direktor Wohnbaugenossenschaften Schweiz. Der regelrechte Run auf Genossenschaften in den letzten Jahren kann dazu geführt haben, dass die Zinsen nach unten angepasst wurden. Viele Genossenschaften lassen daher nur noch Mitglieder in ihre Kassen einzahlen. Für Nicht-Mitglieder kann sich eine Nachfrage dennoch lohnen.

    Wer sein Geld einer Baugenossenschaft anvertraut, sollte sich immer bewusst sein, dass es im Gegensatz zu den meisten Sparkonten für Anlagen keinen Einlegerschutz gibt. Und je kleiner die Genossenschaft, desto grösser das Risiko. Geht eine Genossenschaft in den Konkurs, ist das Guthaben theoretisch weg. Das Risiko sei dennoch gering, sagt Hauser. «Für die Rückzahlung an die Depositärinnen und Depositäre haftet die Genossenschaft mit ihrem gesamten Vermögen – also insbesondere auch mit ihren Liegenschaften.»

    Nati-Manager soll Nati-Delegierten ersetzen: Wird Heitz der Schweizer Bierhoff?

    Nati-Manager soll Nati-Delegierten ersetzen: Wird Heitz der Schweizer Bierhoff?


    Nach dem angekündigten Rückzug von Verbandsboss Peter Gilliéron steht auch der Nati-Delegierte Claudio Sulser vor dem Aus. Kommt ein vollamtlicher Profi-Manager? Die WM 2018 hat es ganz klar gezeigt: Ein Anwalt, der nebenamtlich ein bisschen den...

    Nach dem angekündigten Rückzug von Verbandsboss Peter Gilliéron steht auch der Nati-Delegierte Claudio Sulser vor dem Aus. Kommt ein vollamtlicher Profi-Manager?

    Die WM 2018 hat es ganz klar gezeigt: Ein Anwalt, der nebenamtlich ein bisschen den Nati-Chef spielt, diese Zeiten sind im Profi-Fussball vorbei. Claudio Sulser, der Nati-Delegierte aus dem Tessin, versagte.

    Er führte Vladimir Petkovic nicht, als dieser nicht mal eine WM-Abschluss-Pressekonferenz gab. Er moderierte den Rauswurf von Valon Behrami nicht. Er kam in der Nati nie wirklich an.

    Am nächsten Freitag wird Präsident Peter Gilliéron wohl mitteilen, dass er für eine weitere Amtszeit nicht kandidiert. Auch ein sofortiger Rücktritt steht im Raum. Und auch die Zeit von Sulser dürfte mittelfristig abgelaufen sein – wie auch diejenige seines Postens in dieser Form.

    BLICK erfuhr: Der Nati-Delegierte soll durch einen vollamtlichen Nati-Manager ersetzt werden. Nach dem Vorbild von Oliver Bierhoff, der in Deutschland den Direktoren-Posten der Nationalmannschaft besetzt.

    Der Wunschkandidat als neuer Verbandsboss ist Bernhard Heusler. Sein langjähriger Wegbegleiter Georg Heitz passt perfekt ins Anforderungsprofil des neuen vollamtlichen Nati-Managers.

    Heitz arbeitete einst als Journalist. Nach einer Station bei der Fifa arbeitete er sich beim FC Basel zum Sportdirektor hoch – die Erfolgs-Geschichte ist bekannt.

    Mit Heusler und Heitz könnte eine neue Ära anbrechen. Mit hoffentlich ähnlichen Sternstunden wie beim FC Basel.

    Spaziergänger beobachtete Aktion: Geliebter schickt Handy per Drohne in den Knast

    Spaziergänger beobachtete Aktion: Geliebter schickt Handy per Drohne in den Knast


    OLTEN SO - Weil sein Partner Alex I.* (23) nicht genug aus dem Gefängnis in Olten SO telefonieren konnte, schickte ihm sein Freund Oliver H.* (44) per Drohne ein Handy. Das Manöver hat krasse Folgen für den Häftling. Es geschah am...

    OLTEN SO - Weil sein Partner Alex I.* (23) nicht genug aus dem Gefängnis in Olten SO telefonieren konnte, schickte ihm sein Freund Oliver H.* (44) per Drohne ein Handy. Das Manöver hat krasse Folgen für den Häftling.

    Es geschah am helllichten Tag vor zwei Wochen. Oliver H.* (44) fährt mit dem Auto zum Untersuchungsgefängnis Olten SO. Im Kofferraum die brandneue Drohne «Phantom 4 Pro» und ein Handy. Der Grund: Sein Freund Alex I.* (23) braucht dringend ein Telefon im Gefängnis, um auch von dort aus seine Geschäfte regeln zu können. Er besitzt schliesslich auf einer Karibikinsel eine Autovermietung.

    Handy an der langen Schnur

    Sein Geliebter, ein unbescholtener Finanzspezialist, hatte im Vorfeld der Aktion überprüft, ob er sich mit dem Handy-Schmuggel via Drohne strafbar macht. Bis auf die Nähe zu einem Flugplatz gibt es anscheinend keine Einschränkungen. Er präpariert also die Drohne. Verbindet die beiden Kufen mit Klebeband und fixiert an einer fünf Meter langen Schnur das Handy. Er hofft, dass die Drohne so über dem Bereich der Videoüberwachung fliegen kann.

    Er steuerte zum ersten Mal eine Drohne

    Vereinbarter Übergabepunkt ist die Terrasse im sechsten Stock. Alex I. hat da noch Zugang, weil er in einer Zweierzelle sitzt und sich auf dem Stockwerk frei bewegen kann. Der Handytransport verläuft problemlos, obwohl Oliver H. zum ersten Mal eine Drohne steuert. Er hatte das Gerät nur zwei Tage zuvor extra für die Handylieferung gekauft.

    Alex I. durchtrennt die Schnur mit einem Feuerzeug und sackt das Handy ein. Oliver H. holt die Drohne per Knopfdruck zu sich zurück. Was er da noch nicht weiss: Ein Spaziergänger hat die Aktion beobachtet. Noch am gleichen Abend wird der Häftling zur Strafe in Einzelhaft gesteckt. Da sitzt er noch heute.

    Häftling brauchte dringend ein Telefon

    Während seiner Zeit in der Zweierzelle zu normalen Haftbedingungen konnte Alex I. zwar ein Telefon benutzen. Aber mit starken Einschränkungen. Er durfte maximal für 35 Franken pro Woche telefonieren. Um im fernen Ausland eine Autovermietung zu führen, ist das viel zu wenig.

    Seit der Verhaftung habe sich Alex I. nicht mehr strafbar gemacht und sich ein legales Business aufgebaut. Oliver H. fordert darum vom Justizvollzug, die Haft für Alex. I. aufzuschieben oder einen genügend langen Sachurlaub zu erteilen. Damit er die Geschäfte für die Zeit im Gefängnis delegieren kann.

    Anzeige gegen Gefängnisleiter

    Oliver H. hat mittlerweile den juristischen Zweihänder ausgepackt. Er hat gegen den Leiter des Untersuchungsgefängnisses Olten, Urs Rötheli, Strafanzeige wegen Amtsmissbrauchs und Falschbeurkundung erstattet, weil er seinem Freund nach der Handylieferung Einschränkungen aufgebrummt hatte. So ist er 23 Stunden pro Tag in Einzelhaft eingeschlossen, er darf nicht mehr arbeiten. Und er darf nur noch einmal pro Woche und unter Aufsicht telefonieren.

    Zu dem konkreten Fall darf das Amt für Justizvollzug nicht Stellung nehmen. Oliver H. will anonym bleiben. Er hat Angst, wegen der Drohnenaktion seinen Job zu verlieren.

    * Name geändert

    «Das vergangene Jahr war kaum auszuhalten»: Tesla-Aktien geben nach Musks Äusserungen über Erschöpfung nach

    «Das vergangene Jahr war kaum auszuhalten»: Tesla-Aktien geben nach Musks Äusserungen über Erschöpfung nach


    In einem Interview mit der «New York Times» hat Tesla-Chef Elon Musk darüber berichtet, wie schwierig das vergangene Jahr für ihn gewesen sei. Das hat Auswirkungen auf die Aktie des US-Elektroautobauers. Freimütige Äusserungen von Tesla-Chef Elon...

    In einem Interview mit der «New York Times» hat Tesla-Chef Elon Musk darüber berichtet, wie schwierig das vergangene Jahr für ihn gewesen sei. Das hat Auswirkungen auf die Aktie des US-Elektroautobauers.

    Freimütige Äusserungen von Tesla-Chef Elon Musk über seine Erschöpfung haben die Aktie des US-Elektroautobauers am Freitag ins Minus gedrückt. Die Tesla-Papiere verloren bis zum Börsenschluss 8,9 Prozent an Wert (Schlusskurs 305,50 Dollar).

    Dies geschah, nachdem Musk in einem Interview mit der «New York Times» Auskunft über seine Anstrengung gegeben hatte, die Produktion bei Tesla auf Kurs zu bringen.

    «Es gab Tage, an denen ich nicht vor der Tür war»

    In dem Interview berichtete Musk über den persönlichen Tribut, den er in diesem Jahr gezahlt habe. «Es gab Zeiten, da habe ich die Fabrik drei oder vier Tage nicht verlassen - Tage an denen ich nicht vor der Tür war», sagte er. «Das vergangene Jahr war das schwierigste und schmerzhafteste meiner Karriere.» Dies sei «kaum auszuhalten» gewesen.

    Um schlafen zu können, habe er sich Medikamente verschreiben lassen müssen. Zudem habe er jede einzelne Stunde seines 47. Geburtstages bei der Arbeit verbracht und beinahe die Hochzeit seines Bruders verpasst. «Es kamen Freunde vorbei, die sich wirklich Sorgen gemacht haben», sagte der Tesla-Chef der Zeitung.

    Zugleich berichtete Musk von der bisher erfolglosen Suche nach einem Stellvertreter. Er habe bei Facebook-Vize Sheryl Sandberg angefragt.

    Seinen aufsehenerregenden Tweet über den möglichen Börsenrückzug des Autobauers verteidigte Musk indes. Diesen bereue er nicht. Musk hatte Anfang vergangener Woche mit einer Reihe von Tweets für Wirbel und Verwirrung gesorgt, in denen er Pläne eines Börsenrückzugs erwähnte. Dabei schrieb er auch, dass die Finanzierung gesichert sei und er Chef des Unternehmens bleiben wolle. Erst später gab es eine offizielle Firmenmitteilung.

    Der Handel mit den Tesla-Aktien war vorübergehend ausgesetzt worden - mittlerweile beschäftigt sich Medienberichten zufolge die US-Börsenaufsicht mit dem Fall.

    Tweet war Versuch, transparenter zu kommunizieren

    Auch die Geschäftsleitung des Unternehmens hatte Firmenchef Musk mit seiner Ankündigung überrascht. Gegenüber der «New York Times» gestand er nun ein, dass niemand seinen Tweet mit der Ankündigung zum möglichen Börsenrückzug gelesen habe, bevor er online ging. Dennoch bereue er ihn nicht. «Wieso sollte ich?», sagte er. Seinen Worten zufolge waren die Äusserungen auf Twitter ein Versuch, transparenter zu kommunizieren.

    Der in Südafrika geborene Musk, der neben Tesla auch noch mit seiner Firma SpaceX Touristen ins All bringen will und weitere ambitionierte Projekte verfolgt, gilt als einer der innovativsten Unternehmer der USA. Zugleich steht er unter wachsendem Druck von Investoren, da es zuletzt immer wieder Verzögerung bei der Produktion von Teslas Model 3 gab, mit dem der Elektroautobauer den Durchbruch auch auf dem Massenmarkt schaffen will. Tesla war 2010 an die Börse gegangen; Musk hält selbst knapp 20 Prozent der Anteile. (SDA)

    Trauerfeier dauert mehrere Tage: Soul-Legende Aretha Franklin wird Ende August beigesetzt

    Trauerfeier dauert mehrere Tage: Soul-Legende Aretha Franklin wird Ende August beigesetzt


    Die am Donnerstag verstorbene US-Sängerin Aretha Franklin soll am 31. August in Detroit (US-Staat Michigan) beigesetzt werden. Die Trauerfeier soll im Greater Grace Temple der Autostadt im Kreis von Familie und Freunden stattfinden. Die am Donnerstag...

    Die am Donnerstag verstorbene US-Sängerin Aretha Franklin soll am 31. August in Detroit (US-Staat Michigan) beigesetzt werden. Die Trauerfeier soll im Greater Grace Temple der Autostadt im Kreis von Familie und Freunden stattfinden.

    Die am Donnerstag verstorbene US-Sängerin Aretha Franklin soll am 31. August in Detroit (US-Staat Michigan) beigesetzt werden. Die Trauerfeier soll im Greater Grace Temple der Autostadt im Kreis von Familie und Freunden stattfinden.

    Dies teilte die Sprecherin von Franklin am Freitag der Nachrichtenagentur DPA mit. Franklin werde auf dem Woodlawn-Friedhof in Detroit bestattet, wo bereits auch ihr Vater, drei Geschwister und ein Neffe beigesetzt wurden.

    Die Trauerfeierlichkeiten beginnen Tage zuvor im Charles H. Wright-Museum für afroamerikanische Geschichte, wo die Sängerin am 28. und 29. August öffentlich aufgebahrt werden soll.

    Franklin war am Donnerstag im Alter von 76 Jahren in ihrem Haus in Detroit an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben. Die 1942 in Memphis im US-Bundesstaat Tennessee geborene Sängerin wurde mit Titeln wie «Respect», «Chain of Fools» und «I Say a Little Prayer» berühmt. Für ihren von Gospel und Jazz beeinflussten Soulgesang wurde sie mit 18 Grammys ausgezeichnet. Mehr als 100 Lieder von ihr schafften es in die Charts. (SDA)

    Fluggäste beschweren sich über Behandlung: Condor-Maschine hat nach Bombendrohung ihr Ziel erreicht

    Fluggäste beschweren sich über Behandlung: Condor-Maschine hat nach Bombendrohung ihr Ziel erreicht


    Wegen einer Bombendrohung musste eine Condor-Maschine mit 273 Passagieren an Bord ausserplanmässig in Chania im Westen der griechischen Insel Kreta landen. Unterdessen ist das Flugzeug in Düsseldorf angekommen. Nach einem ausserplanmässigen...

    Wegen einer Bombendrohung musste eine Condor-Maschine mit 273 Passagieren an Bord ausserplanmässig in Chania im Westen der griechischen Insel Kreta landen. Unterdessen ist das Flugzeug in Düsseldorf angekommen.

    Nach einem ausserplanmässigen Zwischenstopp wegen einer Bombendrohung sind 273 Fluggäste mit einem Tag Verspätung in Düsseldorf angekommen (BLICK berichtete). Die Condor-Maschine, die ursprünglich aus dem ägyptischen Hurghada kam, landete gegen 21.30 Uhr am Freitag in Nordrhein-Westfalen, wie ein Sprecher der Airline sagte.

    Die Polizei habe in Düsseldorf zwei der Fluggäste befragt. Einzelheiten nannte der Sprecher nicht.

    Das Flugzeug war auf der griechischen Insel Kreta ausserplanmässig gelandet, nachdem es am frühen Donnerstagabend auf dem Weg von Hurghada nach Düsseldorf zu einem Zwischenfall gekommen war. Nach Informationen von «Bild» und griechischen Medien wurde während des Fluges in der Toilette eine Schmiererei mit einer Bombendrohung entdeckt. Daraufhin landeten die Piloten die Maschine kurzfristig in der Stadt Chania auf Kreta.

    Fluggäste kritisieren lange Wartezeit

    Die Fluggäste wurden Condor zufolge nach einer etwa zweistündigen Befragung durch die Polizei in Drei- und Vier-Sterne-Hotels untergebracht. Am Freitagmittag seien sie zum Mittagessen und danach wieder zum Flughafen gebracht worden. Die Maschine wurde mit Spürhunden durchsucht. Sie hätten aber nichts Verdächtiges gefunden.

    Via Twitter beschwerten sich Fluggäste über den langen Aufenthalt auf dem Flughafen und unfreundliche Behandlung. Von Condor hiess es, die Fluggesellschaft habe darauf keinen Einfluss gehabt. Dies seien polizeiliche Massnahmen der griechischen Behörden. Auch eine Entschädigung komme nach den geltenden europäischen Richtlinien nicht in Betracht. (SDA)

    Massnahmen zur Krisen-Bekämpfung reichen nicht aus: Drei Ratingagenturen kritisieren die Stabilität der Türkei

    Massnahmen zur Krisen-Bekämpfung reichen nicht aus: Drei Ratingagenturen kritisieren die Stabilität der Türkei


    Die drei grossen Ratingagenturen der Welt haben sich kritisch über die Stabilität türkischer Anleihen geäussert. Moody's und S&P stuften die Staatsanleihen des Landes am Freitag weiter herab.Sie lagen zuvor schon im sogenannten Ramsch-Bereich, mit...

    Die drei grossen Ratingagenturen der Welt haben sich kritisch über die Stabilität türkischer Anleihen geäussert. Moody's und S&P stuften die Staatsanleihen des Landes am Freitag weiter herab.

    Sie lagen zuvor schon im sogenannten Ramsch-Bereich, mit dem Ratingagenturen extrem risikobehaftete Anlagen kennzeichnen. Fitch traf zwar keine Rating-Entscheidung, teilte aber mit, man betrachte die Massnahmen der Türkei zur Krisen-Bekämpfung als nicht ausreichend.

    Ausblick sei «negativ»

    Moody's senkte seine Bewertung für die langfristigen Schulden des Landes von Ba2 auf Ba3 und setzte den Ausblick auf «negativ». S&P reduzierte seine Bewertung von BB- auf B+ und beliess den Ausblick aber auf «stabil».

    Die US-Ratingagentur Fitch bewertet die bisherigen Schritte der Türkei zur Bekämpfung der Lira-Krise als unbefriedigend. «Die unvollständige Antwort der Türkei auf die Abwertung der Lira dürfte für sich genommen wahrscheinlich die Währung und die Wirtschaft nicht nachhaltig stabilisieren», teilte Fitch am Freitag in London mit. Es sei notwendig, die Glaubwürdigkeit und die Unabhängigkeit der Notenbank zu erhöhen und wirtschaftliche sowie finanzielle Ungleichgewichte zu reduzieren.

    Zwar habe die Notenbank indirekt ihren effektiven Leitzins um 1,5 Prozentpunkte angehoben, indem sie Banken keine Finanzierung zum Hauptleitzins, sondern stattdessen nur noch zum höheren Übernacht-Zins angeboten habe. An den Märkten geht man laut den Bonitätswächtern aber davon aus, dass nur eine reguläre Leitzinserhöhung wieder Kapital ins Land locken kann.

    Finanzspritze aus Katar reicht nicht aus

    Die 15 Milliarden Dollar schwere Investitionshilfe aus Katar habe zwar zur Stabilisierung der Lira beigetragen, hiess es weiter. Derartige Finanzspritzen reichten aber nicht aus, um den Bedarf der Türkei an ausländischen Geldern zu decken. Dieser liege für 2018 schätzungsweise bei 229 Milliarden Dollar - und übersteige damit die türkischen Devisenreserven bei weitem. (SDA)

    BLICK an Bord der Ju-Air: So war der Erstflug nach dem Crash

    BLICK an Bord der Ju-Air: So war der Erstflug nach dem Crash


    Beim Absturz der «Tante Ju» am Piz Segnas kamen vor zwei Wochen 20 Menschen ums Leben. Gestern hat die Ju-Air den Flugbetrieb wieder aufgenommen. BLICK war an Bord des ersten Ju-52-Fluges. Der Puls in der Kabine steigt, als die Ju-52 mit Kennzeichen...

    Beim Absturz der «Tante Ju» am Piz Segnas kamen vor zwei Wochen 20 Menschen ums Leben. Gestern hat die Ju-Air den Flugbetrieb wieder aufgenommen. BLICK war an Bord des ersten Ju-52-Fluges.

    Der Puls in der Kabine steigt, als die Ju-52 mit Kennzeichen HB-HOS gestern in Dübendorf ZH auf die Startbahn rollt. Denn als sich am 4. August letztmals eine Maschine dieses Typs mit Passagieren in den Himmel erhob, zerschellte sie am Piz Segnas in den Bündner Bergen.

    13 Tage nach dem Drama der Schwestermaschine HB-HOT im Sardona-Kessel sitzt eine deutsche Reisegruppe in der Oldtimer-Maschine. Und hofft, dass diesmal alles gut gehen wird. «Unglücke passieren. Aber ich habe Vertrauen in Mensch und Technik», spricht sich Passagier Karl Pflüger (52) Mut zu.

    BLICK ist bei der Wiederaufnahme des Flugbetriebs exklusiv mit an Bord. Um 16.15 Uhr geben Chefpilot Andreas Pfisterer (49) und Uwe Schmuck (60), zweiter Pilot, vollen Schub voraus. Innert weniger Sekunden beschleunigt die Maschine auf rund 100 km/h.

    Der Druck auf die Piloten ist enorm

    Sanft hebt sie ab. Das mit Baujahr 1939 älteste Passagierflugzeug der Welt setzt Kurs Richtung Bensheim (D). Was wohl im Cockpit der «Tante Ju» vor sich geht? Der Druck auf die Piloten ist enorm.

    Nachdem ihre Fliegerkollegen Ruedi J.* (†62) und Peter M.* (†63) mit Flight Attendant Yvonne B.* (†66) und 17 Passagieren verunglückt sind, beobachtet die Öffentlichkeit sie mit Argusaugen. Und doch ist das Deutschland-Abenteuer anlässlich der Bensheimer Flugtage ausgebucht.

    Nach der Landung am Zielort spürt Chefpilot Pfisterer «pure Erleichterung». Zuvor steuert er mit Kollege Schmuck die Ju-52 gekonnt mit 180 km/h über den Rheinfall. Die Aussicht ist atemberaubend. Als sich dann noch ein Regenbogen am Himmel auftut, macht sich in der Maschine eine merkwürdige Stimmung breit: Es wirkt, als würden die Verstorbenen des Unglücksflugs uns begleiten.

    Mulmig zumute ist fast allen Passagieren an Bord

    Die Emotionen an Bord wären auch sonst schon stark genug gewesen. Passagier Josef Ritzert (60) kämpft mit seinen Gefühlen, während er über die Ju spricht: «Das ist mein dritter Flug mit der Ju-52.» Kurz habe er ob der Entscheidung mitzufliegen gezögert: «Unbegreiflich. Es ist einfach nur schlimm, was passiert ist.»

    Auch Andrea Pflüger (54) stieg mit gemischten Gefühlen ein. «Im ersten Moment war mir mulmig zumute, aber es war eine bewusste Entscheidung, trotzdem mitzufliegen», sagt sie. Für sie ist klar, dass die Technik nicht die Ursache für den Absturz war.

    Ein Blick aus dem Fenster: Auf den Wellblech-Tragflächen tänzeln die letzten Sonnenstrahlen. Die Ju-52 überfliegt das Rheintal in Richtung Norden. Nur wenige Hundert Meter über dem Boden – über Ackerfelder, grüne Wälder. Der zweite Pilot, Uwe Schmuck, kündigt eines der Highlights an: «Hier zu unserer Rechten sehen Sie den Hockenheimring.»

    «Ich war geschockt. Aber ich wusste, ich werde wieder fliegen!»

    Um das Wohl der Passagiere kümmert sich Flugbegleiterin Nicole Dawo. Für sie war es nie ein Thema, ihre Schicht auf dem Erstflug nach der Tragödie abzutauschen: «Ich war geschockt. Unvorstellbar, was passiert ist. Aber ich wusste, ich werde wieder mit der Ju fliegen!»

    Im Nu ist der Flug schon wieder vorbei. Um 17.47 Uhr setzt die «alte Dame» auf der Rasen-Landebahn des Segelflugplatzes in Bensheim auf. Dem Rumpf der Ju entsteigen zufriedene Passagiere. Wie fast immer in den letzten 36 Jahren.

     

    BLICKpunkt von Christian Dorer: Blind und stumm

    BLICKpunkt von Christian Dorer: Blind und stumm


    Männer in Genf und Zürich schlugen Frauen zusammen. Die Schweiz reagiert aufgewühlt. Warum ist es für Linke so schwierig einzugestehen, dass Gewalttaten mit Ausländern zu tun haben, die Frauen als minderwertig betrachten? Es war eine rasche und...

    Männer in Genf und Zürich schlugen Frauen zusammen. Die Schweiz reagiert aufgewühlt. Warum ist es für Linke so schwierig einzugestehen, dass Gewalttaten mit Ausländern zu tun haben, die Frauen als minderwertig betrachten?

    Es war eine rasche und wichtige Aktion: Am Sonntagabend organisierten SP-Frauen und Juso landesweit Demonstrationen gegen Gewalt an Frauen. Am Mittwoch in Genf und am Samstag in Zürich waren Frauen auf offener Strasse von Männern spitalreif geprügelt worden.

    Schlägereien im Ausgang gab es schon immer. Sie spielten sich jedoch unter Männern ab. Und sie waren selten so brutal. Das ist ein gefährlicher Trend. Die Gesellschaft – wir alle! – müssen uns mit voller Kraft dagegen wehren.

    Jeder Protest gegen diese feigen Taten verdient Respekt!

    Dann aber sagte Natascha Wey, Co-Präsidentin der SP Frauen: «Gewalt gegen Frauen kennt keine Hautfarbe, Herkunft, soziale Schicht oder Religion. Es ist ein omnipräsentes Phänomen.» Und die Zürcher SP-Nationalrätin Min Li Marti beschwichtigte: «Hass auf Frauen hat leider keine Nationalität, sondern ist ziemlich universell.»

    Laut Augenzeugen waren die Täter in Genf Maghrebiner, in Zürich Tamilen. Und sämtliche Statistiken über gewalttätige Übergriffe, sexuelle Belästigung, Vergewaltigung oder häusliche Gewalt zeigen: Ausländer schlagen häufiger zu als Schweizer. Wer mit Polizisten spricht, hört immer wieder, dass der Gewalttäter im Verhör seelenruhig zu Protokoll gibt, seine Frau habe nicht gehorcht, also habe er sie verprügelt – wo denn da das Problem sei.  

    In Kulturen, in denen der Mann über die Frau gebietet, gehören solche Fälle zum Alltag. Dort sind Frauen weniger wert, haben zu gehorchen und werden geschlagen, wenn Männer dies für angemessen halten. So steht es schliesslich im Koran.

    Natürlich gibt es auch Schweizer Männer, die ihre Frauen verprügeln. Natürlich behandeln die allermeisten Muslime in der Schweiz ihre Frauen und Töchter mit Respekt. Doch selbst der renommierte Psychiater Frank Urbaniok stellt fest: «Kulturspezifische Rollen- und Normvorstellungen wie patriarchale Rollenbilder können ein wichtiger Faktor für Gewalt sein – insbesondere gegenüber Frauen.»

    Warum wollen gewisse Linke das nicht sehen? Wieso lenken sie gezielt davon ab? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf? Weil sie gefangen sind in ihrem Traumbild vom edlen Einwanderer? Natascha Wey und Min Li Marti weigerten sich, im BLICK-Talk über gewalttätige Migranten zu diskutieren. Darauf hätten sie «keine Lust», sie wollten keinen «Streit unter Frauen» und «nicht die Ausländerfrage bewirtschaften».

    Wer hier lebt – ob Schweizer oder nicht –, muss unsere Werte akzeptieren. Muss Frauen als gleichberechtigt anerkennen. Und auch im Streit niemals zur Gewalt greifen. Wer dieses Weltbild ablehnt, hat keinen Platz in unserer Gesellschaft. Selbst die Linke sollte begreifen: Wenn gewalttätige Machos beim Namen genannt, vor Gericht gebracht und ausgeschafft werden, ist das nicht nur gut für die Frauen, sondern gut fürs ganze Land.

    Auch für die riesige Mehrheit der Ausländer, die sich korrekt verhalten.

    Bombe auf dem Veloweg deponiert: Passant fischt Weltkriegsbombe aus dem Wasser

    Bombe auf dem Veloweg deponiert: Passant fischt Weltkriegsbombe aus dem Wasser


    Ein Fussgänger hat in Deutschland eine Weltkriegsbombe selbst aus dem Rhein geholt. Er legte die Bombe auf einem Fuss- und Veloweg ab. Ein unbekannter Passant hat an einem Rheinarm in Südhessen eine Weltkriegsbombe selbst aus dem Wasser geholt. Er...

    Ein Fussgänger hat in Deutschland eine Weltkriegsbombe selbst aus dem Rhein geholt. Er legte die Bombe auf einem Fuss- und Veloweg ab.

    Ein unbekannter Passant hat an einem Rheinarm in Südhessen eine Weltkriegsbombe selbst aus dem Wasser geholt. Er legte diese auf einem Fuss- und Veloweg ab.

    Die einen halben Meter lange britische Brandbombe wurde am Donnerstag durch den niedrigen Rheinpegel am Ufer des Ginsheimer Altrheins freigelegt, wie die Polizei Darmstadt am Freitag mitteilte. Experten des Kampfmittelräumdiensts machten die Bombe schliesslich unschädlich.

    Jugendliche entdecken Panzergranate

    An der Lahn entdeckten Jugendliche im Wasser eine Panzergranate aus dem Ersten Weltkrieg und nahmen sie mit zu ihrem Zeltplatz. Sie fanden laut der Polizei in Weilburg den zunächst nicht genau zu bestimmenden «munitionsähnlichen Gegenstand» kurz unterhalb einer Schleuse und transportierten diesen in ihrem Boot zum Ufer. Dort verständigten sie die Polizei.

    Der Kampfmittelräumdienst stellte schliesslich fest, dass es sich wahrscheinlich um eine Panzergranate aus dem Ersten Weltkrieg handelt. Am Montag soll die Fundstelle nach weiteren Munitionsteilen abgesucht werden.

    Die Polizei in Darmstadt rief nach dem Fund der Weltkriegsbombe am Rhein ausdrücklich dazu auf, Kampfmittel nicht zu berühren und stattdessen die Polizei zu benachrichtigen. Durch die lange Dürre ist der Wasserpegel in vielen Flüssen niedrig, wodurch immer wieder Weltkriegsbomben zum Vorschein kommen. (SDA)

    Transferticker: Fenster geschlossen – das sind die letzten Serie-A-Transfers

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    Wir brennen auf die neue Fussball-Saison! Wer wechselt wann für wieviel wohin? Vorhang auf für den BLICK-Transferticker. Hier kochen die heissesten Gerüchte, hier verpassen Sie keinen...

    Wir brennen auf die neue Fussball-Saison! Wer wechselt wann für wieviel wohin? Vorhang auf für den BLICK-Transferticker. Hier kochen die heissesten Gerüchte, hier verpassen Sie keinen Deal!

    Busen-Star, Schumi-Ex, Porno-Youtuberin: Das sind Mike Shivas «Big Brother»-Gspänli

    Busen-Star, Schumi-Ex, Porno-Youtuberin: Das sind Mike Shivas «Big Brother»-Gspänli


    Mit wem wird sich Hellseher Mike Shiva in Deutschlands berühmtestem TV-Container Tisch und Bett teilen müssen? BLICK stellt die Kandidaten vor. Vorhang auf für die nächste Runde Trash-TV! Ab heute wird eine Horde Promis bei «Promi Big Brother» in...

    Mit wem wird sich Hellseher Mike Shiva in Deutschlands berühmtestem TV-Container Tisch und Bett teilen müssen? BLICK stellt die Kandidaten vor.

    Vorhang auf für die nächste Runde Trash-TV! Ab heute wird eine Horde Promis bei «Promi Big Brother» in einen Container gepfercht. Hellseher Mike Shiva (51) muss sich mit seinen Gspänli auf engsten Raum auf einer dreckigen Baustellen-Kulisse zurechtfinden. BLICK zeigt, mit wem Shiva Camping-Klo und Feuerstelle teilen muss:

    Sophia Vegas (30)
    Schon im Dschungelcamp zeigte Sophia Vegas (früher Wollersheim), dass sie mit ihrer offenen Art bei den Zuschauern gut ankommt. Die Ex von Puff-König Bert Wollersheim wurde 2016 Zweite. Und auch optisch ist Sophia (Körbchengrösse 70K) ein echter Hingucker.

    Nicole Belstler-Boettcher (55)
    Die Schauspielerin verkörperte in der inzwischen abgesetzten ARD-Soap «Marienhof» die Lehrerin Sandra. Ausserdem war sie mehrmals im «Tatort» und in «Das Traumschiff» zu sehen.

    Fürst Heinz (64)
    Der «Immobilienfürst» ist schon ein echter Reality-TV-Veteran. Er wurde durch die Auswanderer-TV-Show «Goodbye Deutschland» bekannt und man sah ihn zuletzt im Format «Promis auf Hartz IV».

    Pascal Behrenbruch (33)
    Er hat schon einmal etwas gewonnen. Pascal Behrenbruch wurde 2012 Leichtathletik-Europameister im Zehnkampf. Da er vor eineinhalb Jahren mit dem Sport aufgehört hat, fehle ihm das Adrenalin. Das sei seine Motivation, bei «Promi Big Brother» mitzumachen.

    Katja Krasavice (22)
    Die Porno-Youtuberin hat sich durch ihre Clips, in denen es sich hauptsächlich um Sex dreht, eine Fangemeinde von 1,6 Millionen Followern aufgebaut. Klamotten am Körper sind nicht so ihr Ding. Sie könnte also Milo Moiré (35), die im vergangenen Jahr die Herzen der Zuschauer eroberte, Konkurrenz machen.

     

    Alphonso Williams (56)
    Er gewann 2017 die Castingshow «Deutschland sucht den Superstar». Haben Sie das bereits vergessen? Wir auch. Ob er im TV-Container singen wird?

    Johannes Haller (30)
    2017 wollte Johannes in der deutschen Version der Kuppel-Show «Die Bachelorette» das Herz von Jessica Paszka (28) erobern. Danach versuchte er es bei «Bachelor in Paradise». Inzwischen ist er mit Mit-Kandidatin Yeliz Koc (24) zusammen.

    Chethrin Schulze (25)
    Schulze war 2016 in der Casting-Show «Curvy Supermodel» zu sehen. Dann nahm sie 22 Kilo ab und zog für «Love Island» blank – inklusive Sex im TV. Wird sie im Container ebenfalls für Furore sorgen?

    Und das hier sind die drei Überraschungs-Kandidaten, die in die härteste Herberge Deutschlands einziehen. Eigentlich hätten die Namen erst heute Abend verkündet werden sollen – doch nun ist klar, wer die lustige WG-Truppe komplett macht:

    Cora Schumacher (41)
    Sie ist die grosse Überraschungs-Kandidatin! Die Ex von Ralf Schumacher zieht in den TV-Knast. Zu «Bild» sagt sie: «Ich bin schon seit Jahren sozusagen anonymer ‹Big Brother›-Zuschauer und habe mir immer gedacht: Eigentlich könnte ich das auch mal machen. Und wenn ich ehrlich bin: Ich habe auch einfach mal Bock auf zwei Wochen Ruhe vor meinem Handy.»

    Daniel Völz (33)
    Der amtierende «Bachelor» zieht als Single in den Container. Erst kürzlich sagte er, dass er von Dates und Dating-Shows genug hat, es sei «stressig» und «zeitintensiv». Die grosse Liebe komme unverhofft. Vielleicht hat er bei «Promi Big Brother» ja mehr Glück?

    Silvia Wollny (53)
    Und noch jemand aus der deutschen TV-Trash-Landschaft: Silvia Wollny wurde als Achtfach-Mami durch die Doku «Die Wollnys – eine schrecklich grosse Familie» bekannt. Ob sie auch bei «Promi Big Brother» die Mutterrolle übernehmen wird? Der ganze Trubel wird sie bestimmt nicht aus der Ruhe bringen.

    Pornostar war zu geldgierig: Stormy Daniels fliegt aus Big-Brother-Show

    Pornostar war zu geldgierig: Stormy Daniels fliegt aus Big-Brother-Show


    Eigentlich hätte Porno-Sternchen Stormy Daniels ins Promi-Big-Brother-Haus ziehen sollen. Es wäre der grosse Auftritt im britischen TV geworden. Doch kurz vor ihrem Auftritt wollte Daniels mehr Geld. Das war ein kurzer London-Besuch. Gerade in Englands...

    Eigentlich hätte Porno-Sternchen Stormy Daniels ins Promi-Big-Brother-Haus ziehen sollen. Es wäre der grosse Auftritt im britischen TV geworden. Doch kurz vor ihrem Auftritt wollte Daniels mehr Geld.

    Das war ein kurzer London-Besuch. Gerade in Englands Hauptstadt angekommen, ist Porno-Sternchen Stormy Daniels (39) offenbar wieder auf dem Weg zurück in die USA. Eigentlich hätte die vollbusige Blondine bei der britischen TV-Show «Promi Big Brother» mitmachen sollen, kassierte dafür satte 750'000 Pfund. Doch das reichte Stormy Daniels nicht. Sie wollte mehr. Kaum in London gelandet, verlangte sie für ihren Auftritt 100'000 Pfund extra. Aber nicht mit den Produzenten. Es kam zum Streit. «Als sich Stormy mit den Produzenten traf, war die Hölle los», berichtet ein Insider der Zeitung «The Sun».

    Jetzt suchen die Showmacher nach einem passenden Ersatz. Stormy Daniels – mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford – wurde durch eine angebliche Affäre mit Donald Trump bekannt. Sie hatte wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl 2016 mit Trumps damaligem Anwalt Michael Cohen eine Vereinbarung unterzeichnet, in der sie sich verpflichtete, die Eskapade nicht auszuplaudern. Im Gegenzug zahlte der Trump-Anwalt ihr 130'000 Dollar. (jmh)

    USA gründen «Aktionsgruppe Iran»: So will Trump das Mullah-Regime stürzen

    USA gründen «Aktionsgruppe Iran»: So will Trump das Mullah-Regime stürzen


    Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran spitzt sich zu. Mit einer Aktionsgruppe will US-Präsident Trump den Druck auf das Mullah-Regime erhöhen. Das Vorgehen erinnert an die US-Vorbereitungen zum Irak-Krieg, sagt Nahost-Experte Erich Gysling....

    Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran spitzt sich zu. Mit einer Aktionsgruppe will US-Präsident Trump den Druck auf das Mullah-Regime erhöhen. Das Vorgehen erinnert an die US-Vorbereitungen zum Irak-Krieg, sagt Nahost-Experte Erich Gysling.

    US-Präsident Donald Trump (72) will das Mullah-Regime in die Knie zwingen. Die bisher verhängten Sanktionen reichen ihm wohl nicht aus. Jetzt wurde eine spezielle Einheit gebildet: die «Aktionsgruppe Iran». Dafür hat US-Aussenminister Mike Pompeo (54) gestern den Politikberater Brian Hook (50) zum Sonderbeauftragten Washingtons für den Iran ernannt. 

    Ziel dieser Aktionsgruppe: Stimmung gegen den Iran machen – und zwar weltweit. «Wir haben bereits sehr gute Gespräche mit Verbündeten auf der ganzen Welt geführt», sagte Brian Hook bei einer gestrigen Befragung. Ein klares Zeichen an Irans Präsidenten Hassan Rohani (71).

    Hoffentlich keine Kriegsvorbereitung

    Der Druck auf das Mullah-Regime steigt damit gefährlich an, meint Nahost-Experte Erich Gysling (82). «Ähnliches passierte vor dem Irak-Krieg im Jahr 2003. Auch hier wurde zuvor der Druck immer mehr erhöht, bis der Konflikt eskalierte. Wir können nur hoffen, dass die Aktionsgruppe Iran nicht Teil einer Kriegsvorbereitung ist», sagt Gysling zu BLICK.

    Dass der Iran darauf reagieren werde, glaubt er nicht. «Der Iran hat klar gesagt, dass er nicht mit den USA verhandeln werde, nachdem das Atomabkommen aus dem Nichts gekündigt wurde. Damit haben die USA den Vertrag gebrochen.»

    Nächste Eskalationsstufe erreicht

    Mit der Stimmungsmache gegen den Iran sei die nächste Eskalationsstufe erreicht. Im November werde dann die nächste grosse folgen. Dann beginnt die zweite Sanktionsphase: ein Importstopp für Öl aus dem Iran. Ein heftiger Schritt. Erdöl zählt zu den wichtigsten Einnahmequellen des Irans. Damit würde Trump dem Mullah-Regime den Geldhahn zudrehen – mitten in einer Währungskrise.

    Grund für den schwelenden Konflikt zwischen den USA und dem Iran: Präsident Trump behauptet, dass der Iran das vereinbarte Atomabkommen gebrochen hat. Beweise dafür gibt es keine. Die Internationale Atomenergieagentur (IAEA) hat dem Iran sogar bescheinigt, sich an die Abmachungen zu halten. Trump ist das aber egal.

    Auch weil die USA einen weiteren Grund haben, gegen den Iran vorzugehen: Das Mullah-Regime mischt sich in Krisengebieten im Nahen Osten ein, tritt dort als Gegenspieler der USA auf. Trump passt das nicht. «Die Rollen sind hier klar verteilt: Die USA sind auf der guten, der Iran auf der bösen Seite», so Gysling.

    Kaum Pause nach Achtelfinal-Siegen: Der Schweizer Viertelfinal-Knüller ist perfekt!

    Kaum Pause nach Achtelfinal-Siegen: Der Schweizer Viertelfinal-Knüller ist perfekt!


    Stan Wawrinka (ATP 151) und Roger Federer (ATP 2) gewinnen ihre Achtelfinal-Partien beim Masters-1000-Turnier in Cincinnati. In wenigen Stunden bereits kommts zum grossen Schweizer Duell. Zwei Spiele binnen weniger Stunden bestreiten müssen – und dann...

    Stan Wawrinka (ATP 151) und Roger Federer (ATP 2) gewinnen ihre Achtelfinal-Partien beim Masters-1000-Turnier in Cincinnati. In wenigen Stunden bereits kommts zum grossen Schweizer Duell.

    Zwei Spiele binnen weniger Stunden bestreiten müssen – und dann noch an einem Masters-1000-Turnier: Auf Roger Federer (ATP 2) und Stan Wawrinka (ATP 151) warten happige Stunden in Cincinnati.

    Aufgrund anhaltendem Regens am Donnerstag müssen die Schweizer am Freitagabend wieder antraben – und lösen ihre Aufgaben tadellos: Wawrinka macht mit Marton Fucsovics (ATP 48) kurzen Prozess und siegt 6:4, 6:3. Auch Federer gibt sich keine Blösse und putzt Leonardo Mayer (ATP 50) nach furiosem Startsatz 6:1, 7:6 weg.

    Das Schweizer Viertelfinal ist somit fix gebucht, steigen tut er bereits in der Nacht auf Samstag (angesetzt auf 3 Uhr morgens). Der aufgrund des Regens dicht gedrängte Spielplan erlaubt offenbar keine längere Verschnaufpause.

    Der «Maestro» geht zweifelsohne als Favorit in die Partie gegen seinen Landsmann. Allerdings: Die Weltnummer 2 steht am Freitagabend knapp eine halbe Stunde länger im Einsatz als der Romand – bei so kurzer Regeneration möglicherweise ein Nachteil. (dad)

    Zuvor gab er tränenreiche Interviews: Amerikaner gesteht Mord an Ehefrau und Töchtern

    Zuvor gab er tränenreiche Interviews: Amerikaner gesteht Mord an Ehefrau und Töchtern


    In tränenreichen Interviews schilderte Christopher Watts seinen Schmerz über das Verschwinden seiner Frau und der beiden gemeinsamen Kinder. Nun stellt sich heraus: Er hat sie alle selber getötet und ihre Leichen verscharrt. Grausiger Fund im...

    In tränenreichen Interviews schilderte Christopher Watts seinen Schmerz über das Verschwinden seiner Frau und der beiden gemeinsamen Kinder. Nun stellt sich heraus: Er hat sie alle selber getötet und ihre Leichen verscharrt.

    Grausiger Fund im US-Bundesstaat Colorado: Einsatzkräfte der Polizei entdeckten gestern Donnerstag die Leichen von Shanann Watts (†34) und ihren beiden Töchtern Celeste (†3) und Bella (†4).

    Wie sie ums Leben kamen, ist noch unklar. Der Hauptverdächtige ist aber bereits in Haft. Es ist der Familienvater Christopher Watts (33). In einer ersten Einvernahme soll er die Tat bereits gestanden haben, wie «Daily Mail» berichtet. Er habe die Polizei in der Folge auch zu den Leichen geführt, die in der Nähe seines Arbeitsplatzes verscharrt waren.

    Er spielte das Unschuldslamm

    Besonders hinterhältig: In den Tagen nach dem Verschwinden seiner Familie gab der nun geständige Mörder mehreren Fernsehstationen emotionale Interviews, in denen er das Unschuldslamm spielte. Unter Tränen erklärte er vor laufender Kamera, wie sehr er seine Familie vermisse, und flehte Shanann an, wieder zurückzukommen.

    Zusätzlich brachte er die Theorie einer Entführung ins Spiel. «Ich will im Moment nichts ausschliessen», sagte er. Er hoffe, dass die drei an einem sicheren Ort seien. «Aber wenn sie jemand hat – bring sie bitte zurück.»

    Shanann war mit dem dritten Kind schwanger

    Über ein mögliches Motiv ist noch nichts bekannt. Christopher galt als guter Familienvater, der sich aufopfernd um seine Töchter kümmerte. Freunde des Paares sagten gegenüber lokalen Medien auch, dass sie keine Beziehungsprobleme erkannt hätten.

    Im Gegenteil, die Familie soll sich auf erneuten Nachwuchs gefreut haben. Shanann war in der 15. Woche schwanger. Vor einigen Jahren war das Paar aber in grossen finanziellen Schwierigkeiten.

    Christopher Watts sitzt jetzt fürs Erste im Knast. Die offiziellen Anklagepunkte gegen ihn werden Anfang nächster Woche bekannt gegeben. Erst dann kann abgeschätzt werden, was für eine Strafe ihm droht. (krj)

     

    Schock-Diagnose beim Vize-Meister: FCB-Captain Suchy schwer verletzt

    Schock-Diagnose beim Vize-Meister: FCB-Captain Suchy schwer verletzt


    Marek Suchy (30) fällt für eine längere Zeit aus! Der Captain des FC Basel erlitt letzten Sonntag einen Teilriss der Achillessehne. Da sieht die Welt noch gar nicht so schlimm aus: Beim Liga-Sieg gegen Sion (3:2) am vergangenen Wochenende muss...

    Marek Suchy (30) fällt für eine längere Zeit aus! Der Captain des FC Basel erlitt letzten Sonntag einen Teilriss der Achillessehne.

    Da sieht die Welt noch gar nicht so schlimm aus: Beim Liga-Sieg gegen Sion (3:2) am vergangenen Wochenende muss Basel-Trainer Marcel Koller seinen Captain zur Pause rausnehmen. Marek Suchy klärt nach dem Spiel gegenüber BLICK auf: «Ich hatte eine Reizung an der Achillesehne.»

     

    Am Freitagabend folgt die Schock-Diagnose, die besagt, dass es weit mehr als eine Reizung ist. Suchy erlitt gemäss FCB-Angaben einen «Teilriss der Achillessehne am linken Fuss»!

    Die Ausfallzeit des Abwehrchefs? Der FCB spricht von einer unbestimmten Dauer. Er wird wohl mehrere Monate ausfallen. Ein Comeback zum Rückrundenstart scheint aber möglich.

    Die Lücke in der Basler Innenverteidigung neben Eder Balanta wird nun wohl Jungspund Eray Cömert (20) füllen müssen, der vor kurzem seinen Nachnamen abändern liess. (str)

     

    Brasilien: Brasilien soll Lula bei Wahl antreten lassen

    Brasilien: Brasilien soll Lula bei Wahl antreten lassen


    Genf – Der Uno-Menschenrechtsausschuss hat die brasilianische Regierung aufgefordert, den wegen Korruption inhaftierten Ex-Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva bei der Präsidentschaftswahl im Oktober antreten zu lassen. Lula dürfe als Kandidat...

    Genf – Der Uno-Menschenrechtsausschuss hat die brasilianische Regierung aufgefordert, den wegen Korruption inhaftierten Ex-Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva bei der Präsidentschaftswahl im Oktober antreten zu lassen.

    Lula dürfe als Kandidat nicht von der Wahl ausgeschlossen werden, solange er nicht sämtliche juristischen Möglichkeiten ausgeschöpft habe, gegen seine Verurteilung vorzugehen, erklärte das Gremium am Freitag in Genf.

    Der Menschenrechtsausschuss forderte Brasilien daher auf, «sämtliche notwendigen Schritte zu ergreifen, um dafür zu sorgen, dass Lula seine politischen Rechte als Kandidat bei der Präsidentschaftswahl auch vom Gefängnis aus wahrnehmen kann». Brasilien ist als Unterzeichnerstaat der internationalen Konvention über die Bürgerrechte dazu verpflichtet, dem Hinweis des Ausschusses zu folgen.

    In Brasilien wird am 7. Oktober ein neues Staatsoberhaupt gewählt. Der in eine Reihe von Korruptionsaffären verwickelte rechtskonservative Amtsinhaber Michel Temer tritt bei der Wahl nicht an. Lula, der von 2003 bis Ende 2010 Präsident war, liegt in den Umfragen vor allen seinen Mitbewerbern.

    Der 72-Jährige trat erst im April eine zwölfjährige Haftstrafe wegen Korruption und Geldwäsche an. Lula bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe und erklärt seine Verurteilung für politisch motiviert. Nach brasilianischem Recht sind in zweiter Instanz verurteilte Staatsbürger nicht wählbar, was bei ihm der Fall wäre. Das Wahlgericht muss bis zum 17. September eine Entscheidung zur Kandidatur Lulas treffen.

    ETH-Studis ohne Flugzeug nach Australien: 66 Mal länger, 5 Mal teurer, 15 Mal sauberer

    ETH-Studis ohne Flugzeug nach Australien: 66 Mal länger, 5 Mal teurer, 15 Mal sauberer


    Sie wollten nie wieder fliegen und reisten deshalb per Zug und Schiff von Zürich nach Australien. Die ETH-Studenten Giulia Fontana (26) und Lorenz Keysser (22) sind nach zwei Monaten endlich in Sydney angekommen. Es ist geschafft: Giulia Fontana (26)...

    Sie wollten nie wieder fliegen und reisten deshalb per Zug und Schiff von Zürich nach Australien. Die ETH-Studenten Giulia Fontana (26) und Lorenz Keysser (22) sind nach zwei Monaten endlich in Sydney angekommen.

    Es ist geschafft: Giulia Fontana (26) und Lorenz Keysser (22) sind in Sydney angekommen. Über 200 Stunden Zugfahrt liegen hinter dem Paar. Während die meisten Reisenden ins Flugzeug steigen würden, um die über 16'500 Kilometer von Zürich nach Sydney zurückzulegen, wählten Fontana und Keysser die unbequemeren Transportmittel.

    Die beiden ETH-Studenten haben sich geschworen, nie mehr in ein Flugzeug zu steigen – der Umwelt zuliebe. Ein einziger Ferienflug soll das Klima laut WWF nämlich stärker aufheizen als ein Jahr lang Auto fahren und das Haus mit Erdöl heizen zusammen. (BLICK berichtete)

    Und prompt wurde das Versprechen des Pärchens auf eine harte Probe gestellt. Die beste Freundin von Giulia Fontana lud zur Hochzeit nach Sydney ein. Was tun? Für die Studenten war klar: Zug und Schiff nehmen!

    15 Tage auf einem Frachtschiff

    Am 16. Juni ging das Abenteuer los. Im Gepäck: viel Zeit und jede Menge Zugtickets. Acht Wochen brauchte das Duo, bis es in Australien ankam. Mit dem Flugzeug hätten sie nur 23 Stunden benötigt. Mit der Eisenbahn fuhren sie durch Deutschland, Polen, Belarus, Russland, die Mongolei und China.

    Danach stiegen sie auf ein Container-Frachtschiff um. Ein prägendes Erlebnis. «Es ist unglaublich zu sehen, welche Anstrengungen unternommen werden, nur um uns mit Schuhen, T-Shirts und Bananen zu versorgen», sagt Lorenz Keysser zu BLICK.

    15 Tage verbrachten sie auf dem Schiff. Die Crew an Bord wurde in dieser Zeit zu Freunden. «Es war eine tolle Erfahrung, diese Reise gemacht zu haben», lautet das Fazit der Studenten. Jetzt können die zwei erst mal in Sydney entspannen. Denn sie sind etwas zu früh für die Hochzeit angekommen. Die wird erst Anfang September stattfinden.

    Jede Menge CO2 gespart

    Der Verzicht auf das Flugzeu hat sich für die Umwelt gelohnt. Wären sie per Flugzeug gereist, hätte der CO2-Ausstoss 5,2 Tonnen betragen. So aber hat das Paar nur 350 Kilogramm CO2 verbraucht. Doch die Umweltliebe war nicht gerade billig: Rund 8000 Franken hat die Reise gekostet. Zwei Flugtickets wären mit 1600 Franken deutlich billiger gewesen.

    Trotzdem wollen die ETH-Studenten auch auf dem Rückweg auf das Flugzeug verzichten. Für sie ist klar: Der Klimawandel muss gestoppt werden, auch wenn es bedeutet, länger unterwegs zu sein.

    Schweiz - UNO: Hoher Uno-Posten für Mirjana Spoljaric Egger

    Schweiz - UNO: Hoher Uno-Posten für Mirjana Spoljaric Egger


    Der Uno-Generalsekretär hat die Schweizer Botschafterin Mirjana Spoljaric Egger zur beigeordneten Generalsekretärin und stellvertretenden Administratorin beim Uno-Entwicklungsprogramm (UNDP) ernannt. Dies teilte am Freitag das Aussendepartement EDA...

    Der Uno-Generalsekretär hat die Schweizer Botschafterin Mirjana Spoljaric Egger zur beigeordneten Generalsekretärin und stellvertretenden Administratorin beim Uno-Entwicklungsprogramm (UNDP) ernannt. Dies teilte am Freitag das Aussendepartement EDA mit.

    In dieser Funktion steht Botschafterin Spoljaric Egger dem Regionalen Büro von UNDP für Europa und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten vor. Derzeit ist sie Leiterin der Uno-Abteilung beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in Bern.

    Das Uno-Entwicklungsprogramm arbeitet in rund 170 Ländern und Gebieten und trägt zur Beseitigung von Armut sowie zum Abbau von Ungleichheiten und Ausgrenzung bei. Dabei werden die Länder unterstützt, Richtlinien und institutionelle Fähigkeiten zu entwickeln und Resilienz aufzubauen, um die Entwicklungsergebnisse nachhaltig zu erhalten.

    Mit dieser Ernennung verstärke die Schweiz ihre Präsenz auf der höchsten Uno-Ebene mit einem politischen und strategisch wichtigen Posten, schreibt das EDA. Für die Schweiz stelle die Ernennung eine Anerkennung ihres Engagements als Uno-Mitglied und als langjährige Unterstützerin des Uno-Entwicklungsprogrammes dar.

    Töff-Spektakel in Frauenfeld: Das müssen Sie über den Motocross-GP wissen!

    Töff-Spektakel in Frauenfeld: Das müssen Sie über den Motocross-GP wissen!


    Zum dritten Mal gastieren die besten Motocross-Piloten der Welt im Thurgau. Diese sieben Fakten müssen Sie über den Töff-Megaevent vom Wochenende wissen. Der SportBeim Motocross geht es mit dem geländegängigen Töff über eine Offroad-Rennstrecke...

    Zum dritten Mal gastieren die besten Motocross-Piloten der Welt im Thurgau. Diese sieben Fakten müssen Sie über den Töff-Megaevent vom Wochenende wissen.

    Der Sport

    Beim Motocross geht es mit dem geländegängigen Töff über eine Offroad-Rennstrecke mit vielen Sprüngen und Kurven. Das Durchschnittstempo beträgt je nach Hubraum-Klasse und Streckenbeschaffenheit rund 40 bis 50 km/h. Gefragt ist nicht Tempo, sondern fahrerische Klasse auf den holprigen Pisten. Der Töff-Weltverband trägt bereits seit 1957 eine WM aus.

    Die Rennstrecke

    Die traditionelle Motocross-Piste im Frauenfelder Schollenholz reicht für die WM-Ansprüche nicht. Deshalb findet der Grand Prix auf einer temporär aufgebauten Piste bei der Zuckerfabrik statt. Mit Tribünen rund um die Strecke wird Stadionatmosphäre erzeugt. Das Fahrerlager wird auf dem Werksgelände aufgebaut. Die Infrastruktur gehört zu den Besten im ganzen WM-Kalender.

    Das Fernsehen

    SRF2 überträgt am Sonntag live ab 13.00 Uhr aus Frauenfeld. Jeweils die beiden Rennläufe der beiden WM-Klassen MX2 (250 ccm) und MXGP (450 ccm). Kommentator ist Claude Jaggi, Experte ist Dani Müller. Der Aargauer ist seit Jahrzehnten eine Fixgrösse in der Schweizer Töff-Szene und fährt nach wie vor Rennen.

    Das Programm

    Ein Motocross-GP ist eine Zweitagesveranstaltung. Am Samstag finden die freien Trainings, die Quali-Rennen für die Startaufstellungen und EM-Läufe statt (Action zwischen 7.45 Uhr bis 19.00 Uhr). Am Sonntag-Nachmittag bestreitet jede WM-Klasse zwei Rennläufe. Die werden für eine Tagesrangliste addiert. (Action 9.25 Uhr bis 18.00 Uhr).

     

    Die Preise

    Es werden 30'000 bis 40'000 Fans erwartet, aber es gibt noch Tickets. Stehplatzkarten für Sonntag kosten 70 Franken, für Sa/So sind es 80 Franken. Kinder bis 10 Jahren sind gratis. Ein VIP-Ticket (Tribüne, Parkplatz, Verpflegung) kostet 400 Franken. 

    Die Stars

    Der grosse Lokalheld ist Jeremy Seewer, der wie Valentin Guillod in der Königsklasse antritt. Der Super-Star ist Antonio Cairoli, mit 9 WM-Titeln der Valentino Rossi des Motocross-Sports. Sein Titelrivale Jeffrey Herlings ist das riesige Zukunftsversprechen, das Duo wird auch in Frauenfeld dominieren.

     

    Die Zukunft

    Der MXGP-Event 2018 stand wegen einer Anwohner-Einsprache lange auf der Kippe. Aber alle Instanzen entschieden für die Rennveranstalter. Nach dem GP wird entschieden, ob man sich für 2019 bis 2021 erneut bewirbt. Dafür ist aber eine Umzonung nötig. Dann müsste die Strecke nicht jedes Jahr für 250'000 Franken auf- und abgebaut werden.

    Michael J. Fox macht traurige Beichte: Alkohol-Exzesse wegen Parkinson-Diagnose

    Michael J. Fox macht traurige Beichte: Alkohol-Exzesse wegen Parkinson-Diagnose


    Erstmals spricht er über seine Reaktion: Nach seiner schlimmen Parkinson-Diagnose griff Michael J. Fox zur Flasche und stürzte sich in die Arbeit. Die Schock-Diagnose warf ihn schwer aus der Bahn. Jetzt verriet Michael J. Fox (57) zum ersten Mal, dass...

    Erstmals spricht er über seine Reaktion: Nach seiner schlimmen Parkinson-Diagnose griff Michael J. Fox zur Flasche und stürzte sich in die Arbeit.

    Die Schock-Diagnose warf ihn schwer aus der Bahn. Jetzt verriet Michael J. Fox (57) zum ersten Mal, dass er 1991 vor der Realität seiner Parkinson-Krankheit entfloh, indem er sich in die Arbeit stürzte und sich mit Alkoholexzessen betäubte.

    «Ich habe jeden Job angenommen, den ich kriegen konnte. Ich habe mich von meiner Familie isoliert. Die leeren Flaschen habe ich vor meiner Frau Tracy versteckt», erzählt der «Zurück in die Zukunft»-Star gegenüber «People». 

    Ehefrau entdeckte ihn im Alkoholkoma auf dem Sofa

    Tracy Pollan (58) fand die Wahrheit erst ein Jahr später heraus. «Sie hat mich nach einer langen Nacht zusammen mit unserem dreijährigen Sohn im Alkoholkoma auf dem Sofa entdeckt. Überall lagen leere Bierdosen.» Ihre Reaktion war ohne Wut. Stattdessen verliess sie den Raum, nachdem sie ihren Mann fragte: «Ist es das, was du machen willst und wer du sein willst?»

    Am nächsten Tag vereinbarte der Schauspieler einen Termin beim Therapeuten, um sein Leben nach der schlimmen Diagnose in den Griff zu bekommen. «Ich habe gelernt, dass Akzeptanz keine Resignation ist. Ich habe gelernt, nach vorne zu schauen, mit anderen Patienten zu arbeiten und mir von meiner Familie helfen zu lassen», so Fox. 

    Im Jahr 2000 gründete der Hollywood-Star die Michael J. Fox Foundation, die bis heute fast eine Milliarde Dollar für die Parkinson-Forschung gespendet hat. (ds)

    Brückeneinsturz: Swiss Re von Brückeneinsturz betroffen

    Brückeneinsturz: Swiss Re von Brückeneinsturz betroffen


    ZÜRICH - ZH - Ein Konsortium um die Swiss Re muss möglicherweise für die finanziellen Folgen des Einsturzes einer Autobahnbrücke in Genua aufkommen. «Wir sind eine der wichtigsten Versicherungsgesellschaften...

    ZÜRICH - ZH - Ein Konsortium um die Swiss Re muss möglicherweise für die finanziellen Folgen des Einsturzes einer Autobahnbrücke in Genua aufkommen.

    «Wir sind eine der wichtigsten Versicherungsgesellschaften von Autostrade per l'Italia», teilte eine Sprecherin des weltweit zweitgrössten Rückversicherers am Freitag in Zürich mit.

    Autostrade betreibt unter anderem die Autobahn A10 entlang der Küste der italienischen Riviera, die über die eingestürzte Brücke führte. Mit kleinen Anteilen sind auch die Allianz sowie Branchenkreisen zufolge Talanx an dem Konsortium beteiligt. Bei Grossprojekten teilen sich meistens mehrere Versicherer das Risiko.

    Einzelheiten dazu, auf welche Schäden sich die Versicherungsdeckung bezieht, wollte die Swiss Re nicht nennen. Sie tritt bei der Autobahn als Erstversicherer und nicht wie sonst meist als Rückversicherer anderer Gesellschaften auf.

    In Branchenkreisen hiess es, der Schaden an der Brücke und den abgestürzten Autos sowie die Betriebsunterbrechungs-Police, die für die Gebühren-Ausfälle auf der Strecke aufkommen müsste, summierten sich nach groben Schätzungen auf rund 400 Millionen Euro.

    Die Brücke selbst gehört zwar dem italienischen Staat, der Autobahnbetreiber muss aber für alle Verpflichtungen aufkommen. Autostrade gehört zum börsennotierten Atlantia-Konzern, hinter dem die Unternehmerfamilie Benetton steht.

    Bei dem Brückeneinsturz am Dienstag waren mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. Bis zu 20 wurden am Freitag noch vermisst. Swiss Re unterstütze seinen Kunden dabei, die Folgen des Unglücks für die Opfer und deren Familien zu bewältigen, sagte die Sprecherin des Rückversicherers. Die mögliche Ursache des Einsturzes soll auch durch externe Gutachten ermittelt werden.

    Ein Jahr nach dem verheerenden Bergsturz: So wird Bondo wieder aufgebaut

    Ein Jahr nach dem verheerenden Bergsturz: So wird Bondo wieder aufgebaut


    Am 23. August 2017 stürzen Felsbrocken auf das Bündner Dorf Bondo und richten schwere Schäden an. Die Bewohner müssen danach für längere Zeit evakuiert werden. Michele Marazzi ist in Bondo geboren und aufgewachsen. BLICK begleitet ihn bei seiner...

    Am 23. August 2017 stürzen Felsbrocken auf das Bündner Dorf Bondo und richten schwere Schäden an. Die Bewohner müssen danach für längere Zeit evakuiert werden. Michele Marazzi ist in Bondo geboren und aufgewachsen. BLICK begleitet ihn bei seiner Rückkehr und zeigt den Wiederaufbau des kleinen Bergdorfs.

    Mit der Gratis-App «BlickVR» für iPhone und Android erleben Sie Videos, als wären Sie live dabei. Spezielle Videoaufnahmen mit mehreren Kameras machen das möglich. Auf dem Smartphone sehen Sie das Video dann in spektakulärer 360-Grad-Perspektive. Mit einem Fingerwisch können sie ganz einfach rundherum umschauen.

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    BLICK schickt Leser ins Kühle: Herrliche 5 Grad und Regen

    BLICK schickt Leser ins Kühle: Herrliche 5 Grad und Regen


    Petra und Peter Munz aus Donzhausen TG haben einen BLICK-Kurzurlaub auf dem Diavolezza-Gletscher gewonnen. Anfangs August offerierte BLICK seinen treuen Leserinnen und Lesern eine willkommene Abkühlung mitten in der hochsommerlichen Hitzewelle. Verlost...

    Petra und Peter Munz aus Donzhausen TG haben einen BLICK-Kurzurlaub auf dem Diavolezza-Gletscher gewonnen.

    Anfangs August offerierte BLICK seinen treuen Leserinnen und Lesern eine willkommene Abkühlung mitten in der hochsommerlichen Hitzewelle. Verlost wurden drei Mal eine Nacht im Berghaus Diavolezza inklusive feinem Znacht und Frühstück.

    Petra und Peter Munz aus Donzhausen TG gehörten zu den glücklichen Gewinnern dieser Verlosung. Sie verbrachten eine kühle Nacht im schönen Doppelzimmer des Berghauses Diavolezza direkt neben dem Gletscher. Ohne Mücken, ohne Schwitzen – dafür mit viel frischer Bergluft auf 3000 Meter über Meer.

    Imposante Aussicht auf Berge und Gletscher

    «Wir durften am vergangenen Mittwoch bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen 13 Grad die imposante Aussicht auf Berge und Gletscher geniessen», schreibt Petra Munz nach der kurzen Auszeit. Am Abend wurde ihnen im Berghaus ein Vier-Gang-Menü serviert. Am Donnerstagmorgen sind sie schliesslich bei fünf Grad und Regen geweckt worden – im aktuellen Hitzesommer kann auch das zum Erlebnis werden!

    Ebenfalls gewonnen hat Esther Widmer aus Ettiswil LU. Auch sie durfte dank BLICK mit Begleitung der Hitze entfliehen und die kühle Bergwelt des Engadins geniessen.

    Mit 101 km/h in Richtung Interlaken: Saudischer Temposünder in Leissigen BE geblitzt

    Mit 101 km/h in Richtung Interlaken: Saudischer Temposünder in Leissigen BE geblitzt


    Da hatte es jemand eilig: Ein saudischer Autofahrer wurde im Kanton Bern innerorts mit mehr als 100 km/h erwischt. Er war unterwegs nach Interlaken. Ein Autofahrer aus Saudiarabien bekommt es mit der Schweizer Justiz zu tun: Der Mann wurde am Dienstag in...

    Da hatte es jemand eilig: Ein saudischer Autofahrer wurde im Kanton Bern innerorts mit mehr als 100 km/h erwischt. Er war unterwegs nach Interlaken.

    Ein Autofahrer aus Saudiarabien bekommt es mit der Schweizer Justiz zu tun: Der Mann wurde am Dienstag in Leissigen BE innerorts mit über 100 km/h geblitzt.

    Das Fahrzeug war auf der Leissiger Hauptstrasse Richtung Interlaken unterwegs, wie die Regionale Staatsanwaltschaft und die Berner Kantonspolizei am Freitag mitteilten. Auf diesem Streckenabschnitt in der Nähe einer Schule beträgt die Höchstgeschwindigkeit 50 km/h.

    Immer wieder Zwischenfälle mit Touristen

    Das Auto wurde einen Tag später vom Schweizerischen Grenzwachtkorps am Übergang Weil am Rhein gestoppt und der Lenker angehalten. Er zeigte sich geständig, das Fahrzeug am Vortag in Leissigen gelenkt zu haben. Der Mann muss sich nach den gesetzlichen Bestimmungen über Raserdelikte vor der Schweizer Justiz verantworten.

    Die Ferienregion Interlaken ist bei Touristen aus dem arabischen Raum beliebt. Immer wieder kommt es aber im Strassenverkehr zu Zwischenfällen mit Autofahrern, die mit den hiesigen Verkehrsregeln nicht vertraut sind.

    So sind sich arabische Gäste meistens Parkgebühren nicht gewöhnt. Verschiedentlich schon blieben Mietautos von Touristen im steilen Treppenschacht der Bahnhofsunterführung in Interlaken West stecken. Die Gäste hielten den Abgang zur Bahnhofunterführung für eine Parkhauseinfahrt. Auch Vortrittsrechte oder Geschwindigkeitslimiten werden mitunter sehr locker ausgelegt. (SDA)

    Mit einer Männermode-Kollektion: Vater Markle will mit Meghans Name Kohle scheffeln

    Mit einer Männermode-Kollektion: Vater Markle will mit Meghans Name Kohle scheffeln


    Thomas Markle will sich mit dem Namen seiner Tochter bereichern. Nun soll er gar planen, eine Männermode-Kollektion auf den Markt zu bringen. Meghan Markles (37) Vater Thomas Markle (74) will weiter mit dem Namen seiner Tochter Geld verdienen....

    Thomas Markle will sich mit dem Namen seiner Tochter bereichern. Nun soll er gar planen, eine Männermode-Kollektion auf den Markt zu bringen.

    Meghan Markles (37) Vater Thomas Markle (74) will weiter mit dem Namen seiner Tochter Geld verdienen. Zumindest, wenn man dem Tweet seiner anderen Tochter, Samantha Markle (53), Glauben schenkt. Die postete auf Twitter: «Bin so aufgeregt wegen der neuen Kleider-Männer-Kollektion meines Vaters. Werde euch auf dem Laufenden halten.»

    Thomas Markle benutzte Meghan mehrfach als Geldmaschine

    Die Royal-Fans sind von dieser Idee ganz und gar nicht begeistert. «Ihr benutzt Meghans Namen, um Geld zu machen», schreibt ein User in den Kommentaren. In einem anderen Tweet heisst es: «Bitte sagt mir, dass das ein Scherz ist.»

    Thomas Markle hat schon mehrfach mit Meghans Namen Geld verdient. Er verkaufte gestellte Fotos an Paparazzi und gab bereits mehrfach für Geld Interviews (BLICK berichtete), in denen er Familienangelegenheiten ausplauderte.

    Meghan hat genug von «emotionaler Erpressung»

    Seit Meghan Prinz Harry (33) heiratete, hat Thomas Markle nicht mehr mit den beiden gesprochen, sondern kommuniziert nur über die Medien mit seiner Tochter. Er betont immer wieder, wie ausgeschlossen er sich fühlt und dass er befürchtet, seine zukünftigen Enkelkinder nie zu Gesicht zu bekommen. 

    Eine Freundin von Meghan meinte, die ehemalige «Suits»-Darstellerin habe genug von der emotionalen Erpressung ihres Vaters. Sein Verhalten habe sie tief verletzt. Herzogin Meghan würde darauf warten, dass er sich respektvoll bei ihr persönlich meldet. (paf)

    Thailand für Foodies: Schlemmen auf Bangkoks Märkten

    Thailand für Foodies: Schlemmen auf Bangkoks Märkten


    Die thailändische Küche ist eine wahre Gaumenfreude. Gerade auf Märkten sind die Farben und Gerüche der Streetfood-Stände ein unvergessliches Erlebnis. Drei Dinge sind in Bangkok omnipräsent: herunterbaumelnde Stromkabel, Werbeplakate zu...

    Die thailändische Küche ist eine wahre Gaumenfreude. Gerade auf Märkten sind die Farben und Gerüche der Streetfood-Stände ein unvergessliches Erlebnis.

    Drei Dinge sind in Bangkok omnipräsent: herunterbaumelnde Stromkabel, Werbeplakate zu Hautaufhellungsprodukten und Foodstände. Vor allem ausserhalb des Stadtzentrums, auf einem der aussergewöhnlichen Märkte, ist das Essen ein Erlebnis der besonderen Art.

    Der über 100 Jahre alte Mae Klong Markt zieht Einheimische wegen der frischen Waren und Besucher wegen des Eisenbahnspektakels an. Denn die Verkaufsstellen mit süssen Mangos, in Eimern zappelnden Fischen und herrlich duftenden Kräutern liegen direkt an den Gleisen, wo acht Mal pro Tag ein Regionalzug durchfährt.

    Während sich die Besucher für ein Selfie mit der gelb-roten Eisenbahn bereit machen, räumen die Verkäufer ihre Stände innerhalb kürzester Zeit zusammen. Die Markisen werden eingeklappt, die Waren zugedeckt und die Tische mit den Rädern zurückgeschoben. Deswegen heisst der 500 Meter lange und wahnsinnig schmale Markt auch «Schirm-klapp-weg»-Markt.

    Mit 20 km/h rollt dann der vier Meter hohe Zug nur wenige Zentimeter an den Schaulustigen vorbei. Trotz Schneckentempo ist die hupende Lok furchteinflüssend. Wer sich für ein Foto mitten auf die Gleise stellt, wird vom Schaffner mit einer lauten Trillerpfeife ermahnt. Kaum ist der Zug durch, schliesst sich die gebildete Gasse wieder und die Stände werden im Eiltempo wieder aufgebaut. Auf engstem Raum geht dann das hektische Treiben wieder weiter.

    Gegrillte Heuschrecken und Skorpione

    Auf engstem Raum läuft auch das Tagesgeschäft der Einheimischen in Damnoen Saduak. In ihren Holzbooten schlingen sich die Thais durch das Kanalnetz des Khongs, auf dem sich der grösste und berühmteste schwimmende Markt Bangkoks befindet. Dort verkaufen sie nicht nur Früchte und Gemüse, sondern kochen auch gleich ganze Gerichte. Bei Nudelsuppen und Satay-Spiessen wird in der Regel nicht um tiefere Preise gefeilscht. Wer dagegen beim Kauf von Souvenirs nicht übers Ohr gehauen werden will, sollte verhandeln und den Preis um mindestens einen Drittel runterdrücken.

    Zurück in der Stadt, kann man sich mit dem gesparten Geld noch einen ganz besonderen Leckerbissen gönnen. Die Händler auf dem Markt in der Khao San Road bieten gegrillte Insekten an. Von Mehlwürmern und Heuschrecken über Riesen-Kakerlaken bis hin zu Skorpionen ist alles dabei. Wer nur ein Foto machen möchte, muss 30 Rappen bezahlen. Für wenige Franken gibts eine «gemischte Platte» zum Probieren. Die Krabbeltiere schmecken tatsächlich besser, als ihr Aussehen es vermuten lässt, und runden ein kulinarisches Abenteuer in Bangkok perfekt ab.

    Für Marlon 2.0 bezahlen sie 100'000 Dollar: Deutsche Familie lässt Hund in Südkorea klonen

    Für Marlon 2.0 bezahlen sie 100'000 Dollar: Deutsche Familie lässt Hund in Südkorea klonen


    Marlon (†4) wurde geliebt. So sehr, dass seine Familie jetzt 100'000 Dollar bezahlt, um die englische Bulldogge klonen zu lassen. Ein Forschungsinstitut in Südkorea macht es möglich.  Für Simone (46) und Sven (48) gehörte Marlon (†4) zur...

    Marlon (†4) wurde geliebt. So sehr, dass seine Familie jetzt 100'000 Dollar bezahlt, um die englische Bulldogge klonen zu lassen. Ein Forschungsinstitut in Südkorea macht es möglich. 

    Für Simone (46) und Sven (48) gehörte Marlon (†4) zur Familie. Eigentlich wollte das deutsche Paar die englische Bulldogge nur kastrieren lassen. Doch die OP missglückte – Marlon starb. Die Familie war verzweifelt. Sie wollte ihren Hund zurück. Um jeden Preis.

    In Südkorea wurden sie fündig: Das Forschungsinstitut «Sooam Biotech» in der Hauptstadt Seoul klont Hunde für kommerzielle Zwecke. 100'000 Dollar kostet die Prozedur. Simone und Sven ist es das Geld wert. «Ein Hund, der Marlon nur ähnlich sieht, kam nicht in Frage. Und auch wenn sich der Klon anders entwickelt, er besitzt Marlons DNA», sagt der Familienvater zur «Bild».

    «Wir heilen die gebrochenen Herzen»

    Ein Tierpräparator in Deutschland entnimmt der Leiche von Marlon verschiedene Gewebeproben. Dann geht es los: Das Paar fliegt nach Südkorea – mit Marlons DNA im Gepäck. Im Institut wird der Marlon 2.0 nun herangezüchtet. Schon im kommenden März können seine Herrchen ihn in den Armen halten.

    Werden sie einen Unterschied zum echten Marlon merken? «Die DNA ist identisch, darum sieht der Klon in den meisten Fällen exakt gleich aus wie sein Original», sagt ein Sprecher des Klon-Instituts in Südkorea zu BLICK.

    Die Kunden seien mit den Ergebnissen bisher immer sehr zufrieden gewesen. «Wir heilen die gebrochenen Herzen und bringen Erinnerungen zurück», so der Sprecher weiter.

    Tierschützer warnen vor dem Klonen

    Über 1000 Hunde habe das Institut schon geklont, die meisten für Herrchen aus den USA. Auch US-Sängerin Barbra Streisand (76) liess ihre Hündin Samantha nach ihrem Tod klonen.S imone und Sven waren die ersten Kunden aus Deutschland. «Ansonsten klonen wir auch Kojoten und Katzen – oder Kühe», erklärt der Sprecher.

    In der Schweiz ist das Klonen von Tieren höchst umstritten. Unter anderem, weil das Verfahren teilweise für Leihmutter und Klon mit grossem Stress und Schmerzen verbunden ist. Zudem kommt es beim Klonen häufig zu Tot- und Fehlgeburten. Auch im Fall von Marlon werden wohl mehrere Hundert Versuche nötig sein, bis sein identischer Klon geboren wird.

    Politikerin fordert nach Genfer Attacken: «Sexistische Gewalt muss ein Offizialdelikt werden»

    Politikerin fordert nach Genfer Attacken: «Sexistische Gewalt muss ein Offizialdelikt werden»


    Eine Genfer CVP-Kantonsrätin will Sexismus nicht nur unter Strafe stellen – sondern auch zum Offizialdelikt erklären lassen. Die Genfer CVP-Kantonsrätin Anne-Marie von Arx-Vernon (69) hat genug. Nach letztem Mittwoch, als in Genf fünf junge Frauen...

    Eine Genfer CVP-Kantonsrätin will Sexismus nicht nur unter Strafe stellen – sondern auch zum Offizialdelikt erklären lassen.

    Die Genfer CVP-Kantonsrätin Anne-Marie von Arx-Vernon (69) hat genug. Nach letztem Mittwoch, als in Genf fünf junge Frauen vor einem Nachtclub brutalst verprügelt wurden, will sie nicht weiter zuschauen.

    Frauen würden sich laut von Arx allmählich nicht mehr in den öffentlichen Raum trauen, aus Angst vor sexistisch motivierter Gewalt. Gegen diese Ungerechtigkeit – laut ihr geht es Männern nämlich nicht so – plant sie nun einen Gesetzesvorstoss: «Sexistische Gewalt muss endlich ein Offizialdelikt werden!», fordert sie. Analog zur häuslichen Gewalt, dies handhabe der Kanton Genf schon seit 2005 so.

    Erfahrung von Berufs wegen

    Viele Frauen würden sich aus Angst vor noch mehr Repressionen nicht trauen, Anzeige zu erstatten, sagt von Arx: «So werden tagtäglich und auch in der Schweiz Frauen belästigt, zum Objekt degradiert und geschlagen, wenn sie sich dagegen wehren wollen.» Sie weiss, wovon sie spricht. Sie leitete ein Frauenhaus in Genf, kam also tagtäglich mit Opfern sexistisch motivierter Gewalt in Kontakt.

    Auf die Frage, warum dieser Vorschlag nicht von der SP, sondern ausgerechnet aus der CVP kommt, lacht sie: «Um Feministin zu sein, muss ich nicht den Linken beitreten.» Als Vorbild habe sie sich das belgische Recht genommen. Das Land habe seit 2013 ein Sexismus-Gesetz. Auf Initiative der Christlich-Demokratischen Partei hin. (wif)

    Über Gründe schweigt er: Oberster SBB-Polizist wirft das Handtuch

    Über Gründe schweigt er: Oberster SBB-Polizist wirft das Handtuch


    Vor drei Jahren wurde Jürg Monhart Chef der Transportpolizei der SBB. Nun gibt er die Leitung per sofort ab. Warum, ist nicht bekannt. Der Kommandant der SBB Transportpolizei nimmt den Hut. Oberst Jürg Monhart gebe sein Amt ab, teilten die SBB am...

    Vor drei Jahren wurde Jürg Monhart Chef der Transportpolizei der SBB. Nun gibt er die Leitung per sofort ab. Warum, ist nicht bekannt.

    Der Kommandant der SBB Transportpolizei nimmt den Hut. Oberst Jürg Monhart gebe sein Amt ab, teilten die SBB am Freitag mit. Interimistisch übernimmt sein Stellvertreter Anton Emmenegger das Kommando.

    Monhart war im April 2014 ebenfalls als Stellvertreter des damaligen Kommandanten Harry Wessner ad interim ins Amt gekommen. Im Juli 2015 beförderte die damalige SBB-Personenverkehrschefin ihn zum Oberst und zum Chef der Transportpolizei.

    Den SBB-Angaben zufolge entschloss er sich, die Leitung per sofort abzugeben. Über Gründe schwieg sich das Unternehmen aus. Mit der Stellenübernahme durch Emmenegger sind der Bahn zufolge Kontinuität und Weiterentwicklung im Korps sichergestellt.

    Er leitete Tests mit Bodycams

    In einer Würdigung hielten die SBB fest, Monhart habe das Korps professionalisiert und die Zusammenarbeit mit den Kantonspolizeien und anderen Blaulichtorganisationen verbessert. Mit Fachkompetenz und Engagement habe er einen Beitrag geleistet, dass sich die Reisenden und SBB-Mitarbeitenden sicher fühlen könnten.

    Zudem setzte sich der ausgeschiedene Kommandant für Ausbildung und taktische Weiterentwicklung des SBB-Polizeikorps ein. Unter seine Ägide fielen auch Tests mit mobiler Videoüberwachung, den sogenannten Bodycams.

    Unzufriedene Transportpolizisten

    Die Suche nach einem neuen Kommandanten wurde eingeleitet. Die Transportpersonalgewerkschaft SEV hatte nach einer Personalumfrage im Frühling Handlungsbedarf bei der Transportpolizei angemeldet. Dem Korps drohe das Personal davonzulaufen.

    Während die Tessiner Transportpolizisten zufrieden waren, erwies sich die Lage in der West- und Deutschschweiz als finster. Die Mitarbeitenden dort waren mit Toureneinteilung, Arbeitsanweisungen und -abläufen sowie anderen Faktoren mehrheitlich unzufrieden. Ihren Chefs in den Regionen stellten sie im Gegensatz zu den Tessinern schlechte Noten aus. Mit Monhart waren sie hingegen wieder recht zufrieden.

    Europas grosse Autobahn-Betreiber: BLICK zeigt, wer all die Maut kassiert

    Europas grosse Autobahn-Betreiber: BLICK zeigt, wer all die Maut kassiert


    Viele Länder in Europa setzen wie Italien auf private Autobahnbetreiber – mit teils überraschenden Eigentümern. Aber auch Vater Staat spielt eine grosse Rolle. Das europäische Schnellstrassennetz kostet – und zwar richtig! Nicht nur der Bau, vor...

    Viele Länder in Europa setzen wie Italien auf private Autobahnbetreiber – mit teils überraschenden Eigentümern. Aber auch Vater Staat spielt eine grosse Rolle.

    Das europäische Schnellstrassennetz kostet – und zwar richtig! Nicht nur der Bau, vor allem Wartung und Unterhalt der hochbelasteten Autobahnen sind aufwändig und teuer. In der Schweiz ist für die Nationalstrassen alleine der Bund verantwortlich und treibt die nötigen Mittel unter anderem über eine Autobahnvignette ein: Einmal im Jahr 40 Franken hinblättern, die Vignette an die Frontscheibe kleben – und schon dürfen wir durchfahren.

     

    Doppelt bezahlen

    Ausländische Autobahnnetze werden oft sowohl in Mischformen vom Staat wie auch Privatunternehmen betrieben. Staatliche wie private Betreiber können Gebühren erheben. Meist stellt der Staat die Autobahnen zur Verfügung und finanziert sie über Steuern und Abgaben: Benelux-Länder (Belgien, Luxemburg, Niederlande), Baltikum (Estland, Lettland, Litauen), Skandinavien (Dänemark, Island, Norwegen, Schweden), aber auch Albanien, Malta und Montenegro sowie – noch – Deutschland setzen darauf. Unser nördlicher Nachbar plant eine Personenwagen-Maut; der Termin ist offen. Zwischen Hamburg und Bremen wird die A1 privat verwaltet, aber der Betreiber steht kurz vor dem Konkurs.

    Das französische System

    In Österreich betreibt die Staatsgesellschaft ASFINAG die Autobahnen; ihre Nutzung ist nur mit Vignette erlaubt. In Frankreich gehören die Autobahnen dem Staat, werden aber von privaten Konzessionären für je 25 Jahre betrieben. Diese kassieren an Mautstationen ab. Grösste Player sind der Baukonzern Vinci, das australisch-französische Konsortium Eiffage-Macquerie und die spanische Abertis – der EU-Binnenmarkt machts möglich.

    Umsturz in Spanien

    Auch in Spanien ist Abertis mit rund 60 Prozent der Mautstrassen grösster Betreiber. Dort werden Schnellstrassen und besser ausgebaute Autopistas unterschieden – letztere sind mautpflichtig. Pikant: Das italienische Unternehmen Atlantia, Betreiber auch des jetzt eingestürzten Brückenabschnitts in Genua, hat sich gerade mit dem deutschen Hochtief-Baukonzern und der spanischen ACS – kontrolliert von Real-Madrid-Besitzer Florentiono Perez – auf die Übernahme von Abertis verständigt. Atlantia betreut über die Hälfte des italienischen Autobahnnetzes, aber auch die Flughäfen Fiumicino und Ciampino in Rom.

    Die Preise variieren stark

    Und wieviel zahlt man in Europa für die Autobahnnutzung? Ganz unterschiedlich: Neun Länder setzen wie die Schweiz auf Vignetten (siehe Box); teils gibts Vignetten für einen Tag, eine Woche, zehn Tage oder einen Monat. In Rumänien fahren Autofahrer mit rund drei Franken pro Woche am günstigsten. Auch Moldau ist mit knapp fünf Franken für eine Woche preiswert. Besonders teuer ist die Vignette in Slowenien mit 17 Franken für eine Woche oder in Tschechien mit fast 15 Franken für zehn Tage. Weiter kennen Bulgarien, die Slowakei, Ungarn und Österreich die Vignette. Die restlichen Bezahl-Länder setzen auf Zahlstellen (siehe Box). Die Türkei ist mit 70 Rappen sowie Grossbritannien mit gut zwei Franken pro hundert Kilometer am günstigsten. Wucherpreise verlangt dafür Polen mit 32 Franken: Im zweitteuersten Griechenland ists mit 16 Franken schon nur halb so teuer.

    Festival: Lucerne Festival an frischer Luft eröffnet

    Festival: Lucerne Festival an frischer Luft eröffnet


    LUZERN - LU - Noch vor der offiziellen Eröffnung hat am späten Freitagnachmittag ein Jugendorchester das erste Konzert des diesjährigen Lucerne Festivals gespielt. Das National Youth Wind Orchestra of Great...

    LUZERN - LU - Noch vor der offiziellen Eröffnung hat am späten Freitagnachmittag ein Jugendorchester das erste Konzert des diesjährigen Lucerne Festivals gespielt. Das National Youth Wind Orchestra of Great Britain interpretierte Werke verschiedener englischer Komponisten.

    Das Privileg, noch vor dem Lucerne Ferstival Orchestra zu spielen, das im KKL Luzern das Eröffnungskonzert bestreitet, erhielt das britische Jugendorchesters wegen des Festivalthemas «Kindheit». Die 14 bis 16 Jahre alten Musikerinnen und Musiker spielten Open Air vor dem KKL Luzern Werke von Komponisten aus ihrer Heimat, erwiesen aber auch dem Amerikaner Leonard Bernstein die Referenz. Bernstein, Komponist der noch immer jugendlichen «West Side Story», wäre dieses Jahr 100 Jahre alt geworden.

    Offiziell eröffnet wird das Festival, das bis am 16. September dauert, aber am Abend wie alle Jahre im Konzertsaal des KKL vom Lucerne Festival Orchestra. Unter der Leitung von Riccardo Chailly interpretiert es unter anderem Igor Strawinskys «Der Feuervogel». Der chinesische Pianist Lang Lang spielt ferner ein Klavierkonzert von Wolfgang Amadé Mozart. Auch dieses Jahr gehören Prominente aus Kultur, Politik und Wirtschaft zu den geladenen Gäste.

    Lucerne Festival, das vor 80 Jahren zum ersten Mal ausgetragen wurde, besinnt sich diesen Sommer auf die Kindheit. Viele der über hundert Veranstaltungen richten sich explizit an Kinder und Familien. Es spielen Wunderkinder, renommierte Orchester interpretieren Werke, in denen es um Märchen und Kinderträume geht. Der zweite Festivalsonntag ist als Erlebnistag gestaltet und ganz auf das Festivalthema Kindheit ausgerichtet.

    Ein weiterer Schwerpunkt am vierwöchigen Festival ist dem deutschen Komponisten Karlheinz Stockhausen gewidmet. Stockhausen wäre dieses Jahr 90 Jahre alt geworden. Als «composer-in-residence» weilt in Luzern der Basler Schlagzeuger und Komponist Fritz Hauser. Mehrere Auftritte haben die beiden «artistes étoiles», die Cellistin Sol Gabetta und der Regisseur Dan Tanson.

    «Kein Respekt vor Gleichstellung»: Paar verweigert Handschlag – nicht eingebürgert

    «Kein Respekt vor Gleichstellung»: Paar verweigert Handschlag – nicht eingebürgert


    In Lausanne ist ein Paar, das beim Einbürgerungsgespräch Handschläge verweigert hat, nicht eingebürgert worden. In ihren Augen verletzt die Haltung der beiden Personen den Respekt vor der in der Verfassung verankerten Gleichstellung. Konkret erteilte...

    In Lausanne ist ein Paar, das beim Einbürgerungsgespräch Handschläge verweigert hat, nicht eingebürgert worden. In ihren Augen verletzt die Haltung der beiden Personen den Respekt vor der in der Verfassung verankerten Gleichstellung.

    Konkret erteilte die Stadtregierung das Gemeindebürgerrecht nicht, das faktisch die Einbürgerung bedeutet. Das Paar hatte beim Gespräch mit der Einbürgerungskommission den Mitgliedern des jeweils anderen Geschlechts die Hand nicht geben.

    Die siebenköpfige Stadtregierung fällte den Beschluss mit Mehrheitsentscheid, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Die verweigerten Handschläge seien eines von mehreren Elementen gewesen, auf denen der Entscheid beruhe, hiess es dazu.

    Während der Anhörung hätten beide ein insgesamt diskriminierendes Benehmen an den Tag gelegt. Zum Beispiel hätten sie Fragen, die ihnen Personen des jeweils anderen Geschlechts gestellt hätten, nicht beantwortet. In den Augen der Stadtregierung respektiert diese Haltung die Gleichheit zwischen Mann und Frau nicht.

    Einbürgerungswillige müssen gut integriert sein

    Zudem schrieben die kantonalen und eidgenössischen Gesetze vor, dass Einbürgerungswillige gut integriert sein, Verbundenheit mit der Schweiz und deren Institutionen zeigen und die Rechtsordnung respektieren müssen. Diesen Vorschriften hätte eine Einbürgerung des Paars widersprochen, hielt die Stadtregierung fest.

    Das Nein beantragt hatte Stadtrat Pierre-Antoine Hildbrand (FDP), der bei der Anhörung dabeigewesen war, wie er Keystone-SDA auf Anfrage sagte. Seit 2016, seit in der Stadtregierung sei, sei es das erste Nein zu einer Einbürgerung. Bisher seien höchstens Gesuche sistiert worden, etwa wenn Bewerber zu wenig gut Französisch gesprochen hatten.

    Handschlag-Verweigerung von Baselbieter Schülern erregte Aufsehen

    Verweigerte Handschläge in Therwil BL waren im Frühjahr 2016 Anlass für Medienberichte. An der dortigen Sekundarschule hatte damals die Schulleitung zwei muslimische Schüler zeitweise von der an der Schule üblichen Handschlagpflicht dispensiert. Die beiden hatten ihrer Lehrerin aus religiösen Gründen den Handschlag verweigert. (SDA)

    «Mindestens 40 Tore»: Ronaldo ballert in Italien los

    «Mindestens 40 Tore»: Ronaldo ballert in Italien los


    Das Vorspiel ist zu Ende. Am Samstag gehts richtig los. Cristiano Ronaldo startet mit Juventus in sein Serie-A-Abenteuer. Er ist der beste Torschütze in der Geschichte von Real Madrid (450 Treffer in 438 Spielen), er ist der...

    Das Vorspiel ist zu Ende. Am Samstag gehts richtig los. Cristiano Ronaldo startet mit Juventus in sein Serie-A-Abenteuer.

    Er ist der beste Torschütze in der Geschichte von Real Madrid (450 Treffer in 438 Spielen), er ist der Champions-League-Rekordtorschütze (120 Tore), er ist der Mann mit den meisten Hattricks in LaLiga und der Königsklasse. Der beste CL-Freistossschütze aller Zeiten. Cristiano Ronaldo, der fünffache Weltfussballer. Kein Wunder, befinden sich die Italiener seit seinem Wechsel von Real Madrid zu Juventus Turin in Ekstase.

    Mittlerweile hat sich der Portugiese mit seiner Familie in Turin eingelebt. Er wohnt in einer abgelegenen Villa in den Bergen. Acht Schlafzimmer hat das schmucke Gebäude. Sein Staff, darunter ein Koch, ein Ernährungsberater und ein Physiotherapeut, lebt auf dem selben Grundstück. Auch sportlich hat Ronaldo schon zugeschlagen. In beiden Testspielen mit Juve traf der Superstar bereits nach wenigen Minuten.

     

    Mit seinen Teamkollegen versteht er sich ausgezeichnet, er spricht ein bisschen Italienisch. Er wird von ihnen bewundert. «Es ist unmöglich, Cristiano im Training zu folgen», sagte Juventus-Flügel Douglas Costa jüngst. «Wenn wir ankommen, ist er bereits auf dem Platz, wenn wir das Training verlassen, trainiert er noch.» Eine Maschine, ein Arbeiter. Und CR7 hat noch lange nicht genug: «Ich fühle mich gut, motiviert, aufgeregt. Ich werde mein Bestes geben. Wir wollen alle Titel gewinnen.»

    «Ich liebe Herausforderungen»

    Ronaldo und Italien, bisher eine gelungene Liebesromanze. Die italienische Zeitung «Gazzetta dello Sport» titelte anfangs Woche: «CristiAMO», was so viel heisst wie «Cristiano, ich liebe dich». Natürlich wird Ronaldo auch von den Juve-Fans heiss geliebt. Längst sind alle Saisonkarten verkauft, trotz einem Preiszuschlag von 30 Prozent im Vergleich zu letzter Saison. «Er wird mindestens 40 Tore schiessen», prophezeit Italiens Ex-Stürmerstar Antonio Cassano.

     

    Sein letzter Ernstkampf für Real Madrid bestritt Ronaldo am 25. Mai in Kiew. Gegen Liverpool vor 61'561 Zuschauern gewann er mit den Königlichen die Champions League. Zum fünften Mal in seiner Karriere.

    Am Samstag steht der Weltfussballer in Chievo auf dem Platz (18 Uhr). Immerhin knapp 40'000 Fans werden im Stadio Marcantonio Bentegodi erwartet. «Ich mache mir keine Sorgen», sagt Ronaldo. «Die Serie A ist eine Herausforderung. Aber ich liebe Herausforderungen.» Man glaubts ihm.

    Beauty-Markt China im Visier: Migros holt sich «Dr. G» ins Haus

    Beauty-Markt China im Visier: Migros holt sich «Dr. G» ins Haus


    Die Migros kauft sich koreanische Kosmetik-Kompetenz. Die Firma Gowoonsesang soll dem orangen Riesen den chinesischen Markt öffnen. Mit «Dr. G» soll der Durchbruch in Asien gelingen. So heisst die Beauty-Marke der Firma Gowoonsesang, einem auf...

    Die Migros kauft sich koreanische Kosmetik-Kompetenz. Die Firma Gowoonsesang soll dem orangen Riesen den chinesischen Markt öffnen.

    Mit «Dr. G» soll der Durchbruch in Asien gelingen. So heisst die Beauty-Marke der Firma Gowoonsesang, einem auf Dermokosmetik spezialisierten koreanischen Unternehmen. Mit den rund 60 Mitarbeitern erzielt es 28 Millionen Franken Umsatz. Seit Ende Juni gehört die Firma zur Migros, wie der orange Riese am Freitag bekannt gibt.

    Genauer gesagt gehört es zum M-Industrie-Unternehmen Mibelle (Umsatz 455 Millionen Franken). Was für die koreanische Hautpflege-Kompetenz auf den Tisch geblättert wurde, will die Migros nicht sagen.

    Der Kauf soll sich aber mehr als auszahlen: «Die Mibelle stellt mit der Übernahme den Zugang zu asiatischen Märkten, zu innovativen Technologien und Geschäftsmodellen sowie Synergien zu eigenen Projekten sicher.»

    Ausgedeutscht heisst das: Die Migros kann sich die Türen zum asiatischen Markt öffnen, sie nimmt einen neuen Anlauf, um ihre China-Offensive mit eigenen Produkten voranzutreiben. Sie holt sich zudem Kompetenzen bei dermatologischen Kosmetikprodukten ins Haus, die zur Gesundheitsstrategie von Neo-Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen (48) perfekt passen. 

    China-Offensive bislang nicht geglückt

    Gowoonsesang wurde 1999 vom Dermatologen Gun Young Ahn gegründet. Erst vor kurzem expandierte es nach China und Hongkong. Diese Märkte will Migros-Industrie-Chef Walter Huber (60) offensiv bearbeiten, hier könne die Migros mit Importprodukten punkten, sagte er letzten Herbst im «Migros-Magazin». 

    Doch bislang ist Hubers China-Offensive noch nicht richtig in Gang gekommen, die Gehversuche auf chinesischen Online-Marktplätzen liessen die Chinesen bislang kalt: «Enttäuschung in China», berichtet die «Bilanz» in der aktuellen Ausgabe.

    Für die «Handelszeitung» hat ein Detailhandelsexperte von Euromonitor die Preise von «Dr. G» analysiert. Dort heisst es, dass dessen Salben und Tinkturen rund doppelt so teuer wie Nivea-Produkte in der Schweiz seien, teilweise sogar noch teurer.

    Umsatztreiber bei «Dr. G» sind offenbar Crèmes, die die Haut weisser machen, also aufhellen. Das ist in China und Co. gefragt, in Europa dagegen wohl kaum. Darum kann man davon ausgehen, dass die Migros mit dem Zukauf vor allem in Asien wachsen will.

    Schweizer Konsumenten werden hierzulande kurzfristig kaum die neuen Produkte zu Gesicht bekommen. Dafür waschen sich Chinesen vielleicht bald mit Mibelle-Seife die Hände.

    Achtelfinal in Cincinnnati: Federer schlägt Mayer und trifft auf Wawrinka

    Achtelfinal in Cincinnnati: Federer schlägt Mayer und trifft auf Wawrinka


    CINCINNATI (USA) - Gewinnen Stan Wawrinka (ATP 151) und Roger Federer (ATP 2) ihre Achtelfinal-Partien am Freitagabend beim Masters-1000-Turnier in Cincinnati, müssen sie wenige Stunden später wieder ran – und zwar gegeneinander!...

    CINCINNATI (USA) - Gewinnen Stan Wawrinka (ATP 151) und Roger Federer (ATP 2) ihre Achtelfinal-Partien am Freitagabend beim Masters-1000-Turnier in Cincinnati, müssen sie wenige Stunden später wieder ran – und zwar gegeneinander!

    Das Wetter macht den Organisatoren des ATP-Turniers in Cincinnati derzeit einen dicken Strich durch die Rechnung – mit Folgen für die Spieler.

    Es resultiert daraus nämlich ein happiges Programm – so auch für Stanislas Wawrinka (ATP 151) und Roger Federer (ATP 2). Gewinnen beide ihre Achtelfinal-Spiele am Freitagabend, steht noch am gleichen Tag (auf 3 Uhr am Samstagmorgen angesetzt) der Schweizer Viertelfinal bevor.

    Im Achtelfinal kämpft Stan Wawrinka (ATP 151) gegen den Ungaren Marton Fucsovics (ATP 48) um den Einzug in den Viertelfinal. Beim Stand von 2:1 für den Schweizer musste das Spiel am Donnerstag aufgrund Regens unterbrochen werden.

    Auch Roger Federer hätte dann im Einsatz stehen sollen. Seine Achtelfinal-Partie gegen den Argentinier Leonardo Mayer (ATP 50) wurde immer wieder verschoben. Und dann zusammen mit allen anderen restlichen Spielen auf den Freitagabend verschoben.

    Nun drohen Federer und Wawrinka also zwei Spiele binnen weniger Stunden – vorausgesetzt es bleibt trocken und sie nehmen ihre Achtelfinal-Hürden.

    Die Partie zwischen Roger Federer und Leonardo Mayer können Sie ab ca. 18.45 Uhr live bei BLICK im Ticker mitverfolgen. (dad/nim)

    Meteorologie fürs Handy: Diese sieben Wetter-Apps überzeugen

    Meteorologie fürs Handy: Diese sieben Wetter-Apps überzeugen


    Kommt morgen ein Gewitter? Scheint am Wochenende die Sonne? Wetter-Apps gehören zu den populärsten Anwendungen auf dem Handy. Wir sagen, welche gut sind. «MeteoSwiss»: inklusive Regenradar Stärken: Personalisierbare Wetterprognosen für die...

    Kommt morgen ein Gewitter? Scheint am Wochenende die Sonne? Wetter-Apps gehören zu den populärsten Anwendungen auf dem Handy. Wir sagen, welche gut sind.

    «MeteoSwiss»: inklusive Regenradar

    Stärken: Personalisierbare Wetterprognosen für die Schweiz. Präziser Regenradar mit Prognosen für 24 Stunden. Individuell konfigurierbar und mit vielen Zusatzinfos.
    Schwächen: Ausland wird nicht abgedeckt, vom Design her nicht aufregend.
    Gratis für iPhone und Android

    «Landi Wetter»: schönes Werbegeschenk

    Stärken: Die App schneidet in Tests immer wieder sehr gut ab. Viele Features wie Niederschlagsradar, Textprognosen und Videos. 
    Schwächen: Auffälliges Design in Grün. Landi-Werbung ist sichtbar, stört aber nicht.
    Gratis für iPhone und Android

    «SRF Meteo»: TV-Wetter als App

    Stärken: Schöne Darstellung des Tagesverlaufs in ansprechender Grafik. Wichtigste Infos auf einen Blick, nicht überladen. Favoriten lassen sich abspeichern.
    Schwächen: Andere bieten grösseren Funktionsumfang.
    Gratis für iPhone und Android

    «WeatherPro»: mehr als die Schweiz

    Stärken: Internationale Wetterprognosen, in der Premium-Variante gar für 14 Tage. Wetterkarten und Regenradar gibts ebenfalls für jeden Ort der Welt. Infos über Wassertemperaturen, Bergwetter oder Windverhältnisse.
    Schwächen: Der volle Funktionsumfang ist teuer. Wettervergleich zwischen verschiedenen Orten ist mühsam.
    Gratis Basisversion, Vollversion 1 Fr. für iPhone und Android, Premium-Abo 10 Fr. im Jahr

    «The Weather Channel»: weltweite Nummer 1

    Stärken: Wetterwarnungen per Push-Meldungen für selbst ausgewählte Orte. Alle Infos auf einen Blick. Beliebteste Wetter-App weltweit.
    Schwächen: Die App wird mit Werbung finanziert, die nicht ganz diskret ist. Die zusätzlichen Wetter-Videos sind eine Geschmacksfrage.
    Gratis für iPhone und Android

    «Wetter-Alarm»: Achtung Wetter!

    Stärken: Für Favoriten-Orte (nur Schweiz) lassen sich detaillierte Push-Warnungen von Gewitter über Regen bis Schnee und Glätte einstellen. Live-Bilder von Webcams direkt integriert. 
    Schwächen: Fokussiert auf die «negativen» Seiten des Wetters. In der Tiefe weniger Details als andere.
    Gratis für iPhone und Android

    «Pflotsh SuperHD»: alle Details vom Profi

    Stärken: Unglaublich viele Infos und Details zu Wetter und Klima direkt vom Meteorologen. Prognosen basieren auf verschiedenen Modellen. Verschiedene Apps für unterschiedliche Informationsbedürfnisse erhältlich.
    Schwächen: Sehr technische, etwas unübersichtliche Grafik. Es braucht Zeit, um sich zurechtzufinden.
    Ein Monat gratis für iPhone und Android, Abo 12 Franken pro Jahr

    Ex-Wetterfee ist ihren Traum-Job los: Linda Gwerder von Campingplatz gefeuert

    Ex-Wetterfee ist ihren Traum-Job los: Linda Gwerder von Campingplatz gefeuert


    Fertig Traumjob! Vier Monate nach ihrem Start als Camping-Chefin bei Fischers Fritz in Zürich-Wollishofen muss Linda Gwerder wieder auf Arbeitssuche gehen. Noch im Juni schwärmte Linda Gwerder (33) in den höchsten Tönen über ihren «sonnigen Job»....

    Fertig Traumjob! Vier Monate nach ihrem Start als Camping-Chefin bei Fischers Fritz in Zürich-Wollishofen muss Linda Gwerder wieder auf Arbeitssuche gehen.

    Noch im Juni schwärmte Linda Gwerder (33) in den höchsten Tönen über ihren «sonnigen Job». Die Ex-Wetterfee schien als Betriebschefin auf dem Campingplatz der Beiz Fischers Fritz direkt am Zürichsee rundum glücklich. Jetzt muss sie allerdings wieder Inserate durchforsten – der Ex-Wetterfee wurde gekündigt! 

    «Linda lebt in einer anderen Welt, hat noch unzählige andere Verpflichtungen», erklärt Fischers-Fritz-Inhaber Michel Péclard ihr plötzliches Aus bei «Nau». «Alles unter einen Hut zu bringen, ist schwierig. Sie wollte deshalb nur noch 70 Prozent arbeiten, was natürlich als Kadermitglied nicht geht.» Besonders heikel: Dass man sich in dieser Frage nicht einig wurde, habe auch die ganze Belegschaft gespürt. «Unser Betrieb ist wie eine grosse Familie.»

    Gwerder und ihr Chef seien nicht verkracht

    Deshalb habe sich Péclard dazu entschieden, Gwerder gehen zu lassen. Und das, obwohl sie bei den Gästen «natürlich gut» ankam. Denn: «Das allein reicht nicht.» Zerstritten hätten sich der Chef und seine Ex-Angestellte allerdings nicht. 

    Laut dem Fischers-Fritz-Besitzer wohnt die Moderatorin auch immer noch auf dem Campingplatz. Dort zeigte sie vor zwei Monaten BLICK ihren ausgebauten Wohnwagen mit Küche und Holzterrasse. «Für mich gibt es nichts Schöneres, als auf dem Zeltplatz zu sein», sagte sie damals. (klm)

    Crash auf Italien-Rundfahrt: Rad-Talent (19) kämpft nach Horror-Sturz um sein Leben

    Crash auf Italien-Rundfahrt: Rad-Talent (19) kämpft nach Horror-Sturz um sein Leben


    Der Radrennfahrer Michael Antonelli ist bei einem Rennen in Italien schwer gestürzt. Sein Zustand ist kritisch. Fürchterlicher Crash beim Radrennen Florenz–Viareggio: Auf der Abfahrt vom Monte Oppio stürzen vier Fahrer in hohem Tempo schwer. Sie...

    Der Radrennfahrer Michael Antonelli ist bei einem Rennen in Italien schwer gestürzt. Sein Zustand ist kritisch.

    Fürchterlicher Crash beim Radrennen Florenz–Viareggio: Auf der Abfahrt vom Monte Oppio stürzen vier Fahrer in hohem Tempo schwer. Sie fallen einen Abhang hinunter. Zuschauer befürchten das Schlimmste, sofort werden die Rettungskräfte aufgeboten.

    Am heftigsten erwischt es Michael Antonelli aus San Marino. Der 19-jährige Elite-Amateur vom Team Mastromarco Sensi Nibali verletzt sich schwer, wird mit dem Rettungsheli ins Spital geflogen. Sein Zustand ist ernst – und er wird schlechter.

    Antonelli befindet sich in einem Spital in Florenz auf der Intensivstation, weitere Details sind derzeit nicht bekannt. «Wir können nur bestätigen, dass sich sein Zustand in den letzten Stunden verschlechtert hat», teilt das Team mit. «Weitere Informationen können wir erst nach Absprache mit den Ärzten und der Familie des Fahrers herausgeben.»

    Gerüchte, Antonelli sei tot, wurden vom Spital zerstreut. «Er ist juristisch und klinisch am Leben», so der Arzt Giovanni Squarci zum Portal «SMT San Marino».

    Glück im Unglück haben die weiteren drei Sturzopfer. Sie kommen mit dem Schrecken davon. Das Matromarco-Team hat sein Team nachdem Horror-Unfall vom GP von Capodarco am Donnerstag zurückgezogen. «In diesem schwierigen Moment wird alle Energie, Aufmerksamkeit, die Gedanken und Gebete der Team-Mitglieder für Michael eingesetzt», schreibt die Equipe in einer Mitteilung. (eg)

    SP-Plan gegen Gewalt an Frauen: «Der gefährlichste Ort sind die eigenen vier Wände»

    SP-Plan gegen Gewalt an Frauen: «Der gefährlichste Ort sind die eigenen vier Wände»


    BERN - Rund eine Woche nach der Genfer Attacke präsentiert die SP heute in Bern Massnahmen, um Gewalt gegen Frauen zu verhindern. Die Attacke von Genf, als fünf Frauen letzten Mittwoch brutal zusammengeschlagen wurden, sei nur die...

    BERN - Rund eine Woche nach der Genfer Attacke präsentiert die SP heute in Bern Massnahmen, um Gewalt gegen Frauen zu verhindern.

    Die Attacke von Genf, als fünf Frauen letzten Mittwoch brutal zusammengeschlagen wurden, sei nur die Spitze des Eisbergs, sagt Martine Docourt (39), Geschäftsleitungsmitglied der SP Schweiz.

    Die Sozialdemokraten haben heute an einer Medienkonferenz ihre Vorschläge präsentiert, mit denen sie die Gewalt gegen Frauen in der Schweiz einzudämmen versuchen. Das mit den vier Frauen der SP-Geschäftsleitung, Nationalrätin Marina Carobbio (52), Juso-Chefin Tamara Funiciello (28), Nationalrätin Barbara Gysi, Ständerätin Géraldine Savary (49) sowie der Co-Präsidentin der SP Frauen, Martine Docourt hochkarätig besetzte Podium fordert einen Fünf-Punkte-Plan.

    Die SP spricht von fatalen Fehlern

    Gemäss Marina Carobbio hat die Schweiz zwar eine nationale Strategie gegen Littering und eine gegen Hooligans: «Aber nicht in diesem essenziell wichtigen Bereich. Das ist unhaltbar.»

    Darum müsse der Bund nun eine Präventionskampagne zum Thema «Nein heisst Nein» lancieren, und zwar so schnell wie möglich. Denn das «Nein» der Frau würde häufig «als sportliche oder romantische Herausforderung dargestellt» und werde so zu einem «Nährboden für Belästigung, Übergriffen und Gewalt», führte Géraldine Savary aus.

    Die Prävention von Gewalt müsse besonders in den Schulen stattfinden und so früh wie möglich einsetzen. Der Bundesrat hat sich laut Barbara Gysi aber bisher gegen eine solche Kampagne gestellt. Für sie ist klar: «Ein fataler Fehler, wie sich in Genf gezeigt hat.»

    Solange sie benachteiligt sind, gebe es Gewalt an Frauen

    Ausserdem müssten Beratungsstellen, Therapieangebote und Frauenhäuser gestärkt werden. Besonders Letztere seien heutzutage dermassen am Limit, dass hilfesuchende Frauen häufig in andere Kantone oder sogar ganz abgewiesen werden müssten. Ausserdem, so Savary, brauche es endlich eine unabhängige Beobachtungsstelle, die statistische Daten über Gewalt an Frauen erhebe. 

    Laut Tamara Funiciello sind Frauenhäuser besonders wichtig, denn «der gefährlichste Ort für Frauen sind noch immer ihre eigenen vier Wände». Hierzulande werde alle zwei Wochen eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet.

    Und zuletzt erinnert die SP an den Beitritt der Schweiz zur Istanbul-Konvention. Die verschiedenen damit verbundenen Massnahmen, die die Gleichstellung zwischen Mann und Frau fördern sollten, müssten nun endlich umgesetzt werden. Denn die Verwirklichung der rechtlichen und der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern ist laut Savary ein wesentliches Element der Verhütung von Gewalt an Frauen: «Solange Frauen strukturell benachteiligt sind, wird es Gewalt an Frauen geben.»

    «Tante Ju» sicher in Deutschland gelandet: «Pure Erleichterung»

    «Tante Ju» sicher in Deutschland gelandet: «Pure Erleichterung»


    13 Tage nach dem Horror-Crash der Ju-52 am Piz Segnas nimmt die Ju-Air heute Freitag den Flugbetrieb wieder auf. Vor dem ersten Flug wurde auf 11 Uhr eine Pressekonferenz auf dem Militärflugplatz in Dübendorf ZH angesetzt. Beim tragischen Absturz des...

    13 Tage nach dem Horror-Crash der Ju-52 am Piz Segnas nimmt die Ju-Air heute Freitag den Flugbetrieb wieder auf. Vor dem ersten Flug wurde auf 11 Uhr eine Pressekonferenz auf dem Militärflugplatz in Dübendorf ZH angesetzt.

    Beim tragischen Absturz des Oldtimer-Flugzeugs Ju-52 HB-HOT am Piz Segnas kamen am 4. August 20 Menschen ums Leben (BLICK berichtete). 17 Passagiere sowie die drei Besatzungsmitglieder starben, als die Maschine in den Bündner Bergen fast senkrecht in den Boden krachte. 13 Tage nach dem Horror-Crash nimmt die Ju-Air den Flugbetrieb heute wieder auf.

    «Den optimalen Zeitpunkt gibt es nicht. Für die einen kommt er zu früh, für die anderen zu spät. Für uns steht aber fest: Wir wollen, dass es weitergeht», sagt Andreas Pfisterer (49), Chefpilot der Ju-Air, zu BLICK. Pfisterer wird den ersten Ju-52-Flug, der heute von Dübendorf ZH nach Bensheim (D) startet, pilotieren.

    «Ich vertraue der Maschine und der Crew»

    Auch Ju-Air-CEO Kurt Waldmeier wird ins Cockpit der Ju-52 steigen. Nach dem die erste Junkers-Maschine in Richtung Deutschland gestartet ist, wird sich der Chef für einen Rundflug über Dübendorf ans Steuer der zweiten «Tante Ju» setzen. Er will damit «eine klares Zeichen setzen», erklärt er. «Ich vertraue der Maschine und der Crew, deswegen fliege ich den Rundflug selbst», sagt Waldmeier zu BLICK.

    Die Ermittlungen der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) zur Absturzursache der verunglückten «Tante Ju» dauern weiter an. «Bis jetzt haben sich keine Hinweise auf ein generelles technisches Problem dieses Flugzeugtyps ergeben», heisst es seitens des Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl).

    Bazl erlässt Auflagen für Wiederaufnahme des Flugbetriebs

    Für die Wiederaufnahme des Flugbetriebs der Ju-Air gab das Bazl gestern grünes Licht – jedoch unter Auflagen. Die Aufsicht bei der Ju-Air wurde erhöht. Die Rundflug-Airline muss vorläufig bei Flügen eine Minimalhöhe einhalten und ein GPS-Gerät zur Aufzeichnung des Flugs an Bord haben. Zudem wurde eine strikte Anschnallpflicht während des kompletten Flugs verhängt.

    «Wir wissen nicht, was passiert ist zum Zeitpunkt des Absturzes. Es könnte sein, dass Passagiere herumgelaufen sind und dadurch den Schwerpunkt des Flugzeugs verändert haben. Möglich ist auch, dass die Piloten im Cockpit gestört wurden», sagt Bazl-Sprecher Urs Holderegger zu BLICK. Und bringt damit eine neue Absturzmöglichkeit ins Spiel. 

    «Eine nachvollziehbare Vorstellung», sagt Aviatik-Experte Hansjörg Egger. Bei Panorama-Flügen sei es ein Problem, dass die Passagiere gerne auch die Aussicht auf der anderen Seite geniessen wollen. «Ich kann mir vorstellen, dass diese Situation aufgetreten ist, da es darum ging, das Martinsloch zu sehen», sagt Egger. «Diese Gewichtsverschiebungen merkt man als Pilot sofort.»

    «Besuche im Cockpit sind nicht mehr erlaubt»

    Diese ist für Ju-Air-Sprecher Christan Gartmann «reine Spekulation». Er räumt aber ein: «Bisher war es den Passagieren erlaubt, für einen Schnappschuss ihren Platz kurzzeitig zu verlassen.» Das ist jetzt nicht mehr möglich. «Vorläufig sind auch Besuche im Cockpit nicht mehr erlaubt», so Gartmann. Dennoch: «Wir begrüssen das rasche Handeln des Bazl und werden die Auflagen ohne Ausnahme erfüllen. Viele davon basieren auf unseren Vorschlägen», sagt Ju-Air-CEO Waldmeier. 

    Heute ist um elf Uhr eine Pressekonferenz der Ju-Air angesetzt. Unter anderen werden CEO Waldmeier und Chefpilot Pfisterer zur Zukunft der Rundflug-Airline Auskunft geben. BLICK überträgt live.

    Mehrere Schwerverletzte: Flixbus auf deutscher Autobahn verunfallt

    Mehrere Schwerverletzte: Flixbus auf deutscher Autobahn verunfallt


    Ein Autobus der Firma Flixbus ist in der Nähe von Rostock (D) aus ungeklärten Gründen in einen Graben gefahren und umgekippt. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Ein Flixbus ist am Freitagmorgen auf der Autobahn A19 bei Linstow in der Nähe der...

    Ein Autobus der Firma Flixbus ist in der Nähe von Rostock (D) aus ungeklärten Gründen in einen Graben gefahren und umgekippt. Zahlreiche Menschen wurden verletzt.

    Ein Flixbus ist am Freitagmorgen auf der Autobahn A19 bei Linstow in der Nähe der deutschen Stadt Rostock verunglückt. Wie ein Polizeisprecher laut der Nachrichtenseite «bild.de» sagt, wurde die Autobahn in Richtung Berlin gesperrt.

    Der Bus sei aus ungeklärten Gründen in einen Graben gefahren und umgekippt. Nach neusten Erkenntnissen wurden 16 Menschen mittelschwer bis schwer verletzt. Wie die Polizei mitteilt, befanden sich zum Unfallzeitpunkt 61 Passagiere aus 22 Ländern und zwei Busfahrer an Bord. Der Bus sei von Skandinavien über Dänemark und Rostock nach Berlin unterwegs gewesen.

    Es waren keine Schweizer an Bord des Unfall-Busses, wie die zuständige Polizei gegenüber BLICK bestätigt.

     

    Passagier eingeklemmt

    Einer der Passagiere wurde eingeklemmt und musste nach Angaben der Polizei von Rettern aus dem Bus herausgeschnitten werden. Weitere Fahrzeuge sind nicht in den Unfall verwickelt.

    Der tschechische Fahrer, der am Steuer sass, wurde ärztlich untersucht. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest ergab 0,00 Promille. Eine Flixbus-Sprecherin bestätigt, dass es sich beim verunfallten Fahrzeug um einen Fernbus ihres Unternehmens handelt.

    Rettungskräfte aus der gesamten Region waren im Einsatz. Auch ein Rettungshelikopter wurde zum Unfallort abkommandiert. (noo/SDA)

    Deutsche verwechseln Satiriker mit Shiva: Hier zieht Mike Müller in den Container

    Deutsche verwechseln Satiriker mit Shiva: Hier zieht Mike Müller in den Container


    Statt einem Bild von Hellseher Mike Shiva, zeigt ein deutsches Heft ein Foto von Satiriker Mike Müller. Insgesamt 12 prominente Bewohner werden dieses Jahr in Deutschlands härtester Herberge leben. Die ersten neun Stars sind bereits am Mittwoch bei...

    Statt einem Bild von Hellseher Mike Shiva, zeigt ein deutsches Heft ein Foto von Satiriker Mike Müller.

    Insgesamt 12 prominente Bewohner werden dieses Jahr in Deutschlands härtester Herberge leben. Die ersten neun Stars sind bereits am Mittwoch bei «Promi Big Brother» eingezogen. Sie leben jetzt abgeschottet von der Aussenwelt auf einer 70 Quadratmeter grossen Baustelle unter freiem Himmel.

    Mike Shiva wurde mit Mike Müller verwechselt

    Unter ihnen auch Hellseher Mike Shiva (54). Das deutsche Klatsch-Magazin «Closer» stellt die Kandidaten vor – und lässt sich bei der Foto-Auswahl an der Nase herumführen. Statt den echten Mike Shiva druckten sie ein Foto von Satiriker Mike Müller (54). 

    Er selbst wurde von einem Fan auf den Fehler aufmerksam gemacht – und twitterte amüsiert: «Entweder habe ich eine tolle Maskenbildnerin oder ‹Closer› hat eine schlampige Bildredaktion.» (paf)

     

    Aviatiker über Anschnallpflicht bei Ju-Air: «Der Pilot merkt jede Gewichtsverschiebung»

    Aviatiker über Anschnallpflicht bei Ju-Air: «Der Pilot merkt jede Gewichtsverschiebung»


    Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) hat heute eine neue mögliche Absturztheorie verkündet. Aviatik-Experte Hansjörg Egger kann diese nachvollziehen. Obwohl die Untersuchungen zum Ju-Absturz derzeit auf Hochtouren laufen, erstaunte der Bund heute...

    Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) hat heute eine neue mögliche Absturztheorie verkündet. Aviatik-Experte Hansjörg Egger kann diese nachvollziehen.

    Obwohl die Untersuchungen zum Ju-Absturz derzeit auf Hochtouren laufen, erstaunte der Bund heute mit einer neuen Möglichkeit, warum die Oldtimer-Maschine abgestürzt sein könnte.

    Das Bundesamt für Zivilluftfahrt hat heute Auflagen für weitere Ju-Flüge verkündet. Darunter hat das Amt die Anschnallpflicht verfügt und zwar wegen der neuen Absturztheorie: «Wir wissen nicht, was passiert ist zum Zeitpunkt des Absturzes. Es könnte sein, dass Passagiere herumgelaufen sind und dadurch den Schwerpunkt des Flugzeugs verändert haben. Möglich ist auch, dass die Piloten im Cockpit gestört wurden», sagt Bazl-Sprecher Urs Holderegger heute zu BLICK.

    Besuch im Cockpit könnte schuld sein

    «Das ist eine völlig nachvollziehbare Vorstellung», sagt Aviatik-Experte Hansjörg Egger. Bei Panorama-Flügen sei es generell ein Problem, dass die Passagiere gerne auch die Aussicht auf der anderen Seite geniessen wollen. Deshalb würden sie meist von einem zum anderen Fenster pilgern. «Diese Gewichtsverschiebungen merkt man als Pilot sofort», so Egger.

    Wenn eine Maschine dann schon am fliegerischen Limit sei, könne eine solche Gewichtsverschiebung einen Piloten klar in Bedrängnis bringen. «Ich kann mir vorstellen, dass diese Situation aufgetreten ist, als es darum ging, das Martinsloch zu sehen», sagt Egger weiter. Somit könnten sich abrupt alle Passagiere auf dieselbe Seite des Fliegers gewandt haben. Aber auch der berühmte Besuch der Passagiere im Ju-Cockpit könne den Flieger so ausser Kontrolle gebracht haben.

    Für den Experten ist deshalb klar: «Passagiere gehören in einem Flugzeug angeschnallt.»

    Ju-Sprecher hält nichts von der Theorie

    BLICK konfrontierte Ju-Air-Sprecher Christan Gartmann mit den Aussagen des Bazl-Sprechers: «Reine Spekulation», ist Gartmanns erste Reaktion. Das Flugzeug habe grosse Fenster, eigentlich müsse man nicht aufstehen, um zum Flugzeug rausschauen zu können. «Wenn jemand bei einem Flug am Matterhorn vorbei aufstehen wollte, um kurz ein Bild zu machen, war das bisher kein Problem», sagt Gartmann.

    Mit der neuen Regelung aber gilt für die Passagiere absolute Anschnallpflicht. «Besuche im Cockpit sind somit vorläufig nicht mehr erlaubt», so Gartmann. Der Besuch der Piloten war für viele Passagiere eines der Highlight auf einem Ju-52-Flug.

    Krach um festgehaltener US-Priester: USA drohen Türkei mit weiteren Sanktionen

    Krach um festgehaltener US-Priester: USA drohen Türkei mit weiteren Sanktionen


    Die US-Regierung hat Ankara mit weiteren Sanktionen gedroht, sollte der in der Türkei festgehaltene US-Pastor Andrew Brunson nicht schnell freigelassen werden. Die USA seien zu weiteren Strafmassnahmen bereit, teilte Finanzminister Steven Mnuchin am...

    Die US-Regierung hat Ankara mit weiteren Sanktionen gedroht, sollte der in der Türkei festgehaltene US-Pastor Andrew Brunson nicht schnell freigelassen werden. Die USA seien zu weiteren Strafmassnahmen bereit, teilte Finanzminister Steven Mnuchin am Donnerstag mit.

    Der evangelikale Pfarrer Brunson sitzt seit Oktober 2016 unter Spionage- und Terrorvorwürfen in türkischer U-Haft. US-Präsident Trump und sein Vize Mike Pence dringen seit langem auf seine Freilassung.

    Anfang August verhängte Trump wegen des Konflikts Sanktionen gegen zwei türkische Minister und schickte damit die ohne schwächelnde türkische Lira auf Talfahrt. Am Mittwoch wies ein Gericht in Izmir einen erneuten Antrag Brunsons auf seine Freilassung zurück.

    Ausserdem verdoppelte Trump die Zölle auf türkische Stahl- und Aluminiumimporte. Als Vergeltung rief der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan seine Landsleute am Dienstag zum Boykott elektronischer Geräte aus den USA auf. Am Mittwoch hob die türkische Regierung die Einfuhrzölle auf mehrere US-Produkte deutlich an.

    Von den neuen Zöllen, die Präsident Recep Tayyip Erdogan per Dekret in Kraft setzte, sind vor allem Autos, alkoholische Getränke, Tabak- und Kosmetikprodukte aus den USA betroffen. Für Autos betragen sie 120 Prozent, für alkoholische Getränke 140 Prozent und für Tabak 60 Prozent. Trumps Sprecherin Sarah Sanders erklärte dazu am Mittwoch, die Anhebung der Zölle sei «sicher bedauerlich und ein Schritt in die falsche Richtung». (SDA)

     

    Yvonne Feri und Babette Sigg Frank im Talk: «Diese Männer sind schockiert, weil Frauen hier den Ton angeben»

    Yvonne Feri und Babette Sigg Frank im Talk: «Diese Männer sind schockiert, weil Frauen hier den Ton angeben»


    SP-Nationalrätin Yvonne Feri und CVP Frauen-Präsidentin Babette Sigg Frank sind sich nicht einig, wie stark Gewalt gegen Frauen mit der Nationalität der Täter zusammenhängt. Nach den jüngsten Ereignissen in Genf und an der Street Parade, wo Frauen...

    SP-Nationalrätin Yvonne Feri und CVP Frauen-Präsidentin Babette Sigg Frank sind sich nicht einig, wie stark Gewalt gegen Frauen mit der Nationalität der Täter zusammenhängt.

    Nach den jüngsten Ereignissen in Genf und an der Street Parade, wo Frauen brutal angegriffen wurden, lud BLICK zwei Politikerinnen zum Talk: Yvonne Feri (52), SP-Nationalrätin, und Babette Sigg Frank (56), Präsidentin der CVP Frauen. Die zentrale Frage: Inwiefern hängt Migration und Gewalt gegen Frauen zusammen?

     

    Babette Sigg Frank ist sich sicher: Das Frauenbild anderer Kulturen hat einen Zusammenhang mit Gewalt gegen Frauen. «Die Männer und Buben sind schockiert, wenn sie in die Schweiz kommen, weil es hier Frauen gibt, die den Ton angeben», sagt sie und betont: «Das ist aber kein Grund, sich Frauen gegenüber respektlos zu verhalten!»

    Yvonne Feri relativierte: Sie sei oft im Ausland unterwegs, beispielsweise in afrikanischen Ländern oder in Indien: «Dort ist der Frauenanteil in den Parlamenten viel höher als bei uns, und auch in den Familien sind es die Frauen, die wichtige Entscheidungen treffen», so Feri.

     

    Im gesamten Bewusstsein seien die Frauen schon nicht gleichgestellt, es gebe Hierarchien. «Trotzdem sind sich Menschen aus diesen Ländern aber gewohnt, dass Frauen auch Führungspersonen sind», so Feri weiter.

    Feri räumte aber ein, dass Kinder, die in Kriegsgebieten aufgewachsen sind, Gewalt im Erwachsenenalter vermehrt anwenden. Deshalb plädiert sie dafür, bei der Bildung der Kinder von Migranten zu beginnen: «Wir müssen mit Aufklärung arbeiten!» Auch beim Recht müsse man ansetzen.

    «Bevölkerung muss merken, dass Täter ausgeschafft werden»

    Babette Sigg Frank reicht gutes Zureden nicht – sie will, das bestehende Gesetze schärfer umgesetzt werden: «Ich glaube, ich spreche für ganz viele Schweizer, wenn ich sage, dass ich endlich sehen möchte, dass solche Menschen nachhaltig bestraft werden», sagt Sigg Frank. Die Bevölkerung müsse merken, dass ausländische Täter auch ausgeschafft werden und nicht immer mildernde Umstände gelten.

    Ein Konsens der beiden Frauen. Zumindest in einem Punkt: Das Strafmass sei viel zu oft zu gering – «bei schweizerischen wie ausländischen Tätern», so Feri. Doch eine rote Linie kennt die SP-Frau: Ausschaffungen in Länder, wo Tätern die Todesstrafe droht, sind übertrieben.

    Wütend machte die beiden Frauen auch die Umkehrung der Täter-Opfer-Rolle. Das zeigte sich in den letzten Tagen vor allem in den Kommentarspalten zu den Ereignissen in Genf und der Street Parade. Frauen seien selbst an Übergriffen schuld, wenn sie sich freizügig kleiden, ist dort oft der Tenor. Haben wir die Mini-Rock-Diskussion wirklich noch nicht überwunden? «Anscheinend nicht», so CVP-Frau Sigg Frank. «Und das macht mich wirklich rasend.»

    Nach Genf-Attacke – Staatsanwalt bestätigt: Frauen-Schläger sind auf der Flucht!

    Nach Genf-Attacke – Staatsanwalt bestätigt: Frauen-Schläger sind auf der Flucht!


    Acht Tage nach der brutalen Attacke auf fünf Frauen in Genf sind die Schläger ermittelt, die meisten identifiziert. Aber: noch nicht verhaftet! Die Staatsanwaltschaft von Annecy (F) bestätigt gegenüber BLICK, dass sie auf der Flucht sind. Am Mittwoch...

    Acht Tage nach der brutalen Attacke auf fünf Frauen in Genf sind die Schläger ermittelt, die meisten identifiziert. Aber: noch nicht verhaftet! Die Staatsanwaltschaft von Annecy (F) bestätigt gegenüber BLICK, dass sie auf der Flucht sind.

    Am Mittwoch vergangener Woche attackierte und verprügelte eine Männergruppe fünf Frauen in der Nähe des Genfer Nachtclubs Petit Palace.

    Zuvor feierten sowohl Opfer wie auch Täter im Club. Um 5 Uhr kam es zum Gewaltakt. Zwei Frauen wurden schwer verletzt, eine lag mehrere Tage im Koma (BLICK berichtete). Mittlerweile ist sie aus dem Koma erwacht, ihr Zustand ist aber immer noch besorgniserregend.

    Nach der brutalen Tat flüchteten die Angreifer. Ein Augenzeuge sagte zu BLICK, dass es sich um fünf Täter handle und mindestens drei von ihnen Maghrebiner seien. Sie sollen sich mit einem Auto mit französischem Kennzeichen davongemacht haben.

    In den letzten Tagen wurde in den französischen Départements Ain und Haute-Savoie nach den Tätern gefahndet. Das bestätigte Staatsanwalt Pierre Filliard von der Staatsanwaltschaft Annecy (F) gegenüber BLICK.

    «Es sind Franzosen – und sie sind auf der Flucht»

    Am Dienstagabend teilte die Genfer Staatsanwaltschaft mit, dass nach eingehenden Abklärungen der Kriminalpolizei die Schläger ermittelt wurden. Die meisten der mutmasslichen Angreifer seien sogar identifiziert. Nur: Gefasst wurden die Männer noch nicht. Es gab bisher keine Verhaftungen.

    Jetzt ist auch klar, warum! Am Donnerstagmorgen bestätigt Filliard von der ermittelnden Staatsanwaltschaft Annecy gegenüber BLICK: «Die Tatverdächtigen sind Franzosen – und sie sind auf der Flucht!» Über einen möglichen Migrationshintergrund der Verdächtigen wollte die Staatsanwaltschaft keine Auskunft geben.

    Laut «Radio Lac» sollen die Verdächtigten in der Region um die Stadt Thonon-les-Bains wohnhaft sein. Thonon liegt auf der französischen Seite des Genfersees. Gut eine Autostunde vom Tatort entfernt. Unter den mutmasslichen Schlägern befinde sich kein Minderjähriger, sagte Staatsanwalt Filliard gegenüber «Radio Lac».

    «Männerbild ist durchtränkt von Gewalt»: Männerorganisation fordert Kampagne vom Bund

    «Männerbild ist durchtränkt von Gewalt»: Männerorganisation fordert Kampagne vom Bund


    Es brauche neue Männerbilder, um Gewaltexzesse zu verhindern, so die Männerorganisation. Sie verlangt vom Bund jetzt eine Kampagne. Die Taten schockieren die Schweiz: In Zürich und Genf verprügelten Gruppen von jungen Männern mehrere Frauen, die...

    Es brauche neue Männerbilder, um Gewaltexzesse zu verhindern, so die Männerorganisation. Sie verlangt vom Bund jetzt eine Kampagne.

    Die Taten schockieren die Schweiz: In Zürich und Genf verprügelten Gruppen von jungen Männern mehrere Frauen, die sich ihren Annäherungsversuchen verweigert haben.

    Das Street-Parade-Opfer Géraldine Nowa (29) erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma. Zwei Frauen, die vor dem Genfer Club Petit Palace zusammengeschlagen wurden, sind schwer verletzt, eine befindet sich noch immer in kritischem Zustand.

    «Echter Mann» darf keine Gefühle zeigen

    Jetzt meldet sich Markus Theunert (45), Geschäftsleitungsmitglied von Männer.ch, dem Dachverband Schweizer Männer- und Väterorganisationen zu Wort: «Auch wir sind schockiert über diese Ereignisse», sagt er.

    Jetzt aber einzelne Gruppen «schuldiger Männer» herauszupicken, sei der völlig falsche Ansatz, weil er vom eigentlichen Problem ablenke. Dieses sei viel grundsätzlicher, so Theunert.

    «Unser Männerbild ist durchtränkt von Gewalt. Wenn wir unseren Buben einimpfen, dass ein ‹echter Mann› keine Gefühle zeigen darf und Gewalt gegen sich selbst und gegen andere ‹männlich› ist, dann dürfen wir uns doch über solche Exzesse nicht wundern.»

    «Bund vernachlässigt Aufgabe sträflich»

    Der Chef der Männerorganisation verlangt jetzt ein Umdenken in der Gesellschaft. «Wenn wir das Problem wirklich an der Wurzel lösen wollen, brauchen wir neue Männerbilder, also einen gesellschaftlichen Lernprozess, der alle angeht.»

    In der Buben- und Männerarbeit hätte man längst die Konzepte, um das anzugehen. Das wäre die beste und kostengünstigste Gewaltprävention, ist Theunert überzeugt. Doch es werde viel zu wenig gemacht. «In der Schweiz ist das Bewusstsein dafür kaum vorhanden.»

    Entsprechende Angebote würden in den allermeisten Fällen von Privaten ausgehen. Staatliche Unterstützung gibt es so gut wie keine. «Bund und Kantone vernachlässigen ihre Aufgaben sträflich», so das vernichtende Fazit von Theunert. 

    Ju-Air-Passagiere müssen künftig angeschnallt sein: Wurden die Piloten im Cockpit gestört?

    Ju-Air-Passagiere müssen künftig angeschnallt sein: Wurden die Piloten im Cockpit gestört?


    Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) erlaubt Ju-Air zwar wieder zu fliegen, aber nur unter Auflagen: Erstens verlangt das Bazl, dass vorläufig bei Flügen eine Minimalhöhe eingehalten wird. Zudem müssen sich die Passagiere inskünftig immer...

    Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) erlaubt Ju-Air zwar wieder zu fliegen, aber nur unter Auflagen: Erstens verlangt das Bazl, dass vorläufig bei Flügen eine Minimalhöhe eingehalten wird. Zudem müssen sich die Passagiere inskünftig immer anschnallen.

    Wie das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt, darf die Ju-Air nach dem tödlichen Unglück am Piz Segnas wieder abheben. Doch das Bazl stellt Bedingungen.

    Erstens wird verlangt, dass vorläufig bei Flügen eine Minimalhöhe eingehalten werden muss, die über der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestflughöhe liegt. Zweitens müssen die Flugzeuge der Ju-Air ab sofort ein GPS-Datenaufzeichungsgerät mitführen, das jeden Flug aufzeichnet und eine nachträgliche Beurteilung der Flugroute erlaubt. Drittens sollen die Passagiere während des Fluges angeschnallt bleiben und nicht mehr frei im Flugzeug zirkulieren können. Dies gilt auch für Besuche im Cockpit während des Fluges.

    «Möglich, dass die Piloten im Cockpit gestört wurden»

    Grund für die Anschnall-Pflicht: «Wir wissen nicht, was passiert ist zum Zeitpunkt des Absturzes. Es könnte sein, dass Passagiere herumgelaufen sind und dadurch den Schwerpunkt des Flugzeugs verändert haben. Möglich ist auch, dass die Piloten im Cockpit gestört wurden», sagt Bazl-Sprecher Urs Holderegger zu BLICK

    Daraufhin konfrontiert BLICK Ju-Air-Sprecher Christan Gartmann mit der neuen Absturz-Theorie des BAZL. «Reine Spekulation», ist Gartmanns erste Reaktion. Das Flugzeug hat grosse Fenster, eigentlich müsse man nicht aufstehen, um zum Flugzeug rausschauen zu können. «Wenn jemanden bei einem Flug am Matterhorn vorbei aufstehen wollte, um kurz ein Bild zu machen, war das bisher kein Problem», sagt Gartmann. Mit der neuen Regelung aber gilt für die Passagiere absolute Anschnallpflicht. «Besuche im Cockpit sind somit vorläufig nicht mehr erlaubt», so Gartmann. Der Besuch der Piloten war für viele Passagiere eines der Highlight auf einem Ju-52-Flug.

    Froh über Auflagen

    Diese vorsorglichen Massnahmen müssen von der Ju-Air vor Aufnahme des Flugbetriebes umgesetzt werden. «Die Ju-Air hat dem Bazl bereits zugesichert, dass sie diese Auflagen entsprechend umsetzen wird», heisst es in der Mitteilung. Sollten sich aus der laufenden Sicherheitsuntersuchung der Sust weitere Massnahmen aufdrängen, behält sich das Bazl vor, zusätzliche Sofortmassnahmen zu verfügen.

    «Wir begrüssen die Auflagen des Bazl. Viele davon basieren auf Vorschlägen unsererseits», sagt Christian Gartmann, Sprecher der Ju-Air, auf Anfrage von BLICK. «Selbstverständlich wird die Ju-52 neu auch mit einem GPS ausgestattet sein.» In einer schriftlichen Mitteilung von Ju-Air heisst es, man werde die Auflagen des Bazl «vollumfänglich erfüllen».

    Keine Kontrolle bei den ersten Flügen

    Ob das auch tatsächlich umgesetzt wird, wird das Bazl bei den morgigen Flügen nicht kontrollieren. «Ein Inspektor wird nicht mitfliegen und kontrollieren. Gemeinsam wurden die neuen Auflagen erarbeitet. Deswegensind wir uns sicher, dass die Ju-Air sich auch daran hält», sagt Holderegger.

    Sollten die Auflagen aber ignoriert werden, könnte der Entzug der Betriebsbewilligung drohen. Das heisst: Flugverbot!

    Nach dem Absturz der Ju-Air-Maschine vom 4. August mit 20 Todesopfern setzte die Ju-Air ihren Flugbetrieb vorläufig aus. Am 17. August soll er wieder aufgenommen werden. (rad/noo/jmh)

    Investitionen stabilisieren Lira: Katar-Emir rettet Erdogan mit Milliarden-Spritze

    Investitionen stabilisieren Lira: Katar-Emir rettet Erdogan mit Milliarden-Spritze


    Inmitten der Währungskrise erhält die Türkei Unterstützung von Katar. Der Emir des arabischen Landes Tamim bin Hamad al-Thani sagte dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan Direktinvestitionen zu. In Milliardenhöhe! Katar eilt der Türkei...

    Inmitten der Währungskrise erhält die Türkei Unterstützung von Katar. Der Emir des arabischen Landes Tamim bin Hamad al-Thani sagte dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan Direktinvestitionen zu. In Milliardenhöhe!

    Katar eilt der Türkei in der Währungskrise zu Hilfe. 15 Milliarden Dollar versprach Tamim bin Hamad al-Thani dem türkischen Präsidenten am Mittwoch, wie das Präsidialamt mitteilte. Informationen aus Regierungskreisen zufolge soll das Geld in die Finanzmärkte und Banken gehen.

    Die Lira hat sich am Mittwoch wieder etwas stabilisiert, ein Dollar kostete mit 5,99 Lira 5,7 Prozent weniger. Geholfen hat der Lira Marktteilnehmern zufolge hauptsächlich die milliardenschweren Finanzspritze aus Katar. Am Nachmittag will zudem der türkische Finanzminister Berat Albayrak eine Telefonkonferenz mit Investoren abhalten.

    Lira hat seit Jahresbeginn fast 40 Prozent verloren

    Die türkischen Bankenwächter hatten Devisen-Tauschgeschäfte türkischer Banken mit ausländischen Investoren weiter eingeschränkt. Die Zentralbank hatte zu Wochenbeginn angekündigt, alle nötigen Schritte zu unternehmen, um die Liquiditätsversorgung der heimischen Geldhäuser zu gewährleisten.

    Die türkische Lira hat seit Jahresbeginn im Vergleich zum Dollar fast 40 Prozent verloren, auch wegen Sorgen über den wachsenden Einfluss von Präsident Recep Tayyip Erdogan auf die Wirtschaft und seine Forderungen nach niedrigeren Zinsen trotz einer hohen Inflation.

    Streit um US-Pastor

    Die Türkei und die USA streiten um den in der Türkei in Hausarrest festgehaltenen US-Pastor Andrew Brunson. Trump hatte deswegen die Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium aus der Türkei verdoppelt.

    Die Türkei hob daraufhin unter anderem die Zölle für Autos aus den USA deutlich an. Auch bei alkoholischen Getränken, Tabak, Kosmetika oder Kohle sind höhere Abgaben fällig. Ermittler werfen Brunson Verbindungen zu dem in den USA lebenden Geistlichen Fethullah Gülen vor, der nach Darstellung der Regierung hinter dem Putschversuch vor zwei Jahren steckt. (SDA)

     

    Zuger Paar sass in verunglückter Ju-52: Simone L. (†43) und Marco M. (†47) flogen in den Tod

    Zuger Paar sass in verunglückter Ju-52: Simone L. (†43) und Marco M. (†47) flogen in den Tod


    Der Absturz der Tante Ju am Piz Segnas vor knapp zwei Wochen hat ganze Familien auseinander gerissen. Auch unter den Opfern des tragischen Unglücks: das Zuger Paar Simone L. (†43) und Marco M. (†47). Die Erlebnisreise mit der Ju-52 ins Tessin...

    Der Absturz der Tante Ju am Piz Segnas vor knapp zwei Wochen hat ganze Familien auseinander gerissen. Auch unter den Opfern des tragischen Unglücks: das Zuger Paar Simone L. (†43) und Marco M. (†47).

    Die Erlebnisreise mit der Ju-52 ins Tessin endete am 4. August in einer Tragödie: Um 16.56 Uhr kracht die Oldtimer-Maschine unweit des Martinslochs am Piz Segnas oberhalb von Flims GR fast senkrecht in den Boden. An Bord der Unglücksmaschine waren 20 Personen – darunter auch das Zuger Paar Simone L.* (†43) und ihr Marco M.* (†47) aus Unterägeri ZG. Sie Primarschullehrerin, er Qualitäts-Manager.

    Weder sie noch die anderen an Bord hatten eine Chance. Sie waren auf der Stelle tot. «Zusammen haben sie ihr Glück gefunden und hatten noch viele Pläne», heisst es in der Traueranzeige, die am Dienstag in der «Luzerner Zeitung» erschien.

    Sie hatte «einen feinen Humor»

    Simone L. war vor drei Jahren an die Baarer Schulen gewechselt, um dort als Lehrerin zu arbeiten. Sie unterrichtete die Mittelstufe am Schulhaus Inwil in Baar ZG. «Simone L. hat Spuren für ihre Schülerinnen und Schüler und uns Erwachsene gelegt.» In der Todesanzeige erinnern sich Arbeitskollegen der Schulen Baar wie auch der örtliche Gemeinderat an ihre «geschätzte Lehrerkollegin».

    Sie hatte «einen feinen Humor», war geduldig und hilfsbereit. «Das Wohl des Kindes, der persönliche Kontakt zu jedem von ihnen und das gute Klima innerhalb der Klasse bedeuteten ihr alles.» Für das Umfeld des Paares ist ihr plötzlicher Tod unfassbar. So macht sich auch bei Marco M.'s Arbeitgeber, der Medela AG in Baar ZG, Fassungslosigkeit breit.

    Zuger Gemeinde unter Schock

    «Wir haben via Human Resources vom Tod unseres Mitarbeiters erfahren», sagt Medela-Sprecher Martin Elbel zu BLICK. Die Firma mit Sitz in Baar ZG ist auf Still-Produkte spezialisiert. In der Todesanzeige äussert sich das Unternehmen betroffen über das tragische Unglück: «Wir werden dich sehr vermissen und können uns kaum vorstellen, dich nie mehr bei uns zu sehen.»

    Der Tod des Zuger Paares hat ein klaffendes Loch in die Familien von Simone L. und Marco M. gerissen. Tragisch: Die 43-Jährige hat zwei Kinder. 

    Nachbarn des Zuger Paares in Unterägeri stehen auch knapp zwei Wochen nach dem Absturz der Ju-52 am Piz Segnas noch immer unter Schock. «Es war das perfekte Wetter für so einen Ausflug», sagt eine Bekannte zu BLICK. «Dass es in einer solchen Tragödie endete, kann ich noch immer nicht glauben.»

    Aus der Mitte ihrer Liebsten gerissen

    Unter den 20 Todesopfern ist auch das Ehepaar Georges (†84) und Helga R.* (†75) aus Brent VD. Auch sie wurden unvermittelt aus der Mitte ihrer Liebsten gerissen.

    Sie wohnten seit den frühen 2000er Jahren im Weiler Fontanivent oberhalb des Dorfs Brent. Nachbarn beschreiben die beiden Senioren gegenüber «Le Matin» als «sehr diskrete Menschen». Sie hinterlassen zwei Söhne und fünf Enkelkinder. 

    *Namen der Redaktion bekannt

    Angehörige nehmen in Genua Abschied von den Opfern: Die Tränen nach der Brücken-Tragödie

    Angehörige nehmen in Genua Abschied von den Opfern: Die Tränen nach der Brücken-Tragödie


    Beim Einsturz einer vierspurigen Autobahn-Brücke in Genua am Dienstag wurden mindestens 38 Menschen in den Tod gerissen. Am Freitag wurden die sterblichen Überreste der Opfer aufgebahrt. Viele Angehörigen versammelten sich, um gemeinsam um ihre...

    Beim Einsturz einer vierspurigen Autobahn-Brücke in Genua am Dienstag wurden mindestens 38 Menschen in den Tod gerissen. Am Freitag wurden die sterblichen Überreste der Opfer aufgebahrt. Viele Angehörigen versammelten sich, um gemeinsam um ihre Liebsten zu trauern.

    Die Bergungsarbeiten nach dem Einsturz der Morandi-Brücke in Genua am Dienstag dauern noch immer an. Mindestens 38 Menschen starben. 16 überlebten den Horror mit Verletzungen. Sie befinden sich teils noch immer in kritischem Zustand.

     

    Am Freitag wurden die sterblichen Überreste der Opfer in der Ausstellungshalle «Fiera di Genoa» im Stadtzentrum aufgebahrt, um den Angehörigen die Möglichkeit zu geben, von ihren Liebsten Abschied zu nehmen. Viele versammelten sich um die Särge der Opfer, um zu trauern und sich gegenseitig zu trösten. Anwesende Priester kümmerten sich um die fassungslosen Familien und versuchten ihnen beim Verarbeiten der Tragödie zu helfen.

    Für den Samstag plant die italienische Regierung ein grosses Staatsbegräbnis für die Todesopfer, an dem auch Staatspräsident Sergio Mattarella teilnehmen wird. Die Familien von 17 Opfern der 38 Opfer entschieden sich allerdings unter anderem aus Wut über die Politiker gegen die öffentliche Feier. Sie wollen private Beerdigungen organisieren.

     

    Kinderspielzeug und Feriengepäck in den Trümmern

    Alberto F.* (†32) aus Florenz und die Sizilianerin Marta D.* (†29) lernten sich bei der Arbeit in einem Spital in Pisa kennen. Das Paar wollte nächstes Jahr heiraten, wie die Zeitung «iltirreno.it» schreibt. Jetzt wurden die beiden beim Brücken-Drama von Genua in den Tod gerissen.

    Unter den Opfern sind auch mehrere Familien. Sie waren auf dem Weg in die Ferien – und stürzten ins Verderben. Informatiker Roberto R.* (†44), seine Frau Ersilia (†41) und ihr 9-jähriger Sohn Samuele aus Voltri westlich von Genua waren unterwegs zum Hafen. Sie wollten an Bord der Fähre nach Sardinien. Der Mann hatte kurz vor Abreise noch ein Bild des Reiseziels auf Facebook gepostet.

    Sie waren zur falschen Zeit am falschen Ort: Am Dienstag um 11.30 Uhr überqueren Roberto R. und seine Familie mit ihrem Auto die vierspurige Morandi-Brücke. Stunden später werden ihre Leichen aus den Trümmern geborgen. Im Auto finden die Einsatzkräfte Kinderspielzeug und weiteres Feriengepäck.

    Nur wenige Meter weiter werden die Leichen von Mirko V.* (†31) und Bruno C.* (†35) entdeckt. Die beiden Männer aus Genua waren arbeitslos und hatten grade einen Zeitvertrag für die Müllabfuhr erhalten. Sie waren glücklich über den Job. Zum Zeitpunkt des Unglücks waren sie unterhalb der Brücke unterwegs und wurden von der einstürzenden Konstruktion erschlagen. Mit ihnen starb auch ihr Kollege Sandro C. (†53).

    «Junge Frau, die das Leben geniessen wollte» 

    Elisa B.* (†34) aus Busalla im Hinterland von Genua war mit ihrem schwarzen Opel auf der Todes-Brücke unterwegs. Ihr Facebook-Profil ist inzwischen auf den Gedenkzustand umgestellt. Zahlreiche Freunde trauern um die hübsche Blondine. «Ruhe in Frieden, junge Frau, die das Leben geniessen wollte», kommentiert ein User.

    Auch Amateur-Fussballer Andrea C.* (48), der Vater eines kleinen Sohnes, wurde bei dem Drama aus dem Leben gerissen. Er war auf dem Weg zur Arbeit am Hafen, als ihn das tödliche Schicksal ereilte. Bei seinem Club heisst es auf Facebook: «Uns blutet das Herz. An die Familie von Andrea, unserem Mitarbeiter, unserem Freund, unserem Kollegen, Opfer der Tragödie der Morando-Brücke. Tschüss Andrea ...»

    Drei Franzosen unter den Toten

    Die Leichen von drei jungen Franzosen wurden im Fluss unter der Brücke gefunden. Nathan G.* (†20), Melissa A.* (†22) und Nemati P.* (†20) kamen aus dem französischen Montpellier und wollten von Genua mit der Fähre nach Sardinien weiterreisen.

    Ebenfalls in den Fluss gestürzt ist Francesco B.* (†41). Man fand ihn in seinem Audi A3. Auch er war auf dem Weg in die Ferien.

    Stella B. (†24) aus Monte San Savino bei Arezzo wurde zusammen mit ihrem Freund, dem Dominikaner Carlos T. (†23), aus dem Leben gerissen. Das Paar war auf dem Rückweg aus den Ferien. «Gott möge mit ihrer Familie sein», heisst es auf Stellas Facebook-Seite. «Gute Reise, ruhe in Frieden.»

    *Namen bekannt