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    Nordkorea: Nordkorea misslingt erneut ein Raketentest

    Nordkorea: Nordkorea misslingt erneut ein Raketentest


    Seoul – Ein erneuter nordkoreanischer Raketentest ist südkoreanischen Medienberichten zufolge gescheitert. Die Rakete sei «offenbar Sekunden nach dem Abschuss explodiert», meldete die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das südkoreanische...

    Seoul – Ein erneuter nordkoreanischer Raketentest ist südkoreanischen Medienberichten zufolge gescheitert. Die Rakete sei «offenbar Sekunden nach dem Abschuss explodiert», meldete die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das südkoreanische Militär.

    Ein US-Militärvertreter bestätigte am Samstag ebenfalls, dass Nordkorea erneut eine Rakete abgefeuert habe. Die Rakete habe aber nordkoreanisches Gebiet nicht verlassen. Der Abschuss sei nahe des Flugfeldes Pukchang erfolgt, teilte ein Sprecher des US-Pazifikkommandos in Washington mit. Die Rakete habe für Nordamerika keine Bedrohung dargestellt, hiess es zudem.

    US-Präsident Trump reagierte wenig später im Kurzbotschaftendienst Twitter auf den erneuten Test. «Nordkorea hat die Wünsche Chinas und seines hoch geschätzten Präsidenten nicht respektiert, indem es, wenn auch erfolglos, heute eine Rakete abgeschossen hat. Schlecht!», schrieb Trump.

    Die Rakete sei nördlich der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang gestartet, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf die eigenen Streitkräfte. In welche Richtung die Rakete flog und um welchen Typ es sich handelte, blieb unklar. Die Rakete sei dann aber Sekunden nach dem Start in der westlichen Provinz Süd-Pyongan in der Luft explodiert.

    Mit dem sich zuspitzenden Streit über das umstrittene Atom- und Raketenprogramm Pjöngjangs hatte sich erst am Freitag der UNO-Sicherheitsrat beschäftigt. Dabei erhöhten die USA den Druck auf Nordkoreas Verbündeten China, eine Abkehr Pjöngjangs von diesem Programm zu erzwingen.

    Erst vor knapp zwei Wochen hatte Nordkorea einen Raketentest unternommen, der aber nach Angaben der USA und Südkoreas ebenfalls scheiterte. Nordkorea hat seit 2006 fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Zugleich arbeitet die Führung in Pjöngjang an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten.

    US-Aussenminister Rex Tillerson hatte am Vortag für schärfere Sanktionen gegen das kommunistische Land geworben, das immer wieder mit Raketen- und Atomtests provoziert. US-Präsident Donald Trump kündigte unlängst ein härteres Vorgehen gegen Nordkorea an und schloss auch einen Angriff nicht aus.

    40 Millionen legen Arbeit nieder: Generalstreik legt Brasilien lahm

    40 Millionen legen Arbeit nieder: Generalstreik legt Brasilien lahm


    Ausnahmezustand in Brasilien: Weil rund 40 Millionen Menschen streiken, kommt das öffentliche Leben im lateinamerikanischen Land praktisch zum Stillstand. Angeprangert wird vor allem eine Arbeitsmarktreform. Ein Generalstreik in Brasilien hat am Freitag...

    Ausnahmezustand in Brasilien: Weil rund 40 Millionen Menschen streiken, kommt das öffentliche Leben im lateinamerikanischen Land praktisch zum Stillstand. Angeprangert wird vor allem eine Arbeitsmarktreform.

    Ein Generalstreik in Brasilien hat am Freitag das Land lahmgelegt. Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich rund 40 Millionen Menschen an dem Ausstand gegen die Sparpläne der Regierung unter Präsident Michel Temer. In zahlreichen Städten fanden Proteste statt.

    In der Wirtschaftsmetropole São Paulo und in Rio de Janeiro setzte die Polizei Tränengas und Gummigeschosse gegen die Demonstranten ein. Die Proteste blieben aber weitestgehend friedlich. In vielen Städten Brasiliens waren Schulen und Banken geschlossen, der öffentliche Nahverkehr kam nahezu zum Stillstand.

    Strassen wurden blockiert, die Metro in São Paulo fuhr nur sehr eingeschränkt. In der Hauptstadt Brasília sperrte die Polizei den Zugang zu den Regierungsgebäuden. Dutzende Menschen wurden den Behörden zufolge festgenommen.

    Reform verschlechtert Arbeitsbedingungen

    Die Regierung Temer strebt an, die Staatsausgaben für die kommenden 20 Jahre einzufrieren. Sie plant ausserdem weitere Reformen etwa des Rentensystems. Brasilien war in den vergangenen Jahren in eine tiefe Rezession gestürzt.

    Temer will mit der Deckelung der Staatsausgaben den Haushalt sanieren, doch seine Gegner werfen ihm vor, damit die ohnehin prekäre Finanzlage des öffentlichen Sektors dramatisch zu verschlechtern, was vor allem die Ärmsten treffen dürfte, die auf die Staatsprogramme angewiesen sind.

    Die Proteste richten sich vor allem gegen eine Arbeitsmarktreform der Regierung von Temer, die eine Ausweitung von Arbeitszeiten, eine Beschneidung der Mitsprache von Gewerkschaften und die Zahlung von Kosten bei Arbeitsprozessen durch die Angestellten vorsieht. Die Gewerkschaften sehen eine einseitige Stärkung von Unternehmen. Der Senat muss der Reform noch zustimmen.

    Der Mitte-Rechts-Politiker Temer hatte im Mai die Nachfolge von Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff angetreten, nachdem die Staatschefin wegen geschönter Haushaltszahlen zunächst für 180 Tage vom Amt suspendiert wurde. Im August wurde Rousseff endgültig abgesetzt. (SDA)

    Kroatien: Regierungskoalition in Kroatien am Ende

    Kroatien: Regierungskoalition in Kroatien am Ende


    Zagreb – Nach nur sechs Monaten im Amt ist in Kroatien die Regierungskoalition geplatzt. Ministerpräsident Andrej Plenkovic von der konservativen HDZ entliess am Freitag den letzten Minister seines Koalitionspartners Most (Brücke), Bozo Petrov. «Wir...

    Zagreb – Nach nur sechs Monaten im Amt ist in Kroatien die Regierungskoalition geplatzt. Ministerpräsident Andrej Plenkovic von der konservativen HDZ entliess am Freitag den letzten Minister seines Koalitionspartners Most (Brücke), Bozo Petrov.

    «Wir sind nicht länger Teil dieser Regierung», sagte Petrov, der auch Parlamentspräsident ist, vor Journalisten. Bereits am Donnerstag hatte Plenkovic überraschend drei Minister der reformorientierten Partei entlassen.

    Hintergrund der Regierungskrise ist ein Streit über den unter einer Milliarden-Schuldenlast ächzenden Lebensmittelriesen Agrokor. Finanzminister Zdravko Maric stand an der Spitze dieses grössten kroatischen Unternehmens, bevor er in die Regierung wechselte. Die Most-Regierungsmitglieder hatten es abgelehnt, den Minister gegen einen Misstrauensantrag in Schutz zu nehmen. Petrov warf Plenkovic und Maric vor, ihre schützende Hand über das «anhaltende Verbrechen bei Agrokor» zu halten.

    Erst im September hatten in dem EU-Mitgliedsland vorgezogene Neuwahlen stattgefunden. Dabei kam der als gemässigt geltende 47-jährige Plenkovic an die Macht. Die Vorgängerregierung, an der ebenfalls die HDZ und die Most-Partei beteiligt waren, war im Juni 2016 nach nur fünf Monaten im Amt über einen Finanzskandal gestürzt.

    Der ehemalige EU-Parlamentarier Plenkovic hatte am Donnerstag gesagt, er sei - wenn nötig - bereit für Neuwahlen. Er könne aber auch eine neue Koalition bilden. Die HDZ verfügt im 151-köpfigen Parlament in Zagreb über 58 Abgeordnete.

    Die Schulden Agrokors belaufen sich laut Angaben vom September auf rund sechs Milliarden Euro - fast so viel wie der Umsatz, der jährlich rund 6,7 Milliarden Euro beträgt. Das sind fast 15 Prozent des kroatischen Bruttoinlandprodukts.

    Vorläufige Aufnahme: Kommission will neuen Status: Kein Bleiberecht für Eritreer

    Vorläufige Aufnahme: Kommission will neuen Status: Kein Bleiberecht für Eritreer


    Die Staatspolitische Kommission will die vorläufige Aufnahme abschaffen. Für die meisten brächte dies Verbesserungen. Andere wie die Eritreer sollen die Aussicht auf einen längeren Aufenthalt in der Schweiz verlieren. Viele Asylsuchende, die kein...

    Die Staatspolitische Kommission will die vorläufige Aufnahme abschaffen. Für die meisten brächte dies Verbesserungen. Andere wie die Eritreer sollen die Aussicht auf einen längeren Aufenthalt in der Schweiz verlieren.

    Viele Asylsuchende, die kein Asyl erhalten, bleiben trotzdem in der Schweiz – als vorläufig Aufgenommene. Damit ist niemand zufrieden, denn das Wort «vorläufig» hält zum Beispiel Firmen davon ab, so jemanden anzustellen. In der Folge landen viele Asylbewerber in der Sozialhilfe.

    Die Staatspolitische Kommission des Nationalrats fordert den Bundesrat nun auf, diesen Status aufzuteilen: Jene, die wohl langfristig bleiben können, sollen ohne zeitliche Beschränkung als «geschützt» aufgenommen werden, sich integrieren, arbeiten und ihre Familie nachholen dürfen.

    Eritreer sollen wieder zurück

    Jene, die nur zeitweise auf Schutz angewiesen sind, etwa weil in ihrer Heimat ein Konflikt herrscht, sollen nur «vorübergehend schutzbedürftig» sein. Sie dürften ihre Familie nicht nachholen und sollen sich auch nicht integrieren, sondern schnellstmöglich wieder zurück in ihre Heimat reisen.

    Für den Tessiner CVP-Nationalrat Marco Romano, der den Vorstoss initiiert hat, sind die Eritreer so ein Fall: «Sobald wir mit Eritrea eine Partnerschaft abschliessen, sollen die Leute wieder zurückkehren.»

    BLICKpunkt: Inakzeptabel

    BLICKpunkt: Inakzeptabel


    Diese Woche berichtete der BLICK über Klinikaufenthalt plus Rund-um-die-Uhr-Bewachung für einen Zwölfjährigen; die Massnahmen kosteten die Allgemeinheit 85'000 Franken pro Monat! Und wieder stand die Kindes- und...

    Diese Woche berichtete der BLICK über Klinikaufenthalt plus Rund-um-die-Uhr-Bewachung für einen Zwölfjährigen; die Massnahmen kosteten die Allgemeinheit 85'000 Franken pro Monat! Und wieder stand die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) im Mittelpunkt eines Skandals.

    Spätestens seit dem Drama von Flaach ZH 2015, als eine 27-jährige Mutter ihre Kinder Alessia (†2) und Nicolas (†5) ermordete, um zu verhindern, dass sie im Heim platziert werden, und sich später selbst tötete, ist die Kesb die meistgehasste Behörde der Schweiz.

    Seit 2013 entscheidet sie zentral über alle Sozialfälle des Landes; früher war dies Aufgabe der Gemeinden. Der Vorteil des neuen Systems: Alle Fälle werden einheitlich beurteilt, egal, wo jemand wohnt. Der Nachteil: Die Kesb ordnet an – und die Gemeinden müssen zahlen. Hagenbuch ZH etwa zahlte 60'000 Franken pro Monat für eine Flüchtlingsfamilie, deren vier Kinder in Heimen platziert waren. Mägenwil AG musste gar die Steuern erhöhen, um die fürsorgerische Unterbringung eines Mörders zu bezahlen: 264'000 Franken im Jahr.

    Die Fairness gebietet zu erwähnen: Die Kesb darf sich ebenfalls nicht wehren. Das Amtsgeheimnis untersagt es, Auskunft über Einzelfälle zu erteilen. Resultat: In der Öffentlichkeit sprechen fast immer nur ihre Gegner. 

    Unzweifelhaft jedoch ist der Kesb vorzuwerfen, dass sie ihre Ausgaben nicht im Griff hat. Im Fall des 85’000 Franken teuren Buben liess sie gestern verlauten: «Eine günstigere Lösung ist nicht möglich.» So ein Statement ist inakzeptabel! Wer in einer Firma, in einem Verein, in einer beliebigen Behörde tätig ist, der weiss: Für alles und jedes gibt es Budgets, Kostenrahmen, Preisobergrenzen. Wäre das nicht so, könnte man auch sagen: Die Armee kostet, was sie kostet, das Land muss schliesslich bestmöglich geschützt werden. Oder: Jeder Rentner erhält so viel Rente, wie er braucht, um zu leben, wie er will.

    So etwas wäre völlig unvorstellbar. Bei der Kesb ist es die Realität. Wenn aber der eine befiehlt und der andere bezahlt, laufen die Kosten aus dem Ruder. Dann fehlt jeder Anreiz zum Augenmass. Zumal eine immer grösser werdende Sozialindustrie um Aufträge buhlt. 

    Am 21. Mai stimmt Schwyz über die Abschaffung der Kesb ab, auch national gibt es bereits eine Volksinitiative. Entweder beweist die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde bis dahin, dass sie vernünftig mit Steuergeldern umgehen kann. Oder sie wird abgeschafft.

    So funktioniert nun einmal unsere Demokratie.

    Niederreiter über Draft-Spekulationen um Hischier: «Es spielt überhaupt keine Rolle!»

    Niederreiter über Draft-Spekulationen um Hischier: «Es spielt überhaupt keine Rolle!»


    Für Minnesota-Star Nino Niederreiter ist es irrelevant, wann Nico Hischier beim NHL-Draft gezogen wird. Ein Gastkommentar vom Churer NHL-Profi. Wird Nico Hischier als erster Schweizer im NHL-Draft als Nummer 1 ge­zogen? Ich möchte an dieser Stelle ja...

    Für Minnesota-Star Nino Niederreiter ist es irrelevant, wann Nico Hischier beim NHL-Draft gezogen wird. Ein Gastkommentar vom Churer NHL-Profi.

    Wird Nico Hischier als erster Schweizer im NHL-Draft als Nummer 1 ge­zogen? Ich möchte an dieser Stelle ja nicht den Spielverderber spielen, ich lege mich trotzdem fest: Ob Nummer 1 oder Nummer 16 spielt überhaupt keine Rolle! Sie können mir glauben, ich rede aus Erfahrung.

    Ich wurde 2010 hinter Taylor Hall, Tyler Seguin, Erik Gudbranson und Ryan Johansen an fünfter Stelle von den Islanders gedraftet. Was ist passiert? Ich konnte mich in New York nie wirklich durchsetzen, 2013 bin ich dann in Minnesota gelandet.

    Während auch Hall, Seguin, Gudbranson und Johansen heute nicht mehr bei ihren Draft-Klubs spielen, ist ein gewisser Wladimir Tarassenko in St. Louis zum Top-Star avanciert, obwohl 2010 von den Blues lediglich als Nummer 16 gezogen. Dieser alles überragende Russe hat zuletzt mein Team in der ersten Playoff-Runde vorzeitig in den Urlaub befördert.

    Zurück zu Nico Hischier: Es ist möglich, dass er bei NHL-Neuling Vegas Golden Knights landen wird. Las Vegas ist unbestritten für viele arrivierte Profis eine attraktive Adresse, einem Rookie wie Hischier wünsche ich aber ein etabliertes Team.

    Für einen Neuling ist es ganz wichtig, dass ihm die Routi­niers in der Mannschaft sagen können, in welchem Ecken der Stadt das beste Restaurant oder der renommierteste Zahnarzt ist. Weil in Vegas in der nächsten Saison aber ausnahmslos Stadt-Neulinge spielen werden, müsste Nico ohne derart wertvolle Tipps auskommen.

    Vor der Abseilaktion informierten Greenpeace-Aktivisten die Sicherheitskräfte: Bitte nicht schiessen!

    Vor der Abseilaktion informierten Greenpeace-Aktivisten die Sicherheitskräfte: Bitte nicht schiessen!


    ZÜRICH-OERLIKON - Noch mehr als die fetten Gehälter der Konzernspitze gab gestern die Greenpeace-Aktion zu reden. Nur Minuten, bevor sie sich von der Decke abseilten, sicherten sich die Aktivisten bei Security und Polizei ab. Die...

    ZÜRICH-OERLIKON - Noch mehr als die fetten Gehälter der Konzernspitze gab gestern die Greenpeace-Aktion zu reden. Nur Minuten, bevor sie sich von der Decke abseilten, sicherten sich die Aktivisten bei Security und Polizei ab.

    Die Guerilla-Aktion von Greenpeace stellte gestern an der CS-Generalversammlung sogar die heisse Boni-Debatte in den Schatten. Zwei Umweltaktivisten seilten sich im Zürcher Hallenstadion direkt vor dem Podium von der Decke ab. Sie zeigten ein Plakat, das die Bank aufforderte, ihre angebliche Finanzierung einer Ölpipeline in den USA zu stoppen. Die CS weist den Vorwurf zurück. Sie hat nachweislich keine Kredite für das umstrittene Projekt gesprochen.    

    BLICK fand heraus, dass die Aktivisten den CS-eigenen Sicherheitsdienst nur wenige Minuten vor ihrer Aktion informiert hatten. Dieser alarmierte die Polizei. Die Polizisten, die in die Halle eilten, trugen Schusswaffen. Sie mussten dem Treiben der Aktivisten tatenlos zusehen und konnten sie erst in Empfang nehmen, als sie sich freiwillig stellten.

    Schon 2013, als sich Greenpeace-Aktivisten beim Fussballspiel FC Basel – Schalke 04 vom Dach des Joggeli abseilten und gegen Schalke-Sponsor Gazprom protestierten, hatten sie vorher die Polizei angerufen.

    Greenpeace-Sprecher Thomas Mäder erklärt den Sinn hinter den Warnungen: «Wir wollten ein gewaltsames Eingreifen verhindern. Die Verantwortlichen sollten wissen, dass dies eine friedliche Aktion ist. Im schlimmsten Fall hätten die Polizisten sonst auf unsere Aktivisten geschossen.» In Zeiten von Terrorangst ist dies nicht unvorstellbar.

    Wie ist das möglich?

    Diese Umstände werfen Fragen auf. Wie konnte Greenpeace in die Halle eindringen und eine aufwendige Konstruktion an der Decke installieren? Wann geschah das? Und hat der Sicherheitsdienst geschlampt?

    Direkt nach der Abseilaktion machte CS gegenüber BLICK die Hallenstadionbetreiber für die Sicherheit verantwortlich. Zwei Stunden später krebste sie zurück. Ein CS-Sprecher sagte zu BLICK: «Wir sind für das Sicherheitsdispositiv verantwortlich.»

    Wie sich dieses aber übertölpeln liess, wusste er auch nicht. Und falls die CS dies einmal herausfinden sollte, werde sie es nicht bekannt geben. «Wir werden abklären, was passiert ist. Die Ergebnisse bleiben intern.»

    Marco Cortesi, Sprecher der Stadtpolizei Zürich, mutmasst dagegen: «Vermutlich sind die Aktivisten in der Nacht oder am frühen Morgen vor der GV ins Hallenstadion eingedrungen. Das wäre Hausfriedensbruch. Es ist bisher aber noch keine Anzeige bei uns eingegangen.»

    Auch Greenpeace-Sprecher Mäder wollte nicht verraten, wie die Aktivisten unters Stadiondach kamen – Geschäftsgeheimnis.  

    Jetzt spricht der Rentner (73), der Samuele (†18) totfuhr: «Es tut mir so leid!»

    Jetzt spricht der Rentner (73), der Samuele (†18) totfuhr: «Es tut mir so leid!»


    SCHINZNACH-BAD AG - Unter Tränen spricht Rentner Peter K. (73)*, der in Schinznach-Bad AG Töfffahrer Samuele P. (†18) totfuhr. Seine Stimme tönt, als würde er gleich weinen. «Es tut mir so leid», sagt Peter K.* (73) zu BLICK....

    SCHINZNACH-BAD AG - Unter Tränen spricht Rentner Peter K. (73)*, der in Schinznach-Bad AG Töfffahrer Samuele P. (†18) totfuhr.

    Seine Stimme tönt, als würde er gleich weinen. «Es tut mir so leid», sagt Peter K.* (73) zu BLICK. Und fügt betroffen an: «Einen jungen Menschen umgebracht zu haben, damit habe ich sehr zu kämpfen.»

    Der pensionierte Laborant aus Klingnau AG übersah am Mittwoch Samuele P.* (†18) in Schinznach-Bad AG und bog auf die 80er-Strecke ein. Der laut Polizei korrekt fahrende Schreinerstift knallte daraufhin mit seinem 50-Kubik-Töff seitlich in den roten Opel von Peter K. (BLICK berichtete).

    In Lücke gefahren

    «Ich hatte meine Frau in der Reha besucht», erzählt Peter K. Gegen 20 Uhr habe er nach Hause fahren und beim Thermalbad auf die Bruggerstrasse einbiegen wollen. «Ich habe sogar noch angehalten.» Es sei dunkel gewesen und habe Verkehr gehabt. Als von beiden Seiten her nichts mehr gekommen sei und er eine Lücke gesehen habe, sei er rausgefahren. «Da sah ich nur noch einen schwarzen Schatten von links und hörte einen Knall», so Peter K. «Ich habe nichts kommen sehen!»

    Trotz des Aufpralls bleibt Peter K. in seinem Auto unverletzt. Er steigt sofort aus. «Da lag ein Töfffahrer am Boden. Ich ging zu ihm hin», erinnert er sich. «Er trug den Helm noch, sagte nichts mehr und röchelte.» Noch bevor Peter K. etwas tun kann, sind Helfer da und kümmern sich um Samuele P. «Das ging mir so nahe», sagt Peter K. Der Senior wird zur Seite genommen. Samuele P. stirbt trotz Reanimationsversuchen eines Ambulanzteams noch am Unfallort.

    Gesundheitliche Probleme

    Peter K. muss sein Billett abgeben, eine Blut- und Urinprobe wird von ihm genommen. Er wird auf den Polizeiposten gebracht. «Sie fragten mich, ob ich für eine Einvernahme fähig sei», so Peter K. «Da ich wegen dem Unfall hellwach war, habe ich gleich ausgesagt.»

    Der 73-Jährige bestätigt, dass er gesundheitliche Probleme hat. «Nur mit den Beinen, ich bin nicht mehr so gut zu Fuss», sagt er. «Und einmal hatte ich Wasser auf der Lunge.» Er gehe alle drei Monate zur Physiotherapie. Beim Hausarzt sei er vor drei Monaten zum letzten Mal gewesen. Peter K.: «Ich durfte aber weiterhin Auto fahren.»

    Schon mal Billett weg

    Alkohol habe er vor dem Unfall keinen getrunken. Aber: «Vor etwa 40 Jahren hatte ich einmal 1,3 Promille im Blut und musste das Billett abgeben», so Peter K. «Seither ist nie mehr etwas passiert.»

    Irgendwann will sich der Rentner bei den Angehörigen von Samuele P. melden, die sich nicht zum Unfall äussern wollten. «Ich möchte mich bei ihnen entschuldigen», sagt Peter K. Aber: «Ich muss zuerst selber mit diesem Unfall klarkommen. Irgendwie.» 

    * Namen der Redaktion bekannt

    Ein Blindgänger: Nordkorea feuert wieder Rakete ab

    Ein Blindgänger: Nordkorea feuert wieder Rakete ab


    PJÖNGJANG - Machthaber Kim Jong Un lässt sich nicht einschüchtern. Erneut hat er aus Nordkoreas Hauptstadt eine Test-Rakete abgeschossen – weit kam sie jedoch nicht. Ein erneuter nordkoreanischer Raketentest ist südkoreanischen...

    PJÖNGJANG - Machthaber Kim Jong Un lässt sich nicht einschüchtern. Erneut hat er aus Nordkoreas Hauptstadt eine Test-Rakete abgeschossen – weit kam sie jedoch nicht.

    Ein erneuter nordkoreanischer Raketentest ist südkoreanischen Medienberichten zufolge gescheitert. Die Rakete sei «offenbar Sekunden nach dem Abschuss explodiert», meldete die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das südkoreanische Militär.

    Ein US-Militärvertreter bestätigte am Samstag ebenfalls, dass Nordkorea erneut eine Rakete abgefeuert habe. Die Rakete habe aber «keine Bedrohung» dargestellt.

    Die Rakete sei nördlich der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang gestartet, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf die eigenen Streitkräfte. In welche Richtung die Rakete flog und um welchen Typ es sich handelte, blieb zunächst unklar. Die Rakete sei dann aber Sekunden nach dem Start in der westlichen Provinz Süd-Pyongan in der Luft explodiert.

    US-Präsident Donald Trump hat sich bereits zu der Sache geäussert. «Nordkorea hat die Wünsche von China und seinem hoch respektierten Präsidenten missachtet», schreibt er auf Twitter. «Schlimm!»

    China soll seine Macht ausspielen

    Mit dem sich zuspitzenden Streit über das umstrittene Atom- und Raketenprogramm Pjöngjangs hatte sich erst am Freitag der UNO-Sicherheitsrat beschäftigt. Dabei erhöhten die USA den Druck auf Nordkoreas Verbündeten China, eine Abkehr Pjöngjangs von diesem Programm zu erzwingen.

    Nordkorea hat seit 2006 fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Zugleich arbeitet die Führung in Pjöngjang an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten.

    US-Aussenminister Rex Tillerson hatte am Vortag für schärfere Sanktionen gegen das kommunistische Land geworben, das immer wieder mit Raketen- und Atomtests provoziert. US-Präsident Donald Trump kündigte unlängst ein härteres Vorgehen gegen Nordkorea an und schloss auch einen Angriff nicht aus. (SDA)

    Star-Chirurg René Prêtre (60) rettete 9000 Leben: «Im Herzen bin ich ein Landjunge»

    Star-Chirurg René Prêtre (60) rettete 9000 Leben: «Im Herzen bin ich ein Landjunge»


    BONCOURT JU - Herzchirurg statt Bauer: René Prêtre (60) wollte eigentlich den Hof seiner Eltern übernehmen. Heute gehört der Schweizer des Jahres 2009 zu den weltweit Besten im OP-Saal. Er ist auf Herzoperationen bei Kindern...

    BONCOURT JU - Herzchirurg statt Bauer: René Prêtre (60) wollte eigentlich den Hof seiner Eltern übernehmen. Heute gehört der Schweizer des Jahres 2009 zu den weltweit Besten im OP-Saal. Er ist auf Herzoperationen bei Kindern spezalisiert. Jedes Jahr behandelt er 60 kleine Patienten.

    Ursprünglich wollte er den Hof seiner Eltern übernehmen, doch heute gilt Herzchirurg René Prêtre (60) als einer der Besten seines Fachs. Der Chef der Kinderherzchirurgie an den Universitätskliniken in Genf und Lausanne hat seine Wurzeln im Jura aber nie vergessen. Darum schätzt er die seltenen Besuche bei seiner Mutter Bernadette (89) auf dem heimatlichen Hof in Boncourt JU.

    «Sie ist sehr stolz auf mich», sagt Prêtre. «Sie hat mein Buch als eine der Ersten gelesen.» In der Biografie «In der Mitte schlägt das Herz» beschreibt er seine ersten Erfahrungen auf der Notfallstation in New York, aber auch Momente des Zweifelns und warum für ihn das Herz mehr ist als nur eine Pumpe. Bekannt wurde der Chirurg dank seiner Wahl zum Schweizer des Jahres 2009.

    Zu seinem Beruf ist der Bauernsohn zufällig gekommen. Er hätte genauso Physik oder Landwirtschaft studieren können. Kurz nach der Matura traf er auf einen Freund: «Er sagte mir, dass jetzt die letzte Möglichkeit sei, sich für Medizin einzuschreiben. Also versuchte ich mein Glück.»

    Zu den besten Schülern gehörte Prêtre aber nie, dafür wartete daheim auf dem Hof zu viel Arbeit auf ihn und seine sechs Geschwister. «Nach der Schule haben wir im Stall oder auf dem Feld gearbeitet. Das galt auch fürs Wochenende und in den Ferien.» Wenn viel zu tun war, holte der Vater die Kinder manchmal auch aus der Schule.

    Von der Berufswahl seines Sohnes war er zunächst nicht begeistert. «Mein Vater war ein naturverbundener Mensch, Titel und Positionen haben ihn nie beeindruckt. Er hat es lange bereut, dass ich nicht seine Nachfolge übernahm. Erst in späteren Jahren anerkannte er, dass ich die richtige Entscheidung getroffen hatte.»

    «Die Leute hier führen ein einfacheres Leben»

    Den Hof hatte damals sein Bruder Bernard (57) übernommen. Inzwischen sind die Kühe verkauft und das Land verpachtet, der Ertrag war zu klein. Seine Mutter Bernadette lebt noch immer in dem Haus, in dem René Prêtre aufgewachsen ist. Auch Bruder Bernard wohnt in Boncourt, er erlitt vor vier Jahren einen Schlaganfall und leidet noch immer an den Folgen. «Darum kann er seinen neuen Beruf als Schlosser derzeit nicht ausüben», so Prêtre.

    Er schätzt die Besuche im Jura: «Zwar habe ich einen grossen Teil meines Lebens in Städten verbracht, aber in meinem Herzen bin ich noch immer ein Landjunge. Als Kind war ich bei jedem Wind und Wetter draussen.»

    Wenn der Herzchirurg in Boncourt ist, trifft er sich mit seinen beiden Brüdern, die noch hier leben, und alten Freunden. «Die Leute hier führen ein einfacheres Leben. Das rückt die eigenen Probleme in ein anderes Licht.» Dazu gehört auch die grosse Verantwortung, die Prêtre in seinem Beruf trägt.

    «Man muss jahrelang üben»

    60 Neugeborene mit angeborenem Herzfehler operiert der weltberühmte Chirurg pro Jahr. Eine heikle Arbeit, die Herzen sind winzig wie eine Walnuss. Das erfordert nicht nur viel Erfahrung, sondern auch Talent. «Bei einem Baby rekonstruiert man das Herz so, wie es die Natur vorgesehen hat. Man muss es also perfekt nachbilden, wie eine Skulptur. Schliesslich soll das Herz ein Leben lang funktionieren.»

    Darum vergleicht Prêtre seinen Beruf auch mit dem eines Künstlers. «Es ist wie bei einem Pianisten. Es braucht Talent und man muss jahrelang üben.» In seinem Leben hat Prêtre bereits 9000 Herzen operiert, 6000 davon bei Kindern.

    Der Herzchirurg ist 60, er hat ein Team mit drei Kollegen aufgebaut, um seine Nachfolge zu sichern. «Wenn ich merke, dass meine Hände, meine Augen oder meine Konzentration nachlassen, gebe ich an meine jüngeren Kollegen ab und kümmere mich um einfachere Fälle.»

    Fux über Sex: «Wie komme ich mit meiner «Schwägerin» aus?»

    Fux über Sex: «Wie komme ich mit meiner «Schwägerin» aus?»


    Ich (26) kann die Schwester meines Freundes nicht ausstehen. Sie ist eine falsche Schlange und erzählt ständig Geschichten von der Ex-Frau meines Freundes, um mich wütend zu machen. Allein ihre Blicke sagen alles. Ich vermute, sie weiss nicht, wie sie...

    Ich (26) kann die Schwester meines Freundes nicht ausstehen. Sie ist eine falsche Schlange und erzählt ständig Geschichten von der Ex-Frau meines Freundes, um mich wütend zu machen. Allein ihre Blicke sagen alles. Ich vermute, sie weiss nicht, wie sie mit ihrer Eifersucht umgehen soll, ohne primitiv zu werden. Ich hab jetzt keinen Kontakt mehr, aber möchte meinem Freund zuliebe mit ihr auskommen. Was soll ich machen? Anna

    Liebe Anna

    Für dich ist klar, dass deine ‹Schwägerin› das Letzte ist und dich mit jeder Facette ihres Verhaltens bewusst quälen will. Ohne diese Möglichkeit komplett auszuschliessen, lohnt es sich, dass du dir bewusst wirst, dass wohl auch die Situation viel zur vergifteten Stimmung beiträgt.

    Ob du es magst oder nicht: Die Ex-Frau deines Freundes war während vieler Jahre Teil seiner Familie. Diese Menschen haben zusammen Erfahrungen gesammelt und Dinge erlebt. Viele dieser Dinge waren gut und prägend. Und man schaut als Gruppe nun mal regelmässig auf das zurück, was einen bewegt hat.

    Es ist verständlich, dass du gute alte Zeiten und Vorzüge deiner Vorgängerin nicht unter die Nase gerieben bekommen möchtest. Aber es wäre zu viel verlangt, von deinem Freund und seiner Familie zu erwarten, dass sie alles, was mit seiner Ex-Frau zu tun hat, ausklammern und auslöschen.

    Es bräuchte unglaublich viel Offenheit und guten Willen von dir, um ein besseres Verhältnis aufzubauen. Das nur deinem Freund zuliebe zu tun, reicht wohl kaum. Denn mit Verlaub: Gemessen an deinem Ton ist deine «Schwägerin» mittlerweile nicht mehr die Einzige, die primitiv und gehässig reagiert.

    Frag dich, ob du ein echtes persönliches Interesse hast, dich auf diese Frau einzulassen. Solltest du dann nur noch Hässliches an ihr sehen, wirst du ihr mit gutem Gewissen komplett aus dem Weg gehen können.

    Fragen Sie unsere BLICK-Sexberaterin

    Haben Sie Fragen zu den Themen Lust und Liebe? Schreiben Sie Caroline Fux! Entweder per E-Mail an [email protected] oder per Post: Caroline Fux, Ringier AG, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich.

    Suzuki Ignis im Test: Bodensurri

    Suzuki Ignis im Test: Bodensurri


    So klein und schon 4x4: Mit dem witzigen neuen Cityflitzer Ignis bietet Suzuki eine Art Miniatur-SUV an. Der verblüfft uns damit, wie viel Spass es hier für wenig Geld gibt. Was etwas Farbe doch ausmacht: Kleinstwagen kennen wir als dröge Basismobile....

    So klein und schon 4x4: Mit dem witzigen neuen Cityflitzer Ignis bietet Suzuki eine Art Miniatur-SUV an. Der verblüfft uns damit, wie viel Spass es hier für wenig Geld gibt.

    Was etwas Farbe doch ausmacht: Kleinstwagen kennen wir als dröge Basismobile. Doch mit Mut zur Farbe und etwas SUV-Style (ideale Einstiegshöhe!) wird der neue Suzuki Ignis zum flippigen Mikro-SUV. Da guckt sogar der Nachbar. Übrigens: Der optionale Allrad macht den Ignis zum einzigen 4x4-Zwerg dieser Art neben Fiats Panda.

    Klein heisst nicht ärmlich

    Drinnen sorgt feines Infotainment (nur wäre Dreh- statt Druckknopf für Lautstärke besser) für ein gutes Gefühl, ebenso Assistenz und Ablagen. Klar, billig fühlt sich etwas billig an, aber alles ist solide. Und was in Edel-SUV extra kostet, ist im Test-Ignis ab knapp 20'000 Franken dabei: Navi, Rückfahrkamera, Keyless, Sitzheizung. Hinten sitzt man echt gut. Klein ist der Laderaum, aber fürs Shoppen reichts und per verschiebbarer Bank für mehr.

    Klein heisst nicht langweilig

    Vor allem aber reichts für Fun. Der knapp eine Tonne leichte «Bodensurri» flitzt flink ums Eck, parkt mit 3,70 Metern Länge wie ein Boss, kurvt wie ein King und federt uns keine Rückenleiden ins Autoleben. Quirlig wirkt der turbofreie Motor: Wo kein Turboloch ist, fällt man auch nicht rein. Elastisch sorgen 90 PS für gefühlt weit mehr Vortrieb als auf dem Papier, bummeln ohne Schluckauf im fünften Gang in die City und verbrauchen keine sechs Liter.

    Klein heisst manchmal Arbeit

    Steil bergan fehlts an Schnauf, dann ist flottes Schalten gefragt. Aber in Zeiten der Tempo-70-Schleicher vor uns reichts. Übrigens: Alternativ gibts auch Mildhybrid und Automat. Unser Urteil: Der Mikro-SUV bietet viel Auto fürs Geld und macht obendrein echt Spass.

    Jennifer Lopez bei den Latin Music Awards: Gut vernetzt!

    Jennifer Lopez bei den Latin Music Awards: Gut vernetzt!


    Jennifer Lopez zeigt mehr Haut als Kleid, Jay Leyk witzelt vor einer Operation und Xenia Tchoumitcheva ist am töipele. Willkommen zu den Foto-Storys des...

    Jennifer Lopez zeigt mehr Haut als Kleid, Jay Leyk witzelt vor einer Operation und Xenia Tchoumitcheva ist am töipele. Willkommen zu den Foto-Storys des Tages!

    Zweiter Test gegen Dänemark: Haas-Doppelpack bei Schweizer Sieg

    Zweiter Test gegen Dänemark: Haas-Doppelpack bei Schweizer Sieg


    Die Schweizer Eishockey-Nati gewinnt sein zweites Testspiel gegen Dänemark mit 2:0. Mann des Spiels: Gaetan Haas. Das Spiel: Bereits im ersten Duell gegen die Dänen hatten sich die Schweizer nicht mit Ruhm bekleckert. Bei der 4:5-Pleite hinterliessen...

    Die Schweizer Eishockey-Nati gewinnt sein zweites Testspiel gegen Dänemark mit 2:0. Mann des Spiels: Gaetan Haas.

    Das Spiel:
    Bereits im ersten Duell gegen die Dänen hatten sich die Schweizer nicht mit Ruhm bekleckert. Bei der 4:5-Pleite hinterliessen sie vor allem bei gleich vielen Spielern auf dem Eis einen blassen Eindruck. Geändert hat sich daran im zweiten Spiel gegen Dänemark nichts. Zum Dähnen! Die Angriffe gehen selten durch die Mitte, die Torgefahr hält sich dementsprechend in Grenzen. Viele verlorene Zweikämpfe und ein holpriger Spielaufbau prägen das Schweizer Spiel. Das vorentscheidende 1:0 gelingt Haas, der später auch noch ins leere Tor trifft, nur dank einem Abpraller von Dänen-Goalie Dahm. 2:0 stehts am Ende. (N.V.)

    Atalanta holt gegen Juve ein Remis: Freuler trifft gegen die Alte Dame!

    Atalanta holt gegen Juve ein Remis: Freuler trifft gegen die Alte Dame!


    Lange sieht es danach aus, als ob Juventus Turin die Heimreise aus Bergamo mit drei Punkten im Gepäck antreten würde. Doch dann schlägt Remo Freuler zu! Remo Freuler befindet sich in grandioser Form!Nachdem er bereits im letzten Serie-A-Spiel gegen...

    Lange sieht es danach aus, als ob Juventus Turin die Heimreise aus Bergamo mit drei Punkten im Gepäck antreten würde. Doch dann schlägt Remo Freuler zu!

    Remo Freuler befindet sich in grandioser Form!

    Nachdem er bereits im letzten Serie-A-Spiel gegen Blerim Dzemailis Bologna eingetopft hat, trifft der Glarner auch im Spitzenkampf gegen Juventus Turin und Stephan Lichtsteiner. Grosses Kino!

    Das Heimteam ist nicht nur für den Schlusspunkt, sondern auch für den Auftakt in dieser Partie besorgt. Unmittelbar vor dem Pausentee bringt Conti Juve-Coach Allegri mit dem 1:0 in Rage, der Führungstreffer der Gastgeber ist aber keinesfalls gestohlen. 

    Doch er macht die Alte Dame wütend. Jetzt geben die Bianconeri Gas und schon nur fünf Minuten nach dem Seitenwechsel ist das Skore wieder ausgeglichen. Spinazzola köpfelt den Ball nach einem Juve-Freistoss ins eigene Gehäuse. 

    Danach setzt der Titelverteidiger sogar noch einen Zacken zu. Das 2:1 für die Gäste scheint nur eine Frage der Zeit – und in der 83. Minute ist es Tatsache. Dani Alves machts, vier Minuten zuvor kommt Lichsteiner in die Partie. Ist die Sache jetzt gelaufen?

    Mitnichten! Remo Freuler, der in der 49. Minute den Gelben Karton sieht, stellt einmal mehr unter Beweis, dass er sich in Bergamo pudelwohl fühlt. Der Mittelfeldmotor wagt sich in der 89. Minute mit der Kugel nach vorne, verliert das erste Duell mit Buffon zwar, beim Nachschuss hebt er das Leder aber geschickt über die Juve-Legende. Das Atleti Azzurri d'Italia tobt! Der Zähler ist im Trockenen und der Traum von Europa lebt weiter. (sag)

    Nach Banden-Crash und Beinbruch: NHL-Rookie Fiala fällt vier bis sechs Monate aus

    Nach Banden-Crash und Beinbruch: NHL-Rookie Fiala fällt vier bis sechs Monate aus


    Nach seinem üblen Prall in die Bande in dieser Woche ist die Länge des Ausfalls von Kevin Fiala (20) der Nashville Predators bekannt. Es ist eine unschöne Szene. In der Nacht auf Donnerstag kracht Kevin Fiala im NHL-Spiel der Nashville Predators gegen...

    Nach seinem üblen Prall in die Bande in dieser Woche ist die Länge des Ausfalls von Kevin Fiala (20) der Nashville Predators bekannt.

    Es ist eine unschöne Szene. In der Nacht auf Donnerstag kracht Kevin Fiala im NHL-Spiel der Nashville Predators gegen die St. Louis Blues (4:3) ungebremst in die Bande.

    Die Partie wird für über 17 Minuten unterbrochen und Fiala gepflegt. Der 20-jährige wird vom Feld getragen. Am späteren Donnerstag dann die bittere Diagnose: Bruch im linken Oberschenkel. Die OP findet noch am Donnerstag statt und verläuft gut.

    Wie nun bekannt ist fällt der Uzwiler Fiala für vier bis sechs Monate aus. Aber: Der NHL-Rookie meldet sich auf Instagram und gibt sich zuversichtlich. «Ich will noch stärker zurückkommen. Bis im Oktober», schreibt er.

    Na dann, gute Besserung, und bis im Oktober, Kevin! (leo)

    Mehmedi und Leverkusen im Sumpf: Schwarzer Bayer-Abend gegen Königsblau

    Mehmedi und Leverkusen im Sumpf: Schwarzer Bayer-Abend gegen Königsblau


    Bayer Leverkusen kassiert zuhause gegen Schalke 04 eine Ohrfeige. Beim 1:4 zeigt die Werkself eine desolate Vorstellung. Als das «Duell der Frustrierten» wird die Begegnung zwischen Leverkusen und Schalke in den deutschen Medien bezeichnet. Beide Teams...

    Bayer Leverkusen kassiert zuhause gegen Schalke 04 eine Ohrfeige. Beim 1:4 zeigt die Werkself eine desolate Vorstellung.

    Als das «Duell der Frustrierten» wird die Begegnung zwischen Leverkusen und Schalke in den deutschen Medien bezeichnet. Beide Teams spielen bereits die ganze Saison weit unter ihrem Wert. Für die Werkself siehts mit nur vier Punkten vor dem Relegationsplatz nochmal düsterer aus als für die Gäste aus Gelsenkirchen. Bayer-Coach Tayfun Korkut sagt vor Anpfiff noch: «Wir stecken im Sumpf, aber wir wollen nicht, dass uns jemand den Kopf runterdrückt.»

    Nach der Partie ist klar: Der Leverkusener stecken bis zum Hals im Schlamassel. Das 1:4 kommt einer Bankrotterklärung gleich. Und es ist eine Klatsche, die bereits in der sechsten Minute ihren Anfang findet. 

    Mit einem Schalker Angriff, wie aus dem Bilderbuch. Bentaleb bedient den in die Tiefe gestarteten Goretzka mit einem Zuckerpass in die Schnittstelle. Der zieht in den Strafraum und legt auf für den mitgelaufenen Burgstaller, der nur noch den Fuss hinhalten muss. Es ist die Krönung einer herrlichen Kombination – und das Startfeuerwerk der Schalker Offensive. 

    Ein Dutzend Minuten später liegen sich die Königsblauen schon zum dritten Mal in den Armen. Höwedes (10.) nach einem Eckball per Kopf und Schöpf, der im Getümmel die Übersicht erhält (18.), überfahren Bayer förmlich.  

    Selbst die Comeback-Träume der kühnsten Leverkusen-Fans sind bereits nach fünf Minuten in Halbzeit zwei zunichte. Burgstaller macht seinen Doppelpack perfekt. Immerhin: Das Heimteam kommt in der 69. Minute durch Kiessling zum Ehrentreffer. Aber der Jubel bleibt aus. Die Miene der eigenen Fans grimmig.

    Die blutleere Darbietung ist indes eine Fortsetzung der schwachen Bayer-Form. Aus den letzten zwölf Spielen resultierte lediglich ein Sieg. Im Klassement muss sich die Mannschaft, bei der Admir Mehmedi in der 86. Minute eingewechselt wird, nach wie vor nach hinten orientieren. (sag)

    «Cahier Africain» bester Dokumentarfilm: Grosse Ehre für Schweizer Regisseurin

    «Cahier Africain» bester Dokumentarfilm: Grosse Ehre für Schweizer Regisseurin


    Die Schweizerin Heidi Specogna ist am Freitag in Berlin mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet worden. «Cahier Africain» der Schweizer Regisseurin Heidi Specogna ist am Freitag in Berlin mit dem Deutschen Filmpreis als bester Dokumentarfilm...

    Die Schweizerin Heidi Specogna ist am Freitag in Berlin mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet worden.

    «Cahier Africain» der Schweizer Regisseurin Heidi Specogna ist am Freitag in Berlin mit dem Deutschen Filmpreis als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet worden. In «Cahier Africain» geht es um das Schicksal misshandelter Frauen in der Zentralafrikanischen Republik.

    Der Österreicher Peter Simonischek wurde für seine Rolle in «Toni Erdmann» mit der Lola als bester Schauspieler ausgezeichnet. Simonischek setzte sich damit gegen Bruno Ganz und Lars Eidinger und durch.

    Simonischek spielt in dem Vater-Tochter-Film von Maren Ade einen Alt-68er, der seine Managertochter aus ihrem strengen Alltag rausholen will.

    Die Deutsche Filmakademie kürt die Gewinner der Lolas, die als wichtigste Auszeichnung für das deutsche Kino gelten. (SDA)

    Trumps Versprechen an die Waffenlobby: «Ich werde mich für euch einsetzen»

    Trumps Versprechen an die Waffenlobby: «Ich werde mich für euch einsetzen»


    US-Präsident Donald Trump zeigt sich erkenntlich für die Unterstützung durch die Waffenlobby-Organisation NRA im Wahlkampf. Jetzt trat er an deren Kongress auf. Donald Trump hat der mächtigen Waffenlobby-Organisation NRA versprochen, für die Rechte...

    US-Präsident Donald Trump zeigt sich erkenntlich für die Unterstützung durch die Waffenlobby-Organisation NRA im Wahlkampf. Jetzt trat er an deren Kongress auf.

    Donald Trump hat der mächtigen Waffenlobby-Organisation NRA versprochen, für die Rechte von Waffenbesitzern einzutreten. «Ihr seid meine Freunde, das könnt Ihr mir glauben», sagte der US-Präsident am Freitag bei einem Kongress der NRA in Atlanta.

    «Ihr habt euch für mich eingesetzt, ich werde mich für euch einsetzen.» Seine Regierung werde nicht versuchen, das Recht auf Waffenbesitz einzuschränken, sagte der Präsident. Mit dem Angriff auf den Zweiten Verfassungszusatz sei nun Schluss.

    «Freund und Vorkämpfer»

    In dem Paragrafen ist das Recht festgeschrieben, eine Waffe besitzen und tragen zu dürfen. Die NRA habe mit ihm einen «Freund und Vorkämpfer» im Weissen Haus, fügte Trump hinzu.

    Der 70-Jährige war der erste Präsident seit Ronald Reagan im Jahr 1983, der bei dem Kongress der NRA auftrat. Für seine Rede erhielt er lautstarken Applaus. Der Republikaner, dem für seine ersten hundert Tage im Amt viel Kritik entgegenschlägt, genoss den Auftritt sichtlich.

    Seine Rede glich jenen, die er im Wahlkampf gehalten hatte. Trump bemühte patriotische Bilder, schimpfte auf das politische Establishment in Washington und griff die Demokraten an.

    Schon als Kandidat hatte Trump im vergangenen Jahr vor dem Kongress gesprochen. Die NRA unterstützte ihn im Wahlkampf. Damit war die Hoffnung verbunden, Trump werde die Waffengesetze als Präsident nicht verschärfen. Die Organisation gilt als sehr einflussreich.

    Grosses politisches Streitthema

    Der Besitz und das Tragen von Schusswaffen sind in den USA seit Jahrzehnten eines der grossen politischen Streitthemen. Befürworter, politisch tendenziell eher bei Trumps Republikanern beheimatet, berufen sich auf den Zweiten Verfassungszusatz. Kritiker machen darauf aufmerksam, dass eine grosse Anzahl von Verbrechen verhindert werden könnte, wenn der freie Zugang zu Schusswaffen erschwert würde.

    Nach Gewalttaten mit vielen Todesopfern kocht diese Debatte immer wieder hoch. Trumps Vorgänger Barack Obama setzte sich in den vergangenen Jahren dafür ein, die Waffengesetze zu verschärfen. Er scheiterte aber an den Republikanern im Kongress.

    Trump ging in seiner Rede am Freitag auch auf sein zentrales Wahlkampfversprechen ein: die Mauer an der Grenze zu Mexiko. Er erwähnte jedoch mit keinem Wort, wie der Bau finanziert werden soll.

    Die Finanzierung des Prestigeobjektes ist derzeit völlig unklar. Das Weisse Haus wollte, dass ein Haushaltsgesetz erste Gelder für den Bau einschliesst, musste aber nach Widerstand im Kongress davon abrücken. (SDA/noo)

    Erstes Foto auf ihrer App: Sarah macht Kasse mit Alessios Gesicht

    Erstes Foto auf ihrer App: Sarah macht Kasse mit Alessios Gesicht


    Sohn Alessio bestimmt das Leben von Sarah Lombardi und ist auch immer wieder auf ihren Social-Media-Seiten zu sehen – von vorne allerdings noch nie. Bis jetzt! Nachdem Sarah Lombardi (24) vor einigen Tagen mit dem ersten Pärchen-Bild von ihr und ihrem...

    Sohn Alessio bestimmt das Leben von Sarah Lombardi und ist auch immer wieder auf ihren Social-Media-Seiten zu sehen – von vorne allerdings noch nie. Bis jetzt!

    Nachdem Sarah Lombardi (24) vor einigen Tagen mit dem ersten Pärchen-Bild von ihr und ihrem Freund Michal T. für Furore sorgte, kommt jetzt der nächste Knaller. Auf ihrer App präsentiert die Sängerin das erste Mal ihren Sohn Alessio (1) von vorne. Bisher zeigten sowohl Sarah als auch Ex-Mann Pietro noch nie das Gesicht des Kleinen.  

    Alessio blickt mit seinen stahlblauen Augen in die Kamera und hält einen Löwenzahn hoch. «Für Mama Blumen gepflückt», freut sich Sarah über die herzige Geste. «Vielleicht gibt es nicht vieles, aber wenn ich auf etwas stolz bin, dann bist das du.» Mit der herzigen Premiere sorgt die ehemalige «DSDS»-Zweite aber einmal mehr für eine hitzige Debatte. 

    «Sie kann machen, was sie will»

    Denn Sarah postete das Bild nicht auf Social Media, sondern auf ihrer App. Diese hat sie mit dem Online-Shop About You entwickelt. «Du willst wissen, wo ich meine neusten Looks geshoppt habe? Meine neue App verrät es dir und leitet dich direkt zu meinen Lieblingsshops weiter», steht auf iTunes in der Beschreibung. Je mehr Traffic auf die App kommt, desto mehr macht Sarah Kasse.

    Kein Wunder, sind ihre Fans nicht begeistert, dort Alessios Gesicht zu sehen. Sie sorgen sich um seine Privatsphäre. «Bedenklich finde ich, dass sie in der Öffentlichkeit steht und zum Teil sehr polarisiert. Dann das Gesicht des eigenen Kindes zu posten, könnte gefährlich sein», schreibt ein User. Andere verteidigen die Entscheidung aber: «Der Kleine ist total süss und sie ist bestimmt total stolz darauf. Es ist ihr Kind, ihr Leben, und sie kann machen, was sie will.» (klm)

    Zweites Stängeli voll: Basel und seine 20 Meistertitel

    Zweites Stängeli voll: Basel und seine 20 Meistertitel


    Der FC Basel feiert den 20. Meistertitel der Vereinsgeschichte. Den achten hintereinander. Klicken Sie sich durch die Galerie, dort gibts sämtliche Feierlichkeiten im...

    Der FC Basel feiert den 20. Meistertitel der Vereinsgeschichte. Den achten hintereinander. Klicken Sie sich durch die Galerie, dort gibts sämtliche Feierlichkeiten im Überblick!

    Noch fehlen acht Titel: 2025 kann der FCB GC als Rekordmeister ablösen!

    Noch fehlen acht Titel: 2025 kann der FCB GC als Rekordmeister ablösen!


    Acht Titel in Serie sind einsamer Rekord im Schweizer Fussball. Wird der FCB jetzt auch titelmässig zum Mass aller Dinge? «Rekordmeister! Eine Institution hey!», brüllte GC-Legende Ricardo Cabanas in seiner legendären Wutrede gegen den Schiri einst...

    Acht Titel in Serie sind einsamer Rekord im Schweizer Fussball. Wird der FCB jetzt auch titelmässig zum Mass aller Dinge?

    «Rekordmeister! Eine Institution hey!», brüllte GC-Legende Ricardo Cabanas in seiner legendären Wutrede gegen den Schiri einst vor im Kabinengang. Noch immer sind die Hoppers mit 27 Meistertiteln Rekordhalter im Schweizer Fussball.

    Der FCB folgt mit 20 Titeln auf Platz 2, stemmen die Basler auch in den kommenden acht Jahren jedes Jahr den Meisterpokal, wäre der Klub spätestens 2025 Rekordmeister. Und Cabanas? Der müsste sich damit begnügen, dass GC zwar nicht mehr Rekordhalter, aber noch immer eine Institution im Schweizer Fussball ist.

    Die Rekordmeister anderer Ligen:
    Deutschland: FC Bayern München 25 
    England: Manchester United 20
    Frankreich: AS Saint-Étienne 10 
    Italien: Juventus Turin 31 
    Niederlande: Ajax Amsterdam 32 
    Österreich: SK Rapid Wien 32 
    Portugal: Benfica Lissabon 32 
    Spanien: Real Madrid 32 
    Belgien: RSC Anderlecht 32
    Türkei: Galatasaray Istanbul 20

    Trotz achtem Titel in Serie: Der FCB muss Millionen in die Hand nehmen!

    Trotz achtem Titel in Serie: Der FCB muss Millionen in die Hand nehmen!


    Der FCB muss nun seine Identität verändern, schreibt BLICK-Fussballchef Andreas Böni. Der FC Basel ist zum achten Mal in Folge Schweizer Meister. Das ist eine riesige Leistung, die in erster Linie der abtretenden Führung zu verdanken ist. Bernhard...

    Der FCB muss nun seine Identität verändern, schreibt BLICK-Fussballchef Andreas Böni.

    Der FC Basel ist zum achten Mal in Folge Schweizer Meister. Das ist eine riesige Leistung, die in erster Linie der abtretenden Führung zu verdanken ist. Bernhard Heusler und Georg Heitz haben einen Wahnsinns-Job gemacht und den Klub mit der Starthilfe von Gigi Oeri zu dem gemacht, was er heute ist. Sie haben den Abgang durch die ganz grosse Türe verdient.

    Finanziell ist es ein bestelltes Feld, das sie hinterlassen. An der Mannschaft hingegen gibt es doch einige Stellschrauben, an denen man nun drehen muss. Dieser Mannschaft fehlt die Ausstrahlung, die Identifikations-Kraft – das haben Bernhard Burgener und Marco Streller richtig erkannt.

    Es beginnt bei Trainer Urs Fischer und hört damit auf, dass man über die ganze Saison gesehen zu sehr auf Ausländer baute oder bauen musste. Die Idee, ein Basler Gerüst zu kaufen und mit jungen Talenten Identifikation zu schaffen, ist richtig. Dabei werden Streller, Trainer Raphael Wicky und Co. bestimmt an eine Schweizer Achse denken.

    Im Tor vielleicht an Diego Benaglio, der bei Wolfsburg zwischen den Pfosten steht. Als Innenverteidiger könnten Ex-FCB-Spieler Fabian Schär und der Basler Timm Klose ein Thema werden. Im Mittelfeld müssen die Ex-Bebbi Valentin Stocker (Hertha) und Fabian Frei (Mainz) auf der Liste sein. Vorne würde es Sinn machen, wenn man versuchen würde, den 28-jährigen Basler Nati-Stürmer Eren Derdiyok zu verpflichten, auch wenn das diese Saison unrealistisch erscheint.

    Klar ist: Der FCB muss für diese Helvetisierung des Kaders Geld in die Hand nehmen. Und zwar viel. Damit die Mannschaft die FCB-Fans wieder mehr berührt.

    Wander-Unfall in Spanien: Schweizerin wartet vier Stunden auf Heli-Rettung

    Wander-Unfall in Spanien: Schweizerin wartet vier Stunden auf Heli-Rettung


    CORME (ES) - Claudia S.* (51) ist letzten Dienstag in Nordspanien verunglückt. Wegen eines Missverständnisses musste sie stundenlang verletzt in unwegsamem Gebiet ausharren. Es geschah am 25. April: Die Schweizerin Claudia S.* (51)...

    CORME (ES) - Claudia S.* (51) ist letzten Dienstag in Nordspanien verunglückt. Wegen eines Missverständnisses musste sie stundenlang verletzt in unwegsamem Gebiet ausharren.

    Es geschah am 25. April: Die Schweizerin Claudia S.* (51) aus Reitnau (AG) ist mit ihrer Schwester auf einer Wanderung nahe des nordspanischen Hafenortes Corme. Die beiden absolvieren eine Etappe der pittoresken Wanderroute Camiño dos Faros, als die 51-Jährige gegen 13 Uhr Ortszeit plötzlich unglücklich ausrutscht. Sie verletzt dabei ihren linken Knöchel so schwer, dass sie nicht mehr weitergehen kann. Die Schwester kontaktiert sofort die lokalen Rettungskräfte. 

    Erst nach über vier Stunden Wartezeit wird die Verunglückte schliesslich in einem Rettungskorb mit einem Helikopter gerettet. 

    Telefonverbindung war schlecht

    Wie die spanische Zeitung «La Voz de Galicia» schreibt, war zunächst nicht klar, wo sich die beiden Frauen befanden – die Telefonverbindung war schlecht. Die Schwester der 51-Jährigen sprach von «A Barra», doch der Einsatzleiter der Rettungskräfte, Rubén Pérez Cotelo, glaubte, dass es sich um den Ort A Barda handelte. Er schickte einen seiner Männer in die Umgebung. 

    Doch in A Barda konnte dieser niemanden ausfindig machen. Schlieslich wurden die Frauen dann trotzdem gefunden – etwa einen Kilometer weiter weg. 

    Da das Gebiet in einem steilen Hang sehr schwer zu erreichen ist, schickten die Retter einen Helikopter. So sollte sichergestellt werden, dass sich die Verunglückte nicht noch stärker verletzte. Mit dem Helikopter wurde sie abtransportiert. An Bord wurde sie von Sanitätern versorgt. Sie wurde schliesslich in ein Spital in die spanische Stadt La Coruña geflogen. 

    Zurzeit ist unklar, wie es der verletzten Schweizerin geht. (maz) 

    *Name der Redaktion bekannt

    Problem-Boris ist nicht der einzige, der bewacht wird: Die Security muss in der Kinder-Psychi öfters ran

    Problem-Boris ist nicht der einzige, der bewacht wird: Die Security muss in der Kinder-Psychi öfters ran


    WETTSWIL - ZH - Die Rund-um-die-Uhr-Betreuung von Problembub Boris* kostete zu Spitzenzeiten 85’000 Franken pro Monat. Der Hauptkostenpunkt: die Bewachungsdienste. BLICK weiss: Security-Männer auf...

    WETTSWIL - ZH - Die Rund-um-die-Uhr-Betreuung von Problembub Boris* kostete zu Spitzenzeiten 85’000 Franken pro Monat. Der Hauptkostenpunkt: die Bewachungsdienste. BLICK weiss: Security-Männer auf Kinderstationen sind keine Ausnahme.

    Das teure Sondersetting für Problembub Boris* (12) aus Wettswil am Albis ZH sorgt für Kopfschütteln. Zu Spitzenzeiten verschlang die Betreuung monatlich 85’000 Franken. Der teuerste Posten: die Eins-zu-eins-Betreuung durch die private Security-Firma Seewache Sicherheitsdienste AG aus Pfäffikon SZ. Die 24-Stunden-Überwachung kostete 50’000 Franken inklusive Wegpauschale (BLICK berichtete).

    Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) veranlasste die Rund-um-die-Uhr-Betreuung in der Kinderpsychiatrie Brüschhalde in Männedorf ZH. BLICK weiss: Boris ist kein Einzelfall. Fünf bis sechs Mal pro Jahr stehen Security-Kräfte allein auf der Kinderpsychiatrie in Männedorf im Einsatz.

    Auf der Kinderstation wird gerne zu Security-Firmen gegriffen

    Der Sprecher der Kinderstation Brüschhalde, Marc Stutz, bestätigt: «Das Personal auf der Pflegeabteilung ist geschult und kann Situationen deeskalieren, doch in Extremfällen braucht es Unterstützung von Sicherheitsleuten.» Aber: Eine Sicherheitsfirma werde bei Extremfällen als Übergangslösung eingesetzt.

    Der Sprecher erklärt: «Sie kommt auf der Kinderstation bei Patienten zum Zug, die körperlich aggressiv sind, andere und sich selbst gefährden.»

    Wohngemeinde ist genervt

    Bezahlen für Boris' Betreuung durch die professionelle Sicherheitsfirma soll seine Wohngemeinde Wettswil am Albis. Das Phänomen und die Kosten von Security-Firmen auf der Kinderstation sind dort ein leidiges Thema.

    In einem Schreiben an die Beiständin von Boris, das BLICK vorliegt, wird bemängelt: «Die Kinderstation Brüschhalde arbeitet öfters mit der Sicherheitsfirma Seewache zusammen.» Dann stellt man die Nachfrage, «wieso die Kostenaufstellung nicht bereits zu Beginn richtig beantragt worden (Mehrwertsteuer/Wegpauschalen) ist».

    Die betraute Sicherheitsfirma Seewache AG will sich seit mehreren Tagen nicht zu ihren Einsätzen äussern. 

    *Name geändert

    Bitterböser Clip aus Springfield: So rechnen die «Simpsons» mit Trump ab

    Bitterböser Clip aus Springfield: So rechnen die «Simpsons» mit Trump ab


    Die Macher der Zeichentrickserie «Simpsons» haben ein düsteres Bild der ersten 100 Amtstage von US-Präsident Donald Trump gezeichnet. «100 Tage im Amt und so viel erreicht», sagt ein im Bett liegender Donald Trump, dessen Haare sich als kleiner...

    Die Macher der Zeichentrickserie «Simpsons» haben ein düsteres Bild der ersten 100 Amtstage von US-Präsident Donald Trump gezeichnet.

    «100 Tage im Amt und so viel erreicht», sagt ein im Bett liegender Donald Trump, dessen Haare sich als kleiner Hund entpuppen. Unter anderem habe er sein Golf-Handicap gesenkt und die Zahl seiner Twitter-Fans erhöht. «Und schliesslich dürfen jetzt Bären im Winterschlaf erschossen werden. Meine Jungs werden sich freuen.»

    Chaos im Weissen Haus

    Währenddessen gehen sich in einem anderen Raum des Weissen Hauses seine Mitarbeiter Jared Kushner und Stephen Bannon an die Kehle, Sprecher Sean Spicer hat sich bereits erhängt und Mitarbeiterin Kellyanne Conway weigert sich, ihn zu ersetzen.

    Trump-Tochter Ivanka hat Richterin Ruth Bader Ginsburg im Obersten Gerichtshof ersetzt und macht dabei Werbung für ihre Robe und Ohrringe, die gekauft werden können.

    Auch die Familie Simpson lässt die Trump-Präsidentschaft nicht kalt: Mutter Marge schluckt Tabletten und Opa Simpson soll dorthin abgeschoben werden, wo er herkommt. «Dabei kann ich mich gar nicht mehr daran erinnern, wo das ist.» (SDA)

    Highlights & Stimmen aus Luzern: Basel ist zum 20. Mal Schweizer Meister!

    Highlights & Stimmen aus Luzern: Basel ist zum 20. Mal Schweizer Meister!


    Der FC Basel gewinnt das Auswärtsspiel in Luzern 2:1. Damit ist das Team von Urs Fischer nicht mehr einzuholen und kann vorzeitig den achten Titel in Folge feiern. Versetzen wir uns in die Lage von FCL-Coach Markus Babbel. Wie er seine Elf vor dem Spiel...

    Der FC Basel gewinnt das Auswärtsspiel in Luzern 2:1. Damit ist das Team von Urs Fischer nicht mehr einzuholen und kann vorzeitig den achten Titel in Folge feiern.

    Versetzen wir uns in die Lage von FCL-Coach Markus Babbel. Wie er seine Elf vor dem Spiel einschwört. Wie er den Spielern eintrichtert, dass der FCB hier auf keinen Fall Meister werden wird, dass man die Party verhindern werde. Und dann? Stehts nach drei Minuten 0:1. Elyounoussi bedient Doumbia, die Basler können den Meisterschampus schon früh in die Kälte stellen. Nachdem Steffen den Deckel drauf gemacht hat, ist es um 21.36 Uhr dann auch offiziell so weit: Schiri San pfeift ab, der FCB holt seinen zweiten Stern, den 20. Meistertitel seiner 124-jährigen Klubgeschichte. Nach 30 Runden. So früh wie noch nie, zum zweiten Mal in Folge mit massivem Vorsprung, zum zweiten Mal mit Urs Fischer an der Seitenlinie. Als Spieler wurde der langjährige FCZ- und St.-Gallen-Profi kein einziges Mal Meister, nun darf er als Coach erneut den Pokal in die Höhe stemmen.

    Das Spiel:
    Doumbia lässt die Luzerner Arena nach nicht einmal drei Minuten verstummen. Die Bebbi haben alles unter Kontrolle, bis Luzern nach einer halben Stunde langsam den Tritt findet. Kryeziu und Itten haben gute Chancen. In Hälfte zwei präsentiert sich ein ähnliches Bild: Basel ist direkt nach Wiederanpfiff besser, Steffen vergibt völlig frei. Luzern braucht wieder etwas Zeit, bis die Offensivaktionen kommen. FCB-Leihgabe Itten vergibt nach einer Stunde eine davon. Steffens schöne Kiste macht den Meistersack dann endgültig zu. Und auf dem Basler Barfüsserplatz heisst es: Let's get the party started!

    Die Tore:
    0:1, 3. Minute: Paukenschlag in der Zentralschweiz! Seydou Doumbia wird im Strafraum von Elyounoussi mustergültig bedient, der Ivorer lässt sich nicht zweimal bitten und macht gleich mit der ersten Chance das Tor. 14. Saisonbude von Doumbia!

    0:2, 72. Minute: Aus rund 20 Metern zirkelt Renato Steffen den Ball mit seinem linken Fuss herrlich in die Ecke. Im Gästesektor beginnt nun definitiv die Party.

    1:2, 88. Minute: Marco Schneuwly macht kurz vor Schluss noch das Tor für Luzern. Das wird ihm persönlich sicher gut tun. Er, der gerade eine kleine Baisse hinter sich hat.

    Die Stimmen:

    Das gab zu reden: Kurz vor dem Ende werfen aufgebrachte FCL-Anhänger Gegenstände aufs Spielfeld, Schiri San unterbricht die Partie, FCL-Captain Kryeziu muss die Fans beruhigen.

    Der Beste: Mohamed Elyounoussi. Bereitet die frühe Führung mit einem feinen Pass vor, viel unterwegs.

    Der Schlechteste: Tomi Juric. Vorne geht beim FCL bis kurz vor Schluss nicht viel. Sinnbild: Der Australier.

    So gehts weiter: Luzern gastiert am kommenden Samstag in Thun (17.45 Uhr). Für den FCB steht erst einmal die Party auf dem Programm. Am nächsten Sonntag um 13.45 Uhr gehts dann auswärts gegen Lugano.

    *******************************

    Luzern – Basel 1:2 (0:1)

    Swissporarena – 14823 Fans – SR: San 

    Tore: 3. Doumbia (Elyounoussi) 0:1. 71. Steffen 0:2. 88. M. Schneuwly 1:2

    Luzern: Omlin; Grether, Knezevic, Costa, C. Schneuwly; Affolter; Itten, Neumayr –, Kryeziu, Schürpf; Juric.

    Basel: Vaclik; Lang, Suchy, Akanji, Traoré; Xhaka, Serey Die; Steffen, Delgado, Elyounoussi; Doumbia. 

    Einwechslungen:
    Luzern: Haas (42. für Neumayr); Rodriguez (67. für Affolter), M. Schneuwly (74. Schürpf).  
    Basel: Zuffi (75. für Delgado), Sporar (75. für Doumbia), Callà (80. für Steffen). 

    Gelb: 36. Traoré (Foul), 41. Costa (Foul), 75. Suchy (Foul). 

    Bemerkungen: Luzern ohne Alves und Vargas (beide verletzt), Basel ohne Bua (verletzt).

    Brasilien: Generalstreik in Brasilien

    Brasilien: Generalstreik in Brasilien


    Rio de Janeiro – Ein Generalstreik hat am Freitag das öffentliche Leben in Brasilien beeinträchtigt. Im ganzen Land gab es beim ersten Generalstreik seit 21 Jahren starke Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr bei Bussen und Bahnen. Strassen...

    Rio de Janeiro – Ein Generalstreik hat am Freitag das öffentliche Leben in Brasilien beeinträchtigt. Im ganzen Land gab es beim ersten Generalstreik seit 21 Jahren starke Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr bei Bussen und Bahnen.

    Strassen wurden blockiert, die Metro São Paulo konnte nur sehr eingeschränkt fahren.

    Der Protest richtet sich gegen eine Arbeitsmarktreform der Regierung von Präsident Michel Temer, die eine Ausweitung von Arbeitszeiten, eine Beschneidung der Mitsprache von Gewerkschaften und die Zahlung von Kosten bei Arbeitsprozessen durch die Angestellten vorsieht. Die Gewerkschaften sehen eine einseitige Stärkung von Unternehmen. Der Senat muss der Reform noch zustimmen.

    In vielen Städten kam es zu Randale, Barrikaden brannten. Alle grossen Gewerkschaften hatten zu dem Streik aufgerufen. Dutzende Menschen wurden den Behörden zufolge festgenommen.

    Das Land steckt in einer tiefen wirtschaftlichen Krise, über zwölf Millionen Menschen sind arbeitslos. Auch das Rentensystem soll reformiert werden, um das hohe Defizit zu bekämpfen. Der letzte Generalstreik richtete sich während der Präsidentschaft von Fernando Henrique Cardoso gegen hohe Arbeitslosigkeit und niedrige Löhne.

    Nach Notbremsung wegen lebensgefährlichem Streich: Polizei identifiziert Gleis-Lölis von Köniz

    Nach Notbremsung wegen lebensgefährlichem Streich: Polizei identifiziert Gleis-Lölis von Köniz


    Jugendliche haben Mitte April auf einem Bahnübergang in Köniz die Schnellbremsung einer S-Bahn provoziert. Nun hat die Polizei die beiden mutmasslichen Täter ausfindig gemacht. Am frühen Abend des 19. April blieben zwei Jugendliche auf einem...

    Jugendliche haben Mitte April auf einem Bahnübergang in Köniz die Schnellbremsung einer S-Bahn provoziert. Nun hat die Polizei die beiden mutmasslichen Täter ausfindig gemacht.

    Am frühen Abend des 19. April blieben zwei Jugendliche auf einem Bahnübergang in Köniz innerhalb der gesenkten Barrieren auf dem Gleis trotz eines herannahenden Zuges stehen und rannten erst in letzter Sekunde weg. Der Lokführer der S-Bahn musste eine Schnellbremsung einleiten.

    Jetzt hat die Polizei die mutmasslichen Täter ermittelt. Sie sind geständig und müssen sich vor der Jugendanwaltschaft verantworten, wie diese und die Berner Kantonspolizei am Freitag mitteilten.

    Der leichtsinnige Bubenstreich wurde von einem Augenzeugen gefilmt (BLICK berichtete).

    Das Bahnunternehmen BLS meldete den Vorfall der Polizei. Es handle sich hier nicht um einen Bubenstreich, sondern und eine lebensgefährliche und strafbare Handlung, sagte BLS-Sprecherin Helene Soltermann damals. (SDA/noo)

    Luzernerin Claudia Rindler: Horrorkünstlerin sorgt für Entsetzen am Zoll

    Luzernerin Claudia Rindler: Horrorkünstlerin sorgt für Entsetzen am Zoll


    Die Maskenbildnerin Claudia Rindler stellt Leichenteile und auch schon mal eine tote Robbe her. Das sorgt am Zoll regelmässig für Entsetzen. Sie produziert vegane Naturkosmetik in Pastellfarben und stellt blutige Leichenteile und missgebildete Föten...

    Die Maskenbildnerin Claudia Rindler stellt Leichenteile und auch schon mal eine tote Robbe her. Das sorgt am Zoll regelmässig für Entsetzen.

    Sie produziert vegane Naturkosmetik in Pastellfarben und stellt blutige Leichenteile und missgebildete Föten her. Für die Luzerner Maskenbildnerin und Make-up-Artistin Claudia Rindler kein Widerspruch. «Es ist kein grosser Unterschied, ob ich einen Fötus oder einen Seifen-Schmetterling modelliere. Ich mache das, was verlangt wird», sagt sie zu BLICK.

    Rindler modelliert missgebildete Föten

    Die Anfragen für die makabren Teile kommen von verschiedenen Kunden. So hat Rindler, die ihr Alter nicht verraten will, schon missgebildete Föten in Einweggläsern für das Gruselkabinett Dungeon in Hamburg gefertigt oder sich um die Maske bei den Theaterstücken «Emilia Galotti» und «The Giacomo Variations» mit John Malkovich (63) am Theater Winterthur gekümmert. Für den deutschen Kriminalbiologen Mark Benecke (46) hat sie gar schon Leichen nach Original-Foto-Vorlage hergestellt, die er bei seinen Vorträgen verwendet. Ist das nicht eklig? «Ich schaue die Sachen anders an. Wie ist die Form? Die Haut? Die Struktur?»

    Ein Robbenbaby brachte Rindler an ihre Grenzen

    Einmal stiess Rindler, die seit vier Jahren mit einem Informatiker verheiratet ist, doch an ihre Grenzen. «Für die Tierschutzorganisation Peta habe ich für eine Anti-Pelz-Kampagne ein erschlagenes Robbenbaby modelliert.» Dafür habe sie sich wochenlang gehäutete Robben angeschaut. «Das ist mir sehr schwergefallen, weil ich Tiere sehr gern habe.»

    Rindler hat drei Bulldoggen. «Der Kleine ist mal bei mir ins Atelier gerannt und stand plötzlich mit einer abgetrennten Hand da», erzählt sie lachend. «Mein Mann und ich haben uns kaputtgelacht, für uns ist das normal.»

    Sie zogen einen abgetrennten Kopf aus meinem Koffer

    Das sorgt des öfteren für Probleme beim Reisen. «Es ist lästig, wenn der Zöllner einen abgehackten Kopf aus dem Koffer zieht», sagt sie schmunzelnd. Einmal musste sie für einen Zombie-Dreh nach Deutschland fliegen. «Dafür hatte ich ein Spezial-Schmutzpulver dabei.» Drei Stunden lang wurde es untersucht, bis die Flughafenmitarbeiter überzeugt waren, dass es sich nicht um Drogen handle.

    Naturkosmetik und Braut-Make-up

    Rindler verkauft in ihrem Winterthurer Laden selbst hergestellte, vegane Naturkosmetik. «Ich bin auch gelernte Maskenbildnerin und habe mich mit den Inhaltsstoffen auseinandergesetzt. Dann habe ich herausgefunden, dass die Sachen, die da drin sind, ganz grausig sind.» Sie habe sich dann entschieden, ihre Produkte selbst zu machen.

    Dieses Wochenende ist Rindler mit ihrem Team an der Fantasy Basel. Dort können sich Film-, Game-, Comic- und Cosplayfans von ihrem Team schminken lassen. «Wir verkaufen dann auch Make-up, Spezial-Effekte und ein bisschen Kunstblut», sagt die Horror-Künstlerin. Und zwinkert: «Am Ende stellen alle immer fest, dass ich zwar nicht ganz dicht bin, aber harmlos.»

    Modekette: Aus von Modehaus Yendi besiegelt

    Modekette: Aus von Modehaus Yendi besiegelt


    BULLE - FR - Das Freiburger Modehaus Yendi macht seine über hundert Läden definitiv dicht. Das Gericht des Bezirks Greyerz hat den Konkurs über das Unternehmen verhängt. Am Ausgang der Konkursanhörung habe es...

    BULLE - FR - Das Freiburger Modehaus Yendi macht seine über hundert Läden definitiv dicht. Das Gericht des Bezirks Greyerz hat den Konkurs über das Unternehmen verhängt.

    Am Ausgang der Konkursanhörung habe es von vornherein keinen Zweifel mehr gegeben, kommentierte die Gewerkschaft Unia den Entscheid nach der Bekanntgabe am Freitag. Die Modekette mit Sitz in Bulle befindet sich seit Monaten in finanzieller Schieflage und konnte den rund 500 Mitarbeiter bereits im April die Löhne nicht mehr zahlen.

    Die Unia steht mit Yendi seit Mitte April in Verhandlungen. Die Gewerkschaft konnte erreichen, dass die Löhne für Überstunden und die 13. Monatslöhne ausbezahlt werden. Weiter berät und begleitet sie über hundert Angestellte bei den administrativen Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem Bankrott der Firma und Arbeitslosigkeit.

    Die Unia fordert ein dringendes Treffen mit dem Konkursverwalter, damit Unterstützungsmassnahmen für die Mitarbeiter ergriffen werden können. Zudem hält sie einen Unterstützungsfonds für die Mitarbeiter für nötig, an dem sich auch die ehemaligen Eigentümer beteiligen sollen.

    Fussball: Hunderte Polizisten am Cupfinal im Einsatz

    Fussball: Hunderte Polizisten am Cupfinal im Einsatz


    GENF - GE - Der Fussball-Cupfinal zwischen dem FC Basel und dem FC Sitten am Auffahrtsdonnerstag in Genf wird unter grossen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. Die Genfer Polizei erhält Unterstützung von...

    GENF - GE - Der Fussball-Cupfinal zwischen dem FC Basel und dem FC Sitten am Auffahrtsdonnerstag in Genf wird unter grossen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. Die Genfer Polizei erhält Unterstützung von verschiedenen Westschweizer Polizeikorps.

    Auch sogenannte Spotter, Fanarbeiter und Kenner der Szene der beiden Fussballclubs, werden die Sicherheitskräfte bei der Arbeit unterstützen, wie die Genfer Behörden und der Schweizerische Fussballverband (SFV) am Freitag in einem gemeinsamen Communiqué schrieben.

    Grund für das grosse Sicherheitsdispositiv seien die «jüngsten internationalen Ereignisse» sowie die Erfahrungen mit den Anhängern der beiden Cupfinalisten. Die Kosten tragen zu gleichen Teilen der Kanton Genf und der SFV.

    Der Genfer Sicherheitsdirektor Pierre Maudet sprach im Westschweizer Radio RTS von «mehreren hundert Polizisten», welche am 25. Mai in und um Genf im Einsatz stehen werden. Sie hätten unter anderem die Aufgabe, die beiden Fangruppen bei ihren Märschen zum Stadion voneinander zu trennen.

    Rumäne verdient 1500 Fr. im Monat: Er ist trotz K.o.-Sieg über Joshua immer noch ein armer Amateur

    Rumäne verdient 1500 Fr. im Monat: Er ist trotz K.o.-Sieg über Joshua immer noch ein armer Amateur


    Der Name Mihai Nistor sagt den meisten Box-Fans nichts. Dabei ist der Rumäne der einzige Boxer der Geschichte, der Anthony Joshua K.o. geschlagen hat. Wladimir Klitschko (41) mag vor dem WM-Kampf gegen Anthony Joshua (27) einen einigermassen entspannten...

    Der Name Mihai Nistor sagt den meisten Box-Fans nichts. Dabei ist der Rumäne der einzige Boxer der Geschichte, der Anthony Joshua K.o. geschlagen hat.

    Wladimir Klitschko (41) mag vor dem WM-Kampf gegen Anthony Joshua (27) einen einigermassen entspannten Eindruck machen.

    Aber allzu sicher kann er sich vor dem Schwergewichts-Duell im Londoner Wembley-Stadion am Samstag nicht sein. Kein Profi hat den amtierenden IBF-Weltmeister bisher geschlagen.

    Und auch bei den Amateuren muss man lange suchen, bis man jemanden findet, der Anthony Joshua den Meister gezeigt hat.

    Aber es gibt einen Mann, der Wladimir Klitschko einen K.o.-Tipp geben könnte. 2011 gelingt dem Rumänen Mihai Nistor (27) bei der Amateur-WM in der Türkei, was niemandem sonst auf dem Planeten gelungen ist: Er schlägt Joshua durch Knockout.

    Es ist die bisher einzige K.o.-Niederlage in der Karriere des Briten. Ein Jahr später ist der 1,98-Meter-Mann Olympiasieger.

    Seit dem Knockout vor sechs Jahren haben sich die Wege der beiden Kämpfer getrennt. Joshua ist Profi geworden und Multimillionär, kämpft am Wochenende gegen Klitschko um zwei WM-Titel.

    Nistor lebt immer noch im Rumänien. In Bukarest teilt er sich mit seinem Bruder eine kleine Wohnung in einem Hochhaus. Er boxt immer noch als Amateur, im Dienst der rumänischen Armee. Monatslohn: 1500 Franken.

    «Ich mache das nicht des Geldes wegen», sagt er der «BBC». «Ich mache es aus Spass. Man kann nicht gewinnen, wenn Geld die Motivation ist.»

    Auf der ganz grossen Bühne hat es Nistor noch nicht gepackt. Bei der WM 2011 kämpfte er sich immerhin zu Bronze. Für Olympia 2012 qualifizierte er sich nicht, 2016 in Rio scheiterte er früh.

    Eine Profi-Karriere ist trotz allem immer noch das Ziel. Doch zuerst will Nistor bei Olympia 2020 in Tokio abräumen. «Ich bin nicht so talentiert», sagt er. «Wenn du nicht so viel Talent hast, aber hart arbeitest, setzt du dich durch.»

    30-Jährig wird Nistor nach Olympia 2020 sein. Danach kann ein Wechsel zu den Profis wieder ein Thema werden. Und ein Wiedersehen mit Anthony Joshua auch.

    Hier können Sie ab morgen schwimmen gehen: Badisaison 2017 ist eröffnet!

    Hier können Sie ab morgen schwimmen gehen: Badisaison 2017 ist eröffnet!


    Obwohl bereits Frühling ist, liegt Schnee auf den Strassen. Trotzdem öffnen einige Freibäder bereits an diesem Wochenende. Heute Morgen war es in Teilen der Schweiz ungemütlich: Auf den Strassen lag Schnee, es war kalt und nass. Doch bereits...

    Obwohl bereits Frühling ist, liegt Schnee auf den Strassen. Trotzdem öffnen einige Freibäder bereits an diesem Wochenende.

    Heute Morgen war es in Teilen der Schweiz ungemütlich: Auf den Strassen lag Schnee, es war kalt und nass. Doch bereits morgen öffnen einige Freibäder. 

    So zum Beispiel das Marzili in Bern. Normalerweise muss – so sagt es zumindest jeder Berner – beim Marzilibesuch ein Aareschwumm drinliegen. Der könnte momentan aber noch ein bisschen gar kalt sein: 6,13 Grad zeigt das Thermometer an.

    Auch in der Ostschweiz startet die Badisaison an einigen Orten, obwohl der Bodensee gerade mal 12 Grad warm ist. «Es gibt immer ein paar, die sich bereits zu dieser Zeit ins Wasser trauen, die plangen schon den ganzen Winter auf die Eröffnung des Freibads», sagt Andreas Frei, Leiter des Hallen- und Freibades in Frauenfeld zu «FM1 today». Ab Montag können Besucher hier planschen. Denn die Badi hat einen grossen Vorteil: Das Becken ist auf 23 Grad Wassertemperatur geheizt. 

    «Gäste kommen auch, wenns schneit»

    Die Hörnli-Badi in Kreuzlingen TG öffnet bereits morgen Samstag. Auch dieses ist beheizt, das Schwimmbecken hat dort sogar 25 Grad. «Draussen ist es kalt, man muss sich schnell umziehen und ins warme Wasser rennen», sagt Badmeister Dominique Assire zu «FM1 today». Auch wenn es schneien würde, einige Gäste kämen laut Assire trotzdem zum Schwimmen.

    Das meint auch Alex Hollenstein, Geschäftsleiter der Thurwerke AG. Er hat sich heute in der Badi Wattwil SG ein Bild vor Ort gemacht. «Egal, bei welchem Wetter, wir öffnen morgen. Vor allem für unsere treuen Badigäste, diese können schon das Saison-Abo kaufen und Kaffee und Gipfeli geniessen. Ich denke aber nicht, dass jemand schwimmen wird.» Denn in Wattwil ist neben der Aussentemperatur auch das Wasser noch bitterkalt: Das Becken ist unbeheizt.

    Weiter öffnen am Wochenende folgende Freibäder:

    Arbon TG Sportbad St. Jakob, Basel Brigerbad VS Ebnat Kappel SG Gossau SG Strandbad Seerose, Meisterschwanden AG Monthey VS Sarnen OW Stansstad NW Wangen an der Aare BE Hergiswil NW Wattwil SG Caslano TI Schüpfheim LU
    Warum Anwalt Valentin Landmann als Geldwäscher verurteilt wurde: Robin Hood und der Schneekönig

    Warum Anwalt Valentin Landmann als Geldwäscher verurteilt wurde: Robin Hood und der Schneekönig


    Der schillernde Anwalt Valentin Landmann kam einst selbst mit dem Gesetz in Konflikt. Weil er an das Gute glaubte – und von einem Kokaindealer missbraucht wurde. Der Tag des 12. Mai 1992 ist noch nicht erwacht, als es an der Haustür von Anwalt...

    Der schillernde Anwalt Valentin Landmann kam einst selbst mit dem Gesetz in Konflikt. Weil er an das Gute glaubte – und von einem Kokaindealer missbraucht wurde.

    Der Tag des 12. Mai 1992 ist noch nicht erwacht, als es an der Haustür von Anwalt Valentin Landmann (66) Sturm läutet. Er öffnet, zehn Polizisten stehen vor ihm. Ein Untersuchungsrichter hält ihm einen Haftbefehl entgegen und erklärt, er sei wegen Verdunkelungsgefahr festgenommen. Was folgt, ist wie aus einem schlechten Krimi: Valentin Landmann packt ein paar Sachen zusammen, und kurze Zeit später findet er sich wieder als Häftling Nummer eins in einer Einzelzelle im Bezirksgefängnis Winterthur ZH. Dort schmort er endlos scheinende 21 Tage in Untersuchungshaft. Der Anwalt hinter Gittern: Die bürgerliche Existenz des Valentin Landmann liegt in Trümmern. Wie konnte das geschehen?

    Reinhard Lutz alias der Schneekönig

    Manchmal beschert einem die eigene Psyche die grössten Fallstricke im Leben. Im Fall von Landmann hat dieser Fallstrick einen Namen: Die Psychoanalyse nennt es Helfersyndrom. «Immer wieder gefiel sich Valentin Landmann in der Rolle eines bürgerlichen Robin Hood», urteilt sein Biograf Manfred Schlapp, «dem daran gelegen ist, Gestrauchelten wieder auf die Beine zu helfen und einen anerkannten Platz in der Gesellschaft zu sichern.» Und weiter: «Zum Wissensschatz der klassischen Psychoanalyse zählt die Überzeugung, dass so mancher, der vom Helfersyndrom befallen ist, an Minderwertigkeitskomplexen leidet. In ihrer Befangenheit fragen sich die ‹Helferlein› nur selten, ob ihre Hilfe sinnvoll oder überhaupt erwünscht ist.»

    Das hat wohl auch Valentin Landmann nicht getan, als er auf einen Typen namens Reinhard Lutz trifft – ein notorischer Kokaindealer, den alle in der Szene den Schneekönig nennen. Als dieser nach einer verbüssten Haftstrafe wieder einmal auf freien Fuss kommt, nimmt sich der Anwalt mit dem grossen Herzen seiner an in der Absicht, diesem Kriminellen den Weg in eine legale, ökonomisch gesicherte Welt zu ebnen. Denn eines sticht Landmann sofort ins Auge: Lutz hat ein Flair fürs Unternehmerische. Und er passt perfekt in das Beuteschema seines Helfersyndroms: Mann mit Talenten gerät auf die schiefe Bahn, dem muss geholfen werden, dann wird aus dem Kriminellen ein ausgezeichneter Geschäftsmann. Und so richtet der Anwalt für den mehrfach Vorbestraften in Liechtenstein ein Konto ein, in der Absicht, gemeinsam eine Firma für Renovierungsarbeiten aufzubauen.

    Über 5 Mio. Fr. Drogengelder

    Der derart Umsorgte reaktiviert jedoch lediglich seine alten Drogenkumpels, renoviert seine alten Kokaingeschäfte und nutzt das ihm von seinem ‹Helferlein› in den Schoss gelegte Konto zur Geldwäscherei im ganz grossen Stil. Als alles auffliegt, schnappt sich die Staatsgewalt nicht nur den «Schneekönig», sondern auch den naiven Anwalt, der von all dem nichts mitbekommen hatte. Landmann flattert eine 44-seitige Anklageschrift ins Haus, in der er nachlesen darf, dass über das von ihm eingerichtete Konto 5'408'575 Franken gewaschen wurden. Über mehr als zehn Seiten dokumentiert die Anklageschrift zudem fein säuberlich Drogen, Herkunft des Stoffs und die Kostenabwicklung durch die Kunden. Dem ahnungslosen Landmann beschert dies eine Anklage wegen Geldwäscherei und Finanzierung des Drogenhandels. Es nutzt wenig, dass Lutz immer wieder zu Protokoll gibt, Landmann habe von seinen dunklen Geschäften nichts gewusst – ein Krimineller taugt schlecht als Kronzeuge für Rechtschaffene.  

    Und so wird Landmann im Dezember 1996 wegen mehrfacher qualifizierter Geldwäscherei zu einem Jahr Gefängnis bedingt verurteilt, zuzüglich einer Busse von 15'000 Franken und einem Berufsverbot von neun Monaten. Immerhin wird ihm das Anwaltspatent nicht entzogen.

    Der «biedere Bünzli» – so sieht er sich selber – als eine Art Mutter Teresa für die Gestrauchelten dieser Welt. Während dem Prozess, im Alter von 46 Jahren, muss Landmann erkennen, dass sein Gutmenschentum nicht auf alle Ganoven elektrisierend reinwaschend wirkt. Sondern als Naivität eines Mannes, der sich trotz allem in der Wohligkeit der bürgerlichen Oberwelt eingerichtet hat. In das Dämmerlicht der Halbwelt steigt er zwar hinab, wie in einen Zoo der wilden Tiere, an denen er sich dann ergötzt. Dass die Viecher kein Streichelzoo sind, ahnt er durchaus. Aber wenn dann Blut fliesst, ist er doch bass erstaunt.

    Quelle: Manfred Schlapp, «Valentin Landmann und die Panzerknacker». Offizin Verlag, Zürich.

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    Alle drei Teile der Serie zum Nachlesen auf blick.ch           

    Neuer Real-Vertrag winkt: Bleibt Isco wegen Topmodel Carmen in Spanien?

    Neuer Real-Vertrag winkt: Bleibt Isco wegen Topmodel Carmen in Spanien?


    Für Real Madrids Isco (25) ist der Einzug in den Champions-League-Halbfinal nicht die einzige Errungenschaft der vergangenen Wochen. Isco blüht bei Real Madrid momentan auf. Auch, weil Gareth Bale oft verletzt ist und der 25-jährige Spanier öfters...

    Für Real Madrids Isco (25) ist der Einzug in den Champions-League-Halbfinal nicht die einzige Errungenschaft der vergangenen Wochen.

    Isco blüht bei Real Madrid momentan auf. Auch, weil Gareth Bale oft verletzt ist und der 25-jährige Spanier öfters zum Einsatz kommt. In den letzten fünf Einsätzen gelangen ihm vier Tore und eine Vorlage. In der gesamten bisherigen Saison kommt er auf zehn Tore und sechs Assists. 

    Doch Isco konnte sich unter Zinedine Zidane nie ganz zum Stammspieler machen. War einige Male Ersatz oder Einwechselspieler. Deshalb wird – vor allem auf der Insel – über einen Wechsel in die Premier League spekuliert. «The Sun» spricht von Tottenham und Liverpool als mögliche Adressen.

    Neben den sportlichen Erfolgen gibts auch privat etwas zu feiern. Model Carmen Munoz hat dem Offensivstar laut Medienberichten anscheinend den Kopf verdreht. Bleibt er deshalb in Spanien? Sein Vertrag bei Real läuft noch bis 2018. Nun steht sogar eine Verlängerung bis 2022 im Raum. (fiq)

    Hat bald sein letztes Stündchen geschlagen? Bundesrat will blauen Papier-Führerausweis abschaffen

    Hat bald sein letztes Stündchen geschlagen? Bundesrat will blauen Papier-Führerausweis abschaffen


    BERN - Das Bundesamt für Strassen schickt die Neuerungen zur Fahrausbildung in die Vernehmlassung. Kommen alle Punkte durch, verschwindet der blaue Führerausweis definitiv. Nicht mal das versehentliche Waschen konnte dem blauen...

    BERN - Das Bundesamt für Strassen schickt die Neuerungen zur Fahrausbildung in die Vernehmlassung. Kommen alle Punkte durch, verschwindet der blaue Führerausweis definitiv.

    Nicht mal das versehentliche Waschen konnte dem blauen Führerausweis etwas anhaben. Doch nun soll es dem Relikt definitiv an den Kragen gehen.

    Geht es nach dem Bundesrat, müssen alle, die noch den blauen Schein besitzen, innert drei Jahren zur modernen Version im Kreditkartenformat wechseln. So will es die Revision der Führerausweisvorschrift, die heute vom Bundesamt für Strassen (Astra) in die Vernehmlassung geschickt wurde. Noch immer seien viele dieser blauen Führerausweise im Umlauf, sagt Astra-Direktor Jürg Röthlisberger.

    Die ersten Revisionsmassnahmen treten aber frühestens Mitte 2019 in Kraft. Dem alten Schein bleibt eine Gnadenfrist bis mindestens 2022.

    Unterscheidung zwischen automatisch und handgeschaltet entfällt

    Das Astra schlägt auch vor, dass, wer die Autoprüfung in einem automatisch geschalteten Fahrzeug absolviert hat, künftig auch mit handgeschalteten Autos fahren darf. Röthlisberger begründet diese Neuerung damit, dass sich der Lenker bei jedem Fahrzeugwechsel umgewöhnen müsse. In diesem Sinne müsste für jedes Automodell eine weitere Ausbildung absolviert werden.

    Die grösste Ablenkung im Verkehr gehe auch nicht davon aus, ob ein Auto automatisch oder manuell geschaltet sei, sondern von den technischen Ausstattungen, welche die modernen Autos mit sich bringen. 

    Anpassung des Zwei-Phasen-Modells

    An der heutigen Medienkonferenz des Astra wurden auch alle weiteren Anpassungen der Fahrzeugführerausbildung vorgestellt. Hauptziel sei es, den 18- bis 24-Jährigen mehr Fahrkompetenzen zu geben, bevor sie ohne Begleitung in den Strassenverkehr dürfen, sagte der Astra-Direktor. Gleichzeitig wolle man unnötige Beschränkungen beseitigen.

    Die wichtigsten Neuerungen

    ♦ In der ersten Phase der Ausbildung soll neu der Verkehrskundeunterricht vor der Theorieprüfung stattfinden. Erst dann wird man zur Theorieprüfung zugelassen. Die soll neu mit 17 Jahren abgelegt werden können. Danach darf der Lernfahrer begleitet auf die Strasse.

    ♦ Bis 24 Jahre soll eine begleitete Fahrpraxisdauer von mindestens einem Jahr gelten. Erst danach wird man zur praktischen Fahrprüfung zugelassen. Unbegleitetes Fahren ist somit frühestens ab 18 Jahren möglich.

    ♦ Obligatorisch sollen neu mindestens zwei Fahrstunden mit einem professionellen Fahrlehrer sein. Diese Fahrstunden sollen sich den Themen Bremsen und umweltschonendes Fahren widmen.

    ♦ In der zweiten Phase der Führerausbildung, also nach Bestehen der praktischen Autoprüfung, soll nur noch ein Weiterbildungskurs (WAB-Kurs) besucht werden. Wird dieser nicht innerhalb von sechs Monaten absolviert, droht eine Busse. Für die Junglenker bedeutet dies Einsparungen von rund 300 bis 400 Franken.

    ♦ Auch für Langzeit-Lernfahrer sollen künftig nicht Mehrkosten anfallen, denn der Lernfahrausweis soll nicht mehr ablaufen können. Eine lange dauernde Fahrzeugausbildung wird somit nicht mehr bestraft.

    Die Vernehmlassung zu den Revisionspunkten läuft bis am 26. Oktober. Die ersten Massnahmen sollen dann ab Mitte 2019 in Kraft treten. Welche dies sind, werde sich aus der Vernehmlassung ergeben. Anfang 2020 sollen laut Astra alle Pläne umgesetzt sein.

    Mit falschem Namen und selbst gekochtem Tee: So trickste der IZRS das Zürcher Hotel aus

    Mit falschem Namen und selbst gekochtem Tee: So trickste der IZRS das Zürcher Hotel aus


    ZÜRICH - Der IZRS sorgte heute für eine bizarre Pressekonferenz im Zürcher Hotel Continental. Der Gastgeber ist über den Anlass in den eigenen Räumlichkeiten nicht erfreut. Seit Tagen war der Islamische Zentralrat der Schweiz...

    ZÜRICH - Der IZRS sorgte heute für eine bizarre Pressekonferenz im Zürcher Hotel Continental. Der Gastgeber ist über den Anlass in den eigenen Räumlichkeiten nicht erfreut.

    Seit Tagen war der Islamische Zentralrat der Schweiz (IZRS) auf der Suche nach einem Zuhause. Nachdem SonntagsBlick publik gemacht hatte, dass die Vereinigung einen umstrittenen Anlass im World Trade Center in Oerlikon plant, machten die dortigen Gastgeber einen Rückzieher. Eine kurzfristig einberufene Pressekonferenz im Hotel Gotthard an der Zürcher Bahnhofstrasse platzte ebenfalls. Heute wagte der IZRS einen neuen Anlauf.

    Das filmreife Schauspiel beginnt bereits kurz vor zehn Uhr am Morgen. Eine Handvoll Pressevertreter findet sich auf Einladung des Zentralrats an der Tramstation gleich neben dem Zürcher Hauptbahnhof ein. Dort wird man von einem Mitglied der Vereinigung abgeholt. Minutenlang marschiert die Gruppe im Regen durch die Innenstadt, bis man den Eingang des Hotel Continental an der Stampfenbachstrasse erreicht. Es hätte auch eine nähere Haltestelle als Treffpunkt gegeben, aber das war den Organisatoren beim Zentralrat wohl zu auffällig.

    Der plötzliche Aufmarsch der Journalisten sorgt für verdutzte Blicke an der Hotelrezeption. Mit Medien scheint man am heutigen Tag nicht gerechnet zu haben. Kein Wunder: Der IZRS hat offenbar alles unternommen, um die Pressekonferenz unerkannt über die Bühne zu bringen.

    Sogar die Verpflegung im Hotel übernimmt der IZRS

    Auf Anfrage von BLICK bestätigt IZRS-Sprecher Qaasim Illi, man habe sich nicht mit dem Vereinsnamen beim Hotel eingemietet. «Wir erachten dies unter den besagten Bedingungen als moralisch gerechtfertigt», so die Stellungnahme in einer Mail. Und sogar das Catering während des Anlasses nahm man beim Islamischen Zentralrat in die eigenen Hände, um beim Hotel keine Aufmerksamkeit zu erwecken. Den Journalisten wird die mitgebrachte türkische Spezialität Baklava serviert, dazu gibts im Hotelgang selbst gekochten Schwarztee.

    Während im Konferenzsaal im ersten Stock IZRS-Präsident Nicolas Blancho zusammen mit Frauen unter Kopftüchern oder Ganzkörper-Verschleierungen auf die Bühne schreitet und für einen medienwirksamen Auftritt sorgt, läuft unten am Empfang bereits das Telefon heiss. 

    «Wir sind gar nicht erfreut»

    Die Reservation für den Konferenzsaal im Continental wurde offenbar auf die Privatperson M. W.* getätigt. Beim Hotel war man sich zu keinem Zeitpunkt bewusst, dass dahinter die umstrittene Organisation des IZRS steckt. Entsprechend ist man bei den Verantwortlichen durch den heutigen Anlass vor den Kopf gestossen: «Wir sind darüber gar nicht erfreut», sagt Markus Koller, Chef des Hotel Continental, zu BLICK. «Wir überprüfen Anfragen bei Unstimmigkeiten. In diesem Fall gab es keine, da die Buchung über eine Privatperson erfolgte.»

    Ob die getarnte Pressekonferenz für den IZRS folgen hat, lässt Koller zum jetzigen Zeitpunkt noch offen. Man prüfe diese Option aber.

     

    * Name der Redaktion bekannt

     

     

    BLICK-Chefautor Peter Hossli über die bisherige Amtszeit von Donald Trump: Das grosse Nichts

    BLICK-Chefautor Peter Hossli über die bisherige Amtszeit von Donald Trump: Das grosse Nichts


    Der Leistungsausweis ist dünn, Politik wird zur Farce – und doch haben wir alle Donald Trump verinnerlicht. Donald Trump (70) ist seit 100 Tagen Präsident der USA. Ein Meilenstein, der keinerlei Bedeutung hat. Und doch ist er seit Wochen bestimmendes...

    Der Leistungsausweis ist dünn, Politik wird zur Farce – und doch haben wir alle Donald Trump verinnerlicht.

    Donald Trump (70) ist seit 100 Tagen Präsident der USA. Ein Meilenstein, der keinerlei Bedeutung hat. Und doch ist er seit Wochen bestimmendes Thema.

    Was Trumps 100 Tage im Weissen Haus treffend zusammenfasst: Es ist ein grosses Nichts, und alle fachsimpeln darüber.

    Abend für Abend debattieren auf amerikanischen Bildschirmen die Experten Trumps 100 Tage. Rückwärts zählen TV-Sender die Minuten und Sekunden bis zum 29. April, dem 100. Amtstag von Präsident Trump.

    Als wäre es ein Countdown zu etwas Wichtigem. Als flöge die Apollo 11 erneut zum Mond.

    Eine groteske Komödie

    Dabei ist in nur 100 Tagen das Amt des US-Präsidenten zur grotesken Farce verkommen.

    Sie begann sofort nach dem Amtseid. «That was some weird shit», umschrieb Ex-Präsident George W. Bush (70) am 20. Januar die sonderbare Antrittsrede Trumps, am Tag eins. «Das war schräger Mist.»

    Trump redete ganz Amerika madig, nannte das Land ein Trümmerfeld. Seine Vorgänger – vier von ihnen sassen hinter ihm – allesamt Nichtsnutze!

    Verdrehte Tatsachen

    Am selben Tag behauptete Trump, nie hätten mehr Menschen eine Amtseinführung live in Washington verfolgt. Jeder konnte es sehen: Das stimmte nicht.

    Es war die erste eines nie endenden Stroms von Überhöhungen und Verdrehungen. Unter Trump ist die Wahrheit gestorben. Am Laufmeter serviert er Lügen. Im Minutentakt sagt er Sachen, die anderen Politikern das Amt gekostet hätten.

    Star einer Trash-TV-Serie

    Mit ständig lachhafteren Aussagen – Beispiel: Der 1895 verstorbene Bürgerrechtler Frederick Douglass mache einen «tollen Job» – reizt er das Publikum. Als sei er der Star einer Serie auf Trash-TV.

    Trump beleidigt den Premier von Australien. Führt die deutsche Kanzlerin vor. Redet vom «schönsten Stück Schokoladenkuchen» – serviert in seinem Hotel –, während er über einen Raketenangriff spricht. Wobei er das Land verwechselt, das er bombardieren liess.

    Wie ein Star lebt er, berappt nicht von Studios in Hollywood, sondern von amerikanischen Steuerzahlern. Der Secret Service muss Frau und Sohn in ihrer Residenz in New York bewachen, während er allein im Weissen Haus wohnt und oft von Washington nach Florida pendelt. Nie war der Schutz eines Präsidenten so teuer wie jetzt.

    Dünner Leistungsausweis

    Ständig wechselt Trump seine Standpunkte. Mal ist die Nato «obsolet», dann ist sie «nicht mehr obsolet». Erst will er die Mauer an der mexikanisch-amerikanischen Grenze «sofort» bauen, dann «zu einem späteren Zeitpunkt».

    China ist ein «schlimmer Währungsmanipulator», bis China «kein Währungsmanipulator» mehr sein soll.

    Trump macht, was er seit 20 Jahren macht: den Clown am Bildschirm geben. Als in den 90er-Jahren das Kartenhaus des Immobilientycoons zusammenbrach, fand er in Reality-TV-Shows eine neue Berufung. Noch immer stillt er den Hunger nach neuen Kicks – und bewegt genauso wenig wie als Moderator von «The Apprentice».

    Politische Realität ist keine Show, es ist harte Knochenarbeit. Obwohl der Republikaner Trump im Kongress eine republikanische Mehrheit hinter sich hat, hat er in seinen ersten 100 Tagen nur etwas erreicht: Mit Neil Gorsuch (49) besetzte er den freien Sitz am Obersten Gerichtshof.

    Kein einziges wichtiges Gesetz brachte er durchs Parlament. Kolossal scheiterte Trump mit der Reform des Gesundheitswesens.

    Hunderte von Jobs in der Regierung bleiben unbesetzt, weil Spitzenbeamte nicht für ihn arbeiten wollen. Im Aussenministerium hängen Diplomaten tatenlos in der Cafeteria rum.

    Generäle machen mit Bomben Aussenpolitik

    Die Aussenpolitik überlässt Trump den Generälen. Scheinbar planlos werfen sie Bomben über Afghanistan ab, greifen syrische Stellungen an, überfallen kurz mal Jemen.

    Besonders peinlich: Trump verkündet, der Flugzeugträger USS Carl Vinson kreuze bald vor Nordkorea. Dabei steuerte er in eine andere Richtung.

    Am meisten Lärm verursachte Trumps Reisestopp für Bürger aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern. «Verfassungswidrig», urteilten die Gerichte.

    Seine Dekrete machen rückgängig, was Vorgänger Barack Obama (55) einführte. So erleichtert Trump den Waffenkauf für psychisch labile Menschen. Das Gefangenenlager Guantanámo auf Kuba soll länger offen bleiben. Schwule und Lesben erhalten weniger Schutz.

    Trumps Raubzug

    Der grosse Test steht bevor: Mit tieferen Steuern will Trump die Wirtschaft ankurbeln, so dass das Defizit in der Staatskasse langfristig schrumpft. Ob und wie das funktioniert, bezweifeln Ökonomen. Der Vorschlag sei «ein von Trump angeführter Raubüberfall», leitartikelt die «New York Times».

    Vorgesehen sind massive Kürzungen für Superreiche wie Trump. Es sei «ein lachhafter Trick einer Gang von Plutokraten, die sich auf Kosten der Zukunft des Landes bereichern wollen».

    Trotzdem triumphiert Trump

    Trotz allem triumphiert Trump. Der Präsident mit der orangen Haut und dem gelben Haar ist tief in unser Leben eingedrungen. Trumps Sprache ist überall. Selbst seine Gegner reden, twittern und argumentieren wie er. Dies und das und alles soll «great again» werden. Süchtig macht die Droge Donald.

    Nirgends in Sicht ist eine Person, die das von Trump losgetretene Ungeheuer besiegen und die Normalität zurück in die amerikanische Politik tragen könnte.

    Der anfänglich aufgeflackerte Widerstand? Kommt nicht vom Fleck. Der versprochene Dialog mit den Menschen in Ohio, Michigan oder Pennsylvania, die Trump aus echter Not wählten? Findet nicht statt. Zumal es gemütlicher ist in der liberalen Filterblase in New York und im Silicon Valley, umgeben von fair gehandeltem, biologischem und veganem Olivenöl.

    Yasine C. wollte neuen Freund seiner Ex töten: «Er darf nie mehr rauskommen!»

    Yasine C. wollte neuen Freund seiner Ex töten: «Er darf nie mehr rauskommen!»


    GRABS SG - Vor anderthalb Jahren ging der Ex-Freund von Anita Gantenbein mit einem Messer auf ihren neuen Lebenspartner los. Hansjörg Gaube ringt nach der Attacke tagelang um sein Leben. Jetzt hofft das Paar auf eine harte Strafe...

    GRABS SG - Vor anderthalb Jahren ging der Ex-Freund von Anita Gantenbein mit einem Messer auf ihren neuen Lebenspartner los. Hansjörg Gaube ringt nach der Attacke tagelang um sein Leben. Jetzt hofft das Paar auf eine harte Strafe für den Libanesen.

    Es passiert bei einer Zigarette vor dem Haus ihres Vaters in Grabs SG: Hierhin hat sich Anita Gantenbein (46) geflüchtet, nachdem ihre Trennung von Ex-Partner Yasine C.* (35) eskaliert war. Erst seit kurzem ist sie im November 2015 mit ihrem neuen Freund Hansjörg Gaube (47) zusammen. Die beiden sitzen auf einem Bänkli, ziehen an ihren Glimmstängeln, als plötzlich C. mit einem Messer auftaucht. Brutal sticht der Libanese auf Gaube ein, verletzt ihn lebensgefährlich. 

    Der IV-Rentner kämpft im Spital ums Leben, liegt tagelang im Koma. Heute, anderthalb Jahre später, leidet Gaube noch immer. Er hat kaum Appetit, ist auf 52 Kilo abgemagert.

    Das Paar muss gegen den Peiniger aussagen

    Immerhin: Die Ermittlungen gegen Yasine C. laufen auf Hochtouren. Auch Gantenbein und Gaube mussten aussagen. Sie hoffen auf eine harte Strafe und eine Verwahrung für den Täter. «Wir sind in grösster Gefahr. Er darf nie wieder rauskommen», sagt Anita Gantenbein. C. streitet die Tat ab! «Er behauptet dreist, ich hätte ihn angegriffen. Völlig absurd», sagt Hansjörg Gaube. 

    Die Staatsanwaltschaft verweist auf das laufende Verfahren: Gegen C. wird wegen versuchter vorsätzlicher Tötung ermittelt. Zurzeit sitzt er im vorzeitigen Strafvollzug. Dazu kommen weitere Delikte: Drogenmissbrauch, Geldfälschungen und Diebstähle.

    Der Vorfall ging am Paar nicht spurlos vorbei: Die Beziehung stand kurz vor dem Aus, Gaube plagten Depressionen. Aber: «Wir lieben uns und wollen den Weg durch das Leben gemeinsam gehen», sagt Hansjörg Gaube und gibt seiner Liebsten einen Kuss. Verarbeiten können sie die Bluttat von C. erst, wenn ein Urteil vorliegt. «Ich hoffe, er wird für immer weggesperrt», sagt Gantenbein.

    *Name der Redaktion bekannt

    Nico Hischier gegen Nolan Patrick: Kopf-an-Kopf-Rennen um Nummer 1 im NHL-Draft

    Nico Hischier gegen Nolan Patrick: Kopf-an-Kopf-Rennen um Nummer 1 im NHL-Draft


    Nico Hischier (18) ist in den Ferien. Und doch ist der Walliser Wunderbub in der Eishockey-Welt immer noch in aller Munde. Das Rennen um die Nummer-1-Position im NHL-Draft 2017 wird immer heisser. Vor einigen Wochen hatte sich «The Hockey News» aus dem...

    Nico Hischier (18) ist in den Ferien. Und doch ist der Walliser Wunderbub in der Eishockey-Welt immer noch in aller Munde.

    Das Rennen um die Nummer-1-Position im NHL-Draft 2017 wird immer heisser. Vor einigen Wochen hatte sich «The Hockey News» aus dem Fenster gelehnt und verkündet, dass sie nun Nico Hischier (Halfiax Mooseheads) vor dem Kanadier Nolan Patrick (18,  Brandon Wheat Kings) sehe.

    Jetzt hat auch Bob McKenzie seine neuste mit Spannung erwartete Draftliste publiziert. Der renommierte kanadische TV-Experte stützt sich dabei jeweils auf die Prognosen von Scouts von zehn NHL-Klubs. Weil diese nun je fünf Stimmen an Patrick und Hischier vergaben, fragte er zehn weitere Talentspäher von anderen Klubs. Das Resultat? 10:10. Gleichstand. Um einen Sieger präsentieren zu können, suchte McKenzie drei weitere Scouts. Und so setzte sich Patrick dann mit 12:11 Stimmen um Haaresbreite durch.

    Vom Dutzend, das Nolan Patrick als Top-Draft einstuft, sah nur einer Hischier nicht, sondern den finnischen Verteidiger Miro Heiskanen (17, IFK Helsinki) als Nummer 2 im Draft.

    Der geht am 23. Juni im United-Center von Chicago über die Bühne. Welches NHL-Team dann als erstes einen Top-Junioren auswählen darf, wird an diesem Samstag in der Draft-Lottery ausgelost.

    Dabei haben alle Klubs, welche die Playoffs verpasst haben, sowie das neue Team aus Las Vegas, die Golden Knights, eine Chance auf die Positionen 1, 2 und 3. Allerdings aufgrund der Klassierung der abgelaufenen Saison – je schlechter, desto besser – mit unterschiedlichen Chancen:
    Colorado 18,0 Prozent
    Vancouver 12,1%
    Arizona 10,3%
    Las Vegas 10,3%
    New Jersey 8,5%
    Buffalo 7,6%
    Detroit 6,7%
    Dallas 5,8%
    Florida 5,4%
    Los Angeles 4,5%
    Carolina 3,2%
    Winnipeg 2,7%
    Philadelphia 2,2%
    Tampa Bay 1,8%
    NY Islanders 0,9%

    Da Hischier als Nummer 1 oder 2 gezogen werden dürfte, wird er nach der Lottery wissen, in welcher von zwei Städten seine NHL-Zukunft liegen wird. Präferenzen habe er nicht, sagt der Walliser. «Da lasse ich die Lotterie machen. Es kommt so, wie es kommt.»

    Das ist der NHL-Draft

    In der NHL werden die besten Junioren jedes Jahr aufgeteilt. In diesem Jahr geht es um Spieler, die vor dem 16. September 1999 geboren sind. Im Prinzip darf das schwächste Team der Liga jeweils als erstes einen Spieler auswählen. Die ersten drei Positionen des Drafts werden aber unter den Klubs, welche die Playoffs verpasst haben, und dem neuen Team aus Las Vegas ausgelost, um absichtliches Verlieren zu vermeiden.

    2017 geht der Draft am 23. und 24. Juni im United Center von Chicago über die Bühne. Das Draft-System sorgt für einen Ausgleich der Kräfte in der Liga und wird auch in den anderen Sportarten in Nordamerika angewandt. Ein Spieler kann zunächst nur beim NHL-Klub einen Vertrag unterschreiben, der ihn gedraftet hat. Dort bleibt er, wenn er nicht in einem Spielertausch transferiert wird. Frühestens im Alter von 27 Jahren hat er die freie Klub-Wahl.

    Melania empfängt Gäste im Militär-Look: Herrscht denn schon Krieg, Frau Trump?

    Melania empfängt Gäste im Militär-Look: Herrscht denn schon Krieg, Frau Trump?


    Sie ist für ihre eleganten und schlichten Outfits bekannt. Doch beim Staatsbesuch des argentinischen Präsidenten zeigte sich Donald Trumps Frau Melania gestern in einem ganz anderen Licht. Diesen Donnerstag hatten die Trumps hochrangigen Besuch im...

    Sie ist für ihre eleganten und schlichten Outfits bekannt. Doch beim Staatsbesuch des argentinischen Präsidenten zeigte sich Donald Trumps Frau Melania gestern in einem ganz anderen Licht.

    Diesen Donnerstag hatten die Trumps hochrangigen Besuch im Weissen Haus: Der argentinische Präsident Mauricio Macri (58) und Ehefrau Juliana Awada (43) trafen sich zum ersten Mal offiziell mit Präsident Donald Trump (70). Die beiden Staatsoberhäupter sprachen unter anderem über die bilateralen Beziehungen der beiden Länder und die aktuelle Situation in Venezuela. Doch nicht etwa die Gespräche der Präsidenten standen im Fokus, sondern die Kleidung der beiden Frauen.

    Melania Trump (47) wählte ausgerechnet jetzt, wo sich der Konflikt zwischen den USA und Nordkorea zuspitzt, einen Militär-Look aus. Die First Lady – die vor zwei Tagen Geburtstag hatte – ist für ihre eleganten und schlichten Outfits bekannt. Mit dem etwas steifen, olivgrünen Ensemble der Marke Altuzarra erinnerte sie jedoch mehr an eine Militäroffizierin als an eine First Lady. 

    Durch Randverzierungen und Beinblitzer versuchte Melania das über 4000 Dollar teure Deuxpièces aufzulockern. Einzig ihrer Frisur – die an die Siebziger erinnert (BLICK berichtete) – blieb sie treu. 

    Argentinische First Lady trägt «umstrittenes» Schuhpaar 

    Auch die argentinische Präsidentengattin Juliana Awada legte sich ins Zeug: Ihr rotes Kleid, und insbesondere die Frisur, glich dem Stil der englischen Herzogin Kate.  

    Spektakulär war ihre Schuhwahl: Zwar waren die roten High Heels im Wert von rund 700 Dollar nicht ganz billig – für Diskussionsstoff sorgte jedoch die Marke. Die Firma Aquazzura befindet sich aktuell mitten in einem Rechtsstreit mit Trumps Tochter Ivanka. Die Luxusmarke beschuldigt die Präsidententochter, ihr Design kopiert zu haben! (maz)

    7 Fragen zum Box-Fight des Jahrzehnts: Hört Klitschko auf, wenn er verliert?

    7 Fragen zum Box-Fight des Jahrzehnts: Hört Klitschko auf, wenn er verliert?


    Am Samstag steigt zwischen Anthony Joshua und Wladimir Klitschko der Boxkampf des Jahrzehnts. BLICK beantwortet die wichtigsten Fragen vor dem Schwergewichts-Fight. 1. Alle reden von Joshua vs Klitschko. Warum ist der Kampf so wichtig? Es...

    Am Samstag steigt zwischen Anthony Joshua und Wladimir Klitschko der Boxkampf des Jahrzehnts. BLICK beantwortet die wichtigsten Fragen vor dem Schwergewichts-Fight.

    1. Alle reden von Joshua vs Klitschko. Warum ist der Kampf so wichtig?

    Es geht darum, die Weichen in der Schwergewichts-Klasse zu stellen. Über ein Jahrzehnt regierten die Klitschko-Brüder Wladimir und Vitali mit ihrem nüchternen Stil die Königsklasse des Boxens. Dominant, aber auch wenig spektakulär. Setzt sich der junge Joshua durch, bricht eine neue Ära an. Siegt Wladimir Klitschko, beweist er, dass er auch mit 41 Jahren an der absoluten Spitze steht.

    2. Gibt es einen Titel zu gewinnen?

    Zwei wichtige Weltmeister-Titel stehen auf dem Spiel: Die der grossen Weltverbände IBF und WBA, dazu wird auch um den weniger bedeutenden IBO-Weltmeister-Gürtel geboxt. Die Titel der beiden übrigen wichtigen Weltverbände WBO und WBC sind nicht im Spiel.

    3. Wer ist Favorit?

    Anthony Joshua (27). Der Brite ist jung, explosiv, schnell und bringt eine enorme Schlagkraft mit. Alle seiner 18 Profi-Kämpfe hat er durch K.o. gewonnen. Mit Klitschko trifft der Olympiasieger von 2012 auf seinen bisher stärksten Gegner. Dennoch sehen ihn sowohl die Wettbüros als auch viele Experten als Favorit. «Die Jugend wird gewinnen», sagt etwa Trainer-Legende Freddie Roach.

    4. Hat Klitschko eine Chance?

    Die grosse Frage ist: Wie gut ist er in seinem 29. WM-Kampf noch? Bei seinem letzten Auftritt im November 2015 gegen Tyson Fury sah der Ukrainer ganz alt aus, musste sich nach seltsam matter Vorstellung als Weltmeister entthronen lassen. «Ich liebe es, der Underdog zu sein», sagt Klitschko jedoch. Für ihn sprechen seine riesige Erfahrung aus 68 Profi-Kämpfen (64 Siege, 53 davon durch K.o.) – und sein letzter Bezwinger: Tyson Fury hat angekündigt, 100'000 Pfund auf Klitschko wetten zu wollen.

    5. Wo kann ich den Kampf sehen?

    RTL überträgt am Samstag ab 22 Uhr live aus dem Londoner Wembley-Stadion. Um ca. 23 Uhr soll der Fight beginnen. Der WM-Fight ist auf 12 Runden à 3 Minuten angesetzt.

    6. Was verdienen die Boxer?

    Offizielle Zahlen gibt es nicht. Der Kampf dürfte rund 50 Millionen Franken einspielen, die Kontrahenten jeweils gegen 20 Mio. einstreichen.

    7. Ist Klitschkos Karriere bei einer Niederlage vorbei?

    Nicht zwingend. Sein TV-Vertrag mit dem Sender RTL läuft nach dem Joshua-Fight noch für drei weitere Kämpfe. Aber er müsste wohl zunächst warten, bevor er wieder eine WM-Chance bekäme. Ob er sich das mit 41 antun würde?

    «Fake News», Hassbotschaften und Verschwörungstheorien: 450 Tweets seit Amtsantritt

    «Fake News», Hassbotschaften und Verschwörungstheorien: 450 Tweets seit Amtsantritt


    Seit knapp 100 Tagen regiert Donald Trump Amerika – und twittert über seine Freuden und Leiden als US-Präsident. BLICK erzählt die Amtszeit in Tweets. Donald Trump liebt Twitter. «Vielleicht wäre ich nicht hier, wenn es Twitter nicht gäbe»,...

    Seit knapp 100 Tagen regiert Donald Trump Amerika – und twittert über seine Freuden und Leiden als US-Präsident. BLICK erzählt die Amtszeit in Tweets.

    Donald Trump liebt Twitter. «Vielleicht wäre ich nicht hier, wenn es Twitter nicht gäbe», sagte der 45. US-Präsident Mitte März. Die Vorliebe erwächst aus seinem abgrundtiefen Misstrauen den traditionellen Medien gegenüber. «Ich habe meine ganz eigene Art von Medien», sagte er. «Twitter ist für mich wunderbar.»

    Rund 28 Millionen Menschen verfolgen Trumps Tweet-Tiraden. In den ersten 99 Tagen seiner Präsidentschaft hat Trump rund 450 Kurzmitteilungen veröffentlicht, in denen er über seine Aussenpolitik, seine Familie, Hassbotschaften und Verschwörungstheorien berichtet. Oft schreibt er Teile seiner Nachrichten in Grossbuchstaben.

    Laut «USA Today» war sein produktivster Twitter-Tag der Tag seiner Amtseinführung am 20. Januar: Zwölf Kurzmitteilungen veröffentlichte der frisch gekürte Präsident. Seither blieben nur zwei Tage unkommentiert auf seinem Twitter-Konto. Einer seiner Lieblings-Ausdrücke: «fake news». 29-mal verwendete er diesen – dazu noch 20-mal in Grossbuchstaben.

    Von freier Meinungsäusserung und professionellen Demonstranten

    Der Lieblingstweet der Twitter-Community: «Friedliche Proteste sind ein Kennzeichen unserer Demokratie. Auch wenn ich nicht immer einverstanden bin, ich akzeptiere das Recht auf Meinungsäusserungsfreiheit.» 

    Über 83'000-mal wurde diese Botschaft retweetet. Der Witz: Kurz nach seiner Wahl empörte er sich auf Twitter über die Menschen, die auf den Strassen gegen ihn demonstrierten. Er bezeichnete sie als «professionelle Demonstranten» und fand das Ganze «sehr unfair».

    Der Muslim-Bann

    Wenige Tage nach seiner Amtseinführung holte Trump  zu seinem ersten grossen Schlag aus: Er verbot Bürgern von sieben verschiedenen muslimischen Ländern die Einreise – und begründete dies auf Twitter. «Wir müssen Böses aus unserem Land raushalten!» 

    Nur: Damit hatte er wenig Erfolg. Dass die Bundesrichter seinen Muslim-Bann ausser Kraft setzten, verleitete ihn zu einem hässigen Tweet: «Das ist lächerlich und wird geändert werden.» 

    Während Trump die Meldungen der Medien regelmässig als Fake News bezeichnet, erfand er einen Terroranschlag in Schweden und begründete damit erneut seine Immigranten-feindlichen Massnahmen. Nur: Niemand wusste, wovon der Präsident spricht. Statt seinen Fehler einzusehen, begründete er seine Aussage mit einem Bericht auf Fox News.

    «Obama hat mich überwacht»

    Anfang März folgte der wohl spektakulärste Tweet des Präsidenten: «Schrecklich! Gerade habe ich herausgefunden, dass Obama mich abgehört hat im Trump Tower vor meinem Sieg.» Die Anschuldigung zog eine Untersuchung nach sich – die ohne Ergebnis blieb.

    Eine Woche später nimmt Donald Trump die Abschaffung der Obama Care in die Hand. Laut seinen Aussagen ein Projekt, kurz vor dem Abgrund. Also mobilisiert er seine Räte, um seine eigene Gesundheitsreform einzuführen: «Wir machen grosse Fortschritte», schreibt er am 11.März.

    Derweil tut sich Donald Trump etwas schwer mit der Meinungsfreiheit im Land. Ein Video von Snoop Dogg erzürnte den Präsidenten: Im Clip schiesst der Musiker mit einer Spielzeugpistole auf Trump. Dieser reagiert empört: «Könnt ihr euch vorstellen, welchen Aufschrei es gegeben hätte, wenn Snoop Dogg mit seiner missratenen Karriere und so, sich getraut hätte, auf Präsident Obama zu schiessen?»

    Seine Lieblingsmitarbeiter: Weiss und männlich

    Am 24. März unterschreibt Donald Trump eines seiner zahlreichen Dekrete. Er entscheidet damit: Die umstrittene Keystone-Pipeline soll gebaut werden. Voller Stolz postet er das Foto von sich und seinen Untergebenen auf Twitter. Nicht zum ersten Mal: Ein derartiges Foto existiert von diversen Unterzeichnungen. Auffallend und tragisch: Trumps Vorliebe für die weisse, männliche, in die Jahre gekommene Oberschicht ist nicht zu übersehen. 

    Nach dem Giftgasangriff holt Trump aus zum Gegenschlag und bombardiert Syrien. In einem Video verkündet er die Nachricht und begründet den Entscheid: «Sogar wunderschöne Babys wurden ermordet!»

    Drohungen gegen Nordkorea

    Nach seinem Schlag gegen Syrien droht Donald Trump Nordkorea mit einem Militärschlag. «Wenn China mitmacht, wäre das grandios. Wenn nicht, werden wir das Problem selbst in die Hand nehmen.» Dabei bleibt es nicht. Zwei Tage droht er erneut mit einem Alleingang gegen Nordkorea.

    Und trotz Kontroversen um Russland: Der Präsident ist überzeugt, dass «zur richtigen Zeit kommen alle zur Vernunft und es wird Frieden geben».

    Bezahlte Demonstranten

    Nebenbei will Trump eine Steuerreform durchbringen – und sorgt für Unmut bei der Bevölkerung. Erneut kommt es zu grossen Demonstrationen. Für Trump ist klar: Die waren alle dafür bezahlt!

    Vier Tage später freut sich der Präsident über das Superbowl Gewinner-Team Patriots. Nur: Rund ein Dutzend Spieler boykottierten die Feier.

    Trump prophezeit Lügen

    Noch vor dem Erreichen der 100 Tage Amtszeit wirft Trump den Medien bereits wieder Lügen vor – die noch gar nicht existent sind: «Egal, wie viel ich erreicht habe während den lächerlichen standardmässigen 100 Tagen – und es war viel – die Medien werden es verleugnen!»

    Die Mauer macht Mühe

    Derweil arbeitet Donald Trump an einem weiteren Wahlversprechen. Dies scheint schwieriger einlösbar zu sein, als sich Trump das vorgestellt hat. Ihm fehlt das Geld, die verkündete Mauer in Mexiko zu errichten. Trotzdem: Er hält am Mauerbau fest. «Irgendwann wird Mexiko in irgendeiner Form zahlen für die dringend nötige Grenzmauer.»

    «Lasst euch nicht von Fehlinformationen täuschen, dass ich meine Meinung zur MAUER geändert habe. Ich werde sie bauen und damit helfen, Drogen- und Menschenhandel, etc zu stoppen.» 

    Trumps Tweet-Aktivität wird wohl die nächsten vier Jahre seiner Amtszeit anhalten. Man kann gespannt sein, was da noch auf die Welt zukommt. (kra)

    Greenpeace-Aktivisten seilen sich bei CS-GV ab: Wie kann das passieren?

    Greenpeace-Aktivisten seilen sich bei CS-GV ab: Wie kann das passieren?


    ZÜRICH-OERLIKON - Wie kann es sein, dass sich Aktivisten in einer weltweit beachteten, schwer bewachten GV vom Dach abseilen können? Und wer ist verantwortlich? BLICK hat nachgefragt und erhielt erstaunliche Antworten. Greenpeace...

    ZÜRICH-OERLIKON - Wie kann es sein, dass sich Aktivisten in einer weltweit beachteten, schwer bewachten GV vom Dach abseilen können? Und wer ist verantwortlich? BLICK hat nachgefragt und erhielt erstaunliche Antworten.

    Greenpeace hat heute Morgen die CS-GV aufgemischt. Zuerst gerieten vor der Veranstaltung vor dem Zürcher Hallenstadion Aktivisten mit den dutzenden Polizisten vor Ort aneinander. In der Halle drin schafften es später zwei Aktivisten, sich während der Rede von CEO Tidjane Thiam (54) direkt vor der Bühne von der Decke abzuseilen. Sie präsentierten ein Transparent gegen das Engagement der CS für die Dakota Access Pipeline in den USA.

     

     

    Seelenruhig konnten sie ihren Protest präsentieren, bis sie wieder hochkletterten und ihr Plakat einrollten. Und erst da von Sicherheitsleuten gestoppt wurden. Wie Greenpeace in einer Medienmitteilung bezüglich ihrer Protest-Aktion verlauten lässt, seien fünf Aktivisten in Polizei-Gewahrsam genommen worden.

    Was aber, wenn die Eindringlinge kriminelle Absichten gehabt hätten?

    Fragen, die auch die Aktionäre vor Ort beschäftigten! Kult-Aktionär Hermann Struchen wart sauer auf die Greenpeace-Aktion. Er sei am Eingang untersucht worden, musste sogar seine Plastikflasche vorzeigen. Die Greenpeace-Leute dagegen seien mitsamt Transparent reingekommen.

    CS-Sprecher ruft zwei Stunden später zurück

    VR-Präsident Urs Rohner (57) will den Auftritt der «Turner», so nennt er die Greenpeace-Aktivisten, untersuchen lassen.

    BLICK wollte es schon jetzt wissen und fragt bei der Betreiber-Firma des Hallenstadions nach: Wie kann das passieren? «Das müssen Sie die CS fragen. Sie ist für das Sicherheitsdispositiv verantwortlich», sagt der Hallenstadion-Sprecher.

    In dem Fall: Gleiche Frage an den CS-Sprecher. Die erstaunliche erste Antwort: «Das müssen Sie die Hallenstadion-Betreiber fragen.» Wir haken nach: Das Hallenstadion sage aber, die CS sei für die Sicherheit zuständig. Die knappe Antwort des CS-Sprechers: «Wir müssen das genauer abklären. Ich rufe Sie zurück.»

    Knapp zwei Stunden später folgt die Korrektur. Die CS hat doch noch realisiert, dass sie die Verantwortung über die Sicherheit hat! «Wir sind für das Sicherheitsdispositiv verantwortlich», sagt der Sprecher. «Wir werden intern abklären, was passiert ist. Die Ergebnisse bleiben aber intern.»

    Erstmals spricht die Kesb über 85'000-Franken-Boris: «Günstigere Lösung ist nicht möglich»

    Erstmals spricht die Kesb über 85'000-Franken-Boris: «Günstigere Lösung ist nicht möglich»


    Die teure Behandlung von Boris (12) sorgt landesweit für heftige Diskussionen. Nun nimmt die zuständige Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) Stellung zum Fall. Der 12-Jährige Boris’* kostet die Öffentlichkeit bis zu 85'000 Franken...

    Die teure Behandlung von Boris (12) sorgt landesweit für heftige Diskussionen. Nun nimmt die zuständige Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) Stellung zum Fall.

    Der 12-Jährige Boris’* kostet die Öffentlichkeit bis zu 85'000 Franken monatlich (BLICK berichtete). Weil der Bub immer wieder auffällig wird, ordneten die Behörden verschiedenste Massnahmen an, so zum Beispiel eine 24-Stunden-Überwachung, welche die Kosten noch mehr in die Höhe treiben.

    Die Enthüllungen sorgen landesweit für Kritik an der zuständigen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb). Diese nimmt nun Stellung: «Im Fall des 12-jährigen Jungen handelt es sich um keine übliche Platzierung», schreibt die Behörde in einer Mitteilung. Der Bub sei «aufgrund von Selbst- und Fremdgefährdung» in eine Klinik eingewiesen worden, «gestützt auf ein externes psychiatrisches Gutachten».

    Boris ist ein «Extremfall»

    Für die hohen Kosten komme in der Regel entweder die Kranken- oder Invalidenversicherung auf. Dies sei auch bei Boris der Fall. Für den zusätzlichen 24-Stunden-Personenschutz würden dann aber generell bei Minderjährigen die Eltern aufkommen. Können sie dies nicht, wird die Wohngemeinde zur Kasse gebeten. Im konkreten Fall von Boris seien dazu einmalig Zusatzkosten zwischen 40'000 und 50'000 Franken pro Monat während maximal sechs Wochen angefallen.

    «Auch für die Kesb handelt es sich hierbei um einen Extremfall», zieht die Behörde das Fazit. So einen Fall habe es bei ihnen seit Bestehen «noch nie gegeben». «Die Kosten sind unbestrittenermassen sehr hoch, die fürsorgerische Unterbringung aufgrund der akuten Selbst- und Fremdgefährdung jedoch gerechtfertigt.» Es sei aufgrund der Verhältnisse und mangels geeigneter Alternativen nicht möglich, eine kostengünstigere Lösung zu finden. (kra)

    * Name der Redaktion bekannt

    Super League live: Dem FCB reicht in Luzern ein Punkt, um Meister zu werden!

    Super League live: Dem FCB reicht in Luzern ein Punkt, um Meister zu werden!


    Mit YB verspielte Seydou Doumbia einst 13 Punkte Vorsprung, heute reicht ein Zähler für seinen ersten Titel mit Basel. Er ist nicht mehr derselbe wie vor sieben Jahren. Damals, als er bei YB zum Lord wurde, sass Seydou Doumbia (29) phasenweise dreimal...

    Mit YB verspielte Seydou Doumbia einst 13 Punkte Vorsprung, heute reicht ein Zähler für seinen ersten Titel mit Basel.

    Er ist nicht mehr derselbe wie vor sieben Jahren. Damals, als er bei YB zum Lord wurde, sass Seydou Doumbia (29) phasenweise dreimal pro Woche auf dem Coiffeurstuhl. Mal blond, mal Rasta, mal Irokese. Der Ivorer überraschte mit den ausgefallensten Frisuren. Tempi passati. «Ich will meine Tochter nicht mit ver­rückten Frisuren erschrecken», sagt Doumbia. Aus dem unberechenbaren Vogel von einst ist ein braver Familienvater geworden.

    Auch auf dem Rasen hat sich Doumbia verändert. Damals war der pfeilschnelle Angreifer eine Naturgewalt, wirbelte durch die gegnerischen Abwehrreihen, erzielte in einer Saison sagenhafte 30 Tore, «Doumbia, my Lord» wird zur Kultfigur.

    Doumbias angesagter Tor-Rekord

    Beim FCB hingegen hat niemand ein Lied für Doumbia geschrieben, nicht mal eine Schnitzelbank. Hinter Marc Janko und Andraz Sporar ist der Stürmer oft nur zweite Wahl, die Zeichen stehen auf Abschied. Unwahrscheinlich, dass der FCB die Kaufoption zieht, rund 5 Millionen Franken müssten die Basler nach Rom überweisen.

    Zu viel für einen Mann, der in der Super League auf 13 Treffer kommt – und in der Königsklasse selbst gegen Ludogorez Rasgrad nicht überzeugte. Vorigen Oktober sagte ­Doumbia im BLICK-Interview, dass er seinen Tor-Rekord aus YB-Zeiten brechen wolle – daraus wird wohl nichts werden.

    FCB-Meisterball in Luzern

    In Tränen ausbrechen wird Doumbia deswegen aber nicht, für einmal ist weniger mehr. Während seine Treffer vor ­sieben Jahren trotz phasenweise 13 Punkten Vorsprung auf den FCB nicht zum Titel reichten, wird er in diesem Jahr zum ersten Mal den Schweizer Meisterpokal in die Höhe stemmen. Holt seine Elf heute in Luzern einen Punkt, dann ist dem FCB der 20. Meistertitel der Klubgeschichte nicht mehr zu nehmen.

    Ob Doumbia nach dem Titelgewinn zum Coiffeur geht und die Fussballschweiz mal wieder mit einer ausgefallenen Frisur überrascht? Jedenfalls bittet er mit dem FCB heute zum Meisterball in der Innerschweiz. Der achte Titel in Serie soll nun auch rechnerisch klargemacht werden. Dann ist auch Seydou Doumbia keine Schweizer Meister-Jungfrau mehr.

     

    Der diplomatische Weg sei «schwierig»: Trump droht dem irren Kim mit «grossem, grossem Konflikt»

    Der diplomatische Weg sei «schwierig»: Trump droht dem irren Kim mit «grossem, grossem Konflikt»


    US-Präsident Donald Trump will eine friedliche Lösung im Konflikt mit Nordkorea, beteuerte er in einem Interview anlässlich seines 100-Tage-Amtsjubiläums. Doch ein militärisches Eingreifen schliesst er nicht aus. Droht ein Krieg zwischen Nordkorea...

    US-Präsident Donald Trump will eine friedliche Lösung im Konflikt mit Nordkorea, beteuerte er in einem Interview anlässlich seines 100-Tage-Amtsjubiläums. Doch ein militärisches Eingreifen schliesst er nicht aus.

    Droht ein Krieg zwischen Nordkorea und den USA? Es ist eine Frage, die seit Wochen im Raum steht. Militärübungen, Drohgebärden, Krisengespräche und Sanktionen: Die beiden Staatschefs Kim Jong-Un und Donald Trump lassen ihre Muskeln spielen – und zwar kräftig.

     

    Nun hat Trump den Konflikt mit einer weiteren Aussage angeheizt. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters, das Trump anlässlich seiner ersten 100 Tage im Amt gab, warnte der US-Präsident vor einer Eskalation. So sagte er: «Es besteht die Möglichkeit, dass das Ganze in einem grossen, grossen Konflikt mit Nordkorea endet. Absolut.»

    Nordkorea sei derzeit die grösste globale Herausforderung, meinte Trump. Er würde es «lieben, die Dinge auf diplomatischem Weg zu lösen». Dies sei allerdings «sehr schwierig».

    UNO-Sicherheitsrat tagt heute

    Die USA hat wegen der Atom- und Raketentests, die Nordkorea trotz Verbot fortführt, die Sanktionen gegen den abgeschotteten Staat in den vergangenen Wochen verschärft. Zudem fordert die Trump-Administration die internationale Gemeinschaft dazu auf, ihrem Beispiel zu folgen.

    US-Aussenminister Rex Tillerson leitet heute eine Sondersitzung des UNO-Sicherheitsrats in New York zum Thema Nordkorea. Er werde «sehr lautstark» zu härteren Sanktionen gegen Pjöngjang aufrufen, kündigte ein Sprecher an.

    «Ich hoffe, dass er rational ist»

    Im Interview mit Reuters bezog Trump zudem Stellung zur Rolle Chinas. Die beiden Staatschefs hatten sich kürzlich in Florida getroffen, um über das weitere Vorgehen gegenüber Nordkorea zu diskutieren. «Ich glaube, er gibt sich grosse Mühe», sagte Trump in Bezug auf den chinesischen Präsidenten Xi Jinping. «Er will sicher keinen Aufruhr und Tote sehen. Er ist ein guter Mann. Er ist ein sehr guter Mann und ich lernte ihn sehr gut kennen.»

    Und auch über Kim Jong-Un äusserte sich Trump: «Er ist 27 Jahre alt. Sein Vater starb, er übernahm ein Regime. Man kann sagen, was man will, aber es ist nicht einfach, besonders in diesem Alter.» Er wolle ihn nicht verteidigen, «aber ich sage bloss, dass es eine sehr schwierige Aufgabe ist». Auf die Frage des Journalisten, ob er Kim als rational einschätze, meinte Trump: «Ich habe dazu keine Meinung. Ich hoffe, dass er rational ist.» (lha)

     

     

    Töff-Drama in Schinznach-Bad AG: Rentner (73) übersieht Samuele (†18) – tot!

    Töff-Drama in Schinznach-Bad AG: Rentner (73) übersieht Samuele (†18) – tot!


    SCHINZNACH-BAD AG - Er hatte sein ganzes Leben noch vor sich. Doch jetzt ist Schreinerstift Samuele P. (†18) tot. Weil der Autofahrer Peter K. (73) den jungen Töfffahrer übersah. Die Unfallbilder lassen erahnen, was sich am...

    SCHINZNACH-BAD AG - Er hatte sein ganzes Leben noch vor sich. Doch jetzt ist Schreinerstift Samuele P. (†18) tot. Weil der Autofahrer Peter K. (73) den jungen Töfffahrer übersah.

    Die Unfallbilder lassen erahnen, was sich am Mittwochabend in Schinznach-Bad AG abgespielt hat. Peter K.* (73) übersah mit seinem Auto den jungen Töfffahrer Samuele P.* (†18). 

    Passiert ist das Drama gegen 20 Uhr auf der Bruggerstrasse. «Peter hat in der Nähe der Unfallstelle seine gesundheitlich angeschlagene Frau in einer Rehaklinik besucht», sagt eine Bekannte zu BLICK. Danach will der Rentner wieder heim nach Klingnau AG fahren. Vom Thermalbad herkommend, will er dafür mit seinem roten Opel Meriva nach links in Richtung Brugg AG abbiegen.

    Auch Samuele P. war auf dem Heimweg

    Zur gleichen Zeit kommt Samuele P. auf seiner Aprilia RS4 (50 ccm) von links herangefahren. Der Schreinerstift war in Brugg an einer Informationsveranstaltung für den Lehrlingswettbewerb und möchte auch nach Hause.

    Doch dort in Birr AG wird Samuele P. nie ankommen. Er prallt mit seinem Töff mit voller Wucht in den Wagen von Peter K. – der 18-Jährige fliegt vom Töff und bleibt schwer verletzt liegen. Der Senior bleibt unverletzt, erleidet aber einen Schock.

    Reanimation erfolglos

    Schnell sind erste Helfer an der Unfallstelle. Doch trotz längerer Reanimationsbemühungen der Ambulanzbesatzung stirbt Samuele P. noch vor Ort. Er ist ein unschuldiges Opfer, trug auch einen Helm. Bernhard Graser, Sprecher der Kantonspolizei Aargau, bestätigt: «Der vortrittsberechtigte Töfffahrer fuhr nach ersten Erkenntnissen korrekt.» 

    Warum Peter K. einfach auf die 80er-Strecke fuhr, ermittelt nun die Polizei. Sie hat dem pensionierten Laboranten den Führerausweis abgenommen. Zudem hat die Staatsanwaltschaft bei ihm eine Blut- und Urinprobe angeordnet.

    Handelte der Rentner fahrlässig?

    Womöglich handelte der Rentner fahrlässig. Laut der Bekannten soll Peter K. wie seine Frau gesundheitliche Probleme gehabt und unter ärztlicher Beobachtung gestanden haben. Warum setzte er sich dennoch ans Steuer? Für BLICK war Peter K. gestern nirgends zu erreichen. Aber irgendwann muss er reden – spätestens vor Gericht.

    Daheim in Birr wollen die Eltern von Samuele P. vorerst nichts zum Rentner sagen, der ihren Sohn totfuhr. Der Schmerz sitzt noch zu tief. Auch beim Rugbyklub im Aargau, wo der 18-Jährige aktiver Spieler war, findet man noch keine Worte. Nur der Chef seines Schreinerbetriebes sagt leise, was alle über Samuele denken: «Er war einfach ein toller Mensch.»

    * Namen der Redaktion bekannt

    Die neue Hierarchie im Schwergewicht: Diesen 10 Boxern wollen Sie im Dunkeln nicht begegnen

    Die neue Hierarchie im Schwergewicht: Diesen 10 Boxern wollen Sie im Dunkeln nicht begegnen


    Endlich ist wieder Bewegung in der Königsklasse! BLICK checkt die heissesten Schwergewichtler des Planeten – mit Unterstützung des Schweizer Profis Arnold «The Cobra» Gjergjaj (32). 1. Anthony Joshua (27) Jung,...

    Endlich ist wieder Bewegung in der Königsklasse! BLICK checkt die heissesten Schwergewichtler des Planeten – mit Unterstützung des Schweizer Profis Arnold «The Cobra» Gjergjaj (32).

    1. Anthony Joshua (27)

    Jung, athletisch, explosiv, mit einem harten Punch und Riesen-Potenzial. «Wenn man ihn nicht auf Distanz halten kann, hat man verloren», sagt Gjergjaj. Joshua, IBF-Weltmeister und Olympiasieger von 2012, ist in 18 Kämpfen unbesiegt, knockte alle seine Gegner aus. Die Frage: Kann er Klitschko trotz seiner relativ geringen Erfahrung schlagen?

    2. Wladimir Klitschko (41)

    Selten rankten sich vor einem Fight so viele Fragen um den Ukrainer. Gjergjaj stand schon mit Klitschko zum Sparring im Ring. «Er hat einen harten Jab, eine starke rechte Gerade. Seine Wucht kommt im Fernsehen gar nicht richtig rüber», sagt er. «Um ihn zu besiegen, musst du dich bewegen. Wenn er dich vor sich hat, hast du keine Chance.» Klitschko gilt als methodischer Arbeiter. «In den Sparringsessions, die ich mit ihm hatte, war er extrem konzentriert, wusste genau, was er wollte.» Mit ­einem Sieg wird Klitschko wieder Nr. 1.

     

    3. Tyson Fury (29)

    «Mein härtester Sparringspartner», sagt Gjergjaj. «Er hat mir im Training eine Rippe gebrochen. Er kennt nur einen Gang: Vollgas. Verhält sich auch im Sparring so wie im Ring, schneidet Grimassen, macht den Clown, will einen aus der Reserve locken. Das ist einfach er.» Hat am Mittwoch sein Comeback für Juli angekündigt. Bekommt er seine Drogenprobleme und Depressionen in den Griff, ist er ein heisser Kandidat für die Spitze.

     

    4. Luis Ortiz (38)

    Der Geheimtipp. Vielleicht der beste und komplexeste Boxer im Schwergewicht. Er hat Speed, Kraft, Nehmerqualitäten, dazu riesige Erfahrung. Das Problem: Keiner will gegen den Kubaner kämpfen. Die zweite Garde der US-Schwergewichtler hat er alle besiegt. Jetzt fragt sich: Wer traut sich gegen den Mann mit Kampfnamen «King Kong» ran?

     

     

     

     

    5. Alexander Powetkin (37)

    Eine russische Naturgewalt mit einem Doping-Problem. Im Dezember rasselte er zum zweiten Mal innert eines Jahres durch eine Kontrolle. Nach einem Fight gegen Wilder platzte darum auch der Kampf gegen den Kanadier Bermane Stiverne. Will dem Vernehmen nach in den nächsten Monaten wieder in den Ring zurückkehren. Sauber?

     

     

     

    6. Deontay Wilder (31)

    Der Olympia-Dritte von 2008 wird clever aufgebaut: Alle 38 Kämpfe hat der WBC-Weltmeister gewonnen, nicht immer allerdings gegen die stärksten Gegner. Pflegt einen spektakulären Stil, schlägt sehr hart und weiss, dass die Fans auch gerne mal etwas Show mögen. Wird er der nächste grosse US-Champion im Schwergewicht?

     

     

    7. Kubrat Pulew (35)

    Der Bulgare verlor schon im WM-Duell gegen Klitschko. Bekommt er noch eine Chance? «Er ist wahnsinnig hart», sagt Gjergjaj nach seinen Sparrings mit dem Routinier. «Wie eine Betonwand, die sich bewegt. Und er ist erst noch schnell. Er ist ein guter Läufer, was für einen Schwergewichtler nicht unbedingt typisch ist.»

    8. Joseph Parker (24)

    Der junge Neuseeländer ist in 22 Kämpfen bislang unbesiegt. Der frischgebackene WBO-Weltmeister ist extrem schnell, schlägt hart, allerdings fehlt ihm oft die Präzision. Seine Titelverteidigung Anfang Mai gegen Hughie Fury (unten) platzte in letzter Minute wegen einer Verletzung des Briten. Jetzt muss ein No-Name-Rumäne dran glauben.

    9. Hughie Fury (22)

    Teil der neuen britischen Box-Welle. «Kein ganz so schräger Typ wie sein Cousin Tyson», sagt Gjergjaj. «Vielleicht liegt es daran, dass sein Vater der Trainer der Furys ist. Aber ich habe gegen ihn gesparrt, als er 19 war. Schon da war er extrem stark. Von ihm werden wir noch viel hören.» Zuletzt musste er wegen Verletzung den Parker-Fight absagen.

    10. Andy Ruiz Jr. (27)

    Sieht aus wie ein biersaufender Kneipenschläger. Davon sollte man sich allerdings nicht täuschen lassen: Der Mexikaner hat extrem schnelle Hände. Zuletzt bewies er dies im WM-Kampf gegen Parker, wo er lange eine äusserst überzeugende Figur machte. Kann ihn Star-Trainer Abel Sanchez nach seiner ersten Profi-Pleite wieder aufrichten?

    Tristan B.* (†38) stirbt beim Tessiner Canyoning-Drama: «Es ist ein Drama für die junge Familie»

    Tristan B.* (†38) stirbt beim Tessiner Canyoning-Drama: «Es ist ein Drama für die junge Familie»


    GORDEVIO TI - Der Guide hat erst vor einem Jahr geheiratet. Er hinterlässt Frau und eine einjährige Tochter. Die Saison beginnt erst im Mai. Es ist früher Donnerstagnachmittag im Maggiatal. Tristan B.* (38) und sein Kollege, ein...

    GORDEVIO TI - Der Guide hat erst vor einem Jahr geheiratet. Er hinterlässt Frau und eine einjährige Tochter.

    Die Saison beginnt erst im Mai. Es ist früher Donnerstagnachmittag im Maggiatal. Tristan B.* (38) und sein Kollege, ein Spanier (38), steigen in Gordevio TI in die Val Grande. Es regnet. Der Bach schwillt an. Doch der Job muss sein.

    Die Schlucht zählt zu den Haus-Canyons von B. Sein Unternehmen ist auf den Canyoning-Sport spezialisiert. Und bald kommen die ersten Touristen-Gruppen. 

    Sie wollten den Bachlauf kontrollieren

    Die beiden Profis wollen den Bachlauf kontrollieren, die Abseilstellen checken, verkantetes Holz entfernen, die Rutschbahnen prüfen. Der Canyon soll sauber sein, wenn es los geht. Die Tour gilt als mittelschwer, hat Abseilstellen von bis zu 22 Metern und Sprungtiefen von zehn Metern.

    Zweieinhalb Stunden geht die Tour normalerweise. Für Tristan B. und seinen spanischen Kollegen wird es die Letzte sein. Gegen 15 Uhr reisst das tobende Wasser die beiden Sportler unter die Oberfläche. Die Männer ertrinken. Was genau geschah, ist noch unklar.

    T. hatte erst vor einem Jahr geheiratet

    «B. und auch sein Kollegen waren Top-Profis», sagt Anton Draganits (59) von der Trekking Team AG, «sie sind sicher nicht leichtsinnig. Als verantwortungsvolle Guides wollten nur einen Kontrollgang vornehmen. Ich kann mir nicht erklären, was da passiert ist. Wasser von Staudämmen wird dort nicht abgelassen.«

    Jahrelang arbeitete der gebürtige Belgier bei Anton Draganis in Tegna TI. Dann hat Tristan B. sich selbstständig gemacht und seine eigene Firma an der Magadino-Ebene gegründet. «Wir sind zu tiefst erschüttert über das Unglück. B. hatte erst vor einem Jahr geheiratet. Er und seine Frau Laura haben ein einjähriges Baby. Es ist ein Drama für die junge Familie.»

    Es sei ein schrecklicher Verlust für alle, so Draganits. Für die junge Familie, die noch unter Schock steht. Für die Freunde. Für das Canyoning. 

    Schräge Prophezeiung vor Joshua-Kampf: Darum näht Klitschko einen USB-Stick in seine Robe ein

    Schräge Prophezeiung vor Joshua-Kampf: Darum näht Klitschko einen USB-Stick in seine Robe ein


    Wladimir Klitschko hat seine Prognose für den WM-Kampf vom Samstag gegen Anthony Joshua digital abgespeichert. Bekannt werden soll sie erst nach dem Fight. Soll keiner behaupten, der Mann ginge nicht mit der Zeit. An der letzten Pressekonferenz vor dem...

    Wladimir Klitschko hat seine Prognose für den WM-Kampf vom Samstag gegen Anthony Joshua digital abgespeichert. Bekannt werden soll sie erst nach dem Fight.

    Soll keiner behaupten, der Mann ginge nicht mit der Zeit. An der letzten Pressekonferenz vor dem Schwergewichts-Kracher gegen Anthony Joshua (Samstag, 23 Uhr, RTL live) zieht Wladimir Klitschko (41) einen USB-Stick aus der Tasche.

    «Ich bin nicht Nostradamus», räumt der Ukrainer ein, der vor seinem 29. WM-Kampf steht. «Aber ich habe so eine Ahnung, wie es am Samstag laufen wird.» Verraten, was auf dem Datenträger gespeichert ist, will er allerdings nicht. «Der Stick wird in meine Robe eingenäht und erst nach dem Fight zugänglich sein.»

    Allerdings nur für den, der eine hübsche Summe Geld auf den Tisch legen will: Der Stick wird versteigert, der Erlös kommt Klitschkos Stiftung zugute.

    Dass er gegen IBF-Weltmeister Joshua (18 Kämpfe, 18 Siege, 18 K.o.) in Wembley nach über einem Jahrzehnt wieder als Herausforderer in den Ring steigen muss, scheint ihn nicht mehr sonderlich zu stören. «Ich fühle mich gut. Das Leben ist ein Kreis», sagt Klitschko vor seinem 69. Profi-Kampf (Bisherige Bilanz: 64 Siege, 53 K.o.). «Ich erkenne mich in Joshua wieder. Ich glaube, ich weiss, wie er denkt, was er fühlt, was er tun wird.»

    Es sei gut, wieder einmal der Aussenseiter zu sein. «Ich fühle mich jung, hungrig und bin besessen davon, am Samstag den Sieg davonzutragen.»

    Sein 27-jähriges Gegenüber (Klitschko: «Er ist so viele Jahre alt, wie ich schon Boxer bin.») macht weniger Worte.

    Und gibt sich deutlich weniger geheimnisvoll. Joshua: «Was passieren wird? Es ist nicht besonders kompliziert. Wir sprechen hier nicht über Weltraumforschung: Ich werde gewinnen. Ich bin ein junger Löwe, wild und entschlossen.»

    Die kluge Angela und die schöne Ivanka: Plötzlich beste Freundinnen

    Die kluge Angela und die schöne Ivanka: Plötzlich beste Freundinnen


    BERLIN - Sie schmeicheln sich gegenseitig, strahlen sich an und berühren sich zärtlich: Zwischen Kanzlerin Angela Merkel und US-First-Daughter Ivanka Trump erblüht eine deutsch-amerikanische Freundschaft. Als die deutsche Kanzlerin...

    BERLIN - Sie schmeicheln sich gegenseitig, strahlen sich an und berühren sich zärtlich: Zwischen Kanzlerin Angela Merkel und US-First-Daughter Ivanka Trump erblüht eine deutsch-amerikanische Freundschaft.

    Als die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (62) Mitte März US-Präsident Donald Trump (70) in Washington besuchte, war die Stimmung frostig. Trump verweigerte ihr den Handschlag. Anstelle des Präsidenten sass plötzlich «nur» dessen Tochter Ivanka neben dem hohen Staatsbesuch. 

    Das war ein Bild der Gegensätze: Die junge, schöne Ivanka neben der reifen, klugen Angela. Der Missmut der Kanzlerin war offensichtlich. 

    Doch aus dieser Begegnung scheint sich eine Freundschaft zu entwickeln. Die Bundeskanzlerin lud die Präsidententochter am Dienstag zum Frauen-Gipfel in Berlin ein, wo Ivanka Trump mit überlegten Antworten Sympathiepunkte holte. Die zwei hatten in der Runde viel zu lachen.

    Wie schon in Washington sassen die beiden Frauen auch am Gala-Dinner in Berlin nebeneinander. Hatten sie sich abgesprochen? Beide trugen Weiss – wie Zwillinge, wie gute Freundinnen! 

    Als Merkel beim Dinner zur Rede schritt, stand auch Ivanka Trump höflich auf, um der Gastgeberin Platz zu machen. Nach der Rede über Feminismus legte Ivanka Trump Angela Merkel zärtlich die Hand auf ihren Arm.

    In einem Interview im ZDF schwärmte Trump am Dienstag: «Jeder kann etwas von der Kanzlerin lernen. Wir haben über Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften gesprochen.»

    In den sozialen Medien lobt die Präsidenten-Tochter und inzwischen auch Präsidenten-Beraterin ihre Gastgeberin. Auf Twitter schreibt Ivanka Trump: «Danke, Frau Bundeskanzlerin Merkel, für die Organisation dieser Diskussionsrunde mit so unglaublich erfolgreichen Frauen.»

    Und auf Facebook bedankte sie sich, dass sie zu dieser wichtigen Runde eingeladen war.

    Angela Merkel antwortete zwar nicht auf diese Botschaften. Ihre zufriedene Miene aber verriet, dass Ivanka Trump für sie nicht einfach nur eine dämliche Präsidenten-Tochter ist.

    Es ist offensichtlich, dass sich die beiden Frauen ins Herz geschlossen haben. Sie werden nicht nur gemeinsam für die Anliegen der Frauen kämpfen, sondern mehr noch: Sie sind auf bestem Weg zu Best Friends Forever (BFF). (gf)

    Unternehmenssteuer sinkt massiv: US-Regierung plant Mega-Steuerreform

    Unternehmenssteuer sinkt massiv: US-Regierung plant Mega-Steuerreform


    WASHINGTON (USA) - Während des Wahlkampfs versprach er eine Steuerreform zur Entlastung der Bürger und Unternehmen. Nun kommt US-Präsident Donald Trump mit seinen Plänen aus der Deckung. Nach fast 100 Tagen im Amt kommt die...

    WASHINGTON (USA) - Während des Wahlkampfs versprach er eine Steuerreform zur Entlastung der Bürger und Unternehmen. Nun kommt US-Präsident Donald Trump mit seinen Plänen aus der Deckung.

    Nach fast 100 Tagen im Amt kommt die Regierung von US-Präsident Donald Trump mit Details zu ihren Steuerplänen aus der Deckung. Die Unternehmenssteuer werde auf 15 Prozent sinken, skizzierte Finanzminister Steven Mnuchin am Mittwoch das Vorhaben. Auch Abgaben auf im Ausland erwirtschaftete Erträge sollen deutlich gekappt werden. Plänen für eine Gebühr auf Importgüter erteilte Mnuchin vorerst eine Absage.

    Vor allem Unternehmen und Arbeitnehmer mit niedrigen und mittleren Einkommen sollen entlastet und das Steuersystem soll vereinfacht werden.

    Das sind Eckpunkte der geplanten Reform, die US-Finanzminister Mnuchin und Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn in Washington vorstellten. Konkrete Angaben zur Gegenfinanzierung machten sie nicht. Ein erhöhtes Wachstum und die Schliessung von Steuerschlupflöchern sollen die Lücken schliessen.

     

    Cohn sprach von der grössten Steuerreform seit mehr als 30 Jahren, Mnuchin von der «einer der grösste Steuersenkung» in der Geschichte der USA. Die Reform solle noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Erwartet werden aber harte Verhandlungen im Kongress, dem US-Parlament.

    Belastung für US-Haushalt

    Die geplanten Steuererleichterungen würden den ohnehin strapazierten US-Haushalt belasten und die Staatsschulden in die Höhe treiben. Dies wird von Republikanern klassischerweise nicht gutgeheissen.

    Der einflussreiche Präsident des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, sagte, die Reformpläne Trumps stimmten zu 80 Prozent mit seinen eigenen überein. Bei den übrigen 20 Prozent sei man «halbwegs auf dem gleichen Nenner". Es gebe Fortschritte bei den Verhandlungen über die Reform. Die Beteiligung des Weissen Hauses sei eine gute Sache. Die Umsetzung der Steuerreform dürfte dennoch Monate in Anspruch nehmen.

    Im Einzelnen sollen die Unternehmenssteuern stark gesenkt werden, von 35 auf 15 Prozent. Mnuchin sagte, damit solle die Wettbewerbsfähigkeit der US-Firmen erhöht werden. Bisher hätten die USA einen der höchsten Unternehmenssteuersätze.

    Ausserdem soll es den Vorschlägen zufolge bei der Besteuerung von Einnahmen, welche US-Unternehmen im Ausland erzielen, einen Kurswechsel geben. Das bisherige US-Steuersystem verpflichtet Unternehmen, in den USA Steuern auch auf Gewinne zu entrichten, die im Ausland erwirtschaftet wurden. Das hat in einem komplexen System dafür gesorgt, dass US-Firmen Gewinne im Ausland horten.

    Künftig soll es nach den Reformplänen möglich sein, bereits im Ausland entrichtete Steuern gegen die - dann niedrigere - US-Steuerpflicht aufzurechnen. Mnuchin erhofft sich dadurch, grosse Summen zurückzuholen, die US-Firmen im Ausland parken. Ein Ausschuss des US-Kongresses schätzte die Summe auf rund 2,6 Billionen Dollar.

    Etliche Unternehmen mit Sitz in der Schweiz

    Zahlreiche US-Unternehmen haben aus Steuergründen ihren Hauptsitz in europäischen Ländern, darunter in der Schweiz oder in Irland. Der Wettbewerb unter den verschiedenen Steuerstandorten ist gross.

    In der Schweiz haben nur wenige Kantone einen Gewinnsteuersatz von 15 Prozent und tiefer. Die Kantone Luzern (12,4), Nidwalden, Obwalden, die beiden Appenzell, Zug und Uri (14,9) liegen unter 15 Prozent, wie einer Zusammenstellung auf der Homepage des Beratungsunternehmens KPMG zu entnehmen ist. Den schweizerischen Durchschnittswert setzt KPMG für 2017 auf 17,77 Prozent an.

    Weniger Steuerstufen für Private

    Für Privatpersonen in den USA soll die Zahl der Steuerstufen von derzeit sieben auf drei sinken, und zwar auf 10, 25 und 35 Prozent. Bisher liegt der Spitzensteuersatz bei 39,6 Prozent.

    Der Grundfreibetrag soll verdoppelt werden - auf die ersten 24'000 Dollar Jahreseinkommen soll etwa ein Ehepaar gar keine Steuern mehr zahlen. Es soll weniger Abschreibungsmöglichkeiten geben, nur noch für Spenden und Hypothekenzinsen. Der Kinderfreibetrag soll bleiben.

    Eine umstrittene Grenzausgleichssteuer zur Gegenfinanzierung der Steuerentlastungen ist in den Vorschlägen bisher nicht enthalten sein. Mit einer solchen Steuer würden US-Exporteure entlastet und Importe belastet. (SDA)

    Ein BLICK-Reporter kennt den 85'000-Franken-Bub: «Boris hätte Hilfe gebraucht»

    Ein BLICK-Reporter kennt den 85'000-Franken-Bub: «Boris hätte Hilfe gebraucht»


    WETTSWIL ZH - Wer Boris erlebt hat, kann ihn nicht vergessen. Er war ein Kind, das offensichtlich Hilfe brauchte und sie nicht erhielt. Ein BLICK-Reporter erinnert sich: «Du warst im gleichen Kindergarten wie mein Kind. Nach zwei...

    WETTSWIL ZH - Wer Boris erlebt hat, kann ihn nicht vergessen. Er war ein Kind, das offensichtlich Hilfe brauchte und sie nicht erhielt. Ein BLICK-Reporter erinnert sich:

    «Du warst im gleichen Kindergarten wie mein Kind. Nach zwei Jahren verschwandest du von der Bildfläche. Trotzdem bleibst du mir mehr in Erinnerung als die meisten anderen Kinder. Nicht weil du etwas angestellt hattest. Sondern weil du in einer schwierigen Situation ohne Ausweg warst und mich das beschäftigte.

    Jedes Mal, wenn ich die Kindergartenklasse mit dir sah, musstest du an der Hand der Kindergärtnerin gehen. Du bist unter Dauerbeobachtung gestanden. Es entstand dadurch der Eindruck, dass nur von dir Probleme ausgingen.

    Dabei war das nicht der Fall. Wie vieles an deiner Situation war das ungerecht. Du warst grösser und stärker als die anderen Kinder. Aber du hast einen guten Charakter. Du bist grundsätzlich ein liebes Kind. Ich habe dich so erlebt. 

    Andere Buben waren ebenfalls wild und haben die Grenzen ausgetestet. Nur hatten sie ein anderes Umfeld. Sie hatten Freunde im Kindergarten. Und notfalls waren die Eltern da, um sich für sie einzusetzen.

    Nur du bist immer allein gewesen. Weder die Mutter noch der Stiefvater setzten sich sichtbar für dich ein. Dein Deutsch war schlicht zu schlecht, als dass du dich selber mit Argumenten hättest wehren können. Oder mit andern Kindern Freundschaften schliessen. 

    Das Gegenteil war der Fall. Deine Mutter beschwerte sich bei den Eltern anderer Kindergartenkinder über dich. Sogar wenn du in Hörweite warst. Wie schlimm muss das für dich gewesen sein?

    Angst vor dir hatten die Eltern der anderen Kindergärtler nicht. Du warst zwar ungestüm, aber nie aggressiv. Die Auseinandersetzungen, die ich beobachtet habe, waren oft aus einer aus deiner Sicht ungerechten Situation entstanden.

    Weder im Kindergarten noch zu Hause hast du die Hilfe bekommen, die du dringend gebraucht hättest. Auch ich war mit der Situation überfordert und hatte mit meinen eigenen Aufgaben genug um die Ohren.

    Und jetzt sieht es für dich noch schlechter aus. Du wirst von einem Sicherheitsdienst überwacht. Wirst mit Medikamenten ruhiggestellt. Das ist sicher nicht das, was du brauchst.

    Ich hoffe, du findest bald die Hilfe, die dir wirklich etwas bringt. Du hast so viel Energie. Du brauchst ein Ventil dafür – eine sinnvolle Aufgabe. Vermutlich würdest du in einem Sportklub und guter Betreuung aufblühen.

    Aber wie damals bin auch ich mit der aktuellen Situation überfordert. Es bleibt die Hoffnung, dass die Sozialprofis eine Lösung finden.»

    Goldjunge Anthony Joshua: Er will Klitschko in Rente prügeln

    Goldjunge Anthony Joshua: Er will Klitschko in Rente prügeln


    Anthony Joshua kann der nächste grosse Schwergewichts-Champion werden. Dabei war er früher ein ­verurteilter Taugenichts. Anthony Joshua ist die Hoffnung für alle Spätzünder. Mit 18 steigt er das erste Mal gegen einen Amateurgegner in einen...

    Anthony Joshua kann der nächste grosse Schwergewichts-Champion werden. Dabei war er früher ein ­verurteilter Taugenichts.

    Anthony Joshua ist die Hoffnung für alle Spätzünder. Mit 18 steigt er das erste Mal gegen einen Amateurgegner in einen Boxring. Vier Jahre später ist er Olympiasieger.

    Heute ist der Brite 27 und verliert keine Zeit mehr: 18 ProfiKämpfe bestreitet er seit seinem Profi-Debüt. Und mäht mit seiner brutalen Rechten alle nieder. 18 Gegner, alle k. o. geschlagen!

    Zuletzt zerlegt er Eric Molina (USA) in drei Runden. «Ich werde für Überstunden nicht bezahlt», sagt der 1,98-m-Hüne. Er ist jung, er ist schnell, er ist explosiv. Und wird immer besser. «In fünf Jahren kann ich der Beste der Welt sein.» Klingt wie eine Drohung. Niemand hat bisher mehr als sieben Runden gegen ihn überstanden.

    Der Lohn: ein fetter TV-Deal, 13 Werbeverträge, eine hörige britische Presse, die dem Goldjungen jedes Wort von den Lippen abliest.

    Jetzt soll der grösste aller Gegner daran glauben, vor der grössten aller Kulissen: Wladimir Klitschko, bis 2015 elf Jahre un­unterbrochen Weltmeister im Schwergewicht. Am Samstag vor 90 '000 Zuschauern im Wembley geht es um zwei grosse WM-Titel. Ein kometenhafter Aufstieg.

    Dabei läuft lange gar nichts nach Plan für Anthony Oluwafemi Olaseni Joshua. Der Sohn nigerianischer Einwanderer gerät als Teenager auf die schiefe Bahn. «Ich war 14, als ich anfing, mit den falschen Leuten herumzuhängen», erzählt er. Nach Schulschluss besteht sein Alltag aus Schlägereien, Alkohol, er wird wegen Körperverletzung angezeigt. «Ich habe von Tag zu Tag gelebt.»

    Seine Karrierepläne: vielleicht Dachdecker oder ungelernter Bauarbeiter. Das höchste der Gefühle ist, wenn er weiss: «Diese Woche komme ich schnell und einfach zu 250 Pfund.»

    Doch irgendwann ist das Mass voll. Joshua wird verhaftet, verurteilt, muss gar eine Fussfessel tragen.

    Endlich kommt er zum Boxen. Plötzlich läufts. Er hat Talent, wird gefördert, gewinnt Amateurtitel. Wird ins britische Olympia-Kader aufgenommen.

    2010 ein Rückschlag. Joshua wird von der Polizei in seinem Mercedes angehalten. Er trägt den offiziellen Team-Anzug. In der Sporttasche hat er 230 Gramm Cannabis. Weil ihm die Behörden aber nicht nachweisen, ein Dealer zu sein, kommt er mit gemeinnütziger Arbeit davon.

    Es ist seine letzte Chance auf eine Box-Karriere. An manchen Tagen steht er um drei Uhr morgens auf, um zu joggen. Jede Sekunde Extra-Training ist ein zusätzlicher Vorsprung auf seine Gegner. Das zahlt sich aus: Zwei Jahre später holt Joshua in London Olympia-Gold – und blickt nicht mehr zurück.

    Er wird Profi und lässt die zwielichtige Vergangenheit endgültig hinter sich.

    Es gibt keine Schlammschlachten mit anderen Boxern, keine Partys, keine B-Promi-Auftritte, keine Frauengeschichten. Immer noch lebt er bescheiden bei seiner Mutter. Nur Siege sammelt er und Titel.

    Zur Vorbereitung auf seine Kämpfe joggt er in der Stadt, trainiert in einem öffentlichen Boxklub. Seine 1,5 Mio. Facebook-Fans füttert er stündlich mit Fotos und Videos aus dem Alltag.

    Seinem ersten Trainer schenkt er vor wenigen Tagen einen 60'000-Pfund-BMW. «Als Boxer muss man ein Mann des Volkes sein», sagt er dem «Guardian». «Wer an Boxen denkt, denkt an Old School, an Rocky.»

    Fehlt das Happy End. Vielleicht am Samstag, falls Joshua das Generationenduell gegen den 41-jährigen Klitschko, seinen ehemaligen Sparringspartner, gewinnt und die Box-Legende in Rente prügelt. Es könnte Anfang einer neuen Ära sein – der Ära Anthony Joshua!

    Sondersetting für Boris (12) kostet 85'000 Franken pro Monat: Wer bezahlt das eigentlich?

    Sondersetting für Boris (12) kostet 85'000 Franken pro Monat: Wer bezahlt das eigentlich?


    Der 12-jährige Boris kostet die Öffentlichkeit bis zu 85'000 Franken monatlich. BLICK-Recherchen zeigen: Keine Behörde weiss wirklich, aus welchem Topf das bezahlt wird. Aber der Reihe nach. Im Kanton Zürich organisierte die Kindes- und...

    Der 12-jährige Boris kostet die Öffentlichkeit bis zu 85'000 Franken monatlich. BLICK-Recherchen zeigen: Keine Behörde weiss wirklich, aus welchem Topf das bezahlt wird. Aber der Reihe nach.

    Im Kanton Zürich organisierte die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) von Affoltern am Albis die Unterbringung des verhaltensauffälligen Boris* in der Kinderpsychiatrie. «Gefährlich» sei das Kind, wurde beurteilt. Resultat: Ein Sicherheitsdienst wird organisiert. Und das kostet – zu Spitzenzeiten monatlich bis zu 85'000 Franken.

    Die saftige Rechnung flatterte in den Briefkasten von Boris’ Wohngemeinde Wettswil am Albis. Dort sind Tatsiana Zahner und ihr Sohn gemeldet. Doch SVP-Gemeindepräsident Hanspeter Eichenberger sagt zu BLICK: «Die Gemeinde Wettswil hat bis heute null Franken ausgelegt.» Die Kesb habe «diesen sicher unerfreulichen Fall in den Händen». Sie treffe sämtliche Entscheide. Doch da es sich beim Buben um «einen Ausländer handelt, ist der Kanton Zürich zuständig.»

    Rundlauf von Amt zu Amt 

    So geht die Suche nach dem kantonalen Kässeli, aus dem die Rechnung der Kesb beglichen werden soll, los. Anruf bei der Sicherheitsdirektion von SP-Regierungsrat Mario Fehr.

    Nein, da sei man nicht zuständig, sagt Sprecher Urs Grob. Sein Tipp: Die Direktion der Justiz und des Innern von SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr. Doch auch dort herrscht Unwissen: «Unsere Direktion hat mit dem Fall, den ich aber nicht genauer kenne, nichts zu tun», schreibt der Kommunikationsbeauftrage Benjamin Tommer.

    Er betont: Die Kesb sei eine eigenständige, von der Gemeinde verantwortete Behörde. So könne sich die Direktion auch «nicht zu den Kosten äussern». Aber «wenn es zu einer Kostenübernahme durch den Kanton kommen sollte, was ich aber nicht bestätigen kann, dann wäre gemäss den Informationen, die ich den Medien entnehme, das Sozialamt zuständig.»

    BLICK weiss: Auch das kantonale Zürcher Migrationsamt, das ebenfalls an Mario Fehrs Sicherheitsdirektion angegliedert ist, hat die Mutter von Boris Ende Januar kontaktiert. 

    Hat also dort jemand Akteneinsicht? «Nein,» sagt Sprecher Marc Schmid. Das Amt hätte auch kein Konto, aus dem die Kesb-Rechnung bezahlt werden könnte, verrät er und verweist auf das Sozialamt.

    Das Sozialamt wiederum untersteht ebenso Mario Fehrs Sicherheitsdirektion. Also zurück zum Anfang. Diesmal direkt zu Amtvorsteher Ruedi Hofstetter. Muss sein Amt die Rechnungen begleichen? Er wisse überhaupt nichts über den Fall Boris, sagt Hofstetter erbost. Auch er habe keine Akteneinsicht. Und auch wenn er diese prallen Ordner würde öffnen wollen, dürfte er das nicht einmal. Damit beendet er das Gespräch abrupt. Um dann wohl sofort die Nummer von Urs Grob, Sprecher des Departements, zu wählen.

    Denn kurze Zeit später klingelt das Telefon bei BLICK. Es sei wirklich sehr komplex, erklärt Grob. Er habe nun versucht, herauszufinden, wer denn jetzt für Boris überhaupt zuständig sei. «Sie wollen Antworten?», fragt Grob. «Das geht nur über die Kesb.» Und diese sei politisch Regierungsrätin Jacqueline Fehr und ihrem Justizdepartment unterstellt. Doch dort hatte man – ganz zu Anfang der Recherche – keine Ahnung.

    * Name geändert