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    «Kein Eingriff in Privatsphäre»: Regierung Mexikos bestreitet Bespitzelung

    «Kein Eingriff in Privatsphäre»: Regierung Mexikos bestreitet Bespitzelung


    Die mexikanische Regierung hat die Bespitzelung von Journalisten und Menschenrechtsaktivisten bestritten. «Meine Regierung lehnt jeden Eingriff in die Privatsphäre der Bürger ab», sagte Präsident Enrique Peña Nieto am Donnerstag. Die...

    Die mexikanische Regierung hat die Bespitzelung von Journalisten und Menschenrechtsaktivisten bestritten. «Meine Regierung lehnt jeden Eingriff in die Privatsphäre der Bürger ab», sagte Präsident Enrique Peña Nieto am Donnerstag.

    Die Sonderstaatsanwaltschaft für Verbrechen gegen die Meinungsfreiheit leitete Ermittlungen ein. Die Zeitung «The New York Times» hatte berichtet, dass die Mobiltelefone einer Reihe mexikanischer Reporter und Aktivisten mit dem Trojaner Pegasus ausgespäht worden seien.

    Nach Angaben des Citizen Lab der Universität Toronto haben in Mexiko die Generalstaatsanwaltschaft, der Geheimdienst und das Verteidigungsministerium Zugang zu der Software des israelischen Unternehmens NSO Group. Präsident Peña Nieto räumte ein, dass die Sicherheitskräfte über die Technologie verfügen. Sie werde allerdings nur im Kampf gegen das organisierte Verbrechen eingesetzt.

    Die Generalstaatsanwaltschaft bat um internationale Hilfe, um herauszufinden, welche anderen Unternehmen ähnliche Software in Mexiko verkauft haben könnten. (SDA/stj)

    Gammelfleisch-Skandal: USA stoppen Fleischeinfuhr aus Brasilien

    Gammelfleisch-Skandal: USA stoppen Fleischeinfuhr aus Brasilien


    NEW YORK - Die USA stoppen die Einfuhr von frischem Rindfleisch aus Brasilien. Dies geschehe aus Sicherheitsgründen aufgrund eines Gammelfleischskandals in dem südamerikanischen Land, teilte das US-Landwirtschaftsministerium am...

    NEW YORK - Die USA stoppen die Einfuhr von frischem Rindfleisch aus Brasilien. Dies geschehe aus Sicherheitsgründen aufgrund eines Gammelfleischskandals in dem südamerikanischen Land, teilte das US-Landwirtschaftsministerium am Donnerstag mit.

    Das Einfuhrverbot werde so lange Bestand haben, bis das brasilianische Landwirtschaftsministerium zufriedenstellende Massnahmen ergreife.

    Der Skandal in dem Land, dem grössten Rindfleischexporteur der Welt, war am 17. März bekannt geworden. Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden sollen den Ermittlungen zufolge bestochen worden sein, um den Verkauf von verdorbenem Fleisch zuzulassen. Es gab dutzende Festnahmen, ausserdem wurden drei Betriebe geschlossen. Ermittelt wird gegen 21 Produzenten.

    Die brasilianische Fleischindustrie litt seither enorm. Mehrere Länder hatten Importverbote verhängt. Diese lockerten sie später aber teilweise wieder. (SDA/stj)

    Zwei Clans gesprengt: Chile gibt Akten über Nazi-Spionage frei

    Zwei Clans gesprengt: Chile gibt Akten über Nazi-Spionage frei


    SANTIAGO DE CHILE - In Chile sind Geheimakten über Ermittlungen gegen Nazi-Spione während des Zweiten Weltkriegs freigegeben worden. Aus den Unterlagen geht hervor, dass die chilenische Polizei zwei deutsche Spionageringe zwischen...

    SANTIAGO DE CHILE - In Chile sind Geheimakten über Ermittlungen gegen Nazi-Spione während des Zweiten Weltkriegs freigegeben worden. Aus den Unterlagen geht hervor, dass die chilenische Polizei zwei deutsche Spionageringe zwischen 1943 und 1944 gesprengte.

    Insgesamt seien damals 20 Spione festgenommen worden. Die weit verzweigte Organisation habe sogar weit in andere lateinamerikanische Länder gereicht, sagte der chilenische Polizeichef Héctor Espinosa am Donnerstag.

    Durch die Festnahme der Agenten aus Nazi-Deutschland sei unter anderem die geplante Zerstörung des Panama-Kanals gestoppt worden. Die Spione hätten auch den Funkverkehr der chilenischen Kriegsmarine abgehört und den Schiffsverkehr in der Magellanstrasse beobachtet, sagte Espinosa.

    Die zehn Hefte mit der Ermittlungsdokumentation wurden dem chilenischen National-Archiv überreicht und in digitaler Form veröffentlicht. (SDA/stj)

    Vier Jahre Knast: US-Bürger wegen Selbstjustiz verurteilt

    Vier Jahre Knast: US-Bürger wegen Selbstjustiz verurteilt


    WASHINGTON (USA) - Im Zusammenhang mit dem sogenannten «Pizzagate»-Fall hat ein US-Richter einen Mann zu vier Jahren Haft verurteilt, der bewaffnet den mutmasslichen Sitz eines angeblichen Pädophilenrings in Washington gestürmt...

    WASHINGTON (USA) - Im Zusammenhang mit dem sogenannten «Pizzagate»-Fall hat ein US-Richter einen Mann zu vier Jahren Haft verurteilt, der bewaffnet den mutmasslichen Sitz eines angeblichen Pädophilenrings in Washington gestürmt hatte.

    Damit blieb der Washingtoner Bundesrichter Ketanji Brown Jackson nur knapp unter der von der Staatsanwaltschaft geforderten Höchststrafe von fünf Jahren für Selbstjustiz.

    Der 28-jährige Edgar Maddison Welch war Ende vergangenen Jahres von North Carolina nach Washington gereist, um selbst in dem von Medien propagierten Pizzagate-Fall zu «ermitteln». Die demokratische Kandidatin für das US-Präsidentenamt, Hillary Clinton, war im Wahlkampf von ihren Gegnern als Chefin eines Pädophilenrings bezeichnet worden, der sich in einem bekannten Pizzarestaurant in der Hauptstadt treffe.

    Niemand verletzt

    Welch hatte daraufhin das Restaurant am 4. Dezember gestürmt und mit einem Gewehr um sich geschossen. Verletzt wurde niemand. Die Fake News über den Pädophilenring wurden unter anderem vom Sohn des kurzzeitigen Nationalen Sicherheitsberaters Michael Flynn verbreitet.

    Flynn ist ein pensionierter Drei-Sterne-General und ein früherer Chef des Militärgeheimdienstes DIA. Wegen seiner dubiosen Russland-Kontakte musste er seinen Posten als Nationaler Sicherheitsberater aufgeben. (SDA/stj)

    Brexit: May verspricht fairen Deal für EU-Bürger

    Brexit: May verspricht fairen Deal für EU-Bürger


    BRÜSSEL - Die britische Premierministerin Theresa May hat den 27 Staats- und Regierungschefs am Donnerstagabend in Brüssel zugesagt, dass alle EU-Bürger am Tag des EU-Austritts Grossbritanniens weiterhin im Land bleiben dürften....

    BRÜSSEL - Die britische Premierministerin Theresa May hat den 27 Staats- und Regierungschefs am Donnerstagabend in Brüssel zugesagt, dass alle EU-Bürger am Tag des EU-Austritts Grossbritanniens weiterhin im Land bleiben dürften.

    May will EU-Bürger wegen des Brexits nicht zum Wegzug aus dem Königreich zwingen oder Familien auseinanderreissen. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel bezeichnete die Ausführungen Mays nach dem Ende des ersten EU-Gipfeltages als guten Anfang. Es seien aber noch viele Fragen zu klären.

    Fünf Richtlinien

    May legte ihren EU-Kollegen insgesamt fünf Leitlinien für den Umgang mit den Rechten von britischen und EU-Bürgern im jeweils anderen Hoheitsgebiet dar. Demnach schlug sie vor, dass EU-Bürger die gleichen Rechte wie ihre britischen Nachbarn erhalten, wenn sie mindestens fünf Jahre im Königreich leben.

    Ein Datum, ab wann die fünf Jahre gelten, müsse aber noch festgelegt werden. Dieses Datum soll zwischen dem Tag der offiziellen Bekanntgabe des EU-Austritts am 30. März diesen Jahres und dem Brexit-Datum am 29. März 2019 liegen.

    Die Rechte würden Bildung, den Zugang zum Gesundheitssystem oder das Rentensystem umfassen. Auch diejenigen, die weniger als fünf Jahre in Grossbritannien lebten, hätten die Möglichkeit, diesen neuen Status zu erreichen. May mahnte den Regierungsvertretern zufolge die gleichen Rechte für die rund eine Million in der EU lebenden Briten an.

    Bürger sollen sich auf Gerichte verlassen

    Nach dem Willen Mays sollen sich betroffene EU-Bürger in Streitfragen nicht an den Europäischen Gerichtshof wenden können. Stattdessen könnten sie sich auf die hoch angesehenen Gerichte in Grossbritannien verlassen, sagte sie.

    Weitere Details will May am Montag im britischen Parlament präsentieren. Damit sollen auch Fragen nach den Rechten von Ehepartnern geklärt werden, wenn einer von ihnen kein EU-Bürger ist.

    Die Vorschläge laufen den EU-Plänen in einigen Punkten entgegen. So soll nach dem Willen der anderen Staaten der EuGH sehr wohl für Streitfälle auch nach dem Brexit zuständig sein. Auch sollen die Rechte von möglichst allen EU-Bürgern in Grossbritannien gesichert werden, die bis zum Brexit-Tag dorthin übersiedeln.

    Kann May ihre Pläne überhaupt durchsetzen?

    Seit der Schlappe Mays bei der von ihr angesetzten Parlamentswahl herrschen in der EU zudem Zweifel, ob die Konservative ihre Pläne in ihrer Partei und dem Parlament durchsetzen kann.

    Nach der Vorlage ihrer Vorschläge verliess May den EU-Gipfel ohne einen weiteren Kommentar und mit ernster Miene. Die Verhandlungen zwischen der EU und der britischen Regierung begannen am vergangenen Montag. Der Umgang mit den Rechten von britischen und EU-Bürgern soll spätestens bis Jahresende geklärt werden. (SDA/stj)

    Hitzewelle in London: Xenia hat ein neues Büro-Outfit

    Hitzewelle in London: Xenia hat ein neues Büro-Outfit


    Xenia Tchoumitcheva macht sich die Hitze erträglicher, Miley Cyrus' Hund liebt Wassermelone und Luca Hänni zeigt sein Sixpack. Willkommen zu den Foto-Storys des...

    Xenia Tchoumitcheva macht sich die Hitze erträglicher, Miley Cyrus' Hund liebt Wassermelone und Luca Hänni zeigt sein Sixpack. Willkommen zu den Foto-Storys des Tages!

    Kurse gegen Flugangst: Easyjet lehrt das Nicht-Fürchten

    Kurse gegen Flugangst: Easyjet lehrt das Nicht-Fürchten


    ZÜRICH - Die Discount-Airline will Gästen die Flugangst nehmen. Europaweit gibt es nun Onlinekurse. So soll auch die Zahl der Gäste sinken, die unter Alkohol- oder Medikamenteneinfluss fliegen. Viele Menschen müssen erst einmal...

    ZÜRICH - Die Discount-Airline will Gästen die Flugangst nehmen. Europaweit gibt es nun Onlinekurse. So soll auch die Zahl der Gäste sinken, die unter Alkohol- oder Medikamenteneinfluss fliegen.

    Viele Menschen müssen erst einmal Schweissausbrüche und Panikattacken überwinden, bevor sie am Ferienziel ankommen. Denn zwischen 20 und 30 Prozent aller Schweizer leiden an Flugangst. Immer mehr Seminare sollen Abhilfe schaffen.

    Wer an der sogenannten Aviophobie leidet, aber furchtlos fliegen will, muss einiges hinblättern. So kostet ein Wochenende-Seminar gegen Flugangst, das die Airline Swiss anbietet, 1200 Franken. Jetzt vergrössert auch die Discount-Fluggesellschaft Easyjet ihr Angebot zur Flugangst-Prävention.

    Billig-Airline mit Billig-Kursen gegen Flugangst

    Schon seit 2012 bietet Easyjet in Grossbritannien Kurse gegen Flugangst an. Bisher haben laut der Airline über 5500 Personen daran teilgenommen. Wegen der grossen Nachfrage gibt es seit Donnerstag von Easyjet europaweit solche Onlinekurse.

    Im Kurs erfährt man – auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch – etwa, wie die Technik eines Flugzeugs funktioniert und was es mit Turbulenzen auf sich hat. So soll der Fluggast seine Angst verlieren.

    Easyjet wäre keine Billig-Airline, wenn sie nicht auch bei den Präventionskursen in den Preiskampf starten würde. Der knapp zweistündige Kurs, der sich in 16 interaktive Video-Lernmodule aufgliedert, kostet gut 50 Franken.

    Die Zahl der zugedröhnten Passagiere verringern

    Das Angebot von Easyjet ist nicht uneigennützig. Die Airline will offenbar mit dem Kurs die Zahl zugedröhnter Passagiere verringern. Natürlich flögen einige Flugangst-Patienten trotz ihrer Phobie, heisst es in einem Erklärvideo von Easyjet. Einige täten dies nur, «wenn sie irgendeine Form von Medikamenten oder Alkohol zu sich genommen haben».

    Novartis steht vor Medikamenten-Coup: Milliarden dank Migräne

    Novartis steht vor Medikamenten-Coup: Milliarden dank Migräne


    BASEL - Ein neues Migräne-Medikament von Novartis steht kurz vor der Zulassung. Eine Spritze pro Monat soll Millionen Patienten von den lästigen Kopfschmerzen befreien. Eine Million Schweizer leidet an Migräne. Frauen dreimal...

    BASEL - Ein neues Migräne-Medikament von Novartis steht kurz vor der Zulassung. Eine Spritze pro Monat soll Millionen Patienten von den lästigen Kopfschmerzen befreien.

    Eine Million Schweizer leidet an Migräne. Frauen dreimal häufiger als Männer. Die starken Kopfschmerzen gehen einher mit Übelkeit, starker Lärm- und Lichtempfindlichkeit – die Hölle für die Betroffenen. 

    Nun schöpfen Migränepatienten neue Hoffnung: Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat Novartis den Zulassungsantrag für das Migränemittel Erenumab erteilt, wie der Basler Pharmakonzern gestern mitteilte.

    Seit Jahren forscht Novartis am Medikament. Und hat einen veritablen Blockbuster entwickelt. Für die Zürcher Kantonalbank (ZKB) etwa ist klar, dass das Präparat Novartis viel Geld in die Kasse spülen wird. Analysten rechnen mit rund 1,1 Milliarden Franken bis 2023.

    Durchbruch in Migränebehandlung

    Auch Spezialisten erwarten viel vom neuen Medikament. Andreas Gantenbein (41), Präsident der Schweizerischen Kopfwehgesellschaft: «Erenumab kann ein Durchbruch in der Migränebehandlung sein», sagt der Neurologe zu BLICK.

    Kein Wunder: Eine Spritze pro Monat soll genügen. «Erenumab ist das erste prophylaktische Mittel, das direkt aus der Migräneforschung entwickelt wurde.»

    Die Studiendaten seien vielversprechend, die Nebenwirkungen schwach, sagt Gantenbein. «In den Studien waren sogar die Nebenwirkungen der Placebo stärker.»

    Schweizer Patienten müssen sich noch etwas gedulden. Erst muss die Heilmittelkontrolle Swissmedic grünes Licht geben. Dann legt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) den Preis für das Präparat fest.

    Streit um Trauerfeier für Helmut Kohl (†87): Abrechnungen über den Tod hinaus

    Streit um Trauerfeier für Helmut Kohl (†87): Abrechnungen über den Tod hinaus


    Noch im Tod sorgt Helmut Kohl in Deutschland für Streit. Eine Versöhnung seiner Witwe mit den Söhnen und politischen Gegnern des Altkanzlers wird immer unwahrscheinlicher. Noch keine Woche ist es her, dass Helmut Kohl im Alter von 87 Jahren verstarb....

    Noch im Tod sorgt Helmut Kohl in Deutschland für Streit. Eine Versöhnung seiner Witwe mit den Söhnen und politischen Gegnern des Altkanzlers wird immer unwahrscheinlicher.

    Noch keine Woche ist es her, dass Helmut Kohl im Alter von 87 Jahren verstarb. Noch ist der «Vater der deutschen Einheit», wie der Altkanzler zu Lebzeiten gerne genannt wurde, nicht unter der Erde. Doch bereits jetzt ist die alte Fehde zwischen Kohls Söhnen und seiner zweiten Ehefrau und Witwe Maike Kohl-Richter wieder voll entflammt.

    Schon am Todestag des Vaters hatte der ältere Sohn Walter das Elternhaus erst nach längerer Diskussion betreten dürfen. Dann, am vergangenen Mittwoch, stand der Unternehmer erneut vor dem Bungalow in Oggersheim. Diesmal mit seinen beiden extra aus China angereisten Söhnen. Doch nicht nur blieb die Tür versperrt. Die vor dem Haus postierten Polizisten forderten den Sohn und die Enkel des Toten sogar vor laufenden Kameras auf, den Ort sofort zu verlassen. Der trauernden Witwe sei keine andere Wahl geblieben, liess ihr Anwalt wenig später verlauten: Walter Kohl habe die Eskalation des Familienstreits bewusst provoziert. 

    Öffentlichkeit genervt

    Die Öffentlichkeit ist nicht nur von diesem unwürdigen Gezanke genervt. Als geradezu ungehörig wird der Anspruch der Witwe empfunden, Ablauf, die Gäste- und sogar die Rednerliste der offiziellen Trauerfeiern bestimmen zu können.

    Kanzlerin Angela Merkel etwa sollte nach den Vorstellungen Kohl-Richters überhaupt nicht reden dürfen. Schliesslich hatte es ihr der Altkanzler nie verziehen, dass sie im Rahmen der Parteispendenaffäre im Dezember 1999 öffentlich zu seinem Sturz aufgerufen hatte. Und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier war bei Kohl in Ungnade gefallen, weil er nach dessen Kanzlerschaft als Sonderermittler dem Verdacht nachgegangen war, der Christdemokrat habe in letzter Stunde noch wichtige und ihn belastende Akten aus dem Spendensumpf vernichtet.

    Als Frau Kohl-Richter nach Informationen des «Spiegels» dann auch noch versuchte, den umstrittenen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbàn als Redner einzuladen, war das Mass der Geduld wohl voll. Art und Ort der Würdigung «einer herausragenden politischen Lebensleistung in und für Deutschland sind, bei allem Respekt, nicht nur eine Familienangelegenheit», musste sich die Witwe von Bundestagspräsident Norbert Lammert während der offiziellen Gedenkstunde im Berliner Parlament am Donnerstagvormittag sagen lassen.

    Und so nimmt die offizielle Verabschiedung von Helmut Kohl langsam Gestalt an. Am 1. Juli wird Deutschlands «ewigem Kanzler» als erstem Politiker überhaupt die Ehre einer Europäischen Gedenkveranstaltung im Europaparlament in Strassburg zuteilwerden.

    Im Anschluss daran wird der Sarg auf dem Deck eines deutschen Kriegsschiffs rheinabwärts in die Domstadt Speyer überführt werden. Die Organisatoren hoffen auf möglichst viele Menschen, die vom Ufer aus Abschied von dem Mann nehmen, ohne den es die deutsche Einheit wohl nicht gegeben hätte.

    Im Dom zu Speyer, den der gläubige Katholik Kohl gern als seine «Hauskirche» bezeichnete, soll dann der offizielle deutsche Trauerakt für den Mann stattfinden, der nach dem Fall der Berliner Mauer am 8. November 1989 als einer der Ersten erkannte, dass es die Vereinigung der beiden deutschen Staaten ohne eine verstärkte europäische Integration nicht geben würde.

    Letzte Würdigung von Clinton und Macron

    Kein Wunder also, dass nicht nur die aus Ostberlin stammende Kanzlerin Merkel und Bundespräsident Steinmeier an diesem Tag reden werden. Auch der frühere US-Präsident Bill Clinton und – besonders wichtig – der neue französische Präsident Emmanuel Macron werden Helmut Kohl ein letztes Mal würdigen.

    Wohl lange noch weitergehen wird die öffentliche Debatte um die politische Bedeutung des «schwarzen Riesen» Kohl auch nach seiner Bestattung. Auf eigenen Wunsch nicht im Familiengrab in Oggersheim, sondern im Schatten «seines» Doms zu Speyer.

    Und keine Versöhnung ist im Familienstreit zwischen der Witwe und den Söhnen des Altkanzlers in Sicht. Zugegeben – die Sturheit Helmut Kohls war legendär. Aber ob er so weit gegangen wäre?

    Lügen-Psychiater Frank K. «Er erzählte uns, seine Mutter liege im Koma»

    Lügen-Psychiater Frank K. «Er erzählte uns, seine Mutter liege im Koma»


    GRÄFELFING (D) - Frank K. (57) nahm seine Patienten schamlos aus. Trieb einen seiner Patienten damit sogar in den Tod. Seither ist der verurteilte Lügen-Psychiater auf der Flucht. Als er in Deutschland nun bei seiner Familie...

    GRÄFELFING (D) - Frank K. (57) nahm seine Patienten schamlos aus. Trieb einen seiner Patienten damit sogar in den Tod. Seither ist der verurteilte Lügen-Psychiater auf der Flucht. Als er in Deutschland nun bei seiner Familie auftauchte, erleichterte er diese mit einer haarsträubenden Geschichte um 1000 Euro.

    Er ist ein Wolf im Schafspelz: Eloquent und verständnisvoll gab der Psychiater und Psychotherapeut Frank K.* (57) seinen Patienten Halt. Doch in seiner Praxis im Kanton Freiburg zockte er seine Schützlinge schamlos ab.

    Der Deutsche versprach ihnen hohe Renditen im Edelsteinhandel oder mit Ananasplantagen in Afrika und knüpfte ihnen mehrere 100'000 Franken ab. Als der Vertrauensmissbrauch auffliegt, nimmt sich ein junger Patient am 18. Oktober 2014 sogar das Leben (BLICK berichtete).

    Sechs Jahre wegen Betrug

    K. wurde da schon verhaftet. Weil die Behörden keine Fluchtgefahr sehen, entlassen sie ihn im April 2015 wieder aus der Untersuchungshaft. Prompt taucht K. unter und ist bis heute verschwunden. Am 6. Dezember 2016 wird er in seiner Abwesenheit vom Bezirksgericht Tafers FR wegen gewerbsmässigen Betrugs zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.

    BLICK-Recherchen zeigen jetzt: Der Psychiater und Autor des Buchs «Ein Chefarzt klagt an» ist nach Deutschland zu seiner Familie geflüchtet – und betrügt munter weiter!

    Seine Cousine Manuela Sickert (46) aus Gräfelfing (D) erzählt, wie er am 19. Mai bei ihren Eltern aufkreuzte – mit einer haarsträubenden Geschichte: «Er sagte, es sei etwas Schlimmes passiert, seine Mutter habe sich das Leben nehmen wollen. Sie liege nun im Spital in Leipzig im Koma. Ihr Magen sei ausgepumpt worden. Er sei gestern angekommen und habe in ihrer Wohnung eine Rechnung von einem Wasserschaden gefunden. Auf der Fahrt sei ihm aber das Portemonnaie geklaut worden. Er wisse nicht, wie er die Rechnung bezahlen solle.» Die ahnungslosen Verwandten geben ihm das Geld. Sie wissen zu diesem Zeitpunkt nicht, dass er in der Schweiz gesucht wird.

    Die Familie erfuhr alles aus dem Internet

    «Meine Mutter fuhr besorgt zur Wohnung von Franks Mutter in Dessau. Doch sie lag gar nicht im Krankenhaus, sondern öffnete mit Lockenwicklern im Haar das Fenster», sagt Sickert. Sie habe das Geld zurückverlangt, doch Frank sei nicht zu sprechen gewesen. 

    Schliesslich erfährt die Familie aus den Medien von seinem Doppelleben: «Wir haben im Internet gelesen, was mein Cousin gemacht hat. Das hat uns schwer getroffen. Ich vermute, dass meine Tante ihn zu Hause versteckt hat», so die Büroangestellte.

    Wird ihn Deutschland ausliefern?

    Frank K. hat mit seiner Flucht gute Chancen, einer Freiheitsstrafe zu entgehen. Aus Gerichtskreisen heisst es, die Wahrscheinlichkeit, dass Deutschland ihn ausliefere, sei sehr gering. Auch wenn die Schweizer Staatsanwaltschaft zu BLICK sagt: «Wir werden den Hinweisen nachgehen.»

    Richard Meuwly, der Vater des Patienten, der Suizid beging, findet es stossend, dass K. sich immer wieder der Verantwortung entzieht und weiter betrügt. «Er ist skrupellos und die Leute fallen immer wieder auf ihn herein», sagt er. 

    Der Anwalt von K. legte Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts ein. Das Kantonsgericht trat jedoch nicht darauf ein. Das neue Urteil, das am 16. Mai gefällt wurde, ist noch nicht rechtskräftig.

    * Name der Redaktion bekannt

    Kampagne von FDP-Chefin Petra Gössi lässt Befürworter Sturm laufen: Der AHV-Streit eskaliert

    Kampagne von FDP-Chefin Petra Gössi lässt Befürworter Sturm laufen: Der AHV-Streit eskaliert


    BERN - Die Gegner der grossen Rentenreform ärgern sich über Senioren, die nach der Pensionierung die Schweiz verlassen. Das sorgt bei den Befürwortern für harsche Reaktionen. Bis zur Abstimmung über die Reform der Altersvorsorge...

    BERN - Die Gegner der grossen Rentenreform ärgern sich über Senioren, die nach der Pensionierung die Schweiz verlassen. Das sorgt bei den Befürwortern für harsche Reaktionen.

    Bis zur Abstimmung über die Reform der Altersvorsorge dauert es noch drei Monate. Doch mit der gestrigen BLICK-Titelgeschichte ist die AHV-Schlacht endgültig lanciert.

    Gegner der Vorlage, allen voran FDP-Präsidentin Petra Gössi, kritisierten, dass von den zusätzlichen 70 Franken für Neurentner, ein grosser Teil ins Ausland abflösse. Tatsächlich lebt bereits heute ein Drittel der AHV-Rentner nicht in der Schweiz – Tendenz steigend. «Ihnen vergolden wir den Ruhestand auf Kosten der nächsten Generationen», wetterte Gössi.

    Levrat: «Gössi beleidigt Menschen, die ehrlich für ihre Rente arbeiten»

    Diese Aussage hat eingeschlagen wie eine Bombe, die Befürworter der Vorlage drehen im roten Bereich. SP-Präsident Christian Levrat: «Wir sprechen von Menschen, die 45 Jahre in der Schweiz gearbeitet haben, oft in harten Knochenjobs auf dem Bau, an der Migros-Kasse oder im Spital.»

    Diesen Menschen wolle Gössi die Rente wegnehmen. «Damit übernimmt sie die klassische FDP-Arroganz und beleidigt alle Menschen, die ehrlich für ihren Lohn und ihre Rente arbeiten», schimpft der Freiburger Ständerat.

    Pfister: «Widerspricht jeglichem liberalen Gedankengut»

    Sauer zeigt sich auch CVP-Boss Gerhard Pfister: «Rentnern vorzuschreiben, wo sie zu leben haben, widerspricht jeglichem liberalen Gedankengut.» Es sei erstaunlich, dass die Rechte nicht nur gegen Ausländer sei, die in die Schweiz kämen, sondern auch gegen jene, die das Land verliessen.

    FDP und SVP sollten froh sein, dass Auslandsrentner die Schweizer Infrastruktur entlasteten, so Pfister. Die «unsägliche» Argumentation aus der FDP werde in die Kampagne einfliessen, verspricht der Zuger Nationalrat.

    Als «beschämend und völlig widersprüchlich» bezeichnet Unia-Präsidentin Vania Alleva die Haltung Gössis. Sie sagt, die Renten, die an Ausländer im Ausland flössen, betrügen im Schnitt nur 490 Franken pro Monat.

    Und betroffen seien vor allem Italiener und Spanier, «die die moderne Schweiz mit aufgebaut haben», so die Gewerkschafterin mit italienischen Wurzeln. Egal, ob Ausländer oder Schweizer – die AHV sei für viele Rentnerinnen und Rentner überlebenswichtig, so Levrat. «Und es ist eine Frechheit und eine Anmassung, wenn Frau Gössi diesen Menschen vorschreiben will, wo sie nach einem harten Berufsleben ihren verdienten Ruhestand geniessen sollen.»

    Immer noch kein Gespräch mit Reto Ziegler: Will CC seinen Captain vergraulen?

    Immer noch kein Gespräch mit Reto Ziegler: Will CC seinen Captain vergraulen?


    Was läuft da zwischen Sion-Boss Christian Constantin und Reto Ziegler? Ist CC wirklich nur besorgt um die Gesundheit seines Captains? Am Mittwoch ist Trainingsstart beim FC Sion. Mit dabei auf dem Terrain Bluche in Crans-Montana auf 1500 Metern ü.M.:...

    Was läuft da zwischen Sion-Boss Christian Constantin und Reto Ziegler? Ist CC wirklich nur besorgt um die Gesundheit seines Captains?

    Am Mittwoch ist Trainingsstart beim FC Sion. Mit dabei auf dem Terrain Bluche in Crans-Montana auf 1500 Metern ü.M.: Ziegler. Keine Selbstverständlichkeit!

    Zum einen, weil der Vertrag des Captains ausläuft. Aber erst am 30. Juni.

    Zum anderen, weil Reto an diesem Mittwoch zuerst nach Lyon fährt. Eine Forderung von Präsident Christian Constantin. Das hatte CC am Vortag publik gemacht, anlässlich der Präsentation des neuen Trainers Paolo Tramezzani. Auf die Frage nach dem Verbleib von Ziegler beim FC Sion hatte CC geantwortet: «Zuerst müssen wir schauen, ob der Junge gesund ist. Er macht am Mittwoch ein MRI.»

    Zur Erinnerung: Anfang April blockiert ein Nerv im Rücken des Waadtländers. Wohl bei einem Kopfball im Training. Reto konnte nur mit Schmerzmitteln spielen. Keine Lösung auf Dauer. Doch ein Spezialist in Capbreton beim Surferparadies Biarritz in Frankreich findet die Physio-Lösung. Reto kommt zurück. Ist fit für den Cupfinal. Spielt beim 0:3 gegen den FCB, wie auch die letzten drei Meisterschaftsspiele. Und findet deshalb die präsidiale Anordnung befremdlich.

    «Okay, nun habe ich dieses MRI gemacht. Jeder weiss jetzt, dass ich topfit bin», sagt Ziegler. Und fügt hinzu: «Sollte es mit Sion keine Einigung geben, dann sicher nicht wegen einer Verletzung, denn die gibt es nicht mehr.» In der Tat. Im ärztlichen Rapport, der Blick.ch vorliegt, schreibt Neurochirurg Christophe Morel sogar von einer positiven Entwicklung seit dem 1. Mai.

    MRI-Theater hin oder her – irgendwie ist es schon komisch, das CC und Ziegler sich immer noch nicht an einen Tisch gesetzt haben. Obwohl Ziegler sagt, dass er zuerst mit Sion reden will, bevor er die Offerten von Betis Sevilla und Celtic Glasgow prüft. Als CC seine Vorstellung des Sion-Teams 2017/18 auf ein Blatt Papier kritzelt, lässt er den Namen Ziegler weg. Darauf angesprochen, dass Paolo Tramezzani den Romand unbedingt behalten wolle, sagt CC bloss: «Der Coach hat nichts gegen Reto.»

    Aber er? «Nein! Überhaupt nicht. Es geht mir nur um die Gesundheit des Spielers. Mit so einem Bandscheiben-Vorfall ist nicht zu spassen. Eine dumme Bewegung – und Reto hätte gelähmt sein können! Ich will doch nicht, dass der Junge fürs ganze Leben handicapiert sein wird, weil er Fussball spielt. Das ist alles! Die Gesundheit geht vor!»

    Okay. Und wann findet nun das Treffen statt? CC «Am Wochenende.»

    Transfer-Coup von Teleclub: Sven Furrer wird Fussball-Moderator

    Transfer-Coup von Teleclub: Sven Furrer wird Fussball-Moderator


    Teleclub holt sich Comedian Sven Furrer ins Boot für die neue Fussball-Saison. Der 46-Jährige lässt tief blicken. Sven Furrers Papi ist eine Schweizer Eishockeylegende, zwei seiner vier Kinder spielen Eishockey, er selber ist in einer...

    Teleclub holt sich Comedian Sven Furrer ins Boot für die neue Fussball-Saison. Der 46-Jährige lässt tief blicken.

    Sven Furrers Papi ist eine Schweizer Eishockeylegende, zwei seiner vier Kinder spielen Eishockey, er selber ist in einer Beratertätigkeit beim HC Davos tätig. Trotz dieser enormen Eishockey-Affinität wird Sven Furrer neuer Fussball-Moderator bei Teleclub.

    Ein Widerspruch? Nein, der Comedian und Schauspieler hat sich schon immer mit Fussball beschäftigt. Er spielte als Junior bei Naters und Brig, seine Helden hiessen damals Pittier, Balet und Brigger. Dann riss ihn ein Kreuzbandriss aus seinen Fussballer-Träumen.

    Furrer schlug eine andere Karriere ein, wurde Lehrer, machte Radio und TV, wurde Schauspieler, Comedian an der Seite von René Rindlisbacher und Globetrotter. Jetzt wird er Sport-Moderator beim Teleclub. Er wird dort live aus den Stadien berichten und zusätzlich jeweils Sonntagabends durch den Fussballtalk auf dem neuen Free-TV-Sender Teleclub Zoom führen.

    «Ich freue mich wahnsinnig auf diese Aufgabe», sagt Furrer. Es gäbe in der Schweiz sonst kein Gefäss, wo man vertieft eine Stunde lang über brisante sportliche Themen diskutieren könne. Dass aus dem Talk dann auch knackige Unterhaltung wird, dafür sollen neben Furrer auch hochkarätige Studiogäste sorgen.

    Bleibt die Frage, ob er als Comedian Fussball nicht zu ernst findet. «Fussball ist grundsätzlich ernst, es geht meistens um viel Geld und wichtige Trophäen. Gleichzeitig steckt aber auch viel unfreiwillige Komik drin. Da gibt es lustige Szenen.» 

    Humor sei überall wichtig. «Wo gearbeitet wird, muss auch gelacht werden. Das ist unerlässlich für den Erfolg eines Teams.» Furrer weist auf Arno Del Curto hin, auf dessen Art, wie er den HCD seit Jahren erfolgreich trainiert. «Arno lacht viel. Er ist quasi selber das Kompanie-Kalb» des Teams.

    Am 22. Juli geht die Saison mit YB-Basel live auf Teleclub Zoom los. Da freuen wir uns doch drauf.

    Jordi feiert ihren 40. Francine schenkt sich Céline Dion

    Jordi feiert ihren 40. Francine schenkt sich Céline Dion


    Schlagersängerin Francine Jordi im grossen Interview zu ihrem 40. Geburtstag am Samstag, 24. Juni. «Ich habe mich mit einer London-Reise zum Konzert von Céline Dion gleich selber beschenkt.» BLICK: Francine Jordi, Sie werden am Samstag 40. Haben Sie...

    Schlagersängerin Francine Jordi im grossen Interview zu ihrem 40. Geburtstag am Samstag, 24. Juni. «Ich habe mich mit einer London-Reise zum Konzert von Céline Dion gleich selber beschenkt.»

    BLICK: Francine Jordi, Sie werden am Samstag 40. Haben Sie überhaupt Freude an Geburtstagen?
    Francine Jordi: Klar doch, es ist immer schön, das Leben zu feiern. Und mit zunehmendem Alter nimmt ja die Spannung zu (lacht). Mit der Zahl habe ich keine Mühe, ganz anders als damals beim 30. Da war alles noch im Aufbau, in Bewegung. Jetzt hat sich vieles geklärt, das bringt Ruhe und Entspannung. Ich nehme die Dinge gelassener, bin reifer und habe keine Angst mehr, etwas Wichtiges zu verpassen.

    Also haben Sie den Kopf noch für anderes frei als nur für das runde Wiegenfest?
    Ich wurde in letzter Zeit häufig darauf angesprochen, wie es sei, eine Vier auf dem Rücken zu haben. Und überall habe ich stets gehört, dass Frauen mit 40 eine Midlife-Crisis haben müssten. Männer bekämen die ebenfalls, aber mit 50. Ich habe davon noch gar nichts gespürt. Bis jetzt jedenfalls. Und die Zwei ist meine Lieblingszahl. Ich war traurig, als ich sie bei meinem 30. Geburtstag abgeben musste. Nun habe ich sie endlich wieder, 2 x 2 respektive 2 x 20.

    Was machen Sie an Ihrem Geburtstag?
    Ich habe mir einen ruhigen Tag gewünscht, weil ich zurzeit sehr stark mit Auftritten und Moderationen beschäftigt bin. Ich will bloss mit meiner Familie zusammen sein. Etwas vorgefeiert habe ich allerdings bereits. Ich bin diese Woche mit meiner Schwester nach London ans Konzert von Céline Dion geflogen, weil ich gesehen habe, dass ich ihren Auftritt vom 15. Juli in Bern verpassen werde. Die Reise war quasi ein Geschenk an mich selber. Es war unvergesslich. Und eine Feier im grösseren Rahmen folgt ja ebenfalls. Ich führe am Samstag, 1. Juli, meinen Wandertag auf der Schynigen Platte durch, für Freunde und Fans. Wer mitkommen will, kann sich noch bei den Jungfraubahnen anmelden. Mein Hund Theo ist natürlich auch dabei.

    Haben Ihnen Ihre Eltern je erzählt, wie Sie zur Welt gekommen sind?
    Es war ein Freitag. Meine Mutter hat mir bloss erzählt, dass alles wahnsinnig schnell passiert sei. «Mir ging es so gut, ich wollte eigentlich aufstehen und ‹grad wieder hei›», sagte sie. Und dieses Tempo habe ich dann durchgezogen. Bei mir muss alles immer schnell gehen. Aber vielleicht lags auch daran, dass meine beiden Schwestern schon auf der Welt waren, beim dritten läuft alles ein wenig ringer. Die genaue Uhrzeit weiss ich lustigerweise nicht. Und deshalb genauso wenig, welchen Aszendenten ich habe. Aber sicher einen guten (lacht). Ich glaube sowieso nicht wirklich an Sternzeichen und Horoskope. Ich denke schon, dass ein bestimmter Charakterzug oder eine Neigung festgelegt ist, aber es ist das Leben selber, das einen prägt. Sicher sind gewisse Energien vorhanden, die uns beeinflussen. Doch man muss die Verantwortung fürs Leben selber tragen und sich nicht treiben lassen und hoffen, dass etwas von aussen her geschieht.

    Wie waren Sie als Kind?
    Ich war eine lebhaftes Mädchen, das stand auch so in den Schulberichten, ein richtiger Sonnenschein, haben alle gesagt. Man musste mich nie suchen, man hat mich von weitem gehört. Ich habe schon als Kind gewusst, dass ich Sängerin werden möchte. Am liebsten habe ich im Treppenhaus gesungen, weil der Hall dort am stärksten war. In der Schule lernte ich ring und war in den meisten Fächern gut. Nur Deutsch lag mir gar nicht.

    Und wie sah Ihr Kinderzimmer aus?
    Oh, da waren eine Menge Tierbilder. Pferde, Hunde und Robben, alles Tiere mit grossen braunen Augen, das fällt mir erst jetzt auf. Und das allererste Starposter war eines von Michael Jackson. Ich war wahnsinnig fasziniert von seiner Perfektion und seinem Talent. Jackson war auch der erste grosse Künstler, den ich live gesehen habe, in Lausanne auf der Pontaise. In den ersten zehn Minuten ist er bloss stumm und regungslos auf der Bühne gestanden. Doch die Leute haben getobt. Und ich war elektrisiert, ein magischer Moment. Damals hörte man noch Kassettli, keine CDs. Zwei der ersten waren von Nino de Angelo und von Howard Carpendale. Und von Genesis, «I Can't Dance» (steht auf, macht die typischen Gehbewegungen aus dem Video nach).

    Wie feierten Sie Ihre Kindergeburtstage?
    Wir sind auf dem Land aufgewachsen, haben im Wald gespielt, gebrätelt, Gummitwist gespielt, im Bach gebadet. Und es hat immer einen süssen Zopf gegeben, einen mit speziellem Zuckerguss. Der kommt heute noch auf den Geburtstagstisch. Lange hat ihn meine Grossmutter väterlicherseits gebacken, nach ihrem Tod hat Gotte Therese diese wichtige Aufgabe übernommen. Aber das Rezept hat sie von mir, ich habe es vom Grosi bekommen.

    Und welches ist Ihr Lieblingsgeburtstagslied?
    Ganz klar das Jodellied «E gschänkte Tag» von Adolf Stähli.

    Fux über Sex: «Ich habe sie beim Sex verletzt!»

    Fux über Sex: «Ich habe sie beim Sex verletzt!»


    Mir (21) ist beim Sex mit meiner Freundin (18) vor ein paar Wochen etwas extrem Dummes passiert: Sie hat gesagt, dass ich sie «hart von hinten» nehmen soll. Wir haben dann Doggy-Style gemacht. Dabei ist mein Penis aus ihrer Scheide gerutscht, und ich...

    Mir (21) ist beim Sex mit meiner Freundin (18) vor ein paar Wochen etwas extrem Dummes passiert: Sie hat gesagt, dass ich sie «hart von hinten» nehmen soll. Wir haben dann Doggy-Style gemacht. Dabei ist mein Penis aus ihrer Scheide gerutscht, und ich habe sie versehentlich anal penetriert. Es hat ihr unglaublich wehgetan, und seither möchte sie gar keinen Sex mehr. Ich muss dazu sagen, dass ich einen ziemlich grossen Penis habe und ihr auch andere Stellungen schon wehgetan haben. Jonah

    Lieber Jonah

    Ein Zaubermittel, das verletztes Vertrauen auf die Schnelle heilt, gibt es nicht. Vertrauen ist etwas, das sich langsam zwischen zwei Menschen aufbaut. Ist es erst mal weg, braucht es Zeit und Investitionen, um es wiederherzustellen.

    Ein kniffliger Punkt ist, dass deine Freundin offenbar bereits bei früheren sexuellen Begegnungen Schmerzen hatte. Das lässt dich quasi als «Wiederholungstäter» dastehen, auch wenn du deiner Freundin nicht extra wehgetan hast. Sie hat also streng genommen guten Grund, skeptisch zu sein.

    Wie du mittlerweile wissen dürftest, ist ein grosser Penis nicht einfach nur ein Segen und etwas Tolles, sondern er verlangt von dir Sorgfalt und Verantwortung. Du musst besonders geschickt und bewusst mit deinem Penis umgehen können, sonst wird es dir wieder und wieder passieren, dass du einer Frau wehtust.

    Informiere dich über die Bauweise der Scheide. Mach dir bewusst, dass ein zu tiefes oder schnelles Eindringen mit einem grossen Penis tabu ist. Selbst dann, wenn eine Partnerin explizit darum bittet. Erzähle deiner Freundin von deinen Recherchen und lade sie ein, dir zu erzählen, wie sie ihr Geschlecht erlebt.

    Besprecht, wie Sex aussehen muss, damit sich deine Freundin beim Sex aufgehoben fühlt und aktiv erlebt – und nicht einfach dem, was passiert, ausgeliefert ist.

    Fragen Sie unsere BLICK-Sexberaterin

    Haben Sie Fragen zu den Themen Lust und Liebe? Schreiben Sie Caroline Fux! Entweder per E-Mail an [email protected] oder per Post: Caroline Fux, Ringier AG, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich.

    Honda Civic im Test: Ein frisches Gesicht

    Honda Civic im Test: Ein frisches Gesicht


    Alles neu und doch ganz der Alte: Trotz frischem Design und neuer Technik bietet der zehnte Honda Civic weiterhin Fahrspass und polarisiert beim Aussehen. Manchmal ist auffallen simpel: Man setzt sich zum Beispiel ans Steuer des neuen Honda Civic. Auch...

    Alles neu und doch ganz der Alte: Trotz frischem Design und neuer Technik bietet der zehnte Honda Civic weiterhin Fahrspass und polarisiert beim Aussehen.

    Manchmal ist auffallen simpel: Man setzt sich zum Beispiel ans Steuer des neuen Honda Civic. Auch das Styling der zehnten Generation polarisiert – wie schon beim Vorgänger. Grosse falsche Lufteinlässe vorne und ein Sicht raubender Heckspoiler heben ihn definitiv vom landläufig zitierten Einheitsbrei auf unseren Strassen ab.

    Zivilisiert

    So aussergewöhnlich das Äussere, so gefällig das Innere. Das Cockpit wirkt zwar immer noch leicht futuristisch, aber deutlich konventioneller als noch im Vorgänger. Das Tempo lässt sich gut ablesen, der Touchscreen ist auf Sichthöhe angebracht und das Multimediasystem leicht bedienbar. Passt! Wie von selbst legt sich meine Hand um den Schaltknauf, der genau richtig positioniert ist. 13 Zentimeter mehr Aussenlänge (neu 4,52 m) bringen vor allem mehr Platz im Fond. Der Kofferraum geht mit bis zu 1187 Liter in Ordnung.

    Drehorgel

    Der 1,5-Liter-Turbobenziner klingt akustisch angenehm zurückhaltend und zeigt sich sehr drehfreudig – wie wir das von Honda gewohnt sind. Der 182 PS starke Vierzylinder beschleunigt den Civic aus tiefen Drehzahlen flott aus Kurven, nach denen die präzise Lenkung giert. Die tiefe Sitzposition passt zum dynamischen Fahrverhalten, wie auch die knackige 6-Gang-Handschaltung, obwohl deren Schaltwege im Vergleich zum Vorgänger etwas länger geworden sind.

    Blick zurück

    Selbst nach einer längeren Ausfahrt steigen wir entspannt aus. Das Fahrwerk hat den richtigen Mix aus straff und komfortabel.

    «Baywatch», «Die Mumie» und «King Arthur» scheitern: Der Sommer der Kino-Flops

    «Baywatch», «Die Mumie» und «King Arthur» scheitern: Der Sommer der Kino-Flops


    «Die Mumie» wird Universal wahrscheinlich einen Verlust von 95 Millionen Dollar einbringen. Es ist der jüngste Reinfall in einer Reihe von Flops. Haben die Leute genug von den ständigen Remakes? Wer diesen Sommer das Kinoprogramm verfolgt, erlebt...

    «Die Mumie» wird Universal wahrscheinlich einen Verlust von 95 Millionen Dollar einbringen. Es ist der jüngste Reinfall in einer Reihe von Flops. Haben die Leute genug von den ständigen Remakes?

    Wer diesen Sommer das Kinoprogramm verfolgt, erlebt ein Déjà-vu nach dem anderen. Hollywood setzt auch weiterhin auf bekannte Namen, grosse Marken und bereits erzählte Geschichten. Remakes nennt sich dieses Phänomen, bei dem die Studios eine bereits bekannte Vorlage nehmen, und sie neu verfilmen. Eigentlich nichts Neues – doch diesen Sommer zeigt das Publikum endgültig Ermüdungserscheinungen und bestraft die Kinos mit leeren Sälen. 

    «Die Mumie» kann nicht an Erfolg anknüpfen

    So dürfte «Die Mumie» zu einem der wenigen Misserfolge in der Karriere von Tom Cruise (54) werden. Beim Namen des Horrorfilms denkt man als Erstes an die Fantasy-Reihe mit Brendan Fraser (48), die Ende der 90er-Jahre zu einem riesigen Kassenschlager wurde.

    Beim Remake setzte man im Gegensatz zu dem Original auf Ernsthaftigkeit und scheiterte damit grandios! Laut «Deadline.com» dürfte der Film das Studio Universal 95 Millionen Dollar kosten. 

    «Baywatch» macht Plättler

    Auch «Baywatch» erging es nicht viel besser. Obwohl das Remake der kultigen 90er-Jahre-Show mit Dwayne Johnson (45) und Zac Efron (29) zwei absolute Kassenmagneten an Bord hat, blieb der Film weit hinter den Erwartungen zurück.

    Kritiker konnten der Action-Komödie ebenfalls nicht viel Gutes abgewinnen, der Film wurde regelrecht zerrissen. Von «King Arthur: Legend of the Sword», der für das Studio Warner Brothers zu einem der grössten Flops aller Zeiten wurde, ganz zu schweigen. 

    Nur drei 80er-Erfolge stehen noch für sich

    Nachdem im letzten Sommer schon die Remakes von «Ghostbusters», «Ben Hur» und «Die Glorreichen Sieben» in der Versenkung verschwanden, sollte langsam ein Raunen durch Hollywood gehen. Doch scheinbar ist das Gegenteil der Fall. Während des Presserummels um «Die Mumie» verriet Tom Cruise vor kurzem, dass die Fortsetzung seines Klassikers «Top Gun» bereits in den Startlöchern steht.

    Damit erhielten nur drei der 15 erfolgreichsten Filme der 80er-Jahre noch kein Remake, Reboot oder eine Fortsetzung. Aber vielleicht macht sich Steven Spielberg bald an «E.T. 2». Die Studios würden sich jedenfalls freuen. Ob das Publikum an Bord wäre, ist eine andere Frage. (klm) 

    Kampf um Altersvorsorge 2020: Rentenreform treibt einen Keil zwischen Migros und Coop

    Kampf um Altersvorsorge 2020: Rentenreform treibt einen Keil zwischen Migros und Coop


    BERN - Die Rentenreform treibt einen Keil in die Wirtschaft. Auch die beiden Detailhandelsriesen sind sich nicht einig: Die Migros plädiert für ein Ja, Coop stellt sich gegen die Reform. Die grossen Wirtschaftsverbände kämpfen an...

    BERN - Die Rentenreform treibt einen Keil in die Wirtschaft. Auch die beiden Detailhandelsriesen sind sich nicht einig: Die Migros plädiert für ein Ja, Coop stellt sich gegen die Reform.

    Die grossen Wirtschaftsverbände kämpfen an vorderster Front gegen die Rentenreform von SP-Bundesrat Alain Berset. Doch einig ist sich die Wirtschaft längst nicht. So unterstützt der mächtige Westschweizer Wirtschaftsverband Centre Patronal die Reform aktiv.

    Dass ein tiefer Riss durch die Wirtschaft geht, zeigt sich nun auch bei den Detailhandelsriesen Migros und Coop. Die Migros unterstützt die Reform, Coop stellt sich dagegen, wie die beiden Unternehmen auf Anfrage erklären.

    Migros sieht «sozialpolitische Anliegen» umgesetzt

    «Wir befürworten die Rentenreform», sagt Migros-Sprecherin Martina Bosshard. Die jetzige Kompromisslösung nehme verschiedene «sozialpolitische Anliegen auf, welche in der Migros-Gemeinschaft seit vielen Jahren gelebt werden».

    Dazu gehörten etwa die Gleichbehandlung von Frau und Mann beim Rücktrittsalter (umgesetzt mit Rentenalter 65 für alle), eine vorteilhafte Versicherung von tieferen Einkommen und Teilzeitbeschäftigten (umgesetzt durch eine leichte Senkung des Koordinationsabzugs) sowie die laufende Anpassung der Vorsorgeversprechen an die wirtschaftlichen und demografischen Rahmenbedingungen (umgesetzt durch eine Senkung des BVG-Mindestumwandlungssatzes samt flankierenden Massnahmen).

    «Wichtig für das Vertrauen der Bevölkerung»

    Mit der schrittweisen Mehrwertsteuererhöhung könne die AHV finanziell für die nächsten rund 15 Jahre stabilisiert werden, so Bosshard. «Das ist für das Vertrauen der Bevölkerung in die erste Säule sehr wichtig.» Zudem begrüsse die Migros auch die Einführung von AHV-Teilrenten, was den Mitarbeitern eine gleitende Pensionierung ermögliche.

    Für die Migros ist klar: «Ein Scheitern der Reformvorlage in der Volksabstimmung wäre zu bedauern, da ein Anpassungsbedarf im Bereich der ersten und zweiten Säule ausgewiesen ist.» 

    Die Migros werde ihre Haltung intern wie extern kommunizieren, erläutert Bosshard. «Es ist aber nicht geplant, eine aktive Rolle in der Abstimmungskampagne zu übernehmen.»

    Coop schliesst sich Arbeitgeberverband an

    Während die Migros für ein Ja zu Bersets Rentenreform einsteht, schlägt sich Coop ins Nein-Lager. Coop sei über die IG Detailhandel Schweiz Mitglied des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes «und unterstützt grundsätzlich dessen Haltung», erklärt Coop-Sprecherin Andrea Bergmann. Der Arbeitgeberverband bekämpft die Rentenreform bis aufs Blut.

    Weiter will sich Coop nicht zum Thema äussern. Bergmann: «Als Gruppe mit Unternehmen mit unterschiedlichen Personalstrukturen wollen wir nicht im Detail auf die Vorlage eingehen.»

    Der Graben zwischen den beiden Platzhirschen im Detailhandel geht also nicht nur tief durch den Marktplatz, sondern auch tief durchs politische Parkett.

    Im BLICK verrät Elia Frapolli uns Deutschschweizern, wohin er in seiner Heimat am liebsten geht: Tessiner Geheimtipps vom Tourismuschef

    Im BLICK verrät Elia Frapolli uns Deutschschweizern, wohin er in seiner Heimat am liebsten geht: Tessiner Geheimtipps vom Tourismuschef


    Diese vier Ausflüge legt Elia Frapolli, Direktor von Ticino Turismo, uns Deutschschweizern ans Herz. 1. Wanderung zur Steinblume «Eine meiner liebsten Wanderungen startet vom Monte Generoso und geht hinunter ins wilde Valle di Muggio. Unterwegs...

    Diese vier Ausflüge legt Elia Frapolli, Direktor von Ticino Turismo, uns Deutschschweizern ans Herz.

    1. Wanderung zur Steinblume

    «Eine meiner liebsten Wanderungen startet vom Monte Generoso und geht hinunter ins wilde Valle di Muggio. Unterwegs begegnet man den historischen Kühlhäuschen Nevere, Roccoli, Waschhäusern, Vogelfanghäuschen und Kastanien-Dörrhäusern, sodass man sich in die Vergangenheit versetzt fühlt. Besuchen Sie die von Mario Botta gestaltete Steinblume auf dem Monte Generoso, geniessen Sie die herrliche Weitsicht bis zur Seenlandschaft Norditaliens.»

    2. Von Grotto zu Grotto

    «Wenn ich Besuch aus der Deutschschweiz habe, besuchen wir das Grotto. In Lugano liegen die meisten Grotti auf der anderen Seeseite, denn früher wurden dort in den Kellern die Waren der Stadt gelagert. Seit 2016 bietet die Schifffahrtsgesellschaft auf dem Luganersee im Sommer eine abendliche Grottotour. Ein tolles Erlebnis: eine abendliche Bootstour, Tessiner Küche im Grotto und über dem See die Lichter der Stadt.»

    3. Zu den Walsern

    «In Bosco Gurin, dem höchstgelegenen Tessiner Bergdorf, arbeitete und lebte ich einige Jahre. Der Ort liegt mir besonders am Herzen. Im Winter ein beliebtes Skigebiet, im Sommer perfekter Ausgangspunkt für Wanderungen. Darüber hinaus ist das Dorf die einzige deutschsprachige Gemeinde unseres Kantons und allein schon sehenswert wegen ihrer ursprünglichen Walserhäuser.»

    4. Mit dem Bike im Bleniotal

    «In den Sommermonaten zieht es mich für eine Biketour gerne ins Bleniotal. Die Vereinigung Blenio Bike hat hier viel Arbeit in die Erschliessung neuer Bikestrecken gesteckt, die 2017 eingeweiht werden. Eine meiner Favoritinnen: die Bovarina-Bike-Tour. Sie beginnt in Olivone auf 890 Höhenmeter und geht über Campo Blenio durch einen kühlen Lärchenwald auf 1870 Meter, wo ein fantastischer Ausblick auf die Greina-Hochebene wartet. Talabwärts führt eine tolle Singletrail-Strecke.»

    Nachrichtendienst warnte  – Basler Polizei patzte: Beim Umgang mit Erdogan-Spitzel versagt

    Nachrichtendienst warnte – Basler Polizei patzte: Beim Umgang mit Erdogan-Spitzel versagt


    ZÜRICH - Die Warnungen des Nachrichtendienstes nützen nichts, die Basler Polizei liess einen türkischstämmigen Polizisten beim Spitzeln gewähren. Der Urner Ständerat Josef Dittli, der im März Strafanzeige gegen unbekannt wegen...

    ZÜRICH - Die Warnungen des Nachrichtendienstes nützen nichts, die Basler Polizei liess einen türkischstämmigen Polizisten beim Spitzeln gewähren. Der Urner Ständerat Josef Dittli, der im März Strafanzeige gegen unbekannt wegen türkischer Spionagetätigkeiten in der Schweiz eingereicht hat, hofft, dass die Bundesanwaltschaft bald über allfällige Strafverfahren informieren kann.

    Die Leitung der Kantonspolizei Basel-Stadt hat auf Hinweise des Nachrichtendienstes wegen Pro-Erdogan-Aktivitäten eines Polizeimitarbeiters nur teilweise richtig reagiert. Zu diesem Schluss kommt ein von der Polizei in Auftrag gegebener unabhängiger Untersuchungsbericht. 

    Zur Erinnerung: Im April war ein ein türkischstämmiger Polizist aufgeflogen, weil er sich in Basel-Stadt im Polizeicomputer Daten von Erdogan-Gegnern in der Schweiz beschafft hätte. Dem Türken in Polizeiuniform wird zudem vorgeworfen, er habe im Auftrag der UETD, eines türkischen Vereins in der Schweiz, gehandelt. Deren Präsident, Murat Sahin, sei nicht nur in den Räumen der Basler Kantonspolizei ein- und ausgegangen, sondern er habe die Daten über die Erdogan-Gegner quasi beim Beamten bestellt. Für beide, Polizist und Sahin, gilt die Unschuldsvermutung. Der Polizist ist inzwischen suspendiert, eine Untersuchung läuft. 

    Der Urner Ständerat Josef Dittli hatte im März bei der Bundesanwaltschaft (BA) eine Strafanzeige gegen unbekannt wegen türkischer Spionagetätigkeiten in der Schweiz eingereicht: «Ich will Sicherheit für die Türken und Doppelbürger, die in der Schweiz leben.» Wer sich hier niederlasse, müsse vor den Fängen einer ausländischen Macht geschützt werden. Im April sagte er zu BLICK: «Was ich über den Fall gelesen habe, fällt klar unter den Tatbestand Nachrichtendienst für einen fremden Staat.» Die Bundesanwaltschaft müsse tätig werden.

    Gut, dass endlich ermittelt wird

    Bis heute hat er von der BA nichts gehört. Dittli sagt: «Das ist für mich kein Problem. Ich habe volles Vertrauen in die Bundesanwaltschaft im Wissen, dass solche Ermittlungen Zeit brauchen.» Mit seiner Anzeige wollte er vor allem erreichen, dass endlich ermittelt würde. «Respektive, dass der Bundesrat die Bundesanwaltschaft dazu ermächtigt.»

    Doch etwas liegt Dittli noch am Herzen: «Es wäre allerdings wünschenswert, dass die Bundesanwaltschaft über den Stand der Ermittlungen Auskunft gibt.» Sollte es tatsächlich zu Strafanzeigen kommen, sei dies sicher von öffentlichem Interesse.

    Bei der Bundesanwaltschaft hiess es heute einmal mehr: Man führe gegen den Polizisten gegenwärtig kein Strafverfahren. Und zur Strafanzeige von Dittli: «Der BA liegt der konkrete Tatverdacht vor, dass im Umfeld der türkischen Gemeinde in der Schweiz mutmasslich politischer Nachrichtendienst betrieben wird.» Nach Vorliegen der bundesrätlichen Ermächtigung durch das Justiz- und Polizeidepartement habe die BA Mitte März ein Strafverfahren wegen des Verdachts des politischen Nachrichtendienstes eröffnet. Gestützt auf das Amts- und Untersuchungsgeheimnis könne man sich zurzeit nicht weitergehend äussern. 

    Und zum Basler Untersuchungsbericht sagt Dittli: «Ich habe ihn zur Kenntnis genommen. Er ist selbstredend, die Basler Behörden haben die entsprechenden Massnahmen eingeleitet.»

    Sie verführte ihn mit Nacktfotos: Lehrerin (36) kriegt lebenslanges Unterrichts-Verbot wegen Sex mit Schüler (17)

    Sie verführte ihn mit Nacktfotos: Lehrerin (36) kriegt lebenslanges Unterrichts-Verbot wegen Sex mit Schüler (17)


    Die Engländerin Amena Nazam-Khan hatte neun Monate lang eine Sex-Affäre mit ihrem damals 17-jährigen Schüler. Als es rauskam, wurde die 36-Jährige von der Schule suspendiert und darf jetzt nie mehr unterrichten. Amena Nazam-Khan (36) ist Lehrerin an...

    Die Engländerin Amena Nazam-Khan hatte neun Monate lang eine Sex-Affäre mit ihrem damals 17-jährigen Schüler. Als es rauskam, wurde die 36-Jährige von der Schule suspendiert und darf jetzt nie mehr unterrichten.

    Amena Nazam-Khan (36) ist Lehrerin an der Tong High School in Bradford (England), als sie im Januar 2015 eine Affäre mit ihrem damals noch 17-jährigen Schüler anfängt. Sie speichert ihn unter «Baby» in ihrem Telefon und schickt ihm Nacktfotos von sich. Die verheiratete Frau lädt ihren Lover zu sich nach Hause und in Hotels ein, und hat mit ihm Sex, wie die «Daily Mail» berichtet.

    Das Verhältnis läuft bis Oktober 2015. Dann bekommt ihr Chef eine E-Mail mit einem Hinweis auf das Verhältnis zwischen der seit 2009 angestellten Lehrerin und dem Minderjährigen. Damit konfrontiert, versucht Nazam-Khan den Fall zu vertuschen und beendet ihre Sex-Affäre.

    «Lösch meine Fotos»

    «Von jetzt an wirst du mit keinem über unsere Beziehung reden», schreibt sie ihm und bittet ihn, all ihre Fotos und Nachrichten zu löschen. Denn sie möchte «eine weitere Blamage» vermeiden, sollte die Schule von den Nachrichten und Bildern erfahren. 

    Der Schüler, der im Frühling 2015 18 Jahre alt wurde, wendet sich aber an eine andere Lehrerin und zeigt ihr die Fotos und Nachrichten, die später als Beweismaterial verwendet werden. Den Schulbehörden erzählt der Junge, Nazam-Khan habe ihn mit Geschenken überhäuft, darunter eine Hugo-Boss-Uhr und Konzerttickets. Auch Restaurantbesuche standen laut seinen Aussagen auf dem Programm. Die Frau habe dann stets die Rechnung übernommen. Einmal soll sie sogar ein anderer Schüler im Restaurant erwischt haben.

    Da die Lehrerin keine Reue gegenüber dem Schüler zeigte, sondern sich nur um ihre Familie und sich selbst sorgte, beschloss die Schulkommission, sie nicht nur vom Dienst zu suspendieren, sondern ihr ein lebenslanges Unterrichtsverbot in ganz England zu erteilen. (man)

    Heisser Transfer-Sommer im Ticker: Djourou vor Wechsel nach Frankreich!

    Heisser Transfer-Sommer im Ticker: Djourou vor Wechsel nach Frankreich!


    Auch in diesem Sommer dreht sich das Transfer-Karussell in der Fussball-Welt. Wer wechselt wann wohin? Sie erfahren es bei uns im...

    Auch in diesem Sommer dreht sich das Transfer-Karussell in der Fussball-Welt. Wer wechselt wann wohin? Sie erfahren es bei uns im Ticker!

    Confederations Cup: Junge Jogi-Elf trotzt Chile ein 1:1 ab

    Confederations Cup: Junge Jogi-Elf trotzt Chile ein 1:1 ab


    Die Deutschen erzwingen gegen lange bessere Chilenen ein 1:1. Jogi Löw verzichtet auf eine Spitze – und auf Wechsel. Das Spiel:  Jogi Löw liess keine Gelegenheit aus, um die Chilenen in den Himmel zu heben. «Chile spielt mit einer unglaublichen...

    Die Deutschen erzwingen gegen lange bessere Chilenen ein 1:1. Jogi Löw verzichtet auf eine Spitze – und auf Wechsel.

    Das Spiel:  Jogi Löw liess keine Gelegenheit aus, um die Chilenen in den Himmel zu heben. «Chile spielt mit einer unglaublichen Variabilität und Intensität. Sie eine unglaubliche Wucht nach vorne und wechseln ständig die Positionen. Da zählt Chile zu den zwei, drei besten Nationen der Welt.» 

    Dass sein Team allerdings gleich so mithilft, wie's Shkodran Mustafi? Das sah der Bundestrainer wohl nicht kommen. Der Arsenal-Profi spielt einen schlampigen Pass. Bayerns Arturo Vidal erahnt, wohin der Ball soll, schnappt ihn sich. Und spielt ihn in den Lauf von Alexis Sanchez. Innenpfosten, Tor.

    Das Tor ist der Vorgeschmack auf eine erste Halbzeit, in der sich die junge deutsche Elf (24,4 Jahre im Durchschnitt) mehr als schwer tut mit den Chilenen, die Erfahrung (29,1 Jahre) mit gnadenloser Aggressivität, Tempo und technischer Raffinesse paaren. Zumindest über weite Strecken vor der Pause. Einmal scheitert Ex-FCB-Kicker Marcelo Diaz an Goalie Marc-André ter Stegen. Und nach 20 Minuten verhindert die Latte, dass Eduardo Vargas nicht zum 2:0 trifft. Kurz vor der Pause stehts 1:1. Lars Stindl, der Mann von Borussia Mönchengladbach, erzielt sein zweites Länderspieltor – einen Querpass von Linksverteidiger Jonas Hector lenkt er über die Linie. Ein Tor, das zu der Zeit keinesfalls zwingend ist.

    Die zweite Halbzeit? Weitgehend öde. Deutschland stellt sich besser auf die Chilenen ein. Die Südamerikaner bauen jedoch auch ab. Nach vorne tut sich nicht mehr viel. Jogi Löw probt das Spiel ohne echte Sturmspitze. Stindl, in Gladbach zumeist hängende Spitze, gibt die falsche Neuen. Fraglich, ob der Bundestrainer den Versuch wiederholt. Einen Wechsel nimmt er – zum ersten Mal in seiner 11-jährigen Amtszeit – nicht vor.


     

    So gehts weiter: Deutschland trifft am Sonntag auf Kamerun (17.00 Uhr). Chile tritt zeitgleich gegen Australien an.

    Problemschüler Besir A. (17) macht Schaffhausen Angst: So schieben sich die Behörden den Schwarzen Peter zu

    Problemschüler Besir A. (17) macht Schaffhausen Angst: So schieben sich die Behörden den Schwarzen Peter zu


    SCHAFFHAUSEN SH - Im BLICK holt Problemschüler Besir A. zum grossen Gegenschlag aus. Nicht er sei das Problem, sondern die anderen. Der Mazedonier, der extremistische Tendenzen haben soll, sieht sich als Mobbingopfer. Alle haben sich...

    SCHAFFHAUSEN SH - Im BLICK holt Problemschüler Besir A. zum grossen Gegenschlag aus. Nicht er sei das Problem, sondern die anderen. Der Mazedonier, der extremistische Tendenzen haben soll, sieht sich als Mobbingopfer.

    Alle haben sich gegen ihn verschworen. Dieses Bild zeichnet Besir A.* (17), als BLICK ihn auf seine Gewalttätigkeiten, Drohungen und IS-Sympathien anspricht. «Ich wurde gemobbt!» Danach habe man sich auf ihn eingeschossen, so die Ausrede.

    Die Schule fühlt sich machtlos

    Dabei kann Schaffhausens Problemschüler – so scheint es – tun und lassen, was er will. Das für ihn eingerichtete Sondersetting mit Privatlehrer schwänzt er. Ärger bekommt er deswegen wohl nicht. «Wenn er betrügen will, kann er das», sagt Schulpräsidentin Katrin Huber offen. Man müsse sich in seinem Fall die Frage stellen, ob es den Aufwand wert sei, ihm ständig nachzurennen.

    Die Eltern sind mit der Situation überfordert, und die Zuständigkeit der Schule ist auf den Unterricht begrenzt. «Uns sind die Hände gebunden», erklärt Huber. Die Polizei wiederum rückt nur aus, wenn sie gerufen wird, und verweist auf die Jugendanwaltschaft. Diese ermittelt wegen der Eskapaden des Mazedoniers. Aber wer beurteilt, ob von ihm möglicherweise eine extremistische Gefahr ausgeht?

    Wie gefährlich ist Besir?

    Zuständig für solche Bedrohungen ist in erster Linie der Nachrichtendienst des Bundes (NDB). Aber der zeigt sich verschwiegen: «Der NDB äussert sich nicht zu konkreten Einzelfällen, zu seiner operationellen Tätigkeit oder zu seinem konkreten Vorgehen», lautet die Antwort auf eine Anfrage von BLICK. Und bei der Schaffhauser Fachstelle für Bedrohungsmanagement ist niemand zu sprechen. 

    Wie geht es weiter mit Besir? Vorerst schieben sich die Behörden den Schwarzen Peter gegenseitig zu. Und der Problemschüler scheint sich in der Rolle des schwänzenden Opfers bestens aufgehoben zu fühlen.

    * Name der Redaktion bekannt

    SCB-Legende ist jetzt New-Jersey-Scout: Machen Sie Hischier zur Nummer 1, Gates Orlando?

    SCB-Legende ist jetzt New-Jersey-Scout: Machen Sie Hischier zur Nummer 1, Gates Orlando?


    SCB-Legende Gaetano Orlando (54) ist die rechte Hand von New-Jersey-Scouting-Direktor Paul Castron. Seine Organisation könnte Nico Hischier im NHL-Draft zur Nummer 1 machen. BLICK: Gates Orlando, wann haben Sie Nico Hischier das erste Mal spielen...

    SCB-Legende Gaetano Orlando (54) ist die rechte Hand von New-Jersey-Scouting-Direktor Paul Castron. Seine Organisation könnte Nico Hischier im NHL-Draft zur Nummer 1 machen.

    BLICK: Gates Orlando, wann haben Sie Nico Hischier das erste Mal spielen sehen?
    Das weiss ich noch ganz genau: Letztes Jahr an der U18-WM in Grand Forks (USA). Er war jünger als alle anderen und trotzdem wusste ich sofort, dass er ein ganz besonderer Spieler ist. Ich bin überhaupt nicht überrascht, dass er mittlerweile im Rennen um die Nummer 1 ist.

    Wie würden Sie ihn als Spieler beschreiben?
    Er hat einen Hockey-IQ auf Elitelevel, ist offensiv sicher stärker als defensiv. Ich sehe ihn als jemanden, der den Unterschied ausmachen kann. Er hat enormen Kampfgeist und eine hervorragende Einstellung.

    Im letzten Jahr ist Hischier durchs Dach gegangen, gilt mittlerweile als möglicher Nummer-1-Pick.
    Ja, er hat in Kanada ein starkes Jahr gehabt. Obwohl er alleine in ein fremdes Land gekommen ist und die Sprache lernen musste, hat er die Liga dominiert. Und er ist immer noch besser geworden.

    Hätte er noch mehr machen können, um seine Draft-Aussichten zu verbessern?
    Ich glaube nicht. Er hat bei Halifax in einem schwachen Team gespielt und trotzdem die Liga dominiert. Und dann kommt er im Dezember an die U20-WM und spielt gegen drei Jahre ältere Gegner gross auf!

    Da wurden dann alle auf ihn aufmerksam…
    Mittlerweile muss man ja sagen, dass es für Nico normal ist, auch ältere Gegner an die Wand zu spielen. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, wir wissen, dass er eigentlich nie mit seinen Altersgenossen gespielt hat, sondern immer mit älteren. Für ihn ist es schon gar keine grosse Sache mehr.

    Zuletzt wurde viel über Hischiers Fortschritte in der Defensive gesprochen. Wie sehen Sie diese?
    Es gibt nicht viele 17- und 18-Jährige, die wirklich wissen, wie man in der Defensive richtig spielt. Das kümmert uns ehrlich gesagt auch nicht, das regelt sich von alleine. Wir denken, dass Hischier ein guter Defensivspieler ist, der sicher noch besser werden kann. Und das wird er auch, wenn er reifer wird und seine Identität als Spieler entwickelt. Eines kann ich aber mit Sicherheit sagen: Wir werden Nico Hischier im Draft sicher nicht übergehen, weil seine Defensive nicht gut genug ist. Das wäre, als ob man Connor McDavid nicht nehmen würde, weil er eine schlechte Plus-/Minus-Bilanz hat.

    Wie wichtig ist die Plus-/Minus-Statistik für Sie als Scout?
    Überhaupt nicht. Es ist eine Frage des Kontexts. Ein Junge wie Nico Hischier, der in einem schwachen Team spielt, hat es schwerer, auf eine gute Plus-Minus-Statistik zu kommen. Wir schauen einfach genauer hin, wenn in einem Team alle +40 sind und einer -6. Da stellt man dann schon Fragen.

    Wie wichtig sind Statistiken im Juniorenalter?
    Nicht unerheblich. Wenn jemand wie Nico auf jeder Juniorenstufe seine Tore schiesst, ist die Chance gross, dass er es auch bei den Profis tut.

    Wie oft haben Sie Hischier in den letzten Jahren spielen sehen?
    Sicher zehnmal.

    Sie sind der Vize des Scouting-Direktors, kommen damit relativ spät ins Spiel.
    Ja, wir haben unsere Scouts, die die Spieler in den Ligen beobachten und dann Empfehlungen abgeben. Bei einem Spieler wie Nico haben am Schluss sicher neun, zehn Leute draufgeschaut. Und dann wird diskutiert, es sind nicht immer alle gleicher Meinung, aber wenn neun von zehn etwas gleich sehen, sagt das etwas aus.

    Wie oft passiert es, dass sich alle in der Scoutingabteilung einig sind?
    Nicht sehr oft. Es ist keine exakte Wissenschaft und es gibt auch nicht so viele Spieler, die so herausragend sind.

    Wer waren die letzten von diesem Kaliber?
    Letztes Jahr Auston Matthews und Patrik Laine, das Jahr vorher Connor McDavid und Jack Eichel.

    Das waren zwei starke Draft-Jahrgänge. Wie stufen Sie den aktuellen ein?
    Ein bisschen schwächer. Es sind keine Jahrhunderttalente dabei wie McDavid. Aber Spieler wie Hischier, Patrick, Heiskanen, Makar, Vilardi sind zurecht so hoch eingestuft. Das sind alles starke Hockeyspieler, die in der NHL ihren Weg machen werden.

    Sie galten in Ihrer Zeit in der Schweiz als absoluter Leader. Wie wichtig sind Führungsqualitäten im Juniorenalter für Sie?
    Extrem. Für mich steht das ganz oben auf der Anforderungsliste. Man sieht das, auf und neben dem Eis. Was mich angeht: Ob ich ein guter Leader war, müssen andere entscheiden. Ich wollte einfach immer Kämpfen. Das sieht man bei einem Spieler, wenn er auf dem Eis steht. Und Nico bringt das mit, definitiv.

    Vor dem Draft werden die Talente richtiggehend durchleuchtet.
    Wir fragen Teamkollegen, Gegner, Freunde, um herauszufinden, wie die Spieler ticken. Wir investieren viel, über Nico haben wir locker mit 10 bis 15 Leuten gesprochen.

    Im Gegensatz zu Führungsqualitäten sind Grösse und Gewicht eindeutig messbar. Hat Hischier physisch NHL-Format?
    Er ist nicht klein (1,84 m, 82 Kilo, d. Red.) und er wird körperlich noch zulegen. Ausserdem hat sich das Spiel ja auch verändert. Im Vergleich zu früher sind andere Qualitäten viel wichtiger als Grösse und Gewicht. Sehen Sie sich die Pittsburgh Penguins an: Die haben gerade den NHL-Titel verteidigt und sind eher klein und schnell als furchteinflössend.

    Sie waren mit 1,75 m für einen Hockeyspieler in der damaligen Zeit sehr klein. Wünschen Sie sich manchmal, Sie wären 25 Jahre später geboren?
    (lacht) Logisch, dann wäre ich jetzt erst 25. Aber ohne Quatsch, ich bereue nichts. Es hat in Nordamerika mit der NHL-Karriere nicht so geklappt, wie man sich das vielleicht vorgestellt hat. Dann bin ich halt nach Italien gegangen. Ich habe ja nicht damit gerechnet, dass ich 12 Jahre in Europa bleiben würde. Ich hatte dann das Glück, dass Trainer Bryan Lefley mich aus Italien kannte, als ich nach Bern kam. Hier haben mich die Leute sofort akzeptiert. Aber klar, vielleicht hätte ich heute in der NHL mehr erreichen können.

    Haben Sie in den letzten Jahren Spieler gescoutet, die Sie an sich als Spielertyp erinnern?
    Travis Konecny von den Philadelphia Flyers. Er ist relativ klein und leicht und musste sich auch immer anhören, dass es ihm auf der nächsten Stufe wohl nicht reicht. Trotzdem hat er sich durchgesetzt.

    Haben Sie als Scout ein Herz für solche Spielertypen? 
    Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, dass es nicht so ist. Wobei ich nicht alles gut finde, was mich früher ausgemacht hat: In Spielern, die eine negative Körpersprache haben, wenn sie frustriert sind, erkenne ich mich auch wieder – aber sie werden im Notizbuch trotzdem nicht positiv vermerkt.

    Woran denken Sie, wenn Sie an Ihre Zeit in der Schweiz zurückdenken?
    Die zwei Meistertitel vor allem. Der eine mit Bern war besonders, weil ich ihn mit Trainer Bryan Lefley und meinem Freund Bruno Zarrillo gewonnen habe. Der mit Lugano war in meinem letzten Jahr als Profi. Es war mir sehr wichtig, als Sieger aufzuhören. Und dann der Tag, als Bryan, der längst ein Freund für mich geworden war, starb (Lefley verunglückte 1997 mit dem Auto tödlich). Das war ein harter Tag.

    Haben Sie mit den alten Kollegen aus der Schweiz noch Kontakt?
    Sicher. Mit Sven und Lars Leuenberger zum Beispiel, Biel-Sportchef Martin Steinegger und mit Gaëtan Voisard, der jetzt ja Nico Hischiers Agent ist.

    Da schliesst sich der Kreis. Uns können Sie es ja sagen: Werden Sie Nico Hischier als Nummer 1 draften?
    (lacht) Das werde ich Ihnen nicht verraten, ich entscheide es ja auch nicht alleine. Aber sicher ist: Ich wäre geschockt, wenn Nico nicht der am höchsten gedraftete Schweizer der Geschichte würde.

     

    *****************
    Gates Orlando (54)
    Stürmer Orlando kam 1994 aus Italien zum SCB und wurde 1997 mit Bern und 99 mit Lugano Meister. In der Schweiz wegen seinem unbändigen Einsatzwillen und seinen Skorerqualitäten von den Fans geliebt, konnte sich der 1,75 m kleine Italokanadier in der NL nie richtig durchsetzen. Seit 2002 arbeitet er für die Organisation der New Jersey Devils, ist mittlerweile die rechte Hand von Ober-Scout Paul Castron. Orlando erlitt 2012 einen Herzstillstand, musste mit einem künstlichen Herzen am Leben erhalten werden und lebt heute mit einem Spenderherz. «Ich bin gesund, die Werte der medizinischen Tests sind in bester Ordnung», sagt er in Chicago und lacht. «Ich bin einfach dick geworden.»

    Drama in Magadino TI: Fallschirmspringer stürzt ungebremst auf Strasse

    Drama in Magadino TI: Fallschirmspringer stürzt ungebremst auf Strasse


    In Magadino TI soll sich am Donnerstagabend ein schlimmer Unfall ereignet haben. Gemäss Aussagen eines Augenzeugen soll ein Fallschirmspringer unweit des Flughafens abgestürzt sein. Offenbar wurde er daraufhin auch noch von einem Auto erfasst....

    In Magadino TI soll sich am Donnerstagabend ein schlimmer Unfall ereignet haben. Gemäss Aussagen eines Augenzeugen soll ein Fallschirmspringer unweit des Flughafens abgestürzt sein. Offenbar wurde er daraufhin auch noch von einem Auto erfasst.

    Schrecklicher Zwischenfall am Donnerstagabend im Tessin. Ein Fallschirmspringer schlug auf der Kantonsstrasse bei Magadino TI auf. «Er stürzte mit einem ziemlichen Tempo vom Himmel, ich erkannte, dass er Probleme hatte mit dem Hauptfallschirm», berichtet BLICK-Leserreporter Reto Brunner, der unweit der Unfallstelle ein Ferienhaus hat.

    Wie «tio.ch» berichtet, soll der Fallschirmspringer zuvor einem anderen Fallschirmspringer in die Quere gekommen sein. Deshalb hatte er danach Probleme mit seinem Hauptschirm. 

    Auch der Notfallschirm öffnete sich nicht mehr richtig. «Er hat vergeblich versucht, den Sturz zu verlangsamen», sagt Brunner. «Er krachte voll auf die Strasse.»

    Von Auto erfasst

    Auf der Strasse liegend, wurde er daraufhin von einem Auto erfasst, wie «tio.ch» weiter berichtet.

    Der Notfallarzt, der bald darauf eintraf, versuchte laut Leserreporter Brunner vergeblich, den Fallschirmspringer zu reanimieren. «So wie ich das gesehen habe, versuchte er es nur wenige Minuten.» Das Schicksal des Verunfallten ist unklar.

    Der zweite Fallschirmspringer soll sicher gelandet sein, wie «La Regione» schreibt.

    Die Tessiner Kantonspolizei will Anfragen nicht beantworten. (fr)

    Schweiz - Belgien: König der Belgier auf Schweiz-Besuch

    Schweiz - Belgien: König der Belgier auf Schweiz-Besuch


    Der König der Belgier Philippe ist am Donnerstag zu einem offiziellen zweitägigen Schweiz-Besuch in Bern eingetroffen. Er wurde von Bundespräsidentin Doris Leuthard auf dem Münsterplatz empfangen. Im Zentrum des königlichen Besuches steht das duale...

    Der König der Belgier Philippe ist am Donnerstag zu einem offiziellen zweitägigen Schweiz-Besuch in Bern eingetroffen. Er wurde von Bundespräsidentin Doris Leuthard auf dem Münsterplatz empfangen. Im Zentrum des königlichen Besuches steht das duale Bildungssystem.

    Trotz der Hitze waren zahlreiche Schaulustige erschienen, um der Ankunft des Königs beizuwohnen. König Philippe und Bundespräsidentin Leuthard lauschten den Klängen der Nationalhymnen und schritten anschliessend die militärische Ehrengarde ab.

    Darauf begaben sie sich zusammen mit dem Vize-Premierminister und Minister für Arbeit, Wirtschaft und Konsumenten, Kris Peeters, ins Von-Wattenwyl-Haus. Auf dem kurzen Weg durch die Berner Innenstadt grüsste der König die Zuschauer und schüttelte zahlreiche Hände.

    Es handelt sich um den ersten offiziellen Besuch des Königs der Belgier in der Schweiz, seit er 2013 das Amt von seinem Vater übernommen hat. Im Rahmen eines Privatbesuches hatte der heute 57-jährige Monarch jedoch 2015 den Ort in Küssnacht im Kanton Schwyz besucht, wo seine Grossmutter Astrid vor über 80 Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen war.

    Bei den offiziellen Gesprächen in Bern ging es vor allem um Fragen der Berufsbildung, der Forschung und der Innovation, wie das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) am Abend mitteilte. Leuthard habe dabei dem König das duale Bildungssystem der Schweiz vorgestellt.

    Die Belgier interessierten sich sehr für dieses Thema, sagte Leuthard nach den Gesprächen gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Das Land hat eine Arbeitslosenquote von neun Prozent und dazu eine hohe Jugendarbeitslosigkeit. Es sei auch im Interesse der Schweiz, die europäischen Anstrengungen in diesem Bereich zu unterstützen.

    Auch im Kampf gegen die Radikalisierung könne eine duale Berufsbildung einen Beitrag leisten, indem es den Jugendlichen eine Berufsaussicht und damit auch eine Perspektive biete, sagte Leuthard. Die Geheimdienste der beiden Länder hätten bereits Informationen darüber ausgetauscht.

    Aus Belgien haben sich in den vergangenen Jahren im europäischen Vergleich besonders viele junge Leute der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak angeschlossen.

    Die Delegationen unterstrichen weiter die engen, freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Dies sei unter anderem auch auf die gemeinsamen Landessprachen Französisch und Deutsch zurückzuführen. Die Schweiz interessierte sich auch für die zunehmende Digitalisierung der grossen belgischen Häfen.

    Begleitet wird Philippe neben dem Vize-Premier auch von der EU-Kommissarin für Beschäftigung und Soziales, Marianne Thyssen, und von weiteren für Bildung zuständige Ministerinnen und Minister der belgischen Regionen.

    Am Freitag besichtigen der König und seine Delegation zusammen mit Bildungsminister Johann Schneider-Ammann einen Ausbildungsbetrieb im aargauischen Baden. Im Anschluss besucht Philippe die KV Luzern Berufsfachschule.

    Verzockt! Wie konnte Becker so viel Geld verprassen?

    Verzockt! Wie konnte Becker so viel Geld verprassen?


    Über 25 Millionen Franken an Preisgeld hat Boris Becker (49) alleine in seiner Aktiv-Karriere eingestrichen. Jetzt soll der Deutsche bankrott sein. Boris Becker, sechsfacher Grand-Slam-Sieger, TV-Experte, Ex-Trainer von Novak Djokovic und Idol einer...

    Über 25 Millionen Franken an Preisgeld hat Boris Becker (49) alleine in seiner Aktiv-Karriere eingestrichen. Jetzt soll der Deutsche bankrott sein.

    Boris Becker, sechsfacher Grand-Slam-Sieger, TV-Experte, Ex-Trainer von Novak Djokovic und Idol einer ganzen Tennis-Generation, ist bankrott. Dies hat ein Gericht in London entschieden. Dort war Becker wegen unbezahlter Millionen-Schulden angeklagt.

    Wie aber konnte der deutsche Tennis-Gott in den finanziellen Ruin stürzen?

    Becker pflegte nach seinem Rücktritt einen luxuriösen Lebensstil, blättert für sein Haus in London monatlich 38 000 Franken hin. Teuer zu stehen kommt den 49-Jährigen auch sein ausschweifendes Liebesleben. Die Scheidung von seiner ersten Frau Barbara kostete «Bobele» rund 16 Millionen.

    In Erinnerung bleibt auch die «Besenkammer-Affäre» mit dem russischen Model Angela Ermakova. Für die gemeinsame Tochter Anna (17) drückte er damals eine einmalige Unterhaltszahlung von 5 Millionen ab. Pro Monat fliessen bis heute 5400 Franken auf Ermakovas Konto.

    Zudem ging Becker unter anderem mit einem Internet-Portal pleite, und auch seine Autohäuser musste er verkaufen. Seit Anfang Jahr ist er den Trainer-Job im Team von Novak Djokovic los – weitere 870 000 Franken Jahreslohn entfallen.

    Becker allerdings wehrt sich. Die Pleite-Meldung entspreche nicht der Wahrheit. (cmü/rab)

    EU-Gipfel: EU einig in gemeinsamer Verteidigungspolitik

    EU-Gipfel: EU einig in gemeinsamer Verteidigungspolitik


    Brüssel – Die Europäische Union treibt ihre gemeinsame Verteidigungspolitik voran. Der EU-Gipfel in Brüssel einigte sich am Donnerstag auf eine ständige strukturierte Zusammenarbeit auf diesem Politikfeld, wie Ratspräsident Donald Tusk mitteilte....

    Brüssel – Die Europäische Union treibt ihre gemeinsame Verteidigungspolitik voran. Der EU-Gipfel in Brüssel einigte sich am Donnerstag auf eine ständige strukturierte Zusammenarbeit auf diesem Politikfeld, wie Ratspräsident Donald Tusk mitteilte.

    «Das ist ein historischer Schritt.» In den nächsten drei Monaten werde man daran arbeiten, das Projekt konkret umzusetzen, sagte Tusk weiter. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sagte, diese strukturierte Zusammenarbeit ergänze die NATO und biete zudem die Möglichkeit, auch Staaten einzubinden, die nicht Mitglied des Verteidigungsbündnisses sind.

    Auch der von der EU-Kommission geplante Verteidigungsfonds für gemeinsame Rüstungsprojekte fand die Unterstützung der Staats- und Regierungschefs.

    Darüber hinaus wurden sich die Gipfelteilnehmer einig, den Kampf gegen den internationalen Terrorismus zu verstärken und dabei vor allem gegen Radikalisierung im Internet vorzugehen. Sie forderten die Industrie auf, Technik zu entwickeln, die Gewaltbotschaften automatisch aufspürt und löscht.

    Später am Abend will die britische Premierministerin Theresa May einen Vorschlag zum Schutz der Bürgerrechte beim Brexit vorlegen. Dieser betreffe sowohl EU-Bürger in Grossbritannien als auch Briten in der EU, sagte sie vor Beginn des EU-Gipfels.

    May betonte, die Brexit-Verhandlungen hätten «konstruktiv» begonnen. Es gehe jetzt auch darum, eine Partnerschaft mit den europäischen «Freunden» zu bauen.

    Merkel machte ihrerseits deutlich, dass «die Zukunft der 27 vor den Brexit-Verhandlungen» Vorrang habe. Natürlich werde man aber mit den Briten in gutem Geist verhandeln.

    Nach ihrer Präsentation muss May den Kreis der 28 verlassen. Die verbleibenden 27 EU-Chefs werden sich dann darüber einigen, welches Prozedere zur Auswahl der neuen Standorte der zwei derzeit in London ansässigen EU-Agenturen, der EU-Arzneimittelagentur EMA und der Bankenaufsicht EBA, angewendet werden soll.

    Das Interesse an diesen beiden Agenturen ist gross. Fast alle EU-Staaten bewerben sich um eine oder gar beide EU-Agenturen. So etwa sagte der österreichische Kanzler Christian Kern, dass sich Wien gute Chancen bei der Vergabe der EU-Agenturen ausrechne.

    Kommt NHL-Draft Nr. 1 aus der Schweiz? «Die Teams an der Spitze wollen Hischier»

    Kommt NHL-Draft Nr. 1 aus der Schweiz? «Die Teams an der Spitze wollen Hischier»


    Schafft Nico Hischier beim NHL-Draft den grossen Coup? Die Experten sind optimistisch – solange Las Vegas nicht reinfunkt. Vor einem Jahr hatten sie ihn noch nicht so richtig auf dem Zettel: Als NHL-Draftguru Bob McKenzie zu Saisonbeginn seine Liste...

    Schafft Nico Hischier beim NHL-Draft den grossen Coup? Die Experten sind optimistisch – solange Las Vegas nicht reinfunkt.

    Vor einem Jahr hatten sie ihn noch nicht so richtig auf dem Zettel: Als NHL-Draftguru Bob McKenzie zu Saisonbeginn seine Liste der 15 aussichtsreichsten Toptalente für den NHL-Draft vom 23. Juni in Chicago herausgibt, taucht das Schweizer Hockey-Supertalent Nico Hischier (18) darauf nicht auf.

    Mittlerweile hat der Wind gedreht. Nach Hischiers Wahnsinns-Saison in der kanadischen Juniorenliga QMJHL führt der Experte des TV-Senders «TSN» wie sein Kollege Craig Button den Walliser vor dessen Hauptrivalen Nolan Patrick (18) auf Platz 1. «Es ist sehr knapp», sagt McKenzie. «Aber Hischier hat sich das verdient, auch mit seiner starken U20-WM, wo er wohl der beste Spieler war.»

    Bei der Konkurrenz sieht es genauso aus. Jeff Marek von «Sportsnet» rechnet ebenfalls mit Hischier an erster Stelle. «Es ist zweifellos ein enges Rennen», sagt der kanadische TV-Mann zu BLICK. «Aber es scheint, als ob die Teams an der Spitze des Drafts alle Hischier vorne sehen.»

    Aus gutem Grund, glaubt Marek: «Patrick wird eine gute NHL-Karriere machen, er ist ein Riesentalent. Ich denke, er wird ein Dutzend Jahre in der Liga spielen. Aber Hischier bietet mehr, er hat einen Gang mehr als die meisten anderen Spieler. Er kann die Fans mit spektakulären Aktionen von den Sitzen reissen, ohne die Defensive zu vernachlässigen.»

    Auch Hockeyprospect.com führt das Juwel aus Naters VS mittlerweile als Nummer 1, während unter anderem die offizielle NHL-Organisation Central Scouting weiter an Patrick als Top-Talent festhält.

    Hischiers kometenhafter Aufstieg scheint derzeit hauptsächlich von einem Team auf Draft-Rang 2 gestoppt werden zu können. «Wenn Las Vegas seine Hände irgendwie an den ersten Pick bekommt, dürfte Patrick das Rennen machen», sagt Marek. Patricks Junioren-GM und -Coach Kelly McCrimmon ist heute Assistant-General-Manager beim Team aus Nevada und mit dem Kanadier schon lange vertraut.

    Argumente, um von derzeit Position 6 in der ersten Runde des NHL-Drafts nach vorne zu kommen hätten die Vegas Golden Knights jedenfalls: Beim Expansion-Draft in der Nacht auf Donnerstag hat sich die neue NHL-Franchise gleich mit mehreren Erstrunden-Picks eingedeckt, mit denen man New Jersey das Abtreten der ersten Wahl schmackhaft machen könnte.

    28-Jährige in Brunnadern SG schwer verletzt: Autofahrer übersieht Töff-Lenkerin beim Überholen

    28-Jährige in Brunnadern SG schwer verletzt: Autofahrer übersieht Töff-Lenkerin beim Überholen


    In Brunnadern SG knallten heute ein Auto und ein Motorrad zusammen. Dabei verletzte sich die Motorradfahrerin schwer. Sie wurde von einem Autofahrer überrascht, der für ein Überholmanöver die Spur wechselte. Am Donnerstagmittag ist es in Brunnadern...

    In Brunnadern SG knallten heute ein Auto und ein Motorrad zusammen. Dabei verletzte sich die Motorradfahrerin schwer. Sie wurde von einem Autofahrer überrascht, der für ein Überholmanöver die Spur wechselte.

    Am Donnerstagmittag ist es in Brunnadern SG auf der Wasserfluhstrasse zu einem Frontalzusammenstoss zwischen einem Auto und einem Motorrad gekommen.

    Die 28-jährige Fahrerin des Motorrads musste schwer verletzt ins Spital geflogen werden.

    Der 21-jähriger Autolenker war von Brunnadern in Richtung Wasserfluh Passhöhe unterwegs. Er wollte ein vor ihm fahrendes Auto überholen, wechselte auf die Gegenfahrbahn und bemerkte erst dann das korrekt entgegenkommende Motorrad.

    Trotz einer Vollbremsung habe eine Frontalkollision nicht mehr vermieden werden können, teilte die St. Galler Polizei am Donnerstag mit.

    Dem unverletzt gebliebenen 21-jährigen Lenker wurde der Führerausweis auf der Stelle abgenommen. (fr)

    Jetzt ist er in Wimbledon Top 4: Federer räumt in Halle Mischa Zverev aus dem Weg

    Jetzt ist er in Wimbledon Top 4: Federer räumt in Halle Mischa Zverev aus dem Weg


    Roger Federer entschärft den deutschen Angreifer Mischa Zverev 7:6, 6:4 und steht zum 15. Mal im Viertelfinal von Halle. Nun wartet Titelverteidiger Florian Mayer. Eine Niederlage, ein Sieg – so Roger Federers (ATP 5) Bilanz bis zu seinem dritten...

    Roger Federer entschärft den deutschen Angreifer Mischa Zverev 7:6, 6:4 und steht zum 15. Mal im Viertelfinal von Halle. Nun wartet Titelverteidiger Florian Mayer.

    Eine Niederlage, ein Sieg – so Roger Federers (ATP 5) Bilanz bis zu seinem dritten Match der laufenden Rasen-Saison. Und der Achtelfinal in Halle gegen den klassischen Serve- und Volleyspieler Mischa Zverev (ATP 29) ist freilich kein Match zum Einspielen und den Rhythmus finden. Kurze Ballwechsel, viele Netzpunkte, auch viele Fehler und ein paar Asse.

    «Es ist recht schwierig gegen den Druck von Mischa, der viel angreift, zu spielen», sagt Roger danach, ist aber zufrieden: «Das war sicher mein bestes Spiel auf Rasen diese Saison. Ich hoffe, dass ich noch ein paar knappe Fehler weniger machen werde.»

    Immerhin dauert das eineinhalbstündige 7:6, 6:4 lange genug, damit die zahlreichen erwartungsfrohen Fans in Halle auf ihre Kosten kommen. Allein der erste Satz geht 53 Minuten – das sind 13 Minuten länger als das gesamte letzte Duell zwischen dem Schweizer und dem Älteren der beiden Zverev-Brüder. Das nämlich endete 2013 in Halle in der Höchststrafe für den Deutschen: Roger siegte 6:0, 6:0 – es war die eine von insgesamt zwei Brillen, die er einem Gegner auf der Tour aufsetzte. Und mit 40 Minuten die kürzeste Partie der Turniergeschichte.

    Auch wenn es 2017 nicht ganz so klar ausgeht: Federers Bilanz gegen Mischa Zverev, dem er nicht einen Breakball zugesteht, bleibt makellos: Sie lautet jetzt 4:0 – in sämtlichen Begegnungen hat der Schweizer noch keinen Satz verloren.

    So darf es für den achtfachen Halle-Champion auf seiner Mission «s’Nüni» weitergehen! Zum 15. Mal steht er in den Viertelfinals seines ostwestfälischen Lieblingsturniers. Und dieser Sieg hat erst noch einen weiteren angenehmen Nebeneffekt: Dank ihm ist Federer in Wimbledon als Top-4-Star gesetzt und geht so einem möglichen Viertelfinal-Duell mit Murray, Djokovic oder Nadal aus dem Weg. Die Weltnummer 5 profitiert davon, dass die das Londoner Grand-Slam-Turnier eine eigene Setzliste macht, welche die Rasen-Reslutate berücksichtigt.

    Guten Mutes dürfte es für Federer nun aber vorerst in Halle weitergehen. Am Freitag trifft er auf Florian Meyer, der nur noch die Nummer 134 der Welt ist. Der Deutsche ist hier zwar Titelverteidiger und hat zuvor Stuttgart-Sieger Lucas Pouille (Fr) aus dem Turnier geworfen. «Er weiss also, wie man in Halle gut spielt», warnt Roger. Dennoch: Auch gegen Mayer hat er eine makellose Bilanz – 7:0-Siege und nur einen Satz verloren. Und in Wimbledon winkt beim Rogers neuntem Halle-Turnier-Sieg Platz 3.

    **********

    Das sagt Federer ...

    ... zur Top-4-Setzliste in Wimbledon: «Punkto Ranking läufts mir dieses Jahr gut. Anfang Jahr hatte ich die Top-8 für Wimbledon als Ziel - diesen Druck konnte ich mir schon in Miami nehmen. Aber ob 4 oder 5 in Wimbledon - das ändert ehrlich gesagt nichts für mich. VIelleicht ist Nadal auf der anderen Seite. Aber ist das in der 2. Woche eines Grand Slam wirklich wichtig? Ich denke nicht.»

    ... zur Rasen-Form: «Ich habe noch nie so viel trainiert auf Rasen wie dieses Jahr. Schon während der ersten Woche in Roland Garros, zwei Wochen vor Stuttgart. Dann hatte ich nach Stuttgart noch viel Zeit dafür. Ich fühle mich also besser denn je vorbereitet - auch wenn ich noch nicht so viele Matches gespielt habe.»

    ... zu Florian Mayer: «Auf Rasen ist er am gefährlichsten. Dazu ein Halle-Champion, der es hier so sehr wissen will. Letztes Jahr gewann ich nur 7:6, 7:6. Ausserdem spielt er anders als alle anderen, die ich in letzter Zeit getroffen habe.»

    ... zur Angst davor, zum dritten Mal gegen einen so tief klassierten Spieler zu verlieren? «Ich verliere lieber gegen solche Spieler als gegen Top-10-Vertreter. Denn auf die trifft man dann noch oft und man geht mit einem schlechten Gefühl in diese Matches.»

    Drei Tote und drei Schwerverletzte seit Anfang Monat: Was ist bloss auf unseren Baustellen los?

    Drei Tote und drei Schwerverletzte seit Anfang Monat: Was ist bloss auf unseren Baustellen los?


    ZÜRICH - Die Nachrichten von schlimmen Unfällen auf Schweizer Baustellen häufen sich in diesem Monat. Ist es der Stress? Die Hitze? Der Juni ist für die Arbeiter auf den Schweizer Baustellen ein Horrormonat: Am 1. Juni trifft ein...

    ZÜRICH - Die Nachrichten von schlimmen Unfällen auf Schweizer Baustellen häufen sich in diesem Monat. Ist es der Stress? Die Hitze?

    Der Juni ist für die Arbeiter auf den Schweizer Baustellen ein Horrormonat:

    Am 1. Juni trifft ein Bagger in Oberregg AI mit der Schaufel einen Baustellen-Zuschauer. Er erleidet schwere Kopfverletzungen (BLICK berichtete). Am 12. Juni stürzen zwei Arbeiter in Bülach ZH zehn Meter in die Tiefe, als sie ein Gebäude von Bülach-Guss abreissen. Der eine Arbeiter stirbt, der zweite wird schwer verletzt (BLICK berichtete). Am 15. Juni stirbt ein Bauarbeiter in Zürich auf der Baustelle des neuen Kinderspitals. Nach dem Wechsel der Baggerschaufel löst sich diese und begräbt den 32-Jährigen (BLICK berichtete). Am 19. Juni stirbt in Winterthur ein Arbeiter (50) beim Ausladen eines Balkongeländers (BLICK berichtete). Am 20. Juni wird ein Bauarbeiter in Kloten ZH schwer am Kopf verletzt, als ein Baugerüst zusammenkracht. Am 21. Juni fällt in St. Gallen eine 1,5 Tonnen schwere Stahlplatte auf einen Arbeiter (31). Er wird mittelschwer verletzt (BLICK berichtete).

    Für den Chef Arbeitssicherheit auf dem Bau der Suva ist das allerdings eine zufällige Häufung. Adrian Bloch sagt: «Die Schwerstunfälle ereignen sich nicht immer in denselben Monaten. 2015 war es der Oktober, 2016 April und September.»

    «Auch die Hitze kann ein Grund sein»

    Die Hitze könnte aber auch eine Rolle spielen. «Bei diesen schweren Unfälle spielen meistens mehrere Ursachen gleichzeitig eine Rolle. So kann auch die Hitze noch ein Grund sein, ohne dass es sich eindeutig in der Statistik niederschlägt.» Bei der Sommerhitze leidet die Konzentration, der Kreislauf wird stärker belastet als normal, es kann zu Hitzekrämpfen führen, und man ist generell schneller erschöpft.

    Bei hohen Temperaturen empfiehlt die Suva deshalb beschattete Plätze, viele Pausen, viel trinken und den Körper trotz der Hitze mit Kleidern zu schützen. Also lange Hosen, T-Shirt, Sonnenschutzcreme und Sonnenbrille. Der Nacken und das Gesicht müssten dabei besonders vor der UV-Strahlung geschützt werden.

    Über die Jahre gesehen sinke das Unfallrisiko auf Baustellen. Laut der Suva werde in den Firmen in der Baubranche die Sicherheit auf Baustellen immer wichtiger. Die technische Weiterentwicklung der Maschinen und Hilfsmittel machen die Arbeit ebenfalls sicherer.

    Unfallrisiko auf dem Bau doppelt so hoch

    Dem widerspricht Nico Lutz, Leiter der Abteilung Bau der Gewerkschaft Unia: «Die Arbeit ist immer noch viel gefährlicher als alle anderen Suva-versicherten Branchen. Es passieren auf 100'000 Arbeiter doppelt so viele tödliche Unfälle, das Unfallrisiko ist generell mehr als doppelt so hoch wie in den anderen Branchen.»

    So positiv wie die Suva interpretiert er die Zahlen der Statistik nicht. «Der Druck in der Branche steigt massiv. Seit 2010 sinkt die Zahl der Stammbelegung, der Anteil der Temporärarbeiter steigt. Gleichzeitig ist das Arbeitsvolumen um einen Viertel gestiegen. Das bedeutet mehr Stress.»

    Ebenfalls ein Risikofaktor seien die langen Arbeitszeiten im Sommer. «Wir haben einen Schnitt von 9 Stunden pro Tag. Dazu kommt noch der Anfahrtsweg. Je nach Baustellenstandort kommen so extrem lange Arbeitstage zustande.»

    Confed Cup gleich live: Löw lässt ohne Stürmer spielen

    Confed Cup gleich live: Löw lässt ohne Stürmer spielen


    Weltmeister Deutschland kann am Confed Cup im zweiten Spiel bereits die Halbfinal-Quali klarmachen. Verfolgen Sie den Kracher gegen Chile ab 20 Uhr live! Die Rechnung ist eindeutig: Wer das Spiel gewinnt, steht in den Halbfinals des Confederations Cups...

    Weltmeister Deutschland kann am Confed Cup im zweiten Spiel bereits die Halbfinal-Quali klarmachen. Verfolgen Sie den Kracher gegen Chile ab 20 Uhr live!

    Die Rechnung ist eindeutig: Wer das Spiel gewinnt, steht in den Halbfinals des Confederations Cups in Russland. Deutschland bittet Chile zum Tanz! Ein Kracher auf Augenhöhe: Deutschland ist Weltmeister, Chile gehört seit Jahren zur Weltspitze. 

    In der ersten Runde sieht Chile souveräner aus als Deutschland. Die Südamerikaner besiegen Kamerun 2:0. Bei Deutschland haperts leicht: Gegen Australien gewinnt das Team von Jogi Löw zwar 3:2, macht es aber unnötig spannend. Auch, weil die zwei Gegentore aufs Konto von Flop-Goalie Bernd Leno gehen.

    Das Deutsche Kader sorgte vor allem mit grossen Absenzen für Aufsehen. Stindl (28) und Wagner (30) sind die Oldies des Teams. Viele Jungspunde hat Löw nach Russland beordert: Henrichs (20), Werner (21) oder Brandt (21).

    Können Löws Bubis gegen Arturo Vidal und Co. bestehen? Ab 20 Uhr wissen wir mehr. Verfolgen Sie die Partie dann live im Stream und Ticker!

    Confed Cup: Kein Sieger zwischen Kamerun und Australien

    Confed Cup: Kein Sieger zwischen Kamerun und Australien


    Die «Löwen» aus Kamerun und die «Socceroos» aus Australien warten weiter auf den ersten Sieg am Confed Cup. In St. Petersburg trennen sie sich 1:1. Das Spiel: An dieser Partie hätten Raubeine à la Roy Keane mächtig Spass gehabt. Zwei spielerisch...

    Die «Löwen» aus Kamerun und die «Socceroos» aus Australien warten weiter auf den ersten Sieg am Confed Cup. In St. Petersburg trennen sie sich 1:1.

    Das Spiel: An dieser Partie hätten Raubeine à la Roy Keane mächtig Spass gehabt. Zwei spielerisch limitierte Teams halten die Knochen hin – und geben dem Mitspieler gerne den einen oder anderen blauen Fleck in die Sommerpause mit. Da schwimmt Kameruns Anguissa definitiv gegen den Strom, als er kurz vor der Pause Australien-Goalie Ryan mit einem feinen Heber bezwingt und seine «Löwen» in Führung bringt. Kurz nach der Pause trifft dann der Australier Milligan per Penalty. Der einzige, der das gerechte Unentschieden noch hätte abwenden können: Luzern Juric scheitert kurz nach dem Ausgleich aus bester Distanz.


    So gehts weiter: Kamerun trifft am Sonntag auf Deutschland (17.00 Uhr). Zeitgleich tritt Australien gegen Chile an.

    Drohnen-Flug über die längste Bogenbrücke der Schweiz: So spektakulär ist die Tamina-Brücke

    Drohnen-Flug über die längste Bogenbrücke der Schweiz: So spektakulär ist die Tamina-Brücke


    Sie verbindet zwei Dörfer, die nur gerade mal 500 Meter Luftlinie voneinander entfernt sind. Spektakulär ist die Taminabrücke trotzdem: Sie überquert eine 200 Meter tiefe Schlucht. Heute wurde sie eröffnet. Rund vier Jahre wurde an der Taminabrücke...

    Sie verbindet zwei Dörfer, die nur gerade mal 500 Meter Luftlinie voneinander entfernt sind. Spektakulär ist die Taminabrücke trotzdem: Sie überquert eine 200 Meter tiefe Schlucht. Heute wurde sie eröffnet.

    Rund vier Jahre wurde an der Taminabrücke gebaut. Eine lange Zeit für eine 475 Meter lange Brücke: Sie führt über die Taminaschlucht im Kanton St. Gallen in 200 Metern Höhe. Und verbindet die beiden Ortschaften Valens und Pfäfers, die zur Gemeinde Bad Ragaz gehören. 

    Heute wurde die Brücke feierlich eröffnet. Für Gemeindepräsident Axel Zimmermann ein wichtiges Ereignis für das Tal, wie er dem BLICK sagt: «Es verbindet die Dörfer miteinander.» Die Fahrtzeit von Valens nach Pfäfers reduziert sich von rund 40 auf nicht einmal zehn Minuten.

    Mit ihrer Länge ist die Taminabrücke die grösste Bogenbrücke der Schweiz. 14'000 Kubikmeter Beton und 205 Tonnen Spannstahl wurden verbaut, um die spektakuläre Schlucht zu überqueren.

    Alt Gemeindepräsident als Geissbock

    Zimmermanns Amtsvorgänger Ferdinand Riederer war von Anfang an ein Befürworter der Brücke. Er durfte noch vor der offiziellen Eröffnung als erste Privatperson mit seinem Audi über die Brücke fahren. 

    «Ferdi hat es uns so erspart, dass wir gemäss altem Brauch bei Brückeneröffnungen dem Teufel heute einen Geissbock opfern müssen», sagt Zimmermann und spielt damit auf die altschweizerische Teufelsbrücken-Sage über die Schöllenenschlucht an.

    Und ergänzt lachend: «Was allen Einheimischen klar ist: bei Ferdis rasanter Fahrweise hat der Teufel sowieso keine Chance gehabt, ihn zu erwischen! Ferdi ist für den Teufel auch diesmal viel zu schnell!» (pma)

     

    Königstransfer Van Wolfswinkel ist da: Darum hat sich Ricky für den FCB entschieden!

    Königstransfer Van Wolfswinkel ist da: Darum hat sich Ricky für den FCB entschieden!


    Zwei Neue und ein alter Bekannter stehen beim Trainingsstart des FC Basel im Vordergrund. Und die Frage, warum ein Top-Stürmer in die Super League wechselt. Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen. «Warum nicht?», fragt Ricky van Wolfswinkel,...

    Zwei Neue und ein alter Bekannter stehen beim Trainingsstart des FC Basel im Vordergrund. Und die Frage, warum ein Top-Stürmer in die Super League wechselt.

    Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen. «Warum nicht?», fragt Ricky van Wolfswinkel, als BLICK ihn auf seinen Wechsel in die Schweiz anspricht. «Basel ist ein stabiler Klub, ein starker Klub, der zudem in der Champions League spielt.»

    Wenn er sich mit seinem in der Schweiz lebenden Schwiegervater, der holländischen Fussballlegende Johan Neeskens, über die Super League unterhalten habe, habe es eigentlich nur ein Thema gegeben: Den FC Basel. 

    Rund 3,5 Millionen hat der Serienmeister für den holländischen Top-Mann hingelegt, der neue Trainer Raphael Wicky freut sich auf seinen Neuzugang. «Wir sind froh, ist er da. Er wird uns noch viel Freude machen.»

    Der 28-Jährige, der letzte Saison 23 Tore für Vitesse Arnheim erzielte und die Ostholländer zum Cupsieg ballerte, ist (noch) der einzige Neuzugang beim FCB. Mit Eray Cümart (wird wohl gleich weiterverliehen) und Mirko Salvi kehren zwei Leihspieler aus Lugano zurück, mit Zdravko Kuzmanovic hat jener Mann das Training aufgenommen, der die Basler vor eineinhalb Jahren im Streit verliess.

    «Er ist ein super Kicker, das wissen wir alle», sagt Wicky über Kuz, weitere Wasserstandsmeldungen über den Formstand seiner Spieler und etwaige Kaderplanungen gibt der Walliser keine ab. Klar ist: Nach dem geplatzten Deal mit Albian Ajeti sucht der FCB weiter nach einem zweiten Stürmer.

    Ansonsten wird Wicky im Grossen und Ganzen mit jener Mannschaft in die Saison starten, die unter Vorgänger Urs Fischer das Double holte und den Punkterekord knackte. «Es wäre vermessen, wenn ich nach einer solch erfolgreichen Saison kommen und sagen würde, dass wir jetzt alles anders machen. Urs Fischer hat einen Top-Job gemacht», sagt Wicky.

    Wird er vermehrt auf Junge setzen? «Für mich gibt es kein jung oder alt.» Sondern nur gut und weniger gut.

    Wie wird er sich verständigen? «Auf Hochdeutsch, auf Spanisch, auf Französisch, auf Englisch.» Müssen ihn die Spieler siezen? «Ob mich einer dutzt oder nicht, spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass wir einen respektvollen Umgang miteinander pflegen.»

    Schule kontert Vorwürfe von «Problemschüler» Besir A. «Er hat klare Grenzen überschritten!»

    Schule kontert Vorwürfe von «Problemschüler» Besir A. «Er hat klare Grenzen überschritten!»


    Besir A. (17) verbreitete in Schaffhausen Angst. Erst letzte Woche löste der Schüler einen Polizeieinsatz aus – weil er zur Schule ging. Er macht der Schule schwere Vorwürfe, jetzt kontert diese. Besir A.* (17) sieht sich als Mobbing-Opfer. Sein...

    Besir A. (17) verbreitete in Schaffhausen Angst. Erst letzte Woche löste der Schüler einen Polizeieinsatz aus – weil er zur Schule ging. Er macht der Schule schwere Vorwürfe, jetzt kontert diese.

    Besir A.* (17) sieht sich als Mobbing-Opfer. Sein Vorwurf: Die Lehrer hätten ein Problem mit seiner Religion (BLICK berichtete). «Das ist seine Wahrnehmung. Ich will das nicht kommentieren. Nur so viel: Unsere Lehrer sind Profis – und sicher keine Rassisten!», sagt die Stadtschaffhauser Schulpräsidentin Katrin Huber zu BLICK. Gebete seien im Unterrichtsbetrieb grundsätzlich erlaubt, solange sie den Unterricht nicht behindern. Im aktuellen Fall finde sie es gut, dass der junge Mann nun einmal selbst zu Wort komme.

    Bislang redeten im Fall Besir vor allem Behörden und Politiker. Die Vorwürfe gegen den «Problemschüler» sind happig: Der Mazedonier soll Lehrer mit Messern bedroht, Mädchen betatscht und gar Radikalisierungstendenzen gezeigt haben.

    Im Sondersetting unterrichtet

    «Er hat klare Grenzen überschritten. Das ist unentschuldbar!», sagt Katrin Huber. Deshalb wurde Besir A. aus seiner Klasse entfernt. In den nächsten Wochen beendet er seine obligatorische Schulzeit in einer «Time-out»-Klasse. Schon viel länger als seine Auszeit-Gschpänli sitzt Besir in diesem Spezialunterricht für maximal acht Schüler. Ziel: Nicht mehr tragbaren Schülern die Gelegenheit geben, einmal «durchzulüften». Auch der Umgang mit Aggressionen ist ein grosses Thema.

    Besir A. wird zusätzlich auch in einem privaten Sondersetting unterrichtet. 15 Lektionen sind es pro Woche. «Das ist aussergewöhnlich», betont Huber. Nachdem der Schüler schon lange keine Regelklasse mehr hatte besuchen können, musste eine Speziallösung gefunden werden. Für Huber ist klar: «Eine Rückkehr in die ehemalige Klasse ist undenkbar. Das würde zu hohe Wellen werfen!»

    Was passiert nach den Sommerferien? Besir A. will die dritte Sek wiederholen. Zumindest in der Theorie scheint das möglich zu sein. Er müsste dafür ein entsprechendes Gesuch beim Schulrat stellen.

    *Name der Redaktion bekannt

    Polit-Rentner über gekürzte AHV fürs Ausland: Ist das Fehr?

    Polit-Rentner über gekürzte AHV fürs Ausland: Ist das Fehr?


    BERN - Renten die ins Ausland fliessen heizen die Debatte an, ob AHV-Zahlungen künftig währungsbereinigt ausbezahlt werden sollen. Zwei prominente Polit-Rentner nehmen Stellung. 70-Franken-Zustupf ist ein Witz Die Frage, ob...

    BERN - Renten die ins Ausland fliessen heizen die Debatte an, ob AHV-Zahlungen künftig währungsbereinigt ausbezahlt werden sollen. Zwei prominente Polit-Rentner nehmen Stellung.

    70-Franken-Zustupf ist ein Witz

    Die Frage, ob AHV-Renten währungsbereinigt ausbezahlt werden sollten, sei berechtigt, findet Ex-SVP-Nationalrat Hans Fehr (70, ZH). «Mit 200 Franken im Ausland bekommt man viel mehr als hier.» Für Schweizer, die eine volle AHV bezahlt haben, gebe es einen Rechtsanspruch auf volle Auszahlung, auch wenn sie ins Ausland wegzögen. Bei Ausländern, die nur eine Zeit hier gearbeitet haben, soll man aber «genau hinschauen, wie viel sie einbezahlt haben und wie viel AHV-Leistungen sie erhalten».  Die 70 Franken Zustupf sind für Fehr ein Witz. «Die Problematik, dass das Geld ins Ausland fliesst, wird weiter verschärft.»

    Unhaltbare Diskriminierung

    Für Ex-SP-Präsident Hans-Jürg Fehr (68, SH) gibt es keinen Grund, die Rentenleistungen zu schmälern. «Die Leute haben ihr Geld in der Schweiz in Schweizer Franken verdient und in Schweizer Franken ihre Vorsorgebeiträge bezahlt. Eine kaufkraftbereinigte Rente wäre nichts anderes als eine Enteignung.» Eine Unterscheidung zwischen Schweizer und ausländischen Rentnern kommt für ihn nicht in Frage: «Das wäre ein unhaltbarer Diskriminierungstatbestand.» Ausserdem hätten Rentner im Ausland keinen Anspruch auf Ergänzungsleistungen. «Viele von ihnen entlasten damit die AHV massiv», so Fehr.

    Sion will zurück zur «Alten Schule»: Salatic soll Libero spielen

    Sion will zurück zur «Alten Schule»: Salatic soll Libero spielen


    Wie soll der FC Sion unter Paolo Tramezzani aussehen? Boss Constantin kritzelt es auf ein Blatt Papier. Unleserlich. Dafür in rosa Hosen... Ein gewisses Mode-Flair hat er schon, fraglos. Und einen Spleen für italienische Designer. So tritt Sion-Boss...

    Wie soll der FC Sion unter Paolo Tramezzani aussehen? Boss Constantin kritzelt es auf ein Blatt Papier. Unleserlich. Dafür in rosa Hosen...

    Ein gewisses Mode-Flair hat er schon, fraglos. Und einen Spleen für italienische Designer. So tritt Sion-Boss Christian Constantin in rosa Hosen und einem zerknittert wirkenden rotgrauen Blazer vor die Journalisten. Das Zerknittern kostet sicher ein paar hundert Franken extra...

    Egal. Seine Fussballer kosten ohnehin viel mehr. Und da nimmt die Mannschaft mit dem Zuzug von Marco Schneuwly langsam Konturen an. CC bemächtigt sich des Reporterblocks – und legt los. «Im Tor ist klar. Mitrjuschkin und Deana. Hinten spielt Paolo mit Dreierkette. Da brauchts einen spielstarken Mann in der Mitte. Fast schon einen Libero alter Schule. Vero Salatic. Und einen, den ich noch hole. Um ihn herum zwei Manndecker. Also brauche ich vier Leute, die ich schon habe: Ricardo, Ndoye, Zverotic und der junge Lurati.»

    Weiter gehts mit dem Mittelfeld, das variabel mit fünf oder vier Mann besetzt sein kann. In beiden Fällen brauchts je zwei Couloir-Spieler, um alle Posten doppelt zu besetzen. «Rechts bin ich bedient mit Lüchinger und Maceiras. Links habe ich Morgado und werde den zweiten Mann noch posten. Im zentralen Mittelfeld sehe ich Adao, Mveng, Constant und Karlen. Aber auch Vero kann dort spielen. Die rechte Angriffsseite ist mit Akolo und Follonier voll. Links habe ich Carlitos. Dazu hole ich einen Backup für den Portugiesen.» 

    Zu der Sturmspitze. «Da habe ich Konaté und Schneuwly. Im Moment.» Sagt CC dies, weil das Gerücht die Runde macht, Konaté könne zu Saint-Etienne wechseln? «Die Grünen? Ich habe keine Offerte erhalten. Interessanter für Moussa ist aber ohnehin England. Da Senegal im Fifa-Ranking aufgestiegen ist, braucht er einen tieferen Länderspieleinsatz-Prozentsatz, um als Nicht-EU-Spieler auf die Insel wechseln zu können. Diesen Prozentsatz hat er nun. Für ihn heisst es im Fall England deshalb: Jetzt oder nie. Denn sollte er für die Nationalmannschaft nicht mehr aufgeboten werden, ist der Weg nach England versperrt. Geht Moussa, müsste ich auch ganz vorne noch einen holen. Und dann habe ich die beiden Jungen noch, Pinga und Da Costa, die auch ihre Einsatzzeit erhalten werden.»

    Das meint BLICK zum Boris-Bankrott: Becker kann mit Geld nicht umgehen

    Das meint BLICK zum Boris-Bankrott: Becker kann mit Geld nicht umgehen


    Dass Boris Becker (49) von einer Richterin in England für bankrott erklärt wurde, ist wenig verwunderlich, schreibt BLICK-Reporterin Cécile Klotzbach. Boris Becker ist für bankrott erklärt worden. Von einer gnadenlosen britischen Richterin, die ihm...

    Dass Boris Becker (49) von einer Richterin in England für bankrott erklärt wurde, ist wenig verwunderlich, schreibt BLICK-Reporterin Cécile Klotzbach.

    Boris Becker ist für bankrott erklärt worden. Von einer gnadenlosen britischen Richterin, die ihm vorwirft, den Kopf in den Sand zu stecken, und die keine Geduld mehr für Zahlungsaufschub bei einer Privatbank aufbringt. Das kommt nicht überraschend. Der 49-jährige Deutsche hat schon mehrmals bewiesen, dass er mit Geld nicht umgehen kann.

    Ein Tennis-Ass ist noch lange kein Finanz-Genie. Auf Beckers Haben-Seite stehen 49 Einzel-Titel, darunter sechs an Grand Slams, die Weltranglisten-Führung im Jahr 1991. Der bis heute jüngste Wimbledon-Cham-
    pion soll mit einem 100-Millionen-Vermögen den Tennisplatz verlassen haben.

    Nach der Karriere folgten lukrative Geschäfte als Eigentümer dreier Mercedes-Autohäuser, als Poker-Star, als TV-Experte bei BBC und Eurosport und durch Werbeauftritte. Als Trainer von Novak Djokovic holte Becker weitere sechs Grand-Slam-Titel – auch der Job dürfte mitsamt Erfolgsbeteiligung gut bezahlt sein (angeblich 80 000 Euro im Monat).

    Beckers Soll-Seite hat es allerdings ebenfalls in sich. Neben zahlreichen Fehlinvestitionen, darunter Internetgeschäfte und Steuerschulden, kostete ihn allein die Scheidung von Ex-Frau Barbara Feltus 30 Millionen. Wie es um seine Zahlungsmoral steht, zeigt das Beispiel seines Anwesens auf Mallorca: Wegen nicht beglichener Rechnungen stand es kurz vor der Zwangsversteigerung.

    Jetzt hat Becker wieder versäumt, langjährige Schulden zu begleichen. Ob er zahlungsunfähig ist, wissen nur er und sein Anwalt. Der fürchtet – zu Recht – um das Image seines Mandanten, der nicht clever sei, wenn es um Finanzen gehe. Umso mehr sollte einer wie Becker clevere Finanz-Berater um sich haben.

    Tödlicher Gleitschirmunfall: Mann (†31) stürzt aus 500 Metern ab

    Tödlicher Gleitschirmunfall: Mann (†31) stürzt aus 500 Metern ab


    VISP VS - Am Mittwochnachmittag erreignete sich in der Region Eyholzerwald oberhalb Visp VS ein tödlicher Gleitschirmunfall. Ein Gleitschirmpilot befand sich am Mittwochgegen 17 Uhr in der Region Eyholzerwald auf einem Höhenflug mit...

    VISP VS - Am Mittwochnachmittag erreignete sich in der Region Eyholzerwald oberhalb Visp VS ein tödlicher Gleitschirmunfall.

    Ein Gleitschirmpilot befand sich am Mittwochgegen 17 Uhr in der Region Eyholzerwald auf einem Höhenflug mit seinem Gleitschirm. Wie die Walliser Kantonspolizei schreibt, kam er aus bisher noch unbekannten Gründen in Schwierigkeiten.

    Aus der Höhe von rund 500 Meter stürzte er in schnellen Abwärtsspiralen in die Tiefe. Die Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des 31-jährigen Berners feststellen.

    Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet. (stj)

    Der Tessin leidet unter Grenzgängern und Dumpinglöhnen: Ein Kanton hart am Rand

    Der Tessin leidet unter Grenzgängern und Dumpinglöhnen: Ein Kanton hart am Rand


    MENDRISIO TI - Das Tessin leidet unter Lohndumping und Grenzgängern. Doch ökonomisch geht es dem Kanton eigentlich gut. Das verschärft die Spannungen zwischen Wirtschaft und Bevölkerung. Mittwochabend, 17.30 Uhr, Mendrisio TI. Die...

    MENDRISIO TI - Das Tessin leidet unter Lohndumping und Grenzgängern. Doch ökonomisch geht es dem Kanton eigentlich gut. Das verschärft die Spannungen zwischen Wirtschaft und Bevölkerung.

    Mittwochabend, 17.30 Uhr, Mendrisio TI. Die Sonne brennt erbarmungslos vom wolkenlosen Himmel, es ist heiss. Auf der A2 gen Süden staut sich der Feierabendverkehr – die «frontalieri» fahren nach Hause Richtung Mailand (I). Ein alltägliches Schauspiel der Grenzgänger mit dazugehörigem Smog. Gemeinderat Marco Romano steht auf einer Brücke über der Autobahn und ärgert sich. «In Bern negiert man, dass wir hier besondere Probleme haben», sagt der CVP-Nationalrat. 

    Es sind vor allem wirtschaftliche Probleme – und deren Ursache liege im kriselnden Italien, heisst es unisono zwischen Airolo TI und Mendrisio. Eine halbe Million norditalienischer Arbeitsloser dränge auf den Tessiner Arbeitsmarkt und mache die Löhne kaputt.

    Legales Dumping

    In der Baubranche etwa – obwohl es einen Mindestlohn gibt. Doch der werde umgangen: Durch die Personenfreizügigkeit kämen Italiener als Selbständigerwerbende zu tieferen Preisen, sagt Gian-Luca Lardi, Präsident des Schweizer Baumeisterverbands. Das Ergebnis seien «Dumpingpreise in voller Legalität».

    Das Lohndumping ist nicht mehr nur auf die «padronisti» im Baugewerbe beschränkt, sondern hat auch Teile des Dienstleistungssektors erfasst. Und da es sich mit einem Tessiner Lohn in Italien gut leben lässt – zumal er dort nicht versteuert wird –, sind fast alle Grenzgänger. Die in der Rushhour die Strassen verstopfen, wie jeden Tag in Mendrisio.

    Ein Tessiner Bundesrat könne das ändern, hofft Bauunternehmer Lardi: «Es ist die richtige Gelegenheit. Umso mehr, als die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen das auch erfordern.»

    Der Wirtschaft geht es gut

    Nur Probleme in der Sonnenstube also? Mitnichten, sagt Luca Albertoni, Direktor der kantonalen Handelskammer. «Der Tessiner Wirtschaft geht es trotz einiger Probleme gut, auch wenn die Tessiner Politiker gern etwas anderes behaupten», sagt er beim Mittagessen im Luganeser Geschäftsquartier und zählt auf: «Die Arbeitslosenquote ist auf einem historischen Tief von 3,1 Prozent und liegt damit im Schweizer Durchschnitt. Auch das Wachstum und die Steuererträge stimmen.»

    Das Tessin sei nicht Zürich, aber den Vergleich mit allen anderen Regionen brauche es nicht zu scheuen. Auch wenn der Finanzplatz gelitten hat: Andere Branchen wie Pharma, Maschinenbau, Mode sind vital. Zugelegt hat der Rohstoffhandel – beim Stahl ist das Tessin weltweit führend.

    Die Wirtschaft ist hier ein Feindbild

    CVP-Nationalrat Romano überzeugt das nicht. «Die gelebte Realität lässt sich nicht in Zahlen messen», sagt er. Mit jedem Tag verschärften sich Lohndruck, Arbeitsbedingungen, soziale Probleme. «Hier drohen italienische Verhältnisse», warnt er. Das werde zu einem Crash zwischen Wirtschaft und Bevölkerung führen.

    Albertoni will weder die grössere Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt noch den Lohndruck wegreden, gibt aber zu bedenken, dass Letzterer vor allem die Einsteigerlöhne betreffe. Doch mit solchen Aussagen macht man sich im Tessin keine Freunde. Wo es in der Deutschschweiz eine schleichende Entfremdung von Wirtschaft und Bevölkerung gibt, ist die Wirtschaft im Tessin das Feindbild schlechthin.

    «Das Nörgeln muss ein Ende haben»

    «Es gibt eine gefährliche Kluft zwischen der wirtschaftlichen Realität und dem Empfinden der Bevölkerung», sagt Albertoni. Leider habe sich die Politik darauf geeinigt, eher dem Volk nach dem Mund zu reden. Er fordert ein Umdenken: «Das Nörgeln muss ein Ende haben. Aus wirtschaftlicher Sicht ist ein allgemeiner Sonderstatus für das Tessin absurd.»

    Augenzeuge: «Ihr Kopf war ziemlich blau»: Tram rammt Mädchen (9)

    Augenzeuge: «Ihr Kopf war ziemlich blau»: Tram rammt Mädchen (9)


    ZÜRICH-SCHWAMENDINGEN - Am Mittwochabend wurde an der Winterthurerstrasse ein 9-jähriges Mädchen von einem Tram erfasst. Sie war mit dem Velo unterwegs gewesen. Amanj Afandy vom Coiffeur «Afandy» war vor Ort. Ein Cobra-Tram der...

    ZÜRICH-SCHWAMENDINGEN - Am Mittwochabend wurde an der Winterthurerstrasse ein 9-jähriges Mädchen von einem Tram erfasst. Sie war mit dem Velo unterwegs gewesen. Amanj Afandy vom Coiffeur «Afandy» war vor Ort.

    Ein Cobra-Tram der Linie 9 hat gestern Abend gegen 17.45 Uhr ein 9-jähriges Mädchen erwischt. Das Kind war mit dem Velo auf dem Trottoir am linken Strassenrand unterwegs.

    Wie die Stadtpolizei Zürich in einer Mitteilung schreibt, habe das Mädchen auf Höhe der Hausnummer 625 ausgeschert. Sie bog rechts ab und fuhr über den Fussgängerstreifen, der über das Tramgleis führt. Dann geriet das Mädchen unter das ihr entgegenkommende Tram.

    Der Tramfahrer hat zwar sofort eine Vollbremsung eingeleitet, jedoch war es schon zu spät. Die Rettungskräfte brachten das Mädchen mit schweren Verletzungen ins Spital.

    «Das Mädchen war in einem Schockzustand»

    Amanj Afandy, der seit 13 Jahren den Coiffeursalon «Afandy» betreibt, erlebte den Unfall hautnah mit. «Ich war im Laden und habe einer Kundin die Haare geschnitten, als ich das Klingen des Trams gehört habe. Als ich mich umdrehte, lag das Mädchen mit dem Velo bereits am Boden.»

    Sofort sei es rausgerannt und zusammen mit einer Familie, die auch gleich da war, die Polizei und den Notarzt informiert. «Sie waren nach acht Minuten da. Währenddessen habe ich auch die Eltern des Mädchens, das aus Pakistan kommt, angerufen. Ich kenne sie aus der Nachbarschaft.»

    Die Neunjährige sei in einem Schockzustand gewesen, erzählt Afandy. «Ich habe gleich nachgeschaut, ob ihre Arme und Beine ganz sind. Es gab kein Blut, nur ihr Kopf war ziemlich blau. Ich bin froh, dass sie noch lebt!» (stj/man)

    Kuzmanovic für Serey Die: Opfert der FCB einen Publikumsliebling?

    Kuzmanovic für Serey Die: Opfert der FCB einen Publikumsliebling?


    Der Konkurrenzkampf im zentralen Mittelfeld der Basler ist hart wie selten, heute Donnerstag wird zum Trainingsstart ein weiterer erwartet: Zdravko Kuzmanovic. Wäre die Beziehung zwischen dem FC Basel und Zdravko Kuzmanovic ein Status auf Facebook, es...

    Der Konkurrenzkampf im zentralen Mittelfeld der Basler ist hart wie selten, heute Donnerstag wird zum Trainingsstart ein weiterer erwartet: Zdravko Kuzmanovic.

    Wäre die Beziehung zwischen dem FC Basel und Zdravko Kuzmanovic ein Status auf Facebook, es wäre kompliziert. Im Sommer 2015 sagt der serbisch-schweizerische Doppelbürger, dass er für immer beim FC Basel bleiben möchte, ein halbes Jahr später flüchtet er in die Serie A zu Udinese.

    Weil er sich mit Urs Fischer verkrachte. Weil er teamintern von vergangenen Heldentaten bei Florenz, Stuttgart und Inter prahlte, die Erwartungen auf dem Platz aber nicht erfüllen konnte.

    Einzeltrainings für Kuzmanovic

    «Ich denke, er wollte zuviel, als er damals zum FCB zurück kam. Er ist einer, der Verantwortung übernehmen will», sagt Marco Streller. Und der neue Sportchef macht klar, dass er auf Kuz zählt: «Ein fitter Kuzmanovic hat enorme Fähigkeiten.»

    Nur: Wie fit ist Kuz wirklich? Seit seinem Achillessehnenriss im Herbst 2016 hat er keine Ernstkämpfe mehr bestritten, in den vergangenen Tagen absolvierte er mit FCB-Assistenztrainer Marco Walker Einzeltrainings. Heute werde er beim Trainingsauftakt der Basler erwartet, so Streller. Somit hat der FCB mit Matias Delgado, Taulant Xhaka, Luca Zuffi, Alexander Fransson, Serey Die und Zdravko Kuzmanovic sechs zentrale Mittelfeldspieler im Kader. Einer zuviel?

    Saison zum Vergessen für Serey Die

    Klar ist: Während Captain Delgado, Xhaka, Zuffi und Fransson in den Plänen des Serienmeisters Hauptrollen spielen dürften, wirds für Publikumsliebling Serey Die nicht einfach. Der Ivorer hat eine Saison zum Vergessen hinter sich, kommt auf nur gerade 977 von 3240 Spielminuten in der Super League, sein Vertrag läuft in einem Jahr aus, gut möglich, dass der FCB bis zum Ende der Transferperiode noch Angebote prüft.

    Und Kuzmanovic? Dessen Vertrag läuft noch bis 2020, er selbst sagte Ende Mai: «Es wäre schön, wenns mit dem FCB doch noch klappt!» Opfern die Basler Serey Die für Kuzmanovic?

    Von Vancouver in die Wüste: NHL-Star Sbisa wechselt nach Las Vegas

    Von Vancouver in die Wüste: NHL-Star Sbisa wechselt nach Las Vegas


    Neuer Job für Luca Sbisa: Der Schweizer spielt künftig für das neue NHL-Team in Las Vegas. Der Schweizer NHL-Verteidiger Luca Sbisa (27) hat eine neue Heimat: Der Zuger spielt ab der neuen Saison für die Vegas Golden Knights! Das neue NHL-Team in der...

    Neuer Job für Luca Sbisa: Der Schweizer spielt künftig für das neue NHL-Team in Las Vegas.

    Der Schweizer NHL-Verteidiger Luca Sbisa (27) hat eine neue Heimat: Der Zuger spielt ab der neuen Saison für die Vegas Golden Knights!

    Das neue NHL-Team in der Wüste Nevadas krallt sich im Expansion-Draft in der Nacht auf Donnerstag den 94-Kilo-Brocken von seinem bisherigen Team, den Vancouver Canucks.

     

    Der Erstrundendraft von 2008 spielt ab Herbst damit nach Philadelphia, Anaheim und Vancouver für sein viertes Team in der besten Hockey-Liga der Welt. Sbisa kommt in seiner Karriere in 465 NHL-Spielen auf 16 Tore und 88 Vorlagen.

    Im Expansion-Draft muss jedes der bisherigen 30 NHL-Teams einen seiner Spieler an die neue Franchise in Las Vegas abgeben. Ausser Sbisa wurde kein Schweizer transferiert. (eg)

    Teenager belästigt Mädchen, droht Lehrer abzustechen und schaut IS-Videos: Besir A. (17) ist der gefährlichste Schüler von Schaffhausen

    Teenager belästigt Mädchen, droht Lehrer abzustechen und schaut IS-Videos: Besir A. (17) ist der gefährlichste Schüler von Schaffhausen


    Besir A.* (17) macht in Schaffhausen Angst. Erst letzte Woche löste der Schüler einen Polizeieinsatz aus – weil er zur Schule ging. Obwohl schon viele Zeitungsartikel über den Teenager erschienen sind, hat er sich nie selber dazu geäussert. Bis...

    Besir A.* (17) macht in Schaffhausen Angst. Erst letzte Woche löste der Schüler einen Polizeieinsatz aus – weil er zur Schule ging. Obwohl schon viele Zeitungsartikel über den Teenager erschienen sind, hat er sich nie selber dazu geäussert. Bis jetzt!

    Schüler Besir A.* (17) aus Schaffhausen ist der Schrecken seiner Lehrer und Klassenkameraden. Mehrmals musste die Polizei wegen des Burschen aus Mazedonien ausrücken – zuletzt kam es am vergangenen Donnerstag zu einem Polizeieinsatz auf dem Pausenplatz.

    Obwohl der Teenager vom regulären Schulbetrieb ausgeschlossen wurde und Hausverbot kassierte, pöbelte er auf dem Pausenplatz herum. «Alle mussten sich in der Schule verbunkern, wie bei einem Anschlag», ärgert sich SVP-Grossrat Edgar Zehnder (53). Der Politiker hat zum Fall einen Vorstoss eingereicht und will Besir A. so «von der Schule fernhalten». 

    Er drohte «Lehrer abzustechen»

    Die Situation rund um den Problemschüler eskalierte laut «Weltwoche» nach den letzten Herbstferien. Der Schüler der dritten Oberstufe des Bachschulhauses habe «oftmals aggressiv reagiert, vor allem gegenüber Mädchen». Den Lehrern habe er gedroht, «sie abzustechen», wird aus Protokollen des Stadtschulrats zitiert. Ein Elterngespräch habe unter Polizeischutz stattfinden müssen. Dazu kommt: Der Schüler konsumiere IS-Propaganda – und habe sich möglicherweise radikalisiert.

    Im BLICK spricht der Schulschreck jetzt zum ersten Mal. «Ich bin gerade aufgestanden», sagt er verschlafen morgens um 11 Uhr und gähnt. Eigentlich müsste B. um diese Zeit eine Sonderklasse besuchen, hat dazu aber «keine Lust», wie er sagt. Seine Mutter steht währenddessen neben ihm – und weint. «Ich verstehe nicht, warum alle auf meinen Sohn losgehen», schluchzt sie in gebrochenem Deutsch. 

    Besir A. sieht das Problem bei der Schule

    Für den Teenager sind die Schuldigen an der Situation klar: «Ich wurde von den Lehrern und den Schülern gemobbt, als ‹Scheiss-Muslim› betitelt.» Irgendwann sei ihm dann eben der Kragen geplatzt, erklärt er seine gewalttätigen Ausbrüche. Und: Seine Lehrer seien allesamt «Rassisten», hätten Sprüche gemacht, als er beten wollte. SVP-Grossrat Edgar Zehnder habe ein persönliches Problem mit ihm: «Seine Tochter wollte etwas von mir, ich habe sie aber abblitzen lassen.» Auch der Islamismus-Vorwurf sei an den Haaren herbeigezogen: «Klar bete ich. Ich will eben ein besserer Mensch werden.»

    Auf den Polizeieinsatz von letzter Woche angesprochen, muss das vermeintliche Unschuldslamm lachen: «Ich bin nur am Schulhaus vorbeigegangen, da kam auch schon die Polizei angerast.» Mit der Schule abgeschlossen hat Besir übrigens noch nicht: «Ich will die dritte Sek nachholen!»

    Das wiederum will SVP-Mann Zehnder «mit allen Mitteln» verhindern. Auch bei seiner Tochter hat er mittlerweile nachgefragt: «Sie wollte nie etwas von ihm, da lege ich Wert darauf.» Mit dem Schrecken von Schaffhausen will offensichtlich niemand mehr etwas zu tun haben.

    *Name der Red. bekannt

     

    FDP und SVP sind verärgert: Jeder dritte AHV-Rentner lebt im Ausland

    FDP und SVP sind verärgert: Jeder dritte AHV-Rentner lebt im Ausland


    BERN - 2030 wird mehr als jede dritte AHV-Rente ins Ausland fliessen. Das ist legitim – doch Bürgerliche ärgern sich, weil das Geld nicht in der Schweiz investiert wird. FDP-Chefin Gössi nimmt den 70-Franken-Zustupf ins Visier....

    BERN - 2030 wird mehr als jede dritte AHV-Rente ins Ausland fliessen. Das ist legitim – doch Bürgerliche ärgern sich, weil das Geld nicht in der Schweiz investiert wird. FDP-Chefin Gössi nimmt den 70-Franken-Zustupf ins Visier.

    Die Schlacht um die Altersvorsorge 2020 hat begonnen. Die Komitees formieren sich und werden in den nächsten Tagen ihre Argumente für die Abstimmung vom 24. September darlegen.

    Die Gegner beschäftigen sich mit pikanten Zahlen. Sie ärgern sich, dass jeden Monat ein beträchtlicher Teil der 70 zusätzlichen AHV-Franken für Neurentner ins Ausland abfliessen würde – und wollen dies in ihrer Kampagne aufnehmen.

    245'000 Renten fliessen nach Italien

    Selbst manche Parlamentarier sind sich nicht bewusst, dass schon heute 32,3 Prozent aller AHV-Renten ins Ausland bezahlt werden. Der Anteil an der Rentensumme liegt mit 13,1 Prozent deutlich tiefer. Unter den Bezügern befinden sich ausgewanderte Schweizer und Ausländer, die nach der Pensionierung in ihr Heimatland zurückkehren.

    Spitzenreiter ist Italien. Gemäss aktuellen Zahlen des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV)  fliessen 244'000 Renten in unser südliches Nachbarland. Einen Grossteil dürften ehemalige Gastarbeiter ausmachen, der Anteil der Schweizer ist mit rund 9000 gering.

    Deutlich höher liegt der Wert in Frankreich: Über 25'000 Eidgenossen verbringen ihren Lebensabend heute im Macron-Land. Beliebt ist als Altersdomizil auch Thailand, wo rund 2300 AHV-Renten hinfliessen.

    Künftige Neurentner: 35 Prozent gehen ins Ausland

    Sicher ist: Der Anteil der Renten, die ins Ausland ausgerichtet werden, wird bei den Neurentnern bis ins Jahr 2030 «unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung» auf 35 Prozent steigen, sagt BSV-Sprecher Harald Sohns.

    Das ist dem Nein-Lager ein Dorn im Auge. FDP-Präsidentin Petra Gössi sagt: «Rentner im Ausland generieren in der Schweiz keine Wertschöpfung. Sie zahlen weder Steuern noch konsumieren sie hier.»

    Dafür würden sie durch den Ausbau überproportional profitieren. «Ihnen vergolden wir den Ruhestand auf Kosten der nächsten Generationen», so Gössi.

    Bedürftige Neurentner im Inland würden zwar auch mehr bekommen, durch gekürzte Ergänzungsleistungen aber nicht profitieren. «Diesen Aspekt müssen wir der Bevölkerung näherbringen, er zeigt exemplarisch wie ungerecht die Reform ist», findet die Schwyzer Nationalrätin.

    Bund: Schweizer Auslandsrentner kriegen mehr als Ausländer

    Auch SVP-Nationalrat Thomas de Courten (BL) ärgert sich, dass sich immer mehr Rentner «im Ausland einen schönen Lebensabend einrichten».

    Die Behörden weisen darauf hin, dass die Summe, die künftig ins Ausland fliesst, niedriger sei als die Zahl der Renten vermuten lasse. Der Anteil werde bis 2030 auf 15 Prozent der gesamten Rentensumme ansteigen, rechnet BSV-Sprecher Sohns.

    «Die Beträge, die an Schweizer ausbezahlt werden, sind dabei höher als jene für Ausländer.» Das hat mit der durchschnittlich höheren Zahl von Beitragsjahren zu tun. Zu den umstrittenen 70 Franken hält Sohns fest, dass nur jene Neurentner mit Anspruch auf eine volle Rente auch die ganzen 70 Franken erhalten werden.

    Hoarau im Fahrplan, Von Bergen hustend: So startet FCB-Jäger YB in die Saison

    Hoarau im Fahrplan, Von Bergen hustend: So startet FCB-Jäger YB in die Saison


    Kunstrasen ist kein Zuckerschlecken, wenn es über dreissig Grad heiss ist. Dennoch macht Adi Hütter seine Jungs zum Saisonstart so richtig heiss auf die neue Spielzeit. YB könne zusammen mit Sion den FCB herausfordern. Dies die Hoffnung von...

    Kunstrasen ist kein Zuckerschlecken, wenn es über dreissig Grad heiss ist. Dennoch macht Adi Hütter seine Jungs zum Saisonstart so richtig heiss auf die neue Spielzeit.

    YB könne zusammen mit Sion den FCB herausfordern. Dies die Hoffnung von BLICK-Kolumnist Kubi. Doch davon will man im Berner Sparlager nichts wissen. «Wir sprechen nicht über Basel», blockt Sportchef Christoph Spycher gleich ab. Und die Zuzüge kommen aus Thun (Christian Fassnacht und Marco Bürki) sowie Winterthur (David von Ballmoos). Nicht die glamourösesten Adressen in der Fussballwelt. 

    Und doch wird man den Eindruck nicht los, dass bei den Bernern vieles zusammenpasst. Dass diese Challenge heuer möglich sein kann und YB nicht wieder meilenweit hinter Basel trabt, aber auch Lichtjahre vor dem Rest der Liga. Der Coach gibt sich bedeckt: «Es beginnt wieder bei Null.» Gut, das geht ins Phrasenschwein. «Entscheidend wird sein, wie uns der Start gelingen wird.» Pikant, denn Hütter denkt da natürlich auch an die erste Runde. Die sexy Affiche da: YB gegen Basel. Am 22. Juli.

    Gestern fehlen zum Start die drei U21-Nati-Spieler Aebischer und Marzino (Schweiz) sowie Seferi, der von Mazedonien zu den Albanern gewechselt hat (!). Mit dabei, aber noch nicht ganz fit sind der hustende Steve von Bergen sowie Leo Bertone, die beide in den Ferien eine Grippe auflasen oder diese noch durchsuchen mussten, was sich mühsam in die Länge zog.

    Mit von der Partei auch Guillaume Hoarau, der sich glänzend von seiner Hüftgelenks-Luxation erholt. Der Franzose machte bei der Trainingseinheit alles mit – bis es zum «Mätschli» kam. Da passte er, weil er noch nicht in die Zweikämpfe gehen kann. Doch der Fahrplan stimmt. Geben ihm die Ärzte in rund zehn Tagen grünes Licht, so kann er Anfang Juli ins Teamtraining einsteigen und sollte in der Champions-League-Quali gegen Ajax, Dynamo Kiew, Brügge, Pilsen oder ZSKA Moskau dabei sein. Das Hinspiel gegen einen dieser Gegner steigt am 25. Oder 26. Juli.

    Die Auslosung findet am 14. Juli statt. Und bis dann gilt die YB-Europa-Cup-Aktion zwei für eins. Sprich: Man erhält beide Spiele, also entweder zweimal Champions-League-Quali oder je einmal Champions- und Europa-League-Quali zum Preis von einem. Kann natürlich hoch attraktiv sein, wenn YB zum Beispiel Ajax und Liverpool zugelost erhält. Klar ist aber: YB lässt nichts unversucht, um auch dieses Jahr in einer Europa-Gruppe zu landen.

    «Entspricht nicht der Wahrheit»: Becker wehrt sich gegen die Bankrott-Berichte

    «Entspricht nicht der Wahrheit»: Becker wehrt sich gegen die Bankrott-Berichte


    Boris Becker (49) soll bankrott sein. Das hat ein Gericht in London entschieden. Nun meldet sich die Tennis-Legende zu Wort. Boris Becker, sechsfacher Grand-Slam-Sieger, TV-Experte, Ex-Trainer von Novak Djokovic und Idol einer ganzen Tennis-Generation...

    Boris Becker (49) soll bankrott sein. Das hat ein Gericht in London entschieden. Nun meldet sich die Tennis-Legende zu Wort.

    Boris Becker, sechsfacher Grand-Slam-Sieger, TV-Experte, Ex-Trainer von Novak Djokovic und Idol einer ganzen Tennis-Generation soll bankrott sein. Dies hat ein Gericht in London entschieden.

    Der Grund? Es gebe keine Anzeichen dafür, dass Becker seine langfristigen Schulden tilgen kann (BLICK berichtete).

    Nun hat die Tennis-Legende zu den Berichten britischer Medien Stellung genommen. Über seinen Anwalt lässt der 49-Jährige verlauten, dass das Verfahren ein Darlehen betrifft, welches Boris Becker binnen eines Monats zurückgezahlt hätte. Ausserdem sei Becker überrascht und enttäuscht, dass die betroffene Bank Klage gegen ihn eingereicht habe.

    «Medienberichte, wonach unser Mandant pleite sei, entsprechen nicht der Wahrheit», lässt Beckers Anwaltskanzlei zudem verlauten. Sie werde gemäss «Focus» beantragen, die Verfügung umgehend aufzuheben. (mam)  

    Der Hitze-Wahnsinn in der Formel 1: Hülkenberg fährt mit Unterhosen aus dem Kühlschrank

    Der Hitze-Wahnsinn in der Formel 1: Hülkenberg fährt mit Unterhosen aus dem Kühlschrank


    Die Hitze ist aktuell nicht nur in der Schweiz ein grosses Thema. Sondern auch in der Formel 1. Dabei geht jeder Fahrer anders mit den hohen Temperaturen um. Eigentlich ist in den über 60 Grad heissen Cockpits fast jeder Grand Prix ein Hitzerennen –...

    Die Hitze ist aktuell nicht nur in der Schweiz ein grosses Thema. Sondern auch in der Formel 1. Dabei geht jeder Fahrer anders mit den hohen Temperaturen um.

    Eigentlich ist in den über 60 Grad heissen Cockpits fast jeder Grand Prix ein Hitzerennen – und die Trinkbeutel unter den Sitzen, die normal per Knopfdruck am Lenkrad aktiviert wird, gehört zur Standardausrausrüstung.

    Meist ist der Plastikbeutel mit gut einem Liter Wasser gefüllt. Maximal darf er 1,5 kg wiegen. Um nicht zu dehydrieren, sollten die Fahrer allerdings bereits vor dem Start bis zu vier Litern Wasser zu sich nehmen.

    2017 verzichtet übrigens Lewis Hamilton im übergewichtigen Mercedes (fünf Kilo schwerer als der Ferrari) auf die Flasche. «Ich habe aus Gewichtsgründen keine Drinks an Bord. Nach dem Sieg in Spanien war ich aber ziemlich kaputt. Das geht nicht immer gut.»

    Auch der frühere Sauber-Pilot Adrian Sutil war stets wasserlos auf «Diät». Der über 1,80 Meter Deutsche brachte damals als schwerster Fahrer 76 Kilo auf die Waage.

    Renault-Fahrer Hülkenberg legt bei extremen Hitzerennen, wie zum Beispiel in Malaysia, die Unterwäsche in den Kühlschrank, klopft sie dann vor dem Anziehen weich!

    Am gleichen Ort ist Alonso 2007 als Sieger die Trinkflasche ausgefallen, kommt öfters vor. «Wenn du aussteigst, fällt der Blutdruck in den Keller und du fühlst dich mit Gummibeinen zu schwach, um zu gehen!»

    Hier in Baku steht trotz der späten Startzeit am Sonntag (17 Uhr, 15 Uhr MEZ) die Sonne noch ziemlich hoch. Das ganze Wochenende sind Temperaturen um 32 Grad angesagt. Wehe, wer da «trocken» unterwegs ist. Denn auf den rund 300 Kilometern voller Konzentration verliert jeder Formel-1-Fahrer zwischen zwei und sogar vier Kilos.

    Neue Kultur-Zentrale in Locarno: Das LAC sticht in See

    Neue Kultur-Zentrale in Locarno: Das LAC sticht in See


    Das neue Kulturzentrum Lugano Arte e Cultura (LAC) entwickelt sich zum zweiten kulturellen Leuchtturm im Tessin neben dem Filmfestival von Locarno. Das Museums-Gebäude schaut aus, als wolle es gerade in den Lago die Lugano stechen. Das neue...

    Das neue Kulturzentrum Lugano Arte e Cultura (LAC) entwickelt sich zum zweiten kulturellen Leuchtturm im Tessin neben dem Filmfestival von Locarno.

    Das Museums-Gebäude schaut aus, als wolle es gerade in den Lago die Lugano stechen. Das neue Kulturzentrum Lugano Arte e Cultura (LAC) ist ein markanter neuer Bau am Rande der Luganeser Altstadt, und das erst knapp zweijährige Zentrum ist ein grosser Erfolg.

    «Die Begeisterung der Tessiner ist gross»

    Konzerte sind fast immer ausverkauft, die Besucherzahlen des Museums steigen. «Die Begeisterung der Tessiner ist gross», sagt LAC-Direktor Michel Gagnon, selbst ein Québécois. «Die Musikkenner kommen, aber auch die Familien kommen.» Das Zentrum zieht auch viele Besucher aus der Deutschschweiz an, entwickelt sich aber vor allem zu einem wichtigen Teil des öffentlichen Lebens Luganos.

    So spielt kommendes Wochenende das Orchester vor dem Museum draussen auf der Piazza. Das Museum versucht, eine Brücke zwischen Norden und Süden zu sein. So werden in Ausstellungen Künstler aus der Deutschschweiz mit solchen aus Italien zusammen gezeigt.

    Kultur als Lokomotive

    Macht das LAC so weiter, wird es sich neben dem Filmfestival von Locarno schnell zum zweiten kulturellen Leuchtturm des Tessins. So ist Filmfestival-Präsident Marco Solari auch erfreut über den Erfolg: «Die Kultur kann für eine Region eine wahnsinnige Lokomotive sein.»

    Das Selbstbewusstsein entwickle sich über die Kultur. Das Filmfestival habe dies geschafft, dank seiner Freiheit, Autonomie und konsequenter Suche nach Qualität. Das Festival habe auch eine politische Kraft. «Es ist zum Beispiel der einzige Moment, wo sich die Romandie für das Tessin interessiert.»

    Locarno kann also diesen Sommer eine wichtige Rolle rund um die Bundesratswahlen spielen. Vielleicht lassen sich die zahlreich nach Locarno reisenden Politiker ja hier besser von einem Tessiner Bundesrat überzeugen.

    FCB-Sportchef Streller stellt klar: «Ajeti wird diese Saison nicht zum FCB kommen!»

    FCB-Sportchef Streller stellt klar: «Ajeti wird diese Saison nicht zum FCB kommen!»


    Der Deal ist geplatzt: Espen-Stürmer Albian Ajeti spielt in der kommenden Saison nur als Gast im Joggeli. Jetzt ist die Katze aus dem Sack. FCB-Sportchef Marco Streller bestätigt, dass Albian Ajeti in der kommenden Saison nicht im rotblauen Trikot...

    Der Deal ist geplatzt: Espen-Stürmer Albian Ajeti spielt in der kommenden Saison nur als Gast im Joggeli.

    Jetzt ist die Katze aus dem Sack. FCB-Sportchef Marco Streller bestätigt, dass Albian Ajeti in der kommenden Saison nicht im rotblauen Trikot auflaufen wird: «Wir haben die Verhandlungen freundschaftlich abgebrochen, Albian Ajeti wird diese Saison nicht zum FC Basel kommen!»

    Zwar hätte der 20-Jährige als Ur-Basler perfekt ins Konzept der neuen Führung gepasst, doch selbst beim finanzkräftigen Liga-Krösus gibt es Grenzen. Bis zu 5 Millionen Franken sollen die Espen für den Angreifer, der noch einen Vertrag bis 2021 besitzt, gefordert haben. Geld, das der FCB nicht zahlen wollte. Somit bleibt der Holländer Ricky van Wolfswinkel (noch) der einzige Neuzugang der Basler. 

    Verdacht auf Untreue und Insiderhandel: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen FCB-Präsident Burgener

    Verdacht auf Untreue und Insiderhandel: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen FCB-Präsident Burgener


    Nächstes Kapitel im Firmen-Zoff des neuen FCB-Präsis Bernhard Burgener: Die Staatsanwaltschaft München ermittelt wegen des «Verdachts auf Untreue, Insiderhandel und anderen Straftaten» gegen ihn. Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den...

    Nächstes Kapitel im Firmen-Zoff des neuen FCB-Präsis Bernhard Burgener: Die Staatsanwaltschaft München ermittelt wegen des «Verdachts auf Untreue, Insiderhandel und anderen Straftaten» gegen ihn.

    Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den neuen FCB-Präsidenten Bernhard Burgener (59)!

    Das schreibt die «Handelszeitung».

    Damit ist die nächste Eskalationsstufe im Zoff um den Medienkonzern Constantin Medien und dessen Tochterfirma Highlight Communications erreicht, deren Boss Burgener ist (BLICK berichtete):

    Burgener bestätigt gegenüber der «Handelszeitung», dass die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren eingetragen habe: «Die Frage, ob ein Anfangsverdacht besteht, wird hingegen nach unserer Kenntnis noch geprüft.»

    Im April ging eine Strafanzeige von Constantin Medien, deren CEO Burgener-Erzfeind Dieter Hahn (56) ist, gegen Burgener ein.

    Burgener äussert sich weiter gegenüber der «Handelszeitung»: «Ich habe aufgehört zu zählen, wie viele unsachliche Attacken in den letzten Monaten erfolgten.» Er würde sich davon «nicht beirren oder gar erpressen lassen».

    Es gilt die Unschuldsvermutung. (kst)

    Britisches Gericht erklärt: Tennis-Legende Boris Becker ist bankrott

    Britisches Gericht erklärt: Tennis-Legende Boris Becker ist bankrott


    Weil Boris Becker seine Schulden nicht beglichen haben soll, wurde er von einem Gericht für bankrott erklärt. Dies berichten britische Medien. Was für ein Hammer in der Tennis-Szene! Boris Becker, sechsfacher Grand-Slam-Sieger, TV-Experte, Ex-Trainer...

    Weil Boris Becker seine Schulden nicht beglichen haben soll, wurde er von einem Gericht für bankrott erklärt. Dies berichten britische Medien.

    Was für ein Hammer in der Tennis-Szene!

    Boris Becker, sechsfacher Grand-Slam-Sieger, TV-Experte, Ex-Trainer von Novak Djokovic und Idol einer ganzen Tennis-Generation ist bankrott. Dies hat ein Gericht in London entschieden. Dort war Becker wegen unbezahlten Schulden angeklagt.

    Die Anwälte des 49-Jährigen sollen Richterin Christine Derrett um eine letzte Chance zur Tilgung der langfristigen Schulden gebeten haben. Der Antrag wurde abgelehnt, weil es keine Anzeichen geben soll, dass Becker seine Schulden bezahlen werde.

    Um 11:23 Uhr Ortszeit wurde Becker, der in seiner Karriere ein Preisgeld von über 25 Millionen Dollar kassiert hat, für bankrott erklärt.

    Es ist nicht das erste Mal, dass Becker Schlagzeilen mit finanziellen Angelegenheiten macht. 2002 wurde er in München wegen falschen Steuerangaben zu einer Busse von insgesamt 500'000 Euro verdonnert. Im Januar 2015 blockierte zudem das Betreibungsamt Küsnacht 90'000 Franken seiner Vermarktungsfirma Boris Becker GmbH, weil er seine AHV- und IV-Beiträge nicht bezahlt hatte.

    Zuletzt arbeitete Becker an den French Open als TV-Experte für Eurosport. Von 2013 bis Dezember 2016 war er als Coach von Novak Djokovic auf der ATP-Tour unterwegs. (cmü)

    Auch Patrick will im Draft glänzen: Nur dieser Kanadier kann Hischier die Nr. 1 noch abjagen

    Auch Patrick will im Draft glänzen: Nur dieser Kanadier kann Hischier die Nr. 1 noch abjagen


    Der Kanadier Nolan Patrick ist war lange der Favorit auf die Nummer 1 im NHL-Draft. Auch wenn ihn Nico Hischier mittlerweile mächtig in Bedrängnis bringt. Er ist der Auserwählte. Nachdem in den Vorjahren die Wunderkinder Connor McDavid und Auston...

    Der Kanadier Nolan Patrick ist war lange der Favorit auf die Nummer 1 im NHL-Draft. Auch wenn ihn Nico Hischier mittlerweile mächtig in Bedrängnis bringt.

    Er ist der Auserwählte. Nachdem in den Vorjahren die Wunderkinder Connor McDavid und Auston Matthews die Schlagzeilen bestimmt hatten, soll nun die Reihe an ihm sein: Nolan Patrick (18). Der 90-Kilo-Brocken aus Winnipeg bringt alles mit, wonach Hockeyfans bei einem NHL-Nummer-1-Pick dürsten: Gardemasse, Skorerwerte, wallende Mähne.

    Vor einem Jahr noch wirbelt Patrick die kanadische Western Hockey League durcheinander, erzielt über 100 Skorerpunkte. Doch dann kommt aus dem Nichts Nico Hischier. Der Walliser freundet sich nicht nur mit Patrick an, sondern bringt diesen auf dem Weg zur scheinbar sicheren Nummer 1 mächtig in Bedrängnis.

    Plötzlich scheint es kein Selbstläufer mehr, dass die New Jersey Devils mit dem ersten Pick des NHL-Drafts Patrick auswählen. Und selbst wenn die Nummer 2 im Draft am 23. Juni nichts ist, wofür man sich schämen muss – für den Hockey-Kronprinzen Patrick dürfte sich das wie eine Niederlage anfühlen, nachdem er über ein Jahr lang für die Top-Position gebucht schien.

    Dabei hat Patrick Hockey im Blut: Schon Vater und Onkel waren beides Erstrunden-Picks. Vor allem Onkel James Patrick hat eine grosse Zeit als Spieler hinter sich: Für die New York Rangers, Calgary und Buffalo bestreitet er über 1200 NHL-Spiele. Der Verteidiger macht danach Karriere als Coach – und stellt fest, dass sein achtjähriger Neffe neben ihm auf dem Sofa das Spiel wie ein Trainer analysiert. «Ich war richtig schockiert, dass ein 8-Jähriger so über das Spiel reden kann», sagt er dem Sender «CSN». «Das werde ich nie vergessen.»

    Jetzt könnte es also tatsächlich sein, dass es trotz der vielen Spielverständnis am Ende nicht zur Nr. 1 reichen könnte. Nicht nur wegen Hischier, auch die Ärzte spielen nicht mit. Bei einer Leistenoperation übersehen sie im Sommer einen zweiten Leistenbruch, der darum später noch operiert werden muss und dazu führt, dass Patrick nur einen Bruchteil der Saison bestreiten kann.

    «Auch die Ärzte tun nur ihr Bestes», gibt sich der 18-Jährige nach dem Bock der Mediziner diplomatisch. «Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, früh in der Karriere mit solchen Widrigkeiten kämpfen zu müssen.»

    Am Mittwochmittag ist Patrick noch einmal die klare Nummer 1: Im traditionsreichen Wrigley Field darf er vor dem Baseball-Spiel der Chicago Cubs gegen die San Diego Padres den ersten Pitch werfen. Eine grosse Ehre. Allzu sicher fühlen darf er sich darob dennoch nicht. Die Draft-Entscheidung fällt erst am Freitag - Nico Hischier wird erst am Mittwochabend in Chicago eingetrudeln.

    BLICK hilft Ihnen durch die Hitze: Heiss mit Stil

    BLICK hilft Ihnen durch die Hitze: Heiss mit Stil


    Wie soll man sich in dieser Hitze kleiden? Schlappen und Mini – unmöglich. Mit Espadrilles, Hosen, Polo oder Bluse dagegen, ist man auch im Büro gut bedient. Mit Stil durch die Hitze Espadrilles Wer in einem Büro ohne...

    Wie soll man sich in dieser Hitze kleiden? Schlappen und Mini – unmöglich. Mit Espadrilles, Hosen, Polo oder Bluse dagegen, ist man auch im Büro gut bedient.

    Mit Stil durch die Hitze

    Espadrilles

    Wer in einem Büro ohne Kundenkontakt arbeitet, ist mit Espadrilles gut bedient. Sie sind luftdurchlässig, es gibt sie in vielen Farben. Schwarze gehen auch für Männer – aber nicht zu Anzug und Krawatte.

    Hosen

    Frauen haben es besser, sie können einen Sommerrock tragen. Wenn schon Hosen, dann gilt aber für beide Geschlechter: Um Himmels willen nicht zu kurz! Eine Handbreit überm Knie ist im Betrieb das höchste der Gefühle.

    Polo

    Ein Polohemd hat wenigstens einen Kragen – das sieht gleich viel ordentlicher aus als ein T-Shirt. Und es sind keine albernen Sprüche drauf. Tipp: Nicht zu eng wählen, das wirkt lässiger. Vor allem, wenn der Mann einen Bauch hat.

    Bluse

    Viele wollen es nicht glauben, aber es ist so: Eine locker sitzende Langarm-Bluse aus leichtem Stoff wirkt bei Hitze kühlend, Weil Luft zwischen Haut und Stoff zirkuliert. Und sie sieht adrett aus, ohne bieder zu wirken.

    Strümpfe

    Dass die Dame in Strümpfen erscheinen muss, fordern nur ganz strenge ­Firmen. Bei wichtigen Terminen wie Bewerbungsgesprächen schaden sie aber nicht. Denn welche Frau will ausgerechnet dann ihre Besenreisser präsentieren?

    Weniger ist nicht immer mehr

    Schlappen

    Zehenfrei im Beruf – das geht nur für Bademeister und Fitnesstrainer. Denn was hält man schon von einem Mann in Schlappen? Zumal der Anblick von Knollenzehen und schwarzen Hornhauträndern nicht gerade erfreut.

    Décolleté

    Was wollen Frauen sagen, die in der Firma ihren Busen so präsentieren? Dass sie total sexy sind? Wunderbar, aber eine Beförderung auf dem ehrbaren Weg bringt das kaum. Tiefe Ausschnitte sind karrieremässig kontraproduktiv.

    Mini

    Sich in so einem Ding hinsetzen, ohne dass die Kollegen Stielaugen bekommen? Unmöglich. Abgesehen davon, dass man in den Bürostuhl schwitzt. Bleiben lassen!

    Unterhemd

    Gut, Marlon Brando trug auch Schiesser-Feinripp. Aber der war ja auch kein Bürogummi. Ärmellos setzt das falsche Signal: Ich bin eigentlich ein geborener Bauarbeiter!

    Löcher

    Gerade unters Tram gekommen? Solche Outfits gehen in der Disco. Aber alles, was für die Disco taugt, wird im Büro als unpassend empfunden. Abteilungsleiterin wird man so nicht.

    Wie das abgelegene Fusio im Maggiatal zum attraktiven Arbeitsplatz wurde: Homeoffice im Rustico

    Wie das abgelegene Fusio im Maggiatal zum attraktiven Arbeitsplatz wurde: Homeoffice im Rustico


    FUSIO TI - In Fusio läuft das Leben entspannter. Trotzdem macht man sich auch hier Gedanken über die Bundesratswahlen, die Abwanderung und das Internet. Franziska Keller (39) sitzt an ihrem Wohnzimmertisch in der Ecke. Durch das...

    FUSIO TI - In Fusio läuft das Leben entspannter. Trotzdem macht man sich auch hier Gedanken über die Bundesratswahlen, die Abwanderung und das Internet.

    Franziska Keller (39) sitzt an ihrem Wohnzimmertisch in der Ecke. Durch das viele dunkle Holz, aus dem Decke, Wände und Boden bestehen, kommt eine Note von Chalet-Charme auf. Im Hintergrund hört man das Rauschen der jungen Maggia, die Luft fühlt sich rein an. Mit jedem Atemzug fühlt man, wie der Alltagsstress langsam kleiner wird. Doch Keller ist nicht in den Ferien. Die studierte Politologin arbeitet bei Meteo Schweiz und lebt hier in Fusio, einer kleinen, ehemals selbständigen Gemeinde in der hintersten Ecke des Maggiatals. Heute macht sie Homeoffice, erledigt ihre Arbeiten also von zu Hause aus. 

    Nach dem Rücktritt von Didier Burkhalter wird die anstehende Bundesratswahl auch im abgelegenen Fusio diskutiert. «Es würde uns hier sehr guttun, hätte der neue Bundesrat ein wenig mehr Verständnis für die besondere Rolle des Tessins unter den Grenzkantonen», sagt Keller. Das Tessin leide stärker als andere Kantone unter dem Druck aus dem Ausland und der daraus resultierenden schwierigeren wirtschaftlichen Ausgangslage, und ein Bundesrat, der selber aus diesem Gebiet komme, würde dem bestimmt auch mehr Rechnung tragen.

    Aussen alt, innen neu

    Es war der Wunsch nach dem Leben in und mit der Natur, den Keller nach Fusio getrieben hatte. Wenn sie von der entschleunigenden Wirkung spricht, die das 31-Seelen-Dorf auf seine Bewohner habe, glaubt man ihr das. Ihr Haus, ein aussen originalgetreu belassenes und innen sehr modern ausgestattetes Rustico, wurde vom Tessiner Architekten Giovan Luigi Dazio restauriert. 

    Dazios Augen beginnen zu leuchten, wenn er von Fusio spricht. Der 70-Jährige hat es sich zum Lebensziel gesetzt, das Dorf, wo er einen Grossteil seines Lebens verbracht hat, wieder mit mehr Leben zu erfüllen: «Wir haben dieses Dorf von unseren Vorfahren übernommen. Darum soll auch die nächste Generation hier noch Häuser vorfinden und keine Ruinen.» Das will er erreichen, indem er die alten Häuser restauriert und so dem aktuellen Zeitgeist anpasst. Auch Dazio ist der Meinung, dass dem Tessin ein Bundesrat, der auch aus der Region ist, guttun würde: «Wir brauchen einen Bundesrat mit Sensibilität und Energie.»

    Von den einst über 500 Einwohnern sind heute nur noch rund 30 permanent in Fusio. Sie arbeiten grösstenteils im Dorf, zum Beispiel in der Landwirtschaft, in den zwei Hotels oder in der dorfeigenen Käserei. Ein grosser Teil des Dorfs steht momentan aber leer. Diese Häuser hat Dazio gekauft und restauriert sie nun, La Citadella, wie er sein Projekt nennt. Rund 50 Häuser hat er in der Region schon um- oder neu gebaut.

     Entspannung und Mentalitätswechsel

    Und in einem davon wohnt nun Franziska Keller. Sie wusste nicht genau, nach was sie gesucht hat, als sie nach Fusio gekommen ist: «Aber als ich das Haus hier sah, wusste ich: Das ist es!» Abgesehen von der entspannenden Wirkung der Umgebung hat sich seit ihrem Umzug einiges verändert. Sie habe gelernt, die Dinge auf sich zukommen zu lassen. Das gehe in Fusio gut, meint sie, denn bei den Einheimischen komme man nicht gut an, wenn man als Deutschschweizer herkomme und sofort alles verändern wolle. Trotzdem seien die Einwohner alles andere als verschlossen. Sie hätten mehr Angst vor der Abwanderung als vor Fremden. Darum sie sehr gut aufgenommen worden, jeder respektiere die Rolle des anderen und schaue zueinander.

    Meistens fährt Keller nach Locarno ins Büro. Wenn sie aber von zu Hause aus arbeitet, verbindet sie sich via Mobilfunknetz mit dem Internet. Das werde aber besser, denn bis 2020 sollte die Swisscom das Gebiet mit Glasfaserkabel erschliessen. Damit wird schon vieles einfacher.

    Sion-Trainer Tramezzani im Interview: «Mit CC wirds einfacher, wenn die Resultate stimmen»

    Sion-Trainer Tramezzani im Interview: «Mit CC wirds einfacher, wenn die Resultate stimmen»


    Am Mittwoch um 17.30 Uhr nimmt Paolo Tramezzani in Crans-Montana auf 1495 Metern ü. M. seinen Job als neuer Sion-Trainer auf. Er stellt den Spirit über alles. Und erläutert warum. BLICK: Paolo Tramezzani, was gab den Ausschlag, nach nur einem halben...

    Am Mittwoch um 17.30 Uhr nimmt Paolo Tramezzani in Crans-Montana auf 1495 Metern ü. M. seinen Job als neuer Sion-Trainer auf. Er stellt den Spirit über alles. Und erläutert warum.

    BLICK: Paolo Tramezzani, was gab den Ausschlag, nach nur einem halben Jahr Lugano zu verlassen und das Angebot des FC Sion anzunehmen?
    Paolo Tramezzani: Ich will nicht zwischen Lugano und Sion vergleichen. Aber ich hatte meine Gründe.

    Zum Beispiel, dass der Fussball in der Stadt Sion mehr lebt als in Lugano?
    Wie gesagt: Ich will nicht vergleichen.

    Wie sind die Gespräche mit Christian Constantin verlaufen?
    Das war alles sehr natürlich.

    Sie haben gleich ihren ganzen Staff mitgenommen. War das für Sie von entscheidender Wichtigkeit?
    Ja. Ich wollte mit Leuten zusammenarbeiten, die ich gut kenne, mit denen ich das letzte halbe Jahr gearbeitet habe.

    Was sind Ihre Erwartungen im Wallis?
    Ich habe einen enormen Willen und Lust, etwas Neues zu beginnen, bei Null startend. Ich habe einen riesigen Enthusiasmus, freue mich, die Jungs kennenzulernen. Diese Stadt, diesen Kanton. Das Wichtigste für mich wird es sein, den richtigen Spirit in diese Gruppe zu bringen. Wichtiger als alles Technische.

    Die Mentalität entscheidet also?
    Das Niveau ist in der Schweizer Super League mittlerweile hoch, alle Teams sind auf ähnlichem Niveau. Entscheiden werden die individuellen Fähigkeiten Einzelner. Aber vor allem der Spirit! Das ist der zentrale Punkt. Die Bereitschaft, für den anderen zu gehen und umgekehrt.

    Welche Transfers braucht es noch?
    Zuerst will ich die Mannschaft kennenlernen, bevor ich mir da ein Bild mache. Danach spreche ich mit der Klubführung über meine Ideen, die ich durchaus habe. Und wenn ich Spieler will, dann vor allem solche, die von der Mentalität her in die Gruppe passen. Die wissen, dass das Dress des FC Sion ein wichtiges Dress ist, ein «schweres» Dress.

    Wie wird die Cohabitation mit CC sein?
    Das einzige, was ich tun kann, ist arbeiten, arbeiten, arbeiten. Hundert Prozent geben. Mich nie schonen. Ich werde mich regelmässig mit ihm austauschen. Aber das ist ja nicht nur in Sion so. Sicher wird aber alles einfacher sein, wenn die Resultate von Beginn weg stimmen...

    Gibt es ein System Tramezzani?
    Wie gesagt: Ich habe meine Ideen. Zum Beispiel die Dreierkette hinten. Und wichtig ist mir, dass mein Team das Spiel unter Kontrolle hat.

    Und wie hält es Tramezzani mit den Sprachen? Er spricht Italienisch und Englisch. CC nur Französisch. Auflösung im Video.

    Neuer Super-League Spielplan ist da: Die Saison geht mit zwei Krachern los!

    Neuer Super-League Spielplan ist da: Die Saison geht mit zwei Krachern los!


    Ende Juli gehts wieder los mit der Super League. Der erste Spieltag wartet bereits mit zwei Knaller-Partien auf. Fussball-Fans aufgepasst! Bald, schon sehr bald, wird in der höchsten und zweithöchsten Schweizer Liga wieder Fussball gespielt. Die Swiss...

    Ende Juli gehts wieder los mit der Super League. Der erste Spieltag wartet bereits mit zwei Knaller-Partien auf.

    Fussball-Fans aufgepasst! Bald, schon sehr bald, wird in der höchsten und zweithöchsten Schweizer Liga wieder Fussball gespielt.

    Die Swiss Football League hat die Spielpläne für die Super- und Challenge League 2017/18 veröffentlicht.

    Und schon der erste Spieltag hat es in sich! Am 22. Juli muss Basel in die Hauptstadt zum Rivalen aus Bern. Und nach einem Jahr Unterbruch findet das 247. Zürcher Derby zwischen GC und dem FCZ statt!

    Erinnerung: Die Anspielzeiten ändern sich auf die neue Spielzeit. Am Samstag werden neu zwei Partien der Super League gleichzeitig um 19.00 Uhr angepfiffen. Sonntags beginnen alle drei Spiele um 16.00 Uhr.

    Den ganzen Spielplan der Super League gibts hier. Und für den detaillierten Spielplan der Challenge League einfach hier klicken.