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    Die Volero-Wand am Netz: Keine blockt in der Champions League besser als Orlova

    Die Volero-Wand am Netz: Keine blockt in der Champions League besser als Orlova


    Volero Zürich trifft am Donnerstag in den Playoff-6 der Champions League auf Vakifbank Istanbul. Ein Trumpf könnte Ekaterina Orlova (29) sein. Volero Zürich ist bereit für die Revanche an Vakifbank Istanbul. Wie schon im Vorjahr treffen die...

    Volero Zürich trifft am Donnerstag in den Playoff-6 der Champions League auf Vakifbank Istanbul. Ein Trumpf könnte Ekaterina Orlova (29) sein.

    Volero Zürich ist bereit für die Revanche an Vakifbank Istanbul. Wie schon im Vorjahr treffen die Volleyball-Meisterinnen in den Playoff-6 der Champions League auf die Türkinnen. Damals zog Volero den Kürzeren, genau so wie im Spiel im Bronze an der Klub-WM letzten Herbst.

    Volero-Coach Zoran Terzic verrät auf der Klubwebsite, wen er im Duell von Vakifbank besonders fürchtet: «Ting Zhu! Sie ist eine überragende Spielerin. Eine, die im richtigen Moment die zwei entscheidenen Punkte zum Satzgewinn erzielen kann.»

    Die 195-cm-grosse Angreiferin aus China muss speziell beachtet werden. Ein Trumpf Voleros kann dabei Volero-Mittelblockerin Ekaterina Orlova sein (193 cm). Die Russin hat von allen 240 Spielerinnen dieser Champions-League-Saison die besten Block-Werte.

    Orlova kommt im Schnitt auf 1,55 erfolgreiche Blocks, die zu Punkten führen – pro Satz. In 22 Sätzen setzte sie bereits 34 Mal erfolgreich zum Block an.

    Das Hinspiel steigt am Donnerstagabend in der Zürcher Saalsporthalle (20.00 Uhr). Das Rückspiel zwei Wochen später. (rib)

    Exklusiv-Interview mit Opel-Chef Karl-Thomas Neumann: «Wir bringen 29 neue Modelle bis 2020»

    Exklusiv-Interview mit Opel-Chef Karl-Thomas Neumann: «Wir bringen 29 neue Modelle bis 2020»


    Nach der Übernahme durch den PSA-Konzern gewährt Opel-Chef Karl-Thomas Neumann dem BLICK ein Exklusiv-Interview. Darin äussert er sich zur Zusammenarbeit mit den Franzosen, der geplanten Modelloffensive und Elektro-Mobilitätsplänen. Herr Neumann,...

    Nach der Übernahme durch den PSA-Konzern gewährt Opel-Chef Karl-Thomas Neumann dem BLICK ein Exklusiv-Interview. Darin äussert er sich zur Zusammenarbeit mit den Franzosen, der geplanten Modelloffensive und Elektro-Mobilitätsplänen.

    Herr Neumann, kurz vor dem Verkauf an PSA war zu lesen, dass Sie Opel bis 2030 zu einer reinen Elektro-Marke umbauen wollen. Was hält PSA-Chef Carlos Tavares von dieser Idee?
    Karl-Thomas Neumann: Das ist eine Spekulation, die ich nicht kommentieren möchte. Grundsätzlich glaube ich aber, dass die E-Mobilität ein wichtiger Teil der Mobilität der Zukunft ist. Deshalb bringen wir bei unserer Modelloffensive auch das Elektroauto Ampera-e mit zukunftsweisender Batterie-Technologie und 520 Kilometern Reichweite. Damit ist Reichweitenangst kein Thema mehr und der Ampera-e einsame Spitze in seinem Segment. Davon können andere momentan nur träumen. Und wir haben bereits weitere Elektromodelle geplant.

    Im Prinzip hat aber GM den Opel Ampera-e entwickelt. Kann Opel auch nach der Übernahme durch PSA aufs GM-Elektro-Knowhow zurückgreifen?
    Zuerst mal: Der Ampera-e ist in einem globalen Team entwickelt worden. Daran waren vom ersten Tag an auch Opel-Ingenieure in Deutschland massgeblich beteiligt. Zu Ihrer Frage: Ja, wir könnten weiter auf die E-Mobilitäts-Technologie von GM zurückgreifen.

    Der Opel-Verkauf fällt mitten in die grösste Modelloffensive. Werden die für die kommenden Jahre angekündigten Neuheiten wie geplant lanciert?
    Wir bringen 29 neue Modelle bis 2020, allein sieben davon in diesem Jahr. An diesen Plänen ändert sich nichts. Denn unsere neuen Modelle sind die Basis für den Aufwärtstrend der vergangenen Jahre bei Opel. Sollte der Zusammenschluss mit PSA wie geplant zu Stande kommen, kann Opel diese Offensive wie geplant umsetzen.

    Also auch das Spassfahrzeug GT?
    Der GT Concept ist ein tolles Auto, das unser neues Selbstbewusstsein, unsere Innovationskraft und Sportlichkeit widerspiegelt. Eine Entscheidung, ob das Auto in Serie gehen wird, ist aber noch nicht gefallen. Das hat nichts mit PSA zu tun.

    Und bei diesen neuen Modellen handelt es sich dann nicht einfach um Fahrzeuge mit PSA-Technik und Opel-Karosserien?
    Wir bauen heute auf globalen GM-Architekturen echte Opel. Und in Zukunft werden wir eben mit PSA gemeinsame Architekturen nutzen. Bei unserem neuen Crossland X ist das schon der Fall – und das Beispiel zeigt, wie gut wir zusammenarbeiten können. Das Auto entspricht vollständig den Werten unserer Marke und ist ein echter Opel. Das wird auch für den Grandland X und den Combo-Nachfolger gelten – genauso wie für alle weiteren Modelle, die gemeinsam entstehen werden. Die bereits entwickelten Modelle zeigen, dass aus der Teamarbeit von Opel und PSA fantastische Autos entstehen. Das stimmt mich zuversichtlich.

    Der Kaufvertrag mit PSA ist unterschrieben. Sie arbeiten aber weiterhin mit GM zusammen. Bis wann ist die Transaktion komplett abgeschlossen und Opel wirklich von GM abgenabelt?
    Wir gehen davon aus, dass wir die letzten Details in der zweiten Jahreshälfte geklärt haben. Klar ist: Eine 88-jährige Partnerschaft wie mit GM endet nicht von einem Tag auf den anderen. Wir – und auch der PSA-Konzern als Ganzes – werden noch über viele Jahre eng miteinander vernetzt sein, etwa beim Thema Elektromobilität. Davon werden alle Beteiligten profitieren und ich freue mich auf die Zusammenarbeit in neuer Konstellation.

    Viele behaupten, PSA und Opel seien sich zu ähnlich. Was die Modelle angeht, aber auch was die Märkte betrifft, wo beide aktiv sind. Wie sehen Sie das?
    Die viel zitierte Überlappung in den Segmenten ist doch gerade das, was am Ende die industrielle Logik ausmacht. Eine gemeinsame Architektur kann ich nur dann nutzen, wenn sich die Segmente nicht zu stark unterscheiden. Das Charmante: Regional sind die einzelnen Marken sehr unterschiedlich stark vertreten und ergänzen sich erstklassig. Während wir in Märkten wie Deutschland und England stark sind, haben Peugeot und Citroën hervorragende Positionen in anderen Märkten wie etwa Frankreich.

    Sie zeigen sich für die neue Herausforderung top motiviert. Dachten Sie im stillen Kämmerlein nie daran, den Bettel hinzuschmeissen? Zumal Sie ja über den Deal erst sehr spät informiert worden sind.
    Opel ist mitten im grössten Wandel der Firmengeschichte. Da ist es für mich wichtig, vor den Mitarbeitern zu stehen und Führung zu zeigen. Das habe ich bisher getan, und tue das auch weiterhin.

    Opel schreibt seit 2000 ununterbrochen Verluste. 2016 hätten Sie fast schwarze Zahlen geschrieben …
    … aber dann kam der Brexit. Der hat uns letztes Jahr mehr als 300 Millionen Dollar gekostet und einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Ohne das Votum der Briten hätten wir unser Ziel erreicht und schwarze Zahlen abgeliefert. Das war natürlich enttäuschend für uns alle – unseren Ehrgeiz hat das aber nicht geschmälert. Wir haben gezeigt, dass der Kurs stimmt. Das Ergebnis war das Beste seit zehn Jahren. Und mit rund 1,2 Millionen Autos – plus 4 Prozent – haben wir auch so viele Autos verkauft wie seit einer halben Dekade nicht mehr.

    Opels Profitabilität steht auch bei PSA an erster Stelle. Man hört von einer Frist bis 2020, die Ihnen PSA-Chef Tavares gesetzt hat, um Opel wieder profitabel zu machen. Was, wenn dies nicht gelingt?
    Mit solchen Gedanken beschäftige ich mich erst gar nicht. Seien Sie versichert: Wir bei Opel wollen diesen Turnaround so sehr wie niemand sonst. Und ich bin überzeugt, dass wir mit unseren tollen neuen Modellen und der Unterstützung von PSA auch wieder nachhaltig in die Gewinnzone zurückkehren werden.

    Doppeladler brauchen den Sieg: Xhaka glaubt an Albanien-Wunder gegen Italien

    Doppeladler brauchen den Sieg: Xhaka glaubt an Albanien-Wunder gegen Italien


    Italien-Star Marco Verratti (24) hat den selben Marktwert wie das gesamte Kader der Albaner. «Wir haben nichts zu verlieren», sagt Taulant Xhaka (25) vor der WM-Quali gegen die Squadra. Der Weg an die WM nach Russland ist für Albanien vergleichbar...

    Italien-Star Marco Verratti (24) hat den selben Marktwert wie das gesamte Kader der Albaner. «Wir haben nichts zu verlieren», sagt Taulant Xhaka (25) vor der WM-Quali gegen die Squadra.

    Der Weg an die WM nach Russland ist für Albanien vergleichbar mit einem Trip ins Hochgebirge. Vorbei an dicken Felsbrocken, die Spanien und Italien heissen. Und kaum aus dem Weg zu räumen sind. Vier Punkte Rückstand haben die Albaner nach vier gespielten Runden auf das Favoritenduo. Verliert die Elf von Coach Gianni de Biasi am Freitag gegen Italien, ist der WM-Traum endgültig ausgeträumt. 

    Taulant Xhaka will davon aber nichts wissen: «Wir glauben noch an die WM-Quali. Auf diesem Level musst du das tun, sonst hast du keine Chance.» Was optimistisch stimmt: Im Herbst 2014 gewinnt Albanien in der EM-Quali auswärts gegen Portugal und qualifiziert sich in einer schweren Gruppe mit Portugal, Dänemark, Serbien und Armenien als Zweiter für die EM.

    Seither sind die Erwartungen bei den Fans gestiegen, Tausende werden am Freitagabend in Palermo erwartet, die heissblütigen Anhänger wollen aus dem Stadio Comunale Renzo Barbera einen Hexenkessel machen. «Sie haben uns bislang immer toll unterstützt und das wird auch in Italien der Fall sein», sagt Xhaka. 

    Und auf welchen Italiener freut er sich am meisten? «Auf Marco Verratti. Er ist so bissig wie ich, auch im Zentrum zuhause und er hat Qualität am Ball.» Schon im Herbst hatten die beiden das Vergnügen miteinander, in der Champions League standen sich Xhaka und Verrati zweimal gegenüber, in beiden Spielen triumphierte am Ende der PSG-Star.

    Auch am Freitag? Schliesslich hat Verrati mit seinen 40 Millionen Euro den selben Marktwert wie das gesamte Kader der Albaner, die Favoritenrolle ist klar definiert. Für Xhaka Nebensache. «Wir müssen spielen, als hätten wir nichts zu verlieren», so der FCB-Terrier. Er weiss: Bei einer Niederlage wäre der WM-Zug nach Russland wohl endgültig abgefahren.

    CO₂-Ausnahmen sind Standard: Finanzkontrolle kritisiert Emissionshandel

    CO₂-Ausnahmen sind Standard: Finanzkontrolle kritisiert Emissionshandel


    Das Schweizer Emissionshandelssystem bringt in seiner heutigen Form nichts. Diesen Schluss lässt ein Bericht der Finanzkontrolle zu. Die Autoren empfehlen, die Einstellung des Systems zu prüfen, falls es nicht mit dem europäischen verknüpft werden...

    Das Schweizer Emissionshandelssystem bringt in seiner heutigen Form nichts. Diesen Schluss lässt ein Bericht der Finanzkontrolle zu. Die Autoren empfehlen, die Einstellung des Systems zu prüfen, falls es nicht mit dem europäischen verknüpft werden kann.

    Das Emissionshandelssystem (EHS) schaffe für die Firmen praktisch keine Anreize, den CO₂-Ausstoss zu reduzieren, heisst es im am Donnerstag veröffentlichten Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK). Wirksamer sei das Instrument der Zielvereinbarung.

    Das Hauptinstrument zur Reduktion der Treibhausgase ist die CO₂-Abgabe, die seit 2008 auf Brennstoffen erhoben wird. Energieintensive Firmen können sich aber von dieser Abgabe befreien lassen. Im Gegenzug müssen sie entweder am EHS teilnehmen oder sich in einer Zielvereinbarung verpflichten, die CO₂-Emissionen zu senken.

    Auf 51 Prozent der CO₂-Emissionen aus Brennstoffen wird die Abgabe erhoben, rund 33 Prozent sind im EHS reguliert und 16 Prozent stammen von Unternehmen mit einer Zielvereinbarung. Der Hauptgrund dafür, dass das EHS kaum zur CO₂-Reduktion beiträgt, sind grosszügige Ausnahmeregelungen.

    Zu viele kostenlose Rechte

    Das EHS ist ein Markt für Verschmutzungsrechte. Der Bund legt eine Obergrenze für CO₂-Emissionen fest, die schrittweise gesenkt wird. Entsprechend der Obergrenze werden Emissionsrechte ausgegeben, die zum Ausstoss einer bestimmten Menge CO₂ berechtigen. Diese Rechte sind handelbar.

    Das Problem ist nun aber, dass ein Grossteil der Emissionsrechte den Teilnehmern kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Das soll verhindern, dass die Firmen ihre Produktion ins Ausland verlagern. Seit 2013 nehmen 55 Produktionsanlagen teil. Die Hälfte musste bisher keine Emissionsrechte ersteigern. Kritiker sprechen von einem Systemfehler: Die Ausnahme sei zum Standard geworden.

    Faktische Subventionen

    Problematisch ist ferner, dass seit 2013 auch jene Firmen Gelder aus der Rückverteilung der CO₂-Abgabe erhalten, die von der Abgabe befreit sind. Das Ziel war es, den Aufwand beim Vollzug zu verkleinern.

    Für die abgabebefreiten EHS-Firmen seien die Rückverteilungsbeträge aber de facto Subventionen, welche die anderen Firmen bezahlten, schreibt die EFK. Für einige Firmen sei der Kauf von Emissionsrechten vollständig durch diese Subventionen gedeckt.

    Zu kleiner Markt

    Hinzu kommt, dass im kleinen Schweizer Markt einzelne EHS-Teilnehmer den Handel bedeutend beeinflussen können. Das zeigte sich am Beispiel der Öl-Raffinerie Tamoil, dem drittgrössten CO₂-Emittenten im Schweizer Markt. Weil Tamoil den Betrieb eingestellt hat, sind nun viel zu viele Emissionsrechte im System.

    Verstärkt wird der Überschuss an Emissionsrechten dadurch, dass auch ausländische Emissionszertifikate angerechnet werden können. Wegen der kostenlosen oder preisgünstigen Emissionsrechte bestünden kaum Anreize, emissionsmindernde Massnahmen umzusetzen, schreibt die EFK. Erst Preise von mehr als 40 Franken würden Anreize schaffen. Heute liegen die Preise unter 10 Franken.

    Korrektur geplant

    Im Hinblick auf die geplante Revision des CO₂-Gesetzes hatte die EFK ihre Empfehlungen dem Bund bereits im vergangenen Jahr dargelegt. Der Bundesrat berücksichtigte diese in der Vernehmlassungsvorlage teilweise.

    So schlägt er vor, dass im Falle der Schliessung eines Betriebs künftig dem System Emissionsrechte entzogen werden können. Weiter sollen abgabebefreite Firmen keine Gelder mehr aus der Rückverteilung der CO₂-Abgabe erhalten.

    Abkommen blockiert

    Das Problem des kleinen Marktes bleibt aber. Eine Lösung dafür wäre die geplante Verknüpfung mit dem europäischen EHS. Das Abkommen ist ausgehandelt, liegt aber seit dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative auf Eis.

    Für den Fall, dass der geplante Anschluss ans europäische EHS nicht in absehbarer Zeit gelingt, empfiehlt die EFK, die Weiterführung des Schweizer Systems zu überdenken. Der Bund soll zum einen prüfen, ob es nicht besser wäre, das EHS einzustellen und auf die CO₂-Abgabe und die Zielvereinbarungen zu fokussieren.

    Verbesserungen prüfen

    Zum anderen soll der Bund die Weiterführung des Systems mit Verbesserungen prüfen, etwa einem Steuerungsmechanismus für die Preisstabilität, einer Preisuntergrenze für die Ersteigerung von Emissionsrechten sowie Mechanismen, die den Handel beleben.

    Das Bundesamt für Umwelt hält dazu in einer Stellungnahme fest, die angestrebte Umsetzung des Abkommens mit der EU bedürfe einer EU-kompatiblen Ausgestaltung des Emissionshandels. Es prüfe aber verschiedene Varianten für den Fall, dass das Abkommen mit der EU nicht innert nützlicher Frist unterzeichnet werden könne.

    Schliesslich empfiehlt die EFK dem Bund, transparenter auszuweisen, wie viel welches Instrument zur Reduktion des CO₂-Ausstosses beiträgt. Ob die Schweiz das Reduktionsziel für 2020 insgesamt erreicht, ist noch offen. Die Industrie dürfte das Sektorziel erreichen, der Verkehr wird es deutlich verfehlen. (SDA/thk).

    Klimapolitik: Emissionshandelssystem bringt nichts

    Klimapolitik: Emissionshandelssystem bringt nichts


    Das Schweizer Emissionshandelssystem bringt in seiner heutigen Form nichts. Diesen Schluss lässt ein Bericht der Finanzkontrolle zu. Die Autoren empfehlen, die Einstellung des Systems zu prüfen, falls es nicht mit dem europäischen verknüpft werden...

    Das Schweizer Emissionshandelssystem bringt in seiner heutigen Form nichts. Diesen Schluss lässt ein Bericht der Finanzkontrolle zu. Die Autoren empfehlen, die Einstellung des Systems zu prüfen, falls es nicht mit dem europäischen verknüpft werden kann.

    Das Emissionshandelssystem (EHS) schaffe für die Firmen praktisch keine Anreize, den CO2-Ausstoss zu reduzieren, heisst es im am Donnerstag veröffentlichten Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK). Wirksamer sei das Instrument der Zielvereinbarung.

    Das Hauptinstrument zur Reduktion der Treibhausgase ist die CO2-Abgabe, die seit 2008 auf Brennstoffen erhoben wird. Energieintensive Firmen können sich aber von dieser Abgabe befreien lassen. Im Gegenzug müssen sie entweder am EHS teilnehmen oder sich in einer Zielvereinbarung verpflichten, die CO2-Emissionen zu senken.

    Auf 51 Prozent der CO2-Emissionen aus Brennstoffen wird die Abgabe erhoben, rund 33 Prozent sind im EHS reguliert und 16 Prozent stammen von Unternehmen mit einer Zielvereinbarung. Der Hauptgrund dafür, dass das EHS kaum zur CO2-Reduktion beiträgt, sind grosszügige Ausnahmeregelungen.

    Das EHS ist ein Markt für Verschmutzungsrechte. Der Bund legt eine Obergrenze für CO2-Emissionen fest, die schrittweise gesenkt wird. Entsprechend der Obergrenze werden Emissionsrechte ausgegeben, die zum Ausstoss einer bestimmten Menge CO2 berechtigen. Diese Rechte sind handelbar.

    Das Problem ist nun aber, dass ein Grossteil der Emissionsrechte den Teilnehmern kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Das soll verhindern, dass die Firmen ihre Produktion ins Ausland verlagern. Seit 2013 nehmen 55 Produktionsanlagen teil. Die Hälfte musste bisher keine Emissionsrechte ersteigern. Kritiker sprechen von einem Systemfehler: Die Ausnahme sei zum Standard geworden.

    Problematisch ist ferner, dass seit 2013 auch jene Firmen Gelder aus der Rückverteilung der CO2-Abgabe erhalten, die von der Abgabe befreit sind. Das Ziel war es, den Aufwand beim Vollzug zu verkleinern.

    Für die abgabebefreiten EHS-Firmen seien die Rückverteilungsbeträge aber de facto Subventionen, welche die anderen Firmen bezahlten, schreibt die EFK. Für einige Firmen sei der Kauf von Emissionsrechten vollständig durch diese Subventionen gedeckt.

    Hinzu kommt, dass im kleinen Schweizer Markt einzelne EHS-Teilnehmer den Handel bedeutend beeinflussen können. Das zeigte sich am Beispiel der Öl-Raffinerie Tamoil, dem drittgrössten CO2-Emittenten im Schweizer Markt. Weil Tamoil den Betrieb eingestellt hat, sind nun viel zu viele Emissionsrechte im System.

    Verstärkt wird der Überschuss an Emissionsrechten dadurch, dass auch ausländische Emissionszertifikate angerechnet werden können. Wegen der kostenlosen oder preisgünstigen Emissionsrechte bestünden kaum Anreize, emissionsmindernde Massnahmen umzusetzen, schreibt die EFK. Erst Preise von mehr als 40 Franken würden Anreize schaffen. Heute liegen die Preise unter 10 Franken.

    Im Hinblick auf die geplante Revision des CO2-Gesetzes hatte die EFK ihre Empfehlungen dem Bund bereits im vergangenen Jahr dargelegt. Der Bundesrat berücksichtigte diese in der Vernehmlassungsvorlage teilweise.

    So schlägt er vor, dass im Falle der Schliessung eines Betriebs künftig dem System Emissionsrechte entzogen werden können. Weiter sollen abgabebefreite Firmen keine Gelder mehr aus der Rückverteilung der CO2-Abgabe erhalten.

    Das Problem des kleinen Marktes bleibt aber. Eine Lösung dafür wäre die geplante Verknüpfung mit dem europäischen EHS. Das Abkommen ist ausgehandelt, liegt aber seit dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative auf Eis.

    Für den Fall, dass der geplante Anschluss ans europäische EHS nicht in absehbarer Zeit gelingt, empfiehlt die EFK, die Weiterführung des Schweizer Systems zu überdenken. Der Bund soll zum einen prüfen, ob es nicht besser wäre, das EHS einzustellen und auf die CO2-Abgabe und die Zielvereinbarungen zu fokussieren.

    Zum anderen soll der Bund die Weiterführung des Systems mit Verbesserungen prüfen, etwa einem Steuerungsmechanismus für die Preisstabilität, einer Preisuntergrenze für die Ersteigerung von Emissionsrechten sowie Mechanismen, die den Handel beleben.

    Das Bundesamt für Umwelt hält dazu in einer Stellungnahme fest, die angestrebte Umsetzung des Abkommens mit der EU bedürfe einer EU-kompatiblen Ausgestaltung des Emissionshandels. Es prüfe aber verschiedene Varianten für den Fall, dass das Abkommen mit der EU nicht innert nützlicher Frist unterzeichnet werden könne.

    Schliesslich empfiehlt die EFK dem Bund, transparenter auszuweisen, wie viel welches Instrument zur Reduktion des CO2-Ausstosses beiträgt. Ob die Schweiz das Reduktionsziel für 2020 insgesamt erreicht, ist noch offen. Die Industrie dürfte das Sektorziel erreichen, der Verkehr wird es deutlich verfehlen.

    Sechseläuten: Sechseläuten ist kein Stresstest für Pferde

    Sechseläuten: Sechseläuten ist kein Stresstest für Pferde


    ZÜRICH - ZH - Die Teilnahme eines Pferdes am Zürcher Sechseläuten ist für das Tier nicht stressiger als eine Spring- oder Dressurprüfung. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Vetsuisse-Fakultät der...

    ZÜRICH - ZH - Die Teilnahme eines Pferdes am Zürcher Sechseläuten ist für das Tier nicht stressiger als eine Spring- oder Dressurprüfung. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Vetsuisse-Fakultät der Universität Zürich, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

    Am Umzug der Zürcher Zünfte durch die Innenstadt mit dem abschliessenden Ritt um den brennenden, mit Knallkörpern gefüllten Böögg auf dem Sechseläutenplatz nehmen jedes Jahr 550 Pferde teil. Tierschützer kritisieren den Anlass als zu belastend für die Tiere.

    Dem widersprechen nun die Ergebnisse einer Masterarbeit, die an der Vetsuisse-Fakultät der Universität Zürich durchgeführt wurde. Die angehenden Tiermediziner untersuchten die Stressbelastung von 23 Pferden, die für neun Zünfte am Sechseläuten teilnahmen.

    Die Tiere trugen einen Pulsgurt, damit die Forscher ihre Herzfrequenz messen konnten. 13 der untersuchten Tiere waren Beruhigungsmittel verabreicht worden. Zwei Wochen vor dem eigentlichen Sechseläuten nahmen sie an einem Testtag teil.

    Pferde und Reiter absolvierten drei Teilstrecken des Umzugs: Den Kontermarsch, den Umzug und den Ritt um den brennenden Böögg. Die Tests fanden nicht in der Stadt statt, sondern auf einem Reitplatz. Am Sechseläuten wurden die Tiere auf den entsprechenden Abschnitten beobachtet.

    Neben der Messung der Herzfrequenz nahmen die Forscher beide Male Kotproben, um die Konzentration eines Stresshormons zu analysieren. Ein Experte beurteilte das Verhalten der Pferde an beiden Tagen. Das Ergebnis: Obwohl die Pferde am Sechseläuten Lärm und Stress ausgesetzt sind, ist die Stressbelastung moderat und für die Tiere zumutbar.

    Der Anstieg des Stresshormons unterschied sich zwischen Testtag und Umzug nicht. Die Experten sahen an beiden Tagen die meisten Stressanzeichen während des Kontermarsches. Bei dieser Kavallerie-Übung bewegen sich einzelne Tiere jeweils zwischen den Reihen der Formation in die Gegenrichtung und schliessen hinten wieder an.

    Während dieses Kontermarsches zeigten sich auch die deutlichsten Schwankungen der Herzfrequenz. An beiden Tagen stieg sie bei dieser Übung am stärksten an. Am Umzugstag war die Herzfrequenz der Tiere allgemein erhöht.

    Unterschiede zeigten sich zwischen erfahrenen und unerfahrenen Pferden: Tiere, die zum ersten Mal am Sechseläuten teilnahmen, hatten eine deutlich höhere durchschnittliche Herzfrequenz. Die Forscher schliessen daraus, dass es sich lohnt, Tier und Reiter im Vorfeld auf die Reize und Anforderungen eines solchen Anlasses vorzubereiten.

    «Wir sind froh um die Studienergebnisse», sagte Victor Rosser, Mediensprecher des Zentralkomitees der Zünfte Zürichs. Man sei sich bewusst, dass die Teilnahme der Pferde am Umzug mit seinen vielen Zuschauern nicht ungefährlich sei. Aber man habe auch in der Vergangenheit einiges eingeleitet.

    «Die Reiter müssen ein Brevet machen, neben den Pferden gehen Begleiter im Umzug mit», sagte Rosser. Er hob hervor, dass sich die Pferde offensichtlich auch an den Anlass gewöhnen könnten und dann weniger gestresst seien.

    York Ditfurth, Präsident des Tierschutzbunds Zürich, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur sda: «Wir fordern eine unabhängige Untersuchung.» Das Zürcher Tierspital sei am Anlass beteiligt.

    Ditfurth sagte, wenn man das Sechseläuten in der Untersuchung mit einem Sportanlass vergleiche, müsse man am Anlass auch für dieselben Rahmenbedingungen sorgen: «Wir fordern Dopingkontrollen und alle Reiter müssen eine Befähigung vorweisen können.»

    Nicht alle der 550 Tiere seien geeignet, ist sich Ditfurth sicher. Er sagte: «Es reicht, wenn ein Pferd durchdreht. Das Sechseläuten ist immer nur eine Glücksveranstaltung bis zu einem tragischen Ereignis.» Die Zahl der Pferde sei zu reduzieren und nur Profis sollten um den Böög reiten dürfen.

    2015 war ein Pferd am Sechseläuten zusammengebrochen und gestorben. Der Tierschutzbund Zürich kritisierte den Anlass als zu stressig für die Tiere. Die anschliessende Obduktion ergab, dass nicht Stress zum Tod des 24 Jahre alten Pferdes geführt hatte, sondern eine Herzrhythmusstörung.

    BLICK-Redaktor hatte nur 10 Minuten Verspätung von Luzern nach Zürich: Kompliment, liebe SBB!

    BLICK-Redaktor hatte nur 10 Minuten Verspätung von Luzern nach Zürich: Kompliment, liebe SBB!


    Der Bahnhof Luzern ist seit gestern blockiert. Trotzdem kam BLICK-Redaktor Gregory Remez (28) pünktlich ins Büro. Naja, fast. Gestern kurz vor 14 Uhr wurde der Cisalpino von Mailand nach Basel kurz nach der Ausfahrt aus dem Bahnhof Luzern zum...

    Der Bahnhof Luzern ist seit gestern blockiert. Trotzdem kam BLICK-Redaktor Gregory Remez (28) pünktlich ins Büro. Naja, fast.

    Gestern kurz vor 14 Uhr wurde der Cisalpino von Mailand nach Basel kurz nach der Ausfahrt aus dem Bahnhof Luzern zum Schief-Alpino (BLICK berichtete). Seither ist der Bahnhof für alle Züge gesperrt, die SBB raten von Reisen über Luzern ab.

    Als Luzerner, der täglich nach Zürich pendelt, fragte ich mich daher bereits gestern Abend: Wie zum Teufel komme ich jetzt in die Redaktion?

    Heute Morgen um 5.45 Uhr dann die erste Ernüchterung: Auch 14 Stunden nach der Entgleisung beim berüchtigten Flaschenhals geht am Bahnhof Luzern noch immer nichts.

    Der Bahnhof – wie ausgestorben

    Von aussen sieht zwar alles aus wie sonst. Das grelle Licht ist an, die ersten müden Pendlergesichter tauen langsam auf, der gut gelaunte Brezelkönig-Verkäufer am Eingang bewirbt munter Brötli und Kaffee.

    Ein Blick ins Innere verrät aber: Die Züge stecken bis auf weiteres fest. Der Bahnhof – wie ausgestorben.

    Rot unterlegt prangt auf der grossen digitalen Anzeigetafel eine Meldung. «Unterbruch: Der Bahnhof Luzern ist für den Bahnverkehr unterbrochen. Es verkehren Ersatzbusse ab Europaplatz vor KKL.»

    Also auf zum Kultur- und Kongresszentrum, 100 Meter östlich der Gleise. Dort bietet sich den Luzernern ein ungewöhnlicher Anblick. Der Europaplatz wurde kurzerhand zum Busdepot umfunktioniert. Rund zehn Bahnersatz-Busse stehen um den berühmten Wagenbachbrunnen in der Warteschleife.

    Mit dem Bus zum Bahnhof Ebikon

    Ein Helfer der SBB mit Megafon und oranger Weste lotst die wartenden Pendler zu den bereitstehenden Extrabussen. Ich stelle mich in die schnell wachsende Schlange der Pendler, die in Richtung Zug/Zürich weiter wollen. Hektik? Fehlanzeige. Gedränge? Nur wer selbst ellbögelt.

    Nach rund zehn Minuten Wartezeit ist es für mich und meine Mitpendler dann so weit. Der Mann mit der orangen Weste brüllt ins Megafon: «Alle in Richtung Zug, Thalwil, Zürich.» Mit dem Bus fahren wir nach Ebikon LU, wo wir dann in den Extrazug Richtung Zürich HB umsteigen. 

    Ob mein Busfahrer einer jener pensionierten Chauffeure ist, die extra aufgeboten wurden, weiss ich nicht. Der Bus ist rappelvoll.

    Zu meiner Verblüffung und der vieler meiner Mitpendler komme ich mit nur zehn Minuten Verspätung in Zürich an. So mühsam die Umleitung mit Extrabussen via Ebikon war, so gut klappte der Notfallplan von Bahn und den Verkehrsbetrieben.

    Kompliment, liebe SBB! Kompliment, liebe VBL!

    Schweiz - Spanien: ETA-Aktivistin soll ausgeliefert werden

    Schweiz - Spanien: ETA-Aktivistin soll ausgeliefert werden


    Die Schweiz liefert eine ETA-Aktivistin an Spanien aus. Das Bundesamt für Justiz teilte am Donnerstag mit, es habe die Auslieferung bewilligt. Alle Voraussetzungen seien erfüllt. Die Aktivistin habe nicht glaubhaft darlegen können, dass sie gefoltert...

    Die Schweiz liefert eine ETA-Aktivistin an Spanien aus. Das Bundesamt für Justiz teilte am Donnerstag mit, es habe die Auslieferung bewilligt. Alle Voraussetzungen seien erfüllt. Die Aktivistin habe nicht glaubhaft darlegen können, dass sie gefoltert worden sei.

    Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig. Die ETA-Aktivistin kann ihn innert 30 Tagen beim Bundesstrafgericht anfechten. Zudem wird die Frau nur ausgeliefert, wenn ihr Asylgesuch rechtskräftig abgelehnt wird.

    Der Asylentscheid kann beim Bundesverwaltungsgericht angefochten werden. Beide Entscheide könnten ans Bundesgericht weitergezogen werden, wie das Bundesamt für Justiz (BJ) in seiner Mitteilung festhält.

    Die Baskin war am 6. April 2016 in Zürich festgenommen und in Auslieferungshaft versetzt worden. In Spanien wurde sie wegen Unterstützung der baskischen Untergrundorganisation ETA verurteilt - ursprünglich zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und neun Monaten. Die Strafe wurde später auf drei Jahre und sechs Monate reduziert.

    Die ETA-Aktivistin tauchte unter und lebte nach eigenen Angaben seit 2009 unter falscher Identität in der Schweiz. Im Auslieferungsverfahren machte sie geltend, sie sei in Spanien auf der Grundlage eines unter Folter abgelegten Geständnisses verurteilt worden. Zudem rügte sie, die spanischen Behörden hätten ihre Anzeige wegen Folter nicht ernsthaft untersucht.

    Um diese Vorwürfe prüfen zu können, habe es Unterlagen eingeholt, schreibt das BJ. Die spanischen Behörden hätten alle verlangten Unterlagen übermittelt, namentlich die Gerichtsurteile im Zusammenhang mit der Überprüfung der Foltervorwürfe und medizinische Unterlagen. Auch hätten sie ausdrücklich erklärt, dass die Frau nicht gefoltert worden sei.

    Die ETA-Aktivistin habe nicht glaubhaft darlegen können, dass sie in Spanien tatsächlich gefoltert worden sei. Zudem habe sie die Gerichtsurteile weder an den Obersten Spanischen Gerichtshof noch an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte weitergezogen.

    Das BJ weist auch darauf hin, dass das Bundesgericht in einem ähnlich gelagerten Fall aus dem Jahr 2002 die Auslieferung eines mutmasslichen ETA-Mitglieds bewilligt habe. Es habe erklärt, dass die Annahme nicht gerechtfertigt sei, in Spanien werde systematisch gefoltert. Ebenfalls nicht gerechtfertigt sei die Annahme, bei Verdacht auf eine Zusammenarbeit mit der ETA könne kein faires Strafverfahren erwartet werden.

    Es sei nun auch im vorliegenden Fall zum Schluss gelangt, dass die Auslieferung nicht wegen Verletzung der Grundrechte abgelehnt werden könne, schreibt das BJ. Zudem seien alle Voraussetzungen für eine Auslieferung erfüllt. Namentlich sei der im Auslieferungsersuchen dargelegte Sachverhalt auch nach schweizerischem Recht strafbar.

    Auszieh-Zwang bei «Germany's Next Nacktmodel»: «BH aus oder kein Bild»

    Auszieh-Zwang bei «Germany's Next Nacktmodel»: «BH aus oder kein Bild»


    Heute Abend sollen die Nachwuchsmodels von Heidi Klum füdliblutt vor der Kamera posieren. Wer sich weigert, fliegt aus der Show. Um dieses Shooting kommen die Kandidatinnen bei «Germany's Next Topmodel» (heute, 20.15 Uhr, Pro Sieben) nicht herum....

    Heute Abend sollen die Nachwuchsmodels von Heidi Klum füdliblutt vor der Kamera posieren. Wer sich weigert, fliegt aus der Show.

    Um dieses Shooting kommen die Kandidatinnen bei «Germany's Next Topmodel» (heute, 20.15 Uhr, Pro Sieben) nicht herum. Irgendwann im Laufe jeder Staffel heisst es: nackte Haut statt Haute Couture. Da ist ein Drama vorprogrammiert.

    Nur mit einem Mini-Slip und Nipple-Pads ausgestattet, wird der Laufsteg-Nachwuchs mit Farbe bekleckst und so zum füdliblutten Graffiti-Kunstwerk. Lediglich Soraya (17) darf ihren BH anbehalten, da sie noch nicht volljährig ist.

    Mit BH gibt es kein Foto

    «Diese Woche werden die Mädels zu lebenden Kunstwerken. Ich achte natürlich darauf, dass die Fotos ästhetisch sind, dass die Fotos kunstvoll sind», betont Model-Mama Heidi Klum (43). Geschossen werden die Bilder von Starfotograf Christian Anwander (31).

    Während die einen das Shooting ohne Murren über sich ergehen lassen, sieht es bei manchen der Model-Küken ganz anders aus. Besonders Leticia (18) motzt ungläubig in die Kamera: «Die meinten zu mir: ‹Entweder du ziehst deinen BH aus oder du kriegst kein Bild!›»

    «Es ist wie das wahre Modelleben»

    Die klare Ansage von Klum: «Du bist volljährig. Was soll ich denn da machen? Es müssen alle Mädchen gleich behandelt werden, weil es ein Wettbewerb ist.» Der Zeitung «Bild» erklärt Leticia: «Ich komme ja aus einer anderen Kultur. Meine Eltern stammen aus dem Kongo. Da ist es ein absolutes No-go, sich komplett freizumachen vor der Kamera.»

    Ein Sendersprecher betonte dagegen: «Es ist wie das wahre Modelleben. Fotografen haben Anforderungen für ihre Shootings, und das Model entscheidet, ob es sich den Herausforderungen stellen will.» Oder eben nicht.

    Im vergangenen Jahr setzte sich die am Ende viertplatzierte Fata Hasanovic (22) übrigens noch durch – sie durfte beim Nacktshooting im australischen Busch ihren BH anbehalten. (paf)

    Deko-Trends zu Ostern: Ach, du dickes Ei

    Deko-Trends zu Ostern: Ach, du dickes Ei


    Hasen schmücken im Vintage-Look, in Pastellfarben, verspielt oder ganz schlicht Tisch und Haus. Vier Deko-Trends für den Osterboten. Frühlings-Trendfarben sind in diesem Jahr zarte Pastelltöne wie Rosa, Hellblau oder Mint, die an einen Mix aus...

    Hasen schmücken im Vintage-Look, in Pastellfarben, verspielt oder ganz schlicht Tisch und Haus. Vier Deko-Trends für den Osterboten.

    Frühlings-Trendfarben sind in diesem Jahr zarte Pastelltöne wie Rosa, Hellblau oder Mint, die an einen Mix aus Eiscreme und Sahne-Bonbons erinnern», sagt Nicole Merkel, Pressesprecherin vom Einrichtungs­laden Depot.

    Grundsätzlich gibts neben den Pastellfarben wie Rosa viel frühlingshaft ­Verspieltes wie Blumen-Serviettenringe, aber auch Schlichtes wie einfache ­Hasenfiguren aus Metall sowie Oster-Deko im Vintage-Look.

    Im Vergleich zu den letzten Jahren fällt auf, dass es immer mehr zurückhaltende Deko gibt: «Neben silberfarbenen, einfarbigen Hasen sind auch grosse Holzschalen beliebt, die mit Osterartikeln befüllt werden», erklärt Nicole Merkel weiter. Kitschliebhaber kommen aber auch auf ihre Kosten: «Verspielte Hasenfiguren, Kissen mit österlichen Prints oder weitere bunte Artikel mit zwei Ohren finden grossen Anklang».

    Dekorateure mixen diese Ostern auch gerne verschiedene Stile: Bäuerliche Motive werden mit auf ­modern gemachten Kupfer­elementen kombiniert und verleihen der österlichen Einrichtung einen Vintage-Look. Auch Stoff und Metall werden häufig gemischt.

    BLICK-Reporter im Playoff-Schlagabtausch: Bern hat Angst vor Luganos Powerplay

    BLICK-Reporter im Playoff-Schlagabtausch: Bern hat Angst vor Luganos Powerplay


    In den Playoffs liefern sich die BLICK-Eishockey-Reporter vor jedem Spiel einen Schlagabtausch. Sie schlüpfen in die Rolle von Anwälten der Teams. Wer hat die besseren...

    In den Playoffs liefern sich die BLICK-Eishockey-Reporter vor jedem Spiel einen Schlagabtausch. Sie schlüpfen in die Rolle von Anwälten der Teams. Wer hat die besseren Argumente?

    Baskische Terroristen-Helferin: Schweiz liefert ETA-Aktivistin an Spanien aus

    Baskische Terroristen-Helferin: Schweiz liefert ETA-Aktivistin an Spanien aus


    BERN - Die Schweiz liefert die ETA-Aktivistin Miren Nekane Txapartegi Nieve (43) an Spanien aus. Das Bundesamt für Justiz hat die Auslieferung bewilligt, wie es am Donnerstag mitteilte.  Alle Voraussetzungen seien erfüllt. Die...

    BERN - Die Schweiz liefert die ETA-Aktivistin Miren Nekane Txapartegi Nieve (43) an Spanien aus. Das Bundesamt für Justiz hat die Auslieferung bewilligt, wie es am Donnerstag mitteilte. 

    Alle Voraussetzungen seien erfüllt. Die Aktivistin Miren Nekane Txapartegi Nieve (43) habe zudem nicht glaubhaft darlegen können, dass sie in Spanien tatsächlich gefoltert worden sei und dass die spanischen Behörden ihre Vorwürfe nicht ernsthaft untersucht hätten.

    Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig. Nieve kann ihn innert 30 Tagen beim Bundesstrafgericht anfechten. Zudem wird sie nur ausgeliefert, wenn ihr Asylgesuch rechtskräftig abgelehnt wird.

    Der Asylentscheid kann beim Bundesverwaltungsgericht angefochten werden. Beide Entscheide könnten ans Bundesgericht weitergezogen werden, wie das Bundesamt für Justiz (BJ) in seiner Mitteilung festhält.

    Seit April 2016 in Auslieferungshaft

    Die Baskin war am 6. April 2016 in Zürich festgenommen und in Auslieferungshaft versetzt worden. In Spanien wurde sie wegen Unterstützung der baskischen Untergrundorganisation ETA verurteilt - ursprünglich zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und neun Monaten. Die Strafe wurde später auf drei Jahre und sechs Monate reduziert.

    Nieve tauchte unter und lebte nach eigenen Angaben seit 2009 unter falscher Identität in der Schweiz. Im Auslieferungsverfahren machte sie geltend, sie sei in Spanien auf der Grundlage eines unter Folter abgelegten Geständnisses verurteilt worden. Zudem rügte sie, die spanischen Behörden hätten ihre Anzeige wegen Folter nicht ernsthaft untersucht.

    Spanien bestreitet Foltervorwürfe

    Um diese Vorwürfe prüfen zu können, habe es Unterlagen eingeholt, schreibt das BJ. Die spanischen Behörden hätten alle verlangten Unterlagen übermittelt, namentlich die Gerichtsurteile im Zusammenhang mit der Überprüfung der Foltervorwürfe und medizinische Unterlagen. Auch hätten sie ausdrücklich erklärt, dass die Frau nicht gefoltert worden sei.

    Die ETA-Aktivistin habe nicht glaubhaft darlegen können, dass sie in Spanien tatsächlich gefoltert worden sei. Zudem habe sie die Gerichtsurteile weder an den Obersten Spanischen Gerichtshof noch an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte weitergezogen.

    Das BJ weist auch darauf hin, dass das Bundesgericht in einem ähnlich gelagerten Fall aus dem Jahr 2002 die Auslieferung eines mutmasslichen ETA-Mitglieds bewilligt habe. Es habe erklärt, dass die Annahme nicht gerechtfertigt sei, in Spanien werde systematisch gefoltert. Ebenfalls nicht gerechtfertigt sei die Annahme, bei Verdacht auf eine Zusammenarbeit mit der ETA könne kein faires Strafverfahren erwartet werden.

    Es sei nun auch im vorliegenden Fall zum Schluss gelangt, dass die Auslieferung nicht wegen Verletzung der Grundrechte abgelehnt werden könne, schreibt das BJ. Zudem seien alle Voraussetzungen für eine Auslieferung erfüllt. Namentlich sei der im Auslieferungsersuchen dargelegte Sachverhalt auch nach schweizerischem Recht strafbar. (SDA)

    Das meint BLICK zu Gunner-Granit: Die Schweiz braucht Xhaka

    Das meint BLICK zu Gunner-Granit: Die Schweiz braucht Xhaka


    Granit Xhaka polarisiert – ob bei Arsenal, bei der Nati oder abseits des Platzes. Ein Kommentar von BLICK-Sportchef Felix Bingesser. Er trägt sein Herz auf der Zunge. Und packt die Grätsche aus. Nicht nur auf dem Feld, auch im Gespräch. Hier wie...

    Granit Xhaka polarisiert – ob bei Arsenal, bei der Nati oder abseits des Platzes. Ein Kommentar von BLICK-Sportchef Felix Bingesser.

    Er trägt sein Herz auf der Zunge. Und packt die Grätsche aus. Nicht nur auf dem Feld, auch im Gespräch.

    Hier wie dort gehört Diplomatie nicht zur Kernkompetenz von Granit Xhaka. Ein hochtalentierter junger Mann, der keinen Zweikampf scheut. Weder auf dem Feld, noch in der Diskussion. Kanonier Xhaka. Er passt zu Arsenal, zu den Gunners.

    Dass er dabei auch Angriffsfläche schafft, schert Xhaka nicht. Er geht notfalls mit dem Kopf durch die Wand. Gnadenlos. Und seine radikal und gestenreich formulierte Botschaft ist klar: Kompromisse sind nicht mein Ding.

    40 Millionen Franken hat Arsenal für ihn bezahlt. Das ungezähmte Temperament des Kriegers hat man bewusst eingekauft. Er soll reifen. Und dann soll er Arsenal als zentrale Figur wieder zu Titelgewinnen führen.

    Eine zentrale Rolle ist für Xhaka mittelfristig auch in der Nationalmannschaft vorgesehen. Er ist der designierte Captain. Er wird die Dreh- und Angelscheibe im Team der Schweiz sein.

    Man mag ihn. Oder nicht. Seine Koketterie mit der albanischen Heimat seiner Eltern wirkt für viele irritierend. „Aber das gehört zu mir und meinem Leben. Und das verstecke ich nicht.“

    Doch Xhaka legt nun im Interview mit Blick ein weiteres klares Bekenntnis zur Schweiz und zum Nationalteam ab.

    Xhaka bewegt. Und wird noch vieles bewegen. Zum Wohle des Schweizer Fussballs. Denn er ist mittelfristig der wichtigste Spieler für unsere Nati.

    Auch, weil er unbeirrt seinen Weg geht.

    30% Ersparnis im Degu-Paket: Weingenuss für die Grillsaison mit der Malbec-Collection

    30% Ersparnis im Degu-Paket: Weingenuss für die Grillsaison mit der Malbec-Collection


    Langsam aber sicher wird es Frühling. Die Tage werden länger, die Abende wärmer. Das heisst für alle Grillfans: Es ist Zeit zum Angrillen! Saftiges Fleisch, geröstetes Gemüse und würzige Beilagen verlangen dabei geradezu nach aromatischen und...

    Langsam aber sicher wird es Frühling. Die Tage werden länger, die Abende wärmer. Das heisst für alle Grillfans: Es ist Zeit zum Angrillen! Saftiges Fleisch, geröstetes Gemüse und würzige Beilagen verlangen dabei geradezu nach aromatischen und kräftigen Rotweinen.

    Unsere Wahl fällt dabei auf Malbec-Weine. Im trockenen und heissen Klima des argentinischen Mendoza angebaut, kann die Rebsorte ideal ausreifen und somit ihre volle Power entfalten. Es entstehen dunkle Weine mit viel fruchtiger Würze. Beerenaromen werden mit Noten von Lorbeer und dunkler Schokolade ergänzt. Einfach perfekt zu allem Grillierten!  

    Möchten Sie sich selbst überzeugen? Wir haben da was für Sie zusammengestellt: Mit unserer Malbec-Collection können Sie die Rebsorte in ihrer ganzen Vielfalt kennenlernen. Sie erhalten insgesamt 12 Flaschen der renommiertesten Malbec-Vertreter zur Degustation und profitieren vom niedrigen Paketpreis. Die folgenden Weine sind in der Collection enthalten:

    Hier die vier besten Malbecs für nur CHF 15,- pro Flasche bestellen!

    Montes Kaiken Ultra Malbec 2015

    Montes, das steht für ganz grosses Weinkino aus Südamerika. Denn nicht nur in Argentinien, auch in Chile sind die Macher von Montes tätig. Der Montes Kaiken Ultra Malbec steht ganz im Zeichen Argentiniens - nur hier ist der Malbec so einmalig gut. Im Glas zeigt sich der Wein rebsortentypisch von dunkelstem, schwarz anmutenden Purpurrot.

    Im Bouquet bemerken wir Aromen von Waldfrüchten und Anklänge von dunkler Schokolade und Mokka. Aber auch eine schöne mineralische Note ist präsent. Dieser Rote präsentiert sich genauso rassig, wie man es sich von einem echten Argentinier wünscht. Starke Struktur, süsse Tannine, ein langes Finale. Ein schwerer Roter für den bewussten Geniesser.

     

    Catena Malbec 2014

    Winemaker Nicolás Catena ist für eine ganz neue Richtung des argentinischen Weinbaus verantwortlich. Eine gewissenhafte Auswahl seiner Rebstöcke, der einzelnen Lagen und des Erntematerials sorgte seit den 1990er-Jahren für einen enormen Qualitätssprung. Der erste Jahrgang des Catena Malbec wird heute als erster Spitzenmalbec Argentiniens gesehen - und die Qualität des Weines ist über die Jahre gleichbleibend hoch geblieben. Bewertungen von internationalen Weinkritikern bestätigen dies.

    Purpurrot im Glas, mit einem Duft nach Heidelbeeren, dunkler Schokolade und schwarzem Pfeffer in der Nase. Am Gaumen zeigt sich dann die volle Kraft - eben typisch Malbec. Das Finale ist lang und sehr elegant. Für idealen Genuss empfehlen wir, den Wein zwei Stunden vorher zu öffnen und ihm so etwas Luft zu geben.

    Terrazas Malbec 2013

    Ein perfekt gemachter Anden-Malbec, der durch seine intensive Aromatik nach roter Marmelade, Kirschen, getrockneten Pflaumen, Rosinen und Veilchen mit Noten von Röstaromen wie Vanille und Karamell überzeugt. Der üppige Alkoholrahmen fasst ein inhaltsreiches Bild ein, die Aromen sind komplex, der Gerbstoff ist gleichermassen mürb und griffig. Ein sehr harmonischer Wein mit guter Tanninstruktur.

    Der Terrazas de los Andes Malbec Reserva ist kraftvoll mit einem typischen, voluminösen und fruchtigen Charakter, der durch einen langen Abgang gekrönt wird.

    Hier die Malbec Collection bestellen und von 30 Prozent Ersparnis profitieren!

    Salentein Barrel Selection Malbec 2014

    Dieser Wein kommt aus einer besonderen Region Argentiniens, die mehr Aufmerksamkeit verdient: Das Uco Valley ist eine Unterregion von Mendoza in der Nähe der Anden. Sie gilt Südamerika-Kennern als der nächste grosse Weinort Argentiniens. Die Trauben wachsen in 900 bis 1700 Metern Höhe. Der Wein reift zwölf Monaten im französischen Eichenfass und weitere sechs Monate in der Flasche.

    Im Bouquet des Salentein Barrel Selection Malbec mischen sich ausdrucksstarke Aromen von saftigen Pflaumen und schwarzen und roten Beerenfrüchten mit einem süssen, exotischen Vanilleduft. Die Fruchtnoten wirken am Gaumen gehaltvoll. Die Tannine wirken samtig und fein. Sie sind vorbildlich integriert und gehen über in ein langes Finale.

    Cavusoglu trifft Burkhalter: Türkischer Aussenminister kommt heute in die Schweiz

    Cavusoglu trifft Burkhalter: Türkischer Aussenminister kommt heute in die Schweiz


    Der türkische Aussenminister Mevlüt Cavusoglu reist heute Donnerstag überraschend in die Schweiz. Er trifft sich nach offiziellen Angaben beider Seiten mit seinem Schweizer Amtskollegen Didier Burkhalter. Anschliessend soll es ein Treffen mit...

    Der türkische Aussenminister Mevlüt Cavusoglu reist heute Donnerstag überraschend in die Schweiz. Er trifft sich nach offiziellen Angaben beider Seiten mit seinem Schweizer Amtskollegen Didier Burkhalter.

    Anschliessend soll es ein Treffen mit Landsleuten in der türkischen Botschaft in Bern geben.

    Dies bestätigten sowohl das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) wie auch das türkische Aussenministerium am Donnerstag. Über Ort und Zeitpunkt des Treffens zwischen Burkhalter und Cavusoglu machte das EDA aus Sicherheitsgründen keine Angaben.

    Klar ist aber:Cavusoglu ist heute nach 10 Uhr in Bern gelandet und wurde von der Schweizer Delagation begrüsst. Die machte der Aussenminister selber über seinen  Twitter-Account publik.

    Die Türkinnen und Türken stimmen am 16. April über eine Verfassungsreform ab, die weitreichende Befugnisse für den Präsidenten vorsieht. Die im Ausland lebende Türken dürfen an der Abstimmung teilnehmen.

    Mehrere türkische Regierungsminister und Politiker der Regierungspartei hielten Auftritte in europäischen Ländern ab, um für eine Annahme des Referendums zu werben. Diese Auftritte waren in diesen Ländern umstritten und wurden teilweise von den Behörden oder den Veranstaltern unterbunden.

    In der Schweiz wurde ein Auftritt Cavusoglus vom Veranstalter abgesagt - die Schweizer Regierung verbot Wahlkampfauftritte aber nicht grundsätzlich. (SDA)

    Schwede geht auf Neymar los: «Er ist der grösste Schauspieler des Fussballs»

    Schwede geht auf Neymar los: «Er ist der grösste Schauspieler des Fussballs»


    Mikael Lustig (30) hat sich schon mehrmals mit Neymar (25) auf dem Feld duelliert. Der Schwede glaubt, das grösste Talent des Barça-Stars zu kennen. Die Fussball-Experten sind sich einig: Neymar wird in absehbarer Zukunft zum besten Kicker der Welt...

    Mikael Lustig (30) hat sich schon mehrmals mit Neymar (25) auf dem Feld duelliert. Der Schwede glaubt, das grösste Talent des Barça-Stars zu kennen.

    Die Fussball-Experten sind sich einig: Neymar wird in absehbarer Zukunft zum besten Kicker der Welt aufsteigen. Im Sommer 2013 hat Barcelona Erzrivale Real Madrid im Tauziehen um das vielversprechende Juwel ausgestochen.

    Damals sagte man dem Brasilianer Unmengen an Talent nach, die allgegenwärtige Frage war aber, ob er seine Klasse auch in den europäischen Topligen auf den Rasen bringen würde. Nach fast vier Jahren, 99 Toren und 76 Assists im Barça-Dress ist die Antwort naheliegend: Ja.

    Doch der begnadete Techniker ist nicht nur für Dribblings, Kunstschüsse und Speed bekannt. Den Superstar verfolgt der Ruf als Spieler, den es bei einem Zweikampf nicht lange auf den Beinen hält. Guti, einst Mittelfeld-Motor bei Real, fand im Februar 2016 giftige Worte: «Neymar verdient einen Oscar für alles, was er bisher getan hat.»

    Mit dieser Kritik steht der 39-Jährige nicht allein da: Celtic-Glasgow-Verteidiger Mikael Lustig (30) weiss, wie es ist, dem wirbligen Brasil-Knipser gegenüberzustehen. Sechs Mal wurde ihm bisher schon die Aufgabe zuteil, Neymar dem eigenen Strafraum fernzuhalten. 

    Bei den letzten drei Versuchen gelang es dem schwedischen Nationalspieler nicht wie gewünscht, der Barça-Star netzte vier Mal ein.

    Gut möglich, dass also auch ein bisschen Frust dabei ist, wenn er in der schwedischen Zeitung «Expressen» sagt: «Neymar ist der grösste Schauspieler des Fussballs! Er fällt sehr schnell, du kannst ihn kaum berühren.»

    Lustig weiss, dass ihm der Brasilianer (schau)spielerisch überlegen ist. Das Gegenrezept: «Du musst nah an ihm dran bleiben, manchmal musst du in die Trickkiste greifen, um in seinen Kopf zu gelangen.»

    Wie das aussehen kann, zeigt der Schwede beim letzten Aufeinandertreffen im vergangenen November. Lustig steht dem unterdessen wertvollsten Spieler der Welt nahezu ununterbrochen auf den Füssen herum und bringt diesen in Rage. Nur blöd, dass für das anschliessende Rencontre beide Gelb sehen. (sag)

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    Neues aus Hollywood: Brie Larson spielt frühe Frauenrechtlerin

    Neues aus Hollywood: Brie Larson spielt frühe Frauenrechtlerin


    Los Angeles – Vom Monsteraffen-Abenteuer in den Präsidentschaftswahlkampf: Oscar-Preisträgerin Brie Larson, derzeit in «Kong: Skull Island» im Kino zu sehen, soll die Hauptrolle im Politdrama «Victoria Woodhull» übernehmen. Wie die...

    Los Angeles – Vom Monsteraffen-Abenteuer in den Präsidentschaftswahlkampf: Oscar-Preisträgerin Brie Larson, derzeit in «Kong: Skull Island» im Kino zu sehen, soll die Hauptrolle im Politdrama «Victoria Woodhull» übernehmen.

    Wie die US-Branchenblätter «Variety» und «The Hollywood Reporter» am Mittwoch berichteten, wird das Amazon Studio den Film über die erste US-Präsidentschaftskandidatin zusammen mit Larson produzieren.

    1872 trat die Frauenrechtlerin Victoria Woodhull (1838 bis 1927) als erste Präsidentschaftskandidatin Amerikas für die «Equal Rights Party» an, knapp 50 Jahre bevor 1920 das Frauenwahlrecht in den USA überhaupt eingeführt wurde. Sie war auch die erste Brokerin an der Wall Street, Frauenrechtlerin und unorthodoxe Sozialistin, die das Recht auf Abtreibung und die Abschaffung der Ehegesetze forderte.

    Über einen Drehbeginn und einen möglichen Regisseur wurde zunächst nichts bekannt. Larson hat zahlreiche Projekte geplant, darunter die Comic-Verfilmung «Captain Marvel» und ihr Regie-Debüt mit der Komödie «Unicorn Store». Für ihre Rolle als gekidnappte Mutter in «Room», die mit ihrem Sohn gefangen gehalten wird, hatte Larson 2016 einen Oscar als beste Hauptdarstellerin gewonnen.

    Wer tut denn sowas? Unbekannte klauen drei Brautkleider

    Wer tut denn sowas? Unbekannte klauen drei Brautkleider


    ST. GALLEN - Unbekannte sind in der Stadt St. Gallen in ein Brautmodengeschäft eingebrochen und haben drei Kleider gestohlen. Die Kantonspolizei sucht Zeugen. In der Zeit zwischen Sonntagabend 19 Uhr und Mittwochnachmittag 15 Uhr...

    ST. GALLEN - Unbekannte sind in der Stadt St. Gallen in ein Brautmodengeschäft eingebrochen und haben drei Kleider gestohlen. Die Kantonspolizei sucht Zeugen.

    In der Zeit zwischen Sonntagabend 19 Uhr und Mittwochnachmittag 15 Uhr sind Unbekannte in ein Nähatelier an der Salisstrasse in St. Gallen eingebrochen.

    Wie die Kantonspolizei St. Gallen schreibt, klauten sie Stoffrollen, Abendkleider, Bargeld und drei Brautkleider im Gesamtwert von rund 9000 Franken. Weil sie gewaltsam durch die Eingangstüre eingebrochen waren entstand dort zusätzlich ein Sachschaden von rund 500 Franken.

    Die Kapo geht davon aus, dass die Täter das Diebesgut im Auto abtransportiert haben. Deshalb sucht die Polizei Zeugen, die Angaben zum möglichen Tatauto machen können. Wer etwas gesehen hat, wird gebeten, sich unter der Nummer 058 229 49 49 zu melden. (stj)

    Geldpolitik: SNB hat 2016 Interventionen zurückgefahren

    Geldpolitik: SNB hat 2016 Interventionen zurückgefahren


    BERN - BE - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im vergangenen Jahr fast 20 Milliarden Franken weniger Devisen zur Schwächung des Frankens gekauft als noch im Vorjahr. Sie intervenierte 2016 mit 67,1...

    BERN - BE - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im vergangenen Jahr fast 20 Milliarden Franken weniger Devisen zur Schwächung des Frankens gekauft als noch im Vorjahr. Sie intervenierte 2016 mit 67,1 Milliarden Franken am Devisenmarkt, 2015 waren es 86,1 Milliarden Franken.

    Die Interventionen seien hauptsächlich in Phasen erhöhter Unsicherheit erfolgt, in denen der Franken als sichere Anlage besonders gesucht gewesen sei, schreibt die SNB in ihrem Geschäftsbericht, den sie am Donnerstag veröffentlicht hat. Beispielsweise als der Entscheid Grossbritanniens fiel, aus der EU auszutreten.

    Im Vorjahr hatte die SNB vor allem im Januar haufenweise Devisen gekauft. Bis zum 15. Januar musste sie damit noch den Mindestkurs durchsetzten. Danach gab sie die Euro-Untergrenze auf und intervenierte noch, um den Franken nach seiner starken Aufwertung wieder abzuschwächen.

    2016 liess die SNB nun gegen Ende des Jahres eine weitere Abschwächung des Euros gegenüber dem Franken zu. Der Wechselkurs verabschiedete sich von der Marke 1,10. Zwar deuteten die wöchentlichen Veränderungen der Sichtguthaben daraufhin, dass dies nicht kampflos geschehen war. Allerdings dürfte die SNB mit Blick auf den starken Dollar einen schwächeren Euro durchaus hingenommen haben.

    Während die Europäische Zentralbank (EZB) weiterhin eine sehr lockere Geldpolitik betreibt, haben die Währungshüter der amerikanischen Notenbank (Fed) die Zügel bereits angezogen - in der Folge wertete sich der Dollar auch gegenüber dem Franken auf.

    Die SNB erklärte bereits früher, sie berücksichtige bei Deviseninterventionen die gesamte Währungssituation. Im Dezember passte sie allerdings ihre Sprachregelung dahingehend an, dass sie diesen Satz in die offizielle Mitteilung aufnahm.

    Auch der Geschäftsbericht weist daraufhin, dass der starke Dollar dazu führt, dass die SNB weniger stark interveniert. Die Währungshüter registrierten demnach nur geringe Wechselkursschwankungen.

    Der exportgewichtete nominale Aussenwert des Frankens habe sich nur wenig verändert. Zwar habe der Franken gegenüber dem Euro am Jahresende etwas stärker notiert als noch zu Beginn. Doch diese Höherbewertung sei durch eine leichte Abschwächung gegenüber dem US-Dollar teilweise kompensiert worden.

    Syrien: Syriens Opposition will direkte Gespräche

    Syrien: Syriens Opposition will direkte Gespräche


    Genf – Syriens Opposition drängt bei den neuen Genfer Friedensverhandlungen auf direkte Gespräche mit der Regierung. «Wir sind gekommen, um wirkliche Gespräche zu führen, und nicht, um Zeit zu verschwenden», sagte Oppositionssprecher Salim...

    Genf – Syriens Opposition drängt bei den neuen Genfer Friedensverhandlungen auf direkte Gespräche mit der Regierung. «Wir sind gekommen, um wirkliche Gespräche zu führen, und nicht, um Zeit zu verschwenden», sagte Oppositionssprecher Salim Muslit.

    «Wir hoffen, auf der anderen Seite des Tisches einen ernsthaften Partner zu finden», sagte Muslit vor dem Beginn der neuen Verhandlungsrunde am Donnerstag.

    Bei dem Treffen soll unter UNO-Vermittlung über eine politische Lösung für den sechsjährigen Konflikt gesprochen werden. Alle bisherigen Gespräche über ein Ende des Bürgerkriegs waren erfolglos geblieben. Zuletzt verhandelten beide Seiten nur indirekt miteinander.

    Belastet wird die neue Verhandlungsrunde durch die heftigsten Kämpfe im Osten der Hauptstadt Damaskus seit rund zwei Jahren. Rebellen hatten dort am Wochenende einen Angriff auf Regierungskräfte begonnen. Laut Muslit geht es den bewaffneten Gruppen darum, die Blockade der Rebellenenklave östlich von Damaskus zu brechen.

    Banken: Die Marke «Bank Coop»verschwindet

    Banken: Die Marke «Bank Coop»verschwindet


    BASEL - BS - Die Detailhändlerin Coop zieht sich vollständig aus dem Bankengeschäft zurück. Coop verkauft das Aktienpaket an der Bank Coop von 10,4 Prozent an die Basler Kantonalbank. Der Name Bank Coop...

    BASEL - BS - Die Detailhändlerin Coop zieht sich vollständig aus dem Bankengeschäft zurück. Coop verkauft das Aktienpaket an der Bank Coop von 10,4 Prozent an die Basler Kantonalbank. Der Name Bank Coop verschwindet. Das neue Geldhaus heisst Bank Cler.

    Die Basler Kantonalbank baut damit ihre Beteiligung auf 75,8 Prozent aus, wie die Bank Coop am Donnerstag mitteilte. Weitere rund 5 Prozent der Anteile halten Gewerkschaftsverbände, 1,1 Prozent werden von der Bank im Handelsbestand und in Finanzanlagen gehalten. Der Rest ist im Streubesitz.

    Mit der Übernahme des Aktienpakets von Coop will die Basler Kantonalbank ihre Tochter umbauen und fit für die Zukunft machen. Die Bank Cler will insbesondere verstärkt in digitale Angebote investieren.

    «Mit der Namensänderung geben wir der Bank Cler von Anfang an ein klares, eigenständiges Profil», wird Verwaltungsratspräsident Ralph Lewin im Communiqué zitiert. «Cler» steht im Rätoromanischen für klar, einfach, deutlich. Der Namenswechsel erfolgt auf den 20. Mai.

    Für die Coop sei der Ausstieg aus dem Bankgeschäft der Abschluss eines Prozesses, der schon 1999 mit der Abgabe der Mehrheitsbeteiligung an die Basler Kantonalbank begonnen habe, sagte Coop-Sprecher Urs Meier auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Wichtig aus Sicht der Coop sei, dass die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit einem verlässlichen Partner weitergeführt werde.

    Die Kunden der Bank Cler profitierten weiterhin vom Supercard-Programm von Coop, heisst es in der Mitteilung von Bank Coop. In den Coop-Verkaufsstellen würden weiterhin die Bancomaten der Bank Cler zur Verfügung stehen. Ein wichtiges Standbein der Bank Cler bleibe zudem die Zusammenarbeit mit Gewerkschaften und Wohnbaugenossenschaften.

    In den nächsten Jahren will die Bank Cler mit den Investitionen in einen neuen Auftritt, modernisierte Geschäftsstellen und digitale Angebote wachsen. Künftig sollen Bankkunden über eine neue virtuelle Geschäftsstelle der Bank Cler in wenigen Minuten ein Konto eröffnen oder eine Kreditkarte beantragen können.

    Die Kontoeröffnung erfolgt durchgehend digital, die Identifikation über Video und die Verträge werden gänzlich papierlos abgeschlossen. Kundenberater stehen über eine Chat-Funktion, später auch über Video online für Fragen und Beratungsgespräche bereit. Alle Basisdienstleistungen werden nicht nur in den physischen Geschäftsstellen, sondern auch virtuell angeboten

    Auch im Verwaltungsrat kommt es zu Veränderungen. Ralph Lewin gibt nach sieben Jahren das Präsidium des Verwaltungsrat an Andreas Sturm ab. Zudem wird der Verwaltungsrat von neun auf sieben Mitglieder verkleinert.

    Jacqueline Henn Overbeck, Reto Conrad und Martin Tanner scheiden aus dem Aufsichtsgremium aus. Als neues Mitglied wird Barbara A. Heller der Generalversammlung zur Wahl vorgeschlagen.

    Erste Hilfe für einen Terroristen: Hier liegt der Attentäter von London

    Erste Hilfe für einen Terroristen: Hier liegt der Attentäter von London


    LONDON - Wer ist der Angreifer von London? Auf einem Foto ist der von der Polizei niedergeschossene Mann zu sehen. Sanitäter versuchten, sein Leben zu retten. Ein Mann tötet in London drei Menschen. Dann setzt ihn die Polizei ausser...

    LONDON - Wer ist der Angreifer von London? Auf einem Foto ist der von der Polizei niedergeschossene Mann zu sehen. Sanitäter versuchten, sein Leben zu retten.

    Ein Mann tötet in London drei Menschen. Dann setzt ihn die Polizei ausser Gefecht. Sanitäter versorgen den Bärtigen anschliessend trotz seiner Wahnsinnstat auf einer Trage, versuchen sein Leben zu retten.

    Der Mann stirbt später im Krankenhaus. Die Polizei vermutet, dass er ein Einzeltäter war. Dennoch nahm die Polizei nach dem Anschlag sieben Personen fest.

    Scotland Yard sagt, die Identität des Attentäters sei geklärt. «Wir gehen davon aus, dass er vom internationalen Terrorismus inspiriert wurde», sagt ein Polizeisprecher. Der Öffentlichkeit ist noch nichts über die Identität des Angreifers bekannt.

    Falsche Verdächtigung

    Kurz nach der Attacke spekulierte der TV-Sender «Channel 4»: Trevor Brooks (42), der sich Abu Izzadeen nennt, soll der Terrorist von London sein. Der Mann ist seit Jahren als Hassprediger bekannt, hetzt regelmässig öffentlich gegen die britische Regierung.

    Sein Anwalt dementierte allerdings, dass er der Attentäter ist – laut ihm sitzt der Hassprediger immer noch hinter Gittern.

    Immerhin: «Channel 4»-Journalist Simon Israel korrigierte sich auf Twitter. Er habe einen Fehler gemacht und einem falschen Informanten vertraut.

     

    Der einzige Zusammenhang: Izzadeen ist ebenfalls dunkelhäutig und trägt einen Bart – wie der niedergeschossene Attentäter auf der Trage.

    Razzia in Birmingham

    Eine erste Spur über die Herkunft des Täters führt nach Birmingham. Hunderte Ermittler untersuchen, ob der Angreifer Komplizen oder Mitwisser hatte. In Birmingham wurde eine Razzia in einem Haus durchgeführt, wie britische Medien berichten. Von der Adresse aus soll das Auto gemietet worden sein, das beim Anschlag benutzt wurde. (noo)

    Chemie: BASF verkauft Teil des Geschäfts

    Chemie: BASF verkauft Teil des Geschäfts


    Frankfurt – Der Chemiekonzern BASF verkauft sein Geschäft mit Lederchemikalien an die niederländische Stahl Group. Im Gegenzug erhält BASF eine Minderheitsbeteiligung von 16 Prozent an der Firma. Dies teilte BASF am Donnerstag mit. Zu weiteren...

    Frankfurt – Der Chemiekonzern BASF verkauft sein Geschäft mit Lederchemikalien an die niederländische Stahl Group. Im Gegenzug erhält BASF eine Minderheitsbeteiligung von 16 Prozent an der Firma.

    Dies teilte BASF am Donnerstag mit. Zu weiteren finanziellen Details der Transaktion wollte sich das Unternehmen nicht äussern. Die Transaktion umfasst das weltweite BASF-Lederchemikaliengeschäft mit rund 210 Stellen sowie den Produktionsstandort für Lederchemikalien in Spanien. Der Abschluss des Verkaufs wird für das vierte Quartal erwartet.

    Die Stahl Group ist ein Hersteller von Prozesschemikalien für Lederprodukte und Hochleistungsbeschichtungen. Nach dem Zusammenschluss der beiden Geschäfte kommt das niederländische Unternehmen nach eigenen Angaben 2016 pro Forma auf Umsätze von 850 Millionen Euro und ein Betriebsergebnis (Ebitda) von mehr als 200 Millionen Euro.

    Wegen seinem tollpatschigen Alpinchef Cattin: Lehmann muss sofort handeln

    Wegen seinem tollpatschigen Alpinchef Cattin: Lehmann muss sofort handeln


    Nach der skandalösen Entlassung von Erfolgstrainer Sepp Brunner ist jetzt Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann gefordert. Der «Fall Brunner» beschäftigt die Sportschweiz. Im Zentrum steht dabei weiter die Rolle von Stéphane Cattin. Dass der Alpinchef...

    Nach der skandalösen Entlassung von Erfolgstrainer Sepp Brunner ist jetzt Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann gefordert.

    Der «Fall Brunner» beschäftigt die Sportschweiz. Im Zentrum steht dabei weiter die Rolle von Stéphane Cattin. Dass der Alpinchef nicht erst seit dem jüngsten Eklat bei seinen Athleten und Trainern keinen vor­teilhaften Ruf geniesst, wird mit einer im letzten Dezember getätigten Aussage von Justin Murisier untermauert: «Unser Alpinchef macht es sich sehr einfach. Er schaut uns ja immer nur bei den Rennen zu. Im Training hat er uns noch nie besucht. Er hat keine Ahnung, wie wir wirklich arbeiten.»

    Murisier platzt damals in Val-d’Isère der Kragen, weil Cattin mit seiner Athleten-Kritik nach dem enttäuschenden Riesenslalom interne Probleme ­öffentlich breitschlägt. Also ­etwas tut, was vergleichbar ist mit dem, was er selber Sepp Brunner jetzt als Kündigungsgrund auslegt.

    Die richtige Kommunikation ist sowieso das grosse Problem des Mannes aus dem Berner Jura. Ein Insider bestätigt: «Ich kenne keinen Athleten und keinen Trainer, der seit ­Cattins Dienstantritt im Sommer 2015 ein richtig konstruk­tives Gespräch mit ihm geführt hat.»

    Den Kommunikations-GAU hat der in dieser Rolle offensichtlich komplett überforderte Ex-Trainer von Mike von Grünigen nun bei der Entlassung von Brunner abgeliefert.

    «Ich war nicht dabei»

    Aber was sagt eigentlich Swiss-Ski-General Urs Lehmann zum mehr als tollpatschigen Verhalten seines Kadermanns? «Ich war nicht dabei, als Cattin und Tom Stauffer in Aspen gegenüber Sepp Brunner die Kündigung ausgesprochen haben. Und weil ich zurzeit in den USA weile, habe ich die Polemik nach dieser Trennung fast ausschliesslich den Medien entnommen. Aber wenn es wirklich stimmt, dass man Sepp die Kündigung in erster Linie mit illoyalem Verhalten begründet hat, finde ich das unglücklich.»

    Selbstverständlich betont Lehmann mit Nachdruck, «dass ich mir ein finales Urteil zu dieser Geschichte erst dann bilden werde, wenn ich nach meiner Rückkehr mit meiner Sportlichen Leitung gesprochen habe».

    Lehmann ist nun gefordert. Denn der Fall Brunner ist auch zum Fall Cattin geworden. Es braucht Lösungen. Ansonsten wird auch der Präsident vom jüngsten Wirbelsturm bei Swiss-Ski erfasst.

    Feministinnen-Verein will helfen: Wikipedia-Nachhilfe für Politikerinnen

    Feministinnen-Verein will helfen: Wikipedia-Nachhilfe für Politikerinnen


    BERN - Der Verein Feministische Wissenschaft fordert Politikerinnen von SP bis SVP auf, ihre digitale Identität besser zu pflegen. Schweizer Politiker inszenieren sich in den sozialen Medien. Dabei vergessen viele, dass die eigene...

    BERN - Der Verein Feministische Wissenschaft fordert Politikerinnen von SP bis SVP auf, ihre digitale Identität besser zu pflegen.

    Schweizer Politiker inszenieren sich in den sozialen Medien. Dabei vergessen viele, dass die eigene Wikipedia-Seite mindestens so wichtig ist: Wer einen Parlamentarier googelt, landet innert Sekunden darauf.

    Zwar sind viele Einträge unvollständig. Doch der Verein Feministische Wissenschaft (Femwiss) will nun herausgefunden haben: Bei Politikerinnen ist alles noch viel schlimmer.

    Per Mail bietet der Verein allen Parlamentarierinnen Hilfe an. Diese sollen einen Beitrag über sich selbst verfassen. Femwiss will diesen dann «gemäss den Wikipedia-Richtlinien anpassen, redigieren, ergänzen und hochladen». Kostenlos, versteht sich.

    «Wenig Fokus auf ausserhäusliche Leistungen»

    Verfasst hat das Angebot Alma Redzic. Sie sagt: «Bei vielen Frauen liegt der Schwerpunkt im Beitrag auf der Kindheit, dem Ehemann und der Anzahl Kinder, statt auf dem politischen Leistungsausweis.»

    Das liege wohl daran, dass gegen 90 Prozent der Autoren Männer seien. Einige würden Frauen «nach wie vor als Ehefrauen und Mütter ansehen und wenig Fokus auf ihre ausserhäuslichen Leistungen legen».

    SVP-Pieren: «Brauche keine Unterstützung von Feministinnen»

    Die Offerte kommt nicht überall gut an. SVP-Nationalrätin Nadja Pieren hat das Mail gelöscht. «Starke Frauen brauchen keine Unterstützung von Feministinnen», sagt die Bernerin. Wem Wikipedia wichtig sei, könne sich selbst darum kümmern.

    Offen zeigt sich SP-Nationalrätin Min Li Marti. «Ich selbst kümmere mich wohl auch zu wenig darum, was über mich geschrieben steht», glaubt die Zürcherin. Die Offerte von Femwiss könnte einigen Frauen die Augen öffnen.

    Tatsächlich hat auch Pieren gemerkt, dass ihr Beitrag nicht mehr aktuell ist. «Also werde ich das in den nächsten Tagen selbständig ändern.»

    Noch 1 Tag bis zum WM-Start: Toro Rosso will auf keinen Fall wieder Siebter werden

    Noch 1 Tag bis zum WM-Start: Toro Rosso will auf keinen Fall wieder Siebter werden


    Am Freitag dröhnen in Melbourne die Motoren wieder. BLICK nimmt das Toro-Rosso-Team unter die Lupe. Mit einem Budget von 135  Millionen Euro und 420 Mitarbeitern steigt Toro Rosso-Renault in die neue Saison. Und nach drei Jahren will der kleine...

    Am Freitag dröhnen in Melbourne die Motoren wieder. BLICK nimmt das Toro-Rosso-Team unter die Lupe.

    Mit einem Budget von 135  Millionen Euro und 420 Mitarbeitern steigt Toro Rosso-Renault in die neue Saison. Und nach drei Jahren will der kleine Bullen-Bruder endlich von diesem verflixten 7. WM-Platz weg.

    «Drei Jahre auf der gleichen Position genügen. Auch diesmal ist Rang fünf unser Ziel. Und wir sind noch nie so gut vorbereitet wie jetzt. Auch Renault hat einen guten Job gemacht», sagt der österreichische Teamchef Franz Tost (61), der 365 Tage nur für seinen Job lebt.

    Letzte Saison musste das B-Team des Salzburger Dosen-Imperiums doppelt leiden. Nach vier Rennen (trotz eines Podesplatzes in China) wurde der Russe Daniil Kvyat (22) von Red Bull zu Toro Rosso abgeschoben – und der Holländer Max Verstappen übernahm in Spanien gleich mit einem Sieg!

    Kvyat war mental zerstört, holte aus den letzten 15 Rennen nur noch drei WM-Punkte. Und mit dem alten Ferrari-Motor (wie jetzt Sauber) ging es stets bergab.

    Zum Glück hielt mit Carlos Sainz junior (22), Sohn des zweifachen Rallye-Weltmeisters (1990/92), eines der grössten Talente in der Formel 1 Toro Rosso mit spektakulären Voirstellungen über Wasser. Der Spanier fühlt sich längst für höhere Aufgaben bereit, doch sein Vertrag läuft erst diese Saison aus. Der Aufstieg zu Red Bull ist bis 2019 versperrt. Bleibt nur Ferrari…

    2008 gewann Sebastian Vettel im Regen von Monza das bisher einzige Rennen für den Talentschuppen Toro Rosso. Die meisten WM-Läufe für das Team aus Faenza bestritten der Franzose Vergne (58) und der Schweizer Buemi (55).

    Entgleisung: Am Bahnhof Luzern stehen die Züge still

    Entgleisung: Am Bahnhof Luzern stehen die Züge still


    LUZERN - LU - In der Luzerner Bahnhofshalle, in der täglich bis zu 163'000 Pendler und Passanten unterwegs sind, herrschte am Donnerstagmorgen gespenstische Ruhe. Einzig in der Ecke der Zentralbahn war seit...

    LUZERN - LU - In der Luzerner Bahnhofshalle, in der täglich bis zu 163'000 Pendler und Passanten unterwegs sind, herrschte am Donnerstagmorgen gespenstische Ruhe. Einzig in der Ecke der Zentralbahn war seit den frühen Morgenstunden wieder Betrieb.

    Seit der Entgleisung eines mit 160 Personen besetzten Eurocity-Zugs bei der Ausfahrt unter der Langensandbrücke am Mittwoch ist es still im Kopfbahnhof. Die meisten Perronbereiche wurden mit rot-weissen Plastikbändern abgesperrt. Mehrere Züge stehen mit ausgeknipsten Lichtern parkiert im Bahnhof.

    Vereinzelt weist Bahnhofspersonal in hellen Westen Passagieren und Touristen den Weg zum Abfahrtsort der Ersatzbusse vor dem Bahnhof. Auch mindestens eine Putzequippe war am Werk. Die Geschäfte im Bahnhof haben geöffnet. Doch für das Personal dürfte es noch ruhiger als an einem Sonntag zugehen.

    Ein ungewohntes Bild bot sich auch in der Fussgängerzone vor dem KKL: Um dieses und den Bahnhof herum kurvten zahlreiche Ersatzbusse. Auf den Busperrons gab es längere Schlangen geduldig wartender Pendler. Von der sonst üblichen Hektik war wenig zu spüren.

    Nach dem Stillstand der Bahn haben die städtischen Verkehrsbetriebe VBL alle Hände voll zu tun. Selbst pensionierte Busfahrer und Bürokräfte mit Chauffeurausweisen seien aufgeboten worden, sagte VBL-Sprecher Christian Bertschi in einem Interview mit der «Luzerner Zeitung». Die VBL holte alle 128 verfügbaren Fahrzeuge aus dem Depot, acht mehr als zu regulären Spitzenzeiten. Insgesamt standen 140 Mitarbeiter - 20 mehr als normal - im Einsatz.

    Weil die Pendler in Luzern auf die Bahn verzichten mussten, kam es am Donnerstagmorgen auf den Strassen im Kanton an zahlreichen Orten zu längeren Staus. Nicht nur die chronisch verstopfte A14 zwischen Luzern und Zug war betroffen, sondern laut TCS auch mehrere Nebenstrassen.

    Stéphanie Bergers Peiniger blitzt vor Obergericht ab: Missen-Stalker wird weggesperrt

    Stéphanie Bergers Peiniger blitzt vor Obergericht ab: Missen-Stalker wird weggesperrt


    Stéphanie Bergers Stalker wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Das Zürcher Obergericht hat das Urteil des Bezirksgerichts Zürich bestätigt. Der Mann hat das Urteil allerdings bereits ans Bundesgericht weitergezogen. Der Fitnesstrainer...

    Stéphanie Bergers Stalker wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Das Zürcher Obergericht hat das Urteil des Bezirksgerichts Zürich bestätigt. Der Mann hat das Urteil allerdings bereits ans Bundesgericht weitergezogen.

    Der Fitnesstrainer V.P.* rief 2015 im Netz dazu auf, Ex-Miss Schweiz Stéphanie Berger (39) umzubringen (Blick berichtete). Nachdem gegen den psychisch gestörten Mann die kleine Verwahrung verhängt wurde – eine stationäre Massnahme, die auf fünf Jahre befristet ist – bestätigte das Zürcher Obergericht das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, welches den Mann in eine psychische Klinik einwies. Der heute 44-Jährige hat das Urteil allerdings bereits ans Bundesgericht weitergezogen.

    Der Mann wehrt sich gegen eine Behandlung

    Vor dem Obergericht forderte er vergeblich einen Freispruch, wie aus einem kürzlich veröffentlichten Urteil hervorgeht. Eine allfällige ambulante Massnahme für den schuldunfähigen Mann lehnte das Obergericht ebenfalls ab: Zwei Gutachter kamen zum Schluss, dass der Mann aufgrund seiner psychischen Krankheit nicht einsieht, dass er krank ist und sich dementsprechend auch gegen eine Behandlung wehrt. Sie sind sich darin einig, dass aufgrund einer hohen Rückfallgefahr eine ambulante Therapie nicht in Frage kommt.

    Er zieht das Urteil ans Bundesgericht weiter

    Das Obergericht folgte dieser Empfehlung, bestätigte das Urteil der Vorinstanz und ordnete eine stationäre Massnahme an. Der Mann befindet sich bereits im vorzeitigen Massnahmenvollzug in einer psychiatrischen Klinik. Mit diesem Urteil ist der Mann nicht einverstanden – als nächstes wird sich das Bundesgericht mit ihm befassen müssen.

    Der Mann hatte die Berger in einem Youtube-Video bedroht, das er auf ihrer Facebook-Seite publizierte: «Beat Schlatter nach Attacke schwer verletzt – nächstes Ziel Stéphanie Berger, allahluya bei allen hin.» Seine Botschaft: «Wer sie hinrichtet, ist ein Held.» Der Mann anerkannte gemäss Urteil den ihm angelasteten Sachverhalt sowohl in der Untersuchung, vor dem Bezirksgericht als auch in der Berufungsverhandlung.

    P.* wurde in der Vergangenheit wegen Gewaltdelikten und Drohungen verurteilt

    P.* wurde schon 2001 wegen Gewaltdelikten und Drohungen zu drei Jahren Gefängnis verurteilt und in eine stationäre Therapie eingewiesen. 2007 wurde er bedingt entlassen. Eine anschliessende Therapie scheiterte, da er die Medikamente selber absetzte. Nachdem seine psychischen Störungen wieder einsetzten, wurde er mehrmals polizeilich auffällig. So bewarf er beispielsweise ein Auto mit Steinen und die Polizei fand in seiner Wohnung Gehhilfen, an denen er mit Klebebändern Messer befestigt hatte.

    Stéphanie Berger wollte sich zum Entscheid nicht äussern. (sda/kad)

     

    * Name der Redaktion bekannt

    Starkoch Anton Mosimann (70) war ganz nah am Tatort: «Es war ein Albtraum»

    Starkoch Anton Mosimann (70) war ganz nah am Tatort: «Es war ein Albtraum»


    Seit knapp 40 Jahren lebt der gebürtige Solothurner Spitzenkoch Anton Mosimann in London. Er war 200 Meter vom Ort des Terroranschlags entfernt und erzählt von dem Schrecken, den er erlebt hat. Der «unglaubliche Schock», wie es Anton Mosimann (70)...

    Seit knapp 40 Jahren lebt der gebürtige Solothurner Spitzenkoch Anton Mosimann in London. Er war 200 Meter vom Ort des Terroranschlags entfernt und erzählt von dem Schrecken, den er erlebt hat.

    Der «unglaubliche Schock», wie es Anton Mosimann (70) selbst nennt, sitzt tief. Gestern Nachmittag war er in London mit seinem Auto unterwegs. «Unser Büro ist nahe beim Parlament. Ich war nur noch zweihundert Meter davon entfernt, und plötzlich brach das totale Chaos aus», erzählt er BLICK.

    «Ich sah Ambulanzen, Polizeiautos, die Feuerwehr, hörte Sirenen. Am schlimmsten war zu sehen, wie unzählige Menschen schreiend in alle Richtungen rannten. Es war ein Albtraum», so der gebürtige Solothurner, der seit knapp 40 Jahren als Spitzengastronom in London arbeitet, auch als Koch des Königshauses.

    Sofort habe er das Radio eingeschaltet und wollte umkehren. «Natürlich hatte ich in dem Moment , ich war so nahe am Geschehen, und man weiss nicht, was noch alles passieren könnte.» Doch er sei einfach nicht vom Fleck gekommen. «Alles war sofort blockiert, der Verkehr wurde umgeleitet, wir standen still.»

    Die Stimmung sei sehr seltsam gewesen, alle wie gelähmt. «London ist so lange von einem Terroranschlag verschont geblieben. Auch wenn man hier damit gerechnet hat, dass es irgendwann wieder passieren kann. Wenn es so weit ist, hat man nur Angst und ist unter Schock.»

    Fundraising-Dinner annulliert

    Eineinhalb Stunden später sei er bei seinem Restaurant Mosimann's wieder angekommen. Ein Weg, für den er sonst fünfzehn Minuten brauche. «Dann habe ich erst all meine Leute angerufen, die in London leben, sie haben versucht, mich zu erreichen. Zum Glück ist niemandem, den ich kenne, etwas passiert.

    Mein Mitgefühl ist bei den Hinterbliebenen der Opfer und den vielen Verletzten. Ich kanns einfach immer noch nicht glauben, welche Schreckenstaten London gestern erleiden musste.»

    Für den gestrigen Abend sei in seinem Restaurant ein Fundraising-Dinner der Regierung mit 80 Personen reserviert gewesen. Dieses wurde verständlicherweise kurzfristig annulliert.

    Rätoromanisch für «klar»: Bank Coop heisst neu Bank Cler

    Rätoromanisch für «klar»: Bank Coop heisst neu Bank Cler


    Die Bank Coop wird zur Bank Cler AG. Zugleich baut die Basler Kantonalbank ihre Beteiligung auf 75,8 Prozent aus. Zudem wird der Verwaltungsrat verkleinert. Auch das Präsidium wird wechseln. «Cler» steht im Rätoromanischen für klar, einfach,...

    Die Bank Coop wird zur Bank Cler AG. Zugleich baut die Basler Kantonalbank ihre Beteiligung auf 75,8 Prozent aus. Zudem wird der Verwaltungsrat verkleinert. Auch das Präsidium wird wechseln.

    «Cler» steht im Rätoromanischen für klar, einfach, deutlich. Dieser Name sei Programm, schreibt die Bank in einer Mitteilung: Kundinnen und Kunden sollen ihre Bankgeschäfte unkompliziert und rasch erledigen können, sei es in einer der 32 physischen Geschäftsstellen, in der virtuellen Geschäftsstelle, über das Beratungscenter oder über einfache und günstige digitale Angebote.

    Künftig sollen Bankkunden über eine neue virtuelle Geschäftsstelle der Bank Cler in wenigen Minuten ein Konto eröffnen oder eine Kreditkarte beantragen können. Die Kontoeröffnung erfolgt durchgehend digital, die Identifikation über Video und die Verträge werden gänzlich papierlos abgeschlossen. Kundenberater stehen über eine Chat-Funktion, später auch über Video online für Fragen und Beratungsgespräche bereit.

    Gleichzeitig mit dem Start der neuen Marke baut die Basler Kantonalbank ihre Beteiligung auf 75,8% aus. Dr. Ralph Lewin übergibt das Präsidium des Verwaltungsrats an den bisherigen Vizepräsidenten Dr. Andreas Sturm und der Verwaltungsrat wird von neun auf sieben Mitglieder verkleinert.

    «Mit der Namensänderung geben wir der Bank Cler von Anfang an ein klares, eigenständiges Profil», verspricht Dr. Ralph Lewin. «Die Bank Cler macht das Bankgeschäft für ihre Kundinnen und Kunden unkompliziert und verständlich.»

    Für die Kunden ist der Wechsel am 20. Mai sichtbar. Dann werde der neue Internetauftritt der Bank aufgeschaltet. (bö)

    Lehrerin Aysha Frade (†43) ist unter den Opfern: Sie wollte ihre Kinder von der Schule abholen

    Lehrerin Aysha Frade (†43) ist unter den Opfern: Sie wollte ihre Kinder von der Schule abholen


    Vier Menschen starben beim Anschlag in London. Unter den Opfern sind eine Spanisch-Lehrerin und ein Polizist. Beide waren Eltern. Spanisch-Lehrerin Aysha Frade (†43) war auf dem Weg zur Schule ihrer beiden Kinder, als sie der Auto-Attentäter gestern...

    Vier Menschen starben beim Anschlag in London. Unter den Opfern sind eine Spanisch-Lehrerin und ein Polizist. Beide waren Eltern.

    Spanisch-Lehrerin Aysha Frade (†43) war auf dem Weg zur Schule ihrer beiden Kinder, als sie der Auto-Attentäter gestern zu Tode fuhr. Frades Familie stammt aus Spanien. Sie wurde jedoch in London geboren. Die Frau war mit einem Portugiesen verheiratet, wie britische Medien berichten.

    Frade ist das zweite der drei Opfer des Anschlags in London, das namentlich bekannt wird. Beim vierten Toten handelt es sich um den Attentäter, der von der Polizei erschossen wurde.

    Der unbewaffnete Polizist Keith Palmer (†48) wurde vom Attentäter mit zwei Messern attackiert und starb an den Folgen seinen Verletzungen. «Keith war seit 15 Jahren im Dienst, ein Ehemann und Vater», teilt die Londoner Polizei mit.

    «Ich kenne Keith seit 25 Jahren. Er ist ein gutmütiger Mann, ein Freund. Mein Herz ist gebrochen», trauert Polizei-Kollege James Cleverly. «Meine Gedanken sind bei seiner Familie und Freunden.»

    «Er war jemand, der zur Arbeit gegangen ist mit der Absicht, am Ende seiner Schicht nach Hause zurückzukehren - und er hatte jedes Recht dazu», sagte Mark Rowley, Chef der britischen Terrorabwehr.

    Die Polizei in London geht beim Anschlag von einem islamistisch motivierten Gewaltakt aus. Laut Rowley sei die Identität des Angreifers wohl ermittelt worden. Weitere Angaben dazu wollte er aber nicht machen.

    Blamage auf Twitter: Trumps Sohn lästert über Bürgermeister

    Blamage auf Twitter: Trumps Sohn lästert über Bürgermeister


    LONDON - Donald Trump Jr. kritisierte nach der Terror-Attacke Londons Bürgermeister auf Twitter. Der Sohn des US-Präsidenten hat sich dabei mächtig blamiert. «Ihr wollt mich doch veräppeln?! Der Bürgermeister von London, Sadiq...

    LONDON - Donald Trump Jr. kritisierte nach der Terror-Attacke Londons Bürgermeister auf Twitter. Der Sohn des US-Präsidenten hat sich dabei mächtig blamiert.

    «Ihr wollt mich doch veräppeln?! Der Bürgermeister von London, Sadiq Khan, sagt, dass Terrorattacken Teil des Lebens in Grossstädten sind», schrieb Donald Trump Jr. (39) aufgebracht auf Twitter. Dabei bezog er sich auf einen Artikel des britischen «Independent».

     

    Der älteste Sohn von US-Präsident Donald Trump (70) hat ganz offensichtlich nur die Überschrift des Textes gelesen. Denn gleich im ersten Absatz des Artikels löst der Autor auf, dass für Khan die Bedrohung durch terroristische Attacken ein wesentlicher Bestandteil des Grossstadtlebens sei. Und nicht terroristische Angriffe selbst.

    Der «Independent»-Artikel stammt aus dem vergangenen Jahr. Khan wurde mit diesen Worten zitiert, nachdem 29 Menschen bei einer Bombenexplosion in New York verletzt worden waren. Khan erklärte dem Independent damals, dass die Sicherheit der Londoner für ihn oberste Priorität habe. (gru)

    Politiker leistet erste Hilfe: Der Held von London

    Politiker leistet erste Hilfe: Der Held von London


    Der britische Staatssekretär Tobias Ellwood wird nach dem Anschlag in britischen Medien als Held gefeiert. Bilder zeigen den Politiker der Konservativen dabei, wie er sich der Nähe des Parlaments um einen verletzten Polizisten kümmert. Der britische...

    Der britische Staatssekretär Tobias Ellwood wird nach dem Anschlag in britischen Medien als Held gefeiert. Bilder zeigen den Politiker der Konservativen dabei, wie er sich der Nähe des Parlaments um einen verletzten Polizisten kümmert.

    Der britische Parlamentsabgeordnete Tobias Ellwood (50) wird nach dem Anschlag in London in britischen Medien als Held gefeiert. Fotos zeigen den Konservativen dabei, wie er sich in der Nähe des Parlaments um einen Verletzten kümmert.

    Sein Bruder starb bei Bombenanschlag

    Laut der Zeitung «The Telegraph» gab der Politiker einem verletzten Polizisten eine Mund-zu-Mund-Beatmung und versuchte, dessen Blutungen zu stillen. Der 48-jährige Beamte Keith Palmer wurde vom Attentäter mit einem Messer attackiert und starb später an seinen Verletzungen.

    Ellwood ist ein ehemaliger Soldat und seit drei Jahren Staatssekretär im Aussenministerium. Er verlor 2002 seinen Bruder Jon bei einem Bombenanschlag auf Bali.

     

    Zahlreiche Twitter-Nutzer veröffentlichten Fotos von Ellwood und zollten ihm in Kommentaren Respekt.

    Zahl der Toten stieg auf fünf

    Am Mittwochnachmittag raste ein Attentäter mit seinem Auto in Fussgänger entlang der belebten Brücke Westminster Bridge. Anschliessend fuhr er seine Fahrt fort, krachte in einen Zaun vor dem Parlamentsgebäude.

    Der Mann stieg aus dem Auto und griff mit zwei Messern bewaffnet den 48-jährigen Polizisten an. Der Angreifer wurde von anderen Polizisten niedergeschossen und starb an seinen Verletzungen.

    40 Menschen zum Teil schwer verletzt

    Fünf Menschen sterben, darunter der Täter und der 48-jährige Polizist, mindestens 40 Personen werden verletzt. Die britische Polizei geht von einem Terrorakt aus.

    Der Doppelanschlag wurde auf den Tag genau ein Jahr nach den Terrorattacken von Brüssel verübt, bei denen islamistische Selbstmordattentäter 32 Menschen mit sich in den Tod gerissen und mehr als 300 weitere verletzt hatten.

    Die Polizei nahm Ermittlungen wegen Terrorverdachts auf. Sie ging dabei zunächst von einem Einzeltäter aus. Die britische Premierministerin Theresa May bestellte das Sicherheitskabinett ein. Sicherheitsberater und Geheimdienstvertreter, Rettungskräfte und Politiker trafen sich am Mittwochabend.

    «Niemals von Terror einschüchtern»

    May verurteilte den Doppelanschlag als «krank und verkommen». Die Menschen in Grossbritannien würden Terror niemals nachgeben, das Leben werde wie gewohnt weitergehen, sagte sie bei einer Ansprache am Mittwochabend in London. Das Parlament werde am Donnerstag zusammentreten wie immer.

    Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan sprach den Opfern sein Mitgefühl aus. Er sagte trotzig: «Londoner werden sich niemals von Terror einschüchtern lassen.»

    Verbündete Grossbritanniens wie US-Präsident Donald Trump, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident François Hollande reagierten bestürzt und sicherten den Briten Unterstützung zu. Auch Bundespräsidentin Doris Leuthard verurteilte den Anschlag, wie das Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation auf Twitter mitteilte. (SDA/gru)

    Chaos nach Zug-Crash in Luzern: Jetzt wird der verunglückte Zug geborgen

    Chaos nach Zug-Crash in Luzern: Jetzt wird der verunglückte Zug geborgen


    LUZERN - Ein Cisalpino mit 160 Passagieren ist gestern beim Bahnhof Luzern entgleist. Sieben Personen wurden verletzt. Der Bahnhof bleibt laut SBB heute wahrscheinlich sogar noch den ganzen Tag geschlossen, alle Züge fallen aus. Laut...

    LUZERN - Ein Cisalpino mit 160 Passagieren ist gestern beim Bahnhof Luzern entgleist. Sieben Personen wurden verletzt. Der Bahnhof bleibt laut SBB heute wahrscheinlich sogar noch den ganzen Tag geschlossen, alle Züge fallen aus.

    Laut SBB bleibt der Bahnverkehr im Bahnhof Luzern bis heute Abend unterbrochen. Morgenpendler von und nach Luzern sollen deutlich mehr Reisezeit einberechnen.

    Die Fernverkehrszüge wenden in Sursee, Rotkreuz, Luzern Verkehrshaus und Arth-Goldau. Die S-Bahnen wenden in Emmenbrücke, Gersag, Ebikon, Littau, Luzern Verkehrshaus und die Zentralbahn in Horw. Laut SBB verkehren Ersatzbusse.

    Auf den Strassen im Kanton Luzern haben sich heute Morgen teils lange Staus gebildet. Nicht nur die A14, sondern auch mehrere Nebenstrassen waren betroffen.

    Wie bereits gestern nach dem Unglück bieten Autofahrer mit dem Hashtag #MitfahrenLuzern auf Twitter Mitfahrgelegenheiten an.

     

    Ursache noch unklar

    Ein Cisalpino auf dem Weg von Mailand nach Basel ist gestern Nachmittag kurz vor 14 Uhr bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Luzern entgleist.

    Zur Ursache der Entgleisung wollten sich bisher weder die Polizei noch die SBB äussern. Die Untersuchung führt die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle SUST.

    Wie auf Bildern zu sehen ist, sind zwei Waggons des Typs ETR 610 «Cisalpino» von Trenitalia aus den Geleisen gesprungen. Laut SBB ist der vierte Waggon aus der Schiene gesprungen und hat den anderen wohl mitgerissen. Der eine Waggon ist beinahe umgekippt und riss einen Fahrleitungsmast mit – der Querträger knallte auf den Zug.

    «Die Bergung der Personen wird erschwert, weil durch die Entgleisung die Fahrleitung mitgezogen wurden», erklärte Polizeisprecher Urs Wigger kurz nach dem Unglück gegenüber BLICK.

    Sieben der rund 160 Passagiere wurden bei dem Unfall leicht verletzt.

    Eine BLICK-Leserin, die am Gleis wohnt berichtet: «Es hat geknallt. Ich dachte erst es sei wieder ein Erdbeben, dann sah ich aber eine Rauchwolke über dem Zug.»

    BLICK verlost Scheine für die nächste Lotto-Ziehung: 17,9 Millionen! Knacken Sie mit uns den Jackpot!

    BLICK verlost Scheine für die nächste Lotto-Ziehung: 17,9 Millionen! Knacken Sie mit uns den Jackpot!


    BLICK verlost Lottoscheine für die nächste Ziehung. Den Lotto-Jackpot haben wir nicht geknackt. Aber immer wieder machen Mitspieler mit unseren Super-Scheinen Kasse: Letzten Samstag konnten gleich zwei Gewinner jubeln: Roland Christen aus Weinfelden TG...

    BLICK verlost Lottoscheine für die nächste Ziehung.

    Den Lotto-Jackpot haben wir nicht geknackt. Aber immer wieder machen Mitspieler mit unseren Super-Scheinen Kasse: Letzten Samstag konnten gleich zwei Gewinner jubeln: Roland Christen aus Weinfelden TG und Peter Holderegger aus Winterthur ZH hatten je 3 Richtige mit Glückszahl.

    Am Mittwochabend kletterte der Jackpot auf fette 17,9 Millionen Franken. Und wir verlosen für die Ziehung am Samstag wieder drei Super-Scheine für je 350 Franken!

    Jeder unserer Scheine entspricht 140 Einzeltipps! Es sind acht statt sechs Zahlen angekreuzt und fünf der sechs Glückszahlen. Schon für drei Richtige mit Glückszahl gibts leicht mehr als 600 Franken.  Sie müssen nur die richtige Antwort auf unsere Frage schicken – per Telefon, SMS oder per WAP – dann können Sie mit etwas Glück einen Super-Schein gewinnen.

    So können Sie gewinnen

    Blick.ch verlost drei Mega-Scheine! Wenn Sie die Antwort auf folgende Frage kennen, können Sie einen der Scheine gewinnen:

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    Wählen Sie die Telefonnummer  0901 595 564 (1.50 Fr./Anruf vom Festnetz). Geben Sie Name, Adresse und Telefonnummer samt Vorwahl an.

    Oder senden Sie ein SMS mit Keyword SCHEIN und dem Antwortbuchstaben an die Kurzwahl 530 (1.50 Fr./SMS). Name und Adresse nicht vergessen!

    Oder machen Sie mit via http://m.vpch.ch/BLC21326 (chancengleich über das Handynetz).

    Teilnahmeschluss ist am Samstag, 25. März 2017, 17 Uhr. Viel Glück!. Viel Glück! Diese Verlosung wird im BLICK, Blick am Abend und auf Blick.ch ausgeschrieben.

    Am Wochenende wirds schön - ab in die Berge: Was muss ich beim Frühlings-Skifahren beachten?

    Am Wochenende wirds schön - ab in die Berge: Was muss ich beim Frühlings-Skifahren beachten?


    Schluss mit kalten Zehen im Skischuh! In den Bergen läuft der Schlussspurt der Saison – genug Schnee gibts allenthalben. Besonders an Freitag und Samstag lockt zudem das Wetter. Was gilt es beim Frühlings-Skifahren zu beachten? Im Mittelland hat der...

    Schluss mit kalten Zehen im Skischuh! In den Bergen läuft der Schlussspurt der Saison – genug Schnee gibts allenthalben. Besonders an Freitag und Samstag lockt zudem das Wetter. Was gilt es beim Frühlings-Skifahren zu beachten?

    Im Mittelland hat der Frühling längst begonnen, auch wenn er sich ab und zu noch von seiner nassen Seite zeigt. Doch in den Bergen liegt weiterhin genug Schnee. Und Regen im Flachland heisst in höheren Lagen weiterhin Flocken, jedenfalls in der Nacht. Der Saison-Schlussspurt in den Skiregionen läuft. Beste Gelegenheiten, beim Finale mitzucarven: diesen Freitag und Samstag, wenn der Föhn für Sonne sorgt. Und warum nicht in einer der elf Destinationen von wirhabenschnee.ch? Das sind die wichtigsten Tipps und Tricks für Frühlingsskifahrer:

    Gehen Sie früher auf die Piste

    Der grosse Frühlingstrend lautet: Firnfahren. Viele Ski-Fans warten deswegen regelrecht auf die späte Saison. Das Geheimnis: Durch die geänderten meteorologischen Bedingungen bildet sich in der Nacht auf dem festen Schneeuntergrund eine weiche Schicht – eine Art Pulver. Das, was die Skifahrer Firn nennen. Diesen geniesst man am besten am Vormittag. Bevor die Piste im Laufe des Tags durch die Sonneneinstrahlung sulziger wird.

    Bleiben Sie länger auf dem Berg

    Gilt besonders für Fahrer, die auch mit weicheren Pisten umgehen können. Fertig ist die Jahreszeit, zu welcher die Sonne sich schon am frühen Nachmittag hinter den Berggipfeln verabschiedet. Frühling bedeutet auch: Es bleibt länger hell, man kann die Alpen-Ambiance länger geniessen, mit dem Après-Ski vielleicht schon in der Berghütte beginnen – und danach gemütlich mit dem Lift wieder ins Tal gondeln.

    Tragen Sie Sorge zum Material

    Der Deutsche Skiverband (DSV) gab kürzlich in einer Mitteilung seine Empfehlungen zum Frühlings-Skifahren ab. Ein Tipp, der im ersten Moment zu überraschen vermag: Das Material muss besser gepflegt werden als mitten im Winter. Skis täglich schleifen und wachsen. Der Grund: Das verleiht zusätzliche Sicherheit bei wechselhaften Schneeverhältnissen.

    Fitness ist wichtig

    Auch dieser Tipp stammt aus Deutschland. Jeder weiss es: Das Fahren im weichen Schnee bedingt einen grösseren Krafteinsatz. Umso wichtiger ist gute Vorbereitung, Stretching, Warm-up.

    Fahren Sie Ski ohne Dichtestress

    Jetzt hat endgültig kein Kanton mehr Sportferien und keine Schule mehr Skitag. Die Hochsaison ist vorbei, die Schlange am Skilift gibts frühestens im nächsten Winter wieder. Und auf der Piste hats erst recht genug Platz für weite Kurven. Der Frühling ist die Skisaison für wahre Geniesser.

    Trinken Sie doch einfach mal was Kaltes

    In die Hütte zum Aufwärmen mit Schümli Pflümli? Vonwegen. In unseren Skiorten gibts natürlich auch Cola und Bier. Und wenns Ihnen schon als Kind egal war, wenn die Mutter sagte «Im Winter gibts keine Glace» – umso besser. Eis gibts auch im Schnee. Wenn wir schon dabei sind, können wir ja gleich etwas Sommerliches speisen. Stellen wir uns doch vor, wir seien am Mittelmeer. Einfach mit Schnee rundherum. (Ach ja, Sonnencrème nicht vergessen)

    Nehmen Sie die Zwiebel zum Vorbild

    Der Kleidungs-Tipp des Deutschen Skiverbands: Schichten, Schichten, Schichten. Die Temperaturen können je nach Höhe, je nach Sonnen- oder Schattenlage stark schwanken. Was aber immer Pflicht sei, so der DSV: Helm, Handschuhe, Skijacke.

    Machen Sie auf Social Media neidisch

    Ach, im Januar und Februar postet doch fast jeder sein Bild von der Skipiste auf Facebook oder Instagram. Da fällt der eigene Schnappschuss aus dem Powder doch gar nicht auf. Aber im späten März oder im April? Da schon. Besonders dann, wenn man das Selfie mit Sonnenbrille und kurzem Tenü auf der Terrasse der Hütte schiessen kann. Und das Wetter im Mittelland vielleicht eher trüb ist.

    Beschäftigen Sie Ihre Kinder

    Ostern liegt dieses Jahr spät. Doch die Skiorte geben dann, Mitte April, nochmals Gas. Insbesondere mit Kinderprogrammen. Globi kommt an die Lenzerheide, Papagallo und Gollo treten im Lötschental auf. Und für grosse Kinder gibts im April auch viel Spass: Beim Waterslide-Contest in Engelberg gehts mit Anlauf per Ski oder Snowboard über einen Pool. In jeder Runde wird der Anlauf kürzer. Wer am längsten trocken bleibt, gewinnt (am 22. April am Jochpass). Wer nicht so lange warten kann: Am 1. April gibts den gleichen Event schon in Arosa.

     

    Eine Woche ohne Sorgen: Baselworld schwelgt in besseren Zeiten

    Eine Woche ohne Sorgen: Baselworld schwelgt in besseren Zeiten


    BASEL - Die Schweizer Uhrenhersteller haben im Februar zum 20. Mal in Folge weniger exportiert. An der Baselworld, die heute startet, haben sie trotzdem eine Woche lang Grund zum Feiern. Basel ist zurzeit wieder das Zentrum der...

    BASEL - Die Schweizer Uhrenhersteller haben im Februar zum 20. Mal in Folge weniger exportiert. An der Baselworld, die heute startet, haben sie trotzdem eine Woche lang Grund zum Feiern.

    Basel ist zurzeit wieder das Zentrum der Luxus-Welt. Heute eröffnet Bundesrat Alain Berset (44) die Baselworld, die weltweit grösste Messe der Schmuck- und Uhrenhersteller. Während einer Woche präsentiert sich die Uhrenindustrie vor rund 150'000 potenziellen Käufern im besten Licht.

     

    Man prostet sich mit Cüpli-Gläsern zu, feiert die schönsten Technik-Meisterwerke fürs Handgelenk und schwelgt zum 100-Jahr-Jubiläum in besseren Zeiten. Die Uhren-Messe fand erstmals 1917 im Rahmen der Basler Mustermesse statt. Damals waren 29 Schweizer Marken vertreten, heute sind es 220. Die Zahl der Aussteller ist aber in diesem Jahr um 200 auf 1300 gesunken.

    Über der Jubiläums-Party liegt ein Schatten: Die Schweizer Uhrenbranche steckt in der Krise. 2016 exportierte sie mit 19,4 Milliarden Franken fast 13 Prozent weniger ins Ausland als zwei Jahre zuvor. Der Februar 2017 war der 20. Monat in Folge, in dem die Branche weniger exportierte.

    Da kommt der Baselworld-Party enorme Bedeutung zu – vor allem im Hochpreis-Segment steigen nämlich die Exporte (siehe Grafik unten). «Diese Produzenten machen während der Baselworld mehr als die Hälfte ihres Jahresumsatzes», sagt Tissot-Boss François Thiébaud (69).

    Diese Woche ist ein kurzer, intensiver Rausch! Aber wie schlimm wird der Kater? Oder anders: Geht es mit der Uhrenbranche auch dieses Jahr weiter nur bachab? Wen immer man gestern fragte, keine Antwort glich der anderen.

    Baselworld-Direktorin Sylvie Ritter (45) bleibt gelassen: «2016 exportierten die Uhrmacher gleich viel wie 2011. Und 2011 war ein fantastisches Jahr für die Branche.»

    Nachdenklicher stimmt die Entwicklung der Uhrenbranche im laufenden Jahr Tissot-Präsident François Thiébaud: «Wir leiden, weil der Tourismus in Europa wegen der Terroranschläge so eingebrochen ist. Dazu kommt der anhaltend starke Franken.» In mehreren wichtigen Absatzmärkten gebe es aber Hoffnung: «Die chinesische Wirtschaft wächst seit einem halben Jahr wieder stärker», so Thiébaud.

    Hublot-CEO Ricardo Guadalupe (52) ergänzt: «Ich hoffe, dass sich die Branche stabilisiert. Wir haben den Talboden erreicht», sagt der Uhrenmanager zu BLICK. Aber jetzt werde erst einmal gefeiert.

    Zwei Jahre bedingt für LKW-Fahrer S. H. «Unfassbar, dass der wieder fahren darf»

    Zwei Jahre bedingt für LKW-Fahrer S. H. «Unfassbar, dass der wieder fahren darf»


    ENDINGEN AG - Zwei Jahre Knast bedingt. Dazu eine Busse von 5000 Franken. So lautet das Urteil gegen S. H.* (25). Der LKW-Chauffeur hat 2014 in Endingen ein Postauto gerammt und zwei junge Passagiere aus dem Leben gerissen. Der Vater...

    ENDINGEN AG - Zwei Jahre Knast bedingt. Dazu eine Busse von 5000 Franken. So lautet das Urteil gegen S. H.* (25). Der LKW-Chauffeur hat 2014 in Endingen ein Postauto gerammt und zwei junge Passagiere aus dem Leben gerissen. Der Vater (55) von Todesopfer Gina S.* (18) ist entsetzt.

    Vor dem Bezirksgericht Zurzach AG erschien mit S. H.* (25) gestern ein unscheinbarer Angeklagter. Der zierliche Mann mit bubenhafter Stimme lenkte den LKW, der 2014 in Endingen AG auf die Gegenfahrbahn kam. Der LKW-Chauffeur streifte damals mit seinem 25-Tonnen-Gefährt ein Postauto. Bei dem Unfall wurden die Passagiere Gina S.* (†18) und Jonas M.* (†24) getötet (BLICK berichtete).

    Schon zweimal Billett weg

    Von Reue war bei S. H. gestern dennoch wenig zu spüren. Auch aus der Unfallfahrt scheint er nicht wirklich gelernt zu haben. Zwar musste er sein Billett nach dem Drama für zwei Monate abgeben, doch kurz nachdem er es zurück hatte, war er es schon wieder los. Dieses Mal für einen Monat. Der Grund: S. H. wurde erwischt, wie er mit dem Auto des Arbeitgebers raste. Mittlerweile hat er sein Billett wieder.

    Der Vater von Todesopfer Gina S. schüttelt in der Prozesspause den Kopf. «Ich kann das nicht verstehen», sagt Markus S.* (55) zu BLICK. «Unfassbar, dass der wieder fahren darf!»

    S. H., der von seiner neuen Freundin zum Prozess begleitet wurde, versuchte sich vor Gericht zu erklären. Er wusste zwar, dass er am Morgen vor dem Unfall einen Kaffee trank, an den Unfallhergang will er aber keine Erinnerung mehr haben. Denn: «Das ging alles so schnell!»

    Tränen bei Hinterbliebenen

    Die Hinterbliebenen kämpften im Gerichtssaal mit den Tränen, weinten teils. Vor Gericht kam auch zur Sprache, dass sich S. H. bei den Angehörigen der Toten und Schwerverletzten erst in diesem Januar schriftlich entschuldigt hatte. Mehr als ein Jahr nach der Tragödie.

    Der Staatsanwalt nahm den Angeklagten teilweise in Schutz: «Er ist kein junger Hitzkopf.» Auch sollen während der Fahrt im LKW weder Handy noch Navi bedient worden sein. Er forderte für S. H. eine bedingte Freiheitsstrafe von zwei Jahren und eine Busse von 5000 Franken.

    Gericht folgt Antrag des Staatsanwalts

    Das Gericht folgte diesem Antrag – und verurteilte S. H. unter anderem wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung. Zudem muss er den Hinterbliebenen insgesamt 100'000 Franken Genugtuung zahlen.

    Für das Gericht ist klar: S. H. hat den LKW nicht beherrscht, als er von der Strasse abkam. Der Vater von Gina S. spricht Klartext zum Urteil: «Für mich ist das Kuscheljustiz. Ein paar Monate Gefängnis unbedingt hätten ihm sicher nicht geschadet.» *Namen der Red. bekannt

    Aufgebot zum Polizei-Verhör: Estermann war schon 1995 am Pranger

    Aufgebot zum Polizei-Verhör: Estermann war schon 1995 am Pranger


    Es ist nicht das erste Mal, dass Paul Estermann (53) der Tierquälerei verdächtigt wird. Schon vor 22 Jahren sorgte der Olympia-Reiter für negative Schlagzeilen. Derzeit laufen Ermittlungen gegen den Schweizer Springreiter Paul Estermann (exklusiv im...

    Es ist nicht das erste Mal, dass Paul Estermann (53) der Tierquälerei verdächtigt wird. Schon vor 22 Jahren sorgte der Olympia-Reiter für negative Schlagzeilen.

    Derzeit laufen Ermittlungen gegen den Schweizer Springreiter Paul Estermann (exklusiv im BLICK). Die Einvernahme des Olympia-Reiters von 2012 in London ist für diese Tage angesetzt. Da muss sich Estermann bei der Veterinärpolizei Luzern zu Vorfällen äussern, die sein ehemaliger Pferdepfleger Zdenek Dusek (39) beschrieben hatte.

    Von minutenlangen Peitschenschlägen war die Rede. Vom Leiden der Top-Pferde Lord Pepsi und Castlefield Eclipse. Als Beweis zeigte der Tscheche Fotos des Bauchs der Stute mit blutenden Wunden.

    Busse von 1500 Franken

    Der Schweizerische Verband für Pferdesport veröffentlichte eine Stellungnahme, in der mitgeteilt wurde, dass Estermann den SVPS ordnungsgemäss über die Ermittlungen orientiert habe. Und weiter: «Der SVPS wird die Angelegenheit weiterverfolgen sowie gegebenenfalls notwendige Massnahmen treffen.» Dies aber erst nach einer vollständigen Aufklärung des Falls. Bis dahin gelte die Unschuldsvermutung.

    Eine weisse Weste aber hat der Springreiter nicht! Bereits 1995 gab es einen «Fall Estermann»: Am prestigeträchtigen Turnier in Aachen (De) wurde der damals erst 31-Jährige von einem Chef-Veterinär des Weltverbandes FEI angezeigt. Dieser hatte den Verdacht, dass die Beine von Estermanns damaligem Wallach Piquet mit einem ätzenden Mittel sensibilisiert worden waren. Dieses sogenannte Blistern verstärkt die Schmerzen, wenn das Pferd mit den Beinen an das Hindernis stösst – und ist verboten!

    Die Verwendung von chemischen Substanzen konnte jedoch nicht nachgewiesen werden, es gab damals weder Beweise für einen Täter noch Zeugen.

    Estermann wurde von der juristischen Kommission der FEI vom Verdacht der Tierquälerei entlastet – wurde aber zu einer Busse von 1500 Franken verurteilt wegen Unterlassung der Sorgfaltspflicht.

    Damals wurde er in der «Pferdewoche» so zitiert: «Dieses Urteil muss ich akzeptieren. (…) Als Reiter bin ich für das Pferd verantwortlich (…). Wichtig ist, dass man mir keine Tierquälerei vorwerfen kann.»

    Ob das auch im aktuellen Fall so sein wird?

    Angelo Kelly (35) war ganz oben: «In der Schweiz ist der ganze Hype damals explodiert»

    Angelo Kelly (35) war ganz oben: «In der Schweiz ist der ganze Hype damals explodiert»


    In den 90er-Jahren war er ein Kinderstar mit der legendären Kelly Family. Doch nach dem Aus der Kellys ging es für Angelo Kelly (35) bergab. Er musste seine eigene 7-köpfige Familie durchbringen, spielte wieder auf der Strasse. Jetzt ist er zurück im...

    In den 90er-Jahren war er ein Kinderstar mit der legendären Kelly Family. Doch nach dem Aus der Kellys ging es für Angelo Kelly (35) bergab. Er musste seine eigene 7-köpfige Familie durchbringen, spielte wieder auf der Strasse. Jetzt ist er zurück im Pop-Olymp. Er freut sich auf das Konzert der berühmtesten Familie der Welt im Zürcher Hallenstadion am 11. März 2018. Der Schweiz verdankt die zottelige Truppe sehr viel.

    BLICK: Nach 13 Jahren reden alle wieder über die Kelly Family. Ihr seid plötzlich wieder da. Was geht Ihnen dabei durch den Kopf?Angelo Kelly (35): Es ist der Wahnsinn. In Deutschland gibt es einen Ansturm auf Tickets. Und jetzt geht es auch in der Schweiz los.

    Warum das Comeback?
    Wir haben begriffen, wie wichtig es für viele Menschen ist, dass wir wieder Musik machen. Wenn es einseitig nur unser Wunsch gewesen wäre, wäre ein Revival unmöglich gewesen. Es braucht beide Seiten. Wir wollten das Comeback auch in Form des neuen Albums «we got love» festhalten. Es ist  alles sehr verrückt, was abgeht.

    Wir leben in einer hektischen digitalen Welt. Ihr habt immer den Traum der funktionierenden Grossfamilie verkörpert, ihr seid für Internationalität und Fröhlichkeit gestanden. Ist die Zeit wieder reif für die Kellys?
    Das ist gut möglich, dass wir etwas verkörpern, was es immer weniger gibt. Wir haben in den 1990er-Jahren eine ganze Generation von Teenagern geprägt. Viele dieser Fans sind später eigene Wege gegangen. Man wollte cool sein, hat sich geschämt für die Musik, die man früher mochte. Aber jetzt ist alles anders. Du bist vielleicht Mitte 30, hast eine eigene Familie gegründet. Wenn du dann die Musik von damals hörst, dann bist du für ein paar Stunden nochmals Kind. Und denkst dir: Ach, war das doch schön damals!

    1995 waren die Schweizer Teens aus dem Häuschen. Ihr habt allein in jenem Jahr 210’000 Platten bei uns verkauft. Erinnern Sie sich noch an die Zeit?
    Ja klar, bei euch zu sein, war immer ein Highlight für uns, wir hatten grossartige Konzerte. Ich erinnere mich noch an die wunderbare Stimmung am Openair Out of the Green. In der Schweiz ist der ganze Hype damals explodiert. Ihr habt uns sehr geholfen. 

    2003, nach dem Tod von Vater «Dan» (†2002), löste sich die Kelly Family auf. Sie haben 20 Millionen Tonträger verkauft, aber alles Geld war plötzlich weg. Wie konnte das passieren?
    Es ist ganz einfach, wir waren Strassenmusiker, uns fehlte einfach das Gespür fürs Geld. Dann kam der Erfolg, wir hatten einen riesigen Apparat, es waren bis zu 400 Leute, die für uns arbeiteten. So viele Angestellte zu haben, ging gut, als jedes Jahr 100 Millionen reinkamen. Aber plötzlich waren die Kosten höher als die Einnahmen, und die Reserven waren aufgebraucht.

    Sie wurden mit 21 Vater, konnten Ihre Familie kaum durchbringen.
    Ja, es war eine harte Zeit. Ich versuchte mich als Solokünstler durchzuschlagen. Ich habe oft vor weniger als 100 Leuten gespielt. Damals hatten wir schon drei Kinder. Ich war oft unterwegs, und meine Frau Kira kümmerte sich um den Nachwuchs. 

    Und dann kam es noch zu zwei Dramen.
    Ja, 2009 erlitt meine Frau Kira einen epileptischen Anfall. Und unsere Emma, die damals drei war, hatte auf einem Spielplatz einen Unfall, bei dem sie fast erstickt ist. Das hat mich aufgerüttelt. Ich habe dann vorgeschlagen, alles hinter uns zu lassen, und wir sind drei Jahre mit einem alten Bus durch Europa gereist. Ich habe auch wieder auf der Strasse gespielt. Wir lebten von ganz wenig Geld. Aber wir haben unglaublich viel zusammen erlebt, es war eine freie, tolle Zeit. Seit vier Jahren sind wir wieder sesshaft in einem einfachen Haus in Irland.

    Wart ihr auch in der Schweiz?
    Ja, ein paar Mal, aber es war schwierig, lange an einem Ort zu bleiben. Oft wurden wir wieder weggeschickt. Man darf bei euch ja das Wohnmobil fast nirgendwo einfach so hinstellen. Auf Campingplätzen waren wir aber nie, da wir immer frei sein wollten.

    Haben Ihre Kinder eigentlich Handys?
    Gabriël Jerome und Helen Josephine, unsere beiden Ältesten, haben vor einem Monat eines bekommen. Sie sind jetzt 16 und 14. Es kam langsam die Zeit, wo sie eines brauchen. Aber sie dürfen es höchstens eine Stunde pro Tag benutzen.

    Man sah in der TV-Serie, dass Sie vor allen Mahlzeiten beten. Sie sind sehr religiös?
    Ja, ich lebe sehr katholisch. Früher habe ich weniger bewusst gelebt, aber jetzt habe ich mich definitiv zu Gott bekehrt. Ich habe gespürt, dass mir Gott wichtig ist und dass es noch ein weiter Weg ist, zu ihm zu finden und für ihn zu sterben. Auch meiner Frau ist das Gebet, besonders mit den Kindern, sehr wichtig. 

    Unterrichten Sie die Kinder immer noch zu Hause?
    Ja, das macht hauptsächlich Kira. Wir haben uns auch schon überlegt, die Kinder in die öffentliche Schule zu schicken. Mit den älteren haben wir das für einen Monat versucht. Mit dem Schulstoff kamen sie zwar gut zurecht. Aber sie und wir haben gemerkt, dass es nicht geht, weil es nicht in Einklang mit dem Rhythmus unseres Lebens steht. Darum haben wir sie wieder rausgenommen.  

    Sie haben jahrelang ein idyllisches Leben geführt. Haben Sie keine Angst, dass der Rummel um die Kellys alles wieder zerstört?
    Nein, das passiert nicht. Wir werden die richtigen Entscheidungen treffen. Es wird auch nicht mehr den gleichen Hype wie damals geben, denn die Hysterie der jungen Mädchen wird sich nicht wiederholen, da wir alle älter geworden sind. 

    Wenn Sie in die Schweiz kommen, gibt es eine Chance, Sie mal noch ganz allein auf der Bahnhofstrasse mit der Gitarre zu sehen?
    Wer weiss ...  

    Fux über Sex: «Ich finde keine Freundin»

    Fux über Sex: «Ich finde keine Freundin»


    Ich bin 54 und geschieden. Meine Frau, die ich nur gefunden habe, weil sie aus dem Ausland kam, hat mich vor sechs Jahren verlassen. Seitdem bin ich allein. Ich schaffe es nicht, jemanden kennenzulernen. An Festen oder Anlässen, egal ob mit...

    Ich bin 54 und geschieden. Meine Frau, die ich nur gefunden habe, weil sie aus dem Ausland kam, hat mich vor sechs Jahren verlassen. Seitdem bin ich allein. Ich schaffe es nicht, jemanden kennenzulernen. An Festen oder Anlässen, egal ob mit zehn oder 100 Personen, stehe ich nach ein paar Smalltalk-Sätzen allein in der Ecke. Das Gleiche gilt für Kurse oder in Vereinen. Ich grüble oft darüber nach, dass mein Leben anders verlaufen wäre, wenn ich schon in jungen Jahren mehr Erfolg bei den Frauen gehabt hätte. Robert

    Lieber Robert

    Du kannst noch bis an dein Lebensende über deine Vergangenheit nachgrübeln und dir einen jungen Robert vorstellen, dem die Herzen zufliegen. Ändern wird sich dein Leben deshalb aber nicht, und zufriedener macht es dich definitiv auch nicht. Wende dich stattdessen dem Jetzt zu und dem, was du beeinflussen kannst.

    Sei stolz darauf, dass du immer wieder nach draussen gehst, um Menschen zu treffen. Hinterfrage aber, was deine Motive sind, wenn du Feste oder Kurse besuchst und in einem Verein mitmachst. Geniesst du die Zeit dort? Erlauben dir diese Aktivitäten, dich gut zu fühlen und deine Stärken auszuleben und zu spüren?

    Wenn du nur oder hauptsächlich an ein Fest gehst, um jemanden kennenzulernen, dann kann genau das dazu führen, dass es schwierig ist, mit dir in Kontakt zu kommen und sich locker auszutauschen. Damit der Funke überspringen und dieser vielleicht sogar zu einem kleinen Feuer wachsen kann, braucht es nämlich Luft. Und die schneidet man ab, wenn man schon eine gemeinsame Zukunft im Hinterkopf hat.

    Überdenke deine Freizeitgestaltung. Gönne dir eine Pause vom Dating. Frage dich, bei welchen Aktivitäten du dich glücklich fühlst – und richte sie erst dann darauf aus, dabei andere zu treffen, wenn du dich mit einem guten Gefühl präsentieren kannst.

    Luzerner Bahnhof steht still: Immer wieder dieser Flaschenhals

    Luzerner Bahnhof steht still: Immer wieder dieser Flaschenhals


    Die Entgleisung hat sich ausgerechnet beim berüchtigten Flaschenhals ereignet. Es gibt kein Durchkommen mehr. Der Druck in Bern steigt: Luzern will einen Tunnel unter dem See. Die Ausfahrt vom Bahnhof Luzern durch den Gütschtunnel ist als Flaschenhals...

    Die Entgleisung hat sich ausgerechnet beim berüchtigten Flaschenhals ereignet. Es gibt kein Durchkommen mehr. Der Druck in Bern steigt: Luzern will einen Tunnel unter dem See.

    Die Ausfahrt vom Bahnhof Luzern durch den Gütschtunnel ist als Flaschenhals bekannt. Auf nur gerade zwei Spuren wickelt sich der ganze Bahnverkehr von und nach Luzern ab. Nur die Schmalspurzüge der Zentralbahn nach Engelberg OW und Meiringen BE werden über eine andere Linie direkt über die Luzerner Allmend geführt.

    Nun steht der ganze Bahnhof still – nicht einmal mehr die Züge der Zentralbahn können einfahren. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Unfall an dieser Stelle für einen Totalausfall sorgt.

     

    Seit Jahren wird nach Lösungen gesucht, um den Flaschenhals zu beseitigen oder zu umgehen. Die Rede war auch schon davon, den Luzerner Hauptbahnhof nach Emmen zu verlegen und von da aus eine Pendelverbindung nach Luzern einzurichten.

    Die grösste Hoffnung ist für die Innerschweiz aber der Bau eines Tiefbahnhofes. Ein Teil der Gleise würde in den Boden verlegt und unter dem Luzerner Becken des Vierwaldstätter-Sees nach Ebikon weitergeführt. So erhielte Luzern einen Durchgangsbahnhof. Kosten: rund 2,4 Milliarden Franken.

    Zurzeit liegt das Dossier für den Ausbau beim Bund. Der würde lieber einem neuen Zimmerbergtunnel zwischen Zug und Zürich den Vorzug geben. Deshalb hat im Februar die Zentralschweizer Regierungskonferenz in Bern Druck gemacht: Er soll die «etappierte Umsetzung» des Tiefbahnhofs prüfen. Dies soll den Zentralschweizer Kantonen eine schnellere Vorfinanzierung ermöglichen und so die Chance für den Ausbau erhöhen.

    Nach dem jüngsten Unfall und dem damit verbundenen Totalausfall des Bahnhofs Luzern dürfte der Druck der Zentralschweizer Kantone in Bern weiter ansteigen. (gf)

    Terror-Ticker: 4 Tote, 40 Verletzte in London

    Terror-Ticker: 4 Tote, 40 Verletzte in London


    Mitten im Zentrum von London rast ein Auto in Fussgänger entlang einer belebten Brücke. Vor dem Parlamentsgebäude attackiert der Angreifer dann einen Polizisten. Er tötet vier Menschen, mindestens 40 werden verletzt. Der Täter wird von Polizisten...

    Mitten im Zentrum von London rast ein Auto in Fussgänger entlang einer belebten Brücke. Vor dem Parlamentsgebäude attackiert der Angreifer dann einen Polizisten. Er tötet vier Menschen, mindestens 40 werden verletzt. Der Täter wird von Polizisten erschossen.

    Mitten im Zentrum von London raste am Mittwochnachmittag ein Auto in Fussgänger entlang der belebten Brücke Westminster Bridge. Vor dem Parlamentsgebäude attackiert der Angreifer dann einen Polizisten. Vier Menschen sterben, mindestens 20 werden verletzt. Die britische Polizei geht von einem Terrorakt aus.

    Der Doppelanschlag wurde auf den Tag genau ein Jahr nach den Terrorattacken von Brüssel verübt, bei denen islamistische Selbstmordattentäter 32 Menschen mit sich in den Tod gerissen und mehr als 300 weitere verletzt hatten.

    Die Polizei nahm Ermittlungen wegen Terrorverdachts auf. Sie ging dabei zunächst von einem Einzeltäter aus. Die britische Premierministerin Theresa May bestellte das Sicherheitskabinett ein. Sicherheitsberater und Geheimdienstvertreter, Rettungskräfte und Politiker trafen sich am Mittwochabend.

    «Krank und verkommen»

    May verurteilte den Doppelanschlag als «krank und verkommen». Die Menschen in Grossbritannien würden Terror niemals nachgeben, das Leben werde wie gewohnt weitergehen, sagte sie bei einer Ansprache am Mittwochabend in London. Das Parlament werde am Donnerstag zusammentreten wie immer.

    Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan sprach den Opfern sein Mitgefühl aus. Er sagte trotzig: «Londoner werden sich niemals von Terror einschüchtern lassen.»

    Verbündete Grossbritanniens wie US-Präsident Donald Trump, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident François Hollande reagierten bestürzt und sicherten den Briten Unterstützung zu. Auch Bundespräsidentin Doris Leuthard verurteilte den Anschlag, wie das Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation auf Twitter mitteilte.

    Angriff mit Auto und Messer

    Am Mittwochnachmittag raste ein Autofahrer zunächst auf der Brücke neben dem Parlament in mehrere Fussgänger, unter ihnen drei Polizisten, wie ein Sprecher von Scotland Yard sagte. Danach krachte das Auto in den Zaun des Parlaments.

    Der Mann griff auf dem Parlamentsgelände dann einen Polizisten mit einem Messer an. Der Angreifer wurde von anderen Polizisten niedergeschossen, er starb an seinen Verletzungen.

    Auch der angegriffene Polizist überlebte die Attacke nicht, obwohl ein Politiker Erste Hilfe leistete. Zwei weitere Menschen sollen auf der Brücke ums Leben gekommen sein. Eine Frau stürzte von der Brücke in die Themse, Rettungskräfte bargen sie lebend, aber schwer verletzt.

    Keine Schweizer Opfer

    Unter den Verletzten waren zahlreiche Touristen, darunter mindestens drei französische Schüler, wie das französische Aussenministerium in Paris mitteilte. Auch zwei rumänische Staatsbürger sollen rumänischen Behörden zufolge verletzt worden sein.

    Schweizerinnen und Schweizer seien nach ersten Erkenntnissen keine unter den Opfern, teilte das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten auf Nachfrage der Nachrichtenagentur sda mit.

    Mehrere Opfer hätten «katastrophale Verletzungen» erlitten, zitierte die Nachrichtenagentur Press Association einen Arzt aus dem nahe dem Parlament gelegenen St. Thomas Spital.

    Regierungsviertel abgesperrt

    In Luftaufnahmen im Fernsehen war zu sehen, wie mehrere Menschen auf der Westminster-Brücke vor dem britischen Parlament am Boden lagen und behandelt wurden. Ein Autowrack war auf dem Fussgängerweg vor dem Zaun des Parlamentsgeländes zu sehen.

    Die laufende Parlamentssitzung wurde sofort unterbrochen. Die Abgeordneten wurden angewiesen, im Parlamentsgebäude zu bleiben. Das Gelände wurde abgeriegelt. Später wurden hunderte Menschen aus dem Parlamentsgebäude in die angrenzende Westminster Abbey gebracht. Dort harrten sie stundenlang aus, bis sie am Abend die Kirche nach und nach verlassen konnten.

    Königin Elizabeth II. hielt sich während der mutmasslichen Terrorangriffe am Londoner Parlament im Buckingham-Palast auf. Ein Palastsprecher äusserte sich nicht zu konkreten Sicherheitsmassnahmen und verwies auf die Polizei. Die Nachrichtenagentur PA berichtete, dass die Tore geschlossen seien und bewaffnete Polizisten die Zugänge bewachten.

    Erinnerung an Anschlag von 2005

    Die Polizei rief Zeugen auf, Filmaufnahmen und Fotos an die Ermittler zu senden. Zugleich bat sie Augenzeugen um Zurückhaltung. Sie sollten keine Bilder und Videos von Verletzten in Umlauf bringen.

    In Grossbritannien gilt die zweithöchste Terrorwarnstufe 4. Zwischenzeitlich wurden 600 zusätzliche Polizisten in London mobilisiert, insgesamt 2800 sollen derzeit in der britischen Hauptstadt für Sicherheit sorgen.

    Beim letzten Terroranschlag in London hatten im Juli 2005 vier Muslime mit britischem Pass in der Londoner U-Bahn und einem Bus Sprengsätze gezündet. 56 Menschen starben, etwa 700 wurden verletzt. (SDA)

    Feierabendverkehr lahmgelegt: Diese Züge fallen aus

    Feierabendverkehr lahmgelegt: Diese Züge fallen aus


    Der Zugcrash in Luzern hat gravierende Folgen für den Feierabendverkehr in der Region Luzern. Auf 166.ch haben die SBB eine Liste mit betroffenen Zügen...

    Der Zugcrash in Luzern hat gravierende Folgen für den Feierabendverkehr in der Region Luzern. Auf 166.ch haben die SBB eine Liste mit betroffenen Zügen veröffentlicht.

    Ex-Nati-Coach Simpson droht TV-Mann: «Eine dumme Frage und ich hau dich um!»

    Ex-Nati-Coach Simpson droht TV-Mann: «Eine dumme Frage und ich hau dich um!»


    Sean Simpson, unser WM-Silberschmied von 2013, war noch selten gut gelaunt nach Pleiten. Doch nach dem Playoff-Out mit Mannheim droht er einem ARD-Reporter Prügel an. Nach zwei Niederlagen in der Verlängerung in Serie gegen die Eisbären Berlin ist die...

    Sean Simpson, unser WM-Silberschmied von 2013, war noch selten gut gelaunt nach Pleiten. Doch nach dem Playoff-Out mit Mannheim droht er einem ARD-Reporter Prügel an.

    Nach zwei Niederlagen in der Verlängerung in Serie gegen die Eisbären Berlin ist die Saison für Sean Simpson und die Adler Mannheim bereits nach den Viertelfinals zu Ende. Zu viel für den Kanadier, der die Schweiz 2013 bei der WM in Stockholm sensationell zu Silber führte.

    Als ihn ein Fernsehreporter anspricht, sagt er nicht einfach wie gewohnt seine Floskel «es ist, wie es ist», sondern bedroht den Journalisten: «Eine dumme Frage von dir, und ich hau dich um. Dann liegst du hier am Boden. Okay?» Und schiebt nach: «Respekt!»

    Gemäss SWR habe der Reporter den 56-Jährige lediglich mit den Worten angesprochen: «Hallo Herr Simpson, darf ich Ihnen für die ARD einige Fragen stellen?»

    Simpson entschuldigt sich

    Später hat sich Simpson dann wieder im Griff und gibt doch noch ein Interview. «Es ist ein sehr bitteres Aus. Der Berliner Torhüter hat heute den Unterschied gemacht», sagt der Adler-Coach. «Kein Vorwurf an meine Mannschaft. Wir haben unseren Plan gut durchgezogen und überragend gespielt, nur die Chancen nicht genutzt. So ist der Sport.»

    Mannheim war als Quali-Zweiter als Favorit in die Serie gegen den Achten gestiegen und hatte in der Regular Season 38 Punkte mehr auf dem Konto.

    «Die Bilder sprechen für sich», sagte ein Sprecher der Adler gegenüber «Spiegel Online» und verwies auf eine Entschuldigung des Trainers auf «SWR Aktuell». Darin zeigt sich Simpson reumütig. «Ich entschuldige mich bei dem Reporter. Ich hoffe, er akzeptiert das. Es ist eigentlich nicht mein Stil, ich bin ein respektvoller Mensch. Aber ich habe auch Gefühle und wollte alles für Mannheim in diesem Jahr erreichen. Leider hat das nicht geklappt. Es war meine überbordende Emotion, die mit mir durchgegangen ist.» (sr)

    Yvette Estermann und die Sommerzeit: Doña Quichote im Kampf mit der Uhr

    Yvette Estermann und die Sommerzeit: Doña Quichote im Kampf mit der Uhr


    Die Sommerzeit naht. Und damit auch die Diskussion um deren Sinn. Immer vorne dabei: SVP-Nationalrätin Yvette Estermann. Geht Yvette Estermann in diesen Tagen durch ihre Heimatstadt Kriens LU, gibt es nur ein Thema: die Zeitumstellung am kommenden...

    Die Sommerzeit naht. Und damit auch die Diskussion um deren Sinn. Immer vorne dabei: SVP-Nationalrätin Yvette Estermann.

    Geht Yvette Estermann in diesen Tagen durch ihre Heimatstadt Kriens LU, gibt es nur ein Thema: die Zeitumstellung am kommenden Sonntag. «Kurz vorher werden die Leute richtig kribbelig», sagt die SVP-Nationalrätin.

    Dass sie ihrem Unmut ausgerechnet Estermann gegenüber Luft machen, ist kein Zufall. Die gebürtige Slowakin kämpft seit Jahren gegen die Zeitumstellung. «Schon als Kind konnte ich diese Dummheit nicht verstehen», sagt sie. «Die Uhr umzustellen widerspricht doch einfach dem gesunden Menschenverstand.»

    Nationalstolz, Glühbirnen und Sommerzeit

    Drei Themen ziehen sich durch Estermanns politische Karriere: der Nationalstolz (auf ihr Bestreben hin wird zu Beginn jeder Legislatur im Parlament die Landeshymne gesungen und weht auf dem Bundeshaus immer eine Schweizerfahne), das Verbot von Glühbirnen – und eben die verhasste Sommerzeit. Nicht weniger als vier Vorstösse dazu hat sie eingereicht, seit sie 2007 in den Nationalrat eingezogen ist. Den letzten im vergangenen Dezember: «Schluss mit der Zeitumstellung!» fordert sie darin. 

    Für den Grossteil der Menschen sei die Umstellung der Uhr ein Ärgernis, das zu grossen gesundheitlichen Problemen führen könne. «Vor allem, wer früh aufstehen muss, leidet. Er muss morgens eine Stunde früher raus, kommt abends aber nicht zur Ruhe, weil es noch hell ist.» Zum Teil schliefen die Leute den ganzen Sommer über eine Stunde zu wenig. Auch für Diabetiker und Personen, die regelmässig Medikamente nehmen müssten, sei die Umstellung mühsam.

    Von Eulen und Lerchen

    Schuld sei die innere Uhr, gegen die man nichts machen könne: «Wir sind entweder Eulen, also Nachtmenschen, oder Lerchen, die morgens gut aus den Federn kommen», sagt Estermann. Besonders die Eulen litten im Sommer und hätten immer das Gefühl, ihre Nacht sei eine Stunde zu kurz.

    Estermanns Bemühungen waren trotz allem nicht von Erfolg gekrönt. Alle Vorstösse wurden bisher abgelehnt. «Die Welt wird leider von Lerchen beherrscht», sagt sie lachend, eine Doña Quichote, nicht im Kampf gegen Windmühlen, sondern gegen Uhren.

    Dennoch mag sie nicht aufgeben, «solange sich so viele Leute deswegen bei mir melden». Auftrieb gibt ihr aber die europäische Diskussion: In immer mehr Ländern werde die Abschaffung der Zeitumstellung zum Thema. Sie ist sicher: «Irgendwann ist es auch bei uns so weit!»

    Noch zwei Tage bis zum WM-Start: Haas-Grosjean fühlt sich «als Schweizer»

    Noch zwei Tage bis zum WM-Start: Haas-Grosjean fühlt sich «als Schweizer»


    Langsam aber sicher ist der Gummi wieder zu riechen: Zwei Tage vor dem WM-Start nimmt BLICK das Haas-Ferrari-Team unter die Lupe. Melbourne hat die Formel 1 zum 22. Grand Prix mit Regen und Sonnenschein empfangen. Bis Sonntag soll es so durchzogen weiter...

    Langsam aber sicher ist der Gummi wieder zu riechen: Zwei Tage vor dem WM-Start nimmt BLICK das Haas-Ferrari-Team unter die Lupe.

    Melbourne hat die Formel 1 zum 22. Grand Prix mit Regen und Sonnenschein empfangen. Bis Sonntag soll es so durchzogen weiter gehen. Bei rund 25 Grad. Und mittendrin ein gefährlicher Aussenseiter: Haas-Ferrari.

    Die Amerikaner sind vor einem Jahr hier als Neuling wie ein Erdbeben über den Zirkus eingefallen: Romain Grojean (30) wurde Sechster. Nach vier Rennen hatte er 22 WM-Punkte!

    Am Ende waren es 29, weil es in den letzten zwölf Rennen gerade mal noch einen Punkt gab: 10. daheim in Austin. Teamkollege Esteban Gutiérrez blieb punktelos, musste gehen, wurde durch den Dänen Kevin Magnussen (24) ersetzt.

    «2017 wollen wir vor allem ein starkes Finish, weil ja 2018 mit den gleichen Autos gefahren wird», sagt der zweifache Vater Grosjean, den wir als halben Landsmann betrachten können: Sein Grossvater holte für unser Land WM-Medaillen im Ski, Militärdienst, Wohnsitz Genf, Schweizer Pass und ID-Karte. «Ja, ich fühle mich als Schweizer, auch wenn ich aus verschiedenen Gründen seit dem Start meiner Karriere mit einer französischen Lizenz unterwegs bin!»

    Grosjean will sich bei Haas weiter für höhere Aufgaben empfehlen. 102 Rennen, 40 Mal in den Punkten, bei sieben Rennen in Führung, zehnmal auf dem Podest. Doch der erste Sieg fehlt.

    Der Südtirloer Haas-Teamchef Günther Steiner: «Letztes Jahr sprach alles vom zweiten Ferrari-Auto. Okay, aber diesmal haben wir uns von unserem Motorenpartner abgenabelt, sind jedoch froh, dass der neue Motor aus Maranello eine Bombe ist.»

    Die Amerikaner, ohne grossen Sponsor unterwegs, sind mit knapp 250 Mitarbeitern das kleinste Team. Steiner: «Das geht auch so, weil bei uns die Effizienz zählt. Jetzt kennt jeder seine Arbeit. Und mit Grosjean haben wir den Fahrer, der im richtigen Augenblick zuschalgen kann!»

    Der schnelle «Schweizer» Haase als Geheimtip 2017?

    Weniger Aussteller, weniger Umsatz: Baselworld ausser Takt

    Weniger Aussteller, weniger Umsatz: Baselworld ausser Takt


    Die Uhrenmesse Baselworld bekommt die Krise der Uhrenindustrie zu spüren. Immer mehr Aussteller bleiben der Messe fern. Auch die Basler Hotels sind weniger gut gebucht als in den Vorjahren. Baselworld 2017 steht unter schlechten Vorzeichen: Die Zahl...

    Die Uhrenmesse Baselworld bekommt die Krise der Uhrenindustrie zu spüren. Immer mehr Aussteller bleiben der Messe fern. Auch die Basler Hotels sind weniger gut gebucht als in den Vorjahren.

    Baselworld 2017 steht unter schlechten Vorzeichen: Die Zahl der Aussteller ist tiefer als in früheren Jahren. Traditionsreiche Namen wie Ulysse Nardin und Girard-Perregaux fehlen an der grössten Uhren- und Schmuckmesse der Welt. Beide versuchen ihr Glück neuerdings am Salon de la Haute Horlogerie in Genf. 

    Andere Uhrmarken wie Mondaine oder Wenger sind zwar in Basel, aber ausserhalb der Messe. Man wolle sich in einem anderen, authentischeren Ambiente zeigen, so eine Mondaine-Sprecherin. Mondaine hat sich in einem Veloladen eingemietet. Die Kosten seien nicht ausschlaggebend gewesen für die Konzeptänderung.   

    Für die Veranstalter bedeutet der Auszug tiefere Erträge. Diese dürften 2017 tiefer ausfallen als in den Vorjahren, sagte René Kamm, CEO des Veranstalters MCH, der «Basler Zeitung».

    Es gibt noch freie Zimmer

    Auch die Hotels waren schon besser gebucht. Zwar sind manche Messebesucher noch immer bereit, 1960 Franken pro Nacht für ein Zimmer in einem Apartment-Hotel in Allschwil BL zu bezahlen, wie die «Basellandschaftliche Zeitung» berichtet. Doch die ganz fetten Zeiten sind vorbei. Auf einschlägigen Hotel- und Zimmervermittlungsplattformen sind kurz vor Messebeginn Angebote zu moderaten Preisen zu finden.   

    Seit 20 Monaten schrumpfen die Umsätze

    Die gedrückte Stimmung in Basel spiegelt die Krise der Uhrenindustrie. Im Februar sanken die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahresmonat um zehn Prozent auf 1,49 Milliarden Franken. Die Exporte befinden sich damit bereits seit 20 Monaten auf Talfahrt. Enttäuschend lief vor allem das USA-Geschäft: Die Verkäufe im zweitgrössten Exportmarkt brachen um 26,2 Prozent ein. (gs)

    Die grössten Lügen von Donald Trump: Der Flunker-Präsident

    Die grössten Lügen von Donald Trump: Der Flunker-Präsident


    Es stimme nicht, dass Barack Obama Donald Trump abhören liess, sagte der FBI-Direktor. Das ist längst nicht Trumps einzige Lüge. Eine Lüge brachte Donald Trump (70) 2011 auf das politische Parkett: Er zweifle, US-Präsident Barack Obama (55) sei in...

    Es stimme nicht, dass Barack Obama Donald Trump abhören liess, sagte der FBI-Direktor. Das ist längst nicht Trumps einzige Lüge.

    Eine Lüge brachte Donald Trump (70) 2011 auf das politische Parkett: Er zweifle, US-Präsident Barack Obama (55) sei in den USA zur Welt gekommen. Dessen Geburtsurkunde sei eine Fälschung, er dürfe gar nicht US-Präsident sein.
     Während des Wahlkampfs sagte Trump, der Vater seines Widersachers Ted Cruz (46) sei in die Ermordung von John F. Kennedy (1917–1963) involviert gewesen. Es war eine Lüge. Wie seine Aussage, nach 9/11 hätten Tausende von Muslimen in New Jersey den Angriff auf New York gefeiert.
     Clinton und Obama sollen den IS gegründet haben
     Während des Wahlkampfs sagte Trump, er sei von Beginn weg gegen den Irak-Krieg von 2003 gewesen. Dabei hatte er ihn zu Beginn unterstützt.
     Trump bezeichnete Hillary Clinton (69) und Obama als «Gründer» der Terrororganisation «Islamischer Staat» – eine reine Lüge.
     Gelogen ist, dass Deutschland seine Zuwendungen an die Nato nicht ordnungsgemäss bezahlt hat. Im Wahlkampf sagte Trump, die Arbeitslosigkeit könne «42 Prozent betragen». Dabei lag sie damals bei fünf Prozent.
     Es gebe in den USA so viele Morde wie seit 47 Jahren nicht mehr, so der Präsident. Dabei ist die Anzahl der Tötungsdelikte seit den 90er-Jahren drastisch gesunken.
     Drei Millionen Menschen hätten bei den Wahlen im November 2016 illegal abgestimmt. Es gibt keinerlei Hinweise darauf.
     Trump behauptet, er hätte den grössten Vorsprung bei den Elektorenstimmen seit der Wahl von Ronald Reagan (1911–2004) im Jahr 1981. Dabei hatten alle Präsidenten ausser George W. Bush (70) im Jahr 2000 einen grösseren Vorsprung bei den Elektoren als Trump.
     Nach seiner Amtseinführung am 20. Januar 2017 sagte Trump, nie hätten mehr Personen eine Amtseinführung verfolgt. Auch das: eine Lüge.

     

    Das FBI ermittelt, ob Donald Trump dank russischer Agenten im Weissen Haus logiert: Ist der Lügner eine Marionette?

    Das FBI ermittelt, ob Donald Trump dank russischer Agenten im Weissen Haus logiert: Ist der Lügner eine Marionette?


    In Amerika wird der Ruf nach einem Sonderermittler in der Russen-Connection laut. Er könnte die Regierung von Donald Trump über Monate blockieren.  Nun ist es aktenkundig: Der amerikanische Präsident lügt. Mehrfach behauptete Donald Trump (70) via...

    In Amerika wird der Ruf nach einem Sonderermittler in der Russen-Connection laut. Er könnte die Regierung von Donald Trump über Monate blockieren.

     

    Nun ist es aktenkundig: Der amerikanische Präsident lügt. Mehrfach behauptete Donald Trump (70) via Twitter, sein Telefon sei 2016 abgehört worden. Den Befehl hätte der damalige Präsident Barack Obama (55) erteilt.

    Dafür gibt es keinerlei Hinweise, sagte am Montag FBI-Direktor James Comey (56). Obama dementiert den Vorwurf. Eine erforderliche richterliche Bewilligung gibt es nicht.

    Hinreichende Beweise

    Dass Trump bei Fakten flunkert, daran hat man sich gewöhnt. Zudem ist ein Tweet keine eidesstattliche Erklärung.

    Für den Präsidenten weit gefährlicher ist die Ermittlung, die Bundespolizist Comey ebenfalls am Montag bestätigte: Das FBI will wissen, ob Trump dank russischer Agenten im Weissen Haus logiert. Ob Russland sich in die Wahlen einmischt. Ob Gesetze verletzt wurden.

    Ist Trump nicht nur ein Lügner, sondern wie Pinocchio zusätzlich eine Marionette?

    Offenbar gibt es dafür hinreichende Hinweise. Denn das FBI spricht fast nie über laufende Ermittlungen. «Das tun wir nur unter speziellen Umständen», so Comey. «Jetzt gibt es solche Umstände.» Nämlich die Einmischung eines fremden Staates in den demokratischen Prozess in den USA.

    Bekannt ist: Der russische Präsident Wladimir Putin (64) verachtet Trumps einstige Gegnerin Hillary Clinton (69). Deren Wahlkampfcomputer sind von Russen gehackt worden. Ermittelt wird, ob sie Kontakt hatten zu Trumps Team.

    Wann wusste Trump was?

    Wie einst beim Watergate-Skandal in den 70er-Jahren rücken zwei Fragen ins Zentrum: Was wusste der Präsident? Und wann wusste er es?

    Die Hoheit über die Ermittlungen liegt beim FBI. Dieses untersteht dem Justizministerium. Zwar kann sich Trump nicht direkt einmischen. Aber er versucht, die Untersuchung zu beeinflussen. Wie vor dem Auftritt Comeys. «Fake News» sei, was heute bekannt werde, schrieb er auf Twitter, entspreche nicht der Wahrheit. Damit untergräbt er öffentlich die Glaubwürdigkeit des FBI.

    Vertrauen schaffen könnte ein unabhängiger Sonderermittler. Wie einst Ken Starr (70), der Ende der 90er-Jahre die Affäre von Bill Clinton (70) mit Praktikantin Monica Lewinsky (43) untersuchte.

    Völlig freie Hand hätte ein solcher Ermittler. Er könnte alle Berater Trumps und selbst den Präsidenten zu eidesstattlichen Aussagen zwingen. Das würde die amerikanische Regierung während Monaten blockieren.

    Seine zentralen Projekte wären gefährdet

    Und das zu einem Zeitpunkt, wo noch immer Hunderte von wichtigen Posten unbesetzt sind. Statt zu regieren, müsste sich Trump mit Anwälten herumschlagen.

    Gefährdet wären zentrale Projekte, insbesondere die Steuersenkungen, die er für Firmen und die reichsten Amerikaner vorsieht.

    Es ist ein Rennen mit der Zeit. Bis zu den Kongresswahlen im November 2018 muss Trump die Steuern senken. Schafft er das nicht, lassen ihn viele Republikaner fallen. Dann spielt es keine Rolle mehr, ob er nun eine Marionette der Russen ist oder nur ein Lügner.

    Apple wird erpresst: Hacker wollen 300 Mio iPhones löschen

    Apple wird erpresst: Hacker wollen 300 Mio iPhones löschen


    Der US-Technikriese Apple wird von einer Hacker-Gruppe erpresst. Sie drohen, die iCloud-Daten von bis zu 300 Millionen iPhone-Kunden zu löschen. Die «Turkish Crime Family» verlangt von Apple 75'000 Dollar in virtueller Währung (Bitcoin oder Ethereum)...

    Der US-Technikriese Apple wird von einer Hacker-Gruppe erpresst. Sie drohen, die iCloud-Daten von bis zu 300 Millionen iPhone-Kunden zu löschen.

    Die «Turkish Crime Family» verlangt von Apple 75'000 Dollar in virtueller Währung (Bitcoin oder Ethereum) oder 100'000 Dollar in Form von iTunes-Geschenkkarten. 

    Die Hacker-Gruppe behauptet, sich Zugang zu 300 Millionen iCloud-Accounts verschaffen zu können. Sollte Apple bis zum 7. April 2017 nicht zahlen, so drohen sie, all die privaten Fotos und Daten der iPhone-Besitzer zu löschen.

    Apple geht nicht auf Erpressung ein

    «Ich will nur mein Geld und dachte, das ist ein interessanter Weg», sagt einer der Hacker gegenüber «Motherboard». Die Website zeigte Screenshots von einer E-Mail-Konversation mit der Sicherheitsabteilung von Apple. «Sie sollten wissen, wir gehen nicht auf die Forderungen von Cyber-Kriminellen ein», soll Apple geantwortet haben. Der Mitarbeiter des Technikriesen werde die E-Mails an die Behörden weiterleiten.

    Ob die Hacker-Gruppe «Turkish Crime Family» tatsächlich existiert und die Drohung echt ist, ist noch unklar.

    Unabhängig davon ist es sinnvoll, seine Daten und Fotos via Backup regelmässig auf dem Laptop zu speichern. So gehen sie - im Notfall - nicht verloren. (gru)

    Laptop-Verbot auf Flügen: Al-Kaida will Sprengsätze in Batterien verstecken

    Laptop-Verbot auf Flügen: Al-Kaida will Sprengsätze in Batterien verstecken


    Die US-Behörden und die britische Regierung haben die Mitnahme von Laptops und Tablet-Computern im Handgepäck auf bestimmten Flügen verboten. Begründet wurde dies mit dem Schutz vor Anschlägen mithilfe elektronischer Geräte. Betroffen seien zehn...

    Die US-Behörden und die britische Regierung haben die Mitnahme von Laptops und Tablet-Computern im Handgepäck auf bestimmten Flügen verboten. Begründet wurde dies mit dem Schutz vor Anschlägen mithilfe elektronischer Geräte.

    Betroffen seien zehn Airports, wie das US-Ministerium für Innere Sicherheit gestern mitteilte. Geräte wie Laptops oder Kameras, die grösser als ein Handy sind, müssen spätestens ab Freitag mit dem Gepäck aufgegeben werden. Damit reagiere man auf eine Terrordrohung.

    Sprengsätze in elektronischen Geräten

    Wie CNN schreibt, wurden die USA vor Wochen auf Pläne von Al-Kaida-Extremisten aufmerksam, Sprengsätze in Baterien von elektronischen Geräten zu verstecken, um damit Anschläge zu verüben. Dem Ministerium zufolge könnte das Verbot auf andere Airports ausgedehnt werden, wenn die Lage dies erfordere. Nach US-Angaben gilt die Massnahme auf unbestimmte Zeit. Dagegen erklärte Emirates Airlines, sie sei bis Mitte Oktober befristet.

    Das US-Ministerium für Innere Sicherheit wies eine Verbindung zu dem von Präsident Donald Trump geplanten Einreiseverbot aus mehreren muslimischen Staaten zurück. Es sei nach Flughäfen und nicht nach Ländern vorgegangen worden, sagte eine Sprecherin.

    Verbot für diese Flughäfen

    Das US-Verbot gilt für Flughäfen in Amman, Kairo, Kuwait-Stadt, Doha, Dubai, Istanbul, Abu Dhabi, Casablanca, Riad und Dschidda. Betroffen sind den amerikanischen Behörden zufolge unter anderem die Gesellschaften Royal Jordanian Airlines, Egypt Air, Turkish Airlines, Saudi Arabian Airlines, Kuwait Airways, Qatar Airways, sowie Emirates und Etihad Airways.

    Da keine US-Gesellschaft von den Flughäfen aus in die USA fliegt, sind auch keine amerikanische Unternehmen betroffen. Medizinische Geräte sind von der Regel ausgenommen. Auch US-Bürger müssen sich an die Vorschrift halten.

    Schweizer Flüge nicht betroffen

    «Flüge aus der Schweiz oder Flüge mit schweizerischen Fluggesellschaften sind im Moment nicht von den erwähnten Massnahmen betroffen», schreibt Philipp Bircher, Mediensprecher des Flughafens Zürich auf Anfrage von BLICK. «Derzeit sind am Flughafen Zürich keine entsprechenden Verschärfungen geplant.»

    Bereits heute müssten grosse elektronische Geräte wie Tablet, Laptop oder Kamera am Flughafen Zürich bei der Sicherheitskontrolle ausgepackt werden, so dass sie gesondert geröntgt werden können, schreibt Bircher.

    Grossbritannien macht es der USA gleich

    Grossbritannien schloss sich der US-Massnahme für die meisten Staaten an. Vom Verbot der britischen Regierung sind Flugreisende betroffen, die direkt aus Ägypten, Jordanien, dem Libanon, Saudi-Arabien, Tunesien oder der Türkei nach Grossbritannien reisen. Betroffen sind Verbindungen von 14 Fluggesellschaften.

    Nach Angaben eines Regierungssprechers leitete Premierministerin Theresa May mehrere Sitzungen, bei denen beschlossen wurde, «neue Massnahmen für die Sicherheit im Luftverkehr» für Direktflüge aus diesen Ländern zu erlassen. «Unsere oberste Priorität wird stets sein, für die Sicherheit der britischen Staatsbürger zu sorgen», erklärte der Sprecher. (SDA/gru)

    Die Smartwatch ist tot: Zweite Chance für intelligente Uhren

    Die Smartwatch ist tot: Zweite Chance für intelligente Uhren


    Das ursprüngliche Konzept für Smartwatches ist ein Fehlschlag. Doch die Hersteller erfinden sich mit Design und Fitness neu – und kommen der Uhrenindustrie in die Quere. Die Erwartungen waren gross, als Google und Apple 2014 die ersten Smartwatches...

    Das ursprüngliche Konzept für Smartwatches ist ein Fehlschlag. Doch die Hersteller erfinden sich mit Design und Fitness neu – und kommen der Uhrenindustrie in die Quere.

    Die Erwartungen waren gross, als Google und Apple 2014 die ersten Smartwatches ankündigten. Eine Revolution am Handgelenk, so bedeutend wie das iPhone. Und für die Schweizer Uhrenindustrie das Todesurteil.

    Drei Jahre später ist die Ernüchterung gross. Ende 2016 brachen die Verkäufe richtiggehend ein. Immerhin rechnen die Marktforscher von Canalys für 2017 wieder mit einem Anstieg der Zahlen um 18 Prozent auf 28,5 Millionen Stück.

    Klar ist: Das ursprüngliche Smartwatch-Konzept hat nicht funktioniert. Die Uhr, welche alles kann und das Telefon ersetzt – die haben höchstens Tech-Nerds gekauft. Darum bleiben die smarten Zeitmesser das, was Uhren schon immer waren – ein Accessoire.

    Watch-Apps sind nur noch Nebensache

    In den Hintergrund gerückt sind die Apps. War Apple anfangs noch stolz darauf, trotz späterem Start Google bei den Apps für die Uhr schnell überholt zu haben, spielt dies heute keine Rolle mehr. Bei der Apple Watch 2 und vielen anderen der brandneuen Zeitmesser stehen zwei Themen im Vordergrund: einerseits das Uhrendesign, andererseits Fitness- und Sportfunktionen.

    Die letzte Woche vorgestellte Schweizer Smartwatch konzentriert sich auf den Uhren-Lifestyle. Wer rund 3500 Franken für die Tag Heuer Connected Modular 45 investiert, kann das Smartwatch-Modul ab und zu ganz zu Hause lassen und mit einem analogen Werk am Handgelenk ausgehen. 

    Das Design ist auch bei anderen Neuheiten wichtig. Die Käufer wollen keinen Computer am Handgelenk, sondern einen modischen Zeitmesser. Wenn man die Uhr wie bei Tag Heuer sogar individualisieren und in Dutzenden Varianten bestellen kann, umso besser.

    Smarte Fitness-Funktionen in schöner Verpackung

    Der zweite Trend ist mindestens so wichtig – das zeigen schon die Zahlen der verkauften Wearables. Es werden nämlich jährlich viermal mehr Fitness-Tracker und Pulsuhren verkauft als Smartwatches. 

    So setzt zum Beispiel Huawei bei der zweiten Version seiner Smartwatch ganz auf Sport und Gesundheit: mit einem Pulssensor oder Fitness-Apps. Trainingspläne kann man direkt auf der Uhr erstellen.

    Hersteller aus dem Fitness- und Gesundheitsbereich dagegen gehen den umgekehrten Weg. So macht etwa Garmin die Fēnix 5 alltagstauglich. Sie bietet weitere spezielle Funktionen für Jogger, Velofahrer, Bergsteiger oder Skifahrer. Gleichzeitig soll man sie von der Optik her den ganzen Tag tragen können.

    Die Nokia-Tochter Withings setzt bei der Steel HR gar auf ein analoges Zifferblatt – hat aber trotzdem ein Display und einen Herzfrequenz-Sensor integriert. So  werden auch Kunden angesprochen, die primär eine schöne Uhr wollen und bei denen smarte Funktionen erst an zweiter Stelle stehen.

    Dobby Quadcopter im Test: Hosentaschen-Drohne schiesst auch Selfies

    Dobby Quadcopter im Test: Hosentaschen-Drohne schiesst auch Selfies


    Die Zerotech Dobby ist erstaunlich kompakt und leicht, bietet aber trotzdem den vollen Drohnen-Komfort. BLICK ging mit dem Quadcopter für 349 Franken in die Luft. Der grosse Vorteil der Zerotech-Dobby-Drohne: Sie ist so kompakt, dass man sie...

    Die Zerotech Dobby ist erstaunlich kompakt und leicht, bietet aber trotzdem den vollen Drohnen-Komfort. BLICK ging mit dem Quadcopter für 349 Franken in die Luft.

    Der grosse Vorteil der Zerotech-Dobby-Drohne: Sie ist so kompakt, dass man sie tatsächlich in die Hosentasche stecken kann. Denn die vier Rotor-Arme lassen sich einfach einklappen. Mit Akku wiegt das Gadget nur knapp 200 Gramm – auch das ideal für den Einsatz unterwegs.

    Gesteuert wird die Dobby direkt über eine Smartphone-App. Leider ist diese gleichzeitig auch ein soziales Netzwerk für Drohnen-Selfies, sodass man bei jedem Aufstarten viel zu oft klicken muss, bis dann endlich die Bedienoberfläche im Flugmodus zu sehen ist.

    Immerhin: Das Handy verbindet sich via WLAN schnell und zuverlässig mit der Drohne, diese findet auch rasch via GPS ihre Position und ist startbereit. Hier zeigt sich auch gleich der grösste Unterschied zu vielen anderen Mini-Drohnen.

    Dobby startet automatisch aus der Hand

    Der Quadcopter von Dobby ist kein günstiges Spielzeug, sondern will eine ernsthafte Kamera-Drohne sein. Darum hat der Hersteller auch modernste Technik reingepackt, unter anderem Ultraschall und zusätzliche Kameras für die Sichtnavigation. Die Selfie-Cam zeichnet 13 Megapixel-Fotos und Full-HD-Videos mit 1080p-Auflösung auf. 16 GB Speicher sind an Bord, knapp 10 GB stehen für Video- und Fotoaufnahmen zur Verfügung.

    Trotzdem sollen nicht nur Profis damit fliegen können. Tatsächlich kann man problemlos abheben. Auf Knopfdruck startet die Drohne automatisch vom Boden oder aus der Hand und bleibt in rund zwei Metern Höhe fast regungslos in der Luft stehen.

    Auch das Landen gelingt mit einem Klick. Der Quadcopter weiss, wo der Boden ist, setzt sanft auf und schaltet auch gleich die Rotoren ab. Wahlweise kann man auch auf der Hand landen. Natürlich muss man etwas vorsichtig sein, doch auch das klappt problemlos im ersten Anlauf. Dobby merkt auch, wenn man sie gefangen hat und stoppt die Propeller.

    Eigentlich könnte man Dobby mit den Bewegungssensoren des Smartphones steuern. Präziser und einfacher sind aber die Joysticks, die sich einblenden lassen. Auch hier wieder der grosse Vorteil für Einsteiger: Macht man nichts, bleibt Dobby einfach in der Luft stehen. Auch bei Wind recht ruhig.

    Besser gleich einen Ersatz-Akku mitbestellen

    Schade nur, musste man beim Ausprobieren immer wieder landen. Der Akku hielt im Test jeweils rund fünf Minuten, dann muss man schon wieder Strom nachladen. Es lohnt sich also auf jeden Fall, für rund 40 Franken eine Ersatz-Batterie zu besorgen.

    Eigentlich bietet die App viele weitere Automatik-Funktionen. Leider haben die im Test nur unzuverlässig funktioniert. So fliegt Dobby auf Knopfdruck einen Orbit um eine bestimmt Position, was recht gut klappt. Die Videoaufnahme kann man aber nicht gleichzeitig starten. Entweder aufnehmen oder Kreis fliegen, beides ging im Test nicht.

    Neben der nicht in allen Belangen ausgereiften App hat Dobby eine zweite Schwäche: Die Linse lässt sich zwar im Winkel verstellen, allerdings nur manuell. Man muss daher immer schon vorher wissen, wohin man filmen will. Die Videoqualität ist insgesamt in Ordnung, wenn auch die Bilder nicht berauschend sind.

    Das BLICK-Test-Fazit: Die Zerotech Dobby Drohne ist für 349 Franken bei Brack.ch erhältlich. Ein fairer Preis für viel Technik und ein kompaktes Design. Allerdings gibts für hundert Franken mehr beispielsweise eine DJI Phantom 3. Die ist zwar viel grösser und schwieriger zu steuern, bietet aber bei der Bildqualität deutlich mehr.

    Noch drei Tage bis zum WM-Start: Force India oder das Wunder hat einen Namen

    Noch drei Tage bis zum WM-Start: Force India oder das Wunder hat einen Namen


    Das Team von Force India kämpfte in den letzten Jahren mit den Finanzen. Dafür können sich die Ergebnisse aber sehen lassen. Irgendwie kann es niemand so richtig verstehen. Seit Jahren steckt Force India in Finanznöten, aber seit Jahren ärgert...

    Das Team von Force India kämpfte in den letzten Jahren mit den Finanzen. Dafür können sich die Ergebnisse aber sehen lassen.

    Irgendwie kann es niemand so richtig verstehen. Seit Jahren steckt Force India in Finanznöten, aber seit Jahren ärgert dieses Team seine Gegner mit sensationellen Resultaten.

    Der Chef, Dr. Vijay Mallya, darf seit drei Jahren England nicht mehr verlassen. Der Milliardär soll ein Betrüger im grossen Stil sein. In Indien wartet ­sofort der Knast.

    Doch Mallya kann offenbar zaubern, hat ein solides Team, den besten Motor (Mercedes) und meist grandiose Piloten.

    Auch der Baselbieter TV-Star Marc Surer (Sky Deutschland) schwärmt: «Dieses Team hat sensationelle Ingenieure, in Relation zum Budget ist Force India für mich die beste Mannschaft der Formel 1.»

    Und 2017 fallen Teamleader Sergio Pérez (bereits vier Podestplätze) und Neuling Esteban Ocon noch mehr auf – in den jetzt rosafarbenen Boliden. Dank Austria-Sponsor BWT (Best Water Technology). Der soll mal locker 15 Millionen Euro hingeblättert haben.

    Nico Hülkenberg hat man zwar an Renault verloren, doch dem Franzosen Ocon wird eine grosse Zukunft vorausgesagt.

    Force India spielte bis jetzt etwa in der gleichen Budget-Liga wie Sauber. Dann schauen wir uns mal die drei letzten Punkteduelle gegen die Hinwiler an.

    2014 lag Force India 155:0 vorne, 2015 hiess es 136:36 und letztes Jahr 173:2. Unheimlich, was der indische «Schlangenbeschwörer» Mallya gegen seine Landsfrau Monisha Kaltenborn aus dem Korb zaubert.

    Am meisten Rennen für Force India fuhr übrigens der Deutsche Adrian Sutil. Er holte in 92 GPs 123 Punkte für die Inder.

    100 Jahre Zoff um die Sommerzeit: Darum drehen wir am Sonntag wieder an der Uhr

    100 Jahre Zoff um die Sommerzeit: Darum drehen wir am Sonntag wieder an der Uhr


    In der Nacht vom Samstag auf Sonntag wird die Uhr von 2 auf 3 Uhr vorgestellt. Die Frage ist: Warum machen wir das? Die Diskussion erhitzt seit 100 Jahren die Gemüter. Am nächsten Sonntag beginnt in der Schweiz einmal mehr die Sommerzeit. Das System...

    In der Nacht vom Samstag auf Sonntag wird die Uhr von 2 auf 3 Uhr vorgestellt. Die Frage ist: Warum machen wir das? Die Diskussion erhitzt seit 100 Jahren die Gemüter.

    Am nächsten Sonntag beginnt in der Schweiz einmal mehr die Sommerzeit. Das System mit der Zeitumstellung hat eine lange Geschichte: Genau vor hundert Jahren weigerte sich der Bundesrat, sich den Nachbarstaaten anzupassen und die Sommerzeit einzuführen.

    Woher kommt die Sommerzeit in der Schweiz?

    Im Frühjahr 1916 führten alle vier Nachbarstaaten der Schweiz die Sommerzeit ein und stellten die Uhr während der Sommermonate um eine Stunde vor. Das Ziel war es, vor dem Hintergrund der Kohleknappheit während des Ersten Weltkrieges, Energie zu sparen, wie der Historiker Jakob Messerli in einer Dissertation festhielt.

    Die Schweizer Regierung wollte zunächst eingehende Abklärungen machen und führte das System im Jahr 1916 nicht ein. Somit war die Schweiz umgeben von Ländern, die dem Land in den Sommermonaten eine Stunde voraus waren. Nach einem Vernehmlassungsverfahren und einer breiten Debatte entschied sich der Bundesrat am 24. März 1917 definitiv dagegen, nachzuziehen.

    Vor- und Nachteile der Umstellung auf Sommerzeit

    Für die Ablehnung sprach einerseits der geringe Nutzen. Das zuständige Departement des Innern und der Bundesrat stuften die Einsparungen des Kohleverbrauchs in der Schweiz gar als «kläglich» ein, wie der Historiker Jakob Messerli aufzeigt. Die Elektrizität sei nicht mehr mit Gas, sondern mehrheitlich mit Strom aus der heimischen Wasserkraft erzeugt worden. Eine Umstellung des Systems hätte daher auch den Wassersektor benachteiligen können.

    Weitere Probleme wurden in der Landwirtschaft festgemacht. So sei es schwierig, das Melken der Kühe und die Milchversorgung anzupassen. Hinzu kämen die gesundheitlichen Konsequenzen, die diese Umwälzungen im Lebensrhythmus von Bauern - und auch von Schülerinnen und Schülern - zur Folge gehabt hätten. Die Arbeitstage der Landbevölkerung seien bereits lang genug, hielt der Bundesrat fest.

    Die langen und hellen Sommerabende fanden aber auch Anhänger. Einige sahen darin «einen grossen Vorteil, dass der Arbeiter in der Lage wäre, nach Feierabend noch beim Tageslicht sein Gemüseland zu bebauen, und damit zur vermehrten Inlandsproduktion der Lebensmittel beitragen könnte.» In der Diskussion hatte dieses Argument allerdings wenig Gewicht, weil viele in der Verlängerung des Tages eine Gefahr für die Gesundheit des Volkes sahen.

    Ausnahme während des Zweiten Weltkriegs

    In der Schweiz galt somit weiterhin ganzjährig die mitteleuropäische Zeit. Einzig während des Zweiten Weltkrieges beschloss der Bundesrat, die Sommerzeit während den Jahren 1941 und 1942 einzuführen - mit dem Ziel, Energie zu sparen. Weil diese Einsparungen jedoch zu unbedeutend ausfielen, habe man von der Massnahme im Jahr 1943 wieder abgesehen, hält Jakob Messerli fest.

    In der Nachkriegszeit schienen mehrere Länder die Sommerzeit vorübergehend wieder abgeschafft zu haben. So kannte in den 1970er Jahren gemäss Messerli nur noch Italien die dauerhafte Sommerzeit. Frankreich führte sie 1976 wieder ein; 1980 folgten Deutschland und Österreich. Die Schweiz passte sich erst 1981 ihren Nachbarn an und führt die Sommerzeit dauerhaft ein.

    Zeitumstellung bleibt umstritten

    Die Sommerzeit hat weiterhin Gegner. Eine 1982 von einem Zürcher SVP-Komitee lancierte Volksinitiative zur Abschaffung der Sommerzeit kam jedoch mangels genügender Unterschriften nicht zustande.

    Sowohl im Jahr 2010 als auch im vergangenen Jahr reichte die Luzerner SVP-Nationalrätin Yvette Estermann eine Motion zur Abschaffung der Sommerzeit ein, die der Bundesrat ablehnte: Abschaffen würde er die Zeitumstellung nur dann, wenn die Mehrheit der umliegenden Länder diesen Schritt auch machen würde, schrieb der Bundesrat dieses Jahr in seiner Antwort auf die Motion.

    Die Uhr muss jeweils am letzten Sonntag des Monats März um eine Stunde nach vorne gestellt werden. Am letzten Sonntag im Oktober wird die Uhr wieder zurückgedreht. Diese Praxis wurde im Jahr 1998 zwischen den Staaten der Europäischen Union harmonisiert.

    Wann ist die Umstellung auf Sommerzeit 2017?

    Die mitteleuropäische Sommerzeit beginnt jeweils am letzten Sonntag im März. Das heisst: In der Nacht vom Samstag 25. März auf Sonntag, den 26. März, stellt man die Uhr um 02.00 Uhr Nachts auf 03.00 Uhr eine Stunde vor.

     

    Trumps abstruse Vorwürfe gegen Obama: FBI hat keine Beweise für Abhöraktion

    Trumps abstruse Vorwürfe gegen Obama: FBI hat keine Beweise für Abhöraktion


    WASHINGTON - Das FBI verfügt über keinerlei Belege für einen vermeintlichen Lauschangriff auf den heutigen Präsidenten Donald Trump durch seinen Vorgänger Barack Obama. Das sagte FBI-Chef James Comey heute bei einer Befragung im...

    WASHINGTON - Das FBI verfügt über keinerlei Belege für einen vermeintlichen Lauschangriff auf den heutigen Präsidenten Donald Trump durch seinen Vorgänger Barack Obama. Das sagte FBI-Chef James Comey heute bei einer Befragung im Repräsentantenhaus in Washington.

    Seit knapp zwei Wochen wettert US-Präsident Donald Trump gegen seinen Vorgänger Barack Obama. Immer wieder behauptete Trump, dass Obama ihn während des Wahlkampf im New Yorker Trump Tower beschatten und abhören lies. Beweise dafür gibt es bislang nicht. Dafür jede Menge Zweifel.

    Damit könnte nun aber endlich Schluss sein. Denn: Heute wurde James Comey, seit 2013 Direktor der Bundespolizei FBI, vom US-Abgeordnetenhaus befragt. Und dort teilte Comey mit, dass das FBI über «keinerlei Belege für einen vermeintlichen Lauschangriff auf den heutigen Präsidenten Donald Trump durch seinen Vorgänger Barack Obama» verfüge.

    Neben Comey wurde auch Michael Rogers, seit 2014 Direktor der NSA, befragt. Auch dieser sagte in seiner Anhörung, man wisse nichts von einer Abhöraktion gegen Trump.

    Nichtsdestotrotz hielt das Weisse Haus weiterhin an den Abhörvorwürfen gegen Obama fest. Trumps Sprecher Sean Spicer sagte, die Aussage von Comey habe nichts an der Lage geändert. Es handle sich nur um eine erste Anhörung, und es sei noch ein weiter Weg zu gehen.

    FBI-Untersuchung gegen Trump bestätigt

    Neben dem Abhör-Skandal ging es im Hearing auch um den Vorwurf, Putin hätte versucht den US-Wahlkampf zugunsten von Trump zu manipulieren. Im Zuge der Russland-Affäre musste bereits Michael Flynn als Nationaler Sicherheitsberater zurücktreten (BLICK berichtete).

    FBI-Chef James Comey bestätigte heute zumindest, dass seine Agenten mögliche Absprachen zwischen Trumps Wahlkampf-Team und der russischen Regierung untersuchen.

    In den Untersuchungen zu den mutmasslichen russischen Hacker-Angriffen während des Wahlkampfs gehe es auch um die «Art von irgendwelchen Verbindungen» zwischen Mitgliedern des Trump-Teams und der russischen Regierung.

    Trump-Team in Wahlkampf-Manipulation verwickelt?

    Dabei werde der Frage nachgegangen, ob es «irgendwelche Koordination» zwischen Trump-Mitarbeitern und den versuchten russischen Einmischungen in den Wahlkampf gegeben habe, sagte Comey vor dem Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses.

    Bislang war nur in den Medien darüber spekuliert worden, dass die seit Monaten laufenden FBI-Untersuchungen zu den mutmasslichen russischen Hacker-Angriffen auch die möglichen Verwicklungen des Trump-Teams einbeziehen könnten.

    Es war nun das erste Mal, dass diese Ausweitung der Untersuchungen offiziell bestätigt wurde. Comey sagte, er habe für diese Mitteilung die Erlaubnis des ihm übergeordneten Justizministeriums erhalten.

    Der FBI-Chef führte aus, bei den Untersuchungen gehe es auch darum, ob irgendwelche Straftaten begangen worden seien. Da es sich um eine im Ergebnis noch offene und fortdauernde Untersuchung handele, dürfe er darüber nicht mehr sagen. Alle weiteren Informationen seien als vertraulich eingestuft.

    Trumps Umfragewerte im Keller

    Kurz vor Beginn der Anhörung hatte Trump erneut bestritten, dass es illegale Absprachen zwischen seinem Team und Moskau gegeben habe. Diese Geschichte sei eine «Falschnachricht», und jeder wisse das, schrieb Trump auf Twitter.

    Bislang war nur in den Medien darüber spekuliert worden, dass die seit Monaten laufenden FBI-Untersuchungen zu den mutmasslichen russischen Hackerangriffen während des Wahlkampfs auch die möglichen Verwicklungen des Trump-Teams einbeziehen könnten.

    Trumps Umfragewerte sind zurzeit im Keller. Sollten sich seine Vorwürfe gegen Obama tatsächlich als falsch erweisen, könnte dies dem Milliardär zum Verhängnis werden.

    Kurz vor einer Befragung im Kongress hat Präsident Donald Trump in einem Tweet erneut bestritten, während des Wahlkampfs illegale Absprachen mit Moskau getroffen zu haben. (gr/jmh)

    Elephone S7 im Test: Wie gut ist die dreiste Samsung-Kopie?

    Elephone S7 im Test: Wie gut ist die dreiste Samsung-Kopie?


    Das Elephone S7 ist nicht mal halb so teuer wie der Namensvetter, das Samsung Galaxy S7. Ist die Kopie aus China auch nur halb so gut? Nicht nur beim Namen hat das Elephone S7 mit dem aktuellen Flaggschiff von Samsung Gemeinsamkeiten. Auch beim Design...

    Das Elephone S7 ist nicht mal halb so teuer wie der Namensvetter, das Samsung Galaxy S7. Ist die Kopie aus China auch nur halb so gut?

    Nicht nur beim Namen hat das Elephone S7 mit dem aktuellen Flaggschiff von Samsung Gemeinsamkeiten. Auch beim Design hat der chinesische Hersteller ziemlich deutlich den erfolgreichen Marktführer zum Vorbild genommen.

    Beim Design ist die Kopie durchaus erfolgreich. Zwar ist das 5,5-Zoll-Gerät nicht ganz so schlank wie das gleich grosse Galaxy S7 Edge. Und auch den über die Ecken gezogene Bildschirm gibts nur beim teureren Koreaner.

    Doch das Elephone wirkt ausgesprochen hochwertig. Die Rückseite der blauen Version schimmert je nach Lichteinfall. Und man muss ganz genau hinschauen um zu merken, dass die Rückseite aus Plastik ist und nicht aus Glas. Wirklich clever gemacht, weil die Vorderseite aus Glas und der Metallrahmen etwas anderes suggerieren.

    Manchmal übertrumpft das China-Handy gar Samsung

    Das Display mit 1920 mal 1080 Pixeln Auflösung ist bis ganz an den Rand gezogen. Es bietet ein scharfes und helles Bild. Da kann sich mancher Konkurrent in der Mittelklasse eine Scheibe abschneiden.

    Android 6.0 ist ziemlich pur auf dem Gerät zu finden. Das sorgt für ruckelfreies Aufstarten der Apps. Der MediaTek Helio X20 mit 4 GB RAM leistet genug, um die meisten anderen Geräte in dieser Preisklasse abzuhängen. Aber natürlich hat das Galaxy S7 in den meisten Bereichen mehr Power.

    Nicht beim Speicher. Bei Samsung gibts zum Einstieg nur 32 GB. Elephone hat 64 GB Speicher vorinstalliert, die um bis zu 128 GB erweitert werden können. Auch mit zwei SIM-Karten-Slots hat der Chinese mehr zu bieten als der Koreaner. Allerdings wird einer dieser Slots doppelt genutzt: Man kann also nur eine zweite SIM-Karte einsetzen, wenn man keine Speicherkarte benötigt.

    Fingerabdruck-Scanner stark, Kamera schwach

    Nicht so begeistert sind wir vom 3000-mAh-Akku. Wer das Gerät intensiv nutzt, wird keinen ganzen Tag ohne Nachladen auskommen. Auch bei normalem Gebrauch wird es knapper als bei vielen anderen Smartphones.

    Wie oft bei günstigen Geräten aus China gibts positive Überraschungen: Der Fingerabdruckscanner beispielsweise ist ultraschnell. Andere Dinge sind erwartbar mittelmässig: so die 13-Megapixel-Kamera, die etwas langsam fokussiert und deren Qualität bei schlechten Lichtverhältnissen stark nachlässt.

    Das ist dann wohl auch der markanteste Unterschied zum Galaxy S7. Während dieses erstklassige Bilder schiesst, sind die Resultate beim Elephone S7 eher nichts für Foto-Fans.

    Aber eben, die Kopie aus China kostet bei Gearbest.com auch nur knapp 210 Franken (plus allfällige Zollgebühren). Das inzwischen ein Jahr alte Galaxy S7 Edge ist ab rund 530 Franken im Online-Handel erhältlich.

    Das BLICK-Test-Fazit: Das Elephone S7 hat das doppelt so teure Vorbild gut kopiert. Design, Verarbeitung, Prozessor-Leistung und Ausstattung sind deutlich besser, als man das zu diesem Preis erwarten kann. Nur bei der Kamera-Qualität ist das China-Handy mittelmässig.